{"id":32065,"date":"2023-07-17T14:32:15","date_gmt":"2023-07-17T12:32:15","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=faulhaber-und-die-katholische-ordnung"},"modified":"2024-12-09T15:55:30","modified_gmt":"2024-12-09T14:55:30","slug":"faulhaber-und-die-katholische-ordnung-die-katholische-kirche-zwischen-anpassung-und-abgrenzung","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/faulhaber-und-die-katholische-ordnung-die-katholische-kirche-zwischen-anpassung-und-abgrenzung\/","title":{"rendered":"Faulhaber and the Catholic Order"},"content":{"rendered":"<p>Den umstrittenen M\u00fcnchener Erzbischof Michael von Faulhaber (1869\u20131952), seit 1921 Kardinal, ins rechte Licht r\u00fccken hei\u00dft, nicht allein auf Faulhaberquellen fixiert zu bleiben, sondern den Horizont zu weiten. Um seine Positionen und seine Haltung vor, w\u00e4hrend und nach dem Nationalsozialismus unterscheiden und beurteilen zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen seine mit den Ordnungsvorstellungen anderer Bisch\u00f6fe verglichen werden. War der Kardinal ein Sonderling oder der entsprach seine Haltung der seiner Amtsbr\u00fcder? \u201eAllgemein w\u00fcrde ein Vergleich innerhalb des deutschen Episkopats lohnen,\u201c betonte der Faulhaber-Experte Peter Pfister 2018. Mithin soll hier versucht werden, nach geteilten Deutungsmustern vor und nach 1945 zu fragen und Gemeinsamkeiten und Unterschiede sowie Kontinuit\u00e4ten und Diskontinuit\u00e4ten zu markieren.<\/p>\n<h3>Homogenit\u00e4tsthesen<\/h3>\n<p>Insgesamt konkurrieren in der Literatur zwei Thesen. In ihrem Buch \u00fcber das bisch\u00f6fliche Schweigen sprach Antonia Leugers 1996 von einem \u201ebemerkenswerten Grad an Homogenit\u00e4t hinsichtlich der sozialgeschichtlichen Eckdaten\u201c der zwischen 1933 und 1945 amtierenden Bisch\u00f6fe. Drei Viertel von ihnen waren in kleinen l\u00e4ndlichen Ortschaften aufgewachsen. Sie entstammten der unteren Mittelschicht, dem \u201egl\u00e4ubigen Volk\u201c, wie auch der B\u00e4ckermeistersohn Michael Faulhaber. Das ihm 1913 verliehene \u201evon\u201c t\u00e4uscht \u00fcber seine Herkunft hinweg. Die meisten hatten genau wie Faulhaber ihr Studium und ihre ersten Priesterjahre noch im Kaiserreich erlebt. Die Bisch\u00f6fe stellten eine \u201eSondergesellschaft\u201c dar. Leugers schreibt: \u201eEinstellungs- und Verhaltensweisen der Oberhirten weisen charakteristische Muster auf\u201c dank gleicher Pr\u00e4gungen aufgrund von Herkunft, Sozialisation und \u00e4hnlicher Berufsfelderfahrungen.<\/p>\n<p>Dieser Homogenit\u00e4tsthese entgegneten Michael Hirschfeld und Maria Anna Zumholz 2017: Die Bisch\u00f6fe wiesen \u201ein vielerlei Hinsicht, sei es im Hinblick auf das Alter, die Gesundheit und die Pers\u00f6nlichkeit, gravierende Unterschiede\u201c auf. Es habe k\u00e4mpferische Naturen gegeben wie Clemens August von Galen in M\u00fcnster, Kardinal Faulhaber in M\u00fcnchen und Conrad Gr\u00f6ber in Freiburg, aber auch \u00e4ngstliche wie Petrus Legge in Mei\u00dfen. \u201eJung und dynamisch\u201c sei Joseph Frings, K\u00f6ln, aufgetreten, distanziert Konrad von Preysing, Berlin. 1933 h\u00e4tten Br\u00fcckenbauer zum Nationalsozialismus wie Wilhelm Berning, Osnabr\u00fcck, Faulhaber und Gr\u00f6ber \u201eklarsichtigen Bisch\u00f6fen\u201c wie Preysing und Galen gegen\u00fcbergestanden. Andererseits wird einger\u00e4umt, dass die deutschen Bisch\u00f6fe dasselbe Amtsverst\u00e4ndnis teilten. Es verpflichtete sie in erster Linie der Seelsorge, dem Priester-, Lehr- und Hirtenamt.<\/p>\n<p>Auch diese Perspektive ist richtig. Sie darf indes den Bisch\u00f6fen gemeinsame Deutungsmuster nicht \u00fcberblenden. In dieser Hinsicht hat Antonia Leugers Recht: Pr\u00e4gungen und Einstellungsmuster sind entscheidender als die Tatsache, ob der eine Bischof forsch auftrat, w\u00e4hrend der andere kr\u00e4nkelte.