{"id":116763,"date":"2025-12-16T11:50:26","date_gmt":"2025-12-16T10:50:26","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=116763"},"modified":"2025-12-16T11:50:56","modified_gmt":"2025-12-16T10:50:56","slug":"franz-sperr-1878-bis-1945","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/franz-sperr-1878-bis-1945\/","title":{"rendered":"Franz Sperr (1878 bis 1945)"},"content":{"rendered":"<p>Den Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Bayern verbindet man heute vor allem mit der \u201eWei\u00dfen Rose\u201c um die M\u00fcnchener Studenten Hans und Sophie Scholl. Auch ist der Kunstschreiner und \u201eB\u00fcrgerbr\u00e4u-Attent\u00e4ter\u201c Georg Elser vielen ein Begriff. Dagegen kennt kaum jemand den letzten Bayerischen Gesandten in Berlin, Franz Sperr, der von 1935 bis 1944 einen \u00fcber die Grenzen Bayerns hinaus wirkenden Widerstandskreis gegen Hitler um sich bildete. Diesem liberal und katholisch gepr\u00e4gten \u201eSperr-Kreis\u201c kommt im Gesamtbild des Widerstands im \u201eDritten Reich\u201c durchaus Bedeutung zu. Die folgende Darstellung zeigt, dass Franz Sperr deshalb bis heute zu Unrecht ein Schattendasein f\u00fchrt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Gedenken und historische Aufarbeitung<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wie konnte Franz Sperr in Vergessenheit geraten? Nach 1945 schien zun\u00e4chst das Gegenteil der Fall zu sein. Denn das \u00f6ffentliche Gedenken an Sperr setzte vergleichsweise fr\u00fch ein. \u201eIn Memoriam Franz Sperr\u201c lautete die \u00dcberschrift eines Artikels der S\u00fcddeutschen Zeitung vom 25. Januar 1946. Schon ein Jahr nach der Hinrichtung Franz Sperrs skizzierte Georg Deininger, ehemaliger Reserveleutnant und enger Vertrauter Sperrs im Widerstand, dessen Leben in den Jahren nach 1933. Wenig sp\u00e4ter wurde ein kleiner Weg in M\u00fcnchen-Feldmoching nach dem letzten Bayerischen Gesandten in Berlin und Widerstandsk\u00e4mpfer gegen den Nationalsozialismus benannt.<\/p>\n<p>Die \u00f6ffentliche Erinnerung an Franz Sperr sollte sich jedoch rasch auf eine zunehmend private Ebene verlagern und schlie\u00dflich vollends aussetzen. Zwar rief der Erlanger Universit\u00e4tsprofessor Ernst Meier \u2013 ebenso ein fr\u00fcher Weggef\u00e4hrte Sperrs im Widerstand \u2013 bis Anfang der 1960er Jahre die Mitglieder des Widerstandskreises zu Gedenkveranstaltungen zusammen. Doch geriet Sperr anschlie\u00dfend in Vergessenheit. Weder die \u00d6ffentlichkeit noch die Geschichtswissenschaft nahmen nachhaltig Kenntnis von seinem Schicksal.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnde hierf\u00fcr d\u00fcrften vielf\u00e4ltig gewesen sein: Der Zeitgeist spielte eine gro\u00dfe Rolle. So wurden die Widerst\u00e4ndler vom 20. Juli 1944 insgesamt von einem Gro\u00dfteil der westdeutschen Bev\u00f6lkerung noch Jahrzehnte lang als Hochverr\u00e4ter angesehen. Zudem hatte der \u201eSperr-Kreis\u201c keinerlei schriftliche Aufzeichnungen hinterlassen, was eine geschichtswissenschaftliche Rekonstruktion schwierig erscheinen lie\u00df. Last but not least: Die Pers\u00f6nlichkeit Franz Sperr war nicht so recht zu greifen. Weder geh\u00f6rte er einer politischen Str\u00f6mung an, noch war er dem milit\u00e4rischen Widerstand zuzurechnen. Er war ein katholischer, bayerischer F\u00f6deralist. Ihm fehlten lange Zeit die F\u00fcrsprecher, die ein \u00f6ffentliches Gedenken h\u00e4tten ansto\u00dfen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Dies sollte sich erst im Zuge des Regierungsumzugs von Bonn nach