{"id":32050,"date":"2023-07-17T14:32:02","date_gmt":"2023-07-17T12:32:02","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=die-humanitaet-der-christlichen-botschaft"},"modified":"2024-12-11T09:05:12","modified_gmt":"2024-12-11T08:05:12","slug":"die-humanitaet-der-christlichen-botschaft-eine-neubestimmung-des-verhaeltnisses-des-menschen-zu-seinesgleichen","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/die-humanitaet-der-christlichen-botschaft-eine-neubestimmung-des-verhaeltnisses-des-menschen-zu-seinesgleichen\/","title":{"rendered":"The humanity of the Christian message"},"content":{"rendered":"<p>Die christliche Botschaft ist auf vielf\u00e4ltige Weise mit Humanit\u00e4t verbunden. Das l\u00e4sst sich in einem kurzen Vortrag lediglich andeuten. Also beschr\u00e4nkt sich der folgende Text darauf, die Verschr\u00e4nkung von Humanit\u00e4t und Christentum zu umrei\u00dfen.<\/p>\n<h3>I.<\/h3>\n<p>Wir haben nur vage Vorstellungen von der geschichtlichen Entstehung des Begriffs der Menschheit. Aber es gibt die naheliegende Vermutung, dass dies mit der Entstehung der gro\u00dfen Kulturen im eurasisch-afrikanischen Raum, mit der Entfaltung institutionalisierter Religionen und mit der Verbreitung der Schrift durch ein kundiges Personal zusammenh\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Erste philosophische Konturen findet der Begriff dann in den Lehren der\u00a0Vorsokratiker,\u00a0von denen wir heute nur noch Bruchst\u00fccke kennen. Anders ist es mit der Philosophie, die\u00a0Platon, von\u00a0Sokrates\u00a0angeregt und in seinem eigenen Denken so tiefsinnig wie kunstvoll zum Vortrag gebracht hat. Damit war zugleich der Ansto\u00df zu einer wissenschaftlichen Form des philosophischen Denkens gegeben; Aristoteles sowie die nachfolgenden Schulen der\u00a0Skeptiker,\u00a0Stoiker\u00a0und\u00a0Epikur\u00e4er\u00a0haben bereits zu verschiedenen Formen begrifflicher Fassung auch der Vorstellung vom Menschen gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Eine weiterf\u00fchrende Pr\u00e4zisierung findet sie dann im Werk des gro\u00dfen, vorwiegend platonisch gesonnenen Anwalts der r\u00f6mischen Republik, der das drohende Ende seiner bereits demokratisch inspirierten politischen Kultur abwehren will:\u00a0Marcus Tullius Cicero\u00a0gibt dem Begriff der\u00a0humanitas\u00a0eine auf die\u00a0persona\u00a0und ihre\u00a0dignitas\u00a0gest\u00fctzte, gleicherma\u00dfen innere wie \u00e4u\u00dfere\u00a0Fassung.<\/p>\n<p>Cicero wird zwar von seinen Gegnern verfolgt und auf der Flucht ermordet; aber seine Schriften wirken auch nach dem fast einem halben Jahrtausend w\u00e4hrenden Imperium fort und entfalteten eine breite Wirkung, die dann, weitere tausend Jahre sp\u00e4ter zum Aufstieg einer neuen Geisteshaltung f\u00fchrt, die bis heute unter dem Titel des\u00a0Humanismus\u00a0nachwirkt.<\/p>\n<h3>II.<\/h3>\n<p>Diese sp\u00e4tere Karriere ist auf das Engste mit der Ausbreitung des Christentums verbunden, dem sie schon in der Scholastik und dann in der langen Vorgeschichte der Reformation neue Impulse geben konnte. Dass dar\u00fcber selbst noch 2017 beim Gedenken an die Reformation nach 500 Jahren nicht gesprochen werden sollte, zeigte, wie tief der Stachel im Fleisch der Kirchen noch heute sitzt.<\/p>\n<p>Doch dar\u00fcber wollte und will ich heute nicht sprechen.