{"id":32076,"date":"2023-07-17T14:32:22","date_gmt":"2023-07-17T12:32:22","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=religioese-bildung-teleologische-bestimmung"},"modified":"2024-12-12T15:10:59","modified_gmt":"2024-12-12T14:10:59","slug":"bildung-als-teleologische-bestimmung-eine-rekonstruktion-der-ontologischen-rahmenbedingungen-bei-meister-eckhart","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/bildung-als-teleologische-bestimmung-eine-rekonstruktion-der-ontologischen-rahmenbedingungen-bei-meister-eckhart\/","title":{"rendered":"Education as a teleological determination"},"content":{"rendered":"<h3>Wie w\u00fcrde Eckhart den Satz \u201eBilden ist sich bilden\u201c lesen?<\/h3>\n<p>Bildung ist sich bilden. Dieser schlichte Satz erscheint zun\u00e4chst uneingeschr\u00e4nkt zustimmungsw\u00fcrdig und (selbst)verst\u00e4ndlich. Ihm kann jedoch auf mehrfache Weise Sinn gegeben werden. Wer versucht, diesen Satz f\u00fcr sich zu erschlie\u00dfen, dem er\u00f6ffnet sich ein ganzes Panorama von Fragen. Bildung meint sowohl einen Prozess als auch ein Ergebnis. Bilden kann dann als eine wie auch immer geartete formende T\u00e4tigkeit verstanden werden. Es stellen sich dann aber die Fragen: Wer bildet und wer wird gebildet? Bedeutet der Satz, dass Subjekt und Objekt des Bildens dasselbe ist und Bildung als Einheit von Subjekt, Objekt und Methode verstanden wird? Damit zusammenh\u00e4ngend entstehen weitere Fragen: Woran wird sich gebildet und welche Rolle spielt \u201adie Welt\u2018 bei Bildung? Womit wir bei der Frage sind, ob Bildung eher ein aktiver oder eher ein passiver Prozess ist. Dazu auch noch: Wer oder was verursacht die Bildung? Die Frage der Kausalit\u00e4t wird im \u201adidaktischen Dreieck\u2018, d.h. in Lehr- und Lernkontexten von Lehrendem, Lernendem und Gegenstand relevant, denn es ist die Frage, wer auf welche Weise am Bildungsprozess beteiligt ist und in welcher Weise das Ergebnis angezielt oder bewirkt werden kann. Diese Fragen er\u00f6ffnen einen\u00a0ersten Horizont\u00a0der notwendigen Kl\u00e4rung, wenn nach dem Sinn dieses einfachen Satzes gefragt wird: Bilden ist sich bilden.<\/p>\n<p>Bei der wissenschaftlichen Besch\u00e4ftigung mit Bildung in der Gegenwart wird gern und regelm\u00e4\u00dfig auf den sp\u00e4tmittelalterlichen Dominikaner Eckhart von Hochheim Bezug genommen. In diesem Beitrag m\u00f6chte ich mich darauf beschr\u00e4nken, die spezifische Perspektive des dominikanischen Meisters auf Bildung am Beispiel dieses einfachen Satzes zu rekonstruieren. Also herauszufinden, mit welchen philosophischen Mitteln, die Eckhart verwendet, dieser einfache Satz verstehbar wird. Ich arbeite also die Rahmenbedingung heraus, die es Eckhart erlauben,\u00a0bildunge,\u00a0bilde,\u00a0bilden,\u00a0ein-,\u00a0ent- und \u00fcberbilden, sowie Bild (imago), Vorbild (exemplar) und Form (forma) in einen Zusammenhang zu bringen. Dieses Instrumentarium kann als eine \u2013 heute wenig vertraute \u2013\u00a0Teleologie\u00a0und damit als eine bestimmte Form einer Seinslehre (Ontologie) rekonstruiert werden.<\/p>\n<p>Einige biographische Hinweise zu Beginn: Eckhart ist vermutlich um 1260 in Th\u00fcringen geboren und war nach Kurt Ruh ein \u201eHochbegabter mit einer steilen Gelehrten- und \u00c4mterlaufbahn\u201c. Er wurde Dominikaner und war damit Angeh\u00f6riger des Predigerordens, zu dem auch Albertus Magnus (1200\u20131280) und Thomas von Aquin (1225\u20131274) geh\u00f6rten. Zu seinen Aufgaben geh\u00f6rten die Seelsorge und das philosophische und theologische Lehren in Paris und K\u00f6ln. Zudem \u00fcbernahm er leitende Aufgaben in seinem Orden.