{"id":32062,"date":"2023-07-17T14:32:11","date_gmt":"2023-07-17T12:32:11","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=stiftungen-eine-welt-fuer-sich"},"modified":"2024-12-09T15:38:18","modified_gmt":"2024-12-09T14:38:18","slug":"stiftungen-eine-welt-fuer-sich-soziale-religioese-und-kulturelle-aspekte","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/stiftungen-eine-welt-fuer-sich-soziale-religioese-und-kulturelle-aspekte\/","title":{"rendered":"Foundations - a world apart"},"content":{"rendered":"<p>Die Fuggerei ist nicht nur ein international bekanntes Wahrzeichen der einstigen Reichsstadt Augsburg, sondern eben auch ein exemplarischer Fall f\u00fcr eine fr\u00fchneuzeitliche soziale Stiftung, mit der ihre Gr\u00fcnder, zu Reichtum und Adel gelangte B\u00fcrger und zugleich international agierende Kaufleute, ihren wirtschaftlichen Erfolg zum Anlass einer sozialen Selbstverpflichtung nahmen, wie es Dietmar Schiersner in seinem Vortrag zeigt. Stefan Ihli f\u00fchrt uns vor, dass auch das Stiften nach bestimmten Regeln vollzogen werden musste und muss, die aus einer Gegenwart stammen und von deren Bedingungen reguliert werden.<\/p>\n<h3>Das historische und religi\u00f6se Umfeld<\/h3>\n<p>Fremd erscheint den Menschen von heute das oft \u00fcberstarke gesellschaftliche Gef\u00e4lle, irritierend f\u00fcr Viele ist angesichts einer s\u00e4kularen Umwelt die damals selbstverst\u00e4ndliche, wechselseitige Durchdringung von Weltlichem und Religi\u00f6sem, Erscheinungsformen des menschlichen Lebens und Denkens, die in der Erfahrungswelt des modernen Menschen meistens s\u00e4uberlich getrennt sind. Bis in die Neuzeit hinein waren Religion und Gesellschaft eine den Alltag bestimmende, lebensweltliche Einheit, die Lebensvollzug und Glaubenspraxis ebenso pr\u00e4gte wie sie auf Berufsaus\u00fcbung, politische und gesellschaftliche Verh\u00e4ltnisse Einfluss hatte.<\/p>\n<p>Hinzu kam die starke Betonung der Eschatologie seit dem sp\u00e4teren Mittelalter. Auf dem Fundament biblischer Aussagen und ihrer Interpretation durch die Kirchenv\u00e4ter, vor allem Augustinus, und die mittelalterlichen Theologen war die Lehre von den Letzten Dingen und ihre katechetische Vermittlung vielerorts in Bildern gegenw\u00e4rtig. Der Einzelne wusste sich in der Spannung zwischen der eigenen S\u00fcndhaftigkeit und der Vollendung im Jenseits, war sich eines neuen Lebens nach dem Tod gewiss, dem die Auferstehung des Leibes vorausgehen musste.<\/p>\n<p>Voraussetzung f\u00fcr die neue, endzeitliche Existenz war die strenge und gerechte Beurteilung des irdischen Lebens durch Gott als Richter und die Zuweisung eines Aufenthaltsorts f\u00fcr die Ewigkeit, Himmel oder H\u00f6lle, zugeteilt und bemessen nach erworbenen Verdiensten oder begangenen Verfehlungen. Neu hinzugekommen war die Lehre vom Fegfeuer, mit dem man die unterschiedlichen neutestamentlichen Gerichtsvorstellungen, Einzelgericht nach dem Tod und das alle Menschen betreffende Weltgericht am Ende der Zeiten, ausglich. Die Hoffnung auf das f\u00fcrbittende Gebet, das die Leiden der Armen Seelen zu lindern verm\u00f6chte, die Hoffnung auf die F\u00fcrsprache der \u00adHeiligen, aber auch auf die Wirkung guter Werke, sogar stellvertretend zum Nutzen anderer, verfestigten \u00f6konomisierende Vorstellungen.