{"id":32127,"date":"2023-07-17T14:33:07","date_gmt":"2023-07-17T12:33:07","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=guardini-tag-2022-neue-erkenntnisse"},"modified":"2024-12-13T15:26:37","modified_gmt":"2024-12-13T14:26:37","slug":"die-bruecke-zu-der-welt-die-einst-kommen-soll-neue-archivalische-erkenntnisse-zu-den-anfaengen-von-guardinis-beschaeftigung-mit-der-literarischen-kunst","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/die-bruecke-zu-der-welt-die-einst-kommen-soll-neue-archivalische-erkenntnisse-zu-den-anfaengen-von-guardinis-beschaeftigung-mit-der-literarischen-kunst\/","title":{"rendered":"&#8222;Die Br\u00fccke zu der Welt, die einst kommen SOLL&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Die Hauptquellen f\u00fcr die fr\u00fche pers\u00f6nliche Literaturgeschichte Romano Guardinis sind die in Mooshausen von 1943 bis 1945 verfassten\u00a0Berichte \u00fcber mein Leben. Zwei davon wurden 1984 ver\u00f6ffentlicht. Ein dritter, mit dem 7. M\u00e4rz 1945 datiert, ist bislang unver\u00f6ffentlicht, enth\u00e4lt aber f\u00fcr die Fragestellung die wichtigsten und \u201eneuen\u201c Erkenntnisse.<\/p>\n<h3>Guardinis\u00a0Berichte \u00fcber mein Leben<\/h3>\n<p>Unter dem Titel \u201eGeistige Entwicklung und schriftstellerische Arbeit\u201c liest man zun\u00e4chst grunds\u00e4tzliche Aussagen dar\u00fcber, wie Romano Guardini die Kunst und mit ihr die Literatur in die \u201eWelt\u201c einordnet. Er unterscheidet die \u201eWelt ersten Grades\u201c, die Natur, von der \u201eWelt zweiten Grades\u201c, der Kultur. In der letzteren ist Kunst und Literatur\u00a0\u201ejene Gestaltung, in welcher das Wesen der Welt, das Wesen der Dinge und das des erlebenden Menschen im unwirklichen Raum der Vorstellung zu g\u00fcltigem Ausdruck gelangt. So bildet das Kunstwerk im Raum der reinen Anschauung gleichsam eine Br\u00fccke zu der Welt, die einst kommen soll. Diese, wenn man so sagen darf, eschatologische Auffassung hat schon sehr fr\u00fch sich durchzusetzen begonnen.\u201c\u00a0Gemeint ist die eschatologische Auffassung innerhalb seiner Welt-, Kunst- und Literatur-Anschauung. Guardini f\u00e4hrt fort:\u00a0\u201eSp\u00e4ter bin ich auch den gro\u00dfen Meistern begegnet, vor allem den franz\u00f6sischen und russischen Romanen. Ich mu\u00df aber gestehen, da\u00df f\u00fcr meine pers\u00f6nlichen literarischen Bed\u00fcrfnisse diese gro\u00dfen Werke immer zu anspruchsvoll gewesen sind. Mit ihnen \u2013 dasselbe gilt von den ganz Gro\u00dfen, wie Dante oder Shakespeare \u2013 habe ich nie in der sozusagen privaten Form des pers\u00f6nlichen Lesens und Aufnehmens verkehren k\u00f6nnen. Daf\u00fcr waren sie mir zu gro\u00df. In ihrer Atmosph\u00e4re konnte ich nur sein, wenn ich selber aktiv wurde, wie das in den verschiedenen Arbeiten \u00fcber Dante, Dostojewskij, H\u00f6lderlin geschehen ist.\u201c\u00a0Guardini schlie\u00dft diesen biographischen Entwicklungsgang ab mit der klaren Selbsterkenntnis:\u00a0\u201eAls ich so weit war, konnte ich mit dem anfangen, was ein Hauptteil meiner Arbeit geworden ist: der Interpretation geistig bzw. religi\u00f6s sch\u00f6pferischer Pers\u00f6nlichkeiten, und zwar so, da\u00df aus der Pers\u00f6nlichkeit ein Licht auf ihr Werk und aus ihrem Werk ein Licht auf die erstere fiel. Hierzu habe ich eine entscheidende Hilfe erfahren von der ph\u00e4nomenologischen Philosophie, insbesondere ihre Verk\u00f6rperung durch Max Scheler.\u201c<\/p>\n<p>Die Erw\u00e4hnung Max Schelers an diesem Punkt hat seine Vorgeschichte, n\u00e4mlich Guardinis Besch\u00e4ftigung mit der Welt-, Literatur- und Kunstanschauung bei Simmel, W\u00f6lfflin, Dilthey, Windelband und Rickert. Deren Einfluss war so stark, dass Max Scheler in seinem Brief an Guardini aus dem Jahr 1919 nach der Lekt\u00fcre der ersten Schriften Guardinis einen starken Einfluss von Rickert und Windelband zu erkennen glaubte. Guardini selbst verweist \u00f6fters auf den Einfluss Simmels, in seinem dritten Bericht \u00fcber mein Leben auch den Diltheys.