{"id":118122,"date":"2026-01-20T14:10:44","date_gmt":"2026-01-20T13:10:44","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=118122"},"modified":"2026-01-20T14:10:44","modified_gmt":"2026-01-20T13:10:44","slug":"fluechtlinge-chancen-und-herausforderungen-fuer-deutschland","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/fluechtlinge-chancen-und-herausforderungen-fuer-deutschland\/","title":{"rendered":"Fl\u00fcchtlinge: Chancen und Herausforderungen f\u00fcr Deutschland"},"content":{"rendered":"<h3><strong>I.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Lassen Sie mich zun\u00e4chst mit einer pers\u00f6nlichen Erfahrung beginnen. Anfang der 1990er Jahre war eine gro\u00dfe Fl\u00fcchtlingsproblematik zu bew\u00e4ltigen. Eine ihrer Ursachen war der Krieg in Jugoslawien. Ich selber war damals Gemeindepfarrer in einer Pfarrei etwas au\u00dferhalb der Bistumsstadt Regensburg. Durch den Staat wurde in diesem Ort eine gro\u00dfe Gemeinschaftsunterkunft f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge eingerichtet. Die meisten Asylsuchenden in dieser Unterkunft waren Kosovo-Albaner. Hinzu kam eine gro\u00dfe Gruppe aus Afrika.<\/p>\n<p>Immer wieder habe ich die Unterkunft besucht und Kontakte gekn\u00fcpft. Ich habe viel \u00fcber die Fluchtmotive erfahren. Sie waren so unterschiedlich wie Menschen unterschiedlich sind. Sie reichten von echter existenzieller Bedrohung bis hin zu etwas fragw\u00fcrdigen Konstellationen. Nach und nach lernt man zu unterscheiden. Hilfreich war f\u00fcr mich dabei die Erfahrung der Caritas-Mitarbeitenden, die ich immer wieder zu Rate ziehen konnte.<\/p>\n<p>In der Pfarrgemeinde war das Thema pr\u00e4sent. Wir haben Asylsuchende zu Begegnungen in unser Pfarrheim eingeladen. Einigen anerkannten Fl\u00fcchtlingen konnten wir Wohnm\u00f6glichkeiten verschaffen. Afrikanische Christen haben in unseren Gottesdiensten Lieder aus ihrer Heimat gesungen. Und ich habe mit ihnen einen Gedenkgottesdienst gefeiert f\u00fcr den Bruder einer Asylsuchenden, der in seiner Heimat ums Leben gekommen war.<\/p>\n<p>Nach und nach nahm die Zahl der Asylsuchenden ab. Viele sind als anerkannte Fl\u00fcchtlinge geblieben, andere sind in ihre Heimat zur\u00fcckgekehrt. Als ich nach meiner Zeit als Gemeindepfarrer Direktor des Caritasverbandes wurde, hatte ich weiterhin viel mit der Fl\u00fcchtlingsproblematik zu tun. Die Aufgabe war dringlich und sehr pr\u00e4sent, aber auch \u00fcberschaubar.<\/p>\n<p>Nun aber hat die aktuelle Fl\u00fcchtlingssituation eine Dimension angenommen, die \u00fcber das Ma\u00df der vergangenen Jahre weit hinausgeht. Bei ihrem Besuch auf der Insel Lesbos im April dieses Jahres haben Patriarch Bartholom\u00e4us von Konstantinopel, Erzbischof Hieronymus von Athen und ganz Griechenland sowie Papst Franziskus gemeinsam die aktuelle Herausforderung als ernsteste humanit\u00e4re Krise f\u00fcr Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges benannt. Eine wachsende Zahl von Fl\u00fcchtlingen sucht Zuflucht in Europa, auch wenn bekanntlich die meisten von ihnen in den Krisenregionen des Mittleren Ostens und Afrikas bleiben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>II.