{"id":117778,"date":"2026-01-15T15:12:23","date_gmt":"2026-01-15T14:12:23","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=117778"},"modified":"2026-01-15T15:12:23","modified_gmt":"2026-01-15T14:12:23","slug":"was-unterscheidet-nationalismus-von-patriotismus","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/was-unterscheidet-nationalismus-von-patriotismus\/","title":{"rendered":"Was unterscheidet Nationalismus von Patriotismus?"},"content":{"rendered":"<h3><strong>I.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als der ehemalige Bundespr\u00e4sident Gustav Heinemann einmal gefragt wurde, ob er seinen Staat liebe, antwortete er lakonisch: \u201eAch was, ich liebe keine Staaten, ich liebe meine Frau; fertig!\u201c Das sorgte damals, zu Beginn der 1970er Jahre, f\u00fcr erhebliche Irritation. Sollte nicht ein Bundespr\u00e4sident seinen Staat, sein Vaterland lieben? Ist das nicht eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit?<br \/>\nGustav Heinemann, ein eigensinniger Politiker und ein beeindruckender Pr\u00e4sident, brachte damit zweierlei auf den Punkt. Zum einen, dass Liebe ein \u00fcberw\u00e4ltigendes Gef\u00fchl zu einem nahestehenden Mitmenschen ist. Zum anderen \u2013 das war die politische Seite \u2013 gab er zu verstehen, dass es f\u00fcr einen Deutschen angesichts der eigenen Geschichte schwierig ist, ein unmittelbares Gef\u00fchl der Liebe f\u00fcr Staat, Nation oder Vaterland zu entwickeln. Denn der Nationalsozialismus hatte Vaterlandsliebe missbraucht und diskreditiert. Zudem besa\u00df Deutschland in den 1970er Jahren keinen einheitlichen Nationalstaat. Die Trennung zwischen West und Ost machte es schwierig, ein Gef\u00fchl der nationalen Zugeh\u00f6rigkeit zu entwickeln, das mit dem Begriff der \u201eLiebe\u201c h\u00e4tte belegt werden k\u00f6nnen. Stattdessen wurde in den 1980er Jahren von Politikern und Philosophen der Begriff \u201eVerfassungspatriotismus\u201c gepr\u00e4gt. Damit gemeint ist eine besondere Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr die im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland niedergelegten Rechte, Prinzipien und Werte der politischen, demokratischen, rechts- und sozialstaatlichen Ordnung.<br \/>\nMit der deutschen Vereinigung von 1989\/90 ist dann der Nationalstaat wiederhergestellt worden. Erneut wurde und wird diskutiert \u00fcber das, was uns eint und was einem Gef\u00fchl nationaler Verbundenheit und Zugeh\u00f6rigkeit ad\u00e4quat Ausdruck gibt. Dies ist gewiss nicht nur eine akademische, intellektuelle Diskussion, es ber\u00fchrt das Selbstverst\u00e4ndnis der Deutschen und der in Deutschland lebenden und zugewanderten B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger.<\/p>\n<p>Dass es ein Gef\u00fchl der Zugeh\u00f6rigkeit und Verbundenheit gibt, wurde w\u00e4hrend der Fu\u00dfballweltmeisterschaft in 2006 deutlich, als in Deutschland pl\u00f6tzlich schwarz-rot-goldene Fahnen das Stra\u00dfenbild und \u00f6ffentliche Pl\u00e4tze beherrschten. Ist es deshalb so, dass Deutschland nun ein entspanntes Verh\u00e4ltnis zur eigenen Nation entwickelt hat? Sind wir alle Patrioten geworden, oder verstellt die deutsche Vergangenheit nach wie vor den Weg zu einem \u2013 wie manche sagen \u2013 \u201egesunden\u201c Patriotismus? Und ist Patriotismus etwas Anderes, auch Besseres, als Nationalismus? Oder braucht es solche symbolischen Formen des Ausdrucks nationaler Zugeh\u00f6rigkeit und Verbundenheit gar nicht?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>II.