{"id":32148,"date":"2023-07-17T14:33:23","date_gmt":"2023-07-17T12:33:23","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=geistliche-landschaften"},"modified":"2024-12-17T10:31:54","modified_gmt":"2024-12-17T09:31:54","slug":"geistliche-landschaften-kloester-und-stifte-in-bayern-franken-und-schwaben-als-raum-und-kulturbildner","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/geistliche-landschaften-kloester-und-stifte-in-bayern-franken-und-schwaben-als-raum-und-kulturbildner\/","title":{"rendered":"Spiritual Landscapes"},"content":{"rendered":"<p>Ob im Norden, S\u00fcden, Westen oder Osten \u2013 \u00fcberall in der Bundesrepublik, \u00d6sterreich, Italien und in der Schweiz sind Ordensgemeinschaften beheimatet. Manche schaffen es sogar in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen zu werden. Das ehemalige Benediktinerkloster Corvey bei H\u00f6xter in Nordrhein-Westfalen ist so ein Fall. Die Abtei mit dem karolingischen Westwerk und den Resten der mittelalterlichen Klosterstadt\u00a0Civitas Corvey\u00a0war im Juni 2014 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erkl\u00e4rt worden. Das Weltkulturerbe kam auch in das baden-w\u00fcrttembergische\u00a0Maulbronn. Maulbronn gilt als eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Klosteranlagen n\u00f6rdlich der Alpen. Architektur und Kulturlandschaft der Zisterzienser sind dort \u2013 und nicht nur dort \u2013 nahezu unverf\u00e4lscht bis heute sichtbar.<\/p>\n<p>Neben den Weltkulturerbe-St\u00e4tten erinnern ungez\u00e4hlte Klosterstra\u00dfen und Klosterviertel in vielen St\u00e4dten neben den alten Stadth\u00f6fen der Landkl\u00f6ster \u2013 ihnen kam wie den Ebra-<br \/>\ncher Klosterh\u00f6fen in den Reichsst\u00e4dten Schweinfurt und N\u00fcrnberg nicht nur wirtschaftliche Bedeutung zu \u2013 als Plan- und Bauzeugen an die vergangene Zentralit\u00e4t geistlicher Institute auch ohne UNESCO-Siegel. Das trifft selbst f\u00fcr Orte wie Berlin zu, die seit der Reformation ihre Kl\u00f6ster s\u00e4kularisierten. Benediktiner- und Zisterzienserkl\u00f6ster erschlossen bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts in S\u00fcddeutschland nicht nur ihr agrarisches Umland, sondern sie blieben \u00fcber zahlreiche Stadth\u00f6fe auch in die sp\u00e4tmittelalterliche und fr\u00fchmoderne urbane Entwicklung eingebunden. Die w\u00fcrttembergische Zisterzienserabtei Bronnbach (Abb. n\u00e4chste Seite) verf\u00fcgte \u00fcber Stadth\u00f6fe in Wertheim, Miltenberg, W\u00fcrzburg, Aschaffenburg und Frankfurt am Main.<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3>Kloster- und Kulturlandschaft<\/h3>\n<p>Auch die Geschichte Bayerns ist ohne seine Kl\u00f6ster und Stifte nur schwer vorstellbar \u2013 das haben selbst kirchenkritische bayerische Landeshistoriker wie Karl Bosl stets so gesehen und entsprechende Forschungsprogramme auf den Weg gebracht. Die Landes- und Kirchengeschichte wurde hierbei durch die regionale Orts-, Kreis- und Namensforschung unterst\u00fctzt. Einschl\u00e4gige Flur-, Stra\u00dfen- und (geografische) Landschaftsnamen, die auf fr\u00fcheren Klosterbesitz verweisen, m\u00fcssen richtig zugeordnet werden.