{"id":32137,"date":"2023-07-17T14:33:15","date_gmt":"2023-07-17T12:33:15","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=der-deutsche-widerstand-gegen-hitler"},"modified":"2024-12-17T14:39:06","modified_gmt":"2024-12-17T13:39:06","slug":"der-deutsche-widerstand-gegen-hitler-sie-waehlten-die-einsamkeit-und-standen-gegen-die-masse","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/der-deutsche-widerstand-gegen-hitler-sie-waehlten-die-einsamkeit-und-standen-gegen-die-masse\/","title":{"rendered":"The German resistance against Hitler"},"content":{"rendered":"<p>Bei den Kundgebungen der fremdenfeindlichen und demokratieskeptischen Bewegung Aufs\u00e4ssiger namens PEGIDA in Dresden wird das Wort \u201eWiderstand\u201c als Erkennungssignal skandiert. Auch die Querdenker, die gegen Corona-Ma\u00dfnahmen Sturm laufen, f\u00fchlen sich als zu Recht Widerstand leistende B\u00fcrger, die per Selbsterm\u00e4chtigung Freiheitsrechte gegen eine unf\u00e4hige oder gar b\u00f6sartige Regierung verteidigen. In fundamentaler Verkennung der Situation kost\u00fcmieren sich die im Zorn gegen Eliten und Obrigkeit Entbrannten mit Attributen des Widerstands gegen Hitler. Die Pegida-Leute tragen eine Fahne umher, die Josef Wirmer, der nach dem 20. Juli 1944 hingerichtet wurde, entworfen hatte, um der Opposition gegen das NS-Regime ein Markenzeichen zu geben.<\/p>\n<p>Querdenkende Frauen f\u00fchlen sich als Inkarnation von Sophie Scholl aus dem Kreis der\u00a0Wei\u00dfen Rose, weil sie eine Schutzmaske tragen m\u00fcssen, und junge M\u00e4dchen sehen sich, weil sie im Lockdown den 16. Geburtstag nicht mit gro\u00dfer Party begehen durften, als Re-Inkarnation der Anne Frank. Man kann das als Anma\u00dfung und Frechheit abtun, sollte aber auch \u00fcber den Begriff Widerstand nachdenken. Dem Historiker obliegt dabei das Erinnern an die Hitler-Diktatur und die Analyse sowie Definition dessen, was Widerstand damals ausmachte, und dass heute eine absichtsvolle Verwechslung vorliegt, wenn Aufstand gegen die Demokratie sich mit Reminiszenzen berechtigter Gegenwehr gegen ein diktatorisches Regime der Menschenfeindlichkeit zu kaschieren versucht.<\/p>\n<h3>Opposition und Kampf gegen die Gewaltherrschaft des Nationalsozialismus<\/h3>\n<p>Wer sich gegen fremde Herrschaft erhebt wie Andreas Hofer 1809 in Tirol gegen Bayern und Franzosen, oder der preu\u00dfische Offizier Ferdinand von Schill, der im gleichen Jahr in Stralsund eine Volkserhebung gegen Napoleon forderte und den Preu\u00dfenk\u00f6nig zum Krieg gegen Frankreich zwingen wollte, geht als Freiheitsk\u00e4mpfer in die Geschichte ein. Der Pole Tadeusz Ko\u015bciuszko gewann im amerikanischen Unabh\u00e4ngigkeitskrieg Ruhm und Ehre, f\u00fchrte 1794 den polnischen Aufstand gegen Preu\u00dfen und Russland und wird als Nationalheld verehrt. Der h\u00f6chste Berg Australiens tr\u00e4gt den Namen des polnischen Patrioten. Giuseppe Garibaldi und Giu\u00adseppe Mazzini wurden im Risorgimento zu Gr\u00fcndern der italienischen Nation, nicht anders Mahatma Gandhi, der im gewaltfreien Widerstand die britische Herrschaft \u00fcber Indien beendigte. Einm\u00fctige Zustimmung ist Patrioten sicher, die gegen fremde Usurpatoren und Okkupanten k\u00e4mpfen, die sich gegen ein Gewaltregime, das von au\u00dfen kommt, auflehnen und den Heldentod riskieren.<\/p>\n<p>Ganz anders ist es, wenn der Feind kein Fremder ist. Gegen Diktatur aufzustehen und deren Unrecht zu benennen, wenn der \u201eF\u00fchrer\u201c behauptet, als Diener der Nation zu handeln, seine Taten als notwendig f\u00fcr das Vaterland erkl\u00e4rt, sich als Retter und Erl\u00f6ser feiern l\u00e4sst \u2013 wer sich dagegen auflehnte, fand nicht den Beifall der am Regime Mitwirkenden, der Nutznie\u00dfer, der Claqueure. Widerstand gegen die Obrigkeit fand auch keine Zustimmung bei den Naiven, den Teilnahmslosen, den Bet\u00f6rten und schon gar nicht das Verst\u00e4ndnis derer, die die Augen vor Rechtsbruch und Missachtung der Menschenrechte schlossen, weil sie von der \u201eEhre der Nation\u201c, dem milit\u00e4rischen Erfolg, dem Triumph \u00fcber andere Nationen berauscht waren oder einfach den Propaganda-Phrasen des Nationalsozialismus glauben wollten.