{"id":32048,"date":"2023-07-17T14:32:00","date_gmt":"2023-07-17T12:32:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=theozentrischer-humanismus"},"modified":"2024-12-09T13:55:02","modified_gmt":"2024-12-09T12:55:02","slug":"theozentrischer-humanismus-impulse-von-jacques-maritain-noch-heute-relevant","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/theozentrischer-humanismus-impulse-von-jacques-maritain-noch-heute-relevant\/","title":{"rendered":"Theocentric humanism"},"content":{"rendered":"<p>Ich k\u00f6nnte es f\u00fcr Sie und mich kurz und schmerzlos machen und die mir gestellte Frage: \u201eTheozentrischer Humanismus. Impulse von Jacques Maritain \u2013 noch heute relevant?\u201c mit einem schlichten \u201eNein!\u201c beantworten. Da ich aber die Moderatorin dieses Panels nicht in Verlegenheit bringen m\u00f6chte, will ich es nicht dabei belassen und versuchen, in der mir zur Verf\u00fcgung stehenden halben Stunde eine etwas differenziertere Antwort zu entwickeln.<\/p>\n<h3>Wirkungsgeschichtliche Aspekte<\/h3>\n<p>Deswegen ist dieses \u201eNein\u201c auf die Frage: \u201eMaritain \u2013 heute noch relevant?\u201c bitte auch so zu verstehen, dass wir ihn bzw. seine Texte heutzutage nicht einfach umstandslos 1:1 rezipieren k\u00f6nnen, sondern immer in dem Kontext seiner Biografie und seiner Zeit anschauen m\u00fcssen. Das ist nat\u00fcrlich in gewisser Weise banal, das sollte man immer tun. Aber es gibt eben Autorinnen und Autoren, da ist die Einbeziehung des Kontextes ganz besonders wichtig, und dazu geh\u00f6rt f\u00fcr mich ohne Zweifel Maritain. Das ist auch deshalb so, weil Maritain nach meinem Daf\u00fcrhalten weniger theoriegeschichtlich relevant und interessant ist als vielmehr wirkungsgeschichtlich. Was meine ich damit?<\/p>\n<p>Maritains Denken ist ganz in den Bahnen seiner Zeit verlaufen und dort auch weitestgehend verblieben; und das hei\u00dft in seinem Fall: in den Bahnen der Neuscholastik und des Neuthomismus. Wobei Maritains Neuthomismus klar unterschieden werden muss von anderen Spielarten, die dem Thomismus wirklich ein neues theoretisch-konzeptuelles Framing gegeben haben, wie vor allem der Transzendentalthomismus Joseph Mar\u00e9chals. Maritain ist im Grunde im traditionellen Thomismus geblieben; Herbert Schmidinger hat ihn v\u00f6llig zu Recht als einen \u201egeradezu w\u00fctenden und fanatischen Thomisten\u201c bezeichnet.<\/p>\n<p>Dieser Maritain begegnet nicht nur in seinen fr\u00fchen Schriften, etwa in dem Buch Antimoderne von 1922, geschrieben zu einer Zeit, in der er noch der ultranationalistischen und monarchistischen\u00a0Action fran\u00e7aise\u00a0nahestand. Er begegnet auch in seinem Sp\u00e4twerk\u00a0Le Paysan de la Garonne, in dem 1966 der inzwischen 84-J\u00e4hrige sich selbst in die Rolle des w\u00fctenden Bauern von der Garonne begab, und aus der Attit\u00fcde des schlichten, orthodoxen Glaubens heraus gegen den \u201eTeilhardismus\u201c wetterte, also gegen das seiner Meinung nach von Teilhard de Chardin in die Welt gesetzte \u201eb\u00f6se Fieber der Weltverehrung\u201c, das er bei den \u201eneuen Modernisten\u201c in der Theologie diagnostizierte. \u201eSie h\u00f6ren kaum das Wort \u201aWelt\u2018 und schon leuchten ihre Augen in ekstatischem Feuer\u201c, schreibt Maritain dort. Und zugleich, so sein Vorwurf, w\u00fcrden sie zentrale Glaubenswahrheiten wie die Auferstehung oder die Erbs\u00fcnde zu historischen Mythen und damit zu \u201e\u00e4therischen Resten einer babylonischen Bilderwelt\u201c umdeuten.