{"id":121752,"date":"2026-04-13T10:36:29","date_gmt":"2026-04-13T08:36:29","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=121752"},"modified":"2026-04-13T10:36:32","modified_gmt":"2026-04-13T08:36:32","slug":"heilige-oder-gerechte-kriege-auf-der-iberischen-halbinsel-die-vielen-facetten-der-re-conquista","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/heilige-oder-gerechte-kriege-auf-der-iberischen-halbinsel-die-vielen-facetten-der-re-conquista\/","title":{"rendered":"Heilige oder Gerechte Kriege auf der Iberischen Halbinsel?"},"content":{"rendered":"<p class=\"fliess-ERSTER\"><span class=\"Initiale CharOverride-28\">A<\/span>ls Papst Urban II. im November 1095 in Clermont zum Ersten Kreuzzug aufrief, sollen die H\u00f6rer angeblich gerufen haben: <span class=\"Minion-Italic\">Deus vult<\/span>. Der Papst hatte zuvor betont, es ginge darum, den Br\u00fcdern im Orient Hilfe zu leisten, weil diese durch Seldschuken und Araber bedr\u00e4ngt w\u00fcrden, an den Heiligen St\u00e4tten der Pilgerverkehr behindert und diese Orte entehrt w\u00fcrden. Den willigen K\u00e4mpfern versprach er himmlischen Lohn. So oder \u00e4hnlich haben verschiedene Chronisten den Aufruf verzeichnet. Fulcher von Chartes spricht sogar davon, dass Urban sich zu Beginn als g\u00f6ttlichen Sendboten bezeichnet habe, der gekommen sei, \u201eum den g\u00f6ttlichen Willen zu enth\u00fcllen\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">Heiliger Krieg \u2013 Reconquista: \u00dcberlegungen zu zwei Begriffen<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Dass es so etwas wie einen Willen Gottes gibt, ist Gemeingut verschiedener Religionsgemeinschaften. \u201eGott will es\u201c, so \u00fcbersetzen wir meist das <span class=\"Minion-Italic\">Deus vult<\/span>, aber das Problem liegt in dem \u201ees\u201c, das die deutsche \u00dcbersetzung verlangt. Urban II. war wohl klar, was er als den Willen Gottes ansah, ob aber die H\u00f6rer das gleiche vor Augen sahen? Wer besitzt die Deutungshoheit dar\u00fcber, was der Wille Gottes ist? Ist dann ein Krieg nach dem Willen Gottes auch heilig?<\/p>\n<p class=\"fliess\">Die Kreuzz\u00fcge gelten oft als Inbegriff eines besonderen Krieges. Im Sinne des Kirchenvaters Augustinus (\u2020 430), der seinerseits auf Cicero basiert und dessen naturrechtliche Begr\u00fcndungen in eine eher theologische Argumentation weiterentwickelt, war dies ein <span class=\"Minion-Italic\">bellum iustum, <\/span>von einer legitimen Autorit\u00e4t \u2013 hier dem Papsttum \u2013 verk\u00fcndet, mit einem legitimen Grund \u2013 die Befreiung der \u00f6stlichen Christenheit und der heiligen St\u00e4tten begonnen (Cicero: <span class=\"Minion-Italic\">De re publica<\/span> 3.23.35; Augustinus (\u2020 430): <span class=\"Minion-Italic\">\u201eContra Faustum Manichaeum\u201c<\/span>, bes. XXII c. 76.; <span class=\"Minion-Italic\">De Civitate Dei<\/span>, bes. 1,21; 19,7; 19,12). Au\u00dferdem war es ein Krieg f\u00fcr Gott, f\u00fcr den ein geistlicher Lohn in Form des Ablasses zugesagt wurde. Einen solchen gerechten Krieg bezeichneten die zeitgen\u00f6ssischen Quellen zuweilen als <span class=\"Minion-Italic\">bellum sacrum<\/span>, und so hat sich in vielen europ\u00e4ischen Sprachen auch die Bezeichnung \u201eHeiliger Krieg\u201c, \u201eholy war\u201c oder \u201eguerre sainte\u201c eingeb\u00fcrgert, obwohl die Bezeichnung <span class=\"Minion-Italic\">bellum sacrum <\/span>eher meinte, dass die Teilnehmer eines solchen Krieges geheiligt werden konnten, nicht der Krieg selbst wurde als heilig angesehen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Der zweite Begriff des Titels betrifft die Reconquista, \u00fcbersetzt \u201eR\u00fcckeroberung\u201c. Das Wort ist zur Interpretation der mittelalterlichen Geschichte der Iberischen Halbinsel allgegenw\u00e4rtig. \u201eNach dieser Meistererz\u00e4hlung h\u00e4tten die christlichen iberischen Reiche einen gemeinsamen Prozess durchlaufen, n\u00e4mlich einen Jahrhunderte w\u00e4hrenden Kampf, um die von muslimischen Angreifern zu Beginn des 8. Jahrhunderts eroberten Territorien der Halbinsel wieder unter christliche Herrschaft zu bringen. Diese sich \u00fcber knapp 800 Jahre hinziehende Erfahrung sei f\u00fcr die iberischen Christen pr\u00e4gend gewesen und habe sie von ihren Glaubensgenossen in anderen Regionen Lateineuropas unterschieden\u201c.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Diese Erz\u00e4hlung wird schon seit l\u00e4ngerem kritisiert. Der Begriff Reconquista stammt aus der Zeit der Sp\u00e4taufkl\u00e4rung, wurde im 19. Jahrhundert und bis heute h\u00e4ufig benutzt. Der Begriff ist ideologisch aufgeladen, insbesondere, weil mit der Vorsilbe \u201eRe\u201c nur die christliche Eroberung zur Wiederherstellung der Einheit gerechtfertigt werde. Allerdings bleibt dann die Frage, welche Rolle die Religion bei der Legitimation der Kampfeshandlungen besa\u00df.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Da auf der Iberischen Halbinsel im Rahmen der sogenannten Reconquista meist gegen Muslime gek\u00e4mpft wurde, ist weiterhin zu fragen, inwieweit die Konzeption des <span class=\"Minion-Italic\">Gihad<\/span>, des Heiligen Krieges im Islam eine Rolle spielte. Bis heute ist dies ein Kampfbegriff, der aber nicht immer gleicherma\u00dfen die Legitimation von Kampfeshandlungen pr\u00e4gte. Definiert wird <span class=\"Minion-Italic\">Gihad<\/span> in der Regel als Kampf, der auch den inneren Kampf des Menschen meinen kann, aber oft auf den Kampf zur Eroberung bezogen ist.