\u00a0Ich m\u00f6chte nur daran erinnern, dass Cicero der erste ist, dem wir unmittelbar vor und in der durch Christi Geburt markierten Zeitenwende ein Bewusstsein von der Bedeutung der Humanit\u00e4t verdanken.<\/p>\n<p>Es ist n\u00e4mlich so, dass bereits zwei Generationen nach Cicero g\u00e4nzlich unabh\u00e4ngig von den erw\u00e4hnten politischen und philosophischen Traditionen \u2013 und auch ohne auch nur den Begriff der Humanit\u00e4t zu erw\u00e4hnen \u2013 das \u00adAnliegen der Humanit\u00e4t in einem uns auch heute noch zutiefst bewegenden Geschehen zur denkbar gr\u00f6\u00dften Menschheitsaufgabe erkl\u00e4rt worden ist. Festgehalten ist dieses Geschehen im Neuen Testament, in dem auch die humanistische Botschaft in einer bis heute durch nichts \u00fcbertroffenen Anschaulichkeit und Eindringlichkeit ausgesprochen ist. Und das Unerh\u00f6rte ist, dass diese Botschaft von einem Menschen ausgesprochen wird, der die K\u00fchnheit hatte, sich als Mensch gewordener Gottessohn zu bezeichnen.<\/p>\n<p>Wenn man einmal beiseitel\u00e4sst, dass darin, wie es viele Zeitgenossen verst\u00e4ndlicher Weise empfunden haben: eine Gottesl\u00e4sterung liegen kann, ist das die denkbar beste Illustration der Funktion, in der sich der Mensch, unter Inanspruchnahme der Menschheit, einem Selbstverst\u00e4ndnis verpflichtet, dem er weder in seiner nat\u00fcrlichen noch in seiner allt\u00e4glichen Verfassung gen\u00fcgen kann. Doch in der Selbstbezeichnung des Christus als Gottessohn wird diese Grenze zwischen Mensch und Gott aufgehoben, um sie im Kreuzestod dieses Christus sogleich wieder in Geltung zu setzen. \u2013 Doch auch dar\u00fcber m\u00f6chte ich nicht sprechen!<\/p>\n<h3>III.<\/h3>\n<p>An dieser Stelle muss es gen\u00fcgen, daran zu erinnern, wie dieser Jesus Christus \u00fcber den Menschen gesprochen hat. Die humane Unmittelbarkeit des christlichen Glaubens, der es wagt, das selbstverschuldete Leiden des Menschen an sich selbst ins Zentrum seiner Zuversicht zu stellen, hat im ersten Jahrhundert der neuen Zeitrechnung und immer noch im Zentrum der antiken Welt ein unerh\u00f6rtes Zeugnis f\u00fcr die Humanit\u00e4t der Heilsgewissheit gegeben. In ihr konnte ein Mensch f\u00fcr seinesgleichen sterben. Im Vertrauen auf die Einheit von Mensch und Welt hat er zu einer die Grenzen von V\u00f6lkern und Sprachen \u00fcberschreitenden Mobilisierung des menschlichen Glaubens an die Menschheit \u2013 und \u00fcber sie \u2013 dann auch zu Gott gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Der initiale Impuls der neuen Religion liegt in der Neubestimmung des Verh\u00e4ltnisses des Menschen zu seinesgleichen. Ausschlaggebend ist der Primat der Mitmenschlichkeit in der Erwartung einer pers\u00f6nlichen Beziehung zu seinem nicht einfach nur f\u00fcr \u201ealles\u201c, sondern vornehmlich immer \u201ef\u00fcr den Menschen\u201c zust\u00e4ndigen Gott, den jeder Mensch mit \u201eDu\u201c ansprechen kann. Diese Personalisierung Gottes wird dadurch gesteigert, dass er als Vater eines Menschensohns angesehen werden kann, zumal der Gott in dieser Beziehung seine absolute Vormachtstellung nicht verliert, wohl aber, in unfassbarer und umso begl\u00fcckender Paradoxie, den Menschen nicht nur \u00fcberhaupt, sondern auch pers\u00f6nlich nahekommt.