{"id":118132,"date":"2026-01-20T14:25:40","date_gmt":"2026-01-20T13:25:40","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=118132"},"modified":"2026-01-20T14:26:10","modified_gmt":"2026-01-20T13:26:10","slug":"vorurteile-ueber-griechenland-die-euro-krise-in-den-deutschen-medien","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/vorurteile-ueber-griechenland-die-euro-krise-in-den-deutschen-medien\/","title":{"rendered":"Vorurteile \u00fcber Griechenland"},"content":{"rendered":"<h3><strong>I.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am 11. Juli 2015 erscheint das deutsche Nachrichtenmagazin \u201eDer Spiegel\u201c mit einem Titelbild, das f\u00fcr Diskussionen sorgt: In einer farbigen Grafik der tanzende, lebenslustige Grieche, Arm in Arm mit einem \u00e4ngstlichen, sein Geld festklammernden Deutschen im Fu\u00dfballtrikot \u2013 beide schwanken bedenklich \u2013 nur einen kurzen Schritt entfernt vom gef\u00e4hrlichen Abgrund. Es ist ein Spiel mit den Klischees, den Vorurteilen, die jene Debatte um die Euro-Krise wechselseitig gepr\u00e4gt haben. Die von der Spiegel-Redaktion dazu ausgesuchte \u00dcberschrift gibt die Richtung vor: \u201eUnsere Griechen\u201c. Liebevolle Ironie oder b\u00f6ses Vorurteil?<\/p>\n<p>Als Journalist m\u00f6chte ich einen kritischen Blick auf die Medien in Deutschland werfen und deren Berichterstattung \u00fcber die Euro-Krise und Griechenland bilanzieren: Welchen Einfluss hatte diese Berichterstattung auf die \u00f6ffentliche Debatte und welche Konsequenzen k\u00f6nnen wir daraus ziehen?<\/p>\n<p>Medien wie das Magazin \u201eDer Spiegel\u201c mit seinem Titelbild greifen bestehende Denkmuster auf, spiegeln, verst\u00e4rken und pr\u00e4gen unsere Bilder im Kopf und beeinflussen somit unsere Wahrnehmung. Aber helfen sie uns auch, die Zusammenh\u00e4nge zu verstehen, die Situation der Menschen zu ergr\u00fcnden und uns eine eigene begr\u00fcndete Meinung zu bilden? Denn das ist ja die eigentliche Aufgabe der journalistischen Medien: Partizipation erm\u00f6glichen durch Information und Orientierung, im Idealfall sogar \u201eanstiften\u201c zum eigenen politischen Engagement.<\/p>\n<p>Schauen wir uns zwei Beispiele an: Die Bild-Zeitung ist mit einer verkauften Auflage von etwa 1,9 Millionen Exemplaren und einer \u00e4u\u00dferst erfolgreichen Online-Ausgabe eines der wichtigsten Medien in Deutschland. Das Boulevardblatt aus dem Springer-Konzern setzt bereits fr\u00fch auf Polemik und r\u00e4t der griechischen Regierung in einer plakativen \u00dcberschrift am 27. Oktober 2010, ihr Tafelsilber zu ver\u00e4u\u00dfern: \u201eVerkauft doch eure Inseln, ihr Pleite-Griechen \u2026 und die Akropolis gleich mit!\u201c<\/p>\n<p>Zwei Jahre sp\u00e4ter am 22. Juni 2012 spielt die Bild-Zeitung sogar vor dem Spiel des deutschen Teams gegen Griechenland bei der Fu\u00dfball-Europameisterschaft auf die Finanzkrise an: \u201eTsch\u00fcs Griechen. Heute k\u00f6nnen wir euch nicht retten\u201c. In beiden Beispielen, die f\u00fcr viele weitere \u00dcberschriften der Zeitung stehen, ist die Sprache verr\u00e4terisch. Hier geht es nicht mehr um eine Regierung, einen wirtschaftspolitischen Streit, eine politische Str\u00f6mung oder eine Partei: Es sind einfach nur \u201edie\u201c Griechen! Eine Tendenz, die in vielen deutschen Medien zu entdecken ist.