{"id":32178,"date":"2023-07-17T14:33:47","date_gmt":"2023-07-17T12:33:47","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=kloesterlicher-weinbau-im-herzogtum-bayern"},"modified":"2025-01-08T16:30:33","modified_gmt":"2025-01-08T15:30:33","slug":"kloesterlicher-weinbau-im-herzogtum-bayern-die-bedeutung-des-rebensaftes-im-mittelalter","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/kloesterlicher-weinbau-im-herzogtum-bayern-die-bedeutung-des-rebensaftes-im-mittelalter\/","title":{"rendered":"Monastic viticulture in the Duchy of Bavaria"},"content":{"rendered":"<p>Am Sonntag, den 13. Oktober 1454, am Tag des Hl. Kolomann, erhielt der Kellermeister des Klosters Pr\u00fcfening bei Regensburg von einem gewissen Hanns Samnatz eine Wagenladung F\u00e4sser mit Traubenmost, insgesamt 27 Eimer, 3 Quartl und 2 Napf (ca. 1550 Liter). Den Most hatte er vorher bei Weinbauern in das nahe Regensburg gelegenen D\u00f6rfern Matting und Oberndorf abgeholt. Der erste Weinzierl (altbairisch f\u00fcr Winzer), der Most auf seinen Wagen lud, hie\u00df Ulraich Karl und gab Hanns Samnatz vier Eimer Most (226 Liter). Diesen hatte er aus seinem Weingarten \u2013 genannt Leittn \u2013 geerntet. Ulraich Karl, der Bergmeister des Dorfes Matting, gab den Most als Zins, also als Abgabe f\u00fcr den Boden, den er bewirtschaftete, in diesem Fall ein Weinberg.<\/p>\n<p>Weinberge und Weinbau in Altbayern? Wo doch Bayern in aller Welt als das Bierland schlechthin gilt? Diese Frage stellte sich mir, als ich als Student erstmals wissenschaftlich mit dem Dorf Matting an der Donau bei Regensburg zu tun hatte. Und eigentlich h\u00e4tte es mich gar nicht zu wundern brauchen, kannte ich doch bereits die Aussage des ersten bedeutenden bayerischen Historikers Aventinus, der in seiner bayerischen Chronik bezeugte, dass der gemeine Mann des 16. Jahrhunderts in Bayern Tag und Nacht beim Wein sa\u00df.<\/p>\n<p>In der Beschreibung der Sitten des Landes Bayern am Anfang seiner Bayerischen Chronik gibt Aventinus ein deftiges Bild seiner Landsleute ab: Der Bayer \u201etut sonst, was er will, sitzt Tag und Nacht bei dem Wein, schreit, singt, tanzt, kartet, spielt, mag Wehr tragen, Schweinspie\u00df und lange Messer. Gro\u00dfe und \u00fcberfl\u00fcssige Hochzeiten, Totenmahle und Kirchweihen zu haben ist ehrenhaft und unstr\u00e4flich, gereicht keinem zum Nachteil, bekommt keinem \u00fcbel\u201c.<\/p>\n<p>Im Auftrag des Fr\u00e4nkischen Freilandmuseums Bad Windsheim sollte ich damals herausfinden, wie weit in die Geschichte zur\u00fcck ein halbverfallenes sp\u00e4tgotisches Steinhaus zu verfolgen ist, welches damals noch in Matting stand, heute seinen neuen Platz in der\u00a0Baugruppe Mittelalter\u00a0des Windsheimer Museums gefunden hat.<\/p>\n<p>Ich fand bei der Archivarbeit bald heraus, dass der Haupterwerb der historischen Hausbewohner vom fr\u00fchen Mittelalter an bis zum Ende des 18. Jahrhunderts der Weinbau war und dass der Weinbau in Matting<span lang=\"ar-SA\">\u00a0f\u00fcr fast alle Dorfbewohner der dominante Erwerbszweig war. Dar\u00fcber<\/span>\u00a0hinaus zeigte sich, dass der Grundherr des Dorfes, das Kloster Pr\u00fcfening bei Regensburg, das Dorf im 14. Jahrhundert planm\u00e4\u00dfig ausgebaut und durch Neuanlage von Weinbergen und Intensivierung der Weinwirtschaft einen Schwerpunkt f\u00fcr die Klosterwirtschaft geschaffen hatte. Kloster Pr\u00fcfening folgte hier einem Trend, der im Rhein- und Moselraum bereits im 13.\u00a0Jahrhundert feststellbar ist und sich Anfang des 14. Jahrhunderts fortsetzt.<\/p>\n<p>Der Versuch, diese Erkenntnisse einzuordnen und durch Vergleiche zu bewerten wurde aber dadurch erschwert, dass es zu diesem Thema f\u00fcr Altbayern bislang schlichtweg keine fundierte und detaillierte wissenschaftliche Literatur gab. In meiner 1999 erschienenen Doktorarbeit habe ich deshalb erstmals genauere Erkenntnisse \u00fcber das Ausma\u00df, die Verbreitung, die Organisation und \u00fcber die Rentabilit\u00e4t des altbayerischen Weinbaus im Mittelalter erarbeitet. Um die tats\u00e4chliche Bedeutung der altbayerischen Weinwirtschaft zu erfassen, war es n\u00f6tig, den Weinbau der Nachbarregionen \u00d6sterreich und S\u00fcdtirol ebenfalls in die Untersuchungen miteinzubeziehen, um so eine Studie im Sinne moderner vergleichender Landesgeschichte zu erreichen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Weinkonsum in Bayern im Mittelalter<\/h3>\n<p>Bevor im 16. Jahrhundert das Bier in Massenproduktion aufkam, war der Wein praktisch das einzige Volksgetr\u00e4nk, da das Wasser vielfach ungenie\u00dfbar war und nur in geringer Menge zur Verf\u00fcgung stand. Wein war im Mittelalter in erster Linie ein Grundnahrungsmittel, erst in zweiter ein Genussmittel.<\/p>\n<p>Das gro\u00dfe Angebot an einfachem Landwein, wie dem\u00a0Baierwein, spiegelt sich auch im Weinverbrauch wider. So teilte man den Beamten des bayerischen Herzogs in Landshut pro Tag ca. 2 Liter Wein zu, im Kloster Pr\u00fcfening bei Regensburg erhielten die Klosterangestellten pro Tag zwischen 2 und 6 Ma\u00df Wein. Zahlen, wie man sie in vielen anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern kennt. Gerhard Fouquet spricht von einer Faustregel von 1,3 Litern als t\u00e4gliche Weinration im gutsituierten b\u00fcrgerlichen Standard.