{"id":118356,"date":"2026-01-30T09:29:55","date_gmt":"2026-01-30T08:29:55","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=118356"},"modified":"2026-01-30T09:29:55","modified_gmt":"2026-01-30T08:29:55","slug":"max-regers-geistliche-vokalmusik","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/max-regers-geistliche-vokalmusik\/","title":{"rendered":"Max Regers geistliche Vokalmusik"},"content":{"rendered":"<p>Lieder und Ch\u00f6re, Vokalstimmen generell spielen bei Reger eine bedeutende Rolle, wie sie andere Komponisten mit \u00e4hnlich umfangreichem Instrumentaloeuvre nicht aufweisen. Man mag dies mit dem fr\u00fchen Rat Hugo Riemanns in Verbindung bringen, durch das Schreiben von Liedern die melodische Einfallskraft zu st\u00e4rken. Nicht minder plausibel erscheint aber der Verweis auf die durch die kirchenmusikalische Praxis gebotene Besch\u00e4ftigung mit dem geistlichen Lied, dem Choral, der Vokalmesse. Tats\u00e4chlich hat Reger selbst den Kirchengesang sehr gesch\u00e4tzt, auch in seiner protestantischen Auspr\u00e4gung: \u201eDie Protestanten wissen gar nicht, welch musikalischen Schatz sie an ihren Chor\u00e4len besitzen.\u201c<\/p>\n<p>Bemerkenswert ist jedenfalls, dass unter den ersten 15 Werken, die einer Opus-Zahl gew\u00fcrdigt wurden (entstanden bis 1894), sieben (!) Lieder- beziehungsweise Chorzyklen jeweils mit Klavierbegleitung sind. Unter den Textdichtern finden sich Friedrich Hebbel, Friedrich R\u00fcckert, Nikolaus Lenau, Goethe, Ludwig Uhland, Eichendorff. Haupts\u00e4chlich aber wandte er sich der zeitgen\u00f6ssischen Lyrik zu, wobei die ernsten Gedichte Christian Morgensterns hervorzuheben sind, oder die Vertonungen der Gedichte von Otto Julius Bierbaum, Richard Dehmel und Stefan Zweig. Texte des jung verstorbenen Ludwig Jakobowski (1868-1900) liegen unter anderem dem Sp\u00e4twerk \u201eHymnus der Liebe\u201c op. 136 f\u00fcr Bariton und Orchester zugrunde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Geistliche Musik als Spiegel pers\u00f6nlicher Fr\u00f6mmigkeit<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der Zeit seiner schweren Lebenskrise, die zu dem ersten gesundheitlichen (und finanziellen) Zusammenbruch und zur daran anschlie\u00dfenden R\u00fcckkehr nach Weiden im Juni 1898 f\u00fchrt, schreibt Reger im April Zwei geistliche Ges\u00e4nge f\u00fcr mittlere Stimme und Orgel op. 19: 1. \u201ePassionslied\u201c, 2. \u201eDoch du lie\u00dfest ihn im Grabe nicht\u201c. Die d\u00fcstere Stimmung des ersten Liedes beschreibt die Todesangst Jesu auf Golgotha. Der Textstelle: \u201eDoch Gott hat dich im Tod erquickt, dich ewig aller Qual entr\u00fcckt und dein Gebet erh\u00f6ret\u201c unterlegt Reger die Melodie \u201eWenn ich einmal soll scheiden\u201c. Doch bel\u00e4sst es der Komponist beim Passionsgesang nicht bei der d\u00fcsteren Stimmung, sondern kl\u00e4rt auf \u00fcber die Hoffnung, die aus dieser Bedr\u00e4ngnis herausf\u00fchrt, indem die Orgel w\u00e4hrend der Gesangsphrase zum Thema \u201eLeid auf Golgotha\u201c den Choral \u201eEs ist das Heil uns kommen her\u201c einf\u00fchrt, der in katholischen Gesangb\u00fcchern bekannt ist als \u201eNun freue dich, du Christenheit\u201c.<\/p>\n<p>Diese hoffnungsvolle Perspektive bekr\u00e4ftigt Reger auch mit dem zweiten Lied \u201eDoch du lie\u00dfest ihn im Grabe nicht\u201c nach einem Text aus H\u00e4ndels Messias. Auch hier gibt es beide Aspekte, das Leid und den Tod einerseits, die Hoffnung auf die Auferstehung andererseits. Doch stimmt jetzt die Orgel den Choral \u201eHerzliebster Jesu, was hast du verbrochen\u201c an, w\u00e4hrend die Gesangspartie den Text \u201eDie Schmach bricht ihm das Herz; er ist voll von Traurigkeit\u201c zu der bereits erw\u00e4hnten \u00f6sterlichen Liedmelodie \u201eEs ist das Heil uns kommen her\u201c pr\u00e4sentiert und damit die beiden Pole christlicher Glaubens\u00fcberzeugung, den Tod und die Auferstehung Jesu Christi, musikalisch fixiert.<\/p>\n<p>Der bedeutende Reger-Forscher Rainer Cadenbach sieht in diesen beiden fr\u00fchen Werken in ihrer \u201efreien Deklamation und Harmonik\u201c (Max Hehemann 1917) den Reifestil Regers vorweggenommen und deutet die beiden sp\u00e4teren Zwei Geistlichen Lieder StV. 480 aus dem Jahr 1900 (von Reger selbst mit dem S\u00e4nger Joseph Loritz in M\u00fcnchen am 26. Januar 1902 uraufgef\u00fchrt) sowie die \u201eZwei geistlichen Lieder\u201c op. 105 (vom August 1907, ebenfalls von Reger uraufgef\u00fchrt am 5. Mai 1910 in Kolberg) \u2013 alle f\u00fcr mittlere Stimme und Orgel \u2013 als eine Art Wiederaufnehmen der fr\u00fchen Ges\u00e4nge aus der Krisenzeit in Wiesbaden.<\/p>\n<p>Offenkundig bearbeitet der Komponist in diesen Liedern auch seine Lebens\u00e4ngste und depressiven Zust\u00e4nde, denn es ist nachweisbar, dass \u201eReger unter \u00e4u\u00dferlich schwierigen Umst\u00e4nden immer dann tiefer in psychische Probleme hineingeriet, wenn man ihn daran hinderte zu komponieren\u201c (Rainer Cadenbach).