{"id":118154,"date":"2026-01-20T15:35:42","date_gmt":"2026-01-20T14:35:42","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=118154"},"modified":"2026-01-20T15:35:42","modified_gmt":"2026-01-20T14:35:42","slug":"die-eidgenossenschaft-vom-ende-der-burgunderkriege-1474-1477-bis-zur-niederlage-bei-marignano-1515-aufsteigen-zur-machthoehe","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/die-eidgenossenschaft-vom-ende-der-burgunderkriege-1474-1477-bis-zur-niederlage-bei-marignano-1515-aufsteigen-zur-machthoehe\/","title":{"rendered":"Die Eidgenossenschaft vom Ende der Burgunderkriege (1474\/1477) bis zur Niederlage bei Marignano (1515): Aufsteigen zur Machth\u00f6he?"},"content":{"rendered":"<h3><strong>I.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eAufsteigen zur Machth\u00f6he\u201c hie\u00df lange Zeit die Rubrik in der \u201eBibliographie zur Schweizergeschichte\u201c, worin die Publikationen zum Zeitraum 1400-1516 aufgef\u00fchrt wurden. In aktuellen Publikationen ist nur noch von einer \u201eselbstbewussten Eidgenossenschaft\u201c die Rede. Hinter dieser Zur\u00fcckhaltung verbirgt sich ein tiefgreifender Wandel der Geschichtsschreibung, die sich von der \u201eGeistigen Landesverteidigung\u201c w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs und der damit verbundenen nationalen Verherrlichung verabschiedete. Geblieben ist aber das Bed\u00fcrfnis, die Entwicklung des eidgen\u00f6ssischen B\u00fcndnisgeflechts zu erkl\u00e4ren, denn einige von dessen Eigent\u00fcmlichkeiten sind bis heute in der Schweiz fassbar.<\/p>\n<p>Das Jahr 1291 wird heute von ernstzunehmenden HistorikerInnen nicht mehr als \u201eGeburtsstunde der Schweiz\u201c gefeiert; daf\u00fcr r\u00fccken Prozesse, die im 14. und 15. Jahrhundert die 13 Orte zu einem Gemeinwesen zusammenwachsen lie\u00dfen, ins Zentrum der Forschung. Die Schlacht bei Sempach (1386), die Herzog Leopold III. und seinen Rittern das Leben kostete, lenkte zum ersten Mal die Aufmerksamkeit auf die gewaltt\u00e4tige Selbsthilfe, mit der die Orte ihre Interessen durchsetzten. 1415 entrissen die eidgen\u00f6ssischen Orte dem Hause Habsburg den Aargau, und 1460 wiederholte sich das gleiche Schauspiel im Thurgau. Diese Gebiete blieben in eidgen\u00f6ssischem Besitz und wurden zu gemeinsam verwalteten \u201eGemeinen Herrschaften\u201c. Diese garantierten den beteiligten Orten eine j\u00e4hrliche regelm\u00e4\u00dfige Einnahme und f\u00fchrten zu einer Institutionalisierung der gemeineidgen\u00f6ssischen Treffen (\u201eTagsatzungen\u201c). Um 1500 trafen sich die Boten der Orte ungef\u00e4hr alle 14 Tage, und es herrschte dank kleinen Distanzen ein st\u00e4ndiger Informationsaustausch.<\/p>\n<p>Gleichzeitig durchlitt die Eidgenossenschaft schwerwiegende innere Krisen. Im Toggenburger Erbschaftskrieg (1436-1450), auch Alter Z\u00fcrichkrieg genannt, stritten sich Z\u00fcrich und die Innerschweizer Orte um das Erbe des Grafen von Toggenburg. Z\u00fcrich suchte dabei sogar Hilfe bei den Habsburgern und schloss ein B\u00fcndnis mit Friedrich III. Z\u00fcrich verlor aber den Krieg, und fortan war es den einzelnen Orten kaum mehr m\u00f6glich, bindende B\u00fcndnisse au\u00dferhalb des eidgen\u00f6ssischen B\u00fcndnisgeflechts einzugehen.<\/p>\n<p>Das spektakul\u00e4rste Ereignis des 15. Jahrhunderts waren aber zweifellos die Burgunderkriege (1474-1477). In ihrem Vorfeld kam es zu einer teilweisen Auss\u00f6hnung mit dem \u00f6sterreichischen Gegner, denn die acht Orte schlossen Frieden mit Herzog Sigmund von \u00d6sterreich; diese \u201eEwige Richtung\u201c wurde allerdings von Kaiser Friedrich III., dem Oberhaupt des Hauses, nicht best\u00e4tigt. Zugleich verb\u00fcndeten sich die oberrheinischen St\u00e4dte mit den Eidgenossen. Diese Tripelallianz konnte in drei Schlachten, die 1476\/1477 im westlichen Grenzgebiet der eidgen\u00f6ssischen Orte und ihrer Verb\u00fcndeten (Grandson, Murten, Nancy) stattfanden, den m\u00e4chtigsten F\u00fcrsten Westeuropas besiegen. Das burgundische Mittelreich fiel nun weg, und die Jahrhunderte dauernde Rivalit\u00e4t zwischen Habsburg und Frankreich nahm ihren Anfang.