Berlin um die Jahrtausendwende \u00e4ndern. Nun war das geschichtspolitische Interesse der bayerischen Staatsregierung am letzten bayerischen Gesandten in Berlin geweckt. In der neuen bayerischen Vertretung in Berlin wurde \u00f6ffentlichkeitswirksam ein Besprechungsraum nach Franz Sperr benannt. Eine Gedenktafel folgte 2004. Die Initiativen boten zugleich den Ansto\u00df f\u00fcr erste umfangreichere, geschichtswissenschaftliche Darstellungen zu Franz Sperr und seinem Widerstandskreis. Eine detaillierte Studie zu Vorgeschichte, Aufbau und Wirken des bayerischen \u201eSperr-Kreises\u201c aus der Feder des Autors dieses Beitrags wird voraussichtlich im Herbst 2018 erscheinen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Offizier und Gesandter im Dienste Bayerns<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Franz Sperr wurde am 12. Februar 1878 im unterfr\u00e4nkischen Karlstadt am Main geboren. Er entstammte einer dem Hause Wittelsbach schon \u00fcber Jahrzehnte verbundenen F\u00f6rsterfamilie. Erst sein Vater Ludwig hatte mit dieser Familientradition gebrochen und war Ingenieur der Ko\u0308niglich-Bayerischen Staats-Eisenbahnen geworden.<\/p>\n<p>Nach der Geburt Franz Sperrs zog seine Familie aufgrund der Beamtent\u00e4tigkeit des Vaters regelm\u00e4\u00dfig innerhalb des bayerischen K\u00f6nigreichs um. Der zuf\u00e4llige Geburtsort Karlstadt d\u00fcrfte f\u00fcr den jungen Sperr deshalb nicht besonders pr\u00e4gend gewesen sein. Dagegen scheint die aus Aschaffenburg stammende, tiefgl\u00e4ubige katholische Mutter Franz und seine drei Geschwister nachhaltig beeinflusst zu haben, zugleich gab sie ihnen eine fr\u00e4nkische Liberalit\u00e4t mit auf den Weg.<\/p>\n<p>In Kempten im Allg\u00e4u besuchte Franz Sperr das Gymnasium, sein Abitur sollte er \u201emit gro\u00dfer Auszeichnung\u201c auf dem Humanistischen Gymnasium in Ulm absolvieren. Anschlie\u00dfend schlug er eine Offizierslaufbahn ein. Sperrs sehr gute Leistungen spiegelten sich in seinem schnellen Aufstieg wider. Vom einfachen Fahnenjunker wurde er nach nur f\u00fcnf Monaten zum F\u00e4hnrich bef\u00f6rdert und an die M\u00fcnchner Kriegsschule kommandiert, wo er 1899 den Offizierslehrgang mit Auszeichnung beendete. Im gleichen Jahr zum Leutnant ernannt, entschloss sich Franz Sperr nach Abschluss seiner zweij\u00e4hrigen freiwilligen Dienstzeit, Berufssoldat zu werden. Den vier Jahren bei seinem Stammregiment in Neu-Ulm folgten drei weitere beim Landwehrbezirkskommando Passau, ehe er 1906 in der M\u00fcnchener Kriegsakademie die Ausbildung f\u00fcr den Generalstab der Bayerischen Armee antrat.<\/p>\n<p>F\u00fcr Franz Sperrs sp\u00e4tere Sicht des F\u00f6deralismus und seinen Platz im Widerstand d\u00fcrfte dieser Schritt pr\u00e4gend gewesen sein. Schlie\u00dflich unterstrichen der in Friedenszeiten eigenst\u00e4ndig agierende Generalstab und die Kriegsakademie die weitgehende Eigenst\u00e4ndigkeit Bayerns in milit\u00e4rischen Fragen. Zugleich schuf sich Sperr in jenen Jahren ein umfangreiches Beziehungsgeflecht innerhalb des aktiven Offizierskorps, auf das er nach 1933 im Rahmen seiner Widerstandst\u00e4tigkeit zur\u00fcckgreifen konnte.<\/p>\n<p>Im Oktober 1913 stand der n\u00e4chste wichtige Karriereschritt an: Franz Sperr wurde zum Gro\u00dfen Generalstab des Preu\u00dfischen Heeres befohlen. Er betrat nun zum ersten Mal das Berliner Parkett und sammelte diplomatische Erfahrungen, von denen er in den Jahren zwischen 1919 und 1934 als bayerischer Interessensvertreter in Berlin profitieren sollte.