<\/p>\n<p>Hinzu kam noch, dass seit dem Hochmittelalter die Sorge um die Erinnerung\u00a0(memoria)\u00a0zu den individuellen Grundanliegen geh\u00f6rte. Dies betraf nicht nur das eigene Erinnern, sondern auch die stetige, institutionalisierte Erinnerung in Liturgie und Geschichte. Zu den grundlegenden Erkenntnissen der Memoria-Forschung in den Geschichtswissenschaften geh\u00f6rt, dass das Modell des \u00f6ffentlichen stetigen Erinnerns an Personen oder Institutionen in allen Gattungen der \u00dcberlieferung pr\u00e4sent und durch viele religi\u00f6se, historische und rechtliche Faktoren ebenso bestimmt war wie durch \u00f6konomische, politische und kulturelle Motive.<\/p>\n<p>Man spricht von \u201eMemoria als Kultur\u201c und definierte die Sorge um die Erinnerung als eine Schl\u00fcsselkategorie des Mittelalters. Im Sp\u00e4tmittelalter, das der englische Historiker Francis Du Boulay nicht ohne Grund als\u00a0age of ambition\u00a0bezeichnet hat, als\u00a0Zeitalter des Ehrgeizes, gelang es immer \u00f6fter Pers\u00f6nlichkeiten mit besonderen Begabungen, die Schranken des Systems zu durchbrechen, vermochten solche, modern gesagt, Sozialaufsteiger immer \u00f6fter, nicht aufgrund von Herkunft und Geburt, sondern durch individuelle Leistung Anerkennung, Erfolg und gesellschaftlichen Rang zu erreichen.<\/p>\n<p>Auch sie mussten \u2013 so erwartete es ihre Umwelt, so sahen sie sich auch selbst in der Pflicht \u2013 f\u00fcr ihre\u00a0memoria\u00a0sorgen. Auch sie taten das durch aufwendig gestaltete Grabm\u00e4ler, aber auch durch Stiftungen mit weiterreichender sozialer Relevanz. Ich beschr\u00e4nke mich auf drei Beispiele, die ich etwas n\u00e4her vorstellen m\u00f6chte und die f\u00fcr mich beredte Exempel f\u00fcr das Ph\u00e4nomen \u201eStiftung\u201c sind, an ihnen werden unterschiedliche Aspekte erkennbar, die sie auf unterschiedliche Weise mit der Fuggerei in Augsburg verbinden.<\/p>\n<h3>Krankenhausstiftung mit Sozialstation \u2013 Cusanus und Geschwister<\/h3>\n<p>Mein erstes Beispiel geht auf den Theologen, Philosophen und Mathematiker Nikolaus von Kues (1401\u20131464), lat. Cusanus \u00adzur\u00fcck, einen der bedeutendsten Philosophen seiner Zeit. Er wurde 1401 in Kues an der Mosel (heute Bernkastel-Kues) als Sohn eines verm\u00f6genden F\u00e4hrunternehmers auf der Mosel geboren und begann 1415 mit dem Grundstudium der\u00a0Artes liberales\u00a0in Heidelberg, setzte sein Studium 1417 in Padua fort, wo er 1423 zum Doktor der Dekrete promoviert wurde; er war also Jurist, Fachmann f\u00fcr kirchliches Recht. 1425 studierte er in K\u00f6ln Philosophie und Theologie, 1427 wurde er Sekret\u00e4r des Trierer Erzbischofs. Dieser sandte ihn f\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter zum Konzil nach Basel, um die Interessen des Bischofs zu vertreten. In Basel schloss sich Cusanus Papst Eugen IV. an und wurde zwischen 1436 und 1440 zum Priester geweiht, 1448 zum Kardinal ernannt und 1450 zum Bischof geweiht, ein Amt, das er in Brixen wahrnehmen sollte.