{"id":127450,"date":"2026-07-09T11:13:07","date_gmt":"2026-07-09T09:13:07","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=127450"},"modified":"2026-07-09T11:13:07","modified_gmt":"2026-07-09T09:13:07","slug":"die-zeit-der-frauen-kann-kommen","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/die-zeit-der-frauen-kann-kommen\/","title":{"rendered":"Die Zeit der Frauen kann kommen"},"content":{"rendered":"<p>Eminenz, lieber Kardinal Reinhard Marx, sehr geehrter Herr Professor Dr. Vogt, sehr geehrter Herr Dr. Budde von der Katholischen Akademie, sehr geehrte Frau Patrizia Ehret von Ordo socialis, sehr verehrte Damen und Herren, vielen Dank f\u00fcr Ihre Einladung \u2013 es freut mich sehr, heute in M\u00fcnchen zu sein. Als ich von Matthias Belafi gefragt wurde, ob ich den Ordo-socialis-Preis annehmen w\u00fcrde, war meine \u00dcberraschung gro\u00df: Habe ich diese Ehre \u00fcberhaupt verdient, wo doch so viele sich aktiver und ganz sicher auch auf eine orthodoxere Weise als ich f\u00fcr die Soziallehre der Kirche einsetzen? Doch pl\u00f6tzlich fiel mir Caravaggios Gem\u00e4lde in San Luigi dei Francesi in Rom ein. Nach Markus (Mk 2,17) zeigt Jesus mit dem Finger auf den erstaunten Z\u00f6llner Levi, der ihm schlie\u00dflich folgt. Die Rechtfertigung lautet: \u201eNicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Ich bin gekommen, um die S\u00fcnder zur Umkehr zu rufen, nicht die Gerechten.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr Selbstzufriedenheit gibt es also keinen Anlass. Diesen Preis nehme ich als eine wunderbare Ermutigung an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Zuerst eine Vorbemerkung<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Diese Rede habe ich nicht wirklich als \u201epolitische Strategie gegen die radikale Rechte in Europa\u201c konzipiert. Aus einem Grund: Unser bester Schild gegen die braunen Ideen ist die St\u00e4rke unserer eigenen \u00dcberzeugungen und unseres Glaubens. Wof\u00fcr stehen wir? Das ist die entscheidende Frage. Es zu wissen, ist meiner Meinung nach die beste Strategie.<\/p>\n<p>Erlauben Sie mir also, drei Punkte zu erw\u00e4hnen: erstens meine Dankbarkeit f\u00fcr die Liebe, die ich pers\u00f6nlich erfahren durfte, und f\u00fcr das Gebot der Liebe, das in dieser tr\u00fcben Zeit ein Leuchtturm im Dunkeln ist. Zweitens meine Dankbarkeit f\u00fcr die klare Botschaft von Papst Franziskus zu unserer Verantwortung f\u00fcr die Umwelt. Und schlie\u00dflich \u2013 denn zu viel Dankbarkeit kann tats\u00e4chlich langweilig sein \u2013 m\u00f6chte ich die Kirche und uns alle auffordern, mehr f\u00fcr die Frauen zu tun.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Dankbarkeit f\u00fcr die Liebe und das Gebot der Liebe, die Eingang in das Projekt der europ\u00e4ischen Einigung gefunden haben<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Meine tiefe Dankbarkeit gilt zun\u00e4chst meiner Familie, die mir in meiner Kindheit \u2013 und danach \u2013 so viel Liebe geschenkt hat. Als Kind erlebte ich t\u00e4glich etwas Besonderes: eine Mischung aus christlichem Glauben (zu Hause) und S\u00e4kularisierung (in der Schule der Franz\u00f6sischen Republik) \u2013 und das in Marseille. Evangelium und Voltaire, Kirche am Sonntag und Schulkameraden, die Armenier, Moslems oder Juden waren.<\/p>\n<p>Ich bin auch den Gl\u00e4ubigen dankbar, denen ich sp\u00e4ter begegnet bin: Pater Louis Delatour SJ, unserem Seelsorger an der ENA, der meinem Mann und mir so viel beigebracht hat; Richard von Weizs\u00e4cker, der sich 1980 in einem Text \u00fcber\u00a0Liebe \u2013 Ma\u00dfstab politischer Ordnung\u00a0Gedanken gemacht hat, den ich zuf\u00e4llig in einer Bonner Buchhandlung entdeckt habe und der mich seitdem begleitet. Als ich das Gl\u00fcck hatte, den ehemaligen Bundespr\u00e4sidenten beim evangelischen Kirchentag kennenzulernen, wurden wir Freunde. In langen Gespr\u00e4chen hat er mir so viel gegeben, besonders wenn es um \u201edas Spannungsverh\u00e4ltnis zwischen dem Gebot der Liebe und dem Gebot der Macht\u201c\u00a0ging; Robert Badinter, der Jurist j\u00fcdischer Konfession, der das Neue Testament f\u00fcr das Gebot der Liebe bewunderte. Sie alle leben in meinem Herzen weiter.