<\/p>\n<p>Diese hohen Angaben d\u00fcrfen jedoch nicht vorbehaltlos verallgemeinert werden, besonders nicht, um vom Mittelalter als einem \u201eSaufzeitalter\u201c zu sprechen. Wir wissen in den meisten F\u00e4llen nicht, wie viele Personen der zugeteilte Wein zu Gute kam, und wir k\u00f6nnen immerhin einen erheblich geringeren Alkoholgehalt des einfachen Weines voraussetzen. An den H\u00f6fen Bayerns trank man bevorzugt Weine aus \u00d6sterreich, also die Osterweine, Weine aus W\u00fcrttemberg und Weine aus Tirol, die man meist als Welschweine bezeichnete. Aber als gew\u00f6hnliches Tafelgetr\u00e4nk war der einfache Baierwein auch hier vertreten. Der normale, t\u00e4gliche Bedarf wurde aber auch hier mit einfachem Landwein gedeckt, den man aus der jeweils direkten Umgebung bezog.<\/p>\n<p>In den Kl\u00f6stern und in Kirchen hatte der Wein nat\u00fcrlich gro\u00dfe Bedeutung f\u00fcr die Liturgie. Der hier ben\u00f6tigte Messwein erfordert nach kanonischem Recht noch heute absolute Reinheit. Dies ist ein Ziel, das am sichersten im Eigenbau gew\u00e4hrleistet ist. Schon aus diesem Grund war der kirchliche Weinbau weit verbreitet und wurde gepflegt, wo es auch immer m\u00f6glich war. Aber auch der Tischwein hatte in den Kl\u00f6stern seinen Platz: Im Kloster Pr\u00fcfening erhielten die Patres an hohen Festtagen mittags und abends etwa 0,8 Liter Wein.<\/p>\n<p>Der Bedarf war also in den Kl\u00f6stern besonders hoch, weil sowohl f\u00fcr die Liturgie als auch f\u00fcr den Tisch Wein ben\u00f6tigt wurde. Dar\u00fcber hinaus erhielten die direkt an die Kloster\u00f6konomie gebundenen landwirtschaftlichen und handwerklichen Arbeiter und sonstigen Angestellten vom Kloster ebenfalls t\u00e4glich eine beachtliche Menge Wein zugeteilt. Dennoch ist mit Franz Staab festzustellen, dass die \u201eKl\u00f6ster nicht von Anfang an auf den Weinbau ausgerichtet\u201c waren. \u201eSie mussten sich erst damit besch\u00e4ftigen, nachdem sie im Fr\u00fchmittelalter auch seelsorgliche Aufgaben zu \u00fcbernehmen hatten\u201c.<\/p>\n<p>Neben dem Verbrauch des Weines als Getr\u00e4nk waren auch seine Nebenprodukte im Mittelalter meist von h\u00f6herer Bedeutung als heute. Weinessig diente der Haltbarkeitsmachung von Lebensmitteln und auch in vielen mittelalterlichen Kochrezepten ist er eine wichtige Zutat. Die positive medizinische Bedeutung des Weines war ebenso wichtig. Etwa als Kr\u00e4ftigungstrunk nach der Entbindung, bei bestimmten Krankheiten oder beim Aderlass.<\/p>\n<p>Wein spielte auch eine wichtige Rolle im gesellschaftlichen Leben des Mittelalters. Wir finden ihn als Gastgeschenk oder zur Bekr\u00e4ftigung von Rechtsgesch\u00e4ften. Bei jeder korporativen Zusammenkunft, beim Empfang von G\u00e4sten, Familienfesten, bei \u00f6ffentlichen Ereignissen wurde Wein getrunken. Sogar der Student des Mittelalters schuldete seinem Lehrer ausgiebige Weinrationen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Die Entwicklung des Weinbaus im fr\u00fch- und hochmittelalterlichen Herzogtum Bayern<\/h3>\n<p>W\u00e4hrend der S\u00fcdtiroler Weinbau seit der Antike bis heute in ungebrochener Kontinuit\u00e4t stehen d\u00fcrfte, ist dies in Altbayern und im \u00f6sterreichischen Donauraum bis heute nicht sicher nachweisbar. Es gibt jedoch gewichtige Anzeichen f\u00fcr lokale Kulturkontinuit\u00e4t des Weinbaus vor allem an der Donau. Neben der Nennung des Weinbaus in der Wachau, in der Lebensbeschreibung des Hl. Severin, ist vor allem eine strukturelle Beobachtung als Indiz f\u00fcr eine Kulturkontinuit\u00e4t zu werten. S\u00e4mtliche Weinberge, die im 8. Jahrhundert im altbayerischen und \u00f6sterreichischen Donauraum in schriftlichen Quellen aufscheinen, liegen in unmittelbarer N\u00e4he von sp\u00e4tr\u00f6mischen St\u00e4dten und Milit\u00e4rstandorten, die noch im 5. Jahrhundert von Bedeutung waren. Ein eindrucksvoller Beleg f\u00fcr den fr\u00fchmittelalterlichen Weinbau in Bayern findet sich in der um 765 entstandenen Lebensbeschreibung des Hl. Emmerams des Bischofs Arbeo von Freising: Arbeo berichtet, dass Bischof Emmeram, als er um 680\/690 aus dem Frankenreich nach Bayern kam, sich in dem Land in das er gekommen war, erst einmal umsah und dabei erkannte: \u201eEs war sehr gut, ja lieblich anzusehen, reich an Hainen, wohlversehen mit Wein. Es besa\u00df Eisen in H\u00fclle und F\u00fclle und Gold, Silber und Purpur im \u00dcberfluss\u201c.<\/p>\n<p>F\u00fcr Arbeo war der bayerische Weinbau also selbstverst\u00e4ndlich und scheinbar sehr wichtig, denn er nennt ihn vor Gold und Silber, vor fruchtbarer Erde, Honig, Fisch und auch vor dem Salz. In einer anderen Stelle der Vita erw\u00e4hnt Arbeo Weing\u00e4rten an den H\u00e4ngen des Donauhochufers n\u00f6rdlich von Regensburg. Diese H\u00e4nge sind zusammen mit den etwas weiter \u00f6stlich gelegenen Weinbergen von Kruckenberg, die \u00e4ltesten, in Altbayern schriftlich nachgewiesenen Weing\u00e4rten. Ihre Erw\u00e4hnung stellt gleichzeitig den \u00e4ltesten schriftlichen Nachweis von Weinbergen in Raum des heutigen Freistaats Bayern dar, denn die \u00dcberlieferung in Franken setzt erst in den Jahren nach 770 ein.