<\/p>\n<p>Angeblich, so schrieb es der\u00a0SPIEGEL\u00a01969 unter Berufung auf namentlich nicht genannte Kurienpr\u00e4laten, habe Papst Paul VI. seinen Eifer f\u00fcr die Reform der Kirche nach der Lekt\u00fcre von\u00a0Le Paysan de la Garonne\u00a0endg\u00fcltig aufgegeben.<\/p>\n<h3>Die Dialektik des anthropozentrischen Humanismus<\/h3>\n<p>Trotzdem haben mich die Veranstalter*innen eingeladen, \u00fcber Maritain zu sprechen. Das hat einen guten Grund. Denn das Thema dieses Symposiums sind der Humanismus und seine Anfechtungen im Post- und Transhumanismus. Und in der Tat hat Jacques Maritain in den drei\u00dfiger Jahren des letzten Jahrhunderts ein bedeutsames Konzept eines \u201echristlichen Humanismus\u201c, oder wie er es vorzugsweise genannt hat: eines integralen Humanismus (humanisme int\u00e9gral) vorgelegt. Anlass war auch f\u00fcr ihn die Infragestellung und zwar die ganz konkrete Infragestellung des Humanismus in den Ideologien und in den Regimen des Faschismus, des Nationalsozialismus und des Sowjetkommunismus. Den Grund f\u00fcr das Scheitern des Humanismus in diesen totalit\u00e4ren Regimen sah Maritain in dem Versuch der Moderne, einen Humanismus ohne Gott zu entwickeln, einen Humanismus, in dem der Mensch sich selbst an die Stelle Gottes gesetzt hat. Er sprach in diesem Zusammenhang auch von der \u201eDialektik des anthropozentrischen Humanismus\u201c.<\/p>\n<p>Was er damit meint, m\u00f6chte ich Maritain in seinen eigenen Worten sagen lassen: \u201eDer Mensch verga\u00df, dass Gott es ist, der in der Ordnung des Seins und des Guten die erste Initiative hat und unsere Freiheit belebt [&#8230;]. Seine Aufw\u00e4rtsbewegung musste also seitdem getrennt werden von dem Herabkommen der Gnade, weshalb das in Frage stehende Zeitalter ein Zeitalter des Dualismus, der Aufl\u00f6sung, der Entzweiung war, ein humanistisches, von der Menschwerdung getrenntes Zeitalter, in dem der Fortschritt als Kraft einen schicksalhaften Charakter annehmen und selbst zur Zerst\u00f6rung des Menschlichen beitragen sollte. Kurz gesagt, bestand das Grund\u00fcbel des anthropozentrischen Humanismus darin, dass er anthropozentrisch war und nicht Humanismus.\u201c<\/p>\n<p>Nun hatte ich ja schon gesagt, dass Maritain ganz dem neuscholastischen Denken verhaftet war. So verwundert es nicht, dass er f\u00fcr den anthropozentrischen Humanismus auch die \u2013 aus Sicht der Neuscholastik \u2013 \u00fcblichen Verd\u00e4chtigen verantwortlich macht: \u201eden Geist der Renaissance und den Geist der Reformation in erster Linie\u201c. Und dann nat\u00fcrlich die neuzeitliche Philosophie des Rationalismus und Idealismus. Auch dazu ein O-Ton Maritains: Unter der \u00dcberschrift \u201edie Trag\u00f6die des Menschen\u201c schreibt er: \u201eVon Seiten des Menschen kann man feststellen, dass der Rationalismus gleich zu Beginn der Neuzeit zuerst mit Descartes, dann