{"id":118099,"date":"2026-01-20T12:03:48","date_gmt":"2026-01-20T11:03:48","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=118099"},"modified":"2026-01-20T12:03:51","modified_gmt":"2026-01-20T11:03:51","slug":"zwischen-pilgerfahrt-und-politik-fuerstenbesuche-im-fruehneuzeitlichen-rom","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/zwischen-pilgerfahrt-und-politik-fuerstenbesuche-im-fruehneuzeitlichen-rom\/","title":{"rendered":"Zwischen Pilgerfahrt und Politik"},"content":{"rendered":"<p>Rom ist eine Reise wert. Das galt auch schon in der Fr\u00fchen Neuzeit. Ebenso wie heute waren bereits damals die Gr\u00fcnde f\u00fcr einen Rombesuch vielf\u00e4ltig. Der Beitrag stellt eine besonders exklusive Gruppe von Romreisenden ins Zentrum, die Angeh\u00f6rigen des europ\u00e4ischen Hochadels. Ihre Romreisen waren, selbst wenn sie prim\u00e4r als Pilgerfahrt unternommen wurden, immer auch ein Politikum. Dabei bestand die politische Brisanz h\u00e4ufig in der Ausgestaltung des Zeremoniells.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst wird in einigen groben Strichen ein Portr\u00e4t des fr\u00fchneuzeitlichen Rom als Reiseziel gezeichnet. Dann wird er\u00f6rtert, inwiefern man den Pontifikat Clemens\u2019 XI. als eine Umbruch- und beginnende Krisenzeit f\u00fcr das Papsttum betrachten kann. Es folgen einige \u00dcberlegungen zur Rolle des Zeremoniells im p\u00e4pstlichen Rom, eine Problematik, die nicht nur, aber auch im Kontext von F\u00fcrstenbesuchen im fr\u00fchneuzeitlichen Rom immer wieder von erheblicher Bedeutung war. Sodann werden diese \u00dcberlegungen am Beispiel einiger F\u00fcrstenbesuche in Rom konkretisiert, bevor eine knappe Zusammenfassung den Beitrag beschlie\u00dft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Rom als Reiseziel in der Fr\u00fchen Neuzeit<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Rom hatte um 1700 mit 135.000 Einwohnern etwa eine ebenso gro\u00dfe Bev\u00f6lkerung wie Venedig und war damit deutlich kleiner als die bev\u00f6lkerungsreichste Stadt Italiens, Neapel, mit circa 220.000 Einwohnern. Wie kaum eine andere Stadt Italiens, ja, Europas, wenn nicht der Welt, war Rom eine Stadt mit vielen Gesichtern. Seit der Renaissance hatten die P\u00e4pste in Ankn\u00fcpfung an antik-imperiale Traditionen das Antlitz der Urbs ver\u00e4ndert: mit dem Neubau beziehungsweise der Neugestaltung von Kirchen, dem Ausbau der p\u00e4pstlichen Pal\u00e4ste, der Anlage von Pl\u00e4tzen, Wasserleitungen und Brunnen sowie dem Durchbruch neuer Stra\u00dfen. Trotz aller Bauma\u00dfnahmen f\u00fcllte das fr\u00fchneuzeitliche Rom den Aurelianischen Mauerg\u00fcrtel freilich niemals aus, der den Umfang der antiken Metropole im 3. nachchristlichen Jahrhundert markierte.<\/p>\n<p>Roms Sonderrolle unter den f\u00fchrenden St\u00e4dten Italiens und Europas gr\u00fcndete sich in der Fr\u00fchen Neuzeit zweifelsohne prim\u00e4r darauf, dass es als Ort, an dem die Gr\u00e4ber der Apostelf\u00fcrsten Petrus und Paulus verehrt wurden, eine Heilige Stadt und der Sitz des geistlichen Oberhaupts der katholischen Christenheit war. Schon in der Antike und im Mittelalter waren die Gl\u00e4ubigen in gro\u00dfer Zahl zu den M\u00e4rtyrergr\u00e4bern gepilgert. Besonders gewaltige Pilgerstr\u00f6me machten sich in den Heiligen Jahren nach Rom auf, wenn die Gl\u00e4ubigen durch den Besuch der Sieben Pilgerkirchen San Pietro, San Paolo fuori le mura, San Sebastiano fuori le mura, San Giovanni in Laterano, Santa Croce in Gerusalemme, San Lorenzo fuori le mura und Santa Maria Maggiore einen vollst\u00e4ndigen Ablass zu erwerben hofften. Erstmals im Jahr 1300 durch Bonifatius VIII. ausgeschrieben, wurde das Heilige Jahr seit dem 15. Jahrhundert