{"id":32061,"date":"2023-07-17T14:32:11","date_gmt":"2023-07-17T12:32:11","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=eine-vertane-chance"},"modified":"2024-12-09T14:47:30","modified_gmt":"2024-12-09T13:47:30","slug":"eine-vertane-chance-die-rezeption-leibniz-in-der-christlichen-theologie","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/eine-vertane-chance-die-rezeption-leibniz-in-der-christlichen-theologie\/","title":{"rendered":"A missed opportunity?"},"content":{"rendered":"<p>Der Fortschritt der Akademieausgabe zeigt: Leibniz hat sich ein Leben lang mit theologischen Fragen besch\u00e4ftigt. Er zeigt auch: Seine Philosophie erw\u00e4chst aus dem Versuch, theologische Kontroversen zu l\u00f6sen und die christliche Weltsicht gegen die Gefahr des Atheismus zu verteidigen. Es ist also nicht falsch, zu sagen, dass Leibniz zeit seines Lebens auf die Theologie, ihre Fragestellungen und L\u00f6sungen rekurriert hat. Diese besser zu begr\u00fcnden und ihre Kontroversen durch vern\u00fcnftige \u00dcberlegung zu l\u00f6sen, war eines seiner zentralen Motive: Teil jener vern\u00fcnftigen Liebe zu Gott (amour \u00e9clair\u00e9), die allumfassend ist, da die Welt Teil hat an der Vernunft und G\u00fcte Gottes, die es \u00fcberall zu bef\u00f6rdern gilt.<\/p>\n<p>L\u00e4sst sich das Leben des Leibniz deuten als ein Abarbeiten an Fragen der christlichen Religion, so ist es lohnenswert, auch die Frage zu stellen, inwiefern sich die christliche Theologie umgekehrt an seiner Position abgearbeitet hat. Diese Rezeptionsgeschichte ist mehr als gelehrte Bezugnahmen historiographisch aufzulisten. Die Transformation christlichen Denkens durch Leibniz, der Anspruch der Konvergenz von Christentum und Vernunft und die damit verkn\u00fcpften \u00f6kumenischen Initiativen mussten f\u00fcr die Theologie selbst zum Referenzpunkt, zu dem man sich positionieren musste, werden. Diese Positionierung erfolgte stets in Bezug zu dem, was von Leibniz\u2019 Denken im jeweiligen Zeitalter bekannt war. Im Folgenden sollen wichtige Stationen dieser bis heute andauernden Rezeptionsgeschichte skizziert werden.<\/p>\n<h3>Die im 18. Jahrhundert bekannten Quellen<\/h3>\n<p>Leibniz stand am Beginn einer Epoche, die zu einer tiefgehenden Transformation der Theologie und zu einem grundlegenden Wandel aller Lebensverh\u00e4ltnisse gef\u00fchrt hat, der Aufkl\u00e4rung. Die Theologie gegen den Atheismus zu verteidigen, die Glaubenss\u00e4tze vern\u00fcnftig neu zu durchdenken und die Spaltung der Konfessionen zu \u00fcberwinden, waren Intentionen, die die Theologie des 18. Jahrhunderts in Variationen fortf\u00fchrte. Oft rekurrierte man nicht auf Leibniz direkt, denn die wenigsten seiner \u00dcberlegungen waren publiziert und der Nachwelt bekannt. Lange Zeit bildeten die popul\u00e4rphilosophischen\u00a0Essais de th\u00e9odic\u00e9e\u00a0(1710), deren Nachklang im erstmals 1717 ver\u00f6ffentlichten Briefwechsel mit dem englischen Theologen und Newton-Vertrauten Samuel Clarke und die beiden Ausgaben der Monadologie (1720 in deutscher und 1721 in lateinischer \u00dcbersetzung) die einzigen publizierten Schriften. Elemente seines Denkens wurden aber \u00fcber die Wolff\u2018sche Philosophie indirekt und in einem neuen Bezugssystem transportiert. Sein \u00f6kumenisches Bem\u00fchen um eine Aufhebung der Kirchenspaltung erschloss sich lange Zeit nur bruchst\u00fcckhaft aus Publikationen, in denen sich f\u00fcr das Thema relevante St\u00fccke der Leibniz-Korrespondenz befanden. Im Wesentlichen war dies sein Briefwechsel mit Pellisson, Jablonski, Bossuet und der Band I der Werkausgabe von Louis Dutens mit\u00a0Theologica. Doch war dies eher Anlass f\u00fcr knappe Reminiszenzen; wirkm\u00e4chtig blieb die Theodizee. Der Zusammenhang von systematisch-theologischen \u00dcberlegungen, philosophischen Positionierungen und \u00f6kumenischen Vorschl\u00e4gen konnte so nicht erfasst werden.