{"id":32157,"date":"2023-07-17T14:33:30","date_gmt":"2023-07-17T12:33:30","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=denken-am-leitfaden-der-sprache"},"modified":"2024-12-17T11:20:45","modified_gmt":"2024-12-17T10:20:45","slug":"denken-am-leitfaden-der-sprache-100-jahre-rosenzweigs-stern-der-erloesung","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/denken-am-leitfaden-der-sprache-100-jahre-rosenzweigs-stern-der-erloesung\/","title":{"rendered":"Thinking along the lines of language"},"content":{"rendered":"<p>Der Titel des Abends lautet\u00a0Was ist Sprache?. Bei dieser Frage ist es wichtig, sich nicht sofort ihrem Gegenstand \u2013 der Sprache \u2013 zuzuwenden, sondern zuerst zu kl\u00e4ren, welche\u00a0Art\u00a0von Frage hier gestellt wird, wenn die Frage eine genuin philosophische Frage sein soll.<\/p>\n<p>Denn die philosophische Frage r\u00fcckt die Sprache nicht in der Weise in den Blick, wie es die Einzelwissenschaften in ihrer Art des Fragens tun: \u201eWas ist Magnetismus?\u201c, \u201eWas ist Epilepsie?\u201c. Solche Fragen fragen nach unbekannten Sachverhalten in der Welt, um sie vertraut zu machen und zu erkl\u00e4ren. Auf diese Weise kann man nat\u00fcrlich auch nach der Sprache fragen \u2013 dann ist die Sprache aber nicht Thema der Philosophie, sondern Thema einer Einzelwissenschaft, etwa der Linguistik oder der Neurowissenschaft.<\/p>\n<p>Im Unterschied zu solchen Fragen thematisiert die Philosophie das, was in jenen Fragen immer schon vorausgesetzt ist. Diesen nicht ganz einfachen Gedanken kann man einleitend mit Kant so erl\u00e4utern, dass die empirischen Wissenschaften nach Sachverhalten\u00a0in\u00a0der Welt fragen, wohingegen der Philosophie die Welt als solche zum Problem wird. Hierzu ist aber eine grunds\u00e4tzlich ver\u00e4nderte Form des Fragens notwendig. Denn die Welt, die in jeder empirischen Erfahrung als umgreifender Horizont vorausgesetzt ist, kann als Inbegriff dessen, was empirisch erfahren werden kann, selbst keine empirische Erfahrung sein. Die Welt kommt sozusagen\u00a0in\u00a0der Welt nicht vor, ohne deshalb ein Hirngespinst zu sein.<\/p>\n<p>Die Philosophie fragt daher nicht nach etwas, was unabh\u00e4ngig von der Frage vorhanden ist, sondern nach etwas, was immer schon in der Frage als solcher auf unklare Weise impliziert ist. Mit anderen Worten: F\u00fcr das Denken und die Sprache der Philosophie ist eine eigent\u00fcmliche\u00a0Selbstbez\u00fcglichkeit\u00a0wesentlich, die im Denken und in der Sprache immer schon dunkel vorausgesetzt ist und die von der Philosophie aufgekl\u00e4rt werden soll.<\/p>\n<h3>Denken und Sprechen<\/h3>\n<p>Denken und Sprechen sind verwandt, aber nicht identisch. Die Verwandtschaft kommt in der genannten, eigent\u00fcmlichen Selbstbez\u00fcglichkeit zum Ausdruck, zu der Denken und Sprechen f\u00e4hig sind. Wir k\u00f6nnen \u00fcber alles nachdenken und sprechen: \u00fcber das Wetter, den letzten Urlaub oder den Magnetismus. Wir k\u00f6nnen aber auch \u00fcber die Sprache sprechen, \u00fcber das Denken nachdenken.<\/p>\n<p>Der Nichtidentit\u00e4t von Denken und Sprechen kommt man hingegen auf die Spur, wenn man der Frage nachsinnt, ob das Denken oder die Sprache die grundlegendere und bedeutendere Auspr\u00e4gung der Selbstbez\u00fcglichkeit ist. Die philosophische Tradition ist dadurch charakterisiert, dass sie das Denken als grundlegender und bedeutender auffasst, die Sprache hingegen eher selten und fast widerwillig thematisiert \u2013 etwa als mehr oder minder taugliches Instrument zum Ausdruck des Denkens.