{"id":116797,"date":"2025-12-16T14:55:32","date_gmt":"2025-12-16T13:55:32","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=116797"},"modified":"2025-12-16T14:55:35","modified_gmt":"2025-12-16T13:55:35","slug":"reichsbankpraesident-hjalmar-schacht-vom-liberalen-republikaner-zum-gegner-der-weimarer-republik","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/reichsbankpraesident-hjalmar-schacht-vom-liberalen-republikaner-zum-gegner-der-weimarer-republik\/","title":{"rendered":"Reichsbankpr\u00e4sident Hjalmar Schacht"},"content":{"rendered":"<p>Hjalmar Schacht geh\u00f6rte zu den interessantesten und widerspr\u00fcchlichsten F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeiten der Weimarer Republik. Sein politischer Wandel vom Republikaner zum Gegner der parlamentarischen Demokratie zeigt sich in den folgenden Daten. Anfang 1919 war Schacht einer der Gr\u00fcnder der liberalen Deutschen Demokratischen Partei (DDP). 1932 geh\u00f6rte Schacht zu den prominentesten Unterst\u00fctzern Hitlers, die nicht der NSDAP angeh\u00f6rten.<\/p>\n<p>Wie l\u00e4sst sich Schachts Weg von der liberalen Mitte an den \u00e4u\u00dfersten rechten Rand des politischen Spektrums erkl\u00e4ren? Wieso verriet Schacht die Weimarer Republik, der er bis 1930 loyal diente? War Schachts Rechtsruck vom politischen Liberalismus zur antiparlamentarischen Rechten vielleicht sogar symptomatisch f\u00fcr das politische Versagen der deutschen Wirtschaftselite?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>I.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der 1877 geborene Schacht wuchs w\u00e4hrend des Kaiserreichs im liberal gepr\u00e4gten Hamburger Wirtschaftsb\u00fcrgertum auf. Seit 1902 geh\u00f6rte Schacht der Gruppe der sogenannten Jungliberalen in der Nationalliberalen Partei an. Es w\u00e4re jedoch falsch, Schacht in der Zeit des Kaiserreichs rechts von der politischen Mitte zu verorten. Vom nationalliberalen Mainstream unterschieden sich die Jungliberalen nicht nur durch die Bef\u00fcrwortung des Freihandels. Im Unterschied zu den Nationalliberalen und in \u00dcbereinstimmung mit der liberalen Fortschritts\u00adpartei strebten sie die \u00dcberwindung des undemo\u00adkratischen Dreiklassen\u00adwahlrechts an.<\/p>\n<p>Als der Sozialdemokrat Philipp Scheidemann am 9. November 1918 die Republik proklamierte, war der 41 Jahre alte Schacht bereits ein geachtetes Mitglied des Berliner Wirtschaftsb\u00fcrgertums. Seit 1916 war er Vorstandsmitglied der Nationalbank AG, die zu den gro\u00dfen Gesch\u00e4fts\u00adbanken des Reiches geh\u00f6rte. Seit Kriegsbeginn geh\u00f6rte Schacht dem liberalen \u201cDeutschen Club von 1914\u201d an, wo sich ein breites Spektrum der wirtschaftlichen und politischen Elite traf, das von gem\u00e4\u00dfigten Nationalliberalen bis zu Repr\u00e4sentanten des rechten Fl\u00fcgels der SPD reichte. In den Revolutionstagen des November 1918 ging von diesem Kreis die Initiative zur Gr\u00fcndung einer liberalen Partei aus, die sich vollkommen mit der Idee des liberalen republikanischen Staates identifizierte: Die Deutsche Demokratischen Partei (DDP).<\/p>\n<p>Schacht unterzeichnete im November 1918 den Gr\u00fcndungsaufruf der DDP, obwohl er nicht alle ihre Positionen teilte. Im Unterschied zu den Liberalen lehnte er aus weltanschaulicher \u00dcberzeugung einen grunds\u00e4tz\u00adlichen Bruch mit der monarchischen Ordnung ab und geh\u00f6rte damit in das Lager der gem\u00e4\u00dfigt konservativen \u201cVernunftrepublikaner\u201d. Eigentlich w\u00e4re seine Mitgliedschaft in der zwischen Rechtsliberalismus und gem\u00e4\u00dfigtem Konservatismus changierenden Deutschen Volkspartei eines Gustav Stresemann folgerichtig gewesen. Dennoch blieb Schacht bis 1926 DDP-Mitglied.<\/p>\n<p>Weshalb blieb Schacht Mitglied einer Partei, die seinen politischen \u00dcberzeugungen nicht wirklich entsprach? Schacht hoffte vergeblich auf die parteipolitische Fusion des Linksliberalismus und des Rechtsliberalismus als Gegengewicht zur Sozialdemokratie. Der scharfe Analytiker Schacht hielt die in der DVP aufgegangenen Nationalliberalen wegen ihrer vorbehaltlosen Unterst\u00fctzung der Kriegspolitik f\u00fcr politisch gescheitert und diskreditiert. Schacht ging zu der vermeintlich st\u00e4rkeren DDP, von der er sich mehr Erfolg bei der Verwirklichung einer stabilen parlamenta\u00adrischen Demokratie mit einer liberalen Wirtschaftsordnung versprach.