{"id":32051,"date":"2023-07-17T14:32:03","date_gmt":"2023-07-17T12:32:03","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=die-ethik-der-stoa"},"modified":"2024-12-11T09:09:03","modified_gmt":"2024-12-11T08:09:03","slug":"die-ethik-der-stoa-ein-wegweisendes-erbe-fuer-den-humanismus","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/die-ethik-der-stoa-ein-wegweisendes-erbe-fuer-den-humanismus\/","title":{"rendered":"The ethics of the Stoa"},"content":{"rendered":"<p>Die Ethiken des Hellenismus sind erstmals in der abendl\u00e4ndischen Geschichte universalistische\u00a0Ethiken. Dies besagt: Sie setzen nicht mehr den begrenzten rechtlichen Rahmen, die spezielle Tradition und die t\u00e4gliche sittliche Erfahrung des griechischen Stadtstaates voraus. Und sie konzentrieren sich nicht mehr auf Tugenden, die ihre \u00dcberzeugungskraft aus den Evidenzen des Polis-Lebens beziehen. Ferner unterscheiden sie in ihren Zielen, Forderungen und Empfehlungen nicht mehr zwischen Griechen und Fremden, Vornehmen und Gemeinen, Freien und Sklaven, Reichen und Armen, auch nicht zwischen M\u00e4nnern und Frauen.<\/p>\n<h3>I.<\/h3>\n<p>Die stoische Philosophie enth\u00e4lt wesentliche Prinzipien einer humanistischen Ethik. Keine andere philosophische Schule hat die ethische und politische Tradition der Westlichen Welt \u00fcber Sp\u00e4tantike, Mittelalter, Renaissance und Aufkl\u00e4rung dahingehend so beeinflusst wie die Stoa. Sie legt den philosophischen Grund f\u00fcr den Gedanken der Gemeinschaft aller Menschen: Sie entwickelt die Idee der Welt als einer\u00a0Kosmopolis,\u00a0als einer politischen Gemeinschaft von G\u00f6ttern und Menschen, konstituiert und geleitet von Gesetzen der Natur als Gesetzen g\u00f6ttlicher Vernunft, einer Vernunft, die in ihrer Struktur und ihrem normativen Anspruch wesensgleich sein soll mit menschlicher Vernunft.<\/p>\n<p>Sie entwickelt die Idee der W\u00fcrde des Menschen auf der Grundlage seines Logos, d. h. der F\u00e4higkeit, in S\u00e4tzen und Satzzusammenh\u00e4ngen zu \u00adsprechen, zu argumentieren, sich zu sich selbst zu verhalten, seinen Charakter zu formen, sich selbst zu kontrollieren, sich selbst Ziele zu setzen und diese F\u00e4higkeit im Anderen zu respektieren. Sie entfaltet den Gedanken der moralischen Entwicklung der menschlichen Person, beginnend mit einer Phase, die \u00e4u\u00dferlich dem Leben eines h\u00f6heren Tieres \u00e4hnlich ist, innerlich aber von keimender Vernunft (\u03c3\u03c0\u03b5\u03c1\u03bc\u03b1\u03c4\u03b9\u03ba\u1f78\u03c2 \u03bb\u03cc\u03b3\u03bf\u03c2) geleitet wird, \u00fcbergehend in eine Phase verantwortlicher M\u00fcndigkeit und (der M\u00f6glichkeit nach) sich vollendend im Status eines Weisen (\u03c3\u03bf\u03c6\u03cc\u03c2), der lebt und sich versteht als ein sterblicher Gott, in v\u00f6lliger willentlicher \u00dcbereinstimmung mit der Natur und der g\u00f6ttlichen Organisation und Verwaltung der Welt.<\/p>\n<p>Diese Theorie der moralischen Entwicklung legt den Grund f\u00fcr die Anerkennung der Grade und Phasen des menschlichen Lebens in ihrem eigenen Recht. Sie liefert auch den Begriff des Gewissens (\u03c3\u03c5\u03bd\u03b5\u03af\u03b4\u03b5\u03c3\u03b9\u03c2,\u00a0conscientia) als dem moralischen Selbstbewusstsein des sittlich Vorankommenden (\u03c0\u03c1\u03bf\u03ba\u03cc\u03c0\u03c4\u03c9\u03bd), der zunehmend sich selbst auf dem Weg zum vern\u00fcnftig denkenden und handelnden Wesen wei\u00df und darin sich sch\u00e4tzt und liebt, der sich selbst aber zugleich vom Zustand der Vollendung entfernt erfasst und kritisch beurteilt.<\/p>\n<p>Diese Gedanken, auf die ich mich im Folgenden konzentriere, machen den systematischen Gehalt der stoischen Oikeiosis-Lehre aus. Die bevorzugten Quellen der Rekonstruktion dieser Lehre finden sich bei Cicero,\u00a0De finibus bonorum et malorum\u00a0(III, 16\u201321; 62\u201368), Diogenes La\u00ebrtius,\u00a0Leben und Meinungen ber\u00fchmter Philosophen\u00a0(VII, 85\u201386), und in der\u00a0Ethischen Elementarlehre\u00a0des Hierokles, einem stoischen Autor des 2. nachchristlichen Jahrhunderts. Den philosophisch pr\u00e4gnantesten Text dazu bietet Cicero durch seinen stoischen Sprecher Cato.