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen n\u00fcchtern feststellen: Es gibt zu viele Regionen in der Welt, in denen es nicht gelingt, stabile und gerechte politische und soziale Verh\u00e4ltnisse zu schaffen. Positive Entwicklungen werden verhindert durch korrupte Systeme oder durch radikalen Fanatismus und Fundamentalismus. Hinzu kommen Naturkatastrophen und die Folgen des Klimawandels, die viele Menschen bewegen oder zwingen, ihre Heimat zur verlassen. Wir m\u00fcssen aber auch feststellen: Inmitten all der weltweiten Entwicklungen kann Europa keine Insel oder Oase mehr bleiben, an denen die weltweiten Krisen vorbeigehen oder abprallen.<\/p>\n<p>Ich darf an dieser Stelle einige S\u00e4tze aus der Rede des aus Bayern stammenden Bundesministers f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Gerd M\u00fcller, vor dem deutschen Bundestag am 12. Mai dieses Jahres zitieren, die ich uneingeschr\u00e4nkt teile: Die aktuelle Fluchtsituation \u201efordert von der Weltgemeinschaft eine ganz neue Dimension von globaler Zusammenarbeit und Verantwortung \u2026 Es bedarf einer neuen globalen Verantwortungsethik weltweiten Handelns \u2026 Die Reaktion der reichen Industriestaaten wie der USA und der Staaten der EU darf (deshalb) nicht auf Abwehr und Zur\u00fcckweisung beschr\u00e4nkt sein.\u201c Und zu Recht stellt er fest: \u201eWir sind durch unseren Lebens-, Konsum- und Wirtschaftsstil f\u00fcr die Ursachen der Krisen mitverantwortlich\u201c.<\/p>\n<p>\u00dcber diese politischen Aussagen geht unser Verst\u00e4ndnis als Kirche noch einmal weit hinaus. Unser Verst\u00e4ndnis von Kirche ist universal. Eine Kirche kann nichts anderes sein als eine \u201eKirche ohne Grenzen\u201c. Das hat Papst Franziskus in seinem Apostolischen Schreiben \u201eEvangelii gaudium\u201c von 2013 eindeutig festgehalten (EG 210). Dieser ekklesiologischen Dimension, aus der sich eine weltweite Verantwortung ableitet, steht die Vorstellung von einer \u201eFestung Europa\u201c diametral gegen\u00fcber.<\/p>\n<p>Wiederum ist Minister M\u00fcller zuzustimmen, wenn er die Forderung ableitet, \u201e\u00dcberlebens-, Zukunfts- und Bleibeperspektiven f\u00fcr die Menschen in Krisen-, Konflikt- und Entwicklungsl\u00e4ndern vor Ort zu schaffen\u201c. Anhand konkreter und eindrucksvoller Beispiele kann der Minister belegen, dass diese Gedanken keine Illusion sein m\u00fcssen. Er verweist etwa auf das Projekt \u201ecash for work\u201c. Fl\u00fcchtlinge erhalten vor Ort im Nordirak, Jordanien und im Libanon Werkzeug und Geld, um selber zerst\u00f6rte H\u00e4user wieder aufzubauen.<\/p>\n<p>Eine aktive Rolle nimmt \u2013 um wieder zu Kirche und Caritas zur\u00fcckzukommen \u2013 auch die Auslandsabteilung des Deutschen Caritasverbandes ein. Sie unterst\u00fctzt beispielsweise die Caritas in Marokko. Diese hat allein zwischen 2013 und 2016 in drei Migrationszentren etwa 12.000 Migrantinnen und Migranten begleitet, die aus Zentralafrika (Subsahara) nach Norden ziehen. Sie erhalten Unterricht und Ausbildung. Viele erhalten dadurch eine Perspektive vor Ort, auch wenn damit nicht alle ihr eigentliches Ziel, n\u00e4mlich Europa, aufgeben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>III.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nach diesen Aspekten und Beispielen darf ich nun einige Gedanken und Stichworte zur spezifischen Rolle und Aufgabe der Kirche und der Caritas benennen. In einem f\u00fcr unsere katholische Kirche zentralen Dokument des Zweiten vatikanischen Konzils, der Pastoralkonstitution \u201eGaudium et spes\u201c, findet sich folgende Formulierung: \u201eFreude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedr\u00e4ngten aller Art, sind auch die Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der J\u00fcnger Christi. Und es gibt nichts wahrhaft Menschliches, das nicht in ihren Herzen seinen Widerhall findet.