<\/p>\n<p>Im Reich gab es Ende 1939 neben Faulhaber weitere sieben Erzbisch\u00f6fe und 23 Bisch\u00f6fe. Da auch Bisch\u00f6fe sterblich sind und von anderen ersetzt werden, kommt man allein f\u00fcr die Jahre 1933 bis 1945 auf 52 Personen, die als ordentliche Mitglieder an der Fuldaer Bischofskonferenz teilnahmen, darunter waren allerdings auch zwei Generalvikare und ein Weihbischof. Hat man es also allein f\u00fcr diese 12 Jahre schon mit fast 50 Bisch\u00f6fen zu tun, f\u00e4llt die Zahl f\u00fcr die gut zwei Jahrzehnte von 1930 bis zum Tode Faulhabers 1952 erheblich h\u00f6her aus. Dies ist der Rahmen, in den ich Faulhaber einstellen m\u00f6chte. Nat\u00fcrlich fanden sich dabei Unterschiede in Temperament und Taktik. Dennoch, auf der Ebene benennbarer Ordnungsschemata tun sich verbl\u00fcffende \u00c4hnlichkeiten und Kontinuit\u00e4ten auf.<\/p>\n<h3>Vier Ordnungsschemata<\/h3>\n<p>Betrachten wir \u201eFaulhaber und die katholische \u201aOrdnung\u2018\u201c n\u00e4her. Ich m\u00f6chte dabei zwischen Ordnung und Ordnungsschemata unterscheiden. Ordnung bezieht sich auf Objekte und Verh\u00e4ltnisse, die geordnet sein sollen, ob Dogmen, die Kirchenhierarchie oder eine gelingende Gesellschaftsgliederung unter Eind\u00e4mmung von Unordnung. Faulhaber war ein gro\u00dfer Anh\u00e4nger von \u201eRuhe und Ordnung\u201c. Ordnungsschemata dagegen liegen eine Strukturebene tiefer. Sie sind durch gemeinsame Sozialisation vorgepr\u00e4gt. Sie liegen den an der Oberfl\u00e4che sichtbaren Ordnungsentw\u00fcrfen \u00fcber Gesellschaft und Kirche zugrunde und sind relativ stabil. Ich m\u00f6chte den Unterschied erl\u00e4utern: \u201eDie christliche Weltanschauung ist Glaube an die Weltordnung\u201c, formulierte Faulhaber in einer Predigt 1936. Diese Weltordnung ist also da, dank Gottes Sch\u00f6pfung. Sie kann manipuliert, gest\u00f6rt oder geheilt werden, aber sie ist das Objekt, auf das sich die christliche Weltanschauung richtet. Die christliche Weltanschauung wiederum ist das kognitiv-religi\u00f6s-emotionale Weltbild, das jene Ordnung als geglaubte konstruiert und objektiviert. Es geht mir hier um Ordnungsschemata. In ihnen waren sich die meisten Bisch\u00f6fe einig, und dies \u00fcber einen langen Zeitraum. Lassen Sie mich vier ordnungsstiftende \u00adDeutungsschemata vorstellen.<\/p>\n<p>1.\u00a0Entchristlichung: An einer vermeintlichen Entchristlichung litten Kleriker sowohl im 19. Jahrhundert als auch in der Weimarer Republik, aber auch sp\u00e4ter. Mal waren es protestantische Ketzer, mal Freimaurer oder \u201ej\u00fcdisch-liberale\u201c Zeitungen, die dem Christentum und der Kirche zusetzen; sp\u00e4ter waren es Sozialisten oder Nationalsozialisten. In diesem Denkschema ist eine diachrone Dimension eingebaut, die zeitlich ein vermeintliches Fr\u00fcher, wo es noch christlich und kirchenfromm zuging, von einem weniger christlichen Heute trennte.<\/p>\n<p>2.\u00a0Dualismus: Die Kirche ist durch uralte Antagonismen gepr\u00e4gt, etwa dem zwischen Ecclesia und Synagoge. Das dualistische Denken hatte sich im Zuge der Ultramontanisierung \u2013 der Fixierung auf den Papst im 19. Jahrhundert \u2013 versch\u00e4rft. Man unterschied synchron zwischen katholisch und akatholisch, Christentum und Antichristentum, Licht und Dunkel, Wir und Sie.<\/p>\n<p>3.\u00a0Opferrolle: Als Opfer einer Christen- bzw. Kirchenverfolgung f\u00fchlten sich Bisch\u00f6fe in den napoleonischen S\u00e4kularisationen, im Kulturkampf und im Nationalsozialismus. Mitt\u00e4terschaft wurde selten reflektiert.<\/p>\n<p>4.\u00a0Opposition: 1945 verfestigte sich die Idee, die Kirche sei im Widerstand gegen den Nationalsozialismus gewesen. Von Anpassung oder gar Kollaboration war nicht die Rede.<\/p>\n<p>Freilich m\u00f6gen andere Deutungsmuster vermisst werden. Einen tief verwurzelten Antijudaismus bis modernen Antisemitismus finden wir bei Kardinal Adolf Bertram in Breslau, bei Michael Buchberger in Regensburg, bei Gr\u00f6ber wie bei Faulhaber und anderen, etwa anl\u00e4sslich des Boykotts im April 1933. Als Juden waren die Juden den Bisch\u00f6fen gleichg\u00fcltig. Den Rassenantisemitismus indes lehnten alle ab. Aber das muss man aus verstreuten Nebens\u00e4tzen zusammenstellen. Antisemitismus lag quer zu den hier aufgestellten Kategorien. Er pr\u00e4gte nicht das\u00a0t\u00e4gliche\u00a0Denken und\u00a0t\u00e4gliche\u00a0Handeln. Deshalb konzentrieren wir uns auf\u00a0zentrale\u00a0Denkschablonen mit potentiell religi\u00f6sen wie politischen Implikationen.