<\/p>\n<h3>Leibnizrezeption \u00fcber den theologischen Wolffianismus<\/h3>\n<p>Durch Christian Wolff (1679\u20131754) gewann das Denken des Leibniz zun\u00e4chst gro\u00dfen Einfluss. Dass dieser nur die Gedanken von Leibniz geordnet und vulgarisiert habe, ist freilich ein Fehlurteil, das zu einem guten Teil auf den Hallenser pietistischen Wolff-Gegner Joachim Lange (1670\u20131744) zur\u00fcckgeht, so in dessen \u201eAnmerkungen\u201c und dann in seiner\u00a0Modesta disquisitio\u00a0(1724) zu Wolffs Deutscher Metaphysik. Lange warf Wolff vor, nur die Gedanken des Leibniz, besonders seine Lehre von der Monade und von der pr\u00e4stabilierten Harmonie, aufgegriffen und systematisiert zu haben. Kurz darauf kam die Titulierung\u00a0Metaphysica Leibniz-Wolffiana\u00a0auf, die auch Wolff-Bef\u00fcrworter \u00fcbernahmen. Zwar wehrte sich Wolff schon 1727 in seinem\u00a0Monitum ad commentationem luculentam, dass nur sehr weniges in seiner Philosophie von Leibniz stamme (\u201epaucissima sunt Leibnitii\u201c), dennoch sprach nicht nur Kant immer wieder von der Leibniz-Wolffschen Schule.<\/p>\n<p>Wolff hat sicher mehr als\u00a0paucissima\u00a0von Leibniz rezipiert, explizit oder implizit, gerade was die Lehre von Gott und von der menschlichen Seele betrifft. Andererseits hat er aber die Monadenlehre vor allem zur Deutung der k\u00f6rperlichen Substanzen gerade nicht \u00fcbernommen. Die Lehre der pr\u00e4stabilierten Harmonie in Bezug auf das Leib-Seele-Problem sei zwar immerhin plausibler als diejenige des Aristoteles oder diejenige des Malebranche; durch Beweis zu eigen gemacht hat sich Wolff dieselbe aber nicht. Wolff war Eklektiker und hat vieles von Leibniz aufgegriffen, aber mitunter in den Zusammenhang seiner eigenen Lehre gebracht und aufwendig zu beweisen versucht bzw. und zum Ausgangspunkt f\u00fcr Syllogismen gemacht. Mit Leibniz trat er f\u00fcr eine \u201evern\u00fcnftige Orthodoxie\u201c ein, nach der die Philosophie die Wahrheit der nat\u00fcrlichen Theologie beweisen, in Bezug auf die geoffenbarten Mysterien aber zeigen kann, dass diese nicht der Vernunft widersprechen, so dass der Glaubensakt nicht widerspr\u00fcchlich ist, auch wenn nicht jede Wahrheit des Christentums philosophisch bewiesen werden kann.<\/p>\n<p>Schon der fr\u00fche Wolff hatte theologische Anh\u00e4nger, so Georg Bernhard Bilfinger (1693\u20131750), der an der philosophischen Fakult\u00e4t in T\u00fcbingen lehrte und vorher u. a. als Schlossprediger dort gewirkt hatte. Er versuchte nicht nur Wolffs Philosophie zu erkl\u00e4ren, sondern auch die von diesem behauptete \u00dcbereinstimmung derselben mit der Moralphilosophie der Konfuzianer nachzuweisen. In T\u00fcbingen war auch der Theologieprofessor Israel Gottlieb Canz (1690\u20131753) ein fr\u00fcher Anh\u00e4nger Wolffs, der 1728 in Frankfurt ein Werk erscheinen lie\u00df, das f\u00fcr Theologen die wichtigsten Kapitel der Philosophie von Leibniz und Wolff aufbereitete.<\/p>\n<p>Johann Gustav Reinbeck (1683\u20131741), Propst an der Petrikirche in Berlin und Konsistorialrat, war ebenfalls einer der f\u00fchrenden fr\u00fchen theologischen Wolffianer, der in neun B\u00e4nden die Wahrheit der\u00a0Confessio Augustana\u00a0als vernunftgem\u00e4\u00df nachweisen wollte. In Jena baute Jakob Carpov (1699\u20131768) seine Dogmatik wollfianisch mit Hilfe der demonstrativ-syllogistischen \u201emathematischen\u201c Methode auf, nachdem er vorher Wolff in Marburg gegen die Vorw\u00fcrfe Langes verteidigt hatte. Nach Wolffs R\u00fcckkehr nach Halle gewann er unter den Theologen immer mehr Anh\u00e4nger, auch im katholischen Bereich. Nun begann, so Karl Aner, die \u201eVollbl\u00fcte der Wolffschen Philosophie\u201c. Besonders einflussreich wirkte in Halle Siegmund Jakob Baumgarten (1706\u20131757), der ungeachtet seiner pietistischen Pr\u00e4gung die demonstrative Methode Wolffs rezipierte und auf Dogmatik und Ethik anwandte.