{"id":32179,"date":"2023-07-17T14:33:48","date_gmt":"2023-07-17T12:33:48","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=der-landesherr-als-bierbrauer"},"modified":"2025-01-08T17:03:01","modified_gmt":"2025-01-08T16:03:01","slug":"der-landesherr-als-bierbrauer-die-wittelsbacher-und-das-brauwesen-in-bayern","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/der-landesherr-als-bierbrauer-die-wittelsbacher-und-das-brauwesen-in-bayern\/","title":{"rendered":"The sovereign as brewer"},"content":{"rendered":"<p>Das bayerische Bier ist, weit \u00fcber seine wirtschaftliche Bedeutung hinaus, heute ein fester Bezugspunkt im Selbstverst\u00e4ndnis des Freistaats und seiner Bewohner. Aber war dies schon immer so? Und wo liegen die Gr\u00fcnde hierf\u00fcr?<\/p>\n<p>Bayern war, nimmt man dessen schriftliche Ersterw\u00e4hnung bei dem gotischen Schriftsteller Jordanis um das Jahr 550 zum zeitlichen Ma\u00dfstab, in den ersten Tausend Jahren seiner Geschichte kein Bier-, sondern ein Weinland. Die bayerischen Kl\u00f6ster hatten bereits fr\u00fch ihren Weinbergbesitz bis S\u00fcdtirol und in die Wachau ausgedehnt, und in die Pflege, in den Transport und in den Handel mit dem Wein steckte man viel M\u00fche und Aufwand. Aber auch im Bayerland selber wurde der Wein gro\u00dffl\u00e4chig angebaut. Er pr\u00e4gte ganze Landstriche, wurde er doch nicht nur im Donauraum, sondern auch entlang der Flusst\u00e4ler von Isar, Rott und Inn bis weit hinein in das Voralpenland gepflegt. Zahlreiche Orts- und Flurnamen wie Weingarten und Weinberg, aber auch Weinleite und Weinkreppe erz\u00e4hlen von dieser Vergangenheit. Selbst f\u00fcr das heute gr\u00f6\u00dfte Hopfenanbaugebiet der Welt, die Hallertau, ist bis in das sp\u00e4te 13. Jahrhundert Weinbau belegt, und auch in der Stadt Spalt, Zentrum des fr\u00e4nkischen Hopfenbaus, wuchsen noch im 15. Jahrhundert Wein- und Hopfeng\u00e4rten eintr\u00e4glich nebeneinander.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Z\u00f6gerliche Anf\u00e4nge<\/h3>\n<p>Freilich, es gibt auch f\u00fcr den bayerischen Raum gen\u00fcgend Hinweise auf die fr\u00fche Existenz von Bier. Im Gegensatz zum Salz oder eben zum Wein war jedoch mit Bier zun\u00e4chst kein Geld zu verdienen. Dies belegt bereits ganz deutlich der erste schriftliche Nachweis von Bier in Bayern \u00fcberhaupt. Im Jahr 815 verzeichnete die bisch\u00f6fliche Kanzlei auf dem Domberg in Freising die exakten Abgaben, die der Pfarrer von Oberf\u00f6hring seinem Bischof Hitto an j\u00e4hrlichem Zins zu leisten habe: \u201eeine Fuhre Bier, 2 Scheffel Mehl, 1\u00a0Frischling, 2 H\u00fchner und 1 Gans.\u201c<\/p>\n<p>Der Eintrag \u201euna carrada de cervisa\u201c\u00a0belegt zwar, dass in Bayern vor 1.200 Jahren Bier getrunken wurde, als Nachweis f\u00fcr die Existenz eines organisierten Braugewerbes kann er jedoch kaum dienen. Das aus Feldfr\u00fcchten hergestellte Bier war, wie zahlreiche weitere Quellen aus jener Fr\u00fchzeit der bayerischen Geschichte belegen, nichts anderes als ein Teil des Naturalabgabensystems. Dieses damalige Steuersystem, das nicht auf Geld, sondern auf Naturalien basierte, war wie in ganz Europa auch in Bayern bis weit in das 13. Jahrhundert hinein \u00fcblich. Bier wurde also als Beitrag zur Bestreitung des t\u00e4glichen Lebens verstanden, es war, wie das Brot, ein allt\u00e4gliches Nahrungsmittel aus landwirtschaftlicher Produktion.