{"id":116801,"date":"2025-12-16T15:23:24","date_gmt":"2025-12-16T14:23:24","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=116801"},"modified":"2025-12-16T15:23:27","modified_gmt":"2025-12-16T14:23:27","slug":"drei-maenner-gegen-hitler-wie-kurt-von-schleicher-gregor-strasser-und-kronprinz-wilhelm-die-reichskanzlerschaft-hitlers-zu-verhindern-suchten","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/drei-maenner-gegen-hitler-wie-kurt-von-schleicher-gregor-strasser-und-kronprinz-wilhelm-die-reichskanzlerschaft-hitlers-zu-verhindern-suchten\/","title":{"rendered":"Drei M\u00e4nner gegen Hitler"},"content":{"rendered":"<p>Ich m\u00f6chte mit diesem Beitrag einen Werkstattbericht pr\u00e4sentieren, der eine ungew\u00f6hnliche Troika zum Gegenstand hat: Drei Personen, die sich 1932\/33 verbunden hatten mit einem einzigen Ziel, n\u00e4mlich die Reichskanzlerschaft von Adolf Hitler zu verhindern. Man male sich aus, wenn Hitler nicht Reichskanzler geworden w\u00e4re &#8211; die Weltgeschichte w\u00e4re anders verlaufen. Diese drei Personen, die ich Ihnen gleich n\u00e4her portr\u00e4tieren werde, sind keine lupenreinen Demokraten, sind keine Repr\u00e4sentanten der Weimarer Demokratie. Aber die Tragik der Weimarer Republik besteht ja nicht zuletzt darin, dass Ende 1932 und Anfang 1933 eine Konstellation entstanden war, in der man auf lupenrein demokratischem Wege, sich berufend auf den Buchstaben der Weimarer Verfassung, Hitler eher in die H\u00e4nde arbeitete. Ich m\u00f6chte zun\u00e4chst einmal diese Konstellation knapp konturieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>I.<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Das Grundproblem einer Demokratie ist dann besonders dramatisch, wenn sich bei freien, gleichen und geheimen Wahlen die Mehrheit des Volkes f\u00fcr antidemokratische Bewegungen entscheidet; und genau das haben die Deutschen seit Sommer 1932 getan. Sie wurden zweimal im Jahr 1932 zu den Wahlurnen gerufen, am 31. Juli 1932 und dann am 6. November 1932. Das strategische Ergebnis beider Wahlen ist identisch; in beiden F\u00e4llen hatten Nationalsozialisten und Kommunisten die absolute Mehrheit der Mandate im Reichstag der Weimarer Republik erreicht; und das sind nur die beiden extremistischsten Gegner der liberalen Demokratie gewesen. Daraus ergibt sich, dass sich der Reichstag als positiv gestaltender Faktor selbst eliminierte. Wenn man Ende 1932 den Reichstag als gestaltenden Faktor ins Zentrum der Politik zu r\u00fccken suchte, spielt man damit den Anspr\u00fcchen Hitlers direkt in die H\u00e4nde, weil Hitler immer st\u00e4rker seinen Anspruch auf die Reichskanzlerschaft mit dem Argument zu legitimieren suchte, dass er als der Anf\u00fchrer der bei weitem st\u00e4rksten politischen Kraft ein gewisserma\u00dfen nat\u00fcrliches Recht auf das Amt des Reichskanzlers habe.<\/p>\n<p>Die Nationalsozialisten schneiden als die bei weitem st\u00e4rkste politische Kraft bei diesen beiden Reichstagswahlen ab; sie erreichen 37,3 Prozent im Juli 1932, und 33,1 Prozent im November 1932. In beiden F\u00e4llen befinden sich die Nationalsozialisten in einer komfortablen strategischen Position. Denn gegen die Hitler-Partei kann im Reichstag seit Sommer 1932 keine Regierung gebildet werden, die sich auf die Mehrheit der Parlamentarier st\u00fctzen kann.<\/p>\n<p>Doch die Weimarer Republik ist keine rein parlamentarische Demokratie; sie ist viel st\u00e4rker eine semi-pr\u00e4sidentielle Demokratie; und das bedeutet, dass Reichskanzler derjenige wird, weil ihn der Reichspr\u00e4sident dazu ernannt hat. Kein Reichskanzler der Weimarer Republik ist demnach vom Parlament gew\u00e4hlt worden. Damit besitzt der Reichspr\u00e4sident eine erhebliche politische Gestaltungsfreiheit, eine Person seiner Wahl zum Reichskanzler zu ernennen. Ab 1930 wird das auf die Spitze getrieben in den sogenannten Pr\u00e4sidialkabinetten; Heinrich Br\u00fcning amtiert als erster Kanzler eines solchen Pr\u00e4sidialkabinetts. Reichspr\u00e4sident Hindenburg ist dabei die Schl\u00fcsselfigur, weil er letztlich aus eigener Machtvollkommenheit dar\u00fcber befindet, wer Reichskanzler werden wird. Damit stellt sich die grundlegende Frage: Gibt es eine Alternative dazu, dass Hindenburg Hitler zum Reichskanzler ernennt?