<\/p>\n<h3>Die vier Ordnungsschemata in vier Zeitphasen<\/h3>\n<p>Pr\u00fcfen wir nun die vier Ordnungsschemata auf ihre Ver\u00e4nderung oder Konstanz anhand von vier Phasen: die Zeit bis 1933, die Fr\u00fchphase des Regimes, die wachsende Entt\u00e4uschung nach dem Konkordat, schlie\u00dflich die Zeit ab 1945. Die Zeit ab 1945 l\u00e4sst sich nochmals in Vergangenheitsaufarbeitung und Gegenwartsbew\u00e4ltigung unterteilen. Zwischen beiden gibt es verbl\u00fcffende Strukturanalogien. Die Vergangenheitsaufarbeitung fragt, wie Bisch\u00f6fe ab 1945 mit dem vergangenen Nationalsozialismus umgingen. Die Gegenwartsbew\u00e4ltigung erkundet den Umgang mit dessen Folgen f\u00fcr die Gegenwart. Nach 1945 ging es prim\u00e4r um Gegenwartsbew\u00e4ltigung, was angesichts der Zerst\u00f6rungen und der Leiden von Ausgebombten und Vertriebenen durchaus nachvollziehbar war. Die Vergangenheit, zumal das j\u00fcdische Schicksal, wurde rasch abgehakt.<\/p>\n<p>Ein Zitat verdeutlicht diesen Unterschied zwischen Vergangenheits- und Gegenwartsarbeit eindr\u00fccklich. Erzbischof Lorenz Jaeger von Paderborn erkl\u00e4rte am 6. Mai 1945 seinen Geistlichen, warum sie enthaltsam gegen\u00fcber Politik, Rechtsprechung und Geschichtsbewusstsein sein sollten. Wir Priester, mahnte er, \u201eleben nicht in unfruchtbarer, unn\u00fctzer R\u00fcckschau auf Vergangenes, sondern wissen uns als Christen berufen, die Aufgaben, die Gott uns in der Gegenwart stellt, in heiliger Verantwortung gegen\u00fcber der kommenden Zeit zu erf\u00fcllen.\u201c Noch pr\u00e4gnanter ist Jaegers Ansage vom August 1947: \u201eEs ist nutzlos, vergangene Ungerechtigkeiten zu bek\u00e4mpfen. Aber die gegenw\u00e4rtigen Ungerechtigkeiten k\u00f6nnen vielleicht durch Kritik gemildert werden. Die Ungerechtigkeiten, die heute geschehen, betreffen unz\u00e4hlige unschuldige Deutsche ebenso brutal und unverschuldet wie der Despotismus des Hitler-Regimes andere V\u00f6lker betroffen hat.\u201c<\/p>\n<p>Um die Gleichsetzung von Alliierten mit \u201eNazis\u201c geht es uns an dieser Stelle nicht, sondern um die Unterscheidung zwischen der ab 1945 erfolgten Deutung von\u00a0vergangenem\u00a0Geschehen und der Deutung von aus dieser Vergangenheit r\u00fchrenden Gegenwartsproblemen, dem Erbe, den Folgen des Nationalsozialismus. Gehen wir die vier Deutungsschemata der Reihe nach durch.<\/p>\n<h3>Entchristlichung<\/h3>\n<p>Die Entchristlichung war h\u00f6chst beklagenswert. Aber sie diente auch als erkl\u00e4render Faktor f\u00fcr die Geschichte als Explanans f\u00fcr das Explanandum Nationalsozialismus. Woher kam denn dieses Unheil? Von diesem R\u00e4tsel waren Deutsche und Alliierte 1945 zutiefst bewegt. Die Kirchen wussten l\u00e4ngst eine Antwort: In der Abkehr vom Christentum liege die Wurzel des Nationalsozialismus. Wenn das \u201eWesentlichste\u201c dieser Weltanschauung die Leugnung Gottes war, wie Bischof Gr\u00f6ber 1945 meinte, lie\u00df sich, \u201eohne Anklage gegen andere V\u00f6lker zu erheben\u201c, leicht argumentieren, dass \u201edieser Unglaube keineswegs nur in Deutschland beheimatet ist oder war\u201c, sondern in ganz Europa noch nicht ausgestorben sei. Mithin gebe es keinen deutschen Sonderweg und keine deutsche Kollektivschuld. Ganz \u00e4hnlich dachten die Bisch\u00f6fe schon einmal \u00fcber den Nationalsozialismus, n\u00e4mlich bis zum Fr\u00fchjahr 1933. Er wurzelte, wie der mehrfach verdammte Sozialismus, im Antichristentum. Sogar die Demokratie war unchristlich. Die meisten Bisch\u00f6fe waren nie Gesinnungsdemokraten und haben sich kaum zu Vernunftrepublikanern gewandelt. Faulhabers verschiedentliche Einlassungen in den 1920er Jahren gegen die Verfassung \u201eohne den Namen Gottes\u201c sind bekannt. Selbst Bischof Preysing fand 1932: \u201eEher l\u00e4sst sich aus Erbsen eine Pyramide bauen als aus der Weimarer Verfassung ein gesundes und stabiles Staatswesen.\u201c<\/p>\n<p>Spannend ist, wie sich dieses Bild im M\u00e4rz 1933 verkehrte. Pl\u00f6tzlich war der Nationalsozialismus nicht mehr Teil des Dechristianisierungsproblems, sondern Teil seiner L\u00f6sung: Ihm wurde zugetraut, die Entchristlichung zu stoppen. Faulhaber wies seinen Klerus am \u00ad5.\u00a0April \u00ad<br \/>\n\u00ad1933 an, er solle \u201eder Gottlosigkeit und Sittenlosigkeit der Zeit entgegenwirken und so in seiner Weise die Pl\u00e4ne der nationalen Regierung unterst\u00fctzen, die mit staatlichen Mitteln eine innere Erneuerung unseres Volkslebens anzustreben versprochen hat.