{"id":127006,"date":"2026-07-06T09:45:55","date_gmt":"2026-07-06T07:45:55","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=127006"},"modified":"2026-07-06T09:45:55","modified_gmt":"2026-07-06T07:45:55","slug":"von-der-sprengkraft-der-theologie-des-jan-hus","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/von-der-sprengkraft-der-theologie-des-jan-hus\/","title":{"rendered":"Von der Sprengkraft der Theologie des Jan Hus"},"content":{"rendered":"<h3><strong> Die H\u00e4resien des Jan Hus<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die V\u00e4ter des Konstanzer Konzils haben es sich mit der Verurteilung des Jan Hus nicht leicht gemacht. Man rollte einen Prozess auf, der bereits Jahre zuvor an der r\u00f6mischen Kurie gegen den Prager Reformer in Gang gesetzt worden war. Man beauftragte theologische Experten, die in gro\u00dfer Zahl in Konstanz verf\u00fcgbar waren, mit der Durchsicht der Schriften Hus&#8216; und exzerpierte verd\u00e4chtig klingende Thesen. Man pr\u00fcfte diese eingehend, legte sie dem Angeklagten zur Stellungnahme vor, verwarf sie, wenn Hus sie glaubhaft entkr\u00e4ften konnte. Man erstellte eine neue Liste, reduzierte auch diese ein weiteres Mal, ehe am 6. Juli 1415 ein Konzilsdekret mit 30 Irrt\u00fcmern feierlich verabschiedet wurde, denen abzuschw\u00f6ren Hus nicht bereit war und wof\u00fcr noch am selben Tag das Todesurteil an ihm vollstreckt wurde.<\/p>\n<p>Welches waren die H\u00e4resien, die ihm das Leben kosteten? Zu Beginn des Verurteilungsdekrets wird ihm vorgeworfen, er sei ein Sch\u00fcler des Erzh\u00e4retikers John Wyclif und habe dessen Irrt\u00fcmer gegen das Verbot der Kirche gepredigt und verteidigt. Von den 30 Irrt\u00fcmern, die danach aufgelistet werden, bezieht sich kein einziger auf die Eucharistie, obwohl man Hus zu Lebzeiten und auch sp\u00e4ter f\u00e4lschlicherweise vorgeworfen hat, er vertrete die h\u00e4retische Remanenzlehre Wyclifs, die der katholischen Transsubstantiationslehre widerstreite. In eucharistischer Hinsicht war Hus rechtgl\u00e4ubig. Auch die Forderung nach dem Laienkelch, die zum Signum des Hussitismus wurde, entstammte weder der Theologie des Jan Hus noch wurde er daf\u00fcr belangt. Hus wurde auch nicht wegen seiner Christologie oder irriger Auffassungen hinsichtlich des Dreifaltigkeitsdogmas verurteilt. Nicht beanstandet wurden seine Sakramententheologie, auch nicht seine Ansichten zu Ablass, Heiligen- und Reliquienverehrung, Wundern und Wallfahrten, trotz aller Kritik, die er daran \u00e4u\u00dferte.<\/p>\n<p>Vielmehr erstrecken sich 27 der 30 inkriminierten S\u00e4tze des Verurteilungsdekrets auf Aussagen \u00fcber die Kirche. Von diesen 27 S\u00e4tzen wiederum thematisieren 13 explizit das Papstamt, dessen Autorit\u00e4t Hus nur sehr eingeschr\u00e4nkt anerkennen wollte. Die Thesen klangen provokant und wollten es auch sein: \u201ePetrus ist nicht das Haupt der Kirche, und er war es auch nie\u201c (no. 7), oder: \u201eDie p\u00e4pstliche W\u00fcrde erwuchs vom Kaiser und der Vorrang und die Einsetzung des Papstes entsprang der Vollmacht des Kaisers\u201c (no. 9), oder: \u201eDer Papst ist nicht der wahre und offenkundige Nachfolger des Apostelf\u00fcrsten Petrus, wenn sein moralischer Lebenswandel dem des hl. Petrus entgegensteht\u201c (no. 13), oder, um ein letztes Beispiel zu geben: \u201eKeiner ist ein weltlicher Herr, keiner ist ein Vorsteher, keiner ein Bischof, solange er sich in einer Tods\u00fcnde befindet\u201c (no. 30).<\/p>\n<p>Hus wurde also wegen seines Kirchenverst\u00e4ndnisses, seiner Ekklesiologie und, davon abgeleitet, wegen seines Ungehorsams gegen\u00fcber der Kirche und dem Konzil zum H\u00e4retiker erkl\u00e4rt. Die inkriminierten Thesen wurden weithin aus seiner Sp\u00e4tschrift \u201eDe ecclesia\u201c, \u201e\u00dcber die Kirche\u201c, exzerpiert, finden sich aber auch in anderen seiner Schriften. Die Kirchenkritik des Jan Hus war fundamental, ihre Implikationen sahen die renommiertesten Theologen der Zeit, die in Konstanz versammelt waren, in aller Deutlichkeit. Man hat Hus gelegentlich Naivit\u00e4t unterstellt, da er meinte, er k\u00f6nne das Konzil von der Wahrheit seiner Ansichten \u00fcberzeugen, so wie er bei seinen Predigten in Prag Tausende mitzurei\u00dfen verstand. Er musste sich dennoch bewusst gewesen sein, dass seine radikalen Ansichten nicht mehr vom katholischen Konsens gedeckt waren und er sein Leben riskierte.