{"id":116769,"date":"2025-12-16T11:53:36","date_gmt":"2025-12-16T10:53:36","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=116769"},"modified":"2025-12-16T11:53:36","modified_gmt":"2025-12-16T10:53:36","slug":"hans-woelfel-1902-bis-1944","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/hans-woelfel-1902-bis-1944\/","title":{"rendered":"Hans W\u00f6lfel (1902 bis 1944)"},"content":{"rendered":"<h3><strong>I.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Stadt Bamberg gedenkt in diesen Tagen seiner B\u00fcrger, die Gegner des Nationalsozialismus waren und deshalb ihr Leben opfern mussten. Hans W\u00f6lfel geh\u00f6rt zu ihnen.<\/p>\n<p>Ein Gedenken hat immer zwei Richtungen, zur\u00fcck in die Vergangenheit: Wie war es? Und das Denken nach vorn in die Zukunft: Wie soll es sein? Es soll besser werden, das ist unser aller Bestreben. Doch eben darum blicken wir zur\u00fcck: Wir wollen alte Fehler erkennen, den Schaden, den sie verursachten, bessern und die Zukunft nach dauernden Grunds\u00e4tzen neu gestalten, wie Thomas Dehler nach dem Zusammenbruch der Hitlerherrschaft im Januar 1946 im \u201eFr\u00e4nkischen Tag\u201c schrieb: \u201eUnsere Jugend muss des Schicksals des Hans W\u00f6lfel und der Umst\u00e4nde seines Todes immer eingedenk sein. \u2026 Hans W\u00f6lfel, der um der Wahrheit Willen einen ungerechten Tod erlitt, lehrt uns, die Wahrheit lieben und das Unrecht verachten, die Wahrheit bekennen, auch wenn sie den Machthabern nicht gef\u00e4llt, und wissen, dass Unrecht Unrecht bleibt, auch wenn der Machthaber vorgibt, es n\u00fctze dem Volke und werde dadurch zum Recht. In diesem Geiste wollen wir einen neuen Staat der Freiheit, der Gerechtigkeit und des Friedens schaffen.\u201c<\/p>\n<p>In den letzten Ausgaben des \u201eFr\u00e4nkischen Tages\u201c konnten Sie lesen, dass Bamberg sehr wohl seiner Vergangenheit gedenkt. Die Willy Aron Gesellschaft und die Stadt Bamberg \u00fcbergaben der \u00d6ffentlichkeit ein Denkmal, das an den Widerstand Bamberger B\u00fcrger gegen den Nationalsozialismus und an ihr Eintreten f\u00fcr eine neue, bessere Welt erinnert: Einem von Ihnen, Hans W\u00f6lfel, ist die Biografie gewidmet, die heute der \u00d6ffentlichkeit \u00fcbergeben wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>II.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Familie W\u00f6lfel war im Itzgrund, in Untermerzbach, zu Hause. W\u00f6lfels Gro\u00dfvater war Schneider. Seinen \u00e4ltesten Sohn schickte er nach Bamberg in das Ottonianum. Er wurde Priester. Sein zweiter Sohn erlernte das Schneiderhandwerk, ging, wie damals \u00fcblich, auf die Walz, kam bis nach Bad Hall in Ober\u00f6sterreich und fand dort sein Gl\u00fcck. Er heiratete eine Einheimische, gr\u00fcndete ein Blumengesch\u00e4ft f\u00fcr die Kurg\u00e4ste und wurde ein angesehener B\u00fcrger. Er hatte neun Kinder. Sein viertes, Hans W\u00f6lfel, geboren am 30. M\u00e4rz 1902, schickte er zu seinem Bruder, den Pfarrer von Ebing. Dort verbrachte Hans seine Kindheit und Jugend. Die Haush\u00e4lterin des Pfarrers wurde zur zweiten Mutter des heimwehkranken Buben. Sie heiratete einen Einheimischen, Andreas Schneiderbanger. W\u00f6lfel blieb der Familie Schneiderbanger zeitlebens verbunden.<\/p>\n<p>Pfarrer W\u00f6lfel schickte seinen Neffen auf das Alte Gymnasium in Bamberg. W\u00f6lfel wurde Z\u00f6gling des Aufseesianums. Als Gymnasiast studierte W\u00f6lfel nicht nur Latein und Griechisch, er nahm sehr intensiv am Zeitgeschehen teil. Den Ausbruch des Weltkrieges erlebte er \u2013 wie die studierende Jugend allgemein \u2013 als eine nationale Erhebung. W\u00f6lfel wollte dabei sein. W\u00f6lfel war kriegsbegeistert und er war \u00fcberzeugt, dass Deutschland einen gerechten Krieg f\u00fchre. Die Feinde hatten Deutschland den Krieg aufgezwungen, und er wollte das Vaterland als Soldat auch unter Einsatz des Lebens verteidigen. Er meldete sich zur Jugendwehr seiner Schule.<\/p>\n<p>Das war kein Wunder, denn bei ihm zu Hause herrschte eine nationale und monarchische Stimmung: Sein Onkel, der Pfarrer von Ebing, war Monarchist, Nationalist und \u2013 das muss wohl ebenfalls erw\u00e4hnt werden \u2013 Antisemit. Er schrieb ein Tagebuch seiner Pfarrei und beschrieb darin das Kriegsgeschehen, wie er es von seiner Warte aus sah und wie er es in seiner Pfarrei Ebing erlebte. Die Lekt\u00fcre dieser Kriegschronik vermittelt dem Leser sehr eindringlich die politische Atmosph\u00e4re, in der W\u00f6lfel lebte.