{"id":32129,"date":"2023-07-17T14:33:09","date_gmt":"2023-07-17T12:33:09","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=orlando-di-lasso-vermaechtnis"},"modified":"2024-12-13T15:06:18","modified_gmt":"2024-12-13T14:06:18","slug":"er-machte-muenchen-zur-musikmetropole-ein-international-erfolgreicher-komponist-fand-seine-heimat-in-bayern","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/er-machte-muenchen-zur-musikmetropole-ein-international-erfolgreicher-komponist-fand-seine-heimat-in-bayern\/","title":{"rendered":"He turned Munich into a music metropolis"},"content":{"rendered":"<p>Es steht fest: Bei Orlando di Lasso haben wir es mit einem der bedeutendsten Komponisten der zweiten H\u00e4lfte des 16. Jahrhunderts zu tun, vielleicht \u00fcberhaupt mit dem gr\u00f6\u00dften Musiker seiner Zeit. Dass ein Komponist seines Ranges eine Gesamtausgabe verdient hat, steht au\u00dfer Zweifel. Im Jahr 2021 ist die von der Bayerischen Akademie der Wissenschaften betreute Ausgabe fertiggestellt worden ist. Sie kann auf eine lange und komplexe, mitunter schwierige, gerade deshalb aber auch spannende Entstehungsgeschichte zur\u00fcckblicken, insgesamt auf eine Erfolgsgeschichte, \u00fcber die im Folgenden zu berichten ist. Zudem sei ein Einblick in die Arbeit gegeben, quasi in die Werkstatt, in der so eine Ausgabe entsteht und auf welche mitunter faszinierenden Ergebnisse man kommen kann.<\/p>\n<h3>Zu seinem Leben<\/h3>\n<p>Lasso hat als Hofkapellmeister der bayerischen Herz\u00f6ge Albrecht und Wilhelm M\u00fcnchen erstmals zu einer Musikstadt von europ\u00e4ischem Rang gemacht. Zun\u00e4chst sei er kurz vorgestellt; die nach wie vor g\u00fcltige Biographie hat Horst Leuchtmann im Jahr 1976 vorgelegt. Das Geburtsjahr Lassos wissen wir nicht; es kann 1530 oder 1532 gewesen sein; gelegentlich wird auch 1531 angegeben, so bei Annie Coeurdevey in ihrer Biographie zu Lasso aus dem Jahr 2003.<\/p>\n<p>Seine Jugend war abenteuerlich. Er war als Kind wohl schon ein exzellenter S\u00e4nger, weswegen er aus dem Chorknabeninternat in seiner Heimatstadt Mons in der Wallonie dreimal entf\u00fchrt wurde. Ein \u00fcbrigens durchaus \u00f6fter praktiziertes Verfahren; Lasso war beileibe nicht der einzige, dem das widerfuhr. Wilhelm V., Lassos zweiter \u201eChef\u201c am M\u00fcnchner Hof, empfahl seinem Rat Anselm St\u00f6ckl, auf eben diese Weise Chorknaben zu beschaffen. Lasso selbst wurde zweimal von seinen Eltern zur\u00fcckgeholt, bei der dritten Entf\u00fchrung \u2013 im Jahr 1544, als er 12 oder 14 Jahre alt war \u2013 blieb er bei seinem Entf\u00fchrer, dem Vizek\u00f6nig von Sizilien und kaiserlichen Feldherrn Ferrante Gonzaga und folgte diesem nach Palermo und nach Mailand.<\/p>\n<p>Seit 1549 lebte er f\u00fcr etwa drei Jahre in Neapel. 1551, im zarten Alter von 19 oder 21 Jahren, wurde er Kapellmeister an San Giovanni in Laterano in Rom. Diesen Posten gab er 1554 auf, um seine kranken Eltern zu besuchen, die er jedoch nicht mehr lebend antraf. Anschlie\u00dfend reiste er nach Frankreich und wohl auch nach England; danach lie\u00df er sich als freischaffender K\u00fcnstler in Antwerpen nieder, wo er sich im Kreis reicher Familien bewegte und sicherlich auf deren M\u00e4zenatentum und Wohlwollen angewiesen war. In diese Zeit fallen auch die ersten Drucke mit seiner Musik: Motetten, Madrigale und Chansons, womit er schon zu Beginn seiner Karriere Vielseitigkeit unter Beweis stellte.<\/p>\n<p>Freischaffend in Antwerpen, das war nat\u00fcrlich l\u00e4ngerfristig keine Perspektive. Lasso brauchte und suchte eine feste Stelle. Sein erster Druck mit Motetten, 1556 bei Johannes Latio in Antwerpen erschienen, ist dem Bischof von Arras Antoine Perrenot de Granvelle gewidmet, eine Pers\u00f6nlichkeit, von der \u00fcbrigens Friedrich Schiller in seiner Geschichte des Abfalls der Vereinigten Niederlande von der spanischen Regierung ein nicht gerade schmeichelhaftes Portrait gezeichnet hat. Lasso hatte wohl die Absicht, sich damit an die Kantorei der Kathedrale von Arras zu bewerben; vielleicht strebte er gar eine Stelle bei Philipp II. von Spanien an. So kam es nicht; \u00fcber Granvelle und die Fugger wurde ein Kontakt zum M\u00fcnchner Hof hergestellt; ab Herbst 1556 lebte Lasso in M\u00fcnchen, wie Ignace Bossuyt nachweisen konnte.