<\/p>\n<p>Um 700 schenkte Herzog Theodo von Bayern der Salzburger Kirche Weinberge bei Winzer und Kruckenberg. Die dabei gemachten Angaben zu genauen Ma\u00dfen der Weinberge und zu den\u00a0vinitores, also den Winzern oder wie man in Altbayern sagt\u00a0Weinzierlen, deuten klar auf eine spezialisierte Weinwirtschaft in der N\u00e4he von Regensburg schon im sp\u00e4ten 7. Jahrhundert hin. Allerdings wissen wir nicht, ob diese Winzer noch Romanen waren. Der erste namentlich genannte Winzer unseres Untersuchungsraums trug jedenfalls einen germanischen Namen. Er hie\u00df Kerhelm und lebte um 748 bei Beutelsbach im heutigen Landkreis Passau.<\/p>\n<p>Weitere fr\u00fche Weinberge sind \u00f6stlich von Regensburg am Bogenberg, bei Pleinting in der N\u00e4he von K\u00fcnzing (dem antiken Quintanis) und weiter donauabw\u00e4rts im \u00f6stlichen Teil des Herzogtums bei Aschach a. d. Donau bei Linz belegt. Das von Herzog Odilo 741 gegr\u00fcndete Kloster Niederalteich erhielt als Gr\u00fcndungsausstattung Weinberge an der altbayerischen Donau und nicht etwa, wie gleichzeitig s\u00fcdbayerische Kl\u00f6ster, bei Bozen: Zwischen 788 und 814 schenkte der adelige Paldo in der\u00a0uilla Pogana\u00a0(also Bogen) einen drei Joch gro\u00dfen Weinberg. W\u00e4hrend der Herrschaft Herzog Tassilos III. wurde der Weinbergbesitz des Klosters bei Bogen durch weitere adelige Schenkungen vermehrt.<\/p>\n<p>Nur hier im altbayerischen und ober\u00f6sterreichischen Donautal finden wir schon in den fr\u00fchesten Quellen Hinweise auf eine stark spezialisierte Weinwirtschaft, w\u00e4hrend im Raum um Freising, im Rottachgau und im ober\u00f6sterreichischen Traungau der Weinbau vor allem in die adeligen oder kirchlichen Besitzkomplexe eingestreut war und dort eher zur Selbstversorgung betrieben wurde.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu Altbayern und Ober\u00f6sterreich k\u00f6nnen wir im Raum S\u00fcdtirols, das im fr\u00fchen Mittelalter zum Teil zum Herzogtum geh\u00f6rte, im 8. Jahrhundert den Weinbau nur aus sp\u00e4teren Quellen erschlie\u00dfen. Fr\u00fche Besitzer von Weinbergen waren hier der bayerische Herzog und der fr\u00fche Adel, aus deren Hand die Bist\u00fcmer (Augsburg, Freising) und die fr\u00fchen Kl\u00f6ster S\u00fcdbayerns wie Benediktbeuern und Tegernsee ihre ersten Weinberge erhielten. Das Interesse scheint sich hier von Anfang an vor allem auf die direkte Umgebung von Bozen \u00ad<br \/>\nkonzentriert zu haben.<\/p>\n<p>Das 9. Jahrhundert brachte mit dem Sturz Herzog Tassilos III. durch Karl den Gro\u00dfen die g\u00e4nzliche Eingliederung des bayerischen Herzogtums in das fr\u00e4nkische Reich. Viele Kl\u00f6ster wurden karolingische Reichskl\u00f6ster und konnten als solche enorme Besitzerweiterungen erreichen. Dies war aber mit der Aufgabe der Kolonisation und Mission verbunden, besonders in dem Raum, den Karl der Gro\u00dfe nach dem Sieg \u00fcber die Awaren als karolingisches Ostland neu erschlossen hatte: Es entstand die bayerische\u00a0marchia orientalis, aus der sp\u00e4ter die Markgrafschaft und das Herzogtum \u00d6sterreich hervorging. Besonders im Donauabschnitt \u00f6stlich von Melk, der seit dem fr\u00fchen 9. Jahrhundert als\u00a0Uuahouua\u00a0(Wachau) bezeichnet wird, entwickelt sich eines der bedeutendsten Weinbaugebiete f\u00fcr die altbayerischen Kl\u00f6ster und Bist\u00fcmer.<\/p>\n<p>Diese konnten hier regelrecht neuen Besitz abstecken, wie zum Beispiel das Kloster Niederalteich zwischen Aggsbach und dem sp\u00e4teren Spitz, das Kloster Tegernsee in Loiben oder das Erzstift Salzburg bei den am anderen Ufer der Donau liegenden und nach Erzbischof Arn von Salzburg benannten Arnsd\u00f6rfern Ober-, Mitter-, und Hofarnsdorf. Der ganze Donauabschnitt von Melk bis Mautern wurde an Reichskl\u00f6ster und Bist\u00fcmer im bayerischen Reichsteil vergeben. Dabei war der Weinbau von Anfang an die wichtigste landwirtschaftliche Kulturform. Dadurch wurden die altbayerischen Bischofssitze und Reichskl\u00f6ster Wegbereiter und F\u00f6rderer der Wachauer Weinkultur.<\/p>\n<p>Das fr\u00fche 10. Jahrhundert, die Zeit der Ungarneinf\u00e4lle, ist eine Periode, in der die schriftlichen Quellen weitgehend schweigen. Erst nach der Lechfeldschlacht von 955 k\u00f6nnen wir bei Regensburg und in der N\u00e4he des Bogenbergs Anzeichen eines Wachstums der Weinkultur feststellen. Das karolingische Ostland und hier besonders die Wachau sind durch die Angriffe und Eroberungen der Magyaren besonders betroffen, die Entwicklung des kl\u00f6sterlichen Weinbaus wird unterbrochen, wenn auch offensichtlich nicht g\u00e4nzlich beendet. Dies geht vor allem daraus hervor, dass die Kl\u00f6ster und Bist\u00fcmer den alten Weinbergbesitz nach der Ungarnzeit schnell wiedererlangen konnten.<\/p>\n<p>Im 11. Jahrhundert k\u00f6nnen wir eine deutliche Expansion des Weinbaus vor allem in den Altsiedellandschaften feststellen: Im Donautal, in den T\u00e4lern von Isar, Rott und Inn, aber auch im benachbart gelegenen Altm\u00fchltal bei Eichst\u00e4tt und s\u00fcdlich der Alpen im Becken von Bozen. Daneben entstehen kleinere Weinbaugebiete im Inntal in der N\u00e4he von Au und Gars und im Isartal bei Freising und Moosburg.