<\/p>\n<p>Gebraut wurde es in den Bauernhofk\u00fcchen des Landes, als Brauwerkzeug reichten ein Kupferkessel, ein R\u00fchrstab und ein offenes Feuer. Brauh\u00e4user, also Geb\u00e4ude, die eigens und allein zum Zwecke des Bierbrauens errichtet wurden \u2013 das Mittellatein als damals gebr\u00e4uchliche Schriftsprache kannte hierf\u00fcr das Wort\u00a0praxatorium\u00a0\u2013, gab es zu dieser Zeit in Bayern noch nicht. Selbst die viel beschworene Existenz von Klosterbrauereien ist in Bayern bis in das 13. Jahrhundert hinein quellenm\u00e4\u00dfig nicht belegbar. Die angeblichen Gr\u00fcndungsjahre 1040 f\u00fcr die Klosterbrauerei Weihenstephan und 1050 f\u00fcr die Klosterbrauerei Weltenburg k\u00f6nnen wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden.<\/p>\n<p>Bier war auch kein allein bayerisches Ph\u00e4nomen, wie ein Blick \u00fcber die Landesgrenzen hinaus zeigt. Die im ersten Viertel des 8. Jahrhunderts niedergeschriebene\u00a0Lex Alamannorum\u00a0etwa hielt bereits rund 100 Jahre vor der bayerischen Erstnennung von Bier fest, dass auch dem schw\u00e4bischen Klerus an Naturalabgaben neben einem Schwein, Brot, H\u00fchnern und Eiern eben auch Bier zustehe. Die Theorie des Gesetzbuches wird best\u00e4tigt durch ein Abgabenverzeichnis der Benediktinerabtei St. Gallen in der Schweiz, das f\u00fcr das Jahr 754 regelm\u00e4\u00dfige Bierabgaben auff\u00fchrt.<\/p>\n<p>Weit voraus war man auch in Norddeutschland: Hier hatte sich, beg\u00fcnstigt durch die Vertriebsm\u00f6glichkeiten der Hanse, das Braugewerbe sp\u00e4testens im 14. Jahrhundert zu einem florierenden Wirtschaftszweig mit enormen Absatzm\u00e4rkten entwickelt. Hamburg, auch Brauhaus der Hanse genannt, \u00adbelieferte England, Holland, Flandern und Brabant mit Bier, Wismar den skandinavischen Markt, und Danzig das gesamte Baltikum.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Landesverordnungen als Garant der Bierqualit\u00e4t<\/h3>\n<p>In Bayern dagegen dominierte bis weit in das Sp\u00e4tmittelalter hinein der Wein, der nicht nur weitaus haltbarer war \u2013 was seine hohe Tauglichkeit als Handelsgut erkl\u00e4rt \u2013 sondern auch weitaus besser schmeckte als das Bier, das zu jener Zeit noch je nach Belieben aus den unterschiedlichsten Ingredienzen zusammengebraut wurde. Wollte man das Bier also als Wirtschaftsprodukt etablieren, musste man zun\u00e4chst f\u00fcr eine entsprechende Qualit\u00e4t sorgen. Die Grundlagen hierf\u00fcr schuf der Landesherr. Vorbereitet durch einzelne st\u00e4dtische Verordnungen \u2013 als die derzeit \u00e4lteste im altbayerischen Raum darf sich diejenige der Stadt Landshut aus dem Jahr 1409 r\u00fchmen \u2013 war es schlie\u00dflich die bayerische Landesordnung aus dem Jahr 1516, die den entscheidenden Schritt hierzu leistete. Der entsprechende Passus \u00fcber das Bierbrauen im Land nennt mit Gerste, Hopfen und Wasser die einzig erlaubten Zutaten zum Bierbrauen und garantiert somit die G\u00fcte und vor allem die Gesundheitsvertr\u00e4glichkeit des bayerischen Biers.<\/p>\n<p>Wie wichtig diese Neuregelung war, zeigt ein Brauereid der Zeit vor 1516: Demnach war es gang und g\u00e4be, in den Braukessel neben Gerste, Hopfen und Wasser allerhand obskure Wurzeln, Kr\u00e4uter und andere Geschmacksverst\u00e4rker hineinzumischen, wie Wacholderbeeren, S\u00fc\u00dfholz (ein stark nach Lakritze schmeckendes Kraut), Parisk\u00f6rner (ein giftiges Gew\u00fcrz zur Verf\u00e4lschung des Safrans), Pech, Asche und dergleichen mehr.