{"id":32171,"date":"2023-07-17T14:33:42","date_gmt":"2023-07-17T12:33:42","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=christsein-in-einer-fragilen-welt"},"modified":"2025-01-07T17:29:08","modified_gmt":"2025-01-07T16:29:08","slug":"christsein-in-einer-fragilen-welt-revisionen-der-friedensethik-angesichts-des-ukrainekriegs","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/christsein-in-einer-fragilen-welt-revisionen-der-friedensethik-angesichts-des-ukrainekriegs\/","title":{"rendered":"Being Christian in a fragile world"},"content":{"rendered":"<p>Wir h\u00e4tten viel fr\u00fcher wachsam sein m\u00fcssen. Bereits seit vielen Jahren und geb\u00fcndelt in seinem Essay\u00a0On the Historical Unity of Russians and Ukrainians\u00a0vom 12. Juli 2021 hat der russische Pr\u00e4sident, der sich zuweilen als Hobbyhistoriker bet\u00e4tigt, der Ukraine das Existenzrecht abgesprochen und einen russischen Hegemonieanspruch deklariert. Wie wir im R\u00fcckblick erkennen, war es fahrl\u00e4ssig, die Bedrohung nicht viel ernster zu nehmen. Angesichts der offensiven Verachtung des V\u00f6lkerrechts und des expliziten Zieles von Putin, die Einheit Europas zu schw\u00e4chen, war es unverantwortlich, sich energiepolitisch von Russland abh\u00e4ngig zu machen und sich den Illusionen einer Appeasement-Politik hinzugeben, die Putin ausgenutzt hat, um die Macht seines Regimes international systematisch auszubauen und offen wie verdeckt die westlichen Demokratien zu destabilisieren.<\/p>\n<p>So schmerzvoll es ist, tatenlos zusehen zu m\u00fcssen, wie das ukrainische Volk in seiner Existenz bedroht wird und absehbar noch mehr unermessliches Leid und m\u00f6glicherweise den Verlust seiner Souver\u00e4nit\u00e4t wird hinnehmen m\u00fcssen, so sehr bleibt es aus Klugheit geboten, dass die NATO und die USA nicht direkt in den Konflikt eingreifen. Nicht zuletzt wegen der bereits angedrohten atomaren Ausweitung des Konfliktes h\u00e4tte dies weltweit unabsehbare Risiken, die einzugehen unverantwortlich sein w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Das Sonderverm\u00f6gen von 100 Milliarden Euro als zus\u00e4tzlicher Etat f\u00fcr die Bundeswehr ist ein notwendiger Schritt, um k\u00fcnftig nicht ganz hilflos ausgeliefert zu sein, wenn unser eigenes Land bedroht sein sollte. Er ist auch ethisch geboten, um den sicherheitspolitisch n\u00f6tigen Beitrag zu einer neuen Sicherheitsarchitektur nach dem Ukrainekrieg leisten zu k\u00f6nnen. Der \u00fcberparteiliche Konsens hierzu, der rasch zustande kam, obwohl er von Gr\u00fcnen und SPD abverlangt, \u00fcberkommene friedenspolitische \u00dcberzeugungen hinter sich zu lassen, ist auch aus der Sicht christlicher Friedensethik zu begr\u00fc\u00dfen.<\/p>\n<p>Es wird aber lange dauern, bis das deutsche Milit\u00e4r hinreichend f\u00fcr die komplexen neuen Herausforderungen ger\u00fcstet ist, und es braucht \u00fcber das Geld hinaus neue, strategisch und friedenspolitisch vorausblickende Impulse sowie eine Verst\u00e4rkung der europ\u00e4ischen Kooperation. Notwendiger Bestandteil der neuen Sicherheitsarchitektur ist es, die energiepolitische Resilienz zu erh\u00f6hen und die Vulnerabilit\u00e4t gegen\u00fcber Cyberangriffen zu reduzieren.