<\/p>\n<p>Welche theologischen \u00dcberzeugungen leiteten Hus, welche Theologie f\u00fchrte ihn dazu, kompromisslos den Widerruf zu verweigern, der ihm nachdr\u00fccklich und mehrmals ans Herz gelegt wurde? Es waren nicht individuelle Dogmen, f\u00fcr die Hus zu sterben bereit war, als vielmehr sein Verst\u00e4ndnis von der Heiligen Schrift, sein Kirchenbild und, eng damit verbunden, sein Selbstverst\u00e4ndnis als Prediger und Theologe, derentwegen er den Konflikt mit Kollegen, Bischof, Papst und Konzil durchfocht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>\u201eLex Dei\u201c: Heilige Schrift als Heilmittel und Richtschnur der Theologie<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Jan Hus akzeptierte als Grundlage seiner Theologie und Kirchenkritik nur die Hl. Schrift, die er als hinreichend f\u00fcr eine kirchliche Ordnung ansah. Dabei war sein Schriftverst\u00e4ndnis durch und durch mittelalterlich und wurde von vielen seiner Zeitgenossen geteilt. Im Gegensatz zum sp\u00e4teren \u201esola scriptura\u201c hatte der Begriff \u201esacra scriptura\u201c im Mittelalter eine viel breitere Bedeutung. Er meinte nicht nur den Text des biblischen Kanons, sondern auch die darin enthaltene Offenbarung und ihre reflektierte Weitergabe, sodass \u201esacra scriptura\u201c Botschaft, Auslegung und auch Theologie bedeutete.<\/p>\n<p>Hus hat dieses breite und gleichzeitig tiefe Verst\u00e4ndnis von Hl. Schrift in einer Vorlesung im Rahmen seiner Doktorpromotion erl\u00e4utert. Der Glaubende, so beginnt er seine \u00dcberlegungen, bedarf auf seinem Pilgerweg der Weisheit; diese findet er in der Trinit\u00e4t als \u201eunerschaffene\u201c Weisheit, in Christus als \u201einkarnierte\u201c, und in der Heiligen Schrift als \u201einspirierte\u201c Weisheit. Die Frucht der Weisheit ist die Heiligung des Lebens, das als letztes Ziel das ewige Leben nach sich zieht. Heiligung des Lebens ist daher die wichtigste Aufgabe der Heiligen Schrift. Ohne sie explizit als Sakrament zu bezeichnen, spricht Hus dennoch von der Wirksamkeit der Schrift, im Menschen Heiligkeit hervorzubringen: \u201eWer die Schrift richtig gebraucht, der wird durch sie wirksam geheiligt.\u201c Aus der Heiligen Schrift erkennt man die Glaubenswahrheiten, die g\u00f6ttlichen Gebote, die nachzuahmenden Verhaltensweisen, den ewigen Lohn und die Strafen. Daher ist die Heilige Schrift die \u201elex universalissima\u201c, die zum Erkennen der Weisheit notwendig ist.<\/p>\n<p>Dieser enge Schriftbezug ist nicht auf die Bibellekt\u00fcre fixiert, sondern zielt auf ein Leben mit Christus: \u201eLebe also Christus, und dann kennst du ihn gut. Wenn du schlecht lebst, kennst du Christus nicht und wirst in Ewigkeit zugrunde gehen.\u201c Christus ist f\u00fcr Hus die Auslegungsmaxime der Schrift und universales Lebensmodell gleicherma\u00dfen. N\u00e4herhin ist es der arme Christus, den Hus nicht m\u00fcde wird, seinen Zuh\u00f6rern vor Augen zu stellen. \u201eSacra scriptura\u201c bzw. Theologie bedeutet daher f\u00fcr Hus ein Wissen um das gute, richtige Leben. Wer im Besitz solchen Lebens- und Heilswissens ist, bringt Gott mehr Dankbarkeit entgegen und ist schneller bereit zur Liebe und zur Vermeidung der S\u00fcnde.<\/p>\n<p>\u201eSacra scriptura\u201c umfasst also die gesamte Offenbarung und ihre Aneignung. In diesem Zusammenhang stellt Hus drei Aspekte heraus:<\/p>\n<ol>\n<li>\u201eSacra scriptura\u201c als Offenbarungsinhalt: \u201eUnd so ist die Hl. Schrift das Wort Gottes, Christus, zusammen mit allem, was dem Menschengeschlecht durch ihn gesagt und geoffenbart wurde.\u201c Hus spezifiziert den Gegenstand der Heiligen Schrift weiterhin als jede Wahrheit, die dem Menschen eine Anweisung gibt, Gott richtig zu dienen. Offenbarung hat f\u00fcr ihn unbedingten Verpflichtungscharakter. Sie wird zum Gesetz, zur \u201elex Dei\u201c. Das Gesetz Gottes muss erf\u00fcllt, also aktiv gelebt werden und steht nicht nur als Normenkatalog im Hintergrund, um im Konfliktfall zu greifen, sondern konstituiert das religi\u00f6se und soziale Leben. Wie die \u201elex Dei\u201c so ist auch die Wahrheit bei Hus mit einem Imperativ konnotiert, auch sie muss umgesetzt werden: \u201eDie Worte Christi sind Wahrheiten, die nicht vergehen, bevor sie nicht zu ihrer Zeit ausgef\u00fchrt sind.\u201c Die Theologie des Jan Hus zielt daher immer auf das Handeln. Als Wissen um das Gesetz Gottes und seinen Verpflichtungscharakter ist sie zutiefst \u201epraktische Theologie\u201c. Man k\u00f6nnte in diesem Zusammenhang auch von einem Vorrang der Werke, besser gesagt des Tuns vor dem Glauben sprechen. Jedenfalls ist Hus mit seinem Verst\u00e4ndnis von \u201elex Dei\u201c nur eingeschr\u00e4nkt als Vorl\u00e4ufer von Luther zu werten.