<\/p>\n<p>Diese Alternative gibt es; sie ist in der Forschung seit langem bekannt, und sie wird repr\u00e4sentiert vom letzten Reichskanzler vor Hitler, einem politischen General, Kurt von Schleicher. Schleicher steht f\u00fcr eine Anti-Hitler-Option, die darauf setzt, den Buchstaben der Weimarer Verfassung an der einen oder anderen Stelle auszuhebeln, partiell sogar einen Verfassungsbruch zu betreiben, um eine Zeit der Ausschaltung des Parlaments \u2013 diese Phase soll einige Monate w\u00e4hren \u2013 zu nutzen, um mit den Machtmitteln des Staates m\u00f6gliche Widerst\u00e4nde, wie sie etwa von den Nationalsozialisten und ihrem sozialrevolution\u00e4ren Fl\u00fcgel, der SA, zu erwarten gewesen w\u00e4ren, mit aller H\u00e4rte der Staatsgewalt zu bek\u00e4mpfen. Kurt von Schleicher kann dieses Vorhaben auch einl\u00f6sen, weil er seit Sommer 1932 Reichswehrminister ist und damit \u00fcber ein 100.000-Mann-Heer verf\u00fcgt, das er zur Bek\u00e4mpfung innerer Unruhen einsetzen k\u00f6nnte. Zum zweiten ist Preu\u00dfen seit Sommer 1932 gleichgeschaltet, das hei\u00dft, die Exekutive Preu\u00dfens, die preu\u00dfische Schutzpolizei, wird direkt vom Reich kommandiert, und damit hat die Reichsregierung auf diesem Weg auch Zugriff auf die preu\u00dfischen Sicherheitsorgane.<\/p>\n<p>Das alles ist hinreichend von der bisherigen Forschung akzentuiert worden. Ich m\u00f6chte dem Ganzen hier einen neuen Akzent hinzuf\u00fcgen, der diese Option noch attraktiver macht, weil es dieser autorit\u00e4ren Variante die Aussicht auf Spaltung der nationalsozialistischen Bewegung an die Seite stellt. Dazu braucht man einen prominenten Nationalsozialisten, der eine von Hitler unabh\u00e4ngige, eigene Autorit\u00e4t besitzt und diese eigene Autorit\u00e4t bei Neuwahlen in Gestalt einer eigenen Liste einbringt und damit die eine hitlertreue NSDAP schw\u00e4cht. Eine solche, sich von Hitler emanzipierende Liste h\u00e4tte an den Teil der NSDAP, der in den Staat hinein dr\u00e4ngt und bereit ist, zu den Bedingungen Schleichers und Hindenburgs Regierungsverantwortung zu \u00fcbernehmen, appelliert. Es w\u00e4ren damit Nationalsozialisten Minister geworden; aber Hitler w\u00e4re die Reichskanzlerschaft verwehrt worden.<\/p>\n<p>Eine solche diese Konstellation entsteht im Dezember 1932; und f\u00fcr diese Konstellation stehen drei Personen: Gregor Strasser und Kurt von Schleicher; und der dritte ist gewisserma\u00dfen ein \u00dcberraschungsgast, der preu\u00dfische Kronprinz Wilhelm. Zu allen dreien und deren Anteilen m\u00f6chte ich Ihnen einige wesentliche Informationen an die Hand geben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>II.<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Beginnen wir mit Gregor Strasser; und damit sind wir beim Genius loci M\u00fcnchen angelangt. Denn M\u00fcnchen ist der Ort, an dem die Konspiration gegen Hitler haupts\u00e4chlich geschmiedet wird. Warum ist M\u00fcnchen der Ort, an dem dieses Anti-Hitler-B\u00fcndnis Gestalt gewinnt? M\u00fcnchen ist Sitz der Reichsorganisationsleitung der NSDAP; und Gregor Strasser fungiert als deren Reichsorganisationsleiter. Der Begriff Generalsekret\u00e4r f\u00fcr diese T\u00e4tigkeit w\u00e4re untertrieben, weil Gregor Strasser den gesamten Parteiapparat organisiert und der Parteiarbeit seinen Stempel aufdr\u00fcckt. Hitler eignet sich nicht dazu: Er ist kein Organisator im Sinne b\u00fcrokratisch-rationaler Herrschaft, wie sie Max Weber beschrieben hat. Gregor Strasser hingegen ist ein f\u00e4higer Administrator, der im Parteihauptquartiert der NSDAP alle F\u00e4den in der Hand hat und viele Vertraute dort an Schaltstellen platziert hat.<\/p>\n<p>Strasser war aber weit mehr als nur derjenige, der einem charismatischen Politiker wie Hitler die Alltagsgesch\u00e4fte abnahm. Strasser war kein getreuer Diener und Zuarbeiter des Parteivorsitzenden Hitler. Denn Strasser verf\u00fcgte \u00fcber eine politische Anh\u00e4ngerschaft aus eigenem Recht, weil er es gewesen war, der seit Mitte der 1920er Jahre die zun\u00e4chst auf den s\u00fcddeutschen Raum beschr\u00e4nkte NSDAP nach Nord- und Ostdeutschland hat expandieren lassen. Er hat fast s\u00e4mtliche Gauleiter, die 1932 im Amt sind, pers\u00f6nlich kennen gelernt und gelegentlich auch f\u00fcr die NSDAP gewonnen.