<\/p>\n<p>Es war also nicht nur Abenteuerlust, die W\u00f6lfel trieb, Soldat zu werden, es war eine tiefgr\u00fcndige nationale Gesinnung und die \u00dcberzeugung, dass der Krieg Deutschland von seinen Feinden aufgezwungen worden sei. Und diese \u00dcberzeugung war religi\u00f6s begr\u00fcndet. Schon f\u00fcr den jungen W\u00f6lfel waren das Vaterland und Gott die h\u00f6chsten Werte, und das Vaterland konnte von seinen B\u00fcrgern alles verlangen, auch den Dienst als Soldat bis zum Tode \u2013 wenn diese Forderung gerecht war, ihre Rechtfertigung in Gottes Gebot und Weltordnung hatte.<\/p>\n<p>F\u00fcr den jungen W\u00f6lfel war das der Fall, und so meldete er sich, nachdem er 17 Jahre alt geworden war, nach dem Zusammenbruch des Kaiserreiches zum Freikorps, um die Kr\u00e4fte zu bek\u00e4mpfen, die seiner politischen und auch religi\u00f6sen \u00dcberzeugung nach den Zusammenbruch herbeigef\u00fchrt hatten: Sozialdemokraten und Kommunisten.<\/p>\n<p>Er meldete sich als Freiwilliger zum Freikorps Berthold, wohl gerade zu diesem, weil auch der F\u00fchrer des Freikorps, Berthold, Sch\u00fcler des AG war. So marschierte W\u00f6lfel im Mai 1919 mit dem Freikorps nach M\u00fcnchen, um die bayerische R\u00e4terepublik niederzuschlagen. Als das Freikorps in M\u00fcnchen eintraf, war die Revolution jedoch schon vorbei. W\u00f6lfel hat also nicht an eigentlichen Kampfhandlungen teilgenommen.<\/p>\n<p>Im Herbst 1919 sa\u00df W\u00f6lfel wieder auf die Schulbank des Alten Gymnasiums. Er blieb jedoch Mitglied des Freikorps und setzte sich auch aktiv f\u00fcr dessen Ziele ein. Auch am Gymnasium war er aktiv. Bei der Einweihung des Denkmales f\u00fcr die Gefallenen Sch\u00fcler des Alten Gymnasiums und anl\u00e4sslich der 50-Jahrfeier der Reichsgr\u00fcndung im Januar 1921 wurde er ausgew\u00e4hlt, als Vertreter der Sch\u00fclerschaft zu sprechen.<\/p>\n<p>Diese politischen Aktivit\u00e4ten des jungen W\u00f6lfel zeigen, dass er auf dem besten Weg war ein Rechtsradikaler zu werden. Warum wurde er es nicht? Die Antwort ist, dass W\u00f6lfel neben dem Vaterland noch einen anderen h\u00f6chsten Wert kannte, den h\u00f6chsten Wert einer religi\u00f6sen Werteskala, Gott. Die religi\u00f6se Werteskala aber war, nach W\u00f6lfels \u00dcberzeugung, der irdischen \u00fcbergeordnet und damit in allen Fragen letztlich entscheidend. Gott war der h\u00f6chste Wert, und dem G\u00f6ttlichen Recht waren alle anderen weltlichen und gesellschaftlichen Werte untergeordnet. Diese Auffassung hatte W\u00f6lfel wohl von seinem Onkel. Es war die Richtschnur seines Lebens. Es war das Kriterium, nach dem er alle gesellschaftlichen Werte und Forderungen ma\u00df. Vor seinen Richtern erkl\u00e4rte er: Ich gebe zu, dass ich in den Jahren vor der Macht\u00fcbernahme ein fanatischer Gegner des Nationalsozialismus war und diesen auch heute in einzelnen Punkten aus religi\u00f6sen Gr\u00fcnden nicht restlos zustimmen kann.<\/p>\n<p>Wann sich der Wandel in W\u00f6lfel von einem radikalen Nationalisten zum national gesonnenen, auf dem Boden des Rechts und der Religion stehenden Politiker vollzogen hat, ist schwer zu sagen. Es war kein Erweckungs- oder Wendeerlebnis, es war vielmehr eine innere, pers\u00f6nliche Entwicklung, die der werdende und ins Leben ausgreifende Mensch vollzog.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>III.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Sommer 1922 immatrikulierte sich W\u00f6lfel zum Jurastudium in M\u00fcnchen und trat einer katholischen Studentenverbindung bei, der Ottonia im Kartellverband katholischer deutscher Studentenvereine. Im Wintersemester 1922\/23 setzte W\u00f6lfel das Studium in W\u00fcrzburg fort.<\/p>\n<p>\u00dcber das Studium W\u00f6lfels ist nichts N\u00e4heres bekannt. Besondere wissenschaftliche Bestrebungen hatte W\u00f6lfel offensichtlich nicht. Doch als Mitglied einer katholischen Studentenverbindung war er aktiv. Jetzt wollte er als Student in das \u00f6ffentliche, politische Leben eingreifen und sich f\u00fcr seine Ideale einsetzen.<\/p>\n<p>Damals gr\u00fcndete sich an der Universit\u00e4t W\u00fcrzburg der Katholische Akademikerbund, ein Zusammenschluss aller katholischen Studentenvereine. Dieser sollte jedoch nicht nur akademische Gruppen vereinen, er sollte alle katholischen Vereine jedweden Standes oder Berufes umfassen. Ein hochgestecktes Ziel!