<\/p>\n<p>So f\u00fchrt das Stiftland der Oberpfalz Teile des Klosterterritoriums der ehemaligen Zisterzienserabtei Waldsassen im Namen bis heute weiter. Das Werdenfelser Land erinnert an die 1802 s\u00e4kularisierte gleichnamige Burgherrschaft des Hochstifts Freising und der oberbayerische Pfaffenwinkel \u2013 der Erstbeleg stammt aus dem Jahr 1756 \u2013 an die ehemaligen Kl\u00f6ster Andechs, Benediktbeuern, Bernried, Die\u00dfen, Ettal, Polling, Schlehdorf, Wessobrunn und die Wieskirche um das Kerngebiet im heutigen Landkreis Weilheim-Schongau. Die Forschung hat dies als eine relativ junge Form von landschaftlicher Sakralisierung interpretiert.<\/p>\n<p>Das \u201eKloster\u201c vom lateinischen Begriff\u00a0claustrum\u00a0abstammend, ist ein Ort, in dem kontemplative Begegnungen von Menschen in einer gemeinschaftlichen Lebensweise beziehungsweise einer\u00a0vita communis\u00a0den Alltag markieren. Kl\u00f6ster \u2013 und zu einem gewissen Teil auch die von ihrer Verfassung weniger weltabgewandt ausgerichteten Stifte \u2013 sind gerade wegen ihrer kontemplativen Ausrichtung in unserer schnelllebigen Konsum-, Medien- und Industriegesellschaft wieder interessant geworden.<\/p>\n<p>Unterschiedliche Ensemble- und Geb\u00e4udetypen sind bis heute in der\u00a0Terra Sacra\u00a0Europas, Deutschlands und Bayerns von Bedeutung, welche etwa f\u00fcr wirtschaftliche, religi\u00f6se, politische oder auch kulturelle Zwecke genutzt werden. Dank vorz\u00fcglicher \u00dcberlieferung ist es auch heute noch m\u00f6glich, innerhalb der historisch gewachsenen Klosterlandschaften detaillierte Entwicklungen im Kloster, im Konvent, in den inkorporierten Pfarreien und im Territorium in den Blick zu nehmen. Wir blicken sozusagen hinter die Mauern bestehender wie s\u00e4kularisierter Kl\u00f6ster sowohl in S\u00fcddeutschland als auch in vergleichender Perspektive in andere europ\u00e4ische Regionen.<\/p>\n<p>Benediktinische wie auch generell monastische Botschaften lie\u00dfen sich andererseits nur in den seltensten F\u00e4llen hinter Mauern verbergen, denn sie wurden \u00fcber die Verk\u00fcndigung des Wortes Gottes in die kleine bis gro\u00dfe Welt au\u00dferhalb der Klostermauern getragen. Die Inkorporation zahlreicher Pfarreien in Klosterhand sprachen hier ebenso f\u00fcr die verbale Pr\u00e4gung einer Landschaft wie die Kanzeln der Klosterkathedralen. Die\u00a0ber\u00fchmte Schiffkanzel der Klosterkirche Irsee \u2013 sie erinnert an den Sieg der christlichen Flotte gegen das Osmanische Reich 1571 bei Lepanto \u2013 steht f\u00fcr die raumpr\u00e4gende Funktion von Predigt und Verk\u00fcndigung. Auch in der Regensburger Benediktinerabtei St. Emmeram verk\u00fcndete man in unmittelbarer protestantischer Nachbarschaft der Reichsstadt an der Donau von der pr\u00e4chtige Kirchenkanzel \u00fcber Jahrhunderte katholische Botschaften, die regionale Konfessionsr\u00e4ume stabilisierten.<\/p>\n<p>Klosterlandschaften k\u00f6nnen ferner, wie eine 1783 vollendete Kartensammlung der w\u00fcrttembergischen Benediktinerabtei Zwiefalten zeigt, \u00f6konomisch konkretisieren. Der Kartograph Placidus Welscher widmete sein handkoloriertes Werk im barockem Schmuckrahmen dem regierenden Abt Nikolaus II. Schmidler (1765\u20131787). Ziel der Auftragsarbeit war Ordnung zu bringen in das uneinheitliche und un\u00fcbersichtliche System der bisherigen Zehent- und Kornabgaben an das Kloster mit Hilfe von Detailkarten mit Ortsdetails, Flurnummern und einer ma\u00dfstabsgetreuen Wiedergabe der Acker- und Getreidelandschaft in \u201e\u00d6schen\u201c (Abb. n\u00e4chste Seite).