<\/p>\n<p>Im 12. Jahrhundert nimmt die Ausweitung des Weinbaus in den \u00e4lteren Weinbaugebieten durch einen wachsenden demographischen Druck und durch die enorme Klostergr\u00fcndungswelle in diesem Jahrhundert nochmals stark zu. Dabei kommt es zu einer Konzentration des Besitzerwerbs\u00a0der altbayerischen Kl\u00f6ster bei den bereits bestehenden oder gerade entstehenden Weinst\u00e4dten Regensburg, Bozen und Krems. In Altbayern k\u00f6nnen wir nun von Kelheim bis in die Straubinger Gegend an nahezu allen s\u00fcdw\u00e4rts geneigten H\u00e4ngen des Donautales Weinberge feststellen. Aber auch s\u00fcdlich der Donau wird der Weinbau im 12. Jahrhundert weiter ausgebaut, besonders an der Isar, im Rottal, am Inn, aber auch an der Salzach bis hin zum H\u00f6glberg bei Salzburg.<\/p>\n<p>Im \u00f6sterreichischen Donauraum bringt das 12. Jahrhundert einen rapiden Anstieg der Quellenbelege f\u00fcr den Weinbau, verbunden mit einer gro\u00dfen Gr\u00fcndungswelle von Kl\u00f6stern und einem starken Bev\u00f6lkerungswachstum und dem Entstehen zahlreicher St\u00e4dte und M\u00e4rkte. Neben dem Weinbaugebiet bei Aschach a. d. Donau entwickeln sich in der Wachau neue kl\u00f6sterliche Besitzschwerpunkte mit Weinbergen, Hofst\u00e4tten und zentralen kl\u00f6sterlichen Leseh\u00f6fen.<\/p>\n<p>Auch im S\u00fcdtiroler Raum ist im 12. Jahrhundert eine starke Ausweitung im Gange. Hier werden bei Bozen sogar hochwassergef\u00e4hrdete Ebenen mit Reben bepflanzt. Auch der Raum um Meran und der Vinschgau sind nun f\u00fcr altbayerische Kl\u00f6ster als Weinland von Interesse.<\/p>\n<p>Versuchen wir an dieser Stelle einen \u00dcberblick\u00a0<span lang=\"ar-SA\">\u00fcber die wichtigsten Weinbaugebiete des altbayerischen, \u00f6sterreichischen und S\u00fcdtiroler Weinbaus im Mittelalter zu gewinnen, so erkennen wir deutlich drei Hauptbereiche:<\/span>\u00a0Das Donautal um Regensburg, das Bozner Becken sowie die Wachau und Krems mit den anschlie\u00dfenden Nebengebieten.<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3>Der Weinbau des Klosters Pr\u00fcfening in der Umgebung von Regensburg<\/h3>\n<p>1109 gr\u00fcndete Bischof Otto I. von Bamberg vor den Toren Regensburgs das Benediktinerkloster Pr\u00fcfening. An der Grundherrschaftsentwicklung dieses Klosters kann gezeigt werden, dass es<span lang=\"ar-SA\">\u00a0<\/span><span lang=\"ar-SA\">m\u00f6glich<\/span>\u00a0war in Altbayern eine intensive und wirtschaftlich lukrative\u00a0Weinwirtschaft zu entwickeln. Diese intensive Weinwirtschaft entwickelte sp\u00e4testens im 15. Jahrhundert auch eine speziell dem Weinbau gewidmete schriftliche Rechenf\u00fchrung, was f\u00fcr den altbayerischen Weinbau bislang nur an diesem Beispiel bekannt ist: Es sind dies die Pr\u00fcfeninger Weinregister, die von 1447 an mit gewissen L\u00fccken j\u00e4hrlich erhalten sind und bis ins 17. Jahrhundert reichen. Sie stellen eine der bedeutendsten Quellen zur Geschichte des Weinbaus an der Donau bei Regensburg dar, da sie serielle Ertragszahlen liefern, was selbst bei den bedeutenden kl\u00f6sterlichen Besitzungen in S\u00fcdtirol und \u00d6sterreich nur vereinzelt und in der Regel sp\u00e4ter \u00fcberliefert ist.<\/p>\n<p>Bis 1283 besa\u00df Pr\u00fcfening einen Lesehof in Krems und Weinberge in Krems, Persenbeug und Mautern. Im genannten Jahr verkaufte Pr\u00fcfening diesen Besitz, und baute in den zwei Jahrzehnten danach durch gezielten und intensiven Ausbau der zwei D\u00f6rfer Oberndorf und Matting an der Donau einen fast ausschlie\u00dflich auf den Weinbau ausgerichteten wirtschaftlichen Schwerpunkt auf.<\/p>\n<p>In Matting, wo der Weinbau bereits 901 in einer Schenkung K\u00f6nig Ludwigs des Kindes der Weinbau erw\u00e4hnt wurde, hatte das Kloster bis 1285 die gesamte Grundherrschaft errungen. Die f\u00fcr den Weinbau geplante Siedlungsentwicklung ist sowohl in den Wirtschaftsquellen des Klosters, wie arch\u00e4ologisch deutlich zu erkennen. Ausgrabungen an der Stelle des am Anfang erw\u00e4hnten, in das Freilichtlandmuseum Bad Windsheim transferierten und durch Baumringe auf ca. 1380 datierten sp\u00e4tmittelalterlichen Steinhauses brachten 1993 die Reste eines Vorg\u00e4ngerbaus zutage. Es war ein auf die Zeit um 1290 datierbarer Holzpfostenhaus. Kurz nach dem Verkauf der Weing\u00fcter in der Wachau 1283 hatte man hier also mit Bauma\u00dfnahmen begonnen, die ohne Zweifel mit dem Ausbau des Dorfes zu einem gro\u00dfen Winzerdorf zusammenhingen.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen in Matting zu Beginn des 14. Jahrhunderts eine Aufteilung von sechs 1285 noch genannten Anwesen in 30 Anwesen bis 1380 feststellen, wobei der Weinbau deutlich im Vordergrund stand. Dies zeigt sich auch in den Bestimmungen der 1347 in ihrer \u00e4ltesten Version erhaltenen Dorfordnung, von deren 21 Artikeln mehr als die H\u00e4lfte Bestimmungen zum Weinbau sind. Die F\u00f6rderung des Weinbaus geschah hier durch besonders g\u00fcnstige Leiherechte.