{"id":32122,"date":"2023-07-17T14:33:02","date_gmt":"2023-07-17T12:33:02","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=apostelgeschichte-offenes-ende"},"modified":"2024-12-13T15:22:32","modified_gmt":"2024-12-13T14:22:32","slug":"offenes-ende-eine-rueckschau-zum-weitergehen-mit-der-apostelgeschichte","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/offenes-ende-eine-rueckschau-zum-weitergehen-mit-der-apostelgeschichte\/","title":{"rendered":"Open end"},"content":{"rendered":"<p>Endet die Apostelgeschichte offen? Paulus ist in Rom angekommen \u2013 anders als geplant, unter widrigen Umst\u00e4nden, aber mit der Reich-Gottes-Botschaft und dem Christusevangelium auf den Lippen und im Herzen. Nach dem abenteuerlichen Schiffbruch vor Malta, der dramatischen Rettung aus der tosenden Brandung (Apg 27,14\u201344) und der freundlichen Aufnahme bei Publius, dem \u201eErsten\u201c der Insel (Apg 28,1\u201310), geht das milit\u00e4rische Kommando, das bei Lukas zu einer Reisegruppe um den Gefangenen geworden zu sein scheint, an Bord eines alexandrinischen Schiffes, das im Zeichen der Dioskuren Kastor und Pollux, der Schutzpatrone von Seeleuten, nach Syrakus segelt, der Hauptstadt Siziliens, und drei Tage sp\u00e4ter weiterf\u00e4hrt, um via Rhegion (Reggio di Calabria) in Puteoli (Pozzuoli) bei Neapel anzulanden. Paulus kann dort eine Woche die Gastfreundschaft von Glaubensgeschwistern genie\u00dfen, bevor er sich auf den Landweg nach Rom macht. Bis Forum Appii und Tres Tabernae kommen ihm Abgesandte der r\u00f6mischen Gemeinde entgegen (Apg 28,11\u201315). In der Hauptstadt steht er unter Hausarrest, kann aber Kontakte kn\u00fcpfen (Apg 28,16). Er l\u00e4dt f\u00fchrende Vertreter der Synagoge ein, um mit ihnen \u00fcber das Reich Gottes und Jesus zu sprechen (Apg 28,17\u201325). Die Reaktion ist gespalten. Um sie zu deuten, zitiert Paulus laut Lukas den Verstockungsauftrag des Propheten Jesaja (Apg 28,25\u201327) und positioniert sich als Gesandter der V\u00f6lker (Apg 28,28). Der Schluss der Apostelgeschichte lautet: \u201eZwei Jahre lebte er in einer Mietwohnung und nahm alle auf, die zu ihm wollten, indem er ihnen das Reich Gottes verk\u00fcndete und \u00fcber Jesus Christus lehrte, frei und ungezwungen\u201c (Apg 28,31\u201332).<br \/>\nIst dies ein runder Abschluss? Ist es ein offenes Ende?<\/p>\n<h3>Ungel\u00f6ste Probleme \u2013 uneingel\u00f6ste Hoffnung<\/h3>\n<p>Es gibt zwei Erkl\u00e4rungen, dass die Apostelgeschichte einen runden Schluss habe. Die eine ist historisch falsch, aber theologisch harmlos, die andere historisch wirkm\u00e4chtig, aber theologisch fatal. Theologisch harmlos, aber historisch falsch ist die Auskunft, Lukas habe weitere Ereignisse deshalb nicht berichten k\u00f6nnen, weil er zu diesem Zeitpunkt, also Anfang der 60er Jahre, sein Werk bereits abgeschlossen habe. Diese Auskunft \u00fcberzeugt schon deshalb nicht, weil die Apostelgeschichte das Lukasevangelium voraussetzt (Apg 1,1\u20132), dieses aber u.a. auf dem Markusevangelium beruht, das ersichtlich um 70 n. Chr. verfasst worden ist (Mk 13,14).<\/p>\n<p>Rein spekulativ ist die \u00dcberlegung, Lukas habe noch einen dritten Band folgen lassen wollen, der dann vom Martyrium des Paulus und Petrus berichtet h\u00e4tte. Zwar w\u00fcrde ein solches Buch auf gespanntes Interesse sto\u00dfen, besonders in Spanien, wohin Paulus laut R\u00f6merbrief wollte (R\u00f6m 15,24.28) und laut dem Ersten Clemensbrief wom\u00f6glich auch gekommen ist (1\u00a0Clem 5,7). Aber es gibt keine einzige Andeutung in der Apostelgeschichte, dass es noch weitergehen sollte \u2013 anders als im Evangelium, das mit der Verhei\u00dfung des Geistes, dem Missionsauftrag und dem Segen des Auferstandenen, der in den Himmel emporsteigt, auf eine m\u00f6gliche Fortsetzungsgeschichte verweist (Lk 24,49\u201351).<\/p>\n<p>Weit verbreitet ist hingegen eine Erkl\u00e4rung, die theologisch hoch problematisch ist. Ihr zufolge hat Paulus mit dem Verstockungslogion den Juden, die nicht an Jesus glauben, theologisch den Abschied gegeben: Sie h\u00e4tten ihre Chance definitiv verpasst, so dass nun die Heidenmission an die Stelle trete. Das habe Lukas gezeigt haben wollen. Da diese Deutung typischerweise keineswegs auf eine eigene Sendung der Juden hinausl\u00e4uft, sondern auf eine Substituierung Israels durch die Kirche, w\u00e4re die T\u00fcr zu \u00adeinem christlichen Antijudaismus aufgesto\u00dfen, der sich verheerend ausgewirkt h\u00e4tte. Tats\u00e4chlich wird Lukas f\u00fcr eine solche Pointe nicht selten verantwortlich gemacht. Der Antijudaismus w\u00e4re dann die dunkle Seite und damit die theologische Desavouierung der Christusmission.<\/p>\n<p>Aber auch diese Deutung \u00fcberzeugt nicht. Zum einen ist die V\u00f6lkermission bei Lukas nicht die zweite Wahl, nachdem die Judenmission gescheitert sei, sondern die urspr\u00fcngliche Beauftragung Jesu, in \u201eJerusalem und ganz Jud\u00e4a, in Samaria und bis ans Ende der Welt\u201c das Evangelium zu verk\u00fcnden (Apg 1,8). Zum anderen ist von einer Abl\u00f6sung Israels durch die Kirche im lukanischen Doppelwerk keine Rede. Vielmehr lautet die Auskunft an die Adresse der r\u00f6mischen Synagogenf\u00fchrung: \u201eSo soll euch bekannt sein: Dieses Heil Gottes ist den V\u00f6lkern gesandt, und sie werden h\u00f6ren\u201c (Apg 28,28). Paulus k\u00fcndigt an, sich vom Widerspruch nicht beeindrucken zu lassen, auch wenn er ihn nicht aufzul\u00f6sen vermag. Die V\u00f6lkermission muss mit dem Nein der allermeisten Juden zu Jesus leben.