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>II.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aufgrund ihrer Schlachtensiege wurden die Eidgenossen nun zu gesuchten S\u00f6ldnern, und viele ausw\u00e4rtige M\u00e4chte wollten einen Zugriff auf das eidgen\u00f6ssische Reservoir von Reisl\u00e4ufern. Nun begannen Marktmechanismen zu spielen. Insbesondere die franz\u00f6sischen K\u00f6nige erkauften sich von den eidgen\u00f6ssischen Obrigkeiten einen bevorzugten Marktzugang, indem sie Schmiergelder (\u201ePensionen\u201c) zahlten. Die ortsans\u00e4ssigen eidgen\u00f6ssischen Vermittler lieferten im Gegenzug junge M\u00e4nner, insbesondere aus den Alpent\u00e4lern, an den franz\u00f6sischen K\u00f6nig. Dabei machten die eidgen\u00f6ssischen Eliten fette Gewinne, denn der Sold war nat\u00fcrlich geringer als der Preis, den der franz\u00f6sische K\u00f6nig zahlte.<\/p>\n<p>Das Reislaufen f\u00fchrte, wie das heute noch bei Kriegen feststellbar ist, zu einer Verrohung der Gesellschaft. Diebold Schilling h\u00e4lt lapidar fest, dass zw\u00f6lfj\u00e4hrige Knaben, die burgundische Gegner erstochen hatten, eine Bedrohung f\u00fcr die Zivilgesellschaft darstellten. Immer h\u00e4ufiger rotteten sich die S\u00f6ldner zusammen, wenn sie keinen Auftrag hatten, und f\u00fchrten ihr Handwerk im w\u00f6rtlichen Sinne auf eigene Faust weiter. Auf der Zuger Fasnacht 1477 vereinbarten innerschweizerische Krieger, nach Genf zu ziehen und Geld einzutreiben, das ihnen die Rhonestadt schuldete. Die wilden Gesellen gr\u00fcndeten die \u201eGesellschaft vom T\u00f6richten Leben\u201c und gaben sich ein Banner, das einen Kolben und einen wilden Eber zeigte. Der Kolben bedeutete, dass es nicht nur um einen Fasnachtsscherz jugendlicher Schl\u00e4ger ging. Die Reisl\u00e4ufer wollten gegen die ungerechte Beuteverteilung nach den Burgunderkriegen protestieren und die reich gewordenen st\u00e4dtischen Obrigkeiten unter Druck setzen.<\/p>\n<p>Der politische Protest im Zeichen des Kolbens stie\u00df in den L\u00e4nderorten auf gro\u00dfe Zustimmung, denn in kurzer Zeit umfasste die \u201eGesellschaft vom T\u00f6richten Leben\u201c 1.800 kriegserfahrene M\u00e4nner aus Uri, Schwyz, Unterwalden und Zug. Die bedrohten St\u00e4dte verriegelten in Panik ihre Tore; durch Geldzahlungen und gro\u00dfz\u00fcgige Weinspenden konnten die Krieger zum Umkehren bewegt werden.<\/p>\n<p>Nach \u00fcberstandener Gefahr ging Genf das erste Burgrecht mit Bern und Freiburg im \u00dcechtland ein, um sich gegen weitere Freischarenz\u00fcge abzusichern. Aber auch die eidgen\u00f6ssischen St\u00e4dte Z\u00fcrich, Bern, Luzern, Solothurn und Freiburg im \u00dcechtland schlossen sich enger zusammen und besiegelten ein unbefristetes Burgrecht. Das bedeutete, dass jeder B\u00fcrger der f\u00fcnf unterzeichnenden St\u00e4dte gleichzeitig auch als B\u00fcrger der vier \u00fcbrigen galt und entsprechenden Schutz genoss. Die Erfahrungen mit dem unkontrollierbaren Kriegszug der \u201eGesellschaft vom T\u00f6richten Leben\u201c standen hinter diesen weit gefassten Schutzbestimmungen f\u00fcr die st\u00e4dtischen B\u00fcrger. Die St\u00e4dteorte wollten gef\u00e4hrliche Zusammenrottungen in Zukunft vereiteln und ihren Obrigkeiten die alleinige Anwendung von Gewalt sichern. Dagegen war die Bev\u00f6lkerung in den L\u00e4nderorten eher geneigt, eine derartige Selbsthilfe nach Art der Fehde weiterhin zu dulden. Gegen das Burgrecht der St\u00e4dte protestierten die L\u00e4nderorte scharf, die eine \u00dcbermacht der St\u00e4dte innerhalb der Eidgenossenschaft f\u00fcrchteten. Die Lage spitzte sich zu, und es kam beinahe zu einem Krieg zwischen St\u00e4dten und L\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Im letzten Moment konnte 1481 in Stans eine L\u00f6sung gefunden werden, das Stanser Verkommnis oder der Stanser Vertrag.<\/p>\n<ol>\n<li>Gewaltsame \u00dcberf\u00e4lle auf Miteidgenossen sind verboten. Wer dennoch angegriffen wird, kann mit dem Schutz der \u00fcbrigen Orte rechnen.<\/li>\n<li>Versammlungen oder Zusammenrottungen ohne Erlaubnis der Obrigkeit sind verboten.