<\/p>\n<p>Doch Strasser ist nicht nur innerhalb der NS-F\u00fchrungsriege bestens vernetzt. Er kann auch in performativer Hinsicht Hitler das Wasser reichen. Was meine ich mit \u201ein performativer Hinsicht\u201c? Performanz zielt ab auf die Qualit\u00e4t \u00f6ffentlicher Auftritte und damit auf die Wirkung auf das Publikum. Strasser konnte auftreten und die Massen gewinnen. Er war ein Redner, der Hitler in dieser Hinsicht die Stirn bieten konnte; und er war jemand, der seine rhetorische Autonomie auch sehr deutlich zum Ausdruck brachte. Nur Strasser konnte sich erlauben, nach \u00f6ffentlichen Auftritten Hitlers das Wort zu ergreifen, so dass die Zuh\u00f6rer eine Art Rednerwettbewerb erlebten und Hitlers oratorische Leistung sich an der von Goebbels zu messen hatte. Ein Bespiel, das ich dem Tagebuch eines s\u00e4chsischen Hitlerjungens entnehme: Am 23. Juli 1932 hielt die NSDAP eine Wahlkundgebung in Dresden vor zehntausenden von Zuh\u00f6rern ab, auf der zun\u00e4chst Hitler sprach. Aber Hitlers Rede blieb nicht f\u00fcr sich stehen, weil nach ihm Gregor Strasser das Wort ergriff. Strassers Stellung war so, dass er sich in dieser Rede erlauben konnte, auf Hitler einzugehen \u2013 welcher f\u00fchrende Nationalsozialist konnte sich die Freiheit herausnehmen, seine eigene oratorische Agenda zu verfolgen?<\/p>\n<p>Wer ist der erste Nationalsozialist, der eine reichsweit beachtete Rede hielt, die als Tontr\u00e4ger verbreitet wurde? Das war nicht Adolf Hitler; Hitler hat seine erste Rede im Radio erst im Februar 1933 als Reichskanzler gehalten. Gregor Strasser war ihm hier voraus; und diese Rede ist die bekannte Reichstagsrede vom 10. Mai 1932, wo er einem weit verbreiteten Unbehagen an der damaligen Wirtschaftsordnung Ausdruck verlieh. Indem es ausgerechnet ein Nationalsozialist war, der eine \u2013 wie er es bezeichnete &#8211; \u201eantikapitalistische Sehnsucht\u201c des deutschen Volkes thematisierte, bet\u00e4tigte er sich durchaus begriffssch\u00f6pferisch und setzte sich auch damit von Hitler ab. Ich zitiere aus der Reichstagsrede Strassers einige Passagen, damit Sie erkennen, dass diese Rede auch auf die Arbeiterschaft ausgerichtet war, auf welche vor allem folgende Worte gem\u00fcnzt waren:<\/p>\n<p>\u201eWenn der Verteilungsapparat des weltwirtschaftlichen Systems von heute es nicht versteht, den Ertragsreichtum der Natur richtig zu verteilen, dann ist dieses System falsch und muss ge\u00e4ndert werden, um des Volkes willen. [ \u2026] Interessant und wertvoll an dieser Entwicklung ist die gro\u00dfe \u2013 antikapitalistische Sehnsucht, wie ich es nennen m\u00f6chte, die durch unser Volk geht und die heute vielleicht schon 95 Prozent unseres Volkes bewusst und unbewusst erfasst hat. Diese antikapitalistische Sehnsucht ist nicht im geringsten eine Ablehnung des aus Arbeit und Sparsinn entstandenen sittlich berechtigten Eigentums. Sie hat insbesondere nichts zu tun mit den sinnlosen und destruktiven Tendenzen der Internationale. Sie ist vielmehr der Protest des Volkes gegen eine entartete Wirtschaft, und sie verlangt vom Staat, dass er, um das eigene Lebensrecht zu sichern, mit den D\u00e4monen Gold, Weltwirtschaft, Materialismus, mit dem Denken in Ausfuhrstatistik und Reichsbankdiskont bricht und ehrliches Auskommen f\u00fcr ehrlich geleistete Arbeit wiederherzustellen in der Lage ist.\u201c<\/p>\n<p>Strasser kann als der einzige Nationalsozialist von Rang gelten, der sich durch rednerische Performanz auch au\u00dferhalb der NSDAP einen beachtlichen Kreis von Anh\u00e4ngern schuf, die in ihm einen politischen Hoffnungstr\u00e4ger sahen und in ihm den einzigen Nationalsozialisten erblicken, der staatsm\u00e4nnische Qualit\u00e4ten besa\u00df und damit die Voraussetzung f\u00fcr Regierungsf\u00e4higkeit mitbrachte. Damit avancierte Strasser zu einer politischen Schl\u00fcsselfigur im Herbst und Winter 1932\/33, als die NSDAP in ihrer ersten veritablen Krise steckte.<\/p>\n<p>Im Dezember 1932 befand sich die NSDAP in einer strategisch verzwickten Lage, in der zwei Konzepte aufeinanderprallen: Hitler und seine Vertrauten wollten unterhalb der Reichskanzlerschaft keine Regierungsbeteiligung eingehen, w\u00e4hrend nicht wenige Parteigr\u00f6\u00dfen \u2013 darunter an der Spitze Strasser \u2013 sich mit weniger Einfluss in einer Reichsregierung begn\u00fcgen wollten, wenn denn anders keine Regierungsbeteiligung zustande gekommen w\u00e4re. Hitler, der in den wichtigen Z\u00e4suren seines Lebens immer verk\u00fcndete, er spiele va banque, setzt auch diesmal alles auf eine Karte und proklamiert: die Reichskanzlerschaft f\u00fcr ihn oder sonst keine Regierungsbeteiligung der NSDAP. Doch mit der Parole \u201ealles oder nichts\u201c st\u00f6\u00dft Hitler innerhalb der eigenen Partei auf immer mehr Skepsis. Wenn man die Tageb\u00fccher des Hitler-Vertrauten Goebbels liest, wird man erkennen, dass sich Goebbels wie im dunklen Wald Mut zupfeift, um sich zu vergewissern, dass diese riskante Strategie Hitlers die richtige sei. Mehr als nur einmal beschleicht Goebbels die leise Furcht, dass Hitler sich verspekulieren k\u00f6nnte. Denn es gibt keine Garantien, dass Hitlers riskante Strategie sich auszahlen w\u00fcrde, weil die Hoheit \u00fcber die Vergabe des Reichskanzlerpostens allein beim unberechenbaren Reichspr\u00e4sidenten Hindenburg lag.