mit Rousseau und Kant, ein erhabenes und gl\u00e4nzendes, unzerbrechliches Bild der menschlichen Pers\u00f6nlichkeit entworfen hatte, das eifers\u00fcchtig auf seine Immanenz und seine Autonomie bedacht war und letzten Endes seinem Wesen nach auch gut. Gerade im Namen der Rechte und der Autonomie dieser Pers\u00f6nlichkeit hatte die rationalistische Polemik jede von au\u00dfen kommende Einmischung in dieses vollkommene und geheiligte Universum verdammt [&#8230;]. In wenig mehr als einem Jahrhundert aber ist diese stolze anthropozentrische Pers\u00f6nlichkeit in Gefahr gekommen und rasch dadurch ersch\u00f6pft worden, dass sie in die Aufl\u00f6sung ihrer materiellen Elemente mit hineingezogen wurde.\u201c<\/p>\n<p>Diese Aufl\u00f6sung der materiellen Elemente hat sich f\u00fcr Maritain mit zwei entscheidenden St\u00f6\u00dfen vollzogen. Der erste Sto\u00df \u2013 das d\u00fcrfte jetzt nicht mehr allzu \u00fcberraschend sein \u2013 war seiner Ansicht nach die Darwin\u2018sche Evolutionstheorie, der zweite Sto\u00df die Freud\u2019sche Psychoanalyse. In diesem Zusammenhang noch ein letztes Zitat: \u201eNach allen Aufl\u00f6sungen und Dualismen des Zeitalters eines anthropozentrischen Humanismus, das gekennzeichnet ist durch die Trennung und den Gegensatz von Natur und Gnade, von Glauben und Vernunft, von Liebe und Erkenntnis und \u2013 im Bereiche des Gem\u00fctslebens \u2013 von Liebe und Sinnlichkeit, wohnen wir hier einer Zerstreuung, einer endg\u00fcltigen Zersetzung bei. Dies hindert aber das menschliche Wesen keineswegs, mehr als je zuvor die unumschr\u00e4nkte Herrschaft zu beanspruchen.\u201c Und genau hierin liegt f\u00fcr Maritain dann nat\u00fcrlich auch die Saat des Totalitarismus.<\/p>\n<p>Diese wenigen Zitate sollten auch hinreichend genug illustrieren, was aus heutiger Sicht problematisch an Maritain ist. Wobei \u2013 noch einmal: im Kontext seiner Zeit betrachtet, ist das nat\u00fcrlich anders zu bewerten. Dieser kulturpessimistische Blick auf das neuzeitliche Denken, der findet sich in dieser Zeit ja auch bei anderen Autor*innen aus ganz anderen Richtungen. Die \u201eDialektik des Humanismus\u201c bei Maritain hat nicht nur von der Begrifflichkeit her \u00c4hnlichkeit mit der \u201eDialektik der Aufkl\u00e4rung\u201c. Wenn es bei Adorno und Horkheimer hei\u00dft: \u201eSeit je hat Aufkl\u00e4rung [&#8230;] das Ziel verfolgt, von den Menschen die Furcht zu nehmen und sie als Herren einzusetzen. Aber die vollends aufgekl\u00e4rte Erde strahlt im Zeichen triumphalen Unheils\u201c \u2013 dann ist das in wesentlichen Aspekten nicht so weit entfernt von der Zeitdiagnose Maritains.<\/p>\n<p>Aber auch wenn die Diagnose \u00e4hnlich sein mag, ist die Therapie bei Maritain freilich eine g\u00e4nzlich andere. Und zwar stellt er dem zuvor dekonstruierten \u201eanthropozentrischen Humanismus\u201c sein eigenes Konzept entgegen: \u201eHumanismus, aber theozentrischer Humanismus, der dort verwurzelt ist, wo der Mensch seine Wurzeln hat, integraler Humanismus, Humanismus der \u00adMenschwerdung\u201c. Er spricht auch von einem \u201ewahrhaft christlichen Humanismus\u201c, der anerkennt, \u201edass Gott der Mittelpunkt des Menschen ist. Er schlie\u00dft die christliche Auffassung vom s\u00fcndigen und erl\u00f6sten Menschen ebenso ein wie die christliche Auffassung von Gnade und Freiheit.