<\/p>\n<p>W\u00f6lfel war an der F\u00fchrung des Vereins ma\u00dfgeblich beteiligt. Am 17. Januar 1924 hielt er die Gr\u00fcndungsrede des Akademikerbundes vor Vertretern der Uni W\u00fcrzburg, der Stadt, des Kultusministeriums und den Vertretern zahlreicher katholischer Vereine. Ein erfolgreicher Start f\u00fcr ein aussichtsloses Unternehmen. Schon in Jahresfrist war es vorbei. Der Vorstand, auch W\u00f6lfel, erkl\u00e4rten ihren R\u00fccktritt.<\/p>\n<p>In Bamberg gab es einen Altherrenzirkel des KV. Dieser veranstaltete j\u00e4hrlich im Herbst einen \u201eVaterlandstag\u201c, zu dem die Bamberger Abiturienten geladen waren. Auf dem Vaterlandstag des Jahres 1923 hielt W\u00f6lfel die Vaterlandsrede. Der Kern der Rede war hart und kompromisslos: Kein KVler kann Mitglied einer nationalistischen Partei sein, die sich anma\u00dft, unserer religi\u00f6sen \u00dcberzeugung Schranken zu setzen, weil sie nach ihrer Anschauung dem sittlichen Empfinden der germanischen Rasse nicht entspreche. Wir verweigern einer v\u00f6lkischen Bewegung jede Unterst\u00fctzung, die den V\u00f6lkerhass von vorne herein zur Pflicht macht, schon allein deswegen, weil es unchristlich ist und auch alles, was auf Hass und v\u00f6lkischem Egoismus aufgebaut ist, auf t\u00f6nernen F\u00fc\u00dfen steht und zusammenbricht.<\/p>\n<p>Das war und blieb W\u00f6lfels politisches Bekenntnis. Ma\u00dfgeblich beigetragen zu W\u00f6lfels Gesellschafts- und Politikverst\u00e4ndnis hat das Buch von Hartmann Grisar, \u201eDer deutsche Luther im Weltkrieg und in der Gegenwart\u201c. Das Buch erschien 1924.W\u00f6lfel hat es erworben und gr\u00fcndlich gelesen. Das zeigen die zahlreichen Unterstreichungen im Text und Bemerkungen am Rand. Was W\u00f6lfel aus der Lekt\u00fcre lernte? Wohl, dass die Kulturkampfzeiten noch nicht vor\u00fcber waren, und dass es f\u00fcr die Katholiken Deutschlands nach wie vor gelte, die gesellschaftliche und politische Gleichberechtigung mit den Protestanten zu erstreiten.<\/p>\n<p>Blieb bei all diesen Aktivit\u00e4ten noch Zeit zum Studium? Nach den \u00fcblichen 8 Semestern legte W\u00f6lfel das Erste Staatsexamen ab, mit durchschnittlichem Erfolg. Es folgte die zweij\u00e4hrige Referendarzeit am OLG Bamberg. Im zweiten Staatsexamen erreichte er wiederum einen Durchschnittsplatz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>IV.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nun scheint es an der Zeit, nach W\u00f6lfels Privatleben zu fragen. Was besch\u00e4ftigte ihn neben Studium und Studentenverein? Noch als Sch\u00fcler am Alten Gymnasium hatte W\u00f6lfel ein M\u00e4dchen kennengelernt, Elisabeth, die Tochter des Lehrers Andreas Rauh von P\u00f6deldorf. Dieses lud er zum Abiturball, und seitdem gingen beide gemeinsame Wege. Sie m\u00f6gen einwenden, das sei eigentlich zu viel gesagt, denn wie wir gesehen haben, W\u00f6lfels Bet\u00e4tigungsfeld war die Studentenpolitik an der Universit\u00e4t W\u00fcrzburg. Elisabeth aber war in P\u00f6deldorf zu Hause und wartete auf ihren Br\u00e4utigam. Wie oft ging dieser den Weg vom Bahnhof Bamberg durch den Hauptsmoor nach P\u00f6deldorf? Elisabeth wartete auf ihren Br\u00e4utigam, bis dieser das Zweite Staatsexsamen in der Tasche hatte und eine sichere Stelle als Anwalt. Am 19. November 1929 heirateten sie.<\/p>\n<p>Die langen Wartejahre verbrachte Elisabeth damit, die Reden ihres Geliebten in ein Tagebuch zu schreiben: die Reden des Sch\u00fclers am Alten Gymnasium, die Vereidigungsrede des Freikorpsk\u00e4mpfers und die Reden, die W\u00f6lfel als Student hielt. So wissen wir gut Bescheid \u00fcber die Rolle W\u00f6lfels als Vertreter einer katholischen Studentenverbindung, \u00fcber seine gesellschaftlichen politischen Zielsetzungen und \u00fcber seine tiefe religi\u00f6se \u00dcberzeugung.<\/p>\n<p>Es findet sich in dem Tagebuch jedoch noch eine Besonderheit: eine Sammlung von Gedichten W\u00f6lfels. Tats\u00e4chlich hatte W\u00f6lfel auch eine poetische Ader, er konnte reimen und nutze diese seine F\u00e4higkeit, um gesellschaftlichen Ereignissen eine besondere W\u00fcrze zu verleihen.