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich liegt es bei der Nachbesprechung der Predigt in der Synagoge von Antiochia Pisidia: \u201eEuch musste das Wort zuerst verk\u00fcndet werden; da ihr es abweist und euch selbst als des ewigen Lebens nicht w\u00fcrdig erachtet: Siehe, wir wenden uns an die V\u00f6lker. Denn so hat uns der Herr geboten: \u201aIch habe dich bestimmt, Licht der V\u00f6lker zu sein zum Heil bis ans Ende der Welt\u2018 (Jes 42,6)\u201c (Apg 13,46\u201347). Zwar wird auch diese Ansage h\u00e4ufig als Abkehr von den Juden und Abl\u00f6sung von Israel gedeutet; aber der Fortgang der Erz\u00e4hlung zeigt, dass dies nicht der Fall ist. Vielmehr wird zum einen das \u201eZuerst\u201c deutlich, das die Erw\u00e4hlung Israels zum Ausdruck bringt; zum anderen wird den Juden, obgleich sie nicht an Jesus glauben, eine Ausweitung des Gottesheiles auf die Heiden angek\u00fcndigt. Diese Universalit\u00e4t aber ist der genuine Horizont Israels, eine Konsequenz des Monotheismus, wie Lukas in seinen vorzugsweise an den Psalmen festmacht.<\/p>\n<p>In seinen Verteidigungsreden, die der \u00dcberstellung nach Rom vorangehen, ist von einem angeblichen Ende Israels keine Rede; vielmehr verweist Paulus vor den Statthaltern Felix und Festus auf seine Gesetzestreue (Apg 24,10\u201321; 25,8); vor K\u00f6nig Agrippa und dessen Schwesterfrau Berenike verweist er auf die Verhei\u00dfungen der V\u00e4ter, den Segen f\u00fcr alle V\u00f6lker (Apg 26,6), der durch Jesus bejaht wird (Apg 26,7\u201323). Der lukanische Fokus liegt auf der \u00d6ffnung f\u00fcr die V\u00f6lker. Die Juden hingegen, die in ihrer gro\u00dfen Mehrheit nicht an Jesus als Christus glauben, werden deshalb nicht schon theologisch abgeschrieben. Ihr Nein ist vielmehr ein Problem, das in der Apostelgeschichte nicht gel\u00f6st wird. Es beruht \u2013 nicht auf Eifersucht, wie die Einheits\u00fcbersetzung meinte, sondern \u2013 auf Eifer: f\u00fcr Gott (Apg 13,45). Sie bringen ihren Gottesglauben nicht mit dem Christusbekenntnis zusammen.<\/p>\n<p>Es ist nach Lukas aber nicht so, dass sich die Juden, die nicht an Jesus glauben, deshalb des Heiles als \u201eunw\u00fcrdig\u201c erwiesen h\u00e4tten, wie fr\u00fcher in der Einheits\u00fcbersetzung stand, sondern dass sie selbst denken, seiner unw\u00fcrdig zu sein, wie die revidierte Einheits\u00fcbersetzung jetzt klarstellt. Der Vers bietet keine historisch belastbare Information; er markiert eine lukanische Zuschreibung, die durch das Verstockungsmotiv gedeutet wird. Deshalb bringt die Auseinandersetzung zwischen Paulus und der r\u00f6mischen Synagogenf\u00fchrung die Grundfrage jeder Gnadentheologie auf den Punkt, die nur Gott selbst wird beantworten k\u00f6nnen: Wie entsteht Glaube? Wie wirkt Gott Heil? Wie kann die Hoffnung, die im eigenen Glauben begr\u00fcndet ist, die Gew\u00e4hr bieten, andere nicht zu verdammen, aber auch nicht zu vereinnahmen, sondern zu verstehen.<\/p>\n<p>Ein zweites Problem, das nicht gel\u00f6st ist, kommt hinzu. Es wird durch den Hinweis auf die Inhaftierung angezeigt: Um einer Auslieferung an den Hohen Rat zu entgehen, appelliert Paulus in Caesarea Marittima \u2013 sein r\u00f6misches B\u00fcrgerrecht erlaubt es ihm \u2013 an den Kaiser in Rom (Apg 25,8\u201310). So kommt er dorthin, wohin er ohnedies wollte (Apg 19,21: \u201eRom muss ich sehen\u201c). Aber seine Lage ist prek\u00e4r. Er wird sich verantworten m\u00fcssen; wie der Prozess ausgehen wird, ist nicht klar. In der Forschung hei\u00dft es zwar oft, Lukas verfolge eine politische Apologetik, um gegen\u00fcber den R\u00f6mern die Harmlosigkeit des Evangeliums zu betonen und dadurch den r\u00f6mischen Verfolgungsdruck abzubauen. Aber Jesus, der passiven Widerstand gegen Pontius Pilatus leistet, und Paulus, der vor r\u00f6mischen Richtern immer wieder sein Recht einklagt, beweisen das Gegenteil. Auch in Rom gibt es kein Zur\u00fcckweichen vor der staatlichen Gewalt, aber auch keine Unterst\u00fctzung durch sie. Zwei Jahre werden genannt; wie es aus- und weitergeht, bleibt offen.<\/p>\n<p>Mithin stehen zwei ungel\u00f6ste Probleme am Schluss der Apostelgeschichte. Beide sind gravierend: das Verh\u00e4ltnis zu den Juden, die nicht an Jesus glauben, und das Verh\u00e4ltnis zum Imperium, in dem alle mit Verfolgung rechnen m\u00fcssen, die das Evangelium verk\u00fcnden. Lukas hat die Bedeutung beider Probleme durch das Evangelium wie durch die Apostelgeschichte klar hervorgehoben. Er macht aber zugleich deutlich, dass die Missionsgeschichte weitergehen wird, auch wenn sie nicht gel\u00f6st werden.<\/p>\n<p>Die entscheidende Herausforderung, die am Ende der Apostelgeschichte markiert wird, besteht darin, die ungel\u00f6sten Probleme nicht zu verdr\u00e4ngen, sondern zu verarbeiten. Die Herausforderung kann gemeistert werden, weil beide Probleme von einer Hoffnung unterfangen sind, die real, aber noch nicht eingel\u00f6st ist. Das Reich Gottes ist nahe, aber es ist noch nicht vollendet; Lukas ist sicher, dass es so schnell auch nicht zum Abbruch der Geschichte kommen wird, sondern dass noch eine geraume Zeit in der Spannung von \u201eSchon\u201c und \u201eNoch nicht\u201c stehen wird. Die Verhei\u00dfung des Geistes zielt auf die Verk\u00fcndigung bis an die Enden der Erde (Apg 1,8). So strategisch und effektiv vor allem Petrus und Paulus das Evangelien verbreitet haben \u2013 diese Aufgabe ist auch aus lukanischer Warte bei weitem nicht erledigt. Zwar ist Paulus im Zentrum des Imperiums angelangt. Aber die missionarische Perspektive sind die Peripherien. Paulus wird auch angesucht der ungel\u00f6sten Probleme einerseits mit Juden, andererseits mit R\u00f6mern, die sich schon weit vor dem r\u00f6mischen Aufenthalt abgezeichnet haben, nicht von der Verk\u00fcndigung des Evangeliums lassen. In der Abschiedsrede an die ephesinischen Presbyter in Milet hat er die Augen daf\u00fcr ge\u00f6ffnet, dass der Tod seiner wartet, ohne dass deshalb das Missionswerk zusammenbrechen werde (Apg 20,17\u201338).