<\/p>\n<p>Es bleibt die Frage, ob wiederbegr\u00fcndete Kl\u00f6ster nach der Aufl\u00f6sung und S\u00e4kularisation alter Orden, Reichskl\u00f6ster und Reichsstifte in heutiger Zeit die weltlich orientierten Traditionen der\u00a0Germania Sacra\u00a0fortf\u00fchren. Wie geht man mit dem kulturellen Erbe vor Ort um? Eine solche Frage belastet heute viele Konvente, beispielsweise auch die \u00fcberalterte, sich bescheiden gebende Ordensgemeinschaft der Dominikanerinnen im ostschw\u00e4bischen Wettenhausen, wo die Augustiner-Chorherren vor 1802\/03 Kloster und die Kirche zu einem Zentrum im reichsunmittelbaren Territorium ausbauten.<\/p>\n<p>Der imposante ehemalige Kaisersaal (Habsburgersaal) diente in diesem landschaftsbildenden Kontext der Verherrlichung des Hauses \u00d6sterreich; heute steht er au\u00dfer bei Schul- und Konzertveranstaltungen meist leer. Liegen die M\u00f6glichkeiten einer Wiederbelebung alter Klosterlandschaften in der Eventkultur? 2019 organisierte man jedenfalls in Wettenhausen ein illuminiertes Klosterfestival mit einer \u201elangen Nacht im Kloster\u201c, das laut Bericht der Augsburger Allgemeinen Zeitung Tausende von Besuchern anlockte.<\/p>\n<p>Kloster- und Sakrallandschaften interpretierte man in der Forschung als weitgehend einheitliche und geschlossene Gebiete. Dem Landschaftsbegriff wurde dabei in j\u00fcngerer Zeit beinahe eine inflation\u00e4re Verbreitung zuteil; das galt insbesondere auch f\u00fcr die Denkmalpflege, die Kunst-, Kultur- und Geschichtswissenschaften. Es fehlten bei vielen Untersuchungen allerdings nicht nur in r\u00e4umlicher Sicht harte Kriterien um festzustellen, wo die Landschaften denn endeten und wie dicht sie im Kern strukturiert sein mussten, um karten- und raumtauglich zu sein. F\u00fcr die Oberpf\u00e4lzer Klosterlandschaft verwiesen Tobias Appl und Manfred Knedik dabei auf jeweilige Ordensniederlassungen, die \u201eauf ganz unterschiedliche Art und Weise zueinander in Beziehung\u201c traten, auf die Pr\u00e4senz der Kl\u00f6ster in den Landtagen, auf das standeskonforme Bewusstsein der Pr\u00e4laten, auf ein \u00fcber Gebetsverbr\u00fcderungen bef\u00f6rdertes ordensunabh\u00e4ngiges Zusammengeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl oder auf wechselseitige Besuche unter \u00c4bten, Pr\u00f6psten und M\u00f6nchen, wie sie beispielsweise in den\u00a0Annales\u00a0der Pr\u00e4monstratenserklosters Speinshart dokumentiert wurden.<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3>Die Landschaft und ihre Grenzen im Kartenbild der Zeit<\/h3>\n<p>Lange bevor seit den 1980er Jahren der\u00a0iconic turn\u00a0auch die europ\u00e4ische Geschichtsschreibung zu beeinflussen begann, konnte sich die Kartographie als ein interdisziplin\u00e4res, \u00fcberwiegend jedoch bis heute geowissenschaftlich erforschtes Fach etablieren. In Stadt- und Staatsarchiven wurden aus praktischen und konservatorischen Gr\u00fcnden oft bereits im 19. Jahrhundert umfangreiche Kartensammlungen als\u00a0Selekt\u00a0gebildet. Sie bildeten f\u00fcr die historische und geowissenschaftliche Forschung zwar eine reiche Quellengrundlage, doch ging der Entstehungskontext bisweilen verloren. F\u00fcr die in bayerischen Staatsarchiven liegenden Reichskammerprozesse wurde in den letzten Jahrzehnten der Kontext von Plan, Karte und Aktenf\u00fchrung allerdings musterg\u00fcltig wiederhergestellt.<\/p>\n<p>Bezieht man in unsere \u00dcberlegungen auch die Siedlungs- und Herrschaftsgebiete alteurop\u00e4ischer F\u00fcrstbist\u00fcmer ein, so sprechen wir statt von Klosterlandschaften besser von Sakrallandschaften. Im Kartenbild ausgew\u00e4hlter Hochstifte und Kl\u00f6ster konkretisierte sich der beherrschte Raum als Landschaft.