<\/p>\n<p>Die Argumentation Catos, die empirische und metaphysische Gesichtspunkte miteinander verbindet, erfolgt in deutlich markierten Stufen. Sie setzt ein mit der Geburt eines Sinnenwesens. Aus der Beobachtung seiner ersten Regungen und Bewegungen glaubt die Stoa zu dem Schluss berechtigt zu sein, \u201edass die Kleinen, ehe Lust oder Schmerz sie ger\u00fchrt hat, nach Zutr\u00e4glichem verlangen und \u00adGegenteiliges abweisen\u201c. Ihr prim\u00e4res Ziel sei dabei ganz offenkundig, sich selbst in ihrer naturgegebenen Verfassung zu erhalten und zu bewahren. Das fundamentale Bestreben beruht auf der Voraussetzung, dass das Neugeborene sich selbst wahrnimmt und dadurch und darin sich selbst mag.\u00a0Diese urspr\u00fcngliche Selbstliebe sei ihrerseits auf eine Einrichtung der (All-)Natur zur\u00fcckzuf\u00fchren: Sie hat die Lebewesen sich selbst befreundet und sich zur Erhaltung anempfohlen.<\/p>\n<p>Die zweite Stufe folgt dem Verlauf einer nat\u00fcrlichen Entwicklung des Lebewesens, speziell der Entwicklung des Menschen bis zur vollendeten Sittlichkeit. Sie spielt auf der Ebene einer Selbstliebe, die sich auf die Erhaltung und artgem\u00e4\u00dfe Entfaltung des eigenen Seins, die Sicherung des diesem Zutr\u00e4glichen und die Abwehr des diesem Sch\u00e4dlichen zentriert.<\/p>\n<p>T\u00e4tigkeiten, die diesem Ziel entsprechen, nennen die Stoiker \u201ezukommend (\u03ba\u03b1\u03b8\u1fc6\u03ba\u03bf\u03bd)\u201c bzw. \u201epassend\u201c oder \u201eangemessen\u201c. Cicero \u00fcbersetzt \u03ba\u03b1\u03b8\u1fc6\u03ba\u03bf\u03bd mit\u00a0officium.<\/p>\n<p>Was bei Tieren auf angemessene Weise instinktiv bzw. aufgrund nat\u00fcrlicher, assoziativer Lernprozesse \u201evon selbst\u201c geschieht, ist beim Menschen sprachlich vermittelt und geschieht irgendwann durch bewusste Wahl und Abwahl (inventa selectio [et reiectio]), einer Wahl, die mit zunehmender M\u00fcndigkeit dann im selbst\u00e4ndigeren Blick auf Passendes bzw. Unpassendes getroffen wird (cum officio selectio).\u00a0Die Wahl ist ergebnisorientiert. Sie zielt zun\u00e4chst in undistanzierter Weise auf die Erhaltung des Lebens sowie auf das Erreichen und Sichern seiner wichtigen naturgem\u00e4\u00dfen G\u00fcter.<\/p>\n<p>Diese Form bewusster, verantwortlicher Wahl steigert sich zu immer gr\u00f6\u00dferer Selbst\u00e4ndigkeit, Rationalit\u00e4t und Konstanz bis zu jenem \u00e4u\u00dfersten Punkt, an dem schlie\u00dflich das vernunftf\u00e4hige Subjekt sich in der Weise des Verfolgens, Umgangs und Gebrauchs der G\u00fcter in vollendeter \u00dcbereinstimmung mit der Natur wei\u00df und f\u00fchlt. Erst von diesem Punkt ab, nicht vorher, ist der Stand veritabler Sittlichkeit erreicht, ein Stand, in dem erkannt wird, was wahrhaft gut und schlecht und was nur relativ gut und schlecht ist.<\/p>\n<h3>II.<\/h3>\n<p>Der Punkt markiert einen Umschlag in eine andere Lebensweise. War zun\u00e4chst Selbst- und Arterhaltung deren unbedingtes Ziel, ist es jetzt, auf der dritten Stufe, vollkommene \u00dcbereinstimmung (\u1f41\u03bc\u03bf\u03bb\u03bf\u03b3\u03af\u03b1,\u00a0convenientia) mit der (All-)Natur und (dadurch auch) mit sich selbst. Im Vergleich zu ihr relativiert sich der Wert der lebenserhaltenden \u2013 und f\u00f6rdernden G\u00fcter; sie sind und bleiben zwar vorzugs- und sch\u00e4tzenswert, doch sie sind nicht gut im eigentlichen, uneingeschr\u00e4nkten Sinn, und werden denn auch nicht so behandelt.<\/p>\n<p>Erm\u00f6glicht wird diese Lebensweise durch verschiedene Faktoren und Schritte. Man muss zum einen zu intuitiver Prinzipienerkenntnis (intelligentia) bef\u00e4higt sein und \u00fcber den Begriff (notio) bzw. ein Begriffsnetz zu ad\u00e4quater Selbst- und Welterkenntnis verf\u00fcgen. Man muss zum anderen auf sich selbst und die (bereits erzielte ebenso wie aufgegebene) Ordnung seines der Natur gem\u00e4\u00dfen Handelns reflektieren.<\/p>\n<p>Sieht man nun die Ordnung der Dinge, die man getan hat und die es zu tun gilt (rerum agendarum\u00a0ordinem),\u00a0kommt man durch intuitive Einsicht und vergleichendes \u00dcberdenken (cognitione et ratione colligere) zu dem Ergebnis, dass man diese Ordnung viel mehr sch\u00e4tzt und liebt als die G\u00fcter, dass demnach das h\u00f6chste Gut nicht im Erreichen naturgem\u00e4\u00dfer G\u00fcter, sondern in der \u00dcbereinstimmung mit der Natur liegt; dass das kraft seiner W\u00fcrde unbedingt zu Lobende und Erstrebenswerte, die sittlich guten Taten und das sittlich Ehrbare und Ehrenvolle (honeste facta et ipsum honestum), eben genau darin besteht, dass man mit der (All-)Natur und so auch mit sich selbst \u00fcbereinstimmt.