<\/p>\n<h3>Guardinis Rothenfelser Leihgaben-Bibliothek<\/h3>\n<p>Um die Frage zu beantworten, warum nur noch so wenig von Guardinis \u201efr\u00fcher\u201c Bibliothek vorhanden ist, muss man gedanklich ins Jahr 1927 nach Burg Rothenfels gehen, als Guardini dort ab 1927 Burgleiter wurde. In den folgenden Jahren hat er im Westfl\u00fcgel eine Burgbibliothek eingerichtet. Wie Elisabeth Wilmes in ihren Erinnerungen berichtet, hat Guardini diese \u201eliterarische Sammlung \u2026 ausgew\u00e4hlt und als Leihgabe zur Verf\u00fcgung gestellt. Sie umfasste 1931 fast 2000 B\u00e4nde\u201c, darunter zwar keine Unterhaltungsliteratur, daf\u00fcr umfangreiche Bildsammlungen und kunstgeschichtliche Literatur. Und es\u00a0\u201ewaren die deutschen Meistererz\u00e4hler mit repr\u00e4sentativen Gesamtausgaben vertreten, \u2026 nicht nur Gottfried<br \/>\nKellers \u00ad\u00adRomane, sondern auch alle Schriften von Jeremias, \u2013nicht nur Eichendorffs Werk, sondern auch eine vollst\u00e4ndige Brentano-Ausgabe. Die \u00dcbersetzungen von Tolstoi und Dostojewskij standen f\u00fcr die Mitglieder der Werkwochen griffbereit. Aber auch die erz\u00e4hlenden Dichtungen von Leskow wurden empfehlend zur Verf\u00fcgung gestellt. Vor den philosophischen Tagungen trafen die aktuellen Texte, etwa von Newman oder Kierkegaard, die kaum jemand kannte, zur Benutzung ein. Eine Vorliebe gab es f\u00fcr franz\u00f6sisches Schrifttum, ob es sich um das Idyll des Hasenromanes von Francis Jammes, die psychologischen Romane von Bernanos handelte oder um die \u00dcbersetzungen Claudels.\u201c\u00a0In einem Erker vor der Bibliothek gab es eine Sitzbank f\u00fcr neun Leser und ein B\u00fccherbord, f\u00fcr das Guardini selbst Karl May vorgeschlagen hat.<\/p>\n<p>Am 16. M\u00e4rz 1945 wurde Guardinis Rothenfelser Leihgaben-Bibliothek durch einen ungl\u00fccklichen Umstand in den Verlagsr\u00e4umen des Werkbundverlages in der Heinestra\u00dfe zusammen mit der gesamten Alt- und Innenstadt W\u00fcrzburgs zerst\u00f6rt. Ingeborg Klimmer, damals Mitarbeiterin des Werkbund-Verlages, berichtet 2005\/06 in \u201eMagnificat\u201c, von einer teuren und letztlich vergeblichen R\u00fcckf\u00fchrung:\u00a0\u201e1945 verbrannte dann allerdings beim Angriff auf W\u00fcrzburg der Werkbundverlag mit der Druckerei, \u00fcbrigens auch mit der von Guardini selbst aufgebauten Bibliothek der Burg Rothenfels. Diese war zun\u00e4chst von den Nazis beschlagnahmt worden, konnte jedoch sp\u00e4ter vom Werkbundverlag zur\u00fcckgekauft werden.\u201c\u00a0Tats\u00e4chlich hatte die Gestapo 1939 bei der Beschlagnahme der Burg auch die Kapelle mit ihren sakralen Gegenst\u00e4nden, Gew\u00e4ndern und den liturgischen B\u00fcchern sowie die gesamte Bibliothek eingezogen. Guardini hat sich dar\u00fcber bei den h\u00f6heren Gestapo-Stellen in Berlin beschwert, da diese Dinge nicht dem Freundeskreis Burg Rothenfels als Burgtr\u00e4ger geh\u00f6rten, sondern der davon unabh\u00e4ngigen \u201eStiftung Rothenfels\u201c, die Bibliothek sei sogar seine pers\u00f6nliche Leihgabe. Daher m\u00fcssten diese Dinge wieder ausgeh\u00e4ndigt werden. Nach einigem Hin und Her ist dies bez\u00fcglich des Kapelleninventars geschehen. Die Bibliothek konnte dagegen vom Verlag zur\u00fcckgekauft werden.<\/p>\n<p>Nur ganz wenige Funde, gut 50 der 2000 B\u00fccher mit dem alten \u201eLeihgaben\u201c-Stempel haben \u201eirgendwo\u201c und \u201eirgendwie\u201c \u00fcberlebt, die meisten stehen noch in Rothenfels selbst, andere in Mooshausen wohl durch Guardini selbst dorthin entliehen. Einige wenige hatte wohl Hans Waltmann aus dem Verlag mit nach Hause genommen und sind \u00fcber dessen Nachlass in den Bestand der Katholischen Akademie zur\u00fcckgekommen.