<\/p>\n<p>Bezeichnend ist nun die Verbindung der Schilderung existenzieller Grenzerfahrungen mit dem Schicksal Jesu beziehungsweise dem rettenden Eingreifen Gottes. Die zwei Lieder aus dem Jahr 1900 belegen dies ebenfalls. Das Novalis-Gedicht des ersten Liedes \u201eWenn in bangen tr\u00fcben Stunden\u201c bringt diesen Gegensatz direkt zur Sprache und setzt die rettende Botschaft des Dichters in \u201esehr lichte Registrierung\u201c und harmonisch beruhigten Akkordfl\u00e4chen zu den Worten: \u201eO dann neigt sich Gott her\u00fcber, seine Liebe kommt uns nah, sehnen wir uns dann hin\u00fcber, steht sein Engel vor uns da, bringt den Kelch des frischen Lebens, lispelt Mut und Trost uns zu\u201c.<\/p>\n<p>Das zweite Gedicht \u201eHeimweh\u201c (Julius Sturm) stellt das Leben in der Allegorie des Schiffleins auf hoher See vor, das dem Vaterlande zustrebt, zu unserem \u201eHerrn, wo die Liebe nicht erkaltet, wo der Friede ewig w\u00e4hrt und die Freude sich verkl\u00e4rt \u2026 Aus den Fluten steigt ein Stern; dr\u00fcben liegt das Reich des Herrn! Ach, hin\u00fcber!\u201c Das klingt schon recht todess\u00fcchtig und passt in diese problematische fr\u00fche Zeit in M\u00fcnchen vor seiner Verheiratung. Der Dichterfreund Richard Braungart berichtet sogar davon, Reger eines Abends daran gehindert zu haben, in die Isar zu springen. Neben den Freunden und Elsa von Bercken war notorisch auch der christliche Glaube eine fundamentale Lebenshilfe. Das Lied op. 105\/2 \u201eMeine Seele ist still zu Gott\u201c besingt diesen Glauben mit dem Psalm 62: \u201eHoffet auf ihn allezeit, sch\u00fcttet euer Herz vor ihm aus; Gott ist unsere Zuversicht\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Das Thema Leid und Tod<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Den melancholischen Charakterzug kann unser Komponist aber nie ablegen; wie ein Cantus firmus durchzieht sein Schaffen das Motiv des Todes. Die einschl\u00e4gigen Chor\u00e4le \u201eO Welt ich muss dich lassen\u201c, \u201eO Haupt voll Blut und Wunden\u201c \u2013 hier besonders die Strophe \u201eWenn ich einmal soll scheiden\u201c \u2013, \u201eAlle Menschen m\u00fcssen sterben\u201c, \u201eWer wei\u00df, wie nahe mir mein Ende\u201c und andere finden sich offen oder versteckt in seinem gesamten, auch instrumentalen Schaffen. Schon die ersten Choralvorspiele f\u00fcr Orgel (ohne Opus-Zahl geblieben) betreffen bezeichnenderweise \u201eO Traurigkeit, o Herzeleid\u201c (1893) und \u201eKomm s\u00fc\u00dfer Tod\u201c (1893\/94). Bereits in seiner Orgelsuite op. 16 von 1894\/95 hat er den Choral \u201eWenn ich einmal soll scheiden\u201c im langsamen Satz vollst\u00e4ndig vertont. Auch in dem sp\u00e4ten, \u201eDem Andenken der im gro\u00dfen Kriege gefallenen deutschen Helden\u201c gewidmeten Requiem op. 144b auf Text von Friedrich Hebbel vom August 1915, das weniger die Weltkatastrophe musikalisch erfasst, vielmehr zu deuten ist als eine auf \u201edie eigene Existenz bezogene Vision von Tod und Vergessen\u201c (Susanne Popp), erklingt dieser Choral.<\/p>\n<p>Der gro\u00dfe Gesang f\u00fcr Bariton, Chor und Orchester Der Einsiedler op. 144a (vom Juli 1915) nach Joseph von Eichendorff, eine Art K\u00fcnstlerbiographie, die Regers Selbstverst\u00e4ndnis als K\u00fcnstler nahekommen d\u00fcrfte, bedient sich des Chorals \u201eO Welt, ich muss dich lassen\u201c. Ja selbst in reinen Instrumentalkonzerten bringt er dezente Hinweise auf diese Gedankenwelt durch das mehr oder weniger deutliche Anspielen der genannten Chor\u00e4le, so etwa im Violinkonzert A-Dur op. 101 von 1908. Noch gehaltvoller und deutlicher finden sich in seinem einzigartigen Klavierkonzert f-Moll op. 114 von 1910 im langsamen Mittelsatz folgende Liedmotive: \u201eWenn ich einmal soll scheiden\u201c, \u201eO Welt, ich muss dich lassen\u201c, \u201eVom Himmel hoch\u201c. Diese Liedauswahl manifestiert wiederum die angesprochene Dialektik von Tod und durch Gott geschenktes neues Leben; Reger verbleibt nicht in seiner melancholischen Traurigkeit, sondern findet auch Hoffnung und Trost, die in diesen Chor\u00e4len zum Ausdruck kommen.<\/p>\n<p>Der Komponist verdr\u00e4ngte keineswegs \u2013 bei allen Erfolgen, die er trotz auch heftiger Anfeindungen doch \u00fcberreich erfahren durfte \u2013 den Aspekt der Endlichkeit des Lebens, wie wir ersehen aus folgender Bemerkung gegen\u00fcber der Sozial- und Kulturpolitikerin Edith Mendelssohn-Bartholdy: \u201eDenken Sie an Mendelssohn, an Mozart, an Schubert, an Wolf! Uns wird nicht viel Zeit gelassen, und ich muss mein Werk fertig haben\u201c. Gehen wir den geistlichen Ges\u00e4ngen weiter nach, findet sich immer wieder die Koppelung der beiden Fundamentalthemen Tod und Leben.<\/p>\n<p>Aus der Hochstimmung der ersten Ehejahre heraus entstanden die f\u00fcnf Choralkantaten 1903-1905. Angeregt durch den evangelischen Theologieprofessor der Kaiser-Wilhelms-Universit\u00e4t Stra\u00dfburg Friedrich Spitta (1852-1924), widmete sich Reger im Sommerurlaub in Berchtesgaden zun\u00e4chst dem Choral Vom Himmel hoch, da komm ich her WoO V\/1, in der von Spitta vorgeschlagenen Besetzung f\u00fcr zwei Violinen, Solostimmen, Gemeindegesang und Orgel, denen noch ein Kinderchor hinzugef\u00fcgt wurde. Reger war durchaus fasziniert von der Idee einer Kirchenkantate, die im Umfang wie der technisch-k\u00fcnstlerischen Anforderung eine zwischen dem gro\u00dfen Oratorium und dem einfachen Choralgesang der Gemeinde vermittelnde Funktion einnehmen sollte.