<\/p>\n<p>Im Januar 1919 bem\u00fchte sich Schacht vergeblich um einen sicheren Listenplatz f\u00fcr die Wahl zur Nationalversammlung. Seine gescheiterten Bem\u00fchungen um ein Reichstagsmandat sollten sich im Jahr 1923 jedoch auszahlen, als er f\u00fcr das Amt des Reichsbankpr\u00e4sidenten ins Spiel gebracht wurde. Schacht genoss den strategischen Vorteil, in der b\u00fcrgerlichen \u00d6ffentlichkeit nicht als Politiker wahrgenommen zu werden. Wenn \u00fcberhaupt war der \u00f6ffentlich kaum exponierte Schacht einer gr\u00f6\u00dferen \u00d6ffentlichkeit bis 1923 nur als Banker bekannt. Sein politisches Ehrenamt als Vorstandsmitglied der DDP blieb in der \u00d6ffentlichkeit weitgehend unbekannt.<\/p>\n<p>Schachts Aufstieg vom Banker zum Reichsbankpr\u00e4sidenten wurde durch die Hyperinflation des Jahres 1923 m\u00f6glich. Der amtierende Reichsbank\u00adpr\u00e4sident Havenstein war schwerkrank und mit der Sanierung der wertlos und funktionslos gewordenen Mark v\u00f6llig \u00fcberfordert. Als seine kommende Abl\u00f6sung im August 1923 nicht mehr zu verheimlichen war, brachte die Berliner Presse zum ersten Mal Schacht als m\u00f6glichen neuen Reichsbankpr\u00e4sidenten ins Spiel.<\/p>\n<p>Reichskanzler Gustav Stresemann (DVP) beauftragte Schacht am 8. November 1923 mit der Aufgabe, die Hyperinflation zu beenden. Schacht verdankte seine Ernennung zum Reichsbankpr\u00e4sidenten keiner besonderen notenbankpolitischen Expertise, sondern seinem Ruf als loyaler Anh\u00e4nger der republikanischen Ordnung. Sein h\u00e4rtester Konkurent Karl Helfferich genoss zwar das Vertrauen der f\u00fchrenden Bankiers und des Direktoriums der Reichsbank. Aus der Sicht Stresemanns und des Reichs\u00adpr\u00e4sidenten Friedrich Ebert (SPD) war Helfferich wegen seiner anti-republika\u00adnischen Einstellung jedoch politisch untragbar. Schacht wurde nach Eberts und Stresemanns energischer F\u00fcrsprache vom Kabinett und mit der Zustimmung der SPD-regierten und der zentrumsregierten L\u00e4nder in das Amt des Reichsbankpr\u00e4sidenten gew\u00e4hlt. F\u00fcr die Weimarer Koalition aus SPD, Zentrum und DDP war Schacht der politisch ideale Kandidat.<\/p>\n<p>Es gelang Schacht tats\u00e4chlich, die v\u00f6llig entwertete und als Zahlungsmittel unbrauchbare Mark durch die stabile Rentenmark zu ersetzen und damit die Hyperinflation zu beenden. Das Konzept f\u00fcr die W\u00e4hrungsreform stammte jedoch nicht von ihm, sondern vom sozialdemokratischen Finanzexperten Rudolf Hilferding und vom parteilosen Finanzminister Hans Luther. Es gelang Schacht sogar, einen Kredit der Bank of England einzuwerben und mit Hilfe der englischen Notenbank innerhalb eines Jahres die goldgedeckte Reichsmark einzuf\u00fchren. Aus der erfolgreichen Sanierung der W\u00e4hrung ging Schacht mit dem Nimbus des \u201cRetters der Mark\u201d heraus, der sein Prestige in der \u00d6ffentlichkeit ma\u00dfgeblich bestimmte und von dem auch die DDP profitieren konnte.<\/p>\n<p>Die Wiedereinf\u00fchrung der Golddeckung verschaffte Schacht hohes Ansehen in der \u00d6ffentlichkeit. Dieser Schritt gelang Schacht vor allem dank seiner ausgezeichneten Beziehungen in die Londoner City und zum britischen Notenbankpr\u00e4sidenten Montagu Norman. Doch w\u00e4hrend die DDP in den beiden Reichstagswahlk\u00e4mpfen des Jahres 1924 mit dem Ansehen ihres Parteimitglieds Schacht warb, entfremdete sich Schacht immer mehr vom politischen Liberalismus.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>II.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>1926 trat Schacht aus der DDP aus. Laut seiner 1953 ver\u00f6ffentlichten Autobiographie handelte er aus Protest gegen die Zustimmung der DDP zur Enteignung der deutschen F\u00fcrstenh\u00e4user. Die angestrebte, jedoch nach einem Volksentscheid gescheiterte F\u00fcrstenenteignung war jedoch nur der Anlass und nicht der Grund f\u00fcr seine schrittweise Entfremdung vom politischen Liberalismus.