\u201c Damit sind wir als Kirche insgesamt wie als einzelne Christen mitten hineingenommen in die aktuelle Fl\u00fcchtlingsproblematik. Wir wissen uns auf besondere Weise gefordert. Wir setzen uns mit Entschiedenheit f\u00fcr die Anliegen der Menschen ein, die als Fl\u00fcchtlinge und Asylsuchende zu uns kommen.<\/p>\n<p>Dieser Einsatz darf aber niemals zu Lasten des Wohles unserer Gesellschaft insgesamt beziehungsweise der Benachteiligten in ihr gehen. Mit der Politik und den Menschen unseres Landes stehen wir in einem intensiven Austausch \u00fcber die M\u00f6glichkeiten, aber auch die Grenzen, Fl\u00fcchtlinge und Asylsuchende aufzunehmen. Dabei k\u00f6nnen wir keine Patentrezepte anbieten. Aber wir wissen und bringen in die Debatte ein, dass f\u00fcr die Bew\u00e4ltigung eine tragf\u00e4hige ethische und theologische Orientierung unentbehrlich ist.<\/p>\n<p>Mit Politik, \u00d6konomie oder Milit\u00e4r allein ist den Krisen nicht beizukommen. Notwendig ist die R\u00fcckbesinnung auf das, was den Menschen in Wahrheit ausmacht. Eine vor allem im Westen zunehmende S\u00e4kularisierung und ein rein auf das Diesseits bezogener Materialismus relativieren immer mehr die eigentliche Wahrheit des Menschen, n\u00e4mlich die in seiner Gottebenbildlichkeit begr\u00fcndete W\u00fcrde. Gesellschaften, die mit dem Abdr\u00e4ngen der Religion in die Privatsph\u00e4re auch diese grundlegenden Wahrheiten relativieren, tragen selber zu Tendenzen von Destabilisierung und Entsolidarisierung bei.<\/p>\n<p>Bevor ich zu den ganz pragmatischen Handlungsfeldern komme, sind einige Aussagen zu den Grundlagen des kirchlichen Engagements f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge zu nennen. Der bereits genannte Konzilstext \u201eGaudium et spes\u201c fordert uns auf, \u201enach den Zeichen der Zeit zu forschen und sie im Licht des Evangeliums zu deuten\u201c (GS 4). Ich greife dabei auf einige Aspekte aus den Leits\u00e4tzen der Deutschen Bischofskonferenz zur\u00fcck, die diese im Februar dieses Jahres ver\u00f6ffentlicht hat.<\/p>\n<p>Der Evangelist Matth\u00e4us \u00fcberliefert uns das Wort Jesu: \u201eIch war fremd und obdachlos, und ihr habt mich aufgenommen\u201c (Mt 25,35). Vor diesem Hintergrund geh\u00f6rt die Sorge f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge und Migranten zu unserem Selbstverst\u00e4ndnis als Kirche. Das Wort Jesu bindet unsere Kirche auf allen ihren Ebenen. Es bindet jeden einzelnen Christen oder die Zusammenschl\u00fcsse in Gruppen oder Vereinen. Gerade die Caritas sieht sich hier in einer besonderen Verpflichtung. \u00dcber ihr konkretes Wirken wird an sp\u00e4terer Stelle noch die Rede sein. Die Hoffnungen und \u00c4ngste der Menschen auf der Flucht sind auch die Hoffnungen und \u00c4ngste der Kirche und ihrer Gl\u00e4ubigen.<\/p>\n<p>Ausgangs- und Zielpunkt aller Bem\u00fchungen ist die Wahrung der individuellen W\u00fcrde jedes Fl\u00fcchtlings und jedes Asylsuchenden. Hinter den hohen Fl\u00fcchtlingszahlen verbergen sich je eigene Schicksale und individuelle Lebens- und Leidenswege. Im Gegensatz zur \u00f6ffentlichen Debatte, die nicht selten zu pauschalen Urteilen neigt, sehen wir als Kirche immer den einzelnen Menschen. Das erfordert ein hohes Ma\u00df an Sensibilit\u00e4t und Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen.<\/p>\n<p>Wir wissen um die besondere Bedr\u00e4ngnis der Christen im Mittleren Osten und in Afrika. Sie sind weithin unmittelbarer Verfolgung und existenzieller Bedrohung ausgesetzt. Viele haben um ihres Glaubens willen Hab und Gut und nicht selten Angeh\u00f6rige als Opfer von radikalem Fanatismus verloren und m\u00fcssen ihre Heimat verlassen. Ihnen gilt unsere besondere Sorge. Dies \u00e4ndert aber nichts an der grundlegenden Linie, dass die Hilfe der Kirche allen Menschen gilt.<\/p>\n<p>Die Menschen, die derzeit zu uns kommen, w\u00fcnschen sich f\u00fcr ihre Heimat Frieden und Gerechtigkeit und dass sie bald wieder dorthin zur\u00fcckkehren k\u00f6nnen. F\u00fcr die Krisenregionen im Mittleren Osten und in Afrika zeichnen sich aber keine schnellen L\u00f6sungen ab. Deshalb werden viele Fl\u00fcchtlinge l\u00e4ngerfristig in Deutschland bleiben. Deshalb ist das Thema Integration von zentraler Bedeutung. Der Zustrom wird unsere Gesellschaft ver\u00e4ndern. Menschen aus anderen Regionen und Kulturen bringen ihre kulturelle und religi\u00f6se Pr\u00e4gung mit, denn man kann diese nicht einfach ablegen wie man ein Kleidungsst\u00fcck ablegt. In einer offenen Gesellschaft ist das Zusammenleben zwischen Menschen unterschiedlicher kultureller, religi\u00f6ser und weltanschaulicher Pr\u00e4gung m\u00f6glich. Wichtig ist dabei, dass wir als Christen unsere eigene Pr\u00e4gung nicht verleugnen. Im Gegenteil: Die Ver\u00e4nderungen werden uns herausfordern, uns unserer christlichen Identit\u00e4t neu zu vergewissern.<\/p>\n<p>Nur wer einen klaren eigenen Standpunkt hat und diesen selbstbewusst vertritt, kann anderen mit Respekt und Toleranz begegnen. Er braucht auch keine Angst haben vor \u201e\u00dcberfremdung\u201c. In einem katholischen Kindergarten wird deshalb weiterhin das Kreuz als christliches Erkennungszeichen h\u00e4ngen, auch wenn in dieser Einrichtung muslimische Kinder aufgenommen werden. Ich erwarte auch bei uns eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Wurzeln unserer christlich gepr\u00e4gten Gesellschaft. Wir m\u00fcssen wieder deutlicher in die \u00f6ffentliche Debatte einbringen, wie sehr unsere Kultur vom Geist des Christentums gepr\u00e4gt ist und welche Risiken wir eingehen, wenn sich das Wissen darum immer mehr verfl\u00fcchtigt. Davon habe ich vorher bereits gesprochen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>IV.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als Caritas beteiligen wir uns aktiv an Integrationsma\u00dfnahmen. Wir leisten unseren Beitrag zum Erwerb von sprachlicher und beruflicher Qualifikation. Wir er\u00f6ffnen aber auch den Zugang zum Verst\u00e4ndnis der Grundwerte, die f\u00fcr unsere Gesellschaft kennzeichnend sind. Die Caritas kommt dabei ihrem dreifachen Aufgabenspektrum nach: Sie will durch Beteiligung an der gesellschaftlichen Debatte Anwalt f\u00fcr die Schwachen sein, inmitten zunehmend aggressiver \u00f6ffentlicher Diskussionen Solidarit\u00e4t \u2013 auch zwischen Fl\u00fcchtlingen und Einheimischen \u2013 stiften und ganz konkrete soziale Hilfeleistung anbieten.<\/p>\n<p>Dazu darf ich nun einige Felder unseres Handelns als Caritas konkret benennen. Den Schwerpunkt der Arbeit der Caritas mit Asylsuchenden bildet die Asylsozialberatung. Derzeit sind rund 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Caritas in Bayern in diesem Bereich t\u00e4tig. Sie verf\u00fcgen in der Regel \u00fcber die berufliche Qualifikation eines Sozialp\u00e4dagogen oder einer Sozialp\u00e4dagogin.