<\/p>\n<p>Das Beispiel eines f\u00fcr seinesgleichen sterbenden Individuums, geht mit einer radikalen Individualisierung des einzelnen Menschen einher. Sie sieht von allen sozialen und politischen Besonderheiten ab, achtet nicht auf die vorg\u00e4ngige Mitgift und Bildung und ist gleichg\u00fcltig gegen\u00fcber dem die Kulturgeschichte der Menschheit dominierenden Unterschied zwischen den Geschlechtern, zwischen reichen und armen Menschen sowie zwischen M\u00e4chtigen und Schwachen.<\/p>\n<p>Von der strikten Pr\u00e4misse der weltlichen Gleichheit r\u00fcckt die dem christlichen Glauben dienende Kirche sp\u00e4ter zwar mit Blick auf die Stellung ihrer Priester wieder ab; und hier dominieren dann doch wieder M\u00e4nner, die sich schriftkundig machen und als Leiter ihrer Gemeinden \u00fcber gr\u00f6\u00dferen Einfluss verf\u00fcgen.<\/p>\n<p>Aber da die Lehre immer wieder auf das Beispiel zur\u00fcckgeht, das der Gr\u00fcnder in seinem Leben und Leiden gegeben hat, bleibt das Kernst\u00fcck der christlichen Botschaft durchg\u00e4ngig pr\u00e4sent: Es ist der einzelne Mensch, dem, auch wenn er nicht zur Gemeinschaft der Gl\u00e4ubigen geh\u00f6rt, geholfen werden muss. Das wird im Gebot der Hilfeleistung deutlich, f\u00fcr das sowohl das Beispiel des barmherzigen Samariters steht wie auch die Erz\u00e4hlung einer \u00fcber alle politischen und sozialen Schranken hinwegsehenden Heilung eines Knechts des Hauptmanns der r\u00f6mischen Besatzungsmacht. Zudem macht die christliche Botschaft, wie bereits erw\u00e4hnt, keinen Unterschied mehr zwischen Frauen und M\u00e4nnern \u2013 und auch die Kinder sind ihr ausdr\u00fccklich willkommen. Wem an der Humanit\u00e4t liegt, der muss auch das f\u00fcr bemerkenswert halten.<\/p>\n<p>Hinzu kommt, dass es gegen\u00fcber denen, die das Wort, aus welchen Gr\u00fcnden auch immer, nicht erreicht, weder Zwang noch Gewalt geben darf. Wenn jemand nicht durch eigene Einsicht zum Christen wird, dann muss man ihm seinen abweichenden Willen und Glauben lassen. Wie immer die nachfolgende Praxis der christlichen Kirchen ihren Ursprungsimpuls auch verkannt oder missachtet haben: In seinem Ursprung ist das Christentum auf die strikte Achtung vor der Existenz und dem Willen des einzelnen Menschen, auf die Botschaft einer \u00fcber alle biologischen, sozialen und politischen Unterschiede der Menschen erhabenen theologischen Bedeutung der Einzelnen und damit auf einen metaphysischen Vorrang der Individualit\u00e4t gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p>Wie weit der f\u00fcr seine Botschaft sterbende Jesus dabei geht, l\u00e4sst sich am Beispiel seines Anspruchs auf eine entschiedene L\u00f6sung von den Fesseln der Tradition kenntlich machen: In Lukas 9, 60, lesen wir von einem angehenden J\u00fcnger, der, bevor er Jesus folgen will, einer nicht nur bei den Juden als vorrangig geltenden Sohnespflicht nachkommen m\u00f6chte. Der J\u00fcnger spricht: \u201eHerr, erlaube mir, dass ich\u201c [bevor ich dir nachfolge] \u201ehingehe und meinen Vater begrabe.\u201c Aber Jesus spricht zu ihm: \u201eLass die Toten ihre Toten begraben; gehe du aber hin und verk\u00fcnde das Reich Gottes!