<\/p>\n<h4>Forstvermessungen durch die Bisch\u00f6fe von Eichst\u00e4tt<\/h4>\n<p>F\u00fcr die bildliche und rechtliche Sicherung eines Teils der Eichst\u00e4tter Landschaft dient uns ein pr\u00e4zis gefertigter\u00a0Geometrische[r] Grundri\u00df\u00a0des Pf\u00fcnzer Forstes aus dem Jahr 1784. Der Grundriss des Forstes, den der Flurmesser und Mathematiker Ignaz Pickel im Auftrag des Eichst\u00e4tter F\u00fcrstbischofs Johann Anton III. fertigte, ist dabei ein erstes und sehr repr\u00e4sentatives Beispiel f\u00fcr die Notwendigkeit, selbst mit gro\u00dfformatigen und federgezeichneten Karten territoriale Grenzen und Privilegien abzusichern. Die Gr\u00f6\u00dfenma\u00dfe sind ma\u00dfstabsgerecht in\u00a0Decimalschuhen\u00a0angegeben, ein Stern zeigt die nach S\u00fcdwesten ausgerichteten Himmelsrichtungen an. In der Bildlegende werden sowohl bedrohte Eichst\u00e4tter Privilegien \u2013 das Fischerei- und Jagdrecht \u2013 als auch die Hilfsmittel des Geometers \u2013 Ma\u00dfstab, Messlatte, Fernrohr, Globus und Winkeleisen \u2013 vorgestellt.<\/p>\n<h4>Grenzsicherung im Banzer Klosterland<\/h4>\n<p>Klosterlandschaften mussten sich im Alten Reich stets auch gegen\u00fcber weltlichen Anrainern abgrenzen. Als Beispiel f\u00fcr zahllose Grenzvertr\u00e4ge und zugeh\u00f6rige Kartenwerke stellen wir \u00e4ltere Grenzregulierungen aus der oberfr\u00e4nkischen Benediktinerabtei Banz vor, die 1786 kartographisch festgehalten wurden. Sie wirkten landschaftsbildend. Im Jahr 1661 bereinigten das Bamberger Hochstift und das s\u00e4chsische F\u00fcrstentum Coburg ihre seit langer Zeit strittigen Hochgerichtsgrenzen im oberfr\u00e4nkischen Itzgrund. Dies war in der Grenzregion Anlass auch f\u00fcr die dort beg\u00fcterte Benediktinerabtei Banz, ihrerseits die dort limitierte Zent gegen Coburg und Bamberg mit roter Linie kartographisch kr\u00e4ftig zu markieren.<\/p>\n<p>Der Banzer Abt Michael St\u00fcrzel (1648\u20131664) lie\u00df auf Anraten des Bamberger Bischofs am Ende des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Kriegs \u201e\u00fcber den district gegen die Coburgischen Landen einen chorographischen abri\u00df uffs ehiste verfa\u00dfen, um ihn au\u00dff\u00fchrlich von einer gr\u00e4ntzschaidung zur andern beschreiben [zu] la\u00dfen, und f\u00fcrderlich anhero [nach Bamberg zu] \u00fcbersenden\u201c. Zur Begr\u00fcndung f\u00fchrte er an, dass die Landvermessung \u201ezu demonstrirung und erhaltung di\u00dfeitig rechtens [und Herkommens] sehr bef\u00fcrderlich, und zwar vor allen dingen n\u00f6thig sein will\u201c. Grenz- und Geleitsteine, Marters\u00e4ulen, Markierungsobjekte wie B\u00e4ume und Gew\u00e4sser, Wegegabelungen und Stra\u00dfen oder Einzelgeh\u00f6fte und M\u00fchlen veranschaulichten eine mit Privilegien ges\u00e4ttigte Vergangenheit entlang eines alten fr\u00e4nkischen\u00a0Fraisch-Bezirks.<\/p>\n<p>Es bleibt festzuhalten, dass das gut erforschte Feld historischer Kartografie f\u00fcr die Fragen nach landschaftspr\u00e4genden Faktoren von Relevanz ist und k\u00fcnftig st\u00e4rkere Beachtung verdient.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Wallfahrtskirchen, Kl\u00f6ster und Stiftsgeb\u00e4ude als Zentren<\/h3>\n<p>Vieles spricht f\u00fcr die Konsistenz von Sakral- und Klosterlandschaften, wenn wir Wallfahrtskirchen und Wallfahrtszentren in die Untersuchung einbeziehen. Die Wallfahrt wurde in Mittelalter und Fr\u00fcher Neuzeit zum Glaubenszeugnis, vor allem wenn Pilgerwege zu den Wallfahrtsorten weit, m\u00fchsam und gef\u00e4hrlich waren. Deshalb hatte bereits das Gel\u00f6bnis als\u00a0votum peregrinationis, eine Wallfahrt innerhalb einer bestimmten Frist anzutreten, wichtige Bedeutung. Das Votum war vor allem bei Fernwallfahrten \u00fcblich und Wallfahrtskirchen zogen sich wie Perlenschn\u00fcre \u00fcber die Landschaft.