<\/p>\n<p>Ihre Aufgabe ist die Beratung und Unterst\u00fctzung der Fl\u00fcchtlinge in der Bew\u00e4ltigung der f\u00fcr diese v\u00f6llig neuen und ungewohnten Situation. Sie geben Grundinformationen und Orientierungshilfen zum Leben in der Gesellschaft des Aufnahmelandes.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus informieren und beraten sie \u00fcber die Rechte und Pflichten im Ausl\u00e4nder- und Sozialrecht und insbesondere im Asylverfahren. Das bedeutet ganz konkret: Sie geben Informationen \u00fcber das Verwaltungsverfahren, erl\u00e4utern Bescheide, unterst\u00fctzen bei Antr\u00e4gen oder bei der Besorgung notwendiger Unterlagen. Die Asylsozialberater arbeiten dabei zwar mit den verschiedenen Beh\u00f6rden zusammen, sind aber nicht deren Ausf\u00fchrungsorgane. Die Beh\u00f6rden haben ihnen gegen\u00fcber keine Weisungsbefugnis. Diese Unabh\u00e4ngigkeit ist ein zentrales Kennzeichen der Beratung. Sie schafft Vertrauen zwischen Ratsuchenden und Beratern.<\/p>\n<p>Unsere Asylsozialberater sind wichtige Ansprechpartner in all der Vielfalt der Fragen, die mit Flucht- und Migrationssituationen zu tun haben: \u00c4ngste und Belastungen, Konflikte innerhalb der Fl\u00fcchtlingsgruppen, pers\u00f6nliche Krisen, psychische Belastungen, Sorgen um die Angeh\u00f6rigen in der Heimat, Sorge um die Zukunft im Aufnahmeland, Hilfem\u00f6glichkeiten bei traumatischen Erlebnissen, richtiger Umgang mit Krankheit und Behinderung und vieles andere mehr. Asylsozialberater begleiten die Asylsuchenden in der f\u00fcr diese oft entscheidende Frage: Habe ich eine Chance, hier bleiben zu k\u00f6nnen, zumindest auf Zeit? Was passiert, wenn ich wieder zur\u00fcck in meine Heimat muss?<\/p>\n<p>Asylsozialberater sind also Ansprechpartner f\u00fcr alle Fragen, die die Fl\u00fcchtlinge bedr\u00e4ngen, sie sind Vermittler zwischen diesen und den Beh\u00f6rden, sie sind oft auch Anw\u00e4lte ihrer Rechte und Anspr\u00fcche und sie sind Vertrauenspersonen. Insofern kann man die Aufgabe der Asylsozialberatung mit den Begriffen Vermittlung, Anwaltschaft und Vertrauen am besten umschreiben. Die Asylsozialberatung ist keine gesetzliche Pflichtleistung. Aber sie wird in Politik, Gesellschaft und Beh\u00f6rden als wichtig und unverzichtbar erachtet. Das Land Bayern f\u00f6rdert deshalb diesen Dienst durch die \u00dcbernahme von etwa zwei Drittel der Personalkosten. Viele Kommunen leisten einen zus\u00e4tzlichen finanziellen Beitrag. Trotzdem verbleibt noch eine immense Summe, die Kirche und Caritas f\u00fcr diese soziale T\u00e4tigkeit aufbringen.<\/p>\n<p>Wichtig ist die Verkn\u00fcpfung der professionellen Sozialarbeit der Caritas mit dem ehrenamtlichen Engagement in den Pfarrgemeinden. Einzelne Gl\u00e4ubige wie auch kirchliche Gruppen und Vereine unterst\u00fctzen Fl\u00fcchtlinge. Sie pflegen Kontakte, geben Orientierungshilfen, \u00fcbernehmen Patenschaften, unterst\u00fctzen bei der Wohnungssuche oder beim Spracherwerb, laden zu gemeinsamen Festen. Das freiwillige Engagement in der Kirche und in der Gesellschaft insgesamt ist nach wie vor ungebrochen hoch, trotz mancherorts zunehmender Fremdenfeindlichkeit. Die meisten lassen sich dadurch nicht entmutigen.