{"id":32094,"date":"2023-07-17T14:32:38","date_gmt":"2023-07-17T12:32:38","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=passionsspiele-massenmedium"},"modified":"2024-12-12T11:00:09","modified_gmt":"2024-12-12T10:00:09","slug":"passionsspiele-ein-vormodernes-massenmedium-in-spaetmittelalter-und-frueher-neuzeit","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/passionsspiele-ein-vormodernes-massenmedium-in-spaetmittelalter-und-frueher-neuzeit\/","title":{"rendered":"Passion Play"},"content":{"rendered":"<p>Passionsspiele kennen wir heute vor allem aus Orten in der Alpenregion. Neben den Passionsspielen im Tiroler Ort Erl sind vor allem die Oberammergauer Passionsspiele geradezu weltber\u00fchmt. Bei der Premiere des Oberammergauer Passionsspiels 2022 wurden nicht nur deutsche Textb\u00fccher, sondern auch englische angeboten, so dass Zuschauerinnen und Zuschauer aus den USA das Geschehen nachverfolgen k\u00f6nnen. Der Publikumsstrom aus \u00dcbersee hatte freilich schon im 19. Jahrhundert eingesetzt. Dabei spielten konfessionelle Grenzen kaum eine Rolle. Auch evangelische und evangelikale Christen sch\u00e4tzten und sch\u00e4tzen das Oberammergauer Passionsspiel. Denn dieses folgt mit seinem bibelnahen Text durchaus einem\u00a0sola scriptura-Prinzip.<\/p>\n<p>Auch die alttestamentlichen Pr\u00e4figurationen, die in Oberammergau als stumme Bilder in eindrucksvoller Farbsymbolik inszeniert werden, sind bestens in der Bibel grundgelegt. Dabei sollen Begebenheiten des Alten Bundes gem\u00e4\u00df traditioneller christlicher Exegese auf neutestamentliche Personen und Taten verweisen. Dieser R\u00fcckgriff auf das Alte Testament gr\u00fcndet ebenso auf mittelalterlichen Traditionen wie der urspr\u00fcngliche Text des \u00e4ltesten Oberammergauer Passionsspiels, der mitten im Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg aus dem Augsburger Passionsspiel aus dem Benediktinerkloster Sankt Ulrich und Afra und einem weiteren Augsburger Passionsspiel der Meistersinger kompiliert und neu dramatisiert wurde.<\/p>\n<h3>I.<\/h3>\n<p>Zu den beiden schw\u00e4bischen Quellentexten des altbayerischen Oberammergauer Passionsspiels komme ich sp\u00e4ter im Detail. F\u00fcr uns ist hier zun\u00e4chst wichtig, dass der Spieltext f\u00fcr das Dorf Oberammergau aus einer Gro\u00dfstadt kam. Denn die Reichsstadt Augsburg geh\u00f6rte im sp\u00e4ten Mittelalter und zur Zeit der Fugger mit rund 30.000 Einwohnern zu den Gro\u00dfst\u00e4dten im Heiligen R\u00f6mischen Reich. Zum Vergleich: Frankfurt am Main hatte zur selben Zeit nur 10.000 Einwohner. Und im Mittelalter waren es die gro\u00dfen Reichs- und Residenzst\u00e4dte, welche Passionsspiele auf die B\u00fchne brachten. Dies hatte mit finanzieller und personeller Ausstattung zu tun. Denn Musiker, Schauspieler und B\u00fchnentechnik sowie Sicherheitsma\u00dfnahmen kosteten eine Menge Geld. Dementsprechend warnt der Frankfurter Stadtrat im Jahr 1492 die Veranstalter des Frankfurter Passionsspiels:\u00a0Aber daz sie sich nit verkostigen, warnen.\u00a0Das hei\u00dft: Die Veranstalter werden vor \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Ausgaben gewarnt.<\/p>\n<p>Die Mahnung des Frankfurter Stadtrats bezog sich auf die Passionsspielauff\u00fchrung von 1492. Auch 1498 und 1506 spielte man die Passion auf dem R\u00f6merberg vor dem Rathaus. Die B\u00fchne aus Holz integrierte auch den Brunnen, den man f\u00fcr die Taufe Jesu und als Teich f\u00fcr ein Wunder Jesu ben\u00f6tigte. Ansonsten waren die B\u00fchnenaufbauten denkbar einfach. F\u00fcr die Bergpredigt stieg Jesus etwa auf ein h\u00f6lzernes Fass. Die Frankfurter Ratsprotokolle verzeichnen auch genau, wo die Logenpl\u00e4tze f\u00fcr das Publikum waren.