<\/p>\n<p>Die Erforschung der Wallfahrt, einzelner Wallfahrtsorte und ihrer Kulte sowie der Pilgerwege ist seit langer Zeit ein etabliertes Feld kirchen- und landeshistorischer sowie volkskundlicher Recherche. Neuerscheinungen betonen ein zeitloses Forschungsanliegen. Wallfahrtskalender versprechen au\u00dferdem bis heute euphorisch: \u201eWallfahrtskirchen sind faszinierende Orte der Besinnlichkeit und bergen eine lange christliche Tradition in sich. Erleben Sie erhabene Bauwerke, in denen sich Himmel und Erde ber\u00fchren von der Basilika Mari\u00e4 Geburt in der Steiermark bis zum Mont Saint-Michel in der Bretagne. Eine beeindruckende Bilderserie, die jedermann zu einer Pilgerreise einl\u00e4dt.\u201c<\/p>\n<p>Der zeitliche Forschungsfokus lag naturgem\u00e4\u00df in der Entstehungs- und Bl\u00fctezeit einzelner Wallfahrtszentren, weniger in der Sp\u00e4tzeit als die bei\u00dfende Kritik und der Spott reliquien- und wunderverachtender Aufkl\u00e4rer einsetzte. Hier wollen wir mit Blick auf die Landschaft einen Schwerpunkt setzen, um das Wallfahrtsgeschehen in den generellen Kontext von Normenentwicklung vom 17. bis 19. Jahrhundert zu stellen, und um nach der speziellen Fr\u00f6mmigkeits- und Kirchenkritik in der Aufkl\u00e4rung am Wallfahren zu fragen.<\/p>\n<p>Konservative Kirchenkreise sahen im Verweis auf Kirchen-, Prozessions-, Kreuzgangs- und Wallfahrtordnungen einen Hoffnungsanker gegen die Fundamentalkritik am Glaubensritus, an Fr\u00f6mmigkeitsherkommen und an dem als Aberglauben verketzerten, aber f\u00fcr bl\u00fchende Wallfahrten wie im \u00f6sterreichischen Mariazell oder im Schweizer Maria Einsiedeln unverzichtbaren Heiligen- und Reliquienkult.<\/p>\n<p>So weigerte sich beispielsweise 1787 der Augsburger Domprediger Georg Zeiler gegen\u00fcber dem Domvikariat, von der Kanzel herab das Ende der Bitt- und Kreuzg\u00e4nge zum\u00a0Heiligen Berg\u00a0in Kloster Andechs einzul\u00e4uten. Er verwies vielmehr auf die reinigende Kraft der Kirchennormen: \u201eall das gef\u00e4hrliche, unordentliche, anst\u00f6ssige, vers\u00e4umende und zerstreuende, das mit derle\u00ff Kreutzg\u00e4ngen nothwendig verbunden se\u00ffn mu\u00df, wird verhindert und unm\u00f6glich gemacht, wenn die gl\u00e4ubigen dem Inhalte dieser verordnung nachkom[m]en\u201c. Und der Domprediger seufzte angesichts der verbreiteten Wallfahrtskritik: \u201eIch soll nemlich das volck \u00fcberzeugen von dem, wovon ich mich selbst nicht \u00fcberzeugen kann\u201c.<\/p>\n<p>In seiner Glaubensentscheidung berief er sich neben bisch\u00f6flichen Verordnungen und p\u00e4pstlichen Bullen auf das Vorbild der \u201eber\u00fchmtesten Heiligen, namentlich des H. Ulrichs, Bischofs und Schutzpatronen unserer Di\u00f6cese, der bekan[n]termassen ein grosser Sch\u00e4tzer der Wahlfarten in entlegne Orte war.\u201c Wallfahrtsbegeisterte Kleriker wie Georg Zeiler gerieten aber in der Aufkl\u00e4rung zunehmend in Erkl\u00e4rungsn\u00f6te. Immer weniger Christen glaubten noch das, was beispielsweise f\u00fcr die am burgundischen Wallfahrtsort V\u00e9zelay verehrte Maria Magdalena lange galt: \u201eAus Liebe zu dieser Heiligen vergibt der Herr den S\u00fcndern ihre Vergehen, den Blinden schenkt er das Augenlicht, den Stummen l\u00f6st er die Zunge; Lahme werden aufgerichtet, Besessene vom D\u00e4mon befreit, vielen anderen werden hier unsagbare Wohltaten zuteil.