{"id":118400,"date":"2026-01-30T11:10:11","date_gmt":"2026-01-30T10:10:11","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=118400"},"modified":"2026-01-30T11:10:11","modified_gmt":"2026-01-30T10:10:11","slug":"carl-muth-und-das-hochland","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/carl-muth-und-das-hochland\/","title":{"rendered":"Carl Muth und das \u201eHochland\u201c"},"content":{"rendered":"<h3><strong>I.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als im April 1946 die katholische Publizistik mit den \u201eFrankfurter Heften\u201c zu neuem Leben erwachte, stellte einer der beiden Herausgeber, Walter Dirks, seine Zeitschrift in eine Tradition, die sich seit einem halben Jahrhundert die \u00dcberwindung der angeblichen kulturellen Inferiorit\u00e4t des deutschen Katholizismus zum Ziel gesetzt hatte, ob sie nun von au\u00dfen aufgezwungen oder selbstverschuldet war. Am Beginn dieser Tradition sah Dirks den Publizisten Carl Muth. Bis zu ihm sei die katholische Literatur, ja die gesamte katholische Kultur in Deutschland vom Kampf gepr\u00e4gt, also \u201eeng, uneigentlich und unfruchtbar\u201c gewesen. Denn \u201ein einer belagerten Festung schweigen die Musen\u201c.<\/p>\n<p>Doch Carl Muth habe den Riss zwischen der Kirche und der nationalen Kultur gesp\u00fcrt. Er habe mit seiner Kulturzeitschrift \u201eHochland\u201c das Tor der belagerten Festung aufgesto\u00dfen und die R\u00fcckkehr der Katholiken aus dem Exil eingeleitet. Gewiss, so f\u00fcgte Walter Dirks an, seine neuen Zeitschrift habe es mit einer anderen Welt zu tun als der aus dem 19. Jahrhundert kommende Muth. Heute gehe es nicht mehr um die \u201eElite der Gebildeten\u201c, sondern um die \u201eElite der Unruhigen und Lebendigen aller Schichten\u201c. Die Distanz zwischen der Welt des Geistes und der Welt der Politik sei aufgehoben. Die konkrete Politik m\u00fcsse in den Mittelpunkt r\u00fccken. Darum werden die J\u00fcngeren sich von Muth notwendigerweise absetzen m\u00fcssen. \u201eAber sie k\u00f6nnten nicht einmal anfangen, ihre Stunde zu erf\u00fcllen, h\u00e4tte nicht Karl Muth die seine so vorbildlich und wirksam bew\u00e4ltigt.\u201c<\/p>\n<p>Walter Dirks hat Recht. Carl Muth hat um die Wende zum Zwanzigsten Jahrhundert an vorderster Front mit der \u201eSchleifung der Bastionen\u201c begonnen, auch wenn er dabei nicht allein war. Mit Recht stellt Dirks neben ihn f\u00fcr den Bereich der Wissenschaft den Pr\u00e4sidenten der \u201eG\u00f6rres-Gesellschaft\u201c Georg von Hertling. Andere Namen k\u00f6nnte man anschlie\u00dfen: Franz Xaver Kraus, Herman Schell, Albert Ehrhard, und nicht zuletzt, gerade hier in M\u00fcnchen muss dies gesagt werden, den bescheidenen gelehrten Archivar von Sankt Bonifaz, P. Odilo Rottmanner. Doch im Bereich der Kultur stand Carl Muth an der Spitze.<\/p>\n<p>Die deutschen Katholiken und so auch wir tun gut daran, sich seiner zu erinnern, ohne ihn jedoch auf die Alt\u00e4re zu erheben noch von einem Sockel zu st\u00fcrzen. Seit seinem Tod sind mehr als 70 Jahre vergangen, Zeit genug, um n\u00fcchtern seine Gr\u00f6\u00dfe wie seine Grenzen aufzuzeigen.<\/p>\n<p>Wer war Carl Muth und was war seine bleibende Leistung beim Ausbruch der deutschen Katholiken aus dem Turm? Wenn ich diese Frage jetzt zu beantworten suche, bin ich mir bewusst, dass dies bei einem Mann von seiner Statur in der K\u00fcrze der Zeit nur bruchst\u00fcckhaft geschehen kann und vieles ungesagt bleiben muss, was wir jedoch getrost von einem Buch erwarten d\u00fcrfen, das gegenw\u00e4rtig unter Federf\u00fchrung von Thomas Pittrof erstellt wird. Daher beschr\u00e4nke ich mich auf einige Gesichtspunkte angesichts neuer Erkenntnisse. Dabei werfe ich zun\u00e4chst einen Blick auf den noch nicht v\u00f6llig erforschten Werdegang des jungen Muth, r\u00fccke dann sein ureigenes Verdienst bei der Wiederbegegnung von Katholizismus und Kultur in Deutschland ins Blickfeld, ohne die Widerst\u00e4nde zu vergessen, die sich ihm entgegenstellten, woher auch immer sie kamen, von au\u00dfen, von innen oder auch von ihm selbst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Bildungsweg und fr\u00fche Einfl\u00fcsse<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Carl Muth hat in seinen letzten Lebensjahren damit begonnen eine Autobiographie zu schreiben. Er kam nur bis zum Jahr 1909. Seine bis jetzt unver\u00f6ffentlichten Aufzeichnungen, die sich heute im Besitz seiner Enkelin Frau Muth-Bell befinden, vervollst\u00e4ndigen und differenzieren zusammen mit der Untersuchung von Maria Cristina Giacomin das allzu gegl\u00e4ttete Bild, das wir bisher von seinem Werdegang hatten. Zwei Momente fallen auf. Das eine: Muth zeigt sich schon in seinen jungen Jahren als ein Mann, der aus dem katholischen Milieu, oder wie man sp\u00e4ter sagte, aus dem \u201ekatholischen Ghetto\u201c ausbrach. Das andere: Seine fr\u00fche Entwicklung mit all ihren Br\u00fcchen entspricht nicht dem Bildungsweg eines Wissenschaftlers, wohl aber eines K\u00fcnstlers und eines Liebhabers der Literatur.