<\/strong><\/h3>\n<p>Nationalismus und Patriotismus sind Formen, in denen sich Menschen und Gesellschaften \u00fcber ihr Zusammenleben verst\u00e4ndigen. Sie zeigen zugleich ein Bed\u00fcrfnis an, die faktisch bestehende Beziehung zwischen unterschiedlichen Menschen in Stadt, Land und Staat als Momente der Zugeh\u00f6rigkeit und Verbundenheit identifizierbar und damit auch von anderen Gruppen und Gesellschaften unterscheidbar zu machen. Wer sich national oder patriotisch definiert, geh\u00f6rt zu einer bestimmten Gruppe von Menschen, macht damit aber auch deutlich, dass er nur zu dieser und keiner anderen Gemeinschaft geh\u00f6ren will.<\/p>\n<p>Nationalismus und Patriotismus haben also ein Innen und sie haben ein Au\u00dfen. Nach innen k\u00f6nnen sie integrieren, Solidarit\u00e4t erzeugen und Verbundenheit symbolisieren. Nach au\u00dfen hin grenzen sie ab, definieren den Anderen als nicht dazugeh\u00f6rig. Diese ein- und ausschlie\u00dfende Wirkung von Nationalismus und Patriotismus hat Konsequenzen, die dort besonders ins Auge fallen, wo sich Nationalismus oder Patriotismus als \u00e4u\u00dferst aggressive Formen darstellen, um den Anderen als Feind zu stigmatisieren.<br \/>\nDie Geschichte des 20. Jahrhunderts, aber nicht nur sie, ist durchzogen von solchen Freund-Feind-Bestimmungen. Zugleich k\u00f6nnen beide Begriffe, wie historisch vielfach geschehen, instrumentalisiert werden, um dem innenpolitischen Gegner Unzuverl\u00e4ssigkeit (\u201evaterlandslose Gesellen\u201c) zu unterstellen oder anderen Staaten den Krieg zu erkl\u00e4ren. Sehr oft wird damit auch versucht, die in einer Demokratie oder einem parlamentarischen System zwangsl\u00e4ufig bestehenden Konflikte und Streitereien zu \u00fcberspielen, ganz so wie der deutsche Kaiser, der am Vorabend des Ersten Weltkrieges erkl\u00e4rte, nun kenne er \u201ekeine Parteien mehr, sondern nur noch Deutsche\u201c.<br \/>\nNationalismus und Patriotismus sind, das machen diese Verwendungsweisen deutlich, politische Kampfbegriffe, sie schlie\u00dfen aus, mit ihnen l\u00e4sst sich diffamieren, von anderen Problemen ablenken. Aber darin ersch\u00f6pfen sich die Begriffe nun auch wieder nicht. Sie bezeichnen auch historische Sachverhalte.<\/p>\n<p>Nationalismus geht auf das lateinische <em>natio<\/em> and <em>nasci<\/em> (geboren werden) zur\u00fcck. In Mittelalter und fr\u00fcher Neuzeit bezog sich der Begriff Nation auf die Bezeichnung eines kleinen und eher regional bestimmten Verbandes, eine Landsmannschaft oder einen Siedlungsraum. <em>Natio<\/em> meinte eine Gruppe von Menschen mit einer, zumeist durch Geburt bestimmten geographischen Herkunft.<\/p>\n<p>Die Konzile der katholischen Kirche kannten solche <em>nationes<\/em>. Das waren Geistliche, Bisch\u00f6fe, die aus einer Region kamen und zusammen dann eine Nation innerhalb der konziliaren Versammlungen bildeten. Auch an den fr\u00fchen Universit\u00e4ten, zumeist kirchliche Gr\u00fcndungen, existierten Studentenschaften, die als <em>nationes<\/em> unterschiedliche Herk\u00fcnfte bezeichneten. Es waren dies unpolitische Bezeichnungen, sie verwiesen auf geographische Lebensr\u00e4ume. Erst mit dem Aufkommen des modernen Nationalstaates in der zweiten H\u00e4lfte des 18. Jahrhunderts \u00e4nderten sich die mit dem Begriff Nation verbundenen Vorstellungen. Sie erhielten eine deutlich politische Komponente.<\/p>\n<p>Der Nationsbegriff wird zu einem politischen Kampfbegriff. Einer der gro\u00dfen Vordenker der Franz\u00f6sischen Revolution von 1789, Emmanuel de Siey\u00e8s, stellte die Frage: \u201eQu\u2019est-ce que la nation?