<\/p>\n<p>Besonderer Dank gilt Ihnen, Eminenz, lieber Kardinal Marx, f\u00fcr unsere ausgezeichnete Zusammenarbeit in Br\u00fcssel, als Sie die COMECE (Commission of the Bishops\u2019 Conferences of the European Union) leiteten und wir uns mit dem wichtigen Konzept der sozialen Marktwirtschaft besch\u00e4ftigten. Damals trug ich im Europ\u00e4ischen Parlament die Verantwortung f\u00fcr die interfraktionelle Arbeitsgruppe zur Bek\u00e4mpfung von Armut. Die benachteiligten und armen Menschen, mit denen wir uns eng ausgetauscht haben, haben mir viel gegeben. Muss ich hier betonen, dass zurzeit 93 Millionen Europ\u00e4er \u201eat risk of poverty\u201c sind (das hei\u00dft an der Schwelle der Armutsgrenze oder darunter)? Das sind also circa 21 % der Gesamtbev\u00f6lkerung. Die Verzweiflung und der Zorn, die damit verbunden sind, m\u00fcssen wir ernst nehmen, um die heutige Gesellschaft zu verstehen.<\/p>\n<p>Was bleibt von dieser Erziehung und von diesen Erfahrungen? Das fantastische, anspruchsvolle und revolution\u00e4re Gebot der Liebe. Die Zentralit\u00e4t der W\u00fcrde des Menschen \u2013 grenz\u00fcberschreitend und im Geist der \u00d6kumene. Die Ablehnung von Nationalismus. Das Christentum denkt universal. Ist es einfach, solchen Prinzipien treu zu bleiben? Sicherlich nicht. Jesus befindet sich nie dort, wo die \u201eAnst\u00e4ndigen\u201c seiner Zeit ihn erwarten. Heute w\u00fcrden wir sagen: Er holt uns aus unserer Komfortzone heraus. Er verspricht dem reuigen Sch\u00e4cher das Paradies, er wird von Maria Magdalena begleitet, spricht mit dem r\u00f6mischen Hauptmann. Was bedeutet seine anspruchsvolle Botschaft f\u00fcr uns heute?<\/p>\n<p>Wir erleben keine ruhigen Zeiten, sondern \u2013 wie am Ende des 19. Jahrhunderts, als die Enzyklika\u00a0Rerum Novarum\u00a0ver\u00f6ffentlicht wurde \u2013 einen doppelten Bruch:<\/p>\n<p>Gesellschaftlich: Globalisierung, Digitalisierung und Klimawandel ver\u00e4ndern unsere Arbeits- und Lebensbedingungen. Geopolitisch: Die USA wandeln sich vom Verb\u00fcndeten zum Gegner der EU und des internationalen Rechts. Nationalistische Regime bl\u00fchen \u00fcberall. Und Machtanspr\u00fcche, Bedrohungen werden t\u00e4glich erlebt. Nach und nach brechen alle Deiche.<\/p>\n<p>In Venezuela wurde der (wenn auch nicht legitime) Pr\u00e4sident aus seinem Schlafzimmer entf\u00fchrt. Pr\u00e4sident Trump erkl\u00e4rt, die St\u00e4rke der USA f\u00fcr die Eroberung von G\u00fctern und Territorien einsetzen zu wollen \u2013 Gr\u00f6nland? Kanada? Und die Idee einer \u201eRiviera Gaza\u201c, soll das ein Projekt sein, das Business und Diplomatie vermischt? Was bleibt vom Rechtsstaat in den USA, wenn der Kongress angesichts dieser Exzesse schweigt, wenn B\u00fcrger auf der Stra\u03b2e von ICE erschossen werden, wie neulich in Minnesota und der Fed-Gouverneur von der Justiz brutal verfolgt wird?<\/p>\n<p>Dass die Amerikaner nicht mehr f\u00fcr die Sicherheit europ\u00e4ischer L\u00e4nder zahlen wollen, die wohl reich genug sind, um selbst ihre Verteidigung zu finanzieren, ist verst\u00e4ndlich. Doch die Kontroverse mit den USA reicht mittlerweile tiefer, es geht nicht mehr nur um \u201eBurden Sharing\u201c. 2025 stellte Vizepr\u00e4sident JD Vance hier in M\u00fcnchen, auf der M\u00fcnchener Sicherheitskonferenz, die deutsche Demokratie infrage. Die \u201eMAGA-Administration\u201c (und insbesondere die Freunde von Donald Trump, Steve Bannon und Elon Musk) unterst\u00fctzen Parteien in Europa, die im Namen von \u201eNation\u201c und \u201eIdentit\u00e4t\u201c den Rechtsstaat missachten und die EU zerst\u00f6ren wollen: In Frankreich den\u00a0Rassemblement National\u00a0genauso wie\u00a0Reconqu\u00eate, in Italien die\u00a0Fratelli d\u2019Italia, in Deutschland die\u00a0AfD. Diese Nationalisten lassen sich also von au\u00dfen beeinflussen. Und viele Parteien, die gestern noch im politischen Zentrum standen, widerstehen der Versuchung nicht, ihren Ideen zu folgen. Ein solches Vorgehen ist allerdings kaum von Erfolg gekr\u00f6nt.<\/p>\n<p>Umso wichtiger ist es, uns zu besinnen: Liebe, die W\u00fcrde des Menschen und das Gemeinwohl m\u00fcssen im Mittelpunkt politischen Handelns bleiben. Der Artikel 1 des deutschen Grundgesetzes ist in dieser Hinsicht ganz klar. Deshalb ist auch die Europ\u00e4ische Union mit ihrer Charta der Grundrechte (wie der Europarat mit der Menschenrechtskonvention) so wertvoll. Die EU haben wir von Generationen geerbt, die wussten, was Nationalismus mit sich bringt: \u201eLe nationalisme, c\u2019est la guerre\u201c (Fran\u00e7ois Mitterrand).