\u201c Es wird also sozusagen alles wieder reintegriert in den Humanismus, was von der neuzeitlichen Philosophie ausgeschlossen worden ist, insbesondere eben die nach Maritains \u00dcberzeugung impliziten<br \/>\nchristlichen und theologischen Voraussetzungen.<\/p>\n<p>Wohl aber \u2013 und das ist nun ganz zentral f\u00fcr die W\u00fcrdigung seines Werks \u2013 \u00fcberschreitet Maritain die Grenzen der engen und bisweilen engstirnigen Neuscholastik, indem er versucht sein Konzept Pluralismus-konform auszugestalten. Auch das ist eine Reaktion auf die Erfahrung der totalit\u00e4ren Ideologien. Naturrechtliche Sozialphilosophien haben zwei zentrale Voraussetzungen, ohne die sie gar nicht funktionieren: Sie gehen von einer Einheit des Gemeinwesens und von einer stabilen sozialen Ordnung aus. Beides l\u00f6st sich in den totalit\u00e4ren Regimen auf. Die gesellschaftliche Einheit wird im Totalitarismus entstellt zu einer unmenschlichen Uniformit\u00e4t, die alle Vielfalt erstickt. Die soziale Ordnung wird aufgel\u00f6st zugunsten der Idee einer permanenten Revolution. Diese schockierende Erfahrung bewegt Maritain nun dazu, nicht mehr, wie die traditionelle thomistische Neuscholastik, das Gemeinwohl zum zentralen Prinzip seiner Sozialphilosophie zu machen, sondern die Personalit\u00e4t des Menschen als Kernst\u00fcck des integralen Humanismus.<\/p>\n<p>Er spricht in diesem Zusammenhang auch von dem Ideal eines \u201eneuen Christentums\u201c: \u201eWir sind der Meinung, dass das historische Ideal eines neuen Christentums, einer neuen zeitlichen Lebensordnung christlicher Art, gerade durch ihre Gr\u00fcndung auf die gleichen Grunds\u00e4tze (jedoch in analoger Anwendung) wie die des mittelalterlichen Christentums eine profane christliche und nicht sakrale christliche Auffassung vom Zeitlichen bedeuten w\u00fcrde. [\u2026] Es w\u00fcrde dies nicht mehr die Idee des Heiligen R\u00f6mischen Reiches sein, die Gott \u00fcber alle Dinge herrschen l\u00e4sst, \u2013 es w\u00e4re vielmehr die Idee der heiligen Freiheit der Kreatur, nach der die Gnade mit Gott eint.\u201c<\/p>\n<p>Damit nimmt Martain zwei wesentliche Modifikationen an der \u00fcberkommenen neuscholastischen Sozialphilosophie vor: Erstens vollzieht er einen Shift vom Gemeinwohl- zum Personalprinzip. Zweitens trennt er klar zwischen \u00fcberzeitlicher und zeitlicher Ordnung, was auch die Anerkennung einer Autonomie des Zeitlichen impliziert. Beides hat weitreichende Konsequenzen, sowohl ekklesiologisch als auch politisch. Darauf wird noch zur\u00fcckzukommen sein.<\/p>\n<h3>Die Br\u00fccke in die freiheitliche Moderne<\/h3>\n<p>Trotzdem bleibe ich bei meiner Ausgangsthese: Theoretisch ist dieses Humanismus-Konzept letztlich unbefriedigend, weil eine wirkliche und differenzierte Auseinandersetzung mit dem neuzeitlichen Freiheits- und Autonomiedenken gar nicht stattfindet. Diese Auseinandersetzung wollte Maritain aber auch gar nicht, sondern er hat seinen Humanismus ausdr\u00fccklich von dem behaupteten Gegensatz zwischen Theozentrik und Anthropozentrik her entworfen. Und das ist eine Position, die damals schon orthodox war, die heutzutage aber f\u00fcr die theologische Ethik schlicht obsolet ist.