<\/p>\n<h3>Kindheit und Schulzeit in Mainz<\/h3>\n<p>F\u00fcr die Mainzer Fr\u00fchzeit bis zur Reifepr\u00fcfung 1903 stehen weiterhin nur die bereits bekannten Erinnerungen von Adam Gottron und Philipp Harth zur Verf\u00fcgung, die Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz bereits in ihrer Guardini-Biographie 1985 angef\u00fchrt hatte. Von Gottron wissen wir, dass die Guardini-Br\u00fcder Besitzer aller Karl-May-B\u00e4nde waren. In Harths \u201eMainzer Viertelbuben\u201c hei\u00dft es dann:\u00a0\u201eRomano besa\u00df ein B\u00fcchergestell mit vielen B\u00fcchern. [\u2026] Voller Bewunderung h\u00f6rte ich zu, wenn Romano den Inhalt von B\u00fcchern schilderte, die er gelesen hatte. Auch Gedichte interessierten ihn sehr und er dichtete auch selbst. [\u2026] F\u00fcr die Schule \u00fcbersetzte er Oliver Twist aus dem Englischen. In sein Heft zeichnete ich dazu Illustrationen, was dem Lehrer und seinen Mitsch\u00fclern Freude machte. Ich lernte dadurch das Buch und andere B\u00fccher von Dickens, die mir Romano lieh, kennen. Das gr\u00f6\u00dfte und sch\u00f6nste Buch, das Romano besa\u00df, war Dantes \u201eG\u00f6ttliche Kom\u00f6die\u201c mit den Illustrationen von Dor\u00e9. Diese Bilder betrachteten wir oft, Romano wu\u00dfte sie mir zu erkl\u00e4ren, da er dieses Buch gelesen hatte.\u201c<\/p>\n<p>Was Dante betrifft, ist schlie\u00dflich noch auf Guardinis Studie von 1937 \u201eDer Engel in Dantes G\u00f6ttlicher Kom\u00f6die\u201c hinzuweisen, der in italienischer Sprache die Widmung\u00a0\u201eDem Andenken meines Vaters, von dessen Lippen das Kind die ersten Verse Dantes pfl\u00fcckte\u201c\u00a0vorangestellt ist. Dies kann als Indiz f\u00fcr eine stark bibliophile Erziehung durch den Vater gelten.<\/p>\n<h3>Chemiestudium in T\u00fcbingen 1903\/04<\/h3>\n<p>F\u00fcr seine Zeit als Chemiestudent in T\u00fcbingen gibt es ebenfalls nicht viel Neues. Denn \u00fcber seine Fritz-Reuter-Lekt\u00fcre erfuhr man schon aus den bereits ver\u00f6ffentlichten \u201eBerichten \u00fcber mein Leben\u201c. Im dritten Bericht best\u00e4tigt Guardini dies lediglich:\u00a0\u201eIch entsinne mich gewisser literarischer Interessen, die sich aber auf Autoren wie Fritz Reuter beschr\u00e4nkten.\u201c<\/p>\n<p>Mittlerweile ist au\u00dferdem bekannt, dass er Heinrich Hansjakobs \u201eStille Stunden\u201c gelesen hat und davon so angetan war, dass er allen Mut zusammenfasste, um dem Verfasser am 15. Januar 1904 einen Brief zu schreiben. Der Brief wurde 1987 durch Werner Scheurer in der \u201eHeinrich Hansjakob (1837\u20131916). Festschrift zum 150. Geburtstag\u201c ver\u00f6ffentlicht. Darin hei\u00dft es:\u00a0\u201eIch hab\u2019 von Ihren Werken nur die `Stillen Stunden\u00b4 gelesen. Hab\u2019 zwar manches, wohl eben meiner mangelnden Erfahrung halber, nicht recht begreifen k\u00f6nnen; aber \u00fcber vieles, was Sie sagten, hab\u2019 ich mich so gefreut, dass ich Ihnen wirklich danken muss f\u00fcr all\u2019 die herrlichen Ansichten, die Sie da ausgesprochen haben. Da ist z. Beispiel Ihre Meinung von der Seele der Tiere. Gott, wie oft bin ich schon deshalb ausgelacht worden, weil ich mich nicht damit habe einverstanden erkl\u00e4ren wollen, dass so ein armes Tier nur Arbeit und Plage haben sollte und dann das Nichts. Jetzt kann ich mich doch wenigstens auf Jemand berufen, der all\u2019 das viel eher und besser als ich gedacht und gesagt hat. Und so w\u00fcnsche ich Ihnen, lieber Herr, dass `der alte Karren\u00b4, wie Sie selbst sich nennen, noch lange solch k\u00f6stliche Sch\u00e4tze wie die `Stillen Stunden\u00b4 hineinfahren m\u00f6ge in die Speicher katholischer Literatur.\u201c<\/p>\n<h3>National\u00f6konomie-Studium in der Literaturstadt M\u00fcnchen 1904\/05<\/h3>\n<p>Guardini wechselte dann seinen Studienort und sein Studienfach. Er ging nach M\u00fcnchen und schrieb sich f\u00fcr National\u00f6konomie ein. Im Blick auf die Kunst- und Literaturstadt M\u00fcnchen notierte er in den schon bekannten \u201eBerichten \u00fcber mein Leben\u201c:\u00a0\u201eWas f\u00fcr mich damals wirklich bedeutungsvoll wurde, war die Stadt und die k\u00fcnstlerisch-literarische Luft in ihr. Ich fand anregende Freunde, aber, bezeichnend genug, nicht unter Fachgenossen, sondern unter