\u201c<\/p>\n<p>Diese auf schroffe Weise inhuman wirkende Aussage kann einem den Atem verschlagen; aber sie scheint, wie auch in\u00a0Matth\u00e4us 8, 22\u00a0tats\u00e4chlich in diesem Sinn gesprochen worden zu sein. Sie bringt die Gleichg\u00fcltigkeit gegen\u00fcber allen \u00e4u\u00dferen Konventionen zum Ausdruck \u2013 unabh\u00e4ngig von der alten Religion, die Jesus f\u00fcr unzul\u00e4nglich h\u00e4lt. Aber er h\u00e4tte dennoch den Wunsch eines Sohnes achten k\u00f6nnen, bei der Bestattung seines Vaters anwesend zu sein, ganz gleich nach welchen Gepflogenheiten das geschieht. Dass darin auch ein pers\u00f6nlich vorrangiges Bed\u00fcrfnis eines Menschen liegen kann, scheint ohne Belang zu sein. Das \u00fcberrascht, weil die Antwort Jesu doch zeigt, dass er die Menschen lehren will, ihr pers\u00f6nliches Heil als vorrangig anzusehen. Denn seine frohe Botschaft legt den Menschen nahe, ihr eigenes Leben und damit auch die Stimme ihres eigenen Herzens wichtig zu nehmen.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich l\u00e4sst Jesus, wie es scheint, den J\u00fcnger ziehen, damit der seine Sohnespflicht erf\u00fcllen kann, und nimmt ihn anschlie\u00dfend in den Kreis seiner Anh\u00e4nger auf. Hinzu kommt, dass Jesus wie kein anderer Religionsgr\u00fcnder vor oder nach ihm N\u00e4chstenliebe predigt, f\u00fcr die man ja auch durch die Anteilnahme nach dem Tod eines N\u00e4chsten ein Zeichen setzen kann. Hier k\u00fcndigt sich ein Personalismus reinsten Gewissens an. Und tats\u00e4chlich ist nur von ihm eine Hingabe an das G\u00f6ttliche zu erwarten, mit der die Menschheit der eigenen Person nicht aufgegeben, sondern bekr\u00e4ftigt wird. Hier schlie\u00dft der christliche Glauben nahtlos an den Humanismus Ciceros an, der die W\u00fcrde einer sich selbst treu bleibenden Person zu wahren sucht.<\/p>\n<h3>IV.<\/h3>\n<p>Man muss sich nur den in vielen Episoden \u00fcberlieferten Lebensweg dieses Jesus von Nazareth ins Bewusstsein rufen, um auch ohne aufw\u00e4ndige Deutung und ohne religi\u00f6se Voreingenommenheit erkennen zu k\u00f6nnen, wie entschieden die christliche Lehre von den \u00c4u\u00dferlichkeiten des sozialen Lebens absieht. Der \u00dcberbringer der existenziellen Heilsbotschaft kommt unter erb\u00e4rmlichen Verh\u00e4ltnissen in einem Stall in der Gesellschaft von Ochs und Esel zur Welt, und die ersten Besucher sind Hirten von den umliegenden Feldern. Ob er, noch \u201ein den Windeln\u201c in einer Futterkrippe liegend, tats\u00e4chlich Besuch von drei Weisen, gar von K\u00f6nigen aus einer der reichsten Gegenden des Orients erh\u00e4lt und mit Kostbarkeiten beschenkt wird, k\u00f6nnen wir getrost als Hinzuf\u00fcgung sp\u00e4terer Berichterstatter ansehen; hier d\u00fcrfte der so verst\u00e4ndliche, wie ahnungslose Wunsch am Werk gewesen sein, den armselig zur Welt gekommenen Gottessohn wenigstens durch weltliche Reicht\u00fcmer aufzuwerten.<\/p>\n<p>Doch wer solche Erg\u00e4nzungen f\u00fcr n\u00f6tig erachtet, d\u00fcrfte die Pointe der Weihnachtsgeschichte verfehlen, die von Verfolgung, Flucht und realer Armseligkeit erz\u00e4hlt, damit jeder erkennen kann, wie unerh\u00f6rt der Lebensweg dieses allein auf sein Wort und seine Taten konzentrierten Menschen ist, der dann als Wanderprediger, Autodidakt und Rabbi, gar als verspotteter Gottessohn, der allen das Heil und die Erl\u00f6sung verhei\u00dft, aber vollkommen erniedrigt, verh\u00f6hnt und von einem brutalen Wachpersonal schmachvoll zu Tode gequ\u00e4lt, sein kurzes Lebens endet.