{"id":32053,"date":"2023-07-17T14:32:05","date_gmt":"2023-07-17T12:32:05","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=der-neue-mensch-revisited"},"modified":"2024-12-11T09:15:13","modified_gmt":"2024-12-11T08:15:13","slug":"der-neue-mensch-revisited-post-und-transhumanistische-perspektiven","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/der-neue-mensch-revisited-post-und-transhumanistische-perspektiven\/","title":{"rendered":"The New Man Revisited"},"content":{"rendered":"<p>Das Universum entstand vor etwa 14 Milliarden Jahren und die Erde vor etwa 4,5 Milliarden Jahren. Dann dauerte es noch eine weitere Milliarde Jahre, bis sich erste Lebensformen entwickelten. Erst in den j\u00fcngsten 530 Millionen Jahren haben sich S\u00e4ugetiere, Amphibien, Reptilien, Fische und V\u00f6gel entwickelt. In diesem Zeitraum w\u00e4re das Leben auch fast schon wieder ausgestorben. Vor 440, 372, 252, 201 und 66 Millionen Jahren gab es die gro\u00dfen f\u00fcnf Ereignisse von Massenaussterben, bei denen zuweilen sogar 95 % aller marinen Lebensformen ausgestorben sind. All dies geschah noch bevor der erste Mensch entstanden war. Die letzten gemeinsamen Vorfahren von Menschen und Menschenaffen lebten vor etwa 6 Millionen Jahren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Cyborgs<\/h3>\n<p>Der homo sapiens ist wohl vor rund 400.000 Jahren entstanden. Damals setzte aufgrund einer Genmutation die Sprachentwicklung ein, so dass die Voraussetzungen f\u00fcr Sprache vorhanden waren, die in jedem Einzelfall dann wieder mittels eines kulturellen und elterlichen Upgrades realisiert werden muss. Die kulturelle Steuerung macht uns zu tats\u00e4chlich sprachf\u00e4higen Lebewesen. Mit diesem Upgrade ist der Mensch entstanden. Bei der Sprachf\u00e4higkeit handelt es sich also um ein elterliches Upgrade, weshalb homo sapiens auch als Cyborgs bezeichnet werden k\u00f6nnen. Das Wort Cyborg steht schlie\u00dflich f\u00fcr den kybernetischen Organismus, wobei das Wort kybernetisch von dem altgriechischen kybernaetaes, also dem Steuermann eines Schiffs kommt. Cyborgs sind gesteuerte Organismen, und Menschen sind solche gesteuerten Organismen, die aufgrund der Steuerung die Sprachf\u00e4higkeit erlangen und damit auch zu vern\u00fcnftigen Wesen werden.<\/p>\n<p>Jeder Mensch entwickelt aufgrund einer jeweils idiosynkratischen Steuerung eine eigene verk\u00f6rperlichte Vernunft. Bei der Vernunft handelt es sich nicht um einen immateriellen Funken, sondern vielmehr um ein Ergebnis eines kulturellen Upgrades. Mit der entsprechenden Genmutation sind wir zum sprachf\u00e4higen Cyborg geworden, und als homo sapiens sind wir stets sprachf\u00e4hige Cyborgs gewesen, wobei es sich bei der Vernunft um einen Teil des evolution\u00e4r entstandenen K\u00f6rpers handelt. Der K\u00f6rper wiederum besteht aus etwa 39 Trillionen nicht-menschlicher Zellen, die zum Gro\u00dfteil in unserem Darm leben, und aus etwa 30 Trillionen menschlichen Zellen. Unser K\u00f6rper hat also mehr nicht-menschliche als menschliche Zellen. Auch sonst sind die Grenzen unserer K\u00f6rper gar nicht so einfach zu bestimmen. Unsere Smartphones k\u00f6nnen etwa als erweiterter Geist, als extended mind verstanden werden. Ein Mensch mit Cochlear Implantat kann dieses mit dem eigenen Smartphone steuern und so die eigenen kognitiven Kapazit\u00e4ten beeinflussen. Wenn ihm das Smartphone gegen seinen Willen weggenommen wird, dann kann dies durchaus auch als Verletzung der k\u00f6rperlichen Integrit\u00e4t verstanden werden, da so seine kognitiven M\u00f6glichkeiten beschr\u00e4nkt werden. Auch wenn der eigene Avatar im Metaversum ungewollt durch einen anderen Avatar bedr\u00e4ngt und ber\u00fchrt wird, dann kann dies als Verletzung der k\u00f6rperlichen Integrit\u00e4t aufgefasst werden. Der st\u00e4ndig sich im Prozess der Ver\u00e4nderung befindliche K\u00f6rper, in dem auch die