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnde f\u00fcr seine Entfremdung vom politischen Liberalismus sind in seinem technokratischen Politikverst\u00e4ndnis zu suchen. Das Kabinett war nicht bereit, der finanzwirtschaftlichen Expertise des Notenbankers Schacht grunds\u00e4tzlich Vorrang vor sozialpolitischen und infrastruktur\u00adpolitischen Zielen einzur\u00e4umen. Schacht geriet mit der Reichsregierung \u00fcber die H\u00f6he und den Zweck der deutschen Auslandsverschuldung in Streit. Da die Hyperinflation den gr\u00f6\u00dften Teil der Geldverm\u00f6gen vernichtet hatte, waren das Reich, die L\u00e4nder und die Gemeinden auf Kapitalzufuhr aus dem Ausland angewiesen. Der R\u00fcckgriff des Staates auf ausl\u00e4ndische Kredite erh\u00f6hte jedoch die Auslandsverschul\u00addung, belastete die Zahlungsbilanz und drohte, die Industrie vom knappen und umk\u00e4mpften Kreditmarkt zu verdr\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Aus der Sicht der St\u00e4dte und der L\u00e4nder waren Auslandskredite f\u00fcr die Modernisierung der \u00f6ffentlichen Infrastruktur dringend erforderlich. Gro\u00dfst\u00e4dte wie Berlin, K\u00f6ln und Hamburg investierten gro\u00dfz\u00fcgig in den Wohnungsbau, den Nahverkehr, in Gesundheitseinrichtungen und in Messegel\u00e4nde und verbesserten damit die Lebensbedingungen und die Zukunftsf\u00e4higkeit der St\u00e4dte. W\u00e4hrend die Kommunalverwaltungen die Kreditaufnahme als produktive Zukunftsinvestitionen priesen, lehnte sie Schacht als vermeintlich unproduktive Fehlverwendungen von knappem Kapital ab. Schacht forderte, dass Auslandskredite nur f\u00fcr \u201clebenswichtige, wirklich produktive Zwecke\u201d, also vorrangig f\u00fcr industrielle Investitionen in moderne Produktionsanlagen aufgenommen werden sollten. Kommunale Auslandskredite erh\u00f6hten zweifellos das Wohlstandsniveau, doch kostete Ihre R\u00fcckzahlung Devisen, ohne der Zahlungsbilanz des Reiches zus\u00e4tzliche Devisen einzubringen. Schacht verlangte deshalb ein Vetorecht der Reichsbank gegen Auslandsanleihen der L\u00e4nder und Gemeinden, das ihm die Reichsregierung jedoch verweigerte.<\/p>\n<p>Schacht geriet ab 1925 wegen seiner strikten Stabilit\u00e4tspolitik in einen Dauerkonflikt mit der Reichsregierung. Schacht verbat sich jede Kritik an der strengen Geldpolitik der Reichsbank und forderte von der Reichsregierung einen entschiedenen haushaltspolitischen Sparkurs. Schacht war mit seinem Beharren auf die Autonomie der Reichsbank politisch wie \u00f6konomisch im Recht, aber \u00fcberschritt mit der Kritik an der Haushaltspolitik der Regierung die Kompetenzen seines Amts. Mit seiner Kritik an der Haushaltspolitik des Reiches vertiefte sich die Entfremdung von seinen Parteifreunden in der DDP zusehends. Sein Parteiaustritt im Jahr 1926 war die folgerichtige Konsequenz aus diesem Entfremdungs\u00adprozess. Mit seiner Kritik an den zu hohen Staatsausgaben f\u00fcr Soziales stellte er die wohlfahrtsstaatliche Ordnung der Weimarer Republik in Frage, auf der die Koalition der Mitte und der gem\u00e4\u00dfigten Linken aus Zentrum, DDP und SPD ma\u00dfgeblich beruhte.<\/p>\n<p>F\u00fcr seine zunehmende Entfernung von der liberalen Mitte gab es nicht nur politische, sondern auch pers\u00f6nliche Gr\u00fcnde. Sein Mangel an Selbstkritik und seine von sich selbst eingenommene Haltung verst\u00e4rkten seine Neigung, sich als einen unfehlbaren und unverstandenen Experten zu sehen, der gegen den Unverstand seiner Umwelt k\u00e4mpfen musste. Schacht neigte dazu, seine gelegentlich \u00fcberzogene H\u00e4rte in kontroversen Diskussionen mit positiver Standfestigkeit in der Sache zu verwechseln und mit dem ihm sachlich gerechtfertigt erscheinenden Sarkasmus seine Gespr\u00e4chspartner zu verletzen. Sein einstiger F\u00f6rderer Gustav Stresemann reagierte auf Schachts selbstherrliche Kritik an der Ausgabenpolitik der Reichsregierung zunehmend erbost und lehnte es seit 1927 ab, Schacht weiterhin bei Kabinetts\u00adsitzungen zu konsultieren.<\/p>\n<p>Ungeachtet ihrer haushaltspolitischen Diffferenzen war sich Schacht mir der Reichsregierung in einem wichtigen Punkt weiterhin einig: Die Senkung der Reparationen genoss aus den folgenden Gr\u00fcnden eine hohe politische Priorit\u00e4t. Zum einen war die j\u00e4hrliche Schuldenlast von 2,5 Milliarden Reichsmark aus dem Dawes-Plan auf Dauer f\u00fcr das Deutsche Reich zu hoch. Zum anderen erhoffte sich die Reichsregierung durch den Abzug der franz\u00f6sischen Besatzungstruppen und die Aufhebung der alliierten Kontrollen \u00fcber Reichsbank und Reichsbahn eine innenpolitische Stabilisierung durch den politischen Prestigegewinn, der mit der Wiedergewinnung der vollen politischen Souver\u00e4nit\u00e4t verbunden war.