<\/p>\n<p>Die EU mag Fehler gemacht haben, sie ist nicht perfekt \u2013 doch sie beruht auf Freiheit, Vers\u00f6hnung, Zusammenarbeit und Solidarit\u00e4t als Pfeiler eines grenz\u00fcberschreitenden Zusammenlebens. Die W\u00fcrde des Menschen erfordert Respekt, Dialog, aber auch Regeln, Verfahren und Institutionen. Gegengewichte sind gegen Extreme unumg\u00e4nglich. In der EU sch\u00fctzen Richter die B\u00fcrger manchmal sogar vor dem eigenen Staat (man denke an Urteile zu Haftbedingungen). Eine 2007 f\u00fcr die COMECE erstellte Studie\u00a0Une Europe de valeurs, la dimension\u00a0\u00e9thique\u00a0de l\u2019Union europ\u00e9enne\u00a0erinnert uns daran, dass die EU viel geleistet hat \u2013 auch im christlichen Sinne. Die Verfasser erw\u00e4hnen: Frieden und Freiheit, bessere V\u00f6lkerverst\u00e4ndigung, eine gewisse Kombination von Macht und Verantwortung, die F\u00f6rderung von Vielfalt und Subsidiarit\u00e4t, von Multilateralismus und Solidarit\u00e4t sowohl in der EU als auch mit dem Rest der Welt.<\/p>\n<p>Ein expliziter Hinweis auf das Christentum in den Vertr\u00e4gen ist meiner Meinung nach, und auch laut den Verfassern dieser Studie, weniger entscheidend als die konkrete Verwirklichung der Prinzipien des Evangeliums, in einer inklusiven Art und Weise, die auch Nicht-Christen und Atheisten oder Ungl\u00e4ubige einbezieht, die sich mit denselben Werten identifizieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Was hei\u00dft das? Auch wenn ich ausgezeichnete B\u00fccher, die uns die soziale Lehre der Kirche erkl\u00e4ren, gelesen habe, bin ich keine Theologin. Wenn ich verwirrt bin, lasse ich mich vom Gleichnis des barmherzigen Samariters leiten. Papst Franziskus schrieb in seinem Brief an die amerikanischen Bisch\u00f6fe (Februar 2025) als Antwort auf die Interpretation von\u00a0Ordo Amoris\u00a0durch JD Vance: \u201eDie wahre Ordnung der Liebe, die wir f\u00f6rdern m\u00fcssen, ist die, die wir entdecken, wenn wir st\u00e4ndig \u00fcber das Gleichnis vom barmherzigen Samariter nachdenken (vgl. Lk 10,25\u201337), das hei\u00dft, wenn wir \u00fcber die Liebe nachdenken, die eine allen offene Br\u00fcderlichkeit aufbaut \u2013 ohne Ausnahme.\u201c Mit denselben Worten erkl\u00e4rte Elisabeth von Thadden am Tag ihrer Hinrichtung durch die Nazis (1944) ihr Engagement f\u00fcr die Rettung der Juden: Der Samariter habe sie geleitet, nicht die Politik.<\/p>\n<p>Was w\u00e4re die Alternative? Die Erniedrigung der Kleinen, der Verarmten, der Fremden.<\/p>\n<p>Es handelt sich weniger um eine \u201eStrategie\u201c als um eine dauerhafte, zentrale Verantwortung der Christen. Das sage ich, auch wenn ich pers\u00f6nlich das Gef\u00fchl habe, ich sei privilegiert und tue nicht genug f\u00fcr die anderen.<\/p>\n<p>Heute ist bei den rechtsextremen Parteien oft von den mit Migranten verbundenen Problemen die Rede. Die darf man nicht kleinreden: in den Schulen, f\u00fcr das Wohnen und f\u00fcr das harmonische Zusammenleben in unseren Gesellschaften. Dennoch gilt, dass die Menschen, die zu uns kommen und unsere Gesetze respektieren, ihre Ressourcen, ihren Mut und ihre Arbeitskraft mitbringen. Unsere Krankenh\u00e4user und Altersheime, unsere Restaurants und Hotels, die Bauunternehmen, die Agrarwirtschaft profitieren von deren Anwesenheit.<\/p>\n<p>Christen d\u00fcrfen sich nicht in geschlossenen, starren Identit\u00e4ten einsperren lassen: Das Christentum interessiert sich wenig f\u00fcr P\u00e4sse und Stempel. F\u00fcr Papst Franziskus ist die Heilige Familie von Nazareth, die nach \u00c4gypten fliehen musste, um der Grausamkeit von Herodes zu entgehen, sogar \u201edas Beispiel und der Trost\u201c aller Migranten zu allen Zeiten.<\/p>\n<p>Manche Politiker f\u00f6rdern immer noch eine solidarische Gesellschaft und das ist gut so. In seiner Silvesteransprache 2024 bezeichnete der italienische Pr\u00e4sident Sergio Mattarella die Leistungen von Ausl\u00e4ndern in Italien als \u201ePatriotismus\u201c: \u201ePatriot ist, wer \u2013 auch wenn er aus einem anderen Land stammt \u2013 Italien liebt, die verfassungsm\u00e4\u00dfigen Werte und Gesetze verinnerlicht, das t\u00e4gliche Leben voll auskostet und durch seine Arbeit und Sensibilit\u00e4t ein Teil davon wird, der unsere Gemeinschaft bereichert.\u201c Es ist \u201eVerfassungspatriotismus\u201c von Habermas mit anderen Worten!<\/p>\n<p>Ich bewundere, was die Kirchen seit 2015 in Deutschland \u2013 die katholische und die evangelische gemeinsam \u2013 f\u00fcr Gefl\u00fcchtete geleistet haben. Und wie die deutschen Bisch\u00f6fe im Februar 2024 gegen die AfD auftraten. Das erinnert an die Enzyklika\u00a0Mit brennender Sorge\u00a0von 1937. Was hatte Papst Pius XI. damals bewogen? Zwar standen das Konkordat und die Freiheit der Kirche im Mittelpunkt, doch wurden die Gefahren des Rassismus und der Zerst\u00f6rung der Institutionen durch die NS-Ideologie klar benannt. Christ zu sein, hei\u00dft \u201eFratelli tutti\u201c zu sein \u2013 nicht nur mit Worten, sondern durch konkrete Taten. Es ist sicherlich nicht einfach. Unsere Pflicht ist es aber, es zu versuchen \u2026\u00a0\u201eIl n\u2019y a pas d\u2019amour, il n\u2019y a que des preuves d\u2019amour\u201c\u00a0(\u201eEs gibt keine Liebe, es gibt nur Beweise f\u00fcr Liebe\u201c), wie wir auf Franz\u00f6sisch sagen (Pierre Reverdy).