<\/p>\n<p>Aber gerade dieser Malus in der Theoriegeschichte, dass Maritain eben ein Gralsh\u00fcter der Orthodoxie war, das war die entscheidende Voraussetzung daf\u00fcr, dass er in der Wirkungsgeschichte so eminent bedeutsam werden konnte. Denn was in theoretischer Perspektive eine Inkonsistenz war, zeitigte in praktischer Hinsicht einen geradezu fulminante Erfolg, weil Maritain mit seinem Werk f\u00fcr den im Antimodernismus und Antiliberalismus feststeckenden Katholizismus eine gangbare Br\u00fccke in die freiheitliche Moderne baute \u2013 und zwar gangbar nicht nur f\u00fcr linke, f\u00fcr liberale Katholik*innen \u2013 die hatten mit der Moderne ohnehin nicht das Problem \u2013 sondern auch f\u00fcr konservative, f\u00fcr Kulturkampf-Katholiken.<\/p>\n<p>Das m\u00fcssen wir uns ja in Erinnerung rufen: Die katholische Kirche war im 19. Jahrhundert gegen den Liberalismus, gegen die Demokratie und gegen die Idee der Menschenrechte. Das hatte mit der Franz\u00f6sischen Revolution zu tun und damit, dass die Deklaration der Menschenrechte in Europa in diesem Kontext erfolgte. Das hatte auch damit zu tun, dass die Liberalen und die Demokraten im 19. Jahrhundert meistens antiklerikal waren. Aber diese Konflikte waren in erster Linie machtpolitischer und nicht etwa kultureller Natur. Und genau das hat Maritain auf auch f\u00fcr konservative Katholik*innen sehr vertr\u00e4gliche Weise verdeutlicht, weil er eben Freiheitsordnung, Demokratie und Menschenrechte aus dem Horizont des Christentums heraus rekonstruiert und begr\u00fcndet hat. Theoretisch ist das ziemlich verquer, wenn er sagt: Freiheit ja, aber ich vertrete kein \u201eliberales Freiheitskonzept\u201c, sondern ein \u201echristliches, gemeinwohlorientiertes Freiheitsverst\u00e4ndnis\u201c. Ich bin f\u00fcr die Demokratie, aber nicht f\u00fcr die \u201erelativistische Demokratie\u201c, sondern f\u00fcr eine \u201echristliche Demokratie\u201c. Ich bin f\u00fcr die Menschenrechte, lehne aber den \u201emenschenrechtlichen Rechtspositivismus\u201c ab und vertrete \u201enaturrechtlich begr\u00fcndete\u201c Menschenrechte.<\/p>\n<p>Dieses ganze Konzept von Maritain l\u00e4uft in dem Gedanken zusammen, dass der integrale Humanismus eben nicht in einem \u201eliberalen Individualismus\u201c, sondern in einem \u201echristlichen Personalismus\u201c gr\u00fcndet. Das sind aber letztlich alles so auf die Spitze getriebene Gegens\u00e4tze, wo der vermeintliche Gegner zu einem karikaturesk \u00fcberzeichneten Popanz aufgebaut wird, um dann mit einem dialektischen Taschenspielertrick zu dem gew\u00fcnschten Ergebnis zu kommen: zum integralen Humanismus, zum Personalismus \u2013 aus dem dann, wie aus einem Taufbecken, die ganzen f\u00fcr den seinerzeitigen Katholizismus so unvertr\u00e4glichen modernistischen Werte wie Freiheit und Menschenrechte, Individualismus und Pluralismus von ihrer Urs\u00fcnde gereinigt wieder aufsteigen.