<\/p>\n<p>2016 ver\u00f6ffentlicht an der Universit\u00e4t W\u00fcrzburg der Journalist und Wissenschaftler Professor Kim Otto zusammen mit Andreas K\u00f6hler eine Untersuchung zur Qualit\u00e4t der Griechenland-Berichterstattung in den wichtigsten deutschen Print- und Online-Medien. Sein Ergebnis f\u00e4llt vernichtend aus: \u201eEine Berichterstattung, die die journalistischen Qualit\u00e4tskriterien Neutralit\u00e4t und Vielfalt nicht erf\u00fcllt, eine Berichterstattung, die in ihrer Gesamtheit unausgewogen ist, eine Berichterstattung, die Hintergrundberichterstattung zu gewichtigen Themen vernachl\u00e4ssigt.\u201c Grundlage der Untersuchung war die Auswertung von insgesamt 1.442 Artikeln in \u201eFAZ\u201c, \u201eWelt\u201c, \u201etaz\u201c, \u201eBild\u201c, \u201eS\u00fcddeutscher Zeitung\u201c und \u201eSpiegel Online\u201c aus dem Jahr 2015, die sich mit der Krise um den Euro und Griechenland besch\u00e4ftigten.<\/p>\n<p>Matthias Thiele und Rainer Vowe, zwei Wissenschaftler an der Universit\u00e4t Dortmund, best\u00e4tigen diesen Eindruck mit einer Untersuchung \u00fcber die politischen Talkshows in Deutschland: Sie sprechen von einem Gleichklang in der Griechenland-Debatte. Egal welcher Sender oder welche Moderatoren \u2013 Polemiken, Ressentiments und eine arrogante Haltung gegen\u00fcber der neuen griechischen Regierung und den Griechen dominierten die politischen Diskussionen in den Fernsehsendungen, sagen die Wissenschaftler aus Dortmund bereits 2015.<\/p>\n<p>Ein Beispiel: Im M\u00e4rz 2015 ist der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis per Video der Talkshow von G\u00fcnter Jauch zugeschaltet. Vorab zeigt die ARD den griechischen Politiker h\u00f6chst unvorteilhaft in der Maske beim Schminken, das Papiert\u00fcchlein unters Kinn geklemmt. Der Diskurs in der Sendung geht schlie\u00dflich unter im Trubel um ein umstrittenes Video, das Varoufakis mit einer beleidigenden Handgeste zeigen soll. Blamiert ist schlie\u00dflich nicht nur der Politiker aus Griechenland, blamiert sind auch die Fernsehmacher in Deutschland. Die unfreiwillige Pointe setzt Moderator G\u00fcnter Jauch selbst, als er dem Gast aus Griechenland am Ende der Sendung g\u00f6nnerhaft bescheinigt: \u201eSie haben sich tapfer geschlagen.\u201c Man stelle sich einmal vor, der Talkmaster h\u00e4tte so den deutschen Finanzminister Wolfgang Sch\u00e4uble verabschiedet!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>II.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch wissenschaftliche Untersuchungen bed\u00fcrfen der Einordnung: Die beiden zitierten Experten aus Dortmund k\u00f6nnen in Interviews ihre Sympathie f\u00fcr die Syriza-Regierung in Athen nicht verbergen. Und die Untersuchung aus W\u00fcrzburg ist im Auftrag der gewerkschaftsnahen Hans-B\u00f6ckler-Stiftung erstellt worden. Wirtschaftspolitische Positionen spiegeln sich in der wissenschaftlichen Arbeit wieder. Wichtiger ist vielleicht, dass in den Medien selbst die eigene Leistung kritisch reflektiert wird. Sogar die von Professor Kim Otto kritisierte Tageszeitung \u201eDie Welt\u201c wirft der Talkrunde bei Jauch im M\u00e4rz 2015 \u201eplumpe Anfeindungen\u201c gegen den griechischen Politiker vor.