<\/p>\n<p>Diese Dynamik kommt in den Schlussversen der Apostelgeschichte zum Ausdruck: Dass der gefangene Paulus trotz aller Beschwernis wirken kann, verweist auf die M\u00f6glichkeiten Gottes, menschliche Grenzen zu \u00fcberschreiten \u2013 auf eine menschliche Weise, die sich aus dem Glauben erkl\u00e4rt. Dass die Hoffnung auf Erl\u00f6sung sich noch nicht vollkommen best\u00e4tigt hat, hei\u00dft also nicht, dass es keine g\u00e4be und dass nicht die Verhei\u00dfung des Evangeliums bereits mit dem Gl\u00fcck des Glaubens verbunden sein k\u00f6nne. Aber sie ist so gro\u00df, dass sie einerseits den Widerspruch provoziert, der zu den ungel\u00f6sten Problemen f\u00fchrt, und andererseits in jeder Krise einen Ausweg schafft, der in die Zukunft f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Die Offenheit des Schlusses signalisiert, dass die Geschichte weitergeht: \u00fcber das Erz\u00e4hlte hinaus, in der Realit\u00e4t des Lebens, bis zur Zeit des Autors und weiter. Der Schluss in Rom setzt ein Ausrufezeichen: dass es keinen Ort geben wird, an dem das Evangelium nicht geh\u00f6rt werden wird, dass es aber keine Verk\u00fcndigung ohne die gravierenden Probleme geben wird, die sich aus dem Dissens mit der j\u00fcdischen Majorit\u00e4t und aus den Konflikten mit politischen Machthabern geben wird. Das Doppelwerk blickt zur\u00fcck und nach vorn. Denen, die skeptisch oder neugierig sind, macht es deutlich, woher die neue religi\u00f6se, ethische, philosophische Bewegung kommt, die sich \u201eWeg\u201c nennt (Apg 9,2; 19,9.23; 22,4; 24,14.22), und wof\u00fcr sie steht, damit sie einsch\u00e4tzen k\u00f6nnen, wie sie sich in Zukunft entwickeln wird. Denjenigen, die zum Glauben kommen, vergegenw\u00e4rtigt es ihre eigene Geschichte, so dass sie sowohl die Herausforderungen der Gegenwart besser verstehen als auch Orientierung f\u00fcr die Zukunft besser gewissen k\u00f6nnen, in der sie nicht kopieren k\u00f6nnen, was gewesen ist, aber die Impulse aufnehmen k\u00f6nnen, die in der Anfangszeit gesetzt sind.<\/p>\n<h3>Das Verh\u00e4ltnis zu den Juden<\/h3>\n<p>Lukas hat schon im Kindheitsevangelium h\u00f6chst anschaulich dargestellt, dass Jesus j\u00fcdische Wurzeln hat und nur aus einem lebendigen Judentum heraus verstanden werden kann: nicht dem der Sadduz\u00e4er und Hohepriester, die eher als Politiker gezeichnet werden, auch nicht dem der Pharis\u00e4er, denen ein zu enges Gesetzesverst\u00e4ndnis zur Last gelegt wird, wohl aber aus dem Judentum der frommen Priester wie Zacharias, der prophetischen Frauen wie Maria, Elisabeth und Hanna, der weisen Alten wie Simeon und der Armen wie der Hirten auf den Feldern von Bethlehem. Durch seine Synagogenbesuche, seine Pilgerreise nach Jerusalem, seine Tempelaktion, seine Schriftauslegung zeigt Jesus immer wieder, dass er aus den Quellen biblischer Theologie sch\u00f6pft, wenn er das Reich Gottes verk\u00fcndet, den Weg des Leidens nicht flieht und in der Hoffnung auf die Auferstehung sein Leben hingibt. In der Urgemeinde bleibt es bei der Teilnahme am Gebetsleben des Tempels (Apg 2,46); auch diejenigen, die erstmals \u201eChristen\u201c genannt werden, weil sie von Antiochia Syria aus programmatisch Heidenmission ohne Beschneidung getrieben haben (Apg 11,19\u201326), sind mitnichten deshalb keine Juden mehr: weder in ihren noch in fremden Augen.<\/p>\n<p>Nicht ganz so deutlich, aber doch auch klar ist bei Lukas die Zukunftsoption. So wie es gemeinsame Wurzeln gibt, die nicht ausgerissen werden, so auch eine gemeinsame Hoffnung, die nicht zerst\u00f6rt wird. Jesus \u00f6ffnet sie in einer \u00e4u\u00dferst kritischen Prophetie. Er ruft sein vielfaches Bem\u00fchen um \u201eJerusalem\u201c ins Ged\u00e4chtnis, deren \u201eKinder\u201c er zu sammeln versucht hat, wie eine \u201eGlucke ihre K\u00fcken unter ihre Fl\u00fcgel nimmt\u201c \u2013 ein Bild, das an die Weisheit erinnert (Lk 13,34). Da sie jedoch nicht wollen, kommt es zum Auszug Gottes aus seinem \u201eHaus\u201c, dem Tempel, der denen \u201e\u00fcberlassen\u201c wird (Lk 13,35), die eine \u201eR\u00e4uberh\u00f6hle\u201c aus ihm gemacht haben (Lk 19,46: Jer 7,11). Es ist schwer, nicht an die Zerst\u00f6rung Jerusalems zu denken. In der Endzeitrede, die Lukas aus dem Markusevangelium aufgenommen hat, macht Jesus jedoch klar, dass aus dem Ende des Tempels weder auf das Ende der Welt noch auf das Ende Israels geschlossen werden darf (Lk 21,7\u201336). So ist es auch in der kritischen Phase der Galil\u00e4amission. Es gibt ein Jenseits des Gerichts: \u201eIhr werdet mich nicht mehr sehen, bis die Zeit gekommen sein wird, da ihr sagen werdet: \u201aGesegnet, der kommt im Namen des Herrn\u2018\u201c (Lk 13,35 \u2013 Ps 118,26). Im Lukasevangelium reicht der Blick nicht nur bis zum Einzug Jesu in Jerusalem (Lk 19,28\u201340), sondern bis zur Parusie (Lk 21,25\u201328). Weil Jesus davon spricht, dass die Menschen ihn definitiv nicht mehr sehen werden, bis jener Zeitpunkt eingetreten sein wird (vgl. Mt 23,37\u201339), spricht das Wort von einer endg\u00fcltigen Begegnung mit dem Messias, der freudig begr\u00fc\u00dft sein wird, auch wenn es sich um einen keinen anderen als Jesus handeln wird. Die jesuanische Christologie, die Lukas bezeugt, strahlt in diesem Zukunftsbild in auf \u2013 und zwar in der Zuversicht des Glaubens so, dass Feindschaft \u00fcberwunden wird, die in Geschichte und Gegenwart das Verh\u00e4ltnis zu zerst\u00f6ren droht.