alle 25 Jahre begangen. Seit dem 16. Jahrhundert gab es gedruckte Pilgerf\u00fchrer, die den Gl\u00e4ubigen als Handreichung dienten. Auch vornehme Pers\u00f6nlichkeiten nutzten die M\u00f6glichkeit, durch die Rompilgerfahrt im Heiligen Jahr den Ablass zu gewinnen. Beispielsweise kamen zum Heiligen Jahr 1625 der polnische Prinz Ladislaus Wasa und der Bruder des regierenden Kaisers, Erzherzog Wilhelm, nach Rom. Auch f\u00fcr den bayerischen Kurprinzen Karl Albrecht bildete die Er\u00f6ffnung des Heiligen Jahrs 1725 den Anlass seiner dritten und letzten Reise nach Rom.<\/p>\n<p>Rom war aber auch in eher weltlicher Hinsicht eine Pilgerstadt: als Stadt der Bildenden K\u00fcnste, der Musik und der Wissenschaft. Das p\u00e4pstliche Rom am Beginn des 18. Jahrhunderts war immer noch eine Metropole der K\u00fcnste. Noch lebte mit Pietro Ottoboni der letzte gro\u00dfe Kardinalnepot, der aufgrund seiner zahlreichen lukrativen \u00c4mter und der damit verbundenen Verm\u00f6gensakkumulation ein Patronagepotential besa\u00df, das f\u00fcr sp\u00e4tere Kirchenf\u00fcrsten unerreichbar war. Doch auch \u201eeinfache\u201c Kardin\u00e4le, die r\u00f6mischen Adelsfamilien und nat\u00fcrlich die P\u00e4pste selbst traten nach wie vor als M\u00e4zene und Patrone in Erscheinung. Es galt zwar der Grundsatz, dass die K\u00fcnste vornehmlich im Dienst der Kirche und ihrer Lehren, keineswegs aber im offenen Gegensatz zu ihnen stehen sollten. Doch zugleich gab es zahlreiche Kniffe und Winkelz\u00fcge, wie man die bestehenden Freir\u00e4ume kreativ nutzen oder den Zensoren erm\u00f6glichen konnte, \u00fcber Verst\u00f6\u00dfe hinwegzusehen, insbesondere dann, wenn sich der Delinquent der Protektion eines m\u00e4chtigen Patrons erfreute. \u00c4hnliches galt \u2013 trotz einiger Denk- oder besser Publikationsverbote \u2013 f\u00fcr Rom als Stadt der Wissenschaft und Gelehrsamkeit. Die nach Papst Gregor XIII. (1572-1585) benannte Gregoriana war noch im 18. Jahrhundert eine der bedeutenderen europ\u00e4ischen Universit\u00e4ten. Popul\u00e4re Darstellungen, die das p\u00e4pstliche Rom als einen von dogmatischer Engstirnigkeit gepr\u00e4gten Hort der finstersten Gegenreformation und der Unfreiheit schildern, zeichnen hier ein falsches, zumindest sehr einseitiges Bild.<\/p>\n<p>Allerdings zeichnete sich nicht zuletzt unter dem Pontifikat Clemens\u2019 XI. Albani (1700-1721) ein gewisser Gezeitenwechsel ab. Clemens XI. war im November 1700 als Kandidat der Zelanten, der Eiferer also, gew\u00e4hlt worden. Wie andere P\u00e4pste des 18. Jahrhunderts, die von dieser Fraktion im Kardinalskollegium in ihr Amt gebracht wurden, setzte er weniger Akzente in der Kunstpatronage, als dass er sich um eine Erneuerung von Kirche und Kurie bem\u00fchte. Das \u00e4u\u00dferte sich innerkirchlich etwa in der Einf\u00fchrung des Festes der Unbefleckten Empf\u00e4ngnis Mari\u00e4 1708, aber auch in der definitiven Verurteilung der Jansenisten in der Bulle \u201eUnigenitus Dei Filius\u201c von 1713 sowie in der Entscheidung im chinesischen Ritenstreit gegen die Jesuiten und ihre Inkulturationsstrategie, die nach Auffassung ma\u00dfgeblicher Kreise an der Kurie den konfuzianischen Traditionen Chinas allzu weit entgegenkamen. Auch als Oberhirt der r\u00f6mischen Di\u00f6zese und Souver\u00e4n des Kirchenstaats bem\u00fchte sich Clemens XI. um eine Erneuerung der Kirche.<\/p>\n<p>Trotz der sich verschiebenden Akzente blieb Rom eine Metropole der K\u00fcnste. Neben den Bau- und Kunstwerken der Neuzeit gewannen im 18. Jahrhundert die antike Vergangenheit der Urbs und ihre monumentalen Zeugnisse zunehmend an Attraktivit\u00e4t f\u00fcr die Rombesucher. Dass Colosseum, das Pantheon und andere antike St\u00e4tten wurden ebenso besichtigt wie die Antikensammlungen des Vatikans der Kardin\u00e4le und Adelsfamilien. Wer es sich leisten konnte, kaufte Antiken (von bisweilen zweifelhafter Herkunft) und nahm sie mit nach Hause.