{"id":32149,"date":"2023-07-17T14:33:24","date_gmt":"2023-07-17T12:33:24","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=barocke-klosterlandschaften-im-bau"},"modified":"2024-12-17T10:49:30","modified_gmt":"2024-12-17T09:49:30","slug":"barocke-klosterlandschaften-im-bau-kloster-und-kirchenbaustelle-des-17-18-jahrhunderts","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/barocke-klosterlandschaften-im-bau-kloster-und-kirchenbaustelle-des-17-18-jahrhunderts\/","title":{"rendered":"Baroque monastery landscapes under construction"},"content":{"rendered":"<p>Der Begriff Klosterlandschaften kann vor dem inneren Auge ein Netz von verstreuten Zisterzienserkl\u00f6stern genauso entstehen lassen wie nah beieinander liegende Pr\u00e4latenkl\u00f6ster oder eine h\u00fcgelige Landschaft, aus der markante Zwiebelt\u00fcrme hervorragen, ein Sinnbild s\u00fcddeutscher Barockkirchen. Mit der Landschaft als Naturraum haben solche Klosterlandschaften allerdings kaum noch etwas gemeinsam. Sie sind vom Menschen geschaffene Architekturen, die in Bezug auf den Raum, in dem sie stehen, eine Kulturlandschaft formen, die stets als ein \u201eErgebnis der Wechselwirkung zwischen naturr\u00e4umlichen Gegebenheiten und menschlicher Einflussnahme im Verlauf der Geschichte\u201c betrachtet werden muss. So formulierte es die Vereinigung der Landesdenkmalpfleger in der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2001 und konstatierte zugleich, dass dynamischer Wandel ein Wesensmerkmal solcher Kulturlandschaften sei. Ein griffiger Kriterienkatalog, der solche Klosterlandschaften und ihre Wandlungsprozesse auf Grundlage wissenschaftlicher Kategorien ausreichend beschreibt, um sie dadurch f\u00fcr die Forschung greifbar und vergleichbar zu machen, bleibt allerdings schwierig.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich kann man festhalten, dass es sich bei Klosterlandschaften um R\u00e4ume handelt, die von religi\u00f6sen Gemeinschaften anhand gleicher Merkmale und entlang politischer, administrativer, religi\u00f6ser oder sozialer Parameter konstituiert wurden. Voraussetzung f\u00fcr einen solchen Zugriff sind Annahmen der Raumsoziologie, wonach R\u00e4ume gerade nicht als feste, topographische Einheiten verstanden werden k\u00f6nnen, sondern als sozial produziert zu betrachten sind. Erst durch die kommunikativen Beziehungen eines Klosters, das in regelm\u00e4\u00dfigem Austausch mit Ordensbr\u00fcdern und -schwestern, Wirtschaftspartnern oder Bildungsinstitutionen stand, bildeten sich R\u00e4ume aus, die es ohne die Kl\u00f6ster und ihr System aus Filialkl\u00f6stern und Ordenskongregationen nicht gab. So k\u00f6nnte man etwa eine Verortung und Verr\u00e4umlichung sozialer Beziehungen im Spiegel bayerischer Klosterlandschaften beobachten.<\/p>\n<p>Die Verengung des Begriffs Klosterlandschaften auf barocke Klosterlandschaften bringt eine weitere, zun\u00e4chst vor allem kunsthistorisch scheinende Dimension hinzu. Das l\u00e4sst sich insbesondere der UNESCO-Welterbe-Konvention von 1972 entnehmen, in der Kulturlandschaften als die Vielfalt der Ergebnisse von Interaktionen zwischen Mensch und Umwelt (\u00a737) beschrieben werden. Eine entsprechende Definition sollte demzufolge zwei Aspekte ber\u00fccksichtigen: Erstens die herausragende Bedeutung f\u00fcr die Menschheit (\u00a736) und zweitens f\u00fcr die geographische und kulturelle Repr\u00e4sentativit\u00e4t. Heinz-Dieter Heimann und Jens Schneider haben diese UNESCO-Kriterien im Jahr 2008 erstmals auf Klosterlandschaften angewendet. Sie betonten dabei vor allem, dass es der UNESCO vorrangig um die Frage ging, was als sch\u00fctzenswertes Kulturerbe einzusch\u00e4tzen sei, weil es einerseits besonders repr\u00e4sentativ und andererseits besonders erhaltenswert sei.<\/p>\n<p>Als in den fr\u00fchen 1980er Jahren gleich zwei bayerische Baudenkm\u00e4ler zu UNESCO-Weltkulturerbest\u00e4tten erkl\u00e4rt wurden, handelte es sich mit der W\u00fcrzburger Residenz und der Wieskirche bei Steingaden um zwei Bauwerke aus der Bl\u00fctezeit des Barock und Rokoko. Seit den 1980er Jahren hat sich der Welterbe-Begriff, der zun\u00e4chst auf einzelne Geb\u00e4udekomplexe angewendet wurde, inhaltlich ge\u00f6ffnet: Neben Naturdenkm\u00e4lern, die inzwischen ebenfalls als sch\u00fctzenswert eingestuft werden, kamen lebendige Traditionen unter dem Begriff des \u201eimmateriellen Kulturerbes\u201c hinzu.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Thematik der Klosterlandschaften hatte das vor allem zwei Auswirkungen: So sind kl\u00f6sterliche Geb\u00e4ude nicht mehr nur im Sinne blo\u00dfer Baudenkm\u00e4ler, sondern allgemeiner als kulturelle Zeugnisse bzw. als Kultur- und Raumbildner zu beurteilen. Entsprechend werden ganze (Kultur-)Landschaften als Welterbe begriffen, wenn sie das Kriterium der jeweils typischen Auspr\u00e4gung einer vom Menschen durchformten Umwelt erf\u00fcllen.<\/p>\n<h3>Akteure auf dem Bau<\/h3>\n<p>An dieser Stelle setzt die landesgeschichtliche Forschung an und fragt nach Mitteln, aber auch Zielen und Dimensionen des menschlichen Eingreifens in den Raum: Wie verbreiteten sich Baustile und Bauausstattungen im gesamten s\u00fcddeutschen Raum von Oberschwaben bis nach B\u00f6hmen? Wie konnten Klosterlandschaften entstehen, die sich bis heute weitgehend als einheitliches Ganzes pr\u00e4sentieren, obwohl sie von unterschiedlichen Auftraggebern, Baumeistern und Handwerksk\u00fcnstlern gestaltet wurden? Inwiefern waren sogenannte Baumeisterschulen wie die der Dientzenhofer, Wessobrunner oder Tessiner und Graub\u00fcndner f\u00fcr die barocke \u00dcberformung in B\u00f6hmen, Bayern und Franken verantwortlich? Waren es die Vorgaben der Bauherren, die hier zum Tragen kamen? Oder waren am Ende finanzielle Mittel ausschlaggebend f\u00fcr die k\u00fcnstlerische Umsetzung, indem sich Sparma\u00dfnahmen oder zeitliche Bauvorgaben indirekt auf den Bau auswirkten?