{"id":117948,"date":"2026-01-19T11:36:35","date_gmt":"2026-01-19T10:36:35","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=117948"},"modified":"2026-01-19T11:36:38","modified_gmt":"2026-01-19T10:36:38","slug":"junge-christen-und-politik-eine-podiumsdiskussion","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/junge-christen-und-politik-eine-podiumsdiskussion\/","title":{"rendered":"Junge Christen und Politik"},"content":{"rendered":"<p><strong>Florian Schuller:<\/strong> Herr Logiewa, Sie sind stellvertretender Landesvorsitzender des RCDS und studieren Jura in Bayreuth. Im Internet habe ich Ihr Motto gefunden: \u201eDie Praxis sollte das Ergebnis des Nachdenkens sein, nicht umgekehrt.\u201c Dieses \u201esollte\u201c klingt so, als sei es gegen bestimmte Erfahrungen gerichtet. Warum haben Sie sich dieses Motto ausgesucht?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Arno Logiewa:<\/strong> Zum \u201esollte\u201c: Es gibt Ausnahmen, die auch einmal erlaubt sind, weil es die Situation erfordert. Grunds\u00e4tzlich: Ich komme aus dem hochschulpolitischen Bereich, und da ist es leider oft so, dass man etwas tut, und nachher feststellt, dass es doch nicht so gelaufen ist, wie man es plante. Im Bildungsbereich sehen wir es bei der Diskussion \u00fcber das G 8: hin und her \u2013 zur\u00fcck und vor, und am Ende wei\u00df keiner mehr, was richtig und gut ist. H\u00e4tte man sich vorher genauer Gedanken dar\u00fcber gemacht, statt vermeintlichen Bev\u00f6lkerungsmeinungen hinterherzulaufen, h\u00e4tte man auf jeden Fall eine ruhigere Situation im Bildungssystem.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Florian Schuller:<\/strong> Und au\u00dferhalb des Bildungssystems funktioniert das mit dem vorher Nachdenken?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Arno Logiewa:<\/strong> Ich w\u00fcrde sagen, in vielen F\u00e4llen, aber nicht immer.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Florian Schuller:<\/strong> Herr Schiffbauer, Sie studieren Evangelische Theologie an der LMU, einer der wenigen Universit\u00e4ten weltweit, an der Orthodoxe, Evangelische und Katholische Theologie nebeneinander und miteinander studiert werden k\u00f6nnen. Sie sind dort Fachschaftsvertreter, engagieren sich auch im universit\u00e4ren Bereich, bauten vorher einen Bachelor of Arts in BWL und haben in einer Regionalbank gearbeitet. In einem Artikel vom 20. April 2016 schreiben Sie: \u201eOhne den Glauben an das Geld w\u00e4re unser Finanzsystem nicht denkbar\u2026 Der Aussage, dass Geld ein Opferkult unserer Gesellschaft ist, kann ich ohne Einschr\u00e4nkungen zustimmen.\u201c Zum Thema Geld habe ich zwei Zitate von Martin Luther gefunden. Das eine: \u201eGeld ist des Teufels Wort, wodurch er in der Welt alles erschafft, so wie Gott durch das wahre Wort schafft.\u201c Und das andere: \u201eGott will nicht, dass man nicht Geld und Gut haben und nehmen soll, oder dass man es, wenn man es hat, wegwerfen sollte, wie etliche Narren unter den Philosophen und tolle Heilige unter den Christen gelehrt und getan haben.\u201c Welchem der beiden Zitate w\u00fcrden Sie zustimmen?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Florian Schiffbauer: <\/strong>Dem letzteren, aus Geld w\u00e4chst Verantwortung. Es ist legitim, nach Geld zu streben. Aber ich muss dann auch an die \u00c4rmsten denken, an jene, die unverschuldet in Leid geraten sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Florian Schuller:<\/strong> Herr Zuber, in Berlin und Oxford besch\u00e4ftigen Sie zwei Professoren als Ihre Doktorv\u00e4ter; Sie waren vorher in Unternehmensberatungen aktiv, k\u00f6nnen Praktika im Ausw\u00e4rtigen Amt und im Bundestag vorweisen, sind in einem M\u00fcnchner Bezirksausschuss pr\u00e4sent und Gr\u00fcndungsmitglied von <em>Polis180<\/em>, einem \u201eGrassroots-Thinktank\u201c, wie er sich selber definiert, f\u00fcr Au\u00dfen- und Europapolitik. Auf dessen Homepage lese ich zwei interessante Abschnitte. Vom einen nur ein Satz herausgegriffen: \u201eWir stecken voller Ideale und wir mischen uns ein. Wir sind die n\u00e4chsten Generation der deutschen Au\u00dfen- und Europapolitik.\u201c Und im n\u00e4chsten Abschnitt hei\u00dft es dann: \u201eDer Vorstand von <em>Polis180<\/em> wird f\u00fcr einen Zeitraum von einem Jahr von der Mitgliederversammlung gew\u00e4hlt. Er setzt sich zusammen aus zwei Pr\u00e4sidenten\/innen, einem Schatzmeister oder einer Schatzmeisterin, und bis zu sieben weiteren Mitgliedern. Der Vorstand f\u00fchrt die Gesch\u00e4fte im Sinne der Satzung und der Beschl\u00fcsse der Mitgliederversammlung; seine Beschl\u00fcsse fasst er mit einfacher Mehrheit.\u201c Da zeigt sich doch eine unwahrscheinliche Spannung zwischen Idealen, die junge Menschen bewegen, und n\u00fcchterner Vereinsstruktur. Sehen Sie auch diese Spannung, oder ist das f\u00fcr Sie v\u00f6llig normal, dass zwei solche Abschnitte hintereinander stehen?