<\/p>\n<p>Die Stadtr\u00e4te und B\u00fcrgermeister wohnten n\u00e4mlich dem Spektakel von den Fenstern des R\u00f6mers, also des Frankfurter Rathauses, aus bei. Oben von den Zinnen der Nikolaikapelle durften die vornehmen Patrizier zuschauen. Das einfache Volk umstand die h\u00f6lzerne B\u00fchne auf dem R\u00f6merberg beziehungsweise Samstagsberg genannten Stadtplatz. Der Ort sieht heute fast genauso aus. Interessant ist noch ein Detail zum Catering: Die Stadtr\u00e4te verspeisten w\u00e4hrend der Vorstellung Kirschen und tranken Rotwein auf Kosten der Stadtkasse. Kirschen gab es deswegen, weil das Passionsspiel im sp\u00e4ten Fr\u00fchjahr an Pfingsten aufgef\u00fchrt wurde.<\/p>\n<p>In Frankfurt f\u00fcrchtete man n\u00e4mlich das schlechte Wetter an Ostern. Noch wichtiger d\u00fcrfte allerdings die zeitliche Konkurrenz mit der Frankfurter Fr\u00fchjahrsmesse gewesen sein. Wie heute lebte die Stadt vom Messegesch\u00e4ft. Und die Kasse musste eben stimmen, bevor man in der Zeit zwischen Fr\u00fchjahrsmesse und Herbstmesse als B\u00fcrgerschaft unter sich war und die Passion f\u00fcr die Frankfurter B\u00fcrger inszenierte. Dass es um eine stadtb\u00fcrgerliche Liturgie von Frankfurtern f\u00fcr Frankfurter ging, zeigt auch die Tatsache, dass man die drei Holzkreuze des Passionsspiels nach den Auff\u00fchrungen in einer feierlichen Prozession auf die \u00f6ffentliche Hinrichtungsst\u00e4tte Frankfurts im Westen vor der Stadt brachte und aufstellte. Dort blieben die Passionsspielkreuze als Denkmal stehen. Die Hinrichtungsst\u00e4tte Frankfurts hie\u00df damals Galgenfeld. Damit handelte es sich also um Golgatha auf dem Galgenfeld.<\/p>\n<p>Die Forschung wei\u00df recht genau, wie die Stadt und ihr unmittelbar angrenzendes Umland um 1500 aussahen. Denn dass die heutigen topographischen Verh\u00e4ltnisse der Stadt um den R\u00f6mer herum vom mittelalterlichen Befund nicht weit entfernt sind, zeigt als vormoderne Quelle der\u00a0Faberplan\u00a0von 1552. Dieser Vogelschauplan des Conrad Faber von Kreuznach gibt n\u00e4mlich das Erscheinungsbild der Stadt zur Zeit der Passionsspielauff\u00fchrungen von 1492, 1498 und 1506 wieder und zeigt ebenso das Galgenfeld mit der Hinrichtungsst\u00e4tte, auf welcher die h\u00f6lzernen Kreuze des Passionsspiels installiert wurden.<\/p>\n<p>Dies illustriert, wie Passionsspiele Bestandteil einer in die Landschaft eingeschriebenen Inszenierung von Gemeinschaft wurden. Der Spieltext selbst konstruiert dabei eine Exklusivit\u00e4t, indem gegen Juden gehetzt und \u00fcber das Landvolk gespottet wurde. Die Publikumsgemeinde wurde durch ein Wir-Gef\u00fchl der christlichen Frankfurter zusammengeschwei\u00dft. Die j\u00fcdische Gemeinde in der Judengasse und die vermeintlich dummen Bauern vom Lande blieben in der Logik dieses Spiels von der st\u00e4dtischen Gemeinschaft ausgeschlossen.<\/p>\n<h3>II.<\/h3>\n<p>Aber Frankfurt am Main war nicht die einzige Reichsstadt, in der Passionsspiele inszeniert wurden. Denn 2010 konnte ich nachweisen, dass das nach seinem heutigen Aufbewahrungsort benannte Sankt Galler Passionsspiel in Wirklichkeit das Wormser Passionsspiel ist. Seit 2013 hei\u00dft es auch offiziell Wormser Passionsspiel. In einer zentralen Passage geht es darin um eine Blindenheilung Jesu aus dem Johannesevangelium (Kapitel 9). Dort ist auch von Juden die Rede, die Jesu Wunder kommentieren. Die anonymen Juden aus dem Evangelium werden im Wormser Passionsspiel zur Sprechrolle des\u00a0Salman Phariseus. Hinter dem Pharis\u00e4er Salman verbirgt sich der Wormser Gegenbischof Salman. Damit aber haben wir die Ebene der Reichspolitik und der Kirchenpolitik Kaiser Ludwigs des Bayern erreicht.