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Nach einem kurzen Gesamt\u00fcberblick helfen drei Episoden, verschiedene Phasen und Aspekte sowie die religi\u00f6sen Konnotationen dieser Auseinandersetzungen zu diskutieren, bevor abschlie\u00dfend noch einmal ein vergleichender Blick gewagt wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">Grundz\u00fcge: Konfrontation und Koexistenz<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Der Begriff Reconquista als Meistererz\u00e4hlung f\u00fcr das spanische Mittelalter funktioniert auch deshalb so gut, weil man die gesamte Geschichte von 711 bis 1492 unter dieses Stichwort subsumieren k\u00f6nnte, wie Kartenbilder suggerieren.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Dies schlie\u00dft zugleich zielgerichtete Konnotationen des historischen Prozesses ein. Es lassen sich die einzelnen gro\u00dfen Phasen der Reconquista erz\u00e4hlen und in einen Zusammenhang stellen. Im Sinne einer solchen Erz\u00e4hlung begann alles mit der arabischen Eroberung ab 711 bis auf kleinere Gebiete im Norden, vor allem im heutigen Asturien und in Navarra. Hier soll sich erster Widerstand 722 in der Schlacht von Covadonga formiert haben. Das asturische K\u00f6nigtum sah sich anschlie\u00dfend als Bollwerk gegen den Islam und habe dies auch dadurch unterstrichen, dass man in verschiedener Form sich als der wahre Erbe des Westgotenreiches stilisierte, hierauf<br \/>\ndeuten verschiedene Indizien:<\/p>\n<ul>\n<li class=\"AUFZ-HLUNG-ROT ParaOverride-27\">der Kontakt mit dem karolingischen Reich,<\/li>\n<li class=\"AUFZ-HLUNG-ROT ParaOverride-27\">bauliche Zeugnisse,<\/li>\n<li class=\"AUFZ-HLUNG-ROT ParaOverride-27\">Schriften, besonders die Chroniken zu Ende des 9. Jahrhunderts, die im Umfeld Alfons\u2019 III. entstanden<\/li>\n<li class=\"AUFZ-HLUNG-ROT ParaOverride-27\">schlie\u00dflich die Entdeckung des Jakobusgrabes in Compostela Anfang des 9. Jahrhunderts.<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Nachdem das Zentrum dieses asturischen Reiches 910 von Oviedo nach Le\u00f3n verlegt worden war, gingen die Eroberungen der christlichen Reiche zur\u00fcck, vor allem, weil sich Emirat und dann Kalifat von C\u00f3rdoba eher in der Offensive befanden. Dies trifft besonders auf die Z\u00fcge al-Mansurs zu Ende des 10. Jahrhunderts zu.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Nach dem Ende des Kalifates (1031\/35) \u00e4nderten sich die Strukturen. Es entstanden muslimische Kleink\u00f6nigt\u00fcmer (Taifenreiche). Sie konnten bei eigener milit\u00e4rischer Schw\u00e4che friedliche Nachbarschaft zu den christlichen Reichen zuweilen durch Tribute sichern. Gelegentlich wurden die Tributerhebungen milit\u00e4risch unterst\u00fctzt, aber auch Eroberungsgel\u00fcste f\u00fchrten zu Waffeng\u00e4ngen. So intensivierte sich die sogenannte Reconquista der christlichen Herrschaften im 11. Jahrhundert. Neu war an diesen Z\u00fcgen unter anderem, dass K\u00e4mpfer aus dem heutigen Frankreich und dem \u00fcbrigen Europa mitstritten und p\u00e4pstliche Lohnversprechungen eine Rolle spielten.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Die gro\u00dfen Erfolge der Christen f\u00fchrten bei den bedr\u00e4ngten muslimischen Herrschern zur Suche nach neuen Bundesgenossen, die sie Ende des 11. Jahrhunderts in den in Nordafrika herrschenden Almoraviden, seit Mitte des 12. Jahrhunderts in den Almohaden fanden. Damit kam nicht nur milit\u00e4rische Hilfe, sondern auch ein geh\u00f6riges Ma\u00df an neuen, radikaleren politischen und religi\u00f6sen Konzeptionen in das muslimische Spanien. Mit der Eroberung S\u00fcdspaniens seit 1145 durch die Almohaden begann auch dort ein strenges Sittenregiment.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Kriegerische Auseinandersetzungen blieben im 12. Jahrhundert an der Tagesordnung. Als weitere wichtige Etappen der Auseinandersetzungen gelten die Schlachten von Alarcos 1195 und von Las Navas de Tolosa 1212. Bei Alarcos blieben die almohadischen Truppen erfolgreich, offensichtlich, weil die f\u00fcnf christlichen Reiche des Nordens unter sich uneins waren. Erst durch p\u00e4pstliche Mahnungen und politische Anstrengungen konnten sich dann christliche Heere 1212 in Las Navas de Tolosa durchsetzen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Die weitere Geschichte ist schnell erz\u00e4hlt, denn gro\u00dfe Eroberungen, besonders unter Ferdinand III., dem Heiligen (1217\/30\u20131252), folgten mit der Eroberung von Sevilla (1248). Damit war diese Phase der Reconquista weitgehend abgeschlossen. Nach langer Zeit der Duldung fiel 1492 mit dem Reich von Granada die letzte muslimische Bastion, sodass nun ganz Spanien unter christlicher Herrschaft stand.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Dies ist eine Geschichte Spaniens aus der Sicht der Reconquista. Sie lie\u00dfe sich aber auch \u2013 mit Blick auf die muslimische Pr\u00e4senz \u00fcber acht Jahrhunderte \u2013 ganz anders erz\u00e4hlen, n\u00e4mlich als eine Geschichte des fruchtbaren Austausches. Und in der Tat sind zahlreiche Aspekte einer sogenannten <span class=\"Minion-Italic\">Convivencia<\/span>, des friedlichen gemeinsamen Zusammenlebens, genauso Teil der spanischen Geschichte. Dies betrifft nicht nur politische und wirtschaftliche Kollaboration, sondern auch die gro\u00dfen Austauschprozesse, die das antike Wissen betrafen. Zu nennen w\u00e4ren auch die zahlreichen literarischen und k\u00fcnstlerischen Austauschprozesse und vieles andere mehr.