<\/p>\n<p>Gehen wir in die Einzelheiten. Carl Muth wurde am 31. Januar 1867 in Worms als Sohn eines Dekorationsmalers geboren. Als Gymnasiast begeisterte er sich f\u00fcr das Missions-Ideal der Steyler Missionare und trat 1882 in deren Internat in Steyl in Holland ein. Doch bald zeigte sich, dass der junge Mann nicht v\u00f6llig mit den Grunds\u00e4tzen des Internats wie des damaligen Katholizismus \u00fcbereinstimmte. Seinem Interesse f\u00fcr die franz\u00f6sische Literatur und die katholische Erneuerung im Frankreich des 19. Jahrhunderts, das ihn durch sein Leben begleiten sollte, wurde vom Internatspr\u00e4fekten ein abruptes Ende gesetzt. Er nahm ihm Chateaubriands \u201eGenie du Christianisme\u201c ab, da ja das Buch auf dem r\u00f6mischen Index stand. Muth verlie\u00df das Internat. Seinen Wunsch, Missionar zu werden, gab er jedoch nicht auf. 1884 begab er sich nach Algier, um sich in der Missionsschule der Wei\u00dfen V\u00e4ter auf den Eintritt in den neugegr\u00fcndeten Orden vorzubereiten. Doch auch hier fand er nicht die geistige Weite, die er suchte. Dar\u00fcber beklagte er sich in einem Brief, den seine Vorgesetzten zu lesen bekamen. Die Folge war 1885 seine Entlassung. Der 18-J\u00e4hrige kehrte nach Worms zur\u00fcck und erlebte, wie er r\u00fcckblickend schreibt, \u201eeine trostlose Zeit\u201c, die er jedoch mit Hilfe einer \u201eungez\u00fcgelten Lesewut\u201c durchzustehen suchte. 1887 setzte er sein Gymnasialstudium in Gie\u00dfen fort. Es blieb beim Versuch. Vielleicht f\u00fchrte ja ein Schicksalsschlag zum erneuten Abbruch der Schulbildung. 1888 starben seine Mutter und zwei seiner Schwestern an der Grippe. Im gleichen Jahr kam es jedoch auch zu einer Begegnung, die eine enge Freundschaft begr\u00fcndete. F\u00fcr die weitere geistige Ausrichtung Muths bis hin zur Gr\u00fcndung des \u201eHochland\u201c wurde sie von entscheidender Bedeutung. Muth lernte den protestantischen Schriftsteller Friedrich Lienhard kennen, der sein Theologiestudium aufgegeben hatte und nun \u2013 ganz wie der von Muth verehrte Chateaubriand \u2013 \u00fcberzeugt war, dass der \u201eGeist des Christentums\u201c am besten in der Dichtung wachzuhalten sei. 1889 folgte auf Einladung Lienhards Muths erste Ver\u00f6ffentlichung, eine Festschrift zur Einweihung eines Theaters, in der er sich, wie sein sp\u00e4terer Gegner Richard von Kralik, als Verehrer Richard Wagners offenbarte.<\/p>\n<p>Nachdem Muth 1890\/91 seinen Milit\u00e4rdienst abgeschlossen hatte, schlug ihm sein Kompaniechef die Offizierslaufbahn vor. Muth lehnte ab: \u201eNur ein freier Beruf kommt f\u00fcr mich in Frage\u201c. Er h\u00f6rte in Berlin Vorlesungen in Germanistik, Geschichte, Volkswirtschaft und Staatsrecht. Er beteiligte sich am kulturellen Leben, las Nietzsche und \u00fcbersetzte die von dem reformkatholischen Abb\u00e9 Felix Klein verfasste Biographie des Kardinals Lavigerie, des Gr\u00fcnders der Wei\u00dfen V\u00e4ter. Zu all dem kam der n\u00e4here Kontakt zu Friedrich Lienhard, dessen christlich-deutsche \u201em\u00e4nnliche\u201c Weltanschauung ihm in jungen Jahren zusagte. Das \u00dcbrige tat die Lekt\u00fcre des \u201eRembrandtdeutschen\u201c Julius Langbehn, der \u00e4hnlich wie Lienhard in pseudoreligi\u00f6ser Naturschw\u00e4rmerei Heimat und Scholle pries und dem \u201edemokratisierenden, nivellierenden Geist des Jahrhunderts\u201c das \u201edeutsche aristokratische Bauerntum und Ariertum\u201c entgegenstellte, wobei er sich auch zu der Aussage verstieg, eine blonde germanische Locke sei mehr wert als eine ganze Bibliothek.<\/p>\n<p>Hinzuzuf\u00fcgen ist jedoch, dass Muth nicht der einzige Katholik war, der sich von dem konservativen Reformer aus dem Norden bezaubert lie\u00df. Seine Verehrer reichten vom \u201eReformkatholiken\u201c Joseph Bernhart bis zum antimodernistischen Bischof Keppler von Rottenburg, und es blieb dem Jesuiten Peter Lippert vorbehalten, festzustellen, Langbehn sei katholisch geworden, ohne jemals Christ geworden zu sein. Muths Verehrung f\u00fcr Lienhard und Langbehn bedeutete bei ihm, wie Maria Cristina Giacomin gezeigt hat, eine stark nationale T\u00f6nung, was jedoch seiner Liebe zu Frankreich keinen Abbruch tat. Auch sein sp\u00e4terer Pers\u00f6nlichkeitskult und sein elit\u00e4rer Idealismus wurden hier grundgelegt. Von wahrer Dichtung und wahrer Kunst verlangte er, sie m\u00fcsse \u201eH\u00f6henkunst\u201c sein, wie er sie in der deutschen Klassik, in Schiller und Goethe, vorbildhaft verwirklicht glaubte. Von dieser \u00dcberzeugung wich er nie ab, bei allen sp\u00e4teren Wandlungen seines Denkens, etwa hin zu einem katholischen Internationalismus. Er selbst lebte in seinem Auftreten die Erhabenheit; mit der Demokratie und ihren Parteien, aber auch mit Mitarbeitern, die seinem erhabenen Kurs nicht folgten, tat er sich schwer. So nannte ihn denn Joseph Bernhart eine \u201eHerrennatur\u201c. Kritiker sprachen sogar von seinem \u201eTrieb\u201c, \u201esich selbst als absolut durchzusetzen und autokratisch seinen Beruf zu erf\u00fcllen\u201c.