<\/p>\n<p>Nicht zu vergessen ist, dass Rom stets auch eine Stadt der Musik war. Zwar wurde die Oper zweitweise aufgrund moralischer Bedenken verboten, doch die Liebhaber des Gesangs fanden in Kantaten und Oratorien attraktive Ausweichm\u00f6glichkeiten; Instrumentalmusik war von den Verboten ohnehin nicht tangiert. Ein Beleg f\u00fcr die relative Offenheit der r\u00f6mischen Gesellschaft ist in diesem Zusammenhang auch der mehrj\u00e4hrige Aufenthalt Georg Friedrich H\u00e4ndels in Rom (1706-1708). Zwar soll der hallensische Lutheraner zur Konversion ermuntert worden sein. Dass er diesen Anregungen aber nicht folgte, verhinderte nicht, dass er im Dienst von vornehmen r\u00f6mischen Adligen und von Kardin\u00e4len stand und dass er in der Lateranbasilika \u2013 also immerhin in der Bischofskirche des Papstes \u2013 ein Orgelkonzert gab.<\/p>\n<p>\u00dcberhaupt reisten auch Protestanten, darunter regierende F\u00fcrsten und Angeh\u00f6rige regierender H\u00e4user, in gro\u00dfer Zahl nach Italien und Rom und waren dort willkommen. Freilich waren die immer wieder ge\u00e4u\u00dferten Sorgen der evangelischen Geistlichkeit um die Glaubensfestigkeit dieser Reisenden nicht ganz unbegr\u00fcndet: Nicht nur Rom und Italien, auch die katholische Kirche \u00fcbte eine beachtliche Anziehungskraft aus. Die r\u00f6mische Kurie war zudem um Konversionswillige stets bem\u00fcht und setzte neben himmlischen auch sehr irdische Lockmittel ein \u2013 und das durchaus mit Erfolg! Eine der spektakul\u00e4rsten und folgenreichsten Konversionen war die des s\u00e4chsischen Kurprinzen Friedrich August im November 1712, die dieser zwar vorerst nur heimlich, zwar nicht in Rom, aber in der zweiten Stadt des Kirchenstaats, in Bologna, vollzog. Damit waren die Weichen daf\u00fcr gestellt, dass das s\u00e4chsische Kurhaus auf Dauer katholisch sein w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Manche Rombesucher \u00e4u\u00dferten aber auch Kritik am Erscheinungsbild der Stadt, an den gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnissen und nicht zuletzt an der p\u00e4pstlichen Regierung. Diese Kritik gewann im Zeitalter der Aufkl\u00e4rung deutlich an Sch\u00e4rfe und richtete sich zunehmend nicht mehr nur gegen einzelne Missst\u00e4nde, sondern gegen die weltliche Herrschaft des Pontifex als solche.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Rom als Stadt des Zeremoniells<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Rom war, wie bereits angedeutet, nicht nur im Sinne eines spirituellen Zentrums der katholischen Kirche die Hauptstadt des Papstes, sondern als Sitz des Hofes des rangh\u00f6chsten Herrschers der Christenheit, der einen Ehrenvorrang vor allen K\u00f6nigen, ja sogar vor dem Kaiser behauptete und allgemein auch zugestanden bekam. H\u00e4ufig sprachen die Zeitgenossen \u00fcber die Kurie als dem r\u00f6mischen Hof, und sie taten dies h\u00e4ufig gerade dann, wenn sie sich kritisch \u00e4u\u00dferten.<\/p>\n<p>H\u00f6fe waren in der Fr\u00fchen Neuzeit nicht zuletzt Orte des Zeremoniells. Wenn wir heute f\u00fcr den weltlichen Bereich von Zeremoniell sprechen, denken wir vor allem an das Staatszeremoniell bei Vereidigungen von Staatsoberh\u00e4uptern und Ministern, bei Staatsbesuchen und dergleichen. Was wir bei solchen Gelegenheiten als feierlich, wom\u00f6glich auch als \u00fcbertrieben steif empfinden, ist allerdings nur ein schwacher Abglanz des fr\u00fchneuzeitlichen Zeremoniells, das in den Jahrzehnten um 1700 seine raffinierteste und ausgefeilteste