\u201c Einen Monat sp\u00e4ter verk\u00fcndete auch der Hirtenbrief des bayerischen Episkopats \u2013 nach einem Entwurf von Bischof Buchberger, dem fr\u00fcheren Generalvikar Faulhabers:<\/p>\n<p>\u201eEs ist ein gro\u00dfes Verdienst der Reichsregierung, ja ein wirkliches Rettungswerk am deutschen Volke, wenn sie dem ebenso fanatischen wie unw\u00fcrdigen Treiben der Gottlosen einen kraftvollen Halt gebietet. Freilich verhehlen wir uns nicht, dass hier \u00e4u\u00dfere Machtmittel allein nicht ausreichen, denn der Glaube ist Sache der Seele und der inneren \u00dcberzeugung.\u201c Der Hirtenbrief hoffte, auch in Bayern w\u00fcrden Erlasse gegen die \u00f6ffentlichen Badeunsitten und gegen den Vertrieb von Schund- und Schmutzschriften bald Platz greifen.<\/p>\n<p>Vom \u201eRettungswerke am deutschen Volke\u201c vor Gottlosigkeit und Bolschewismus schw\u00e4rmte in Trier auch Rudolf Bornewasser im Juli 1933. Auch Faulhaber hoffte, gemeinsam mit den neuen Machthabern den gottlosen Antibolschewismus zu vertreiben. \u201eWir m\u00fcssen w\u00fcnschen, dass die Regierung Bestand habe. Denn nachher kommt der Bolschewismus\u201c, rechnete er sich im Januar 1934 im Tagebuch aus. In seinem Werk Christentum und Heidentum erkl\u00e4rte er 1934: \u201eDie Reichsregierung hat von h\u00f6chster Stelle wiederholt erkl\u00e4rt: Wir stehen auf dem Boden des positiven Christentums. Die Reichsregierung hat also das neue Heidentum abgelehnt\u201c und mit der Kirche ein Konkordat geschlossen. Einige Freidenker, die sich selber Heiden nennen, bek\u00e4mpfen jedoch \u201eunter dem Deckmantel der Rassenpflege\u201c auch das Christentum. Dazu geh\u00f6rte auch \u201eDer Mythus des 20.\u00a0Jahrhunderts\u201c des NSDAP-Parteiideologen Alfred Rosenberg. Je mehr nun das Konkordat gebrochen wurde, desto st\u00e4rker wuchs die Desillusionierung dar\u00fcber, mit dem F\u00fchrer gemeinsam die Kr\u00e4fte der Entchristlichung und Entkonfessionalisierung zu brechen.<\/p>\n<p>Erstaunlich ist, wie die ohnehin d\u00fcrftige Vergangenheitsbew\u00e4ltigung ab 1945 auch diese christliche Hoffnung in den Nationalsozialismus v\u00f6llig verdr\u00e4ngte. Er war nicht mehr die Rettung vor der S\u00e4kularisierung, sondern selber deren Auswuchs. Nun also wurden die vergangenen 12 Jahre wieder in die unheilsgeschichtliche S\u00e4kularisierungsentwicklung eingebettet. Die Katastrophe wurde als Resultat abendl\u00e4ndischer Christusferne erkl\u00e4rt. F\u00fcr Berning wie f\u00fcr Jaeger begann der Niedergang mit der Glaubensspaltung im 16. Jahrhundert und zog sich \u00fcber Aufkl\u00e4rung, Revolution und Diesseitsorientierung bis zu Hitler. Johann Baptista Sprolls Rottenburger Fastenhirtenbrief 1947 handelte von der \u201eZeit der Gottlosigkeit\u201c, in der viele \u201eschwer gefehlt haben\u201c. Faulhabers Fastenhirtenbrief von 1946 w\u00e4hlte folgende Formulierung f\u00fcr die vergangenen Jahre: \u201eAus der Tiefe der H\u00f6lle kamen die D\u00e4monen legionsweise herauf.\u201c Eine historisch aufgekl\u00e4rte Aufarbeitung der Vergangenheit kann man das nicht nennen. In dieser Logik waren Kirche und Gl\u00e4ubige per definitionem unschuldig, denn sie geh\u00f6rten ja nicht diesen d\u00e4monischen, heidnischen, s\u00e4kularen M\u00e4chten an. Mit dieser R\u00fcckendeckung bek\u00e4mpften die Bisch\u00f6fe den vermeintlichen Kollektivschuldvorwurf. Einzig Bischof Joannes Baptista Sproll klagte 1947: \u201eAlle wollen unschuldig sein; selbst die Kriegsverbrecher in N\u00fcrnberg haben fast alle erkl\u00e4rt: Ich bin unschuldig; jeder will die Schuld nach oben schieben, sie dem F\u00fchrer allein zuschieben und glaubt damit entlastet zu sein.\u201c<\/p>\n<p>Wie erfolgte Gegenwartsbew\u00e4ltigung? Die generische Erkl\u00e4rung f\u00fcr die Katastrophe des Nationalsozialismus, die sich aus einer gottentfremdeten, gar teuflischen Geschichte herleite, wurde in logischer Konsequenz f\u00fcr die Gegenwart verl\u00e4ngert in eine Zukunft, in der eine wiederverchristlichte, kirchentreue Gesellschaft nichts f\u00fcrchten brauche. Der Nationalsozialismus wurde instrumentalisiert als Lehrst\u00fcck daf\u00fcr, was einer kirchenfernen Gesellschaft bl\u00fchen k\u00f6nne. Rechristianisierung, das war das vielversprechende Heilmittel f\u00fcr alle N\u00f6te. Letztlich hie\u00df Umerziehung und Vergangenheitsbew\u00e4ltigung auf katholisch: Rekatholisierung.