<\/p>\n<p>Im Folgenden stehen also Akteure im Vordergrund; die Menschen, die am Bau beteiligt waren und auf dem Bau arbeiteten. Die barocken Baustellen, auf denen geh\u00e4mmert, ges\u00e4gt und gemauert wurde, sollen dabei als Begegnungsr\u00e4ume betrachtet werden: R\u00e4ume der Arbeitsorganisation, aber auch der Zusammenf\u00fchrung von Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft, Bildung und Ausbildung. Als Quellengrundlage dient hierf\u00fcr vor allem Rechnungs\u00fcberlieferung. F\u00fcr das 17. und vor allem f\u00fcr das 18. Jahrhundert sind zum Teil umfangreiche Baurechnungen \u00fcberliefert, die auch Aufschl\u00fcsse auf die \u2013 zum Teil europaweiten \u2013 Netzwerke der Baumeister, Bauarbeiter und Kunsthandwerker zulassen, die allenfalls punktuell erforscht sind. Aber was zeigt ein Blick \u00fcber den Bauzaun auf die barocken Baustellen?<\/p>\n<p>Ein Bauboom l\u00e4sst sich f\u00fcr den S\u00fcden des Alten Reiches, in Bayern, B\u00f6hmen und in den habsburgischen Erblanden erst gegen Ende des 17. Jahrhunderts greifen. Zu den ersten Gro\u00dfbauprojekten nach dem Westf\u00e4lischen Frieden z\u00e4hlte das Benediktinerstift in Kempten. Stift und Stiftskirche waren im Jahr 1632 von schwedischen S\u00f6ldnern zerst\u00f6rt worden, so dass eine Erneuerung unumg\u00e4nglich war. F\u00fcrstabt Roman Giel von Gielsberg lie\u00df bereits 1651 den Neubau einer barocken Klosteranlage beginnen. Als Baumeister war zun\u00e4chst der Vorarlberger Michael Beer besch\u00e4ftigt worden, der aus dem Bregenzerwald stammte und dessen Ausbildung zum Maurermeister sich im Raum Nieder\u00f6sterreich und M\u00e4hren fassen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Nur wenige Jahre nach Kriegsende handelte es sich in Kempten um den gr\u00f6\u00dften Bauauftrag im gesamten s\u00fcddeutschen Raum, in dessen Folge parallel mit dem in die H\u00f6he wachsenden Klosterkomplex auch die\u00a0Auer Zunft\u00a0entstand. Michael Beer bildete in diesem neu gegr\u00fcndeten Zunftverband, der auch als Bauhandwerkerschule bezeichnet wird, mindestens 18 Lehrlinge aus. Zu den ersten z\u00e4hlten die Br\u00fcder Michael und Christian Thumb, die ihrerseits zahlreiche Bauauftr\u00e4ge f\u00fcr Kl\u00f6ster im oberdeutschen Gebiet \u00fcbernahmen und die Position der Vorarlberger Baumeister in Schwaben mit Bauwerken wie den Klosteranlagen in Ellwangen, Obermarchtal, Wettenhausen und Zwiefalten festigten. Benediktiner, Dominikaner, Zisterzienser und Pr\u00e4monstratenser geh\u00f6rten zu ihren Auftraggebern. W\u00e4hrend die\u00a0Auer Zunft\u00a0vor allem s\u00fcdwestdeutsche Barockbauten entwarf, etablierte sich parallel dazu im Raum B\u00f6hmen, Franken und Ostbayern die Baumeisterfamilie Dientzenhofer, die sich ebenfalls einen Namen mit italienisch gepr\u00e4gten Barockbauten machte und f\u00fcr zahlreiche \u2013 nicht nur kirchliche \u2013 Auftraggeber t\u00e4tig war.<\/p>\n<h3>Baumotivation und Finanzierung<\/h3>\n<p>Doch warum wurde ab den 1680er Jahren \u00fcberhaupt so viel, so gro\u00df und so barock gebaut? Das Argument, dass sp\u00e4testens 50 Jahre nach den Verheerungen durch den Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg Reparatur- oder Wiederaufbauma\u00dfnahmen notwendig geworden waren, greifen zu kurz. Italienisch gepr\u00e4gte Barockarchitektur war mit etwa einem Jahrhundert Versp\u00e4tung auch n\u00f6rdlich der Alpen zu einem geradezu repr\u00e4sentativen Element der Landesherren geworden. Mit Blick auf die Kl\u00f6ster ist hier auf die Benediktiner hinzuweisen, die in den 1680er Jahren \u2013 endlich \u2013 die p\u00e4pstliche Konzession zur Bildung einer eigenen bayerischen Kongregation erhalten hatten. 19 Abteien geh\u00f6rten ihr an \u2013 darunter nicht alle bayerischen Benediktinerkl\u00f6ster, aber doch ber\u00fchmte Kl\u00f6ster, die im Barock wesentlich ausgebaut und umgestaltet wurden: Benediktbeuern z\u00e4hlt genauso dazu wie Ensdorf, Frauenzell oder Mallersdorf. Es ist auch die Zeit, in der die Kl\u00f6ster der Oberpfalz wieder neu eingerichtet wurden.<\/p>\n<p>Und im \u00dcbergang zum 18. Jahrhundert begann dann nicht nur im Benediktinerorden, sondern auch bei anderen Orden wie den Chorherren, Regularkanonikern, Medikanten- und Reformorden, eine beachtliche Baut\u00e4tigkeit, die in den sichtbaren Formen von Architektur und Bild die Stellung des Klosters definierte und zugleich nach au\u00dfen darstellte. Die Klosteranlagen k\u00f6nnen zweifellos als Konkurrenzunternehmen der m\u00e4chtigen Pr\u00e4laten zum Schlossbau angesehen werden. Aber der barocke Klosterbau ahmte die Residenzschl\u00f6sser des Barock nicht nur nach, sondern etablierte eigene architektonische Formensprachen; \u2013 auch mit Blick auf K\u00f6nigskl\u00f6ster wie z. B. den spanischen Escorial.<\/p>\n<p>Im bayerischen Raum ragt insbesondere der\u00a0schw\u00e4bische Escorial, n\u00e4mlich die Benediktinerabtei Ottobeuren hervor, wo man Mitte des 18. Jahrhunderts mit Hilfe einer Art \u201eMasterplan\u201c, so G. Dischinger, mehr als 50 Jahre hinweg kontinuierlich um-, an- und neu baute. Dahinter steckte eine kalkulierte Langsamkeit: Je langsamer der kontinuierliche Bauprozess vonstatten ging, desto geringer fielen die Bau-Ausgaben im Vergleich zu anderen laufenden Ausgaben im j\u00e4hrlichen Haushaltsbudget ins Gewicht.