<\/p>\n<p>Zu Beginn des Ersten Weltkrieges wurde Sperr als Generalstabshauptmann nach Ostpreu\u00dfen versetzt, wo er unter dem Oberbefehl von Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg und dessen Generalstabschef Erich Ludendorff zum Beauftragten des Chefs des Feld-eisenbahnwesens der 8. Armee bef\u00f6rdert wurde.<\/p>\n<p>Wiederum richtungsweisend war Sperrs Abordnung zur Armeeabteilung des Kriegsministeriums in M\u00fcnchen im M\u00e4rz 1917, wo er die Demobilmachung vorbereiten sollte. Sperr stellte sein ausgesprochenes Organisationstalent und diplomatisches Feingef\u00fchl unter Beweis. Im Bayerischen Kriegsministerium gelangte man zu der \u00dcberzeugung, dass er seine Arbeit fortsetzen und professionalisieren solle. Ende Oktober 1918 erfolgte deshalb seine Versetzung zum bayerischen Milit\u00e4rbevollm\u00e4chtigten nach Berlin, wo er wenig sp\u00e4ter die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der Dienststelle \u00fcbernehmen sollte.<\/p>\n<p>Zeit seines Lebens blieb Franz Sperr parteipolitisch ungebunden. Dagegen hielt er bis 1918 und wohl auch dar\u00fcber hinaus dem Hause Wittelsbach die Treue. Entsprechend aufgebracht reagierte Sperr auf den Ausbruch der Revolution im November 1918. Damals wollte er nicht zu jenen z\u00e4hlen, die den K\u00f6nig in dieser schweren Stunde im Stich lie\u00dfen. Dennoch trat er in den Jahren der Weimarer Republik nicht als gl\u00fchender Monarchist in Erscheinung. Im Gegensatz zu vielen b\u00fcrgerlichen Zeitgenossen lehnte er die Republik keineswegs ab, sondern versuchte, an ihrer Stabilisierung bei gleichzeitigem Erhalt eines starken F\u00f6deralismus mitzuwirken. Franz Sperr war in erster Linie F\u00f6deralist. Reichseinheit und Erhalt der bayerischen Souver\u00e4nit\u00e4t waren f\u00fcr ihn keine Gegens\u00e4tze, sondern untrennbar miteinander verbunden.<\/p>\n<p>Seine Wandlung vom Offizier zum Gesandten vollzog Sperr ohne Anlaufschwierigkeiten. Sein neuer Dienstherr war nun die Bayerische Staatsregierung. Aufgrund seines selbstbewussten und durchaus erfolgreichen Auftretens in Berlin und Weimar wurde er in den bayerischen Staatsdienst \u00fcbernommen und trat als vereidigter, bayerischer Beamter in ein besonderes Treueverh\u00e4ltnis zum Freistaat Bayern ein.<\/p>\n<p>In der Reichshauptstadt als Diplomat etabliert, wurde Franz Sperr 1932 mit der Wahrnehmung der Gesch\u00e4fte der Bayerischen Gesandtschaft betraut. Im Juni des gleichen Jahres forderte ihn Reichsinnenminister Wilhelm von Gayl auf, die Leitung der politischen Abteilung seines Ministeriums zu \u00fcbernehmen. Sperr lehnte diese Offerte mit dem Hinweis auf seine innere Einstellung zum damaligen Reichskabinett ab. Seine Kritik an der Reichsregierung unter Franz von Papen hatte nicht zuletzt mit deren Einstellung gegen\u00fcber Hitlers NSDAP zu tun. Denn Sperr hatte erfahren, dass das Kabinett angeblich eine Regierungs\u00fcbernahme der Nationalsozialisten vorbereitete. Ihr Ziel sei es demnach gewesen, der NSDAP bereits im Vorfeld durch entsprechende Ma\u00dfnahmen die M\u00f6glichkeiten zu nehmen, die Verfassung in ihrem Sinne auszuhebeln. Auf dieses Vabanquespiel wollte sich Franz Sperr allerdings nicht einlassen.<\/p>\n<p>Kurz darauf setzte die Reichsregierung einen Reichskommissar in Preu\u00dfen ein. Der so genannte Preu\u00dfen-Schlag vom Juli 1932 mehrte die Vermutung, Berlin werde auch mit anderen Reichsteilen in den folgenden Monaten kurzen Prozess machen.