<\/p>\n<p>In der Folgezeit bereiste er zwei Jahre lang als p\u00e4pstlicher Legat die deutschen L\u00e4nder und bem\u00fchte sich um die Reform der Kirche in Bist\u00fcmern und Kl\u00f6stern, als Bischof von Brixen allerdings vergeblich. Dauernder Streit mit dem Herzog von Tirol (1427\u20131496) zwangen ihn, Tirol zu verlassen. Er ging 1458 zu seinem Freund Enea Silvio Piccolomini (1405\u20131464), dem gelehrten Papst Pius II. (1458\u20131464), nach Rom. Dort war er bis zu seinem Tod 1464 an der Kurie als Generalvikar in Rom t\u00e4tig.<\/p>\n<p>1458 hatte er mit seinen Geschwistern in seinem Geburtsort das St. Nikolaus-Hospital (Cusanusstift) als Armen- und Altenheim gestiftet. Die Stiftung gr\u00fcndete auf dem Erbe der Eltern, vor allem Weinbergen und landwirtschaftlichen G\u00fctern. In der Stiftungsurkunde hei\u00dft es: \u201eDa nach den Worten des Apostels wir alle vor dem Richterstuhle Christi stehen werden, um Lohn oder Strafe zu empfangen, je nachdem wir im leiblichen Leben Gutes oder B\u00f6ses getan haben, so m\u00fcssen wir dem Tag der letzten Ernte zuvorkommen durch Werke der Barmherzigkeit und im Ausblick auf die Ewigkeit auf Erden s\u00e4en, was wir im Himmel verdienen wollen zu ernten aus der Hand des mit vielfacher Frucht vergeltenden Herrn; denn wer sp\u00e4rlich s\u00e4et, wird auch sp\u00e4rlich ernten, wer aber Gutes s\u00e4et, wird auch Gutes ernten.\u201c<\/p>\n<p>Cusanus und seine Familie stiften 10.000 Goldgulden f\u00fcr den Neubau, um\u00a0\u201e33 arme und notleidende abgearbeitete Personen nach der Zahl der Jahre aufzunehmen, welche Christus, unser Erl\u00f6ser, auf Erden zugebracht hat, sechs Priester, sechs Adelige und einundzwanzig gemeine Leute:\u201c Cusanus regelte genau Unterk\u00fcnfte und Versorgung von Dienstboten und Priestern, die in der Kapelle Gottesdienst halten, Seelsorge leisten und die Sakramente spenden sollten. Dar\u00fcber hinaus wurden die Pflichten und Rechte des Rektors und der Aufsicht f\u00fchrenden Vistatoren sowie die Details des Lebens im Hospital sehr genau geregelt bis in Details der Kleidung. Die Lebensweise im Hospital sollte m\u00f6glichst dem Vorbild der Laienbr\u00fcder der regulierten Chorherren von Windesheim folgen sowohl in der Lebensf\u00fchrung als auch in den Gebetsverpflichtungen, jedoch immer mit R\u00fccksicht auf die Schwachen.<\/p>\n<p>Die Priester, ausgenommen die gebrechlichen, sollten ihr Breviergebet gemeinsam nach dem Glockenzeichen in der Kapelle verrichten, nicht zu fr\u00fch am Morgen, damit auch die Bewohner des Hospitals anwesend sein konnten, um ihre Gebete zu verrichten. Nach dem Vorbild einer sp\u00e4tgotischen Klosteranlage lie\u00df er das noch bestehende Hospital errichten und w\u00e4hlte den hl. Nikolaus von Myra zum Patron des Hauses und dessen Kapelle. Das Hospital wurde zum Universalerben, dem Cusanus den gr\u00f6\u00dften Teil seines Verm\u00f6gens, darunter auch seine wertvolle, umfangreiche und weithin ber\u00fchmte Privatbibliothek, vermachte. Seine Stiftung besteht bis heute.