<\/p>\n<p>In der r\u00f6mischen Abschlussnotiz ist es ausgerechnet das Verstockungslogion, das diesen Hoffnungsbogen spannt. Paulus stellt fest, wie uneins die r\u00f6mischen Synagogenoberen sind; deshalb f\u00fchrt er laut Lukas an, was Jesaja als Grundauftrag seiner prophetischen Sendung erfahren hat: \u201eGeh zu diesem Volk und sage: Mit den Ohren habt ihr geh\u00f6rt und nicht verstanden; mit den Augen gesehen und nicht geschaut; denn verh\u00e4rtet ist das Herz dieses Volkes; ihre Ohren h\u00f6ren schwer; ihre Augen sind geschlossen, dass sie mit Augen nicht sehen und mit Ohren nicht h\u00f6ren und mit dem Herzen nicht verstehen und umkehren und ich sie heile\u201c ((Lk 28,26\u201327: Jes 6,9\u201310LXX). Nach Lukas hat auch Jesus dieses Wort auf seine eigene Sendung bezogen: Durch seine Gleichnisse l\u00f6st er eine Krise des Verstehens aus, die durch die Gleichnisse nicht gel\u00f6st werden kann, aber die Notwendigkeit des Glaubens zum Verstehen offenbart (Lk 8,9\u201310). Paulus beleuchtet die Kehrseite. Der Prophet sagt an, was geschieht und geschehen sein wird: Es wird alles gesagt worden sein, was zu sagen ist. Aber durch die Verk\u00fcndigung wird kein Glaube entstanden sein. Der Grund liegt nicht in der mangelnden Qualit\u00e4t des Wortes oder der Vermittlung, sondern in der Hartherzigkeit des Volkes, d.h. einer Verschlossenheit f\u00fcr Gott, die dann besonders gro\u00df sein kann, wenn sie sich auf Gott beruft. Sie wird durch die Verk\u00fcndigung nicht herbeigef\u00fchrt, aber aufgedeckt. Sie ist aber nicht das Ende vom Lied. Denn die Verstockung ist in der Bibel nicht mit der Verdammung gleichzusetzen; sie ist immer zeitlich befristet. Sie ist die Dialektik der Verk\u00fcndigung, weil sie die Widerst\u00e4nde gegen Gottes Wort aufdeckt, in diesem Fall die Christologie, von der Lukas mit Jesus gem\u00e4\u00df seiner Tradition \u00fcberzeugt ist. Zum Schluss des Zitates in der Apostelgeschichte steht das Heilen. Mag es auch in der Geschichte nicht gelingen, ist doch Gottes M\u00f6glichkeit nicht beendet, wie die Parallele der Gerichts- und Heilsprophetie in Lk 13 beweist.<\/p>\n<p>Der Verstockungslogion ist in der lukanischen Version, die der Septuaginta entspricht, st\u00e4rker auf den R\u00fcckblick aus; es soll das Nein zu Jesus erkl\u00e4ren. Es zeigt aber nicht an, dass Israel sein Heil verwirkt habe, sondern dass es ihm nicht durch den Christusglauben geschenkt wird, der auf die Mission reagiert. Gott bleiben alle Optionen offen, seinen universalen Heilswillen zu verwirklichen. Daf\u00fcr steht Paulus mit Jesaja und Jesus ein \u2013 so Lukas. Er erz\u00e4hlt, im R\u00fcckblick auf seine Haft und eine zwischenzeitlich erwogene Freilassung: \u201eAls die Juden Einspruch erhoben, war ich gen\u00f6tigt, beim Kaiser Berufung einzulegen, aber nicht etwa, um mein Volk anzuklagen\u201c (Apg 28,19). Was gegen\u00fcber der politischen Instanz gilt, hat desto mehr Bedeutung im Blick auf Gott. In den zwei Jahren des Hausarrests kann Paulus \u201ealle\u201c, die wollen, empfangen, nicht nur Heiden, sondern auch Juden.<\/p>\n<p>Im Vergleich mit dem Paulus der Briefe zeigen sich starke Gemeinsamkeiten, aber auch klare Unterschiede. Das \u201eZuerst den Juden\u201c, geh\u00f6rt zur theologischen Matrix des R\u00f6merbriefes, weil es der Kontinuit\u00e4t in Gottes Heilshandeln entspricht (R\u00f6m1,16; 2,10), auch durch sein Gericht hindurch (R\u00f6m 2,9); es widerspricht der \u00d6ffnung f\u00fcr die Heidenv\u00f6lker nicht, sondern entspricht ihr, weil sich, so der Anspruch, in der Mission der Abrahamssegen f\u00fcr alle V\u00f6lker ausbreitet (R\u00f6m 4).<\/p>\n<p>Die eschatologische Zukunft Israels in Gottes Heil macht Paulus klarer, wenn er ausdr\u00fccklich von der Rettung ganz Israels spricht, weil Gott seine Gnade nicht reut (R\u00f6m 11,26); aber auch Lukas kennt diesen Ausblick, der allein konsequent ist, wenn Gottes Reich nicht auf das ultimative Inferno, sondern auf das Finale furioso der Vollendung hinausl\u00e4uft. F\u00fcr jede Gegenwart in der Geschichte erwartet Paulus eine Ablehnung Jesu Christi durch die meisten Juden, weil der Glaube an ihn ihrem Ja zu Gott zu widersprechen scheint (R\u00f6m 10,2; Apg 13,45). Der Apostel sieht im R\u00f6merbrief einen dialektischen Zusammenhang zwischen dem Erfolg bei den Heiden und dem Misserfolg unter den Juden, beides im Verzicht auf die Beschneidung und im neuen Verst\u00e4ndnis der Gesetzestreue vermittelt. Lukas hat gleichfalls die spannungsreiche Verschr\u00e4nkung gesehen, aber nicht theologisch reflektiert, sondern narrativ gestaltet. Was Lukas im Unterschied zu Paulus nicht erkennen l\u00e4sst, ist, dass dem Nein zu Jesus ein Sinn innewohnen k\u00f6nnte, der von Jesus selbst bejaht wird, weil Gott seine Gnade nicht reut.<\/p>\n<p>Diese Einschr\u00e4nkung irritiert nicht den Eindruck, dass die lukanische Missionskonzeption von strukturellen Antijudaismen frei ist, zeigt aber eine Grenze auf. Durch den R\u00fcckgang auf die jesajanische Verstickung, die eine dialektische Verhei\u00dfung ist, kl\u00e4rt sich: Der Widerspruch der meisten Juden wird durch die Missionsarbeit nicht aufgel\u00f6st werden; aber weder die V\u00f6lkermission noch die Heilshoffnung f\u00fcr Israel werden desavouiert werden. Vielmehr wird beides koexistieren. Judenmision im Gefolge der Heidenmission ist ohnedies ein Unding. Gottes Reich ist unendlich gr\u00f6\u00dfer als die Kirche. Hoffnung bleibt.<\/p>\n<h3>Das Verh\u00e4ltnis zum Imperium<\/h3>\n<p>Paulus ist nach der Apostelgeschichte als Gefangener in Rom, weil er zu Unrecht inhaftiert worden ist und weil der Prozess sich qu\u00e4lend in die L\u00e4nge gezogen hat, bis Paulus sich entschlossen hat, an den Kaiser zu appellieren \u2013 was das Verfahren nicht beschleunigt, sondern weiter verz\u00f6gert hat. Die Verhaftung ist Unrecht, weil Paulus f\u00e4lschlich eines Sakrilegs bezichtigt wird, als er den Tempel betreten hat, so dass er vom r\u00f6mischen Oberst in Schutzhaft genommen werden muss (Apg 21,27\u201322,29); die Inhaftierung ist Unrecht, weil ihm kein fairer Prozess gemacht wird, sondern seine Person zum Spielball politischer Interessen zwischen den Statthaltern und dem Hohen Rat wird (Apg 22,30\u201325,12). Durch sein beherztes Eingreifen rettet Paulus zwar im Seesturm sowohl der Mannschaft als auch den Gefangenen, die get\u00f6tet werden sollen, das Leben (Apg 27,14\u201344). Er ist auch in der Lage, das Vertrauen des Inself\u00fcrsten auf Malta zu gewinnen (Apg 28,1\u201310) und die Gastfreundschaft der Glaubensgeschwister in Pozzuoli zu genie\u00dfen (Apg 28,14). Aber er bleibt unter dem Kommando der r\u00f6mischen Wachmannschaft (Apg 28,16). Die Berufung an den Kaiser, die er eingelegt hat, verschafft ihm Zeit \u2013 und legt ihm Fesseln an (Apg 28,17). Wie der Prozess ausgeht, wird nicht erz\u00e4hlt. Die sp\u00e4tere \u00dcberlieferung zeichnet kein klares Bild, ob sich die Haft hingezogen hat oder ob er freigekommen ist, bis er \u2013 traditionell: unter Nero \u2013 das Martyrium erlitten hat (Acta Pauli 11).