<\/p>\n<p>Zur Verinnerlichung von Werten wie Ruhe und Ordnung, Gefolgschaft und Treue, Befehl und Gehorsam erzogen, fiel es den Zeitgenossen Adolf Hitlers schwer, sich gegen die Herrschaft des Nationalsozialismus zu wehren. Sie glaubten sich, auch wenn sie in zunehmendem Ma\u00dfe vieles missbilligten, doch einig in der Liebe zum Vaterland und geborgen in einer Volksgemeinschaft, die ihnen als erstrebenswerte Gemeinsamkeit vorgegaukelt wurde. Gegen den \u00e4u\u00dferen Feind zusammenzustehen, war auch erkl\u00e4rten Gegnern des NS-Regimes das erste Gebot. Je l\u00e4nger desto mehr \u2013 aber nie in der nach dem Zusammenbruch behaupteten Unbedingtheit und schon gar nicht von allem Anfang an \u2013 wurde Terror gegen Andersdenkende das Mittel, das Kritiker schweigen lie\u00df.<\/p>\n<p>Wer sich, aus welchen Motiven auch immer, zum Widerstand gegen das NS-Regime entschloss, w\u00e4hlte die Einsamkeit des Au\u00dfenseiters und nahm das Unverst\u00e4ndnis der Mehrheit auf sich. Das \u00e4nderte sich auch nach dem Ende des \u201eDritten Reiches\u201c nicht gleich. Ob der Widerstand von Kommunisten \u00fcberhaupt legitim und ernst zu nehmen sei, wurde im Zeichen des Kalten Krieges im Westen Deutschlands lange diskutiert, w\u00e4hrend im Osten der Widerstand der KPD Moskauer Observanz mit allen Mitteln glorifiziert wurde, weil er den Neubau von Staat und Gesellschaft der DDR legitimieren sollte.<\/p>\n<p>Aber auch Graf Stauffenberg und seine Mitverschw\u00f6rer gegen Hitler mussten lange warten, bis sie als Akteure des 20. Juli 1944 als Helden und nicht mehr als Verr\u00e4ter gesehen wurden. Der Widerstand des Kreisauer Kreises, der Roten Kapelle, des Goerdeler-Kreises, die Milit\u00e4ropposition um Admiral Canaris fanden lange Zeit nicht die Anerkennung, die ihre Vertreter als Repr\u00e4sentanten eines \u201eanderen Deutschland\u201c, als moralische Aktiva in der \u00fcberwiegend negativen Bilanz des Verhaltens deutscher B\u00fcrger unter der Diktatur zu beanspruchen hatten.<\/p>\n<p>Georg Elser, der schlichte Mann aus dem Volke, der fr\u00fcher als die meisten anderen das B\u00f6se erkannte und im Alleingang beseitigen wollte, fand Jahrzehnte lang nach seiner Tat keine Beachtung. Er galt als Marionette in fremden H\u00e4nden oder wunderlicher Einzelg\u00e4nger, den niemand ernst nahm. Inzwischen steht er in der \u00f6ffentlichen Wahrnehmung und Wertsch\u00e4tzung etwa auf Augenh\u00f6he mit dem Grafen Stauffenberg. Auch die Studenten der\u00a0Wei\u00dfen Rose\u00a0in M\u00fcnchen waren eine kleine einsame Gruppe. Sie wurden, wie in anderem Zusammenhang das M\u00e4dchen Anne Frank, aber fr\u00fch denkmalw\u00fcrdig. Nicht zuletzt deshalb, weil die Nazi-Barbarei so gegen sie gew\u00fctet hatte, dass die Identifizierung mit ihnen \u2013 nach dem Ende des Regimes \u2013 leichtfiel.<\/p>\n<p>Die Fragen, die der Widerstand der Wenigen gegen das NS-Regime ausl\u00f6st, die ihn als Angeh\u00f6rige der gesellschaftlichen Eliten, als Christen, als Milit\u00e4rs, als Politiker, B\u00fcrokraten, als einzelne B\u00fcrger geleistet haben, lauten: Warum waren es so wenige, die sich gegen das Gewaltregime aufb\u00e4umten? Warum hat es so lange gedauert, bis bei einer kleinen Minderheit die Erkenntnis reifte, die sie zum Handeln trieb? Warum blieb die schweigende Mehrheit bis zum letzten Atemzug des Tyrannen und l\u00e4nger tatenlos?<\/p>\n<p>In der nationalen Euphorie des Jahresbeginns 1933, als Aufbruchstimmung, jedenfalls die Bereitschaft mitzumachen oder mindestens abzuwarten, die politischen Emotionen in Deutschland pr\u00e4gte, tolerierte die Mehrheit der Deutschen die ersten Rechtsbr\u00fcche der Hitler-Regierung. Es gab keinen Protest gegen die \u00dcbergriffe auf Juden oder Kommunisten, die als patriotischer \u00dcberschwang einzelner Nazis ohne Wissen der Machthaber abgetan wurden (\u201eWenn das der F\u00fchrer w\u00fcsste\u201c lautete die Formel der Selbstbeschwichtigung).<\/p>\n<p>Die Verordnung des Reichspr\u00e4sidenten \u201ezum Schutz von Volk und Staat\u201c, die nach dem Reichstagsbrand Ende Februar 1933 erlassen wurde und die pseudolegale Methode der Verfolgung politischer Gegner oder Missliebiger durch \u201eSchutzhaft\u201c einf\u00fchrte, wurde hingenommen. Auch das Instrumentarium der \u201eSchutzhaft\u201c, die Konzentrationslager, die wie Pilze nach dem Regen aus dem Boden schossen. Das Gesetz \u201ezur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums\u201c im April, der Sturm der SA auf die Gewerkschaftsh\u00e4user im Mai 1933 und weitere Ma\u00dfnahmen, die weder durch die Weimarer Reichsverfassung noch durch das Erm\u00e4chtigungsgesetz legitimiert waren, wurden nicht mit Verweigerung, Protest, Demonstration erwidert. Die nachtr\u00e4gliche Beteuerung, man habe nichts machen k\u00f6nnen, konnte f\u00fcr die Fr\u00fchzeit der Koalition aus NSDAP und Deutschnationaler Volkspartei aber nicht gelten.