<\/p>\n<p>Abt Rupert Ne\u00df hatte \u00fcber Jahre hinweg\u00a0Accords-Contracte\u00a0oder\u00a0Bestandts-Contracte\u00a0ausgegeben, in denen jeweils kleinschrittige Arbeiten als Ziel des Accords festgelegt wurden. Der Abt achtete zugleich darauf, dass die Anzahl der Arbeiter auf dem Bau nicht erst in den winterlichen Baupausen kostensparend reduziert wurde, sondern je nach Arbeitsaufwand auch f\u00fcr wenige Tage oder Wochen stets flexibel mit der Anzahl der jeweils besch\u00e4ftigten Bauarbeiter umgegangen wurde. Entsprechend setzte es der verantwortliche Baumeister Simpert Kramer auch um.<\/p>\n<p>F\u00fcr Ottobeuren liegt mit dem Tagebuch des Abts Rupert Ne\u00df eine singul\u00e4re Quelle vor, die sich in weiten Teilen wie eine Art Bauprotokoll auswerten l\u00e4sst. Im Oktober 1717 kurz bevor die Baustelle winterfest gemacht werden sollte, entlie\u00df der Baumeister bereits den Gro\u00dfteil der Gesellen und Tagel\u00f6hner: \u201eNachdeme M. Sympert Kramer von Edlst\u00e4tten laut Accors supra den 12 April[is] 1717 seine Arbeit gemacht, und in rechten Standt gesetzt, so hat er he\u00fct seine Le\u00fcth maistens dimittirt\u201c (Diarium, pag. 1057, zit. nach Dischinger Bd. III\/Quellen, S. 704). Auch wenn er \u201enoch einige [Arbeiter] zuruckh behallten\u201c hatte, um mit ihnen den K\u00fcchenkamin abzuschlie\u00dfen. In Ottobeuren wurde das Gro\u00dfbauprojekt auf diese Weise nicht zu einem finanziellen Drama wie an vielen anderen Baustellen.<\/p>\n<p>Ein Blick in das Pr\u00e4monstratenser-Reichsstift Roggenburg, das Mitte des 18. Jahrhunderts den inzwischen \u00fcber 70 Jahre alten Simpert Kramer mit einem Neubau der Klosterkirche beauftragte, stand allerdings vor dringlicheren Bauma\u00dfnahmen und konnte ein entsprechendes Konzept mit best\u00e4ndigem, langsamem Baufortschritt gar nicht umsetzen. Der Roggenburger Abt klagte dem Abt von Churwalden in einem Brief sein Leid: Es werde ihm leider nicht erspart bleiben, wegen Einsturzgefahr auch noch den S\u00fcdfl\u00fcgel abzurei\u00dfen und neu erbauen zu lassen, wozu ihm Gott Gnade, Geduld und \u2013 Geld gew\u00e4hren m\u00f6ge. Inwiefern hier Entlastungsfloskeln ge\u00e4u\u00dfert wurden, l\u00e4sst sich kaum noch nachweisen. Bauf\u00e4lligkeit oder eine zu geringe Gr\u00f6\u00dfe des Gotteshauses sind letztlich auch Topoi f\u00fcr die Rechtfertigung von Bauma\u00dfnahmen.<\/p>\n<p>Immerhin hatte Roggenburg das Geld klar im Blick, die Finanzierungsabsichten erscheinen machbar, die Sorgen des Abtes moderat. Ganz anders pr\u00e4sentierte sich die Situation allerdings zur gleichen Zeit in Altom\u00fcnster, wo mehrere M\u00f6nche in den 1770er Jahren eine kurf\u00fcrstliche Visitation forderten, um eine eskalierende Situation zwischen Patres und Prior zu entsch\u00e4rfen. Die Kommissare des Geistlichen Rats fanden 21 emp\u00f6rte Patres, Diakone und Laienbr\u00fcder, die zu Protokoll gaben, dass Prior Simon II. B\u00f6ck hinter ihrem R\u00fccken den Kirchenbau und die weltlichen Gesch\u00e4fte des Klosters betreibe. Mit besonders viel Pathos wurde dabei vorgetragen, dass der Wein gestrichen und gegen gepanschtes Bier ersetzt worden sei und nicht mehr geheizt werde, im November.<\/p>\n<p>Die Visitation lie\u00df aber auch den Prior zu Wort kommen, der \u00fcberzeugend darlegen konnte, dass der notwendig gewordene Kirchenbau so strikte Ma\u00dfnahmen n\u00f6tig gemacht h\u00e4tte. Das Budget f\u00fcr den Wein sei ohnehin viel zu gro\u00dfz\u00fcgig angesetzt, so dass er das\u00a0Weingeld\u00a0in H\u00f6he von 210 Gulden f\u00fcr das laufende Jahr komplett f\u00fcr den Kirchenbau einbehalten habe. Bereits seit sieben Jahren liefen die dortigen Bauarbeiten und die Einnahmen deckten zur Zeit der Visitation die Kosten f\u00fcr den laufenden Unterhalt der Konventualen schon l\u00e4nger nicht mehr. In einer rigiden Sparpolitik sah Prior B\u00f6ck daher das einzige Mittel, um die ins Haus stehenden 2.000 Gulden Schulden zu stemmen, die sich aus Materialkosten und auch aus Handwerkerrechnungen zusammensetzten.<\/p>\n<h3>Baumeisterfamilien und Bautrupps<\/h3>\n<p>Die Ausgaben f\u00fcr ausgebildete Handwerker, aber auch f\u00fcr Tagel\u00f6hner und sogenannte Handlanger, die selbst im Winter in den Steinbr\u00fcchen arbeiteten, fanden selbst Eingang in das\u00a0Diarium\u00a0des Ottobeurer Abtes. Neben Informationen \u00fcber die jeweiligen Jahresrechnungen oder Akkordabnahmen gibt Rupert Ne\u00df in seinen Aufzeichnungen auch seltene Einblicke in den Baubetrieb und das Miteinander auf der Baustelle. Fremdl\u00e4ndische Handwerker werden eigens benannt; vor allem handelt es sich hierbei um die \u201eStuccador\u201c \u2013 Tessiner und Graub\u00fcndner \u2013 Stuckateure, die als Personenverbund angestellt wurden. Aber auch bereits an Baustellen des 17. Jahrhunderts geben italienische Abrechnungszettel bis heute Aufschluss \u00fcber fremdsprachige Bauleute, die vor allem beim Innenausbau und bei Dekorationsarbeiten eingesetzt wurden.<\/p>\n<p>Hier scheint den Baumeistern eine entscheidende Vermittlungsrolle zugekommen zu sein, weil zahlreiche Baumeister und Architekten des ausgehenden 17. Jahrhunderts Lehrjahre in Italien verbracht hatten. Sie verf\u00fcgten damit ganz praktisch \u00fcber Sprachkenntnisse, die es ihnen erm\u00f6glichten, zwischen deutschsprachigen und italienischsprachigen Handwerkern zu vermitteln; einerseits sprachlich, anderseits aber auch auf sozialer Ebene: Denn am Bau waren neben wenigen Spezialisten auch zahlreiche ungelernte Tagwerker und Handlangerinnen, also Frauen, und mithelfende Kinder besch\u00e4ftigt. Von einer homogenen Handwerker- oder Kunsthandwerkerschaft kann trotz einiger erfolgreicher Baumeisterfamilien nicht ausgegangen werden.