Kunsthistorikern, Literarhistorikern und Schriftstellern. Damals kam ich auch mehr ins Leben hinein. Die eigent\u00fcmliche Mischung von Gro\u00dfstadt und Behaglichkeit, durchwachsen mit einer k\u00fcnstlerischen Boh\u00eame, welche immer auf die Spie\u00dferei der Stadt schimpfte und sich darin doch unendlich wohl f\u00fchlte, wirkte l\u00f6send und anregend auf mich. Ich ging ins Caf\u00e9 und nahm an den endlosen Diskussionen \u00fcber Literatur und bildende Kunst teil; besuchte Konzerte, Museen und Ausstellungen, sah mich in der sch\u00f6nen Umgebung um \u2013 alles freilich doch noch von der Sch\u00fcchternheit gebunden, die ich in mir trug.\u201c\u00a0Hier machte er also in Schwabing und in den anderen Vierteln jene Erfahrungen, die ihn nachhaltig pr\u00e4gen sollten. Diese Erlebnisse haben ihn aber bekannterma\u00dfen auch zu einer tiefen religi\u00f6sen Krise gef\u00fchrt, ausgel\u00f6st von einem Gespr\u00e4ch mit einem Kunsthistoriker und Kantianer am Brunnen vor der Universit\u00e4t.<\/p>\n<p>F\u00fcr den durch und durch sch\u00fcchternen Guardini waren diese Erfahrungen wohl erst aufgrund seiner fr\u00fcheren Mainzer Mitsch\u00fcler m\u00f6glich, die sich in der \u201eM\u00fcnchener Freien Studentenschaft\u201c, bei den \u201eM\u00fcnchner Finken\u201c, engagierten. Dort fand er dann auch weitere Freunde. Besonders hervorzuheben sind der schlesische Kunsthistoriker Franz Landsberger (1883\u20131964); der aus Mainz kommende, sp\u00e4tere Schriftsteller, Schauspieler und Theaterregisseur Rudolf Frank (1886\u20131979), der Guardini in seiner Autobiographie \u201eSpielzeit eines Lebens\u201c ausf\u00fchrlich w\u00fcrdigte; die Frankfurterin Recha Rothschild (1880\u20131966), die dem M\u00fcnchner \u201eRomano\u201c in ihrer posthum erschienenen Autobiographie ebenfalls ein Denkmal setzte; dazu noch: der M\u00fcnchner Ludwig Feuchtwanger (1885\u20131947), Bruder von Lion und Martin Feuchtwanger, der sich sp\u00e4ter als Verleger etablierte; und schlie\u00dflich der Berliner Ernst Lissauer (1882\u20131937), der sich wenige Jahre sp\u00e4ter in der Berliner Szene zu dem entwickelte, was man heute \u201eShooting-Star\u201c nennen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Nicht nur auf diesem Hintergrund wird verst\u00e4ndlich, was Guardini in seinem dritten Lebensbericht f\u00fcr diese Zeit erg\u00e4nzt:\u00a0\u201eAuch f\u00fcr das literarische Kunstwerk ist mir damals der Sinn aufgegangen, und zwar war daf\u00fcr sowohl in M\u00fcnchen wie in Berlin der Freundeskreis wichtig, in welchen ich verkehrte: zum Teil selbst produktive Leute. Im Gespr\u00e4ch mit ihnen lernte ich die Dichtung nicht nur als fertigen Gegenstand verstehender Bem\u00fchung zu sehen, sondern ich bekam F\u00fchlung mit dem Vorgang des Entstehens selbst.\u201c<\/p>\n<p>Rudolf Frank best\u00e4tigte in seinen schon 1958 ver\u00f6ffentlichten, von der Guardini-Forschung aber erst sp\u00e4t beachteten Erinnerungen, der \u201efr\u00f6hliche Scholar\u201d Guardini sei ein \u201ezweiter Dante\u201d gewesen, der\u00a0\u201eviel lieber\u00a0\u2026 \u00fcber die neuen Tristan-Novellen von Thomas Mann&#8230;, \u00fcber `Das Jahr der Seele\u00b4 von Stefan George wie \u00fcber Arthur Schnitzlers erotischen `Reigen\u00b4\u201c gesprochen habe, statt National\u00f6konomie zu studieren. Und zu Guardini als \u201eVorleser\u201c notierte Frank:\u00a0\u201eNie h\u00f6rte ich einen Menschen Hofmannsthals Verse so still verhalten, unbewu\u00dft rein vortragen wie Freund Guardini. Tief in der Nacht auf Michel Oppenheims Bude las er fein ironisch Andersens schnurrige Allegorie vom Wassertropfen unterm Vergr\u00f6\u00dferungsglas, las lange nach Mitternacht Wilhelm Busch, und wenn der Morgen d\u00e4mmerte, Dante: \u00bbNel mezzo di cammin di nostra vita\u00bb.