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Meine Dankbarkeit f\u00fcr die Botschaft von Papst Franziskus \u00fcber die Umwelt<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Erlauben Sie mir bitte, einen zweiten Punkt zu erw\u00e4hnen.<\/p>\n<p>Als Mutter von drei Kindern und als Co-Vorsitzende einer franz\u00f6sisch-britischen Initiative f\u00fcr die Finanzierung des Naturschutzes (IAPB) sch\u00e4tze ich die Stellungnahmen von Papst Franziskus besonders. Mit\u00a0Laudato si\u2019\u00a0(2015) und\u00a0Laudate Deum\u00a0(2023) erinnert er uns: Der Mensch ist nicht \u201eBesitzer oder Herr der Natur\u201c, sondern Teil von ihr. Das ist eine besondere Botschaft, da doch die Bibel sagt, der Mensch solle die Erde \u201ebeherrschen\u201c (vgl. Gen 1,28). Sie sagt aber auch, dass wir verg\u00e4nglich sind, dass wir \u201enur Staub\u201c sind (vgl. Gen\u00a02\u20137).<br \/>\nHier wird wieder das Spannungsverh\u00e4ltnis der Liebe (des Respekts) und der Macht deutlich. Wir m\u00fcssen uns von dem Modell des dominierenden Menschen verabschieden und aufh\u00f6ren, die Natur auszubeuten, was oft bedeutet, auch arme Menschen auszubeuten. Nur was sich regeneriert, kann Leben sch\u00fctzen. Nur was geteilt wird, schafft Freude. Papst Franziskus gab uns ein positives, fr\u00f6hliches Bild der \u00d6kologie, das vom heiligen Franziskus, der mit den V\u00f6geln und dem Wolf sprach und die Natur genoss. In einer Zeit, in der der Kampf gegen den Klimawandel in der politischen Debatte ignoriert, oder gar verspottet wird, ist es besonders wichtig, sich an die Botschaft von Papst Franziskus f\u00fcr eine \u201eintegrale Entwicklung\u201c zu erinnern, integral weil es sowohl die Natur als auch die Menschen betrifft.<\/p>\n<p>Die Leugnung wissenschaftlicher Fakten \u2013 wie in den USA und in manchen europ\u00e4ischen Parteien und Wirtschaftskreisen \u2013 k\u00f6nnte schlimme Konsequenzen haben. Klimawandel ist eine Realit\u00e4t. Der\u00a0Living Planet Report 2024\u00a0des WWF zeigt einen erschreckenden R\u00fcckgang der Wildtierpopulationen um durchschnittlich 73 % seit 1970 und unterstreicht die dringenden Umweltkrisen sowie die Notwendigkeit sofortigen Handelns. Ich kann hier nicht ausf\u00fchrlicher sein, aber es ist eine gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderung, nicht nur eine \u00f6kologische.<\/p>\n<p>Wissenschaft darf nicht ignoriert werden. Europa hat hier eine besondere Verantwortung: Hier wurden die ersten Universit\u00e4ten gegr\u00fcndet (Bologna, Sorbonne, Heidelberg). Hier entstand die Aufkl\u00e4rung, die der Vernunft eine zentrale Rolle zuweist. Heute h\u00f6rten wir oft Bedauern dar\u00fcber, dass unsere Vorg\u00e4nger nicht \u201estrategisch\u201c genug \u00fcber Abh\u00e4ngigkeiten \u2013 von russischem Gas, von amerikanischer milit\u00e4rischer Unterst\u00fctzung \u2013 nachgedacht haben. Aber sind wir wirklich klarer?<\/p>\n<p>Im Namen eines eingeschr\u00e4nkten Verst\u00e4ndnisses von \u201eWettbewerbsf\u00e4higkeit\u201c leugnen wir die Abh\u00e4ngigkeit der Menschheit von der Natur, ignorieren die Herausforderungen des Klimawandels \u2013 obwohl Wassermangel und Artensterben dramatisch zunehmen.<\/p>\n<p>Permanent auf EU-Regelungen zu schimpfen, ist unverantwortlich. Ja, Normen m\u00fcssen pr\u00e4zise gefasst sein, aber sie sind es, die die Schwachen sch\u00fctzen. Und es kommt dazu, dass L\u00f6sungen zur Bew\u00e4ltigung der \u00f6kologischen Transformation existieren, etwa die regenerative Landwirtschaft oder Kreislaufwirtschaft.<\/p>\n<p>Technologie kann helfen, nat\u00fcrliche Ressourcen besser zu verwalten (ein Beispiel ist die Gr\u00fcndung der Landbanking Group hier in Bayern, um die Qualit\u00e4t der Erde zu messen).<\/p>\n<p>Und weniger Konsum w\u00fcrde unseren Gesellschaften und unseren Seelen und K\u00f6rpern guttun.<\/p>\n<p>Die christliche Soziallehre sieht die universelle Bestimmung der G\u00fcter vor: Die Konzentration von Reichtum in den H\u00e4nden weniger ist nicht nur sozial ungerecht \u2013 wir sehen die Folgen f\u00fcr die Umwelt und f\u00fcr die Demokratie: In Russland unterst\u00fctzen Oligarchen die Willk\u00fcr. In den USA handeln im Bund diejenigen, die bereits den gr\u00f6\u00dften Teil der Wirtschaft kontrollieren und \u00fcber kolossale Kapitalanteile verf\u00fcgen. In Frankreich kaufen Milliard\u00e4re wie Vincent Bollor\u00e9 oder Pierre-Edouard St\u00e9rin Medien, um ihre dunkle Propaganda zu verbreiten \u2013 und welche Tarnung benutzen sie? Die der \u201echristlichen Identit\u00e4t\u201c und der \u201eTradition\u201c.