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Wegstationen im Abseits? \u2013 Kreuze, Martern und Kapellen<\/h3>\n<p>Flurkreuze, Bildst\u00f6cke, Erinnerungstafeln (Marterl), Feldkapellen und Br\u00fcckenheilige waren und sind f\u00fcr Reisende Indizien auf und Zeugnisse von aktiven Pfarreien oder ehemals intakten Kloster- oder Sakrallandschaften. Sie stehen in der Regel abseits der Zentren, wodurch sich \u2013 f\u00fcr die Landschaft pr\u00e4gend \u2013 die r\u00e4umliche Dimension sakralen Wirkens erahnen oder zu Fu\u00df erwandern l\u00e4sst. Freilich stehen nicht alle Erinnerungstafeln in einem Zusammenhang mit einem Pfarrsprengel oder der Territorialit\u00e4t im Alten Reich, wenn wir beispielsweise an die zunehmende Zahl von Kreuzen am Stra\u00dfenrand als moderne Erinnerungsriten f\u00fcr Verkehrsopfer denken.<\/p>\n<p>Auch Flurkreuze wurden meist zur S\u00fchne oder zur Erinnerung an Verstorbene errichtet und wurden so nicht unbedingt landschaftspr\u00e4gend, sondern dem Sterbe- oder Ungl\u00fccksort folgend loziert. Dennoch besteht ein direkter Zusammenhang zwischen einer zu Stein gewordenen Erinnerungskultur und regionaler Heiligenverehrung, wenn wir an die Patrone der Bist\u00fcmer, der Pfarr- und Klosterkirchen denken. Die Ulrichs-Verehrung ist eben ein Spezifikum f\u00fcr das Bistum Augsburg. Die Kilians-Memoria pr\u00e4gt das Bistum W\u00fcrzburg, die Heinrich-, Kunigunde- und Otto-Verehrung kennzeichnet das Bamberger Land, w\u00e4hrend man zum Heiligen Valentin und Maximilian nicht nur, aber doch vermehrt im Bistum Passau betet und pilgert. Im Passauer Land suchten die Menschen bei Krankheit, Pestepidemien und T\u00fcrkeneinf\u00e4llen stets Zuflucht beim Heiligen Valentin.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Kl\u00f6sterliche Gr\u00fcndungswellen \u2013 die Zisterzienser in Bayern als Beispiel<\/h3>\n<p>Kl\u00f6sterliche Gr\u00fcndungswellen verdichteten sakrale R\u00e4ume. Exemplarisch w\u00e4hlen wir f\u00fcr diesen landschaftspr\u00e4genden Vorgang die Zisterzienserkl\u00f6ster im Gebiet des heutigen Bundeslands Bayern. Das Land wurde w\u00e4hrend des 12. Jahrhundert von einer f\u00f6rmlichen Gr\u00fcndungswelle der M\u00e4nnerkonvente \u00fcberzogen. In chronologischer Reihenfolge waren dies nach Ebrach (1127) die fr\u00e4nkischen Orte Heilsbronn und Langheim im Jahr 1132, Waldsassen und das schw\u00e4bische Kaisheim\/ Kaisersheim 1133, die bayerischen Kl\u00f6ster Raitenhaslach und Aldersbach 1143 und 1146, 1143 Kloster Walderbach am Regen in der Oberpfalz als Gr\u00fcndung des Burggrafen Otto I. von Riedenburg und schlie\u00dflich Kloster Maria Bildhausen bei M\u00fcnnerstadt im Jahr 1158.<\/p>\n<p>Im 13. Jahrhundert folgten dann noch die Kl\u00f6ster F\u00fcrstenfeld 1258 und F\u00fcrstenzell 1274 sowie Gotteszell 1285 im Bayerischen Wald (Abb. n\u00e4chste Seite). Seit 1247 wirkten bereits Zisterzienserinnen nach der\u00a0Carta Caritatis\u00a0in Seligenpforten und blieben bis zur S\u00e4kularisation dieses Oberpf\u00e4lzer Klosters durch die kurpf\u00e4lzische Landesherrschaft im Jahr 1576. Soweit die Klostergeb\u00e4ude im 20. Jahrhundert noch erhalten waren, \u00fcbernahmen Zisterzienserm\u00f6nche aus Kloster Bronnbach 1931 Seligenpforten, doch wurde diese Niederlassung bei Markt Pyrbaum 1967 wieder aufgegeben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Kl\u00f6sterliche Kommunikation \u2013 Netzwerke einer Landschaft?