<\/p>\n<p>Matting war so zum Winzerdorf geworden, das in seinen wirtschaftlichen Strukturen vom Weinbau dominiert war. F\u00fcr das Kloster war Matting gemeinsam mit dem noch gr\u00f6\u00dferen Oberndorf eindeutig zum wirtschaftlichen Schwerpunkt in der kl\u00f6sterlichen Grundherrschaft geworden. Im 16. Jahrhundert deckte der Verkauf von Wein aus diesen zwei D\u00f6rfern ca. 60 Prozent der gesamten Einnahmen der Grundherrschaft ab, obwohl sie nur einen minimalen Fl\u00e4chenanteil an der mehrere Hofmarken, sowie Land- und Stadtbesitz umfassenden Grundherrschaft hatten. Dies r\u00fcckt das Kloster Pr\u00fcfening in die N\u00e4he von bedeutenden Weinkl\u00f6stern, wie der Zisterze Eberbach im Rheingau.<\/p>\n<p>Die Pr\u00fcfeninger Weinregister erlauben genauen Einblick in die wichtige Frage nach dem Absatz des hier erzeugten Weines, oder besser gesagt: des Mostes, denn dieser wurde direkt nach der Kelterung abtransportiert. Im vergleichsweise ertragsarmen Jahr 1454 gingen von dem, dem Kloster zustehenden Teil der Ernte aus Oberndorf 102 hl in den Klosterkeller, 80,3 hl in den Keller des Klosteramtshofes in Oberndorf, 34, 4 hl in die Taverne des Klosters in Oberndorf und 160 hl direkt an Gro\u00dfkunden. Zu diesen z\u00e4hlten in erster Linie Kl\u00f6ster in S\u00fcdbayern, die zum Teil \u00fcber Weinberge im ausl\u00e4ndischen Fernbesitz verf\u00fcgten: So erwarb hier das in den Bozner Weinlagen beg\u00fcterte Kloster Scheyern im Jahr 1454 ca. 40,7 hl Traubenmost.<\/p>\n<p>Der Kunde musste also \u00fcber einen eigenen Kellermeister verf\u00fcgen, um den Ausbau des Mostes zu Wein zu erm\u00f6glichen. Der Abtransport des Mostes nach der Ernte war eine Charakteristik des mittelalterlichen Weinbaus, die nicht auf Altbayern beschr\u00e4nkt war: Das Gros des Weines wurde nicht als Wein, sondern als Most vom Produzenten weitergehandelt. Dies kann neben dem Regensburger Raum auch f\u00fcr den \u00f6sterreichischen Donauraum, f\u00fcr das nieder\u00f6sterreichische Weinviertel, und sogar f\u00fcr den Transport der S\u00fcdtiroler Weine \u00fcber die Alpen nach Norden nachgewiesen werden. Aus der Voraussetzung heraus gesehen, dass der mittelalterliche Weinbau fast g\u00e4nzlich grundherrschaftlich organisiert war, und auf einem Teil\u00adabgabensystem beruhte, ist diese Tatsache aber nur verst\u00e4ndlich, garantiert sie doch dem Grundherrn ein gro\u00dfes Ma\u00df an Kontrolle und Sicherheit und den entscheidenden Einfluss auf den Weinausbau.<\/p>\n<p>Neben dem Kloster Scheyern waren im 15. Jahrhundert auch andere Kl\u00f6ster Kunden Pr\u00fcfenings, so das Kloster Ebersberg und das heute f\u00fcr sein Bier so bekannte, damals gerade erst gegr\u00fcndete Kloster Andechs. Aber es gab auch weltliche Kunden wie Wirte aus den s\u00fcdbayerischen St\u00e4dten Kelheim, Mainburg, Pfaffenhofen und Erding, B\u00fcrger aus Regensburg und Ingolstadt und sogar hohe herzogliche Beamte. Nur einmal kann ein bayerischer Herzog selbst in der Liste der Bezieher gefunden werden. Der bei Regensburg erzeugte Baierwein wurde also auch aus dem Donaubereich ausgef\u00fchrt, allerdings vor allem in s\u00fcdlicher Richtung nach Oberbayern.<\/p>\n<p>Im Durchschnitt konnte das Kloster Pr\u00fcfening pro Jahr 522 Eimer (312 hl) Wein aus Matting und Oberndorf erl\u00f6sen, was auf eine straffe Organisation des Weinbaus durch das Kloster und die vom Kloster eingesetzten Bergmeister zur\u00fcckzuf\u00fchren sein d\u00fcrfte. Der gro\u00dfen Bedeutung des Mattinger Weinbaus f\u00fcr das Kloster entspricht die F\u00fcrsorge f\u00fcr den Weinbau, die in der in zwei Fassungen aus dem 14. Jahrhundert erhaltenen Dorfordnung f\u00fcr Matting rechtlich nachvollziehbar wird. 11 von den 21 Artikeln dieses die wichtigsten Regeln im Dorf kodifizierenden Vorschriftenkataloges gelten dem Weinbau, obwohl neben der Dorfordnung auch noch ein eigenes Weinberg-Recht existierte.<\/p>\n<p>Die genauen Anweisungen des kl\u00f6sterlichen Grundherrn lie\u00dfen dem einzelnen Weinzierl wenig Spielraum f\u00fcr die heute so gesch\u00e4tzte Winzerkreativit\u00e4t. Es lag vielmehr im Interesse des Klosters alles was die Qualit\u00e4t der Weinerzeugung betraf genau kontrollieren zu k\u00f6nnen und die entscheidenden Schritte beeinflussen zu k\u00f6nnen, \u00e4hnlich, wie wir dies heute bei den Winzergenossenschaften kennen. Dies betraf besonders die Ernte und es betraf die Leistung der vertraglich geregelten Weinabgabe, die zwischen 1\/3 und 1\/6 der \u00adErnte schwankte.<\/p>\n<p>Kurz zum Ablauf der Weinernte: Der\u00a0Bergmeister, also der f\u00fcr die Einhaltung der kl\u00f6sterlichen Richtlinien f\u00fcr die Weinbergpflege verantwortliche Winzer und Dorfbewohner, meldete dem Kellermeister des Klosters die Traubenreife, der dann die Erlaubnis zur Lese gab. Vorher durfte keiner der Winzer mit der Weinlese beginnen. Die Lese ging dann \u00fcber mehrere Tage, um zu garantieren, dass die Lese jedes einzelnen Weinbergs genau kontrolliert werden konnte. Nachdem die Trauben gesammelt waren, wurden sie sofort zu Maische gequetscht. Anschlie\u00dfend wurde die Maische sofort in der Kelter gepresst. Diese geh\u00f6rte dem Grundherrn und nur in dieser durfte der Wein gepresst werden. Ein Presshaus, wie wir es in Matting annehmen d\u00fcrfen, steht noch heute in Bach an der Donau \u00f6stlich von Regensburg und beherbergt heute das Baierweinmuseum.