<\/p>\n<p>Eckhart lehrte in einer Zeit, die aufgrund der Wiederentdeckung der Schriften des Aristoteles als ein zweiter Anfang der Metaphysik (Ludger Honnefelder) bezeichnet wird. In diesem Zusammenhang der ontologischen Diskussion wurden auch muslimische Philosophen wie Averroes (1126\u20131198) und Avicenna (980\u20131037) und j\u00fcdische Philosophen wie Maimonides (1135\u20131204) rezipiert. Aber auch neuplatonisch gepr\u00e4gte Quellen, wie der\u00a0Liber de Causis, waren f\u00fcr Eckhart feste Bezugsgr\u00f6\u00dfen. Die Ontologie Eckharts und die konkurrierenden Ontologien franziskanischer Provenienz (Hispanus Gonsalvus und Duns Scotus) reagierten auf eine bestimmte Form eines radikalen Averroismus, in dem Gott nicht mehr unmittelbar in die Sch\u00f6pfung eingreift. Eckhart und seine franziskanischen Gespr\u00e4chspartner gehen freilich zwei verschiedene Wege in der Seinslehre.<\/p>\n<p>Eckhart hinterlie\u00df ein zweisprachiges Werk: einerseits mittelhochdeutsche Predigten und anderseits ein unvollendetes, lateinisches Werk (Opus tripartitum), das dreiteilig konzipiert war. Er verstarb vermutlich auf dem Weg nach oder in Avignon im Jahre 1328, wo seine Lehre durch den Papst gepr\u00fcft wurde und letztlich \u2013 nach seinem Tod \u2013 28 S\u00e4tze verurteilt wurden. Aufgrund dieser Verurteilung war die Rezeption von Eckhart stark eingeschr\u00e4nkt.<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3>Bildung im Horizont einer holistisch-teleologischen Ontologie<\/h3>\n<p>Das mittelhochdeutsche Wort\u00a0bildunge\u00a0kommt bei Eckhart nur einmal vor, geh\u00f6rt aber zum vielfach gebrauchten Wortfeld von\u00a0bilde\u00a0und\u00a0bilden.\u00a0bildunge\u00a0hat bereits einen zweifachen Sinn: Es bezeichnet einerseits eine T\u00e4tigkeit bzw. einen Prozess und andererseits das Ergebnis dieser T\u00e4tigkeit. Eckhart beschreibt einen solchen Bildungsprozess am Beispiel des Bildhauers, das sich bis zu Plotin zur\u00fcckverfolgen l\u00e4sst und auch Michelangelo verwendet: \u201eEin Beispiel sehen wir, wenn ein Bild aus dem Holz oder dem Stein herausgeholt wird, wobei nichts ver\u00e4ndert, vielmehr nur gereinigt, herausgehauen und herausgeholt wird. Ist dies alles durch die Hand des K\u00fcnstlers herausgeholt, erscheint und erstrahlt das Bild.\u201c (Ioh. n. 575)\u00a0Bilden\u00a0umfasst bei Eckhart zweierlei Formungsprozesse: Zum ersten das Formen einer Materie zu einer Gestalt, wobei es sich um bereits geformte Materie handelt, die aber noch weiter formbar ist. Zum zweiten formt ein solcher K\u00fcnstler ebenfalls nach einem (\u00e4u\u00dferen) Vorbild ein Konzept im Geist, nachdem er beispielsweise dann eine Statue gestaltet.<\/p>\n<p>Das Eckhart\u2018sche Verst\u00e4ndnis f\u00fcr diese k\u00fcnstlerischen Bildungs- und Formungsprozesse gewinnen wir aber erst, wenn erkennbar wird, was Eckhart unter Sch\u00f6pfung versteht. Erst im Kontext seiner spezifischen Sch\u00f6pfungstheologie werden die Bildungsprozesse im Bereich von Kunst (ars) und Wissenschaft (scientia) verstehbar. Die Kontextualisierung der Kunst wird in der Auslegung von Kol 1,15 (\u201eEr ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene der ganzen Sch\u00f6pfung.\u201c) durch einen Vergleich einsichtig: \u201e\u201aErstgeborener aller Gesch\u00f6pfe\u2018, das hei\u00dft der allen Gesch\u00f6pfen als Vorbild Vorgesetzte, dem sie [die Gesch\u00f6pfe] \u00e4hnlich werden sollen, wie auch ein Maler seinem Sch\u00fcler ein Bild vorsetzt, nachdem er ein \u00e4hnliches arbeiten soll.\u201c (Sermo 49 n. 505) Der Erstgeborene wird sowohl als Bild (imago) des unsichtbaren Gottes als auch als Vorbild (exemplar) der gesamten Sch\u00f6pfung verstanden. Der k\u00fcnstlerische Formungsprozess \u2013 hier am Beispiel des Malens \u2013 orientiert sich am Modell der Sch\u00f6pfung, die wiederum an die trinitarische Geburt des Sohnes aus dem Vater r\u00fcckgebunden ist.