<\/p>\n<p>Deutliche Regungen des Unmuts, der Verwahrung, der Missbilligung \u2013 die von der Hitlerregierung sogar erwartet wurden \u2013 blieben auch aus, als Hitler die Morde anl\u00e4sslich des von ihm so bezeichneten\u00a0R\u00f6hm-Putsches\u00a0im Juni 1934 damit rechtfertigte, er habe als \u201eoberster Gerichtsherr\u201c der Deutschen nach uraltem germanischen Recht einschreiten m\u00fcssen gegen eine Meuterei. Die hatte aber gar nicht stattgefunden. In Wirklichkeit war es die Ausschaltung der SA in Form einer m\u00f6rderischen S\u00e4uberung der eigenen Reihen und die durch die gebotene Gelegenheit m\u00f6gliche Abrechnung mit Gegnern und Kritikern gewesen.<\/p>\n<p>Reichswehrminister Blom\u00adberg, der schon im Februar 1934 als Beweis seiner Ergebenheit die Hoheitszeichen der NSDAP bei der Reichswehr eingef\u00fchrt hatte, erlie\u00df am 1. Juli 1934 einen Tagesbefehl, in dem er die \u201esoldatische Entschlossenheit\u201c pries, mit der der Reichskanzler \u201edie Verr\u00e4ter und Meuterer\u201c niedergeschmettert habe. Die Armee danke ihm dies \u201edurch Hingebung und Treue\u201c. Der Vorgang war ungeheuerlich \u2013 nicht so sehr, weil das deutsche Volk in seiner Mehrheit die Ereignisse als rettende Kraftanstrengung des Regierungschefs gegen\u00fcber der SA und ihres Anf\u00fchrers Ernst R\u00f6hm als einer randalierenden Bande von Landsknechten empfand, sondern weil Rechtsempfinden und politische Moral im nationalistischen Taumel von \u201eDeutschlands Erneuerung\u201c so rasch verk\u00fcmmert waren, dass der R\u00fcckfall in den archaischen Zustand der Tyrannei nicht beklagt, sondern freudig begr\u00fc\u00dft wurde.<\/p>\n<p>Die Zeitgenossen erlebten w\u00e4hrend der NS-Herrschaft wie in der Zeit unmittelbar danach die Diskrepanz zwischen ihrer Wahrnehmung und ihrem Gewissen. Die Wahrnehmung reichte von der Ahnung \u00fcber die Vermutung bis zum vollen Wissen der Wahrheit des V\u00f6lkermords. Aber das Gewissen sagte allen, die die Ermordung der Juden nicht billigten \u2013 und das war sicherlich die Mehrheit \u2013, diese Wahrheit d\u00fcrfe nicht sein. Die Deutschen verboten sich mehrheitlich, Zeugen (und damit Mitwisser und Mitschuldige) dieser Realit\u00e4t zu sein. Die Wahrnehmungsf\u00e4higkeit und \u2013willigkeit erwies sich in dem Dilemma als schw\u00e4cher, und so wird bis zum heutigen Tag die Wahrheit nur allzu oft verdr\u00e4ngt. Wahrheit bedeutet in diesem Zusammenhang: Wir haben es gewusst, aber wir wollten es nicht wissen, weil wir glaubten, es nicht wissen zu d\u00fcrfen.<\/p>\n<h3>Phasen der Hinnahme<\/h3>\n<p>Mahnungen aus dem Exil und die Appelle der Alliierten, das deutsche Volk m\u00f6ge sich gegen die Diktatur erheben, blieben seinerzeit erfolglos. Die Mehrheit nahm das Unrecht, die Leiden des Krieges, den Terror des Luftkriegs hin, wollte von den Verbrechen des Regimes nichts wissen, allenfalls dar\u00fcber raunen, jedenfalls darauf nicht widerst\u00e4ndig reagieren. Beginnend im Zeitraum zwischen den Novemberpogromen 1938 und dem \u00dcberfall auf die Sowjetunion im Juni 1941 steigerte sich aber das Unbehagen in der Bev\u00f6lkerung. Ausgel\u00f6st durch das vom Regime als\u00a0Reichskristallnacht\u00a0verballhornte Pogrom und ihre administrativen und legislativen Folgen war diese Zeit von Ahnungen \u00fcber die politischen Verbrechen der Hitlerdiktatur bestimmt.<\/p>\n<p>Auch \u00fcber den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs herrschte \u00fcberwiegend Beklommenheit, nicht die Begeisterung wie 25 Jahre zuvor im Sommer 1914, als deutsche Soldaten siegesgewiss in den Ersten Weltkrieg zogen. Die zweite Phase der Wahrnehmung des \u201eDritten Reiches\u201c lag zwischen dem \u00dcberfall auf die Sowjetunion und dem Beginn der Deportation der Juden. In dieser Zeit verdichteten sich die Vermutungen \u00fcber deren Schicksal. Erstes, unpr\u00e4zises Wissen \u00fcber Massenmorde \u201eim Osten\u201c verbreitete sich durch Erz\u00e4hlungen von Soldaten im Urlaub oder durch Feldpostbriefe.