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die erste Befreundung (prima concilitio), die die Natur stiftet, der empirischen Selbstliebe des Subjekts und seiner leiblich-seelisch guten Verfassung galt, gilt nun die zweite Befreundung, die die erste \u00fcberformt und relativiert, der geistigen Selbstliebe, der unbedingten Liebe des Subjekts zu seiner Vernunft und der Vernunftqualit\u00e4t seines Handelns.\u00a0Dieses, unsere rechte Vernunft und die Vernunftqualit\u00e4t unseres Denkens, F\u00fchlens, Strebens und Handelns, wird an ihm selbst, aufgrund seiner eigenen Kraft und W\u00fcrde, nunmehr als absolut gut und einzig unbedingt erstrebens- und sch\u00e4tzenswert erfahren.\u00a0Aus der eigenartigen Struktur dieser selbstbezogenen Vernunftliebe im sittlich Voranschreitenden, aus der begl\u00fcckenden Zufriedenheit \u00fcber eigene gute Handlungen und der bedr\u00fcckenden Unzufriedenheit \u00fcber den eigenen noch defizienten Zustand im Blick auf das Ziel und das, was es zu tun gilt, entwickelt die Stoa den Begriff des sich selbst pr\u00fcfenden und beurteilenden Gewissens.<\/p>\n<p>Die erste Stufe, jene, die der Mensch (in Vielem) mit allen Sinnenwesen teilt, ist vom Trieb zur Selbsterhaltung und Selbstentfaltung bestimmt. Er kann allerdings nicht, wie Epikur dies sah, als ausschlie\u00dflich selbstbezogen verstanden werden. In der eigenen Verfassung sind Tendenzen des Geneigtseins zu Anderen, des Wohlwollens f\u00fcr sie und der Sorge um sie mitgegeben. Der lebende Organismus ist naturw\u00fcchsig auf Fortzeugung aus. Es w\u00e4re widersinnig, \u201ewenn die Natur die Zeugung beabsichtigte, und um das Geliebtwerden des Gezeugten sich nicht k\u00fcmmerte\u201c. Die von der Natur gestiftete Zuneigung betrifft also nicht nur das eigene Sein, sondern (etwa) auch das der eigenen Nachkommenschaft. Wenn wir, so der Sprecher Cato, die Anstrengung der Tiere beim Geb\u00e4ren und Aufziehen der Jungen beobachten, so glauben wir die Stimme der Natur selbst zu vernehmen.\u00a0Bei \u201esozialen\u201c Tieren ist das Geneigtsein zu Anderen auf Paare und Gruppen begrenzt, beim Menschen weitet es sich seiner spezifischen sozialen Natur gem\u00e4\u00df (\u00fcber immer gr\u00f6\u00dfere Gruppen) auf alle Menschen aus. Den ersten von Cato angef\u00fchrten Kreis bildet die Liebe der Eltern zu ihren Kindern, den letzten und umfassenden die Liebe zu allen Menschen. Die eine wie die andere Einstellung erwachse einer von der Natur erbrachten Empfehlung (naturalis commendatio).<\/p>\n<p>Den von der Natur gestifteten Verhaltensdispositionen in Gruppen ist nun dies gemeinsam, dass das einzelne Lebewesen zu T\u00e4tigkeiten tendiert, deren Ziel das nur ihm Dienliche \u00fcbersteigt, zu T\u00e4tigkeiten, die auch den Anderen, die prim\u00e4r dem Bestand und Wohl der Gruppe zugutekommen, ja, die \u201ealtruistisch\u201c bis zum Einsatz und Opfer des eigenen Lebens gehen k\u00f6nnen. Cato bzw. die Stoa spricht dem Menschen eine Neigung gegen\u00fcber allen Menschen zu, die (wie auch immer vermittelt) aus der nat\u00fcrlichen Neigung zu den von uns Gezeugten erw\u00e4chst: \u201eDaraus entspringt der Sachverhalt, dass auch eine gemeinsame nat\u00fcrliche Empfehlung der Menschen untereinander besteht, sodass ein Mensch von einem Menschen eben deshalb, weil er ein Mensch ist, nicht als ein Fremder angesehen werden darf.\u201c<\/p>\n<p>Dieser letzte Satz markiert den \u00dcbergang aus einer nat\u00fcrlichen Pr\u00e4disposition in eine sittliche Einstellung. Viel enger noch als Ameisen und Bienen seien Menschen einander verbunden. Diese enge Verbindung entspringt der allen gemeinsamen Vernunftf\u00e4higkeit, die hier zwar nicht genannt, jedoch der Stoa selbstverst\u00e4ndlich ist. Deshalb, so Cato, \u201esind wir von Natur zu Zusammenk\u00fcnften, Vereinigungen, b\u00fcrgerlichen Gemeinschaften hin ausgerichtet.\u201c Die nat\u00fcrliche Ausrichtung wandelt sich im m\u00fcndigen Menschen zu einem sittlichen Anspruch (ut oporteat).