<\/p>\n<p>Die weitere Entwicklung sollte zeigen, dass die Handlungsspielr\u00e4ume Bayerns immer kleiner wurden. Noch im Dezember 1932 und Januar 1933 versuchte Franz Sperr, vom neuen Reichskanzler Kurt von Schleicher eine Garantie f\u00fcr die Souver\u00e4nit\u00e4t Bayerns zu erlangen. Nach dem R\u00fccktritt des Kabinetts Schleicher Ende Januar 1933 wurde erneut Franz von Papen mit Regierungssondierungen beauftragt. Gegen\u00fcber einer erneuten Kanzlerschaft Papens, die als einzige Alternative zu einer Regierungs\u00fcbernahme Hitlers im Raum stand, \u00e4u\u00dferste Sperr zwar schwerste Bedenken und drohte sogar mit Konsequenzen, die Bayern in diesem Fall ergreifen m\u00fcsse. Allerdings hatte er auch l\u00e4ngst erkannt, dass es einem Reichskanzler Hitler mit Hilfe der Weimarer Reichsverfassung m\u00f6glich sein w\u00fcrde, auf scheinlegalem Wege das Reich in seinem Sinne umzugestalten. Sperr sprach sich daher letztlich f\u00fcr das kleinere \u00dcbel, eine erneute Regierung Papen, aus.<\/p>\n<p>Bekanntlich kam es anders: Am 30. Januar 1933 \u00fcbertrug Reichspr\u00e4sident Hindenburg Adolf Hitler die Macht im Reich. Innerhalb von anderthalb Jahren baute dieser nicht zuletzt durch die \u201eGleichschaltung\u201c der Parteien und der L\u00e4nder seine Position zum uneingeschr\u00e4nkten \u201eF\u00fchrer und Reichskanzler\u201c aus.<\/p>\n<p>Am 1. M\u00e4rz 1933 erfolgte Franz Sperrs offizielle Ernennung zum Bayerischen Gesandten in Berlin. In der Folgezeit unternahm er den Versuch, im Sinne Bayerns Einfluss auf die Politik der Reichsregierung auszu\u00fcben. Den bayerischen Monarchisten, die in diesen Tagen die Ausrufung der Monarchie in M\u00fcnchen planten, riet er aus Sorge um die staatliche Integrit\u00e4t Bayerns von ihrem Vorhaben ab. Sein einziges Gespr\u00e4ch mit dem neuen Reichskanzler Hitler Anfang M\u00e4rz 1933 brachte Franz Sperr die Gewissheit: Eine Macht\u00fcbernahme der Nationalsozialisten in Bayern stand unmittelbar bevor. Trotz fortw\u00e4hrender Auseinandersetzung mit den Berliner Regierungsstellen konnte er diese am 9. M\u00e4rz 1933 nicht verhindern.<\/p>\n<p>In den folgenden Monaten musste Franz Sperr die schrittweise Gleichschaltung Bayerns mit dem Reich diplomatisch begleiten. Die Frustration, dem nationalsozialistischen Machtstreben nichts entgegensetzen zu k\u00f6nnen, d\u00fcrfte ihn nachhaltig gepr\u00e4gt haben. Er musste erkennen, dass Verhandlungen und Vereinbarungen mit den Nationalsozialisten keinerlei Wert besa\u00dfen. Auch das Ziel der M\u00e4nner um Franz von Papen, Hitler in seinem Regierungshandeln einzuengen, ihm seine Grenzen aufzuzeigen und ihn dadurch in seinem Machtstreben zu z\u00fcgeln, lie\u00df sich nicht verwirklichen.<\/p>\n<p>Franz Sperrs Entschluss, in die bayerische Heimat zur\u00fcckzukehren, schien bereits gefallen zu sein, bevor der so genannte R\u00f6hm-Putsch und die nachtr\u00e4gliche Legitimierung der Mordaktionen an unliebsamen politischen Gegnern das Fass zum \u00dcberlaufen brachten. Denn bereits Mitte April 1934 k\u00fcndigte er im engeren Kreis seinen R\u00fccktritt als Gesandter an. Mit Schreiben vom 5. September 1934 bat er beim Bayerischen Ministerpr\u00e4sidenten offiziell um die Versetzung in den einstweiligen Ruhestand. Im Oktober 1934 kehrte Franz Sperr mit seiner Familie in die bayerische Heimat zur\u00fcck.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Der Sperr-Kreis (1935-1944)<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In M\u00fcnchen erreichte Franz Sperr um die Jahreswende 1934\/35 die Bitte des bayerischen Kronprinzen Rupprecht, sich zu einem Gespr\u00e4ch bei ihm einzufinden. Der \u00e4lteste Sohn des letzten bayerischen K\u00f6nigs Ludwig III. lebte seit dem Zusammenbruch der Monarchie mehr oder weniger zur\u00fcckgezogen. Politischen Dingen gegen\u00fcber aufgeschlossen, hatte er Anfang 1933 mit der bayerischen Staatsregierung erfolglos \u00fcber seine Proklamation zum K\u00f6nig verhandelt, auch um einer Macht\u00fcbernahme der Nationalsozialisten in M\u00fcnchen zuvorzukommen.