<\/p>\n<p>Die Pr\u00fcfeninger Weinregister sind zwar nur l\u00fcckenhaft erhalten, dennoch erlauben sie einen Einblick in die stark schwankenden Weinertr\u00e4ge bis in die fr\u00fche Neuzeit hinein. Schon in den f\u00fcnfziger Jahren des 15. Jahrhunderts schwankten die Ertr\u00e4ge stark: 1454 wurden 715 Eimer (405\u00a0hl) als Ertrag des Klosters geerntet, im Folgejahr nur halb so viel, 1457 gar nur ein Viertel dieser Menge (102\u00a0hl). 1488 wurde 435 hl erreicht. Der erste Wert des 16. Jahrhunderts stammt von 1511 (171 hl). Bis 1516 folgten weitere mittlere Ernteergebnisse, 1516 wurde mit 1385,5 Eimern (784 hl) eine Rekordernte eingefahren, gefolgt von einem fast g\u00e4nzlichen Ausfall im folgenden Jahr (50 Eimer \u2013 28 hl). Angesichts des Vorjahresrekords und des im folgenden Jahr wieder sehr hohen Ernteergebnisses (1004 Eimer \u2013 568 hl) konnte dieser Engpass aber wohl \u00fcberbr\u00fcckt werden.<\/p>\n<p>1519 kam es erneut zu einer Missernte (31 hl), gefolgt von einem guten Jahr (395 hl) und dann von dem Jahr mit dem h\u00f6chsten ermittelten Weinertrag: 1521 erhielt das Kloster aus seinen Weing\u00e4rten 1502 Eimer (851 hl). Bis 1530 schwanken die Ertr\u00e4ge zwischen 160 hl (1529) und 612 hl (1526). Auch nach 1530 k\u00f6nnen wir nach wie vor mit gro\u00dfen Ernten rechnen. 1540 wurden 1095 Eimer (620 hl) an das Kloster geleistet, 1560 waren es 996 Eimer (564 hl). Besonders interessant sind f\u00fcr uns die Jahre um 1570. Aus diesem Jahr stammt die bereits oben zitierte Einnahmen- und Ausgabenbilanz des Klosters.<\/p>\n<p>Dabei konnten wir feststellen, dass das Kloster mit 714 Pfund, 6 Schilling und 4 Denaren 61 Prozent seiner Gesamteinnahmen aus dem Weinverkauf bezog. Mit 319 dem Kloster zur Verf\u00fcgung stehenden Eimern (180 hl) war dieses Jahr von der Menge her aber ein unterdurchschnittliches Weinjahr. Wir k\u00f6nnen demnach in den Spitzenjahren wie<br \/>\n1488, 1516, 1518, 1521 oder 1526 noch h\u00f6here Anteile des Weinverkaufs an den Gesamteinnahmen erwarten, wenn auch in diesen Jahren ebenfalls bei der Getreideernte bessere Ergebnisse m\u00f6glich waren. Damit ist die dominierende Bedeutung des Weinbaus f\u00fcr das Kloster Pr\u00fcfening klar nachgewiesen. Pr\u00fcfening kann im sp\u00e4ten Mittelalter und noch im 16. Jahrhundert, wie das ber\u00fchmte Rheingauer Zisterzienserkloster Eberbach als<br \/>\nWeinbaukloster bezeichnet werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Summary and outlook<\/h3>\n<p>Der Weinbau der altbayerischen Kl\u00f6ster konnte sowohl im Raum Altbayerns selbst wie im Fernbesitz im \u00f6sterreichischen Donauraum und in S\u00fcdtirol bedeutenden Umfang erreichen. Seine Relikte pr\u00e4gen noch heute Landschafts- und Ortsbilder. In Altbayern k\u00f6nnen wir im Donautal um Regensburg noch heute D\u00f6rfer vorfinden, die ihre baulichen Grundstrukturen dem mittelalterlichen Weinbau verdanken.<\/p>\n<p>Die zum Teil noch sehr gut erhaltenen Ensembles von Matting und Oberndorf bei Regensburg sind seltene Relikte einer heute nur noch in minimalen Resten erhaltenen Weinkultur. Sie war seit dem fr\u00fchen Mittelalter bis in das 16. Jahrhundert von so gro\u00dfer Bedeutung, dass der Grundherr, das Kl\u00f6ster Pr\u00fcfening, hier den Schwerpunkt seiner Grundherrschaft bildete und damit den Weinbau zum wichtigsten Bestandteil der kl\u00f6sterlichen Wirtschaftsf\u00fchrung machte.<\/p>\n<p>Es ist deutlich geworden, dass der mittelalterliche Weinbau an der Donau um Regensburg nicht nur der lokalen Selbstversorgung diente, sondern, dass der hier erzeugte\u00a0Baierwein\u00a0auch Handelsgut war. Sein Absatzgebiet reichte bis in den Raum s\u00fcdlich von M\u00fcnchen. Auch im Fernbesitz der Kl\u00f6ster spielte der Weinbau eine wichtige Rolle. F\u00fcr mache Kl\u00f6ster waren die Weinberge in Nieder\u00f6sterreich oder S\u00fcdtirol sogar der einzige Fernbesitz, der bis zur S\u00e4kularisation gehalten wurde.<\/p>\n<p>Ein eindrucksvoller Beleg f\u00fcr die gro\u00dfe Bedeutung der Weinerzeugung in Altbayern ist auch der riesige Weinkeller den Herzog Ludwig X. von Bayern 1541 neben der Landshuter Burg Trausnitz in den Fels hauen und eindrucksvoll mit Ziegeln einw\u00f6lben lie\u00df. Die Gew\u00f6lbe dieses zweischiffigen Kellers, den man geradezu als Kathedrale des Baierweins bezeichnen kann, sind 15 Meter hoch.<\/p>\n<p>Bayern war um 1500 eindeutig ein Weinland. Nat\u00fcrlich wurde hier auch Bier gebraut, denn es war billiger, es konnte aber nur im Sommer erzeugt werden, also in einer Zeit, in der oft der Wein bereits ausgegangen war. In den folgenden Jahrhunderten kam es zu einem gro\u00dfen Wandel im S\u00fcden Deutschlands, besonders aber in Bayern: weite Teile Oberfrankens, Mittelfrankens und Altbayerns erlebten den Wandel von einer Region des Weinkonsums und der Weinproduktion zu einer Region des Bierkonsums und der Bierproduktion.