<\/p>\n<p>Deshalb sind wir aufgefordert, f\u00fcr die Natur, f\u00fcr die Menschen Widerstand zu leisten.<\/p>\n<p>Menschen \u2026 also \u201eM\u00e4nner\u00a0und\u00a0Frauen\u201c, wenn ich so sagen darf.<\/p>\n<p>Damit diese Preisverleihung nicht zu langweilig wird, m\u00f6chte ich ein Thema ansprechen, bei dem die Kirche mehr leisten k\u00f6nnte \u2013 um es diplomatisch zu sagen. Nicht nur den Frauen zuliebe, sondern auch im eigenen Interesse und zugunsten der ganzen Gesellschaft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Die Kirche und die Frauen<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Lassen Sie mich mit Ihnen in die Alte Pinakothek in M\u00fcnchen gehen. In Eustache Le Sueurs wundersch\u00f6nem Gem\u00e4lde\u00a0Christus im Hause der Martha\u00a0(1654) zeigt Jesus Maria den Himmel: Sie habe Besseres zu tun, als sich nur um das Essen zu k\u00fcmmern (vgl. Lk\u00a010,38\u201342).<br \/>\n\u201eDas H\u00f6here\u201c ist auch f\u00fcr die Frauen. Auch sie d\u00fcrfen \u201enach dem, was im Himmel ist\u201c streben (vgl. Kol\u00a03,1\u201317). Nichts im Evangelium rechtfertigt, dass Frauen als Menschen zweiter Klasse gelten, dass man ihnen die Selbstbestimmung \u00fcber ihren eigenen K\u00f6rper vorenth\u00e4lt und sie in der Kirche nur untergeordnete Rollen spielen d\u00fcrfen. Es reicht nicht, in der Liturgie seit kurzem \u201eBr\u00fcder und Schwestern\u201c zu sagen, ohne das System zu \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Wenn die Kirchen in Europa leer sind, wenn die Wiegen leer sind \u2013 sollte dann nicht endlich die Zeit gekommen sein, liebe Herren in Politik und Kirche, sich ein paar Fragen zu stellen? Wer glaubt, dass die Frauen weiter eine Doppelbelastung ertragen werden, denn meistens haben sie eine Erwerbsarbeit und schultern gleichzeitig den Gro\u00dfteil der Care-Arbeit (Haushalt, Kindererziehung, Begleitung der alten Eltern)? Warum ist \u201eWokismus\u201c der neue Buhmann, der neue Beelzebub? Sind wir wirklich\u00a0zu weit gegangen\u00a0auf dem Weg zur Gleichheit, wie Konservative \u2013 einschlie\u00dflich mancher Frauen \u00fcbrigens \u2013 behaupten?<\/p>\n<p>Nein, und jeder kann es selbst verstehen. Zwei konkrete Beispiele:<\/p>\n<p>Erstes Beispiel: Gewalt gegen Frauen ist kein Ph\u00e4nomen \u201everwirrter\u201c M\u00e4nner. Der Prozess gegen den Ehemann von Frau Pelicot in Frankreich hat es z. B. gezeigt: In einem ruhigen provenzalischen Dorf fanden sich hundert M\u00e4nner bereit, eine mit Beruhigungsmitteln sedierte Frau in Anwesenheit ihres Ehemanns zu vergewaltigen. Unsere Gesellschaft hat ein systemisches Problem, und sie weigert sich, dieses anzugehen. Und das ist nichts Neues. Schauen wir uns ein weiteres Gem\u00e4lde in der Pinakothek an: Van Dycks\u00a0Susanna und die beiden Alten\u00a0(1622\/23). Sehen Sie die gierigen Blicke der beiden M\u00e4nner und die Furcht der jungen Frau? Viele Frauen zwischen 15 und 55 erleben diese Angst t\u00e4glich. 400 Jahre vor #MeToo warnte schon Van Dyck vor sexueller Gewalt.<\/p>\n<p>Warum steht die Kirche nicht viel deutlicher an der Seite der leidenden Frauen und der Opfer?<\/p>\n<p>Was passiert, wenn eine arme Susanna \u2013 wie die meisten Gefl\u00fcchteten \u2013 nach einer Vergewaltigung schwanger wird? Wenn andere bei uns verf\u00fchrt werden, und im Stich gelassen? Antwortet die Kirche mit Mitleid und Barmherzigkeit? Zu viele Frauen erleiden Gewalt, manchmal sogar im eigenen Haus, vor den Augen ihrer Kinder. Hunderte sterben jedes Jahr, vom Ehemann oder von Freunden ermordet, jedes Jahr in jedem EU-Staat: nach Eurostat im EU-Durchschnitt 4,1 Frauen pro 1 Mio. Einwohner. 2023 waren es in Deutschland 253 Frauen; in Frankreich waren es 137; in Italien 96 usw. Ich w\u00fcnsche mir, dass die Kirche \u00f6fter mit voller Kraft an ihrer Seite steht, dass sie lauter und klarer \u00fcber die Verantwortung der T\u00e4ter spricht.<\/p>\n<p>Und noch dazu: Was sind diese \u201eEin-Eltern-Familien\u201c, wie die Verwaltung sie beschreibt? In den meisten F\u00e4llen eine Familie mit einem abwesenden\u00a0Vater. Ein Mann, der geflohen ist.<\/p>\n<p>Es geht um 1 von 4 \u201eFamilien\u201c in Frankreich, und 41 % der Kinder in diesen Familien erleben Armut. Abgesehen von den finanziellen Aspekten dokumentieren oft Richter, Anw\u00e4lte und Sozialarbeiter, welche Folgen die Abwesenheit des Vaters f\u00fcr das Leben der Kinder hat.