<\/p>\n<p>Diese Baumeisterfamilien stellten vielmehr eine Ausnahme dar. Zu ihnen geh\u00f6rten beispielsweise Mitglieder der Familie Dientzenhofer aus dem Voralpenland, die tats\u00e4chlich f\u00fcr mehr als zwei Generationen eine Vielzahl von Baumeistern stellte. Sie alle lassen sich auf Georg Dientzenhofer den \u00c4lteren zur\u00fcckverfolgen, der von einem Einfirsthof,\u00a0Beim Gugg, in der N\u00e4he des heutigen Bad Feilnbach stammte. Bis auf einen einzigen von insgesamt sechs S\u00f6hnen wurden alle Dientzenhofer Baumeister in B\u00f6hmen, der Oberpfalz und Franken. Selbst zwei Enkel traten in diese Fu\u00dfspuren, was insofern \u00fcberrascht, weil ihnen keine Zunft wie in Au oder in Wessobrunn den Berufsweg vorgegeben oder geebnet hatte.<\/p>\n<p>Nachdem sich der \u00e4lteste Sohn \u2013 Georg Dientzenhofer \u2013 nach einer Maurerlehre und anschlie\u00dfender Gesellen-Wanderschaft um 1675 in Prag niederlie\u00df, folgten ihm alle Geschwister dorthin nach. F\u00fcr diese Entscheidung d\u00fcrfte die schwierige wirtschaftliche Situation im Kurf\u00fcrstentum Bayern in den Jahren nach dem Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg eine Rolle gespielt haben, denn anders als in der Heimat konnte der Bruder in B\u00f6hmen Ausbildungspl\u00e4tze und Arbeitsauftr\u00e4ge vermitteln.<\/p>\n<p>Es entstanden Heiratsverbindungen mit bereits etablierten Baumeisterfamilien, die das Prager B\u00fcrgerrecht besa\u00dfen und es gelang den Dientzenhofer im Dienst von ausw\u00e4rtigen, vor allem oberitalienischen Baumeistern wie Carlo Lurago, Domenico Orsi und Francesco Caratti die barocke Formensprache zu erlernen und in zahlreichen Bauauftr\u00e4gen f\u00fcr den neuen, jetzt kaisertreuen Adel in B\u00f6hmen, aber auch f\u00fcr kl\u00f6sterliche Auftraggeber umzusetzen. Einzelne der Dientzenhofer-Br\u00fcder lernten das Maurerhandwerk erst in Prag, zu ihnen geh\u00f6rte Johann, der in einer Bewerbung im Jahr 1707 darauf hinwies, dass er \u201esich von Jugend an auf die Architektur gelegt [und] hierzu die fundamenta von zwei ber\u00fchmten Baumeistern zu Prag gelernt\u201c habe.<\/p>\n<p>Was die famili\u00e4ren Verbindungen der Dientzenhofer f\u00fcr die geschichtswissenschaftliche Forschung interessant macht, ist, dass sie sich intensiv austauschten, verschiedene Bauauftr\u00e4ge durchaus auch gemeinschaftlich \u00fcbernahmen, vor allem aber, dass ihre Kloster- und Kirchenbauten zwischen B\u00f6hmen und Franken stilbildend wurden. So lassen sich an ihren Bauwerken Elemente einer einheitlich modellierten Klosterlandschaft nachweisen, die sogar \u00fcber den bayerischen Raum hinausweist und die historisch engen Verbindungslinien zwischen B\u00f6hmen und Bayern verdeutlicht.<\/p>\n<p>Dass mit gemeinsamer Herkunft allerdings nicht zugleich eine einheitliche Formensprache einhergehen muss, das zeigen zwei andere Gruppen, die weniger als Baumeisterfamilien, vielmehr als fr\u00fchneuzeitliche Bautrupps bezeichnet werden, um zum Ausdruck zu bringen, dass es sich um Verb\u00fcnde verschiedener Baugewerke handelt, die aber im Verbund arbeiteten, auf die gleiche Herkunftsregion \u2013 im Fall der Tessiner und Graub\u00fcndner Stuckateure \u2013 und den gleichen Zunftverband \u2013 im Fall der Wessobrunner \u2013 verweisen konnten. Diese Bautrupps bewarben sich auch im Verbund und konnten damit punkten, dass sowohl die Bauleitung als auch verschiedene Gewerke in einer Hand lagen und die Organisation der Bezahlung an den verantwortlichen Bauleiter, der wie ein eigenst\u00e4ndiger Unternehmer auftrat, ausgelagert werden konnte.<\/p>\n<p>Vor allem Stuckateure aus dem Raum Graub\u00fcnden und aus dem Tessin waren bekannt f\u00fcr die Bildung solcher Bautrupps. Ihre famili\u00e4ren und beruflichen Netzwerke lassen sich im fr\u00fchneuzeitlichen Rom genauso nachweisen wie im Ostseeraum, ja sie reichten sogar bis ins K\u00f6nigreich D\u00e4nemark-Norwegen und ins Zarenreich. Als T\u00fcr\u00f6ffner f\u00fcr die oberitalienischen Bauleute gilt grunds\u00e4tzlich die Ausbreitung der bereits erw\u00e4hnten italienisch gepr\u00e4gten barocken Formensprache in der Architektur. Es wurden oberitalienische, florentinische und r\u00f6mische Dekorationselemente aufgegriffen und abgewandelt. Was in Rom zu Beginn des 17. Jahrhunderts stilpr\u00e4gend geworden war, wurde in B\u00f6hmen nach der Schlacht am Wei\u00dfen Berg und in vielen s\u00fcddeutschen Territorien sp\u00e4testens nach dem Ende des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges ebenfalls nachgefragt.<\/p>\n<p>Die feineren Stuckrezepte der Graub\u00fcndner und Tessiner \u00fcberzeugten auf zahlreichen Baustellen dadurch, dass sie einen entscheidenden Anteil Gips enthielten. Dadurch konnten feinere, glattere Oberfl\u00e4chen erzeugt werden, die als wesentlich eleganter wahrgenommen wurden. Aber es war nicht nur die Erfahrung im Stuckieren gro\u00dfer Wand- und Deckenfl\u00e4chen, mit denen sich die \u00fcberregionalen Wanderungsbewegungen gerade dieser Stuckateure erkl\u00e4ren. Ein Blick auf deren Lebens- und Arbeitsbedingungen l\u00e4sst allgemeine R\u00fcckschl\u00fcsse auf die Anforderungen auf barocken Baustellen zu. Insbesondere wenn dabei die wirtschaftlichen Bedingungen in den Herkunftsregionen ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n<p>Denn f\u00fcr Graub\u00fcnden und das Tessin lassen sich im ausgehenden 17. und beginnenden 18. Jahrhundert \u00e4hnliche Auswanderungsmotive vermuten wie sie bereits f\u00fcr die Dientzenhofer skizziert wurden. Zwar befanden sich die Alpent\u00e4ler, aus denen die ber\u00fchmten Stuckateurs-Dynastien stammten, nicht in einer m\u00fchsamen wirtschaftlichen Konsolidierungsphase wie im Kurf\u00fcrstentum Bayern nach dem Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg. Die wirtschaftlichen Bedingungen im Tessin und insbesondere in den langgezogenen T\u00e4lern entlang des Comer Sees waren allerdings \u00e4hnlich desolat f\u00fcr spezialisierte Bau- und Kunsthandwerker.