<\/p>\n<p>Damit ist ein\u00a0zweiter Horizont\u00a0abgesteckt, den es im Folgenden abzuschreiten gilt: In einem ersten Schritt (2.1.) wird darum herausgearbeitet, wie Eckhart die\u00a0Sch\u00f6pfung\u00a0des Universums als Seinsakt und damit teleologisch denkt. Die Teleologie besteht aus drei miteinander verbundenen Elementen: Das Denken der Partizipation, das Akt-Potenz-Denken und das Denken des Einen. Erst damit wird einsichtig, was Eckhart unter Form und Formungsprozessen versteht. In einem zweiten Schritt (2.2.) wird herausgearbeitet, wie Eckhart diese Sch\u00f6pfungsteleologie auf den Menschen anwendet und die Besonderheit des geschaffenen Menschen ebenfalls teleologisch mit dem Bildbegriff fasst. Der Mensch ist f\u00fcr Eckhart qua Bild ein Mikrokosmos (Welt im Kleinen), der die Aufgabe hat, der Sch\u00f6pfungsteleologie in seinem Sein, Leben und Denken zu entsprechen. Erst durch diesen unerl\u00e4sslichen \u201aUmweg\u2018 \u00fcber die Sch\u00f6pfungstheologie und die Anthropologie entsteht der Rahmen, der die angef\u00fchrten Formungs- und Bildungsprozesse eines Bildhauers mit Hilfe der Teleologie verstehbar werden l\u00e4sst. Die Formungs- und Bildungsprozesse in Kunst und Wissenschaft werden also erst im Kontext einer Sch\u00f6pfungstheologie und Anthropologie verst\u00e4ndlich. Bildung wird bei Eckhart darum (2.3.) nach dem Prinzip der Gottebenbildlichkeit verstanden, d. h. der Mensch steht vor der paradoxalen Aufgabe, ein Bild zu werden desjenigen Gottes, von dem man sich kein Bild machen kann und der nicht darstellbar ist.<\/p>\n<h4>Die Sch\u00f6pfung des Universums als Seinsakt<\/h4>\n<p>Zum ersten Element der Teleologie:\u00a0In seiner Sch\u00f6pfungslehre entwickelt Eckhart ein Prinzip der Wirklichkeit (esse ipsum); dieses eine Prinzip kann als Wirk-, Form- und Finalursache der Vorstellung nach unterschieden werden. In der Weise, wie sich Gott als Sch\u00f6pfer zu seiner Sch\u00f6pfung verh\u00e4lt, unterscheidet Eckhart drei Aspekte. Sie lassen sich der Vorstellung nach unterscheiden, sind aber drei Aspekte eines Sch\u00f6pfungsaktes: Gott setzt die Gesch\u00f6pfe ins Sein (Wirkursache), er unterscheidet sie voneinander innerhalb des geordneten Zusammenhangs des Universums (Formursache) und er erh\u00e4lt sie im Sein und f\u00fchrt sie zu ihrem Ziel und ihrer Vollendung (Zielursache).<\/p>\n<p>Eckhart entwickelt im Prolog seines Hauptwerkes eine Transzendentalienlehre. Transzendentalien sind allgemeine Begriffe, die allen Dingen vorg\u00e4ngig zukommen und fr\u00fcher als alle Dinge sind. Damit reflektiert er die Vorannahmen seines Denkens. Zu den Transzendentalien geh\u00f6ren f\u00fcr ihn das Sein, das Gute und das Wahre. Bereits sein \u00e4lterer Ordensbruder Thomas hob hervor, dass die Transzendentalien untereinander austauschbar sind. In seinem Prolog konzentriert sich Eckhart auf die Transzendentalie des Seins. Sie wird f\u00fcr ihn zum Ausgangspunkt der Wirklichkeit und mit Gott identifiziert: \u201eDas Sein ist Gott.\u201c (Esse est deus) Und bei Gott sind Sein (esse) und Wesen (essentia) eins, d. h., sein Wesen ist Sein.<\/p>\n<p>Damit entsteht eine Schwierigkeit: Wie kann irgendetwas anderes au\u00dferhalb von Gott existieren, der das Sein in seiner Vollkommenheit ist? Eckhart (und vor ihm Thomas) l\u00f6st diese Schwierigkeit \u00fcber den neuplatonischen Begriff der Teilhabe oder Partizipation. Mit dem Begriff der Partizipation k\u00f6nnen gleichzeitig die Ursache aller Dinge und die Wesensunterschiede zwischen den Dingen gedacht werden. Die Gesch\u00f6pfe partizipieren am Sein selbst, und zwar auf eine begrenzte und endliche Weise. Sie sind, insofern sie am Sein selbst teilhaben. Die Gesch\u00f6pfe haben keine selbst\u00e4ndige Existenz. Vielmehr sind sie \u201ezwischen Sein und Nichts aufgeh\u00e4ngt\u201c, wie es der systematische Theologe Johannes Hoff formuliert. Das hei\u00dft, sie existieren nur insofern, als sie in verschiedenen Graden an der F\u00fclle des g\u00f6ttlichen Seins teilhaben. Gott schafft also nicht so, dass er \u201aetwas\u2018 aus sich heraussetzt wie der Architekt, sondern er schafft Weisen der Teilhabe. Um sich im Sein zu halten, m\u00fcssen die Gesch\u00f6pfe mit ihrem Sch\u00f6pfer verbunden sein.