<\/p>\n<p>Die \u201eFrankfurter Rundschau\u201c zitiert ausf\u00fchrlich unter der \u00dcberschrift \u201eKritik an der Griechenland-Berichterstattung\u201c aus der Untersuchung der W\u00fcrzburger Wissenschaftler. Und das Deutschlandradio sendet im Oktober 2015 ein Dossier von Birgit Baetz, das den Medien in Deutschland vorwirft, die Austerit\u00e4tspolitik der Berliner Regierung durchg\u00e4ngig als alternativlos darzustellen: \u201eDas alles ist so primitiv\u201c, wird in der Radiosendung die verzweifelte Politologin Gesine Schwan zitiert. Sie vermisst intellektuelle Qualit\u00e4t sowohl im Journalismus als auch in der Wirtschaftswissenschaft. Der bildblog, eine Website, die sich kritisch allein mit der Boulevardzeitung des Springer-Verlags besch\u00e4ftigt, wirft der \u201eBILD\u201c im Februar 2015 vor, \u201eein ganzes Volk\u201c zu stigmatisieren und diffamieren. Auch diese Medienkritik findet statt in eben jenen Medien!<\/p>\n<p>Und zum Gl\u00fcck, es gibt viele gute Beispiele einer anderen Berichterstattung: Eine wunderbare Reihe mit Kurzportr\u00e4ts etwa \u00fcber Menschen in Griechenland auf der Plattform sueddeutsche.de: der Fahrrad-H\u00e4ndler in Athen ohne Einnahmen zum Beispiel oder die Deutschlehrerin auf Kreta, die ihren Sch\u00fclern nur schwer erkl\u00e4ren kann, warum sie gerade jetzt diese Sprache lernen sollen.<\/p>\n<p>Oder eine NDR-Reportage vom Juli 2015 unter dem Titel \u201eDas M\u00e4rchen von den faulen Griechen\u201c von Reporter Christoph L\u00fctgert, der unterwegs in Athen ist bei Rentnern, in der Ambulanz f\u00fcr mittellose Arme und auch bei verbitterten Griechen in Hamburg. Und bereits im Mai 2011 im \u201eTagesspiegel\u201c der Faktencheck: \u201eMerkel und das M\u00e4rchen von den faulen Griechen\u201c. Fazit der Autoren: \u201eArbeitnehmer in angeschlagenen Euro-L\u00e4ndern wie Griechenland oder Portugal h\u00e4tten mehr Urlaub und gingen fr\u00fcher in Rente, behauptet die Kanzlerin. Ein Blick in die Statistik zeigt: Das ist Unfug.\u201c<\/p>\n<p>Auch Medien werden durch ihre Leser, Zuschauer und Nutzer subjektiv wahrgenommen. So beklagen sich seit Jahren in Deutschland die Freunde von Israelis und Pal\u00e4stinensern gleicherma\u00dfen, dass die jeweils eigene Position in den Medien allenfalls am Rande vorkomme, die jeweils andere Seite aber in den Darstellungen bevorzugt werde. Jeder nimmt in den Medien oft nur das wahr, was er dort auch erwartet. Journalismus ist zudem keine Wissenschaft, er bracht die Zuspitzung, die K\u00fcrze der Darstellung und auch eine Spur Unterhaltung. Und nicht zuletzt: Journalisten d\u00fcrfen und m\u00fcssen Haltung zeigen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>III.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das alles darf aber nicht davon abhalten, Ausw\u00fcchse auch als solche bezeichnen: Aktionen wie die der BILD-Zeitung mit ihrer NEIN-Kampagne im Februar 2015. Die Leser sollten sich selbst fotografieren, mit der Titelseite als Plakat in der Hand und somit in gro\u00dfen Buchstaben ihr Nein zu weiteren Krediten an Griechenland zum Ausdruck bringen. Der Deutsche Journalistenverband (DJV) kritisiert die Aktion als unzul\u00e4ssige politische Kampagne. Die Resonanz auf den Aufruf der BILD-Zeitung ist \u00fcbrigens m\u00e4\u00dfig. Nur einige hundert Leser machen mit. Im Verh\u00e4ltnis zu der Auflage von knapp zwei Millionen Zeitungen ist das wenig.