<\/p>\n<p>Welche positiven Folgen das Reinheitsgebot zeitigte, lassen sehr sch\u00f6n die Reaktionen auf dem bayerischen Landtag 1542 \u2013 dem ersten nach Einf\u00fchrung des Reinheitsgebots \u2013 erkennen: Mit Unbehagen erinnerten sich die Vertreter der Landst\u00e4nde daran, dass vor einiger Zeit noch ein \u201esolch Bier gebrauet, das Niemand geniessen, noch wohl brauchen m\u00f6gen, davon auch etlich Personen grosse Krankheiten, Gef\u00e4hrlichkeit und Nachtheil ihres Leibes erlangt.\u201c\u00a0Jetzt aber stellten die Abgeordneten verwundert fest, dass \u201evor kurzen Jahren nicht der zehente Theil Bierbrauer im Land gewest, der doch ietzt ob tausend darinnen gefunden, die alle reich, und zu Herrn wurden.\u201c Der hier konstatierte Aufschwung war vermutlich eine klare Folge des 25 Jahre zuvor erlassenen Reinheitsgebots.<\/p>\n<p>Ein weiterer, ganz entscheidender gesetzlicher Eingriff kam mit der von Herzog Albrecht V. erlassenen Landesordnung im Jahr 1553, in der die Brauzeit auf die k\u00fchlen Monate von Ende September bis Ende April beschr\u00e4nkt und damit die latent vorhandene Gefahr des verdorbenen Biers ausgeschlossen wurde. F\u00fcr die Biertrinker ergab sich daraus der angenehme Nebeneffekt, dass die Bierbrauer nun ab M\u00e4rz ein besonders kr\u00e4ftiges, weil dadurch weit in den Sommer hinein haltbares Bier brauten, das sogenannte M\u00e4rzenbier \u2013 ein Biertyp, der noch heute zu den beliebtesten Biersorten im Land geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Die im 16. Jahrhundert obrigkeitlich festgelegte Bierqualit\u00e4t f\u00fchrte zu einem sp\u00fcrbaren Aufschwung des bayerischen Brauwesens. W\u00e4hrend zur selben Zeit das Brauwesen der norddeutschen St\u00e4dte, durch keinerlei landesherrliche Verordnungen diszipliniert, in einen nicht mehr aufzuhaltenden Verfall geriet. Im ganzen Land finden wir jetzt Belege f\u00fcr die Existenz von Brauh\u00e4usern. Zu den selten gewordenen, noch erhaltenen Brauhaus-Geb\u00e4uden aus jener Zeit geh\u00f6ren das in der zweiten H\u00e4lfte des 16. Jahrhunderts errichtete Brauhaus Isareck bei Moosburg im Landkreis Freising, ein mit der Jahreszahl 1548 bezeichnetes Brauhaus in der oberpf\u00e4lzischen Stadt Nabburg sowie das in prominenter Lage am st\u00e4dtischen Kirchplatz stehende stattliche Brauereigeb\u00e4ude im schw\u00e4bischen Wei\u00dfenhorn, das dort die Fugger im Jahr 1565 hatten errichten lassen; zu den \u00e4ltesten Brauh\u00e4usern in Bayern \u00fcberhaupt z\u00e4hlt das noch vor 1525 errichtete Brauhaus in Haag in Oberbayern.<\/p>\n<p>F\u00fcr die gesellschaftliche Etablierung des Biers sorgten die Landesf\u00fcrsten. Um die Kosten der in jener Zeit rapide gestiegenen Repr\u00e4sentationsbed\u00fcrfnisse zu reduzieren, begannen sie, das Bier f\u00fcr den Hofstaat auf eigene Rechnung zu brauen. Vorreiter war der F\u00fcrstbischof von Freising, der sich im Jahr 1537 ein Hofbrauhaus auf dem Domberg errichten lie\u00df. Auch auf den Wittelsbacher Burgen in Landshut und Burghausen entstanden jetzt kleine Brauh\u00e4user \u2013 dasjenige auf der Burghauser Burg lebt heute als\u00a0Burgcaf\u00e9\u00a0fort \u2013, und in der Residenzstadt M\u00fcnchen lie\u00df Herzog Wilhelm V. 1589 das Bad- und Hennenhaus im Alten Hof durch ein Brauhaus ersetzen \u2013 Gr\u00fcndungsakt des bis heute existierenden Staatlichen Hofbr\u00e4uhauses.