<\/p>\n<h3>Dualismus<\/h3>\n<p>Der Dualismus zwischen In-group und Out-group nahm in der Republik gem\u00e4\u00dfigtere T\u00f6ne an als im Kaiserreich. Aus pragmatischen Gr\u00fcnden billigten die Bisch\u00f6fe die Koalition des Zentrums mit der SPD. Dennoch blieb die Furcht vor dem Sozialismus und stieg die Angst vor dem Bolschewismus. Sie wurde ein Einfallstor f\u00fcr die Zustimmung zum Nationalsozialismus, trotz aller weltanschaulichen Differenzen. 1934 ist f\u00fcr viele Bisch\u00f6fe ein Schl\u00fcsseljahr. Bischof Berning verlor sein bisheriges Vertrauen in Hitler, als Alfred Rosenberg zu Jahresanfang \u201eBeauftragter des F\u00fchrers f\u00fcr die \u00dcberwachung der gesamten geistigen und weltanschaulichen Schulung und Erziehung der NSDAP\u201c wurde. Faulhaber war Rosenbergs Ernennung immerhin eine Tagebuchnotiz wert. Ab Mitte der 1930er diente die antibolschewistische Semantik zugleich auch als Code, um die in Deutschland herrschenden Zust\u00e4nde zu kritisieren, etwa bei Bischof von Galen in M\u00fcnster.<\/p>\n<p>Der Dualismus zwischen katholischer und NS-Weltanschauung wurde nach dem Untergang der Diktatur ausgeweitet auf einen, der zwischen Katholiken und \u201eNazis\u201c bestanden habe. Aus einem ideologischen wurde ein sozialer Konflikt. \u201eWir deutschen Katholiken waren nicht Nationalsozialisten\u201c, bestimmte Kardinal Frings 1946. Dieser Dualismus wurde 1946 popularisiert durch Johannes Neuh\u00e4uslers Buch \u201eKreuz und Hakenkreuz.\u201c Hier waren wir, dort die anderen. Faulhaber flankierte das Buch seines stellvertretenden Generalvikars durch ein zweiseitiges Vorwort.<\/p>\n<p>Weder bei dem Umgang mit der NS-Vergangenheit noch bei der Gegenwartsbew\u00e4ltigung war Faulhaber ein Sonderling. Aus den Untiefen des 19. Jahrhunderts wurde der Dualismus Christentum versus Sozialismus \u00fcbernommen. 1917 hatte er eine Dramatisierung erfahren, er radikalisierte sich ab 1933 und blieb 1945, zumal mit Beginn des Kalten Krieges, handlungsleitend f\u00fcr Bisch\u00f6fe wie Faulhaber, Jaeger, Buchberger und andere. Das war kein neuer Dualismus, sondern bew\u00e4hrte Tradition. Jaegers pflichtschuldige, formelhafte Abgrenzung vom Nationalsozialismus bei Konzentration auf gegenw\u00e4rtige Ungerechtigkeiten und Bedrohungen wie den \u201eBolschewismus\u201c war typisch f\u00fcr den doppelten antitotalit\u00e4ren Grundkonsens jener Zeit. In seinen Worten von 1945: Zwar hat \u201eder Nationalsozialismus ein Ende gefunden, aber der Sozialismus ist geblieben, und die Sozialisten denken nicht daran, ihr altes Schulideal aufzugeben.\u201c Gegen die Simultanschule der (vergangenen) Nationalsozialisten und (heutigen) Sozialisten m\u00fcsse man schleunigst wieder die Bekenntnisschule einrichten, worauf auch Faulhaber insistierte. Wozu sollte man Vergangenes bek\u00e4mpfen angesichts der akuten, geradezu \u00fcberm\u00e4chtigen Herausforderungen?<\/p>\n<p>Diesem g\u00e4ngigen Deutungsschema blieb Faulhaber verhaftet, indem er den Dualismus zum Nationalsozialismus ausspielte gegen den alten und neuen Dualismus mit dem gef\u00e4hrlichen Sozialismus, aber auch gegen die Alliierten, die ihn zulie\u00dfen. Nach der Potsdamer Konferenz vom August 1945 vertraute er seinem Tagebuch an: \u201eJetzt wird Bayern in den Communismus getrieben, und dann gehen die Amerikaner davon und lassen uns im Chaos zur\u00fcck. Der Drache zerst\u00f6rt alles Katholische \u2026 und was die Nationalsozialisten nicht erreicht, haben jetzt die amerikanischen Freimaurer vollendet.\u201c Noch drastischer dr\u00fcckte sich Bischof Buchberger Angang 1946 aus: \u201eWir stehen faktisch vor dem \u201aUntergang des Abendlandes\u2018 und dem Einbruch asiatisch-bolschewistischer Barbarei und D\u00e4monie.\u201c Angesichts der Vertreibungen und vergewaltigter Ordensschwestern in Schlesien m\u00fcsse man den Alliierten klar machen, \u201edass es noch andere Aufgaben g\u00e4be, als harmlose \u201aNazis\u2018 einzusperren und existenzlos zu machen.