<\/p>\n<p>Die Zeit von Mitte Oktober 1941 bis Dezember 1942 ist dann charakterisiert einerseits durch Besorgnis \u00fcber die milit\u00e4rische Situation und andererseits durch Karriere-Erfolge nicht nur im Milit\u00e4r und durch pers\u00f6nliche Bereicherung Einzelner an j\u00fcdischem Eigentum durch \u201eArisierung\u201c. \u00dcber das Geschick der Juden bildete sich durch Ger\u00fcchte und Informationen vom \u00f6stlichen Kriegsschauplatz eine vage Gewissheit, die durch \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliche Informationen best\u00e4rkt wurde. Dies kam auch darin zum Ausdruck, dass offizielle Stellen Nervosit\u00e4t zeigten, weil in der Bev\u00f6lkerung \u00fcber den Judenmord gesprochen wurde. Gleichzeitig erreichten Informationen \u00fcber die Natur des Krieges im Osten, der als Vernichtungskrieg auch gegen die Zivilbev\u00f6lkerung gef\u00fchrt wurde, die deutsche Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p>Eine weitere Periode \u00f6ffentlicher Wahrnehmung des NS-Regimes wurde eingeleitet durch die Ank\u00fcndigung der Alliierten am 17. Dezember 1942, die Verbrechen des NS-Regimes gerichtlich zu ahnden. Sp\u00e4testens nach der Katastrophe von Stalingrad, die betr\u00e4chtliche Teile der Bev\u00f6lkerung von der bevorstehenden milit\u00e4rischen Niederlage des Deutschen Reiches \u00fcberzeugte, bildete die Furcht vor der Reaktion der Alliierten eine neue Dimension der Wahrnehmung des NS-Regimes.<\/p>\n<h3>Widerstand als Haltung<\/h3>\n<p>Widerstand gegen das Gewaltregime, gegen den Staat, der Unrecht propagiert und Verbrechen begeht, gegen Machthaber, die Menschenrechte und Menschenw\u00fcrde mit F\u00fc\u00dfen treten, ist legitim und notwendig. Das wei\u00df man heute. Das ist eine Lehre aus der Geschichte des Nationalsozialismus als Ideologie und Herrschaft. Den Zeitgenossen des \u201eDritten Reiches\u201c galten andere \u00dcberzeugungen. In patriotischer Erwartung 1933 von vielen bejubelt, nach der Errichtung der Diktatur und mit abnehmendem Kriegsgl\u00fcck von Ern\u00fcchterten abgelehnt, aber nur von wenigen bek\u00e4mpft, gab es je l\u00e4nger desto weniger M\u00f6glichkeiten zu einem Widerstand, der das Regime beendet h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Aber das System des Terrors, das mit dem Instrumentarium Gestapo, Konzentrationslager und dem \u201eF\u00fchrerwillen\u201c Kritik unterband und Kritiker verfolgte, existierte ja nicht von allem Anfang an, erst die Preisgabe von Demokratie und Rechtsstaat, dann die Hinnahme der Diktatur durch die Mehrheit und das Schweigen der skeptischen Minderheit machte das Funktionieren der Unterdr\u00fcckung m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Die sp\u00e4te Lehre aus der Geschichte lautet, dass Widerstand beizeiten notwendig ist. Und Widerstand ist rechtm\u00e4\u00dfig, das ist ein Gebot demokratischer \u00dcberzeugung, die Demokratie bewahren will. Aber was ist Widerstand, wo beginnt er, wo hat er Grenzen? Ist nur Tyrannenmord und dessen Vorbereitung wahrer Widerstand oder beginnt Widerstand schon mit dem Fl\u00fcsterwitz, der \u201eden F\u00fchrer\u201c oder seine Gesellen l\u00e4cherlich macht? Die Planung und Durchf\u00fchrung eines Attentats, das die Person des h\u00f6chsten Befehlsgebers beseitigen sollte, wie es der Schreinergeselle Georg Elser 1939 unternahm, war eine Widerstandshandlung, daran ist kein Zweifel m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Beim Witz ist es schwieriger. Wer einem Bekannten, dem er vertraute, dessen Gesinnung er kannte, eine Sottise \u00fcber Hitler, G\u00f6ring oder Goebbels zuraunte, war deshalb gewiss kein Mann des Widerstands. Wer den gleichen Scherz auf \u00f6ffentlicher B\u00fchne vor Publikum riskierte, war sich jedoch bewusst, dass das gef\u00e4hrlich war und statt Applaus b\u00f6se Folgen haben konnte.<\/p>\n<p>Widerstand gegen das Unrechtsregime war also mehr als nur Verweigerung, als schweigende Ablehnung, mehr als das Einverst\u00e4ndnis gegen die Nationalsozialisten im Milieu gleichgesinnter Gegner, mehr als die Verurteilung des Diktators und seiner Gehilfen im geschlossenen Kreis. Aus der allgemeinen und ziellosen Ablehnung des Regimes wird Widerstand durch Aktion und durch das Bekenntnis und die Bereitschaft, Konsequenzen der Haltung und daraus resultierender Handlung zu tragen. Ein zentrales Element von Widerstand ist die ganz pers\u00f6nliche Gef\u00e4hrdung dessen, der sich erkennbar auflehnt. Eine Voraussetzung ist die Bewahrung eigener Identit\u00e4t, das Festhalten an Normen und Werten, die Verweigerung von Anpassung und Kompromiss, wie es des Vorteils, des Friedens, des Fortkommens wegen von der Mehrheit praktiziert wurde. Widerstand ist auch mehr als das individuelle Beharren auf pers\u00f6nlichen Einstellungen, die mit der R\u00e4son des Regimes nicht \u00fcbereinstimmten. Aber ohne eigene Haltung und Orientierung war auch kein Widerstand m\u00f6glich.