\u00a0Der Anspruch ist vernunfterzeugt und universalistisch. Er konkretisiert sich in der Vorstellung von der Welt als einer umfassenden Kosmopolis, als einer gemeinsamen Wohnstadt und politischen B\u00fcrgergemeinschaft von G\u00f6ttern und Menschen, in der jeder einzelne Mensch ein Teil dieser Polis ist, einer Polis, die vom Willen der G\u00f6tter regiert wird.\u00a0\u201eW\u00e4re dem nicht so, dann g\u00e4be es keinen Ort f\u00fcr Gerechtigkeit und sittliche G\u00fcte.\u201c\u00a0Im Verh\u00e4ltnis des Einzelnen zum gesamten Menschengeschlecht sei gewisserma\u00dfen das\u00a0ius civile\u00a0in Kraft und Geltung; der sei gerecht, der es befolge, der werde ungerecht, der von ihm abweicht.<\/p>\n<p>Diese Bande des Rechts best\u00fcnden (nach Chrysipp) zwischen den Menschen, nicht aber zwischen Mensch und Tier. \u201eAlles andere sei der Menschen und G\u00f6tter wegen geboren, diese aber um ihrer eigenen Gemeinschaft und Partnerschaft willen; deshalb k\u00f6nnten die Menschen die wilden Tiere zu ihrem Nutzen verwenden, ohne ein Unrecht zu begehen.\u00a0Weil wir um der gesellig-solidarischen Gemeinschaft willen da sind, (die selbstverst\u00e4ndlich die k\u00fcnftigen Generationen mit umfasst,)\u00a0ergibt sich aber auch \u201evon Natur aus, dass wir den gemeinschaftlichen Nutzen unserem eigenen voranstellen. Wie n\u00e4mlich die Gesetze das Wohl und Heil aller dem der einzelnen voranstellen, so sorgt sich ein t\u00fcchtiger und weiser Mann, der gesetzestreu und seiner B\u00fcrgerpflicht bewusst ist, um den Nutzen aller mehr als um den eines Einzelnen oder seinen eigenen.\u201c<\/p>\n<h3>III.<\/h3>\n<p>Das Kerndogma stoischer Ethik lautet, dass nur das sittlich Gute (honestum)\u00a0gut (bonum) sei,\u00a0dass nichts au\u00dfer der Tugend zu den (wahren) G\u00fctern zu rechnen sei,\u00a0dass nur die Tugend und nichts weiter das Gl\u00fcck des Menschen bewirke.\u00a0Dies besage jedoch nicht, so Cato, dass alles, was im au\u00dfermoralischen Sinn \u00fcblicherweise als gut und schlecht gilt (wie etwa Gesundheit bzw. Krankheit, Wohlstand bzw. Armut, guter bzw. schlechter Ruf, Ruhm, Macht und Einfluss bzw. Ohnmacht, Vernachl\u00e4ssigt- und Vergessen-sein etc.) von der Stoa als vollkommen gleichg\u00fcltig und irrelevant betrachtet und behandelt wird. Gewiss ist die stoische Haltung zu Besitz und Verlust dieser \u201eG\u00fcter\u201c und \u201e\u00dcbel\u201c des Lebens von entspannter Gelassenheit und gleichm\u00fctiger Distanz gepr\u00e4gt: Nichts von alledem sei als Mittel oder seiner selbst wegen\u00a0auf unbedingte Weise\u00a0zu erstreben bzw. zu meiden oder zu beklagen.\u00a0Nichts von alledem, was uns in irgendeiner Weise zuf\u00e4llt und vom \u201eZufall\u201c genommen werden kann, d. h. nichts von alledem, dessen wir nicht jederzeit uneingeschr\u00e4nkt m\u00e4chtig sind, vermag das einmal erreichte Gl\u00fcck des Weisen zu mindern oder zu steigern.<\/p>\n<p>Doch Tugend besteht gerade im vern\u00fcnftigen Verh\u00e4ltnis zu und im vern\u00fcnftigen, situationsgerechten Umgang mit diesen \u201eG\u00fctern\u201c und \u201e\u00dcbeln\u201c des Lebens. Sie sind der Stoff bzw. das Material, in dem sie sich in der Zeit ihren Ausdruck verschafft.\u00a0Menschliche Weisheit und Klugheit zeigen und bew\u00e4hren sich in der wissensgest\u00fctzten Auswahl bzw. Abwahl dessen, was der Natur des Menschen in seiner Lage und Situation \u201egem\u00e4\u00df\u201c und \u201ezuwider\u201c ist.<\/p>\n<p>Dabei ist die Wahl allemal zur\u00fcck zu beziehen auf die urspr\u00fcnglichen, unverdorbenen Regungen unserer Natur, zu denen die (All-)Natur uns disponiert hat.\u00a0Wir nehmen ihre Ziele, die naturgem\u00e4\u00dfen \u201eG\u00fcter\u201c an (sumere),\u00a0wenn sie sich uns als Ergebnis vern\u00fcnftigen ergebnisorientierten Handelns bieten; wir ziehen sie ihrem entsprechenden Gegenteil vor (ante-\u00a0bzw.\u00a0praeponere),\u00a0wenn uns die Wahl offensteht; wir suchen sie unter Aufbietung unserer Kr\u00e4fte zu erreichen und zu sichern, wenn die Situation es erlaubt; doch wir erstreben sie nicht absolut (expetere,\u00a0bzw.\u00a0appetere),\u00a0sondern mit innerem Vorbehalt, sodass das m\u00f6gliche unverschuldete Scheitern unseres Bem\u00fchens uns nicht beunruhigt oder trifft; wir sch\u00e4tzen sie (aestimare), wenn wir sie besitzen, jedoch mit gebotener Distanz und Reserviertheit (cum aestimatione mediocri),\u00a0sodass ihr jederzeit m\u00f6glicher unverschuldeter Verlust uns nicht zu ersch\u00fcttern vermag.