{"id":116771,"date":"2025-12-16T11:58:14","date_gmt":"2025-12-16T10:58:14","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=116771"},"modified":"2025-12-16T11:58:14","modified_gmt":"2025-12-16T10:58:14","slug":"walter-klingenbeck-1924-1943","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/walter-klingenbeck-1924-1943\/","title":{"rendered":"Walter Klingenbeck (1924-1943)"},"content":{"rendered":"<h3><strong> Das letzte Lebenszeichen \u2013 ein Brief<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eM\u00fcnchen-Stadelheim, den 5. August 1943<br \/>\nLieber Jonny!<br \/>\nVorhin habe ich von Deiner Begnadigung erfahren. Gratuliere! Mein Gesuch ist allerdings abgelehnt. Ergo geht\u2018s dahin. Nimm\u2018s net tragisch. Du bist ja durch. Das ist schon viel wert. Ich habe soeben die Sakramente empfangen und bin jetzt ganz gefasst.<br \/>\nWenn Du etwas f\u00fcr mich tun willst, bete ein paar Vaterunser.<br \/>\nLeb wohl, Walter\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dieser Brief an seinen Freund Hans Haberl ist das letzte bekannte Lebenszeugnis des M\u00fcnchner Jugendlichen Walter Klingenbeck, der, vom Volksgerichtshof wegen \u201elandesverr\u00e4terischer Feindbeg\u00fcnstigung, Vorbereitung zum Hochverrat und Schwarzsendens\u201c zum Tode verurteilt, am sp\u00e4ten Nachmittag desselben Tages, dem 5. August 1943, mit dem Fallbeil hingerichtet wurde. \u201eDer Hinrichtungsvorgang dauerte vom Verlassen der Zelle an gerechnet 1 Minute 4 Sekunden, von der \u00dcbergabe an den Scharfrichter bis zum Falle des Beiles 12 Sekunden. Zwischenf\u00e4lle oder sonstige Vorkommnisse von Bedeutung sind nicht zu berichten\u201c, hei\u00dft es im Vollstreckungsakt. Walter Klingenbeck wurde wegen seines Widerstands gegen das NS-Regime get\u00f6tet. Er wurde 19 Jahre alt.<\/p>\n<p>Die Verankerung im katholischen Milieu war eine wichtige Voraussetzung f\u00fcr Klingenbecks Handeln, aber alleine nicht ausl\u00f6send f\u00fcr den Widerstand. Dazu kam sein wacher, rebellischer Geist und die Gegeninformation aus der f\u00fcr ihn technisch wie informatorisch so faszinierenden Welt des Radios, und nicht zuletzt ein Gesp\u00fcr f\u00fcr den tiefen historischen Einschnitt, den der am 22. Juni 1941 erfolgte deutsche Angriff auf die Sowjetunion bedeutete.<\/p>\n<p>Walter Klingenbeck wurde am 30. M\u00e4rz 1924 als Sohn eines Stra\u00dfenbahnschaffners geboren. Die Familie lebte in der Amalienstra\u00dfe in einfachen Verh\u00e4ltnissen und war tief katholisch. Der Vater ministrierte jeden Morgen vor Dienstantritt in der Gemeinde Sankt Ludwig und war Mitglied der von Pater Rupert Mayer geleiteten M\u00e4nnerkongregation. Zweifellos immunisierte das katholische Milieu Klingenbeck gegen den Nationalsozialismus. Die Familie war, nach Aussagen seiner Schwester Anneliese Miller, im Dritten Reich \u201eimmer gegen alles\u201c.<\/p>\n<p>Mit dem Vater h\u00f6rte er schon fr\u00fch Sendungen von Radio Vatikan. Er war Mitglied der katholischen Jungschar, die in der Pfarrgemeinde Sankt Ludwig unter der Leitung des Kaplans Georg Handwerker stand, der immer wieder Schwierigkeiten mit der Gestapo hatte. 