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Aber es ist wohl kaum ein Entweder-oder, wie dies jahrzehntelang diskutiert wurde: Hier die Entstehung der spanischen Nation aus den asturischen Anf\u00e4ngen (Claudio S\u00e1nchez Albornoz) und dort das Zusammenleben von Juden Christen und Muslimen als Spezifikum der spanischen Geschichte (Americo Castro). Da es hier um die religi\u00f6se Komponente des Krieges geht, seien mit drei Schlaglichtern einige Facetten der Reconquista vorgestellt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">Covadonga und die Anf\u00e4nge der Reconquista<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Die Eroberung der Mittelmeerwelt durch die Muslime sucht in der Weltgeschichte ihresgleichen und f\u00fchrte schon oft zu \u00dcberlegungen zum Verh\u00e4ltnis von Religion und Gewalt im Islam. Die Unterwerfung der Iberischen Halbinsel nach dem Sprung \u00fcber die Stra\u00dfe von Gibraltar 711 f\u00fchrte teilweise zu schnellen Erfolgen und zu einer ersten entscheidenden Schlacht am Guadalete, in der die westgotischen Christen unterlagen. Ihre Bedeutung liegt jedoch vor allem darin, wie diese sich sp\u00e4ter im kollektiven Bewusstsein verankert hat. Es geht um Fragen von Verrat, Kollaboration und Rachehandlungen. Sp\u00e4tere christliche Deutungen (wie die mozarabische Chronik) unterstreichen die Spaltungen innerhalb der christlichen F\u00fchrerschaft. Diese Erkl\u00e4rung wurde Ende des 9. Jahrhunderts, im Umkreis Alfons\u2019 III., weiter zugespitzt und moralisch gedeutet: Das Westgotenreich sei untergegangen, weil der Westgote Witiza und seine S\u00f6hne s\u00fcndhaft gelebt haben: Die muslimische Eroberung galt entsprechend als Strafe f\u00fcr s\u00fcndhaftes Leben. Dies hilft auch dabei, die erste sogenannte Schlacht der Reconquista in Covadonga (722), bis heute ein nationaler Erinnerungsort, einzuordnen. Der Ort verdeutlicht bis heute, wie Kult und nationale Identit\u00e4t sich lokal verdichten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Historiker des 19. und 20. Jahrhunderts sahen im Bericht \u00fcber die Schlacht von Covadonga (722) oft den Ausgangspunkt f\u00fcr die Entstehung Spaniens. Hier h\u00e4tten wehrhafte asturische und kantabrische Truppen unter F\u00fchrung eines westgotischen, vertriebenen Adeligen Pelagius (Pelayo) Widerstand gegen die muslimischen Eroberer geleistet. Pelagius soll nicht nur den arabischen Heerf\u00fchrer Al Qama, sondern auch den arabischen Statthalter von Asturien, Munuza, get\u00f6tet haben. Auch habe er den Erzbischof von Sevilla Oppa, der mit den Arabern habe kollaborieren wollen, gefangen setzen lassen. Nicht zuletzt deshalb sei er angeblich schon 719 von einer asturischen Adelsversammlung zum <span class=\"Minion-Italic\">princeps<\/span> gew\u00e4hlt worden. Sicher ist aber nur, dass Pelagius wohl einen Teil des arabischen Heeres im spanischen Norden vernichtete.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Mehr erfahren wir \u00fcber die Schlacht von Covadonga aus Schriften vom Ende des 9. Jahrhunderts. Diese berichten unter anderem davon, dass 18.700 Araber in dieser Schlacht gefallen sein sollen. Einige arabische Quellen wollen hingegen wissen, dass die Muslime 300 Christen belagert h\u00e4tten, und als schlie\u00dflich noch 30 Christen \u00fcbriggeblieben seien, habe sich die weitere Belagerung nicht mehr gelohnt. Diese zwei Versionen sind unterschiedlichen Interessen geschuldet. Die arabischen Traditionen spielen wohl herunter, dass man den n\u00f6rdlichen Raum Spaniens nach einem kurzen Zwischenspiel eben nicht in den muslimischen Herrschaftsbereich integrieren konnte, die christlichen unterstreichen, dass hier der Widerstand, ja sogar die Wiedereroberung der Iberischen Halbinsel begonnen habe. Im Licht der sp\u00e4ter verformenden Geschichtserinnerung hatte Pelagius entsprechend zumindest zweifach Erfolg: Er hatte den Arabern erstmals Einhalt geboten und Kollaborateure abgestraft. Alle Legitimit\u00e4t des alten Westgotenreiches lag damit angeblich in Asturien.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Warum aber fanden Details \u00fcber die Schlacht erst in der Zeit einer erstarkenden Monarchie in Asturien ausf\u00fchrlich in den entsprechenden Chroniken Niederschlag? Es liegt nahe anzunehmen, dass man den Anfangspunkt eines bedeutungsvoll gewordenen K\u00f6nigtums mit einem gl\u00e4nzenden milit\u00e4rischen Erfolg n\u00e4her legitimieren wollte. Die asturischen Chroniken des 9. Jahrhunderts schlagen teilweise sogar den Bogen zur schon vorgestellten Interpretation der 711 verlorenen Schlacht am Guadalete und stellten damit Niederlage und Sieg in eine Beziehung.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Hinzu treten zwei weitere Aspekte: Providentialismus und Prognostik. So wird die Eroberung der Iberischen Halbinsel als Strafe f\u00fcr die begangenen S\u00fcnden angesehen, die aber nat\u00fcrlich irgendwann geb\u00fc\u00dft sind, damit eine neue Zukunft beginnen kann. In der prophetischen Chronik des Reiches Asturien mit dem Hinweis auf das 38. Kapitel des Propheten Ezechiel \u00fcber die Zukunft der inzwischen weitgehend muslimisch dominierten Iberischen Halbinsel: \u201eDa\u00df aber die Sarazenen das Land der Goten besitzen sollten, fanden wir in dem schon genannten Buch Panticinus des Propheten Ezechiel \u2026\u201c. Nach der theologischen Begr\u00fcndung der christlichen Niederlage gegen die Muslime 711 auf der Iberischen Halbinsel wird in einer Handschrift (Codex von Roda) dann mit Blick auf die Zukunft angef\u00fcgt, dass selbst die Sarazenen durch Prodigien und Zeichen der Gestirne von ihrem bevorstehenden Untergang erfahren h\u00e4tten, ebenso wie die Christen mit Alfons III. bald in ganz Spanien herrschen w\u00fcrden, denn seit der Eroberung seien 169 Jahre vergangen und ab dem 170. Jahr k\u00f6nne dies laut dem Propheten geschehen. Insofern folgen die Kriege und Erfolge der Reconquista einer gottgewollten Logik.