\u201c<\/p>\n<p>Dabei wussten die M\u00fcnchner Finken auch Feste zu feiern. Am 8. Juli 1905 fand das Sommerfest dieser Freien Vereinigung als Johannis-Walpurgis-Tag am Starnberger See statt, \u201edessen Rahmen\u201c, wie in der Allgemeinen Zeitung zuvor angek\u00fcndigt, \u201eein geheimes mittelalterliches Femgericht mit Hexenverbrennung und Walpurgisnacht bildet, eingeleitet durch eine Pantomime \u2026 [ein] Fest, das einen durchaus k\u00fcnstlerischen Charakter tragen wird, \u2026\u201c Dazu steht in Franks \u201eSpielzeit meines Lebens\u201c: Und dann\u00a0\u201e\u2026 schrien sie Goethes Hexengeheul, sprangen paarweise durchs Feuer und rissen die Delinquentin samt allen Hexenrichtern zum Blocksberg, dem Tanzboden, den stud. ing. Ernst Weinschenk (den die Kunstgewerblerinnen das Rokokom\u00e4nnle nannten) als Hexentanzplatz effektvoll dekoriert hatte. Unter den Hexenrichtern ragte der k\u00fcnftige Staatsanwalt Dreyfu\u00df hervor und sah in der Tat dem Fra Girolamo Savonarola verteufelt \u00e4hnlich. Sinnend, mit \u00fcberlegenem L\u00e4cheln blickte Romano Guardini, ein zweiter Dante, in das Get\u00fcmmel.\u201c\u00a0Die bei Frank erw\u00e4hnten Michel Oppenheim, Ernst Weinschenk und Max Dreyfus waren ebenfalls alle Mainzer Mitsch\u00fcler von Guardini.<\/p>\n<p>V\u00f6llig unerwartet nimmt Guardini in seinem dritten Lebensbericht (Abb. links) dann eine damals schon feste Gr\u00f6\u00dfe des M\u00fcnchner Literaturschaffens in den Blick, n\u00e4mlich: Thomas Mann.\u00a0\u201eUnd zwar war es zun\u00e4chst die Literatur der damaligen Zeit, also die Autoren um die neue Rundschau. Den st\u00e4rksten Eindruck hat auf mich Thomas Mann gemacht. Die Intensit\u00e4t des gestaltenden Vorgangs, die in seinem Werk liegt, hat mich stark beeindruckt. [\u2026] Und \u00fcber Autoren wie Thomas Mann wird man sagen k\u00f6nnen, was man will; so viel ist sicher, da\u00df in ihnen eine ungeheure Feinheit und Pr\u00e4zision der psychologischen Analyse steckt.\u201c\u00a0In der \u201eneuen Rundschau\u201c stand im Juli\/August 1905 zum Beispiel Thomas Manns \u201eFiorenza\u201c. Bisher wusste man nur aus einer Andeutung in seinen posthum erschienenen Ethik-Vorlesungen davon, dass er Thomas Mann schon w\u00e4hrend seiner Studienzeit gelesen hatte. Dort hei\u00dft es:\u00a0\u201eThomas Mann war ein gro\u00dfer K\u00fcnstler. Als ich studierte, war es f\u00fcr uns immer ein Ereignis, wenn etwas Neues von ihm erschien.\u201c<\/p>\n<p>Aber auch eine bereits vergangene Literaturepoche trat damals in M\u00fcnchen ins Blickfeld Romano Guardinis, wie man im dritten Lebensbericht lesen kann:\u00a0\u201eIn M\u00fcnchen habe ich auch F\u00fchlung mit der Romantik bekommen. Die damals vor kurzem erschienenen Arbeiten von Ricarda Huch und Marie Joachimi brachten die romantische Welt nahe; Leute aus dem Bekanntenkreis besch\u00e4ftigten sich mit ihren philosophischen und psychologischen Theorien. So bekam ich F\u00fchlung mit Novalis, Tieck, Brentano, Arnim, Wackenrode, und so fort. Auch diesen Zusammenhang habe ich sp\u00e4ter nicht verloren.\u201c<\/p>\n<p>Schon durch Gerl-Falkovitz war seit 1985 bekannt, dass Guardini mit Datum 12. Juni 1905 Stendhals \u201eAphorismen \u00fcber \u201eSch\u00f6nheit, Kunst und Kultur\u201c gelesen hat, die dann als \u201eLeihgabe\u201c im Archiv der Burg Rothenfels gestanden hat. Darin waren einige Stellen zum Thema \u201eStil\u201c von ihm besonders markiert worden.<\/p>\n<h3>Das Studiensemester in Berlin 1905\/06<\/h3>\n<p>Bislang lagen aus den ersten beiden \u201eBerichten \u00fcber mein Leben\u201c nur die fast ausschlie\u00dflich negativen Erinnerungen an sein Berliner Studiensemester vor. Er spricht dort von der \u201estrengen Arbeitsstadt Berlin\u201c und dem \u201eCharakter des dortigen Lebens\u201c. Daher k\u00f6nne man sich in dieser Stadt nur wohl f\u00fchlen, wenn man eine heimatliche Wohnung, eine ausf\u00fcllende Arbeit oder viel \u201e\u00fcbersch\u00fcssige Kraft\u201c zum Austoben habe. Seine dunkle Wohnung \u201ein der N\u00e4he des Bellevuebahnhofs\u201c war \u201ealles andere als behaglich\u201c, \u201emit der Arbeit aber stand es schlecht\u201c:\u00a0\u201eSo habe ich von jenem Winter nur nebenher etwas gehabt. Ich hatte anregenden Verkehr, meistens noch von M\u00fcnchen her. Auch ging ich viel in Konzerte und Theater \u2013 vor allem wurde Ibsen am Lessingtheater wunderbar gespielt, und man erlebte die interessanten Experimente der Reinhardtb\u00fchnen.