<\/p>\n<p>Als Vertreter des Fachs Christliche Sozialethik stelle ich mir die Frage, wie viel meine friedensethischen \u00dcberlegungen der vergangenen Jahre sowie die Leitlinien der Katholischen Soziallehre noch wert sind angesichts des neuen Bedrohungsszenarios. Manche ethischen Theorien waren von der Vorstellung gepr\u00e4gt, dass der Krieg in Europa lediglich ein Ph\u00e4nomen dunkler Vergangenheit sei. Eine Auffassung, die aus heutiger Perspektive als naiv und \u00fcberholt gelten muss. Die Erfahrungen der letzten Wochen haben eine L\u00fccke in der ethischen Debatte offenbart, die uns zwingt, diese theoretischen Defizite z\u00fcgig auszugleichen und der Friedens- und Sicherheitsethik auch innerhalb der Theologie ein weit gr\u00f6\u00dferes Gewicht zuzuerkennen. Die friedensethischen Konsequenzen des Christseins in einer fragilen Welt m\u00fcssen neu ausgelotet werden.<\/p>\n<p>Es gibt aber auch Aspekte christlicher Friedensethik, die gerade vor dem Hintergrund der j\u00fcngsten Ereignisse aktuell erscheinen und lohnen, neu in Erinnerung gerufen zu werden. Die \u00dcberzeugung beispielsweise, dass die entscheidende Bedrohung unseres Friedens an den \u00f6stlichen Grenzen Europas verhandelt wird, und dass die Menschen dort an vorderster Front unsere Werte Freiheit, Menschenrechte, Toleranz und Demokratie verteidigen, hat mich bereits vor vielen Jahren motiviert, mich in der Ukraine zu engagieren. Am Beispiel des aktuellen Krieges lernen wir schmerzhaft, dass demokratische Werte proaktiv und existenziell verteidigt werden m\u00fcssen, denn seit gut zehn Jahren erstarken weltweit autorit\u00e4re Regime und Parteien. Mediale Manipulationen durch postfaktische Kommunikationsformen zeigen ihre Verachtung f\u00fcr die Wahrheit. Heute ist deutlicher denn je: Wir brauchen eine nach innen und au\u00dfen wehrhafte Demokratie.<\/p>\n<p>Auch die p\u00e4pstlichen Lehrschreiben enthalten Aspekte aktueller Relevanz. In der Enzyklika\u00a0Fratelli tutti, die Papst Franziskus im Oktober 2020 ver\u00f6ffentlicht hat und die zu Unrecht kaum als Friedensenzyklika wahrgenommen wurde, hat der Papst eindringlich und vorausschauend darauf hingewiesen, dass der Weltfriede akut gef\u00e4hrdet sei. Er sah die \u201ePolitik der Abschottung\u201c in ihren vielf\u00e4ltigen Erscheinungsformen als Menetekel des allm\u00e4hlichen Hineinschlitterns in die Gefahr eines Dritten Weltkrieges. Schon den Besitz und erst recht das Androhen des Einsatzes von atomaren Waffen beurteilt er als moralisch verwerflich.<\/p>\n<p>Seine pazifistische Ablehnung jeglicher Kriegsf\u00fchrung h\u00e4lt m. E. der Notwendigkeit, den bewaffneten Gewaltexzessen und Aggressionen wehrhaft entgegenzutreten, nicht stand. F\u00fcr eine direkte milit\u00e4rische Intervention, die die NATO au\u00dferhalb ihres B\u00fcndnisgebietes zur Kriegspartei machen w\u00fcrden, sind uns gegenw\u00e4rtig jedoch aufgrund der Unberechenbarkeit einer weltweiten Konflikteskalation bis hin zu einer atomaren Auseinandersetzung, f\u00fcr die die Schwelle aufgrund der Vielfalt \u201ekleiner\u201c Atomwaffen geringer geworden ist, die H\u00e4nde weitgehend gebunden.<\/p>\n<p>Die Enzyklika enth\u00e4lt auch \u00dcberlegungen, die gerade jetzt wegweisend sein k\u00f6nnen bei der m\u00fchsamen Suche nach Auswegen aus den Spiralen der Gewalt. Am Anfang steht die n\u00fcchterne Analyse der Situation: Krieg sei \u201ekein Gespenst der Vergangenheit, sondern ist zu einer st\u00e4ndigen Bedrohung geworden\u201c (FT 256). Nach der Einsch\u00e4tzung von Papst Franziskus wurde das Ende des Kalten Krieges nicht ausreichend genutzt, um dauerhaften Frieden zu schaffen und die Architektur einer neuen Weltordnung u. a. durch Reformen der UNO voranzutreiben. Leitender Ma\u00dfstab ist f\u00fcr den Papst \u2013 wie schon f\u00fcr Johannes Paul II. \u2013 das Prinzip der Menschheitsfamilie, das zu grenz\u00fcberschreitender Geschwisterlichkeit verpflichte, die Kategorie der Nation relativiere und durch eine Verteidigung der universalen Menschenrechte zu sichern sei. Gerade vor dem Hintergrund vieler verwandtschaftlicher und freundschaftlicher Beziehungen zwischen Ukrainern und Russen sowie des gemeinsamen christlichen Glaubens ist der Krieg g\u00e4nzlich absurd.