<\/p>\n<p>Was aber deutlich wird, ist der kritischer Blick des Lukas auf das r\u00f6mische Imperium, das nicht nur im Milit\u00e4r- und Wirtschafts-, sondern auch im Justizwesen Fakten schafft. Kritisch hei\u00dft: differenziert und engagiert \u2013 engagiert in der Freiheit, das Evangelium zu verk\u00fcnden, die nicht eingeschr\u00e4nkt werden darf, weil Gott der Herr aller irdischen Herren ist; differenziert im Urteil \u00fcber die r\u00f6mische Justiz, weil das irdische Recht nicht gebeugt werden darf und die Verk\u00fcndigung darauf bauen muss, dass es eingehalten wird.<\/p>\n<p>Im Hintergrund der Apostelgeschichte steht der Prozess, der Jesus gemacht wird. Er f\u00fchrt zu einem Justizmord. Jesus wird von Mitgliedern des Hohen Rates vor Pilatus schwerer Verbrechen angeklagt: Er habe das \u201eVolk verf\u00fchrt\u201c und \u201eaufgewiegelt\u201c; er wolle es davon abhalten, \u201edem Kaiser Steuer zu zahlen\u201c und er beanspruche, \u201eK\u00f6nig\u201c zu sein, ein messianischer Konkurrent zum r\u00f6mischen Kaiser (Lk 23,1\u20133.5). Aus der Erz\u00e4hlung des Evangeliums ergibt sich, dass jede der Anklagen falsch ist und dass der aus Sicht des Evangelisten entscheidende Punkt, die Christologie Jesu, bewusst verzerrt wird. Lukas erz\u00e4hlt, dass Pilatus dieses Spiel durchschaut habe. Dreimal erkl\u00e4rt er, keine Schuld an Jesus zu finden (Lk 23,4.13\u201316.22). Aber am Ende verurteilt er ihn dennoch zur Kreuzesstrafe, weil er sich dem massiven Druck der Ankl\u00e4ger beugt, die er zufriedenstellen will, auf Kosten Jesu \u2013 ein klarer Rechtsbruch (Lk 23,20\u201325), \u00e4hnlich wie ihn nach Lukas Statthalter Felix (Apg 24,27) und Festus (Apg 25,1\u201312) gegen\u00fcber Paulus begangen haben.<\/p>\n<p>F\u00fcr Paulus ist die r\u00f6mische Auseinandersetzung nur das vorl\u00e4ufig letzte Glied in einer Kette von Auseinandersetzungen mit r\u00f6mischen Machthabern. Eine erste Konfrontation spielt in Philippi. Der Ort ist eine r\u00f6mische Kolonie (Apg 16,12). Deshalb herrscht dort eine milit\u00e4rische Kommandostruktur. Paulus und sein Mitstreiter Silas werden von den Besitzern einer Sklavin, die f\u00fcr sie als Wahrsagerin arbeiten musste, vor den Stadtoberen angeklagt, nachdem Paulus den \u201eGeist\u201c vertrieben hat, der aus der Frau gesprochen hat. Die Motive sind rein wirtschaftlich: Der Exorizsmus f\u00fchrt zu Einnahmeverlusten. Aber die Anklage ist politisch brisant: Paulus und Silas wird als \u201eJuden\u201c vorgeworfen, \u201eSitten\u201c zu verbreiten, die R\u00f6mern anzunehmen nicht erlaubt sei (Apg 16,16\u201321). Die\u00a0mos maoirum\u00a0sind heilig, darunter die\u00a0pietas,\u00a0die Fr\u00f6mmgikeit, die durch die christliche Aufkl\u00e4rungspredigt fraglich wird. Da es den Herren gelingt, das Volk aufzuwiegeln, werden die Angeklagten von den Stadtkommandanten gefoltert und ins Gef\u00e4ngnis geworfen (Apg 16,22\u201324). Am n\u00e4chsten Morgen wollen sie die beiden heimlich loswerden (Apg 16,35\u201336) \u2013 offensichtlich, weil sie Unruhestifter loswerden wollen, aber auch die Haltlosigkeit der Anklage nicht verkennen k\u00f6nnen. Allerdings bekommen sie es mit Paulus zu tun, der den Boten der Kommandanten erkl\u00e4rt: \u201eOhne Urteil haben sie uns \u00f6ffentlich auspeitschen lassen, obgleich wir r\u00f6mische B\u00fcrger sind; sie haben uns ins Gef\u00e4ngnis gesteckt, und nun wollen sie uns heimlich fortschicken? Nein, sie sollen pers\u00f6nlich kommen und uns hinausf\u00fchren\u201c (Apg 16,37). Dieser Protest hat Erfolg: Die Stadtoberen entschuldigen sich pers\u00f6nlich; es gibt eine \u00f6ffentliche Rehabilitation (Apg 16,38\u201340).<\/p>\n<p>Nicht so glimpflich geht der Konflikt anschlie\u00dfend in Thessalonich aus. Gegen Paulus und Silas wird von einem Mob, den Juden aufgestachelt haben, der Vorwurf erhoben, Paulus sei ein politischer Aufr\u00fchrer (Apg 17,7), der einen anderen K\u00f6nig als den Kaiser verk\u00fcnde, n\u00e4mlich Jesus. Diese Anklage entspricht der gegen Jesus vor Pilatus nach dem Lukasevangelium (Lk 23,2): Der Vorwurf ist gef\u00e4hrlich, weil er ins Herz der Pax Romana trifft, die angeblich herrscht. Weil die beiden Beschuldigten nicht zu finden sind, halten sich die Ankl\u00e4ger und die Stadtpr\u00e4fekten an Jason, der sie beherbergt hat, und an weitere Gemeindemitglieder. Obwohl ihnen nichts nachgewiesen werden kann, m\u00fcssen sie eine Kaution stellen, die verf\u00e4llt, wenn sich der Vorgang wiederholt (Apg 17,9). Es ist deshalb auch im Interesse der Gemeinde, dass Paulus und Silas sofort die Stadt verlassen.<\/p>\n<p>Eine Gegengeschichte spielt in Korinth (Apg 18,12\u201317). Dort ist Gallio der Statthalter und oberste Richter. Juden, die mit Paulus konkurrieren, klagen ihn an: \u201eWider das Gesetz \u00fcberredet dieser die Menschen, Gott zu verehren\u201c (Apg 18,13). Der Statthalter beurteilt diesen Punkt als rein religi\u00f6se Angelegenheit: \u201eL\u00e4ge hier ein Unrecht oder ein schweres Verbrechen vor, ihr Juden, geb\u00f6te es die Ordnung, euch anzuh\u00f6ren. Wenn es aber Streitigkeiten \u00fcber Lehre und Namen und das Gesetz bei euch gibt, seht ihr zu! Dar\u00fcber will ich nicht Richter sein\u201c (Apg 16,14\u201315).