<\/li>\n<li>Das Wissen um die Offenbarung und ihre Erkenntnis bildet f\u00fcr Hus einen zweiten Aspekt von \u201esacra scriptura\u201c. Hier meint der Begriff die Theologie. Das theologische Erkennen kann unterschiedliche Intensit\u00e4ten erreichen: auf der elementarsten Stufe ist es ein einfaches Festhalten der Wahrheit, etwas h\u00f6her steht ein bereits reflektiertes Einsehen in theologische Prinzipien und daraus abgeleitete Folges\u00e4tze, und zuletzt ist es ein vollkommenes Begreifen der Theologie. Dieser dreifachen Unterscheidung zufolge gibt es f\u00fcr Hus drei Gruppen von Theologen: zun\u00e4chst die \u201eeinfachen Leute\u201c, die im Glauben dem Wort Gottes und seinen Wahrheiten fest anh\u00e4ngen, dann die Professoren, die die katholische Wahrheit intellektuell und mit Argumenten verteidigen k\u00f6nnen, und die ausgebildeten Prediger, die das Wort Gottes dem Volk darlegen k\u00f6nnen, und schlie\u00dflich die dritten, die nach ausgiebiger Ausbildung und Reflexion in der Theologie ruhen, ohne sich weiter apologetisch damit auseinandersetzen zu m\u00fcssen.<\/li>\n<li>\u201eSacra scriptura\u201c, so f\u00fchrt der Prager Reformator einen dritten Aspekt an, das sind auch die Texte und Zeichen, die Christus, das Wort Gottes, oder jegliche durch Christus gegebene Wahrheit darstellen. Diese k\u00f6nnen sich in verschiedenen Sprachen, Buchstaben oder Bildern \u00e4u\u00dfern. W\u00e4hrend die Zeichen variabel sind, wird der Inhalt der Heiligen Schrift, also Christus selbst, dadurch nicht verf\u00e4lscht. Mit diesem Gedanken vertritt Hus offensiv die Interessen der Laien, die \u00fcber Bilder und volkssprachige Bibeltexte an der Theologie und der Bibel unmittelbar partizipieren wollen. Hus legt hier auch ein leidenschaftliches Pl\u00e4doyer f\u00fcr Bibeln auf Tschechisch und f\u00fcr tschechische Schriftzeichen ab, Initiativen, denen sich Hus nicht aus kulturellen oder p\u00e4dagogischen, sondern aus theologischen Gr\u00fcnden verschrieben hatte, weil sie die Erf\u00fcllung von Gottes Gesetz erm\u00f6glichten.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Wie schon mehrmals angedeutet, steht im Mittelpunkt des Schriftverst\u00e4ndnisses von Jan Hus der Begriff der \u201elex Dei\u201c. Er verwendet ihn synonym zu \u201esacra scriptura\u201c, und dennoch ist der Kern der Hl. Schrift eben das Gesetz Gottes. Mit der Vorstellung der Heiligen Schrift als Gesetz, und zwar des h\u00f6chsten und wichtigsten Gesetzes \u00fcberhaupt, tr\u00e4gt Hus eine gewisse totalit\u00e4re Vorstellung in die Schriftauslegung ein, insofern es neben oder gar \u00fcber dem g\u00f6ttlichen Gesetz kein ernsthaft konkurrierendes Normsystem geben kann. Hus hat den Begriff und die Bedeutung von \u201elex Dei\u201c bei Wyclif vorgefunden, der die Schrift ebenfalls als die allein verbindliche religi\u00f6se Norm postulierte, dieses aber theologisch differenzierter und systematischer im Sinne einer Hermeneutik herausarbeitete.<\/p>\n<p>Hus hat dem Begriff dagegen eine eigene Zuspitzung als Offenbarungsinhalt und als Spiegel f\u00fcr rechtes moralisches Verhalten generell, als das eigentliche Anliegen aller Predigt und damit des christlichen Lebens an sich gegeben. Die \u201elex Dei\u201c, die man nur in der Heiligen Schrift findet, inkludiert das nat\u00fcrliche Sittengesetz und \u00fcberragt jede andere positive Rechtsordnung. Die \u201elex Dei\u201c ist im letzten der Wille Gottes, den er als Anspruch an die Welt richtet. Die \u201elex Dei\u201c ist nicht nur Sch\u00f6pfungswirklichkeit, sondern sie zielt auf bewusste Umsetzung. Die Antwort des Menschen auf die Offenbarung ist daher nicht so sehr der Glaube, sondern die Erf\u00fcllung von Gottes Gesetz: ein tugendhaftes christliches Leben. (Wiederum k\u00f6nnte man einen Unterschied zum sp\u00e4teren Luther ziehen, im Zentrum dessen Theologie die Rechtfertigung allein aus Glaube ging, ein Thema, das Hus v\u00f6llig fremd war.)<\/p>\n<p>Christus selbst habe die \u201elex Dei\u201c erf\u00fcllt, und daher verpflichtet sie alle Menschen. W\u00e4re Hus ein Sozialrevolution\u00e4r gewesen, so h\u00e4tte das g\u00f6ttliche Gesetz auch das politische Leben in die Pflicht genommen, eine Konsequenz, die in der Sache angelegt, aber von Hus nicht weiter verfolgt wurde. Die \u201elex Dei\u201c war f\u00fcr ihn in erster Linie die Lebensregel f\u00fcr die Kirche, weniger f\u00fcr die weltlichen Machthaber, mit denen er weitaus milder umging als mit dem Klerus. Und damit komme ich zum zweiten Interessenfeld der Theologie des Jan Hus, der Kirche und der Kirchenreform.