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>III.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Angesichts seines hohen Ansehens unter amerikanischen, britischen und franz\u00f6sischen Bankern hatte die Reichsregierung 1928 keine andere Wahl, als Schacht mit der Verhandlungsf\u00fchrung \u00fcber eine Revision der alliierten Reparations\u00adpolitik zu beauftragen. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Schacht bereits den oppositionellen Deutschnationalen angen\u00e4hert, die eine unrealistisch hohe Senkung der Reparationen forderten. Schacht weckte bei der rechts\u00adgerichteten Opposition \u00fcberh\u00f6hte Erwartungen in eine deutliche Senkung der Reparationslast. Der politische Druck von rechts kam Schacht gelegen, um die Verhandlungen bei einem schlechten Ergebnis f\u00fcr Deutschland platzen zu lassen. Schacht begann, sich aus der Loyalit\u00e4tsverpflichtung seines Amtes gegen\u00fcber der Reichsregierung zu l\u00f6sen und der rechtsgerichteten Opposition in die H\u00e4nde zu spielen.<\/p>\n<p>Schacht nahm das Amt des Verhandlungsf\u00fchrers auch aus einem innenpolitischen Grund an. Die enge Wechselbeziehung zwischen Reparationen und Staatsausgaben versprach ihm gr\u00f6\u00dferen Einfluss auf die Haushaltspolitik des Reiches. Der Konflikt mit dem sozialdemo\u00adkratischen Finanzminister Rudolf Hilferding war damit vorprogrammiert. Schacht wollte nicht weniger als ein Vetorecht \u00fcber den Reichshaushalt durchsetzen.<\/p>\n<p>Wie zu erwarten waren die alliierten Reparationsgl\u00e4ubiger nicht zu der von Deutschland erhofften gr\u00f6\u00dferen Senkung der Reparationen bereit. Nur der Verzicht der USA auf eine R\u00fcckzahlung der franz\u00f6sischen Kriegsschulden h\u00e4tte einen Verzicht Frankreichs auf deutsche Reparationen erm\u00f6glicht. Der amerikanische Kongress und die amerikanische \u00d6ffentlichkeit handelten jedoch nach dem Prinzip \u201cAmerica First\u201d und hielten an dem seit 1919 verfolgten isolationalistischen Kurs fest. Bei den Reparationsverhandlungen in Paris konnte Schacht daher nicht mehr als eine Senkung der j\u00e4hrlichen Reparationslast auf 1,85 Mrd. Reichsmark durchsetzen \u2013 weniger, als die Reichsregierung und als die deutsche \u00d6ffentlichkeit erhofft hatten.<\/p>\n<p>Schacht versuchte, die Verantwortung f\u00fcr das schlechte Verhandlungs\u00ad\u00adergebnis bei der Reichsregierung abzuladen. In einem Brief warf Schacht dem sozialdemokratischen Reichskanzler Hermann M\u00fcller zu Unrecht vor, er habe sich bereits vor Konferenzbeginn gegen\u00fcber dem alliierten Reparationsagenten Parker Gilbert mit einem schlechten Ergebnis einverstanden erkl\u00e4rt. Der bereits schwerkranke Au\u00dfenminister Stresemann war \u00fcber Schachts Vorw\u00fcrfe so emp\u00f6rt, dass er eine Untersuchung gegen sich selbst beantragte. Stresemann soll \u00fcber Schacht gesagt haben: \u201c<em>Das einzige, was an Schacht sauber ist, ist sein Kragen<\/em>\u201d. In der \u00d6ffentlichkeit verteidigte Schacht aus Einsicht in die strukturelle Unbeweg\u00adlichkeit der alliierten Siegerm\u00e4chte noch immer das Ergebnis der Reparationsverhandlungen. Als die Deutschnationalen und die NSDAP im September 1929 ein Volksbegehren gegen den sogenannten \u201cYoung-Plan\u201d ank\u00fcndigten, unterschrieb er einen Aufruf prominenter Demokraten, der sich gegen das Volksbegehren richtete.<\/p>\n<p>Dennoch entfremdete sich Schacht immer mehr der Regierung der Gro\u00dfen Koalition. Ende 1929 nutzte er die akute finanzielle Notlage des Reichshaushalts aus, um sich ein Vetorecht gegen den Reichshaushalt zu sichern. Schacht drohte, den Kredit einer amerikanischen Bank an das Deutsche Reich in letzter Minute platzen zu lassen, wenn der sozialdemokratische Finanzminister Rudolf Hilferding nicht eine Sondersteuer zur Haushaltsdeckung akzeptieren w\u00fcrde. Angesichts der schweren Konjunkturkrise war eine solche Sondersteuer konjunktur\u00adpolitisches Gift und kontraproduktiv. Hilferding musste dieses Junktim notgedrungen akzeptieren und trat im Dezember 1929 unter Protest zur\u00fcck. Schacht gefiel sich in der Rolle des vermeintlich partei\u00adungebundenen, aber immer st\u00e4rker Partei nehmenden Anwalts haushaltspolitischer Solidit\u00e4t.