<\/p>\n<p>Die bewegte Zeit dieses wittelsbachischen Kaisers schildert etwa Umberto Eco in seinem Roman\u00a0Der Name der Rose. Im 14. Jahrhundert standen sich Kaiser Ludwig der Bayer und der Papst in Avignon feindlich gegen\u00fcber. Man \u00fcberzog sich gegenseitig mit Sanktionen und Schm\u00e4hschriften. Der Papst verh\u00e4ngte das Interdikt \u00fcber das Reich und ernannte Gegenbisch\u00f6fe, um die vom Kaiser eingesetzten Bisch\u00f6fe unm\u00f6glich zu machen und zu diskreditieren. In Worms konnte aber der Gegenbischof Salman beim kaisertreuen Stadtrat niemals Fu\u00df fassen. Das Wormser Passionsspiel machte sich dementsprechend \u00fcber den \u201ePharis\u00e4er\u201c Salman lustig. Dieses Verfahren mit der politischen Aktualisierung kennt auch die zeitgleiche Frankfurter Dirigierrolle (ein Passionsspielrotulus), welche einen \u201eJuden Liebermann\u201c auftreten l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich ist dieser Jude Liebermann im 14. Jahrhundert archivalisch nachweisbar. Die Botschaft der Frankfurter Dirigierrolle ist klar: Es sind die zeitgen\u00f6ssischen, sp\u00e4tmittelalterlichen Juden, die Jesus kreuzigen. Die Passionsspiele waren generell antisemitisch beziehungsweise antijudaistisch. Als realweltliche Konsequenz beschlie\u00dft dementsprechend 1498 der Frankfurter Stadtrat vor der Passionsspielauff\u00fchrung Folgendes:\u00a0\u201eItem die Juden dis spil in iren husen lazen vnd ine einen gunnen, der sie beslieze.\u201c\u00a0Das hei\u00dft \u00fcbersetzt: \u201eDie Juden sollen w\u00e4hrend der Passionsspielauff\u00fchrung in ihren H\u00e4usern bleiben, und man soll eine Stadtwache abstellen, die sie einschlie\u00dft und bewacht.\u201c Dies war leicht m\u00f6glich, denn in Frankfurt gab es die ber\u00fchmte Judengasse, die noch Goethe in\u00a0Dichtung und Wahrheit\u00a0als Ghetto beschreibt. Das massive Holztor der Judengasse konnte fest verschlossen werden und die Juden waren damit vor einem Pogrom sicher \u2013 und zugleich von der Teilhabe am st\u00e4dtischen Gro\u00dfevent ausgeschlossen.<\/p>\n<h3>III.<\/h3>\n<p>F\u00fcr ein derartiges Gro\u00dfevent bedurfte es entsprechend gro\u00dfer \u00f6ffentlicher R\u00e4ume. Dies trifft auch auf das Wormser Passionsspiel zu. Es wurde vor dem Nordportal des Doms aufgef\u00fchrt, wo sogar das k\u00f6nigliche oder kaiserliche Blutgericht tagte. Insofern hatte der kaiserliche Prokurator Pontius Pilatus eben dort seinen B\u00fchnenort, um Jesus zum Tode zu verurteilen. Durch dieses k\u00f6nigliche Portal zog im Mittel\u00adalter traditionell der deutsche Kaiser in den Wormser Dom ein.<\/p>\n<p>An eben dieser Stelle kam es auch zum ber\u00fchmten Streit der K\u00f6niginnen im Nibelungenlied. Kriemhild und Br\u00fcnhild streiten sich dar\u00fcber, wer als erste den Wormser Dom betreten d\u00fcrfe. Dieser b\u00fchnenreife Streit wurde aber in den letzten Jahren inspiriert vom\u00a0genius loci\u00a0eben dort im Rahmen der Nibelungenfestspiele inszeniert. Zwar werden Passionsspiele heute vor dem Wormser Dom nicht mehr aufgef\u00fchrt, der historische B\u00fchnenstandort wird jedoch weiterhin als solcher genutzt. Denn dort finden heute jeden Sommer die Nibelungenfestspiele statt. Und bereits in der ersten Aventiure des Nibelungenlieds hei\u00dft es:\u00a0\u201eze Wormez bi dem R\u00eene \/ si wonten mit ir kraft, \/\/ in dienten von ir landen \/ vil starkiu ritterschaft\u201c\u00a0(\u201eKriemhild und ihre Br\u00fcder lebten in der Stadt Worms am Rhein und verf\u00fcgten \u00fcber zahlreiche wehrhafte Ritter als Vasallen\u201c).