Vernunft als Teil vorhanden ist, besteht aus mehr nicht-menschlichen als aus menschlichen Zellen und kann m\u00f6glicherweise siliziumbasierte Smartphones und digitale Avatare umfassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Posthumanismus<\/h3>\n<p>Es ist dieses Bild des homo sapiens, welches insbesondere bei kritischen Posthumanist*innen das Vorherrschende ist. Es ist deren zentrales Anliegen, das kulturell geschaffene und in unserem Kulturbereich vorherrschende Menschenbild zu verwinden, das auf der kategorialen ontologischen Dualit\u00e4t einer immateriellen Vernunft und eines materiellen K\u00f6rpers beruht, da mit ihm zentrale Diskriminierungsstrukturen einhergehen. Der auf kategorialen ontologischen Dualit\u00e4ten beruhende Humanismus wurde kulturell erschaffen, um bestimmte Herrschaftsstrukturen zu etablieren.<\/p>\n<p>Zentrale Entwicklungsschritte dieses kulturellen Prozesses sind die Anthropologien Platons, der Stoiker, Descartes und auch Kants. Wichtige problematische Diskriminierungsprozesse lassen sich treffend mittels Platons H\u00f6hlengleichnis erl\u00e4utern. Die helle Sonne steht f\u00fcr das unbedingt Gute, wohingegen die dunklen Schatten weit davon entfernt mit dem B\u00f6sen identifiziert werden. So ist der Rassismus als kulturelle Struktur entstanden. Die Sonne repr\u00e4sentiert die Vernunft, die weithin mit dem M\u00e4nnlichen identifiziert wurde, wohingegen unvern\u00fcnftige Urteile h\u00e4ufig auf den typisch weiblichen Gef\u00fchlen beruhen. So ist der Sexismus strukturell entstanden.<\/p>\n<p>Die Vernunft ist weiterhin eine Eigenschaft, die traditionell den Menschen kennzeichnete. Allen anderen Lebewesen kommt sie nicht zu. So ist der Speziesismus entstanden. Weiterhin erm\u00f6glicht einem die Vernunft, die unbedingte Wahrheit in Korrespondenz zur Wirklichkeit zu erkennen. So entstand der Aletheismus, die Diskriminierung aller Unwissenden, die weit entfernt von der einzigen tats\u00e4chlichen Wahrheit denken, leben und handeln. Eine dieser Wahrheiten ist, dass wir unserer Natur gem\u00e4\u00df handeln sollten. Und in der Natur unserer Genitalien liegt es, sich fortzupflanzen. Wenn wir sie nicht auf diese Weise gebrauchen, handelt es sich um ein unnat\u00fcrliches Verhalten. So entstand die Heteronormativit\u00e4t.<\/p>\n<p>Das zentrale Anliegen kritischer Posthumanist*innen ist es, diese diskriminierenden Prozesse zu verwinden, die auf verkrusteten kulturellen Strukturen einer speziellen Form des Humanismus beruhen. Hiermit gehen zahlreiche Herausforderungen einher, die mitunter gar nicht so einfach aufzul\u00f6sen sind. Es ist diese Vorgehensweise, die mir grunds\u00e4tzlich plausibel erscheint, aber noch unz\u00e4hlige intellektuelle, nicht notwendigerweise einfach zu l\u00f6sende Herausforderungen umfasst.<\/p>\n<p>Auch gibt es Vertreter*innen des kritischen Posthumanismus, deren Zielsetzungen h\u00f6chst problematisch sind, z. B. diejenigen, die davon ausgehen, dass die Klimaver\u00e4nderung die zentrale gegenw\u00e4rtige Herausforderung der Menschheit darstellt und infolgedessen wie folgt argumentieren: Der entscheidende Faktor f\u00fcr die Klimaver\u00e4nderung ist die \u00dcberbev\u00f6lkerung. Hieraus ergibt sich die moralische und m\u00f6glicherweise auch rechtliche Verpflichtung, auf Fortpflanzung zu verzichten bzw. sie politisch zu regeln. Solche paternalistischen und eugenischen Gedankeng\u00e4nge sind moralisch h\u00f6chst problematisch und sind im Konflikt mit der fantastischen kulturellen Errungenschaft von sozial-liberalen Demokratien. Wer die \u00dcberbev\u00f6lkerung als die zentrale gegenw\u00e4rtige Herausforderung ansieht, muss zu Forderungen gelangen, die im Konflikt zu Strukturen stehen, auf denen sozial-liberale Demokratien beruhen. Es gibt andere vielversprechendere Ans\u00e4tze mit der Klimaver\u00e4nderung umzugehen, die im Einklang mit den Errungenschaften