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Kirche und Kirchenreform<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Seit seiner fr\u00fchesten Predigtt\u00e4tigkeit, also ab circa 1402, verstand sich Jan Hus als Theologe im Dienst der Kirchenreform. Er teilte diesen Eifer mit zahlreichen Zeitgenossen und stand gerade in B\u00f6hmen in einer Reformtradition, deren Anliegen er fortsetzte. Sp\u00e4tmittelalterliche Kirchenreform zielte kaum auf pastoral-strukturelle oder liturgische Ver\u00e4nderungen ab, sondern war in erster Linie an einer Intensivierung des religi\u00f6sen Lebens und Besserung der Sitten interessiert. Die Reformaufrufe von Hus sind daher h\u00e4ufig konventionell und stereotyp. In endlosen Variationen werden den Zuh\u00f6rern ihre eigenen Laster und die der anderen vor Augen gestellt und die Tugenden eingefordert. Seine erste Zielgruppe war die tschechischsprachige Bev\u00f6lkerung Prags. Unter ihnen, seiner Gemeinde, vor der er t\u00e4glich in der Bethlehmkapelle predigte, f\u00fchlte er sich am wohlsten.<\/p>\n<p>Daneben stand der Klerus im Fadenkreuz seiner Reformtheologie. In dem Versuch, die Sitten des Klerus zu heben, setzte auch der Prager Erzbischof Zbyn\u011bk Zaj\u00edc von Hasenburg, der sp\u00e4ter zum erbitterten Feind wurde, auf die \u00dcberzeugungskraft des jungen Theologen Hus und \u00fcbertrug ihm die Reformpredigt auf den beiden Prager Di\u00f6zesansynoden von 1405 und 1407. In diesen wie in zahlreichen anderen seiner Predigten dominieren drei Themen: die Unzucht des Klerus, Besitz und Reichtum des Klerus und die Simonie. Hus ruft den Prager Klerus zun\u00e4chst auf, Gott zu lieben und die Gemeinschaft mit Christus zu suchen. Der freundlichen Einladung folgen aber schnell die Drohworte: \u201eNiemand, der sich in Tods\u00fcnde befindet, liebt Gott. Jeder Geistliche, der Unzucht treibt oder direkt im Konkubinat lebt oder durch irgendeine Tods\u00fcnde entstellt ist, der hasst Gott.\u201c Scharf verurteilt er das Konkubinat: \u201eKleriker, die offen im Konkubinat leben, sind offenbare Teufel, und die versteckt vor den Blicken der Menschen huren, sind versteckte Teufel und Zerst\u00f6rer der Kirche Jesu Christi.\u201c Unzucht und sexuelle Ausschweifungen stellen f\u00fcr Hus die schlimmste Tods\u00fcnde dar. Hier spricht er sogar von der \u201eketzerischen Schar der Hurer\u201c.<\/p>\n<p>Ein weiteres Ziel seiner Kritik ist der besitzende Klerus. In der ihm typischen plastischen Rhetorik stellt Hus den reichen Prager Priestern den armen Jesus gegen\u00fcber, den er selbst sprechen l\u00e4sst: \u201eIch weine in Lumpen geh\u00fcllt, der Klerus vergn\u00fcgt sich in Purpurgew\u00e4ndern. Ich werde meines Kleides beraubt, er br\u00fcstet sich im k\u00f6niglichen Luxus. Ich schwitze Blut im Todeskampf, er genie\u00dft das raffinierteste Bad. \u2026 Ich schreie ans Kreuz genagelt, er schnarcht im weichen Bett.\u201c Die Beschimpfung des reichen, selbstgef\u00e4lligen Klerus geht nahtlos in die Verurteilung der Simonie \u00fcber. Kritik an simonistischen Praktiken ist mit Abstand das h\u00e4ufigste Thema im Schrifttum des Jan Hus. Eine seiner pr\u00e4gnantesten Schriften, die das gesamte theologische Programm des Jan Hus komprimiert enth\u00e4lt, ist die auf Tschechisch abgefasste Schrift \u00fcber die Simonie \u201eO svatokupectv\u00ed\u201c. In diesem Buch von 1413 schreibt er, dass es nur drei Arten von Ketzerei gebe: Abfall vom Gesetz Gottes, Gottesl\u00e4sterung (hierin erblickt Hus das Wesen des Antichristen) und schlie\u00dflich die Simonie, die eine S\u00fcnde gegen den Heiligen Geist darstellt. Zutiefst angewidert von der Vorstellung, dass f\u00fcr Sakramente und andere geistliche Dienste Geld bezahlt oder gefordert wurde, vergleicht er den simonistischen Klerus mit Judas Iskariot und r\u00fcckt ihn ins Lager des uners\u00e4ttlichen, geldgierigen Antichristen. Selbst in seinen akademischen Schriften flie\u00dfen ihm Schimpftiraden gegen simonistische Praktiken aus der Feder. Statt sich um Eink\u00fcnfte im \u00dcberfluss zu k\u00fcmmern, solle der Klerus zur \u201elex Dei\u201c zur\u00fcckgef\u00fchrt werden, indem er allen weltlichen Pomp ablege und wie die Apostel das arme Leben Jesu nachahme. Erneut ist es die \u201elex Dei\u201c, die gerade dem Klerus als die verbindliche Lebensform Jesu und der Urkirche vor Augen gestellt wurde.