<\/li>\n<li>Kein Ort darf die Untertanen eines anderen Ortes aufwiegeln.<\/li>\n<li>In Zukunft sollen die B\u00fcnde alle f\u00fcnf Jahre neu beschworen werden. Die wichtigsten B\u00fcndnisbriefe werden dabei jedes Mal verlesen.<\/li>\n<li>Die Aufteilung der Kriegsbeute und die Verwaltung eroberter Gebiete werden neu geregelt.<\/li>\n<li>Der Burgrechtsvertrag der St\u00e4dte wird aufgel\u00f6st. Solothurn und Freiburg im \u00dcechtland (Fribourg) werden in das eidgen\u00f6ssische B\u00fcndnisgeflecht aufgenommen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Das Stanser Verkommnis war der letzte bindende Vertrag f\u00fcr alle Orte, und es bestand bis 1798. Letztlich bedeutete es eine St\u00e4rkung der Obrigkeiten und eine wachsende Kontrolle der Untertanen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>III.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Jahre von 1481 bis 1495 verliefen relativ ruhig. Erst der Wormser Reichstag von 1495 lie\u00df die Emotionen wieder hochkommen. Kaiserliche Berater, Geistliche und Humanisten forderten im Verlauf des 15. Jahrhunderts immer h\u00e4ufiger eine tiefgreifende Reform des Reichs, denn das jeweilige Reichsoberhaupt war nicht mehr in der Lage, seine Untertanen vor den st\u00e4ndigen Fehden zu sch\u00fctzen und das Vordringen der Osmanen seit dem Fall Konstantinopels (1453) zu verhindern. Deshalb beschlossen der habsburgische K\u00f6nig Maximilian I. und die F\u00fcrsten 1495 auf dem Wormser Reichstag eine Neuorganisation des Reichs. Die privaten Fehden waren fortan verboten; wer den Landfrieden brach, sollte empfindlich bestraft werden. Die Rechtsprechung wurde einem Reichskammergericht \u00fcbergeben. Schlie\u00dflich sollte eine allgemeine Reichssteuer erhoben werden, um einen Kreuzzug gegen die T\u00fcrken zu finanzieren.<\/p>\n<p>Gegen diese Neuerungen machten sich in der Eidgenossenschaft unverz\u00fcglich Widerst\u00e4nde bemerkbar. Die Kritik richtete sich keineswegs gegen das Reich an sich; kritisiert wurde der wachsende Herrschaftsanspruch unter einem habsburgischen K\u00f6nig. W\u00e4hrend Basel, das noch nicht zur Eidgenossenschaft geh\u00f6rte, die geforderte Steuer bezahlte, weigerten sich die eidgen\u00f6ssischen St\u00e4dte. Den Mahnungen des Reichskammergerichts wurde keine Folge geleistet.<\/p>\n<p>Angesichts dieser Spannungen steigerten sich lokale bewaffnete Auseinandersetzungen entlang des Rheins von Graub\u00fcnden \u00fcber den Bodensee bis nach Basel 1499 zum Schwabenkrieg, der in Deutschland den Namen \u201eSchweizerkrieg\u201c tr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Maximilian I. griff selber in den Konflikt ein und bezeichnete die Eidgenossen in einem Manifest geradezu als \u201eboese, grobe und schnoede gepursluet\u201c. Er unterst\u00fctzte den Schw\u00e4bischen Bund, der seit 1488 von den Habsburgern als Gegenpol zur Eidgenossenschaft gef\u00f6rdert worden war, und hoffte damit, die Eidgenossen in die Schranken weisen zu k\u00f6nnen. Dennoch mussten die Schwaben mehrere Niederlagen einstecken, sodass es 1499 nach einem kurzen und heftigen Krieg zu einem Friedensschluss kam, der die Eidgenossen von den Wormser Beschl\u00fcssen befreite. Basel und Schaffhausen, die unter den Auseinandersetzungen besonders gelitten hatten, traten 1501 der Eidgenossenschaft bei; 1513 kam Appenzell als dreizehnter und letzter Ort hinzu.<\/p>\n<p>Der Schwabenkrieg brachte nicht die Losl\u00f6sung der Eidgenossenschaft vom Reich; diese erfolgte erst nach 1648. Vielmehr beharrten die Eidgenossen auf \u00e4lteren Vorstellungen, wonach das Reich in erster Linie die Christenheit besch\u00fctzen sollte. Noch im 16. Jahrhundert waren deswegen die einzelnen Orte bereit, mit Truppen und Geld die kaiserlichen Kriegsz\u00fcge gegen die T\u00fcrken zu unterst\u00fctzen. Ein Reich als Leistungsgemeinschaft, mit Rechten und Pflichten samt Institutionen, lehnten sie dagegen ab.