<\/p>\n<p>Der Ziele bzw. G\u00fcter dieser naturgem\u00e4\u00dfen Regungen sind wir intuitiv bewusst. Cato bem\u00fcht (mehr implizit als explizit) f\u00fcr den Aufweis der Intuitionen eine \u00fcberzeugende stoische Argumentationsfigur, die Fiktion einer isolierten Wahlsituation, die uns unter\u00a0Ceteris-paribus-\u00a0Bedingungen vor die Wahl von Alternativen stellt, deren Ausgang sich von selbst versteht.\u00a0\u00a0Wir wollen,\u00a0ceteris paribus, lieber leben als sterben, lieber gesund sein als krank, lieber reich als arm, lieber stark als schwach, lieber sch\u00f6n als h\u00e4sslich, lieber intelligent als dumm, lieber moralisch gut als schlecht, lieber sozial integriert als einsam etc.\u00a0Die Alternativen \u00fcbersteigen die Grenze zwischen Moralischem und Au\u00dfermoralischem. Die Eindeutigkeit der Voten spricht f\u00fcr die \u201eNaturgem\u00e4\u00dfheit\u201c der Neigungen und ihrer Ziele. Wer sie in Frage stellt, begibt sich der erforderlichen gemeinsamen Basis sinnvoller praktischer Argumentation.<\/p>\n<p>Vern\u00fcnftiges W\u00e4hlen, Streben und Handeln ist unter Aufbietung verf\u00fcgbarer Kr\u00e4fte, soweit es sich nicht auf blo\u00dfes Erkennen und Betrachten beschr\u00e4nkt, auf das Erwirken von Sachverhalten in der Welt gerichtet, die den Zielen nat\u00fcrlicher Neigungen, die dem Leben und Gedeihen des Menschen entsprechen. Doch so, dass es sein unbedingtes Ziel im Vollzug selbst besitzt und erreicht, unabh\u00e4ngig vom tats\u00e4chlichen Resultat in der Welt, das von Faktoren abh\u00e4ngt, \u00fcber die es nicht verf\u00fcgt.\u00a0Sittliches Handeln ist deshalb nicht dem Tun der Heilkunst und Nautik vergleichbar, sondern jenem der Tanzkunst, die ihr Ziel im gekonnten Vollzug des Tanzes realisiert. Doch auch von diesem unterscheidet es sich noch: Im einzelnen Tanz \u00e4u\u00dfert sich nicht die gesamte Kunst des Tanzk\u00fcnstlers, w\u00e4hrend in einer einzelnen sittlich guten Handlung die Tugend des Handelnden voll und ganz enthalten ist, d. h. sowohl sich in der zeitlichen Bewegung \u00e4u\u00dfert als auch ganz bei sich selbst ist.<\/p>\n<h3>IV.<\/h3>\n<p>Lassen Sie mich noch kurz auf den Begriff der W\u00fcrde des Menschen eingehen. Die Stoiker waren philosophisch die ersten, die diesen Begriff pr\u00e4gten. Cicero verdanken wir in\u00a0De officiis\u00a0eine grundlegende Differenzierung, die er wohl anhand seiner Panaitios-Vorlage entwickelt hat: die Unterscheidung der moralischen von der juridischen Bedeutung von\u00a0dignitas.\u00a0Die W\u00fcrde des Menschen basiert auf seiner Sprachf\u00e4higkeit und den mit ihr gegebenen M\u00f6glichkeiten. Deren vorz\u00fcglichste ist die Freiheit des Denkens und Wollens, die es dem Menschen erlaubt, sich zu sich selbst zu verhalten, selbst Ziele zu setzen und so sein Bestreben selbst zu gestalten. Der Mensch ist, wie eine stoische Formel lautet, Gestalter des Triebs (\u03c4\u03b5\u03c7\u03bd\u03af\u03c4\u03b7\u03c2 \u03c4\u1fc6\u03c2 \u1f41\u03c1\u03bc\u1fc6\u03c2, DL VII, 86 f.). Die moralische Bedeutung von \u201eW\u00fcrde\u201c zentriert sich auf eine Haltung, die eine scharfe Grenze zieht zwischen blo\u00df tierischer und genuin menschlicher Lebensweise. Tiere sind von Natur auf Ziele der Selbst- und Arterhaltung festgelegt. Menschen sind gleichfalls auf diese Ziele aus, doch nicht auf sie fixiert. Sie k\u00f6nnen sie veredeln, sie k\u00f6nnen sie \u00fcbersteigen und sich von ihnen distanzieren. Sie k\u00f6nnen interesselos forschen und sich an blo\u00dfer Erkenntnis erfreuen, auf Sch\u00f6nheit und rechtes Ma\u00df bedacht sein, soziale und politische Institutionen gr\u00fcnden, moralische und rechtliche Ideen verfolgen. Diese M\u00f6glichkeiten implizieren Ziele menschlichen Lebens, die es qualitativ von blo\u00df sinnlichem Leben ab- und herausheben. Je mehr ein Mensch sich dahingehend bildet, je sicherer er diese Ziele verfolgt, umso mehr W\u00fcrde beweist sein Leben. Diese W\u00fcrde kennt Grade; und es gibt zweifellos Menschen, denen W\u00fcrde abgeht, und menschliches Verhalten, das uns w\u00fcrdelos erscheinen muss.