<\/p>\n<p>Rosenzweigs Denken am Leitfaden der Sprache will im kritischen Gegenzug gegen diese philosophische Tradition deutlich machen, dass das Denken zwar grundlegend ist, dass aber die Sprache, die sich auf der Grundlage des Denkens und seiner Logik erhebt, bedeutender ist als der Grund, auf dem sie ruht.<\/p>\n<p>Rosenzweigs Projekt l\u00e4sst sich vorab mit Hilfe eines Gleichnisses verdeutlichen. Es ist offensichtlich richtig, dass das Fundament f\u00fcr ein Haus im buchst\u00e4blichen Sinne grundlegend ist: auf ihm ruht das Haus und gewinnt so seine Stabilit\u00e4t. Es w\u00e4re aber offensichtlich falsch, wenn man nun aus dem grundlegenden Charakter des Fundaments schlie\u00dfen wollte, der Mensch m\u00fcsse konsequenterweise im Fundament wohnen. Vielmehr lebt der Mensch vern\u00fcnftigerweise in jenen Stockwerken des Hauses, die zwar durch das Fundament begr\u00fcndet und m\u00f6glich gemacht werden, die jedoch nicht mit dem Grund identisch sind, sondern wesentlich \u00fcber ihn hinausgehen, da sie sich \u00fcber ihm erheben.<\/p>\n<p>Rosenzweigs Sprachdenken setzt deshalb beim Denken als Grundlage an, um dann in einem entscheidenden Schritt \u00fcber diesen Grund zur Sprache hinauszugehen. Denn das Denken begr\u00fcndet zwar die menschliche Existenz, die Sprache macht diese Existenz aber erst sinnvoll und lebenswert, indem sie sich und den Menschen \u00fcber das reine Denken erhebt.<\/p>\n<h3>Denken und Allheit<\/h3>\n<p>Das Denken hat die Philosophie seit jeher fasziniert und in seinen Bann gezogen, weil es eine intime Beziehung zur Totalit\u00e4t aufweist. Sein und Denken sind eins, hei\u00dft es bei Parmenides, weil beides, Sein und Denken, schlechthin allgemein und umfassend sind. Was nicht ist, ist eben nichts; und was nicht gedacht werden kann, ist eben undenkbar.<\/p>\n<p>Rosenzweig gesteht dieser \u00dcberlegung durchaus ihren grundlegenden Charakter zu; er macht aber darauf aufmerksam, dass das Grundlegende, gerade weil es das Grundlegende ist, nicht alles ist, weil sich das Wichtigere, Bedeutendere erst auf dem Grund erhebt und \u00fcber ihn hinausgeht, d.h. sich von ihm unterscheidet und emanzipiert.<\/p>\n<p>Bei Rosenzweig hei\u00dft es hierzu am Anfang des Sterns der Erl\u00f6sung:<\/p>\n<p>In jenem ersten Satz der Philosophie, dem \u201eAlles ist Wasser\u201c, steckt schon die Voraussetzung der Denkbarkeit der Welt \u2026 Denn es ist keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit, da\u00df man mit Aussicht auf eindeutige Antwort fragen kann: \u201ewas ist Alles?\u201c. Man kann nicht fragen: \u201ewas ist Vieles?\u201c; darauf w\u00e4ren nur mehrdeutige Antworten zu erwarten; dagegen ist dem Subjekt Alles schon ein eindeutiges Pr\u00e4dikat vorweggesichert. Die Einheit des Denkens also leugnet, wer, wie es hier geschieht, dem Sein die Allheit abspricht. Der ganzen ehrw\u00fcrdigen Gesellschaft der Philosophen von Jonien bis Jena wirft den Handschuh hin, wer es tut.\u00a0(Stern, S. 13)<\/p>\n<p>Mit diesen S\u00e4tzen bestimmt Rosenzweig den Ausgangspunkt seines Buches sehr pr\u00e4gnant. Das Denken glaubt sich seiner Vormachtstellung, die ihm die philosophische Tradition immer wieder zuspricht, absolut sicher sein zu k\u00f6nnen, weil die Wirklichkeit \u2013 so die implizite Voraussetzung \u2013 eine letztlich homogene Allheit bildet, die gerade deshalb im Denken und\u00a0nur\u00a0im Denken durch seine Leitfrage, was Alles sei, angemessen erfasst werden kann.