<\/p>\n<p>Schacht schlug sich damit auf die Seite des Koalitionspartners DVP, der die beginnende Weltwirtschaftskrise f\u00fcr den Abbau des Weimarer Sozialstaats nutzen wollte und ein Auseinanderbrechen der Gro\u00dfen Koalition \u00fcber haushaltspolitische und sozialpolitische Konflikte bewusst riskierte. Unter dem Einfluss der gro\u00dfen Wirtschaftsverb\u00e4nde wie der Eisen- und Stahlindustrie und des Ruhrbergbaus bewegte sich die DVP nach Stresemanns Tod im Jahr 1929 zunehmend nach rechts. Die von ihr geforderte Senkung der Leistungen f\u00fcr Arbeitslose war die politische Sollbruchstelle, an der die letzte parlamentarische Mehrheits\u00adregierung der Weimarer Republik im Fr\u00fchjahr 1930 auseinanderbrach.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>IV.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zu Beginn des Jahres 1930 r\u00fcckte Schacht vom Young-Plan ab, den er selbst mitverhandelt hatte. Schacht schlug sich nun auf die Seite der deutschnationalen Young-Plan-Gegner und stie\u00df damit auch dem DVP-Au\u00dfenminister Julius Curtius vor den Kopf, der dem verstorbenen Stresemann nachgefolgt war. Am 6. M\u00e4rz 1930 erkl\u00e4rte Schacht \u2013 zun\u00e4chst noch hinter verschlossenen T\u00fcren \u2013 seinen R\u00fccktritt als Reichsbankpr\u00e4sident.<\/p>\n<p>Es spricht viel f\u00fcr die Hypothese, dass der Young-Plan eher der Anlass als der Grund seines R\u00fccktritts war. Schachts ablehnende Haltung gegen\u00fcber dem Young-Plan war symptomatisch f\u00fcr den zunehmenden au\u00dfenpolitischen Revisionismus im konservativen Lager. Schacht hatte die Br\u00fccke zum liberalkonservativen und uneingeschr\u00e4nkt prorepublika\u00adnischen Lager bewusst eingerissen.<\/p>\n<p>War Schacht ein politischer Opportunist, der den politischen Rechtsruck kommen sah und sich auf die st\u00e4rkere Seite schlug? Auf den ersten Blick erscheint diese Annahme schl\u00fcssig. Auf den zweiten Blick ist sie aber widerspr\u00fcchlich. Schacht trat auf dem H\u00f6hepunkt seiner Macht gegen\u00fcber der Reichsregierung zur\u00fcck. Wegen der starken Spannungen innerhalb der Reichsregierung h\u00e4tte Schacht durchaus mit ihrem baldigen Ende und der Ernennung eines entschieden konservativen Reichskanzlers rechnen k\u00f6nnen, der seinen politischen Vorstellungen n\u00e4her stand. Die Wirtschafts- und Finanzpolitik des neuen Reichskanzlers Heinrich Br\u00fcning (Zentrum) w\u00e4re (und war) ihm zweifellos sympathischer und kam seinen Vorstellungen einer konsequenten Stabilit\u00e4tspolitik nahe.<\/p>\n<p>An Schachts gro\u00dfem Einfluss im deutschen, im europ\u00e4ischen und im transatlantischen Finanzwesen kam die Reichs\u00adregierung auch nach seinem R\u00fccktritt nicht vorbei. Finanziell konnte er sich den Amtsverzicht gut leisten. Bei seinem Abschied handelte er eine Abfindung von drei Jahresgeh\u00e4ltern aus, die sich auf insgesamt 600.000 RM belief. Bei dem damals \u00fcblichen Zinssatz von sieben Prozent brachte ihm die Abfindung j\u00e4hrliche Zinsertr\u00e4ge von 42.000 Reichsmark ein \u2013 und damit mehr als das Gehalt des Reichskanzlers, ohne dass er seine Abfindung antasten musste.<\/p>\n<p>Nach seinem Ausscheiden aus dem Amt genoss Schacht das Privileg, sich \u00fcberall \u00f6ffentlich zu Wort melden zu k\u00f6nnen. Bereits 1930 nutzte er dieses Privileg auf einer langen Vortragsreise in den USA ausgiebig aus und meldete sich ab 1931 auch innerhalb Deutschlands zunehmend offensiver zu Wort. Am 3. Oktober 1930 sprach er in einer \u00f6ffentlichen Rede vor der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer in New York von einer baldigen Einstellung der deutschen Reparationszahlungen und sch\u00e4digte damit die bereits eingeschr\u00e4nkte Kreditw\u00fcrdigkeit Deutschlands erheblich. Schacht wusste, dass bereits der Wahlerfolg der NSDAP bei den Reichstagswahlen am 14. September 1930 die