<\/p>\n<p>Sp\u00e4testens seit Mitte 1934 war Rupprecht davon \u00fcberzeugt, dass das NS-Regime aufgrund seiner inneren Zerrissenheit und wirtschaftspolitischen Inkompetenz keinen langen Bestand haben werde. Gemeinsam mit seinem Kabinettschef, Franz Freiherr von Redwitz, rechnete der Kronprinz fest mit dem Zusammenbruch des unrechtstaatlichen Systems. Auf diesen Zeitpunkt wollte man sich allerdings vorbereiten. Es sollte nicht erneut \u2013 wie 1918\/19 beim Untergang der Monarchie \u2013 zu chaotischen Zust\u00e4nden in den bayerischen St\u00e4dten kommen.<\/p>\n<p>In der Einsch\u00e4tzung der Lage stimmte Franz Sperr mit dem bayerischen Kronprinzen \u00fcberein. Neben Sperr zog Rupprecht auch den ehemaligen Reichswehrminister Otto Ge\u00dfler und den fr\u00fcheren Reichswirtschaftsminister Eduard Hamm zu mehreren Treffen hinzu. Sperr war mit den beiden liberalen, aus Bayern stammenden ehemaligen Politikern sehr gut bekannt. In den Gespr\u00e4chen gelangte man zu der \u00dcberzeugung, in Bayern Vorsorge treffen zu m\u00fcssen f\u00fcr den Fall, dass das NS-Regime zusammenbrechen werde.<\/p>\n<p>Gemeinsam legte man eine Aufgabenverteilung fest: Hiernach sollte sich Sperr um die Kontaktaufnahme mit m\u00f6glichen Vertrauensleuten in Polizei und Milit\u00e4r, Hamm um diejenige in Justiz, Wirtschaft und Verwaltung bem\u00fchen, w\u00e4hrend Ge\u00dfler die Verbindung mit dem Ausland aufnehmen sollte. Mit dem bayerischen Kronprinzen stand man \u00fcber Ge\u00dfler auch w\u00e4hrend Rupprechts Exilzeit in Florenz ab 1939 in engem Austausch.<\/p>\n<p>Franz Sperr verstand es, seine Widerstandshandlungen zu tarnen. Seit 1936 stand der ehemalige Offizier an der Spitze der M\u00fcnchener Zweigstelle der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Wehrpolitik und Wehrwissenschaft (DGWW) und konnte auf diese Weise seine konspirativen Kontakte in milit\u00e4rische Kreise stetig ausbauen. Selbst nach seinem Austritt aus der \u201eGesellschaft\u201c unternahm er weiterhin Vortragsreisen. Seiner freundschaftlichen Verbindung zum ehemaligen Reichswirtschaftsminister Kurt Schmitt verdankte Franz Sperr 1943 die Einstellung als Berater in der \u201eM\u00fcnchener R\u00fcckversicherungsgesellschaft\u201c. Auch diese Arbeit erm\u00f6glichte es ihm, unauff\u00e4llig Reisen in der bayerischen Heimat zu unternehmen und m\u00f6gliche Vertrauensleute f\u00fcr den Widerstand zu gewinnen.<\/p>\n<p>Nicht zuletzt durch Sperrs intensive Werbungst\u00e4tigkeit konnte der Widerstandskreis bis 1944 auf mindestens 66 Personen ausgebaut werden. Die Gruppe rekrutierte sich \u00fcberwiegend aus dem Lager der traditionellen, b\u00fcrgerlichen Eliten Bayerns. \u00dcber die H\u00e4lfte der Mitglieder waren promovierte Akademiker, die ihrer Arbeit als Beamte, Unternehmer, Richter und Anw\u00e4lte sowie Politiker nachgingen. Von der politischen Sozialisation her ist ein hoher Anteil an links- und nationalliberaler sowie katholisch-konservativer Parteiverbundenheit zu konstatieren. Die Mitglieder des Kreises verband ein auf christlich-moralischen und liberal-rechtsstaatlichen Grunds\u00e4tzen basierendes Staatsverst\u00e4ndnis. In diesem spielte ein starker, die staatliche Integrit\u00e4t und kulturelle Eigenheit Bayerns achtender F\u00f6deralismus eine wichtige Rolle. Die Frage der k\u00fcnftigen Staatsform, ob Monarchie oder Republik, war letztlich f\u00fcr die Widerstandsgruppe nicht entscheidend. Von der Wiederherstellung der Wittelsbacher Monarchie unter einem K\u00f6nig Rupprecht versprach sie sich allerdings in Zeiten des Umbruchs eine nachhaltig integrative Wirkung, weshalb sie diese L\u00f6sung favorisierte.