<\/p>\n<p>Die erste Ursache (das Sein selbst) negiert also in jeder Wirkung auf bestimmte Weise ihre Einheit von Sein und Wesen. Das l\u00e4sst sich auch umgekehrt formulieren: In jeder Wirkung wird auf bestimmte Weise die Einheit von Sein und Wesen der ersten Ursache negiert. D. h. die Gesch\u00f6pfe sind M\u00e4ngelwesen. Rainer Manstetten dr\u00fcckt es so aus: \u201eEin Seiendes ist Gesch\u00f6pf, insofern ihm irgendetwas mangelt. Indem es n\u00e4mlich als ein \u201aDieses\u2018 von einem \u201aJenes\u2018 unterschieden ist, mangelt es ihm, jenes zu sein. Zu Kreatur geh\u00f6rt das \u201anicht\u2018 und das \u201aNichts\u2018.\u201c Der Unterschied der Gesch\u00f6pfe liegt deshalb innerhalb ihrer gemeinsamen Beziehung zum Sch\u00f6pfer, der das Prinzip allen Seins ist.<\/p>\n<p>Zum zweiten Element der Teleologie:\u00a0Diese Partizipation von allem am Sein wird \u2013 und das ist der entscheidende Punkt bei Eckhart (wie bei Thomas) \u2013 mit den aristotelischen Begriffen von Akt und Potenz gedacht. Eckhart sagt es im Prolog so: \u201eDenn das Sein als solches (esse ipsum) verh\u00e4lt sich zu allem anderen wie dessen Verwirklichung (actus) und Vollendung, ja es ist die Wirklichkeit aller Formen. Deshalb sagt Avicenna: das, was jedes Ding verlangt, ist das Sein und die Vollkommenheit des Seins.\u201c Um sich dem Sein als solchem zu n\u00e4hern, sind wir nach Eckhart auf die Form (= das Wesen) verwiesen, die er als Potenz definiert. Die Form ist \u201aschon immer\u2018 verwirklicht und hat Teil am Sein selbst, aber in ihrer Potentialit\u00e4t. D. h. eine Bl\u00fcte\u00a0ist\u00a0ein Apfel, indem sich die Potenz Apfel-zu-sein bereits in der Bl\u00fcte verwirklicht. Der \u201an\u00e4chste\u2018 Seinsakt f\u00fchrt dann zu einem h\u00f6heren Grad der Teilhabe. Es ist also graduell gedacht. Alles strebt f\u00fcr Eckhart auf die gr\u00f6\u00dfere Verwirklichung seiner Wesenspotentiale hin, und zwar als Akt. Daher hat jedes Gesch\u00f6pf innerhalb seiner Grenzen eine nat\u00fcrliche Neigung, zu Gott zur\u00fcckzukehren, d. h. mit ihm vereinigt zu sein. In der Aktualisierung der Potenz kommt das Wesen an sein Ziel (telos): es hat qua Seinsakt Teil am Sein selbst.<\/p>\n<p>Zum dritten Element der Teleologie:\u00a0Es entsteht n\u00e4mlich die Frage, wie das Verh\u00e4ltnis zwischen der g\u00f6ttlichen Wirkung im Gesch\u00f6pf und der Wirkung des Gesch\u00f6pfes selbst gedacht wird. Es geht also um das Verh\u00e4ltnis zwischen Erst- und Zweitursache. Dazu der Thomas-Forscher Rudi te Velde: \u201eDie Wirkung Gottes in der Natur darf nicht so gedacht werden, da\u00df Gott das Wirken der Natur sozusagen \u00fcbernimmt, sondern gerade so, da\u00df Gott die Natur in ihr eigenes Wirken setzt, indem er den Dingen Formen und Verm\u00f6gen gibt und diese zu ihrer Wirkung bringt. Gerade darin zeigt sich die Seinsmacht des Sch\u00f6pfers. Gott wirkt in der Wirkung der Natur, indem er als transzendentale Ursache des Seins jede kategoriale Form und Kraft in der Natur von innen heraus mit dem Sein \u201avermittelt\u2018.\u201c<\/p>\n<p>Das Eine und das Viele verhalten sich dabei ebenfalls nicht wie in einer hierarchisierenden, zweigliedrigen Stufenordnung. Das Eine ist gerade nicht \u201aoben\u2018, sondern es ist als transzendentales Prinzip die Bedingung der M\u00f6glichkeit gradueller Verschiedenheit innerhalb einer Seinsordnung: \u201eDenn im Wesen des Ersten und Oberen liegt es, da es von \u201aNatur reich\u2018 ist, das Niedere mit seinen Eigent\u00fcmlichkeiten zu beeinflussen und zu ber\u00fchren, zwischen denen Einheit und Ungeteiltheit besteht.\u201c (Prologus generalis n. 10) Dabei verwirklicht sich in der gestuften Seinsordnung jeweils ein h\u00f6herer Grad von Einheit und Vollkommenheit: \u201eImmer ist das im Niederen Geteilte eins und ungeteilt im Oberen. Daraus erhellt, da\u00df das Obere in keiner Weise im Niederen geteilt wird, sondern es bleibt ungeteilt und bindet und eint das im Niederen Geteilte.