<\/p>\n<p>Zweites Beispiel: Ungleichheit am Arbeitsplatz. Immer noch haben Frauen prek\u00e4re Jobs und erhalten geringere L\u00f6hne (2024: 37 % Gender-Pay-Gap, laut FAZ). Warum? Weil M\u00e4nner sich die m\u00e4chtigsten, bestbezahlten Positionen selbst vorbehalten.<\/p>\n<p>Darauf zu antworten, wie die rechtsextremen Parteien es tun, dass Nicht-Diskriminierung und Gleichberechtigung \u201ewoke Obsessionen\u201c seien, macht keinen Sinn. Sie abzulehnen, f\u00fchrt zu einer Verschwendung von Talenten und zu einer r\u00fcckl\u00e4ufigen Demographie, denn Politiker (und die Kirche) bem\u00fchen sich nicht darum, die Ungerechtigkeiten, die Frauen widerfahren, zu ver\u00e4ndern, sie interessieren sich nicht f\u00fcr ihr Leiden.<\/p>\n<p>Die Kirche k\u00f6nnte den Kampf f\u00fcr Frauen zur Priorit\u00e4t machen. Doch sie will diese Realit\u00e4t nicht wahrhaben. Ist ihre Struktur nicht zu patriarchal? Hat sie von den Untersuchungskommissionen \u00fcber sexuellen Missbrauch wie z. B. der\u00a0CIASE\u00a0in Frankreich etwas gelernt? Die vertikale,\u00a0male only-Organisation, der Mangel an Transparenz haben sicherlich dazu beigetragen, dass so viele Kinder missbraucht wurden. Gebot der Liebe versus Gebot der Macht \u2013 wollen wir nicht endlich etwas im System \u00e4ndern?<\/p>\n<p>In Frankreich erfuhren wir 2025, dass in einer katholischen Schule in den Pyren\u00e4en \u2013 wo die Kinder des ehemaligen Premierministers Bayrou eingeschult waren \u2013 gewaltt\u00e4tige Erziehungsmethoden praktiziert wurden. Sexuelle Gewalt und \u201eeinfache Gewalt\u201c \u2013 Kinder, die gezwungen wurden, als Strafe im Winter die Nacht drau\u00dfen zu verbringen. Er selbst habe \u201enichts gesehen, nichts gewusst\u201c, so seine Verteidigung. Und die Hierarchie hat lange ignoriert, was von den ehemaligen Sch\u00fclern geschrien wurde: \u201eSie haben Ohren und h\u00f6ren nicht.\u201c<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnsche mir eine Kirche, die das Leiden der Frauen, der vernachl\u00e4ssigten Kinder, der Homosexuellen besser h\u00f6rt und ernster nimmt. Eine Kirche, die sich tiefgreifend modernisiert, anstatt Machtpositionen mit theologischen Argumenten zu rechtfertigen.<\/p>\n<p>Seit 2000 Jahren wissen wir: \u201eEs gibt nicht mehr Juden und Griechen, nicht Sklaven und Freie, nicht Mann und Frau; denn ihr alle seid eins in Christus.\u201c (Gal 3,28) Meine Hoffnung besteht darin, dass uns die Entwicklung der katholischen Soziallehre inspiriert: Manche Themen standen vor 1891 einfach nicht zur Debatte. Ab 1891 wurden sie regelm\u00e4\u00dfig besprochen und soziale Themen wurden Gegenstand von Enzykliken, wobei die betroffenen Bereiche nach und nach ausgeweitet wurden (so sind etwa die Menschenrechte nach dem Zweiten Weltkrieg Gegenstand kirchlicher Enzykliken geworden).<\/p>\n<p>Die \u201eZeit der Frauen\u201c kann kommen, sie sollte bald kommen. Letztendlich betrifft es die H\u00e4lfte der Menschheit. Und ich m\u00f6chte hier betonen, dass es sich dabei nicht um einen Kampf von Frauen f\u00fcr Frauen handelt, sondern um eine Frage, die M\u00e4nner und Frauen gemeinsam betrifft, denn sie bestimmt letztendlich die Gesellschaft, in der wir leben wollen.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens: Wer hat in den USA von Pr\u00e4sident Trump mutig gefordert, er solle Erbarmen mit Migranten und der LGBTQ+-Community haben? Eine Frau: Marianne Budde, Bisch\u00f6fin der episkopalen Di\u00f6zese Washington, die ihm 2025 \u00f6ffentlich sagte: \u201eEin Appell, Herr Pr\u00e4sident: Millionen setzen ihr Vertrauen in Sie. Sie sprachen von der sch\u00fctzenden Hand Gottes.<\/p>\n<p>Ich bitte Sie, Erbarmen zu haben mit allen Menschen in unserem Land, die Angst haben. [\u2026] Das sind schwule oder lesbische Menschen, Demokraten, Familien. Manche f\u00fcrchten um ihr Leben. Es sind Menschen, die unsere Ernte einbringen, Geb\u00e4ude reinigen, unser Geschirr waschen. [\u2026] Diese m\u00f6gen keine Staatsb\u00fcrger sein und die falschen Papiere haben. Dennoch sind die allermeisten nicht kriminell. Sie zahlen Steuern, sind gute Nachbarn, gl\u00e4ubige Mitglieder von Kirchen, Moscheen, Synagogen. Ich bitte Sie, barmherzig zu sein mit jenen, deren Kinder f\u00fcrchten, die Eltern k\u00f6nnten abgeschoben werden. Mit jenen, die vor Krieg oder Verfolgung fliehen. Gott lehrt uns, Erbarmen mit Fremden zu haben. Wir alle waren einst Fremde in diesem Land.