<\/p>\n<p>Das Gebiet geh\u00f6rte in der Fr\u00fchen Neuzeit zum Herzogtum Mailand, das seit der Mitte des 16. Jahrhunderts und bis ins fr\u00fche 18. Jahrhundert unter spanischer Herrschaft stand. Den\u00a0Maestri Comacini, den Baumeistern vom Comer See gelangen seit dem fr\u00fchen 17. Jahrhundert erstaunliche Karrieren zwischen Oberitalien und den Territorien n\u00f6rdlich der Alpen. Mit Blick auf die Motive hinter den Migrationsprozessen hat die \u00e4ltere Forschung vor allem sogenannte Push-Faktoren betont, die in den schlechten wirtschaftlichen Ausgangsbedingungen in den oft schmalen Alpent\u00e4lern den vorrangigen Grund daf\u00fcr sah, dass so ungew\u00f6hnlich viele Stuckateure und Baumeister aus Graub\u00fcnden und dem Tessin kamen.<\/p>\n<p>Zugespitzt formuliert seien die Hauptmotive erstens in den kargen Lebensverh\u00e4ltnissen in den B\u00fcndner und Tessiner D\u00f6rfern zu suchen, die eng mit den naturr\u00e4umlich-topographischen Voraussetzungen der Alpent\u00e4ler verbunden waren, wo auf kargen B\u00f6den keine ertragreiche Landwirtschaft m\u00f6glich war, aber der Zugang zu wichtigen Handels- und Passstra\u00dfen die Entwicklung einer jahrhundertelangen Auswanderungstradition beg\u00fcnstigte. Zweitens fehlten vor Ort schlicht Auftraggeber. Die \u201aSpanische Zeit\u2018 von 1535 bis 1714 wurde damit zu einer wirtschaftlichen und kulturellen Sackgasse stilisiert, gepr\u00e4gt durch Stagnation und R\u00fcckst\u00e4ndigkeit.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund wurde in der Migrationsforschung f\u00fcr diese oberitalienischen Alpenregionen lange davon ausgegangen, dass Verarmung, Bev\u00f6lkerungs\u00fcberschuss und zunehmender fiskalischer Druck von Zentral- und Mittelbeh\u00f6rden letztlich zu einer verst\u00e4rkten Migration gef\u00fchrt h\u00e4tten: erst nach Rom in den Kirchenstaat und zu den r\u00f6mischen Adelsfamilien und ihren kleinen und gr\u00f6\u00dferen Haus- bzw. Hofhaltungen, dann nach Ost- und Mitteleuropa und nach dem Ende des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges auch nach Norden in den Bereich des Alten Reiches, wo nach dem langen Krieg alle Zeichen auf Wiederaufbau standen \u2013 in enger Verbindung mit dem Anspruch, moderne barocke Bauformen umzusetzen. Was sich auf den ersten Blick durchaus \u00fcberzeugend anh\u00f6rt, muss bei einem n\u00e4heren Blick auf die Quellen jedoch erg\u00e4nzt werden.<\/p>\n<p>So lassen sich die Tessiner Stuckateure im Rom des ausgehenden 16. Jahrhunderts vor allem deshalb finden, weil herausragende Baumeister aus den gleichen Herkunftsregionen an wichtigen Gro\u00dfbaustellen im Kirchenstaat beteiligt waren: Carlo Maderno aus Capolago entwarf u. a. die Fassade von St. Peter. Zur gleichen Zeit waren aber auch Francesco Castelli, genannt Borromini, aus Bissone und Domenico Fontana aus Melide, einem Nachbarort von Bissone in Rom t\u00e4tig. Diese drei sicherlich bekanntesten Baumeister vom Comer See ben\u00f6tigten zur Dekoration der\u00a0palazzi\u00a0und Kirchen wiederum Freskanten, Stuckateure und Bildhauer, die sie vorzugsweise aus ihrem Verwandten- und Bekanntenkreis rekrutierten.<\/p>\n<p>Solche Pull-Faktoren wird in neueren Studien st\u00e4rker nachgegangen, indem Familiennetzwerke rekonstruiert werden. Deutlich wird dadurch, dass die schlechten wirtschaftlichen Bedingungen in den Herkunftsregionen der Bauspezialisten zwar eine Rolle spielten, aber nicht das allein ausschlaggebende Argument sind. Die Migrationsprozesse waren weit mehr als ein rein wirtschaftliches Ph\u00e4nomen, das lediglich Ver\u00e4nderungen in der Erwerbsbev\u00f6lkerung widerspiegelt. Die hohe Mobilit\u00e4t der\u00a0Maestri Comacini\u00a0wurzelte in einem Familiensystem, das sowohl aus regionalen Solidarit\u00e4ten als auch aus engen sozialen Verbindungen bestand.<\/p>\n<p>Neben die r\u00e4umliche N\u00e4he treten hier die famili\u00e4re N\u00e4he und auch tats\u00e4chliche Verwandtschaftsbeziehungen: Die bereits erw\u00e4hnten Baumeister Maderno, Borromini und Fontana stammten einerseits alle aus Orten, die nur wenige Kilometer voneinander entfernt liegen. Andererseits war die Familie Castelli, aus der Borromini stammte, mit den Maderno aus Capolago verwandt. Andere Familien, die in den folgenden 200 Jahren immer wieder als Stuckateure und Baumeister in den Quellen auftauchen, sind die Solari aus Carona, die wiederum mit den della Porta aus Porlezza Heiratsverbindungen eingingen. Die Carloni aus Arogno heirateten in die Familien de Allio und Spazzo aus dem Val d\u2018Intelvi ein. Dieses Tal, das zwischen dem Luganer See und dem Comer See liegt, galt als Heimat von Baudynastien wie den Carlone, den de Allio, Frisoni, Retti oder Lurago.<\/p>\n<p>Aktuelle wirtschafts- und sozialgeschichtliche Forschungen gehen inzwischen davon aus, dass die Handwerker aus dem Val d\u2018Intelvi sogar von einer Rezession, die Como im 17. Jahrhundert erfasst hatte, profitieren konnten. Der vermeintliche wirtschaftliche Niedergang betraf also keineswegs das gesamte Territorium des Herzogtums Mailand, sondern vor allem die urbanen R\u00e4ume. Kleinere Gemeinden und verstreut liegende Ortschaften entlang des Sees und in den Alpent\u00e4lern hatten hingegen keine gravierenden Einschr\u00e4nkungen zu verzeichnen. Preisentwicklung kamen den l\u00e4ndlichen Gebieten sogar entgegen. Entsprechend m\u00fcssen auch die Motive f\u00fcr die Hintergr\u00fcnde der Migrationsprozesse in der Region Como differenziert betrachtet und teilweise neu interpretiert werden.