<\/p>\n<p>Je l\u00e4nger man dar\u00fcber nachdenkt, desto mehr schwirrt einem der Kopf von diesen Hakenschl\u00e4gen. Aber geschenkt: Der wirkungsgeschichtliche Impact von diesem Konzept Maritains war fulminant. Gro\u00dfe Teile der katholischen Eliten in Kirche und Gesellschaft sind in der Nachkriegszeit durch seine Texte und Gedanken beeinflusst worden. Das hatte auch damit zu tun, dass er nicht nur ein Intellektueller war, sondern an entscheidenden Stellen auch mittelbar eine politische Rolle spielte.<\/p>\n<p>Kirchlich ist hier seine besondere Verbindung zu Giovanni Montini, Papst Paul VI., zu nennen. Die beiden kannten sich seit Mitte der Zwanziger Jahre. Montini hatte die italienische \u00dcbersetzung von Maritains Buche\u00a0Trois R\u00e9formateurs\u00a0angefertigt und ein Vorwort zu\u00a0Humanisme int\u00e9gral\u00a0geschrieben. Von 1945 bis 1948 war Maritain franz\u00f6sischer Botschafter am Heiligen Stuhl und traf sich fast jede Woche mit Montini zum philosophischen T\u00eate-\u00e0-T\u00eate. \u00dcber diese Verbindung wird Maritains Denken ein ma\u00dfgeblicher Einfluss auf das Zweite Vatikanische Konzil zugeschrieben, namentlich auf die Pastoralkonstitution und die Erkl\u00e4rung zur Religionsfreiheit.<\/p>\n<h3>Maritains politischer Einfluss<\/h3>\n<p>Politisch bedeutsam ist, dass Maritain die Leitung der franz\u00f6sischen Delegation bei einem UNESCO-Projekt innehatte, das die Vorbereitungen der Allgemeinen Erkl\u00e4rung der Menschenrechte begleitete. Wobei mir bei meinen Recherchen nicht klar geworden ist, wie gro\u00df sein Einfluss auf die letztlich beschlossene Menschenrechtserkl\u00e4rung war. Ich habe insbesondere nichts gefunden \u00fcber die Verbindung und einen Austausch von Maritain und Ren\u00e9 Cassin, der als franz\u00f6sischer UN-Botschafter ganz ma\u00dfgeblich den Text der Menschenrechtserkl\u00e4rung verfasst hatte. Es ist aber nat\u00fcrlich sehr wahrscheinlich, dass die beiden sich als Kollegen im diplomatischen Dienst gekannt und in irgendeiner Weise ausgetauscht haben \u00fcber dieses gro\u00dfe Vorhaben, an dem sie beide an verschiedenen Stellen beteiligt waren.<\/p>\n<p>Der gr\u00f6\u00dfte mittelbare politische Einfluss, den Maritain ausge\u00fcbt hat, ist aber wohl, dass der christliche Personalismus, dessen wichtigster Vertreter er seinerzeit gewesen ist, der ideengeschichtliche Taufpate f\u00fcr die Christdemokratie gewesen ist, nicht nur in Europa, sondern auch in Lateinamerika. Es hatte zuvor von Pr\u00e4laten gef\u00fchrte katholische Parteien gegeben, die im Zweifel immer als eine Interessenpartei der Kirche agiert haben. In Deutschland denken wir in diesem Zusammenhang nat\u00fcrlich an das Reichskonkordat und die Zustimmung der Zentrumspartei zum Erm\u00e4chtigungsgesetz 1933.<\/p>\n<p>Einen solchen politischen Opportunismus hat Maritain scharf abgelehnt. F\u00fcr ihn war klar: Mit einem menschenverachtenden Regime darf man keine faulen Kompromisse eingehen, nur um den Hals der Kirche zu retten. Das ist eine Haltung, die bei ihm sehr klar nachvollzogen werden kann mit Blick auf den spanischen B\u00fcrgerkrieg. Der wurde in Frankreich mit gro\u00dfem Interesse und gro\u00dfer Anteilnahme verfolgt \u2013 auch weil die politische Spaltung zwischen einer starken antiklerikalen Linken und einer nationalistischen Rechten in Frankreich \u00e4hnlich war und manche die Bef\u00fcrchtung hatten, auch Frankreich k\u00f6nne in einen solchen blutigen B\u00fcrgerkrieg abgleiten.