\u201c Es handelte sich um einen Brief an Faulhaber. Beide duzten sich.<\/p>\n<h3>Opferrolle<\/h3>\n<p>Das Kulturkampftrauma \u00fcberschattete die Perspektive der Bisch\u00f6fe noch in der Weimarer Republik und wurde im Nationalsozialismus weiter gen\u00e4hrt. Die ersten Aussagen etwa von Bertram und Faulhaber \u00fcber das, was sp\u00e4ter \u201eKirchenkampf\u201c hie\u00df, sprechen von einem neuen Kulturkampf. In der Tat waren viele Amtskirchenvertreter schweren Bedr\u00e4ngnissen ausgesetzt. Insgesamt betrafen Ma\u00dfnahmen des NS-Regimes mehr als ein Drittel des Weltklerus. Die Glanzzeit des Opfer-Narrativs aber war die Nachkriegszeit. Kirche und Gl\u00e4ubige seien vom Regime verfolgt worden, aber sie h\u00e4tten sich bew\u00e4hrt. Die j\u00fcdischen, polnischen und anderen Opfer kamen in dieser Erz\u00e4hlung kaum vor. Mit dem Opfernarrativ, das die NS-Zeit auf Abstand hielt, ohne sie zu bew\u00e4ltigen, korrespondierte ein neues Opfernarrativ der Gegenwartsbew\u00e4ltigung: Es beklagte die Opfer alliierter Entnazifizierung und das Schicksal der als Kriegsverbrecher Verurteilten. Ihnen m\u00fcsse Barmherzigkeit zuteilwerden. Alle Bisch\u00f6fe bis auf Michael Keller in M\u00fcnster engagierten sich hier mit Persilscheinen. Katholische Beamte w\u00fcrden ungerechterweise entlassen, nur weil sie in der Partei waren. Man solle vielmehr die Schuld von Einzelfall zu Einzelfall pr\u00fcfen.<\/p>\n<p>Der Klerus wurde mit Anfragen \u00fcberschwemmt. Zu seiner Entlastung wurde im Erzbistum M\u00fcnchen-Freising im November 1946 eigens ein mit Juristen besetztes Katholisches Volksb\u00fcro eingerichtet. Unter den insgesamt 5.000 Anfragen bis 1948 betrafen 576 die Entnazifizierung. Schon Zeitgenossen beargw\u00f6hnten die Hilfe von Klerus und Bisch\u00f6fen f\u00fcr Parteigenossen, T\u00e4ter und NS-Verbrecher: Die Satirezeitschrift DER SIMPL karikierte Faulhaber 1946 als Glucke vor der Frauenkirche, deren Silhouette wie eine \u201eSiegerin in Tr\u00fcmmern\u201c im Hintergrund aufragt. Mit CSU-Plakette um den Hals besch\u00fctzt der Kardinal lauter Bayern mit Parteiabzeichen und diversen Auszeichnungen, SA M\u00e4nner, aber auch M\u00e4nner der SS und Waffen-SS. Er setzte sich bei Pius XII. sogar f\u00fcr Hans Frank ein, den Generalgouverneur Polens. Der \u201eSchl\u00e4chter\u201c von Polen hatte in der Haft zum Katholizismus zur\u00fcckgefunden. Aufarbeitung der Vergangenheit hie\u00df, das Leiden aufarbeiten, das die Alliierten den Deutschen angetan haben, nicht das Leiden der Opfer des NS-Gewaltregimes. Unz\u00e4hlige episkopale Quellen best\u00e4tigen die These von Norbert Frei \u00fcber die sogenannte \u201eVergangenheitspolitik\u201c.<\/p>\n<h3>Opposition<\/h3>\n<p>Bis heute hat sich, noch st\u00e4rker als das kirchliche Opfernarrativ, die Widerstandserz\u00e4hlung gehalten. In der Literatur findet man die Kirchen meistens in der Rubrik \u201eWiderstand\u201c, als sei hier ihr nat\u00fcrlicher Ort. Mit dieser Zuordnung begann schon Pius XII. im Juni 1945 in seiner im Rundfunk \u00fcbertragenen Rede: Die Tatsache, dass der Nationalsozialismus \u201edie Kirche als Feindin des deutschen Volkes\u201c angeprangert habe, diene als das \u201eehrenvollste Zeugnis des entschlossenen, dauernden, von der Kirche getragenen Widerstandes gegen solche zerst\u00f6rerischen Lehren und Methoden\u201c. Damit konnte das erste gemeinsame Hirtenwort der bayerischen Bisch\u00f6fe vom 28.06.1945 arbeiten, an dem selbstredend auch Faulhaber beteiligt war: \u201eDie deutschen Bisch\u00f6fe haben, wie ihr selber wisst, von Anfang an vor den Irrlehren und Irrwegen des Nationalsozialismus ernstlich gewarnt und immer wieder hingewiesen auf die ungl\u00fccklichen Folgen, die der Kampf gegen Glauben, Christentum und Kirche, gegen Recht, Freiheit und Wahrheit mit sich bringen muss.\u201c Die Katholiken h\u00e4tten sich auch in den letzten Kriegstagen um ihre Bisch\u00f6fe geschart, wie der Papst gerade verk\u00fcndet habe. Um den Besatzern den Widerstand zu beweisen und nach innen opfermutige Priester pr\u00e4sentieren zu k\u00f6nnen, sammelten die Bist\u00fcmer sofort Material. Faulhaber lie\u00df im April 1946 durch Frageb\u00f6gen in den Di\u00f6zesen ermitteln, welche Priester von Verfolgungsma\u00dfnahmen betroffen waren. Ziel war, m\u00f6glichen Vorw\u00fcrfen einer Kollaboration zu begegnen und, so Faulhaber, \u201eden starken und fast ausnahmslosen Widerstand des Klerus gegen nationalsozialistische Weltanschauung und Kirchenpolitik ein f\u00fcr allemal klar herauszustellen und mit Tatsachen zu belegen.