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die beiden ersten Strophen vom Solosopran dargeboten werden, \u00fcbernimmt der bis zu vierstimmige Kinderchor die beiden n\u00e4chsten Strophen. Mit dem typischen 12\/8tel-Takt einer Pastorale wird das in Windeln gewickelte Kind in der Krippe im f\u00fcnften Vers tonmalerisch nahegebracht. Im von der Orgel im einfachen Kantionalsatz begleiteten Vers 6 \u201eDes la\u00dft uns alle fr\u00f6hlich sein\u201c f\u00e4llt die Gemeinde in den Festtagsjubel ein. Der vorletzte Vers ist nochmals dem Kinderchor vorbehalten, w\u00e4hrend abschlie\u00dfend sich im Tutti alle Mitwirkenden vereinen.<\/p>\n<p>Der \u201eVolkst\u00fcmlichkeit\u201c des ganzen Werkes diente auch das \u201eHineinweben\u201c (Reger) von \u201eStille Nacht, heilige Nacht\u201c in die Bearbeitung. Diese Liedkombination hat er sp\u00e4ter nochmals in seinem Orgelwerk Weihnachten op. 145\/3 gestaltet. Die zweite Kantate O wie selig seid ihr doch, ihr Frommen f\u00fcr Sologesang, Gemeinde, Streichorchester und Orgel nach Text von Simon Dach (1605-1659) und Jakob Baumgarten (1668-1722) ergeben einen \u201eWechselgesang\u201c zwischen den Lebenden und den bereits Verstorbenen, dabei werden Dachs Texte vom Gemeindegesang \u00fcbernommen, w\u00e4hrend die Baumgarten-Strophen von Chor bzw. Solisten vorgetragen werden; schlie\u00dflich vereinen sich \u201ein der siebten und achten Strophe alle Kr\u00e4fte zum Lobe Gottes\u201c (J\u00fcrgen Schaarw\u00e4chter).<\/p>\n<p>In der Leipziger Thomaskirche fand unter der Leitung des Thomaskantors Gustav Schreck und mit Karl Straube an der Orgel am 4. M\u00e4rz 1905 die Urauff\u00fchrung der Karfreitagskantate \u201eO Haupt voll Blut und Wunden\u201c statt. Zu den Alt- und Tenorsolisten sowie Chor und Orgel treten diesmal Violine und Oboe hinzu. Der engen Bindung an den Choral ist die vergleichsweise geringe harmonische K\u00fchnheit dieser Vertonung geschuldet; mehr als ausgleichend wirken jedoch die \u201evielver\u00e4stelte Polyphonie der immer selbst\u00e4ndig gef\u00fchrten Instrumentalstimmen [sowie die] zarten Partien mystischer Textausdeutung\u201c (Hermann Grabner). W\u00e4hrend die ersten acht Strophen chromatisch angereichert sind, versinnbildlicht der ausged\u00fcnnte, der Gemeinde (beziehungsweise dem Chor unisono) \u00fcbertragene, lediglich von der Orgel begleitete Satz die Verg\u00e4nglichkeit menschlichen Lebens zu den Worten \u201eWenn ich einmal soll scheiden\u201c. Violine und Oboe lassen nur am Ende der Choralzeilen wenige Echo-Noten aufklingen.<\/p>\n<p>Die bedeutendsten Vokalkompositionen haben wir mit den Drei Motetten. Geistliche Ges\u00e4nge op. 110 f\u00fcr gemischten Chor a cappella vor uns. Die Vorbilder Bach und Brahms sind un\u00fcberh\u00f6rbar, die pers\u00f6nliche biographische Relevanz der ausgew\u00e4hlten Texte offenkundig. \u201eMein Odem ist schwach\u201c op. 110\/1 (in Leipzig 1909 entstanden) entstammt dem Buch Hiob 17; 19; 26. Die einzelnen Textpassagen sind klassisch imitatorisch angelegt. Das erste Thema \u2013 chromatisch und abw\u00e4rts gerichtet \u2013 gibt die Grundstimmung an, die zu der pianissimo vorgetragenen Feststellung, der dramaturgisch h\u00f6chst effektvoll eine Generalpause vorangeht, f\u00fchrt: \u201eDas Grab ist da\u201c. Nach der Bitte: \u201eSei du selbst mein B\u00fcrge\u201c erklingt eine h\u00f6chst artifizielle Doppelfuge, deren zweites Thema chromatisch sich nach oben windet und damit \u2013 gleichsam als Umkehrung der Eingangsmotivik \u2013 die Auferstehung evoziert. Im Schlussteil erklingt die frohe Botschaft, homophon und besonders nachdr\u00fccklich gesetzt: \u201eAber ich wei\u00df, dass mein Erl\u00f6ser lebet\u201c.<\/p>\n<p>Die zweite Motette \u201eAch Herr, strafe mich nicht in deinem Zorn\u201c (1911 in Leipzig und w\u00e4hrend des Sommerurlaubs am Tegernsee geschrieben) ist im ersten Teil traditionell imitatorisch angelegt und m\u00fcndet in den choralartigen Mittelteil: \u201eIch liege und schlafe\u201c. Die abschlie\u00dfende Doppelfuge zeigt die Zuversicht des Gl\u00e4ubigen (wir d\u00fcrfen erg\u00e4nzen: Komponisten), indem zuerst der Choral \u201eHerzlich lieb, habe ich dich, Herr\u201c angestimmt wird, gefolgt vom zweiten Thema: \u201eVor dir ist Freude\u201c.<\/p>\n<p>Die dritte Motette \u201eO Tod, wie bitter bist du\u201c (beendet am 23. Juli 1912) ist dem Andenken an Lili Wach, der j\u00fcngsten Tochter Felix Mendelssohn-Bartholdys gewidmet. Schroffe dynamische Kontraste und zahlreiche Vorhalte korrelieren dem dichotomischen Text: W\u00e4hrend der Tod f\u00fcr denjenigen, der gute Tage erlebt, \u201edem es wohl gehet in allen Dingen und wohl auch essen mag\u201c, durchaus bitter zu nennen ist, verliert er f\u00fcr denjenigen, welcher bed\u00fcrftig, \u201eschwach und alt ist, der in allen Sorgen steht und nichts Besseres zu hoffen noch zu erwarten hat\u201c allen Schrecken, vielmehr tut der Tod dann \u201ewohl\u201c. Der Schrecken des Todes wird in der st\u00e4ndigen chromatischen Verstrickung der Stimmen h\u00f6rbar.