<\/p>\n<p>Die katholische Theologie des 18.\u00a0Jahrhunderts war durch die gro\u00dfen kirchlichen Orden gepr\u00e4gt. Einen wesentlichen Anteil an der \u00d6ffnung zur neuen Wolff\u2019schen Philosophie und Theologie hatten hier die Augustinereremiten angeregt durch das r\u00f6mische Ordensgeneralat. Augustinereremiten wie Agnellus K\u00e4ndler (1692\u20131745) und Gelasius Hieber (1671\u20131731) waren ma\u00dfgebend an der bayerischen Akademiebewegung beteiligt, auch wenn diese sp\u00e4ter als \u201eLoge der Wolffianer\u201c verschriene Akademie dann erst 1759 zustande kam. Auch die Kl\u00f6ster der Benediktiner und die Salzburger Benediktineruniversit\u00e4t wurden im 18. Jahrhundert Ausgangspunkte f\u00fcr eine Rezeption von Leibniz und Wolff. In Salzburg f\u00fchrte der sp\u00e4tere Ensdorfer Abt Anselm Desing (1699\u20131772) durch eine Reform der Studienordnung die neue Philosophie ein; der Benediktiner Berthold Vogel (1708\u20131772) aus Kremsm\u00fcnster las in der Folge die\u00a0Philosophia scholastica, indem er Leibniz rezipierte. Rezipienten der Leibniz-Wolffschen Philosophie waren in \u00d6sterreich dann der Jesuit Sigismund von Storchenau (1731\u20131798), in M\u00fcnchen der aufgekl\u00e4rte Theatiner Ferdinand Sterzinger (1721\u20131786), v.a. aber der Jesuit Benedikt Stattler (1728\u20131797), der sich an der Ingolst\u00e4dter Universit\u00e4t offensiv zu Leibniz und Wolff bekannte und zentrale philosophische Thesen von beiden \u00fcbernahm; in irenisch-\u00f6kumenischen Werken trat er f\u00fcr eine Ann\u00e4herung der Konfessionen ein. Stattler hatte f\u00fcr die Geschichte des katholischen Denkens eine enorme Bedeutung; die Argumente seines \u201eAnti-Kant\u201c bestimmten lange die kritische Ablehnung der Kant\u2019schen Philosophie durch die meisten Katholiken.<\/p>\n<p>Als Nachklang dieses philosophischen, antikantianisch ausgerichteten Leibnizianismus im katholischen Denkraum des 19. Jahrhunderts kann der Prager Priester Bernhard Bolzano (1781\u20131848) gelten mit seinem aufgekl\u00e4rt-ethischen Verst\u00e4ndnis von Religion, der als der \u201eb\u00f6hmische Leibniz\u201c bezeichnet, 1819\/20 aber deshalb von seinem Prager Lehrstuhl entfernt wurde. Als Mathematiker, Logiker, Philosoph und Theologe setzte er sich intensiv mit Leibniz auseinander. In theologischer Hinsicht zeigt sich der Einfluss von Leibniz\u2019 Monadologie bei ihm vor allem in seinem Werk\u00a0Athanasia\u00a0(1827), das den Unsterblichkeitsbeweis aus der Einfachheit der Monade aufgreift und weiterentwickelt; das Weiterleben nach dem Tod ergebe sich zudem aus der unendlichen Vervollkommnungsf\u00e4higkeit endlicher geistiger Seelenverm\u00f6gen.<\/p>\n<h3>Der Zusammenhang zwischen Quellenlage, Rezeption und Leibnizbild<\/h3>\n<p>Der Umstand, dass von Leibniz nur wenige Schriften gedruckt vorlagen und die zeitweilige Dominanz von Christian Wolff implizierten f\u00fcr die theologische Leibniz-Rezeption drei fundamentale Weichenstellungen.<\/p>\n<p>a)\u00a0Rezipiert wurde eine philosophische Theologie, die apologetisch den Raum f\u00fcr eine Theologie der Offenbarung, f\u00fcr die Dogmatik er\u00f6ffnen wollte, die aber selbst die dogmatische loci nicht behandelte. Dass Leibniz Zeit seines Lebens sich denkerisch mit den Glaubenss\u00e4tzen dieser dogmatischen Theologie besch\u00e4ftigt hat, dass er diese durchdenken und besser begr\u00fcnden wollte, blieb unbekannt.