<\/p>\n<p>Was wird aber aus der von Jonien bis Jena gefeierten Einheit von Sein und Denken, wenn die Voraussetzung falsch ist; wenn die Wirklichkeit keine homogene Allheit, sondern eine heterogene Vielheit ist? Was hat es f\u00fcr Konsequenzen, wenn nicht alles Wirkliche \u00fcber den\u00a0einen\u00a0Kamm des\u00a0einen\u00a0Seins und Denkens geschoren werden kann, weil eine konkrete Wirklichkeit sich weigert, in diesem All aufzugehen und zu verschwinden?<\/p>\n<p>Was w\u00e4re das aber f\u00fcr eine sonderbare St\u00f6rung, die sich der Vereinnahmung durch das All widersetzt? Was geht in der Totalit\u00e4t des Seins und des Denkens nicht auf? Oder besser und genauer:\u00a0wer\u00a0leistet Widerstand,\u00a0wer\u00a0sagt \u201eNein!\u201c zur Integration ins gro\u00dfe Ganze?<\/p>\n<p>Rosenzweigs Antwort lautet: Es sind wir Menschen, zwar nicht in der Reinheit unseres Denkens, wohl aber in der konkreten Einzelheit unseres Lebens und Handelns. Wir selbst als konkrete Personen sind also die St\u00f6renfriede der traditionellen Philosophie.<\/p>\n<p>In diesem Sinne wird also darzustellen sein, wie Rosenzweig sich auf die Seite von uns Unruhestiftern stellt, um kritisch gegen die Philosophie der Tradition zu zeigen, dass wir uns selbst nur angemessen verstehen k\u00f6nnen, wenn wir uns von der Sprache her verstehen, die sich auf dem Grund des Denkens erhebt, mit ihm aber nicht identisch ist, weil die Sprache freier, bedeutender und konkreter ist als das reine Denken.<\/p>\n<h3>Ich-Sagen<\/h3>\n<p>Der konkrete, einzelne Mensch manifestiert seine Eigent\u00fcmlichkeit, indem er \u201eIch\u201c sagt. Dabei ist es im Zusammenhang der hier angestellten \u00dcberlegungen wichtig, auf den Unterschied zwischen dem Ich-Sagen und dem Ich-Denken aufmerksam zu sein.<\/p>\n<p>Das \u201eIch denke\u201c, das nach Kant alle meine Vorstellungen begleiten k\u00f6nnen muss, ist allgemein und allumfassend. Die Selbstbez\u00fcglichkeit des Denkens nimmt hier die bestimmtere Form eines Bewusstseins seiner selbst an. Dieses reine Selbstbewusstsein im \u201eIch denke\u201c ist in jedem Menschen strikt identisch und dergestalt Erm\u00f6glichungsgrund der Allgemeing\u00fcltigkeit des Logischen. Das Ich-Denken ist, wie Kant sehr plastisch sagt, der h\u00f6chste Punkt, an den das Denken samt seiner Logik gleichsam angeheftet werden muss, um so seine Allgemeinheit zu erkl\u00e4ren und zu sichern.<\/p>\n<p>Indem der Mensch nun \u201eIch\u201c\u00a0sagt\u00a0(und nicht nur denkt), erhebt er sich \u00fcber die Basis des allgemeinen Selbstbewusstseins. Er tritt das Abenteuer seiner je eigenen Selbstwerdung und Selbsterkenntnis an, die durch die Allgemeinheit des Ich-Denkens zwar erm\u00f6glicht, aber keineswegs ersch\u00f6pft wird. Im \u00dcbergang vom Denken zum Sprechen gewinnt das Ich des Menschen also allererst seine konkrete Realit\u00e4t.<\/p>\n<p>Bei Rosenzweig hei\u00dft es hierzu in der Mitte des\u00a0Sterns der Erl\u00f6sung:<\/p>\n<p>Ich ist stets ein laut gewordenes Nein. Mit \u201eIch\u201c ist immer ein Gegensatz aufgestellt, es ist stets unterstrichen, stets betont; es ist immer ein \u201eIch aber\u201c.