<\/p>\n<p>Daher schlug am 8. Dezember 1932 die Nachricht wie eine Bombe ein, dass Gregor Strasser seine Partei\u00e4mter niedergelegt habe. Denn damit war Hitler ein gef\u00e4hrlicher politischer Rivale innerhalb der NS-Anh\u00e4ngerschaft erwachsen, der sich durch diesen Schritt politische Handlungsfreiheit erworben hatte und offen gegen Hitlers Kurs angehen konnte. Strasser konnte nun alle diejenigen Nationalsozialisten sammeln, die mit dem rigorosen Kurs Hitlers nicht einverstanden waren und eine Regierungsbeteiligung auch unterhalb der Schwelle der Reichskanzlerschaft f\u00fcr vertretbar hielten. Strassers R\u00fccktritt stiftet erhebliche Verwirrung in der NSDAP. Hitler selbst erkennt die Dramatik der Situation, in der eine Spaltung der NSDAP in einen Hitler-Fl\u00fcgel und einen Strasser-Fl\u00fcgel nicht ausgeschlossen erscheint. Gem\u00e4\u00df dem zuverl\u00e4ssigen Chronisten Goebbels verk\u00fcndet Hitler einen Tag sp\u00e4ter, also am 9. Dezember 1932, vor seinen Getreuen: \u201eWenn die Partei zerf\u00e4llt, mache ich in drei Minuten Schluss.\u201c Hitler hatte zun\u00e4chst alle H\u00e4nde voll zu tun, wenigstens die Reichstagsfraktion zu disziplinieren. Er legte sich vor diesem Gremium m\u00e4chtig rhetorisch ins Zeug und lie\u00df sich von den Abgeordneten Treue in die Hand schw\u00f6ren, um den Laden zun\u00e4chst einmal zusammenzuhalten.<\/p>\n<p>Aber entscheidend ist, dass Gregor Strasser im politischen Gesch\u00e4ft bleibt. Er geht in Urlaub, tankt neue Kraft und ist Ende 1932 bereit, aus eigener Autorit\u00e4t einen neuen politischen Anlauf zu unternehmen. Dieser neue Anlauf besteht darin, dass er Kontakte kn\u00fcpft zu denjenigen politischen Figuren, die das Ohr des Reichspr\u00e4sidenten besitzen und mit deren Hilfe er die Anwartschaft auf ein Regierungsamt erwerben konnte. Dabei kristallisiert sich folgendes Szenario heraus: Gregor Strasser tritt in eine Reichsregierung ein, und zwar als Vizekanzler. Nach einigen Monaten Regierungst\u00e4tigkeit setzt der Reichspr\u00e4sident Neuwahlen an; und diese Neuwahl des Reichstags f\u00e4llt zusammen mit einer Beruhigung der wirtschaftlichen Lage. Bei dieser Wahl tritt Gregor Strasser mit einer eigenen Liste an und spielt den Vorteil aus, unter Beweis gestellt zu haben, dass er regieren kann. Damit, so die Kalkulation, w\u00e4re die Spaltung der NS-Bewegung in einen gouvernementalen Fl\u00fcgel um Strasser und einen radikalen Fl\u00fcgel um Hitler und Goebbels vollzogen worden.<\/p>\n<p>Dieses Kalk\u00fcl l\u00e4sst sich ablesen aus dem Tagebuch des Strasser-Adjutanten Paul Schulz, das dessen Sohn unter dem Pseudonym Alexander Dimitrios auszugsweise publiziert hat. Strasser verf\u00fcgt \u00fcber ein dicht gesponnenes Netzwerk von politischen Vertrauten au\u00dferhalb der NS\u2013Parteif\u00fchrung, das er im Winter 1932\/33 gezielt aktiviert, um seine politischen Erfolgsaussichten f\u00fcr den Fall eines Regierungseintritts auszuloten. Dazu z\u00e4hlt etwa Heinrich Martin. Heinrich Martin ist der Privatbankier von Gregor Strasser, der \u2013 das ist nicht ganz so antikapitalistisch \u2013 gelegentlich auch an der B\u00f6rse spekuliert hat, mit Geld, das er vom Privatbankhaus Heinrich Martin in M\u00fcnchen erhalten hat. Heinrich Martin steht unter anderem mit dem preu\u00dfischen Kronprinz Wilhelm auf vertrautem Fu\u00df und leitet diesem Arkaninformationen weiter, die er von Gregor Strasser erhalten hat. Auch der ehemalige Reichskanzler Heinrich Br\u00fcning geh\u00f6rt zu diesem Zirkel. Heinrich Br\u00fcning bleibt die graue Eminenz der Zentrumspartei. Br\u00fcnings Reputation hat innerhalb der Zentrumspartei im Winter 1932 einen H\u00f6hepunkt erreicht, gerade weil er von Hindenburg schm\u00e4hlich entlassen worden war. Politisch zielt Br\u00fcning in eine \u00e4hnliche Richtung wie in Strasser. Er will den gouvernementalen Fl\u00fcgel der Nationalsozialisten f\u00fcr eine Zusammenarbeit gewinnen, mithin ein Kabinett von Strasser bis Br\u00fcning, durchaus unter der Reichskanzlerschaft Kurt von Schleichers.