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Herzog Maximilian I. und das Wei\u00dfbiermonopol<\/h3>\n<p>Eine g\u00e4nzlich neue Epoche in der bayerischen Bierbrauereigeschichte begann mit dem Herzog und sp\u00e4teren Kurf\u00fcrsten Maximilian I. Keiner der bayerischen Landesherren vor und nach ihm \u00fcbte einen derart gro\u00dfen Einfluss auf die Entwicklung des Brauwesens aus wie er. Als Maximilian im Jahr 1598, im Alter von nur 25 Jahren, von seinem abgedankten Vater Wilhelm V. das Land \u00fcbernahm, stand dieses am Rande des Staatsbankrotts \u2013 ein Schl\u00fcsselerlebnis f\u00fcr den jungen Herzog, der daraufhin nur eine Maxime kannte: Ausgaben sparen und Einnahmen steigern.<\/p>\n<p>St\u00e4ndig auf der Suche nach neuen Einnahmequellen, verfiel er schlie\u00dflich auf die wegweisende Idee, als selbstst\u00e4ndiger Unternehmer in den bayerischen Biermarkt einzugreifen. Hierbei kam dem Herzog das Aufkommen eines g\u00e4nzlich neuen Biertyps zugute. Das von den bayerischen Bierbrauern seinerzeit hergestellte Bier war ein unterg\u00e4rig gebrautes Braunbier, das nur bei k\u00fchlen Temperaturen produziert werden konnte. Im Laufe des 16. Jahrhunderts drang nun \u2013 freilich zun\u00e4chst nur sehr z\u00f6gerlich \u2013 eine bis dato unbekannte Biersorte von B\u00f6hmen aus nach Altbayern vor: das Wei\u00dfbier. Dessen entscheidender Vorteil war der, dass es \u2013 weil oberg\u00e4rig \u2013 problemlos auch in den warmen Sommermonaten gebraut werden konnte.<\/p>\n<p>Im Herzogtum Bayern war das Bierbrauen mit Weizen zu dieser Zeit noch verboten, hielt man doch den Weizen als Grundnahrungsmittel f\u00fcr so wertvoll, dass dessen Verwendung zum Bierbrauen als reine Verschwendung galt. Nur zwei Familien in Niederbayern war es, herzoglich privilegiert, erlaubt, Wei\u00dfbier zu brauen: Die Reichsfreiherren der Degenberger, ein m\u00e4chtiges Ministerialen-Geschlecht mit Sitz in Schwarzach, das durch eine erfolgreiche Wirtschaftspolitik vor allem im vorderen und mittleren Bayerischen Wald zu reichem G\u00fcterbesitz gelangt war, hatten im August 1548 ein entsprechendes Privileg erhalten. Und die aus dem Fr\u00e4nkischen stammenden Reichsgrafen der Schwarzenberger hatten f\u00fcr ihre kleine Herrschaft Winzer an der Donau in Ansehung ihrer langj\u00e4hrigen Dienste f\u00fcr den Herzog im Juni 1586 ein ebensolches verliehen bekommen.<\/p>\n<p>Als die Degenberger im Juni 1602 im m\u00e4nnlichen Stamm ausstarben, erkannte Maximilian I. sofort die finanziellen M\u00f6glichkeiten, die sich durch ein Wei\u00dfbierbrauen in Eigenregie boten. Aufgrund eines alten Erbschaftsvertrags aus dem Jahr 1488 zog er das Degenberger Wei\u00dfbierprivileg ein und erkl\u00e4rte es zum herzoglichen Eigentum. Um daraufhin nicht mit der Familie der Schwarzenberger in eine unn\u00f6tige Konkurrenzsituation zu geraten, kaufte Maximilian deren Privileg kurzerhand um eine hohe Bargeldsumme zur\u00fcck. Der \u00dcbergang des Degenberger Wei\u00dfbierbrauwesens auf den bayerischen Herzog gestaltete sich rasch und unkompliziert: Nur sechs Wochen nach dem Tod des letzten Degenbergers notierte das Hofkammerprotokoll, dass der Herzog deren Brauwesen unver\u00e4ndert \u00fcbernehmen und auf eigene Rechnung weiter betreiben werde. Diese Anweisung, datiert auf den 1. August 1602, bedeutet nicht nur die Geburtsstunde des herzoglichen Wei\u00dfbierbrauens, sondern auch den endg\u00fcltigen Durchbruch des Biers als bayerisches Nationalgetr\u00e4nk.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Bedenken der Landst\u00e4nde gegen das neue Wei\u00dfbier<\/h3>\n<p>Zun\u00e4chst freilich sah sich der Herzog mit massiven Bedenken der Landst\u00e4nde konfrontiert.