Auspr\u00e4gung erhielt, sodass sich eine veritable Zeremonialwissenschaft etablierte, um diese ausgesprochen heikle Materie durchschauen, ordnen und beherrschen zu k\u00f6nnen. W\u00e4hrend die \u00e4ltere Forschung f\u00fcr die Zeremonialfragen und -streitigkeiten der Fr\u00fchen Neuzeit zumeist nur Unverst\u00e4ndnis, wenn nicht gar Spott \u00fcbrig hatte und sie als Ressourcenverschwendung und Ausdruck von Eitelkeit abtat, haben j\u00fcngere Arbeiten, unter anderem von Barbara Stollberg-Rilinger und ihren Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern, ein anderes Bild gezeichnet.<\/p>\n<p>Die fr\u00fchneuzeitlichen Gesellschaften waren hierarchische Gesellschaften, in denen das symbolische Kapital der Ehre einen weit h\u00f6heren Stellenwert besa\u00df als heute. Die an der Spitze dieser Gesellschaften stehenden F\u00fcrsten und K\u00f6nige bildeten ihrerseits eine \u201eGesellschaft der F\u00fcrsten\u201c (Lucien B\u00e9ly), deren Mitglieder penibel darauf achteten, gegen\u00fcber ihren Standesgenossen das ihnen ihrer Auffassung zukommende Quantum an Ehre zu behaupten. Dabei stand nach allgemeiner Anschauung nicht nur die jeweils eigene, sondern die Position der ganzen Dynastie auf dem Spiel, mit anderen Worten: Ein F\u00fcrst, der seine eigene Ehre besch\u00e4digte, machte sich gegen\u00fcber seinen Angeh\u00f6rigen und Nachfahren schuldig.<\/p>\n<p>Durch nichts aber konnte man die Hierarchie der europ\u00e4ischen F\u00fcrsten und Dynastien besser abbilden als durch das Zeremoniell. Von daher l\u00e4sst sich die enorme Sprengkraft fr\u00fchneuzeitlicher Rang- und Zeremonialstreitigkeiten erkl\u00e4ren. Denn die Aufwertung des einen F\u00fcrsten zog unweigerlich die zumindest implizite Abwertung des anderen nach sich. Und wenn ein F\u00fcrst, der f\u00fcr sich einen bestimmten Rang beanspruchte, es zulie\u00df, dass ihm das entsprechende Zeremoniell verweigert wurde, trug er selbst dazu bei, seinen eigenen Anspruch zu untergraben. Vor diesem Hintergrund war das Zeremoniell kein schm\u00fcckendes Beiwerk, sondern ein wichtiges Element in den Beziehungen zwischen den F\u00fcrstenh\u00f6fen und Regierungen.<\/p>\n<p>Als die Residenzstadt des vornehmsten Herrschers der Christenheit besa\u00df das p\u00e4pstliche Rom noch im 18. Jahrhundert eine wichtige Vorbildfunktion in allen Fragen des Zeremoniells, auch wenn es mittlerweile l\u00e4ngste andere Leith\u00f6fe gab, wie den Wiener Kaiserhof und das Versailles Ludwigs XIV. In der Tat stammten die \u00e4ltesten, in ihren Grundz\u00fcgen immer noch geltenden Rangordnungen vom R\u00f6mischen Hof. Zweimal gingen zudem von der Papststadt Impulse aus, die die europ\u00e4ischen Rangordnungen kr\u00e4ftig in Unruhe brachten: einmal, als Papst Pius V. 1569\/70 Cosimo de\u2019 Medici zum ersten Gro\u00dfherzog der Toskana erhob und mit diesem neuen Titel die Rangverh\u00e4ltnisse vor allem unter den italienischen F\u00fcrstenh\u00e4usern durcheinanderwirbelte, und einmal, als Papst Urban VIII. 1630 auf Dr\u00e4ngen seiner Nepoten ein Dekret erlie\u00df, gem\u00e4\u00df dem die Kardin\u00e4le allen anderen au\u00dfer den gekr\u00f6nten H\u00e4uptern im Rang vorangehen sollten. Damit wurden sozusagen die Kardin\u00e4le in der Rangfolge zwischen die K\u00f6nige und die \u00fcbrigen F\u00fcrsten eingeschoben und Letztere implizit herabgestuft. Zugleich wurde so die Kluft zwischen den K\u00f6nigen und den \u00fcbrigen F\u00fcrsten vergr\u00f6\u00dfert. Das f\u00fchrte zu zahlreichen Konflikten und Verwicklungen und dazu, dass manche F\u00fcrsten jegliche Begegnungen und Kommunikation mit Kardin\u00e4len vermieden, weil sie deren Vorrang nicht akzeptieren wollten.