<\/p>\n<p>Der juridische Begriff der W\u00fcrde speist sich aus derselben Quelle wie der moralische. Doch er macht keinen Unterschied zwischen den Menschen; er ist unabh\u00e4ngig von ihrem Charakter und Verhalten. Er verpflichtet uns, jeden Menschen als einen Zweck an sich selbst zu betrachten und zu behandeln, d. h. als ein Subjekt, das ein unver\u00e4u\u00dferliches Recht hat, eigene Ziele zu setzen und zu verfolgen; er verbietet uns, einen anderen Menschen vollkommen zu instrumentalisieren. Diese allgemeine W\u00fcrde eines jeden bezieht sich nicht auf seine aktuelle Vernunft, sondern nur auf die M\u00f6glichkeit eines durch eigene Vernunft geleiteten Lebens; ja, sie bezieht sich nicht einmal nur auf die aktuelle M\u00f6glichkeit, sondern auch generisch auf die\u00a0dignitas humanae naturae,\u00a0wie immer es um die tats\u00e4chliche M\u00f6glichkeit in einem menschlichen Individuum bestellt sein mag.<\/p>\n<p>Die Stoa spricht von der \u201eEingemeindung\u201c aller vernunftf\u00e4higen Wesen in den Bereich der Selbstliebe der Vernunft.\u00a0Cicero formuliert auf dieser Basis den Gedanken, dass man den Anderen nicht als etwas Fremdes, sondern allein aufgrund des Umstands, dass er Mensch ist, als Seinesgleichen und zu sich geh\u00f6rig anzusehen habe.\u00a0Der Mensch ist dem Menschen allein aufgrund des Umstands, dass er Mensch ist, ein Mitb\u00fcrger in der Kosmopolis, deren Gesetze die der rechten Vernunft (des\u00a0orthos logos, der\u00a0recta ratio) sind. Damit wird grunds\u00e4tzlich jeder Mensch zum Rechtssubjekt und Rechtspartner unter dem nat\u00fcrlichen Gesetz einer alle verbindenden Vernunft.<\/p>\n<p>Bei Cicero f\u00fchrt dieser abstrakte, \u00fcberpositive Rechtsgedanke noch keineswegs zu bestimmten politisch-rechtlichen Forderungen, etwa nach Abschaffung der Institution der Sklaverei oder zum Postulat der rechtlichen Gleichstellung von Mann und Frau. Aber er f\u00fchrt in\u00a0De officiis\u00a0immerhin zur konkreten\u00a0moralischen\u00a0Forderung, auch gegen\u00fcber den sozial Niedrigsten und faktisch Entrechteten nicht etwa paternalistisches Mitleid, sondern Gerechtigkeit zu \u00fcben: \u201eWir wollen aber in Erinnerung behalten, dass auch gegen\u00fcber den Geringsten Gerechtigkeit zu wahren ist. Am tiefsten aber stehen ihren Lebensbedingungen und \u00e4u\u00dferen Lage nach die Sklaven. Es ist keine schlechte Weisung, die da besagt, sie so wie Lohnarbeiter zu behandeln, Leistung zu verlangen und den gerechten Lohn zu gew\u00e4hren\u201c.<\/p>\n<p>Das positive Recht, so die Stoa, so Cicero in\u00a0De legibus,\u00a0soll den Prinzipien der Gerechtigkeit folgen. Sklaven gegen\u00fcber ein gerechtes Verhalten einzufordern hei\u00dft, sie nicht nur als Objekte, sondern als Subjekte mit gerechten Anspr\u00fcchen anzuerkennen. Der gedankliche Weg, sie auch als selbst\u00e4ndige Rechtssubjekte mit einklagbaren Rechten zu behandeln, w\u00e4re von Cicero im Anschluss an die Stoa geebnet gewesen. Immerhin hat das r\u00f6mische Recht die stoisch-ciceronianische Formel der\u00a0dignitas humanae naturae\u00a0ben\u00fctzt, um den Sklaven von den reinen Sachwerten zu unterscheiden.\u00a0Das Christentum hat der Idee der\u00a0dignitas humanae naturae\u00a0\u00fcber den Begriff der Ebenbildlichkeit Gottes eines jeden Menschenkindes von Beginn an einen neuen eschatologisch-jenseitsorientierten Akzent gegeben.<\/p>\n<p>Doch es hat es \u00fcber nahezu 2 Jahrtausende vers\u00e4umt, diesem Begriff auch ein diesseitsorientiertes politisch-rechtliches Profil zu verleihen. Es war die stoische und Ciceronianische Tradition der Europ\u00e4ischen Aufkl\u00e4rung (und eine kleine Gruppe christlicher Dissenters), die die Idee aufgriff, sie in Begriffen unver\u00e4u\u00dferlicher Menschenrechte ausformulierte, gedanklich weiterverfolgte und politisch durchzusetzen versuchte. Die christlichen Gro\u00dfkirchen sind erst seit dem Ende des 2. Weltkriegs dabei, sie theoretisch in ihre Botschaft und praktisch in ihre eigenen Organisationen zu integrieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Ethiken des Hellenismus sind erstmals in der abendl\u00e4ndischen Geschichte universalistische\u00a0Ethiken. Dies besagt: Sie setzen nicht mehr den begrenzten rechtlichen Rahmen, die spezielle Tradition und die t\u00e4gliche