sozial-liberaler Demokratien stehen und die mit technischen Innovationen zu tun haben. Technische Innovationen als das entscheidende Hilfsmittel zur Erh\u00f6hung der personalen Lebensqualit\u00e4t zu sehen, wird von Transhumanisten vertreten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Transhumanismus<\/h3>\n<p>Der Transhumanismus ist geistesgeschichtlich klar vom kritischen Posthumanismus zu unterscheiden. Zahlreiche zentrale Elemente des Transhumanismus teile ich. Radikale Variationen des Transhumanismus, wie etwa das Konzept des mind uploadings, erscheinen mir jedoch h\u00f6chst unplausibel und, was noch wichtiger ist, entfernt von dem, was in absehbarer Zeit f\u00fcr uns gesellschaftlich relevant ist. Der zentrale transhumanistische Gedanke ist der, dass wir mittels technischer Innovationen unsere bisherigen personalen Begrenzungen erweitern sollten, um so die Wahrscheinlichkeit eines florierenden Lebens zu erh\u00f6hen. Die meisten Transhumanisten vertreten die Variante einer naturalistischen Anthropologie. Entscheidend f\u00fcr ihr Selbstverst\u00e4ndnis sind jedoch normativen Forderungen, die durch ihr evolution\u00e4res Weltbild nahegelegt werden.<\/p>\n<p>Impfungen, Antibiotika und An\u00e4sthetika wurden in den vergangenen 250 Jahren entwickelt. Das \u00f6ffentliche Nutzen des Internets ist gerade einmal seit 1990 gegeben. Das erste Smartphone wurde 2007 vorgestellt, was knapp 15 Jahre her ist. Ein Leben ohne die digitale Welt ist heute bereits nicht einmal mehr vorzustellen. Die Genschere CRISPR\/Cas 9 wurde 2012, also vor nur 10 Jahren ver\u00f6ffentlicht. Musks Neuralink, das Hirn-Computer-Schnittstellen erforscht, wurde 2016 gegr\u00fcndet. Die Interaktion von Gentechniken, Gehirn-Computer-Schnittstellen und der Digitalisierung ist der vielversprechende Bereich, um die gegenw\u00e4rtigen personalen Begrenzungen zu \u00fcberschreiten. Transhumanisten fordern eine proaktive Grundhaltung zur F\u00f6rderung insbesondere dieser Techniken.<\/p>\n<p>In Deutschland ist der Transhumanismus insbesondere durch Sloterdijks Rede \u201eRegeln f\u00fcr den Menschenpark\u201c, der im \u00dcbrigen kein Transhumanist, sondern ein biokonservativer Denker ist, und Habermas\u2018 implizite Replik in seinem Essay zur liberalen Eugenik bekannt geworden. Seitdem sind jedoch schon mehr als 20 Jahre vergangen, und der Transhumanismus hat sich von einer kulturellen Nischenbewegung einer kleinen Gruppe von Intellektuellen zu einem weit verbreiteten kulturellen Ph\u00e4nomen entwickelt, das im Silicon Valley, bei Netflix Serien, bei Computerspielen, bei Hollywood-Filmen und auch aus unserem lebensweltlich-relevanten Alltag nicht mehr wegzudenken ist.<\/p>\n<p>Der homo sapiens ist vor 400.000 Jahren entstanden. Wird es in 400.000 Jahren noch Menschen geben? Wenn wir die Schnelligkeit der j\u00fcngsten Entwicklungen betrachten, ist dies wohl nicht wahrscheinlich. Entweder werden Menschen dann ausgestorben sein oder sich weiterentwickelt haben. In der Vergangenheit hing es von der nat\u00fcrlichen Selektion ab, wer \u00fcberlebt. Nun haben wir die M\u00f6glichkeit der menschlichen Selektion. Wir k\u00f6nnen die Evolution verbessern. Sollten wir dies tun? Da kein moralischer Verdienst darin besteht, genetisches Roulette zu spielen, ist das proaktive Eingreifen in der Tat die moralisch angemessene Reaktion auf die neu gegebenen technischen M\u00f6glichkeiten. Unter Transhumanisten wird dann dar\u00fcber diskutiert, ob es sich hierbei um eine moralische Pflicht handelt, wie dies von vielen utilitaristischen Transhumanisten vertreten wird, ob es sich um eine naheliegende Wahlm\u00f6glichkeit handeln sollte oder ob es ein Laster w\u00e4re, nicht auf diese M\u00f6glichkeiten zur\u00fcckzugreifen.