\u201c Die M\u00e4rtyrerliste von \u201ePriestern unter Hitlers Terror\u201c erschien sp\u00e4ter in zwei B\u00e4nden.<\/p>\n<p>Wie eng Opfer- und Oppositionsnarrativ miteinander verklammert waren, stach bereits im Titel von Neuh\u00e4uslers Buch 1946 hervor: \u201eKreuz und Hakenkreuz. Der Kampf des Nationalsozialismus gegen die katholische Kirche und der kirchliche Widerstand\u201c. Der Begriff Widerstand kommt auf 840 Seiten in keiner einzigen der vielen zitierten Quellen vor, sondern nur in Neuh\u00e4uslers eigenen Deutungen. Der Domkapitular ging bei Faulhaber ein und aus, wie Faulhabers Tageb\u00fccher zeigen. Faulhabers Geleitwort beteuert, die Bisch\u00f6fe h\u00e4tten viele \u201eAnrempelungen\u201c und Angriffe erleiden m\u00fcssen. Zusammen mit diesem Opfernarrativ bediente er auch das Oppositionsnarrativ: Die Bisch\u00f6fe h\u00e4tten keineswegs immer geschwiegen und nicht geschlafen, wenn sie in das W\u00e4chterhorn sto\u00dfen mussten. \u201eAlso kann man doch nicht von einer allgemeinen Kollektivschuld sprechen\u201c, folgerte er daraus. In seinem Tagebuch war er Ende Mai 1945 noch zorniger gegen die \u201eVerleumdung des deutschen Volkes\u201c, das doch nichts gewusst habe, und gegen den amerikanischen \u201eVersuch, aus den Konzentrationslagern eine Welthetze gegen Deutschland zu machen.\u201c<\/p>\n<h3>Faulhabers Adventspredigten<\/h3>\n<p>In den Nachkriegsjahren wurde Faulhaber oft auf seine Adventspredigten von 1933 angesprochen. \u201eWir wissen, dass Sie viel f\u00fcr die Juden getan haben, besonders in den Adventspredigten\u201c, lobte laut Tagebucheintrag vom Januar 1946 ein Besucher. Auch Faulhaber selber hielt seine Predigten inzwischen f\u00fcr einen vortrefflichen \u201eBeweis\u201c daf\u00fcr, dass die Bisch\u00f6fe von Anfang an die wahnsinnigen Ausw\u00fcchse des Nationalsozialismus, Rassendogma und Antisemitismus abgelehnt haben.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich aber handelten die Predigten nur vom Alten Testament. Faulhaber wollte nicht, dass \u201edie Abneigung gegen Juden von heute auf die Heiligen B\u00fccher des Alten Testaments \u00fcbertragen\u201c und damit \u201edas Christentum [\u2026] verdammt wird.\u201c So steht es in den Adventspredigten. Darum ging es, um das Christentum, nicht um die Juden heute und die Abneigung gegen sie. Ausdr\u00fccklich betonte er: \u201eNur mit diesem Israel der biblischen Vorzeit werden meine Adventspredigten sich befassen\u201c. Insofern ist schon der Titel leicht irref\u00fchrend. Das fiel Faulhaber selber schon am ersten Adventssonntag auf, dem 3.12.1933. In sein Tagebuch notierte er: \u201e9.00 Uhr, erste Adventspredigt in Sankt Michael. Angek\u00fcndigt war Judentum und Christentum, das eigentliche Thema: Das Alte Testament und seine Erf\u00fcllung im Christentum. Eine ganze Stunde, stark besetzt. Ausfahrt vom Hof: damit den Hoch- und Heilrufen auszuweichen. Ifflinger meint, die Stimme habe gen\u00e4selt.\u201c In der zweiten Predigt zeigte sich Faulhaber sogar erfreut, dass \u201eaus dem \u00f6ffentlichen Leben unseres Volkes [\u2026] Gott sei Dank in den letzten Monaten mit eisernem Besen viel Sittenlosigkeit ausgekehrt\u201c worden sei, aber man solle sich nicht einbilden, \u201eviel besser als andere Rassen\u201c zu sein. Das war der bereits erw\u00e4hnte Schulterschluss mit dem Nationalsozialismus bei der Bek\u00e4mpfung der Unsittlichkeit.<\/p>\n<p>Die Adventspredigten schwankten zwischen Abwehr von Angriffen auf das Alte Testament und Regimeanpassung. Der Widerstandsbegriff w\u00e4re deplatziert. Dessen ungeachtet inszenierten f\u00fchrende Katholiken 1945 daraus ein Oppositionsepos. Neuhauser brachte 1946 allerhand Hirtenbriefe und andere Quellen vor und fragte dann suggestiv: \u201eWo war der Widerstand? Ist die Antwort hierauf noch schwer?