\u201c (Prologus generalis n. 10)<\/p>\n<p>Es ist nun nicht so, dass bei Eckhart der Mensch vor Gott wie vor einem schwarzen Quadrat in Ratlosigkeit verf\u00e4llt. F\u00fcr Eckhart steht das Denken und das Sprechen Gott nicht auf ratlose Weise gegen\u00fcber, sondern es hat immer schon auf r\u00e4tselhafte Weise an ihm teil. Die Welt hat n\u00e4mlich theophanischen Charakter: Sie offenbart ihren Sch\u00f6pfer, und zwar in unterschiedlichen Graden und entsprechend der Teilhabe. Johannes Hoff sagt es so: \u201eDie Sch\u00f6pfung hat den Charakter eines theophanischen Bildes, das in hierarchisch abgestuften Intensit\u00e4ten an seinem g\u00f6ttlichen Wesen teilhat. Ein theophanisches Bild ist nicht identisch mit dem, was es abbildet. Dennoch enth\u00e4lt es, im Gegensatz zu einem Gem\u00e4lde, nichts, was nicht in seinem Urbild enthalten ist.\u201c Eckhart unterscheidet drei Seinsstufen, durch die sich das erste Prinzip jeweils in vollkommenerer Weise offenbart: Seiendes, Lebendes und Denkendes.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend l\u00e4sst sich festhalten, dass Eckhart Sch\u00f6pfung teleologisch als einen Seinsakt denkt: Sch\u00f6pfung bezeichnet die Beziehung der Welt in ihrer Gesamtheit zur transzendentalen Seinsursache. Dazu noch einmal Rudi te Velde: \u201eSch\u00f6pfung ist kein Werdeproze\u00df, in dem das, was wird oder entsteht, eine Bewegung zu einem Endpunkt macht. [\u2026] Sch\u00f6pfung erfolgt ohne Bewegung (motus)\u00a0oder Wechsel (mutatio): das Ganze des Gesch\u00f6pfs [\u2026] wird ins Sein gesetzt; es wird nicht\u00a0in\u00a0der Zeit geschaffen (in einem bestimmten Augenblick), sondern zusammen\u00a0mit\u00a0der Zeit. [\u2026] Sch\u00f6pfung bedeutet nicht Ver\u00e4nderung in der Welt; sie bezeichnet die Beziehung der Welt in der Gesamtheit ihrer zeitlichen Aufeinanderfolge zur transzendentalen Seinsursache, die selbst au\u00dferhalb von Natur und Zeit steht.\u201c<\/p>\n<h4>Der Mensch als Einheit von Leib, Geist und Seele in der Gottesgeburt<\/h4>\n<p>Dieses teleologische Denken wendet Eckhart auch auf seine Anthropologie an. Wobei der Ausgangspunkt die Besonderheit der vern\u00fcnftigen und geistigen Gesch\u00f6pfe ist. Zu jeder Materie (wie bei der Statue) und zu jedem Geist geh\u00f6ren unterschiedliche Weisen der Bildsamkeit, also die Empf\u00e4nglichkeit f\u00fcr neue Formen. Ein fundamentaler Unterschied der Bildsamkeit wird in der Auslegung zu Gen 1,26 (\u201eLasst uns den Menschen machen nach unserem Ebenbild und Gleichnis\u201c) klar benannt: \u201eF\u00fcr jetzt muss man aber wissen, worin die vern\u00fcnftigen oder geistigen Gesch\u00f6pfe sich von allen unter ihnen stehenden unterscheiden. Letztere sind nach dem Gleichnis von etwas, was in Gott ist, hervorgebracht worden und haben ihre eigenen Ideen in Gott, nach denen sie [\u2026] geschaffen sind, nach Ideen, die auf die in der Natur voneinander unterschiedenen Arten eingeschr\u00e4nkt sind. Der Vorzug der geistigen Natur besteht darin, dass sie Gott selbst zum Gleichnis hat, nicht etwas, was in ihm in der Art einer Idee ist.\u201c (Gen. I n. 115) W\u00e4hrend alle anderen Gesch\u00f6pfe nach Ideen in Gott geschaffen und die Empf\u00e4nglichkeit der Form auf eine Art (species) beschr\u00e4nkt sind, kommt allen geistigen Gesch\u00f6pfen eine \u00c4hnlichkeit mit Gott selbst zu, und zwar qua Verstand (intellectus). Der Verstand (intellectus) hat \u2013 so die aristotelische Definition \u2013 die M\u00f6glichkeit, alles zu werden und ist gerade nicht auf bestimmte Formen beschr\u00e4nkt. Der Gegenstand des Verstandes ist die Gesamtheit des Seienden (universitas entium) und nicht nur dieses oder jenes (Seiende).<\/p>\n<p>Der Mensch hat also darum f\u00fcr Eckhart die Aufgabe, seine vern\u00fcnftige Seele (anima rationale) zu vollenden, indem sie zu einer \u201egeistigen Welt\u201c (saeculum intelligibile) wird. Dies gelingt ihr, wenn sich in der vern\u00fcnftigen Seele die Form des Ganzen (forma totius) abzeichnet. Im Kommentar zu Gen 1,26 hei\u00dft es: \u201eUnd Avicenna [\u2026] sagt: \u201adie Vollendung der vern\u00fcnftigen Seele besteht darin, dass sie zu einer geistigen Welt wird und die Form des Alls (forma totius) sich in ihr abzeichnet\u2018, \u201abis sich in ihr die Ordnung des gesamten Seins (dispositio esse universitatis) vollendet und sie so zu einer geistigen Welt, dem Abbild des Seins des Weltalls wird\u2018. Der Mensch geht also so von Gott aus, dass er \u201azum Abbild des g\u00f6ttlichen Wesens\u2018 wird.