<\/p>\n<h3>Definition und Deutung<\/h3>\n<p>Nicht nur Historiker haben Probleme mit der Definition von Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Politische Positionen pr\u00e4gten nach 1945 das Bild des Widerstands gegen die Hitlerdiktatur. Im Westen, in der Bundesrepublik, herrschte lange Zeit die Vorstellung, es sei ein \u201eWiderstand ohne Volk\u201c gewesen, den nur wenige Angeh\u00f6rige traditioneller Eliten geleistet h\u00e4tten, w\u00e4hrend \u201edas Volk\u201c teils in Begeisterung zum Regime verharrte oder die NS-Herrschaft einfach erduldete. In der DDR wurden die Aktionen der Kommunisten als alleing\u00fcltiger Antifaschismus verherrlicht. Um die Verweigerung, die sich im Kampf um Kruzifixe in den Schulen, in der Vermeidung des \u201eHeil-Hitler-Gru\u00dfes\u201c oder durch das H\u00f6ren ausl\u00e4ndischer Rundfunksender ausdr\u00fcckte, um schlie\u00dflich alle Haltungen von Opposition in den Widerstand einzubeziehen, wurde der Begriff \u201eResistenz\u201c vorgeschlagen.<\/p>\n<p>Ihm waren folgende Merkmale zugeordnet: \u201eWirksame Abwehr, Begrenzung, Eind\u00e4mmung der NS-Herrschaft oder ihres Anspruchs, gleichg\u00fcltig von welchen Motiven, Gr\u00fcnden und Kr\u00e4ften her\u201c. Diese Begriffsbestimmung von Martin Broszat aus den fr\u00fchen 1980er Jahren hat sich nicht durchgesetzt. Der schwerstwiegende Einwand dagegen lautet, dass fast jedes nicht regimekonforme Alltagsverhalten, ohne R\u00fccksicht auf die Motive, unter diesen \u201eerweiterten Widerstandsbegriff\u201c falle, dass somit jeder, der dem NS-Regime nicht st\u00e4ndig Beifall spendete, schon Widerstand geleistet h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Um der damaligen Wirklichkeit zu entsprechen und um den verschiedenen Formen von Opposition gerecht zu werden, muss man Widerstand im eigentlichen Sinn nicht nur als Haltung definieren, sondern als daraus erwachsenem Handeln, das auf grunds\u00e4tzlicher Ablehnung des Nationalsozialismus beruhte, das aus ethischen, politischen, religi\u00f6sen, sozialen oder individuellen Motiven darauf abzielte, das Ende des Regimes herbeizuf\u00fchren oder dazu beizutragen. Voraussetzung und Anlass war eine Haltung von Dissens zum NS-Regime (Ian Kershaw) oder von \u201eweltanschaulicher Dissidenz\u201d (Richard L\u00f6wenthal). Daraus wurde Widerstand, wenn die Haltung sich zur Absicht verdichtete, eine \u00c4nderung der Verh\u00e4ltnisse zu bewirken, ein Versuch, das Hitler-Regime mit Gewalt zu beenden.<\/p>\n<p>Die Frage, warum Widerstand seitens der gesellschaftlichen Eliten so sp\u00e4t einsetzte, in so geringem Umfang stattfand und so erfolglos war, ist kardinal. Das lange Z\u00f6gern haben Nachgeborene den Widerstandsk\u00e4mpfern zum Vorwurf gemacht. Zu bedenken bleibt, dass alle Arten von Opposition, von der stillen Verweigerung bis zum militanten Widerstand, vom nationalsozialistischen Regime als Verrat diffamiert und als Pflichtverletzung oder Treuebruch gebrandmarkt worden sind. Und: Gehorsam zu verweigern geh\u00f6rte nicht zur Tradition und Erziehung der meisten Deutschen.<\/p>\n<p>Die Bezeichnung Widerstand fasst als Oberbegriff verschiedenartige Einstellungen, Haltungen und Handlungen zusammen, die gegen den Nationalsozialismus als Ideologie und praktizierte Herrschaft gerichtet waren. Im weitesten Sinn sind darunter die ins Exil geflohenen Antifaschisten ebenso zu verstehen, die wenig oder keine M\u00f6glichkeit hatten, etwas \u00e4hnlich Martialisches gegen die Regierung Hitlers zu unternehmen, wie die M\u00e4nner, die das Attentat des 20. Juli 1944 planten.<\/p>\n<p>Im engeren Sinne ist aber zwischen den kritischen bis abweisenden Haltungen der Verweigerung und Selbstbehauptung einerseits und den bewussten Anstrengungen zur \u00c4nderung der Verh\u00e4ltnisse andererseits zu unterscheiden. Opposition gegen das Unrechtsregime war noch nicht gleichbedeutend mit pers\u00f6nlichem Einsatz und den damit verbundenen Gef\u00e4hrdungen.<\/p>\n<h3>Widerstandskreise und -gruppen<\/h3>\n<p>Am fr\u00fchesten leisteten Kommunisten Widerstand gegen die beginnende Hitlerdiktatur. W\u00e4hrend die KPD-F\u00fchrung im Untergrund und aus dem Moskauer Exil ab 1933 einen aktionistischen und verlustreichen Kampf f\u00fchrte, der vor allem Propagandafunktion hatte, gaben sich die b\u00fcrgerlichen konservativen Eliten der Aufbruchsstimmung der \u201enationalen Revolution\u201c hin.<\/p>\n<p>Die nichtkommunistische Arbeiterbewegung brauchte Zeit: Gewerkschafter fanden sich erst allm\u00e4hlich in regionalen Widerstandsgruppen, die Sozialdemokratie war bem\u00fcht, das Milieu zu bewahren f\u00fcr die Zeit nach dem NS-Regime. Widerstand gegen den Nationalsozialismus mit dem Ziel, ihn gewaltsam zu beseitigen, wurde erst sp\u00e4t von Milit\u00e4rs, Diplomaten, Politikern der \u201einneren Emigration\u201c diskutiert, als deutlich war, dass Hitler einen Krieg erstrebte und vorbereitete.