<\/p>\n<p>Sein erstes Gehalt wird ihm 1557 ausbezahlt; er erh\u00e4lt 180 Gulden, und damit mehr als der Hofkapellmeister Ludwig Daser, der mit 150 Gulden zufrieden sein musste. Dies deutet auf eine von Beginn an herausgehobene Stellung Lassos. Trotzdem scheint er sich in M\u00fcnchen zun\u00e4chst nicht wirklich wohl gef\u00fchlt zu haben, wie diverse Briefwechsel bezeugen. Er war sicherlich auch nicht der Wunschkandidat Herzog Albrechts V., dessen Lieblingskomponist Cipriano de Rore war.<\/p>\n<p>Lasso wird sich aber bald eingew\u00f6hnt haben, denn schon 1558 heiratet er Regina W\u00e4ckinger, die Zofe der Herzogin Anna. Und auch Albrecht wird rasch Lassos Genie erkannt haben; er erteilte ihm diverse Kompositionsauftr\u00e4ge, darunter die Vertonung der\u00a0Sieben Bu\u00dfpsalmen, \u00fcberliefert in einem zweib\u00e4ndigen, aufw\u00e4ndig Seite f\u00fcr Seite ausgemalten Chorbuch in der Bayerischen Staatsbibliothek. Auch ein mutma\u00dflich auf die Herzogin bezogenes Gedicht\u00a0Anna, mihi dilecta, veni\u00a0ist wohl als Auftragskomposition Albrechts in Lassos fr\u00fcher M\u00fcnchner Zeit zu verstehen; es ist \u2013 beeinflusst von Cipriano de Rores Stil \u2013 hochchromatisch komponiert. Und es f\u00e4llt auf, dass Lasso die Motette erst nach Herzog Albrechts Tod 1579 publiziert hat; Albrecht hat das St\u00fcck also mutma\u00dflich f\u00fcr den Gebrauch nur bei Hof reserviert, was damals durchaus \u00fcblich war. Auch die\u00a0Bu\u00dfpsalmen\u00a0waren \u00fcbrigens f\u00fcr den M\u00fcnchner Hof vorbehalten; dennoch gelang es dem Schreiber, der die Noten in das erw\u00e4hnte reich illuminierte Chorbuch eingetragen hat, Teile davon aus dem Hof herauszuschmuggeln. Zur Wut des Herzogs, der den entflohenen \u00dcbelt\u00e4ter bestraft wissen wollte.<\/p>\n<p>Mit seiner Anstellung in M\u00fcnchen endet Lassos vorher doch recht unstetes Leben, da er hier bis zu seinem Tod am 14. Juni 1594 ans\u00e4ssig war. Zwar war er immer wieder auf Reisen: Mehrmals begleitete er den Herzog mit Musikern der Hofkapelle zu Reichstagen und \u00e4hnlichen politischen Ereignissen. Auch allein reiste er im herzoglichen Auftrag: Im Jahr 1573 nach Wien zu Kaiser Maximilian II., um diesem Geschenke Albrechts V. zu \u00fcbergeben, oder auch, um S\u00e4nger und Musiker f\u00fcr den M\u00fcnchner Hof anzuwerben. Und 1571 ging Lasso nach Paris; er musste dem Herzog aber versprechen, nach M\u00fcnchen zur\u00fcckzukehren. Eine Aufstockung des Gehalts wird Lasso die R\u00fcckkehr wohl erleichtert haben. Die letzte gro\u00dfe Reise des im Alter sehr fromm gewordenen Komponisten d\u00fcrfte im Herbst 1585 eine Wallfahrt nach Loreto gewesen sein, von der eine Votivtafel mit einem Kanon \u00fcber\u00a0Sancta Maria, ora pro nobis\u00a0erhalten ist, die erst vor einigen Jahren entdeckt wurde, aber noch in die Gesamtausgabe (Band 11, S. 195 und S. CXIV) aufgenommen werden konnte.<\/p>\n<p>Trotz vieler Reisen war M\u00fcnchen Lassos Lebensmittelpunkt. Davon zeugt die erw\u00e4hnte Ehe mit Regina W\u00e4ckinger, aus der auch zwei Kinder, Ferdinand und Rudolph, hervorgingen, die sp\u00e4ter auch Musiker wurden. Davon zeugt auch die Freundschaft mit dem Erbprinzen Wilhelm, die durch zahlreiche Briefe Lassos an den Prinzen dokumentiert ist. 1562 oder 1563 wurde er Hofkapellmeister. 1567 erwarb Lasso sein erstes Haus auf dem Platzl in der Graggenau, 1581 kam ein zweites Haus hinzu; beide stehen auf dem Grund, an dem 1899\/1900 das Orlando-Haus erbaut wurde. Als er 1580 einen Ruf auf die Hofkapellmeisterstelle in Dresden erhielt, lehnte er ab. Er werde allm\u00e4hlich alt, lie\u00df der 48- oder 50-J\u00e4hrige den s\u00e4chsischen Kurf\u00fcrsten August wissen, au\u00dferdem habe er Grundbesitz. In der Tat besa\u00df Lasso \u00fcber seine zwei M\u00fcnchner H\u00e4user hinaus Immobilien, so in Sch\u00f6ngeising und in Putzbrunn. Er war also, das kann man getrost sagen, ein wohlhabender Mann.