<\/h3>\n<p>Klosterlandschaften waren stets auch gekennzeichnet durch ein hohes Ma\u00df an personen-, abtei- und ordens\u00fcbergreifender Korrespondenz. Korrespondenz- und Abstimmungsbedarf entstand insbesondere in Krisenzeiten. F\u00fcr die Jahre vor der S\u00e4kularisation ist sie f\u00fcr die bayerische Klosterlandschaft n\u00e4her untersucht worden. In den Kl\u00f6stern der Oberpfalz, sowie Ober- und Niederbayerns wuchsen die Sorgen wegen der ansteigenden Landessteuern und man koordinierte sich, um die drohende S\u00e4kularisation abzuwenden. Wir sind \u00fcber die Regierungsmotive und engen politischen Spielr\u00e4ume seitens der \u00c4bte und Pr\u00f6pste dank der von Winfried M\u00fcller herausgegebenen\u00a0Briefe aus der Landschaft\u00a0f\u00fcr den Zeitraum 1794 bis 1803 (1812) weit besser unterrichtet als in Schwaben oder Franken.<\/p>\n<p>Gerade dort ist der Blick in die Klosterkanzleien besonders interessant, konnte man doch aus dem Umgang des Kurf\u00fcrsten und seiner Regierungen mit dem Stand der Pr\u00e4laten vielleicht exemplarische Lehren ziehen f\u00fcr das, was in den neuen bayerischen Provinzen erst noch kommen sollte. Manche wie Abt Dominikus Weinberger aus Attel \u2013 ein kluger \u00d6konom \u2013 gaben sich k\u00e4mpferisch. In seiner Korrespondenz mit Abt Rupert Kornmann (1757\u20131817) im Kloster Pr\u00fcfening bat er im Februar 1799 um Solidarisierung gegen die bedrohlichen kurf\u00fcrstlichen Klosterkontributionspl\u00e4ne.<\/p>\n<p>\u201eAm 6ten die\u00df [Monats Februar] werde ich in cinere et cilicio zu mittage in M\u00fcnchen eintrefen, in dem Weichenstephenschen kloster-hause absteigen, und eu[er] hochw. hochwohlg[eboren] unges\u00e4umt besuchen. Wir werden uns dann mit vereinten kr\u00e4ften bem\u00fchen, das erfreuliche gesch\u00e4ft, welches in de\u00df der teufel in gnaden hollen wolle, in seine ordentliche und nat\u00fcrliche wege einzuf\u00fchren. Ob es der m\u00fche lohne. fragt sich, denn da\u00df wir allem verbande ungeachtet bezahlen m\u00fcssen, ist von freunden und feinden vorl\u00e4ngst entschieden. [\u2026] Die nachwelt solls aber lesen und vernehmen, da\u00df wir unser schicksal, so viel nur m\u00f6glich, zu erleichtern gesuchet haben, und nur der gewalt gewichen sind. In der krise, in der wir schweben, l\u00e4\u00dft sich wahrlich nichts anders hoffen und erwarten, als der zwang zu geben. Die wolke, die \u00fcber unsern h\u00e4uptern steht, ist zu dicht, als da\u00df sie das licht der besten schriften durchbrechen k\u00f6nnte. Indolente gleichgiltigkeit gegen jedes schicksal der geistlichkeit, gegen religion und religionsdiener macht alle vorstellungen unwirksam.\u201c<\/p>\n<p>Andere zeigten sich grunds\u00e4tzlich pessimistischer, zumal wenn ein Abt wie im Falle Thierhauptens krank darniederlag. Pater Karl Auracher \u00fcbersandte im Juni 1798 anstelle seines erkrankten Abts Michael Schmid (1733\u20131801) an den Kanzler der bayerischen\u00a0Landschaft, Maximilian von Mayrhofen (1757\u20131819), ein Geschenk. Die \u00dcbergabe sollte allerdings standeskonform durch den Abt von Andechs erfolgen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Ergebnisse \u2013 die Landschaft als offener Raum<\/h3>\n<p>In acht Abschnitten trugen wir Argumente vor, die in r\u00e4umlicher Sicht in der einen oder anderen Weise ihren Nukleus im Kloster, im