<\/p>\n<p>b)\u00a0Der theologische Wolffianismus konnte im evangelischen Deutschland seine Vorherrschaft nur kurz behaupten. Man hat ihn eine \u201e\u00dcbergangstheologie\u201c genannt. Schon Baumgarten widmete sich am Ende seines Lebens mehr dem historischen als dem rationalen Beweis, eine Tendenz, die sein Sch\u00fcler Johann Salomo Semler dann konsequenter weiterf\u00fchren sollte. Wollte Wolff mit der Vernunft noch die M\u00f6glichkeit von Offenbarungswahrheiten nachweisen, die f\u00fcr die Vernunft unzug\u00e4ngliche Geheimnisse blieben, so wurde dies in Neologie und Rationalismus als unbefriedigend empfunden. Das G\u00f6ttliche ist vern\u00fcnftig und deshalb vern\u00fcnftig erkennbar; heilsentscheidend f\u00fcr den Menschen kann nur sein, was er qua Mensch erkennen und handelnd \u00adbefolgen\u00ad kann. Leibniz wurde deshalb konsequenterweise bald als Wegbereiter des theologischen Rationalismus gesehen. Dass er explizit gegen die Sozinianer und die Deisten argumentiert hat, trat in den Hintergrund, obwohl Lessing sich explizit auf die antisozinianischen Argumente des Leibniz st\u00fctzte.<\/p>\n<p>c)\u00a0Nicht nur der Zusammenhang von Theologie und Philosophie bei Leibniz wurde unzureichend erfasst, sondern auch wie eng seine \u00f6kumenischen Bestrebungen mit seinem sonstigen Denken, namentlich seiner Theologie und Philosophie, zusammenhingen. Deshalb brachte man seinen Unionsverhandlungen nur ein historisches Interesse entgegen, veranlasst durch besondere politische Umst\u00e4nde.<\/p>\n<h3>Die Deutung der Unionsbestrebungen des Leibniz<\/h3>\n<p>Ans\u00e4tze, den inneren Zusammenhang zwischen \u00d6kumene, Theologie und Philosophie bei Leibniz zu erfassen, gab es bereits im 18. Jahrhundert, nicht zuletzt bei katholischen Rezipienten. Zur bayerischen Akademiebewegung z\u00e4hlte etwa auch der Pollinger Augustinerchorherr Eusebius Amort (1692\u20131775), ein universaler, in der Philosophie bewusst eklektizistischer Gelehrter, der nicht nur die Philosophie des Leibniz aufgriff, sondern sich auch mit seinen \u00f6kumenischen Bestrebungen besch\u00e4ftigte. Der T\u00fcbinger Theologe Christoph Matth\u00e4us Pfaff sprach als protestantischer Theologe den Lehrdifferenzen zwischen Lutheranern und Reformierten eine kirchentrennende Relevanz ab. Er kannte auch Leibniz\u2019 Verhandlungen mit Jablonski; dennoch sind seine Aussagen \u00fcber Leibniz\u2019 Unionsbem\u00fchungen eher negativ. Nach einer \u00c4u\u00dferung aus dem Jahr 1742 galt ihm Leibniz als \u201eein Irreligionaire\u201c.<\/p>\n<p>Ein sp\u00e4ter Rekurs auf die katholisch-evangelischen Verhandlungen von Leibniz erfolgte durch den Oberpf\u00e4lzer Ex-Benediktiner Maximilian Prechtl (1757\u20131822). Dieser hatte bei den Jesuiten in Amberg studiert, war nach deren Aufhebung bei den Benediktinern in Michelsfeld eingetreten und lehrte am Amberger Lyzeum Dogmatik und Kirchengeschichte, bis er Anfang 1800 zum Abt seines Heimatklosters gew\u00e4hlt wurde. Nach der nie ganz verwundenen S\u00e4kularisation forschte er als Privatgelehrter zur Geschichte seines Klosters und bem\u00fchte sich um eine konfessionelle Ann\u00e4herung. Gegenseitige Aufkl\u00e4rung und vorurteilslose Vernunftpr\u00fcfung lasse eine Reunion als m\u00f6glich erscheinen. Seine irenisch-\u00f6kumenische Hoffnung und optimistische Handhabe der historischen und philosophischen Vernunftpr\u00fcfung blieben der katholischen Aufkl\u00e4rung in Abwehr radikal-antichristlicher Str\u00f6mungen verpflichtet. 