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Julian Zuber:<\/strong> Nat\u00fcrlich gibt es immer die gro\u00dfen Ideale, nach denen alle streben, und dann die n\u00fcchterne Umsetzungsarbeit. Das ist \u00fcberall das Gleiche, auch in der Kommunalpolitik. Da fehlen uns manchmal vielleicht sogar die Ideale, es bleibt nervige Umsetzungsarbeit. Aber es ist so, dass ich sagen w\u00fcrde, dass es sich nicht widerspricht, weil wir ja gerade auch diese Prozesse so leben. Dass Sie das auf der Internet-Seite finden, weist noch auf ein drittes Element hin, n\u00e4mlich Transparenz. Es braucht einfach mehr Verst\u00e4ndigungsbereitschaft, die mir zurzeit sehr stark fehlt in der Politik.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Florian Schuller:<\/strong> Sie Drei haben vorhin den Gedanken von Dr. Beckstein und Prof. Maier zugeh\u00f6rt. Wie haben Sie die Positionen der beiden Herren wahrgenommen?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Florian Schiffbauer:<\/strong> In der heutigen s\u00e4kularen Gesellschaft muss ich diskurs- und konsensf\u00e4hig sein, auch sprachlich. Wenn ich zum Beispiel als Christ Menschenrechte ausgehend von der Gottesebenbildlichkeit begr\u00fcnden will, muss ich sowohl juristisch wie politisch so argumentieren, damit deutlich wird, wie ich die Anderen als Menschen ernst nehme.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Florian Schuller:<\/strong> Haben Sie das vorhin bei den beiden Herren erlebt, oder hat Ihnen das gefehlt?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Florian Schiffbauer:<\/strong> Ich h\u00e4tte es mir noch ein bisschen mehr gew\u00fcnscht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Florian Schuller:<\/strong> Diskursf\u00e4higkeit innerhalb der eigenen Gruppierung und vor allem dar\u00fcber hinaus?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Florian Schiffbauer:<\/strong> Dar\u00fcber hinaus. Wenn ich Politik betreibe, m\u00f6chte ich ja f\u00fcr alle sprechen, auch wenn ich Christ bin. Ich selber bin SPD-Mitglied. Von meinen Kollegen sind sehr viele ausgetreten!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Florian Schuller:<\/strong> Ausgetreten aus der SPD oder aus der Kirche?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Florian Schiffbauer:<\/strong> Aus der Kirche, aus der SPD selbstverst\u00e4ndlich nicht. Aber viele sind nicht kirchennah, und wenn ich dann sch\u00f6pfungstheologisch argumentieren w\u00fcrde, gewinne ich keinen Blumentopf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Florian Schuller:<\/strong> Es gibt ja zum innerkatholischen Bereich seit einigen Monaten das inzwischen ber\u00fchmte Buch von Erik Fl\u00fcgge, \u201eDer Jargon der Betroffenheit. Wie die Kirche an ihrer Sprache verreckt\u201c. Wie ging es Ihnen, Herr Zuber?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Julian Zuber:<\/strong> Was ich sehr sch\u00f6n fand, ist die \u00fcbergreifende Sympathie. Als Jugendlicher hatte ich einen klaren politischen Gegner, die CSU. Aber von Ihnen, Herr Dr. Beckstein, als Motivation zu h\u00f6ren, in der CSU \u00f6kumenisch t\u00e4tig zu sein, hat mir klar gemacht, wie wichtig diese Partei f\u00fcr die \u00d6kumene war. \u00c4hnliches erlebe ich jetzt im Kommunalpolitischen, das \u00fcber Parteien hinweg Verst\u00e4ndigung stattfindet. Ich sehe nicht das gro\u00dfe Kommunikationsproblem.<\/p>\n<p>Ich meine auch nicht, dass Kirchen automatisch immer schw\u00e4cher werden. Ich k\u00f6nnte mir sogar vorstellen, dass Kirchen st\u00e4rker werden in der n\u00e4chsten Zeit, gerade wegen der vielen Fl\u00fcchtlinge. Denn man ist st\u00e4rker damit konfrontiert sich zu fragen, was es eigentlich hei\u00dft, die christlich-abendl\u00e4ndische Kultur zu beschw\u00f6ren, aber gleichzeitig nie in die Kirche zu gehen. Ich glaube, dass wir schon ein Revival des Kirchlichen haben k\u00f6nnten. Das muss aber von den Leuten kommen und nicht durch irgendwelche Kommunikationschefs der Kirchen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Florian Schuller:<\/strong> Wie erleben Sie Ihren Bezirksausschuss? Sp\u00fcren Sie da starke innere Motivationen, oder geht es doch vor allem um sehr Praktisches, zum Beispiel einen neuen Fahrradweg?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Julian Zuber:<\/strong> Innere Motivation spielt eine gro\u00dfe Rolle. Das wurde auch in der Debatte vorhin deutlich. Man k\u00f6nnte vielleicht erg\u00e4nzen: Wichtig sind die Haltungen beziehungsweise die Vorgehensweisen politisch aktiver Personen. Im Bezirksausschuss bin ich zum Beispiel verantwortlich f\u00fcr Integrationsfragen. Dabei sind mir Kommunikations- und Verst\u00e4ndigungsbereitschaft wichtig. Deshalb gab es Entscheidungen, neue Partizipationsformen auszutesten, wie zum Beispiel ein \u201eWorld Cafe\u201c, um zu schauen, was die Leute eigentlich denken, und sie nicht zu stigmatisieren, wenn sie irgendwelche Sorgen haben. Das f\u00e4llt mir teilweise schwer, weil ich dazu tendiere, schnell mit einer gr\u00fcnen Moralkeule zu kommen. Aber wir wollen versuchen, st\u00e4rker darauf zu achten, welche \u00c4ngste oder Sorgen die Menschen haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Florian Schuller:<\/strong> Herr Logiewa, wie ging es mit Ihnen mit den beiden Staatsm\u00e4nnern?