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Die verschiedenen Interpretamente des 9. Jahrhunderts d\u00fcrfen aber nicht dazu f\u00fchren, die Covadongaberichte einfach als eine sp\u00e4tere Erfindung abzutun. Sie deuteten Geschichte, formten den Stoff in biblischer Sprache, denn sollte das Volk Gottes in der Gegenwart anders als fr\u00fcher handeln? Solche Darstellungsweisen folgten zugleich aktuellen Bed\u00fcrfnissen und verst\u00e4rkten sich deshalb im 9. Jahrhundert, als asturische Heere h\u00e4ufiger nach S\u00fcden zogen. Die Gegenwart stiftete hier eine einheitliche Sicht der Vergangenheit, die sp\u00e4ter immer wieder aufgegriffen werden konnte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">Kreuzzug und Reconquista im 12. Jahrhundert<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Schaut man auf die K\u00e4mpfe, dann scheinen in der Zeit der Kreuzz\u00fcge, und in Spanien schon ab dem ausgehenden 11. Jahrhundert, neue Konzeptionen erkennbar, wenn auch nicht durchgehend. Zwar soll den K\u00e4mpfern, die das aragonesische Barbastro erobern wollten, von Papst Alexander II. himmlischer Lohn versprochen worden sein, womit ein Merkmal der beginnenden Kreuzz\u00fcge erf\u00fcllt w\u00e4re, aber der spanische Nationalheld, der Cid, k\u00f6nnte ein Gegenbeispiel daf\u00fcr sein, wie sehr die Kampfeshandlungen gegen die muslimischen Taifareiche immer noch religi\u00f6s ungebunden waren. Wir kennen den Protagonisten meist aus dem sp\u00e4ter entstandenen Heldenlied \u201eEl Cantar de Mio Cid\u201c.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Wenn wir uns seinen Lebensweg ansehen, so weicht die Faszination auch einer gewissen N\u00fcchternheit. Die Versuche, den literarischen vom historischen Cid zu unterscheiden, f\u00fchren zu einer nuancierten Betrachtung. Der kastilische Adelige suchte sich zun\u00e4chst seinen Platz im Gefolge der christlichen K\u00f6nige Spaniens, war am kastilischen Hof Bannertr\u00e4ger. Bekannt war er f\u00fcr seinen Kampfesmut, wie der Beiname Campeador belegt. Welche Rolle er in den Konflikten der 1070er Jahre zwischen den K\u00f6nigen Sancho II. und Alfons VI. spielte, ist nicht ganz klar. Sein Verh\u00e4ltnis zu Alfons VI., dessen Lehnsmann er war, blieb gespannt, aber er nahm Auftr\u00e4ge wahr: So trieb er 1079 in Sevilla die Tribute des dortigen Taifenherrschers ein, agierte dabei zuweilen sehr selbst\u00e4ndig. 1080\/81 besetzte er das Taifenreich von Toledo, wodurch er in Ungnade fiel. Anschlie\u00dfend verdingte er sich 1081 beim Taifenk\u00f6nig von Zaragoza, das er gegen diverse christliche Angriffe verteidigte. Als Alfons \u2013 sein fr\u00fcherer Lehnsherr \u2013 angriff, leistete er allerdings keinen Widerstand. Wie diese Aktivit\u00e4ten zeigen, k\u00e4mpfte der Cid wechselweise auf Seiten der Christen und der Muslime. Besa\u00dfen Glaubensfragen in dieser Zeit keine Relevanz?<\/p>\n<p class=\"fliess\">Alfons VI. akzeptierte nach der Eroberung von Zaragoza den Cid wieder als Lehnsmann und vertraute ihm den Schutz der Taifenherrschaft Valencia an. Der Cid verteidigte dieses Reich und bewahrte es vor Angriffen der Katalanen wie der vordringenden Almoraviden.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Der Cid starb 1099. Die Todesumst\u00e4nde in der Schlacht sind bereits eine \u00dcberh\u00f6hung eines Bildes, das vor allem im Kloster Carde\u00f1a entstand und dann im Cantar de Mio Cid Niederschlag fand. Hier wurde der Cid zum K\u00e4mpfer gegen die Muslime stilisiert. Aber dies geschah ein Jahrhundert sp\u00e4ter, in einer Zeit, als die christlichen Truppen nach der Schlacht von Alarcos 1195 in die Defensive geraten waren und einheitliches Handeln n\u00f6tig war. Das Heldenlied st\u00e4rkte die k\u00f6nigliche Autorit\u00e4t bei den K\u00e4mpfen gegen muslimische Gegner, mit denen nun die Almohaden gemeint waren.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Wenn sich das Bild des Cid vom Ende des 11. bis zum ausgehenden 12. Jahrhundert und dar\u00fcber hinaus \u00e4nderte, so fragt sich: Was war inzwischen geschehen, dass K\u00e4mpfen gegen die Muslime nicht nur eine politische, sondern auch eine religi\u00f6se Aufgabe werden konnte? Die vielf\u00e4ltigen Wechselbeziehungen von Kreuzz\u00fcgen und Reconquista hat die j\u00fcngere Forschung mehrfach herausgearbeitet. Bei aller notwendigen Differenzierung kann ein Beispiel aus der Zeit des Zweiten Kreuzzuges verdeutlichen, welch Argumentationsmuster insgesamt an Bedeutung gewannen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Friesische, englische und niederdeutsche Kreuzfahrer waren per Schiff nach Jerusalem aufgebrochen, gingen aber unterwegs mehrfach an den K\u00fcsten der Iberischen \u00adHalbinsel an Land. In Porto ermahnte sie der dortige Bischof, doch bei der Eroberung Lissabons zu helfen, bevor sie weiter ins Heilige Land f\u00fchren. Die Kreuzfahrer versammelten sich am 16.