<\/p>\n<p>Und die konservativen franz\u00f6sischen Katholik*innen standen selbstverst\u00e4ndlich auf der Seite der Putschisten um General Franco. Man hatte mit Entsetzen von den Folterungen und Morden an Priestern und von Vergewaltigungen von Nonnen durch die Anarchisten in Barcelona geh\u00f6rt. Auch republikanische Milizen brandschatzten und mordeten immer wieder in Kl\u00f6stern und Kirchen. Die spanischen Bisch\u00f6fe nannten Francos Putsch gegen die Volksfront-Regierung deshalb einen Kreuzzug. Das war auch die Position vieler franz\u00f6sischer Katholiken, anf\u00e4nglich auch die von Maritain. Aber das hat er sehr schnell korrigiert, als er gesehen hat, welche Verbrechen auch die Nationalisten begangen; bereits im Sommer 1936 das Massaker franquistischer Truppen in Badajoz oder die Bombardierung von Wohngebieten in Madrid im November 1936. Dagegen protestierte Maritain gemeinsam mit anderen Intellektuellen \u00f6ffentlich. Genauso wie gegen die Zerst\u00f6rung der baskischen Stadt Guernica durch die deutsche Luftwaffe am 26. April 1937.<\/p>\n<p>Diese \u00f6ffentlichen Stellungnahmen waren Gegenstand erheblicher Auseinandersetzungen unter franz\u00f6sischen Katholik*innen, von denen viele eben der \u00dcberzeugung waren, dass, wenn die Republikaner den B\u00fcrgerkrieg gewinnen w\u00fcrden, dies das Ende der Kirche in Spanien bedeuten w\u00fcrde. Das war keine unrealistische Perspektive. Aber trotzdem haben Maritain und seine Freunde dieser Position entschieden widersprochen und gesagt: Wenn es um das Leben unschuldiger Zivilist*innen geht, dann d\u00fcrfen wir als Christ*innen nicht aus Opportunismus die Augen vor dem B\u00f6sen verschlie\u00dfen. So wie Henry Kissinger angeblich mal \u00fcber einen s\u00fcdamerikanischen Diktator gesagt haben soll: \u201eDer Mann ist ein Schwein. Aber er ist unser Schwein.\u201c Das war nicht Maritains Haltung, und das ist die Geradlinigkeit seines Humanismus, f\u00fcr die er meine bewundernde Anerkennung hat.<\/p>\n<p>Damit m\u00f6chte ich zum Abschluss noch einmal zu der mir gestellten Ausgangsfrage zur\u00fcckkommen: Gibt es Impulse, die wir heute noch von Maritains Entwurf eines christlichen, integralen Humanismus aufnehmen k\u00f6nnen. Dazu vielleicht zwei Punkte. Das eine ist, dass Maritain in seinen Schriften versucht, die Dialektik des Humanismus und dessen implizite christliche Voraussetzungen offenzulegen. Blo\u00df weil wir die Art und Weise, in der er das tut, aus heutiger Sicht f\u00fcr etwas unterkomplex halten, ist die Frage damit ja nicht obsolet. Ich erinnere nur an die Friedenspreisrede von J\u00fcrgen Habermas, in der er vor nunmehr 20 Jahren auf die \u201eunabgeschlossene Dialektik des [&#8230;] abendl\u00e4ndischen S\u00e4kularisierungsprozesses\u201c hingewiesen hat.<\/p>\n<p>Nach meinem Daf\u00fcrhalten hat sich Hans Joas in seinem Buch\u00a0Die Sakralit\u00e4t der Person\u00a0dieser Herausforderung auf sehr \u00fcberzeugende Weise angen\u00e4hert, indem er versucht in seiner affirmativen Genealogie \u2013 also in einer methodischen Verschr\u00e4nkung von Erz\u00e4hlung und Begr\u00fcndung \u2013 auch die komplexe Beziehung von christlicher Theologie und Menschrechtsidee nachzuzeichnen. Das ist meines Erachtens eine lohnenswerte Spur, um Maritains konzeptuelles Anliegen heute noch einmal aufzugreifen.