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Arno Logiewa: <\/strong>Ich wollte zum Thema Kommunikation noch etwas sagen. Ich glaube, dass es \u00fcberhaupt kein gro\u00dfes Problem ist, wenn man versucht, mit christlichen \u00dcberlegungen auf einer Meta-Ebene zu argumentieren. Ich w\u00fcsste nicht, wo solch ein Kommunikationsproblem politisch aktuell auftritt. Wir haben gerade bei der Fl\u00fcchtlingskrise gesehen, wie die Menschen zunehmend ernst genommen werden. Bestimmte extreme Parteien, die jetzt gew\u00e4hlt werden, sind vielleicht die unbezahlten Rechnungen der gro\u00dfen Volksparteien. Vielleicht gibt es in der Kirche ein Kommunikationsproblem, in der Politik nicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Florian Schuller:<\/strong> Was treibt Sie pers\u00f6nlich an, sich zu engagieren?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Arno Logiewa:<\/strong> Weil einem irgendetwas nicht gef\u00e4llt, und man irgendetwas \u00e4ndern will. Das ist immer der erste Schritt. Der zweite ist die interessante Frage, warum ausgerechnet in einer christlichen Partei oder Organisation, die das \u201eC\u201c im Namen tr\u00e4gt. Das setzt schon einmal einen Rahmen, eben die christliche Werteordnung. Sie gibt einem Halt. So. Wie es auch in der Bibel steht \u2013 wie hei\u00dft das sch\u00f6ne Zitat \u2013 \u201eSuchet der Stadt Bestes\u201c. Vielleicht hat vor ein paar Jahrzehnten die Kirche noch eher dazu geneigt, sich gesellschaftlichen Aufgaben zu verschlie\u00dfen. Wenn man aber mitbestimmen will, gerade als Christ, muss man sich einfach engagieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Julian Zuber:<\/strong> Ich habe vor ein paar Monaten mit meinen Eltern \u00fcber meine Kindheit gesprochen. Ich sei einmal \u2013 mein Vater ist Pfarrer \u2013 im Gottesdienst gewesen, konnte gerade sprechen und habe meine Mutter gefragt: M\u00fcssen jetzt alle meinem Vater zuh\u00f6ren? Sie hat gesagt, ja, und ich war einfach begeistert. Das ist anscheinend etwas, das irgendwie in mir drinsteckt, vielleicht ein Kommunikationsdrang. Und dann ist es ja einfach sch\u00f6n, konkrete Dinge auch umzusetzen, nicht nur \u00fcber sie zu sprechen, sondern auch den Mut zu haben, sich zu positionieren, im Zweifel falsch zu liegen, aber vor Ort etwas zu machen. So ist M\u00fcnchen f\u00fcr mich sogar ein bisschen mehr Heimat geworden, weil ich dort politisch t\u00e4tig bin. Alles zusammen ergibt die Motivation.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Florian Schiffbauer:<\/strong> Bei mir war die Motivation hochschulpolitisch. Wir haben zum Beispiel in M\u00fcnchen keine Studienordnung, weil man \u201eBologna\u201c umsetzen wollte, aber die Rechtsabteilung der LMU hat das anders gesehen, und so gab es Probleme in der Praxis. Man kann die Welt besser machen und will es dann auch.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Florian Schuller: <\/strong>Vorhin wurde selbstverst\u00e4ndlich von \u201echristlicher Wertordnung\u201c gesprochen. Diesen Begriff m\u00fcssten wir mit Inhalt f\u00fcllen, was ja gar nicht so einfach ist. Oder welche andere Wertordnung treibt Sie an?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Florian Schiffbauer:<\/strong> Es ist dasselbe wie mit \u201eLeitkultur\u201c oder \u201eGemeinwohl\u201c. Ich pers\u00f6nlich kann, von meinem Glauben aus gesehen, konkrete Ma\u00dfnahmen oder Ziele definieren, aber ich w\u00fcrde mir nicht herausnehmen, sie zu generalisieren. Auf Konkretes kann man sich einigen, die Gesellschaft funktioniert nicht anders. Aber dar\u00fcber hinaus, in Richtung einer zentralen Werteordnung wird es sehr schwierig.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Arno Logiewa:<\/strong> Bei der christlichen Werteordnung geh\u00f6rt es schon dazu, dass wir uns auch \u00fcber sie streiten k\u00f6nnen \u2013 innerhalb des Christentums. Dar\u00fcber hinaus gibt es keine absolut verbindliche Position, sondern einen Diskurs in den Kirchen und zwischen den Kirchen. F\u00fcr mich geh\u00f6rt dazu auch die F\u00e4higkeit, zu verzeihen, wenn man sich einmal heftiger gestritten hat. Gerade aktuell haben wir ja eine solche Situation, in der wir vielleicht wieder etwas zur\u00fcckdrehen m\u00fcssen, auch zwischen den Unionsschwesterparteien.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Florian Schuller: <\/strong>Gibt es eine gr\u00fcne Werteordnung?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Julian Zuber:<\/strong> Die CSU ist zurzeit deutlich zerstrittener als wir, aber wir sind auch divers, und da ist es schwierig, von einer Werteordnung zu sprechen, schon gar nicht von einer gr\u00fcnen. Es gibt nat\u00fcrlich viele Christen bei den Gr\u00fcnen. \u00dcbrigens finde ich das Wort \u201eWerteordnung\u201c sehr komisch, weil es suggeriert, es g\u00e4be keine Inkonsistenzen. Ein sehr deutsches Wort. Ich finde \u201eWertebild\u201c sch\u00f6ner. Trotz aller Grunds\u00e4tze, die man sich selber auferlegt, oder an die man glaubt, wird es immer wieder Situationen geben, bei denen ich auch meine \u00dcberzeugungen hinterfrage. Etwas anderes zu behaupten w\u00e4re zumindest in meinem Fall unwahr. Dennoch finde ich es wichtig, dass man Grundprinzipien treu bleibt. Dann ist es leichter, sich auf die Achtung der Menschenw\u00fcrde hin zu orientieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Florian Schiffbauer: <\/strong>Vielleicht kommt es nicht unbedingt darauf an, allgemein zu definieren, welche Werte oder Ordnung oder Wertebild man hat. Vielleicht reicht auch schon der Prozess, dass ich dar\u00fcber reflektiere, auch gesellschaftlich immer wieder nachdenke.