\u201c (Gen. I n. 115) Der Mensch hat also die Aufgabe, zu einem Mikrokosmos (\u201eWelt im Kleinen\u201c) zu werden, der mit der Sch\u00f6pfung des ganzen Universums korrespondiert. Kriterium dieser Korrespondenz ist eine \u00c4hnlichkeit zwischen der Ordnung des gesamten Seins und der geistigen Welt der Seele.<\/p>\n<p>Wie wird aber die vern\u00fcnftige Seele zu einer geistigen und dazu noch geordneten kleinen Welt? Dazu ist ein Blick in die Eckhart\u00b4sche Psychologie erhellend. Er formuliert zun\u00e4chst: \u201eMein Leib ist mehr in meiner Seele, als da\u00df meine Seele in meinem Leib sei.\u201c (Pr. 10) Die Seele ist f\u00fcr ihn (mit Aristoteles) die einheitsstiftende Form des K\u00f6rpers mit seinen Teilen: \u201eDie Seele wird in ihnen [den Teilen des Lebewesens] nicht geteilt, sondern bleibt ungeteilt und eint die einzelnen Teile in sich, so da\u00df sie eine Seele, ein Leben, ein Sein und ein Lebendigsein haben.\u201c (Prologus generalis\u00a0n. 10) Den Leib zu formen, ist eine nicht unwichtige, aber untergeordnete Aufgabe der Seele. Denn die Seele ist auch Geist (anima rationale), und darin hat sie eine h\u00f6here Existenzweise.<\/p>\n<p>Die Seele wird also zu einer geistigen Welt, indem sie sich selbst aufbaut und zugleich die leiblichen Kr\u00e4fte ordnet. F\u00fcr den Aufbau der Seele ist verschiedenes \u201aMaterial\u2018 notwendig. Alle Bereiche der Seele werden versorgt und m\u00fcssen ausgebildet werden. D. h. indem die leiblichen und seelischen Kr\u00e4fte auf ihre Weise, d. h. gem\u00e4\u00df der Ordnung, ge\u00fcbt werden. Die Vernunft ist Geber dieser Ordnung, die der Ordnung der \u00e4u\u00dferen Welt entspringt. In einer harmonischen Einheit von Leib, Geist und Seele\u00a0realisiert\u00a0sich die Ordnung des gesamten Seins.<\/p>\n<p>Wir haben gesehen, wie die Seinslehre von Eckhart zum einen an einem Prinzip partizipiert und zum anderen wie die Vielheit gestuft gedacht und dennoch auf ein einheitsstiftendes Prinzip verwiesen bleibt. Die Seele als Mikrokosmos wird also analog gedacht, wobei eben das einheits- und vielheitsstiftende Prinzip der Seele (als leibseelische Einheit gedacht) mit dem Begriff der Gottesgeburt ausgedr\u00fcckt wird und an die innertrinitarische Geburt zur\u00fcckgebunden ist.<\/p>\n<p>Eckhart unterscheidet verschiedene Verm\u00f6gen der Seele: Verstand, Wille, Ged\u00e4chtnis. Das Wesen der Seele verortet Eckhart im Unterschied zu ihren Potenzen am Grund der Seele. Der Mensch (als Wesen) mit Leib, Geist und Seele muss also im Verh\u00e4ltnis zum Sein, das sie von Gott empf\u00e4ngt, in Potenz sein. Jenes empfangene Sein ist in der Weise des Aktes. D.\u00a0h. alle Potenzen der Seele \u2013 die oberste Vernunft am Seelengrund mit einbegriffen \u2013 partizipieren ontologisch am ersten Prinzip, indem sie in verschiedene Graden ihre Potentialit\u00e4t aktualisieren. Der h\u00f6chste Grad der Teilhabe am g\u00f6ttlichen Wesen beschreibt Eckhart mit der Sohnesgeburt. \u201eF\u00fcrwahr, in der gleichen Geburt, da der Vater seinen eingeborenen Sohn gebiert und ihm die Wurzel und seine Ganze Gottheit und seine ganze Seligkeit gibt und sich selbst zur\u00fcckbeh\u00e4lt, in dieser selben Geburt nennt er uns seine Freunde. Wenngleich du von diesem Sprechen nichts h\u00f6rst oder verstehst, so gibt es doch eine Kraft in der Seele [\u2026], die ist ganz abgel\u00f6st und ganz lauter in sich selbst und g\u00f6ttlicher Natur eng verwandt: in dieser Kraft wird es verstanden.\u201c (Pr. 27) Mit diesem Akt des Seins und der Einheit am Grund der Seele hat der Mensch Anteil am Sein selbst. Die Gottesgeburt ist also die Vollendung der Gottebenbildlichkeit. Mit der Metapher der Gottesgeburt, die Eckhart von Origenes \u00fcbernimmt, ist eine fundamentale Wandlung der Seele gemeint, eine Transformation ihrer selbst. Die Seele\u00a0wird\u00a0und ist\u00a0eins, wenn sie am Sch\u00f6pfungsakt teilhat. \u201eGott und ich, wir sind eins in solchem Wirken; er wirkt und ich werde.