<\/p>\n<p>1590 oder 1591 erlitt er einen gesundheitlichen Zusammenbruch, vielleicht einen Schlaganfall. Er hat zwar \u00fcberlebt und konnte weiterkomponieren, weil der herzogliche Leibarzt Thomas Mermann ihn behandelt hat; einige seiner bedeutendsten Kompositionen, so die\u00a0Lagrime di San Pietro, stammen aus der Zeit danach. Seine Frau Regina berichtet aber 1595 in einem Brief an Wilhelm V., dass er \u201enit mer wie var Recht frelig warn alzeit stil vnd vil von seinem dot geredt\u201c hat. Mit der Fr\u00f6hlichkeit Lassos war es also vorbei, in seinen letzten Jahren muss er melancholisch, wenn nicht gar depressiv gewesen sein; offenbar hatte er den herannahenden Tod vor Augen.<\/p>\n<h3>Zum Werk<\/h3>\n<p>Lasso war au\u00dferordentlich produktiv. Die Gesamtausgabe umfasst stolze 47 B\u00e4nde. Das Werkverzeichnis z\u00e4hlt 1197 zwischen 1555 und 1622 erstgedruckte Kompositionen und 162 zeitgen\u00f6ssisch nur handschriftlich \u00fcberlieferte Werke; nur bei wenigen S\u00e4tzen ist Lassos Autorschaft anzuzweifeln. 1197 gedruckte Kompositionen, die in insgesamt 483 derzeit bekannten Drucken aus den Jahren 1555 bis 1687 \u00fcberliefert sind \u2013 die vielen instrumentalen Bearbeitungen sind dabei nicht mitgez\u00e4hlt \u2013 das ist immens. Seine Werke sind u. a. in M\u00fcnchen, N\u00fcrnberg, Paris, Antwerpen, Venedig, Rom, Mailand, Stra\u00dfburg erschienen. Einige St\u00fccke waren in 25 und mehr Drucken \u00fcberliefert; um seine Werke f\u00fchrten Verleger gegeneinander Prozesse, wie Leuchtmann in seiner Biographie schreibt. Auch die handschriftliche Verbreitung von Lassos \u0152uvre ist exorbitant; die Datenbank\u00a0Orlando di Lasso, seine Werke in handschriftlicher \u00dcberlieferung, listet derzeit \u00fcber 1500 Quellen auf.<\/p>\n<p>Lasso hat alle wesentlichen zeitgen\u00f6ssischen musikalischen Gattungen bedient: Mehr als 500 Motetten hat er komponiert, dazu ca. 175 Madrigale und andere Kompositionen mit italienischem Text, etwa 150 franz\u00f6sische Chansons, knapp 100 deutsche Lieder und Psalm-Vertonungen. 70 Messen wurden ihm zugeschrieben; einige stammen nachweislich nicht von ihm, bei etlichen ist seine Autorschaft unklar. Sein Werk umfasst zudem \u00fcber 100 Magnificat, vier Passionen sowie viele kleinere Kirchenwerke wie Ges\u00e4nge f\u00fcr das Messproprium oder Hymnen. Eine Spezialit\u00e4t Lassos sind Zyklen wie die\u00a0Prophetiae Sibyllarum\u00a0und die\u00a0Bu\u00dfpsalmen, au\u00dferdem die\u00a0Lagrime di San Pietro, dazu Lesungen zu Weihnachten sowie aus dem biblischen Buch Hiob und Lamentationen nach Jeremias.<\/p>\n<p>Alle stilistischen Mittel seiner Zeit standen ihm zur Verf\u00fcgung. Er mischt unterschiedliche Stile und Satzweisen innerhalb eines Werks; er setzt auf Kontraste: Ausgefeilte Imitation steht neben blockhaft homophoner Kompositionsweise; Vortrag auf langen Notenwerten wird gegen rasch abzusingende Phrasen gesetzt; syllabische Deklamation und weit ausschwingende Melismatik k\u00f6nnen sich gegen\u00fcberstehen; extrem hohe kann gegen sehr tiefe Stimmlage gestellt sein; expressiv gestaltete Stimmen stehen synchron zu ruhig verlaufenden Stimmen, etc. Angesichts dieses Befundes hat mein Vorg\u00e4nger bei der Lasso-Ausgabe Horst Leuchtmann der Musik Lassos \u201ebeseelte Verr\u00fccktheit\u201c attestiert.<\/p>\n<p>Die stilistische Vielfalt dient nicht zuletzt der Textausdeutung, f\u00fcr die Lasso bei den Zeitgenossen hochgesch\u00e4tzt war \u2013 der Komponist und Theoretiker Michael Praetorius r\u00fchmt ihn daf\u00fcr. Zudem \u00fcberschritt er oft die stilistischen Grenzen der zeitgen\u00f6ssischen Gattungen. So finden sich in Motetten immer wieder aus dem Madrigal entlehnte Stilmittel: Im Madrigal wird der Text meist sehr affektbezogen in Musik gesetzt; sogenannte \u201eMadrigalismen\u201c intensivieren in der Motette die Textausdeutung. Des Weiteren gestaltet er deutsche Lieder nach Art einfacher franz\u00f6sischer oder italienischer Satztypen. Er wurde damit zu einem Wegbereiter der Internationalisierung des Stiles in der Zeit um 1600.