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck zum Werdegang Muths. Seiner Berliner Zeit folgte 1892\/93 ein mit Studien und ersten publizistischen Arbeiten erf\u00fcllter Aufenthalt in Paris und Rom. Im Mainzer Journal berichtete er begeistert vom \u201eRenouveau catholique\u201c in Frankreich. Anschlie\u00dfend arbeitete er drei Monate lang in Berlin als Volont\u00e4r beim Zentrumsblatt \u201eGermania\u201c und kam zur Erkenntnis: \u201eMilitarismus und Journalismus sind mir ein Gr\u00e4uel\u201c. Das Jahr 1894, das ihn nach Stra\u00dfburg f\u00fchrte, brachte zwei einschneidende Ver\u00e4nderungen in seinem Leben: Muth heiratete am 15. Mai Anna Thaler aus Fulda. Aus seiner Ehe gingen vier S\u00f6hne und die Tochter Louise Maria, genannt Lulu, hervor. Das eheliche Gl\u00fcck sollte freilich nicht ungetr\u00fcbt bleiben. Sein erstgeborener Sohn Reinhard w\u00fcrde 1918 bei der deutschen Fr\u00fchjahrsoffensive fallen. Seine Frau w\u00fcrde 1920 sterben.<\/p>\n<p>1894 freilich lag das alles noch fern, und zur Heirat kam ein zweites gl\u00fcckliches Ereignis: Muth wurde in Stra\u00dfburg Redakteur bei der katholischen Zeitung \u201eDer Els\u00e4sser\u201c. Ein Jahr sp\u00e4ter wechselte er als Chefredakteur nach Einsiedeln zur Familienzeitschrift \u201eAlte und Neue Welt\u201c. Ganz allm\u00e4hlich war er in die katholische kulturelle Welt eingetreten, obwohl sein Werdegang bis dahin nicht unbedingt in eine konfessionelle Richtung wies und auch jetzt lie\u00df er das nicht zur\u00fcck, was er im Laufe seiner geistigen Entwicklung aus verschiedenen Quellen aufgenommen hatte. Umso mehr musste er die geistige Enge erkennen, die in der katholischen Literatur seiner Zeit herrschte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Das \u201eHochland\u201c und dessen Widersacher<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es folgte, was als die gro\u00dfe entscheidende Tat Muths gilt: Muth ver\u00f6ffentlicht 1898 unter dem Pseudonym \u201eVeremundus\u201c die Schrift: \u201eSteht die Katholische Belletristik auf der H\u00f6he der Zeit. Eine literarische Gewissensfrage\u201c. Ein Jahr sp\u00e4ter folgte \u201eDie literarischen Aufgaben der deutschen Katholiken\u201c, diesmal unter eigenem Namen. In diesen Schriften betonte Muth, der katholische Roman d\u00fcrfe kein Tendenzroman und keine verkleidete Belehrung sein. Um die literarische R\u00fcckst\u00e4ndigkeit der Katholiken zu \u00fcberwinden, m\u00fcsse die Lenkung des Literaturbetriebs durch den Klerus aufh\u00f6ren, die katholischen Schriftsteller m\u00fcssten Romane schreiben, in denen sich das wirkliche Leben widerspiegelt. Der katholische Roman m\u00fcsse zuerst ein k\u00fcnstlerisches Werk und keine Erbauungsschrift sein. Schlie\u00dflich forderte er ein katholisches Literaturorgan.<\/p>\n<p>Nun ging es darum, die vorgetragenen Forderungen in die Tat umzusetzen. N\u00f6tig war vor allem die Gr\u00fcndung der von Muth angeregten modernen literarischen Zeitschrift. Und es war Muth selbst, der die Zeitschrift ins Leben rief. Bereits 1900 hatte er sich in Kempten mit dem Leiter des K\u00f6sel-Verlags Paul Huber getroffen und deren Gr\u00fcndung besprochen. Nach einigem Z\u00f6gern erkl\u00e4rte sich Huber bereit, sie in den Verlag zu \u00fcbernehmen. Nachdem Muth nach Solln bei M\u00fcnchen \u00fcbergesiedelt war, erschien dann im Oktober 1903 das erste Heft der Zeitschrift \u201eHochland\u201c, unter dem Motto: \u201eHochland, hohen Geistes Land \u2013 Sinn dem H\u00f6chsten zugewandt\u201c. Die Zeilen entsprachen dem elit\u00e4ren Pathos Muths, doch es spricht f\u00fcr ihn, dass er, wie Werner Bergengruen feststellte, diese Verszeilen aufgab, als eine gewandelte Zeit ihr Pathos nicht mehr ertrug.<\/p>\n<p>\u201eHochland\u201c war mehr als das urspr\u00fcnglich geforderte Literaturorgan. Muth konzipierte die neue Zeitschrift als Gegenst\u00fcck zur protestantischen Zeitschrift \u201eDer T\u00fcrmer\u201c, und, wie er im Geleitwort zur ersten Nummer schreibt, als ein Blatt, welches das \u201eganze heutige Kulturleben\u201c \u201e\u00fcberschauen\u201c und \u201ebegleiten\u201c soll. Es sollte ein Sammelorgan f\u00fcr Autoren darstellen, die \u201evon positiv-christlicher, katholischer \u00dcberzeugung\u201c erf\u00fcllt sind, wobei jedoch, wie die weitere Entwicklung der Zeitschrift zeigen sollte, im Unterschied zu den \u201eHistorisch-politischen Bl\u00e4ttern\u201c und den \u201eStimmen aus Maria Laach\u201c vor allem jene gemeint waren, f\u00fcr die Katholizit\u00e4t nicht Enge und Abschlie\u00dfung, sondern umfassende Weite bedeutete.<\/p>\n<p>So kamen denn von Anfang an vor allem jene katholischen Intellektuellen zu Wort, die aus einem geschlossenen Milieu auszubrechen suchten. Um einige Namen zu nennen: Hermann Schell, Georg von Hertling, Martin Spahn, Johannes Mumbauer, Sebastian Merkle. Was schlie\u00dflich die Literatur anlangt, so setzte das \u201eHochland\u201c in den ersten Jahrg\u00e4ngen durch den Abdruck dreier Romane neue Akzente, die die Zeitschrift in den Verdacht des Modernismus brachten. Ich erw\u00e4hne hier nur \u201eIl Santo\u201c von dem italienischen Romancier Antonio Fogazzaro, ein Werk, in dem der Geist der Herrschsucht, der Habgier und der Unbeweglichkeit in der Kirche angeprangert wurde, was ihm schlie\u00dflich die Indizierung eintrug. So blieb es nicht aus, dass auch Muth und das \u201eHochland\u201c in der damaligen aufgeheizten Atmosph\u00e4re der Modernismuskrise verd\u00e4chtigt wurden und kirchliche W\u00fcrdentr\u00e4ger wie Bischof N\u00f6rber von Freiburg vor der Zeitschrift warnten.