<\/p>\n<p>Wenn man in der Geschichte des Denkens nach Parallelen zu dieser Biographie des Jesus sucht, kann man sich an die niedrige Geburt und den im Stand des Steinmetzen nicht sonderlich gesch\u00e4tzten Sokrates erinnert f\u00fchlen, vielleicht auch an den einen oder anderen Sklaven, der zum gesch\u00e4tzten Kom\u00f6diendichter, zum bekannten Philosophen oder zum Revolution\u00e4r aufsteigt. Aber diese Beispiele, so erstaunlich sie sind, bleiben unvergleichlich, weil Jesus ohne \u00e4u\u00dferen Zwang die N\u00e4he zu den Hilflosen, Kranken und Kriminellen sucht, um auch aus deren Sicht von dem sprechen zu k\u00f6nnen, was immer auch zum Menschlichen geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Dieser Jesus heilt Auss\u00e4tzige, legt Wert auf die Verbindung zu den ge\u00e4chteten Z\u00f6llnern und l\u00e4sst im heilsgeschichtlichen Versprechen seiner Botschaft keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern, Religionen und Nationen zu. Als Menschen sind alle gleich \u2013 und vor Gott sind sie allesamt mit ihrem Verlangen nach Erl\u00f6sung gerechtfertigt \u2013 wann und wie immer sie in ihrem allemal kindlichen Glauben zu ihm gefunden haben.<\/p>\n<p>Hinzu kommt, dass die Texte des Neuen Testaments ohne politische Ambitionen zu sein scheinen. Der Menschensohn ist weit davon entfernt, ein soziales Programm zu verk\u00fcnden oder auch nur die Befreiung von der r\u00f6mischen Fremdherrschaft zu fordern. Er ist als das Gegenteil eines Aufr\u00fchrers anzusehen. Wer ihn aus postrevolution\u00e4rem Sensationsbed\u00fcrfnis nachtr\u00e4glich zu politisieren sucht, hat das eigentlich Umst\u00fcrzende dieses Zeugen einer menschheitlichen Botschaft nicht verstanden.<\/p>\n<p>Gewiss: Der Umgang, den er mit den Gegnern der Juden pflegt, und seine praktizierte Toleranz gegen\u00fcber seinen j\u00fcdischen Verfolgern, sind bereits in seiner Zeit von eminenter politischer Bedeutung. Auch die hochsymbolische Tatsache, dass schon kurz nach seiner Geburt in jenem Stall, in dem seine Eltern, vor allem seine hochschwangere Mutter, Zuflucht gefunden haben, die drei sternkundigen Sendboten aus dem Osten mit kostbaren Geschenken ihre Aufwartung machen, hat einen schwerlich zu \u00fcbersehenden politischen Nebensinn: Er weist, wie auch die Missionserwartung des Christentums, nicht nur \u00fcber die Grenzen Jud\u00e4as, sondern auch weit \u00fcber die des R\u00f6mischen Reiches hinaus. Sie ist auf diese Weise ausdr\u00fccklich auf die Menschheit als Ganze und damit auf den ganzen Erdkreis gerichtet.<\/p>\n<h3>V.<\/h3>\n<p>Auch die Haltung der fr\u00fchen Christen ist beispiellos in der Geschichte der Menschheit: Inmitten einer Unzahl anderer politischer und religi\u00f6ser Lebensformen scheint man keine Absicht zu haben, andere zu einer \u00c4nderung zu bewegen und schon gar nicht, sie dazu zu zwingen! Es gen\u00fcgt, wie Paulus es vorf\u00fchrt, vom jeweils eigenen Verh\u00e4ltnis zu Gott Zeugnis abzulegen \u2013 und darin anderen ein Beispiel zu geben.\u00a0Mit Recht wird diese apolitisch erscheinende Haltung als Toleranz bezeichnet. Sie offenbart ein letztlich auch politisch \u00fcberlegenes Bekenntnis zur Gesamtheit aller Menschen.