1815 erschien sein Werk: \u201eFriedens-Benehmen zwischen Bossuet, Leibnitz und Molan f\u00fcr die Wiedervereinigung der Katholiken und Protestanten. Geschichtlich und kritisch beurteilt\u201c. Neben den genannten Motiven klingt in der Vorrede ein weiterer Grund f\u00fcr die Er\u00f6rterung der \u00f6kumenischen Pl\u00e4ne um Leibniz an: Die Hoffnung auf eine St\u00e4rkung des deutschen Vaterlandes durch eine religi\u00f6se Wiedervereinigung im Kampf gegen \u201eReligions-Indifferentismus\u201c. Inhaltlich schlug sich Prechtl auf die Seite Bossuets: F\u00fcr ihn war es \u201eder grosse Philosoph Leibniz\u201c, der in die sachlich-vern\u00fcnftige Verst\u00e4ndigung politisch-eigenn\u00fctziges Kalk\u00fcl brachte und deshalb das Scheitern verursachte. \u201eAllein Theologie war nicht das Fach\u201c, so Prechtl, \u201ein welchem Leibniz gleiche St\u00e4rke besa\u00df\u201c.<\/p>\n<p>Diese Aufspaltung des Leibniz-Bildes zwischen einem systematisch denkenden Philosophen und einem Religionspolitiker bestimmte die theologische Debatte um Leibniz\u2019 Reunionsbem\u00fchungen im 19. Jahrhundert. Diese wurde durch einen Paukenschlag von katholischer Seite eingeleitet. Seit 1821 erschien in Mainz die streng antiaufkl\u00e4rerische und antiprotestantisch am Papst und am restaurativen Katholizismus Frankreichs orientierte Zeitschrift \u201eDer Katholik\u201c. Deren Herausgeber, Andreas R\u00e4\u00df und Nikolaus Weis, brachten 1820 die im deutschen Sprachraum erste Edition und \u00dcbersetzung von Leibniz\u2019\u00a0Examen religionis christianae\u00a0(damals\u00a0Systema theologicum) genannt, mit einer Vorrede des Jesuiten Johann Lorenz Doller (1750\u20131820) heraus. Grundlage war eine franz\u00f6sische Edition, f\u00fcr die der Generalsuperior von St. Sulpice, Jacques Andr\u00e9 \u00c9mery (1732\u20131811), aus Hannover eine Abschrift erhalten hatte. Dessen fehlerhafte, posthum erschienene Edition diente R\u00e4\u00df und Weis als Vorlage. Leibniz sollte \u2013 gem\u00e4\u00df dem Interesse der Mainzer \u2013 zum Katholiken und Konvertiten gemacht werden, das\u00a0Systema\u00a0wurde bereits vom franz\u00f6sischen Herausgeber als das \u201ereligi\u00f6se Testament\u201c des Leibniz tituliert. Den Nachweis wollte Dollers 122 Seiten umfassende Vorrede f\u00fchren. Seine Argumentation war eindeutig: Zuerst wies er nach, dass der hochgebildete Leibniz von Beginn an auf dem Boden der geoffenbarten Religion stand und weder Indifferentist noch Antitrinitarier, und deshalb auch kein davon angekr\u00e4nkelter \u201eNeuprotestant\u201c gewesen sei. Danach wollte er mittels Ausschluss die Position des Leibniz immer n\u00e4her bestimmen, indem er aufgrund seiner Abendmahls- und Freiheitslehre ausschloss, dass er reformiert oder altlutherisch gewesen sei. Im Herzen sei er Katholik gewesen, wie er 1691 an Madame de Boinon geschrieben habe. Seine ekklesiologischen Ansichten entsprachen am ehesten der katholischen Lehre. Da er Bossuet nicht mehr geantwortet habe, habe er ihm zugestimmt und sei Konvertit gewesen, auch wenn er aus Liebe zu seinem Hof es vers\u00e4umt habe, seinen \u00dcbertritt \u00f6ffentlich zu machen. All dies werde durch Leibniz\u2019 System der Theologie bewiesen, das echt und eine echte Apologie der katholischen Religion sei.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich war diese Inanspruchnahme durch die ultramontanen Katholiken auf entschiedenen Widerspruch im protestantischen Lager gesto\u00dfen; die Absicht des Leibniz werde von den Katholiken v\u00f6llig verkannt, so der K\u00f6nigsberger Kantnachfolger Wilhelm Traugott Krug (1770\u20131842) und der G\u00f6ttinger Philosoph Gottlob Ernst Schulze (1761\u20131833), dessen\u00a0Aenesidemus\u00a0einst Fichte dazu veranlasste, die Resultate Kants tiefer gegen skeptische Zweifel zu begr\u00fcnden. Auch die erste Auflage der\u00a0Realencyclop\u00e4die f\u00fcr protestantische Theologie und Kirche\u00a0wies alle Versuche zur\u00fcck, ihn f\u00fcr die katholische Kirche zu vereinnahmen.