Kreditw\u00fcrdigkeit des deutschen Staates und auch der deutschen Wirtschaft besch\u00e4digt und zu umfangreichen Geldabfl\u00fcssen ausl\u00e4ndischer Anleger gef\u00fchrt hatte. Der liberale Reichs\u00adfinanz\u00administer Hermann Dietrich sah sich zu einer Distanzierung von Schachts \u00c4u\u00dferungen gezwungen. Andererseits kam Schachts offenherzig vorgetragene These von der baldigen Einstellung der Reparations\u00adzahlungen Reichskanzler Heinrich Br\u00fcning durchaus entgegen, der Deutschlands Unf\u00e4higkeit zur Erf\u00fcllung der allliierten Reparations\u00adforderungen auch um den Preis eines schweren Schadens f\u00fcr die deutsche Wirtschaft beweisen wollte. F\u00fcr Br\u00fcning wie f\u00fcr Schacht hatte das Ende der Reparationen erste Priorit\u00e4t.<\/p>\n<p>Seine Kritik an der Reparationspolitik war seit dem M\u00e4rz 1931 auch der deutschen \u00d6ffentlichkeit bekannt. Schacht ver\u00f6ffentlichte im deutsch\u00adnationalen Gerhard Stalling-Verlag sein Buch \u201cDas Ende der Reparationen\u201d, das sich bis zum Jahresende 1931 gleich 30.000 mal verkaufte. F\u00fcr diesen Verkaufserfolg war neben seiner ungebrochenen Prominenz auch seine heftige Kritik an der Reparationspolitik der Reichsregierung verant\u00adwortlich. Schachts einseitige Darstellung der Young-Plan-Verhandlungen zu Lasten der fr\u00fcheren Regierung M\u00fcller war auch f\u00fcr die Regierung Br\u00fcning sehr brisant. Br\u00fcning sah sich gen\u00f6tigt, eine kritische Gegendarstellung in Auftrag zu geben. Das gro\u00dfe Presseecho half Schacht, seine Kritik an der Reparationspolitik in weiten Kreisen der \u00d6ffentlichkeit zu verbreiten.<\/p>\n<p>Schacht st\u00e4rkte mit seiner Kritik an der Regierung Br\u00fcning vor allem die radikale Rechte. Mit seiner Behauptung, dass Stresemann bewusst nicht die Unterst\u00fctzung der \u201cNationalen Opposition\u201d in der Reparationsfrage gesucht habe, biederte er sich offen bei den Deutschnationalen an, die Schachts Buch bejubelten. Doch blieb der Beifall nicht auf die Deutschnationalen beschr\u00e4nkt. Im Juni 1931 wies die NSDAP-Reichsleitung die nationalsozialistische Presse an, Schacht k\u00fcnftig schonend zu behandeln und auf die bisherigen polemischen Angriffe gegen den \u201cFreimaurer\u201d und \u201cKapitalisten\u201d Schacht zu verzichten.<\/p>\n<p>F\u00fcr Schacht war die m\u00f6gliche Perspektive einer Koalition aus Nationalsozialisten und Deutschnationalen keine Schreckensvision, sondern eine positive Zukunftsperspektive. Bereits Ende 1930 teilte er einem angesehenen amerikanischen Banker seinen Eindruck mit, dass die Regierung abgewirtschaftet habe und durch eine Koalition aus DNVP und NSDAP ersetzt werde.<\/p>\n<p>Im Dezember 1930 erkl\u00e4rte Schacht in einer Rede vor dem Wirtschaftsrat der Bayerischen Volkspartei den anwesenden mittel\u00adst\u00e4ndischen Unternehmern aus Bayern: <em>\u201cRichtig ist, dass man auf Dauer nicht gegen 20% der W\u00e4hler regieren kann, die in der letzten Reichstagswahl (&#8230;) einen lebendigen Protest gegen die innere und \u00e4u\u00dfere Einschn\u00fcrung unseres Lebensraumes (&#8230;) zum Ausdruck bringen wollten\u201d. <\/em><\/p>\n<p>Diese \u00c4u\u00dferungen waren unschwer als ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr eine Regierungsbeteiligung der NSDAP zu verstehen, die bei der letzten Reichstagswahl fast 20% der Stimmen erhalten hatte. Seine Ann\u00e4herung an die NSDAP ging im Januar 1931 schon deutlich weiter. Bei einer privaten Einladung im Hause Hermann G\u00f6rungs begegnete er zum ersten Mal Hitler. Folgt man Schachts 1953 publizierten und keinesfalls plump apologetischen Memoiren, war er von Hitlers Pers\u00f6nlichkeit und seinen \u00c4u\u00dferungen zur Reparationsfrage und zur Wirtschaftspolitik recht angetan, ja beeindruckt. F\u00fcr die Ehrlichkeit seiner Memoiren in diesem Punkt gibt es einen authentischen Beleg. Die Tageb\u00fccher des ebenfalls anwesenden Joseph Goebbels best\u00e4tigen, dass Schacht positiv auf Hitlers ausgedehnte Ausf\u00fchrungen reagierte.