<\/p>\n<p>Doch auch innerhalb der katholischen Literaturszene kam es zu Spannungen. Zu nennen ist der Literaturstreit, bei dem es um die Frage ging, was katholische Literatur sein solle. Solle sie vor allem wirkliche Literatur oder vor allem katholisch sein? Auf der einen Seite stand Carl Muth, auf der anderen Seite der \u00d6sterreicher Richard von Kralik mit der Zeitschrift \u201eDer Gral\u201c, einer Gegengr\u00fcndung zu \u201eHochland\u201c. Entscheidend war f\u00fcr Kralik und f\u00fcr den Herausgeber des \u201eGral\u201c Franz Eichert die \u201ekatholische Tendenz\u201c beziehungsweise \u201edie katholische Idee\u201c. Eichert war \u00fcberzeugt: \u201eWenn man aus den Werken katholischer Schriftsteller nicht erkennen kann, ob Katholiken, Juden oder Atheisten ihre Sch\u00f6pfer waren, dann gibt es \u00fcberhaupt keine katholische Literatur mehr.\u201c<\/p>\n<p>Die Zukunft hat Muth Recht gegeben, doch darf man fragen, ob nicht auch er dazu beitrug, dass der Graben zu Kralik und seinem Gralsbund, zu dem immerhin fast alle katholischen Literaten in \u00d6sterreich geh\u00f6rten, immer tiefer wurde. Auch sie strebten eine Reform der Literatur an, und Kralik kam so wenig aus dem verp\u00f6nten \u201eGhettokatholizismus\u201c wie Muth. Wie dieser war er von Richard Wagner begeistert und seine literarischen Wurzeln lagen in der naturalistischen Berliner Moderne. Wie Muth ging es auch ihm um die Heimkehr der Katholiken in die deutsche Nationalkultur. Gewiss, die Frage, was nun \u201ekatholische Literatur\u201c sei, beantworteten beide verschieden. Doch Muth hatte urspr\u00fcnglich, wie er im Vorwort zum \u201eHochland\u201c schrieb, allen Autoren \u201echristlich-katholischer \u00dcberzeugung\u201c die Seiten seiner Zeitschrift ge\u00f6ffnet, auch einem Richard von Kralik. Was jedoch den Gegensatz zwischen ihnen immer mehr vertiefte, war Muths Fixierung auf die deutsche Klassik, und damit in Verbindung sein \u201eJa\u201c zum kleindeutschen, wenn man will \u201eprotestantischen\u201c, wilhelminischen Reich, w\u00e4hrend die \u00d6sterreicher wahrhaft katholische deutsche Nationalkultur noch immer im Sacrum Imperium Romanum, und mittelbar in der Romantik, zumal der \u00f6sterreichischen katholischen Sp\u00e4tromantik, verwirklicht sahen.<\/p>\n<p>Und so verk\u00fcndete Kralik 1905 ausdr\u00fccklich ein \u201eKulturprogramm der Romantik\u201c, das als konfessionalistisches Kulturprogramm wenig mit dem \u201eHochland\u201c gemeinsam hatte, von dem jedoch Kralik glaubte, es w\u00fcrde sehr wohl unter das Dach des \u201eHochland\u201c als eine katholische Richtung neben anderen passen. Als Muth im M\u00e4rz 1907 an Kralik einen von ihm f\u00fcr das \u201eHochland\u201c geschriebenen Artikel zur\u00fcckschickte, gab ihm dieser zu verstehen: \u201eGlauben Sie mir, dass ich die Bl\u00fcte Hochlands aufs innigste w\u00fcnsche; aber ich bin eben \u00fcberzeugt, dass dieser Bl\u00fcte eine Beimischung meines Programmes heilsamer w\u00e4re als Ihre Ablehnung.\u201c<\/p>\n<p>Allein Muth ging nicht darauf ein. Damit kam es zum Bruch. Kralik warf Muth reformkatholische Tendenzen vor. Was nachfolgte, eben der Literaturstreit, ist in der Zwischenzeit von der Forschung ausgiebig aufgehellt. Wir wissen, dass die Gralsritter im Verein mit dem Sekret\u00e4r der Indexkongregation P. Thomas Esser mit harten Bandagen k\u00e4mpften, ja dass schlie\u00dflich 1910 nur das Dazwischentreten des M\u00fcnchner Nuntius Andreas Fr\u00fchwirth die Promulgation der bereits erfolgten Indizierung des \u201eHochland\u201c verhinderte und dadurch dessen Fortbestand rettete.<\/p>\n<p>Solange Kralik lebte, blieb jedoch der Zwist am K\u00f6cheln, ja er kochte Mitte der 1920er Jahre erneut heftig auf, nur dass inzwischen die von Joseph Eberle herausgegebene Zeitschrift \u201eSch\u00f6nere Zukunft\u201c an die Stelle des Gral getreten war. Noch deutlicher trat nun der eigentliche Gegensatz zutage, bei dem es um mehr ging als um die n\u00e4here Bestimmung dessen, was katholische Literatur sei. Es ging um den Gegensatz zwischen einem integralistischen, geschlossenen und einem offenen Katholizismus, oder, wie Kralik sich ausdr\u00fcckte, um den Unterschied zwischen einer entschiedenen und integralen katholischen Richtung und dem \u201eHochland\u201c-Katholizismus \u201ef\u00fcr katholisierende Protestanten\u201c und \u201eprotestantisierende Katholiken\u201c. Eine Beurteilung, mit der Muth \u00fcbrigens grunds\u00e4tzlich \u00fcbereinstimmte. Seinem Redakteur Friedrich Fuchs, der im \u201eHochland\u201c den Primat des Religi\u00f6sen forderte, gab er zu verstehen: \u201eDas Hochland ist keine katholische Zeitschrift, indem sie das