<\/p>\n<p>Die Trias der Gerichtsszenen ist stilisiert. In ihr zeichnen sich die lukanischen Interessen ab: Wenn es nach Recht und Gesetz geht, d\u00fcrfen der Verk\u00fcndigung des Evangeliums keine Steine in den Weg gelegt werden, weil Gottes Reich und Jesu Messianit\u00e4t au\u00dfer Konkurrenz zum r\u00f6mischen Imperium und Imperator stehen. Jesus hat gelehrt, dem Kaiser zu geben, was des Kaisers ist, und Gott zu geben, was Gottes ist (Lk 20,20\u201328). Die Pointe ist keine schiedlich-friedliche Trennung. Gott ist vielmehr alles zu geben; innerhalb dessen gibt einen kleinen, aber wichtigen Bereich, der dem Kaiser zu geben ist. Kein Kaiser ist Gott; Gott ist Herr auch \u00fcber den Kaiser. Im Namen Gottes muss politische Herrschaft Recht und Gerechtigkeit walten lassen. Das Recht wird aber noch und noch gebeugt. Dagegen muss protestiert werden, im Namen Gottes. Der Gewalt darf man sich nicht beugen; aber zum Martyrium darf niemand gezwungen werden.<\/p>\n<p>Der Prozess, der Paulus in Jerusalem, Caesarea und Rom gemacht wird, spitzt das Problem zu. Eine gute Rolle spielt der Oberst der r\u00f6mischen Tempelwache; er gibt Paulus die Gelegenheit, sich zu erkl\u00e4ren, da er angeschuldigt wird, den Tempel entweiht zu haben; er sch\u00fctzt ihn dadurch vor der w\u00fctenden Menge, dass er ihn in Gewahrsam nimmt (Apg 21,27 \u2013 22,29); er gibt dem Hohen Rat die Gelegenheit, seine Klage vorzutragen (Apg 22,30 \u2013 23,11), er \u00fcberf\u00fchrt Paulus nach Caesarea, um ihn vor einem Anschlag in Jerusalem zu sch\u00fctzen (Apg 23,12\u201335).<\/p>\n<p>Schwierig wird es, sobald die Statthalter das Heft in die Hand nehmen. Vor Felix werfen Gesandte des Hohen Rates Paulus vor, Unruhe zu stiften, weil er den Tempel zu entweihen versucht habe, als dessen Schutzmacht die R\u00f6mer auftreten (Apg 24,4\u20139). Felix gibt Paulus zwar die Gelegenheit zur Verteidigung (Apg 24,10\u201321) und sucht, nachdem er den Prozess vertagt hat, um den Oberst aus Jerusalem, Lysias, zu h\u00f6ren (Apg 24,22\u201323), weitere Gespr\u00e4che mit ihm, weil ihm seine Unschuld klar ist (Apg 24,24\u201325). Aber weil er kein Bestechungsgeld erh\u00e4lt und sich mit den j\u00fcdischen Autorit\u00e4ten gut stellen will, l\u00e4sst er ihn bis zu seiner Abberufung (60 n. Chr.) nicht frei (Apg 24,26\u201327). Lukas macht klar: Felix hat versagt.<\/p>\n<p>Nur ein wenig besser ist es mit seinem Nachfolger, Festus. Er gibt zwar Paulus die Gelegenheit, sich zu erkl\u00e4ren (Apg 25,1\u201311) und l\u00e4sst seine Berufung an den Kaiser zu (Apg 25,12); aber er h\u00e4tte die Anklage entschieden abweisen m\u00fcssen, so dass Paulus gar nicht in die Not gekommen w\u00e4re, zu appellieren, was unter den damaligen Rechtsbedingunen deshalb erlaubt war, weil der Statthalter in Kapitalsachen nur als Vertreter des Kaisers agieren kann und meist, wie hier, ein au\u00dferordentliches Verfahren f\u00fchrt (extra ordinem), was ein r\u00f6mischer B\u00fcrger nicht hinzunehmen braucht.<\/p>\n<p>Laut Lukas schildert Festus allerdings gegen\u00fcber Agrippa und Berenike, wie korrekt er in der\u00a0causa\u00a0vorgegangen sei, weil er eine Anh\u00f6rung anberaumt habe, bei der es zu keiner belastbaren Anklage gekommen sei, weil ausschlie\u00dflich innerj\u00fcdische Religionsfragen vorgebracht worden seien (Apg 25,13\u201321). Er unterschl\u00e4gt allerdings, dass er \u2013 ein Opportunist \u2013 Jesus vor die Alternative einer Auslieferung nach Jerusalem gestellt hat (Apg 25,9), so dass die Berufung an den Kaiser der letzte Ausweg geblieben war, den Paulus hatte w\u00e4hlen k\u00f6nnen (Apg 25,10). Deshalb ist es ein vergifteter Konsens, wenn er zusammen mit Agrippa und Berenike erkl\u00e4rt: \u201eDieser Mann tut nichts, worauf Tod oder Gef\u00e4ngnis stehen\u201c (Apg 26,31), und es ist eine fatale Unschuldsfeststellung, wenn Agrippa zu Festus sagt: \u201eDieser Mensch k\u00f6nnte freigelassen werden, wenn er nicht an den Kaiser appelliert h\u00e4tte\u201c (Apg 26,32). Lukas f\u00fchrt alle, die sein Buch lesen, so durch die Geschichte, dass sie bei genauer Lekt\u00fcre das taktische Verh\u00e4ltnis zum Recht erkennen k\u00f6nnen, das die r\u00f6mischen Statthalter in Jud\u00e4a an den Tag legen. Die Kritik ist ebenso subtil wie klar. Sie liegt auf der Linie der ambivalenten Erfahrungen, die Paulus auf seiner Missionsreise gesammelt hat.<\/p>\n<p>In Rom ist es nicht viel anders. Der Schatten des Unrechts liegt auch \u00fcber der Untersuchungshaft. Sie ist leicht, wie Felix es bereits f\u00fcr Caesarea angeordnet hatte (Apg 24,23). Ein Wachsoldat wird abkommandiert, dass er ein Auge auf den Delinquenten werfe (custodia militaris),\u00a0im Gegensatz zu einer Einkerkerung (custodia publica).\u00a0Die Haft ist leicht (custodia libera),\u00a0was Paulus seinem B\u00fcrgerrecht verdankt haben d\u00fcrfte. Er kann nicht ungehindert missionieren. Aber er kann in seiner Wohnung Menschen empfangen, die Interesse am Reich Gottes und an Jesus haben.<\/p>\n<p>Lukas charakterisiert Paulus so, dass er sich nicht im mindesten einsch\u00fcchtern l\u00e4sst, wenn er mit hochgestellten Politikern zu tun hat. Er klagt sein Reicht ein; er nutzt die Verteidigung als Gelegenheit zur Verk\u00fcndigung. Aber er verteufelt die Politik nicht, sondern kl\u00e4rt auf, wo und wie sie missbraucht wird, auch mit Hilfe des Rechts, das gebeugt wird. Dass dies geschehen wird, hat nach dem Lukasevangelium Jesus selbst prophezeit und den Standhaften das ewige Leben verhei\u00dfen (Lk 21,12\u201319). Paulus, fr\u00fcher ein Verfolger, ist ein Paradebeispiel.