<\/p>\n<p>Um den ehemaligen Leipziger Oberb\u00fcrgermeister Carl Goerdeler scharte sich ab 1938\/39 ein Widerstandskreis und auf dem schlesischen Rittergut Kreisau der Grafen Moltke debattierten ab 1940 M\u00e4nner und Frauen unterschiedlicher Herkunft \u2013 Beamte, Gro\u00dfgrundbesitzer, Sozialdemokraten, Gewerkschafter, Katholiken \u2013 um Helmuth James Graf Moltke und Peter Graf Yorck von Wartenburg \u00fcber eine neue Staats- und Gesellschaftsordnung nach dem Nationalsozialismus.<\/p>\n<p>Dessen Ende herbeizuf\u00fchren sollte Aufgabe der Milit\u00e4ropposition sein, die sich seit Sommer 1938 innerhalb der Wehrmacht im Amt Abwehr um den Admiral Canaris und um den ehemaligen Generalstabschef Ludwig Beck und dessen Nachfolger General Franz Halder sammelte. Die Planungen der Milit\u00e4rs, Hitler durch ein Attentat zu beseitigen, waren aber von Z\u00f6gern und Zaudern bestimmt.<\/p>\n<p>Widerstand von Christen wurde nicht von den Kirchen als Institutionen, sondern nur von einzelnen Priestern und Gl\u00e4ubigen geleistet. Der mutige katholische Bischof Clemens August Graf von Galen, der gegen den Krankenmord predigte, handelte ebenso allein wie der evangelische Pastor Paul Schneider, der als NS-Gegner im KZ Buchenwald ermordet wurde. Geschlossen hat sich aus religi\u00f6sen Gr\u00fcnden nur die Gemeinschaft der Zeugen Jehovas dem Nationalsozialismus verweigert, daf\u00fcr wurden die Mitglieder verfolgt, inhaftiert, viele in KZ ermordet oder wegen Kriegsdienstverweigerung zum Tod verurteilt.<\/p>\n<p>In Opposition zum NS-Regime, insbesondere gegen die Hitlerjugend standen auch Jugendliche, die als\u00a0Edelwei\u00df-Piraten, als\u00a0Wiener Schlurfs, als\u00a0Swingjugend\u00a0eine Protesthaltung zur Schau trugen, die zwar eher unpolitisch war, aber trotzdem rigoros verfolgt wurde. In M\u00fcnchen rief ein kleiner Kreis von Studierenden, christlich-konservativer Herkunft unter dem Namen\u00a0Die wei\u00dfe Rose\u00a0mit Flugbl\u00e4ttern zum Widerstand auf. Die Geschwister Scholl und ihre Freunde wurden daf\u00fcr im Fr\u00fchjahr 1943 hingerichtet.<\/p>\n<p>Lange vor dem missgl\u00fcckten Attentat des Grafen Stauffenberg am 20. Juli 1944 hatte ein schlichter Schreinergeselle ganz allein aus der Erkenntnis heraus, dass Hitler beseitigt werden m\u00fcsse, um einen Krieg zu verh\u00fcten, seinen Plan in die Tat umgesetzt. Das perfekt geplante Attentat im M\u00fcnchner B\u00fcrgerbr\u00e4ukeller am 8. November 1939, das wegen eines trivialen Zufalls scheiterte, blieb wegen der Alleint\u00e4terschaft Georg Elsers \u2013 der aus individuellen ethischen Erw\u00e4gungen den Diktator und seine gef\u00e4hrlichsten Helfer t\u00f6ten wollte, um Krieg und nationalistische Expansion zu verhindern \u2013 lange Zeit im Odium des Dubiosen. Es sei eine Inszenierung der Nationalsozialisten, ein Propagandatrick gewesen, mutma\u00dften viele. Das blieb auch in der Nachhitlerzeit lange Zeit die bequemere Version, weil sie das Nachdenken \u00fcber den sp\u00e4ten Start der Opposition der konservativen Eliten ersparte.<\/p>\n<p>In der Gruppe\u00a0Rote Kapelle\u00a0hatten sich etwa 150 Menschen, Intellektuelle verschiedener politischer und ideologischer Positionen als Gegner des Regimes zusammengefunden: Aus zwei Gespr\u00e4chskreisen um Arvid und Mildred Harnack sowie Harro und Libertas Schulze-Boysen bildete sich die von der Gestapo so genannte Rote Kapelle. Es war kein aus Moskau gesteuerter Kreis kommunistischer Vaterlandsverr\u00e4ter, wie die NS-Propaganda glauben machen wollte. Zu den Widerstandsk\u00e4mpfern geh\u00f6rten der Schriftsteller G\u00fcnter Weisenborn, die T\u00e4nzerin Oda Schottm\u00fcller, der Bildhauer Kurt Schumacher, der Arbeiter Hans Coppi, der Psychoanalytiker John Rittmeister.<\/p>\n<p>Ziel war eine europ\u00e4ische Friedensordnung, nicht landesverr\u00e4terische Spionage. Denunziert waren die Angeh\u00f6rigen der\u00a0Roten Kapelle\u00a0bis in die Nachkriegszeit durch ihren Verfolger Manfred Roeder, einen hohen Offizier der Milit\u00e4rgerichtsbarkeit, der in der Zeit des Kalten Krieges seine nationalsozialistische Gesinnung als \u201eExperte\u201c f\u00fcr kommunistische Umtriebe tarnte.<\/p>\n<h3>J\u00fcdischer Widerstand?<\/h3>\n<p>Das Bed\u00fcrfnis, von kraftvollem und w\u00fcrdigem j\u00fcdischen Widerstand zu erz\u00e4hlen, hat nachvollziehbare politische Gr\u00fcnde, denen die Geschichtswissenschaft aber nicht entsprechen kann. Die Aufst\u00e4nde in Ghettos und Vernichtungslagern auf polnischem Territorium, der Heroismus im Warschauer Ghetto und die Existenz j\u00fcdischer Partisanen in Wei\u00dfrussland sind nicht repr\u00e4sentativ f\u00fcr einen j\u00fcdischen Widerstand, der in Deutschland und im west- und mitteleurop\u00e4ischen Machtbereich des Nationalsozialismus gar nicht geleistet werden konnte.