<\/p>\n<p>Man kann die christliche Friedensethik unter dem Paradigma des Gerechten Friedens, zu dem die deutschen Bisch\u00f6fe 2000 eine wegweisende Schrift ver\u00f6ffentlicht haben, zusammenfassen: Mit Waffen allein kann man demnach einen Krieg, aber niemals den Frieden gewinnen. Es braucht auch die stets wache und fr\u00fchzeitige Benennung von Gewalt und Menschenrechtsverletzungen, wo sie sich im Alltag ausbreiten. Unverzichtbar sind ebenso diplomatische und zivilgesellschaftliche Initiativen des Widerstandes auf allen Ebenen sowie eine Entmythologisierung von vermeintlichen Rechtfertigungen des Krieges durch nationalistische Identit\u00e4tskonstruktionen.<\/p>\n<p>Wo Demokratie und Rechtsstaatlichkeit geschw\u00e4cht werden sowie die (Semi-)\u00d6ffentlichkeiten in der digitalen Welt manipuliert werden, bedarf es fr\u00fchzeitiger Kritik, da sich in deren Schatten nationalistisch-aggressive Denkmuster herausbilden k\u00f6nnen. Zum gerechten Frieden geh\u00f6rt es auch, generalisierende Feindbilder zu vermeiden, und immer wieder neu die Kraft der Vers\u00f6hnung zu suchen. \u201eGerechter Friede\u201c ist kein pazifistisches Paradigma, sondern eine Erweiterung des Blicks auf die Vielfalt und Vernetzung von milit\u00e4rischen und zivilgesellschaftlichen Arenen des Ringens um Frieden und Sicherheit.<\/p>\n<p>Im Ringen um Frieden und Sicherheit k\u00f6nnen und m\u00fcssen die jeweiligen Akteure ihren je spezifischen Beitrag leisten. Jedem ist dabei ein unterschiedlicher Aktionsradius gegeben, der die Handlungsm\u00f6glichkeiten aufzeigt.<\/p>\n<p>Von au\u00dfen, also durch das direkte Eingreifen anderer Staaten, kann Putin nur sehr begrenzt gestoppt werden. Es wird vor allem auf das Verhalten des russischen Volkes ankommen. Die \u00f6ffentliche Kritik am Angriffskrieg durch 7000 russische Wissenschaftler, die ihn als ungerecht und sinnlos bezeichnen und damit ein hohes pers\u00f6nliches Risiko eingehen, ist ein Zeichen, das Mut macht. Allerdings hat die Konferenz der Hochschulrektoren am 4.3. dagegen eine vehemente Unterst\u00fctzung der Kriegspolitik von Putin ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Eine gewichtige Stimme k\u00f6nnte auch der russisch-orthodoxen Kirche zukommen, wobei zwischen der Amtskirche (d. h. Patriarch Kyrill sowie der Mehrheit seiner Bisch\u00f6fe) und der kirchlichen Basis (viele Priester und Millionen Gl\u00e4ubige, die keinen Krieg wollen) zu unterscheiden ist. Patriarch Kyrill will noch mehr als Putin Kiew in das russische Staatsgebilde hineinzwingen, denn Kiew hat f\u00fcr ihn als Zentrum der russischen Orthodoxie einen hohen Symbolwert.<\/p>\n<p>Das Konzept einer \u201eRussischen Welt\u201c bzw. der erste Entwurf hierzu stammt nicht aus Putins Feder, sondern wurde vom Patriarchen verfasst. Am 6. M\u00e4rz predigte er zur Legitimierung des Krieges, dass die Ukrainer acht Jahren lang die Russen im Donbass unterdr\u00fcckt und get\u00f6tet h\u00e4tten, und dass die Befreiung der dort lebenden Russen sowie eine Verteidigung der orthodoxen Welt gegen den Einfluss des vermeintlich moralisch dekadenten Westens geboten sei. Von den Gl\u00e4ubigen der orthodoxen Kirche bitten dagegen viele in den sozialen Medien die Ukrainer um Vergebung f\u00fcr den Krieg, der viel Leid \u00fcber sie bringt. Die russisch-orthodoxe Kirche in der Ukraine hat sich 2013 bei der Maidan-Revolution immerhin nicht gegen die Demonstrierenden gestellt. Das war ein wichtiges Zeichen der Hoffnung.