<\/p>\n<p>Dieser Wandel vollzieht sich seit dem Ende des 16. Jahrhunderts und besonders im 17. Jahrhundert, im benachbarten Bamberg zog er sich bis in das 20. Jahrhundert hin. Auch die Kl\u00f6ster reagierten darauf und gr\u00fcndeten \u2013 vor allem im 17. Jahrhundert \u2013 Klosterbrauereien. Die Ursachen f\u00fcr den Wandel sind vielf\u00e4ltig: Neben der Klimaver\u00e4nderung der\u00a0Kleinen Eiszeit\u00a0war daran sicher auch eine Ver\u00e4nderung des Geschmacks mit beteiligt. Dadurch wurde es m\u00f6glich, dass Bayern heute nahezu ein Synonym<span lang=\"ar-SA\">\u00a0f\u00fcr gutes Bier ist.<\/span><\/p>\n<p>In den letzten Jahren hat sich aber wieder einiges in der altbayerischen Weinbauszene getan. Der Weinbau breitet sich derzeit wieder aus. Etwa in Passau, am Ammersee, am Freisinger Domberg, bei Ismaning, rund um den Chiemsee und sogar am Samerberg am Alpenrand. Die vor wenigen Jahren gegr\u00fcndete Baierwein-Gesellschaft bringt alle diese Hobby- und Profiwinzer zusammen und dient als Forum des Erfahrungsaustausches.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Sonntag, den 13. Oktober 1454, am Tag des Hl. Kolomann, erhielt der Kellermeister des Klosters Pr\u00fcfening bei Regensburg von einem gewissen Hanns Samnatz eine Wagenladung F\u00e4sser mit Traubenmost, insgesamt 27 Eimer, 3 Quartl und 2 Napf (ca. 1550 Liter). Den Most hatte er vorher bei Weinbauern in das nahe Regensburg gelegenen D\u00f6rfern Matting und&hellip;<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":89892,"menu_order":1255,"template":"","meta":{"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","footnotes":""},"class_list":["post-32178","media-library","type-media-library","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","media-library-category-bayern"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.6 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Kl\u00f6sterlicher Weinbau im Herzogtum Bayern - Katholische Akademie in Bayern<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/kloesterlicher-weinbau-im-herzogtum-bayern-die-bedeutung-des-rebensaftes-im-mittelalter\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_GB\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Kl\u00f6sterlicher Weinbau im Herzogtum Bayern - Katholische Akademie in Bayern\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Am Sonntag, den 13. Oktober 1454, am Tag des Hl. Kolomann, erhielt der Kellermeister des Klosters Pr\u00fcfening bei Regensburg von einem gewissen Hanns Samnatz eine Wagenladung F\u00e4sser mit Traubenmost, insgesamt 27 Eimer, 3 Quartl und 2 Napf (ca. 1550 Liter). Den Most hatte er vorher bei Weinbauern in das nahe Regensburg gelegenen D\u00f6rfern Matting und&hellip;\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/kloesterlicher-weinbau-im-herzogtum-bayern-die-bedeutung-des-rebensaftes-im-mittelalter\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Katholische Akademie in Bayern\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2025-01-08T15:30:33+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/2022-1-57-Weber-e1736349714453.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"2500\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"1408\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Estimated reading time\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"24 minutes\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/kloesterlicher-weinbau-im-herzogtum-bayern-die-bedeutung-des-rebensaftes-im-mittelalter\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/kloesterlicher-weinbau-im-herzogtum-bayern-die-bedeutung-des-rebensaftes-im-mittelalter\\\/\",\"name\":\"Kl\u00f6sterlicher Weinbau im Herzogtum Bayern - Katholische Akademie in Bayern\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/kloesterlicher-weinbau-im-herzogtum-bayern-die-bedeutung-des-rebensaftes-im-mittelalter\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/kloesterlicher-weinbau-im-herzogtum-bayern-die-bedeutung-des-rebensaftes-im-mittelalter\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2022-1-57-Weber-e1736349714453.jpg\",\"datePublished\":\"2023-07-17T12:33:47+00:00\",\"dateModified\":\"2025-01-08T15:30:33+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/kloesterlicher-weinbau-im-herzogtum-bayern-die-bedeutung-des-rebensaftes-im-mittelalter\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"en-GB\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/kloesterlicher-weinbau-im-herzogtum-bayern-die-bedeutung-des-rebensaftes-im-mittelalter\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/kloesterlicher-weinbau-im-herzogtum-bayern-die-bedeutung-des-rebensaftes-im-mittelalter\\\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2022-1-57-Weber-e1736349714453.