\u201c<\/p>\n<p>Die Schwester von Blaise Pascal, Jacqueline Pascal, die Ordensschwester in der Abtei Port-Royal war, sagte im 17. Jahrhundert \u00fcber die Kontroverse um die wirksame Gnade im Jansenismus, die auch eine politische Auseinandersetzung gegen den Absolutismus des K\u00f6nigs Louis XIV. war: \u201ePuisque les \u00e9v\u00eaques ont un courage de filles, il faut bien que les filles aient un courage d\u2019\u00e9v\u00eaques\u201c. \u201eDa die Bisch\u00f6fe die Tapferkeit von M\u00e4dchen haben, m\u00fcssen ja die M\u00e4dchen die Tapferkeit eines Bischofs haben\u201c. Port-Royal wurde der einzige Ort, wo ein mutiger Widerstand gegen die Willk\u00fcr des K\u00f6nigs stattfand.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte mit einem pers\u00f6nlichen Wort schlie\u00dfen: Meine Mutter hat jahrzehntelang im Katechismus unterrichtet. Sie betonte dabei immer einen Punkt besonders, wenn sie \u00fcber das letzte Abendmahl Jesu Christi sprach, am Abend vor seinem Leiden und seinem Tod. Dieses Abendmahl war nicht nur der Moment, bei dem das Brot gebrochen und der Wein geteilt wurden, wie es jeden Sonntag erinnert wird: \u201eUnsere Religion ist die der Fu\u00dfwaschung, nicht die der Herrschaft.\u201c Daran m\u00fcssen wir uns erinnern, stets gegen die Extreme, aber auch f\u00fcr den Dienst an den Br\u00fcdern und Schwestern.<\/p>\n<p>Dieser Preis ist meiner Mutter Yvonne gewidmet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eminenz, lieber Kardinal Reinhard Marx, sehr geehrter Herr Professor Dr. Vogt, sehr geehrter Herr Dr. Budde von der Katholischen Akademie, sehr geehrte Frau Patrizia Ehret von Ordo socialis, sehr verehrte Damen und Herren, vielen Dank f\u00fcr Ihre Einladung \u2013 es freut mich sehr, heute in M\u00fcnchen zu sein. Als ich von Matthias Belafi gefragt wurde,&hellip;<\/p>","protected":false},"author":5,"featured_media":127438,"menu_order":7,"template":"","meta":{"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","footnotes":""},"class_list":["post-127450","media-library","type-media-library","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.0 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Die Zeit der Frauen kann kommen - Katholische Akademie in Bayern<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/die-zeit-der-frauen-kann-kommen\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_GB\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Die Zeit der Frauen kann kommen - Katholische Akademie in Bayern\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Eminenz, lieber Kardinal Reinhard Marx, sehr geehrter Herr Professor Dr. Vogt, sehr geehrter Herr Dr. Budde von der Katholischen Akademie, sehr geehrte Frau Patrizia Ehret von Ordo socialis, sehr verehrte Damen und Herren, vielen Dank f\u00fcr Ihre Einladung \u2013 es freut mich sehr, heute in M\u00fcnchen zu sein. Als ich von Matthias Belafi gefragt wurde,&hellip;\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/die-zeit-der-frauen-kann-kommen\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Katholische Akademie in Bayern\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Ordo-socialis_logo_2200x1238_c_Ordo_socialis.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"2200\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"1238\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Estimated reading time\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"21 minutes\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/die-zeit-der-frauen-kann-kommen\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/die-zeit-der-frauen-kann-kommen\\\/\",\"name\":\"Die Zeit der Frauen kann kommen - Katholische Akademie in Bayern\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/die-zeit-der-frauen-kann-kommen\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/die-zeit-der-frauen-kann-kommen\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Ordo-socialis_logo_2200x1238_c_Ordo_socialis.jpg\",\"datePublished\":\"2026-07-09T09:13:07+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/die-zeit-der-frauen-kann-kommen\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"en-GB\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/die-zeit-der-frauen-kann-kommen\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/die-zeit-der-frauen-kann-kommen\\\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Ordo-socialis_logo_2200x1238_c_Ordo_socialis.