<\/p>\n<p>Herzlich und geistreich ist das Gedicht, das er seiner Freundin zum Namenstag 1923 schrieb:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Schau nicht auf diese kleinen Dinge<br \/>\nDie ich zum Feste Dir gegeben<br \/>\nFrag nur: Warum? Dann wird die Freude<br \/>\nDich erst im Innersten beleben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Frag diese zarten, dunklen Bl\u00fcten<br \/>\nDie liebend dir entgegen scheinen,<br \/>\nSie werden es ganz leise fl\u00fcsternd<br \/>\nDem Herzen heimlich anvertrauen<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und wenn sie gar zu leise sprechen<br \/>\nUnd sie es Dir nicht deutlich sagen,<br \/>\nDann kannst Du ja, Du mein Herzliebchen,<br \/>\nAm Schlusse mich ja selber fragen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch Naturschilderungen gelingen ihm. Im Grunde jedoch sind seine Gedichte eine Selbstschau. Indem W\u00f6lfel das Gedicht schreibt, wird er sich seiner Person und seiner pers\u00f6nlichen Probleme bewusst. Sie sind wie ein Spiegel, in dem er sein Ich schaut und sich seiner eigenen Person versichert.<\/p>\n<p>Das also war der junge W\u00f6lfel, der W\u00f6lfel, der bei seinem Pfarreronkel im Dorf Ebing mit anderen Bauernburschen im b\u00e4uerlich katholischen Milieu zu Hause war, der als Gymnasiast in die humanistische, nationale und katholische Bildungstradition hineinwuchs, der 17-j\u00e4hrige W\u00f6lfel, der sich im Revolutionsjahr 1919 den Dienst f\u00fcr das Vaterland als Freikorpsk\u00e4mpfer leistete, der als Student nicht nur Rechtswissenschaft studierte, sondern aktiv in gesellschaftspolitische Entscheidungen eingreifen wollte, der das \u00f6ffentliche Leben, die Gesellschaft nach seinen Grunds\u00e4tzen demokratisch, national und christlich gestalten wollte. Er war kein Mitl\u00e4ufer, er ging nicht einfach mit seiner Zeit.. Er wollte seine Zeit verstehen und gestalten. Doch auch er musste seinen Lebensunterhalt durch Arbeit verdienen, auch er wollte Familie gr\u00fcnden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>V.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Oktober 1929 \u00fcbernahm W\u00f6lfel die Stelle eines Anwalts des Oberfr\u00e4nkischen Bauernvereins. Damit hatte er die Basis f\u00fcr Ehe und Familie gelegt. Hochzeit war am 19. November 1929. Am 10. April 1931 kam die Tochter Irmgard zur Welt. Im Laufe der Jahre konnte sich W\u00f6lfel als Rechtsanwalt selbstst\u00e4ndig machen. Seine Kanzlei befand sich in der Luitpoldstra\u00dfe 16. Im zweiten Stock des Hauses hatte er auch seine Wohnung.<\/p>\n<p>W\u00f6lfel hatte sich etabliert und dabei h\u00e4tte es bleiben k\u00f6nnen, wenn, ja wenn W\u00f6lfel ein Mensch gewesen w\u00e4re, der sich mit privatem Wohlstand zufrieden gibt und sich in gesicherter privater Atmosph\u00e4re zu Hause f\u00fchlt. Doch zwei Sachverhalte lie\u00dfen W\u00f6lfel nicht zur b\u00fcrgerlichen Ruhe kommen: zum einen sein Temperament, zum anderen sein Verst\u00e4ndnis der Rolle des B\u00fcrgers als Staatsb\u00fcrger. Beides dr\u00e4ngte ihn, das \u00f6ffentliche Leben, die Gesellschaft mitzugestalten.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich war zu W\u00f6lfels Zeiten die gesamtgesellschaftliche Entwicklung im Fluss und verlangte nach gestaltenden Kr\u00e4ften! W\u00f6lfel sah, dass die Weimarer Republik bedroht war, und gegen diese Bedrohung wandte er sich. Auch er wurde zum Politiker. Er trat in die Bayerische Volkspartei ein, \u00fcbernahm jedoch keine Positionen. Er wurde auf seine Art politisch aktiv: Er hielt Vortr\u00e4ge: Vor den Abiturienten, vor den Lehrlingen des St. Heinrichsvereins. vor der katholischen Jugend Bambergs anl\u00e4sslich der Reichstagswahl 1930.<\/p>\n<p>Im Januar 1930 wurde das Ortskartell der katholischen Vereine Bambergs gegr\u00fcndet. Es sollte ein kulturelles Gegengewicht gegen die allgemeine politische Radikalisierung schaffen. Ein Verband mit 50 Mitgliedsvereinen. Ein politisches Talent konnte daraus eine einflussreiche Organisation machen und das \u00f6ffentliche Leben gestalten. Im Dezember 1931 wurde W\u00f6lfel Vorsitzender. Unmittelbar vor der Reichspr\u00e4sidentenwahl im M\u00e4rz 1932, in der sich Hindenburg, Hitler und der Kommunist Ernst Th\u00e4lmann zur Wahl stellten, konnte W\u00f6lfel Ernst Muhler zu einem Vortrag \u00fcber den NS gewinnen. Der Bericht des \u201eFr\u00e4nkischen Tages\u201c kritisierte die antinationalsozialistische Einstellung des Redners, und das forderte W\u00f6lfel heraus. Im \u201eBamberger Volksblatt\u201c wies er die Berichterstattung des \u201eFr\u00e4nkischen Tages\u201c zur\u00fcck und verwies dabei auf Pater Ingbert Naab und dessen \u201eOffenen Brief an Hitler\u201c vom 20. M\u00e4rz 1932. Wer hat Hitler gew\u00e4hlt? Leute mit antir\u00f6mischem Affekt! Die Masse der Suggerierten. Die wirtschaftlich Zusammenbrechenden. Die Feiglinge, die ihre Stellungen nicht verlieren wollten. Die Stellenj\u00e4ger und zuk\u00fcnftigen Parteibuchbeamten. Menschen, die sich ihren Zahlungsverpflichtungen entziehen wollten. Eine Masse unreifer junger Menschen. Die Revolutionsmenschen. Die Untermenschen des Mordes und der Bedrohung des Nebenmenschen.