<\/p>\n<p>Die Dialektik des Textes manifestiert sich auch in der Gegen\u00fcberstellung von Oberstimmenchor (Frauenstimmen) und Unterstimmen (M\u00e4nnerchor). Nachdr\u00fccklich beklagen mehrere eingef\u00fcgte Unisono-Passagen: \u201eO Tod, wie bitter bist du\u201c. Den Aspekt der Befreiung aus aller erdenschweren M\u00fchsal durch den Tod vermittelt der choralartige zweite Teil \u201eO Tod, wie wohl tust du\u201c, der durch weitgehenden Verzicht auf Chromatik und die Dominanz von Fundamentalharmonik eine aufgel\u00f6ste Spannung mitteilt. Das Werk schlie\u00dft in geradezu entr\u00fcckt-verkl\u00e4rter Stimmung pianissimo; ein dem\u00fctiges Einverst\u00e4ndnis mit dem Leben suggerierend.<\/p>\n<p>Was in dieser Zusammenfassung einigerma\u00dfen zugespitzt erscheint, n\u00e4mlich die deutliche Hinwendung zur Todesproblematik, die gerade aus einer Lebensangst erw\u00e4chst, die Reger wohl virulent stets begleitet hat, wird validiert durch Aussagen des Komponisten selbst, wie folgende, an den Musikkritiker Arthur Seidl gerichtete briefliche Bemerkung von 1913 zeigt: \u201eHaben Sie noch nicht bemerkt, wie durch alle meine Sachen der Choral hindurchklingt: ,Wenn ich einmal soll scheiden\u2018\u201c. Mit Rainer Cadenbach darf also zusammengefasst werden: \u201eWeniger als um Leben und (sic) Tod ging es in Regers Komponieren in erster Linie um den Tod selbst, vielleicht tempor\u00e4r auch um das ewige Leben und die \u201aVerkl\u00e4rung\u2018, was Reger wohl ein \u00e4hnliches bedeutet haben mag [Das Thema Tod] beherrscht sozusagen sein Werkverzeichnis\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Konfessioneller Musiker?<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gerne wird aus der Tatsache der seiner Verheiratung mit einer evangelischen geschiedenen Frau geschuldeten Exkommunikation sowie den zahlreichen Kompositionen mit Liedzitaten aus evangelischen Chor\u00e4len abgeleitet, Reger habe sich von seiner katholischen Herkunft losgesagt. Dies ist keineswegs der Fall. Unstrittig ist die konfessionell engstirnige Haltung der Eltern und insbesondere seiner Schwester Emma. So hat etwa seine Schwester \u2013 subjektiv in Sorge um das Seelenheil des Bruders \u2013 eine in Reinschrift vorliegende achtseitige Komposition f\u00fcr die Beilage zur evangelischen \u201eMonatsschrift f\u00fcr Gottesdienst und kirchliche Kunst\u201c, die Reger auf seinem Schreibtisch offen liegen hatte, verschwinden lassen, so dass ihr Bruder nach R\u00fcckkehr von einem ausw\u00e4rtigen Konzerttermin die Komposition nochmals schreiben musste, was naturgem\u00e4\u00df dessen Weihnachtsstimmung kr\u00e4ftig eintr\u00fcbte (Brief vom 29. Dezember 1900 an Arthur Seidl).<\/p>\n<p>Und schon den hartn\u00e4ckigen Widerstand gegen die Aufnahme eines Musikstudiums in Sondershausen sah Reger in der Furcht begr\u00fcndet, \u201eich k\u00f6nnte als Protestant zur\u00fcckkehren\u201c (Brief vom 23. November 1889 an Hugo Riemann). Noch im Mai 1901 beklagt der Komponist in einem Brief an seinen Freund Karl Straube: \u201eMeine protestantische Bibel ist spurlos verschwunden! (Man f\u00fcrchtet f\u00fcr meinen Glauben!).\u201c<\/p>\n<p>Zw\u00f6lf deutsche geistliche Ges\u00e4nge f\u00fcr gemischten Chor StV 448ff. widmet Reger 1899 dem evangelischen Kirchenchor zu Wesel und dessen Dirigenten Karl Straube. Ein Jahr sp\u00e4ter entsteht \u201eDer evangelische Kirchenchor\u201c. Vierzig leicht ausf\u00fchrbare geistliche Ges\u00e4nge zu allen Festen StV451ff.<\/p>\n<p>Bedenkt man die geradezu bigott katholische Haltung von Mutter und Schwester, ist die beachtliche Zahl der Vertonungen von Marienliedern beziehungsweise marianischer wie katholisch-liturgischer Texte \u00fcber die gesamte Schaffenszeit hinweg bemerkenswert. Von einer Abwendung vom katholischen Lebensgef\u00fchl kann schlichtweg nicht geredet werden. So enth\u00e4lt das im Sommer 1901 in Weiden entstandene Konvolut op. 61 mit dem Titel \u201eLeicht ausf\u00fchrbare Kompositionen zum gottesdienstlichen Gebrauch\u201c: Acht \u201eTantum ergo\u201c f\u00fcr gemischten Chor; Vier \u201eTantum ergo\u201c f\u00fcr Sopran, Alt und Orgel; Vier \u201eTantum ergo\u201c f\u00fcr gemischten Chor und Orgel; Acht Marienlieder f\u00fcr gemischten Chor mit Orgel, darunter \u201eSei Mutter der Barmherzigkeit\u201c, \u201eErhab\u00b4ne Mutter unsres Herrn\u201c, \u201eMaria Himmelsfreud\u201c. Dabei handelt es sich durchwegs um homophone S\u00e4tze mit eing\u00e4ngigen Melodien, die man typisch romantisch nennen k\u00f6nnte und durchaus im Stil der Zeit verbleiben, also eher konventionell klingen. Erg\u00e4nzt wird die Sammlung durch Sechs Trauerges\u00e4nge (Untertitel: Leichenlieder).