\/17. Juni auf einem Platz neben der Kathedrale, um einer Predigt des Bischofs Peter von Porto (1146\u20131152) zu lauschen. Der Bischof pries zun\u00e4chst die Werke des Herrn und lobte die Kreuzfahrer, die \u201eChristus angezogen\u201c h\u00e4tten, bis er schlie\u00dflich zum eigentlichen Ziel seiner Rede kommt: \u201eWir glauben, da\u00df euch in euren L\u00e4ndern bekannt geworden ist, da\u00df die Mauren und Moabiten ganz Spanien mit der Klinge des Schwertes erobert haben\u201c. Der Bischof schildert dann das schwere Los der wenigen noch verbliebenen Christen unter muslimisch-almohadischer Herrschaft und weist darauf hin, dass die Muslime erst vor kurzem zahlreiche christliche Gefangene weggef\u00fchrt h\u00e4tten. Angesichts dieser Zust\u00e4nde rufe die Mutter Kirche auch sie, die Kreuzfahrer, zu Hilfe. Die anwesenden K\u00e4mpfer sollten nicht ihren W\u00fcnschen nachgeben, die Reise nach Osten, nach Jerusalem, fortzusetzen, denn es sei nicht wichtig, nach Jerusalem zu gelangen, sondern ein gutes Leben auf dem Weg gef\u00fchrt zu haben. Deshalb sollten sie der Kirche der Spanier (<span class=\"Minion-Italic\">ecclesia hispanorum)<\/span> zu Hilfe eilen. F\u00fcr diesen Kampf w\u00fcrden sie keinesfalls mit einer Bu\u00dfe belegt werden. Es gibt, so die Worte des Bischofs, \u201ekeine Grausamkeit, wo die Fr\u00f6mmigkeit f\u00fcr Gott herrscht\u201c. Deshalb ruft er im Sinne Isidors und Augustinus\u2018 zu einem gerechten Krieg auf. Ein gerechter Krieg diene laut Isidor, so der Bischof, \u201eder Wiedererlangung von Dingen oder dazu, die Feinde zu vertreiben\u201c. Die Kreuzfahrer sollten nicht ihr Handeln (<span class=\"Minion-Italic\">actum<\/span>), sondern ihre Absicht \u00e4ndern. Es sei keinesfalls S\u00fcnde zu k\u00e4mpfen, sondern es sei nur S\u00fcnde, wenn man der Beute wegen k\u00e4mpfe. Ein Krieg nach Gottes Absicht k\u00f6nne als rechtm\u00e4\u00dfig unternommen nicht bezweifelt werden. Deshalb sollten die Kreuzfahrer nach Lissabon segeln und dort k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Entscheidend sind die Bezugnahmen auf Augustinus und Isidor sowie die Beobachtung, welches Gewicht der Text der Intention in diesem Zusammenhang zuschreibt. Schon Papst Urban II. soll 1095 gesagt haben, himmlischer Lohn werde nur einem Kreuzfahrer zuteil, der ausschlie\u00dflich aus Gottergebenheit nach Osten ziehe. Unternahm man jedoch einen solchen Kriegszug, um Ansehen, Herrschaft oder Belohnungen zu erlangen, so war eine entscheidende Voraussetzung nicht gegeben. Die objektive Berechtigung eines Krieges war zwar nicht in Frage gestellt, aber was den Teilnehmern als ein religi\u00f6ses Verdienst anerkannt werden konnte, das lag an der individuellen Einstellung. Nicht Krieg und Kampf als solches, sondern die eigene Zuwendung zu Gott machte aus den K\u00e4mpfen ein vor Gott verdienstvolles Werk.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Diese seit dem 11. Jahrhundert vorbereitete Konturierung war aber eine wichtige, erneute Wende in den Fr\u00f6mmigkeits- und Religionsvorstellungen des Mittelalters. Dieser Schritt, den die Predigt deutlich erkennen l\u00e4sst, war m\u00f6glich geworden, weil man in der Theologie seit dem 11. Jahrhundert in wesentlich breiterem Ma\u00dfe die Vorstellungen des Kirchenvaters Augustinus \u00fcber das Wesen der S\u00fcnde rezipiert hatte. Augustinus hatte nicht die jeweilige Tat, sondern die innere Einstellung des T\u00e4ters in den Mittelpunkt seiner \u00dcberlegungen gestellt. F\u00fcr den Kirchenrechtler Gratian steht dann um 1140 fest, dass ein <span class=\"Minion-Italic\">bellum iustum<\/span> den Frieden der Kirche sichere, daher sei derjenige, der hier einen Feind t\u00f6te, kein Totschl\u00e4ger oder M\u00f6rder. Dieses neue Nachdenken \u00fcber Schuld und Strafe bei T\u00f6tung auf dem Kreuzzug bestimmt bis heute das juristische Denken des Westens. Denn es geht auch heute noch in jedem Prozess darum, neben dem jeweiligen objektiven Ergebnis einer Tat auch deren individuelle Bedingtheiten zu ber\u00fccksichtigen; also die Person des T\u00e4ters, die Motive, die Tatumst\u00e4nde und weitere Aspekte gegeneinander aufzuwiegen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Aufschlussreich bleibt, dass ein englischer Historiograph dem Bischof von Porto die Worte in den Mund legt und damit zugleich \u00dcberlegungen zum Kreuzzug auf die K\u00e4mpfe der Iberischen Halbinsel \u00fcbertrug. Die Idee des Gerechten Krieges, der Wiedererlangung von geraubtem Gut, zeigt, dass die Vorsilbe \u201eRe\u201c-Conquista seit dieser Zeit implizit mitgedacht werden konnte, wie auch einzelne Urkunden oder Erz\u00e4hlungen zur Schlachtenhilfe des hl. Jakobus erkennen lassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">Die Eroberung von Granada 1492<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Ab der Mitte des 13. Jahrhunderts verblieb nur noch Granada in muslimischer Hand. Dieses Reich war weniger multireligi\u00f6s gepr\u00e4gt, sondern einheitlich muslimisch. Die Eroberung Granadas war ein m\u00fchsamer, \u00fcber ein gutes Jahrzehnt erfochtener Sieg. Der Druck auf Granada bzw. die auch als Nasridenreich bezeichnete Herrschaft nahm seit 1481 zu, kurz nach der Hochzeit von Ferdinand und Isabella, den sp\u00e4ter sogenannten Katholischen K\u00f6nigen. Die Eroberungen zogen sich l\u00e4nger als ein Jahrzehnt hin, denn der Gegner war nach wie vor nicht zu untersch\u00e4tzen. Es kam zu riesigen Truppenbewegungen \u2013 Chronisten reden von Heeren, die bis zu 80.000 Mann stark gewesen sein sollen. Die j\u00e4hrlichen Aktionen reduzierten seit 1481 kontinuierlich den territorialen Bestand des Reiches von Granada. Schlie\u00dflich blieb 1489 nur noch die Stadt Granada mit Umland und einer Verbindung zum Meer \u00fcbrig.