<\/p>\n<p>Die schwere Bankenkrise im Juli 1931 schien Schachts d\u00fcstere Prophezeihungen zu best\u00e4tigen. Der Beinahe-Konkurs der vier gr\u00f6\u00dften deutschen Banken (Deutsche Bank, Dresdner Bank, Commerzbank und Danat-Bank) best\u00e4tigte eindrucksvoll Schachts Kritik an der zu hohen Auslands\u00adverschuldung. Schacht ber\u00fccksichtigte dabei jedoch nicht, dass schwere strukturelle M\u00e4ngel im Bankmanagement und die fehlende Zusammenarbeit der europ\u00e4ischen Zentralbanken die Banken\u00adkrise ma\u00dfgeblich verursacht und fahrl\u00e4ssig versch\u00e4rft hatten. Der Kapitalabzug ausl\u00e4ndischer Anleger, die eine m\u00f6gliche Macht\u00fcbernahme der NSDAP bef\u00fcrchteten, hatte die beschr\u00e4nkten Handlungsspielr\u00e4ume der Reichsbank zus\u00e4tzlich eingeengt.<\/p>\n<p>Hans Luther, Schachts Nachfolger im Amt des Reichsbankpr\u00e4sidenten, war in seinem Amt gescheitert. Br\u00fcning bot Schacht das Amt eines Kommissars f\u00fcr W\u00e4hrungs- und Bankenfragen an. Schacht lehnte dieses Angebot nicht nur wegen der ungekl\u00e4rten Kompetenzen dieses Amtes ab. Mit seiner Forderung nach einem einseitigen Moratorium f\u00fcr Auslands\u00adschulden stie\u00df er auf Br\u00fcnings Widerspruch, der eine L\u00f6sung auf dem Verhandlungsweg anstrebte. Eine so sehr von sich selbst \u00fcberzeugte Pers\u00f6nlichkeit wie Schacht w\u00e4re nur dann in den Dienst des Reiches zur\u00fcckgekehrt, wenn man ihm das Amt des Reichsbankpr\u00e4sidenten zu seinen politischen Vorbedingungen angeboten h\u00e4tte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>V.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Schacht wurde auch von den Deutschnationalen umworben. Die Reichstags\u00adfraktion der Deutschnationalen lud ihn im Sp\u00e4tsommer 1931 ein, auf der gemeinsamen Kundgebung der DNVP, des Stahlhelms und der SA in Bad Harzburg \u00fcber Wirtschaftspolitik zu sprechen. Schacht nahm diese Einladung dankbar an. Er wusste, dass sich diese Massenkundgebung der sogenannten \u201cnationalen Verb\u00e4nde\u201d gegen das politische System der Weimarer Republik und nicht nur gegen die Regierung Br\u00fcning richtete. Obwohl sich Schacht in seiner Rede auf finanzwirtschaftliche Fragen beschr\u00e4nkte und das politische System der Weimarer Republik noch nicht offen in Frage stellte, besch\u00e4digten seine \u00c4u\u00dferungen die Glaubw\u00fcrdigkeit der Reichs\u00adregierung und schadeten dem finanziellen wie dem politischen Kredit des Reiches. Mit seiner Rede auf dem \u201cHarzburger Treffen\u201d wurde Schacht nicht nur zum Akteur auf der politischen B\u00fchne, sondern auch zu einem Politikum f\u00fcr die Reichsregierung.<\/p>\n<p>Schacht genoss es, von Hitler und den Deutschnationalen umworben zu werden. Hitler und G\u00f6ring bem\u00fchten sich um ein seri\u00f6ses Image der NSDAP in wirtschaftsb\u00fcrgerlichen Kreisen und konnten von der informellen Zusammenarbeit mit Schacht nur profitieren. Schacht war bis zur Reichspr\u00e4sidentenwahl im Fr\u00fchjahr 1932 noch unentschlossen, ob er sich den Nationalsozialisten anschlie\u00dfen sollte. Gegen die NSDAP sprachen die unausgegorenen und widerspr\u00fcchlichen wirtschaftspolitischen Positionen, die von der unternehmensfreundlichen Einstellung G\u00f6rings bis zu den pseudosozialistischen Vorstellungen des NSDAP-Reichsorganisationsleiters Gregor Strasser und den wirren geldpolitischen Vorstellungen des selbsternannten nationalsozialistischen Chef\u00f6konomen Gottfried Feder reichten.<\/p>\n<p>Schacht hielt die wirtschaftspolitischen Vorstellungen der National\u00adsozialisten durch seine Kontakte zu G\u00f6ring und zu Hitler in seinem Sinne f\u00fcr beeinflussbar. Angesichts seiner direkten Verbindungen zu Hitler und G\u00f6ring hatte er es nicht n\u00f6tig, f\u00fcr seine Auffassungen in den Zirkeln von nationalsozialistischen Mittelst\u00e4ndlern (Keppler-Kreis) zu werben. Im Sommer 1932 bem\u00fchte sich Schacht mit Erfolg, Hitler vom Verzicht auf ein detailliertes Wirtschaftsprogramm zu \u00fcberzeugen. Schacht erreichte damit sein Ziel, die pseudosozialistischen Versatzst\u00fccke aus den Wahlpro\u00adgrammen der NSDAP zu verdr\u00e4ngen. Auf diesem Weg verschwanden Forderungen wie die Sozialisierung der Gro\u00dfbanken, die dem Ansehen der NSDAP in wirtschaftsb\u00fcrgerlichen Kreisen und dem Streben nach einem seri\u00f6seren Image schadeten.