<\/p>\n<h3>Aloys Pichlers Leibniz-Deutung<\/h3>\n<p>Dem konservativen, antiaufkl\u00e4rerischen Ultramontanismus stand zun\u00e4chst auch der M\u00fcnchener Kirchenhistoriker Ignaz D\u00f6llinger nahe, der den Protestantismus wegen seiner in seinen Augen negativen Folgen f\u00fcr die sittlich-ethische, freie Pers\u00f6nlichkeit historisch widerlegen wollte. Seit den 1860er Jahren wurde er aber dem Papsttum gegen\u00fcber immer kritischer, das seit dem Mittelalter die Kirchenverfassung in ein papales Herrschaftssystem verf\u00e4lscht habe. Als Rektor der M\u00fcnchener Universit\u00e4t in ihrem 400. Jubil\u00e4umsjahr 1872 entwickelte er ein\u00a0Programm zur Wiedervereinigung der Konfessionen. Dabei kam er auch auf Leibniz zu sprechen: Dieser sei der hervorragendste Mann im damaligen Deutschland gewesen, \u201eebenso scharfsinnig wie vielseitig und von unermesslichem Wissen\u201c. Die These, dass Leibniz heimlich Katholik gewesen sei, lehnte er ab. Das\u00a0Systema\u00a0sei als Dokument verfasst, um sich in den anderen hineinzuversetzen und dessen Position m\u00f6glichst annehmbar darzustellen. Tats\u00e4chlich sei wohl niemals ein Protestant dem Papsttum so wohlwollend gegen\u00fcbergestanden wie Leibniz.<\/p>\n<p>Im Umkreis D\u00f6llingers entstand eine Gesamtdarstellung der Theologie des Leibniz durch seinen Sch\u00fcler Aloys Pichler (1833\u20131874). Dieser wurde in M\u00fcnchen 1857 promoviert und war seit 1863 Privatdozent. Er war einer der begabtesten Sch\u00fcler D\u00f6llingers, der sich ganz dem D\u00f6llinger\u2019schen Programm, die konfessionellen Trennungen durch historische Forschung zu \u00fcberwinden verschrieben hatte. Seine polemischen Schriften gegen das ultramontane Papsttum wurden auf den Index der verbotenen B\u00fccher gesetzt. 1869 wurde er von der russischen Regierung nach St. Petersburg berufen, wo ihm ein Leben ganz f\u00fcr seine kirchenhistorischen Studien erm\u00f6glicht wurde. Wegen B\u00fccherdiebstahls wurde er jedoch 1871 zu lebenslanger Haft in Sibirien verurteilt; 1874 auf F\u00fcrsprache des bayerischen Prinzregenten begnadigt, starb er wenige Wochen sp\u00e4ter, gerade 40-j\u00e4hrig. 1869\/70 erschien auf \u00fcber 1.100 Seiten eine Gesamtdarstellung von Leibniz\u2019 Theologie. Leibniz sollte aus dem Schatten Wolffs und des Rationalismus herausgel\u00f6st werden, da er ein unverk\u00fcrzt-christlicher Denker sei. Pichler behandelte nach einer allgemeinen Einf\u00fchrung dessen Gottes- und Sch\u00f6pfungslehre, dann Anthropologie, Ekklesiologie und Sakramentenlehre und Eschatologie. Erst von hier aus beleuchtete er die Reunionsverhandlungen zwischen Leibniz und Bossuet, wobei er sich im ganzen Werk mit der Position des Leibniz identifizierte. Das kenntnisreiche Werk zeichnet sich durch gro\u00dfe Quellenn\u00e4he aus, auch wenn immer wieder zentrale Kategorien aus den Parteienk\u00e4mpfen von Pichlers Gegenwart aufscheinen, in die Leibniz eingeordnet wird, ganz besonders in die Gegnerschaft zum Ultramontanismus. Leibniz war ihm ein echter Christ, der \u00fcber allem Partikular-Konfessionellen stand und so die denkerische Grundlage f\u00fcr eine Reunion der Christen legen konnte, auch wenn er am Egoismus und der Machtpolitik seiner Zeitgenossen gescheitert sei. Im Lauf seines Lebens sei in ihm der Historiker gegen\u00fcber dem Philosophen st\u00e4rker hervorgetreten: So habe er sich durch seine historischen Studien dem Katholizismus wieder ein St\u00fcck weit entfremdet, dem er philosophisch nahegestanden sei. Das\u00a0Systema theologicum\u00a0sei ein Produkt jener ersten Phase des Leibniz, auch wenn eine Einbettung in sein sonstiges Denken klar zeige, dass er auch damals kein Kryptokatholik gewesen sei. Sein wichtigster Grundsatz sei gewesen, dass nur das essentielle, alle Christen qua g\u00f6ttliches Recht verpflichtende Glaubenslehre sein k\u00f6nne, was die Kirche schon immer als solche geglaubt habe. Der einfache Bibelglaube bed\u00fcrfe zwar im Falle seiner Bestreitung mitunter einer wissenschaftlichen Neuformulierung und Verteidigung, doch k\u00f6nne niemals etwas als heilsentscheidende Kirchenlehre aufgestellt werden, wor\u00fcber in der Alten Kirche Freiheit geherrscht habe.