<\/p>\n<p>Je mehr der Konflikt mit dem Prager Bischof und dann auch mit Papst und Kurie eskalierte, desto st\u00e4rker wurde die \u201elex Dei\u201c als Regulativ und Ma\u00dfstab auch des Kirchenrechts ins Feld gef\u00fchrt. F\u00fcr Hus wurde damit der Widerstand gegen eine kirchliche Hierarchie, die Gesetze und Anordnungen erlie\u00df, die mit der \u201elex Dei\u201c unvereinbar waren, geradezu zur religi\u00f6sen Pflicht. Ausgehend von der Simoniekritik konnte es nicht ausbleiben, dass auch das Papsttum mehr und mehr zum Ziel der Angriffe des Prager Reformers wurde. Sp\u00e4testens seit der Verk\u00fcndigung des Ablasses von 1411, der den Krieg gegen Ladislaus von Neapel finanzieren sollte, war der Papst in den Augen von Hus der schlimmste Simonist in der Kirche. Sein Handeln, das dem Gesetz Gottes diametral zuwider zu laufen schien, war das offenkundige Indiz, dass in Rom der Antichrist herrschte.<\/p>\n<p>Jan Hus trug seine Kleruskritik zun\u00e4chst ohne tiefere Reflexion \u00fcber das Wesen von Kirche vor. Erst die Sanktionen gegen ihn \u2013 Predigtverbot, Exkommunikation und schlie\u00dflich Verbannung aus Prag \u2013 veranlassten ihn, seine Kritik auf ein entsprechendes ekklesiologisches Fundament zu stellen. Dass der Begriff der Kirche vielschichtig ist und es viele Weisen gibt, ihn zu definieren, teilte Hus mit der gesamten mittelalterlichen Tradition. In seiner Synodalpredigt von 1405 legte er eine dreifache Unterscheidung von Kirche vor: Neben der Bedeutung als Kirchenbau ist \u201eecclesia\u201c vor allem die Bezeichnung f\u00fcr eine Ortskirche, so wie man von der \u201eecclesia Pragensis\u201c oder der \u201eecclesia Romana\u201c spricht. Daneben ist \u201eecclesia\u201c aber die Gesamtheit der Erw\u00e4hlten, der mystische Leib Christi. Damals, im Jahr 1405 hatte Hus noch keinen gravierenden Gegensatz zwischen den sichtbaren Ortskirchen und der unsichtbaren Universalkirche gesehen.<\/p>\n<p>In diesem Punkt durchlief seine Ekklesiologie jedoch eine folgenschwere Entwicklung. Im Sinne von John Wyclif verstand Hus die eigentliche Kirche mehr und mehr als die \u201euniversitas praedestinatorum\u201c, also die Vereinigung aller, die Gott zum Heil vorherbestimmt hat. Das Kriterium der Kirchengliedschaft war damit nicht mehr Taufe und Glaubensbekenntnis, sondern die eschatologische Entscheidung Gottes, einen Menschen am Ende seines Lebens als Gerechten in die Schar der Heiligen aufzunehmen, ein Kriterium, das allerdings im gegenw\u00e4rtigen Leben nicht sicher erkannt werden kann. In aller Konsequenz hat Hus diese Ekklesiologie in seinem Sp\u00e4twerk, dem Traktat \u00fcber die Kirche \u201eDe ecclesia\u201c, ausgearbeitet. Die theoretische Abhandlung \u00fcber Pr\u00e4destination und Verwerfung \u2013 der Kirche der Pr\u00e4destinierten entsprach als Gegenpart die \u201eecclesia malignantium\u201c, \u201eKirche der \u00dcbelt\u00e4ter\u201c, deren Haupt nicht Christus, sondern der Teufel ist \u2013 findet sich allerdings nur in den ersten sechs (von 27) Kapiteln des Traktats. Ab dem siebten Kapitel kommt Hus zielstrebig auf die r\u00f6mische Kirche zu sprechen, die er in Papst und Kardin\u00e4len erblickt und deren Anspr\u00fcche, Pr\u00e4rogativen und Autorit\u00e4t er mit Verweis auf die unsichtbare Kirche, den mystischen Leib Christi, radikal in Frage stellt. Die Pr\u00e4destinationsekklesiologie des Jan Hus ist daher, auch wenn sie zahlreiche Gedanken von Augustinus aufgreift, vor allem ein Vehikel der Papstkritik und eine Apologie seines eigenen widerst\u00e4ndigen Verhaltens.<\/p>\n<p>Jan Hus sprach der \u201eecclesia Romana\u201c jegliche Kompetenz ab, die allgemeine Kirche zu repr\u00e4sentieren oder disziplinarische Superiorit\u00e4t \u00fcber andere Kirchen zu beanspruchen. Weder Papst noch Kardin\u00e4le seien unfehlbar, und ihre Gesetze, ihre Lebensweise, vor allem ihr pomp\u00f6ser Reichtum seien vielmehr Indizien, dass sie der Kirche des Antichristen angeh\u00f6ren, und nicht dem wahren Leib Christi, den sie mit ihren Ma\u00dfnahmen verfolgen. Die Kritik an der r\u00f6mischen Kirche war somit das Zentrum und eigentliche Anliegen der Ekklesiologie des Jan Hus, nicht die Spekulationen \u00fcber Pr\u00e4destination oder Verwerfung. F\u00fcr Hus gab es klare Zeichen, wo sich die wahre Kirche befinde, n\u00e4mlich dort, wo die Gebote Gottes befolgt und umgesetzt werden.