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Florian Schuller:<\/strong> Werte, Tugenden, Haltungen, Ideale \u2013 die kommen ja nicht irgendwie aus der Luft, sondern entstammen bestimmten Traditionen, nicht zuletzt im Raum der Kirchen. Wie erleben Sie offizielle Stellungnahmen der Kirchen, seien sie nun von Bisch\u00f6fen oder Synoden, oder anderen Repr\u00e4sentanten? Erleben Sie die als hilfreich, als fordernd, als einengend?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Julian Zuber:<\/strong> Mich st\u00f6rt es weniger, was die Kirche, also die Institution Kirche, sagt, weil f\u00fcr mich als evangelischen Christen Kirche die Gemeinschaft der Gl\u00e4ubigen ist. Ich stimme Professor Maier zu, dass ich es als sehr angenehm empfinde, gerade in Deutschland und beispielsweise in Kontrast zu Polen, dass hier Gegenstimmen von Einzelnen kommen. Und ich bin sehr dankbar, dass es hier nicht jeden Sonntag den Bischof als Talkshow-Gast gibt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Arno Logiewa:<\/strong> Die Fl\u00fcchtlingskrise wurde schon angesprochen. In ihr zeigt sich, dass die Kirche doch sehr hilfreich ist, gerade dann, wenn sie politische Prozesse begleitet und manchmal auch zur Raison ruft. Aber alles muss sich an den politischen Realit\u00e4ten messen. Die Kirche ist keine politische Organisation und braucht sich daher auch nicht mit den vielen unterschiedlichen Bev\u00f6lkerungsgruppen auseinandersetzen, wie es die Politik tun muss.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Florian Schiffbauer:<\/strong> Kurz noch zum Kirchenbegriff. Wenn ich im katholischen Bereich hochschulpolitisch aktiv w\u00e4re, m\u00fcsste ich nur mit der Deutschen Bischofskonferenz als Ansprechpartner telefonieren. Auf evangelischer Seite hat der Ansprechpartner auf Seiten der EKD h\u00e4ufig gar keinen eigenen Haushalt, und ich muss dann zu 22 oder 23 Landeskirchen gehen, das verkompliziert es nat\u00fcrlich. Man hat sich arrangiert damit, aber ich w\u00fcrde mir manchmal schon mehr Einigkeit oder auch Zusammenarbeit w\u00fcnschen.<\/p>\n<p>Im politischen Bereich finde ich es bemerkenswert, wie die EKD und auch die Deutsche Bischofskonferenz christliche Lobbyarbeit betreiben, besonders bei ethischen Fragestellungen. Das letzte Beispiel ist die Debatte \u00fcber die f\u00fcnfte \u00c4nderung des Arzneimittelgesetzes. Da ging es darum, ob man an Demenzkranken Versuche durchf\u00fchren darf, wenn sie als Gesunde fr\u00fcher einmal zugestimmt hatten. Die Position der beiden Kirchen ist medial sehr gut aufgenommen worden, auch von der Politik.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite, Herr Beckstein hat es vorher angesprochen, werden Themen ausgeklammert, auch bei EKD-Denkschriften. Zum Beispiel ging es so bei Leitlinien kirchlichen Lebens, ob ein Ausgetretener zum Abendmahl zugelassen werden kann. Manche Stellen sind da sch\u00f6n konkret ausformuliert, aber dann f\u00fchlt man sich in der konkreten Praxis als Gemeindemitglied auch ein bisschen alleine. \u00c4hnliches gilt bei gesellschaftspolitischen Positionen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Florian Schuller:<\/strong> Sie alle drei sind evangelische Christen, ich bin der einzige Katholik auf dem Podium. Deshalb erlaube ich mir die Frage, wie Sie die katholische Kirche wahrnehmen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Florian Schiffbauer:<\/strong> Man hat ziemlich viele Vorurteile als protestantischer Christ, weil man vieles nicht kennt. Wie ist das jetzt wirklich mit dem Papst, wann ist er wirklich unfehlbar? Es gibt eine Riesenpluralit\u00e4t im Katholizismus, die nehme ich als protestantischer Christ, wenn ich meinen Glauben liebe, erst einmal gar nicht wahr. Man spricht dann von \u201eden\u201c Katholiken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Julian Zuber:<\/strong> Ganz intuitiv habe ich das Gef\u00fchl, mit den Entwicklungen der letzten Jahre, auch in Bezug auf den Papst, dass es f\u00fcr mich heute deutlich leichter geworden ist, katholische Positionen zu unterst\u00fctzen. Fr\u00fcher war das anders: Ich denke da vor allen Dingen an die Politik des Sexualstrafrechts, die K\u00e4mpfe, die auch ausgefochten wurden von CDU-Ministern in den 1980ern. Es scheint mittlerweile innerhalb der katholischen Kirche sehr viele Menschen zu geben, die Kopfschmerzen haben mit solchen Positionen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Arno Logiewa:<\/strong> Der Diskurs in der katholischen Kirche wird zumindest bei den Katholiken, die ich kenne, die aber auch in der Kirche sehr aktiv sind, doch transparenter gef\u00fchrt wird. Es gibt viele begr\u00fc\u00dfenswerte Modernisierungen, aber bei diesem Wort scheue ich immer etwas zur\u00fcck.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Florian Schuller:<\/strong> Wir haben \u00fcber Werte gesprochen, \u00fcber Werteordnung, \u00fcber Grundhaltungen. Ein wichtiger Begriff in diesem Feld ist der der Verantwortung. Wenn man Sie fragt, wem gegen\u00fcber wissen Sie sich verantwortlich, was antworten Sie dann? Dem eigenen Gewissen? Personen gegen\u00fcber? Gott gegen\u00fcber? Allgemein den Menschen gegen\u00fcber? Der Zukunft gegen\u00fcber? Der Sch\u00f6pfung gegen\u00fcber?