<\/p>\n<p>Dass die Eidgenossenschaft auch nach 1499 zum Reich geh\u00f6rte, zeigen Bilder aus der ersten, 1507 gedruckten und noch heute in einigen Exemplaren erhaltenen Schweizergeschichte von Petermann Etterlin. Auf das Titelblatt folgt ein Holzschnitt, der das Reichsoberhaupt auf dem Thron zeigt, umgeben von den sieben Kurf\u00fcrsten; ihm widmet Etterlin, der im Vordergrund ein Buch darbietet, sein Werk. Der zweite Holzschnitt zeigt den Reichsadler, umgeben von den Wappen der 13 regierenden Orte der Eidgenossenschaft samt den Zeichen der zugewandten Orte St. Gallen, Chur und Wallis.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>IV.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Rheingrenze in den folgenden Jahren zur Ruhe kam, machten sich die Expansionsgel\u00fcste der Innerschweizer Orte bemerkbar, die wirtschaftliche Kontakte sowohl zum schweizerischen Mittelland als auch zu den oberitalienischen Metropolen pflegten. Wer heute durch Uri f\u00e4hrt, dem fallen auch heute noch das s\u00fcdl\u00e4ndische Aussehen der Einwohnerinnen und Einwohner auf. Bei den Versuchen, ihren Machtbereich \u00fcber den Alpenkamm in die s\u00fcdlichen T\u00e4ler auszudehnen, gerieten die Inneren Orte regelm\u00e4\u00dfig mit den Herz\u00f6gen von Mailand in Konflikt.<\/p>\n<p>Seit 1494 ver\u00e4nderten sich aber die Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnisse in Italien grundlegend, denn die franz\u00f6sischen K\u00f6nige beanspruchten aufgrund ihrer Verwandtschaft mit den italienischen Herrscherh\u00e4usern gro\u00dfe Gebiete der Apenninhalbinsel. 1494 geriet Neapel f\u00fcr kurze Zeit unter die Herrschaft der Franzosen, und 1500 gelang es ihnen, sich des Herzogtums Mailand zu bem\u00e4chtigen. Die Ausweitung des franz\u00f6sischen Machtbereichs forderte den Widerstand der \u00fcbrigen westeurop\u00e4ischen M\u00e4chte heraus. Mit verschiedenen, h\u00e4ufig wechselnden Allianzen versuchten der Papst, Maximilian I. als Oberhaupt des Reichs, Venedig, aber auch Spanien und England, das gest\u00f6rte politische Gleichgewicht in Italien zu ihren Gunsten wiederherzustellen.<\/p>\n<p>Diese Vorg\u00e4nge betrafen die Eidgenossenschaft unmittelbar und setzten sie einer Zerrei\u00dfprobe aus. Die Innerschweizer Orte, die weiterhin eine Ausdehnung ihrer Macht nach S\u00fcden beabsichtigten, stie\u00dfen bei ihren ennetbirgischen Z\u00fcgen nun mit dem franz\u00f6sischen K\u00f6nig zusammen, welcher gleichzeitig mit anderen Orten verb\u00fcndet war und viele eidgen\u00f6ssische Reisl\u00e4ufer besch\u00e4ftigte. Gleichzeitig versuchten auch Maximilian I. und der Papst, S\u00f6ldner f\u00fcr den Kampf gegen Frankreich anzuwerben. Alle diese M\u00e4chte bem\u00fchten sich mit den erw\u00e4hnten Pensionen und hohen Bestechungsgeldern um die Gunst der eidgen\u00f6ssischen Obrigkeiten, sodass die Tagsatzung nicht in der Lage war, die ausw\u00e4rtige Politik der Orte aufeinander abzustimmen. Bis 1509 unterst\u00fctzten die Eidgenossen mehrheitlich die Italienpolitik des franz\u00f6sischen K\u00f6nigs, wechselten aber dann auf die Seite des Papstes, der Frankreich aus Italien vertreiben wollte. Die anf\u00e4nglichen Kriegserfolge f\u00fchrten so weit, dass die Orte sogar die Herrschaft \u00fcber das Herzogtum Mailand fordern konnten. Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung und Uneinigkeit lie\u00dfen die eidgen\u00f6ssische Italienpolitik aber scheitern. In der Schlacht von Marignano, an der bezeichnenderweise keine Berner, Freiburger und Solothurner teilnahmen, unterlagen 1515 die eidgen\u00f6ssischen Reisl\u00e4ufer. Bis zu 7.000 Reisl\u00e4ufer verloren ihr Leben. Sie waren an den Kampf Mann gegen Mann gew\u00f6hnt. Das franz\u00f6sische Heer verf\u00fcgte aber \u00fcber eine neue, leistungsf\u00e4hige Artillerie und zerschoss die angreifenden Gewalthaufen.<\/p>\n<p>Die Mail\u00e4nder Feldz\u00fcge zeigten, dass eine einheitliche Au\u00dfenpolitik oder gar eine Gro\u00dfmachtpolitik der Eidgenossenschaft aufgrund der starken inneren Differenzen von vornherein zum Scheitern verurteilt waren. Die Feldz\u00fcge nach Oberitalien beeinflussten allerdings die zuk\u00fcnftige Gestalt der Schweiz, denn die Eidgenossen konnten trotz ihrer Niederlage gro\u00dfe Gebiete des heutigen Kantons Tessin behalten und in der Folge als gemeine Herrschaft verwalten. Die dreizehn\u00f6rtige Eidgenossenschaft hatte nun \u2013 abgesehen vom Waadtland, das die Berner erst 1536 eroberten \u2013 ihre gr\u00f6\u00dfte Ausdehnung erreicht; bis 1798 \u00e4nderte sich an ihrem territorialen Umfang nur wenig.