sittliche Erfahrung des griechischen Stadtstaates voraus. Und sie konzentrieren sich nicht mehr auf Tugenden, die ihre \u00dcberzeugungskraft aus den Evidenzen des Polis-Lebens beziehen. Ferner unterscheiden sie in ihren&hellip;<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":32737,"menu_order":995,"template":"","meta":{"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","footnotes":""},"class_list":["post-32051","media-library","type-media-library","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","media-library-category-humanismus","media-library-category-ethik"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.4 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Die Ethik der Stoa - Katholische Akademie in Bayern<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/die-ethik-der-stoa-ein-wegweisendes-erbe-fuer-den-humanismus\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_GB\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Die Ethik der Stoa - Katholische Akademie in Bayern\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Die Ethiken des Hellenismus sind erstmals in der abendl\u00e4ndischen Geschichte universalistische\u00a0Ethiken. Dies besagt: Sie setzen nicht mehr den begrenzten rechtlichen Rahmen, die spezielle Tradition und die t\u00e4gliche sittliche Erfahrung des griechischen Stadtstaates voraus. Und sie konzentrieren sich nicht mehr auf Tugenden, die ihre \u00dcberzeugungskraft aus den Evidenzen des Polis-Lebens beziehen. Ferner unterscheiden sie in ihren&hellip;\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/die-ethik-der-stoa-ein-wegweisendes-erbe-fuer-den-humanismus\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Katholische Akademie in Bayern\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2024-12-11T08:09:03+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/2022-11-04-scaled.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"2560\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"1441\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Estimated reading time\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"18 minutes\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/die-ethik-der-stoa-ein-wegweisendes-erbe-fuer-den-humanismus\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/die-ethik-der-stoa-ein-wegweisendes-erbe-fuer-den-humanismus\\\/\",\"name\":\"Die Ethik der Stoa - Katholische Akademie in Bayern\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/die-ethik-der-stoa-ein-wegweisendes-erbe-fuer-den-humanismus\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/die-ethik-der-stoa-ein-wegweisendes-erbe-fuer-den-humanismus\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2022-11-04-scaled.jpg\",\"datePublished\":\"2023-07-17T12:32:03+00:00\",\"dateModified\":\"2024-12-11T08:09:03+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/die-ethik-der-stoa-ein-wegweisendes-erbe-fuer-den-humanismus\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"en-GB\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/die-ethik-der-stoa-ein-wegweisendes-erbe-fuer-den-humanismus\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/die-ethik-der-stoa-ein-wegweisendes-erbe-fuer-den-humanismus\\\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2022-11-04-scaled.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2022-11-04-scaled.jpg\",\"width\":2560,\"height\":1441},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/die-ethik-der-stoa-ein-wegweisendes-erbe-fuer-den-humanismus\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Die Ethik der Stoa\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\",\"name\":\"Katholische Akademie in Bayern\",\"description\":\"Kirche braucht Debatte: \u201ekatholisch\u201c mit Blick auf das Ganze \u2013 und \u201eakademisch\u201c im Vertrauen auf die Kraft der Argumente\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"en-GB\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#organization\",\"name\":\"Katholische Akademie in Bayern\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Menue-Logo-Home@2x.png\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Menue-Logo-Home@2x.png\",\"width\":496,\"height\":216,\"caption\":\"Katholische Akademie in