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Florian Zuber:<\/strong> Eine sehr gro\u00dfe Frage. Ohne irgendeine Wertung vorzunehmen, erstens den Menschen gegen\u00fcber. Ich bin mit 14 Jahren Amnesty International beigetreten, und das war auch einer der Hauptgr\u00fcnde, \u00fcberhaupt politisch aktiv zu werden. Aber nat\u00fcrlich hat es auch etwas mit dem eigenen Gewissen zu tun, sich immer wieder zu pr\u00fcfen und auch den Luxus zu haben, im Zweifel seinem Gewissen folgen zu k\u00f6nnen und eben auch die Konsequenzen daraus zu ziehen. Ich war noch nie in der Situation, dass das notwendig gewesen w\u00e4re, aber vielen Verantwortlichen in der Berufspolitik ist das schon passiert. Ich habe gerade das Gef\u00fchl, dass, \u00fcberspitzt formuliert, die \u201ebaby boomer\u201c Europa an die Wand fahren, und die \u201emillennials\u201c jetzt an die Macht m\u00fcssen. Viele meiner Freunde sind \u00fcberzeugt, dass in Bezug auch auf den \u201eBrexit\u201c, auf das, was in Frankreich oder auch in Osteuropa passiert, die jetzige, junge, nachwachsende Generation deutlich transnationaler denkt. Die Zeit rennt, gerade in Bezug auf 2017, und jetzt muss sich eine sehr starke Stimme auch der jungen Generation in Deutschland, Frankreich und Gro\u00dfbritannien formieren, sp\u00e4testens in den n\u00e4chsten Monaten. Wir sind mit Schengen aufgewachsen, und das sp\u00fcrt man einfach an der Art, wie wir \u00fcber Europa denken. Genau darauf richtet sich mein aktuelles Verantwortungsbewusstsein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Arno Logiewa:<\/strong> Verantwortlich ist man vor allem zun\u00e4chst sich selbst gegen\u00fcber, dann den Menschen, die man vertreten will, oder f\u00fcr die man sich engagiert. Deswegen habe ich auch Schwierigkeiten mit der \u201ebaby boomer\u201c-Deutung, da schwingt f\u00fcr mich zwar nicht Arroganz mit, aber es hat ein Gschm\u00e4ckle, wie man es sagt. Denn die \u201ebaby boomer\u201c sind auch die, die ein politisches Europa geschaffen haben. Dass sie das jetzt vor die Wand fahren w\u00fcrden, sehe ich nicht so. Aber ohne Frage m\u00fcssen wir uns als junge Generation st\u00e4rker einbringen auch in die europ\u00e4ische Politik, die eben doch als abstrakt und langweilig wahrgenommen wird. In unserer Generation gibt es viele Superengagierte, aber es gibt einen ganz gro\u00dfen Teil, die wenig Interesse am politischen Geschehen haben, wenn \u00fcberhaupt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Florian Schuller:<\/strong> Der evangelische Theologe kommt wohl bei Verantwortung um die Antwort Gott nicht herum?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Schiffbauer:<\/strong> Genau. Ich habe mir aber schon gedacht, dass ich nicht zu theologisch oder idealistisch antworten sollte. Denn wenn ich mich als Mensch wahrnehme, gerade auch als nicht perfekten, und auf die irdische Situation siehe, nicht auf das Jenseits, sind meine Mitmenschen die Bezugspersonen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Florian Schuller:<\/strong> Nochmals ein Blick auf Ihre Generation, auf Ihre Altersgenossen zwischen 20 und 30. Vorhin sprachen wir \u00fcber den Brexit. Wenn Ihre transnational denkenden englischen Altersgenossen mehr zur Wahl gegangen w\u00e4ren, und nicht nur zu 30 Prozent, dann w\u00e4re das Brexit-Votum anders ausgegangen. In Ihrer Generation, sagt man, gibt es die Sehnsucht nach \u201ework-life-balance\u201c, danach, Beruf und privates Leben gut auszugleichen. Dann h\u00f6rt man immer wieder den Vorwurf der Alt-68er, die Jungen seien zu unpolitisch. K\u00f6nnen Sie uns Hoffnung machen?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Florian Schiffbauer:<\/strong> Die Jugend ist heute genauso politisch aktiv wie fr\u00fcher, nur nicht unbedingt in Parteien. Die Strukturen haben sich ge\u00e4ndert, vielleicht wird es mehr Kampagnen geben, also bei gewissen Themen zu einer Mobilisierung f\u00fchren, zum Beispiel auch bei der Kandidatenk\u00fcr, wenn Personen st\u00e4rker mit Themen verbunden werden.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite muss ich auch mit meinen hochschulpolitischen Erfahrungen besonders in Bayern als Fachschaftsvertreter zugeben: Ich habe schon Schwierigkeiten, zum Beispiel eine Studentenandacht zu halten, weil sie ja nicht direkt auf das Studium bezogen ist. Die Sehnsucht nach der \u201ework and life balance\u201c ist schon sehr ausgepr\u00e4gt. Die Bereitschaft der Generation meiner Eltern oder davor, ab der Uni die n\u00e4chsten zehn, zwanzig Jahre etwas zu machen, was vielleicht nicht hochspannend ist, aber mit der Aussicht, danach Karriereschritte oder zumindest einen spannenden Job zu haben, die gibt es nicht mehr. Man muss aber gar nicht so viel bei den Strukturen \u00e4ndern, allerdings sicher viel mehr kommunizieren, warum zum Beispiel am Anfang gewisse T\u00e4tigkeiten notwendigerweise stehen, um die grunds\u00e4tzliche Sinnhaftigkeit eines Berufs fr\u00fcher sehen zu k\u00f6nnen, auch die eigenen Gestaltungsm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Arno Logiewa:<\/strong> Auch ich meine, dass unsere Generation