<\/p>\n<p>Dabei kam dem Vorbild der Urkirche eine entscheidende Rolle zu. Reichtum, Macht, Geldgier seien erst durch Kaiser Konstantin in die Kirche eingedrungen, und auch der p\u00e4pstliche Primat sei eine Folge der Konstantinischen Schenkung gewesen. Dabei bestritt Hus die p\u00e4pstliche Autorit\u00e4t nicht grunds\u00e4tzlich; er kn\u00fcpfte sie aber an eine Kompatibilit\u00e4t mit dem Gesetz Gottes. Wenn sich der Papst gem\u00e4\u00df der \u201elex Dei\u201c verhalte, verdiene er Gehorsam, wenn er aber gegen das g\u00f6ttliche Gebote lebe und handle, sei Widerstand gegen ihn geboten. Bernhard T\u00f6pfer stellte diesen Grundsatz der Theologie des Hus gut heraus: \u201eNicht die schwer entscheidbare Frage, ob ein Getaufter zur wahren Kirche der Pr\u00e4destinierten geh\u00f6rt, steht im Zentrum, sondern die Frage, ob die Angeh\u00f6rigen der kirchlichen Hierarchie vom Priester bis zum Papst gem\u00e4\u00df der \u201alex Dei\u2018 leben und dieser entsprechende Anordnungen erlassen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Theologie als Verk\u00fcndigung: Der Prediger Jan Hus<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Blicken wir, nachdem wir uns mit dem Schriftverst\u00e4ndnis und Kirchenbegriff von Hus auseinandergesetzt haben, noch kurz auf sein theologisches Selbstverst\u00e4ndnis als Prediger. Hus war Prediger mit Leib und Seele, und der Inhalt seiner Predigt war die \u201elex Dei\u201c. In den 10 Jahren, in denen er an der Bethlehemkapelle angestellt war, predigte er fast t\u00e4glich, so dass man mit circa 3.000 bis 3.500 Predigten in diesem Zeitraum rechnen muss. Der Stimulus f\u00fcr den Prediger Hus war, Gottes Gesetz zu seinem Recht zu verhelfen. Die Predigt sei die erste Aufgabe eines Priesters und unbedingter Auftrag Gottes, schrieb Hus in seiner Abhandlung \u201e\u00dcber die f\u00fcnf Aufgaben des Priesters\u201c. Aus diesem Grund dominiert in seinen Predigten wie auch in seinen anderen Schriften eine suggestive Rhetorik. Subtile theologische Argumentation hingegen vermied er. Der Prediger, so seine \u00dcberzeugung, muss sich derselben klaren Sprache und offenkundigen Plausibilit\u00e4t bedienen, die das Gesetz Gottes selbst auszeichnet. Hus pr\u00e4gte damit eine eigene Verk\u00fcndigungstheologie, die in aller Regel von einem Schrifttext ausging, der auf seine Leitbegriffe hin befragt, dann rasch entkontextualisiert und auf zeitgen\u00f6ssische Situationen hin aktualisiert wurde. So gelang es ihm, aus fast allen Schriftstellen, auch aus eher unbekannten Episoden der historischen B\u00fccher des AT, das Reformanliegen f\u00fcr die Gegenwart herauszusch\u00e4len.<\/p>\n<p>Wie sehr Hus die Predigt als theologischen Auftrag verinnerlicht hat, zeigte sich nach dem Predigtverbot, das ihm 1411 auferlegt wurde. Damals setzte er alles daran, die \u201eFreiheit des Wortes Gottes\u201c hervorzuheben. Predigt verdankt sich nicht der Erlaubnis kirchlicher Oberer, sondern ist unmittelbarer Auftrag Gottes. Als er 1412 einige Artikel Wyclifs, die von der Universit\u00e4t Prag verurteilt worden waren, verteidigte, w\u00e4hlte er an erster Stelle das Recht der Prediger, das Evangelium zu verk\u00fcnden, auch wenn sie der kirchlichen Exkommunikation unterliegen. Die Predigt entstammt dem unmittelbaren Antrieb Christi, dem man mehr gehorchen m\u00fcsse als allen menschlichen Geboten. Priester und Diakone, die dem dem\u00fctigen Vorbild Christi folgen, bes\u00e4\u00dfen eine besondere Gnadengabe der Gotteserkenntnis und einen \u201eSinn zur Evangelisierung\u201c. Eine Behinderung der Prediger komme daher dem Versuch gleich, Christus das Wort zu verbieten und die Anstrengungen des Heiligen Geistes zu unterlaufen.<\/p>\n<p>Jan Hus hat den Predigtauftrag als g\u00f6ttliche Verpflichtung so sehr verinnerlicht, dass er vor seinen Richtern in Konstanz jeglichen Widerruf oder jedes Abweichen von seinen Positionen als Verrat an der \u201elex Dei\u201c verstanden h\u00e4tte. Einer hagiographischen \u00dcberlieferung zufolge habe er noch unmittelbar vor seiner Hinrichtung das Predigtamt als seine eigentliche Lebensaufgabe beschworen: \u201eDas wichtigste Anliegen meiner Predigt war, die Menschen von der S\u00fcnde abzuhalten. In der Wahrheit des Evangeliums, das ich verk\u00fcndete, bin ich freudig bereit, heute zu sterben.