<\/p>\n<p>Strassers \u201ewarm-up\u201c wird gekr\u00f6nt am 6. Januar 1933; denn an diesem Tag wird er vom Reichspr\u00e4sidenten empfangen. Es ist vollkommen klar, dass Strasser an hervorgehobener Position nur dann in die Regierung eines Pr\u00e4sidialkabinetts eintreten kann, wenn vorher Gespr\u00e4che mit Reichspr\u00e4sident Hindenburg stattgefunden haben. Am 6. Januar 1933 ist es dann so weit: Hindenburg kann Starsser politisch \u201ebeschnuppern\u201c und damit testen, ob er regierungsf\u00e4hig sei. Allem Anschein nach ist dieser Test positiv ausgefallen. Das hei\u00dft, seit dem 6. Januar 1933 gibt es die Aussicht, dass Strasser in ein von Kurt von Schleicher gef\u00fchrtes Pr\u00e4sidialkabinett eintritt und damit eine Entwicklung eingeleitet wird, in deren Verlauf die NSDAP gespalten, aber auf jeden Fall der Anspruch Hitlers auf die Reichskanzlerschaft entwertet worden w\u00e4re.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>III.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kommen wir nun zum zweiten in der Runde, zu Kurt von Schleicher. Kurt von Schleicher ist der Prototyp des politischen Generals, eines Generals, der gelegentlich ver\u00e4chtlich als sogenannter Schreibtischgeneral dargestellt wird, weil er nie ein eigenes Truppenkommando \u00fcbernommen hatte. General Schleicher findet seine Erf\u00fcllung im politischen Spiel mit allem, was dazu geh\u00f6rt. Schleicher ist ein Intrigant, er schmiedet R\u00e4nke und spielt \u00fcber Bande. Kurt von Schleicher ist aber nicht nur ein gewiefter Mann hinter den Kulissen, sondern er repr\u00e4sentiert auch eine bestimmte Tradition der preu\u00dfisch-deutschen Milit\u00e4rgeschichte: die des politischen Milit\u00e4rs, der aus eigenem Recht eine Einmischung in die Belange der Politik f\u00fcr sich reklamiert, wenn Staat und Nation auf dem Spiel stehen. Diese Tradition kulminiert im Milit\u00e4rputsch vom 20. Juli 1944, als die Milit\u00e4ropposition gegen eine verbrecherische Obrigkeit zu genuin milit\u00e4rischen Mitteln griff, um in einer Stunde nationaler Not das Schlimmste vom deutschen Nationalstaat abzuwenden.<\/p>\n<p>In der Krisenzeit der Weimarer Republik im Herbst\/Winter 1932\/33 zeigt sich, dass eine solche Konzeption allem Anschein nach der einzige erfolgsverhei\u00dfende Weg war, um Hitler von der Macht fernzuhalten. Es handelte sich zweifellos um eine autorit\u00e4re L\u00f6sung, die den politischen Geltungsanspruch des Reichstags, in dem die NSDAP eine Schl\u00fcsselstellung besa\u00df, ausschalten wollte. Kurt von Schleicher war f\u00fcr diese Aufgabe wie geschaffen, da er mit Leib und Seele ein politischer General war. Doch er besa\u00df gegen\u00fcber Gregor Strasser den gro\u00dfen Nachteil, dass er immer nur \u00fcber eine abgeleitete politische Autorit\u00e4t verf\u00fcgte. Seine Autorit\u00e4t hing allein an seinen \u00c4mtern, f\u00fcr die er sich nicht durch flammende Appelle an die \u00d6ffentlichkeit, sondern durch politische R\u00e4nkespiele und einen konspirativen Politikstil qualifiziert hatte. Diese Karriere m\u00fcndete im Juni 1932 im Amt des Reichswehrministers; Anfang Dezember 1932 wurde sie durch das Reichskanzleramt gekr\u00f6nt. Doch dieser politische General besitzt keine politischen Bataillone; es gibt keine Schleicher-Partei, keine Schleicher-Bewegung im deutschen Volke. Schleicher ist f\u00fcr den politischen Massenmarkt nicht geschaffen. Wie ein typischer Milit\u00e4r redet er h\u00f6lzern; ihm fehlt die F\u00e4higkeit, vor Massen aufzutreten.<\/p>\n<p>Was ist Schleichers politisches Pfund? Es ist die N\u00e4he zur Macht; und die N\u00e4he zur Macht hei\u00dft hier die N\u00e4he zum Oberbefehlshaber der Reichswehr, die N\u00e4he zu Reichspr\u00e4sident Hindenburg. Schleichers Beziehung zum Reichspr\u00e4sidenten speiste sich nicht zuletzt aus seiner pers\u00f6nlichen Bekanntschaft zum einzigen Sohn Hindenburgs, Oskar, die auch aus der gemeinsamen Zeit beim dritten Garderegiment zu Fu\u00df herr\u00fchrte. Diese Freundschaft zu Oskar ist allerdings nicht wirklich belastbar; sie zerbricht im Winter 1932\/33. \u00dcber seinen Sohn geriet Schleicher in das Blickfeld des Reichspr\u00e4sidenten.