<\/p>\n<p>Dieses Spektrum an M\u00f6glichkeiten verdeutlicht, dass es sich beim Transhumanismus bei Weitem nicht um eine homogene Gruppierung von libert\u00e4ren, utilitaristischen Hyper-Humanisten handelt, die alle nur auf ein schneller, weiter und h\u00f6her abzielen, um so einen Superman auf Viagra oder eine Wonderwoman mit Botox hervorzubringen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Eine andere unter Transhumanismus-Kritikern weit verbreite Variante der Darstellung ist es, den Transhumanismus als eine kulturelle Bewegung zu charakterisieren, die darauf abzielt, unsere Pers\u00f6nlichkeiten auf eine Festplatte hochzuladen, um so unsterblich zu werden. Bei beiden leider weit verbreiteten Repr\u00e4sentationen handelt es sich um verzerrende Karikaturen, die mit einer kritisch informierten Analyse des Transhumanismus nichts zu tun haben. Es gibt jedoch noch weitere Vorurteile bez\u00fcglich des Transhumanismus, die ein Hindernis f\u00fcr eine breitere akademische Rezeption dieses intellektuellen Weltverst\u00e4ndnisses darstellen. Stets wird implizit vermittelt, dass ein kritisch denkender Intellektueller, dem Transhumanismus notwendigerweise ablehnend gegen\u00fcberstehen muss.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Vorurteile gegen\u00fcber Transhumanismus<\/h3>\n<p>Eine kleine Auswahl von unzutreffenden Vorurteilen soll kurz dargelegt werden. Auf diese Weise k\u00f6nnen weitere Facetten des \u201eneuen Menschen\u201c hervortreten. Die folgenden vier Vorw\u00fcrfe sollen hier kurz thematisiert werden: 1. Der Totalitarismus-Vorwurf; 2. Der Vampir-Kapitalismus-Vorwurf; 3. Der Anthropozentrismus-Vorwurf; 4. Der Ungerechtigkeits-Vorwurf.<\/p>\n<h4>Totalitarismus-Vorwurf<\/h4>\n<p>Als Habermas in seinem Essay zur liberalen Eugenik von Nietzscheanischen-Z\u00fcchtungsfantasien der Transhumanisten spricht, dem er eine auf einer Verfassung beruhende pluralistische Gesellschaft entgegenstellt, dann steckt in dieser Aussage genau dieser Totalitarismus-Vorwurf verborgen. Wenn er im Jahr 2014 transhumanistisches Schaffen in den Kontext von Sekten-\u00e4hnlichen Denken r\u00fcckt, dann best\u00e4rkt er diesen Vorwurf sogar noch. Dem gegen\u00fcber steht die Rezeption des Transhumanismus bei den gegenw\u00e4rtig f\u00fchrenden Intellektuellen Russlands, wie etwa bei Alexander Dugin, dessen Tochter j\u00fcngst bei einem Anschlag ums Leben kam, und der ein Vordenker der Wahrheit der eurasischen Orthodoxie ist. Dugin bezeichnet den Transhumanismus explizit als eine Idee des Teufels. Der Pluralismus, die LGBTQIA*-Bewegung und alle anderen \u00dcbel der Welt sind Erscheinungsformen des Transhumanismus, der als der b\u00f6se Gegenspieler der orthodoxen Wahrheit dargestellt wird.<\/p>\n<p>Habermas kritisiert den Transhumanismus als anti-pluralistische Bewegung. Dugin hingegen kritisiert ihn aufgrund seines Pluralismus. Habermas Einsch\u00e4tzungen sind h\u00f6chst unplausibel. Der Transhumanismus kennt keine Riten, Heilsbringer, Gebete, Heilige oder Gebote. Es gibt noch nicht einmal notwendige Dogmen. Das Gegenteil ist der Fall. Der Fokus liegt auf naturwissenschaftlichen Einsichten. Wenn neue Ergebnisse vorliegen, m\u00fcssen alte Entscheidungen revidiert werden und neue Strategien ergriffen werden. Es handelt sich um eine pragmatische, liberale und naturwissenschaftliche Vorgehensweise.<\/p>\n<p>Auch auf politischer Ebene ist der Transhumanismus unverd\u00e4chtig. Politisch sind alle f\u00fchrenden Transhumanisten im liberalen Spektrum einzuordnen, wobei die Bandbreite enorm gro\u00df ist. Sie reicht von libert\u00e4ren Ausrichtungen bis hin zu sozial-liberalen Vorstellungen von Demokratie. Kein einziger f\u00fchrender Transhumanist vertritt eine autorit\u00e4re politische Struktur. Dies bedeutet nicht, dass bei libert\u00e4ren politischen Ordnungen nicht die Gefahr besteht, dass implizit paternalistische Tendenzen bef\u00f6rdert werden. Diese Sorge ist sicherlich zutreffend. Es ist also nicht so, dass eine libert\u00e4re politische Ausrichtung nicht gewisse Herausforderung mit sich bringt. Dieser Umstand liegt aber st\u00e4rker im Libertarismus als im Transhumanismus begr\u00fcndet.