1936 wurde Klingenbecks Jungschargruppe aufgel\u00f6st und dem Jungvolk der Hitlerjugend eingegliedert. Vor der Gestapo sagte er sp\u00e4ter aus, er sei immer noch erbittert dar\u00fcber. Er habe sich schon als Elfj\u00e4hriger mit den Bestimmungen des Reichskonkordats von 1933 und den zahlreichen Verst\u00f6\u00dfen dagegen besch\u00e4ftigt. Ehrlicher w\u00e4re es gewesen, wenn der Staat den Vertrag gek\u00fcndigt h\u00e4tte, statt ihn st\u00e4ndig zu verletzen, sagte er im Verh\u00f6r. Da spricht das von Kompromisszw\u00e4ngen ungetr\u00fcbte, klare jugendliche Gerechtigkeitsbed\u00fcrfnis, das ihm zueigen war.<\/p>\n<p>Von offizieller kirchlicher Seite wurden die Missachtungen des Konkordats und christlicher Werte 1937 in der Enzyklika \u201eMit brennender Sorge\u201c angeprangert, an deren Entstehung Kardinal Faulhaber ma\u00dfgeblichen Anteil hatte. Doch dieser Vorsto\u00df blieb im Rahmen der Verteidigung des kirchlichen Lebensraums, wie sie f\u00fcr den Katholizismus unter der NS-Diktatur charakteristisch war. Klingenbeck ging einen Schritt weiter, den zum politischen Widerstand.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Radio und Politik<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Er war ein politischer Kopf, machte sich eigene Gedanken und h\u00f6rte intensiv sogenannte Feindsender. Der Rundfunk war seinerzeit, als das Fernsehen noch im Versuchsstadium steckte, das modernste Medium, und er \u00fcbte auf Klingenbeck eine starke Faszination aus. Er war nach einer kaufm\u00e4nnischen Ausbildung als Anlernschaltmechaniker in die Firma Rohde und Schwarz und damit in die Welt der Technik eingetreten. Und er war, wie auch seine Freunde, ein begeisterter Radiobastler. Der Rundfunk war aber auch das wichtigste alternative Medium in einer gleichgeschalteten Informationslandschaft. Besonders seit Kriegsbeginn hatte der Propagandakampf im \u00c4ther eingesetzt. Eine ganze Reihe deutschsprachiger Sender, von \u201eGustav Siegfried 1\u201c und dem \u201eSender der SA-Fronde\u201c bis zum \u201eChristlichen Sender\u201c und dem \u201eSender der Europ\u00e4ischen Revolution\u201c und vor allem dem deutschsprachigen Programm der BBC, versuchte die Loyalit\u00e4t der Deutschen zur NS-Herrschaft aufzuweichen.<\/p>\n<p>Die nationalsozialistischen Machthaber waren sich der Gefahr bewusst und reagierten darauf am 1. September 1939 mit der \u201eVerordnung \u00fcber au\u00dferordentliche Rundfunkma\u00dfnahmen\u201c. Sie trat 7. September in Kraft und drohte f\u00fcr das absichtliche Abh\u00f6ren ausl\u00e4ndischer Sender Zuchthausstrafen an, im Falle der Weiterverbreitung der empfangenen Nachrichten konnte sogar die Todesstrafe verh\u00e4ngt werden. In der Pr\u00e4ambel der Verordnung hie\u00df es: \u201eJedes Wort, das der Gegner her\u00fcbersendet, ist selbstverst\u00e4ndlich verlogen und dazu bestimmt, dem deutschen Volke Schaden zuzuf\u00fcgen.\u201c<\/p>\n<p>Walter Klingenbeck sah das anders und lie\u00df sich durch das Verbot nicht davon abhalten, weiter Radio Vatikan zu h\u00f6ren. Dabei stie\u00df er auf zahlreiche weitere Sender, von denen einige bereits angef\u00fchrt wurden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Gruppenbildung und Widerstandsaktivit\u00e4ten<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ungef\u00e4hr seit dem Fr\u00fchjahr 1941 begann Klingenbeck, seinem Freund Hans Haberl von den abgeh\u00f6rten Sendungen zu erz\u00e4hlen. Auch Haberl stammte aus einer streng katholischen Familie. Er war Hochfrequenztechniker und bewohnte zusammen mit dem Flugzeugmotorenschlosserlehrling Erwin Eidel ein Zimmer im Lehrlingswohnheim der Salesianer. Beide waren 1941 dem Katholischen Gesellenverein beigetreten, auf dessen Versammlungen die damals verf\u00fcgte Entfernung der Kruzifixe aus den Klassenzimmern heftige Kritik hervorgerufen hatte.