<\/p>\n<h3>Abgeschlossene und aufgeschlossene Buchschl\u00fcsse<\/h3>\n<p>Die Apostelgeschichte ist kein Fragment. Sie hat einen sch\u00f6nen Schluss, der dialektisch aufgeschlossen ist. Antike Historien, der Apostelgeschichte verwandt, pflegen nicht offen zu enden, sondern die Erz\u00e4hlung abzurunden. Einige wichtige Werke sind nur fragmentarisch erhalten, so dass keine Schlussfolgerungen erlaubt sind, darunter die Historien des Thukydides, die Geschichte des Judentums von Eupolemos, die Wissenschaftsgeschichte des Eudemos von Rhodos, die historischen Werke von Diodorus Siculus, Alexander Polyhistor, Quintus Fabius Pictor, Aufidius Bassus, Fabius Rusticus und Clufius Rufus, die\u00a0Annales\u00a0des Tacitus, die r\u00f6mischen Geschichten des Polybios, des Livius, des Dionysios von Halikarnassos, des Cassius Dio und des Appianus. Andere Werke vermitteln ein klares Bild. Herodot endet seine Beschreibung der Perserkriege mit der Entscheidung des Volkes unter Kyros, \u201elieber ein mageres Land zu bewohnen als auf fruchtbarer Ebene s\u00e4end eines anderen Knecht zu sein\u201c (Historien IX 122,4) \u2013 ein w\u00fcrdiges Denkmal des persischen Freigeistes. Xenophon, der Thukydides fortsetzt, beschlie\u00dft seine Darstellung mit der zweiten Schlacht von Mantineia, die nach den vielen peloponnesischen K\u00e4mpfen zu einem Patt f\u00fchrt, und notiert: \u201eWas mich betrifft, sollen meine Aufzeichnungen bis hierher gehen. Was danach kommt, wird vielleicht einen anderen besch\u00e4ftigen\u201c (Hellenika VIII 5,27). Seine Anabasis beendet er mit einer Rekapitulation der Namen und Fakten vom Zug der Zehntausend (Anabasis VII 8,25\u201326). Strabon, Zeitgenosse des Lukas, beschlie\u00dft seine Geographie mit einer Beschreibung der Gebietsverteilungen Caesars auf dem ganzen Erdenrund (IX 3,25). Herodian, deutlich j\u00fcnger, schlie\u00dft mit einer formvollendeten Schlussbemerkung, die eine summarischen Reflexion des Erz\u00e4hlten, einer Art Moral von der Geschicht\u2018 umfasst (Historia Romana VIII 8,7).<\/p>\n<p>Nicht anders als die griechischen halten es die r\u00f6mischen Schriftsteller. Caesar beschlie\u00dft\u00a0De bello Gallico\u00a0mit einem genauen Bericht \u00fcber den erfolgreichen Abschluss des Feldzuges \u2013 verbunden mit der Erwartung, einer dankbaren Best\u00e4tigung aus Rom (De bello Gallico 7,90); sein Sekret\u00e4r Aulus Hirtius beendet den Nachtrag mit einer Eloge auf den friedliebenden und rechtstreuen Caesar (De bello Gallico 8,55). Sein Buch\u00a0De bello civili\u00a0beendet Caesar mit einer \u00dcbersicht seiner Erfolge und der Ank\u00fcndigung des Folgebuches \u00fcber den alexandrinischen Krieg (De bello civili\u00a03,112). Gaius Sallustius Crispus beschreibt zum Schluss der catilinischen Verschw\u00f6rung, wie heldenhaft der Untergang war, auf Seiten des Verlierers wie der Sieger (De coniuratione Catilinae 61), und beschlie\u00dft seine Darstellung der Jugurthinischen Krieges mit dem Triumphzug des Marius, der aber einen faden Beigeschmack hinterl\u00e4sst, weil der innerr\u00f6mische Streit zwischen den Patriziern desastr\u00f6s sei (De bello Iugurthino 114). Ans Ende seiner R\u00f6mischen Geschichte stellt Velleius Paterculus ein Dankgebet an Jupiter (Historia Romana II 131). Florus schlie\u00dft mit einer Hommage an den gottgleichen Augustus (Epitoma de Tito Livio 2,33).<\/p>\n<p>Biographien enden gattungstypisch mit dem Tod des Protagonisten, so durchweg bei Sueton (De vita Caesarum) und auch im umfangreichen Werl des Curtius Rufus \u00fcber Alexander den Gro\u00dfen (Historiae Alexandri Magni 10,10) oder in Philos Streitschrift gegen den Antisemiten Flaccus (Adversus Flaccum 191). Die Parallelbiographien Plutarchs f\u00fchren auf einen Vergleich zu, der politische Bedeutung mit moralischem Charakter korreliert.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich geordnet liebt es Flavius Josephus. Sein J\u00fcdischer Krieg endet mit der Erkl\u00e4rung: \u201eHier sind wir am Ende der Geschichte, die wir versprachen, mit aller Sorgfalt f\u00fcr jene aufzuschreiben, die erfahren wollten, in welcher Weise der Krieg zwischen den R\u00f6mern und den Juden gef\u00fchrt wurde. Das Urteil dar\u00fcber, wie der Stoff dargelegt worden ist, bleibe den Lesern \u00fcberlassen; was hingegen die Wahrheit anlangt, so m\u00f6chte ich nicht z\u00f6gern, mit Entschiedenheit zu behaupten, dass ich auf sie allein die ganze Schrift hindurch mein Augenmerk gerichtet habe\u201c (De bello Judaico\u00a07, 454 [11,5]). Mit bibliographischen Notizen beendet er die\u00a0Antiquitates:\u00a0\u201eHiermit beschlie\u00dfe ich meine Altert\u00fcmer, die aus zwanzig B\u00fcchern und sechzigtausend Zeilen bestehen\u201c \u2013 bevor er weitere Projekte ank\u00fcndigt (Antiquitates\u00a020, 11,2). Joseph und Aseneth endet mit einer summarischen Notiz, dass Joseph nach dem Tode des Pharao wie ein K\u00f6nig \u00fcber \u00c4gypten herrschte und sich sp\u00e4ter wie ein Vater um den Sohn gek\u00fcmmert habe, als der, vollj\u00e4hrig, den \u00e4gyptischen Thron bestiegen habe. (JosAs 29,11). Die Apokalypse des Mose l\u00e4uft auf ein himmlisches Halleluja zu ((ApkMos 43,4), das Leben Adams und Eves endet in tiefer Trauer der S\u00f6hne \u00fcber den Tod ihrer Mutter (VitAd 51,3). Das 3. Makkb\u00e4erbuch l\u00e4sst die Freude \u00fcber einen Schutzbrief des Ptolem\u00e4us Philopator auf eine Doxologie zulaufen (3Makk ,23), das 4. Makkab\u00e4erbuch stellt gegen die grausamen Martyrien die himmlische Belohnung der makkab\u00e4ischen Helden und ihrer Mutter, bevor eine Doxologie das Buch beschlie\u00dft (4Makk 18,20\u201324). Die fr\u00fchj\u00fcdischen Prophetenbiographien enden regelm\u00e4\u00dfig mit der Notiz vom Ableben und haben eine\u00a0subscpritio,\u00a0die auf weitere Quellen verweist (VitProph).<\/p>\n<p>Die biblischen Geschichtsb\u00fccher halten es nicht anders: Das Erste Buch der Makkab\u00e4er endet mit der Ank\u00fcndigung einer Fortsetzung, nachdem erz\u00e4hlt worden war, wie Johanan (Hyrkanos) einen Anschlag vereitelt hat (1\u00a0Makk 16,23\u201324). Das zweite Buch der Makkab\u00e4er, das nicht diese Fortsetzung ist, hat einen Epilog: \u201eNikanor ist umgekommen; von jener Zeit an wurde die Stadt von den Hebr\u00e4ern beherrscht. So beende ich mein Wort\u201c \u2013 worauf ein kurzer Werbespruch folgt (2\u00a0Makk 15,37\u201339). Das Buch Ester schlie\u00dft mit einer redaktionellen Notiz, wer es zu Purimfest \u00fcberbracht habe (Esr 10,31), das Buch Judith mit der Nachricht vom Tod der Heldin (Jdt 16,21\u201325), das Buch Tobit mit der Nachricht vom Tod des Helden, der noch vom Ende Nebukadnezars geh\u00f6rt hat (Tob 14,12\u201315), das Buch Nehemia mit einer Rechenschaft des Statthalters in Form eines Gebetes (Neh 14,23\u201331). Das Zweite Buch der Chronik sieht zum guten Schluss in der Befreiung aus dem babylonischen Exil die Erf\u00fcllung dessen, was Jeremia prophezeit hat (2\u00a0Chr 36,22\u201323). Die Liste l\u00e4sst sich verl\u00e4ngern.