Katholischsein wie der \u201aKatholische Gedanke\u2018 oder die \u201aStimmen der Zeit\u2018 zur Schau tr\u00e4gt; sie ist ein katholisches Organ nur insofern, als es vorwiegend Katholiken sind, die sich mit ihrer Herausgabe befassen. Auf dieser Tatsache fu\u00dfe ich, ich lasse sie mir nicht verdrehen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Mitarbeiter, Inhalte, Ziele des \u201eHochland\u201c<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In seinen bisher unver\u00f6ffentlichten Lebenserinnerungen betont Carl Muth, wie wichtig ihm von Anfang an die Rekrutierung junger talentierter Mitarbeiter war. Und in der Tat hatte er hierin eine gl\u00fcckliche Hand. Nicht wenige f\u00fchrende katholische Akademiker, nicht nur im Bereich der Literatur, hat er, sp\u00e4ter zusammen mit seinem Redakteur Friedrich Fuchs, f\u00fcr das \u201eHochland\u201c gewonnen oder \u00fcberhaupt erst entdeckt, wobei man beim Blick auf die Namen fast eine Widerspiegelung seiner eigenen Wandlungen, etwa von urspr\u00fcnglich deutsch-nationalen Positionen, verk\u00f6rpert in Martin Spahn und Friedrich Lienhard, hin zu einem katholischen Internationalismus feststellen kann. Doch wie immer dem war, er wollte mit den gro\u00dfen nichtkatholischen Zeitschriften seiner Zeit, schlie\u00dflich auch mit den Organen des s\u00e4kularen Mystikers Eugen Diederichs gleichziehen, ja, sie \u00fcberbieten. Und so fanden denn auch mehrere sogenannte Modernisten und Reformkatholiken wie Herman Schell, Philipp Funk, Christoph Flaskamp, die zuvor in nichtkatholischen Organen publiziert hatten, ihre publizistische Heimat im \u201eHochland\u201c.<\/p>\n<p>Dessen ganz gro\u00dfe Zeit begann 1917, als sich Max Scheler als \u201ekatholischer Philosoph\u201c in der Zeitschrift zu Wort meldete, es folgten Karl Adam und Peter Wust, f\u00fchrende Gestalten im siegesbewussten Kulturkatholizismus der Weimarer Republik. Einzelne Beitr\u00e4ge erlangten eine epochale Bedeutung. Zu nennen ist der Artikel Romano Guardinis aus dem Jahr 1921 \u201eDie Kirche erwacht in den Seelen\u201c, der ein un\u00fcberh\u00f6rbares Pl\u00e4doyer f\u00fcr die liturgische Bewegung und indirekt auch f\u00fcr die Jugendbewegung darstellte, aber auch die mitf\u00fchlende Erz\u00e4hlung des schlesischen Dichtertheologen Joseph Wittig \u201eDie Erl\u00f6sten\u201c in der Osternummer 1922, die sich gegen falsche S\u00fcndenangst und eine die Menschen ver\u00e4ngstigende Beichtpastoral wandte. An Wittig schrieb damals Carl Muth, die Erz\u00e4hlung habe ihn veranlasst, sein eigenes religi\u00f6ses Leben \u201eim Geiste der Kirche durch h\u00e4ufigeren Sakramentenempfang w\u00e4rmer und reger zu gestalten\u201c. Umso mehr musste er entt\u00e4uscht sein, als bald darauf \u201eDie Erl\u00f6sten\u201c auf den Index gesetzt wurden. Es war nicht das einzige Mal, dass Muth mit der Amtskirche in Konflikt geriet oder zumindest kritisch be\u00e4ugt wurde.<\/p>\n<p>Doch kehren wir zur\u00fcck zu den \u201eHochland\u201c-Mitarbeitern und nennen stellvertretend weitere Namen, die deutlich machen, wie sehr die Zeitschrift zum Sprachrohr katholischer Intellektueller geworden war. Um nur einige zu nennen: Joseph Bernhart, Alois Dempf, Sebastian Merkle, Ernst Michel, Josef Nadler, Karl Pfleger, Hermann Platz, Otto Karrer, nicht zu vergessen der draufg\u00e4ngerische Theodor Haecker, ein Mann, der gerne provozierte und damit in einem gewissen Gegensatz zum abw\u00e4genden Muth stand und doch von diesem wie kein anderer seiner Mitarbeiter gesch\u00e4tzt wurde.<\/p>\n<p>Im \u201eHochland\u201c schrieben aber auch Hermann Bahr und Hugo Ball und nicht zu vergessen der evangelisch getaufte Eugen Rosenstock-Huessy, dem Muth die Stelle eines f\u00fchrenden Redakteurs anbot. Dass auch Friedrich Dessauer zu den Mitarbeitern der ersten Stunde, ja zu den engeren Freunden Carl Muths geh\u00f6rte, mag auf den ersten Blick erstaunen, denn Dessauer, der in der Weimarer Republik dem linken \u2013 demokratischen \u2013 Zentrumsfl\u00fcgel angeh\u00f6rte, war kein Vertreter des elit\u00e4ren konservativen \u201eReformkatholizismus\u201c, wie er Carl Muth vorschwebte.<\/p>\n<p>Zweifellos zeigen jedoch alle genannten Namen, wie sehr ein Wunsch Muths in Erf\u00fcllung gegangen war: Die katholischen Akademiker, die im \u201eHochland\u201c durchaus auch kontrovers, schrieben, waren alles andere als inferiore Kulturbanausen. Und dies gilt bis zu einem gewissen Grad auch f\u00fcr das spezielle Gebiet Muths: f\u00fcr die Literatur, auch wenn man bei n\u00fcchterner Betrachtung feststellen muss, dass die hohen Ziele, die er sich gesteckt hatte, auch mit Hilfe des \u201eHochland\u201c nicht erreicht wurden, was damalige wohlmeinende Kritiker durchaus bemerkten. So schrieb die resolute Hilda Hei\u00df, eine Schwester Friedrich Dessauers, 1929, an Carl Muth: \u201eWenn das, was in den letzten Jahren im Hochland zu lesen war, die besten Leistungen der katholischen deutschen Belletristik darstellt, so lasst uns lieber eingestehen, dass wir auf diesem Gebiet nicht mitreden k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Eine Kritik, die ernst zu nehmen ist, auch wenn die im \u201eHochland\u201c schreibenden katholischen Literaten und Dichter sich durchaus sehen lassen konnten. Ich nenne Peter D\u00f6rfler, Franz Herwig, Leo Weismantel, Reinhold Schneider, Werner Bergengruen, Stefan Andres. Zu denken gibt jedoch, dass alle drei Schriftstellerinnen, die im \u201eHochland\u201c mit ihren Romanen gl\u00e4nzten, Ilse von Stach, Ruth Schaumann und Gertrud von Le Fort, ihre Wurzeln nicht im katholischen Milieu hatten. Alle drei waren Konvertitinnen.