\u201c (Pr. 6)<\/p>\n<h4>Bildung als die gnadenhafte Freilegung einer leib-geistig-seelischen Einheit<\/h4>\n<p>Der Seinsakt dr\u00fcckt sich darin aus, dass der Mensch nach dem Bild des Mikrokosmos eine geistige Welt aufbaut, in der sich die teleologische Ordnung der ganzen Sch\u00f6pfung widerspiegelt und so eine leib-geistig-seelische Einheit freigelegt wird. Bildung wird bei Eckhart nach dem Prinzip der Gottebenbildlichkeit verstanden, d. h. der Mensch steht vor der paradoxalen Aufgabe, analog zur Sch\u00f6pfung ein Bild zu werden desjenigen Gottes, von dem man sich kein Bild machen kann und der nicht darstellbar ist.<\/p>\n<p>Nun k\u00f6nnen wir zum Bild des Bildhauers des Anfangs zur\u00fcckkehren, das zweifach angewendet werden kann: Zum einen mit Blick auf das Sein des Menschen als Bild und zum anderen mit Blick auf das Tun des Menschen. Eckhart in seinem Johanneskommentar: \u201eWir bitten also Gott, er zeige in Werk und Wirkung, dass er \u201aVater der Erbarmung\u2018 ist, der sich unser erbarmt, damit das, was wir von Natur aus sind \u201adem Ebenbild gem\u00e4\u00df\u2018 (ad imaginem), durch die Gnade \u201ader \u00c4hnlichkeit gem\u00e4\u00df\u2018 (Gen 1,26) zum Vorschein kommt.\u201c (Ioh. n. 575) Erst durch die vor\u00fcbergehend erscheinende Gnade zeigt sich die Natur des Bildes. Erst durch Gnade erscheint die Natur des Bildes und offenbart dessen aktuellen Grad an Vollkommenheit. Die gebrochene, durch die S\u00fcnde \u00fcberschriebene Sch\u00f6pfung wird durch den K\u00fcnstler \u2013 der Sohn Gottes \u2013 gereinigt und erstrahlt in neuem Glanz.<\/p>\n<p>Die keimhafte Anlage im Wesen des Menschen muss freigelegt und entfaltet werden, weil sie \u00fcberlagert und durch die S\u00fcnde verdunkelt ist. Teleologie meint nicht Determination, sondern eine Bestimmtheit, die in der Aktualisierung eines Telos liegt, das erst noch freigelegt werden muss. Das ist die konkrete Aufgabe des Menschen: die keimhafte Anlage im Wesen des Menschen zur Entfaltung kommen zu lassen. Der Lehrende ist dann analog zum K\u00fcnstler f\u00fcr Eckhart jemand, der (wie der Lernende auch) im konkreten Werk eine Form aufgehen und eine fr\u00fchere Form vergehen l\u00e4sst. Im menschlichen Sch\u00f6pfungsakt, der Gelassenheit als Haltung voraussetzt, wird eine abgestufte Teilhabe als leiblich-geistig-seelische Einheit am Sch\u00f6pfungsakt selbst gedacht. Bildungsprozesse sind also darum bei Eckhart immer sch\u00f6pferisch und mimetisch. Bildung meint also die (graduelle) Vollendung der Gottebenbildlichkeit in der Gottesgeburt, die mit einer Ent-bildung einhergeht, so dass offenbar wird, was der Mensch qua Sch\u00f6pfung immer schon ist. Bildung bleibt so eine Unverf\u00fcgbarkeit und eine Bedingtheit eingeschrieben.<\/p>\n<p>Bildung ist f\u00fcr Eckhart also zuerst ein Transformationsprozess, der den Menschen auf das erste Prinzip ausrichtet und damit eine Form kontemplativer Betrachtung. Die h\u00f6chste Form der zweckfreien Betrachtung (Leben ohne warum) ist nach Johannes Hoff das \u201eeinsehende Verstehen\u201c (intellectus). \u201eVernunft, die sucht und Vernunft, die nicht mehr sucht, die vielmehr in sich selbst ein lauteres Licht ist.\u201c (Pr. 37). In der betrachtenden Erschlie\u00dfung des Seinaktes kommt der Betrachter zur Ruhe (reductio ad mysterium) und tritt in ein Schwingungsverh\u00e4ltnis ein. Dieses Ph\u00e4nomen beschreiben gegenw\u00e4rtige Forscher mit Resonanz oder Responsivit\u00e4t. Das ist die Grundlage f\u00fcr Kunst und Wissenschaft.