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>V.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die bisherigen Ausf\u00fchrungen konzentrierten sich auf die Ereignisgeschichte, und leider vor allem auf Kriegsz\u00fcge. Schlachten und Siege sind aber eng mit einer eidgen\u00f6ssischen Mentalit\u00e4t verbunden, die sich im Verlauf des 15. Jahrhunderts ausbildete und sich um 1500 verfestigte. Wer Chroniken und Lieder aus dem 15. Jahrhundert liest, ist \u00fcberrascht, wie h\u00e4ufig Schlachten und Heldentaten erw\u00e4hnt werden. Gewaltt\u00e4tig ausgetragene Konflikte kamen im Sp\u00e4tmittelalter aber \u00fcberall vor und beschr\u00e4nkten sich nicht auf die Eidgenossenschaft. Warum nehmen sie gerade in der hiesigen Geschichtsschreibung einen derart wichtigen Platz ein?<\/p>\n<p>Die Eidgenossenschaft entsprach im 15. Jahrhundert immer weniger den \u00fcblichen Herrschaftsformen nach Art der umliegenden F\u00fcrstent\u00fcmer. Zugleich aber betrieben die acht Orte eine gewaltt\u00e4tige Selbsthilfe und unbek\u00fcmmerte Eroberungspolitik, wof\u00fcr sie ausw\u00e4rts viel Kritik ernteten. Angesichts dieses Widerspruchs von Erfolg und gleichzeitiger Ablehnung empfanden die Eidgenossen das Bed\u00fcrfnis, ihr Verhalten zu rechtfertigen und ihr B\u00fcndnissystem zu legitimieren. Dabei griffen sie auf eine Vorstellung zur\u00fcck, die den Zeitgenossen vertraut war: Das auserw\u00e4hlte Volk Gottes aus der Bibel. Jede gewonnene Schlacht bedeutete, dass Gott \u201esein\u201c eidgen\u00f6ssisches Volk sch\u00fctzte. Das st\u00e4ndige Aufz\u00e4hlen von blutigen Siegen verfolgte deshalb den Zweck, sich an Gottes Hilfe zu erinnern und sich ihrer gleichzeitig zu versichern.<\/p>\n<p>Diese religi\u00f6se und zugleich kriegerische eidgen\u00f6ssische Geschichte war auch der breiten Bev\u00f6lkerung vertraut. Die einzelnen Orte begingen allj\u00e4hrlich einen Gedenktag, die Schlachtjahrzeit, an der f\u00fcr die Gefallenen einer Schlacht gebetet wurde; im 16. Jahrhundert kamen Schlachtjahrzeiten f\u00fcr die gesamte Eidgenossenschaft auf.<\/p>\n<p>Am Ende des 15. Jahrhunderts entstand auch das \u201eGro\u00dfe Gebet\u201c, eine religi\u00f6se Feier, in der durch stundenlanges Beten der Schutz Gottes f\u00fcr den einzelnen Ort und im 16. Jahrhundert f\u00fcr die gesamte Eidgenossenschaft angerufen wurde. Die Eidgenossen entwickelten dabei sogar eine eigene Bethaltung mit ausgebreiteten, \u201ezertanen\u201c Armen, die sie als besonders fromme Menschen ausweisen und von anderen Gl\u00e4ubigen unterscheiden sollte. Um derart zu beten, holten sie sogar die Erlaubnis des Papstes ein. Die Wichtigkeit dieses Betens zeigte sich darin, dass Basel nach seinem Beitritt 1501 zur Eidgenossenschaft ebenfalls eine p\u00e4pstliche Erlaubnis f\u00fcr dieses Beten einholen lie\u00df.<\/p>\n<p>Eine andere Rechtfertigung der kriegerischen Politik boten die Reime, Lieder und Spr\u00fcche, die in gro\u00dfer Zahl aus dem Gebiet der sp\u00e4tmittelalterlichen Eidgenossenschaft \u00fcberliefert sind. In ihnen wurden die Eidgenossen, die eigentlich zum dritten Stand geh\u00f6rten, geradezu als \u201eadlige Bauern\u201c geschildert, als \u201efrumme edle puren\u201c. Sie traten an die Stelle der Adligen, die ihrer Aufgabe des Sch\u00fctzens und Kriegf\u00fchrens nicht mehr gewachsen waren; die Lehre von den drei St\u00e4nden wurde somit eingesetzt, um die eigene \u00dcberlegenheit zu begr\u00fcnden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>V.