<\/p>\n<p>Regionale Widerstandszellen wurden unter anderem in M\u00fcnchen, Augsburg und N\u00fcrnberg geschaffen. Eine herausragende Rolle kam einer Augsburger Gruppe zu, die Franz Sperr an den Widerstandskreis heranf\u00fchrte und diesem wichtige Impulse verleihen sollte. Die M\u00e4nner um den Rechtsanwalt Franz Reisert und den Unternehmer Ludwig Berz waren \u00fcberwiegend katholisch gepr\u00e4gt und standen parteipolitisch der fr\u00fcheren Bayerischen Volkspartei nahe. Ihr Wert f\u00fcr die Widerstandsgruppe lag in erster Linie in der wirtschaftspolitischen Expertise ihrer Mitglieder.<\/p>\n<p>\u00dcber Franz Reisert kam die Gruppe um Sperr 1943 mit dem reichsweit agierenden Kreisauer Kreis um Helmuth James Graf von Moltke in Kontakt. Die \u201eKreisauer\u201c stellten gleich dem Sperr-Kreis Neuordnungspl\u00e4ne f\u00fcr die Zeit \u201eDanach\u201c an. Sie waren seit der Jahreswende 1942\/43 auf der Suche nach geeigneten Landesverwesern, die nach dem Zusammenbruch in den einzelnen Reichsteilen Sicherheit und Ordnung garantieren sollten. F\u00fcr S\u00fcd-Bayern hatte man Franz Sperr ins Auge gefasst.<\/p>\n<p>In M\u00fcnchen fanden die Besprechungen bei den Jesuitenpatres Alfred Delp, Lothar K\u00f6nig und Augustin R\u00f6sch statt. Delp wirkte seit 1939 als Seelsorger in M\u00fcnchen-Bogenhausen. Die Pfarrkirche Heilig Blut befand sich nur wenige Meter vom Wohnhaus Sperrs entfernt. Es ist deshalb wahrscheinlich, dass Sperr Delp zumindest fl\u00fcchtig kannte, bevor er im Fr\u00fchjahr 1943 mit ihm und den M\u00e4nnern um Moltke zusammentraf. Zumindest soll Sperr den Namen Delp bereits vor Kriegsbeginn gegen\u00fcber einem Vertrauensmann seines Widerstandskreises erw\u00e4hnt haben.<\/p>\n<p>Inhaltlich drehten sich die Gespr\u00e4che insbesondere um staatsrechtliche Fragen. Die Absicht der \u201eKreisauer\u201c, neben Preu\u00dfen auch Bayern im Zuge der Neuordnung aufzuspalten, stie\u00df auf erhebliche Gegenwehr Sperrs, der geradezu in seine alte Rolle als Verteidiger der staatlichen Integrit\u00e4t Bayerns zur\u00fcckfiel. Er betonte, dass eine Aufteilung Preu\u00dfens ein nicht so \u201egef\u00e4hrliches Experiment\u201c sei wie eine Aufteilung Bayerns.<\/p>\n<p>Neben der Zumutung einer Aufteilung Bayerns scheint Moltke Sperr auch das Gesuch \u201epreu\u00dfischer Offiziere\u201c \u00fcbermittelt zu haben, wonach Bayern im Falle eines Umsturzes voranschreiten sollte. Sperrs Reaktion fiel auch hier deutlich aus: Er war davon \u00fcberzeugt, dass ein solcher Aufstand mit einer totalen Vernichtung Bayerns enden m\u00fcsste. Denn Hitler w\u00fcrde auf einen Umsturzversuch mit r\u00fccksichtsloser H\u00e4rte reagieren und nicht einmal einen Einsatz der Luftwaffe scheuen.