<\/p>\n<h3>Zur Gesamtausgabe von Lassos Werken<\/h3>\n<p>Im fr\u00fchen 19. Jahrhundert begann man sich intensiv mit der Musik des 16. Jahrhunderts zu besch\u00e4ftigen; insbesondere die Werke Palestrinas wurden damals als die ideale Kirchenmusik angesehen. F\u00fcr Palestrina gibt es in Rom eine bis heute ungebrochene Auff\u00fchrungstradition, er war nie in Vergessenheit geraten; dies d\u00fcrfte einer der Gr\u00fcnde daf\u00fcr sein, dass seine Musik Vorbildcharakter zugesprochen bekam, dass ihm schlie\u00dflich eine Gesamtausgabe gewidmet wurde, deren 33 B\u00e4nde von 1862 bis 1907 erschienen sind. Lasso hat keine durchg\u00e4ngige Auff\u00fchrungstradition erlebt. Ganz vergessen war er aber nie. Zahlreiche Werke sind noch bis weit ins 17. Jahrhundert hinein \u00fcberliefert; der letzte Druck mit einer seiner Messen stammt aus dem Jahr 1687. In vielen musiktheoretischen Werken werden Kompositionen aus seiner Feder als Beispiele verwendet; noch im Jahr 1765, neun Jahre nach der Geburt von Wolfgang Amadeus Mozart, beschrieb Giuseppe Paolucci in einem Lehrwerk einen zweistimmigen Satz Lassos. Und schon im 18. Jahrhundert wurden in Einzelstimmen \u00fcberlieferte Kompositionen des M\u00fcnchner Hofkapellmeisters von interessierten Musikern zu Studienzwecken in Partitur geschrieben.<\/p>\n<p>Erste \u00dcberlegungen zu einer Gesamtausgabe entstanden in der Mitte des 19. Jahrhunderts, die jedoch allesamt scheiterten. So wollte der Arzt, Geistliche und Musikwissenschaftler Carl Proske die Motetten Lassos edieren; fast alle der mehr als 500 St\u00fccke hat er im Jahr 1842 aus Einzelstimmen in Partitur geschrieben. Die Originalquellen f\u00fcr die Musik des 16. Jahrhunderts bestehen nahezu ausschlie\u00dflich aus Einzelstimmen, zeitgen\u00f6ssische Partituren sind die gro\u00dfe Ausnahme. F\u00fcr seine Partituren hat Proske das\u00a0Magnum opus musicum\u00a0als Vorlage benutzt. Dieser Druck ist eine Art \u201eGesamtausgabe\u201c von Lassos Motetten, die dessen S\u00f6hne Ferdinand und Rudolph 1604 beim M\u00fcnchner Verleger Nikolaus Heinrich in sechs B\u00fcchern mit den einzelnen Stimmen herausgebracht hatten.<\/p>\n<p>Proske war eine der zentralen Figuren der kirchenmusikalischen Reformbewegung im 19. Jahrhundert, die die Musik des 16. Jahrhunderts als ideal f\u00fcr die Liturgie ansahen. Innerhalb eines Jahres etwa 500 Motetten in Partitur zu schreiben: das ist eine ungeheure Leistung, wenn man sich klarmacht, dass die Motetten innerhalb der jetzt fertiggestellten Gesamtausgabe 11 B\u00e4nde und zusammengerechnet etwa 2000 Notenseiten umfassen. Proske selbst konnte nur einige wenige St\u00fccke davon publizieren. Franz Xaver Witt, der ebenfalls ein Anh\u00e4nger der Reformbewegung war, unternahm 1863 einen Vorsto\u00df in Sachen Lasso-Gesamtausgabe beim Verlag Breitkopf und H\u00e4rtel; dort sah man indes nur geringe Chancen.<\/p>\n<p>Weitere Initiativen scheiterten, so auch diejenige von Julius Joseph Maier. Er war Konservator der Musiksammlung der K\u00f6niglichen Hofbibliothek (der heutigen Bayerischen Staatsbibliothek) und hatte 1858, wie vorher schon Proske, Pl\u00e4ne zu einer Edition von Lassos Motetten. Erst 1881 zeigte der Verlag Breitkopf und H\u00e4rtel Interesse, da die 1862 bei eben diesem Verlag begonnene Palestrina-Ausgabe offenbar erfolgreich lief. Die Finanzierung f\u00fcr Lasso erwies sich jedoch als schwierig: Subskriptionsaufrufe f\u00fcr eine geplante Gesamtausgabe stie\u00dfen jedenfalls auf wenig Interesse. Einem heute in der Bisch\u00f6flichen Zentralbibliothek in Regensburg aufbewahrten Brief Maiers vom 11. Februar 1882 an den Verlag ist zu entnehmen, dass ohne Hilfe durch die bayerische Regierung die Aufgabe nicht durchf\u00fchrbar sei. Die Regierung war f\u00fcr den Plan aber nicht zu gewinnen. Und in Maiers Brief wird erstmals die Bayerische Akademie der Wissenschaften im Zusammenhang mit einer Lasso-Ausgabe ins Spiel gebracht. Doch auch hier sah Maier schwarz: Er schrieb an den Verlag: \u201eDie der bayr.