<\/p>\n<p>Dugins Charakterisierung des Transhumanismus hingegen ist als Beschreibung schon wesentlich zutreffender: Pluralismus, die Unterst\u00fctzung der LGBTQIA*-Bewegung und der Einsatz von Gentechniken zur F\u00f6rderung des personalen Florierens sind durchaus Normen, die im Transhumanismus weithin geteilt werden. Das Problem liegt in seiner Charakterisierung des Transhumanismus als Idee des Teufels. Seine Beschreibung des Transhumanismus ist nicht unplausibel, nur seine normative Bewertung muss auf den Kopf gestellt werden. Es sind gerade die anti-autorit\u00e4ren, anti-paternalistischen und anti-totalit\u00e4ren Grundhaltungen, die kennzeichnend f\u00fcr den Transhumanismus sind und die gerade f\u00fcr den Transhumanismus sprechen. Dugins Bewertung des Transhumanismus als Idee des Teufels ist das Problem, weniger seine Beschreibung des Transhumanismus.<\/p>\n<h4>Vampir-Kapitalismus-Vorwurf<\/h4>\n<p>Gerade aus dem linken politischen Spektrum h\u00f6rt man h\u00e4ufig, dass mit dem Transhumanismus ein Kapitalismus ohne Ber\u00fccksichtigung der n\u00e4chsten Generationen und der Nachhaltigkeit einhergeht. Es ist sicherlich zutreffend, dass die Klimaver\u00e4nderung eine der wichtigen Herausforderungen unserer Tage ist. Handelt es sich hierbei jedoch um die wichtigste Herausforderung, der alle anderen \u00dcberlegungen unterzuordnen sind oder nicht? Dies ist die entscheidende Frage. Wenn dies der Fall sein sollte, dann lie\u00dfen sich eugenische Regelungen begr\u00fcnden, das Verbot der Fortpflanzung, von Fl\u00fcgen sowie auch des Fleischverzehrs. Selbstredend k\u00f6nnten solche Entscheidungen nur innerhalb eines Landes getroffen werden, da gl\u00fccklicherweise keine Weltregierung vorhanden ist, die globale gesetzliche \u00adRegelungen \u00ad<br \/>\ntreffen kann. Wenn ein Land Kohle-und Atomkraftwerke verbietet, dann werden ebensolche Kraftwerke in anderen L\u00e4ndern gebaut. Im Zweifelsfall wird der so gewonnene Strom oder die so gewonnene Energie dann noch in das Land importiert, in dem die Verbotsregelungen getroffen wurden. Eine wirkm\u00e4chtige L\u00f6sung sieht anders aus.<\/p>\n<p>Ein anderer Ansatz sieht vor, nicht-nachhaltige Vorg\u00e4nge h\u00f6her zu besteuern. Auf diesen Ansatz trifft jedoch die gleiche Herausforderung zu, wie die gerade genannte. Au\u00dferdem f\u00f6rdert sie noch die soziale Ungerechtigkeit innerhalb eines Landes. Fleisch, Fl\u00fcge und geheizte Fincas nur f\u00fcr die Reichen. Wichtig ist es weiterhin zu realisieren, dass die exponentielle Bev\u00f6lkerungszunahme der Hauptgrund f\u00fcr unseren enormen Konsum und nicht-nachhaltiges Handeln ist, was letztlich die entscheidenden Gr\u00fcnde f\u00fcr die Klimaver\u00e4nderungen darstellen. Welche M\u00f6glichkeiten sind gegeben, diese Herausforderung anzugehen? Ein Fortpflanzungsverbot ist eine totalit\u00e4re eugenische Ma\u00dfnahme, die die Grundstrukturen von liberalen Demokratien untergr\u00e4bt. Eine steuerliche Handhabung f\u00fchrt zur sozialen Ungerechtigkeit. Kinder nur f\u00fcr Reiche. Beide Ma\u00dfnahmen stellen weiterhin keine globalen Ans\u00e4tze dar.<\/p>\n<p>Die Bev\u00f6lkerungen Chinas und Indiens stellen bereits jetzt mehr als ein Drittel der Weltbev\u00f6lkerung dar. Weiterhin gilt zu beachten, dass mit dem steigenden Reichtum auch ein erh\u00f6hter Fleischkonsum einhergeht. Fleisch zu essen, ist ein Zeichen sozialer Distinktion. K\u00f6nnten (moralische) Appelle ein Ansatz sein, um Menschen vom Fleischkonsum abzubringen? Ein umfassender, effektiver und schneller Wandel im Handeln kann durch Appelle wohl kaum erzielt werden. Es wird also ein Ansatz ben\u00f6tigt, der global funktioniert, ohne dass auf globaler Ebene totalit\u00e4re Regelungen getroffen werden m\u00fcssen, was weder w\u00fcnschenswert noch realistisch ist.