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2022-1-57-Weber-e1736349714453.jpg\",\"width\":2500,\"height\":1408},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/kloesterlicher-weinbau-im-herzogtum-bayern-die-bedeutung-des-rebensaftes-im-mittelalter\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Kl\u00f6sterlicher Weinbau im Herzogtum Bayern\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\",\"name\":\"Katholische Akademie in Bayern\",\"description\":\"Kirche braucht Debatte: \u201ekatholisch\u201c mit Blick auf das Ganze \u2013 und \u201eakademisch\u201c im Vertrauen auf die Kraft der Argumente\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"en-GB\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#organization\",\"name\":\"Katholische Akademie in Bayern\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Menue-Logo-Home@2x.png\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Menue-Logo-Home@2x.png\",\"width\":496,\"height\":216,\"caption\":\"Katholische Akademie in Bayern\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/www.facebook.com\\\/katholische.akademie.bayern\\\/\"]}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Monastic viticulture in the Duchy of Bavaria - Catholic Academy in Bavaria","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/kloesterlicher-weinbau-im-herzogtum-bayern-die-bedeutung-des-rebensaftes-im-mittelalter\/","og_locale":"en_GB","og_type":"article","og_title":"Kl\u00f6sterlicher Weinbau im Herzogtum Bayern - Katholische Akademie in Bayern","og_description":"Am Sonntag, den 13. Oktober 1454, am Tag des Hl. Kolomann, erhielt der Kellermeister des Klosters Pr\u00fcfening bei Regensburg von einem gewissen Hanns Samnatz eine Wagenladung F\u00e4sser mit Traubenmost, insgesamt 27 Eimer, 3 Quartl und 2 Napf (ca. 1550 Liter). Den Most hatte er vorher bei Weinbauern in das nahe Regensburg gelegenen D\u00f6rfern Matting und&hellip;","og_url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/kloesterlicher-weinbau-im-herzogtum-bayern-die-bedeutung-des-rebensaftes-im-mittelalter\/","og_site_name":"Katholische Akademie in Bayern","article_publisher":"https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/","article_modified_time":"2025-01-08T15:30:33+00:00","og_image":[{"width":2500,"height":1408,"url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/2022-1-57-Weber-e1736349714453.jpg","type":"image\/jpeg"}],"twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Estimated reading time":"24 minutes"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/kloesterlicher-weinbau-im-herzogtum-bayern-die-bedeutung-des-rebensaftes-im-mittelalter\/","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/kloesterlicher-weinbau-im-herzogtum-bayern-die-bedeutung-des-rebensaftes-im-mittelalter\/","name":"Monastic viticulture in the Duchy of Bavaria - Catholic Academy in Bavaria","isPartOf":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/kloesterlicher-weinbau-im-herzogtum-bayern-die-bedeutung-des-rebensaftes-im-mittelalter\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/kloesterlicher-weinbau-im-herzogtum-bayern-die-bedeutung-des-rebensaftes-im-mittelalter\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/2022-1-57-Weber-e1736349714453.jpg","datePublished":"2023-07-17T12:33:47+00:00","dateModified":"2025-01-08T15:30:33+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/kloesterlicher-weinbau-im-herzogtum-bayern-die-bedeutung-des-rebensaftes-im-mittelalter\/#breadcrumb"},"inLanguage":"en-GB","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/kloesterlicher-weinbau-im-herzogtum-bayern-die-bedeutung-des-rebensaftes-im-mittelalter\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/kloesterlicher-weinbau-im-herzogtum-bayern-die-bedeutung-des-rebensaftes-im-mittelalter\/#primaryimage","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/2022-1-57-Weber-e1736349714453.jpg","contentUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/2022-1-57-Weber-e1736349714453.jpg","width":2500,"height":1408},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/kloesterlicher-weinbau-im-herzogtum-bayern-die-bedeutung-des-rebensaftes-im-mittelalter\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Kl\u00f6sterlicher Weinbau im Herzogtum Bayern"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#website","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/","name":"Catholic Academy in Bavaria","description":"Church needs debate: \"catholic\" looking at the whole - and \"academic\" trusting in the power of arguments","publisher":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"en-GB"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#organization","name":"Catholic Academy in Bavaria","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Menue-Logo-Home@2x.png","contentUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Menue-Logo-Home@2x.png","width":496,"height":216,"caption":"Katholische Akademie in Bayern"},"image":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/"]}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/32178","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library"}],"about":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/media-library"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/32178\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":97275,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/32178\/revisions\/97275"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/89892"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=32178"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}