<\/p>\n<p>Es ging allerdings in den Gespr\u00e4chen nicht nur um kirchliche Anliegen. Gerade der von Klingenbeck h\u00e4ufig geh\u00f6rte Sender \u201eGustav Siegfried 1\u201c, der vorgab, den Standpunkt des \u201eaufrechten deutschen Offiziers\u201c zu vertreten, brachte zahlreiche, meist erfundene Ger\u00fcchte \u00fcber sexuelle Ausschweifungen und Verfehlungen von NS-Prominenten und SS-Leuten, die bei Klingenbeck auf kein geringes Interesse stie\u00dfen und die er auch recht unvorsichtig weitererz\u00e4hlte. Ob Klingenbeck alles glaubte, was er da h\u00f6rte, kann man bezweifeln, weil er selbst begann, das Regime diskreditierende Ger\u00fcchte zu erfinden, die er in Umlauf bringen wollte. Vor allem ging es dabei um Ankn\u00fcpfungen an ohnehin kursierendes Gerede \u00fcber eine Beziehung zwischen Propagandaminister Goebbels und der 1940 verstorbenen Schauspielerin La Jana. Auch die \u2013 unter anderem von Auslandsendern \u2013 verbreitete Behauptung, die Abst\u00fcrze der ber\u00fchmten Milit\u00e4rflieger Generaloberst Ernst Udet und Oberst Werner M\u00f6lders im November 1941 seien von NSDAP-Stellen absichtlich herbeigef\u00fchrt worden, waren Gespr\u00e4chsgegenstand.<\/p>\n<p>Aber auch solcherart abtr\u00e4gliche \u00c4u\u00dferungen gegen das NS-Regime und seine Repr\u00e4sentanten begr\u00fcndeten noch keinen politischen Widerstand. In der Regel wurde so etwas als \u201eHeimt\u00fccke\u201c und nicht als \u201eHochverrat\u201c bestraft.<\/p>\n<p>Der politische Kern von Klingenbecks antinazistischer Einstellung war die \u00dcberzeugung, Hitler k\u00f6nne den von ihm selbst absichtsvoll herbeigef\u00fchrten Krieg nicht gewinnen, sondern nur verl\u00e4ngern. Es gehe deshalb darum, den unvermeidlichen Sturz des Regimes zu beschleunigen und so die Leben vieler Soldaten, eigener wie feindlicher, zu retten. In der Sprache des Oberreichsanwalts beim Volksgerichtshof h\u00f6rt sich das so an: Klingenbeck vertrat \u201ein \u00dcbereinstimmung mit der feindlichen Kriegspropaganda den Standpunkt, dass Deutschland den Krieg verlieren und der Sieg der Feindm\u00e4chte zu einer Besserung der Verh\u00e4ltnisse im Reich f\u00fchren werde, da sich der Krieg nicht gegen das deutsche Volk, sondern nur gegen seine F\u00fchrung richte.\u201c Klingenbeck setzte dabei vor allem auf einen Sieg der Westm\u00e4chte.<\/p>\n<p>Im Sommer 1941 freundete er sich mit Daniel von Recklinghausen an, der als Praktikant bei Rohde und Schwarz eingetreten war. Auch er war ein leidenschaftlicher Radio- und Hochfrequenztechniker. Auch den katholischen Hintergrund teilte er mit Klingenbeck, allerdings bei weniger ausgepr\u00e4gter Bindung an das Milieu. Vor allem die Radioleidenschaft und die Gleichaltrigkeit brachten die beiden bei Rohde und Schwarz zueinander. Und ein besonderer Freund des Dritten Reichs war von Recklinghausen, der eine j\u00fcdische Gro\u00dfmutter hatte und in den USA geboren und die ersten Jahre seines Lebens aufgewachsen war, auch nicht.