<\/p>\n<p>Nachdem er bereits 1898 vier Geistliche Lieder nach Gedichten von Eduard M\u00f6rike von Hugo Wolf f\u00fcr Singstimme und Orgel bearbeitet hatte, lie\u00df er 1902 die zehn Transkriptionen der \u201eGeistlichen Lieder aus dem Spanischen Liederbuch\u201c des von ihm verehrten Hugo Wolf folgen, wobei in vier der insgesamt 14 Lieder die reine Jungfrau und Gottesmutter Maria besungen wird. Mit diesen Bearbeitungen sowie den bereits genannten geistlichen Ges\u00e4ngen erweiterte Reger das kirchenmusikalische Repertoire vor allem f\u00fcr den katholischen Gottesdienst und insbesondere f\u00fcr Kirchenkonzerte ganz erheblich. Schon am 11. Januar 1899 hat Reger dem Verlag Breitkopf&amp;H\u00e4rtel seine Intention mitgeteilt: \u201eDie geistlichen Ges\u00e4nge schrieb ich deshalb, da man in Kirchenconcerten als \u201aSologes\u00e4nge\u2018 nicht gerade die gr\u00f6\u00dfte Auswahl in der betreffenden Literatur hat.\u201c Eher f\u00fcr konzertante denn liturgische Zwecke eignet sich das f\u00fcnfstimmige Chor a cappella-Werk \u201ePalmsonntagmorgen\u201c, StV. 442, nach Text von Emanuel Geibel aus dem Jahr 1902.<\/p>\n<p>Nachdem 1904 \u201eVier Kirchenges\u00e4nge\u201c f\u00fcr gemischten Chor, StV. 446f., entstanden waren, die eher f\u00fcr den evangelischen Gottesdienst gedacht scheinen (\u201eLa\u00df mich dein sein und bleiben\u201c; \u201eTretet her zum Tisch des Herrn\u201c), schrieb er 1905 mit dem Weihnachtslied \u201eEhre sei Gott in der H\u00f6he\u201c (L. Hamann) f\u00fcr Singstimme und Klavier, Harmonium oder Orgel, StV. 481f., das in der Begleitung \u201eVom Himmel hoch\u201c zitiert, sowie mit dem Lied \u201eSch\u00f6nster Herr Jesu\u201c f\u00fcr Singstimme und Orgel, StV. 616 zwei Werke \u00fcberkonfessioneller Bestimmung.<\/p>\n<p>Dies gilt nat\u00fcrlich auch f\u00fcr die unvollendet gebliebene 12-stimmige Motette Vater unser aus den Jahren 1909\/10 f\u00fcr drei Ch\u00f6re a cappella. Dieses beeindruckende Werk bricht mitten in der Doxologie \u201eDenn dein ist das Reich und die Kraft\u201c ab, nachdem bereits 59 Partiturseiten mit 324 Takten geschrieben waren. Bei Takt 240 erklingen die Worte \u201eSondern erl\u00f6se uns von dem \u00dcbel\u201c zu den Melodienoten des Chorals \u201eJesus, meine Zuversicht\u201c.<\/p>\n<p>1912 entstand eine Ostermotette \u201eLasset uns den Herren preisen\u201c f\u00fcr f\u00fcnfstimmigen gemischten Chor, StV.443. F\u00fcr die Liturgie der lutherischen Kirche Nordamerikas bestimmt waren Twenty Responsories f\u00fcr vierstimmigen gemischten Chor aus dem Sp\u00e4tsommer 1911.<\/p>\n<p>Als Fazit dieses Kapitels darf festgehalten werden: Reger war ein \u00fcberkonfessioneller Musiker, der aber unbefangen aus den christlichen Konfessionen musikalische wie geistliche Anregungen erhielt und seinerseits bereichernd auf die unterschiedlichen kirchenmusikalischen Traditionen einwirkte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>M\u00fcnchen als Wendezeit<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wahrscheinlich hatte Reger bis zu seinem 29. Lebensjahr \u2013 also der Heirat mit Elsa von Bercken, geb. von Bagenski, standesamtlich im Oktober 1902, evangelisch-kirchlich f\u00fcr das konfessionell gemischte Ehepaar am 7. Dezember 1902 im Dorf Boll bei G\u00f6ppingen \u2013 kein eigenes Girokonto. Die Eltern hatten nach dem Zusammenbruch in Wiesbaden und der R\u00fcckkehr des Sohnes nach Weiden praktisch die Vormundschaft \u2013 ob auch im juristischen Sinne gegeben, kann nicht belegt werden \u2013 \u00fcbernommen, was auch die strikte Verwahrung der Einnahmen des Sohnes durch Konzert- und Verlagshonorare einschloss.<\/p>\n<p>\u00dcber diese, f\u00fcr einen bald drei\u00dfigj\u00e4hrigen Mann entw\u00fcrdigenden Umst\u00e4nde, berichtet in seinen Erinnerungen an Max Reger der befreundete Schriftsteller Richard Braungart, der Reger nach dessen \u00dcbersiedlung nach M\u00fcnchen im August 1901 h\u00e4ufig zu Hause aufsuchte: \u201eMan behandelte Reger, in der besten Absicht (so hei\u00dft es in solchen F\u00e4llen immer), wie ein kleines Kind, \u00fcberwachte seine Ausg\u00e4nge und hielt ihn auch mit Geld so knapp, da\u00df er \u00f6fter gen\u00f6tigt war, mich um ein paar Mark zu bitten, was ihm und mir Besch\u00e4mung und Kummer bereitet hat.\u201c<\/p>\n<p>Aus dieser f\u00fcrchterlichen Situation befreite ihn faktisch die Ehe, was auch Karl Straube, der Elsa Reger \u2013 und vice versa \u2013 sehr kritisch gegen\u00fcberstand, best\u00e4tigte: \u201eFrau Elsa bleibt das Verdienst, Max Reger 1902 aus dem Niedrigen gerettet, ihm Mut und Vertrauen zu seiner Pers\u00f6nlichkeit gegeben zu haben\u201c. (Straube 1927 an Fritz Stein).<\/p>\n<p>Auch sein Alkoholproblem wollte Reger \u2013 ausweislich seiner Brautbriefe \u2013 definitiv in den Griff bekommen. Die Gef\u00e4hrdung durch den Alkohol hat Reger selbst fr\u00fch erkannt und sicher auch versucht, dagegen anzusteuern; so schreibt er 21-j\u00e4hrig in einem Brief: \u201eUnd auch solide bin ich geworden. In rein moralischer und sittlicher Beziehung war ich stets in h\u00f6chstem Grade zur\u00fcckhaltend und werde es auch stets sein, da ich es als eine der gr\u00f6\u00dften Gefahren betrachte, in dieser Beziehung nicht gut zu leben. Allein bisher hatte ich doch eines \u00fcbersehen, n\u00e4mlich die Gefahren des Alkohols.