<\/p>\n<p>Auch sp\u00e4ter blieb es wichtig, wie sich der Papst in Rangkonflikten positionierte, und das, was in Rom geschah, wurde an den anderen H\u00f6fen stets sehr aufmerksam wahrgenommen. Von daher war Rom ein gef\u00e4hrliches Terrain in Rang und Zeremonialfragen, und entsprechend erbittert wurden hier Rangk\u00e4mpfe ausgetragen, wie im 17. Jahrhundert der Pr\u00e4zedenzstreit zwischen den Botschaftern des Allerchristlichsten, des franz\u00f6sischen, und des Katholischen, des spanischen K\u00f6nigs oder w\u00e4hrend des Spanischen Erbfolgekriegs (1701-1713\/14) der Kampf zwischen Bourbonen und Habsburgern um die Anerkennung ihres jeweiligen Pr\u00e4tendenten als K\u00f6nig von Spanien. Allerdings zeigt vor allem das letztgenannte Beispiel zugleich, wie r\u00fccksichtslos die europ\u00e4ischen M\u00e4chte den Papst im 18. Jahrhundert gelegentlich unter Druck setzten: Im Comacchio-Krieg (1708\/09) wurde Papst Clemens XI. durch Kaiser Joseph I. mit milit\u00e4rischen Mitteln gen\u00f6tigt, dessen Bruder Karl als spanischen K\u00f6nig anzuerkennen. Auch in Zeremonialfragen war der Pontifex keineswegs immer der Herr seiner Entscheidungen.<\/p>\n<p>Zeremonialstreitigkeiten besa\u00dfen ein fatales Potential, politische Beziehungen zu erschweren oder gar ganz unm\u00f6glich zu machen. Doch man fand Mittel und Wege, wie zwei H\u00f6fe trotz bestehender Zeremonialkonflikte in Verhandlungen eintreten konnten. Eine M\u00f6glichkeit bestand darin, sozusagen einen zeremoniellfreien Raum zu schaffen. Das konnte beispielsweise dadurch geschehen, dass man niederrangige Gesandte, zum Beispiel Residenten, einsetzte, die ihre Auftraggeber prinzipiell in allen Belangen vertreten konnten, ihn aber nicht in seiner ganzen Hoheit repr\u00e4sentierten.<\/p>\n<p>Wenn der F\u00fcrst oder eines seiner Familienmitglieder aber pers\u00f6nlich an einen anderen Hof reisen oder mit anderen F\u00fcrstlichkeiten zusammentreffen wollte und in diesem Zusammenhang eine nachteilige Auslegung der Rangverh\u00e4ltnisse zu bef\u00fcrchten war, dann bestand die M\u00f6glichkeit, inkognito aufzutreten. Der F\u00fcrst konnte dann zwar nicht das Zeremoniell beanspruchen, das ihm \u2013 jedenfalls seiner Auffassung nach \u2013 von Rechts wegen zustand, er musste aber auch nicht gar so akribisch darauf achten, sich und seiner Dynastie ja nichts zu vergeben. Das bedeutet nicht etwa, dass der betreffende F\u00fcrst nicht von seinen Standesgenossen empfangen wurde und von ihnen Aufmerksamkeiten und Gunsterweise erwarten konnte. Die Bewegungsspielr\u00e4ume f\u00fcr alle Akteurinnen und Akteure waren aber deutlich gr\u00f6\u00dfer, als wenn sie im zeremoniellen Raum agierten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>F\u00fcrstenbesuche im fr\u00fchneuzeitlichen Rom \u2013 einige Beispiele<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein Herrscher, der im Mittelalter noch mehr oder weniger regelm\u00e4\u00dfig nach Rom gezogen war, der R\u00f6mische K\u00f6nig beziehungsweise Kaiser, kam in der Fr\u00fchen Neuzeit nicht mehr in die Ewige Stadt. Der letzte Kaiser, der sich von einem Papst kr\u00f6nen lie\u00df, war Karl V. im Jahr 1530. Allerdings fand die Kr\u00f6nung nicht in dem wenige Jahre zuvor beim Sacco di Roma durch kaiserliche S\u00f6ldner gepl\u00fcnderten Rom, sondern in Bologna statt. F\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter trafen in Nizza Papst Paul III., Kaiser Karl V. und Franz I. von Frankreich zusammen. Als sich 1782 Papst Pius VI. und Kaiser Joseph II. begegneten, geschah dies unter g\u00e4nzlich ver\u00e4nderten Vorzeichen. Denn nun war es der Papst, der in die kaiserliche Haupt- und Residenzstadt Wien kam, um Joseph II. von seiner Kirchenpolitik abzubringen. Auch andere gekr\u00f6nte H\u00e4upter wagten sich kaum je auf das glatte r\u00f6mische Parkett. Das mag mit ihrer Unabk\u00f6mmlichkeit zusammenh\u00e4ngen, hatte aber auch mit dem p\u00e4pstlichen Zeremoniell zu tun, das auch f\u00fcr F\u00fcrsten und gekr\u00f6nte H\u00e4upter den Fu\u00dfkuss vorsah \u2013 eine Demutsgeste, wie sie f\u00fcr fr\u00fchneuzeitliche Souver\u00e4ne nur schwer auszuhalten war.