[ischen] Akademie der Wissenschaften zu Gebot stehenden Mittel seien so karg gemessen, da\u00df sie kaum f\u00fcr die dieser Anstalt allein nahe liegenden rein wissenschaftlichen Unternehmungen ausreichend seien.\u201c Im Jahr 1882 gab es also keine Chance, die Akademie ins Boot zu holen.<\/p>\n<p>Erst 1894 konnte eine Gesamtausgabe begonnen werden. Maiers Nachfolger als Kustos der Musiksammlung der K\u00f6niglichen Bibliothek Adolf Sandberger, der \u00fcbrigens sp\u00e4ter der erste Ordinarius f\u00fcr Musikwissenschaft an der M\u00fcnchner Universit\u00e4t werden sollte, und der Gr\u00fcnder und Leiter der Kirchenmusikschule Regensburg Franz Xaver Haberl konnten im Einvernehmen mit dem Verlag die Ausgabe 1894 beginnen, im 300. Todesjahr Lassos. Bis 1927 kamen 21 B\u00e4nde auf den Markt, die heute sogenannte Alte Lasso-Gesamtausgabe.<\/p>\n<p>Vier Werkcorpora waren publiziert: Sandberger gab in f\u00fcnf B\u00e4nden die Kompositionen mit italienischem Text heraus; au\u00dferdem die franz\u00f6sischen Chansons in drei B\u00e4nden und schlie\u00dflich in zwei B\u00e4nden die deutschen Lieder. Haberl, von Beruf Pfarrer, zudem Musiker und Musikwissenschaftler, wie Proske und Witt ein Vertreter der am 16. Jahrhundert orientierten Kirchenmusikreform, gab zehn der elf Motettenb\u00e4nde heraus. Er konnte dabei auf die Partituren von Carl Proske zur\u00fcckgreifen; dessen Arbeit war also letztlich doch nicht umsonst gewesen und Haberl r\u00fchmt in der Einleitung zum ersten Motettenband Proskes Leistung. Den elften Band brachte Sandberger nach Haberls Tod heraus. Mit den 21 B\u00e4nden war etwa die H\u00e4lfte der Werke Lassos publiziert. Die Ausgabe wurde aus finanziellen Gr\u00fcnden abgebrochen. Damit war ein aus heutiger Sicht k\u00fchnes Unternehmen beendet, denn der im zweiten Band der Ausgabe enthaltene Editionsplan zeigt, dass man letztlich noch keinen vollen \u00dcberblick \u00fcber Lassos Gesamtwerk hatte.<\/p>\n<p>Erst nach dem Zweiten Weltkrieg nahm sich die Bayerische Akademie der Wissenschaften der Lasso-Ausgabe an. Der Musikwissenschaftler Rudolf von Ficker, Nachfolger Sandbergers als Ordinarius f\u00fcr Musikwissenschaft an der M\u00fcnchner Universit\u00e4t, wurde 1949 in die Akademie gew\u00e4hlt und gr\u00fcndete daraufhin die Musikhistorische Kommission, und schon 1951 berichtet das Jahrbuch der Akademie von Bestrebungen, die Lasso-Ausgabe fortzuf\u00fchren, was bei Breitkopf und H\u00e4rtel aber nicht m\u00f6glich war. Deshalb lesen wir im Akademie-Jahrbuch 1955 \u00fcber Verhandlungen mit dem B\u00e4renreiter-Verlag, der schlie\u00dflich von 1956 bis 1995 in 26 B\u00e4nden die sogenannte Neue Reihe herausgab, die alles das umfasst, was in der Alten Gesamtausgabe fehlte, also die 70\u00a0Messen, die \u00fcber 100\u00a0Magnificat, die diversen Zyklen etc. Die Neue Reihe basiert auf dem gesamten gedruckten und wichtigem handschriftlichen Quellenmaterial. Jeder Band enth\u00e4lt eine Einleitung zu den enthaltenen Werken, die Editionsrichtlinien, ein Verzeichnis sowie eine Beschreibung der Quellen, einen Kritischen Bericht und schlie\u00dflich einen Abbildungsteil. Sie entspricht damit den Anforderungen an eine moderne kritische Gesamtausgabe.<\/p>\n<p>Diesen Ma\u00dfst\u00e4ben gen\u00fcgten die in den Jahren 1894 bis 1927 entstandenen alten B\u00e4nde aber nicht, da dort f\u00fcr die Edition jeweils nur eine (und meist nicht die beste) Quelle herangezogen worden war. Eine Revision der Alten Ausgabe wurde deshalb ins Auge gefasst, um diese auf ein Niveau zu heben, das den heutigen Anforderungen entspricht. Diese Neuausgabe nahm nun doch der Verlag Breitkopf und H\u00e4rtel in sein Programm auf. 1958 begann Horst Leuchtmann mit vorbereitenden Quellenforschungen, wie das Jahrbuch der Akademie mitteilt. Diese Arbeiten f\u00fchrten letztendlich zur 2001 erschienenen dreib\u00e4ndigen Bibliographie der Drucke mit Musik Lassos.<\/p>\n<p>Leuchtmann legte in den Jahren 1968 bis 1990 acht revidierte B\u00e4nde der alten Ausgabe vor, lediglich zwei B\u00e4nde mit italienisch textierten Werken stammen nicht von ihm. Leuchtmann schrieb zudem die ma\u00dfgebliche Biographie Lassos und gab dessen an den Prinz Wilhelm gerichtete Briefe heraus, um nur zwei seiner wichtigsten Publikationen zu nennen. 