\u201c<\/p>\n<p>Und seiner Braut Elsa verspricht er: \u201eMein Leiden (Sie wissen, was ich meine) habe ich \u00fcberwunden, das kann ich sagen ohne zu l\u00fcgen \u2026 Ich verspreche es Ihnen bei meiner so tiefen u. aufrichtigen Liebe zu Ihnen, da\u00df Sie nie, nie, niemals nur den geringsten Grund haben sollen mir in diesem Punkte zu mi\u00dftrauen d.h. da\u00df ich nie nie Ihnen Gelegenheit geben werde, mich in einem anderen als v\u00f6lligst normalen Zustand zu sehen, \u2013 d.h. eben alkoholfrei, vollst\u00e4ndigst alkoholfrei zu leben\u201c (Brief vom 4. August 1902).<\/p>\n<p>Dieses Versprechen konnte Reger nicht halten. Ein zweites, ihn lebenslang begleitendes Hauptproblem spricht Reger im selben Brief ebenfalls an: seine Minderwertigkeitsgef\u00fchle, die ihn sowohl ehrgeizig als auch ehrs\u00fcchtig werden lie\u00dfen.<\/p>\n<p>Hinsichtlich des Alkoholproblems muss allerdings gesagt werden, dass der Komponist in einem \u201epermanente[n] Erregungszustand des Geistes [lebte]. Reger trank nicht zur Stimulierung \u2013 seine kalligraphischen Notenhandschriften zeugen von allzeit hoher geistiger Pr\u00e4senz \u2013 sondern zur Bet\u00e4ubung \u2026 Das Gehirn konnte sich nur erholen, indem es in andere geistige T\u00e4tigkeiten wie Bearbeiten, Konzertieren oder Korrigieren auswich, die weniger Kraft als Komponieren erforderten\u201c (Susanne Popp).<\/p>\n<p>Vor der Hochzeit schreibt Reger f\u00fcr Elsa von Bercken ein Trauungslied \u201eBefiehl dem Herrn deine Wege\u201c (Psalm 37,5) f\u00fcr Sopran, Alt und Orgel, StV. 481. Ein singul\u00e4res Ereignis ist f\u00fcr den 19. September 1903 dokumentiert: das Geistliche Lied \u201eWohl denen\u201c f\u00fcr mittlere Stimme und Orgel, StV. 481, wird von dem frisch verheirateten Paar Elsa und Max Reger w\u00e4hrend des Sommerurlaubs in Berchtesgaden uraufgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Naturgem\u00e4\u00df komponiert Reger vom August 1902 (Zw\u00f6lf Lieder op. 66 f\u00fcr mittlere Stimme und Klavier) bis in das Jahr 1912 (Sechster Band der Schlichten Weisen op. 76) hinein eine F\u00fclle von weltlichen Liedern (viele Liebeslieder darunter) in Sammlungen, darunter am bekanntesten wohl die sechs B\u00e4nde umfassenden \u201eSchlichten Weisen\u201c op. 76. Die letzte Widmung \u201eMeiner geliebten Elsa\u201c datiert allerdings aus dem Band IV von 1909. Auch daran l\u00e4sst sich die allm\u00e4hlich erkaltende Beziehung der beiden Eheleute ablesen.<\/p>\n<p>Im Band VI der \u201eSchlichten Weisen\u201c findet sich das popul\u00e4rste Reger-Werk \u00fcberhaupt: Mari\u00e4 Wiegenlied (Text von Martin Boelitz). Dieses hat Reger sp\u00e4ter noch zweimal bearbeitet, einmal f\u00fcr die Besetzung Mezzosopran, Violine und Orgel, sodann noch als Orchesterlied.<\/p>\n<p>Neben dem biographischen Hintergrund hat sicher auch ein sehr vorteilhafter, Ende 1902 mit dem neu gegr\u00fcndeten Verlagshaus <em>Lauterbach &amp; Kuhn<\/em> ausgehandelter Vertrag die umfangreiche Liedproduktion beg\u00fcnstigt. \u00dcber die dann eingehenden Honorare konnte der Komponist nach der Abnabelung von den Eltern selbst verf\u00fcgen. Ein Blick in die Details beleuchtet die sich erfreulich entwickelnde finanzielle Situation des Komponisten. So erh\u00e4lt er ein j\u00e4hrliches Honorarfixum von 4000 Mark sowie zus\u00e4tzliche Einzelverg\u00fctungen. F\u00fcr die 24 St\u00fccke der Orgelwerke op. 63 und 65 erhielt Reger je 60 Mark. F\u00fcr die k\u00fcrzeren 52 leichte Choralvorspiele op. 67 wurde ihm ein Seitenhonorar von 20 Mark zugestanden, ebenso f\u00fcr die insgesamt 35 Lieder und Ges\u00e4nge op. 66, 68 und 70. Im Jahr 1907 schlie\u00dft Reger rechtswidrig ohne R\u00fccksprache mit seinem Exklusivverleger Lauterbach einen Gesamtvertrag mit C. F. Peters ab. Ein gerichtlicher Vergleich setzte fest: Der Vertrag mit Peters bleibt bestehen, doch Lauterbach erh\u00e4lt bis 1913 das Vorkaufsrecht auf Regers Werke, und dieser ist verpflichtet, j\u00e4hrlich mindestens eines Sammlung von Klavierwerken, einen Band Schlichte Weisen oder sechs leichte bis mittelschwere Vortragsst\u00fccke f\u00fcr Violine (oder Cello) und Klavier zu liefern.<\/p>\n<p>Als Hochzeitsgeschenk komponierte Reger den Gesang der Verkl\u00e4rten op. 71 f\u00fcr Chor und Orchester im Sommer 1903, der allerdings bei C.F.W. Siegel in Leipzig erscheinen musste, da ausgerechnet Straube auf Anfrage des Verlags <em>Lauterbach &amp; Kuhn<\/em> von der Drucklegung abgeraten hatte, was sowohl zu einer (dauerhaften) Entfremdung zwischen Reger und Lauterbach als auch einer (vor\u00fcbergehenden) Tr\u00fcbung der Freundschaft zwischen Reger und Straube f\u00fchrte.