\u201c<\/p>\n<p>Dieser anregende Verkehr \u201emeistens noch von M\u00fcnchen her\u201c bezieht sich darauf, dass laut Personalverzeichnis der Universit\u00e4t mit Guardini von den \u201eM\u00fcnchner Finken\u201c mindestens vier Mitglieder mit nach Berlin gewechselt sind: sein Freund Franz Landsberger, die Mainzer Heinrich Blase, der Sohn des Mainzer Gymnasialdirektors, und Max Dreyfuss und Ludwig Feuchtwanger. Interessanterweise ist f\u00fcr dieses Wintersemester auch dessen Bruder Lion Feuchtwanger als Student an der Berliner Universit\u00e4t eingeschrieben. Man wird sich nicht zuletzt in und nach den Vorlesungen bei Simmel und W\u00f6lfflin getroffen haben. Aus diesem Personenverzeichnis wei\u00df man auch, dass Guardini in diesem Wintersemester in der Calvinstr. 26 wohnte.<\/p>\n<p>Das ist insofern bedeutsam, weil das Zimmer zwar trist gewesen sein mag, seine Nachbarn, sehr wahrscheinlich sogar seine Vermieter, niemand anderes waren als die Musiker-Schauspieler-Literaten-Ehepaare Ettlinger und Moest: Josef Ettlinger war der Leiter der Neuen Freien Volksb\u00fchne sowie Herausgeber der Zeitschrift \u201eDas literarische Echo\u201c. Seine Frau Thea war Schriftstellerin und Whitman-\u00dcbersetzerin. Friedrich Moest war Schauspieler und Oberregisseur am Thalia-Theater und artistischer Leiter der Neuen Freien Volksb\u00fchne. Seine Frau Else war ehemalige Operns\u00e4ngerin und nunmehr Gesangslehrerin. Gemeinsam war das Ehepaar Moest seit 1901 Leiter und Eigent\u00fcmer der Reicherschen Hochschule f\u00fcr dramatische Kunst, die Moest zusammen mit Emanuel Reicher 1898 gegr\u00fcndet hatte.<\/p>\n<p>Es ist sehr unwahrscheinlich, dass dem an Literatur und Theater interessierten Guardini diese T\u00e4tigkeit seiner Nachbarn verborgen geblieben ist, auch wenn die \u201eNeue Freie Volksb\u00fchne\u201c bei ihm nicht namentlich erscheint, sondern nur das Lessingtheater und die anderen Reinhardt-B\u00fchnen erw\u00e4hnt werden. Das Lessingtheater stand damals unter Leitung von Otto Brahm. Am 8. November 1905 hatte dort Ibsens \u201eDie Wildente\u201c Premiere mit gro\u00dfem Erfolg. Die bislang bekannte Erinnerung wird im dritten Bericht pr\u00e4zisiert durch die Aussage:\u00a0\u201eSehr stark war auch der Eindruck, den Ibsen auf mich machte, besonders als ich in Berlin die gl\u00e4nzenden Auff\u00fchrungen des Lessingtheaters sehen konnte.\u201c<\/p>\n<p>Als seine Berliner Lekt\u00fcren benennt Guardini in dritten Bericht:\u00a0\u201eAuch Jens Peter Jakobsen mu\u00df ich nennen, vor allem seine Novellen. Von deutscher Literatur sind mir damals die gro\u00dfen Erz\u00e4hler nahegekommen, um dann f\u00fcr immer meine Freunde zu bleiben, zu denen ich immer wieder zur\u00fcckkehrte: vor allem Gottlieb Keller, Eduard M\u00f6rike, Otto Ludwig, Storm (mit starken Vorbehalten) usw.\u201c<\/p>\n<p>Zwei weitere Vorg\u00e4nge geh\u00f6ren in den Kontext des Berliner Semesters. Im Herbst 1906 ver\u00f6ffentlichte Wilhelm Schleu\u00dfner, Professor an der Oberrealschule in Mainz, einen dreiteiligen Artikel \u00fcber Antonio Fogazzaro (Foto 3) in den \u201eHistorisch-politischen Bl\u00e4ttern f\u00fcr das katholische Deutschland\u201c. Darin kennzeichnet er den noch lebenden Antonio Fogazzaro (1842\u20131911) als die \u201ebedeutendste Pers\u00f6nlichkeit der gegenw\u00e4rtigen italienischen Literatur\u201c. Das bisher unbemerkte Detail: Der Autor gibt f\u00fcr zwei \u00dcbersetzungen in den Fu\u00dfnoten ausdr\u00fccklich Romano Guardini als \u00dcbersetzer an. In einem anonymen Nachruf f\u00fcr Wilhelm Schleu\u00dfner 1927 im \u201eMainzer Journal\u201c hei\u00dft es dazu:\u00a0\u201eZwei Namen charakterisieren diese Tafelrunde und Schleu\u00dfners Einsatz dabei wohl ganz gut: Dr. K. Neund\u00f6rfer und Dr. Guardini. Wer z.B. wei\u00df, da\u00df in diesen Stunden Schleu\u00dfners Artikel in den Historisch-politischen Bl\u00e4ttern \u00fcber bezw. gegen Fogazzaro ihre ersten Keime fanden, wei\u00df, wie fruchtbar diese kleine \u201eAkademie\u201c war.