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Der muslimische Herrscher Boabdil \u00fcbergab am 2. Januar 1492 Granada den Kastiliern. Es besa\u00df symbolische Bedeutung, dass Ferdinand und Isabella am 6. Januar, dem Fest der Heiligen Drei K\u00f6nige, ihren triumphalen Einzug in Granada gestalteten. In den Verhandlungen mit den Muslimen wurden faire Bedingungen ausgehandelt, offensichtlich, um die Bev\u00f6lkerung der eroberten Gebiete leichter in das kastilische Reich zu integrieren.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Trotzdem pr\u00e4gte Granada nicht als Ort der Toleranz die Erinnerung. Gegen\u00fcber den urspr\u00fcnglich gro\u00dfz\u00fcgigen Abmachungen mit den Muslimen wurde schon nach einigen Jahren ein zunehmend h\u00e4rterer Ton angeschlagen. Waren die Formulierungen des Abkommens taktisch bestimmt? Obwohl sich dieser Eindruck aus der R\u00fcckschau aufdr\u00e4ngen mag, so konkurrierten wohl zun\u00e4chst verschiedene Konzeptionen miteinander. Die ernsthafte Absicht, die Muslime ohne Zwang durch \u00dcberzeugung f\u00fcr das Christentum zu gewinnen, betrieb jedenfalls der erste Erzbischof von Granada, Hernando von Talavera (gest. 1507). Etwa ab 1499 gewannen jedoch die Gegner einer solchen geduldigen Politik die Oberhand, angef\u00fchrt von Francisco Jim\u00e9nez de Cisneros (gest. 1517), der nun Zwangsbekehrungen und Massentaufen forderte und durchsetzte. Dies gipfelte 1502 in dem k\u00f6niglichen Erlass, der erwachsene Muslime nur noch zwischen Taufe und Emigration w\u00e4hlen lie\u00df.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Wahrscheinlich unterst\u00fctzte die Begeisterung \u00fcber die Eroberung des letzten muslimischen Reiches auch wenig sp\u00e4ter den Entschluss zu den bekannten, am 31. M\u00e4rz 1492 erlassenen Vertreibungsdekreten f\u00fcr die Juden. Jedoch lagen auch hier die Gr\u00fcnde f\u00fcr diese Ma\u00dfnahme wesentlich weiter zur\u00fcck und sind vielschichtig. Insgesamt ist die Vertreibung der Juden 1492 wohl weniger als religi\u00f6ser Fanatismus oder als Antijudaismus oder gar Antisemitismus zu deuten; vielmehr wollte man vielleicht die noch nicht konvertierte j\u00fcdische Bev\u00f6lkerung, die nach Sch\u00e4tzungen nur noch etwa 70.000 Personen (ca. 1,6 % der Gesamtbev\u00f6lkerung) umfasste, zur Konversion zwingen, denn in diesem Punkt stimmten religi\u00f6se Eiferer auf christlicher Seite sowie die um ihren Einfluss besorgten bisherigen konvertierten Juden, die <span class=\"Minion-Italic\">conversos<\/span>, \u00fcberein: Nur durch Taufe oder Exodus der verbliebenen Juden konnte die religi\u00f6se Eintracht und die staatliche Einheit gef\u00f6rdert werden.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Spanien wurde in der Folge ein religi\u00f6s einheitlich gepr\u00e4gter Staat. Aber in Granada entwickelte sich eine Gegenerinnerung, als zu Beginn des 19. Jahrhunderts der Palast, die Alhambra, zum Symbol einer neuen Entdeckung Andalusiens und des muslimischen Spaniens wurde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">Vergleich und Bilanz<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Eine vergleichende Bilanz wird sicher noch einmal auf die verschiedenen Phasen, aber auch auf Begriffe achten m\u00fcssen. Das Narrativ, die mittelalterliche Geschichte Spaniens sei eine Geschichte der Reconquista, das Karten und Darstellungen suggerieren oder suggeriert haben, ist zu einfach.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Zun\u00e4chst zeigen die drei zeitlichen Querschnitte verschiedene Befunde. So scheinen bei Covadonga und den sp\u00e4teren Deutungen die eigene S\u00fcndhaftigkeit als Grund f\u00fcr die erlittene Situation der muslimischen Eroberung dominant zu sein. Die sich daraus ergebende Perspektive eines Providentialismus zeigt zugleich, dass der Kampf nur gelingen kann, wenn die Auseinandersetzung mit eigener Schuld einflie\u00dft. Gott wird zum wichtigen Begleiter, weil Eroberung und Kampf in der Sprache der Bibel gedeutet werden. Die Zitate aus dem Alten Testament er\u00f6ffnen Spielr\u00e4ume, um Niederlagen und Siege als Handeln Gottes zu interpretieren.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Anders das 11.\/12. Jahrhundert. Ritterlicher Kampf gegen einen Gegner schien nicht unbedingt religi\u00f6ser Begr\u00fcndungen zu bed\u00fcrfen, wie das Beispiel des Cid verdeutlicht. Der Druck der Almoraviden und sp\u00e4ter der Almohaden sowie die Diskussionen im Umfeld der Kreuzz\u00fcge verst\u00e4rkten religi\u00f6se Deutungen. Inwieweit der Gihad christliche Vorstellungen beeinflusste, ist kaum zu belegen. Pr\u00e4sent blieben wichtige biblische Deutungsmuster \u2013 so das beliebte Buch der Makkab\u00e4er. Die angebliche Predigt des Bischofs von Porto unterstreicht, wie sich auch die \u00dcberlegungen der Kirchenv\u00e4ter zu Krieg und dessen Legitimation in den Vordergrund schoben. Die Lehre Augustins, dass ein Gerechter Krieg der Wiedererlangung geraubten Gutes und deshalb nicht dem Beutemachen dienen d\u00fcrfe, wurde diskutiert. Wenn diese Vorstellungen aber im Zusammenhang mit den Kreuzz\u00fcgen auf die iberische Halbinsel kamen, bleibt auch die Frage nach kulturellen Transferprozessen. Personelle Netzwerke seit dem 11. Jahrhundert k\u00f6nnten diese These untermauern.