<\/p>\n<p>Im Ich-Sagen erhebt sich das konkrete Ich \u00fcber sein allgemeines Selbstbewusstsein, indem es sich als \u201eso und nicht anders\u201c zu erkennen beginnt. Freilich ist dies nur der Anfang der Selbsterkenntnis. Denn dieser Anfang wirft, wie Rosenzweig fortf\u00e4hrt, sofort eine neue Frage auf:<\/p>\n<p>Dem \u201eNicht anders\u201c schl\u00e4gt unmittelbar die Frage entgegen: \u201enicht anders als was denn?\u201c Es [das Ich] mu\u00df antworten: \u201enicht anders als alles\u201c. Denn schlechthin gegen \u201ealles\u201c soll etwas, was als \u201eso und nichts anders\u201c bezeichnet wird, abgegrenzt werden. Und es ist \u201enicht anders\u201c als alles. Als anders als alles ist es schon durch das So gesetzt; das zum So hinzutretende \u201eund nicht anders\u201c meint gerade, da\u00df es, obwohl anders, dennoch auch nicht anders als alles, n\u00e4mlich beziehungsf\u00e4hig zu allem ist.\u00a0(Stern, S. 193f.)<\/p>\n<p>In dieser sehr gedr\u00e4ngten Passage ist eine tiefsinnige, am Leitfaden der Sprache gewonnene Auffassung des menschlichen Ich umschrieben. Es lohnt sich also, die verdichtete Formulierung schrittweise zu entfalten.<\/p>\n<p>Das im konkreten Ich-Sagen lautwerdende Nein richtet sich gegen die ontologische Vereinnahmung des Ich durch die Allheit des Seins und des Denkens. Das zur Selbsterkenntnis erwachende Ich des Menschen wird seiner Einzigartigkeit als Aufgabe und Verpflichtung inne. Genau in diesem Moment gewinnt aber die Sprache f\u00fcr das erwachte Ich einen neuen Sinn, eine neue Lebendigkeit, die dem reinen Denken, das dem neuen Sprechen als Basis zu Grunde liegt, fremd ist.<\/p>\n<p>Dieses sich nun deutlicher abzeichnende Verh\u00e4ltnis von Grund und lebendiger Existenz bildet den systematischen Dreh- und Angelpunkt von Rosenzweigs Sprachdenken. Deshalb sei noch einmal eigens betont, dass die Aufwertung des Ich-Sagens gegen\u00fcber dem Ich-Denken nicht bedeutet, dass das Denken und seine Logik einfach verabschiedet oder \u00fcbersprungen wird. Wir sprechen nicht, d.h. wir sprechen nicht verst\u00e4ndlich, wenn wir unlogisch sprechen; aber das korrekte Befolgen der Logik ersch\u00f6pft noch nicht den Sinn einer lebendigen Rede, die sich \u00fcber ihrer logischen Basis erhebt.<\/p>\n<p>Die neue, durch das initiale \u201eNein\u201c gegen das homogene All gewonnene Dimension des Ich-Sagens bleibt aber, wie Rosenzweig deutlich macht, nicht beim blo\u00dfen \u201eNein\u201c stehen. Das Ich-Sagen gewinnt erst seine eigentliche Wirklichkeit in einem neuen \u201eJa\u201c, das durch das initiale \u201eNein\u201c erm\u00f6glicht wird. Das im \u201eNein\u201c erwachte und vereinzelte Ich kann n\u00e4mlich zu anderen Einzelnen in eine lebendige und sinnvolle\u00a0Beziehung\u00a0treten, die in dieser Form innerhalb des homogenen Alls nicht m\u00f6glich w\u00e4re. Nur wer \u201eNein\u201c sagen kann, kann auch in einem bedeutsamen, wertvollen Sinne \u201eJa\u201c sagen.<\/p>\n<p>Rosenzweig denkt hier am Leitfaden der Sprache vor allem an das Urph\u00e4nomen des Gespr\u00e4chs. Ein echtes, lebendiges Gespr\u00e4ch k\u00f6nnen nur Ich-Sager miteinander f\u00fchren, weil das reine \u201eIch denke\u201c streng genommen monologisch ist. Im Denken beratschlagt das stumme Selbst mit sich selbst, so dass ihm die Sprache als ein blo\u00dfes Hilfsmittel und Instrument erscheint, mit dem sich das in der Einsamkeit Gedachte hin und wieder mitteilen l\u00e4sst. Dieser Bezug auf Mitteilung und Sprache bleibt dem reinen Denken aber \u00e4u\u00dferlich, so dass ihm auch die konkrete und lebendige\u00a0Beziehungsf\u00e4higkeit\u00a0fremd ist, die Rosenzweigs Sprachdenken ins Zentrum seiner \u00dcberlegungen stellt.