<\/p>\n<p>Hindenburg identifizierte den politisch umtriebigen Schleicher als Idealbesetzung, um seine ohnehin starke politische Stellung noch weiter aufzuwerten. Daher sollte Schleicher mit dem Plazet Hindenburgs politische Optionen durchdenken, welche die Pr\u00e4sidialgewalt st\u00e4rken und damit den Reichspr\u00e4sidenten zur Zentralfigur des politischen Entscheidungsprozesses machen sollten. Als Zuarbeiter f\u00fcr Hindenburg besitzt Schleicher immer nur geliehene Autorit\u00e4t. Aber dies bedeutet nicht, dass man sein politisches Kalk\u00fcl als hinf\u00e4llig abtun k\u00f6nnte. Als er nach der \u00dcbernahme der Reichskanzlerschaft im Dezember 1932 den ernsthaften Versuch unternimmt, die NSDAP zu spalten, indem er den regierungsbereiten Teil dieser Partei mit Gregor Strasser als Galionsfigur in eine von Hindenburg getragene Pr\u00e4sidialregierung hineinnimmt, trifft er den politischen Nerv der Hitler-Partei und er\u00f6ffnet zugleich einen nicht ganz chancenlosen Ausweg aus der schwelenden Staatskrise.<\/p>\n<p>Schleicher war kein politischer Dilettant. Wenn er sich ernsthaft mit der Absicht trug, eine nach au\u00dfen hin geschlossen auftretende Partei wie die NSDAP, in welcher Hitler ein scheinbar unumschr\u00e4nktes Regiment f\u00fchrte, einem politischen Belastungstest hinsichtlich ihrer Geschlossenheit zu unterziehen, musste er in NSDAP-F\u00fchrungskreise hineinhorchen k\u00f6nnen. Schleicher musste mithin \u00fcber Arkaninformationen verf\u00fcgen, die ihm Zutr\u00e4ger aus diesem Kreis &#8211; und zwar auch nach dem Ausscheiden von Gregor Strasser &#8211; verschafften? Die Frage lautet damit: Gab es \u201eNazi-Leaks\u201c? Die Antwort hei\u00dft: Ja; und ich m\u00f6chte Ihnen einen dieser Informanten kurz pr\u00e4sentieren<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>IV.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Rede ist von Generalmajor Franz Ritter von H\u00f6rauf, der zu den wenigen h\u00f6heren Offizieren z\u00e4hlte, die in der SA eine h\u00f6here Position einnahmen. H\u00f6rauf bekleidete bis M\u00e4rz 1933 im F\u00fchrungsstab der SA-F\u00fchrung wichtige Funktionen und verf\u00fcgte damit auch \u00fcber einen direkten Draht zum Braunen Haus in M\u00fcnchen. Franz Ritter von H\u00f6rauf verfasst im Dezember 1932 und Januar 1933 Berichte \u00fcber den inneren Zustand der NSDAP, deren politischer Wert f\u00fcr Schleicher erheblich ist, weil er damit sein Handeln pr\u00e4zise kalkulieren kann. H\u00f6rauf schreibt diese vertraulichen Berichte allerdings nicht direkt an Schleicher, sondern an einen pers\u00f6nlichen Vertrauten des Reichskanzlers, der ihm diese Berichte in Abschrift zuleitet. Wer war dieser Mittelsmann, ohne den Schleicher gewisserma\u00dfen im politischen Blindflug agiert h\u00e4tte? Wer hat es erm\u00f6glicht, dass Schleicher erfolgreiche politische Aufkl\u00e4rung hinsichtlich der NSDAP betreiben konnte? Wer verf\u00fcgte \u00fcber politische Vertrauensleute in M\u00fcnchen, die ihn mit wichtigen politischen Informationen f\u00fctterten, die Schleicher gegen Hitler verwenden konnte und sollte? Es handelt sich bei dieser Person um den Dritten im Bunde, der unsere Troika komplettiert: um Seine K\u00f6nigliche Hoheit, den Kronprinzen Wilhelm von Preu\u00dfen.<\/p>\n<p>Wie kommt es dazu, dass Kronprinz Wilhelm und Kurt von Schleicher so gute Beziehungen pflegten, dass \u00fcber den Kronprinzen vertraulichste Interna aus dem Braunen Haus an Schleicher weitergeleitet werden konnten? Der enge pers\u00f6nliche Kontakt der beiden fast Gleichaltrigen datiert aus der gemeinsamen Kadettenzeit in Pl\u00f6n. Beide verlieren sich nicht aus den Augen, duzen sich und pflegen ein flapsig-vertrauliches Verh\u00e4ltnis, das sich Ende 1932 auszahlt. Der Kronprinz hat dabei immer auch eine eigene politische Agenda, die auf die Restauration der Monarchie hinausl\u00e4uft. Aber als sich dieses Unterfangen Ende 1932 als momentan nicht realisierbar entpuppt, ist er bereit, seine Ambitionen zur\u00fcckzunehmen und Schleicher im Kampf gegen eine Alleinherrschaft Hitlers zu assistieren.