<\/p>\n<p>Die Diskussionen mit den \u201eKreisauern\u201c drehten sich auch um Fragen der politischen Agenda. Differenzen gab es hier im Hinblick auf die Ideen f\u00fcr eine k\u00fcnftige Wirtschaftspolitik. Franz Sperr scheint f\u00fcr eine marktwirtschaftliche Orientierung eingetreten zu sein, w\u00e4hrend Moltkes Vorstellungen teilweise planwirtschaftliche und sozialistische Tendenzen aufwiesen. Auch spielte das k\u00fcnftige Verh\u00e4ltnis von Staat und Kirche bei den Gespr\u00e4chen eine wichtige Rolle. \u00dcber die Notwendigkeit der Einbindung der Kirche, vornehmlich der katholischen Kirche in Bayern, war man sich im Sperr-Kreis einig. Daher hatte man fr\u00fchzeitig die Verbindung mit geistlichen W\u00fcrdentr\u00e4gern aufgenommen. Doch obwohl der Katholizismus unter den Mitgliedern des Sperr-Kreises dominierte, entsprach es dem vor allem b\u00fcrgerlich-liberalen Widerstandskreis, sich gegen\u00fcber den \u201eKreisauern\u201c f\u00fcr eine strikte Trennung von Staat und Kirche in einem Nachkriegsdeutschland auszusprechen.<\/p>\n<p>Franz Sperr und sein Kreis r\u00fcckten im Verlauf der Jahre 1943 und 1944 noch n\u00e4her an das Zentrum des Widerstands in Berlin heran. Am 6. Juni 1944 erfolgte die Landung der Alliierten in der Normandie. Am Nachmittag des gleichen Tages traf Sperr in Bamberg mit Claus Schenk Graf von Stauffenberg zusammen, der eineinhalb Monate sp\u00e4ter, am 20. Juli, einen Attentatsversuch auf Hitler unternehmen sollte.<\/p>\n<p>Auf beiden Seiten bestand Interesse an einer Aussprache. Stauffenberg wollte Sperr \u00fcber das geplante Attentat informieren und sich hierf\u00fcr offenbar die Zustimmung und R\u00fcckendeckung der Bayern einholen. Sperr wurde also auch von der Milit\u00e4ropposition in Berlin als Exponent des bayerischen Widerstands wahrgenommen. Dem ehemaligen Gesandten ging es \u00fcberwiegend darum, Stauffenbergs staatsrechtliche Vorstellungen f\u00fcr die Zeit \u201eDanach\u201c in Erfahrung zu bringen. Insbesondere dessen Verst\u00e4ndnis vom k\u00fcnftigen Reich-L\u00e4nder-Verh\u00e4ltnis interessierte ihn.<\/p>\n<p>Franz Sperr trat somit im Widerstand in gewisser Weise inoffiziell als Diplomat im Dienste Bayerns in Erscheinung. Das Treffen mit Stauffenberg war in dieser Hinsicht die Fortsetzung der bereits 1943 mit den \u201eKreisauern\u201c gef\u00fchrten Verhandlungen. Da die M\u00e4nner um Sperr, Ge\u00dfler und Hamm keineswegs beabsichtigten, Bayern aus dem Reich auszugliedern, erschien eine Koordinierung mit einer m\u00f6glichen neuen Reichsf\u00fchrung bereits im Vorfeld eines eventuellen Umsturzes zwingend geboten.<\/p>\n<p>Die Aussprache mit Stauffenberg d\u00fcrfte Sperr beruhigt haben: Denn dieser sprach sich ausdr\u00fccklich f\u00fcr einen f\u00f6deralistischen Bundesstaat aus. Dagegen sah Sperr die Vorbereitungen f\u00fcr die Zeit \u201eDanach\u201c und den avisierten Zeitpunkt f\u00fcr ein Attentat kritisch. Im Sperr-Kreis war man sich einig, dass ein Umsturz nur gelingen konnte, wenn sich die Stimmung innerhalb des deutschen Volkes gegen die eigene Regierung gewandt hatte. Eine erneute Dolchsto\u00dflegende musste dagegen die vom bayerischen Widerstandskreis seit einiger Zeit angestellten Bem\u00fchungen zur Schaffung einer \u201eAuffangorganisation\u201c gef\u00e4hrden. Sperr scheint Stauffenberg zwar die Gefolgschaft nicht grunds\u00e4tzlich verweigert zu haben. Doch blickten seine Mitstreiter und er mit tiefer Sorge auf die sich abzeichnenden Ereignisse der folgenden Tage und Wochen.<\/p>\n<p>Obwohl die M\u00e4nner um Franz Sperr am 20. Juli 1944 nicht aktiv den Umsturz von Bayern aus vorantrieben, wurde die F\u00fchrungsriege der Widerstandsgruppe als Beteiligte des Umsturzversuchs verhaftet. Der Gestapo war das Treffen zwischen Sperr und Stauffenberg bekannt geworden. Im Gef\u00e4ngnis offenbarte Sperr seine katholische Pr\u00e4gung, seine humanistische Gesinnung und seine liberalen Grunds\u00e4tze: Als einer der wenigen \u201eMitverschw\u00f6rer\u201c wandte er sich im Verh\u00f6r offen gegen die Unfreiheit des NS-Systems und betonte seine Ablehnung der \u201eJudenma\u00dfnahmen\u201c.