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Neben diesen religi\u00f6s und st\u00e4ndisch gepr\u00e4gten Versuchen, die Existenz der Eidgenossenschaft zu legitimieren, tauchten im Verlauf des 15. Jahrhunderts auch einpr\u00e4gsame Geschichten auf, die den gleichen Zweck verfolgten. Schauplatz dieser Erz\u00e4hlungen war die Innerschweiz um 1300. So schrieb der Berner Konrad Justinger um 1420, dass Uri, Schwyz und Unterwalden sich gegen die habsburgischen V\u00f6gte zusammengetan h\u00e4tten, da letztere tyrannisch regierten und den Frauen nachstellten. Der Eidgenossenfeind Felix Hemmerlin berichtete um 1450, ein \u00f6sterreichischer Amtmann habe sich an einer Schwyzerin vergangen. Darauf sei er get\u00f6tet worden, die Unterwaldner h\u00e4tten seine Burg zerst\u00f6rt und einen Bund geschlossen. Das \u201eWeisse Buch\u201c von Sarnen, etwa 1474 vom Obwaldner Hans Schriber verfasst, nannte dieselben Untaten der V\u00f6gte und den Plan der Untertanen, gemeinsam gegen die missliebige Herrschaft vorzugehen. Schriber f\u00fcgte die Geschichte vom Sch\u00fctzen Tell bei, der den Hut nicht gr\u00fc\u00dfte, den Apfelschuss wagen musste, gefangengenommen wurde, sich befreien konnte und den finsteren Gessler erschoss. Danach seien die Burgen der V\u00f6gte zerst\u00f6rt worden.<\/p>\n<p>Die Schlacht von Sempach im Jahre 1386 wurde nachtr\u00e4glich durch die Beif\u00fcgung einer Heldentat erhebender gestaltet. Die Eidgenossen sollen zuerst an den langen Spie\u00dfen der \u00f6sterreichischen Ritter gescheitert sein, bis einer ein B\u00fcndel der gegnerischen Waffen packte und sterbend eine Bresche riss. Erstmals wurde vermutlich diese Tat in einer Chronik aus dem Jahr 1476 erw\u00e4hnt, von der wir aber nur eine sp\u00e4tere Kopie besitzen. Der Name \u201eWinkelried\u201c taucht aber erst 1533 in der Abschrift eines Liedes auf.<\/p>\n<p>Arch\u00e4ologische Forschungen der letzten Jahre ergaben unzweifelhaft, dass um 1300 keine Burgen in der Innerschweiz zerst\u00f6rt wurden. Kein zeitgen\u00f6ssischer Text erw\u00e4hnt einen Wilhelm Tell, und die \u00f6sterreichischen Ritter benutzten 1386 sicher keine Langspie\u00dfe, in die sich Winkelried werfen konnte. Schlie\u00dflich mutet es wie eine Ironie der Geschichte an, dass \u00c4gidius Tschudi (1505-1572), dessen Chronik den Stoff f\u00fcr Friedrich Schillers \u201eWilhelm Tell\u201c lieferte, die sagenhafte Tellgestalt wenig sch\u00e4tzte und sogar eine kleine Karikatur in sein Manuskript einf\u00fcgte.<\/p>\n<p>Dennoch versuchten einzelne Geschichtsforscher immer wieder, die Echtheit der Erz\u00e4hlungen nachzuweisen, um ein m\u00f6glichst fr\u00fches Geburtsjahr der Eidgenossenschaft zu finden und sie als Ergebnis eines gerechtfertigten Freiheitskampfes darzustellen. Vor allem zu Beginn des 19. Jahrhunderts bestand ein starker Wunsch nach nationalen Vorbildern. Die wissenschaftliche, kritische Geschichtsschreibung nach 1850 lie\u00df eine derart naive Erfindung der eigenen Tradition nicht mehr zu. Bereits damals wurden n\u00e4mlich die Chroniken und Lieder von einzelnen Forschern als blo\u00dfe Fabeleien abgetan; der Z\u00fcrcher Historiker Wilhelm Oechsli (1851-1919) sprach unverbl\u00fcmt von einem \u201eGebilde der Phantasie\u201c.<\/p>\n<p>Von sexuellen \u00dcbergriffen adliger Amtsleute wie der anschlie\u00dfenden Zerst\u00f6rung von Burgen wurde n\u00e4mlich auch au\u00dferhalb der Eidgenossenschaft erz\u00e4hlt. Das gilt auch f\u00fcr die Sage vom famosen Sch\u00fctzen Tell. Der d\u00e4nische Geistliche Saxo Grammaticus berichtete bereits um 1200 vom Sch\u00fctzen Toko, der sich seiner Schie\u00dfk\u00fcnste r\u00fchmte und vom b\u00f6sen K\u00f6nig Harald Blauzahn gezwungen wurde, einen Apfel vom Kopf seines Sohnes zu schie\u00dfen; selbst das Motiv des zus\u00e4tzlichen Pfeils, der beim Misslingen des Schusses f\u00fcr den K\u00f6nig bestimmt gewesen w\u00e4re, findet sich beim d\u00e4nischen Verfasser. Eine Selbstaufopferung f\u00fcr das Gemeinwohl nach der Art Winkelrieds wird seit der Antike gerne beschrieben und war im Mittelalter auch in der Eidgenossenschaft bekannt; so berichtete bereits der Franziskaner Johannes von Winterthur (um 1302-1348), dass ein Einzelk\u00e4mpfer durch sein Opfer eine Schlacht gewinnen half.