<\/p>\n<p>Wohl aber kamen enge Angeh\u00f6rige von K\u00f6nigen. Ein Beispiel daf\u00fcr, wie der Empfang eines gekr\u00f6nten Hauptes in sch\u00f6nster Harmonie vor sich gehen konnte, bietet der Empfang der polnischen K\u00f6niginwitwe Maria Kasimira Luise durch Papst Innozenz XII. 1699, ein politisch eher unproblematischer Besuch. Denn in dem polnischen Wahlreich besa\u00df die K\u00f6niginwitwe eine wenig einflussreiche Stellung, da die Krone 1697 auf den s\u00e4chsischen Kurf\u00fcrsten Friedrich August I. \u2013 besser bekannt als August der Starke \u2013 \u00fcbergegangen war. Die Beschreibung der Audienz Maria Kasimiras in Johann Christians L\u00fcnigs Zeremonialhandbuch \u201eTheatrum Ceremoniale\u201c (1719\/20) beinhaltet ziemlich genau das Zeremoniell, das eine k\u00f6nigliche Person um 1700 am Papsthof erwarten konnte: Die K\u00f6niginwitwe fuhr mit sechs Karossen beim Quirinalspalast vor, wobei ihre eigene Kutsche als Zeichen ihres k\u00f6niglichen Ranges mit acht, die \u00fcbrigen mit sechs Pferden bespannt waren. 18 Lakaien, 6 Pagen und 8 Mitglieder ihrer Leibwache, alle in Livree, begleiteten den Aufzug. Am Fu\u00df der Treppe des Palastes wurde die K\u00f6nigin vom Herzog Poli, dem Gro\u00dfmeister des Heiligen Kollegiums und dem p\u00e4pstlichen Hofmeister empfangen und durch das Vorzimmer, das voller Pr\u00e4laten und Angeh\u00f6riger des r\u00f6mischen Adels war, zum Papst geleitet. Im Audienzzimmer vollzog die K\u00f6nigin eine dreifache Kniebeuge und k\u00fcsste dem Papst den Fu\u00df und die Hand. Dieser erhob sich zwar nicht von seinem Thron, empfing Maria Kasimira aber sehr freundlich und lie\u00df sie auf einem Lehnstuhl Platz nehmen. Als Zeichen der p\u00e4pstlichen Gunst wurde gewertet, dass sich Innozenz XII. etwa 90 Minuten Zeit f\u00fcr die Audienz nahm und anschlie\u00dfend auch die Damen der K\u00f6nigin zum Fu\u00dfkuss zulie\u00df.<\/p>\n<p>Anhand dieser Beschreibung sind einige Distinktionsmerkmale deutlich geworden, die am p\u00e4pstlichen Hof \u2013 in den meisten Punkten aber nicht nur da \u2013 genutzt wurden, um zwischen den vornehmsten und nicht ganz so vornehmen Besuchern zu unterscheiden. Da war zum einen die Zahl der Kutschen und der Pferde \u2013 eine achtsp\u00e4nnige Kutsche war gekr\u00f6nten H\u00e4uptern vorbehalten. Da war zum anderen der Empfang am Fu\u00df der Treppe. Weniger vornehme Pers\u00f6nlichkeiten wurden demgegen\u00fcber \u00fcblicherweise erst am oberen Ende der Treppe begr\u00fc\u00dft. Schlie\u00dflich die Erlaubnis, sich in der p\u00e4pstlichen Gegenwart zu setzen, und zwar auf einem Lehnstuhl. Weniger vornehme Pers\u00f6nlichkeiten mussten stehenbleiben oder sich mit einem unbequemeren Sitzm\u00f6bel begn\u00fcgen. Nicht ausgesch\u00f6pft hatte der Papst die M\u00f6glichkeit der Gunstbezeigungen, indem er sitzengeblieben war und sich nicht etwa kurz erhoben hatte. Bei Audienzen f\u00fcr M\u00e4nner kam noch das Unterscheidungsmerkmal hinzu, ob der Besucher seinen Kopf bedecken durfte oder nicht. Die Betreffenden, aber auch ihre Zeitgenossen nahmen sehr genau wahr, welche Ehrungen ihnen zugestanden wurden und welche nicht. Und wenn sie nicht die zeremoniellen Vorrechte erhielten, die ihnen ihrer Meinung nach geb\u00fchrten, kam es unweigerlich zum Konflikt. So nahm 1665 Herzog Johann Friedrich von Braunschweig-Calenberg Ansto\u00df daran, dass ihm von Papst Alexander VII. sowohl das Sitzen als auch das Sich-Bedecken verweigert wurde. Und 1639 f\u00fchrte ein Rombesuch Odoardos I., des Herzogs von Parma, Piacenza und Castro, nicht nur zu Zeremonialkonflikten zwischen dem Farnese und den Nepoten Papst Urbans VIII., sondern wurde letztlich zum Ausl\u00f6ser des Castro-Kriegs (1641-1644).