<\/p>\n<p>Das H\u00f6ren von Feindsendern gen\u00fcgte Klingenbeck bald nicht mehr, ihn dr\u00e4ngte es zum Handeln. Den Ansto\u00df zu einer ersten Aktion gab die von der BBC initiierte \u201eV-Kampagne\u201c. Sie richtete sich an die Bev\u00f6lkerung der von der deutschen Wehrmacht besetzten westeurop\u00e4ischen L\u00e4nder. Ab Januar 1941 wurde sie \u00fcber die britischen Sender aufgefordert, wo immer es ging, den Buchstaben &#8222;V&#8220; anzubringen. Er stand f\u00fcr \u201eVictoire\u201c oder \u201eVictory\u201c und sollte die Siegesgewissheit der Westalliierten zum Ausdruck bringen. Der deutsche Dienst der BBC erhielt die auf einer Pauke gespielten ersten vier Noten von Beethovens f\u00fcnfter Symphonie als Kennmarke, die dem \u201eV\u201c im Morsealphabet entsprachen. Die Kampagne f\u00fchrte zu einer Art Kampf um das \u201eV\u201c, da die Goebbels\u2018sche Propaganda versuchte, das Symbol f\u00fcr sich zu reklamieren. Der bekannte Rundfunkkommentator Hans Fritzsche deutete es in einer Sendung am 17. Juli 1941 als Zeichen f\u00fcr den angeblichen alten deutschen Siegesruf \u201eViktoria\u201c um.<\/p>\n<p>Klingenbeck jedenfalls machte sich gemeinsam mit Daniel von Recklinghausen an einem Samstagabend Ende August\/Anfang September auf den Weg in den Stadtteil Bogenhausen, wo er an etwa 40 Stellen mit Pinsel und Lackfarbe V-Zeichen malte, w\u00e4hrend von Recklinghausen Wache stand. Das \u201eV\u201c scheint indes nicht als allzu provokant wahrgenommen worden zu sein, denn noch Ende Januar, als ein Gestapo-Beamter die Strecke mit von Recklinghausen abging, konnte das Zeichen an vielen Stellen fotografiert werden.<\/p>\n<p>Klingenbeck hatte aber noch weitere Pl\u00e4ne. Er wollte eigene Flugbl\u00e4tter produzieren, die unter dem \u2013 ebenfalls von der BBC verbreiteten \u2013 Motto \u201eHitler kann den Krieg nie gewinnen, er kann ihn nur verl\u00e4ngern\u201c stehen sollten. Er beschaffte sich dazu vom Bruder seines k\u00fcnftigen Schwagers, einem Frontsoldaten, Fotos gefallener deutscher Soldaten, die zur Illustration verwendet werden sollten. In einer weiteren Flugschrift wollte Klingenbeck das selbst erfundene Ger\u00fccht verbreiten, Joseph Goebbels habe die T\u00e4nzerin La Jana durch seine Nachstellungen in den Selbstmord getrieben. Im Gespr\u00e4ch mit Haberl entstand die Idee, die Flugbl\u00e4tter mittels eines ferngesteuerten Flugzeugs zu verbreiten.<\/p>\n<p>All diese Pl\u00e4ne blieben unverwirklicht. Weiter gedieh hingegen die Idee einen eigenen Schwarzsender zu errichten, in dem die abgeh\u00f6rten Meldungen der ausl\u00e4ndischen Sender weiterverbreitet werden sollten.<\/p>\n<p>Klingenbeck wollte ihn nach der im Mai 1940 gnadenlos niederl\u00e4ndischen Stadt Rotterdam nennen oder vielleicht auch \u201eSender der Freiheit\u201c oder \u201eGS 8\u201c. Um eine Anpeilung durch die Polizei zu vermeiden, sollte von drei Stationen aus gesendet werden. Klingenbeck und Haberl bauten hierzu einen Kurz- und zwei Mittelwellensender. Gemeinsam mit von Recklinghausen machten sie in der zweiten Jahresh\u00e4lfte 1941 diverse Sendeversuche. Dass ihr Unterfangen gef\u00e4hrlich war, war den Jugendlichen bewusst. Klingenbeck erz\u00e4hlte seinen Freunden, er sei bereit, bei einer eventuellen Festnahme Gestapobeamte \u201eumzulegen\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Das Ende<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>\u00dcberhaupt hatte er eine allzu lockere Zunge. Am 10. Januar 1942 ging bei der Gestapo M\u00fcnchen eine Denunziation von Frau Klara Dietmayer ein, in deren Radiogesch\u00e4ft sich Klingenbeck an einigen Tagen in den Abendstunden etwas dazuverdiente. Die Gesch\u00e4ftseigent\u00fcmerin beschuldigte ihn zahlreicher staatsfeindlicher \u00c4u\u00dferungen, au\u00dferdem habe er sich einem Bekannten gegen\u00fcber mit der V-Aktion gro\u00dfgetan.