<\/p>\n<p>Der innerorthodoxe Konflikt ist jedoch tief. Durch die Deklaration der Eigenst\u00e4ndigkeit (Autokephalie) der ukrainischen Orthodoxie und deren Unterst\u00fctzung durch Patriarch Bartholomaios sieht sich Kyrill in seinem Macht- und Primatsanspruch bedroht. In den Jahren 2000 und 2008 hat die russisch-orthodoxe Kirche eine Sozialdoktrin ver\u00f6ffentlicht, die man \u2013 zumindest in der Deutung von Patriarch Kyrill \u2013 als Kampfansage gegen Menschenrechte, Demokratie und westliche Freiheitswerte lesen kann und die sich deutlich von der 2018 unter der F\u00fchrung von Patriarch Bartholomaios von Konstantinopel ver\u00f6ffentlichen panorthodoxen Sozialdoktrin unterscheidet.<\/p>\n<p>Patriarch Kyrill steht Putin sehr nahe. Er sieht seine Aufgabe darin, ihn beim Krieg gegen die Ukraine nach allen Kr\u00e4ften zu unterst\u00fctzen. Nach seinem Verst\u00e4ndnis der \u201eSymphonie\u201c zwischen Staat und Kirche wird er Putin niemals kritisieren. Umgekehrt hat auch die russisch-orthodoxe Kirche f\u00fcr Putin eine Schl\u00fcsselbedeutung. Am Ende ist es eine religi\u00f6s-mythisch untermauerte identit\u00e4tspolitische Illusion, der der russische Pr\u00e4sident als vermeintlicher Rechtfertigung des Krieges anh\u00e4ngt und die er und Kyrill propagieren. Religi\u00f6se Aufkl\u00e4rung tut Not. Es w\u00e4re ein Befreiungsschlag von unsch\u00e4tzbarer Wirkung, wenn sich m\u00f6glichst viele orthodoxe Gl\u00e4ubige davon emanzipieren und zum Vorrang des Friedens als zentraler Christenpflicht bekennen w\u00fcrden. Viele Bisch\u00f6fe haben bereits Kyrill aus dem Hochgebet gestrichen, was nach orthodoxem Verst\u00e4ndnis einer Aufk\u00fcndigung der Gemeinschaft gleichkommt.<\/p>\n<p>Den internationalen Kr\u00e4ften ist die unmittelbare Einflussnahme durch milit\u00e4rische Intervention versperrt, aber sie sind nicht tatenlos geblieben. Die wirtschaftliche, finanzpolitische, sportliche, wissenschaftliche und kulturelle Sanktionierung Russlands auf allen Ebenen k\u00f6nnte durch die umfassende Vielfalt der Ma\u00dfnahmen eine weitreichende Wirkung auf die russische Gesellschaft entfalten. Sie kann zwar nicht unmittelbar und kurzfristig die Gewalt aufhalten, aber sie wird den bis vor kurzem noch starken R\u00fcckhalt Putins in Russland und weltweit schw\u00e4chen. Die Isolierung Russlands in der Vollversammlung der UNO war ein wichtiges Signal neuer weltweiter Einigkeit der V\u00f6lkergemeinschaft in der Verteidigung der Menschenrechte und des Rechts auf staatliche Souver\u00e4nit\u00e4t. Aber keineswegs alle Staaten tragen die Isolierung Russlands derzeit mit (s. Karte oben).<\/p>\n<p>Es bleibt abzuwarten, wie sich Indien verhalten wird, das von russischen Waffenlieferungen abh\u00e4ngig ist, und wie China agieren wird, das angesichts der eigenen genozidartigen Menschrechtsverletzungen gegen\u00fcber den Tibetern, der Bev\u00f6lkerung der Inneren Mongolei und den Uiguren vor einer Verurteilung Russlands zur\u00fcckschreckt und das durch eine finanzpolitische und \u00f6konomische Kooperation mit Russland die Wirkung der Sanktionen massiv schw\u00e4chen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Zu oft hat Putin die Erfahrung gemacht, dass wirtschaftliche Interessen viele Akteure \u00fcber sein v\u00f6lkerrechtswidriges Handeln hinwegsehen lie\u00dfen. So verhielt es sich bei der Annektierung der Krim und dem verdeckten Low-intensity-Krieg im Donbass sowie, was seine Unterst\u00fctzung f\u00fcr verbrecherische Diktatoren wie Assad in Syrien oder Lukaschenko in Belarus anbelangt. Das Einfrieren russischer Konten bei Schweizer Banken war ein wichtiger Schritt. Aber der Ausschluss Russlands aus dem SWIFT-Zahlungssystem ist bisher nur halbherzig. Deutschland muss die Energiewende beschleunigen und neu im Spannungsfeld zwischen Energiesicherheit, Klimaschutz und Sozialvertr\u00e4glichkeit ausloten, um rasch vom russischen Gas unabh\u00e4ngig zu werden.