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Ordo-socialis_logo_2200x1238_c_Ordo_socialis.jpg\",\"width\":2200,\"height\":1238},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/die-zeit-der-frauen-kann-kommen\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Die Zeit der Frauen kann kommen\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\",\"name\":\"Katholische Akademie in Bayern\",\"description\":\"Kirche braucht Debatte: \u201ekatholisch\u201c mit Blick auf das Ganze \u2013 und \u201eakademisch\u201c im Vertrauen auf die Kraft der Argumente\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"en-GB\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#organization\",\"name\":\"Katholische Akademie in Bayern\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Menue-Logo-Home@2x.png\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Menue-Logo-Home@2x.png\",\"width\":496,\"height\":216,\"caption\":\"Katholische Akademie in Bayern\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/www.facebook.com\\\/katholische.akademie.bayern\\\/\"]}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Die Zeit der Frauen kann kommen - Katholische Akademie in Bayern","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/die-zeit-der-frauen-kann-kommen\/","og_locale":"en_GB","og_type":"article","og_title":"Die Zeit der Frauen kann kommen - Katholische Akademie in Bayern","og_description":"Eminenz, lieber Kardinal Reinhard Marx, sehr geehrter Herr Professor Dr. Vogt, sehr geehrter Herr Dr. Budde von der Katholischen Akademie, sehr geehrte Frau Patrizia Ehret von Ordo socialis, sehr verehrte Damen und Herren, vielen Dank f\u00fcr Ihre Einladung \u2013 es freut mich sehr, heute in M\u00fcnchen zu sein. Als ich von Matthias Belafi gefragt wurde,&hellip;","og_url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/die-zeit-der-frauen-kann-kommen\/","og_site_name":"Katholische Akademie in Bayern","article_publisher":"https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/","og_image":[{"width":2200,"height":1238,"url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Ordo-socialis_logo_2200x1238_c_Ordo_socialis.jpg","type":"image\/jpeg"}],"twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Estimated reading time":"21 minutes"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/die-zeit-der-frauen-kann-kommen\/","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/die-zeit-der-frauen-kann-kommen\/","name":"Die Zeit der Frauen kann kommen - Katholische Akademie in Bayern","isPartOf":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/die-zeit-der-frauen-kann-kommen\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/die-zeit-der-frauen-kann-kommen\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Ordo-socialis_logo_2200x1238_c_Ordo_socialis.jpg","datePublished":"2026-07-09T09:13:07+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/die-zeit-der-frauen-kann-kommen\/#breadcrumb"},"inLanguage":"en-GB","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/die-zeit-der-frauen-kann-kommen\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/die-zeit-der-frauen-kann-kommen\/#primaryimage","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Ordo-socialis_logo_2200x1238_c_Ordo_socialis.jpg","contentUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Ordo-socialis_logo_2200x1238_c_Ordo_socialis.jpg","width":2200,"height":1238},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/die-zeit-der-frauen-kann-kommen\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Die Zeit der Frauen kann kommen"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#website","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/","name":"Catholic Academy in Bavaria","description":"Church needs debate: \"catholic\" looking at the whole - and \"academic\" trusting in the power of arguments","publisher":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"en-GB"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#organization","name":"Catholic Academy in Bavaria","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Menue-Logo-Home@2x.png","contentUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Menue-Logo-Home@2x.png","width":496,"height":216,"caption":"Katholische Akademie in Bayern"},"image":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/"]}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/127450","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library"}],"about":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/media-library"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/127450\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":127453,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/127450\/revisions\/127453"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/127438"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=127450"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}