<\/p>\n<h3>Hospitalstiftung \u2013 Nicolas Rolin und Guigone de Salins<\/h3>\n<p>Mein zweites Beispiel ist die Stiftung von Nicolas Rolin (1376\u20131462). Nach dem Studium der Rechte hatte er sich hochgearbeitet bis zur Position des Kanzlers der Herz\u00f6ge von Burgund, die er vierzig Jahre innehatte und w\u00e4hrend deren er einer der reichsten und m\u00e4chtigsten Politiker seiner Zeit wurde. Er galt als harter, auf seinen Vorteil bedachter Taktiker, hatte seit 1408 Herzog Johann Ohnefurcht gedient, danach dessen Sohn Philipp, der ihn 1424 zum Ritter schlug. Er war ma\u00dfgeblich beteiligt an der Konsolidierungspolitik der reichen Herz\u00f6ge, die durch Gebietserwerbungen eine beinahe zusammenh\u00e4ngende L\u00e4ndermasse von Flandern im Norden \u00fcber Holland und Luxemburg bis nach Genf im S\u00fcden beherrschten und das Zustandekommen eines unabh\u00e4ngigen Staats \u00adzwischen Frankreich und dem R\u00f6mischen Reich anstrebten.<\/p>\n<p>Nachdem sich Burgund im Hundertj\u00e4hrigen Krieg mit England gegen Frankreich verb\u00fcndet hatte, handelte Rolin 1435 den Frieden von Arras aus. Selbst in den Niederadel erhoben, heiratete er schlie\u00dflich eine Adelige, sein Sohn wurde Bischof von Autun und Kardinal. Mit seiner Ehefrau beschloss er, f\u00fcr die nach dem Hundertj\u00e4hrigen Krieg von Krankheiten und Hungersnot geplagte Region der \u00adC\u00f4te-d\u2019Or im s\u00fcdlichen Burgund 1443 ein Hospital in Beaune zu gr\u00fcnden, wo der gr\u00f6\u00dfte Teil der Bev\u00f6lkerung hungerte. Der Bau nach dem Vorbild fl\u00e4mischer Hospit\u00e4ler zog sich bis 1452 hin. Die Stiftung mit Krankenhaus und Apotheke besteht bis heute, finanziert sich vor allem durch Weinbesitz in den besten und teuersten Lagen der C\u00f4te d\u2019Or.<\/p>\n<p>Die Leitung der gesamten Institution nahm ein\u00a0ma\u00eetre\u00a0als Verwalter der Stiftung wahr. Rolin f\u00f6rderte bis zu seinem Tod die Entwicklung seiner Stiftung, des \u201eH\u00f4tel-Dieu\u201c. Die Hauptgeb\u00e4ude (Nord- und S\u00fcdfl\u00fcgel) stammen aus dem 15.\u00a0Jahrhundert. Fl\u00e4mische Bauleute waren f\u00fcr die Ausf\u00fchrung verantwortlich, bei der Ausstattung wurde an nichts gespart, angefangen bei den glasierten Dachziegeln und Bodenfliesen bis zum gro\u00dfen Krankensaal und der Apotheke. Ein Inventar von 1501 belegt, dass Nicolas Rolin seine Stiftung reich mit Mobiliar Kunstwerken, Wandteppichen und anderen wertvollen Gegenst\u00e4nden ausgestattet hatte.<\/p>\n<p>Vielleicht am wichtigsten war das mehrfl\u00fcgelige Retabel auf dem Altar der von den Krankenbetten und dem Tisch in der Mitte durch eine Schranke abgetrennten Kapelle. Rolin hatte es um 1450 beim bedeutendsten niederl\u00e4ndischen Maler seiner Zeit in Auftrag gegeben: das Endgericht von Rogier van der Weyden. Dass der Stifter auf einen g\u00fcnstigen Ausgang bei der Seelenw\u00e4gung durch Michael hoffte, zeigt, dass hinter den Aposteln als den Zeugen beim Gericht in zweiter Reihe, auf der Seite des Himmels auch Rolin selbst, der Herzog von Burgund, Rolins Sohn, der Bischof und hinter Petrus der Papst Eugen IV. ihren Platz zugewiesen erhalten hatten.