<\/p>\n<p>Das offizielle Musikleben M\u00fcnchens nahm durchaus positiv von Reger Notiz. So w\u00e4hlt die M\u00fcnchner Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Musikvereins ADMV Reger in ihren Ortsausschuss und stellt in ihrem ersten Konzert ausschlie\u00dflich Regers Werke vor, darunter auch die Inferno-Phantasie op. 57. Regers Auftritt beim Tonk\u00fcnstlerfest dieses wichtigsten Veranstalters der musikalischen Moderne Ende Mai 1904 \u2013 er spielte dabei seine eigene Violinsonate C-Dur op. 72 mit dem Geiger Henri Marteau \u2013 bedeutete seinen spektakul\u00e4ren Durchbruch. Von jetzt ab ging er unerm\u00fcdlich bis zu seinem Lebensende auf Konzerttourneen, in geradezu exzessiver Weise bis an die Grenzen der physischen Belastbarkeit \u2013 und dar\u00fcber hinaus. Seine allgemeine wirtschaftliche Situation verbesserte sich signifikant, auch durch die Lehrt\u00e4tigkeit an der Akademie der Tonkunst (ab Mai 1905) und die zahlreiche Konzertverpflichtungen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>H\u00f6hepunkt geistlicher Musik und Abgesang<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vom Ausbruch des Krieges im August 1914 zeigte sich Reger im Unterschied zu vielen Zeitgenossen unter den K\u00fcnstlern nicht begeistert. Sein Anfang September vollendeter Hymnus der Liebe op. 139 (Text von Ludwig Jacobowski) f\u00fcr Bariton und Orchester taugte \u00fcberhaupt nicht zur k\u00fcnstlerischen Mobilmachung, weshalb die geplante Drucklegung zur\u00fcckgestellt wurde. Unter dem ersch\u00fctternden Eindruck der Kriegsereignisse mit den Materialschlachten und ihren enormen Menschenopfern begann Reger mit seinem lateinischen Requiem, StV. 437ff, f\u00fcr Soli, Chor, Orgel und Orchester. Nach der Vollendung des ersten Satzes, dessen Beginn des in Quintschichtungen aus dem Pianissimo sich erhebenden Orchesterklangs an das Brahms-Requiem erinnert, brach der Komponist Mitte Dezember 1914 die Arbeit am \u201eDies irae\u201c ab, was zu einer massiven Schaffenskrise f\u00fchrte.<\/p>\n<p>Ausgerechnet Freund Straube konnte diesem avantgardistischen Werk, das sich auszeichnet durch eine \u201ehochexpressive Sprache, die Kontrapunktik und Motivarbeit zur\u00fcckstellt und gro\u00dfangelegte Steigerungen aus dem Klangraum entwickelt\u201c (Susanne Popp) nichts abgewinnen und riet zur Aufgabe dieser Komposition. Beeindruckend wirken die ungeheuren Kontraste der massiven instrumentalen Klangballungen einerseits und der luziden homophonen Chorstellen andererseits, exemplarisch bei \u201eet lux perpetua luceat eis\u201c, wo im pianissimo und hellem A-Dur-Chorklang ein verkl\u00e4rend-tr\u00f6stendes Licht aufscheint. Was als \u201eHauptwerk\u201c des Lebens gedacht war, hat der Komponist nicht mehr weiterverfolgt.<\/p>\n<p>Als Zentralwerk geistlicher Musik darf deshalb \u201eDer 100. Psalm\u201c f\u00fcr Soli, Chor, Orgel und Orchester gelten, den Reger als Dank f\u00fcr die im Juli 1908 erfolgte Promotion zum Dr. phil. h.c. der Universit\u00e4t Jena zu deren 350-Jahr-Jubil\u00e4um widmet. Die endg\u00fcltige Fertigstellung erfolgt erst 1909, die Urauff\u00fchrung des Gesamtwerkes 1910 unter Leitung des Komponisten.<\/p>\n<p>Dieses monumentale Tongem\u00e4lde besticht durch die \u201eabsolute Einheit zwischen Form, Wort und Melodie, dazu sind Chor und Orchester ausgewogen\u201c (Ulrich Haverkampf).<\/p>\n<p>Das gesamte Werk ist in vier S\u00e4tze unterteilt und kann als gro\u00dfer symphonischer Wurf gelten. Die lebenslang angestrebte gro\u00dfe Orchestersymphonie ist Reger nie gelungen. Das vorliegende Werk aber zeigt symphonischen Reichtum und Zuschnitt. Der erste Satz (Maestoso. Animato) hebt an mit einem fulminanten Crescendo der Bassstimmen (Orgel, Pauken, Kontrabass) auf dem Ton \u201eC\u201c, worauf der Chor und das ganze Orchester mit einem gewaltigen \u201eJauchzet\u201c in der Haupttonart D-Dur einfallen; diesem gr\u00f6\u00dfte Spannung erzeugenden Sekundakkord analog wirkt das zweitaktige Fortissimo auf \u201ealle Welt\u201c in Es-Dur, also dem sogenannten Neapolitaner, dem Reger besonders zugetan war. Pauken, gro\u00dfe Trommel und Becken (\u201esehr lang haltend\u201c) lassen den musikalischen Kosmos erzittern, wozu auch die Doppelpedal-Triller der Orgel beitragen. Ein rasches Decrescendo hin zu \u201eDienet dem Herrn mit Freuden\u201c, nur von Chor und Orgel im vierfachen Pianissimo vorgetragen, bringen die Nichtigkeit der Welt ebenso zum Ausdruck wie die gewaltigen geistigen und klanglichen Dimensionen dieser Psalmvertonung.<\/p>\n<p>Der zweite Satz (Andante sostenuto) beginnt mystisch-verhalten zu den Worten \u201eErkennet, dass der Herr\u2026\u201c, doch bei \u201eGott ist\u201c explodiert der Klang in \u00fcberlaute, h\u00e4rteste Dissonanzen. Das Ph\u00e4nomen des G\u00f6ttlichen in seiner doppelten Gestalt als \u201etremendum et fascinosum\u201c wurde musikalisch je kaum \u00fcberw\u00e4ltigender h\u00f6rbar. Zudem bestimmen zahlreiche unvermittelt nebeneinander gesetzte terzverwandte Akkorde die Klangwelt. Der bewegten Passage \u201eEr hat uns gemacht\u201c antwortet beruhigt der Chor: \u201eund zu Schafen seiner Weide\u201c.