<\/p>\n<p>Neben vielen anderen Aspekten wie zum Beispiel schulische und berufliche Bildung oder Einstieg in das Arbeitsleben ist f\u00fcr mich die Betreuung von Kindern von zentraler Bedeutung. Die Aufnahme von Fl\u00fcchtlingskindern in unsere Kinderg\u00e4rten war von Anfang an ein Schwerpunkt der Caritas in Bayern. Wir haben dieses Thema als erste in die politische Diskussion eingespeist. An vielen kirchlichen Kinderg\u00e4rten kann man folgendes einfache Schema vorfinden: Asylsuchende Eltern bringen ihr Kind am Morgen in den Kindergarten. Anschlie\u00dfend nehmen sie an einem ehrenamtlich organisierten Sprachkurs teil und holen die Kinder anschlie\u00dfend wieder ab. Diese Form erfordert f\u00fcr das Kindergartenpersonal spezielle Schulungen in interkultureller Kompetenz. Sie ben\u00f6tigen viel Hintergrundwissen \u00fcber die kulturelle Situation der Herkunftsl\u00e4nder, ohne dabei die eigene, christlich gepr\u00e4gte Kultur zu nivellieren. Unsere Forderungen an die Politik, f\u00fcr diese zus\u00e4tzlichen Aufgaben eine entsprechende finanzielle Ausstattung zu erm\u00f6glichen, war lange Zeit nicht, zuletzt jedoch in einem zumindest geringen Umfang erfolgreich.<\/p>\n<p>Noch ein weiteres Feld darf ich an dieser Stelle nennen. Es betrifft die unbegleiteten Minderj\u00e4hrigen. Derzeit werden in Bayern circa 15.000 Kinder und Jugendliche, die ohne Begleitung durch Erwachsene gekommen sind, nach dem deutschen Kinder- und Jugendhilfegesetz betreut. Die tats\u00e4chliche Zahl liegt h\u00f6her, weil darin nicht diejenigen erfasst sind, die in Notunterk\u00fcnften, Gemeinschaftsunterk\u00fcnften oder bei Verwandten leben.<\/p>\n<p>Die Caritas betreut mit ihren Fachverb\u00e4nden und Orden derzeit knapp 3.000 Kinder und Jugendliche in heilp\u00e4dagogischen oder sozialp\u00e4dagogischen Wohngruppen, im Betreuten Wohnen, in anderen Wohnformen oder durch ambulante Unterst\u00fctzung. Der Bedarf an Betreuung ist sehr unterschiedlich und deshalb individuell zugeschnitten. Es geht darum, Erlebtes zu verarbeiten, Schwierigkeiten bis hin zu Traumatisierung zu bew\u00e4ltigen und Schritt f\u00fcr Schritt Perspektiven f\u00fcr die Zukunft aufzubauen. Bei Gespr\u00e4chen und Besuchen wird mir immer wieder best\u00e4tigt, dass der weitaus gr\u00f6\u00dfte Teil sehr motiviert ist, die deutsche Sprache zu erlernen, um m\u00f6glichst schnell eine Ausbildung machen zu k\u00f6nnen. Diese Lernbereitschaft wirkt sich oft sogar sehr positiv auf deutsche Jugendliche aus schwierigen sozialen Verh\u00e4ltnissen aus, mit denen sie in den Einrichtungen zusammen sind.<\/p>\n<p>Die professionelle Betreuung dieser Kinder und Jugendlichen schafft eine wichtige Voraussetzung f\u00fcr die Integration in das berufliche Leben. Dies wird auch durch die Arbeitsagenturen best\u00e4tigt. Sehr erfolgversprechend sind spezielle Integrationsprojekte. Ein Beispiel sind die Integrationspatenschaften des kirchlichen Don Bosco Jugendwerkes in Bamberg. Inzwischen haben sich 40 ehrenamtliche Paten zur Verf\u00fcgung gestellt, die Kinder und Jugendlichen mit den Werten und allt\u00e4glichen Gepflogenheiten der deutschen Kultur vertraut machen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>V.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u00dcber unsere Auslandsabteilung beim Deutschen Caritasverband und unser internationales Caritasnetzwerk arbeiten wir sodann auch mit der Caritas hier in Griechenland zusammen. Im Norden Griechenlands sind wir in zwei Fl\u00fcchtlingscamps beteiligt an der Versorgung von Fl\u00fcchtlingen mit frischen Nahrungsmitteln erg\u00e4nzend zu den Ma\u00dfnahmen der Beh\u00f6rden sowie der Bereitstellung von mobilen Toiletten, Kleidern und Hygieneartikeln. Wir unterst\u00fctzen ein \u201esocial service center\u201c in Athen mit verschiedenen Dienstleistungen wie Beratung, Kinderbetreuung oder au\u00dferschulischen Unterricht.