<\/p>\n<p>\u00c4hnliche Zeremonialkonflikte gab es auch noch im 18. Jahrhundert, beispielsweise beim Rom-Besuch des w\u00fcrttembergischen Herzogs Karl Eugen im Jahr 1753. Der Herzog war zwar selbst katholisch, regierte aber eines der Stamml\u00e4nder des deutschen Luthertums. Er stand daher unter besorgter Beobachtung der w\u00fcrttembergischen Eliten, als er sich nach Rom begab. Indessen erwies sich der Fu\u00dfkuss als un\u00fcberwindliches Hindernis f\u00fcr eine Audienz des Karl Eugens bei Benedikt XIV. In offiziellen Schreiben an den Papst hatte der Herzog zwar immer wieder beteuert, dass er dessen F\u00fc\u00dfe k\u00fcsse, er weigerte sich nun aber, das auch in der Realit\u00e4t zu tun. Der Konflikt wurde \u00f6ffentlich, als der erboste Papst den Kardin\u00e4len und dem r\u00f6mischen Adel verbot, den Herzog zu empfangen, der sich nun seinerseits blo\u00dfgestellt f\u00fchlte und unverz\u00fcglich nach Neapel weiterreiste.<\/p>\n<p>Nach seiner R\u00fcckkehr nahm Karl Eugen zwar an den Feierlichkeiten der Heiligen Woche in Rom teil; \u00fcber eine Audienz konnte man sich aber erneut nicht einigen, da der Herzog auch den ihm nahegelegten Ausweg eines Inkognito ablehnte. Man fand dann einen Weg, auch ohne Fu\u00dfkuss und offizielle Audienz eine Art Begegnung zwischen Papst und Herzog herbeizuf\u00fchren: Am Gr\u00fcndonnerstag wurde Karl Eugen in der Loggia zugelassen, von der aus der Papst, wie \u00fcblich, die Bulle \u201eIn Coena Domini\u201c verlas, und kam so ganz in die N\u00e4he des Papstes. \u00c4hnlich verhielt es sich bei den folgenden Gottesdiensten, und am Ostersonntag wurden Karl Eugen in den R\u00e4umen des p\u00e4pstlichen Majordomus Kardinal Colonna die p\u00e4pstlichen Tiaren und Mitren gezeigt und Erfrischungen gereicht. Auf diese Weise wurde der Eklat des ersten Rombesuchs \u00fcbert\u00fcncht.<\/p>\n<p>Es kann jedoch kaum ein Zweifel daran bestehen, dass der Herzog in Rom einen denkbar schlechten Eindruck hinterlie\u00df, wie aus einem Schreiben Benedikts XIV. vom Tag der Abreise Karl Eugens (9. Mai 1753) an den Kardinalerzbischof von Lyon hervorgeht: \u201eAbgereist ist von hier der Herzog von W\u00fcrttemberg, wo er eine erb\u00e4rmliche Figur gemacht hat. Er ist auch nicht an dem p\u00e4pstlichen Hof erschienen, die Personen von Ehre haben Abscheu gehabt, ihn zu hofieren, wie er es \u00fcbrigens auch verdient hat. Und aus den Briefen aus Deutschland, die sich auf die Nachrichten \u00fcber das Benehmen des F\u00fcrsten uns gegen\u00fcber beziehen, liest man eine allgemeine Missbilligung und meint, dies seien einige \u00dcberbleibsel des Luthertums gewesen.\u201c<\/p>\n<p>Ganz anders verlief der erneute Rombesuch Karl Eugens im Jahr 1775, als er die Gelegenheit hatte, dem neugew\u00e4hlten Papst Pius VI. seine Aufwartung zu machen. Der Herzog scheint diesmal nicht gez\u00f6gert haben, dem neugew\u00e4hlten Papst den Fu\u00dfkuss zu leisten, der ihn dadurch auszeichnete, dass er ihn freundlich umarmte und das Wort an ihn richtete. Schlie\u00dflich lie\u00df er ihn sogar schriftlich ersuchen, die beabsichtigte Abreise aus Rom zu verschieben, um ihm \u2013 mit den Worten des lutherischen Theologen und Kanzlers der Universit\u00e4t T\u00fcbingen Johann Friedrich Lebret, dem wir das Tagebuch der zweiten Romreise Herzog Karl Eugens verdanken \u2013 \u201edas Vergn\u00fcgen einer zwoten Unterredung zu gew\u00e4hren\u201c. Ort des Geschehens war, so Lebret, zur gro\u00dfen Genugtuung des Herzogs das \u201eeigene Gemach des Pabstes\u201c, das er, geleitet vom p\u00e4pstlichen Majordomus Giovanni Archinto \u201eals Souverain nicht durch die Seitenth\u00fcre, sondern zur Ehren Distinction durch die mittlere Th\u00fcre\u201c betrat.