<\/p>\n<p>Trotz allem, am 1. Januar 1933 wurde Hitler Reichskanzler. Am 5. M\u00e4rz fand die letzte Wahl nach den Regeln der Weimarer Republik statt. Noch einmal standen alle Parteien zur Wahl. Am Tag vor der Wahl schrieb W\u00f6lfel als Kartellvorsitzender im \u201eBamberger Volksblatt\u201c: \u201eAus ernster religi\u00f6ser und vaterl\u00e4ndischer Gesinnung m\u00fcssen wir uns gegen dieses unverantwortliche Treiben wenden, und unsere Vereinsmitglieder und dar\u00fcber hinaus den ganzen katholischen Volksteil und alle wahrhaft christlich gesonnenen M\u00e4nner und Frauen warnen, durch Abgabe ihrer Stimmen zugunsten dieser radikalen Parteien deren Front zu st\u00e4rken. Wir stehen zu den M\u00e4nnern und den Parteien, welche seit Jahren treu zu Kirche und Staat und zum Volke gehalten und mit Erfolg auch unsere Rechte vertreten haben. \u2026 Wir w\u00e4hlen jetzt erst recht \u2026 am 5. M\u00e4rz nur Bayerische Volkspartei.\u201c<\/p>\n<p>Das Wahlergebnis ist bekannt: 44 Prozent der Deutschen w\u00e4hlten NSDAP, in Bamberg erhielt die NSDAP 15.469 Stimmen (1932: 11.497), f\u00fcr die BVP votierten 10.407 (11.094) Stimmberechtigte und f\u00fcr die SPD 5.125 (5.164). Die Bamberger stimmten also mehrheitlich f\u00fcr die NSDAP, w\u00e4hrend im Bamberger Umland die BVP st\u00e4rkste politische Kraft blieb.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>VI.<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Wie lebte W\u00f6lfel zur Zeit der Hitlerdiktatur? Er wurde nicht Mitglied der NS, obwohl dies von allen Personen mit \u00f6ffentlicher Stellung mit Nachdruck gefordert wurde, doch er wurde Mitglied der NS-Volkswohlfahrt. In dieser Organisation bet\u00e4tigte er sich aktiv. Wie aber stand er zur Partei der NSDAP, zum NS und zur Politik des Staates?<\/p>\n<p>Im August 1934 kam der Bamberger Buchh\u00e4ndler Ernst Sch\u00e4flein zu W\u00f6lfel und erbat dessen Hilfe. Die Gestapo hatte ein Bild beschlagnahmt, das er in seinem Schaufenster ausgestellt hatte. Es war das graphisch gestaltete Programm der katholischen Jugend- und Jungm\u00e4nnervereine Deutschlands aus dem Jahre 1924. W\u00f6lfel schrieb an Erzbischof Jacobus von Hauck: \u201eEs ist und muss das ehrliche Bestreben jedes deutschen Katholiken sein, an dem Wiederaufbau des neuen Staates mit allen Kr\u00e4ften mitzuarbeiten &#8230; Dieser Wille zur Mitarbeit wird aber bei einem verantwortungsbewussten Katholiken einer unl\u00f6sbaren Hemmung unterworfen, wenn in diesem Staat es nicht mehr erlaubt sein soll, der Losung zu folgen: F\u00fcr Christus und ein neues Deutschland. &#8230; Die Beschlagnahme des Fuldaer Bekenntnisses ist geeignet, einen Zwiespalt zwischen den Pflichten gegen\u00fcber der Kirche und dem Staat heraufzubeschw\u00f6ren.\u201c<\/p>\n<p>Wie der Bischof antwortete, ist nicht bekannt. Doch gerade das zeigt die Ratlosigkeit und Machtlosigkeit aller Nicht-Nationalsozialisten gegen\u00fcber den neuen Herren, gegen\u00fcber der Rechtlosigkeit, mit der das neue Regime regierte.<\/p>\n<p>Der Fall zeigt jedoch auch, dass W\u00f6lfel eine Vertrauensperson war, an die man sich wenden konnte, wenn man mit den Machthabern in Konflikt kam. Das war so in dem Falle Ernst Sch\u00e4flein, das war so im Falle Gaiganz, und das war so im Fall Anna Th\u00e4le. Sie war die Frau eines ehemaligen Reichsbahninspektors, Witwe und Mutter von 11 Kindern. W\u00f6lfel verteidigte sie vor dem Sondergericht, vor dem sie angeklagt war, den Reichsminister f\u00fcr Volksaufkl\u00e4rung und Propaganda Joseph Goebbels beleidigt zu haben.<\/p>\n<p>Sonst lebte W\u00f6lfel das Leben des damaligen B\u00fcrgers. Er wurde Besitzer eines Automobils. Die Sonntage verbrachte er in Ebing bei der Familie seiner Ziehmutter. Er trug dabei \u00f6sterreichische Lederhosen, im fr\u00e4nkischen Ebing eine auffallende Erscheinung.