\u201c<\/p>\n<p>Damit r\u00fcckt dieser Artikel durch die Co-Autorenschaft Guardinis an die Spitze seiner Prim\u00e4rbibliographie. Das Prek\u00e4re nun an dieser Mitwirkung am Artikel Schleu\u00dfners: Ein Jahr zuvor, 1905 hatte die katholische Kirche Fogazzaros Werk \u201eIl santo\u201c auf den \u201eIndex Librorum Prohibitorum\u201c gesetzt.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem ist 1907 im Berliner Pan-Verlag des j\u00fcdischen Schriftstellers Hans Landsberg Guardinis Gedicht- und Briefsammlung \u201eMichaelangelo\u201c erschienen. Vermutlich hat er schon vor dem Berliner Semester mit der \u00dcbersetzung der Briefe begonnen. F\u00fcr einige Sonette kann er auf noch nicht ver\u00f6ffentlichte \u00dcbersetzungen der anerkannten Dante-, Petrarca-, Carducci-, aber auch Edgar Allen Poe-\u00dcbersetzerin Bettina Jacobson (1841\u20131922) zur\u00fcckgreifen. Von Hans Landsberg aus gehen wiederum Verbindungen sowohl zu Berliner Literatur-Kreisen, zu denen die Ettlingers und die Moests geh\u00f6ren, aber auch zu den Kreisen, zu denen Simmel und W\u00f6lfflin geh\u00f6ren. Die Kunsthistorikerin Yvonne Dohna-Schlobitten betont in ihren letzten Publikationen v\u00f6llig zu Recht, dass Guardini hier durch seine Auswahl, seine Anordnung und seine Kommentierung eine Gestalt- und Werk-Anschauung leistet, die bereits alle Grundlagen seiner sp\u00e4teren Weltanschauungslehre enth\u00e4lt.<\/p>\n<h3>Der Theologiestudent in Freiburg, T\u00fcbingen und Mainz 1906 \u20131910<\/h3>\n<p>Neue Funde werden f\u00fcr die Zeit seines Theologiestudiums in Freiburg, T\u00fcbingen und Mainz wieder rarer. F\u00fcr das Freiburger Sommersemester gibt es nach wie vor keinen \u201eliterarischen\u201c Treffer. Mit dem Eintrag \u201eT\u00fcb. 10.3.07\u201c steht in der Privatbibliothek im Schloss Suresnes W. v. K\u00fcgelgens \u201eJugenderinnerungen eines alten Mannes\u201c. In einem Brief an Josef Weiger vom November 1908 verweist Guardini auf John Ruskins \u201eMenschen Untereinander\u201c. F\u00fcr seine Zeit im Mainzer Priesterseminar ist relevant, dass er 1911 anonym eine Rezension in den Historisch-Politischen Bl\u00e4ttern ver\u00f6ffentlicht hat unter dem Titel: \u201eDas Interesse der deutschen Bildung an der Kultur der Renaissance\u201c. Dabei handelt es sich um eine Rezension zu: Francesco Matarazzos \u201eChronik von Perugia\u201c und zu Francesco Petrarcas \u201eBrief an die Nachwelt; Gespr\u00e4che \u00fcber die Weltverachtung; Von seiner und anderer Leute Unwissenheit\u201c. Letzterer Band wurde \u00fcbersetzt und eingeleitet von seinem T\u00fcbinger Mitstudenten und Freund Hermann Hefele. Beide B\u00e4nde sind 1910 reich illustriert im Diederichs Verlag erschienen.<\/p>\n<h3>Der Promotionsstudent in Freiburg 1912 bis 1915<\/h3>\n<p>In der Freiburger Promotionszeit hat Guardini im damaligen\u00a0Collegium Sapientiae\u00a0an der Karth\u00e4userstr. 41 wohl als Ausgleich zu seiner Studienliteratur \u00fcber Bonaventura wieder vermehrt allgemeine Literatur gelesen. Die meisten Hinweise stammen aus den von Gerl-Falkovitz 2008 herausgegebenen Briefen an Josef Weiger. Diesem gibt Guardini im Februar 1913 die Empfehlung: \u201eaber Du sollst den Reuter und Raabe auch lesen. [\u2026] Raabes Eulenpfingsten kommt erst sp\u00e4ter, mu\u00df gebunden werden.\u201c Ein Brief im Dezember 1913 berichtet von der eigenen Raabe-Lekt\u00fcre. Zu Raabe findet sich im dritten Lebensbericht jetzt ein aufschlussreicher Verweis:\u00a0\u201eIn meiner zweiten Freiburger Zeit kam, auf die Anregung von E.M. Roloff Wilhelm Raabe hinzu, der mir lange Zeit hindurch sehr wichtig war. An\u201c diesem Erz\u00e4hler \u201ehabe ich die Intensit\u00e4t der Vorstellung, der Klarheit der Form und die F\u00fclle der Sprache geliebt, auch die gewisse Abgeschlossenheit und Beschaulichkeit der Stimmung.