1996 wurde es meine Aufgabe, zun\u00e4chst die Bibliographie der Lasso-Drucke fertigzustellen, sodann die elf Motetten-B\u00e4nde der Alten Ausgabe neu zu edieren. 2003 erschien der erste Motettenband, und im Fr\u00fchjahr 2022 wird der elfte und letzte Band gedruckt vorliegen.<\/p>\n<h3>Wissenschaftliches Vorgehen<\/h3>\n<p>Wie erstellt man eine wissenschaftliche Ausgabe? Der Vorgang ist im Prinzip einfach: Das Sammeln der Quellen f\u00fcr ein St\u00fcck steht am Anfang. Danach vergleicht man die Quellen und w\u00e4hlt aus den Drucken und Handschriften die beste aus, schlie\u00dflich ediert man das St\u00fcck anhand dieser Quelle. Das kann der \u00e4lteste Druck sein; falls dieser qualitativ nicht taugt, greift man auf einen sp\u00e4teren Druck oder eine Handschrift zur\u00fcck. Bei Lasso haben wir das Gl\u00fcck, dass es von ihm selbst benutztes Auff\u00fchrungsmaterial in der Bayerischen Staatsbibliothek gibt, in das er in einem Fall auch selbst Korrekturen bei der Textunterlegung eingetragen hat. Die Abbildung unten rechts zeigt das in kleiner, zierlicher Handschrift geschriebene \u201eEt Dum fleret monumentum\u201c. Notenautographe von ihm haben wir leider nicht.<\/p>\n<p>Wenn der Notentext erstellt ist, verfasst man den kritischen Bericht, der die diversen Abweichungen der Quellen voneinander auflistet. Das geschieht durch einen exakten Vergleich aller herangezogenen Quellen. Der kritische Bericht kann unter Umst\u00e4nden ziemlich umfangreich ausfallen. Da Lasso \u00e4u\u00dferst breit \u00fcberliefert ist, konnte es schon vorkommen, dass insgesamt bis zu 30 Quellen f\u00fcr ein St\u00fcck durchzuarbeiten waren. Das war die Ausnahme; aber mehr als 20 Quellen, gelegentlich auch ziemlich schlechte, waren keine Seltenheit.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich ist eine Einleitung zu schreiben, die meist \u00fcber Besonderheiten von St\u00fccken oder auch \u00fcber deren Verwendung berichtet, zudem \u00fcber St\u00fcckgruppen, \u00fcber Quellen- und \u00dcberlieferungsfragen etc. Der Textteil der B\u00e4nde enth\u00e4lt zudem eine exakte und oft umfangreiche Liste der herangezogenen Quellen; einige Seiten enthalten Faksimiles; abgedruckt sind jeweils die Einleitungen der urspr\u00fcnglichen Herausgeber, die in Anmerkungen kommentiert sind; am Ende eines jeden Bandes steht ein St\u00fcckregister und ein Literaturverzeichnis.<\/p>\n<p>An einem Beispiel sei nun erl\u00e4utert, wie die Arbeit konkret abl\u00e4uft und zu welchen oft spannenden Ergebnissen sie f\u00fchren kann. Die Abbildung auf der n\u00e4chsten Seite unten links zeigt einen Ausschnitt aus einem\u00a0Salve Regina\u00a0aus Mus.ms. 2748 der Bayerischen Staatsbibliothek; das St\u00fcck ist auf den 14. August 1581 datiert, wir haben die \u00e4lteste Quelle f\u00fcr die Komposition vor uns. Die Handschrift geh\u00f6rt zum Auff\u00fchrungsmaterial der M\u00fcnchner Hofkapelle, das St\u00fcck ist hier von Minimalia abgesehen fehlerfrei \u00fcberliefert, die Quelle liegt der Edition in Band 13 der Gesamtausgabe zugrunde.<\/p>\n<p>Doch betrachten wir die Handschrift n\u00e4her. Der Text beginnt mit \u201eSalve Regina, mater misericordiae\u201c, das ist der auch heute noch gebr\u00e4uchliche lateinische\u00a0Salve Regina-Text. Jeweils in der ersten Zeile einer jeden Stimme f\u00e4llt aber auf, dass der Text stellenweise sehr eng unterlegt ist, au\u00dferdem wirkt die Schrift an diesen Stellen jeweils blass. Auch die Noten sind dort enger gesetzt und blasser als sonst. Offenbar wurde also korrigiert. Urspr\u00fcnglich standen an dieser Stelle wohl ein anderer, k\u00fcrzerer Text und auch weniger Noten; es wurde deshalb weniger Platz ben\u00f6tigt.