<\/p>\n<p>Was erf\u00e4hrt Schleicher aus den Berichten H\u00f6raufs? Er kann sich ein Bild machen von f\u00fchrenden NS-Politikern, die auf dem Absprung von Hitler sind und f\u00f6rmlich darauf warten, zu Strasser \u00fcberzulaufen. Dazu z\u00e4hlt kein geringerer als der Fraktionsvorsitzende der NSDAP im Reichstag, Wilhelm Frick, der mit \u201eleichtem Gep\u00e4ck\u201c reise und nur darauf warte, mit Strasser zusammen in eine Regierung einzutreten. Schleicher erf\u00e4hrt weiterhin, dass die NSDAP nicht mehr kampagnenf\u00e4hig ist, weil ihr allm\u00e4hlich das Geld ausgeht. Dies liegt nicht daran, dass ihr die Gro\u00dfindustrie den Geldhahn zugedreht h\u00e4tte. Die vollmundige Behauptung, die NSDAP sei vom \u201ebig business\u201c ausgehalten worden, hat ohnehin nie seri\u00f6ser wissenschaftlicher \u00dcberpr\u00fcfung standgehalten und war vor allem das Ergebnis eines ideologischen Zerrbildes, wonach sich Konzernherren, Schlotbarone und Industriebosse eine \u201efaschistische\u201c Bewegung geschaffen h\u00e4tten, um die Demokratie zu unterminieren und die Arbeiterschaft politisch zu verwirren. Die NSDAP hing nicht am finanziellen G\u00e4ngelband des Gro\u00dfkapitals und der Schwerindustrie. Sie hatte ein ausgekl\u00fcgeltes System der Selbstfinanzierung etabliert, das allerdings Ende 1932 an seine Grenzen stie\u00df, weil es nicht ausreichte, um einen Dauerwahlkampf aus eigener Kraft finanzieren zu k\u00f6nnen. Das Jahr 1932 war ein Dauerwahljahr: zwei Wahlg\u00e4nge zur Reichspr\u00e4sidentenwahl, mehrere Landtagswahlen und zwei Reichstagswahlen hatten die Kassen der NSDAP so geleert, dass der Reichsschatzmeister der NSDAP beim Finanzamt um Steuerstundung nachsuchen musste. Indem der Kronprinz von H\u00f6rauf auch mit Informationen hinsichtlich der NS\u2013Finanzlage versorgt wurde, konnte Schleicher die Handlungsf\u00e4higkeit der Hitler-Partei taxieren. Alles sprach daf\u00fcr, dass die NSDAP trotz vollmundiger Ank\u00fcndigungen keine Aufl\u00f6sung des Reichstags durch eigenes Verhalten provozieren durfte, weil sie momentan nicht wirklich kampagnenf\u00e4hig war. Dieses Wissen er\u00f6ffnete Schleicher erhebliche Handlungsspielr\u00e4ume!<\/p>\n<p>Warum verf\u00fcgte ausgerechnet der preu\u00dfische Kronprinz in der bayerischen Landeshaupstadt M\u00fcnchen \u00fcber ein Netz von Vertrauensleuten? Warum war er das bestinformierte Mitglied ehemals regierender F\u00fcrstenh\u00e4user, was Interna der NS-F\u00fchrung anbelangt? Dies lag zum einen daran, dass er privat h\u00e4ufiger in M\u00fcnchen weilte, was allem Anschein nach auch darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, dass die Abstecher des \u201ewomanizers\u201c Wilhelm im Falle M\u00fcnchens zu einer Vaterschaft gef\u00fchrt hatten, die ihm gewisse Verpflichtungen gegen\u00fcber Mutter und Kind auferlegten. Doch der eigentliche Grund war ein dezidiert politischer: Wilhelm brannte vor politischem Ehrgeiz und unterschied sich damit qualitativ von seinem bayerischen Schicksalsgef\u00e4hrten, Kronprinz Rupprecht, der eher darauf wartete, dass ihm eine herrschaftliche Position zufiel, w\u00e4hrend Wilhelm proaktiv t\u00e4tig war.<\/p>\n<p>Aus dem Tagebuch des bayerischen Kronprinzen Rupprecht kann man dieses unterschiedliche Politikverst\u00e4ndnis deutlich herauslesen. Am 30. November 1932 \u00e4u\u00dfert sich Rupprecht darin \u00fcber einen an diesem Tag erfolgten \u201eBesuch des deutschen Kronprinzen, der auf der R\u00fcckreise von der Gamsjagd in Vorarlberg nach M\u00fcnchen gekommen war\u201c. Rupprecht kennt auch den eigentlichen Grund f\u00fcr diesen Abstecher Wilhelms nach M\u00fcnchen: Der deutsche Kronprinz will Gregor Strasser sprechen \u2013 und dies ist ein Politikum ersten Ranges: Zu einem Zeitpunkt, an dem sich Wilhelms Verb\u00fcndeter Schleicher intensiver denn je um Strasser bem\u00fcht, sucht der Kronprinz den direkten pers\u00f6nlichen Kontakt zum zweiten Mann der NSDAP, wobei vieles daf\u00fcr spricht, dass diese Initiative nicht ohne Absprache mit Schleicher geschah. Wilhelm musste zwar unverrichteter Dinge aus M\u00fcnchen abreisen, weil er Strasser nicht angetroffen hatte. Aber entscheidend ist der Umstand, dass der deutsche Kronprinz ein politischer Mitspieler war, der sich in die Niederungen der Parteipolitik begab und dabei \u2013 wie Schleicher \u2013 auf die Karte Stra\u00dfer setzte.<\/p>\n<p>Genau dieser Politikstil stie\u00df auf Unverst\u00e4ndnis beim sich vornehm zur\u00fcckhaltenden bayerischen Kronprinzen, wenn er seinem Tagebuch anvertraut: \u201eDass er [der deutsche Kronprinz] den Leuten nachl\u00e4uft, anstatt sie an sich herankommen zu lassen, ist ein taktischer Fehler.