nicht unpolitischer geworden ist, auch wenn das allgemeine Interesse an gro\u00dfen politischen Strukturen nachgelassen hat. Wir sind vielleicht pragmatischer geworden, der Gro\u00dfteil unserer Generation ist auf jeden Fall irgendwie engagiert, und zwar mit Partikularinteressen. Man setzt sich ein f\u00fcr den Umweltschutz oder f\u00fcr Entwicklungszusammenarbeit in der Dritten Welt, man hat aber wenig Interesse an einer Parteimitgliedschaft oder daran, sich mit anderen Sachthemen auseinanderzusetzen. Wenn ich mich f\u00fcr den Umweltschutz engagiere, merke ich immer wieder: Es gibt sehr viele Leute, die in diesem Punkt wirklich kompetent sind, aber wahnsinnige L\u00fccken haben, was die \u00f6konomischen Fragen betrifft. Und es ist auch \u00fcberhaupt kein Interesse vorhanden, sich mit den gr\u00f6\u00dferen Systemen auseinanderzusetzen, und nat\u00fcrlich auch \u00fcberhaupt null Interesse, eine Ochsentour durch die Partei zu machen. Die Frage bleibt, wie kann Politik unserer Generation wieder etwas anbieten, sich uns wieder schmackhaft machen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Julian Zuber:<\/strong> Ich stimme meinen beiden Vorrednern gr\u00f6\u00dftenteils zu. Aber gerade der letzte Satz, wie kann Politik sich uns wieder schmackhaft machen, ist sehr symptomatisch f\u00fcr meine Generation. Es gibt schon eine sehr hohe Anspruchshaltung bei uns allen, weil wir sehr stark profitieren vom Wohlstand, aber auch von der europ\u00e4ischen Einigung. Es ist statistisch auch so, dass meine Generation mehr im Ausland gelebt hat, im europ\u00e4ischen zumindest, und das pr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Die Entscheidung, ein gewisses Produkt zu kaufen, das ethischen Kriterien entspricht, ist ein politischer Akt, der zugegeben mit Geld verbunden ist. Bei den 68ern war kritischer Konsum Konsumverzicht. Das ist nicht mehr so. Ich habe aber ein Handy, das hier hergestellt ist. Es kostet ein paar Euro mehr, aber h\u00e4lt auch l\u00e4nger. Es ist also nicht teurer. Freunde von mir haben eine Kaffee-Kooperative in Ecuador, ich beziehe mehr oder weniger meinen eigenen Kaffee und wei\u00df, wie er hergestellt wird. Es gibt also sehr vieles, aber stimme ich zu, dass das nicht innerhalb von Parteien stattfindet, wohl aber sehr, sehr politisch ist.<\/p>\n<p>Es gibt allerdings ein Nachwuchsproblem in der Politik. Und zwar dann, wenn unser politisches System, das sicher zu Recht in der bisherigen Form im Kern auf Parteien basiert, sich nicht reformiert. Dr. Beckstein und Prof. Maier haben vorhin gefragt, wie das sei mit christlichem Nachwuchs. Es stimmt, die \u201eblo\u00df weg\u201c-Haltung gibt es nicht. Aber das Problem ist viel gravierender. Es gilt n\u00e4mlich grunds\u00e4tzlich f\u00fcr alle, die politisch interessiert und gleichzeitig sehr qualifiziert sind: Sie leben oft immer wieder im Ausland. Sie studieren international, haben Karrieren, bei denen sie viel unterwegs sind, und das vertr\u00e4gt sich einfach null mit dem Lokalit\u00e4tsprinzip von Parteien. Denn ein Gro\u00dfteil, und dazu z\u00e4hle ich einfach einmal 99 Prozent meines Bekanntenkreises, leben nicht lange am gleichen Ort. Solange politische Strukturen nicht mobiler werden, bleibt es ein riesiges Problem, wie man parteipolitischen Nachwuchs generiert.<\/p>\n<p>Das geht wahrscheinlich nur zum einen durch eine \u00c4nderung der Anspruchshaltung. Dass man n\u00e4mlich nicht nur sagt, ich will das Beste, ich will hier das Praktikum, und dort im Ausland arbeiten, sondern sich auch fragt, was verstehe ich eigentlich als meine Pflicht: vielleicht meine F\u00e4higkeiten l\u00e4ngerfristig vor Ort einzusetzen. Zum andern bin ich davon \u00fcberzeugt, dass sich Parteien reformieren m\u00fcssen. Es darf nicht sein, dass es als Qualit\u00e4tsmerkmal innerhalb von Parteien gilt, seit seinem 14. oder 15. Lebensjahr zu wissen, was ein gutes und was ein schlechtes Argument ist. Die Leute in meiner eigenen Partei und in anderen Parteien, die schon immer nichts anderes als Parteipolitik machen und nicht \u00fcber den Tellerrand schauen, sind vollkommen uninteressant. Von denen lerne ich nichts. Ich treffe mich st\u00e4ndig mit Menschen aus anderen Parteien und empfinde es deshalb als ein Riesenproblem, dass sich Parteien nicht st\u00e4rker \u00fcberlegen, wie sie Quereinsteiger motivieren, oder grunds\u00e4tzlich die Dominanz des Seniorit\u00e4tsprinzips in Frage stellen. Schon immer in der Jungen Union oder in der Gr\u00fcnen Jugend gewesen zu sein ist f\u00fcr mich kein Selbstzweck. Wenn man die guten Leute haben will, und wenn wir wollen, dass unsere Generation parteipolitisch aktiv ist, dann m\u00fcssen wir \u00fcberlegen, wie wir hochmobile, talentierte Menschen in Parteistrukturen integrieren. Dazu m\u00fcssen sich beide Seiten bewegen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Florian Schuller:<\/strong> Dieser Impuls sollte \u00fcbrigens auch innerhalb der Kirchen kreativ aufgenommen werden. Jeweils eine Schlussfrage mit der Bitte, mit einem Satz zu antworten. Herr Zuber, Sie sind heute von Berlin nach Tutzing gekommen. Der Untertitel unserer Veranstaltung zielt auf eine gro\u00dfe Spannweite: \u201eZwischen Kompromiss und Kompromittierung\u201c. Zwischen Berlin und Tutzing herrscht sicher auch im Blick auf die konkreten Lebenssituationen eine gro\u00dfe Spannung. Welchen Kompromiss als bayerischer Mensch w\u00fcrden sie in Berlin nie eingehen, weil er sie kompromittieren w\u00fcrde?