\u201c \u2013 \u201eWas ist die Nation?\u201c Die Antwort lautete: \u201eder Dritte Stand\u201c \u2013 also das B\u00fcrgertum, welches die Kampfansage gegen Aristokratie, Klerus und den franz\u00f6sischen K\u00f6nig in die Formel kleidete: Wir sind die Nation. Nation wurde zu einer Beschw\u00f6rungsformel, die dem Macht-, und Beteiligungsanspruch der aufsteigenden b\u00fcrgerlichen Schichten Ausdruck verlieh. Es war damit zugleich auch eine Pathos- und Mobilisierungsformel: eine territorial gro\u00dffl\u00e4chige und von der Zahl her gro\u00dfe Menge von Menschen konnte mit einem Gef\u00fchl der Verbundenheit und der Zugeh\u00f6rigkeit versehen und integriert werden. Zugleich konnten damit Massen mobilisiert werden, <em>lev\u00e9e en masse<\/em>, um die Errungenschaften der Franz\u00f6sischen Revolution gegen die \u00e4u\u00dferen, die politischen und territorialen Ver\u00e4nderungen bek\u00e4mpfenden M\u00e4chte zu verteidigen.<\/p>\n<p>Aus dem nationalen Pathos, der auf Stolz auf die eigene Nation und ihre revolution\u00e4ren, demokratischen Errungenschaften basierte, konnte schnell auch ein Nationalismus werden, der sich gegen ein feindliches \u00c4u\u00dferes richtete. Das begann gewisserma\u00dfen als ein Wechselspiel zwischen Frankreich und den anderen kontinentaleurop\u00e4ischen M\u00e4chten im Zuge der sogenannten napoleonischen Befreiungskriege, setzte sich im Deutschen Bund nach dem Wiener Kongress 1815 fort und fand seine Steigerung in Nationalismus und Imperialismus zur Wende in das 20. Jahrhundert: ein aggressives Mittel der Mobilisierung von Massen und der Feindstaat-Erkl\u00e4rung. Schlie\u00dflich verschmolzen Nationalismus und Antisemitismus in der Vernichtungspolitik des Nationalsozialismus.<\/p>\n<p>Patriotismus geht auf das lateinische <em>patria,<\/em> das Vaterland, zur\u00fcck und bezeichnete urspr\u00fcnglich vor allem den Stolz und die Verbundenheit von B\u00fcrgern mit ihrer Stadt. Die B\u00fcrger in der Stadt sahen sich als frei und gleich an, sie genossen Recht und Schutz. Zumeist entwickelte sich ab dem 11. Jahrhundert in den St\u00e4dten Oberitaliens, sp\u00e4ter auch in Deutschland, Wohlstand und ein reiches Kunst- und Kulturleben, auf das die B\u00fcrger mit Stolz und Selbstbewusstsein blickten. B\u00fcrger bildeten Schwurgemeinschaften, und begannen, ihre Regierungsgesch\u00e4fte selber in die Hand zu nehmen. Diese republikanische Tradition des Patriotismus, die sich in Siena, Venedig oder Florenz, in Frankfurt, N\u00fcrnberg oder den freien Hansest\u00e4dten herausbildete, tradierte sich bis in die Neuzeit und die Phase der Herausbildung gro\u00dfer Nationalstaaten.<\/p>\n<p>So befl\u00fcgelte der Patriotismus die Amerikanische Revolution von 1776 wie auch die Franz\u00f6sische Revolution von 1789. Patriotismus stand auch an der Wiege der deutschen Befreiungskriege gegen die napoleonische Herrschaft zu Beginn des 19. Jahrhunderts. So sehr Patriotismus die freie Herrschaftsform der Republik und die Demokratie bef\u00f6rderte, so wurde dieser freiheitliche Patriotismus doch auch nach und nach \u00fcberlagert von dem bereits geschilderten Nationalismus. Wenn man jedoch einen historisch begr\u00fcndbaren Unterschied zwischen Patriotismus und Nationalismus herausstellen wollte, so lie\u00dfe sich sagen, dass jener st\u00e4rker auf den wertgebundenen Freiheitsstolz der B\u00fcrger, dieser st\u00e4rker gegen andere Staaten gerichtet war, jener inklusiver, dieser exklusiver wirkte.