<\/p>\n<p>Die europ\u00e4ischen Gesellschaften machen ihre Solidarit\u00e4t durch ein hohes Ma\u00df an Nachbarschaftshilfe deutlich. Die Bereitschaft zu humanit\u00e4rer Hilfe f\u00fcr die Ukraine und zur offenen Aufnahme des wachsenden Zustroms von Migranten \u2013 besonders in Polen \u2013 ist \u00fcberw\u00e4ltigend. Angesichts des unermesslichen Leids und der milit\u00e4rischen \u00adGrausamkeiten in der Ukraine ist dies allerdings ein schwacher Trost. Es ist ein b\u00f6ses Zeichen, dass die Ukraine nach ihrem freiwilligen Verzicht auf Atomwaffen im Budapester Memorandum (1994) die Erfahrung machen muss, nun so hilflos der Gewalt ausgeliefert zu sein und von der internationalen Gemeinschaft keinen ausreichenden Schutz zu erhalten. Es h\u00e4tte beispielsweise auch von deutscher Seite vorsorgend der Lieferung von Defensivwaffen und Lebensmitteldepots f\u00fcr die gro\u00dfen St\u00e4dte, die jetzt umzingelt werden, sowie der Unterst\u00fctzung bei der milit\u00e4rischen Schulung bedurft.<\/p>\n<p>Die Herausforderung dieser Tage macht deutlich, dass es nicht allein darum geht, den flagranten Krieg zu b\u00e4ndigen und das Leiden und Sterben in der Ukraine enden zu lassen. Vielmehr ist er ein Fanal derzeitiger Umbr\u00fcche, die eine intensive ethisch-reflexive Auseinandersetzung fordern. Wir leben in einer Zeit der multiplen Krisen und des beschleunigten Wandels einer multipolaren Welt, die zunehmend durch eine h\u00f6chst vielschichtige \u201eEvolution der Gewalt\u201c gepr\u00e4gt ist. Dabei verlieren bekannte Ordnungsmuster in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft an Geltung, ohne dass die k\u00fcnftige Ordnung schon erkennbar ist. Als Reaktion auf die daraus resultierende Unsicherheit wird das Streben nach Sicherheit und Krisenresistenz von Individuen und Gesellschaften zu einem zentralen ethisch-politischen Ziel.<\/p>\n<p>Dabei kann die Weltgesellschaft dem Wandel der internationalen Ordnung nicht gleichg\u00fcltig gegen\u00fcberstehen. Nicht jede Ver\u00e4nderung ist zu tolerieren. Ein solches Verhalten w\u00e4re ein Missverst\u00e4ndnis der Toleranz. Notwendig ist, die Toleranz in ihren drei Grunddimensionen bei allen Ver\u00e4nderungen zu beachten: Passive Toleranz als grunds\u00e4tzlicher Gewaltverzicht und das Bem\u00fchen, Konflikte vor allem auf Wegen der Diplomatie zu l\u00f6sen. Aktive Toleranz als Verteidigung der Menschen- und Freiheitsrechte, was auch bedeuten kann, milit\u00e4rische Unterst\u00fctzung zu leisten, denn die Demokratie muss wehrhaft sein. Proaktive Toleranz, um R\u00e4ume des Dialogs und des Vertrauens zwischen den V\u00f6lkern zu retten und den Austausch zwischen Zivilgesellschaften sowie nicht zuletzt auch den Religionsgemeinschaften auszubauen und um alles zu versuchen, eine Verst\u00e4ndigung zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Da der Ukrainekonflikt Teil eines vielschichtigen Kampfes um eine neue Weltordnung ist, kann er auf Dauer nicht ohne die Schaffung einer den heutigen Herausforderungen und Konfliktlinien angemessenen internationalen Friedens- und Sicherheitsordnung gel\u00f6st werden. Eine vorrangige Bedeutung kommt hier der Reform des Weltsicherheitsrates zu, der heute nicht mehr angemessen die Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnisse in der Welt widerspiegelt und von den M\u00e4chtigen mittels ihres Veto-Rechtes als Instrument einseitiger Dominanzpolitik missbraucht bzw. blockiert wird.