<\/p>\n<p>Am 26. Januar 1942 wurde Walter Klingenbeck festgenommen. Bei der Durchsuchung der elterlichen Wohnung wurden Radiobauteile gefunden, die ihn in den Verdacht des Schwarzsendens brachten. Klingenbeck versuchte sich zun\u00e4chst darauf hinauszureden, er habe die V-Zeichen im Sinne Fritzsches als Symbole f\u00fcr den deutschen Sieg verstanden. Damit fand er allerdings bei dem vernehmenden Kriminalkommissar Kr\u00fcger keinen Glauben, zumal er auch aus seiner katholischen Einstellung keinen Hehl machte. Die Gestapo nahm schlie\u00dflich auch Daniel von Recklinghausen sowie Haberl und dessen Wohngenossen Eidel fest. Den erfahrenen Ermittlern waren die Jugendlichen nicht gewachsen, zumal ihnen die tr\u00fcgerische Hoffnung vermittelt wurde, dass sie mit vollst\u00e4ndigen Gest\u00e4ndnissen eine mildere Behandlung erreichen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Das war falsch, und wahrscheinlich ganz einfach gelogen. Am 24. September 1942 verhandelte der zweite Senat des Volksgerichtshofes in M\u00fcnchen \u00fcber den Fall Klingenbeck und andere. Die Verhandlung dauerte einen Tag. Gef\u00fchrt wurde sie als Senatsvorsitzendem vom Vizepr\u00e4sident des Volksgerichtshofs Karl Engert, einem fanatischen Nationalsozialisten der ersten Stunde. Die Angeklagten \u2013 so hat es Erwin Eidel erz\u00e4hlt, der eher eine Randfigur des Geschehens war \u2013 wurden von ihm angebr\u00fcllt und als Rotzjungen beschimpft. Mit Ausnahme von Klingenbeck hatten sie Lorenz Roder als Verteidiger, der 1924 Adolf Hitler in seinem Hochverratsprozess wegen des Putschversuches vom 9. November 1923 verteidigt hatte. Die Wirkungsm\u00f6glichkeiten der Verteidigung beim Volksgerichtshof waren allerdings sehr gering. So blieb auch Roder nicht viel mehr \u00fcbrig als die Vorw\u00fcrfe gegen seine Mandanten zu relativieren und an die Gro\u00dfz\u00fcgigkeit des Gerichts zu appellieren. \u201eDas Reich ist gro\u00df und m\u00e4chtig, es kann auch Gerechtigkeit \u00fcben und sollte die kleinen Leute nur gering bestrafen\u201c, lautete sein Schlusswort.<\/p>\n<p>Ankl\u00e4ger und Richter am Volksgerichtshof m\u00fcssten \u201ein erster Linie Politiker und dann erst Richter\u201c sein, hatte indes der Senatsvorsitzende Engert schon 1939 in einem Aufsatz \u00fcber \u201eStellung und Aufgaben des Volksgerichtshofes\u201c geschrieben. Nach dieser Devise verhielt sich der Vater zweier T\u00f6chter auch, als er \u00fcber die jugendlichen Widerst\u00e4ndler zu urteilen hatte. Klingenbeck, von Recklinghausen und Haberl wurden wegen landesverr\u00e4terischer Feindbeg\u00fcnstigung, Vorbereitung zum Hochverrat und Schwarzsendens zum Tode verurteilt. Eidel erhielt wegen Nichtanzeige eines hochverr\u00e4terischen Unternehmens, Abh\u00f6rens ausl\u00e4ndischer Rundfunksender und Beihilfe zur Schwarzsendung acht Jahre Zuchthaus. In der Begr\u00fcndung f\u00fcr die Todesurteile hie\u00df es, die Aktivit\u00e4ten der Angeklagten h\u00e4tten dazu beigetragen, \u201edie innere Front zu l\u00e4hmen\u201c. \u201eWer in der Notzeit des Krieges in dieser verbrecherischen Weise seinem Volk in den R\u00fccken f\u00e4llt, ist ein Verr\u00e4ter und hat keinen Platz mehr in der deutschen Volksgemeinschaft.