<\/p>\n<p>Zum Fremdsch\u00e4men ist im Februar 2010 das Magazin \u201eFocus\u201c. Auf der Titelseite eine Fotomontage: die Aphrodite von Milos in einer obsz\u00f6nen Geste. Schlimmer noch ist der Text, eine vergiftete Polemik\u00a0 \u00fcber Griechen und Griechenland mit der \u00dcberschrift: \u201e2000 Jahre Niedergang\u201c. Mehr f\u00e4llt dem \u201eFocus\u201c tats\u00e4chlich zur neueren Geschichte Griechenlands nicht ein. Und so ist der weitere Weg des Autors Michael Klonovsky vermutlich konsequent: Er firmiert heute auf seiner eigenen Website als publizistischer Berater der AfD-Vorsitzenden Frauke Petry.<\/p>\n<p>Solche Beispiele sind zu Recht auch in Deutschland nicht zuletzt von vielen Journalisten kritisiert worden! Am am\u00fcsantesten vielleicht von den beiden Entertainern und Stars der jungen Fernsehzuschauer Jan B\u00f6hmermann und Klaas Heufer-Umlauf, die im Juli 2015 in einem Video Titelzeilen und Polemiken aus deutschen Medien aneinander reihen und feststellen: \u201eEinige deutsche Medien benehmen sich in der Causa Griechenland wie \u201aArschl\u00f6cher\u2018.\u201c 1,5 Millionen Menschen schauen sich das Video bei Youtube an! Ein riesiger Erfolg f\u00fcr die beiden \u201eMedienkritiker\u201c.<\/p>\n<p>\u201eDie Berichterstattung war in ihrer Gesamtheit nicht ausgewogen zwischen unterschiedlichen Positionen und Meinungen\u201c, so hatten es die Wissenschaftler aus W\u00fcrzburg festgestellt. Sie beklagen unter Hinweis auf die ausgez\u00e4hlten Artikel und Berichte, dass in den deutschen Medien zwar h\u00e4ufig \u00fcber Griechenland geredet, griechische Akteure aber nur unterproportional zu Wort kommen. Allein in der linken \u201etageszeitung\u201c kann die griechische Regierung auf ein wenig Sympathie hoffen. Alle anderen Medien berichten \u00fcberwiegend negativ wertend \u00fcber die Regierung in Athen.<\/p>\n<p>In gut einem Viertel der untersuchten Artikel nahmen die Journalisten selbst eine Wertung vor, sagt die Untersuchung. Journalisten positionierten sich in ihren Beitr\u00e4gen auch au\u00dferhalb der Kommentare\u00a0 in den meisten F\u00e4llen gegen die griechischen Regierungsmitglieder (44,6 Prozent), nur 16,4 Prozent \u00e4u\u00dferten sich positiv gegen\u00fcber der griechischen Regierung, 39 Prozent \u00e4u\u00dferten sich neutral. Eine positive Positionierung eines Journalisten gegen\u00fcber Griechenlands Regierung fand sich bei \u201eBILD\u201c in keinem einzigen Artikel.<\/p>\n<p>In einer erst im September 2016 ver\u00f6ffentlichen Untersuchung zu aktuellen Sendungen im Fernsehen in Deutschland (Tagesschau, Heute, ARD-Brennpunkt, ZDF-Spezial) kommt Professor Kim Otto im Auftrage der Otto-Brenner-Stiftung zu einem \u00e4hnlichen Ergebnis: \u201eIn gerade einmal zehn Prozent der Nachrichtenbeitr\u00e4ge zur griechischen Staatsschuldenkrise war die griechische Regierung mit einem O-Ton pr\u00e4sent. Zum Vergleich: Der Anteil der deutschen Regierung war mehr als doppelt so hoch. Au\u00dferdem wurde die griechische Regierung zehnmal \u00f6fter von Journalistinnen und Journalisten kritisiert als positiv beurteilt.