<\/p>\n<p>Rolin sorgte f\u00fcr die Steuerbefreiung seiner Stiftung, erwirkte Verg\u00fcnstigungen f\u00fcr Ausstattung und Heizung, sorgte f\u00fcr einen exakten Aufgaben- und Pflichtenkatalog, zu erf\u00fcllen durch eine Gemeinschaft frommer Frauen (Beginen aus Mecheln), f\u00fcr die es seit 1459 auch eine Regel gab. Sie arbeiteten als Krankenschwestern und Hebammen. F\u00fcr die Seelsorge waren die Kanoniker eines p\u00e4pstlich privilegierten Kanonikerstifts zust\u00e4ndig. Ihnen schrieb Rolin genaue Regeln vor, wann und wie sie Gottesdienst zu feiern hatten, setzte Pr\u00e4senzgelder aus, um l\u00e4ngere Reisen und Abwesenheiten zu verhindern, und ordnete deutliche Sprechweise und P\u00fcnktlichkeit an, lie\u00df die neuen Kanoniker einen Eid auf das Statutenwerk schw\u00f6ren, um sie zu deren Einhaltung zu verpflichten.<\/p>\n<h3>Liturgische Memorialstiftung \u2013 Familie Fugger<\/h3>\n<p>Nicolaus Cusanus und Nicolas Rolin waren Juristen, die bei ihren Stiftungen nichts dem Zufall \u00fcberlie\u00dfen, sondern den bestehenden Verh\u00e4ltnissen ihrer Zeit misstrauten und wussten, dass Best\u00e4ndigkeit und Funktionieren einer geregelten Ordnung bedarf. Wie verhielt es sich bei einer Kaufmannsfamilie? Mein drittes Beispiel kommt ganz aus der N\u00e4he. Der Charakter der Fugger-Stiftung war eine liturgische Memorialstiftung, anl\u00e4sslich einer Familiengrablege.<\/p>\n<p>Von der reichen sp\u00e4tmittelalterlichen Ausstattung der Abteikirche der Benediktiner von St. Ulrich und Afra in Augsburg war wegen des Bildersturms in der Reformationszeit kaum etwas erhalten. Nach 1537 ging man daran, die Kirche wieder mit dem f\u00fcr die Liturgie erforderlichen Mobiliar auszustatten \u2013 ein Vorhaben, dessen Ausf\u00fchrung sich bis in die 1620er Jahre hinzog und an dem die Fuggerfamilie sich engagiert beteiligte.<\/p>\n<p>Bereits in den sechziger Jahren hatten mehrere Mitglieder der Familie Fugger die Ausstattungen f\u00fcr Seitenkapellen der Kirche gestiftet und das Recht erworben, dort Grablegen f\u00fcr ihre Familien einzurichten, die mit f\u00fcnf Gr\u00fcften den gr\u00f6\u00dften Teil neuzeitlicher Bestattungen in der Kirche ausmachen. Da St. Anna mit der Fuggerkapelle Kirche der neuen evangelischen Gemeinde geworden war, kam sie als k\u00fcnftige Grablege der altgl\u00e4ubig gebliebenen Familie nicht mehr in Frage, so dass Begr\u00e4bnisse in anderen katholischen Kirchen eingerichtet wurden.<\/p>\n<p>Jakob Fugger (1542\u20131598), Herr von Babenhausen und der j\u00fcngste Sohn Anton Fuggers, hatte 1580 in St. Ulrich eine Grablege gestiftet, die in der f\u00fcnften Langhausarkade, vor dem (von Osten gez\u00e4hlt) f\u00fcnften Langhauspfeiler lag. Die Einzelheiten dieser Stiftung wurden durch den Vertrag zwischen dem Stifter und Abt und Konvent festgelegt. Der Stifter d\u00fcrfe \u201eeinen bestimbten Plaz\u201c in der Kirche \u201ezue ainer Capellen vnd Begr\u00e4bnu\u00df\u201c nutzen. Der Raum daf\u00fcr sollte durch ein Gitter um den Bereich vor dem Altar mit der Grablege genau abgegrenzt werden. Dieses wurde durch den Augsburger Kunst\u00adschmied Hans Mezger ausgef\u00fchrt und 1588 aufgestellt.