<\/p>\n<p>Die Wormser Nibelungenfestspiele bringen mitunter ber\u00fchmte Schauspielerpers\u00f6nlichkeiten auf die B\u00fchne. Die Auff\u00fchrungen des Jahres 2019 zeigten in der Rolle des grimmigen Hagen keinen geringeren als den gro\u00dfen Burgschauspieler Klaus Maria Brandauer. Diese spektakul\u00e4re Festspieltradition hat \u2013 ohne, dass dies den Erfindern der modernen Nibelungenfestspiele bewusst war \u2013 vom B\u00fchnenort und vom Ph\u00e4nomen des Massenspektakels her ihren Ursprung im Mittelalter, genauer im ber\u00fchmten Wormser Passionsspiel.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Worms und Frankfurt am Main alte urbane Zentren des Heiligen R\u00f6mischen Reichs, genauer m\u00e4chtige Reichsst\u00e4dte darstellten, gab es Passionsspiele auch in mittelalterlichen Residenzst\u00e4dten. Die habsburgische Residenz Wien wurde Schauplatz einer Passionsspielauff\u00fchrung, welche im Verbund von Wiener Universit\u00e4t und dem Hof des Erzherzogs inszeniert wurde. Dies belegt ein Auszug der Fakult\u00e4tsakten.<\/p>\n<p>Im Einzelnen geht es um einen Beschluss der Wiener Artistenfakult\u00e4t, welche traditionell die meisten Professoren und Studenten hatte: \u201e1432, 4 aprilis, congregatio facultatis artium ad audiendum relacionem decani, quomodo quidam magister scilicet Johannes Celler de Augusta in die cene domini, parasceves et pasce habuisset publice ludos de cena, passione et resurreccione domini in castro ducis, non obstante exhortacione decani contraria. Super quo conclusit facultas, quod de cetero nullus magistrorum facultatis ludos tales facere publice presumat sine expressa licencia facultatis; quod si quis contrarium fecerit, excludatur a facultate.\u201c<\/p>\n<p>Das hei\u00dft, dass am 4. April 1432 der Fakult\u00e4tsrat zusammentrat um \u00fcber den Fall des Magisters Johannes Zeller aus Augsburg zu beraten. Dieser hatte zur Osterzeit \u00f6ffentliche Passionsspiele aufgef\u00fchrt, \u00fcber das letzte Abendmahl, die Passion und die Auferstehung. Auff\u00fchrungsort war die Wiener Hofburg. Dar\u00fcber beschloss die Fakult\u00e4t, dass niemand k\u00fcnftig solche Auff\u00fchrungen ohne ausdr\u00fcckliche Genehmigung der Fakult\u00e4t veranstalten d\u00fcrfe. Im Falle der Zuwiderhandlung drohte Ausschluss aus der Fakult\u00e4t.<\/p>\n<p>Offenbar waren Teile der Fakult\u00e4tskollegen eifers\u00fcchtig wegen der gro\u00dfen Ehre, in der Wiener Hofburg vor dem Herrscher so ein Passionsspiel aufzuf\u00fchren. Der Magister, das entspricht dem heutigen Rang eines Professors, hatte mit seinen Studenten ein h\u00f6fisches geistliches Drama inszeniert. Damit konnte man sich bei Hofe profilieren und ebenso sicher den Neid der Kollegenschaft erzeugen. Jedenfalls erfahren wir hier, dass Studenten Theater spielten. Auch dies war im Mittelalter nicht ungew\u00f6hnlich, denn der ber\u00fchmte Pariser Theologieprofessor Jean Charlier Gerson spielte am Coll\u00e8ge de Navarre mit seinen Studenten ebenfalls Theater. W\u00e4hrend dies in Paris sehr gut ankam, war in Wien zumindest die Fakult\u00e4t\u00a0not amused.