<\/p>\n<p>Allerdings sind alle diese Erz\u00e4hlungen ausgesprochen dramatisch sowie einpr\u00e4gsam, und sie weisen bis heute einen hohen Unterhaltungswert auf; erinnert sei nur an Tells Zwillingsbruder, den edlen R\u00e4uber und Sch\u00fctzen Robin Hood. Auch wenn sich keine Beweise f\u00fcr die Existenz von Gessler, Tell und Winkelried finden lassen, so zeigen die Geschichten doch ein Bed\u00fcrfnis, das Vorhandensein der Eidgenossenschaft \u00fcberzeugend zu begr\u00fcnden und durch Traditionsbildung den Zusammenhalt der B\u00fcndnispartner angesichts h\u00e4ufiger Krisen zu st\u00e4rken. Dieser Wunsch kam erst im 15. Jahrhundert auf; dies ist auch der Zeitraum, in dem sich langsam eine gemeinsame eidgen\u00f6ssische Geschichte entwickelte und die eidgen\u00f6ssischen Helden geboren wurden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>VI.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Neben diesen mentalen Versatzst\u00fccken, die eine Art Way of life der Eidgenossen pr\u00e4gen, gibt es auch sichtbare Zeichen f\u00fcr ein eidgen\u00f6ssisches Selbstverst\u00e4ndnis. So zeichnet der Berner Arzt Konrad T\u00fcrst 1495\/96 eine Schweizerkarte mit Angabe der geographischen Breitengrade. Die Eidgenossenschaft wird also zu einem geographisch verorteten \u201eLand\u201c.<\/p>\n<p>Bislang war immer von der \u201eEidgenossenschaft\u201c und nicht von der \u201eSchweiz\u201c die Rede, und dies aus gutem Grund. Bis zum Schwaben-\/Schweizerkrieg von 1499 war die Bezeichnung \u201eSchweizer\u201c bei den Eidgenossen verp\u00f6nt. Sie diente n\u00e4mlich den Gegnern seit der Mitte des 14. Jahrhunderts als abwertender Sammelname. Zudem str\u00e4ubten sich die restlichen sieben Orte dagegen, den Schwyzern einen Vorrang bei der Namengebung einzur\u00e4umen. Schlie\u00dflich verbreitete der eidgenossenfeindliche Z\u00fcrcher Chorherr Felix Hemmerlin in der Mitte des 15. Jahrhunderts auch die M\u00e4r, die Schwyzer seien nichts anderes als kriegsgefangene Sachsen, die zur Strafe von Karl dem Gro\u00dfen in die Alpen umgesiedelt worden w\u00e4ren; hier sollten sie nun so richtig \u201eschwitzen\u201c, woher auch ihr Name stamme.<\/p>\n<p>Um 1500 \u00e4nderten aber die Eidgenossen ihre Einstellung. Sie \u00fcbernahmen die Bezeichnung \u201eSchweizer\u201c von ihren Gegnern und versuchten, den neuen Namen mit einer positiven Bedeutung zu f\u00fcllen. Zugleich hatten sie wohl das Bed\u00fcrfnis, an die Stelle farbloser verwaltungstechnischer Begriffe wie \u201eBund&#8220; oder &#8222;Eidgenossenschaft\u201c einen individuellen Namen zu setzen. Seitens der Humanisten wurde \u00fcberdies die Bezeichnung \u201eHelvetier\u201c in wachsendem Masse herangezogen; damit fanden die \u201eSchweizer\u201c sogar einen Anschluss an die antike Geschichte.<\/p>\n<p>Zu dieser Schweiz geh\u00f6rte auch ein \u00e4u\u00dferes Hoheitszeichen. W\u00e4hrend des 15. Jahrhunderts besa\u00df jeder eidgen\u00f6ssische Ort immer noch ein eigenes Feldzeichen, manchmal mit einem Wappentier wie dem Urner Stier oder dem Berner B\u00e4r. Daneben ben\u00fctzten die Freischaren, die inoffiziellen Kriegsbanden, manchmal ein F\u00e4hnlein mit einem Kreuz, oder sie trugen kreuzweis aufgen\u00e4hte wei\u00dfe B\u00e4ndel, um sich zu erkennen. Wei\u00dfe Kreuze waren dann w\u00e4hrend der Burgunderkriege das Zeichen aller gegen Karl den K\u00fchnen verb\u00fcndeten Parteien, auch der oberrheinischen und \u00f6sterreichischen Truppen; es handelte sich also nicht um ein Emblem, das allein den Eidgenossen vorbehalten war. Da die Siege \u00fcber Karl den K\u00fchnen aber auf eidgen\u00f6ssischem Gebiet erfochten wurden, entwickelte sich das wei\u00dfe Kreuz zum Zeichen f\u00fcr die gesamte Eidgenossenschaft. Hinzu kam, dass das Kreuz an die Passion Christi erinnerte, die im religi\u00f6sen Denken der Eidgenossen eine wichtige Rolle spielte. Ein Bild von eidgen\u00f6ssischen Truppen, die alle mit wei\u00dfen Kreuzen gekennzeichnet sind, begegnet allerdings erst in einer Luzerner Chronik aus dem beginnenden 16. Jahrhundert.