<\/p>\n<p>Hitler dachte Schacht schon vor der Macht\u00fcbernahme eine f\u00fchrende Rolle als Wirtschaftspolitiker zu. Seit August 1932 war Schacht in den Entw\u00fcrfen f\u00fcr Kabinettslisten f\u00fcr das Amt des Reichsbankpr\u00e4sidenten vorgesehen. In der \u00d6ffentlichkeit agierte Schacht als Unterst\u00fctzer der NSDAP jedoch zur\u00fcckhaltend. Schachts Parteinahme f\u00fcr die NSDAP war im Sommer 1932 in der Wirtschaftselite noch eine Ausnahme und keinesfalls die Regel. Der gro\u00dfe Teil der Wirtschaftselite sparte nicht mit Vorschuss\u00adlorbeeren f\u00fcr den unternehmer\u00adfreundlichen Kurs der Regierung von Papen, der Br\u00fcning im Mai 1932 gefolgt war. Die Regierung von Papen verfolgte ganz im Interesse der Wirtschaftsverb\u00e4nde das Ziel, die arbeitsrechtliche Verbindlichkeit von Tarifvertr\u00e4gen aufzuheben und den Abbau des Sozialstaates voranzu\u00adtreiben. Weite Teile des Unternehmerlagers hatten diese Ziele seit 1929 verfolgt und waren daher von der Politik der Regierung von Papen sehr angetan.<\/p>\n<p>Wegen der unternehmensfreundlichen Wende der Pr\u00e4sidialkabinette von Papen und von Schleicher war Schachts diskretes Werben f\u00fcr Hitler in Unternehmerkreisen bis zum Februar 1933 noch wenig erfolgreich. Die politisch durchsetzungskr\u00e4ftige und einflussreiche Schwerindustrie bef\u00fcr\u00adwor\u00adtete zwar eine autorit\u00e4re Pr\u00e4sidialregierung und eine weitgehende Ausschaltung des Reichstags aus der Gesetzgebung, aber noch nicht die Kanzlerschaft Hitlers.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend ein gro\u00dfer Teil der Wirtschaftselite erst im Februar 1933 zur NSDAP \u00fcberschwenkte, vollzog Schacht die Ann\u00e4herung an die NSDAP bereits im Sommer 1932. Seiner einstmals liberalen und republikanischen Einstellungen zum Trotz wirkte Schacht hinter den Kulissen als ein Wegbereiter der nationalsozialistischen Macht\u00fcbernahme. Schacht sammelte im November 1932 \u2013 mit jedoch bescheidenem Erfolg \u2013 bei Unternehmern Unterschriften f\u00fcr eine Petition an Reichspr\u00e4sident von Hindenburg, Hitler zum Kanzler zu ernennen. Schon zwei Wochen nach der letzten Reichstagswahl am 5. M\u00e4rz 1933 wurde Schacht von Hitler f\u00fcr sein Engagement belohnt. Am 18. M\u00e4rz 1933 erhielt Schacht auf Hitlers Druck das Amt des Reichsbankpr\u00e4sidenten. Der Generalrat der Reichsbank, der Schacht zum Reichsbankpr\u00e4sidenten w\u00e4hlte, handelte auf Druck der nationalsozialistisch gef\u00fchrten Regierung, aber nicht gegen seine \u00dcberzeugung. Die sieben Bankiers im Generalrat der Reichsbank sch\u00e4tzten Schacht auch weiterhin wegen seiner Expertise und seiner Tatkraft in Banken- und W\u00e4hrungsfragen und h\u00e4tten ihn auch unter einer demokratischen Regierung gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Hitler zeigte Schacht seine Wertsch\u00e4tzung, indem er ihn zus\u00e4tzlich zu seinen gesetzlichen Kompetenzen als H\u00fcter der W\u00e4hrung mit General\u00advollmachten f\u00fcr die Regulierung und die Neuordnung des deutschen Bankenwesens ausstattete. Auf der eher symbolischen als materiellen Ebene erlaubte Hitler Schacht sogar, sein Jahresgehalt selbst festlegen zu d\u00fcrfen, das normalerweise vom Generalrat der Reichsbank festgelegt wurde. Schacht erhielt durch die bankenpolitischen Generalvollmachten eine Machtf\u00fclle, die er in der Weimarer Republik nie besessen hatte. Diese Aufwertung seines Amtes f\u00fchrte den zur Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung neigenden Schacht zu der irrt\u00fcmlichen Einsch\u00e4tzung, ein Vetorecht in allen finanzwirtschaftlichen Fragen zu besitzen und Hitler n\u00f6tigenfalls auch den Geldhahn zudrehen zu k\u00f6nnen. 1937 sollte Schacht jedoch erkennen, dass er sich in seinem positiven Urteil \u00fcber Hitler get\u00e4uscht hatte und Hitler ihn zunehmend wie einen l\u00e4stigen Bedenkentr\u00e4ger behandelte.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hjalmar Schacht geh\u00f6rte zu den interessantesten und widerspr\u00fcchlichsten F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeiten der Weimarer Republik. Sein politischer Wandel vom Republikaner zum Gegner der parlamentarischen Demokratie zeigt sich in den folgenden Daten. 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