<\/p>\n<p>Was schlie\u00dflich die hauptamtlichen Redakteure des \u201eHochland\u201c betrifft \u2013 Konrad Wei\u00df, Friedrich Fuchs, Franz Josef Sch\u00f6ningh, Karl Schaezler \u2013 wird man sagen d\u00fcrfen: Muth hatte bei ihrer Wahl eine gl\u00fcckliche Hand. Freilich machten sich in seinem Umgang mit ihnen auch die Grenzen seiner \u201eHerrennatur\u201c bemerkbar. Wenn die Redakteure nicht bereit waren, widerspruchslos seiner Linie zu folgen, mussten sie gehen. Das traf den Dichter Konrad Wei\u00df, der das von der Klassik gepr\u00e4gte Kunstideal Muths in Frage stellte und dessen mystischer Expressionismus in diesem nur Unverst\u00e4ndnis und Spott hervorrief. Es traf seinen Ziehsohn und designierten Nachfolger Fuchs, der ihm zu demokratisch und daher vom Zeitgeist angefressen schien und dessen selbstst\u00e4ndiges Handeln er nicht duldete. Mit Sch\u00f6ningh und Schaezler lief alles gut, weil sie sich ihm unterordneten, Schaezler aus \u00dcberzeugung, Sch\u00f6ning wohl auch aus Berechnung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Muths Weltanschauung: Zentrale Gedanken<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich komme zum Schluss und gestehe sogleich, dass ich eigentlich nur einige Streiflichter auf Person und Werk Muths werfen konnte.. Am Ende soll aber noch ein Mann zu Wort kommen, der Muth wie kaum ein anderer kannte und der anl\u00e4sslich von Muths Tod am 15. November 1944 im Gedenkblatt \u2013 dem Sterbebild \u2013 Muths Wesen und Denken in wenigen S\u00e4tzen zusammenfasste. Die Rede ist von Friedrich Fuchs, dem Gatten von Ruth Schaumann. Seine Worte sagen viel aus \u00fcber Muths Gr\u00f6\u00dfe und ein wenig auch \u00fcber seine Grenzen. Es geht dabei um Deutschland und es geht um Frankreich, und es geht um das Christsein.<\/p>\n<p>Friedrich Fuchs schreibt \u00fcber Muth: \u201eDas gro\u00dfe Bildungserlebnis seiner eigenen Jugend war die deutsche Klassik. Um Goethe rang er, der Christ, sein Leben lang. Sein Deutschtum war ihm ein Adel, von dem der adelige Mann nicht spricht\u201c. In der Tat stand das Bekenntnis zu Deutschland im Mittelpunkt von Muths Denken. Ob wir freilich bereit w\u00e4ren, heute noch alles nachzusprechen, was er in diesem Zusammenhang \u00e4u\u00dferte, wei\u00df ich nicht, so wenn er mitten im Ersten Weltkrieg feststellte, der deutsche Geist, gipfelnd in der deutschen Klassik, sei der Kultur anderer V\u00f6lker \u00fcberlegen. Muth hat solche Worte, in denen man einen versteckten Kulturimperialismus entdecken mag, sp\u00e4ter nicht mehr wiederholt. Was blieb, war sein Bem\u00fchen, die deutschen Katholiken mit der deutschen Kultur, und das war f\u00fcr ihn vor allem die deutsche Klassik, zu vers\u00f6hnen. Damit stellte er sich gegen die g\u00fcltige katholische Meinung, die in Goethe lediglich einen Verderber der Jugend erblickte. Doch er machte sich die Begegnung mit Goethe nicht leicht. In ihm fand er, wie er im \u201eHochland\u201c schreibt, eine hohe, edle, reine, wahrhafte Pers\u00f6nlichkeit von geb\u00e4ndigter Kraft, und dennoch eine tragische Natur, die, ausgestattet, mit einem gro\u00dfen Herzen und einem gro\u00dfen Verstand, den Faustischen Konflikt zwischen Herz und Verstand zutiefst durchleidet, einen Menschen, dessen Liebessehnsucht nur Gott stillen kann, was Goethe im Tiefsten ahnte, auch wenn er sich schlie\u00dflich dann doch f\u00fcr die Entsagung entschied.<\/p>\n<p>Wie stand Muth zum konkreten Deutschland, zur Weimarer Republik? Private \u00c4u\u00dferungen und \u201eHochland\u201c-Beitr\u00e4ge aus den Jahren 1922 und 1926 geben Aufschluss. Da ist die Angst vor \u201emodernen Nivellierungs- und Demokratisierungstendenzen\u201c, vor einer Einebnung und Atomisierung der Gesellschaft. Doch schlie\u00dflich treten die Bedenken gegen\u00fcber der \u201eres publica\u201c zur\u00fcck. Muth findet sich mit den politischen Gegebenheiten ab, wobei er sich pers\u00f6nlich von der Parteipolitik fernh\u00e4lt. Was jedoch das \u201eDritte Reich\u201c anbelangt, war Muth sicher alles andere als ein Sympathisant. Der \u201eWiderstand\u201c des \u201eHochland\u201c gegen das nationalsozialistische Regime war da, wenn auch zunehmend verdeckt. Doch nur so konnte die Zeitschrift weiterhin erscheinen und verschwand nicht wie die \u201eRhein-Mainische Volkszeitung\u201c von der Bildfl\u00e4che. Vergessen wir auch nicht Muths Kontakte in seinen letzten Lebensjahren zu den jungen Menschen der \u201eWei\u00dfen Rose\u201c \u2013 Kontakte, die ihn selbst in Gefahr brachten.