<\/p>\n<p>Wirtschaftliche Not und \u00dcberbev\u00f6lkerung gelten nicht mehr als zentrale Motive hinter den Migrationsprozessen. Vielmehr muss ber\u00fccksichtigt werden, dass f\u00fcr einzelne D\u00f6rfer regelrechte Migrationssysteme nachweisbar sind. Im starken R\u00fcckbezug der mobilen Handwerksk\u00fcnstler zu ihren Herkunftsorten lag ein \u2013 wenn nicht vielleicht sogar\u00a0der\u00a0\u2013 Schl\u00fcssel zum Erfolg dort beheimateter Bautrupps. Und erfolgreich waren die Handwerksk\u00fcnstler insofern, als sie sich \u00fcber Generationen hinweg als gefragte Spezialisten im Baugewerbe halten konnten und die Stuckatur-Moden europaweit pr\u00e4gten; letztlich in einer geradezu monopolartigen Stellung!<\/p>\n<p>Was die oberitalienischen Handwerksk\u00fcnstler konkret auszeichnete und worin sie ihren Konkurrenten etwas voraushatten, war die F\u00e4higkeit, eine Gro\u00dfbaustelle wie z. B. in der Zisterzienserabtei Ebrach in Eigenregie umzusetzen. Damit trafen die Bautrupps einen Nerv der Zeit, weil Bauherren im 17.\/18. Jahrhundert das Ideal einer Architektur vor Augen hatten, die mit Stuck, Fresken und Plastiken zu einem harmonischen Ganzen verschmolz. Daf\u00fcr mussten die Gewerke am Bau allerdings Hand in Hand arbeiten, vom Marmorschneider \u00fcber den Freskanten und Fassmaler bis zum Stuckateur, den Bildhauern, Holzschnitzern und Vergoldern. F\u00fcr die Graub\u00fcndner und Tessiner kam hier das straffe Organisationsprinzip ihrer Werkst\u00e4tten sowie eine relativ gute Ausbildung im Familien- und Freundesverband zum Tragen.<\/p>\n<h3>Alltag auf dem Bau: Mobilit\u00e4tsbereitschaft<\/h3>\n<p>Was f\u00fcr die Mobilit\u00e4tsbereitschaft der Stuckateure bzw. schon der fr\u00fchen Kalkschneider des 16. Jahrhunderts galt, l\u00e4sst sich allerdings nicht ohne weiteres auf andere Gewerke am Bau \u00fcbertragen: So zeigt sich in Rechnungsquellen oft, dass Maurer und Zimmerleute lokal angeheuert wurden. Die einzige Einschr\u00e4nkung war, wenn es sich bei Maurern oder Zimmerern gleichzeitig um die Baumeister handelte. Denn die zeitgen\u00f6ssischen Baumeister hatten im 17.\/18. Jahrhundert sehr h\u00e4ufig eine grundst\u00e4ndige Ausbildung als Maurer. Das galt beispielweise f\u00fcr die Ausbildung von Michael Beer, Simpert Kramer oder Georg Dientzenhofer.<\/p>\n<p>Alle drei hatten zun\u00e4chst das Maurerhandwerk gelernt. Maurer und Stuckateur waren dagegen keine Ausbildungen, die sich gegenseitig bedingten. Aber selbst f\u00fcr Stu\u00adckateure mit lediglich rudiment\u00e4ren Maurerkenntnissen lassen sich einzelne Beispiele finden, in denen sie auch die Bauleitung \u00fcbernehmen konnten. Donato Giuseppe Frisoni ist so ein Fall: Mehr als 26 Jahre lebte der Tessiner aus dem Bergdorf Laino in Ludwigsburg im Herzogtum W\u00fcrttemberg; die ersten sechs Jahre als Stuckateur, dann als verantwortlicher Architekt f\u00fcr die neu entworfene Residenzstadt mit ihren zahlreichen Barockbauten. Das riesige Bauvorhaben konnte Frisoni letztlich nur durch den gezielten Nachzug von Verwandten aus dem Val d\u2018Intelvi bew\u00e4ltigen.<\/p>\n<p>Die Namen der einzelnen Stuckateure sind allerdings nicht immer \u00fcberliefert. In Rechnungen finden sich oft nur Berufsbezeichnungen. Im Gegensatz zu normativen Quellen haben die Quellen, die Einblicke in die tats\u00e4chlichen Abl\u00e4ufe auf dem Bau geben k\u00f6nnten, eine geringere \u00dcberlieferungschance. Baumanuale oder ausf\u00fchrliche Diarien wie im Fall des Ottobeurer Abts Rupert Ne\u00df sind die Ausnahme. Vor diesem Hintergrund bleiben uns Einblicke in die eigentliche Lebenswelt fr\u00fchneuzeitlicher Bauleute meist vorenthalten. Vereinzelte biographische Spuren sind immer \u00fcberliefert. Aber selbst so ber\u00fchmte Stuckateure wie Dominikus Zimmermann bleiben blass. Dabei haben seine Stuckierungen in den fr\u00fchen 1980er Jahren explizit zum Weltkulturerbe-Status der Wieskirche beigetragen \u2026 Und wenn die Quellensituation schon bei diesen \u201eStars\u201c der Barock- und Rokokozeit herausfordernd ist, wie steht es dann erst mit den vielen (beinahe) namenlosen Stuckateuren aus dem Val d\u2018Intelvi, dem Bregenzerwald oder aus Graub\u00fcnden?<\/p>\n<p>Hier wird deutlich, welches Auswertungspotenzial sich in Verwaltungs\u00fcberlieferung der Fr\u00fchen Neuzeit versteckt. Neben normativen Quellen wie Ratsverordnungen, Zulassungsbeschr\u00e4nkungen, Zunftordnungen und Arbeitsvorschriften, lassen sich auch Verwaltungsschriftgut, das in Zollregistern, Rechnungsb\u00fcchern oder Quittungsbelegen vorliegt, Hinweise zu den Arbeitsbedingungen auf dem Bau entnehmen. Aber auch f\u00fcr Migrationsfragen lohnt sich der Blick in die Rechnungsbelege oder in Kirchenb\u00fccher allemal.<\/p>\n<p>Ob es sich bei oberitalienischen Spezialisten auf bayerischen Baustellen tats\u00e4chlich um Saisonarbeiter handelte, die in den Wintermonaten in ihre Heimat zur\u00fcckkehrten, l\u00e4sst sich im Einzelnen nur schwer nachweisen. Man ist vielmehr auf Zufallsfunde angewiesen. F\u00fcr den s\u00fcddeutschen Raum wird allein aus geographischen Gr\u00fcnden eher angenommen, dass Stuckateure lediglich f\u00fcr die Bausaison vom Fr\u00fchjahr bis zum Herbst anheuerten. Die Auswertung von Kirchenb\u00fcchern konnte f\u00fcr einzelne Tessiner dann allerdings die konkreten Details liefern.<\/p>\n<p>Der Stuckateur Geronimo Francesco Andreoli, der im N\u00fcrnberger Raum bei Donato Polli gelernt hatte und in der zweiten H\u00e4lfte des 18. Jahrhunderts vor allem im n\u00f6rdlichen Franken (Bayreuth) t\u00e4tig war, ist so ein Fall: Alle seine Kinder und Patenkinder lie\u00df er in den Wintermonaten in seiner Heimat in der N\u00e4he von Lugano taufen. Die Analyse der Taufb\u00fccher kann so die weiterhin saisonale Arbeit und die regelm\u00e4\u00dfige R\u00fcckkehr ins Tessin in den Wintermonaten nachweisen. Andere Tessiner Stuckateure wurden n\u00f6rdlich der Alpen heimisch, ohne freilich ihre Mobilit\u00e4t aufzugeben.