<\/p>\n<p>Am \u00f6stlichen der beiden Pfeiler sollte ein Altar errichtet werden. Zu den Vereinbarungen mit der Abtei geh\u00f6rte ferner, dass an Sonn- und Feiertagen um halb neun Uhr eine Messe gefeiert werden sollte, au\u00dferdem wurden eine viertelj\u00e4hrliche Seelenmesse und auch ein Jahrtag festgelegt. Dem Stifter und seinen Erben wurde das Recht einger\u00e4umt, dass ihre Witwen mit ihren Dienern zwei Kirchenst\u00fchle vor der Kapelle benutzen durften, und dass Verstorbene \u2013 der Stifter oder auch Angeh\u00f6rige seiner Familie \u2013 beim Leichenzug in die Kirche vom Schulmeister und den Sch\u00fclern der Schule von St. Ulrich sowie vom Organisten begleitet werden sollten.<\/p>\n<p>Das Dokument enth\u00e4lt auch ein Protokoll der vom Stifter bezahlten Ausstattung mit Altar, Kirchenst\u00fchlen, Grabstein sowie mit T\u00fcchern, Paramenten und liturgischem Ger\u00e4t. Die Abtei gestattete dem Stifter auch die im Sinn der\u00a0memoria\u00a0wichtige Anbringung von heraldischen \u201eMonumenten\u201c wie Schilden oder Helmen. Gleichzeitig stiftete Jakob Fugger eine Orgel f\u00fcr 2500 Gulden, oberhalb der Kapelle, wahrscheinlich am Fu\u00df des Obergadenfensters, mit deren Bau 1581 der Augsburger Orgelbauer Eusebius \u00ad<br \/>\nAmerbach beauftragt wurde.<\/p>\n<p>Sie sollte nur von einem katholischen Organisten bedient werden, dessen Anstellung und Entlassung sich Jakob Fugger selbst vorbehielt. Auch der Bereich der Orgel war verschlossen; Schl\u00fcssel daf\u00fcr sollten Stifter und Abtei erhalten. In dem hinter der Obergadenwand gelegenen Bereich im Dachstuhl des Seitenschiffs wurden die B\u00e4lge untergebracht. Zu diesem Bereich hatte allein der Stifter einen Schl\u00fcssel.<\/p>\n<p>Noch zu Lebzeiten wurde der zur Stiftung geh\u00f6rende, reiche Bestand der Kapelle zweimal aufgelistet, in den Jahren 1586 und 1597. Aus diesen Aufzeichnungen geht hervor, dass f\u00fcr den Altar ein Retabel des Malers Christoph Giltlinger angeschafft wurde. Da der Stifter Jakob Fugger 1598 in Babenhausen beigesetzt wurde, erinnerte in St. Ulrich fortan eine Gedenktafel daran. In der Folgezeit sorgten seine vier S\u00f6hne daf\u00fcr, dass die im Stiftungsvertrag festgelegten Vereinbarungen erf\u00fcllt wurden, und k\u00fcmmerten sich um die Kapelle und ihre Ausstattung. Bald nach dem Tod des Vaters beschlossen sie eine Zustiftung: Die Orgel wurde von ihrem ung\u00fcnstigen Ort ins erste westliche Joch des Mittelschiffs verlegt. Dazu wurde eine Musikempore 1606\/1607 errichtet, 1607 die Orgel durch den Orgelbauer Marx G\u00fcnzer \u00ad(1579\u20131628) dorthin verlegt und ihr Werk erweitert. Das neue Geh\u00e4use wurde 1608 von Matthias Kager entworfen, ebenso die Gem\u00e4lde.<\/p>\n<p>Mit dieser Zustiftung beteiligten sich die S\u00f6hne Jakob Fuggers an der umfassenden Neuausstattung der Kirche. Die S\u00f6hne entschieden, einen neuen, gr\u00f6\u00dferen Altaraufbau in zeitgem\u00e4\u00dfen Formen und ein neues Altargem\u00e4lde in Auftrag zu geben. Sie entschieden sich f\u00fcr einen der immer noch bekanntesten Augsburger Maler, Johann Rottenhammer d. \u00c4., der nach seiner Ausbildung in M\u00fcnchen 1588 in Venedig, seit 1590\/91 in Rom t\u00e4tig gewesen war. Seit 1606 lebte Rottenhammer in Augsburg, wo er B\u00fcrgerrecht und Meistergerechtigkeit erworben hatte. 1611 wurde er sogar Ratsmitglied.<\/p>\n<p>Nach besonders erfolgreichen Jahren zwischen 1610 und 1615 hatte er allerdings durch Verschwendung und Krankheit Verm\u00f6gen und Auftraggeber verloren und konnte kaum noch arbeiten. Nach 1620 hatte sich seine Lage offenbar stabilisiert, denn in seinen letzten Lebensjahren erhielt er auch wieder Auftr\u00e4ge.