<\/p>\n<p>Mit dieser Auszeichnung waren die dem Herzog erwiesenen Liebensw\u00fcrdigkeiten noch l\u00e4ngst nicht beendet: \u201eSie trafen den Pabst stehend an, der Ihnen entgegen gieng und Sie aufs liebreichste mit v\u00e4terlichen Gesinnungen umarmte. Es wurde hierauf Serenissimo ein Sessel vorgestellt, auf den Sie der Pabst mit der gr\u00f6sten liebreichsten Achtung sizen hie\u00df, auch nicht eher sich sezen wollte, als bi\u00df Serenissimus selbst sich gesezt h\u00e4tten. Die Unterredung nahm hierauf ihren Anfang, und gleichwie der Pabst nie anders mit Serenissimo als durch Altezza Serenissima oder Vostra Altezza sprach, also erwiederten auch Se. Herzogliche Durchlaucht alle diese unterscheidende Beweise einer wahren Achtung durch vorz\u00fcgliche Beweise derjenigen Hochachtung, die dem Pabste als Oberhaupte der catholischen Kirche geb\u00fchrt, ohne hiebey den Character des Souverain jemals aus den Augen zu sezen. Serenissimus waren \u00fcber die Unterredung und die ganze Anordnung derselben sehr vergn\u00fcgt und schlossen mit diesem Vergn\u00fcgen Ihren Aufenthalt in Rom.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Conclusion<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das fr\u00fchneuzeitliche Rom war eine Stadt mit vielen Gesichtern: dank der Apostel- und unz\u00e4hliger M\u00e4rtyrergr\u00e4ber eine Heilige Stadt, eine Stadt der Bildenden K\u00fcnste, der Wissenschaft und der Musik, eine Stadt, in der die klassische Antike erfahrbar war, die Hauptstadt des Kirchenstaats und die Residenzstadt der rangh\u00f6chsten Pers\u00f6nlichkeit im christlichen Europa, des Papstes. Und so vielf\u00e4ltig die Gesichter der Urbs waren, so vielf\u00e4ltig waren die Gr\u00fcnde, ihr einen Besuch abzustatten.<\/p>\n<p>Allerdings hatten Rombesuche f\u00fcrstlicher Pers\u00f6nlichkeiten, auch wenn es sich ausdr\u00fccklich um Pilgerfahrten handelte, nahezu unausweichlich immer auch eine politische Komponente. Dies nicht zuletzt aufgrund der Erfordernis, durch die Beanspruchung eines angemessenen Zeremoniells den Status der eigenen Person, aber auch der gesamten Dynastie zu wahren, denn auch noch im 18. Jahrhundert blieb der p\u00e4pstliche Hof als Orientierungspunkt f\u00fcr das h\u00f6fische Zeremoniell und die Rangordnung in der \u201eGesellschaft der F\u00fcrsten\u201c wichtig. Daher k\u00f6nnen die zahlreichen Zeremonial- und Rangkonflikte \u2013 nicht nur, aber gerade auch in Rom \u2013 keineswegs als Ausdruck einer pers\u00f6nlichen Eitelkeit von F\u00fcrsten abgetan werden. Rang und Zeremoniell waren in der Fr\u00fchen Neuzeit vielmehr etwas eminent Politisches und lie\u00dfen sich auch durch Kunstgriffe wie ein Inkognito nicht v\u00f6llig ausblenden. Auch Pilgerreisen und Kavalierstouren von F\u00fcrsten und deren Angeh\u00f6rigen hatten vor diesem Hintergrund stets eine politische Komponente. Vor allem deswegen war gerade die Ewige Stadt ein gef\u00e4hrliches Pflaster \u2013 auch f\u00fcr einen bayerischen Kurprinzen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rom ist eine Reise wert. Das galt auch schon in der Fr\u00fchen Neuzeit. Ebenso wie heute waren bereits damals die Gr\u00fcnde f\u00fcr einen Rombesuch vielf\u00e4ltig. Der Beitrag stellt eine besonders exklusive Gruppe von Romreisenden ins Zentrum, die Angeh\u00f6rigen des europ\u00e4ischen Hochadels. 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