<\/p>\n<p>Der \u00d6konom und Statistiker der Universit\u00e4t Oxford, Max Roser, der auch f\u00fcr die herausragende Webseite ourworldindata verantwortlich ist, hat aufgezeigt, dass die Bev\u00f6lkerungsentwicklung in vier Stufen verl\u00e4uft. Mit der qualifizierteren medizinischen Versorgung und verbesserten Hygiene geht eine geringere S\u00e4uglingssterblichkeit und eine l\u00e4ngere Lebensdauer einher. Mit einer erh\u00f6hten Bildung, gesteigerten Lebensqualit\u00e4t und gesicherten Unterkunft, Verpflegung und sozialen Absicherung verringert sich weiterhin noch die Fortpflanzungsrate. In Deutschland liegt sie bei 1,5, in \u00d6sterreich bei 1,4 und in Italien sogar nur bei 1,2. Dieses Ph\u00e4nomen kann auch global beobachtet werden. Studien der Vereinten Nationen zeigen sogar auf, dass wenn die Lebensqualit\u00e4t, Hygiene und der Zugang zur Bildung, Krankenversorgung und Grundnahrungsmitteln weiterhin so ansteigt, wie bisher, dann kann davon ausgegangen werden, dass der 12 Milliardste Mensch nie geboren wird. Wenn diese Forschung zutreffend ist, dann bedeutet dies, dass die \u00dcberbev\u00f6lkerung nie als Problem auftreten wird, da mittels Innovationen die Lebensqualit\u00e4t so gesteigert werden kann, dass die Fortpflanzungsrate signifikant zur\u00fcckgeht.<\/p>\n<p>Der gesteigerte Zugang zu Fortpflanzungstechniken ist ein weiterer Ansatz, um diese Entwicklung weiter zu f\u00f6rdern. Pille, Kondom, k\u00fcnstliche Befruchtung, Leihmutterschaft und schlie\u00dflich die k\u00fcnstliche Geb\u00e4rmutter, an der bereits gearbeitet wird, sind Entwicklungen, die dazu f\u00fchren, dass wir die Sexualit\u00e4t von der Reproduktion abkoppeln k\u00f6nnen. Sexualit\u00e4t ist zur Unterhaltung da, wohingegen die Reproduktion technisch realisiert wird, um auf die Weise die Wahrscheinlichkeit einer verbesserten Lebensqualit\u00e4t zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Wenn diese Einsch\u00e4tzungen plausibel sind, dann sind global keine totalit\u00e4ren, paternalistischen, eugenischen, sozial-ungerechten oder auch ineffizienten Ma\u00dfnahmen n\u00f6tig, um die Herausforderung \u201eBev\u00f6lkerungsentwicklung\u201c und damit einhergehend auch die Frage der Klimaver\u00e4nderung anzugehen. Vielmehr scheinen die hier dargelegten Ma\u00dfnahmen zu verdeutlichen, dass mittels Innovation die Errungenschaften der liberalen Demokratie bewahrt werden k\u00f6nnen und die Herausforderung \u201eKlimaver\u00e4nderung\u201c trotzdem wirkm\u00e4chtig angegangen werden kann. Hiermit soll nicht gesagt werden, dass keine anderen Ma\u00dfnahmen notwendig sind. Diese \u00dcberlegungen verdeutlichen zumindest, dass wir nicht verzweifeln m\u00fcssen. Es gibt Studien, die nahelegen, dass mittels einer weltweiten Steigerung der Lebensqualit\u00e4t, wodurch auch die Herausforderung \u201eglobale Gerechtigkeit\u201c ber\u00fccksichtigt wird, die aneinander gekoppelten Herausforderungen \u00dcberbev\u00f6lkerung und Klimaver\u00e4nderung erfolgreich angegangen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<h4>Anthropozentrismus-Vorwurf<\/h4>\n<p>Es gehe dem Transhumanismus nur um die Steigerung der menschlichen Lebensqualit\u00e4t. Es handele sich um einen Hyper-Humanismus. Es drehe sich beim Transhumanismus alles nur um den Menschen, selbst wenn von der \u00dcberwindung des Menschen gesprochen wird. Auch hierbei handelt es um weit verbreitete Kritikpunkte.<\/p>\n<p>Diese k\u00f6nnen leicht entkr\u00e4ftet werden. Ein zentrales Anliegen der meisten Transhumanisten ist es, dass der Personenstatus auf nicht-menschliche Lebewesen ausgeweitet wird. Der Anti-Speziesismus und Anti-Anthropozentrismus sind ganz zentrale Aspekte der meisten transhumanistischen Anthropologien. Diese Sto\u00dfrichtung ist nicht ohne moralische Herausforderungen, jedoch hat sie beim Transhumanismus ganz praktische Implikationen.