<\/p>\n<p>Ein zweiter Satz aus dem Gedenkblatt: \u201eDas Rom der P\u00e4pste und das Paris der katholischen Tradition waren ihm Heimatst\u00e4dte.\u201c Hinsichtlich Roms wohl eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Muth weilte \u00f6fter in Rom. Einer seiner besten Freund war seit 1905 der italienische Graf Stefano Jacini, in der Jugend Verehrer Herman Schells und Mitarbeiter der Modernistenzeitschrift \u201eIl Rinnovamento\u201c, sp\u00e4ter f\u00fchrend im \u201ePartito popolare\u201c Don Sturzos und nach dem Ende des Faschismus engster Mitarbeiter De Gasperis und Minister im ersten Nachkriegskabinett. Dennoch, Muth stimmte keine Lobges\u00e4nge auf den Papst an. Und da ist Frankreich, dem schon seine junge Liebe galt. \u201eHochland\u201c wurde nach dem Ersten Weltkrieg zu einer Br\u00fccke der Vers\u00f6hnung zwischen Frankreich und Deutschland durch die Vermittlung des vom Vatikan kritisch beurteilten Renouveau Catholique. Die gro\u00dfen Werke von L\u00e9on Bloy, Paul Claudel, Charles P\u00e9guy, George Bernanos, Fran\u00e7ois Mauriac wurden im \u201eHochland\u201c vorgestellt. \u00c4hnliches gilt f\u00fcr die katholischen Philosophen von Jacques Maritain bis Gabriel Marcel, nicht zu vergessen Blaise Pascal, der Gegenstand von vielen \u201eHochland\u201c-Artikeln war, und all dies auch in der Zeit des \u201eDritten Reiches\u201c. Schlie\u00dflich sei erw\u00e4hnt, dass auf der Weltausstellung in Paris 1937 im deutschen Pavillon auch das \u201eHochland\u201c vorgestellt wurde.<\/p>\n<p>Anderes lie\u00dfe sich anf\u00fcgen. Doch sei mit dem geschlossen, was Fuchs \u00fcber den Christen Muth sagt: \u201eSeine Rechtgl\u00e4ubigkeit war die eines gro\u00dfen Herzens, das keinen Andersgl\u00e4ubigen von seiner Liebe ausschloss. Er half ringenden Talenten ans Licht\u2026 Er liebte die Jugend, die Christus sucht. In seinen letzten Jahren ward er an dieser Jugend jung\u2026 Als Christ bew\u00e4hrte er sich in langem Leiden, er trug es als S\u00fchne f\u00fcr sich, seine Lieben, seine Freunde, sein Volk, wie er auch daf\u00fcr betete, wenn er einmal nicht arbeiten konnte; t\u00e4tig war sein Geist bis zuletzt.\u201c<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>I. &nbsp; Als im April 1946 die katholische Publizistik mit den \u201eFrankfurter Heften\u201c zu neuem Leben erwachte, stellte einer der beiden Herausgeber, Walter Dirks, seine Zeitschrift in eine Tradition, die sich seit einem halben Jahrhundert die \u00dcberwindung der angeblichen kulturellen Inferiorit\u00e4t des deutschen Katholizismus zum Ziel gesetzt hatte, ob sie nun von au\u00dfen aufgezwungen oder&hellip;<\/p>","protected":false},"author":5,"featured_media":32561,"menu_order":90,"template":"","meta":{"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","footnotes":""},"class_list":["post-118400","media-library","type-media-library","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","focus-area-kirche-in-der-geschichte"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.4 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Carl Muth und das \u201eHochland\u201c - Katholische Akademie in Bayern<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/carl-muth-und-das-hochland\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_GB\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Carl Muth und das \u201eHochland\u201c - Katholische Akademie in Bayern\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"I. &nbsp; Als im April 1946 die katholische Publizistik mit den \u201eFrankfurter Heften\u201c zu neuem Leben erwachte, stellte einer der beiden Herausgeber, Walter Dirks, seine Zeitschrift in eine Tradition, die sich seit einem halben Jahrhundert die \u00dcberwindung der angeblichen kulturellen Inferiorit\u00e4t des deutschen Katholizismus zum Ziel gesetzt hatte, ob sie nun von au\u00dfen aufgezwungen oder&hellip;\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/carl-muth-und-das-hochland\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Katholische Akademie in Bayern\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Theologie_Kirche_Spiritualitaet.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"872\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"490\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Estimated reading time\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"24 minutes\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/carl-muth-und-das-hochland\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/carl-muth-und-das-hochland\\\/\",\"name\":\"Carl Muth und das \u201eHochland\u201c - Katholische Akademie in Bayern\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/carl-muth-und-das-hochland\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/carl-muth-und-das-hochland\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Theologie_Kirche_Spiritualitaet.jpg\",\"datePublished\":\"2026-01-30T10:10:11+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/carl-muth-und-das-hochland\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"en-GB\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/carl-muth-und-das-hochland\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/carl-muth-und-das-hochland\\\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Theologie_Kirche_Spiritualitaet.