<\/p>\n<p>Der dritte Satz (Allegretto con grazia): \u201eGehet zu seinen Toren ein\u201c erh\u00e4lt durch die mehrfach eingesetzte Solo-Violine eine neue Atmosph\u00e4re bei deutlich \u201egelichtetem\u201c Satz und teils pastoralem, teils t\u00e4nzerischem Habitus.<\/p>\n<p>Das Finale des vierten Satzes (Andante sostenuto. Allegro maestoso) findet seinen grandiosen H\u00f6hepunkt in der majest\u00e4tischen Doppelfuge \u201eDenn der Herr ist freundlich\u201c, der gr\u00f6\u00dften je von Reger erbauten Polyphonie. Ab Takt 440 werden beide Themen gekoppelt, dazu erschallt jeweils der Choral \u201eEin feste Burg ist unser Gott\u201c mit vier Trompeten und vier Posaunen unisono; die Wiederholung der Choralzeile \u00fcbernehmen jeweils Posaunen, Tuba und die Pedaloktaven der Orgel.<\/p>\n<p>Die gro\u00dfe Bandbreite von geistlicher Musik aus Regers Feder zeigen die beiden geradezu intimen, im Kriegsmonat September 1914 entstandenen Sammlungen Zw\u00f6lf geistliche Lieder f\u00fcr eine Singstimme mit Orgel op. 137 sowie die Acht geistlichen Ges\u00e4nge f\u00fcr gemischten Chor op. 138. Die Texte der 12 Lieder sind dem bei Langewiesche-Brandt in Ebenhausen bei M\u00fcnchen verlegten \u201eDeutschen Psalter\u201c (Ein Jahrtausend geistlicher Dichtung) entnommen. Neben zwei schlichten Weihnachtsges\u00e4ngen und einem Aufruf, Christus, dem Morgenstern entgegenzugehen, stehen \u201eDein Wille, Herr, geschehe!\u201c, ein \u201eGrablied\u201c und die \u201eKlage vor Gottes Leiden\u201c. Den Rahmen bilden die \u201eBitte um einen seligen Tod\u201c und \u201eHerr Jesu Christ, wir warten dein\u201c; letzteres mit der Zeile: \u201eAm End der Welt bleib nicht lang aus und f\u00fchr uns in deins Vaters Haus\u201c. S\u00e4mtliche Lieder sind homophon vertont, jedoch \u00e4u\u00dferst abwechslungsreich, mit delikater Harmonisierung.<\/p>\n<p>Die Acht geistlichen Ges\u00e4nge f\u00fcr vier- bis achtstimmigen gemischten Chor a cappella reflektieren die D\u00fcsternis der Zeit, den Kampfesl\u00e4rm auf den Schlachtfeldern und die Verg\u00e4nglichkeit des Daseins (Der Mensch lebt und bestehet nur eine kleine Zeit \u2013 Matthias Claudius); sie rufen den Beistand der Heiligen an (Kreuzfahrerlied: Sankt Petrus der ist gut, der uns viel seiner Gnaden tut. Nun hilf uns, Maria, reine Magd. Schlachtgesang: Maria halt uns in der Wart! Sankt Peter unser Hauptmann sei); sie bringen aber auch das feste Vertrauen auf den barmherzigen Gott und den Retter Jesus Christus klar zur Sprache (Unser lieben Frauen Traum: Der Heiland ist unser Heil und Trost, mit seiner bittern Marter hat er uns all erl\u00f6st. Wir glauben an einen Gott: F\u00fcr uns wollte er leiden, ob wir m\u00f6chten vermeiden, schwere Pein, den Tod der Ewigkeit).<\/p>\n<p>Die Sorge um das pers\u00f6nliche Heil und um einen guten Tod sowie die Hoffnung auf die ewige Seligkeit sind die vorherrschenden Themen dieser beiden Sammlungen. Offenbar haben sie Reger pers\u00f6nlich stark umgetrieben. In diesem Kontext wird die von evangelischen Freunden des Komponisten sowie dessen Ehefrau vehement bestrittene, wohl aber tats\u00e4chlich abgelegte sakramentale Beichte Regers in Amsterdam v\u00f6llig plausibel. Nach einem zeitgen\u00f6ssischen Bericht in der Berliner Allgemeinen Musik-Zeitung (AMZ 43 [1916], Nr. 23, S. 348ff.) habe Reger am 23. M\u00e4rz 2016, also wenige Wochen vor seinem Tod am 11. Mai in Leipzig, in einem Hotelrestaurant einen katholischen Wiener Priester in Begleitung des polnischen Komponisten Feliks Nowowiejski (1877-1946, Sch\u00fcler von Max Bruch, bekannt vor allem durch sein Oratorium Quo vadis?) gebeten, ihm die Beichte abzunehmen. Der Priester berichtete am n\u00e4chsten Vormittag davon, bis in den Morgenstunden bei Reger gewesen zu sein, welcher eine Generalbeichte abgelegt habe. Seine katholischen Wurzeln hat Reger also nie geleugnet.<\/p>\n<p>Am Morgen des 11. Mai 1916 ist Reger in einem Leipziger Hotelzimmer \u2013 er war am Abend vorher bei seinem Verleger C. F. Peters eingeladen \u2013 gestorben. Die Druckfahnen seiner Acht geistlichen Ges\u00e4nge lagen auf seinem Nachttisch. Was in vielen Werken als Spurenelement und andeutungsweise vorhanden war, wird in diesen letzten Ges\u00e4ngen dechiffriert und als Klartext verk\u00fcndet; in ihnen entfaltet sich das Glaubensbekenntnis Max Regers: Alle Menschen m\u00fcssen sterben, doch Hoffnung, Rettung und Heil liegt in der Erl\u00f6sungstat Jesu Christi und in der Barmherzigkeit Gottes. \u201eDer Eingangschor Der Mensch lebt und bestehet nur eine kleine Zeit \u2026 ist symbolisch f\u00fcr Regers Leben und Sterben geworden, ebenso der Schlusschor Wir glauben all an einen Gott: beim Lesen der Korrekturen ist der Komponist im Leipziger Hotelzimmer sanft hin\u00fcbergeschlummert\u201c (Helmut Wirth).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lieder und Ch\u00f6re, Vokalstimmen generell spielen bei Reger eine bedeutende Rolle, wie sie andere Komponisten mit \u00e4hnlich umfangreichem Instrumentaloeuvre nicht aufweisen. 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