<\/p>\n<p>Der Kohlendioxidaussto\u00df in der Massentierhaltung ist ein entscheidender Faktor der Klimaver\u00e4nderung. Mit der Steigerung der Lebensqualit\u00e4t und der Bev\u00f6lkerungsrate in Indien und China steigt der dortige Fleischkonsum weiter enorm an. Alternativen sind notwendig. In Singapur wurde vor gar nicht allzu langer Zeit der Verkauf von k\u00fcnstlichem Fleisch rechtlich erlaubt. Tiere m\u00fcssen nicht mehr geschlachtet werden. Der Kohlendioxidaussto\u00df durch tierische Abgase ist nicht mehr vorhanden. Die Verseuchung der B\u00f6den ist nicht mehr gegeben. Antibiotika zur Vorbeugung von Krankheiten m\u00fcssen nicht mehr gegeben werden, was wiederum Konsequenzen f\u00fcr das Risiko der Entstehung von antibiotikaresistenten Keimen hat.<\/p>\n<p>Gleichzeitig haben US-amerikanische Forscher auch noch veganen K\u00e4se entwickelt, der aus echter Laktose gewonnen wird. Die Laktose stammt jedoch nicht von K\u00fchen, sondern der genetisch modifizierten Hefe. Mittels des genome editing kann also vegane Milch realisiert werden, die die Grundlage f\u00fcr den K\u00e4se darstellt. An diesen und zahlreichen weiteren Beispielen kann aufgezeigt werden, wie mittels technischer Innovationen der Anthropozentrismus im Handeln vermieden werden kann, ohne dass wir auf Fleisch und K\u00e4se verzichten m\u00fcssen. Weder Verbote, Besteuerungen oder Werbema\u00dfnahmen sind notwendig, um den Lebensstil zu ver\u00e4ndern, sondern ausschlie\u00dflich bessere Alternativen. Bei diesen stellt sich dann auch nicht die Frage, wie diese global realisiert werden k\u00f6nnen. Vielmehr steigt die Nachfrage nach solchen Produkten automatisch. Sie muss nicht erzwungen werden. Dies ist der gro\u00dfe Vorteil des Anliegens, anthropozentrisches Denken mittels technischer Innovationen zu \u00fcberwinden.<\/p>\n<h4>Ungerechtigkeits-Vorwurf<\/h4>\n<p>Das Unterwandern des Gleichheitsgrundsatzes und die F\u00f6rderung von Ungerechtigkeit waren zwei wichtige Anliegen, weshalb Fukuyama den Transhumanismus herausstellte, als er Anfang dieses Jahrtausends danach gefragt wurde, welche Idee es f\u00fcr die gef\u00e4hrlichste der Welt h\u00e4lt. Anhand eines Beispiels soll herausgestellt werden, dass der gegenw\u00e4rtige Umgang mit digitalen Daten in Europa nicht in unserem demokratischen Interesse ist und dass wir die Bedeutung von digitalen Daten radikal umdenken m\u00fcssen. Dieser Gedanke soll hier nur kurz angesprochen werden. In meiner Monographie \u201eWe have always been cyborgs\u201c (2022) habe ich ihn detailliert erl\u00e4utert.<\/p>\n<p>Daten sind das neue \u00d6l wird weithin von Wirtschaftswissenschaftler*innen vertreten. Digitale Daten sind intellektuelles Eigentum. \u00d6l hingegen ist ein Rohstoff. Dies sind unterschiedliche Entit\u00e4ten. Die Einsch\u00e4tzung ist trotzdem zutreffend, da beide Entit\u00e4ten mit Geld, Macht und Einflussnahme zu tun haben. Mit der europ\u00e4ischen Datenschutzgrundverordnung ist es in Europa jedoch enorm schwierig, auf umfassende Weise digitale Daten zu sammeln. Diese sind jedoch von kaum untersch\u00e4tzbarer Relevanz, da sie f\u00fcr die naturwissenschaftliche Forschung ben\u00f6tigt werden, zur technischen Innovation, zum Einsatz von Ressourcen und Energien, zur politischen Entscheidungsfindung und noch aus zahlreichen anderen Gr\u00fcnden. In den USA werden digitale Daten von den gro\u00dfen Tech-Unternehmen gesammelt, und in China auf noch effizientere Weise vom Staat, da Daten auch die Grundlage f\u00fcr deren Sozialkreditsystem darstellen.