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Schlie\u00dflich Granada. Lange gab es mit diesem Reich im 14. und beginnenden 15. Jahrhundert eher Austausch als Konfrontation. Bedenkt man die folgenreiche Ehe des Aragonesen Ferdinand und der Kastilierin Isabella im Jahr 1469 mit allen ihren Konsequenzen, die staatliche Legitimation der Inquisition (1478), die auch der Judenbek\u00e4mpfung diente, und die religi\u00f6sen Reformbestrebungen der Katholischen K\u00f6nige, dann k\u00f6nnte die Reconquista Granadas vor allem als ein politisches und weniger religi\u00f6ses Ziel mit Blick auf die Einigung der iberischen Halbinsel gedeutet werden. Allerdings lassen Judenpolitik und die Behandlung muslimischer Gruppen erkennen, dass politische Einheit hier auch Einheit im Glauben bedeutete. Kirchenpolitische Konzepte scheinen durch, wenn man bedenkt, dass die Eroberung Granadas in den Worten Roms und vieler anderer den Verlust von Konstantinopel 1453 kompensierte.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Die Motivationen, um Kriege gegen Andersgl\u00e4ubige zu f\u00fchren, waren also vielf\u00e4ltig. Dabei gewinnt seit dem Hohen Mittelalter als Legitimation eher die Denkfigur vom Gerechten Krieg an Raum, auch hier beginnt die M\u00f6glichkeit nicht von Conquista, sondern von Re-Conquista zu reden. Heilig werden konnten Krieger in diesem Zusammenhang, wenn sie selbstlos und gottergeben handelten. <img decoding=\"async\" class=\"_idGenObjectAttribute-2\" src=\"file:\/\/\/C:\/Users\/bbockholt\/Katholische%20Akademie%20in%20Bayern\/Programm%20&amp;%20Dokumentation-Dokumentation%20-%20Dokumente\/1.%20zur%20debatte\/debatten%202026\/debatte%201-2026\/0%200%20fertige%20debatte\/debatte_1_2026_20_LINKS-web-resources\/image\/1.png\" alt=\"\" \/><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Papst Urban II. im November 1095 in Clermont zum Ersten Kreuzzug aufrief, sollen die H\u00f6rer angeblich gerufen haben: Deus vult. Der Papst hatte zuvor betont, es ginge darum, den Br\u00fcdern im Orient Hilfe zu leisten, weil diese durch Seldschuken und Araber bedr\u00e4ngt w\u00fcrden, an den Heiligen St\u00e4tten der Pilgerverkehr behindert und diese Orte entehrt&hellip;<\/p>","protected":false},"author":5,"featured_media":83284,"menu_order":13,"template":"","meta":{"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","footnotes":""},"class_list":["post-121752","media-library","type-media-library","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.4 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Heilige oder Gerechte Kriege auf der Iberischen Halbinsel? - Katholische Akademie in Bayern<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/heilige-oder-gerechte-kriege-auf-der-iberischen-halbinsel-die-vielen-facetten-der-re-conquista\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_GB\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Heilige oder Gerechte Kriege auf der Iberischen Halbinsel? - Katholische Akademie in Bayern\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Als Papst Urban II. im November 1095 in Clermont zum Ersten Kreuzzug aufrief, sollen die H\u00f6rer angeblich gerufen haben: Deus vult. Der Papst hatte zuvor betont, es ginge darum, den Br\u00fcdern im Orient Hilfe zu leisten, weil diese durch Seldschuken und Araber bedr\u00e4ngt w\u00fcrden, an den Heiligen St\u00e4tten der Pilgerverkehr behindert und diese Orte entehrt&hellip;\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/heilige-oder-gerechte-kriege-auf-der-iberischen-halbinsel-die-vielen-facetten-der-re-conquista\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Katholische Akademie in Bayern\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2026-04-13T08:36:32+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/2025-03-05.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"1752\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"986\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Estimated reading time\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"23 minutes\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/heilige-oder-gerechte-kriege-auf-der-iberischen-halbinsel-die-vielen-facetten-der-re-conquista\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/heilige-oder-gerechte-kriege-auf-der-iberischen-halbinsel-die-vielen-facetten-der-re-conquista\\\/\",\"name\":\"Heilige oder Gerechte Kriege auf der Iberischen Halbinsel? - Katholische Akademie in Bayern\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/heilige-oder-gerechte-kriege-auf-der-iberischen-halbinsel-die-vielen-facetten-der-re-conquista\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/heilige-oder-gerechte-kriege-auf-der-iberischen-halbinsel-die-vielen-facetten-der-re-conquista\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2025-03-05.jpg\",\"datePublished\":\"2026-04-13T08:36:29+00:00\",\"dateModified\":\"2026-04-13T08:36:32+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/heilige-oder-gerechte-kriege-auf-der-iberischen-halbinsel-die-vielen-facetten-der-re-conquista\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"en-GB\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/heilige-oder-gerechte-kriege-auf-der-iberischen-halbinsel-die-vielen-facetten-der-re-conquista\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/heilige-oder-gerechte-kriege-auf-der-iberischen-halbinsel-die-vielen-facetten-der-re-conquista\\\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2025-03-05.