<\/p>\n<p>Den Anschluss \u00d6sterreichs, die Gr\u00fcndung des Gro\u00dfdeutschen Reiches, hat W\u00f6lfel sicher begr\u00fc\u00dft. W\u00f6lfel war immer national gesonnen. Das Vaterland war sein Ideal von Jugend auf. Doch auch als Anwalt, auch als B\u00fcrger im Dritten Reich blieb er bei seiner \u00dcberzeugung, dass alle Ma\u00dfnahmen des Staates und alles staatlich gesetzte Recht \u00fcbereinstimmen m\u00fcsse mit dem G\u00f6ttlichen Recht. An seiner religi\u00f6sen \u00dcberzeugung, seinem Katholischsein, lie\u00df er keinen Zweifel.<\/p>\n<p>Sonntags besuchte er die heilige Messe in seiner Pfarrkirche Sankt Gangolf. Seinen Stammplatz hatte er vor dem Kreuzaltar im n\u00f6rdlichen Querschiff. Dort habe ich ihn als Kind noch gesehen. Mein Vater wies hin\u00fcber und sagte: Schau n\u00fcber, dort sitzt der W\u00f6lfel. Warum er seinen Sohn auf W\u00f6lfel aufmerksam machte, ist mir heute nicht mehr bewusst.<\/p>\n<p>W\u00f6lfel war zuckerkrank, er wurde daher nicht zum Kriegsdienst eingezogen. Sein Kriegsdienst bestand darin, dass er in Vertretung die Kanzleigesch\u00e4fte eingezogener Kollegen weiterf\u00fchrte. Das bedeutete eine starke Arbeits\u00fcberlastung. Im Juli 1943 suchte er Erholung bei dem Bruder seiner Frau, Rudolf Rauh. Dieser war Archivar des F\u00fcrsten von Waldburg-Zeil. Am 26. Juli 1943 fuhren die W\u00f6lfels und Hildegard Rauh zu deren Eltern nach Iggenau. Nachmittags sa\u00df man bei Kuchen und Kaffee zusammen. Da klingelte es. Vor der Haust\u00fcr stand eine junge Frau, Liselotte Gerster aus Biberach. Sie war auf einer Radtour und wollte bei ihren Bekannten vorsprechen. Sie war willkommen in der Kaffeerunde. W\u00f6lfel unterhielt sich sehr angeregt mit ihr. Offensichtlich fand er in der jungen Dame eine interessierte Zuh\u00f6rerin. Liselotte Gerster war Mitglied im Bund deutscher M\u00e4dchen gewesen und war, vollj\u00e4hrig geworden, der Partei beigetreten. Ob W\u00f6lfel das wusste, als er mit ihr politische Themen und milit\u00e4rische Tagesereignisse besprach, ist fraglich, jedenfalls trafen sich verschiedene Auffassungen. Gerster sah die politische Lage so, wie es von der Partei vorgeschrieben wurde, also wenig tatsachenbelastet, aber siegessicher, w\u00e4hrend W\u00f6lfel die milit\u00e4rische Lage wohl etwas realistischer einsch\u00e4tzte, den Endsieg der deutschen Truppen aber sicher nicht in Zweifel zog. Oder \u00e4u\u00dferte er sich vor der jungen Nationalsozialistin doch zu kritisch \u00fcber die milit\u00e4rische Lage? Dennoch, es war ein gem\u00fctlicher Abend. Sowohl die junge Frau als auch W\u00f6lfels blieben zu Gast. Am n\u00e4chsten Morgen trennte man sich in aller Freundlichkeit.<\/p>\n<p>Offensichtlich aber machte sich Liselotte Gerster vielerlei Gedanken \u00fcber W\u00f6lfel, denn sechs Wochen sp\u00e4ter zeigte sie ihn an: W\u00f6lfel habe dies und jenes behauptet und dadurch ihre Siegeszuversicht in Frage gestellt.<\/p>\n<p>Der Leiter der Gestapostelle N\u00fcrnberg, Kriminaloberassistent Josef K\u00fchhorn, meldete die Sache dem Reichssicherheitshauptamt. Dieses ordnete die Verhaftung W\u00f6lfels an. Am 12. Oktober fr\u00fch 7 Uhr l\u00e4utete es an der Haust\u00fcr W\u00f6lfels. Zwei Polizeibeamte holten W\u00f6lfel ab. Sie gaben ihm gerade noch so viel Zeit, dass die Tochter die Mutter aus der Morgenmesse in Sankt Gangolf holen konnte. W\u00f6lfel wurde durch die Adolf Hitler Stra\u00dfe \u00fcber die Untere Br\u00fccke zum Landgerichtsgef\u00e4ngnis in der Sandstra\u00dfe gef\u00fchrt und dort inhaftiert. Das Verh\u00f6r durch K\u00fchhorn fand nachmittags statt. Am Ende erkl\u00e4rte W\u00f6lfel: Es trifft tats\u00e4chlich zu, dass ich mich heute \u00fcber n\u00e4here Einzelheiten der mit der Gerster gef\u00fchrten Unterhaltung nicht mehr entsinnen kann \u2026 Soweit ich in der Lage bin, Angaben zu machen, habe ich dies getan, wobei ich jederzeit abstreite, dass ich mit meinen Ausf\u00fchrungen staatsfeindliche Absichten zu verwirklichen versuchte. Ich gebe zu, dass ich in den Jahren vor der Macht\u00fcbernahme ein fanatischer Gegner des Nationalsozialismus war und diesen auch heute in einzelnen Punkten aus religi\u00f6sen Gr\u00fcnden nicht restlos zustimmen kann. Er unterschrieb das Protokoll, ersch\u00f6pft, ohne es nochmals durchzulesen.<\/p>\n<p>Erst in den n\u00e4chsten Tagen wurde ihm bewusst, in welcher Gefahr er sich befand, und verfasste eine zweite Darstellung seines Gespr\u00e4chs mit Gerster, in der er ausf\u00fchrlicher und genauer auf die gegen ihn erhobenen Vorw\u00fcrfe einging. Am 9. November wurde W\u00f6lfel nach Berlin Moabit gebracht. W\u00f6lfels Berufskollege und Freund Thomas Dehler \u00fcbernahm die F\u00fchrung der Kanzlei W\u00f6lfel. Er beriet Frau W\u00f6lfel in allen Rechtsfragen und verschaffte W\u00f6lfel einen Rechtsanwalt in Berlin.