<\/p>\n<p>Digitale Daten sind von kaum untersch\u00e4tzbarer Relevanz, und Europa verzichtet darauf, diese effizient zu sammeln, zu analysieren und zu nutzen. Es ist diese Grundhaltung, die gegenw\u00e4rtig die zentrale Herausforderung f\u00fcr Europa darstellt. Wenn digitale Daten so relevant sind, wie dies weithin von Wirtschaftswissenschaftler*innen vertreten wird, dann wird die Datenschutzgrundverordnung signifikante Konsequenzen f\u00fcr Europa haben, die zum weiteren wirtschaftlichen Abstieg f\u00fchren wird, da Innovation und Forschung nur in China effizient realisiert werden k\u00f6nnen. Dort sind die daf\u00fcr notwendigen digitalen Daten vorhanden.<\/p>\n<p>Wenn es Europa wirtschaftlich schlechter geht, wird es die Mittelklasse wohl als erste stark zu sp\u00fcren bekommen. Ihnen wird es entweder absolut oder auch nur relativ schlechter gehen als bisher. Wenn dies der Fall ist, dann suchen die Betroffenen Schuldige, die sie in der Regel bei den Andersdenkenden, den Ausl\u00e4ndern, den Fl\u00fcchtlingen, anderen Minderheiten oder dem b\u00f6sen Anderen im Allgemeinen finden. Die Spannung wird immer st\u00e4rker, bis dass es zum B\u00fcrgerkrieg kommt. Dies sind die Aussichten, wenn die finanziellen Mittel nicht mehr so vorhanden sind, wie dies bislang der Fall war. Es sind die gegenw\u00e4rtigen Gesetzgebungen, die zum Unfrieden, zur Unzufriedenheit und zum Aufruhr in Europa f\u00fchren werden. Aus diesem Grund ist ein Umdenken bez\u00fcglich der Bedeutung digitaler Daten unerl\u00e4sslich.<\/p>\n<p>Mein Vorschlag ist es, dass personalisierte digitale Daten vom Staat gesammelt werden m\u00fcssen. Sie k\u00f6nnen dann entpersonalisiert an Unternehmen verkauft werden, von denen sie dann analysiert werden k\u00f6nnen. Diese Analyse sollte prim\u00e4r durch Algorithmen geschehen, da Menschen leicht zu korrumpieren sind. Der entscheidende Clou ist es jedoch, dass der finanzielle Gewinn, den der Staat mittels der Algorithmen realisiert, im allgemeinen, demokratischen Interesse verwendet werden sollte. Das Interesse, das weithin geteilt wird, ist es, gesund l\u00e4nger zu leben, d.h. eine verl\u00e4ngerte Gesundheitsspanne. Mit den erzielten Gewinnen sollte etwa die \u00f6ffentliche allgemeine Krankenversicherung bezahlt werden. Dann w\u00fcrden die digitalen Daten tats\u00e4chlich in einem demokratischen Sinne genutzt werden.<\/p>\n<p>Gegenw\u00e4rtig ist es so, dass auf die umfassende Ber\u00fccksichtigung der digitalen Daten in Europa verzichtet wird, sie in den USA dazu benutzt werden, den Reichtum der Tech-Unternehmer*innen zu steigern, und in China sind sie vorhanden, um die autorit\u00e4re politische Ordnung zu festigen. Nirgendwo werden digitale Daten im demokratischen Sinne genutzt. Aus diesem Grund muss \u00fcber die Bedeutung von digitalen Daten neu nachgedacht werden. Es war mir wichtig, diesen Punkt noch kurz und auch stark verk\u00fcrzt zu erw\u00e4hnen, da diese Fragestellung aus meiner Sicht eine der gegenw\u00e4rtig relevantesten ist, zu der es gilt, sich dringend neu zu positionieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Conclusio<\/h3>\n<p>In diesem \u00dcberblicksartikel ging es mir darum, einige der zentralen Herausforderungen herauszustellen, auf die posthumanes Denken aufmerksam macht. Mit dem posthumanen Paradigmenwechsel geht die Notwendigkeit einher, zahlreiche verkrustete Strukturen des dualistischen Humanismus, der \u00fcber 2500 Jahre westliches Denken und Handeln gepr\u00e4gt hat, zu verwinden. Ich freue mich auf den weiteren intellektuellen Austausch zu diesen gegenw\u00e4rtig hochbrisanten Themen. Nur \u00fcber einen offenen, kritischen und pluralistischen Diskurs ist es m\u00f6glich, zu einer angemessenen Ber\u00fccksichtigung der Pluralit\u00e4t an Interessen gelangen zu k\u00f6nnen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Universum entstand vor etwa 14 Milliarden Jahren und die Erde vor etwa 4,5 Milliarden Jahren. Dann dauerte es noch eine weitere Milliarde Jahre, bis sich erste Lebensformen entwickelten. Erst in den j\u00fcngsten 530 Millionen Jahren haben sich S\u00e4ugetiere, Amphibien, Reptilien, Fische und V\u00f6gel entwickelt. 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