<\/p>\n<p>Die Quelle aus den Fakult\u00e4tsakten nennt den Ort der Auff\u00fchrung sehr pr\u00e4zise:\u00a0in castro ducis, also w\u00f6rtlich \u201ein der Burg des Herzogs oder Erzherzogs\u201c. Die Anf\u00e4nge der Wiener Hofburg sind arch\u00e4ologisch gut erforscht und erinnern ein wenig an den\u00a0Tower of London: ein quadratischer Grundriss mit vier Eckt\u00fcrmen. Die Darstellung auf dem Wiener Stadtplan von 1421\/22 zeigt eine vergleichbare Architektur. Dort wird der Komplex ganz schlicht bezeichnet:\u00a0das ist dy purck. Diese hatte einen gro\u00dfen Innenhof. Dort im Innenhof muss man sich die wohl h\u00f6lzerne B\u00fchne vorstellen. Von T\u00fcrmen und zinnenbewehrten Mauern aus konnte man das Geschehen bequem verfolgen. Dieses Wiener Passionsspiel des Augsburger Magisters Johannes Zeller ist im Augsburger Passionsspiel des Benediktinerklosters Sankt Ulrich und Afra bis heute erhalten.<\/p>\n<h3>IV.<\/h3>\n<p>Wir wissen archivalisch, dass die Augsburger Familie Zeller in Zeche und Bruderschaft des Klosters Sankt Ulrich und Afra \u00fcber mehrere Generationen hinweg engagiert war. Die Augsburger Benediktiner pflegten einen intensiven seelsorgerischen Austausch mit der B\u00fcrgerschaft der Reichsstadt Augsburg. Dazu geh\u00f6rten auch Passionsspiele, f\u00fcr die es im Bereich des Klosters einen gro\u00dfen Platz gab. Wer sich in Augsburg auskennt: an der entsprechenden Stelle steht heute das Haus Sankt Ulrich, von der Maximilianstra\u00dfe aus gesehen hinter dem Kirchenkomplex.<\/p>\n<p>Augsburger Lokalkolorit zeigt besonders ein Ausschnitt des Passionsspiels:\u00a0\u201eYetzvnd fliehend die iunger all von ihesu \/ dann petrus beleibt nachuolgend der schar. So ergreift Iud Lemlin Iohannem bey dem mantel vnd iohannes entrint im vnd la\u00dft den mantel hinder im. Iud Lemlin spricht\u00a0[\u2026]\u201c<\/p>\n<p>Die Szene beschreibt in der Regieanweisung die Flucht der Apostel weg von der Gefangennahme Jesu, wobei Petrus zun\u00e4chst bei seinem Herrn bleibt. Dann ergreift ein Jude Lemlin den Apostel Johannes am Mantel. Johannes l\u00e4sst den Mantel fallen und kann entkommen. Daraufhin hebt der Jude Lemlin zu einer Rede an. Lemlin ist dabei eine alemannische Form zum heutigen \u201eL\u00e4mmlein\u201c. Diese Verkleinerungsform geh\u00f6rt zum Familiennamen Lamm. Diese j\u00fcdische Familie l\u00e4sst sich im 14. und 15. Jahrhundert f\u00fcr Augsburg archivalisch nachweisen. Ein gleichnamiger Gemeindevorsteher regelte ab 1438 juristisch den Abzug der Juden nach ihrer Ausweisung durch die Stadtregierung. In der Logik des Augsburger Passionsspiels ist also der sp\u00e4tmittelalterliche und zeitgen\u00f6ssische identisch mit dem biblischen Juden bei der Gefangennahme. Es sind daher die zeitgen\u00f6ssischen Juden, welche den Erl\u00f6ser Jesus gefangen nehmen. Von da ist es nicht mehr weit zur antisemitischen Propaganda von den Juden als Gottesm\u00f6rder.<\/p>\n<p>Interessant ist auch der Schluss des Augsburger Passionsspiels, wo die Publikumsgemeinde zum gemeinsamen Singen des Liedes \u201eChrist ist erstanden\u201c aufgerufen wird. Dieses bekannte und wohl \u00e4lteste deutsche Osterlied machte durch den Gemeindegesang die Passionsspielauff\u00fchrung zu einer Art von Gottesdienst, dessen Popularit\u00e4t nicht zuletzt durch den ostschw\u00e4bischen Dialekt des St\u00fcckes erh\u00f6ht wird. Petrus schw\u00e4tzt Schw\u00e4bisch, so k\u00f6nnte man die sprachliche Sto\u00dfrichtung des Augsburger Passionsspiels auf den Punkt bringen. Das biblische Geschehen um Kreuzigung und Auferstehung Jesu ist damit auch sprachlich nahe am sp\u00e4tmittelalterlichen B\u00fcrger. Und diese N\u00e4he ist umso eindr\u00fccklicher, weil die gottesdienstliche Sprache ansonsten ja Latein war. Passionsspiele in der Volkssprache waren somit allgemeinverst\u00e4ndlich und konnten im Sp\u00e4tmittelalter die st\u00e4dtischen Massen anziehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Passionsspiele kennen wir heute vor allem aus Orten in der Alpenregion. 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