<\/p>\n<p>Bei der Ansicht der Quelle im Original war zu erkennen, was urspr\u00fcnglich geschrieben stand: Statt \u201eSalve Regina, mater misericordiae\u201c war \u201eSalve, Regina misericordiae\u201c zu lesen, \u201emater\u201c fehlte. Wie kam es dazu? Beim 1545 bis 1563 abgehaltenen Konzil von Trient war eine Liturgiereform beschlossen worden, die in den folgenden Jahrzehnten in den Di\u00f6zesen \u2013 nicht immer problemlos \u2013 durchgesetzt wurde. Dabei wurden verschiedene liturgische Texte ge\u00e4ndert; so auch das\u00a0Salve Regina, an dessen Beginn das Wort \u201emater\u201c eingef\u00fcgt wurde. Am M\u00fcnchner Hof wurde auf Gehei\u00df Herzog Wilhelms V. in den Jahren 1581 bis 1583 die neue Liturgie eingef\u00fchrt. Im Zug der Liturgiereform hatte Lasso zahlreiche neue Werke zu liefern, um die Musik an die neue Liturgie anzupassen.<\/p>\n<p>Die Marienverehrung steigert sich erheblich und deshalb hat er gerade in der Zeit der Liturgiereform am Hof zahlreiche marianische Antiphonen wie das\u00a0Salve Regina\u00a0komponiert. Offenbar hatte Lasso aber zun\u00e4chst den neuen, am Anfang ge\u00e4nderten Text noch nicht zur Verf\u00fcgung; er hat deshalb den alten Text vertont und ins Chorbuch eintragen lassen. Und nachdem man bemerkt hat, dass die Fassung nicht dem reformierten Text entsprach, hat man in der Quelle die Korrekturen vorgenommen. In der Gesamtausgabe habe ich Lassos urspr\u00fcngliche Fassung, also die Vertonung von \u201eSalve, Regina misericordiae\u201c ediert. Selbstverst\u00e4ndlich wird im kritischen Bericht dann die zweite Fassung als Notenbeispiel wiedergegeben. Die Einf\u00fcgungen gegen\u00fcber der urspr\u00fcnglichen Fassung sind in Klammern gesetzt.<\/p>\n<p>Gerade dieses\u00a0Salve Regina\u00a0Lassos, offenbar das beliebteste und verbreitetste aus seiner Feder, hat eine Reihe weiterer \u00c4nderungen \u00fcber sich ergehen lassen m\u00fcssen. Nur zwei Beispiele will ich erw\u00e4hnen. Im Jahr 1582 wurde das\u00a0Salve Regina\u00a0bei Adam Berg in M\u00fcnchen erstmals gedruckt; unterlegt ist der beim Konzil von Trient beschlossene Text \u201eSalve Regina, mater misericordiae\u201c. Lassos Musik war nicht nur bei den Katholiken, sondern auch bei den Protestanten beliebt und weit verbreitet. In der neuen Konfession wurden aber nicht alle Texte \u00fcbernommen. Nicht zuletzt auf Maria bezogene Texte wurden deshalb ge\u00e4ndert. Abgebildet ist das Exemplar des Erstdrucks von Lassos\u00a0Salve Regina\u00a0aus der evangelischen Lateinschule im th\u00fcringischen Saalfeld. Man hat den katholischen Originaltext gestrichen und handschriftlich durch Text ersetzt, der f\u00fcr evangelische Gottesdienste geeignet war; am Anfang wird \u201eSalve regina, mater misericordiae\u201c zu \u201eO Domine Jesu, fons misericordiae\u201c ge\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Protestantische Umtextierungen finden sich aber nicht nur handschriftlich in Drucke eingetragen oder \u00fcberhaupt in Handschriften. Im N\u00fcrnberger Druckhaus der Katharina Gerlach hat man unser\u00a0Salve Regina\u00a0von Haus aus protestantisch mit \u201eSalve aeterne pater misericordiae\u201c unterlegt. Ein Exemplar des N\u00fcrnberger Drucks aus dem Jahr 1588 zeigt jedoch eine Umtextierung des urspr\u00fcnglich protestantischen Textes. Es war im Besitz des Jesuitenkollegs Hildesheim. Da den Jesuiten mit dem evangelischen\u00a0Salve aeterne pater\u00a0nicht gedient war, wurde der evangelische Text rekatholisiert. Insgesamt sind f\u00fcr unser St\u00fcck sieben Textfassungen \u00fcberliefert: die \u00e4ltere und die reformierte katholische Fassung, zudem f\u00fcnf Umtextierungen f\u00fcr den Gebrauch in evangelischen Gottesdiensten, was letztlich zeigt, dass Lasso \u00fcberkonfessionell sehr gesch\u00e4tzt war.<\/p>\n<p>Das besprochene\u00a0Salve Regina\u00a0ist sicherlich ein herausragender Fall. Aber auch sonst st\u00f6\u00dft man permanent auf Neues: So findet man immer wieder Texte, die zum Teil gravierend von Lassos Original abweichen. Liebeslieder werden zu geistlichen Motetten umgestaltet. Parodien auf liturgische Texte werden entsch\u00e4rft. Deftige Texte, in denen vom Saufen die Rede ist, k\u00f6nnen durch liturgischen Text ersetzt werden etc. Nicht selten steckt folgender Gedankengang dahinter: Die Musik ist gut, aber der Text ist schlecht. Durch einen \u201ebesseren\u201c Text wird das St\u00fcck insgesamt \u201ebesser\u201c.