<\/p>\n<p>Die paganen wie die j\u00fcdischen und alttestamentlichen Schlusspointen passen genau zum Geschichts- und Menschenbild der Kulturen. Die pagane Geschichte kennt Episoden, Phasen und Epochen, die am besten im R\u00fcckblick dargestellt und durch ethische Bewertungen f\u00fcr das Lesepublikum, die Elite der Gesellschaft, aufgeschlossen werden. Die Leser sollen Lehren aus der Geschichte ziehen.\u00a0Histora magistra vitae,\u00a0hei\u00dft es bei Cicero (De oratore II 36); denn es gibt charakteristische Muster und typische Erfahrungen, die sich in einem mythischen Weltbild aus der Wiederkehr des Gleichen erkl\u00e4ren. Im Mittelpunkt stehen Helden: M\u00e4nner, die ihr Leben riskieren, K\u00e4mpfer, die auf Siege erpicht sind, Schurken, die von der gerechten Strafe ereilt werden. Bei Plutarch ist die Anthropologie hellenistisch zivilisiert; sie bleibt eine Galerie starker M\u00e4nner, die gro\u00dfe Schw\u00e4chen haben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die biblische und fr\u00fchj\u00fcdische Historiographie bewegt sich hingegen im Raum des geschichtsm\u00e4chtigen Handelns Gottes, der durch Segen und Fluch Wirkungen erzielt. Sie versucht, seinen Fingerzeigen auf die Spur zu kommen, wenn sie beschreibt, was war, um zu verstehen, was ist., und zu gestalten, was kommen soll. Die Matrix bildet die Verhei\u00dfungstreue Gottes. Sie bleibt g\u00fcltig, auch wenn Israel untreu wird. Sie schafft Zukunft, wo sie versperrt scheint. Sie vergegenw\u00e4rtigt durch Geschichtsschreibung die Vergangenheit, weil Gott ein Ged\u00e4chtnis seiner Taten stiftet (Ps 111,4\u20135). In diesem Horizont werden nicht nur Siege gefeiert und Niederlagen betrauert, sondern auch Gewinne aus Verlusten bilanziert: Aufbr\u00fcche in Abbr\u00fcchen, Wenden in Enden, Lichtblicke in tiefer Dunkelheit. Menschen brauchen ihre Schw\u00e4chen nicht zu verbergen, sondern k\u00f6nnen sie offenbaren \u2013 im Vertrauen, von Gott nicht gedem\u00fctigt zu werden. Nicht nur M\u00e4nner, auch Frauen spielen Schl\u00fcsselrollen, jenseits des grassierenden Patriarchalismus: Ruth, Judith und Esther setzen Ausrufezeichen.<\/p>\n<p>In dieser Linie einer Theologie der Hoffnung steht die Apostelgeschichte \u2013 und setzt neu an. Sie beschreibt kein Ende, sondern einen Anfang: die weltweite Mission, die wahrmacht, dass es einen Gott gibt f\u00fcr alle. Diese Entwicklung steht im Zeichen der Auferstehung Jesu. Er ist kein anderer als der Mann aus Nazareth, der auf Golgotha hingerichtet wurde; er ist es nun in der Kraft Gottes, zur Rechten des Vaters erh\u00f6ht (Lk 20,41\u201344; Apg 2,34; 7,55\u201356); er ist es, der wiederkommen wird, um Gottes Reich zu vollenden.<\/p>\n<p>Der offene Schluss der Apostelgeschichte ist ein stummes Bekenntnis zur Auferstehung Jesu. Solange die Zeit w\u00e4hrt, wird es dabei bleiben, dass den V\u00f6lkern das Evangelium verk\u00fcndet wird. Es wird dabei bleiben, dass sich die Mehrheit der Juden dem Christusglauben verweigert. Es wird auch dabei bleiben, dass im Namen Jesu kein Gottesstaat, sondern eine Kirche errichtet wird, die sich vom Imperium kategorial unterscheidet und deshalb die F\u00e4higkeit der Kritik entwickelt. Die V\u00f6lkermission, die Spannung zu den allermeisten Juden, die Konflikte mit politischer Autorit\u00e4t geh\u00f6ren wechselseitig zusammen, weil die Verk\u00fcndigung \u00f6ffentlich ist und aus j\u00fcdischen Wurzeln universal. Sie ist in der Kirche beheimatet, aber unendlich gr\u00f6\u00dfer als sie.<\/p>\n<p>Diejenigen, die an Jesus Christus glauben, werden durch das Evangelium und die Apostelgeschichte in ihrer Aufgabe unterst\u00fctzt, Zeugnis abzulegen, weil sie im Lesen der \u201eZuverl\u00e4ssigkeit der Katechese\u201c gewiss werden k\u00f6nnen, in der sie \u2013 wie Theophilus \u2013 unterwiesen worden sind (Lk 1,1\u20134). Sie sollen kein Ressentiment gegen\u00fcber den Juden entwickeln, die nicht an Jesus glauben, sondern wie er selbst mitleiden mit den verfolgen Juden, wie die Kapelle\u00a0Dominus flevit\u00a0es aufgrund einer lukanischen Episode festh\u00e4lt (Lk 19,41\u201344); ihr Vorbild ist Stephanus, der f\u00fcr seine Henker betet, darunter auch Saulus (Apg 7,60); ihr Vorbild kann auch Paulus sein, der keine Anklage gegen sein Volk erhebt (Apg 28,19). Die Gl\u00e4ubigen sollen nicht zuletzt mit Jesus auf die Vers\u00f6hnung in der messianischen Vollendung setzen (Lk 13,34); Petrus hat von der vollen Wiederherstellung Israels gesprochen (Apg 3,21), Paulus predigt \u00fcber die Rechtfertigung aus dem Glauben (Apg 13,38\u201339) und stellt seine Verteidigung ins Zeichen der Auferstehungshoffnung \u00ad<br \/>\n(Apg 23,6; 24,21).<\/p>\n<p>F\u00fcr Lukas ist es entscheidend, dass der Weg weitergeht, dessen entscheidende erste Etappen in der Mission Jesu und seiner nach\u00f6sterlichen J\u00fcngerschaft er beschrieben hat. Der Weg geht weiter, weil er von Gott selbst gebahnt wird. Deshalb ist der Schluss seines Buches nicht abgeschlossen, sondern aufgeschlossen. Die Zukunft ist offen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Endet die Apostelgeschichte offen? Paulus ist in Rom angekommen \u2013 anders als geplant, unter widrigen Umst\u00e4nden, aber mit der Reich-Gottes-Botschaft und dem Christusevangelium auf den Lippen und im Herzen. 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