<\/p>\n<p>Das Erwachen des Ich geht also mit der Entdeckung einer Sprache einher, die nicht l\u00e4nger instrumentell als blo\u00dfes Werkzeug des Denkens aufgefasst werden kann. Ich denke monologisch \u00fcber\u00a0etwas\u00a0nach; ich spreche hingegen mit einer\u00a0Person, d.h. einem konkreten Du, das mehr und anderes ist als ein Gegenstand des reinen Denkens. In der stummen Beziehung des denkenden Ich auf das Es seines Gegenstandes hat das monologische Ich einen Vorrang; in der genuin dialogischen Beziehung des sprechenden Ich auf ein Du hat hingegen das Du einen Vorrang. Ich bin Ich, weil ich vom Du angesprochen wurde und angesprochen werde. Deshalb kann mir ein echtes Gespr\u00e4ch eine Einsicht schenken, die ich mir nicht stumm und allein f\u00fcr mich selbst erdenken kann. Solange ich nur \u00fcber etwas spreche, f\u00fchre ich noch kein Gespr\u00e4ch und die Sprache bleibt ein Werkzeug; erst wenn ich\u00a0mit jemandem\u00a0spreche, erwacht die Sprache zum Leben.<\/p>\n<p>Rosenzweigs \u201eSprachdenken\u201c r\u00fcckt so zwei Tatsachen ins Zentrum, die die traditionelle Philosophie f\u00fcr unwichtig h\u00e4lt: die Tatsache, dass wir zum Sprechen (und somit auch zum lebendigen Denken) einen\u00a0Gespr\u00e4chspartner\u00a0brauchen; und \u2013 wie jetzt noch zu zeigen sein wird \u2013 dass wir zum Sprechen (und somit auch zum lebendigen Denken)\u00a0Zeit\u00a0brauchen.<\/p>\n<h3>Zeit und Sinn<\/h3>\n<p>Rosenzweigs\u00a0Sprachdenken orientiert sich, wie gezeigt wurde, am Urph\u00e4nomen der Sprache, die \u00fcber das reine Denken als ihren Grund hinausgeht. Zugleich ist das Sprachdenken\u00a0auch ein Denken, ein\u00a0neues\u00a0Denken, wie Rosenzweig sagt. In seinem wichtigen Aufsatz, der den Titel \u201eDas neue Denken\u201c tr\u00e4gt, hei\u00dft es dazu:<\/p>\n<p>An die Stelle der Methode des Denkens, wie sie alle fr\u00fchere Philosophie ausgebildet hat, tritt die Methode des Sprechens. Das Denken ist zeitlos, will es sein; es will mit einem Schlag tausend Verbindungen schlagen; das Letzte, das Ziel ist ihm das Erste. Sprechen ist zeitgebunden, zeitgen\u00e4hrt; es kann und will diesen seinen N\u00e4hrboden nicht verlassen; es wei\u00df nicht im voraus, wo es herauskommen wird; es l\u00e4\u00dft sich seine Stichworte vom andern geben.\u00a0(Das neue Denken, S. 151)<\/p>\n<p>Erneut bildet das Denken, genauer: das alte Denken der Tradition den Ausgangspunkt. Dieses Denken ist zeitlos und will es sein. In der Tat ist es der fragw\u00fcrdige Stolz des traditionellen Denkens, \u201ezeitlose\u201c Aussagen treffen zu k\u00f6nnen. Das Urteil \u201eA = A\u201c ist nicht nur heute, sondern immer wahr.<\/p>\n<p>Das scheint bei einer empirischen Aussage wie \u201eDieser Baum hat gr\u00fcne Bl\u00e4tter\u201c anders zu sein. Doch der Schein tr\u00fcgt. Man muss das Urteil nur durch eine genaue Zeitangabe vervollst\u00e4ndigen: Dieser Baum hat zu diesem genauen Zeitpunkt gr\u00fcne Bl\u00e4tter. Das so vervollst\u00e4ndigte Urteil ist, wenn es wahr ist, immer wahr.