<\/p>\n<p>Wenn St\u00fccke durch \u00c4nderungen oder den Austausch des Texts gleichsam umfunktioniert werden, tut sich selbstverst\u00e4ndlich ein neues Feld ihrer Rezeption auf. Gleichzeitig aber will der neu unterlegte Text oft nicht recht zur Musik passen; dies ist gerade bei Lasso ein Problem, da er ein Meister der musikalischen Textausdeutung ist. Oft l\u00e4sst sich auch die Druckgeschichte ziemlich pr\u00e4zise verfolgen, wenn n\u00e4mlich sichtbar wird, dass ein bestimmter Druck einem in einer anderen Stadt, bei einem anderen Verlag publizierten ganz klar zugrunde liegt. Dergleichen wird nicht zuletzt an markanten Fehlern sichtbar, \u00adwobei man insgesamt aber sagen muss, dass die Qualit\u00e4t der Drucke mit Musik Lassos ziemlich hoch ist, wenn man von einigen Ausrei\u00dfern absieht.<\/p>\n<p>*<\/p>\n<p>Was macht man sonst als Mitarbeiter einer Gesamtausgabe? Selbstverst\u00e4ndlich publiziert man in wissenschaftlichen Zeitschriften Ergebnisse, die nicht in einen Gesamtausgabenband eingeflossen sind. Auf wissenschaftlichen Tagungen tr\u00e4gt man vor und tritt dabei in einen Austausch mit Kolleginnen und Kollegen. Diverse Tagungen konnte ich selber mit organisieren und veranstalten: So 1994, in Lassos 400. Todesjahr an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, und 2017 ebenfalls dort \u00fcber den erw\u00e4hnten reich illuminierten Codex mit Lassos\u00a0Bu\u00dfpsalmen. Zudem ergab sich Gelegenheit, an den Universit\u00e4ten M\u00fcnchen, Augsburg und Wien, au\u00dferdem an der M\u00fcnchner Musikhochschule und an der Abteilung f\u00fcr Alte Musik der Hochschule f\u00fcr K\u00fcnste Bremen \u00fcber Lasso zu unterrichten.<\/p>\n<p>Ganz zentral ist es schlie\u00dflich, Ergebnisse der Arbeit und deren Bedeutung einem breiten Publikum zu vermitteln und damit aus dem elfenbeinernen Turm heraus zu holen. In der Hauszeitschrift\u00a0Akademie Aktuell\u00a0der Bayerischen Akademie der Wissenschaften habe ich mehrfach \u00fcber Lasso geschrieben, in der Mediathek der Akademie bin ich verschiedentlich mit Beitr\u00e4gen vertreten. Dazu kommen \u00f6ffentliche Vortr\u00e4ge. In der Bayerischen Akademie der Wissenschaften habe ich einen Band der Lasso-Ausgabe vorgestellt, au\u00dferdem die Datenbank\u00a0Orlando di Lasso, seine Werke in handschriftlicher \u00dcberlieferung. Dies geschah jeweils in Verbindung mit Konzerten des M\u00fcnchner Vokalensembles\u00a0Die Singphoniker, die im vollbesetzten Plenarsaal der Akademie neu erschienene CD\u2019s mit Musik Lassos pr\u00e4sentierten, bei denen ich im Hintergrund t\u00e4tig war und Beitr\u00e4ge f\u00fcr die CD-Booklets geliefert habe.<\/p>\n<p>Wenn dann die Tagespresse mit Artikeln auf derartige Veranstaltungen wie die soeben geschilderten reagiert, oder wenn auf wissenschaftliche Tagungen im Rundfunk hingewiesen wird \u2013 so geschehen vor der Bu\u00dfpsalmentagung 2017 \u2013 dann wird klar, dass man eben nicht f\u00fcrs B\u00fccherregal oder gar f\u00fcr die Schublade arbeitet. Auch die angesprochene Zusammenarbeit mit praktischen Musikern ist essentiell. Im Austausch lernt man wechselseitig; es zeigt sich, dass Theorie und Praxis zusammengeh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Im vergangenen Jahr 2021 ist die Lasso-Gesamtausgabe fertiggestellt worden. Zu danken habe ich der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und vor allem den Projektleitern Theodor G\u00f6llner und Ulrich Konrad. Das Ereignis wurde mit einem kleinen Symposion und einem Konzert gefeiert. Mir bleibt noch der Wunsch, dass die Ausgabe die in sie gesetzten Erwartungen erf\u00fcllen m\u00f6ge.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es steht fest: Bei Orlando di Lasso haben wir es mit einem der bedeutendsten Komponisten der zweiten H\u00e4lfte des 16. Jahrhunderts zu tun, vielleicht \u00fcberhaupt mit dem gr\u00f6\u00dften Musiker seiner Zeit. Dass ein Komponist seines Ranges eine Gesamtausgabe verdient hat, steht au\u00dfer Zweifel. 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