Bayern\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/www.facebook.com\\\/katholische.akademie.bayern\\\/\"]}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"The Ethics of the Stoa - Catholic Academy in Bavaria","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/die-ethik-der-stoa-ein-wegweisendes-erbe-fuer-den-humanismus\/","og_locale":"en_GB","og_type":"article","og_title":"Die Ethik der Stoa - Katholische Akademie in Bayern","og_description":"Die Ethiken des Hellenismus sind erstmals in der abendl\u00e4ndischen Geschichte universalistische\u00a0Ethiken. Dies besagt: Sie setzen nicht mehr den begrenzten rechtlichen Rahmen, die spezielle Tradition und die t\u00e4gliche sittliche Erfahrung des griechischen Stadtstaates voraus. Und sie konzentrieren sich nicht mehr auf Tugenden, die ihre \u00dcberzeugungskraft aus den Evidenzen des Polis-Lebens beziehen. Ferner unterscheiden sie in ihren&hellip;","og_url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/die-ethik-der-stoa-ein-wegweisendes-erbe-fuer-den-humanismus\/","og_site_name":"Katholische Akademie in Bayern","article_publisher":"https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/","article_modified_time":"2024-12-11T08:09:03+00:00","og_image":[{"width":2560,"height":1441,"url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/2022-11-04-scaled.jpg","type":"image\/jpeg"}],"twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Estimated reading time":"18 minutes"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/die-ethik-der-stoa-ein-wegweisendes-erbe-fuer-den-humanismus\/","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/die-ethik-der-stoa-ein-wegweisendes-erbe-fuer-den-humanismus\/","name":"The Ethics of the Stoa - Catholic Academy in Bavaria","isPartOf":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/die-ethik-der-stoa-ein-wegweisendes-erbe-fuer-den-humanismus\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/die-ethik-der-stoa-ein-wegweisendes-erbe-fuer-den-humanismus\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/2022-11-04-scaled.jpg","datePublished":"2023-07-17T12:32:03+00:00","dateModified":"2024-12-11T08:09:03+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/die-ethik-der-stoa-ein-wegweisendes-erbe-fuer-den-humanismus\/#breadcrumb"},"inLanguage":"en-GB","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/die-ethik-der-stoa-ein-wegweisendes-erbe-fuer-den-humanismus\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/die-ethik-der-stoa-ein-wegweisendes-erbe-fuer-den-humanismus\/#primaryimage","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/2022-11-04-scaled.jpg","contentUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/2022-11-04-scaled.jpg","width":2560,"height":1441},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/die-ethik-der-stoa-ein-wegweisendes-erbe-fuer-den-humanismus\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Die Ethik der Stoa"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#website","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/","name":"Catholic Academy in Bavaria","description":"Church needs debate: \"catholic\" looking at the whole - and \"academic\" trusting in the power of arguments","publisher":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"en-GB"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#organization","name":"Catholic Academy in Bavaria","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Menue-Logo-Home@2x.png","contentUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Menue-Logo-Home@2x.png","width":496,"height":216,"caption":"Katholische Akademie in Bayern"},"image":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/"]}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/32051","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library"}],"about":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/media-library"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/32051\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":96373,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/32051\/revisions\/96373"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/32737"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=32051"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}