<\/p>\n<p>Wer vom \u201ej\u00fcdischen Widerstand\u201c in Deutschland spricht, meint drei Kreise, in denen sich \u00fcberwiegend junge Menschen zusammengefunden hatten: Die\u00a0Gemeinschaft f\u00fcr Frieden und Aufbau, die Gruppe\u00a0Chug Chaluzi\u00a0und die\u00a0Herbert-Baum-Gruppe. Die kleine Widerstandsgruppe\u00a0Gemeinschaft f\u00fcr Frieden und Aufbau\u00a0aus Juden und ihren nicht-j\u00fcdischen Freunden existierte mit etwa 30 Mitgliedern vom Herbst 1943 bis Oktober 1944 in Berlin und Luckenwalde. Ihre Aktivit\u00e4ten bestanden in drei Flugbl\u00e4ttern, mit denen sie die Bev\u00f6lkerung zum Widerstand gegen das Hitler-Regime und gegen den Krieg aufriefen.<\/p>\n<p>Die Gruppe\u00a0Chug Chaluzi\u00a0(Kreis der Pioniere) bildeten elf Jugendliche, die entschlossen waren, ihr Leben in der Illegalit\u00e4t zu retten, um sich sp\u00e4ter am Aufbau Israels zu beteiligen. Die\u00a0Herbert-Baum-Gruppe\u00a0mit zuletzt etwa 100 jungen Menschen beiderlei Geschlechts in Berlin hatte au\u00dfer der Herkunft aus j\u00fcdischen Organisationen auch eine ideologische Gemeinsamkeit: die kommunistische Gesinnung. Die Gruppe ver\u00fcbte im Mai 1942 einen Brandanschlag gegen die NS-Propaganda-Schau\u00a0Das Sowjetparadies. Die Widerst\u00e4ndler waren in Westdeutschland wegen ihrer kommunistischen Gesinnung lange unbekannt, und in der DDR wurden die j\u00fcdischen Wurzeln ihrer Mitglieder verschwiegen.<\/p>\n<h3>Judenretter und der Protest in der Rosenstra\u00dfe<\/h3>\n<p>Lange Zeit unbeachtet blieben diejenigen, die ihre Abneigung gegen den NS-Staat durch Hilfe f\u00fcr verfolgte Juden zum Ausdruck brachten. Der Ehrentitel \u201eStille Helden\u201c wurde nachtr\u00e4glich f\u00fcr sie gepr\u00e4gt, seit kurzer Zeit beginnt sich der Terminus \u201eRettungswiderstand\u201c einzub\u00fcrgern. Den sechs Millionen im Holocaust ermordeten Juden Europas stehen einige Tausend gerettete gegen\u00fcber, die durch die Hilfe nicht-j\u00fcdischer Mitmenschen \u00fcberlebten. Eine bescheidene Bilanz, in der die Retter zunehmend zu Heroen verkl\u00e4rt werden, zu Symbolgestalten einer Moral, die nur von wenigen gelebt, aber zum Vorbild f\u00fcr die Nachwelt erhoben wurde.<\/p>\n<p>Ein Ereignis \u00f6ffentlichen widerst\u00e4ndigen Verhaltens, der Aufruhr zugunsten von Juden durch deren nichtj\u00fcdische Ehefrauen und andere Familienangeh\u00f6rige aus \u201eMischehen\u201c, ist singul\u00e4r in der Geschichte des \u201eDritten Reiches\u201c: der Frauenprotest in der Berliner Rosenstra\u00dfe. Am 27. Februar 1943 sollten mit einem letzten Schlag in der\u00a0Fabrik-Aktion\u00a0alle noch im Deutschen Reich lebenden Juden \u201eerfasst\u201c und nach Auschwitz deportiert werden. In Berlin traf die Razzia etwa 10.000 Juden. Unter ihnen waren auch etwa 1500 Personen, die in \u201eMischehen\u201c lebten. Sie wurden in Berlin-Mitte, unweit des Alexanderplatzes, interniert. Ihre nichtj\u00fcdischen Angeh\u00f6rigen, vor allem Frauen, kamen in die Rosenstra\u00dfe, entschlossen, um die Freiheit ihrer M\u00e4nner zu k\u00e4mpfen. Eine Woche lang demonstrierten 200 Frauen Tag und Nacht, lie\u00dfen sich nicht durch Drohungen von SS und Polizei beirren.<\/p>\n<p>Der Aufstand war ein einmaliges und beispielloses Ereignis in der Geschichte des Dritten Reiches. Aus Solidarit\u00e4t mit ihren N\u00e4chsten hatten Angeh\u00f6rige der gef\u00e4hrdetsten und schw\u00e4chsten Gruppe der Bev\u00f6lkerung es gewagt, ihren Protest in den Formen \u00f6ffentlichen Ungehorsams auszudr\u00fccken. Das war offener Widerstand gegen den nationalsozialistischen Staat. Die in der Rosenstra\u00dfe festgehaltenen \u201earisch versippten\u201c Juden waren zwar nicht f\u00fcr die Ermordung in Auschwitz bestimmt. Ihre Internierung diente der \u00dcberpr\u00fcfung des Personenkreises, der in \u201eMischehen\u201c lebte, \u00fcber dessen Schicksal erst nach dem \u201eEndsieg\u201c entschieden werden sollte. Tatsache bleibt aber, dass der Frauenprotest in Berlin Anfang M\u00e4rz 1943 ein Zeichen offenen Widerstands gegen den Nationalsozialismus und gleichzeitig ein Beweis daf\u00fcr war, dass mutige Opposition m\u00f6glich gewesen ist.