<\/p>\n<p>Gibt es weitere gemeinsame Vorstellungen und ein Zusammengeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl? Bis weit in die Fr\u00fche Neuzeit besitzen wir keine Quellen, aus denen wir die Ansichten der gesamten Bev\u00f6lkerung kennenlernen k\u00f6nnen. Hinweise bieten aber regelm\u00e4\u00dfig wiederkehrende Veranstaltungen, an denen der breiten Bev\u00f6lkerung die Zugeh\u00f6rigkeit zur Eidgenossenschaft vermittelt wurde. An erster Stelle sind hier die bereits erw\u00e4hnten religi\u00f6sen Br\u00e4uche zu nennen: Die Schlachtjahrzeiten und sp\u00e4ter das \u201eGro\u00dfe Gebet\u201c. W\u00e4hrend einer Messe wurde nicht nur f\u00fcr das Wohlergehen der Kirche, des Papstes und des Kaisers gebetet, sondern gleichzeitig auch f\u00fcr die \u201elobliche gemeine eidtgnosschafft\u201c. Hinzu kam die regelm\u00e4\u00dfige Beschw\u00f6rung der B\u00fcnde. So nahmen 1471 in Z\u00fcrich, dessen Bev\u00f6lkerung auf 4.700 Personen gesch\u00e4tzt wird, rund 300 Personen von ausw\u00e4rts an der eidlichen Erneuerung der B\u00fcnde teil. Daran schlossen sich weinselige Festlichkeiten an. Die eidliche Erneuerung der B\u00fcnde wurde sehr ernst genommen. 1482 verlangten die Berner von ihren l\u00e4ndlichen Untertanen, dass von jedem Haushalt ein sauber gekleideter Mann am Sonntag im st\u00e4dtischen M\u00fcnster anwesend sein soll, um \u201edie pund ze ernuwern mit den Eydtgnon\u201c.<\/p>\n<p>Aus bernischem Hoheitsgebiet stammt schlie\u00dflich eine Quelle, die ansatzweise die Meinung gr\u00f6\u00dferer Bev\u00f6lkerungsgruppen erkennen l\u00e4sst. Um 1500 lie\u00df die Stadt \u201e\u00c4mteranfragen\u201c durchf\u00fchren, um die Meinung der Untertanen zu einzelnen politischen Gesch\u00e4ften (B\u00fcndnisse, Steuern, W\u00e4hrungsfragen) kennenzulernen. Die bernische Obrigkeit organisierte die Befragungen in Krisenzeiten, um unpopul\u00e4re oder wichtige Ma\u00dfnahmen im Voraus anzuk\u00fcndigen und sp\u00e4ter durchzuf\u00fchren. Offensichtlich f\u00fcrchtete sie sich vor dem Widerstand in den Landgebieten; die \u00c4mteranfragen erwiesen sich als geeignetes Mittel, um die Landschaft in die politische Verantwortung einzubinden.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich handelte es sich dabei nicht um eine repr\u00e4sentative Meinungsumfrage im heutigen Sinn. Nur in Ausnahmef\u00e4llen konnten sich alle M\u00e4nner \u00fcber vierzehn Jahre \u00e4u\u00dfern; Frauen war jede Beteiligung verwehrt. Die Organisation der Anfragen lie\u00df auch kaum abweichende Meinungen zu: Der Bote der Stadt verlas den Vorschlag der Regierung und befragte zuerst die anwesende \u201eEhrbarkeit\u201c, das hei\u00dft die angesehenen und m\u00e4chtigen Vorsteher der jeweiligen Gemeinden. Deren Aussagen beeinflussten zweifellos die Meinungsbildung der folgenden Redner. Anschlie\u00dfend erfolgte eine Abstimmung, ob der Antrag anzunehmen oder abzulehnen sei. Die Entscheidung wurde dem st\u00e4dtischen Rat schriftlich mitgeteilt. Von 1496-1521 haben sich etwa 250 unterschiedlich lange Briefe zu 14 verschiedenen Anfragen erhalten.<\/p>\n<p>Bei den Antworten der \u00c4mter f\u00e4llt auf, dass h\u00e4ufig die reichen Empf\u00e4nger von Pensionen kritisiert wurden. Die l\u00e4ndliche Bev\u00f6lkerung verlangte in erster Linie Frieden, was allerdings im Widerspruch zur gleichzeitig beobachtbaren Begeisterung f\u00fcr das Reislaufen stand. Was nun die Frage nach einem Zusammengeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl der Eidgenossen betrifft, so w\u00fcnschten die \u00c4mter h\u00e4ufig, sich \u201enit zu scheiden von unseren tr\u00fcwen lieben eidgnossen\u201c. Die Konolfinger verwiesen um 1514 sogar auf die gegenseitige Treue \u201eunser altvordren\u201c: Sie besa\u00dfen offensichtlich die Vorstellung einer gemeinsamen eidgen\u00f6ssischen Geschichte, wie sie sich im Sp\u00e4tmittelalter herausgebildet hatte.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>I. &nbsp; \u201eAufsteigen zur Machth\u00f6he\u201c hie\u00df lange Zeit die Rubrik in der \u201eBibliographie zur Schweizergeschichte\u201c, worin die Publikationen zum Zeitraum 1400-1516 aufgef\u00fchrt wurden. In aktuellen Publikationen ist nur noch von einer \u201eselbstbewussten Eidgenossenschaft\u201c die Rede. 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