<\/p>\n<p>Anfang Januar 1945 stand Franz Sperr gemeinsam mit seinen Verb\u00fcndeten im Widerstandskreis sowie Mitgliedern des Kreisauer Kreises vor dem Volksgerichtshof. Dessen Pr\u00e4sident Roland Freisler verstand den Prozess als eine Abrechnung des NS-Regimes mit dem Christentum. So mussten die Protestanten Helmuth von Moltke und der sp\u00e4tere Bundestagspr\u00e4sident Eugen Gerstenmaier wie auch die Katholiken Alfred Delp, Franz Sperr und Franz Reisert die Hasstiraden Freislers \u00fcber sich ergehen lassen.<\/p>\n<p>Franz Sperr zielte mit seiner Verteidigungstaktik offenbar darauf ab, lediglich seinen eigenen Gespr\u00e4chspart bei dem Treffen mit Stauffenberg zu entsch\u00e4rfen. Dass man ihm abnehmen w\u00fcrde, der sp\u00e4tere Attent\u00e4ter h\u00e4tte ihm nichts von seinen Pl\u00e4nen erz\u00e4hlt, glaubte er nicht. Die Verteidigung war nicht sehr gl\u00fccklich, weil sie praktisch das Eingest\u00e4ndnis seiner Mitwisserschaft in sich schloss. Sperr ging fatalerweise davon aus, dass ihm Freisler seine Ehrlichkeit anrechnen w\u00fcrde. Doch das Gegenteil war der Fall. Im Urteilsspruch hie\u00df es: \u201eEin Mann wie Sperr mu\u00dfte wissen und hat sich auch gesagt, da\u00df es eine h\u00f6chste Gefahr f\u00fcr den Staat bedeutet, wenn ein Offizier in diesem Rang und in dieser Stellung Derartiges sagt. [&#8230;] Wenn er deshalb das nicht meldete, obgleich wir uns im scharfen Ringen um Sein oder Nichtsein befanden, so hat er damit Zeugnis daf\u00fcr abgelegt, da\u00df in ihm keine Spur von Ehre vorhanden ist. Deshalb mu\u00dften wir ihn f\u00fcr dieses sein verr\u00e4terisches Unterlassen mit dem Tode bestrafen [&#8230;].\u201c Das Todesurteil gegen Franz Sperr wurde am 23. Januar 1945 in Berlin-Pl\u00f6tzensee durch Erh\u00e4ngen vollstreckt.<\/p>\n<p>Die bayerische Widerstandsgruppe war damit ihrer Spitze beraubt und sollte nicht mehr nachhaltig in Erscheinung treten. Kronprinz Rupprecht erhielt noch vor Kriegsende in seinem Florentiner Exil die Nachricht vom Tode Franz Sperrs. Mit ihm verlor er einen seiner engsten Vertrauten und den Kopf jener \u201eAuffangorganisation\u201c, in die er f\u00fcr die Zeit nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches gro\u00dfe Hoffnungen gesteckt hatte.<\/p>\n<p>Der Verlust wog in der Tat schwer. Sowohl Bayern als auch die fr\u00fche Bundesrepublik Deutschland h\u00e4tten von Franz Sperrs gro\u00dfer politischer Erfahrung und seinem diplomatischen Geschick profitieren k\u00f6nnen. Mit Sicherheit h\u00e4tte Sperr gleich seinen Mitstreitern im Widerstand, die nach 1945 teilweise in hochrangige Positionen in Politik, Wirtschaft und Justiz gelangten, einen wichtigen Beitrag zum rechtstaatlichen Neubeginn Deutschlands geleistet.<\/p>\n<p>Franz Sperr und sein Widerstandskreis stehen in besonderer Weise f\u00fcr das Festhalten an christlichen und liberalen Grunds\u00e4tzen in totalit\u00e4ren Zeiten. F\u00fcr Gegenwart und Zukunft gilt es, daf\u00fcr Sorge zu tragen, dass sie nicht erneut in Vergessenheit geraten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Den Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Bayern verbindet man heute vor allem mit der \u201eWei\u00dfen Rose\u201c um die M\u00fcnchener Studenten Hans und Sophie Scholl. Auch ist der Kunstschreiner und \u201eB\u00fcrgerbr\u00e4u-Attent\u00e4ter\u201c Georg Elser vielen ein Begriff. 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