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2025-03-05.jpg\",\"width\":1752,\"height\":986},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/heilige-oder-gerechte-kriege-auf-der-iberischen-halbinsel-die-vielen-facetten-der-re-conquista\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Heilige oder Gerechte Kriege auf der Iberischen Halbinsel?\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\",\"name\":\"Katholische Akademie in Bayern\",\"description\":\"Kirche braucht Debatte: \u201ekatholisch\u201c mit Blick auf das Ganze \u2013 und \u201eakademisch\u201c im Vertrauen auf die Kraft der Argumente\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"en-GB\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#organization\",\"name\":\"Katholische Akademie in Bayern\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Menue-Logo-Home@2x.png\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Menue-Logo-Home@2x.png\",\"width\":496,\"height\":216,\"caption\":\"Katholische Akademie in Bayern\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/www.facebook.com\\\/katholische.akademie.bayern\\\/\"]}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Heilige oder Gerechte Kriege auf der Iberischen Halbinsel? - Katholische Akademie in Bayern","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/heilige-oder-gerechte-kriege-auf-der-iberischen-halbinsel-die-vielen-facetten-der-re-conquista\/","og_locale":"en_GB","og_type":"article","og_title":"Heilige oder Gerechte Kriege auf der Iberischen Halbinsel? - Katholische Akademie in Bayern","og_description":"Als Papst Urban II. im November 1095 in Clermont zum Ersten Kreuzzug aufrief, sollen die H\u00f6rer angeblich gerufen haben: Deus vult. Der Papst hatte zuvor betont, es ginge darum, den Br\u00fcdern im Orient Hilfe zu leisten, weil diese durch Seldschuken und Araber bedr\u00e4ngt w\u00fcrden, an den Heiligen St\u00e4tten der Pilgerverkehr behindert und diese Orte entehrt&hellip;","og_url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/heilige-oder-gerechte-kriege-auf-der-iberischen-halbinsel-die-vielen-facetten-der-re-conquista\/","og_site_name":"Katholische Akademie in Bayern","article_publisher":"https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/","article_modified_time":"2026-04-13T08:36:32+00:00","og_image":[{"width":1752,"height":986,"url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/2025-03-05.jpg","type":"image\/jpeg"}],"twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Estimated reading time":"23 minutes"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/heilige-oder-gerechte-kriege-auf-der-iberischen-halbinsel-die-vielen-facetten-der-re-conquista\/","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/heilige-oder-gerechte-kriege-auf-der-iberischen-halbinsel-die-vielen-facetten-der-re-conquista\/","name":"Heilige oder Gerechte Kriege auf der Iberischen Halbinsel? - Katholische Akademie in Bayern","isPartOf":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/heilige-oder-gerechte-kriege-auf-der-iberischen-halbinsel-die-vielen-facetten-der-re-conquista\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/heilige-oder-gerechte-kriege-auf-der-iberischen-halbinsel-die-vielen-facetten-der-re-conquista\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/2025-03-05.jpg","datePublished":"2026-04-13T08:36:29+00:00","dateModified":"2026-04-13T08:36:32+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/heilige-oder-gerechte-kriege-auf-der-iberischen-halbinsel-die-vielen-facetten-der-re-conquista\/#breadcrumb"},"inLanguage":"en-GB","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/heilige-oder-gerechte-kriege-auf-der-iberischen-halbinsel-die-vielen-facetten-der-re-conquista\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/heilige-oder-gerechte-kriege-auf-der-iberischen-halbinsel-die-vielen-facetten-der-re-conquista\/#primaryimage","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/2025-03-05.jpg","contentUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/2025-03-05.jpg","width":1752,"height":986},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/heilige-oder-gerechte-kriege-auf-der-iberischen-halbinsel-die-vielen-facetten-der-re-conquista\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Heilige oder Gerechte Kriege auf der Iberischen Halbinsel?"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#website","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/","name":"Catholic Academy in Bavaria","description":"Church needs debate: \"catholic\" looking at the whole - and \"academic\" trusting in the power of arguments","publisher":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"en-GB"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#organization","name":"Catholic Academy in Bavaria","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Menue-Logo-Home@2x.png","contentUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Menue-Logo-Home@2x.png","width":496,"height":216,"caption":"Katholische Akademie in Bayern"},"image":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/"]}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/121752","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library"}],"about":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/media-library"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/121752\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":121753,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/121752\/revisions\/121753"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/83284"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=121752"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}