<\/p>\n<p>Derzeit bem\u00fche ich mich pers\u00f6nlich darum, eine syrische Familie nach M\u00fcnchen zu holen, denn die j\u00fcngste Tochter braucht aufgrund schwerer Verbrennungen nach einem Bombenangriff eine plastische Operation. Eine Wohnung habe ich gefunden, und eine \u00c4rztin der Caritas steht bereit. Die Familie wird derzeit von der griechischen Caritas auf der Insel Lesbos betreut. F\u00fcr die weiter Betreuung stehen dann Caritas und Diakonie in Deutschland zur Verf\u00fcgung. Ich bin selber immer wieder beeindruckt, wie selbstverst\u00e4ndlich gerade im Bereich der Kirche grenz\u00fcberschreitend solidarisch gehandelt wird. Diese Beispiele sollten einen kleinen Einblick in das vielf\u00e4ltige Engagement der Kirche und ihrer Caritas in Bayern geben.<\/p>\n<p>Die Medien berichten bekanntlich \u00fcberwiegend von spektakul\u00e4ren Ereignissen. Das gilt im positiven wie im negativen Sinn. Als vor gut einem Jahr, im September 2015, viele tausende Fl\u00fcchtlinge am M\u00fcnchner Hauptbahnhof ankamen, wurde eine geradezu \u00fcberw\u00e4ltigende Willkommenskultur zur wichtigsten Nachricht. Und das zu Recht. M\u00f6glich war dies nur, weil sich spontan unz\u00e4hlige Freiwillige einfanden, um die ersten notwendigen Versorgungen zu organisieren.<\/p>\n<p>Berichtet wird auch \u2013 und wieder zu Recht \u2013 von Anschl\u00e4gen und im Gegenzug von Fremdenfeindlichkeit und Angst. Aber das ist nur die spektakul\u00e4re Au\u00dfenseite der Wahrheit. Es gibt noch eine andere im Hintergrund, und diese ist das Bet\u00e4tigungsfeld der Caritas. Die Arbeit der Caritas f\u00e4ngt an, wenn die Kameras abschalten. Sie geschieht \u00fcberwiegend \u201ehinter den Kulissen\u201c. Sie ist nicht spektakul\u00e4r. Sie geschieht beharrlich, unaufgeregt und kompetent. Sie ist nicht abh\u00e4ngig von momentanen politischen oder gesellschaftlichen Stimmungen. Sie geschieht, weil sie unserem Bild vom Menschen und unserer Verantwortung als \u201eKirche in der Welt von heute\u201c entspricht.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>I. &nbsp; Lassen Sie mich zun\u00e4chst mit einer pers\u00f6nlichen Erfahrung beginnen. Anfang der 1990er Jahre war eine gro\u00dfe Fl\u00fcchtlingsproblematik zu bew\u00e4ltigen. Eine ihrer Ursachen war der Krieg in Jugoslawien. Ich selber war damals Gemeindepfarrer in einer Pfarrei etwas au\u00dferhalb der Bistumsstadt Regensburg. Durch den Staat wurde in diesem Ort eine gro\u00dfe Gemeinschaftsunterkunft f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge eingerichtet.&hellip;<\/p>","protected":false},"author":5,"featured_media":118120,"menu_order":153,"template":"","meta":{"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","footnotes":""},"class_list":["post-118122","media-library","type-media-library","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.4 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Fl\u00fcchtlinge: Chancen und Herausforderungen f\u00fcr Deutschland - Katholische Akademie in Bayern<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/fluechtlinge-chancen-und-herausforderungen-fuer-deutschland\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_GB\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Fl\u00fcchtlinge: Chancen und Herausforderungen f\u00fcr Deutschland - Katholische Akademie in Bayern\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"I. &nbsp; Lassen Sie mich zun\u00e4chst mit einer pers\u00f6nlichen Erfahrung beginnen. 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