<\/p>\n<p>Das christliche Friedensgebot, wie es in der Bergpredigt verk\u00fcndet wird, l\u00e4sst die \u00fcberkommene politische Praxis, wie einen Atavismus erscheinen. H\u00e4tte das fr\u00fche Christentum eine \u201epolitische\u201c Lehre, k\u00f6nnte auch sie nur auf Freiheit und rechtliche Gleichheit gegr\u00fcndet sein; sie h\u00e4tte die personale W\u00fcrde des Einzelnen zu achten und m\u00fcsste unter Berufung auf den g\u00f6ttlichen Willen, die Menschlichkeit im Umgang mit jedem einzelnen Menschen wahren. Es kann nicht wundern, dass gelehrte R\u00f6mer sich durch die christliche Botschaft an die Lehre Ciceros erinnert f\u00fchlten. Einigen von ihnen, die Ciceros\u00a0De natura deorum\u00a0kannten, erschien es selbstverst\u00e4ndlich, dass die christliche Botschaft unter dem Einfluss dieses Buches entstanden war.<\/p>\n<p>Man k\u00f6nnte versucht sein, die Bergpredigt als die ethische Leitlinie eines politischen Programms zu deuten, das sich nur in der Einhaltung humanit\u00e4rer Grunds\u00e4tze realisieren lie\u00dfe. Doch das w\u00fcrde \u00fcber das hinausgehen, was in der christlichen Heilsbotschaft verk\u00fcndet wird. Und es w\u00fcrde der Trennung zwischen religi\u00f6ser Lebensf\u00fchrung und politischem Handeln widersprechen. Das eine schlie\u00dft das andere zwar nicht aus; doch in der christlichen Lehre besteht kein Ableitungsverh\u00e4ltnis zwischen Religion und einer daraus folgenden Politik.<\/p>\n<p>Hier bietet die christliche Botschaft gro\u00dfen Spielraum, weil sie den Individuen die denkbar gr\u00f6\u00dfte Freiheit l\u00e4sst. Jesus beschr\u00e4nkt sich auf die Neubestimmung der Beziehung des Menschen zu seinem\u00a0Gott. In der zwischenmenschlichen Konsequenz bleibt die Nachfolge Jesu auf die Verpflichtung zur N\u00e4chstenliebe beschr\u00e4nkt. Man k\u00f6nnte sie mit der r\u00f6mischen\u00a0concordia\u00a0vergleichen, die jedoch in ihrem politischen Kern auf das Bewusstsein des einm\u00fctigen Widerstands gegen Feinde gerichtet ist.<\/p>\n<p>Allerdings ist die\u00a0concordia\u00a0bereits in Ciceros Anspruch auf Humanit\u00e4t und menschliche W\u00fcrde von dieser Ursprungskondition des politischen Handelns freigesetzt. Und so k\u00f6nnte man die N\u00e4chstenliebe als eine, wenn nicht zwingende, so doch vieles erleichternde Vorbedingung des Menschenrechts und somit als eine g\u00fcnstige Bedingung auf dem Weg zur Rehabilitierung der Demokratie ansehen. Nur um deutlich zu machen, dass diese Deutung nicht aus der Luft gegriffen ist, berufe ich mich auf einen in diesem Punkt unverd\u00e4chtigen Zeugen: auf Friedrich Nietzsche. Der hielt die Demokratie f\u00fcr ein \u201everbessertes und auf die Spitze getriebenes Christentum\u201c.<\/p>\n<h3>VI.<\/h3>\n<p>Wir sind heute nicht mehr in der Notlage des Paulus, der tats\u00e4chlich nur seinen Glauben hatte, um sich auf ihn zu berufen, wenn er auch andere davon zu \u00fcberzeugen suchte, die Nachfolge Christi zu antreten. Wir haben heute das weltgeschichtliche Faktum einer zweitausendj\u00e4hrigen Wirkungsgeschichte, die gro\u00dfartige menschliche Zeugnisse, eine vielf\u00e4ltige kulturelle Produktivit\u00e4t, uns\u00a0tief ber\u00fchrende k\u00fcnstlerische Leistungen und nicht zu vergessen, eine theologische Tradition hervorgebracht hat, die uns viel zu denken gibt, aber letztlich nur das Eine zu glauben lehren kann.