<\/p>\n<p>Diese \u201ezeitlosen\u201c Wahrheiten m\u00fcssen bemerkenswerterweise h\u00e4ufig in der Vergangenheitsform formuliert werden: \u201eDieser Baum\u00a0hatte\u00a0am 23.4.2020 um 10 Uhr gr\u00fcne Bl\u00e4tter\u201c. Die vermeintliche \u201eZeitlosigkeit\u201c des reinen Denkens gleicht daher der Unab\u00e4nderlichkeit der Vergangenheit. Deshalb kennt das reine Denken keine lebendige Gegenwart und Zukunft.<\/p>\n<p>Es ist daher ein Selbstmissverst\u00e4ndnis des Denkens, seine Unabh\u00e4ngigkeit von einem bestimmten Zeitpunkt als Un-zeitlichkeit, gar als Ewigkeit zu deuten. Denn das Denken imitiert hier nur die eigent\u00fcmliche Eigenschaft der Zeit selbst, bei aller Ver\u00e4nderung, die in der Zeit geschieht, als Zeit unver\u00e4ndert zu bleiben. Alles ver\u00e4ndert sich in der Zeit, die Zeit selbst bleibt dabei immer dieselbe und dauert so immer fort. Rosenzweig nennt die vermeintlich unzeitliche Geltung des Denkens deshalb genauer und zutreffender seine\u00a0immerw\u00e4hrende\u00a0Geltung. Das Denken verbleibt n\u00e4mlich auch und gerade dort, wo es wahre, immerw\u00e4hrende Urteile f\u00e4llt, jener linearen Zeit verhaftet, in der sich vieles ver\u00e4ndert, die aber selbst unver\u00e4ndert, d.h.\u00a0immer\u00a0bleibt.<\/p>\n<p>Das urspr\u00fcngliche \u201eNein\u201c des Ich, seine ontologische Rebellion gegen das All, richtet sich daher auch und vor allem gegen dieses monotone Immer. Denn jeder Zeitpunkt innerhalb der linearen Zeit ist identisch mit jedem anderen, die Sekunden verrinnen gleichf\u00f6rmig und machen alles in der linearen Zeit gleichg\u00fcltig. Ebenso ist jedes wahre Urteil in Hinsicht seines Wahrheitswertes mit jedem anderen wahren Urteil identisch. Jeder wahre Gedanke, so Frege, bedeutet strikt dasselbe, n\u00e4mlich immer wieder das Wahre. Radikaler kann man die Gleichf\u00f6rmigkeit des reinen Denkens und die Gleichg\u00fcltigkeit seiner Urteile nicht ausdr\u00fccken.<\/p>\n<p>Das Ich rebelliert gegen diese uniforme Gleichg\u00fcltigkeit, indem es auf seine konkrete Einzigkeit, d.h. seine Unvertauschbarkeit pocht. Dar\u00fcber hinaus will es in einer lebendigen Beziehung zu einem ebenso Unersetzlichen stehen \u2013 was die Beziehung ja \u00fcberhaupt erst wertvoll und sinnvoll macht. Das Ich verlangt also im \u00dcbergang vom allgemeinen Selbstbewusstsein zur konkreten Selbsterkenntnis nicht nur nach einem neuen Denken, sondern in eins damit nach einer neuen Zeit, die nicht alles gleichg\u00fcltig macht, sondern Wert und Einzigartigkeit m\u00f6glich macht.<\/p>\n<p>Zeitlosigkeit im Sinne des gleichg\u00fcltigen\u00a0Immer\u00a0bedeutet Sinnlosigkeit. Sinn entsteht erst dort, wo ein Konkretes wirklich geschieht, d.h. einen wirklichen Anfang und ein wirkliches Ende hat \u2013 wie jeder sinnvolle Satz der Sprache. Alles, was ein wirkliches Ende hat, ist aber genuin verg\u00e4nglich. Diese Verg\u00e4nglichkeit verleiht der neuen Zeit des sprachlichen Ich erst ihre eigent\u00fcmliche Sinndimension. Denn nur eine verg\u00e4ngliche Existenz gewinnt kraft ihrer Verg\u00e4nglichkeit ihre einzigartige W\u00fcrde, ihren unverwechselbaren Wert, an dem wir ein lebendiges Interesse nehmen, eben weil das so konkret Existierende fragil und nicht immerw\u00e4hrend ist. Die Zeit, so Rosenzweig, wird auf diese Weise \u201eganz wirklich. Nicht in ihr geschieht, was geschieht, sondern sie, sie selber geschieht\u201c (Neues Denken, S. 148).