\u201c Prompt folgt ein Kapitel mit der \u00dcberschrift \u201eDie Gleichberechtigung der Rassen. Kirchlicher Kampf gegen den Antisemitismus\u201c mit Faulhabers Adventspredigten als Beleg: \u201eDer Erzbischof von M\u00fcnchen spricht gegen den Rassismus\u201c. Pl\u00f6tzlich firmierten seine Adventspredigten unter der Widerstandsfahne. Im Widerstand gewesen zu sein, das war seit 1945 in klerikalen Kreisen gro\u00df in Mode. Dabei hat Faulhaber selber 1933 weder intendiert, gegen den Antisemitismus vorzugehen, noch Widerstand zu leisten.<\/p>\n<p>An dieses Oppositionsepos kn\u00fcpfte, was die Gegenwartsbew\u00e4ltigung 1945\u20131950 betrifft, nahtlos ein zweites Oppositionsnarrativ an, das den Widerstand gegen Ma\u00dfnahmen der Alliierten mit dem vermeintlichen Widerstand gegen den Nationalsozialismus kurzschloss, verglich und legitimierte. Durch die Parallelisierung fr\u00fcherer mit jetzigen Protesten wurde der Anschein erweckt, man sei im Dauereinsatz f\u00fcr die Rechte des Volkes und leiste erneut Widerstand.<\/p>\n<p>Diese Verzahnung leuchtete nicht jedem ein, darunter Eugen Kogon. Im Juli 1947 bekannte der christliche Publizist, er wisse vom \u201eWiderstand\u201c einzelner kirchlicher Autorit\u00e4ten w\u00e4hrend der NS-Zeit. Aber es sei \u201enicht das geschehen, was man erwarten durfte\u201c, statt dessen \u201e\u201akluges\u2018 Schweigen, \u00e4ngstliches Dulden\u201c. Nach j\u00fcngsten Verlautbarungen bayerischer Bisch\u00f6fe \u00fcber die Vertreibungen, die Kollektivschuld, die politischen und Kriegsgefangenen fragte Kogon, ob es angebracht sei, \u201ejetzt im Stil der zwischen 1933 und 1945 vers\u00e4umten Sprache zu reden.\u201c Das erregte die Aufmerksamkeit der amerikanischen Milit\u00e4rregierung. Sogleich bat sie um kirchliche Stellungnahme. In einem Interview am Rande der Fuldaer Bischofskonferenz vom 19. bis 21. August 1947 mit den Metropoliten von Paderborn, K\u00f6ln, Mainz und Fulda \u00fcber ihre Ansichten zu Kogons Artikel verteidigten sie einm\u00fctig ihre Linie. Man habe entschieden gegen das Dritte Reich gek\u00e4mpft und halte an den Protesten gegen jetziges Unrecht fest.<\/p>\n<h3>Fazit<\/h3>\n<p>Wie jeder Mensch und jeder Bischof wies auch Faulhaber ein eigenes Profil auf. Als Erzbischof von M\u00fcnchen und Vorsitzender der Freisinger Bischofskonferenz nahm er eine besonders prominente Stellung ein. Im Unterschied zu manchen Amtsbr\u00fcdern ergriff er h\u00e4ufig die Initiative, etwa 1937 bei der Enzyklika \u201eMit brennender Sorge\u201c, manchmal hielt er sich auch eher zur\u00fcck, etwa ab 1945 mit Kritik an den Alliierten, w\u00e4hrend hier Galen und Frings in vorderster Kampflinie agierten. Trotz aller Unterschiede in den Temperamenten, in taktischen, generationellen wie regionalen Hinsichten zeigen sich auf sozialgeschichtlicher Ebene gro\u00dfe \u00c4hnlichkeiten im deutschen Episkopat. Dazu kommen, wie unser Vergleich zu zeigen versuchte, Konvergenzen in den Mentalit\u00e4ten, Deutungsmustern und Haltungen, vor allem aber in den stabilen, hinter ihnen liegenden Deutungsschemata. Hier war Faulhaber Repr\u00e4sentant seines Amtsbr\u00fcdermilieus. Bei keinem der \u00ad vier zentralen Deutungsschemata spielte er eine Sonderrolle. Er sah die Welt wie seine Amtsbr\u00fcder durch die dualistische Brille, die der Kirche eine Opferrolle zuwies, sie im Nachhinein zur NS-Opposition stilisierte und die \u201eSiegerin in Tr\u00fcmmern\u201c als Widerpart zu den Alliierten in Anschlag brachte. Auch er w\u00e4hnte in der S\u00e4kularisierung das Grund\u00ad\u00fcbel, aus dem der Nationalsozialismus kroch, w\u00e4hrend viele Bisch\u00f6fe, darunter auch prominent Faulhaber, nach der Macht\u00fcbernahme 1933 im Gegenteil den guten, f\u00fchrenden Nationalsozialisten zugetraut hatten, mit der Kirche Seite an Seite die S\u00e4kularisierung, die Unsittlichkeit und den Bolschewismus bek\u00e4mpfen zu k\u00f6nnen.\u00a0<img decoding=\"async\" src=\"debatte_1_2023-web-resources\/image\/31.png\" alt=\"\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Den umstrittenen M\u00fcnchener Erzbischof Michael von Faulhaber (1869\u20131952), seit 1921 Kardinal, ins rechte Licht r\u00fccken hei\u00dft, nicht allein auf Faulhaberquellen fixiert zu bleiben, sondern den Horizont zu weiten. 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