<\/p>\n<p>Bildung ist sich bilden. Diesen einfachen Satz mit den philosophischen Instrumentarium Eckharts zu verstehen, war die Aufgabe. Im Sinne Eckharts m\u00fcsste dieser Satz wohl in folgender Weise modifiziert werden: Kein sich bilden ohne sich selbst bilden, doch keine Selbstbildung ohne Gottbewusstsein, aber auch kein Gottbewusstsein ohne Selbstvergessen und Selbstentbilden. Der Fokus auf das Selbst will die Reduktion der Bildung auf eine bildende T\u00e4tigkeit ausschlie\u00dfen. Wenn es aber um\u00a0Selbstbildung geht, dann kann das Selbst zweifach verstanden werden: Einerseits kann es als das Subjekt des freien Willens und andererseits als eine leiblich-geistig-seelische Einheit verstanden werden: kurz als Person. F\u00fcr Eckhart ist letzteres der Fall, auch wenn er den Person-Begriff nur sporadisch verwendet. Das entzieht jeglichen Selbstbegr\u00fcndungstheorien den Boden. Erst das Prinzip des Seins als Erstursache bedingt Bildungs- und Entbildungsprozesse, in denen sich das vorg\u00e4ngige Prinzip innerhalb der Seins- und Erkenntnisordnung offenbart.<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3>Zur Reflexion der Vorannahmen von Bildungstheorien<\/h3>\n<p>Am Schluss soll die Ebene der Vorannahmen von Bildungstheorien in den Blick kommen. Eckhart konzeptualisiert mit der Teleologie eine bestimmte Form der Seinslehre. Im Unterschied zu dieser hier rekonstruierten Teleologie sei kurz angedeutet, welche andere Vorannahmen bei Eckhart gesehen werden k\u00f6nnen und welchen Einfluss diese auf das Bildungsdenken haben. So sieht der Erziehungswissenschaftler Volker Ladenthin im Bildungsdenken eine Kontinuit\u00e4t zwischen Sp\u00e4tmittelalter und Gegenwart und formuliert mit Blick auf Eckhart: \u201eDie \u201aimago-dei\u2018-Theorie will Herkunft und damit W\u00fcrde des Menschen erkl\u00e4ren, seinem Leben ein Ziel geben und dem Handelnden eine Aufgabe. Der Mensch ist (1)\u00a0Werk Gottes und soll (2)\u00a0Gottes Abbild werden; dazu muss er sich (3) bem\u00fchen. Damit sind drei f\u00fcr die Bildungstheorie bis heute\u00a0g\u00fcltige Aspekte\u00a0benannt: (1) Die Eingebundenheit des Menschen in eine f\u00fcr den Menschen sinnhaft zu erfahrende oder gestaltende Welt, (2) die Formulierung eines Ziels des menschlichen Handelns und (3) der Hinweis darauf, dass dieses Ziel nur durch Bem\u00fchen erreicht werden kann.\u201c Mit Blick auf die Vorannahmen ist zweierlei an dieser Bestimmung hervorzuheben: zum einen eine Trennung zwischen Sein (1) und Sollen (2+3) und zum anderen die Auffassung des Werdens. Denn Werden wird als \u2013 quasi naturgesetzlicher \u2013 Prozess verstanden, in dem das, was wird oder entsteht, eine Bewegung zu einem Endpunkt oder einem Ergebnis darstellt. Vor dem Hintergrund der obigen Eckhart-Interpretation wird klar, dass hier Bildung nicht teleologisch gedacht wird. Die Teleologie verwandelt sich hier in eine mechanistische Wirkurs\u00e4chlichkeit unter Absehung von Form- und Zielursache. Eine Output-gesteuerte Kompetenzorientierung scheint ebenfalls von dieser Art der Kausalit\u00e4t gepr\u00e4gt. Mit einem solchen Verst\u00e4ndnis von Kausalit\u00e4t kommt es dann zu einer Stufung\u00a0ad infinitum\u00a0von Mittel-Zweck-Relationen: Mittel zu einem Zweck, das wiederum Mittel zu einem h\u00f6heren Zweck ist (\u201eZweck der Zwecke\u201c).<\/p>\n<p>Manche ordnen Eckhart als einen Vorl\u00e4ufer moderner Bildungs- und Subjekttheorien ein. Meine \u00dcberlegungen best\u00e4tigen aber die Einsch\u00e4tzung von Dietmar Mieth, dass eine \u201eAnwendung des uns vertrauten Bildungsbegriffes \u2013 in der Tradition von Humboldt \u2013 auf Meister Eckhart eine retrospektive Projektion ist\u201c. Das zeigt: Es ist \u2013 nicht nur bei Eckhart \u2013 aufschlussreich zu untersuchen, mit welchem Hintergrund der einfache Satz \u201eBilden ist sich bilden\u201c gelesen wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie w\u00fcrde Eckhart den Satz \u201eBilden ist sich bilden\u201c lesen? Bildung ist sich bilden. Dieser schlichte Satz erscheint zun\u00e4chst uneingeschr\u00e4nkt zustimmungsw\u00fcrdig und (selbst)verst\u00e4ndlich. Ihm kann jedoch auf mehrfache Weise Sinn gegeben werden. Wer versucht, diesen Satz f\u00fcr sich zu erschlie\u00dfen, dem er\u00f6ffnet sich ein ganzes Panorama von Fragen. 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