<\/p>\n<p>Das Leibnizbild in der protestantischen Theologiegeschichtsschreibung<\/p>\n<p>In der protestantischen Theologiegeschichte des 19. Jahrhunderts diente Leibniz, durch die Brille des Wolffianismus interpretiert, meist als negative Kontrastfolie in der Absetzung vom theologischen Rationalismus. Friedrich Schleiermacher stand Leibniz von Beginn an kritisch gegen\u00fcber; die Theodizee stand im Zentrum seiner Ablehnung, unterwerfe diese doch Gott den Gesetzen des Verstandes und mache ihn zum Urheber des B\u00f6sen. Anstatt beim christlich-frommen Bewusstsein setze sie f\u00e4lschlich rein spekulativ an: Sie sei nur \u201eein Erzeugni\u00df der Speculation\u201c. Diese Vorw\u00fcrfe sollten die Sichtweise der protestantischen Theologie in der Folgezeit dominieren. Im erweckten und bekenntnisgebundenen Protestantismus kam der Heterodoxie-Vorwurf dazu: Nach Friedrich August Tholuck bedeute seine Lehre von der \u201ebesten aller m\u00f6glichen Welten\u201c eine rationalistische Verf\u00e4lschung von S\u00fcnden- und Erl\u00f6sungsbewusstsein, da sie \u201enicht nur die S\u00fcnde, sondern auch die Offenbarung ausschlie\u00dfe. Sie habe den Satz, \u201eWhatever is, is right\u201c, zur Konsequenz. Den Vorwurf, die christliche Lehre von S\u00fcnde und Erl\u00f6sung verf\u00e4lscht zu haben, erhob auch der Marburger, sp\u00e4ter Hallenser Dogmatiker Julius M\u00fcller (1801\u20131878).<\/p>\n<p>Leibniz galt bei Tholuck als Wegbereiter des Rationalismus, bei Ferdinand Christian Baur dagegen als Stufe einer h\u00f6heren Synthese von Glauben und Wissen. In dieser Perspektive konnte ihn die liberale kulturprotestantische Theologie w\u00fcrdigen und als historische Voraussetzung des eigenen Denkens deuten. F\u00fcr Adolf von Harnack bestand Leibniz\u2019 theologische Leistung im Bruch mit dem augustinischen Menschenbild und dessen S\u00fcnden- und Gnadenlehre, die er durch einen freudigen Optimismus ersetzt habe. Nach Ernst Troeltsch kommt Leibniz eine Schl\u00fcsselstellung f\u00fcr die Herausbildung der neuzeitlichen Form des Christentums zu, der eine neue Gottesidee, die mit den modernen Wissenschaften vereinbar sei, in die Theologie eingef\u00fchrt habe. Der Kern seiner Religionsphilosophie sei die Mystik, die innerliche Gegenw\u00e4rtigkeit des Evangeliums im Subjekt. Heinrich Hoffmann<br \/>\n(1874\u20131951), Sch\u00fcler von beiden, legte zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Monographie zur Religionsphilosophie des Leibniz vor. Trotz der Erkenntnis, dass dieser an zahlreichen theologischen Problemen gearbeitet habe, bleibt die Sicht bestimmend, dass seine Bedeutung in der Wegbereitung des Rationalismus bestehe: \u201eZusammenfassend darf gesagt werden, dass Leibnizens religionsphilosophische Anschauung im Grunde die deistische war, dass aber dieses Grundschema noch durch mancherlei andere Tendenzen gekreuzt wurde. [. . .] Es kann kein Zweifel sein, dass die lebenskr\u00e4ftigen Elemente der Leibniz\u2019schen Religionsanschauung auf der Seite dessen lagen, was er nat\u00fcrliche Theologie nannte.\u201c<\/p>\n<p>Das Bild von Leibniz als Wegbereiter des Rationalismus war es dann auch, das zur Kritik durch Lutherrenaissance und dialektische Theologie zu Beginn des 20. Jahrhunderts f\u00fchrte; nach Karl Holl und Werner Elert verkannte Leibniz die s\u00fcndhafte Gebrochenheit des Menschen. In seiner gro\u00dfen Theologiegeschichte deutete Emanuel Hirsch die Theologie des Leibniz als Verschiebung des reformatorischen Christentums hin zu einer Fr\u00f6mmigkeit, die sich aus der \u201euniversalen Anschauung rational-ethischen Gepr\u00e4ges\u201c n\u00e4hrt, auch wenn in ihr Luthers reformatorische Glaubens- und Gewissensreligion noch fortwirke. F\u00fcr Karl Barth schlie\u00dflich war Leibniz \u2013 so respektvoll er \u00fcber ihn auch schrieb \u2013 der Prototyp einer unsachgem\u00e4\u00dfen Vermittlung von Vernunft- und Christusglaube, ein monistischer Optimismus, zu dem der sich offenbarende Gott sein \u00adNein gesprochen habe.