\u201c<\/p>\n<p>Nun begann der Begnadigungswettlauf, der allerdings in der politischen Justiz des Dritten Reichs kaum etwas bewirkte.<\/p>\n<p>Verzweifelte Gesuche wurden eingereicht, mit denen die B\u00fcrokratie in der ihr eigenen Routine verfuhr. Nicht zuletzt mussten Stellungnahmen eingeholt werden. Die Hitlerjugend beziehungsweise die Reichsjugendf\u00fchrung sprachen sich f\u00fcr die Hinrichtung der Delinquenten aus. \u201eIn einer Zeit, wo schon siebzehnj\u00e4hrige junge Deutsche Tag und Nacht ihr Leben f\u00fcr den Bestand unseres Volkes einsetzen, haben Staatsfeinde, deren verbrecherische Handlungen darauf hinzielen, Sinn und Zweck dieses Einsatzes zu zerst\u00f6ren, keine Gnade verdient\u201c, schrieb Stabsf\u00fchrer M\u00f6ckel. Die M\u00fcnchner Gestapo war da gn\u00e4diger, vor allem im Hinblick auf Haberl, der nicht dem Typ des Staatsfeindes entspreche. Bei von Recklinghausen, der seine Tat bereut habe, stellte man auch eine Begnadigung anheim. Dass Lorenz Roder sich einen Monat nach dem offiziellen Begnadigungsgesuch an den Oberreichsanwalt beim Volksgerichtshof vom September 1942 direkt an die Kanzlei des F\u00fchrers und dort pers\u00f6nlich an Hitlers Adjutanten Julius Schaub wandte, um f\u00fcr Haberl und von Recklinghausen einzutreten, hat m\u00f6glicherweise das Blatt gewendet.<\/p>\n<p>Elf Monate verbrachten die drei Todeskandidaten im Gef\u00e4ngnis Stadelheim, bis am 2. August 1943 Daniel von Recklinghausen und Hans Haberl erfuhren, dass sie zu acht Jahren Zuchthaus begnadigt worden waren. Klingenbeck hingegen wurde drei Tage sp\u00e4ter, am 5. August, vormittags um 11 Uhr mitgeteilt, dass seine Hinrichtung auf denselben Tag um 17 Uhr anberaumt worden war.<\/p>\n<p>Klingenbecks Totengottesdienst in Sankt Ludwig verlief in \u00e4u\u00dferster Zur\u00fcckhaltung, aber auf sein Sterbebildchen hatte die Familie eine Botschaft drucken lassen, die nur als klare Absage an das Urteil des Volksgerichtshofs gelesen werden kann: \u201eWalter Klingenbeck, der als 19-J\u00e4hriger am 5. August 1943 seine reine, tapfere Seele in die H\u00e4nde seines Sch\u00f6pfers zur\u00fcckgeben durfte, bittet um unser Gebet.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Kontexte des Widerstandes<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Daf\u00fcr, dass er und seine Freunde gerade 1941 aktiv wurden, spielte die Konstellation von Lebensalter und historischer Entwicklung eine entscheidende Rolle. Am 22. Juni 1941 hatte der Vernichtungskrieg Hitler-Deutschlands gegen die Sowjetunion begonnen. Trotz der Anfangserfolge der Wehrmacht war dieser Krieg anders als die vorhergegangenen Blitzfeldz\u00fcge. Allein in den letzten Junitagen fielen 25.000 deutsche Soldaten, mehr als halb so viele wie w\u00e4hrend des gesamten Frankreichfeldzuges, im Juli stieg die Zahl auf \u00fcber 60.000 an. Die Zeitungen f\u00fcllten sich mit Todesanzeigen. Der Russlandfeldzug wurde von den meisten Deutschen keineswegs mit Begeisterung aufgenommen, der Zweifrontenkrieg und die R\u00fcckschl\u00e4ge im Herbst wurden mit Sorge betrachtet. Nicht nur im katholischen Milieu kam dazu die Wirkung der Predigten \u00fcber die \u201eEuthanasie\u201c-Morde des M\u00fcnsteraner Kardinals von Galen vom Juli\/August 1941, die auch Klingenbeck kannte.