\u201c<\/p>\n<p>Diese Form der Berichterstattung hat Ursachen. Viele Journalisten fl\u00fcchten vor der schwierigen Komplexit\u00e4t der Themen und suchen stattdessen einfache L\u00f6sungen in Klischees, Stereotypen und personalisierten Konflikten. Vermeintliche \u201eDuelle\u201c wie das zwischen Sch\u00e4uble und Varoufakis lassen sich einfacher darstellen als Analysen einer komplexen Finanzpolitik. Hinzu kommt die Homogenit\u00e4t der Medienszene. Viele Journalisten\u00a0 verf\u00fcgen ausschlie\u00dflich \u00fcber nationale Quellen, sprechen allein mit Politikern aus dem Heimatland. Dies schr\u00e4nkt die Perspektive ein.<\/p>\n<p>Medien wie auch der \u00f6ffentliche Diskurs sind letztlich allein national organisiert! Und so beobachten der Hafenarbeiter in Pir\u00e4us und der Monteur bei Volkswagen zwar beide ein St\u00fcck unter der \u00dcberschrift \u201eEuro und Griechenland\u201c mit denselben Akteuren aus beiden Regierungen, aber sie erleben zwei v\u00f6llig verschiedene Dramen. Es ist ein nationaler Wir-Diskurs, der da stattfindet.\u00a0 \u201eDas ist das eigentlich Erstaunliche: Wir reden, aber wir reden aneinander vorbei. Wir diskutieren, aber wir h\u00f6ren einander nicht zu\u201c, schreibt Marc Brost in der \u201eZEIT\u201c im M\u00e4rz 2015.<\/p>\n<p>So kommt es geradezu zwangsl\u00e4ufig zur bitteren Konsequenz: Aus der Debatte wurde ein \u201eWir\u201c Deutschen gegen \u201eDie\u201c Griechen! W\u00e4hrend viele, zumal die wichtigsten politischen Entscheidungen heute auf europ\u00e4ischer Ebene gefunden werden m\u00fcssen, gibt es keine europ\u00e4ische \u00d6ffentlichkeit! \u201eEs gibt keine paneurop\u00e4ischen Medien. Nur nationale Reflexe\u201c, so Marc Brost.<\/p>\n<p>Eine gemeinsame W\u00e4hrung in Europa braucht auch eine gemeinsame Wirtschafts- und Finanzpolitik, hat es oft in der Debatte um den Euro gehei\u00dfen. Wenn wir als Europ\u00e4er aber gemeinsam die Herausforderungen meistern k\u00f6nnen wollen \u2013 nicht nur in der Wirtschaft, auch im Umgang mit den Fl\u00fcchtlingen, in der Frage nach der Sicherheit an unseren Grenzen \u2013, dann brauchen wir dringend auch eine gemeinsame Debattenkultur. Ansonsten blockieren auch in Zukunft die Stereotypen der nationalen Diskussionen supranationale Entscheidungen und Konfliktl\u00f6sungen.<\/p>\n<p>Wir brauchen gemeinsame, europ\u00e4ische Plattformen der Diskussion und des politischen Streits. Damit wir miteinander und nicht \u00fcbereinander reden. Zum Beispiel hier in dieser gemeinsamen Tagung der Katholischen Akademie in Bayern und der Orthodoxen Akademie von Volos in Griechenland.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>I. &nbsp; Am 11. Juli 2015 erscheint das deutsche Nachrichtenmagazin \u201eDer Spiegel\u201c mit einem Titelbild, das f\u00fcr Diskussionen sorgt: In einer farbigen Grafik der tanzende, lebenslustige Grieche, Arm in Arm mit einem \u00e4ngstlichen, sein Geld festklammernden Deutschen im Fu\u00dfballtrikot \u2013 beide schwanken bedenklich \u2013 nur einen kurzen Schritt entfernt vom gef\u00e4hrlichen Abgrund. 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