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Florian Zuber:<\/strong> Die Berliner haben es inzwischen gelernt: Ich w\u00fcrde nicht auf Augustinerbier verzichten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Florian Schuller:<\/strong> Herr Schiffbauer, wenn Martin Luther heute zu einem Jahrestreffen der Stipendiaten des Evangelischen Studienwerks Villigst k\u00e4me, der evangelischen Hochbegabten-Institution, welchen Tipp w\u00fcrde er den politisch wachen Studierenden geben, damit die den richtigen Weg zwischen Kompromiss und Kompromittierung finden?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Florian Schiffbauer:<\/strong> Er w\u00fcrde denen gar nichts raten, sondern nur feststellen, es sind fitte Personen; das Studienwerk sucht schon Leute aus, die gesellschaftlich aktiv sind. Er w\u00fcrde sicher seine Meinung sagen, aber nicht mit dem Anspruch, dass kompetente Leute nicht selber auf gute Ideen kommen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Florian Schuller:<\/strong> Eine echt evangelische Antwort: Individualit\u00e4t; ich bin \u201enext to God\u201c und brauche nicht Martin Luther dazu. Herr Logiewa, es gibt da immer wieder mal die dumme Rede vom k\u00fchlen Juristen. Es gibt auch manchmal die Erfahrung, dass Recht und Gerechtigkeit nicht identisch sind. Was macht f\u00fcr Sie den idealen Juristen aus?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Arno Logiewa:<\/strong> Einsatz und Leidenschaft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Florian Schuller:<\/strong> Danke sch\u00f6n. Wir \u00e4lteren Menschen k\u00f6nnen hoffnungsvoll in die Zukunft schauen, wenn es solche jungen Menschen gibt. Ich freue mich \u00fcber die vergangene Stunde.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Florian Schuller: Herr Logiewa, Sie sind stellvertretender Landesvorsitzender des RCDS und studieren Jura in Bayreuth. Im Internet habe ich Ihr Motto gefunden: \u201eDie Praxis sollte das Ergebnis des Nachdenkens sein, nicht umgekehrt.\u201c Dieses \u201esollte\u201c klingt so, als sei es gegen bestimmte Erfahrungen gerichtet. Warum haben Sie sich dieses Motto ausgesucht? &nbsp; Arno Logiewa: Zum \u201esollte\u201c:&hellip;<\/p>","protected":false},"author":5,"featured_media":32557,"menu_order":153,"template":"","meta":{"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","footnotes":""},"class_list":["post-117948","media-library","type-media-library","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.3 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Junge Christen und Politik - Katholische Akademie in Bayern<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/junge-christen-und-politik-eine-podiumsdiskussion\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_GB\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Junge Christen und Politik - Katholische Akademie in Bayern\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Florian Schuller: Herr Logiewa, Sie sind stellvertretender Landesvorsitzender des RCDS und studieren Jura in Bayreuth. Im Internet habe ich Ihr Motto gefunden: \u201eDie Praxis sollte das Ergebnis des Nachdenkens sein, nicht umgekehrt.\u201c Dieses \u201esollte\u201c klingt so, als sei es gegen bestimmte Erfahrungen gerichtet. Warum haben Sie sich dieses Motto ausgesucht? &nbsp; Arno Logiewa: Zum \u201esollte\u201c:&hellip;\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/junge-christen-und-politik-eine-podiumsdiskussion\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Katholische Akademie in Bayern\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2026-01-19T10:36:38+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Gesellschaft_Wirtschaft_Politik.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"872\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"490\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Estimated reading time\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"23 minutes\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/junge-christen-und-politik-eine-podiumsdiskussion\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/junge-christen-und-politik-eine-podiumsdiskussion\\\/\",\"name\":\"Junge Christen und Politik - Katholische Akademie in Bayern\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/junge-christen-und-politik-eine-podiumsdiskussion\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/junge-christen-und-politik-eine-podiumsdiskussion\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Gesellschaft_Wirtschaft_Politik.jpg\",\"datePublished\":\"2026-01-19T10:36:35+00:00\",\"dateModified\":\"2026-01-19T10:36:38+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/junge-christen-und-politik-eine-podiumsdiskussion\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"en-GB\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/junge-christen-und-politik-eine-podiumsdiskussion\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/junge-christen-und-politik-eine-podiumsdiskussion\\\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Gesellschaft_Wirtschaft_Politik.