\u201c Doch nur, wenn man sich auf die Spielregeln der Politik einlie\u00df, konnte man als Abk\u00f6mmling eines ehemals regierenden Herrscherhauses die Politik mitgestalten \u2013 und das erkannte der burschikos-leutselige Wilhelm, der auch als \u201esportsman\u201c \u00fcber eine gewisse Popularit\u00e4t verf\u00fcgte, im Unterschied zum betont zur\u00fcckhaltend agierenden bayerischen Kronprinzen.<\/p>\n<p>Sie m\u00f6gen aus meinen Darlegungen mithin entnehmen, wie wichtig M\u00fcnchen als Treffpunkt einer Fronde gegen Hitler gewesen ist. Darin fanden sich Personen zusammen, die ohne Zweifel keine \u201elupenreinen Demokraten\u201c waren und denen es keineswegs darum ging, die parlamentarische Substanz der Weimarer Demokratie zu retten. Was sie vereinte, war die feste Absicht, eine Reichskanzlerschaft von Adolf Hitler zu verhindern. Strasser, Schleicher und Kronprinz Wilhelm legten dabei eine betr\u00e4chtliche Strecke zur\u00fcck und waren schlie\u00dflich imstande, dem Reichspr\u00e4sidenten Paul von Hindenburg ein Konzept zu unterbreiten, dessen Realisierung greifbar nahe war: Gregor Strasser sollte in eine von Kurt von Schleicher geleitete Reichsregierung eintreten, deren Spektrum m\u00f6glicherweise bis in die Zentrumspartei reichte und in der gegebenenfalls Heinrich Br\u00fcning noch einmal zu Ministerehren gekommen w\u00e4re.<\/p>\n<p>Jetzt lautet die entscheidende Frage, warum aus diesen Sondierungen keine entsprechenden Entscheidungen erwachsen sind. Die Antwort ist einfach: Der Reichspr\u00e4sident f\u00e4llt die Entscheidung; und Hindenburg war keinesfalls auf die Verhinderung einer Reichskanzlerschaft Hitlers fixiert und lie\u00df sich zur selben Zeit eine zweite, eine vollkommen kontr\u00e4re Option ausarbeiten, in der Hitler eine Schl\u00fcsselrolle bei der Bildung einer neuen Regierung spielte. Ex- Kanzler Franz von Papen, der sich mit Kurt von Schleicher pers\u00f6nlich verfeindet hat, soll im Auftrag Hindenburgs eine L\u00f6sung erarbeiten: Ein Kabinett der sogenannten nationalen Konzentration, in dem alle Kr\u00e4fte der politischen Rechten, die sich bislang spinnefeind gewesen sind, vereinigt sind, also die Hitler-NSDAP; der Stahlhelm, der st\u00e4rkste Wehrverband \u00fcberhaupt, und die Deutschnationale Volkspartei unter ihrem Vorsitzenden Alfred Hugenberg.<\/p>\n<p>Schleicher wei\u00df, dass Gefahr im Verzug ist, wenn diese Alternative zustande kommt; aber ihm sind die H\u00e4nde gebunden. Hindenburg entscheidet sich Ende Januar 1933 daf\u00fcr, Schleicher unehrenhaft, so k\u00f6nnte man sagen, zu entlassen, um damit dessen Vorschlag des Eintritts Strassers in das Reichskabinett zu verwerfen. Der Reichspr\u00e4sident stellt die Weichen f\u00fcr Hitlers Reichskanzlerschaft &#8211; eine L\u00f6sung, die darauf setzt, die st\u00e4rkste politische Kraft ungeteilt in die Reichsregierung zu holen und bei anstehenden Neuwahlen einer im Aufwind befindlichen Hitler-Partei zus\u00e4tzlich den Hindenburg-Mythos als politische Trumpfkarte zur Verf\u00fcgung zu stellen.<\/p>\n<p>Der Reichspr\u00e4sident setzt seine politischen Hoffnungen darauf, dass die Regierungsparteien bei anstehenden Neuwahlen eine komfortable Mehrheit erreichen, die Reichskanzler Hitler den Weg zu einem Erm\u00e4chtigungsgesetz bahnt. Schon am 21. November 1932 hatte Hitler dem Reichspr\u00e4sidenten in einer vertraulichen Unterredung diese L\u00f6sung avisiert und sich mit der Aussage, er sei der Einzige, der dem Reichspr\u00e4sidenten ein Erm\u00e4chtigungsgesetz verschaffen k\u00f6nne, in Stellung gebracht. Am 23. M\u00e4rz 1933 l\u00f6st Hitler dieses Versprechen ein. Damit wurde auf eine formal legale Art und Weise, ohne Verfassungsbruch, neben der Weimarer Demokratie auch der Rechtsstaat beseitigt \u2013 ein politischer Dammbruch, der ohne die Reichskanzlerschaft Hitlers nicht m\u00f6glich gewesen w\u00e4re. Unsere \u201edrei M\u00e4nner gegen Hitler\u201c haben \u2013 dies d\u00fcrften meine Ausf\u00fchrungen gezeigt haben \u2013 sich letztlich vergeblich eingesetzt, um Hitler den Weg in das h\u00f6chste Regierungsamt zu versperren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich m\u00f6chte mit diesem Beitrag einen Werkstattbericht pr\u00e4sentieren, der eine ungew\u00f6hnliche Troika zum Gegenstand hat: Drei Personen, die sich 1932\/33 verbunden hatten mit einem einzigen Ziel, n\u00e4mlich die Reichskanzlerschaft von Adolf Hitler zu verhindern. Man male sich aus, wenn Hitler nicht Reichskanzler geworden w\u00e4re &#8211; die Weltgeschichte w\u00e4re anders verlaufen. 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