Stift oder in einem Zentrum geistlich-kirchlicher Territorialit\u00e4t hatten. Pr\u00e4zise Kartenwerke sprachen f\u00fcr die Sicherung von Grenzen nach Au\u00dfen und f\u00fcr die Herrschaftsintensivierung nach Innen. Botschaften wurden von den Kanzeln der Kl\u00f6ster an das Kirchenvolk gerichtet. Gleichwohl erstreckten sich die monastischen Kommunikationsnetze mit oder ohne Filiationssystem \u00fcber weite Distanzen. Die Grenzen zu weltlichen Autorit\u00e4ten und Kulturen blieben flie\u00dfend, zumal viele Abteien \u00fcber ihre H\u00f6fe in Residenz-, Amts- und Reichsst\u00e4dten Besitz und Einfluss au\u00dferhalb enger Grenzen zum \u00f6konomischen Vorteil nutzten.<\/p>\n<p>Die Grenzen der Kloster- und Sakrallandschaften blieben so ein st\u00fcckweit diffus; kartographisch sind sie jedenfalls nicht zu erfassen. Sie sind weder mit den Territorien noch mit Ordensprovinzen und schon gar nicht mit Pfarrsprengeln identisch. Wir m\u00fcssen weitere Kriterien heranziehen, um dem Angebot einer Landschaft gerecht zu werden. Lebendige Wallfahrtskirchen, die Aufnahme in die Liste des UNESCO-Kulturerbes und steinerne Zeugnisse f\u00fcr Glauben und Zugeh\u00f6rigkeit, wie wir sie unterwegs in Kapellen und Kreuzen finden, treten hinzu, um die Landschaft zu konkretisieren.<\/p>\n<p>Trotzdem stammt manches, das wir f\u00fcr (katholische) Kloster- und Sakrallandschaften reklamieren w\u00fcrden, aus einem ganz anderen Zusammenhang. Aus dem Archivbestand des protestantischen Konsistoriums im F\u00fcrstentum Schwarzenberg hat sich folgender Appell an die evangelischen Pfarreien der mittelfr\u00e4nkischen Umgebung erhalten: \u201eVon Hochf\u00fcrstl[ichen] Schwarzenbergisch hiesigen Consistorii A.C. [Augsburger Confession] wegen au\u00dfenvermeldten l\u00f6bl[ichen] Pfarre\u00ffen hiermit anzuf\u00fcgen: Von Sommer und Herbst hindurch bekanntlich angehalten allgemeine D\u00fcrre und darauf eingetretenen bis diese Stunde noch trockenen Winter der Erdboden sonderlich in denen schweren Felderen dermassen ausgetrocknet worden, da\u00df dadurch die Saamen in ihrem Aufwuch\u00df behindert sind, sofort auf k\u00fcnfftiges Jahr eine schlechte Erndte anhoffen, vielmehr eine gro\u00dfe Theuerung, und allenthalbigen Brod Mangel bef\u00fcrchten lassen, wozu noch weiter kommet, da\u00df wegen schon einige Zeit her anhaltenden Frost alle W\u00e4sser und Quellen auszutrocknen beginnen, [\u2026] da\u00df daraus eine allgemeine Hungers Not hohnumg\u00e4nglich erfolgen m\u00fc\u00dfte, und nun solchemnach erforderlich se\u00ffn will, durch e\u00fffriges Gebeth und sonstige Bus Andachten sich dem erz\u00fcrnten Gott, welcher dergleichen Straffmittel zur gerechtesten Z\u00fcchtigung unserer Missethaten sich dermalen zu gebrauchen scheinet, in die Arme zu werffen.\u201c<\/p>\n<p>Umgehend folgten \u201ein allen Pfarre\u00ffen\u201c Bu\u00dfpredigten. Und die \u201ehochl\u00f6bl. Regierung zu Schwarzenberg\u201c verordnete f\u00fcr Mittwoch den 17. Dezember 1766 einen strengen Fasten-, Bu\u00df- und Bitttag.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ob im Norden, S\u00fcden, Westen oder Osten \u2013 \u00fcberall in der Bundesrepublik, \u00d6sterreich, Italien und in der Schweiz sind Ordensgemeinschaften beheimatet. Manche schaffen es sogar in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen zu werden. Das ehemalige Benediktinerkloster Corvey bei H\u00f6xter in Nordrhein-Westfalen ist so ein Fall. 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