<\/p>\n<p>Der zweite Impuls, den man von Maritain aufnehmen kann, liegt meines Erachtens in seinem Bem\u00fchen, das Christentum und insbesondere den Katholizismus mit der Moderne, mit Demokratie, Menschenrechten, Pluralismus und ich w\u00fcrde auch sagen: dem Liberalismus zu vers\u00f6hnen. F\u00fcr mich ist auch der Humanismus, der Personalismus Maritains, eine Spielart des Liberalismus, meinethalben eines konservativen Liberalismus oder auch eines christlichen Liberalismus. Nicht alle Liberalen waren oder sind Anarcho-Liberale.<\/p>\n<p>Diese Herausforderung, der sich Maritain gestellt hat und die er f\u00fcr seine Zeit so grandios gemeistert hat, die stellt sich f\u00fcr uns ja durchaus heute wieder. Auch heute haben wir wieder starke Tendenzen, Christentum und Katholizismus mit illiberalen politischen Positionen zu verbinden bzw. als Gegengewicht zum Liberalismus zu inszenieren. Das haben wir hier in Europa, am augenf\u00e4lligsten in Ungarn und in Polen. Das haben wir auch in den USA. Von Russland und dem Teufelspakt zwischen Pr\u00e4sident Putin und Patriarch Kyrill ganz zu schweigen.<\/p>\n<p>Nehmen wir als Beispiel Viktor Orb\u00e1n. Der hat nach seiner Wiederwahl zum Ministerpr\u00e4sidenten im Mai 2018 vor dem ungarischen Parlament erkl\u00e4rt, er wolle \u201edie schiffbr\u00fcchige alte liberale Demokratie durch eine christliche Demokratie des 21. Jahrhunderts\u201c ersetzen. Das war nicht einfach so dahingesagt, sondern das war eine programmatische Aussage, auf die er seitdem immer wieder zur\u00fcckkommt. Und das f\u00e4llt unter manchen nach rechts kippenden Katholik*innen und Christ*innen durchaus auf fruchtbaren Boden, die Orban sp\u00e4testens seit dem Fl\u00fcchtlingszuzug 2015 zum Retter des Abendlandes stilisieren. Diese Sicht mag in Deutschland vielleicht nur als abseitige Meinung in den Schmuddelecken des Internets zirkulieren. In anderen L\u00e4ndern aber bekennen sich selbst katholische Intellektuelle zu solchen Positionen. Ich nenne nur als prominentes Beispiel den zum Katholizismus konvertierten Verfassungsrechtler und Harvard-Professor Adrian Vermeule als einen Exponenten der \u201epostliberal right\u201c in den USA.<\/p>\n<p>Angesichts solcher r\u00fcckw\u00e4rtsgewandten Tendenzen w\u00e4re es in der Tat wohl gut, sich wieder \u00f6fters an Maritain zu erinnern und an seine Mahnung, dass das sozialethische Herzst\u00fcck des Christentums nicht irgendeine verquaste Idee eines christlichen Staates ist, sondern der Humanismus, das hei\u00dft: der Mensch mit seiner unver\u00e4u\u00dferlichen personalen W\u00fcrde, die es stets zuallererst zu verteidigen gilt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich k\u00f6nnte es f\u00fcr Sie und mich kurz und schmerzlos machen und die mir gestellte Frage: \u201eTheozentrischer Humanismus. Impulse von Jacques Maritain \u2013 noch heute relevant?\u201c mit einem schlichten \u201eNein!\u201c beantworten. 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