<\/p>\n<p>Am 24, Februar 1944 stand W\u00f6lfel vor dem Volksgerichtshof. Vorgeworfen wurden ihm \u201edefaitistische \u00c4u\u00dferungen gegen\u00fcber einer j\u00fcngeren Volksgenossin, Wehrkraftzersetzung und Feindbeg\u00fcnstigung\u201c. Das Urteil wurde einstimmig gef\u00e4llt. Es lautete auf Tod. Der \u00a7 5 der Kriegssonderstrafrechtsverordnung, mit dem das Urteil begr\u00fcndet wurde, sah auch mildere Strafm\u00f6glichkeiten vor. Tats\u00e4chlich endeten auch viele Prozesse \u00e4hnlicher Art mit der Verh\u00e4ngung einer Zuchthausstrafe. Warum im Fall W\u00f6lfel die Todesstrafe verh\u00e4ngt wurde, l\u00e4sst sich nicht feststellen.<\/p>\n<p>Wie verbrachte W\u00f6lfel nach dem Urteilsspruch die Monate, Tage, Stunden in seiner Zelle? Eine Person, deren Identit\u00e4t nicht mehr festgestellt werden kann, verschaffte ihm ein Missale. Dieses Missale ist erhalten, es liegt im Archiv des Erzbistums Bamberg. W\u00f6lfel las es t\u00e4glich, das hei\u00dft er feierte t\u00e4glich die heilige Messe. Was ihm die Messtexte sagten, machte er deutlich, wie er das immer gemacht hatte, wenn ihn etwas in seiner Lekt\u00fcre ansprach: Er unterstrich es und f\u00fcgte am Rand eine pers\u00f6nliche Bemerkung an. So wissen wir, dass W\u00f6lfel seine Person, sein Leben und sein Schicksal mit dem eines Menschen in der Nachfolge Christi gleichsetzte.<\/p>\n<p>In Bamberg muss sich die Nachricht, dass W\u00f6lfel zum Tode verurteilt worden sei, in Windeseile verbreitet haben. Der Bamberger Parteif\u00fchrung d\u00e4mmerte es jetzt, dass mit diesem Urteil doch etwas schief gelaufen war. Oberb\u00fcrgermeister und Kreisleiter Lorenz Zahneisen schrieb ein Gnadengesuch an die Parteileitung in Berlin. Doch dieses war, wie auch die Gnadengesuche und Leumundszeugnisse zahlreicher Bamberger B\u00fcrger, erfolglos. Eine gewisse Frau Elisabeth Rudhart, eine entfernte Verwandte des Reichsf\u00fchrers SS und Reichsminister des Inneren Heinrich Himmler, sammelte 200 Unterschriften f\u00fcr ihre Bitte um Gnade bei Himmler, doch auch sie hatte keinen Erfolg. \u00dcber den Verlauf der Hinrichtung am 3. Juli 1944 wissen wir \u2013 au\u00dfer dem offiziellen Protokoll \u2013 nichts. Wir k\u00f6nnen aber annehmen, dass W\u00f6lfel in christlicher \u00dcberzeugung gefasst in den Tod ging. Die Leichen der Hingerichteten wurden in Brandenburg G\u00f6rden verbrannt, die Urnen wurden auf dem Gef\u00e4ngnisfriedhof beigesetzt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>VII.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am 10. Juli fand in der Pfarrkirche Hans W\u00f6lfels, Sankt Gangolf, ein Trauergottesdienst statt. Jupp Schneider hielt das Requiem. Er lehnte das schwarze Messgewand ab und w\u00e4hlte das rote. Rot ist die liturgische Farbe des Gottesdienstes f\u00fcr M\u00e4rtyrer.<\/p>\n<p>Im Januar 1946 wurde das Oberlandesgericht Bamberg wiederbegr\u00fcndet. Die Wiederbegr\u00fcndung war der Anlass, W\u00f6lfels zu gedenken. Pr\u00e4sident Lorenz Krapp enth\u00fcllte die Gedenktafel im Treppenaufgang des Gerichtsgeb\u00e4udes. Sie tr\u00e4gt die Inschrift: \u201eVindex Juris Periit\u201c. Diese Inschrift geht wohl auf Krapp, der ein umfassend gebildeter Mann war, selbst zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Thomas Dehler, der Generalstaatsanwalt des neu gegr\u00fcndeten Oberlandesgerichts, veranlasste, dass die Aschenurne W\u00f6lfels vom Gef\u00e4ngnisfriedhof G\u00f6rden nach Bamberg gebracht werden konnte. Gertrud Stranz, eine Verwandte W\u00f6lfels, Reichspostangestellte in Berlin, brachte die Urne im Rucksack vom Gef\u00e4ngnisfriedhof Brandenburg G\u00f6rden durch die sowjetische Besatzungszone nach Bamberg. Am 3. Juli 1947, dem dritten Todestag W\u00f6lfels, erfolgte die Beisetzung der Aschenurne im Ehrengrab der Stadt Bamberg.<\/p>\n<p>Warum wurde W\u00f6lfel in Bamberg ein Widerstandsmahnmal errichtet? War W\u00f6lfel ein Widerstandsk\u00e4mpfer? Mit dem Wort Widerstand und Widerstandsk\u00e4mpfer geht die \u00d6ffentlichkeit heute etwas gro\u00dfz\u00fcgig und gedankenlos um. Kommen wir auf den Fall Ernst Sch\u00e4flein zur\u00fcck. War es Widerstand, dass er das Bekenntnis der katholischen Jugend in seinem Schaufenster der \u00d6ffentlichkeit zur Schau stellte? Ja, denn es war eine Form des \u00f6ffentlichen Bekenntnisses und des Protestes. Er, Ernst Sch\u00e4flein, stimmte eben in gewissen Angelegenheit mit der Meinung und den Ma\u00dfnahmen der Partei des NS Staates nicht \u00fcberein.