<\/p>\n<p>Andrea Maini (Maynio) soll abschlie\u00dfend das einzigartige Ausma\u00df der fr\u00fchneuzeitlichen Mobilit\u00e4t zum Ausdruck bringen: Maini hatte 1717 einen Vertrag mit dem Abt in Ottobeuren geschlossen, f\u00fcr den er bis ins Fr\u00fchjahr 1728 Stuckierungen ausgef\u00fchrt hatte, ganz nach den Prinzip kontinuierlicher Auftragsvergabe. Zwischendurch war genug Zeit gewesen, dass Maini, der die Stuckierungen in Ottobeuren auch organisierte und je nach Auftragslage an andere Tessiner Stuckateure vergab, in Memmingen und im schw\u00e4bischen Schloss Holzg\u00fcnz t\u00e4tig sein konnte. Am 15. M\u00e4rz 1728 beendete er seinen Auftrag in Ottobeuren, rechnete seinen\u00a0Accords-Contract\u00a0ab und verlie\u00df die Baustelle Ottobeuren in Richtung Gl\u00fcckstadt im Herzogtum Holstein.<\/p>\n<p>Zwar handelte es sich bei der Stadt an der Unterelbe um die Heimatstadt von Mainis Frau, europ\u00e4ischer, exotischer und weiter entfernt von Ottobeuren konnte man sich im fr\u00fchen 18. Jahrhundert einen Ort kaum vorstellen \u2013 jedenfalls aus schw\u00e4bisch-katholischer Perspektive! Bereits im April 1729 war Andrea Maini allerdings schon wieder auf dem Bau in Ottobeuren pr\u00e4sent. Er steht damit stellvertretend f\u00fcr die vielen oberitalienischen Stuckateure, denen ihre eigene Mobilit\u00e4t zugutekam: Dadurch, dass sie in der Regel ohne Familienmitglieder umherreisten, konnten sie deutlich leichter als ihre lokal ans\u00e4ssigen Kollegen von einem Arbeitsort, also von einer Baustelle zur n\u00e4chsten ziehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Begriff Klosterlandschaften kann vor dem inneren Auge ein Netz von verstreuten Zisterzienserkl\u00f6stern genauso entstehen lassen wie nah beieinander liegende Pr\u00e4latenkl\u00f6ster oder eine h\u00fcgelige Landschaft, aus der markante Zwiebelt\u00fcrme hervorragen, ein Sinnbild s\u00fcddeutscher Barockkirchen. Mit der Landschaft als Naturraum haben solche Klosterlandschaften allerdings kaum noch etwas gemeinsam. Sie sind vom Menschen geschaffene Architekturen, die in&hellip;<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":89801,"menu_order":1174,"template":"","meta":{"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","footnotes":""},"class_list":["post-32149","media-library","type-media-library","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","media-library-category-kloster","media-library-category-orden"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.3 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Barocke Klosterlandschaften im Bau - Katholische Akademie in Bayern<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/barocke-klosterlandschaften-im-bau-kloster-und-kirchenbaustelle-des-17-18-jahrhunderts\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_GB\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Barocke Klosterlandschaften im Bau - Katholische Akademie in Bayern\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Der Begriff Klosterlandschaften kann vor dem inneren Auge ein Netz von verstreuten Zisterzienserkl\u00f6stern genauso entstehen lassen wie nah beieinander liegende Pr\u00e4latenkl\u00f6ster oder eine h\u00fcgelige Landschaft, aus der markante Zwiebelt\u00fcrme hervorragen, ein Sinnbild s\u00fcddeutscher Barockkirchen. Mit der Landschaft als Naturraum haben solche Klosterlandschaften allerdings kaum noch etwas gemeinsam. Sie sind vom Menschen geschaffene Architekturen, die in&hellip;\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/barocke-klosterlandschaften-im-bau-kloster-und-kirchenbaustelle-des-17-18-jahrhunderts\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Katholische Akademie in Bayern\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2024-12-17T09:49:30+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/2022-2-56-Kaegler.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"2048\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"1536\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Estimated reading time\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"24 minutes\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/barocke-klosterlandschaften-im-bau-kloster-und-kirchenbaustelle-des-17-18-jahrhunderts\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/barocke-klosterlandschaften-im-bau-kloster-und-kirchenbaustelle-des-17-18-jahrhunderts\\\/\",\"name\":\"Barocke Klosterlandschaften im Bau - Katholische Akademie in Bayern\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/barocke-klosterlandschaften-im-bau-kloster-und-kirchenbaustelle-des-17-18-jahrhunderts\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/barocke-klosterlandschaften-im-bau-kloster-und-kirchenbaustelle-des-17-18-jahrhunderts\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2022-2-56-Kaegler.jpg\",\"datePublished\":\"2023-07-17T12:33:24+00:00\",\"dateModified\":\"2024-12-17T09:49:30+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/barocke-klosterlandschaften-im-bau-kloster-und-kirchenbaustelle-des-17-18-jahrhunderts\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"en-GB\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/barocke-klosterlandschaften-im-bau-kloster-und-kirchenbaustelle-des-17-18-jahrhunderts\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/barocke-klosterlandschaften-im-bau-kloster-und-kirchenbaustelle-des-17-18-jahrhunderts\\\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2022-2-56-Kaegler.