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Theologie_Kirche_Spiritualitaet.jpg\",\"width\":872,\"height\":490},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/carl-muth-und-das-hochland\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Carl Muth und das \u201eHochland\u201c\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\",\"name\":\"Katholische Akademie in Bayern\",\"description\":\"Kirche braucht Debatte: \u201ekatholisch\u201c mit Blick auf das Ganze \u2013 und \u201eakademisch\u201c im Vertrauen auf die Kraft der Argumente\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"en-GB\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#organization\",\"name\":\"Katholische Akademie in Bayern\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Menue-Logo-Home@2x.png\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Menue-Logo-Home@2x.png\",\"width\":496,\"height\":216,\"caption\":\"Katholische Akademie in Bayern\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/www.facebook.com\\\/katholische.akademie.bayern\\\/\"]}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Carl Muth und das \u201eHochland\u201c - Katholische Akademie in Bayern","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/carl-muth-und-das-hochland\/","og_locale":"en_GB","og_type":"article","og_title":"Carl Muth und das \u201eHochland\u201c - Katholische Akademie in Bayern","og_description":"I. &nbsp; Als im April 1946 die katholische Publizistik mit den \u201eFrankfurter Heften\u201c zu neuem Leben erwachte, stellte einer der beiden Herausgeber, Walter Dirks, seine Zeitschrift in eine Tradition, die sich seit einem halben Jahrhundert die \u00dcberwindung der angeblichen kulturellen Inferiorit\u00e4t des deutschen Katholizismus zum Ziel gesetzt hatte, ob sie nun von au\u00dfen aufgezwungen oder&hellip;","og_url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/carl-muth-und-das-hochland\/","og_site_name":"Katholische Akademie in Bayern","article_publisher":"https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/","og_image":[{"width":872,"height":490,"url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Theologie_Kirche_Spiritualitaet.jpg","type":"image\/jpeg"}],"twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Estimated reading time":"24 minutes"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/carl-muth-und-das-hochland\/","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/carl-muth-und-das-hochland\/","name":"Carl Muth und das \u201eHochland\u201c - Katholische Akademie in Bayern","isPartOf":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/carl-muth-und-das-hochland\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/carl-muth-und-das-hochland\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Theologie_Kirche_Spiritualitaet.jpg","datePublished":"2026-01-30T10:10:11+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/carl-muth-und-das-hochland\/#breadcrumb"},"inLanguage":"en-GB","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/carl-muth-und-das-hochland\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/carl-muth-und-das-hochland\/#primaryimage","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Theologie_Kirche_Spiritualitaet.jpg","contentUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Theologie_Kirche_Spiritualitaet.jpg","width":872,"height":490},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/carl-muth-und-das-hochland\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Carl Muth und das \u201eHochland\u201c"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#website","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/","name":"Catholic Academy in Bavaria","description":"Church needs debate: \"catholic\" looking at the whole - and \"academic\" trusting in the power of arguments","publisher":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"en-GB"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#organization","name":"Catholic Academy in Bavaria","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Menue-Logo-Home@2x.png","contentUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Menue-Logo-Home@2x.png","width":496,"height":216,"caption":"Katholische Akademie in Bayern"},"image":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/"]}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/118400","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library"}],"about":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/media-library"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/118400\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":118401,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/118400\/revisions\/118401"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/32561"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=118400"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}