<\/p>\n<p>War es Widerstand, dass sich seit November 1942 einige Bamberger B\u00fcrger in unregelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden trafen, um \u00fcber \u2013 ja, wor\u00fcber sprachen sie denn? Thomas Christa, die schon 1947 eine Biografie Hans W\u00f6lfels geschrieben hat, nennt folgende Themen: \u201eDie Anwendung der christlichen Grunds\u00e4tze im Leben. Die restlose Durchf\u00fchrung des Rechts. Die Jugendverf\u00fchrung im Hitlerreich. Die kommende Not der Jugend.\u201c Sind das politische Themen, Aufforderungen zum Widerstand, Umsturzpl\u00e4ne? Und wer waren die Personen, die sich trafen? Doch gut b\u00fcrgerliche Menschen, gediegene Juristen und verantwortungsbewusste Geistliche: Georg Angermeier und Hans W\u00f6lfel, die Juristen Lorenz Krapp und Hans Heinrich Sommerock, der katholische Jugendseelsorger Jupp Schneider und die Franziskanerm\u00f6nche Bruno und Herigar Mekes.<\/p>\n<p>H\u00e4tte die Gestapo etwas davon erfahren, die Betroffenen w\u00e4ren sofort verhaftet worden und einem ungewissen Schicksal ausgesetzt gewesen. Ihr Mut und Einsatz, ihre Bereitschaft, bei dem abzusehenden Zusammenbruch Deutschlands Verantwortung zu \u00fcbernehmen und dazu beizutragen, einen neuen Staat zu bauen, kann nicht genug eingesch\u00e4tzt werden. Im Grunde wurde der Wiederaufbau nach 1945 von M\u00e4nnern wie die der W\u00f6lfelgruppe geleistet.<\/p>\n<p>War das Widerstand? Es ist im Grunde das, was von uns allen auch heute gefordert wird: Die Verpflichtung jedes B\u00fcrgers eines demokratischen Staates, teilzunehmen am \u00f6ffentlichen Leben, sich Gedanken zu machen \u00fcber die Probleme des \u00f6ffentlichen Lebens, und mitzuwirken bei der Gestaltung des \u00f6ffentlichen Lebens.<\/p>\n<p>Nicht R\u00fcckzug in die Privatsph\u00e4re und selbstgen\u00fcgsames Leben ist das Ideal W\u00f6lfels gewesen, sondern teilnehmen und gestalten nach allgemeing\u00fcltigen Prinzipien: Das Wohl des Vaterlandes gegr\u00fcndet auf G\u00f6ttliches Recht. Damals konnte dieser Grundsatz nur unter Einsatz des Lebens verwirklicht werden. Was fordert er heute? Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten, denn es setzt ein Wissen, ein Einverst\u00e4ndnis, eine gemeinsame Denkbasis voraus, die Gemeinsamkeit von Demokratie, Friede und Rechtsstaat \u2013 alles hehre Ideale, doch Ideale verwirklichen sich nicht von selbst. Sie brauchen die Bejahung, das Verst\u00e4ndnis und den pers\u00f6nlichen Einsatz, also m\u00f6glicherweise auch pers\u00f6nlichen Verzicht, Opfermut. Danken wir M\u00e4nnern wie Hans W\u00f6lfel, dass wir heute diese Ideen weitgehend verwirklicht haben. Nehmen wir uns ein Vorbild an diesen M\u00e4nnern, damit auch unsere Zukunft in ihrem Geiste gestaltet wird.<\/p>\n<p>Hans W\u00f6lfel verdient den Ehrentitel eines M\u00e4rtyrers im religi\u00f6sen Sinne und er verdient auch ein Denkmal, das ihn als politischen Gegner des Nationalsozialismus ehrt. W\u00f6lfel war ein Bamberger, ein Demokrat, ein Katholik und ein M\u00e4rtyrer.<\/p>\n<p>Allerdings ist auf der Ausgabe der Biographie kein dunkles Braun oder Rostbraun zu sehen. Kein dunkles Blutrot oder liturgisches Violett. Im Gegenteil, lebendiges, hoffnungsvolle Gr\u00fcn. Es ist das Gr\u00fcn des Bamberger Friedhofes und darin das Ehrengrab Hans W\u00f6lfels. Dar\u00fcber aber liegt Grau, zwar ein helles Grau, doch leer, bis auf ein Kreuz darin, ein krummes, fragw\u00fcrdiges Kreuz, ohne Korpus, doch mit einer schwer lesbaren Inschrift. Es sind die zwei Tuchstreifen, die die Urne mit der Asche Hans W\u00f6lfels verschlossen. Das Helle Grau, es ist die Ungewissheit der Zukunft, es ist die Aufforderung, die Zukunft zu gestalten. Die Zukunft aber muss gestaltet werden nach den Grunds\u00e4tzen, f\u00fcr die Hans W\u00f6lfel gestorben ist.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>I. &nbsp; Die Stadt Bamberg gedenkt in diesen Tagen seiner B\u00fcrger, die Gegner des Nationalsozialismus waren und deshalb ihr Leben opfern mussten. Hans W\u00f6lfel geh\u00f6rt zu ihnen. Ein Gedenken hat immer zwei Richtungen, zur\u00fcck in die Vergangenheit: Wie war es? Und das Denken nach vorn in die Zukunft: Wie soll es sein? 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