<\/p>\n<h3>Der lange Schatten der Rezeptionsgeschichte: Ausblick ins 20. Jahrhundert<\/h3>\n<p>Die Stationen der Leibnizrekurses in der christlichen Theologie\u00a0<a id=\"_idTextAnchor004\"><\/a>waren gepr\u00e4gt von den \u00e4u\u00dferen Rezeptionsbedingungen: der fragmentarischen Kenntnis seines Werks und der einflussreichen Vermittlung seines Denkens durch Christian Wolff. Die Folge war, dass einseitig die nat\u00fcrliche, also die philosophische Theologie, im Zentrum der Rezeption stand. Leibniz wurde als Denker des Satzes vom zureichenden Grund, der Monade und der pr\u00e4stabilierten Harmonie und eines metaphysischen Optimismus gesehen. Als solcher war er \u2013 in der Gestalt des Wolffianismus \u2013 einflussreich, galt bald aber als Vorstufe des Rationalismus, den er ja an sich abgelehnt hatte. Die Theologie des 19. Jahrhunderts sah ihn deshalb entweder als (blo\u00dfe) Vorl\u00e4ufergestalt ihres eigenen, kulturprotestantischen Denkens an, oder lehnte ihn als Wegbereiter einer rationalistischen Verf\u00e4lschung des Christentums ab.<\/p>\n<p>Die Vermittlung des Leibniz\u2019schen Denken \u00fcber die Theodizee und durch Wolff bedingte eine Einseitigkeit: Leibniz\u2019 Abwehrstellung gegen Deismus, Sozinianismus und Rationalismus kam nur unzureichend in den Blick; seine \u00dcberlegungen zur materialen Theologie, zur Dogmatik, waren nahezu unbekannt; der Zusammenhang zwischen seinem philosophischen und theologischen Denken und seinen \u00f6kumenischen Bem\u00fchungen wurden nicht erfasst. Dies ist einer der Gr\u00fcnde daf\u00fcr, dass die moderne \u00f6kumenische Bewegung im 20. Jahrhundert zun\u00e4chst ohne nennenswerte Kenntnisse von Leibniz\u2019 \u00dcberlegungen auskam. Die Gesamtdarstellung Aloys Pichlers zu seiner Theologie blieb die Ausnahme; durch den Bruch D\u00f6llingers mit der katholischen Kirche des I. Vatikanums und aufgrund des tragischen Schicksals von Pichler konnte auch sie keinen gro\u00dfen Einfluss entfalten.<\/p>\n<p>Erst in j\u00fcngster Zeit hat die Akademie-Ausgabe und damit in Verbindung stehend die Leibniz-Forschung die F\u00fclle an theologischen \u00dcberlegungen und Texten des Leibniz ans Licht gebracht. Die Einsicht, wie eng Philosophie, Theologie und \u00d6kumene, aber auch andere Wissensbereiche bei Leibniz verbunden sind, pr\u00e4gt seither die Leibnizforschung und auch unsere Tagung. Ansatzweise hat auch eine neue, tiefergehende Rezeption seines Denkens in der christlichen Theologie begonnen, man denke vor allem an das Werk der emeritierten Erlanger Systematikers Walter Sparn. Dennoch steht eine breitere Rezeption seines Denkens noch aus, das f\u00fcr sich in Anspruch nimmt, Naturalismus, Rationalismus und Atheismus abzuwehren, die Geheimnisse des Christentums zu bewahren und vernunftgem\u00e4\u00df neu zu durchdenken und so einen Beitrag zu leisten f\u00fcr Frieden, Einheit und Fortschritt der Christen<br \/>\nund ganzen Menschheit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Fortschritt der Akademieausgabe zeigt: Leibniz hat sich ein Leben lang mit theologischen Fragen besch\u00e4ftigt. Er zeigt auch: Seine Philosophie erw\u00e4chst aus dem Versuch, theologische Kontroversen zu l\u00f6sen und die christliche Weltsicht gegen die Gefahr des Atheismus zu verteidigen. 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