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Gesellschaft_Wirtschaft_Politik.jpg\",\"width\":872,\"height\":490},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/junge-christen-und-politik-eine-podiumsdiskussion\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Junge Christen und Politik\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\",\"name\":\"Katholische Akademie in Bayern\",\"description\":\"Kirche braucht Debatte: \u201ekatholisch\u201c mit Blick auf das Ganze \u2013 und \u201eakademisch\u201c im Vertrauen auf die Kraft der Argumente\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"en-GB\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#organization\",\"name\":\"Katholische Akademie in Bayern\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Menue-Logo-Home@2x.png\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Menue-Logo-Home@2x.png\",\"width\":496,\"height\":216,\"caption\":\"Katholische Akademie in Bayern\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/www.facebook.com\\\/katholische.akademie.bayern\\\/\"]}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Junge Christen und Politik - Katholische Akademie in Bayern","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/junge-christen-und-politik-eine-podiumsdiskussion\/","og_locale":"en_GB","og_type":"article","og_title":"Junge Christen und Politik - Katholische Akademie in Bayern","og_description":"Florian Schuller: Herr Logiewa, Sie sind stellvertretender Landesvorsitzender des RCDS und studieren Jura in Bayreuth. Im Internet habe ich Ihr Motto gefunden: \u201eDie Praxis sollte das Ergebnis des Nachdenkens sein, nicht umgekehrt.\u201c Dieses \u201esollte\u201c klingt so, als sei es gegen bestimmte Erfahrungen gerichtet. Warum haben Sie sich dieses Motto ausgesucht? &nbsp; Arno Logiewa: Zum \u201esollte\u201c:&hellip;","og_url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/junge-christen-und-politik-eine-podiumsdiskussion\/","og_site_name":"Katholische Akademie in Bayern","article_publisher":"https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/","article_modified_time":"2026-01-19T10:36:38+00:00","og_image":[{"width":872,"height":490,"url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Gesellschaft_Wirtschaft_Politik.jpg","type":"image\/jpeg"}],"twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Estimated reading time":"23 minutes"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/junge-christen-und-politik-eine-podiumsdiskussion\/","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/junge-christen-und-politik-eine-podiumsdiskussion\/","name":"Junge Christen und Politik - Katholische Akademie in Bayern","isPartOf":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/junge-christen-und-politik-eine-podiumsdiskussion\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/junge-christen-und-politik-eine-podiumsdiskussion\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Gesellschaft_Wirtschaft_Politik.jpg","datePublished":"2026-01-19T10:36:35+00:00","dateModified":"2026-01-19T10:36:38+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/junge-christen-und-politik-eine-podiumsdiskussion\/#breadcrumb"},"inLanguage":"en-GB","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/junge-christen-und-politik-eine-podiumsdiskussion\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/junge-christen-und-politik-eine-podiumsdiskussion\/#primaryimage","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Gesellschaft_Wirtschaft_Politik.jpg","contentUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Gesellschaft_Wirtschaft_Politik.jpg","width":872,"height":490},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/junge-christen-und-politik-eine-podiumsdiskussion\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Junge Christen und Politik"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#website","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/","name":"Catholic Academy in Bavaria","description":"Church needs debate: \"catholic\" looking at the whole - and \"academic\" trusting in the power of arguments","publisher":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"en-GB"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#organization","name":"Catholic Academy in Bavaria","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Menue-Logo-Home@2x.png","contentUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Menue-Logo-Home@2x.png","width":496,"height":216,"caption":"Katholische Akademie in Bayern"},"image":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/"]}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/117948","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library"}],"about":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/media-library"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/117948\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":117949,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/117948\/revisions\/117949"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/32557"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=117948"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}