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2022-2-56-Kaegler.jpg\",\"width\":2048,\"height\":1536},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/barocke-klosterlandschaften-im-bau-kloster-und-kirchenbaustelle-des-17-18-jahrhunderts\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Barocke Klosterlandschaften im Bau\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\",\"name\":\"Katholische Akademie in Bayern\",\"description\":\"Kirche braucht Debatte: \u201ekatholisch\u201c mit Blick auf das Ganze \u2013 und \u201eakademisch\u201c im Vertrauen auf die Kraft der Argumente\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"en-GB\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#organization\",\"name\":\"Katholische Akademie in Bayern\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Menue-Logo-Home@2x.png\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Menue-Logo-Home@2x.png\",\"width\":496,\"height\":216,\"caption\":\"Katholische Akademie in Bayern\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/www.facebook.com\\\/katholische.akademie.bayern\\\/\"]}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Baroque monastic landscapes under construction - Katholische Akademie in Bayern","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/barocke-klosterlandschaften-im-bau-kloster-und-kirchenbaustelle-des-17-18-jahrhunderts\/","og_locale":"en_GB","og_type":"article","og_title":"Barocke Klosterlandschaften im Bau - Katholische Akademie in Bayern","og_description":"Der Begriff Klosterlandschaften kann vor dem inneren Auge ein Netz von verstreuten Zisterzienserkl\u00f6stern genauso entstehen lassen wie nah beieinander liegende Pr\u00e4latenkl\u00f6ster oder eine h\u00fcgelige Landschaft, aus der markante Zwiebelt\u00fcrme hervorragen, ein Sinnbild s\u00fcddeutscher Barockkirchen. Mit der Landschaft als Naturraum haben solche Klosterlandschaften allerdings kaum noch etwas gemeinsam. Sie sind vom Menschen geschaffene Architekturen, die in&hellip;","og_url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/barocke-klosterlandschaften-im-bau-kloster-und-kirchenbaustelle-des-17-18-jahrhunderts\/","og_site_name":"Katholische Akademie in Bayern","article_publisher":"https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/","article_modified_time":"2024-12-17T09:49:30+00:00","og_image":[{"width":2048,"height":1536,"url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/2022-2-56-Kaegler.jpg","type":"image\/jpeg"}],"twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Estimated reading time":"24 minutes"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/barocke-klosterlandschaften-im-bau-kloster-und-kirchenbaustelle-des-17-18-jahrhunderts\/","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/barocke-klosterlandschaften-im-bau-kloster-und-kirchenbaustelle-des-17-18-jahrhunderts\/","name":"Baroque monastic landscapes under construction - Katholische Akademie in Bayern","isPartOf":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/barocke-klosterlandschaften-im-bau-kloster-und-kirchenbaustelle-des-17-18-jahrhunderts\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/barocke-klosterlandschaften-im-bau-kloster-und-kirchenbaustelle-des-17-18-jahrhunderts\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/2022-2-56-Kaegler.jpg","datePublished":"2023-07-17T12:33:24+00:00","dateModified":"2024-12-17T09:49:30+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/barocke-klosterlandschaften-im-bau-kloster-und-kirchenbaustelle-des-17-18-jahrhunderts\/#breadcrumb"},"inLanguage":"en-GB","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/barocke-klosterlandschaften-im-bau-kloster-und-kirchenbaustelle-des-17-18-jahrhunderts\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/barocke-klosterlandschaften-im-bau-kloster-und-kirchenbaustelle-des-17-18-jahrhunderts\/#primaryimage","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/2022-2-56-Kaegler.jpg","contentUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/2022-2-56-Kaegler.jpg","width":2048,"height":1536},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/barocke-klosterlandschaften-im-bau-kloster-und-kirchenbaustelle-des-17-18-jahrhunderts\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Barocke Klosterlandschaften im Bau"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#website","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/","name":"Catholic Academy in Bavaria","description":"Church needs debate: \"catholic\" looking at the whole - and \"academic\" trusting in the power of arguments","publisher":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"en-GB"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#organization","name":"Catholic Academy in Bavaria","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Menue-Logo-Home@2x.png","contentUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Menue-Logo-Home@2x.png","width":496,"height":216,"caption":"Katholische Akademie in Bayern"},"image":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/"]}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/32149","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library"}],"about":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/media-library"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/32149\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":96530,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/32149\/revisions\/96530"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/89801"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=32149"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}