<\/p>\n<p>Durch den partiellen R\u00fcckzug der USA als Weltordnungsmacht ist ein Vakuum entstanden, das durch eine Verdichtung der vielf\u00e4ltigen supranationalen Verflechtungen kompensiert werden muss. Dazu k\u00f6nnte auch ein europ\u00e4ischer Sicherheitsrat geh\u00f6ren, um die Handlungsf\u00e4higkeit der EU zu erh\u00f6hen. Die verschiedenen Institutionen, die sich sicherheitspolitisch engagieren (u. a. UNO, NATO, OSZE, EU), sind komplement\u00e4r aufeinander abzustimmen.<\/p>\n<p>Dauerhafter Friede braucht Vergebung und Vers\u00f6hnung auch mit der eigenen Geschichte. Die historische Dimension heutiger Konflikte wird dadurch deutlich, dass geschichtsklitternde Narrative zur Konstruktion eines Kriegsgrundes herangezogen worden sind. An diesen Erz\u00e4hlungen wird deutlich, dass es dem russischen Pr\u00e4sidenten und einem wohl nicht unerheblichen Teil der russischen Bev\u00f6lkerung an einer Vers\u00f6hnung mit dem Zerfall der UdSSR fehlt. Das Gef\u00fchl der Kr\u00e4nkung durch die vermeintliche Zur\u00fccksetzung und Nichtanerkennung als Weltmacht ist die treibende Kraft der aktuellen Aggression. Angesichts der katastrophalen Folgen des Ukrainekrieges f\u00fcr alle, auch f\u00fcr Russland, das sich damit mehr schadet, als jeder andere es h\u00e4tte tun k\u00f6nnen, wird die Kr\u00e4nkung zun\u00e4chst verst\u00e4rkt. Ihre \u00dcberwindung wird sicherlich lange Zeit beanspruchen. Hier haben die Kirchen und Religionsgemeinschaften eine origin\u00e4re Aufgabe, da Vers\u00f6hnung immer auch eine religi\u00f6se Dimension hat. Zugleich ist diese auch gesellschaftlich und \u00adpolitisch h\u00f6chst relevant.<\/p>\n<p>Im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine geht es letztlich um Vers\u00f6hnung zwischen den unterschiedlichen Werten, kulturellen Mentalit\u00e4ten und politischen Modellen an den Grenzen Europas. Wo Regime jedoch Wahrheit, Freiheit und Humanit\u00e4t systematisch verleugnen, haben sie keinerlei moralische Legitimit\u00e4t. F\u00fcr Russland, die Ukraine und Europa kommt der wissenschaftlichen Aufarbeitung der h\u00f6chst unterschiedlichen Identit\u00e4tskonstruktionen und der Rolle, die die Religionen dabei spielen, eine zentrale Bedeutung zu. Im Vordergrund stehen nicht rational nachvollziehbare Interessen, sondern Anerkennungskonflikte mit ihrer ganz eigenen Grammatik von Kompromisslosigkeit und Machtdynamiken.<\/p>\n<p>Die theologische Kritik einer nationalistischen Inanspruchnahme des christlichen Glaubens ist ein wichtiger Friedensdienst, den die Kirchen zu leisten haben. Christsein angesichts einer fragil gewordenen Weltordnung erfordert ein erheblich h\u00f6heres Ma\u00df an Engagement f\u00fcr die Werte des Friedens, der Freiheit und der Vers\u00f6hnung als wir dies in der sicherheitsverw\u00f6hnten deutschen Welt der vergangenen Jahrzehnte gewohnt waren.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir h\u00e4tten viel fr\u00fcher wachsam sein m\u00fcssen. Bereits seit vielen Jahren und geb\u00fcndelt in seinem Essay\u00a0On the Historical Unity of Russians and Ukrainians\u00a0vom 12. Juli 2021 hat der russische Pr\u00e4sident, der sich zuweilen als Hobbyhistoriker bet\u00e4tigt, der Ukraine das Existenzrecht abgesprochen und einen russischen Hegemonieanspruch deklariert. 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