<\/p>\n<h3>Schluss<\/h3>\n<p>Der\u00a0Stern der Erl\u00f6sung\u00a0gliedert sich in drei Teile. Der erste Teil er\u00f6rtert die \u201eImmerw\u00e4hrende Vorwelt\u201c, der zweite Teil die \u201eAllzeiterneuerte Welt\u201c und der dritte Teil die \u201eEwige \u00dcberwelt\u201c. Der erste Teil ist grundlegend f\u00fcr die beiden folgenden Teile und gerade deshalb ist er der unbedeutendste Teil. Denn das, was wirklich Wert und Bedeutung hat, erhebt sich \u00fcber seinen immerw\u00e4hrenden Grund, den das monologische Denken denkt, in die Freiheit der dialogischen Sprache.<\/p>\n<p>Die immerw\u00e4hrende Vorwelt ist wesentlich stumm, so dass sie am pr\u00e4zisesten in den nur uneigentlich sprachlichen Zeichen und Formeln der Logik und Mathematik dargestellt und erkannt werden kann. Auf diesem Grund erhebt sich die Welt der eigentlichen Sprache, des eigentlichen Verstehens: die Geschichte des menschlichen Ich und der menschlichen Freiheit.<\/p>\n<p>Die im immerw\u00e4hrenden Grunde liegende Vorwelt l\u00e4sst sich erkl\u00e4ren, die Gegenwart unserer geschichtlichen Welt, in der Konkretes geschieht, l\u00e4sst sich nur beschreiben &#8211; und zwar einzig und allein in der Sprache beschreiben. Oder genauer und besser formuliert: Unsere geschichtliche Gegenwart, in der wir als konkretes Ich in unverwechselbaren Beziehungen leben, l\u00e4sst sich nicht nur in der Sprache beschreiben, sondern sie l\u00e4sst sich auch wesentlich\u00a0als\u00a0Sprache beschreiben; als die Sprache des Sinns und des Verstehens, als die Sprache pers\u00f6nlicher Beziehungen, als die Sprache des Dialoges.<\/p>\n<p>Das Geb\u00e4ude, das Rosenzweig am Leitfaden der Sprache auf dem stummen Grund der immerw\u00e4hrenden Vorwelt errichtet, ist also kein Geb\u00e4ude im Raum, sondern ein Geb\u00e4ude in der gelebten Geschichte, in der Konkretes wirklich geschieht, weil es einen wirklichen Anfang und ein wirkliches Ende findet. So hat auch die lebendige, sinnvolle Sprache bei Rosenzweig einen wirklichen Anfang, an dem sie sich aus der immerw\u00e4hrenden Stummheit der Vorwelt erhebt und das Ich zur Selbsterkenntnis erwacht. Die Sprache findet bei Rosenzweig aber auch ein wirkliches Ende. Das f\u00fchrt zum Schluss auf den dritten Teil des\u00a0Sterns, auf die ewige \u00dcberwelt, die eine \u00fcbersprachliche Welt ist, weil sie die zuk\u00fcnftige Welt des vollkommenen Verstehens ist.<\/p>\n<p>Wittgenstein endet seinen \u201eTractatus\u201c, der exakt gleichzeitig mit dem\u00a0Stern\u00a0vor 100 Jahren erschienen ist, mit dem Satz: \u201eWovon man nicht sprechen kann, dar\u00fcber muss man schweigen.\u201c Ganz \u00e4hnlich und doch ganz anders schreibt Rosenzweig im Schlussteil des\u00a0Sterns:<\/p>\n<p>Was angeschaut werden kann, ist der Sprache \u00fcberhoben, \u00fcber sie hinausgehoben. Das Licht redet nicht, es leuchtet. \u2026 [Es strahlt] wie ein Antlitz, wie ein Auge strahlt, das beredt wird ohne da\u00df sich die Lippen zu \u00f6ffnen brauchen. Hier ist ein Schweigen, das nicht wie die Stummheit der Vorwelt noch keine Worte hat, sondern das des Worts nicht mehr bedarf. Es ist das Schweigen des vollendeten Verstehens.\u00a0(Stern, S. 328)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Titel des Abends lautet\u00a0Was ist Sprache?. Bei dieser Frage ist es wichtig, sich nicht sofort ihrem Gegenstand \u2013 der Sprache \u2013 zuzuwenden, sondern zuerst zu kl\u00e4ren, welche\u00a0Art\u00a0von Frage hier gestellt wird, wenn die Frage eine genuin philosophische Frage sein soll. 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