<\/p>\n<p>Zu den letzten Werken Rottenhammers geh\u00f6rte das Gem\u00e4lde f\u00fcr den Michaelsaltar in St. Ulrich und Afra. Der Maler hatte mit der Arbeit an diesem Bild begonnen, konnte es vor seinem Tod am 14. August 1625 nicht mehr fertigstellen. Das gro\u00dfe Leinwandgem\u00e4lde Rottenhammers, das wahrscheinlich von seinem Sohn Hans vollendet wurde, bot mit dem Kampf Michaels ein klassisches Thema der Gegenreformation, das in der Kunst des 16. und 17. Jahrhunderts gro\u00dfe Bedeutung gewonnen hatte. Wie die historische Aufnahme belegt, war die gro\u00dfe Figur des Erzengels Michael mit ausgebreiteten Fl\u00fcgeln bildbestimmend. Der Engel hat seine Lanze erhoben, um Luzifer in den Abgrund zu st\u00fcrzen.<\/p>\n<p>Das im Stadtarchiv Augsburg erhaltene Foto aus dem dritten Viertel des 19. Jahrhunderts, eine der \u00e4ltesten Aufnahmen des Inneren von St. Ulrich, erlaubt nur einen unzureichenden Blick auf den Altar. Bei der Renovierung 1873 entfernte man den fr\u00fchbarocken Aufbau, der offenbar die Ordnungsvorstellungen der f\u00fcr die Restaurierung von 1873 Verantwortlichen st\u00f6rte. Das Retabel \u00fcberlie\u00df die Kirchenverwaltung 1880 der 1835 gegr\u00fcndeten Benediktinerabtei St. Stephan in Augsburg, wo es 1944 verbrannte. Sp\u00e4ter war sogar an dieser Stelle zeitweilig die Skulpturengruppe Hans Dauchers aus der Fuggerkapelle von St. Anna aufgestellt. Heute steht auf dem Altar ein kleines Fl\u00fcgelalt\u00e4rchen im Stil des Friedrich Sustris aus der Zeit um 1570\/80.<\/p>\n<p>Meine drei Fallbeispiele sollten zeigen, dass jede Stiftung eine Welt f\u00fcr sich ist, konstituiert durch soziale, religi\u00f6se und kulturelle Aspekte, die sich je nach Auftraggeber unterscheiden k\u00f6nnen, die, auch wenn sie unterschiedlichen Gattungen angeh\u00f6ren, alle jedoch die Funktion der\u00a0memoria\u00a0erf\u00fcllten und einen \u201eMehrwert\u201c f\u00fcr die Allgemeinheit leisteten, unabh\u00e4ngig davon, ob er in einem Hospital, einem Krankenhaus mit Sozialstation oder in Kirchena<a id=\"_idTextAnchor006\"><\/a>usstattung bestand.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Fuggerei ist nicht nur ein international bekanntes Wahrzeichen der einstigen Reichsstadt Augsburg, sondern eben auch ein exemplarischer Fall f\u00fcr eine fr\u00fchneuzeitliche soziale Stiftung, mit der ihre Gr\u00fcnder, zu Reichtum und Adel gelangte B\u00fcrger und zugleich international agierende Kaufleute, ihren wirtschaftlichen Erfolg zum Anlass einer sozialen Selbstverpflichtung nahmen, wie es Dietmar Schiersner in seinem Vortrag&hellip;<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":86642,"menu_order":1077,"template":"","meta":{"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","footnotes":""},"class_list":["post-32062","media-library","type-media-library","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","media-library-category-augsburg","media-library-category-stiftungen"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.4 - 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