<\/p>\n<p>Es ist daher wohl nicht ganz zuf\u00e4llig, dass nahezu zeitgleich in Hamburg und Wien ganz \u00e4hnliche jugendliche Widerstandsgruppen wie entstanden wie die um Klingenbeck in M\u00fcnchen. In Hamburg hie\u00df der f\u00fchrende Kopf Helmuth H\u00fcbener, der drei Freunde aus seiner Mormonengemeinde aktivierte. H\u00fcbener, ein Verwaltungslehrling und \u00e4hnlich aufgeweckt wie Klingenbeck, h\u00f6rte wie dieser Auslandssender, und verteilte ab August 1941 Flugbl\u00e4tter. Er wurde am 11. August vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt \u2013 ebenfalls unter dem Senatsvorsitzenden Engert \u2013 und am 27. Oktober 1942 in Berlin-Pl\u00f6tzensee hingerichtet. Seine drei Freunde erhielten Haftstrafen.<\/p>\n<p>In Wien h\u00f6rte der Gymnasiast Josef Landgraf schon seit Kriegsbeginn Auslandssender und produzierte, ebenfalls zusammen mit drei Freunden, ab September 1941 Flugbl\u00e4tter. Auch diese Gruppe hatte einen katholischen Hintergrund und setzte auf den Sieg der Westm\u00e4chte, und sie griff, wie Klingenbeck, die V-Propaganda auf: \u201eDie V-Armee hat lediglich die Befreiung von Hitler und seinem Krieg zum Ziel\u201c, hie\u00df es in einer ihrer Flugschriften. Landgraf und sein Freund Anton Brunner wurden, nachdem sie denunziert worden waren, am 23. August 1942 vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt, dann aber zu Haftstrafen begnadigt. Auch die anderen beiden Beteiligten mussten ins Gef\u00e4ngnis.<\/p>\n<p>Man darf nicht verschweigen, dass die Kirche seinerzeit ganz andere Positionen einnahm. Nicht nur viele Bisch\u00f6fe, auch ein erheblicher, wahrscheinlich sogar der gr\u00f6\u00dfte Teil der Gemeindepfarrer, Ordensleute und einfachen Gl\u00e4ubigen standen positiv zum Krieg gegen die Sowjetunion, der als eine Art Kreuzzug gegen den Bolschewismus verstanden wurde. Walter Klingenbeck indes befand sich mit seiner schlichten \u00dcberzeugung, der Krieg sei Hitlers Werk, er sei nicht zu gewinnen, und es gehe darum, durch Widerstandsarbeit etwas zum schnelleren Sturz des Regimes beizutragen, um die Zahl der Opfer zu begrenzen, sicherlich in gr\u00f6\u00dferer N\u00e4he zu Wahrheit und Humanit\u00e4t.<\/p>\n<p>Ist Klingenbeck ein \u201evergessener Widerstandsk\u00e4mpfer\u201c? Ja und nein. Zwischen der Ludwigskirche und der Bayerischen Staatsbibliothek gibt es seit 1998 den Walter-Klingenbeck-Weg, der die Ludwigs- und die Kaulbachstra\u00dfe verbindet. Er verdankt sich einer Initiative von Klaus B\u00e4umler, dem seinerzeitigen Vorsitzenden des Bezirksausschusses Max-Vorstadt. In Taufkirchen gibt es die Walter-Klingenbeck-Realschule, in der Geschichtsrubrik der Website von Sankt Ludwig firmiert Klingenbeck direkt neben Romano Guardini, und \u00fcberhaupt findet sich im Internet allerhand \u00fcber ihn.<\/p>\n<p>Wirklich unvergessen sind die Widerst\u00e4ndler aber nur dann, wenn sie nicht von ihrer Zeit isoliert gesehen, sondern wenn ihre Anliegen ernst genommen werden. Wir sollten also, wenn wir an Walter Klingenbeck denken, auch an Rotterdam denken, und \u00fcberhaupt an den verbrecherischen Krieg, dessen Sinn- und Aussichtslosigkeit der jugendliche Klingenbeck im Gegensatz zu vielen Erwachsenen fr\u00fchzeitig erkannt hatte.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das letzte Lebenszeichen \u2013 ein Brief &nbsp; \u201eM\u00fcnchen-Stadelheim, den 5. August 1943 Lieber Jonny! Vorhin habe ich von Deiner Begnadigung erfahren. Gratuliere! Mein Gesuch ist allerdings abgelehnt. Ergo geht\u2018s dahin. Nimm\u2018s net tragisch. Du bist ja durch. 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