<\/p>\n<p>N\u00e4mlich dass der Mensch an sich selbst zu erfahren hat, wie unvollst\u00e4ndig er in seiner (nur ihm selbst) so eminent erscheinenden Bedeutung ist, wenn er nur sich selbst als Ma\u00df dieser Bedeutung gelten l\u00e4sst. Das aber scheint sein Schicksal zu sein, weil er sich letztlich davon \u00fcberzeugen kann, dass alles, was er au\u00dfer sich zum Ma\u00df erheben kann: die Natur, die Gesellschaft, die Geschichte, die Kunst oder das Wissen letztlich \u00fcber seinen Horizont und seine Kr\u00e4fte geht. Folglich scheint er letztlich allein auf sich und seinesgleichen verwiesen zu sein. So kann er unter dem Begriff der Menschheit das Insgesamt der Eigenschaften und Leistungen verstehen, durch die er sich als Einzelner auszeichnen kann.<\/p>\n<p>In dieser Lage ist es nur ein Gott, der ihm gegenw\u00e4rtig ist, der ihn aus dieser Selbst-Isolation befreien kann. Darin liegt die Erl\u00f6sung aus seiner Befangenheit in sich selbst. Und dies, nach christlicher Lehre, durch einen Akt der Liebe!<\/p>\n<p>Auch das ist unerh\u00f6rt \u2013 und doch zutiefst menschlich in der Botschaft Christi: Ein Gott, der ihn liebt. Das kann man nicht begreifen. Doch man muss es auch nicht. Denn in der Liebe liegt ein Sinn, der sich von selbst erf\u00fcllt und sich darin, vom Liebenden wie vom Geliebten, immer schon versteht.<\/p>\n<p>In diesem Zirkel, der das Verst\u00e4ndnis des Ganzen aus einem Ganzen gewinnt, das jeder auch an sich selbst sein muss, wenn er als einzelner Mensch im Zusammenwirken mit seinesgleichen etwas Eigenes sein, tun und beitragen will. Als die Einheit, die der Mensch an sich selber hat und erf\u00e4hrt, muss er sich immer auch als Teil einer ihn tragenden, f\u00f6rdernden, herausfordernden und lehrenden Menschheit verstehen. Und im Bewusstsein dieser ihn ausmachenden und tragenden Einheit, die ihm tats\u00e4chlich zugetan sein muss, solange er sich in ihr befindet, erf\u00e4hrt er die Liebe eines Ganzen, das ihn erm\u00f6glicht \u2013 auch dadurch, dass sie ihm selbst in gr\u00f6\u00dfter Verzweiflung und absoluter Entfernung ein Trost sein kann.<\/p>\n<p>Und das alles nicht vorrangig in Thesen und Lehrs\u00e4tzen erl\u00e4utert zu finden, sondern in einem bewegenden Beispiel bis in den Tod vorgelebt zu wissen \u2013 darin liegt die Wahrheit des Christentums. Aber auch die Schwierigkeit einer christlichen Theologie, die wenig \u00fcberzeugend ist, wenn sie nicht auch Teil einer praktisch bem\u00fchten Nachfolge Christi ist.<\/p>\n<p>Die Theologie hat uns dar\u00fcber aufzukl\u00e4ren, warum in der Nachfolge Christi keine Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung des Menschen liegen muss, sondern eine Bescheidenheit selbst noch in der verhei\u00dfenen Erl\u00f6sung. Vielleicht liegt ihre gr\u00f6\u00dfte Aufgabe darin, nachvollziehbar zu machen, wie ein Mensch sich als Gottessohn bezeichnen kann, und dennoch so enden kann, wie es uns das Schicksal des Jesus von Nazareth lehrt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die christliche Botschaft ist auf vielf\u00e4ltige Weise mit Humanit\u00e4t verbunden. Das l\u00e4sst sich in einem kurzen Vortrag lediglich andeuten. Also beschr\u00e4nkt sich der folgende Text darauf, die Verschr\u00e4nkung von Humanit\u00e4t und Christentum zu umrei\u00dfen. I. Wir haben nur vage Vorstellungen von der geschichtlichen Entstehung des Begriffs der Menschheit. 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