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr die Konstanzer Konzilsv\u00e4ter war Jan Hus ein hartn\u00e4ckiger, verstockter H\u00e4retiker, der das hierarchische Gef\u00fcge der Kirche im Innersten infrage gestellt hat und wegen seines Ungehorsams einer gerechten Strafe zugef\u00fchrt wurde. F\u00fcr seine Anh\u00e4nger wurde er durch Prozess und Hinrichtung ein M\u00e4rtyrer f\u00fcr das Evangelium und f\u00fcr die b\u00f6hmische Kirche. Wie sah er sich selbst? Die Nachstellungen und Pr\u00fcfungen, gepaart mit dem begeisterten Zuspruch, der ihm von einer geradezu bedingungslos loyalen, allerdings auch gezielt emotionalisierten Anh\u00e4ngerschaft entgegengebracht wurde, m\u00fcssen ihn in dem Bewusstsein best\u00e4rkt haben, ein von Gott berufener Prophet f\u00fcr die Wahrheit des Gesetzes Gottes zu sein, der das Schicksal Christi teilt, ja teilen muss. In seiner radikalen und oft unduldsamen Schroffheit einerseits und andererseits in seiner unbedingten Ausrichtung an Christus, den er vor allem als Wahrheit, weniger als Bruder und Freund verk\u00fcndete, bleibt Hus ein ambivalenter Charakter. Seine Theologie vermochte es dennoch, einem Zeitgef\u00fchl Ausdruck zu geben und Massen zu mobilisieren.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die H\u00e4resien des Jan Hus &nbsp; Die V\u00e4ter des Konstanzer Konzils haben es sich mit der Verurteilung des Jan Hus nicht leicht gemacht. Man rollte einen Prozess auf, der bereits Jahre zuvor an der r\u00f6mischen Kurie gegen den Prager Reformer in Gang gesetzt worden war. Man beauftragte theologische Experten, die in gro\u00dfer Zahl in Konstanz&hellip;<\/p>","protected":false},"author":5,"featured_media":32561,"menu_order":25,"template":"","meta":{"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","footnotes":""},"class_list":["post-127006","media-library","type-media-library","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.0 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Von der Sprengkraft der Theologie des Jan Hus - Katholische Akademie in Bayern<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/von-der-sprengkraft-der-theologie-des-jan-hus\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_GB\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Von der Sprengkraft der Theologie des Jan Hus - Katholische Akademie in Bayern\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Die H\u00e4resien des Jan Hus &nbsp; Die V\u00e4ter des Konstanzer Konzils haben es sich mit der Verurteilung des Jan Hus nicht leicht gemacht. Man rollte einen Prozess auf, der bereits Jahre zuvor an der r\u00f6mischen Kurie gegen den Prager Reformer in Gang gesetzt worden war. Man beauftragte theologische Experten, die in gro\u00dfer Zahl in Konstanz&hellip;\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/von-der-sprengkraft-der-theologie-des-jan-hus\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Katholische Akademie in Bayern\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Theologie_Kirche_Spiritualitaet.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"872\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"490\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Estimated reading time\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"21 minutes\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/von-der-sprengkraft-der-theologie-des-jan-hus\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/von-der-sprengkraft-der-theologie-des-jan-hus\\\/\",\"name\":\"Von der Sprengkraft der Theologie des Jan Hus - Katholische Akademie in Bayern\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/von-der-sprengkraft-der-theologie-des-jan-hus\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/von-der-sprengkraft-der-theologie-des-jan-hus\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Theologie_Kirche_Spiritualitaet.jpg\",\"datePublished\":\"2026-07-06T07:45:55+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/von-der-sprengkraft-der-theologie-des-jan-hus\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"en-GB\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/von-der-sprengkraft-der-theologie-des-jan-hus\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/von-der-sprengkraft-der-theologie-des-jan-hus\\\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Theologie_Kirche_Spiritualitaet.