<\/p>\n<h3>Das Nationalkomitee Freies Deutschland<\/h3>\n<p>Sowjetische Offiziere und deutsche kommunistische Emigranten warben im Sommer 1943 unter gefangenen deutschen Offizieren, sich gegen Hitler zu erkl\u00e4ren. Die Wehrmachtsoffiziere z\u00f6gerten, sich dem kommunistisch dominierten\u00a0Nationalkomitee Freies Deutschland\u00a0anzuschlie\u00dfen. Sie f\u00fchlten sich aber auch von Hitler verraten, der durch sinnlose Durchhaltebefehle den Tod von mindestens 100.000 Soldaten bei Stalingrad verursacht hatte.<\/p>\n<p>Im September 1943 wendeten sich schlie\u00dflich einige deutsche Generale aus der Gefangenschaft heraus gegen Hitler: Sie gr\u00fcndeten den\u00a0Bund Deutscher Offiziere. Sie waren auch mit dem Versprechen gek\u00f6dert worden, die Sowjetunion setze sich f\u00fcr den territorialen Fortbestand Deutschlands in den Grenzen von 1937 ein, wenn der Offiziersbund einen Staatsstreich gegen Hitler bewirken k\u00f6nne. Die deutschen Offiziere sahen aber ihre Erwartungen in zweifacher Hinsicht bald entt\u00e4uscht: Zum einen blieben die Appelle des Nationalkomitees wirkungslos. Zum anderen gingen die Hoffnungen auf die \u00dcberwindung der Kluft zwischen der kommunistischen Ideologie und dem b\u00fcrgerlichen Nationalbewusstsein der deutschen Soldaten nicht in Erf\u00fcllung.<\/p>\n<h3>Fahnenflucht als Widerstand<\/h3>\n<p>Tausende von deutschen Soldaten haben im Zweiten Weltkrieg versucht, sich dem Dienst mit der Waffe zu entziehen. Daf\u00fcr gab es religi\u00f6se und ethische Gr\u00fcnde. Wegen Fahnenflucht ergingen im Laufe des Krieges etwa 35.000 Urteile der Milit\u00e4rgerichtsbarkeit, darunter 22.000 Todesurteile, von denen 15.000 vollstreckt wurden. Keine andere Armee hat so drakonisch agiert wie die Wehrmacht. 2002 erkl\u00e4rte der Deutsche Bundestag die Urteile der gnadenlosen Wehrmachtsrichter pauschal f\u00fcr nichtig und machte damit deutlich, dass Deserteure mit ihrer Verweigerung Widerstand geleistet hatten.<\/p>\n<h3>Geschichtsbilder im Widerstreit<\/h3>\n<p>In der DDR stand der Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit im Zeichen der ausschlie\u00dflichen Heroisierung des kommunistischen Widerstandes. Ein ritualisierter Antifaschismus-Begriff gruppierte die KPD und einzelne kommunistische Widerstandsgruppen in ein Gesamtbild, in dem es nur eine einzige Gegenkraft zum Nationalsozialismus gegeben hatte, n\u00e4mlich die in die SED einm\u00fcndende kommunistisch dominierte Arbeiterbewegung. Der zum antifaschistischen Mythos stilisierte Widerstand wurde sowohl f\u00fcr das eigene Geschichtsbild wie zur Abgrenzung gegen die Bundesrepublik instrumentalisiert. In der DDR wurden kommunistische Widerstandsk\u00e4mpfer geehrt, von denen man im Westen nie geh\u00f6rt hatte.<\/p>\n<p>Dagegen war im Osten vom Kreisauer Kreis und vom Goerdeler-Kreis, die in der Bundesrepublik als Inkarnation des Widerstands schlechthin gefeiert wurden, kaum die Rede. In einer Geschichtskultur, die an historischer Gerechtigkeit orientiert ist und objektiven Kriterien folgt, muss aber Raum sein f\u00fcr alle Str\u00f6mungen des Widerstands gegen den Nationalsozialismus, f\u00fcr die aus b\u00fcrgerlich-konservativer Wurzel wie dem 20. Juli ebenso wie f\u00fcr den\u00a0Internationalen Sozialistischen Kampfbund\u00a0und die anderen aus der Tradition der Arbeiterbewegung sch\u00f6pfenden Widerstandsgruppen einschlie\u00dflich der Kommunisten.<\/p>\n<h3>M\u00f6glichkeiten und Grenzen deutschen Widerstands<\/h3>\n<p>Das eigentliche Problem des deutschen Widerstands wurde durch die Erinnerungskonkurrenz lange verdr\u00e4ngt: Warum leisteten so wenige Widerstand, warum regte sich die Opposition gegen das Hitlerregime so sp\u00e4t und warum war sie so wenig erfolgreich? F\u00fcr viele Deutsche ergab sich aus der \u00dcberlagerung von NS-Diktatur und Krieg ein Zwiespalt, dem sie auch nach dem Zusammenbruch der NS-Herrschaft nicht entrinnen konnten. Sie steckten im Dilemma, einerseits Kritik am Nationalsozialismus und Ablehnung des Regimes und seiner Methoden zu empfinden, aber andererseits waren sie von Pflichtbewusstsein und dem Gef\u00fchl durchdrungen, vor allem den \u00e4u\u00dferen Feinden und Gefahren standhalten zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Den Soldaten und Beamten und den meisten anderen \u201eVolksgenossen\u201c auch manchen \u201eParteigenossen\u201c, war es am Ende des \u201eDritten Reichs\u201c wohl klar, dass es ein Unrechtsstaat war, dem sie dienten. Sie wussten, dass Hitler den Zweiten Weltkrieg ausgel\u00f6st hatte, dass grauenhafte Verbrechen begangen worden waren, aber sie sahen es trotzdem als ihre erste Pflicht, das Vaterland gegen die feindlichen Armeen zu verteidigen. 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