\u201c\u00a0Dieser Anreger Ernst Max Roloff war \u201eLeibbursch\u201c Guardinis in der Freiburger katholischen Studentenverbindung Unitas w\u00e4hrend des Promotionsstudiums. Er war Herausgeber des \u201eLexikon der P\u00e4dagogik\u201c. An mehreren Artikeln Roloffs hat Guardini als ungenannter \u201eGhostwriter\u201c mitgeschrieben.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Zeitraum zwischen Juni 1913 und Juli 1914 finden sich noch folgende Hinweise auf Brentano, die Gedichtsammlung \u201eDer geistliche Mai. Marienlieder aus der deutschen Vergangenheit\u201c, die ausgew\u00e4hlten Gedichte von Detlev von Liliencron, den von Hermann Hesse ausgew\u00e4hlten Band \u201eDer Zauberbrunnen. Die Lieder der deutschen Romantik, Richard Wagners \u201eJesus von Nazareth\u201c und auf \u201eGoethes Briefe an Frau von Stein\u201c.<\/p>\n<p>Dass Guardini sich in diesen Jahren viel mit alten und gesammelten Sagen und M\u00e4rchen, aber auch mit sagenhafter und m\u00e4rchenhafter Erz\u00e4hlkunst der Romantik und Gegenwart besch\u00e4ftigt hat, zeigen seine beiden, leider noch nicht wieder in der Werkausgabe zug\u00e4nglichen Empfehlungen, wie man sich am besten mit Sagen und M\u00e4rchen besch\u00e4ftigt, ein wenig \u00e4hnlich zu seinem Aufsatz \u00fcber die Besch\u00e4ftigung mit der Kunst von 1912. Diese Empfehlungen finden sich 1918 unter dem Pseudonym \u201eDr. Anton W\u00e4chter\u201c in Monatsschrift \u201eHeliand\u201c. Ebenfalls als \u201eAnton W\u00e4chter\u201c erschien 1920 in der Zeitschrift \u201eDer W\u00e4chter\u201c ein Rezensionsaufsatz \u201eThule oder Hellas? Klassische oder deutsche Bildung?\u201c Die darin besprochenen, seit 1911 im Diederichs-Verlag erschienenen B\u00e4nde der Thule-Reihe stehen in Guardinis Privatbibliothek und sind mit Eintragungen durchgearbeitet. Aufgrund des in mehreren B\u00e4nden enthaltenen Ex libris-Stempel \u201eR. A. Guardini Sac.\u201c, den er nur zwischen 1913 und 1915 verwendet hat, kann man schlie\u00dfen, dass die B\u00e4nde \u00fcberwiegend zu seiner Freiburger Lekt\u00fcre geh\u00f6ren.<\/p>\n<h3>Conclusio<\/h3>\n<p>Guardini hat sich also in seiner fr\u00fchen Zeit besonders stark mit \u201eumstrittener\u201c zeitgen\u00f6ssischer Literatur besch\u00e4ftigt. Ausdr\u00fccklich betont er die Bedeutung Thomas Manns. Auch mit der Literatur der Antike, des Mittelalters und der Renaissance setzt Guardini sich viel auseinander, besonders in den entsprechenden Ausgaben des Eugen Diederichs-Verlags. Ein besonderes Augenmerk legt er von Beginn an auch auf M\u00e4rchen und Sagen bzw. m\u00e4rchenhafte und sagenhafte Literatur. Dar\u00fcber hinaus liest er viel B\u00fccher \u201ereformkatholischer\u201c Autoren. Hinzu kommt die Lekt\u00fcre der Zeitschriften \u201eNeue Rundschau\u201c und \u201eHochland\u201c. Im Blick auf seine Mainzer Seminarerfahrungen und die antimodernistischen Haltungen in der r\u00f6misch-katholischen Kirche bleibt er mit eigenen \u00c4u\u00dferungen zu seinen Lekt\u00fcrefr\u00fcchten vorsichtig und ver\u00f6ffentlicht die ersten eigenen Texte dazu anonym oder pseudonym. Insgesamt wird dabei seine eigene expressionistische und ph\u00e4nomenologische Haltung in Wesens- und Stilfragen deutlich. All diese \u201eliterarischen Kunstwerke\u201c erf\u00e4hrt er schlie\u00dflich als \u201edie Br\u00fccke zu der Welt, die einst kommen SOLL\u201c. Die im Kunstwerk liegende eschatologische \u201eVerhei\u00dfung\u201c geh\u00f6rt f\u00fcr Guardini zum \u201eWesen des Kunstwerks\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>The main sources for Romano Guardini's early personal literary history are the reports on my life written in Mooshausen from 1943 to 1945. Two of them were published in 1984. A third, dated 7 March 1945, is as yet unpublished, but contains the most important and \"new\" insights for the question at hand. 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