<\/p>\n<p>Mit Patriotismus lie\u00df sich die eigene Stadt und das eigene Land gegen Bedrohungen \u2013 durchaus auch mit Mitteln der Gewalt \u2013 verteidigen. Nationalismus hatte immer \u2013 in den modernen Zeiten des Nationalstaates \u2013 die Tendenz, andere Staaten herabzusetzen und sie zu bedrohen. Nationalismus ist die aggressive Variante des Patriotismus. Patriotismus ist, so lie\u00dfe sich mit dem franz\u00f6sischen Schriftsteller Roman Gary sagen, die Liebe zu den Seinen, Nationalismus der Hass auf die Anderen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>III.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Deutschland kann gewiss kein unbefangenes, ungebrochenes Verh\u00e4ltnis des Stolzes zu seiner Geschichte haben. Das unterscheidet Deutschland von anderen demokratischen Staaten und erkl\u00e4rt, warum die Deutschen weniger stolz auf ihre historischen und politischen Errungenschaften sind als die Angeh\u00f6rigen anderer Nationen. Und doch g\u00e4be es sicher Grund, etwas selbstbewusster und stolzer auf die Leistungen der letzten Jahrzehnte zu blicken: auf die kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte, auf den Aufbau einer freiheitlichen Ordnung, auf einen hohen Lebensstandard, Wohlstand und soziale Absicherung, auf eine kulturelle Infrastruktur, die im internationalen Vergleich ihres gleichen sucht. Und auf die Friedliche Revolution von 1989\/90 in der DDR und die Vereinigung beider deutscher Staaten. Ohne die Mobilisierung gro\u00dfer humaner und finanzieller Ressourcen und ohne das Gef\u00fchl der Verbundenheit und das nachhaltige Moment der Solidarit\u00e4t w\u00e4re das Zusammenwachsen Deutschlands nicht m\u00f6glich gewesen. Gr\u00fcnde f\u00fcr einen entspannten Patriotismus also g\u00e4be es.<\/p>\n<p>In der Tat zeigen empirische Untersuchungen, dass die Deutschen durchaus Stolz auf ihr Land und auch ihre Verfassung geworden sind \u2013 und das sowohl in West- wie in Ostdeutschland. So sagten 75 Prozent der Befragten in einer repr\u00e4sentativen Studie, die ich im Jahr 2009 zum 60. Geburtstag des Grundgesetzes mit einem Hamburger Kollegen durchgef\u00fchrt habe, dass sie \u201estolz auf das Grundgesetz\u201c, 85 Prozent, dass sie \u201estolz auf die Freiheit und Rechtsstaatlichkeit Deutschlands\u201c seien. Damit werden Einstellungen sichtbar, die als Verfassungspatriotismus, also als besondere Verbundenheit mit den in der Verfassung verankerten Grundprinzipien der deutschen politischen Ordnung bezeichnet werden k\u00f6nnen. Dazu geh\u00f6rt auch die Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr die Grundrechte.<\/p>\n<p>Zugleich \u00e4u\u00dferten 85 Prozent der Befragten, dass sie ihr Land liebten. Gewiss gab es hier wie auch bei den anderen Fragen graduelle Unterschiede, die sich vor allem durch die Identifikation mit politischen Richtungen und Parteien erkl\u00e4rten, aber insgesamt zeigte sich doch ein sehr hohes Ausma\u00df an Identifikation mit Land und Verfassung. Das ist gewiss ein guter Befund \u2013 gerade auch mit Blick auf gegenw\u00e4rtige und zuk\u00fcnftige Herausforderungen, denen sich Deutschland im Inneren, in Europa und der Welt gegen\u00fcber gestellt sieht.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>I. &nbsp; Als der ehemalige Bundespr\u00e4sident Gustav Heinemann einmal gefragt wurde, ob er seinen Staat liebe, antwortete er lakonisch: \u201eAch was, ich liebe keine Staaten, ich liebe meine Frau; fertig!\u201c Das sorgte damals, zu Beginn der 1970er Jahre, f\u00fcr erhebliche Irritation. Sollte nicht ein Bundespr\u00e4sident seinen Staat, sein Vaterland lieben? 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