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Theologie_Kirche_Spiritualitaet.jpg\",\"width\":872,\"height\":490},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/von-der-sprengkraft-der-theologie-des-jan-hus\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Von der Sprengkraft der Theologie des Jan Hus\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\",\"name\":\"Katholische Akademie in Bayern\",\"description\":\"Kirche braucht Debatte: \u201ekatholisch\u201c mit Blick auf das Ganze \u2013 und \u201eakademisch\u201c im Vertrauen auf die Kraft der Argumente\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"en-GB\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#organization\",\"name\":\"Katholische Akademie in Bayern\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Menue-Logo-Home@2x.png\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Menue-Logo-Home@2x.png\",\"width\":496,\"height\":216,\"caption\":\"Katholische Akademie in Bayern\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/www.facebook.com\\\/katholische.akademie.bayern\\\/\"]}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Von der Sprengkraft der Theologie des Jan Hus - Katholische Akademie in Bayern","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/von-der-sprengkraft-der-theologie-des-jan-hus\/","og_locale":"en_GB","og_type":"article","og_title":"Von der Sprengkraft der Theologie des Jan Hus - Katholische Akademie in Bayern","og_description":"Die H\u00e4resien des Jan Hus &nbsp; Die V\u00e4ter des Konstanzer Konzils haben es sich mit der Verurteilung des Jan Hus nicht leicht gemacht. Man rollte einen Prozess auf, der bereits Jahre zuvor an der r\u00f6mischen Kurie gegen den Prager Reformer in Gang gesetzt worden war. Man beauftragte theologische Experten, die in gro\u00dfer Zahl in Konstanz&hellip;","og_url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/von-der-sprengkraft-der-theologie-des-jan-hus\/","og_site_name":"Katholische Akademie in Bayern","article_publisher":"https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/","og_image":[{"width":872,"height":490,"url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Theologie_Kirche_Spiritualitaet.jpg","type":"image\/jpeg"}],"twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Estimated reading time":"21 minutes"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/von-der-sprengkraft-der-theologie-des-jan-hus\/","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/von-der-sprengkraft-der-theologie-des-jan-hus\/","name":"Von der Sprengkraft der Theologie des Jan Hus - Katholische Akademie in Bayern","isPartOf":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/von-der-sprengkraft-der-theologie-des-jan-hus\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/von-der-sprengkraft-der-theologie-des-jan-hus\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Theologie_Kirche_Spiritualitaet.jpg","datePublished":"2026-07-06T07:45:55+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/von-der-sprengkraft-der-theologie-des-jan-hus\/#breadcrumb"},"inLanguage":"en-GB","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/von-der-sprengkraft-der-theologie-des-jan-hus\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/von-der-sprengkraft-der-theologie-des-jan-hus\/#primaryimage","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Theologie_Kirche_Spiritualitaet.jpg","contentUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Theologie_Kirche_Spiritualitaet.jpg","width":872,"height":490},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/von-der-sprengkraft-der-theologie-des-jan-hus\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Von der Sprengkraft der Theologie des Jan Hus"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#website","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/","name":"Catholic Academy in Bavaria","description":"Church needs debate: \"catholic\" looking at the whole - and \"academic\" trusting in the power of arguments","publisher":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"en-GB"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#organization","name":"Catholic Academy in Bavaria","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Menue-Logo-Home@2x.png","contentUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Menue-Logo-Home@2x.png","width":496,"height":216,"caption":"Katholische Akademie in Bayern"},"image":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/"]}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/127006","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library"}],"about":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/media-library"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/127006\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":127007,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/127006\/revisions\/127007"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/32561"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=127006"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}