<\/p>\n<p>Diese hatten sich auf den beiden Landtagen von 1605 und 1612 \u00fcber die heraufziehende Konkurrenz des herzoglichen Wei\u00dfbiers vehement beschwert. Zahlreiche Bierbrauer, so die Vertreter der Landst\u00e4nde, h\u00e4tten bereits ihren Beruf aufgeben m\u00fcssen, das sch\u00f6ne Brot werde aufgrund des hohen Weizenbedarfs der Wei\u00dfbierbrauereien immer kleiner, und \u00fcberhaupt schade das Wei\u00dfbier der Gesundheit, ohne auch nur halbwegs den Durst zu l\u00f6schen.<\/p>\n<p>Maximilian I. widerlegte die Vorw\u00fcrfe Punkt f\u00fcr Punkt und zeigte sich gerade \u00fcber den letzten Einwurf sehr befremdet, bezeuge doch \u201edie tegliche Erfarung, [&#8230;] das khein Tranckh mer khielt, noch den Dursst belder lesche, als eben das wei\u00df Pier.\u201c\u00a0Und bez\u00fcglich der angeblichen Gesundheitsgef\u00e4hrdung entgegnete der Herzog knapp, dass es durchaus viele L\u00e4nder gebe, in denen man \u201eschyer am maisten wei\u00df Pier thrinkht, vnd dannoch dieselben leith, nit dursts sterben.\u201c\u00a0Maximilian lie\u00df sich durch die Beschwerden der Landschaft nicht vom weiteren Ausbau seines Wei\u00dfbierwesens abbringen; zu einer neuerlichen Einberufung des Landtags kam es unter seiner Regierung freilich nicht mehr.<\/p>\n<p>Der Anfangserfolg des landesherrlichen Brauwesens war derart gro\u00df, dass zur Befriedigung der allgemeinen Nachfrage die von den Degenbergern \u00fcbernommenen drei Brauh\u00e4user in Schwarzach, Linden und Zwiesel bald nicht mehr ausreichten. Neue, leistungsst\u00e4rkere Brauh\u00e4user mussten gebaut werden. Innerhalb von nur f\u00fcnf Jahren, zwischen 1607 und 1612, entstanden auf diese Weise die herzoglichen Brauh\u00e4user in M\u00fcnchen, Kelheim und Traunstein.<\/p>\n<p>Am Ende der Regierungszeit Maximilians waren es f\u00fcnfzehn \u00adBrauh\u00e4user, die auf Rechnung des Landesherrn liefen \u2013 der Grundstock f\u00fcr eine fl\u00e4chendeckende Versorgung des Landes mit Wei\u00dfbier war gelegt. Maximilian I. hatte das wei\u00dfe Brauwesen zu einem umsatzstarken und vor allem gewinntr\u00e4chtigen Staatsunternehmen ausgebaut. Unter seiner Regie war es zum eintr\u00e4glichsten Einzelposten der kurf\u00fcrstlichen Einnahmen geworden: nur ein Jahrzehnt nach seinem Tod hatten die Einnahmen des Wei\u00dfbiermonopols diejenigen des Salzmonopols \u00fcberfl\u00fcgelt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Brauh\u00e4user als landesherrliche Ausrufezeichen<\/h3>\n<p>Die hohe Bedeutung des Brauwesens schlug sich, f\u00fcr jedermann sichtbar, in der Architektur der Brauh\u00e4user nieder. Zum Teil von bedeutenden Hofbaumeistern errichtet, verk\u00f6rperten sie bereits durch ihre Gr\u00f6\u00dfe und Lage einen herrschaftlichen Anspruch. Die in ihrem \u00e4u\u00dferen Erscheinungsbild bis heute nahezu unver\u00e4ndert erhaltenen Brauh\u00e4user in Kelheim, Schwarzach und Vilshofen, mit L\u00e4ngen zwischen 70 und 90 Metern von f\u00fcr Gewerbebauten ihre Zeit au\u00dfergew\u00f6hnlicher Stattlichkeit, wissen bis heute zu beeindrucken. Die Schwemme des M\u00fcnchner Hofbr\u00e4uhauses am Platzl, baulicher Rest der einstigen Wei\u00dfbierbrauerei an dieser Stelle, gibt mit ihrer lichten H\u00f6he und Weite trotz des im Jahr 1896 hier eingezogenen Gro\u00dfausschank-Betriebs noch heute ein imponierendes Bild eines fr\u00fchneuzeitlichen Sudhauses des 17. Jahrhunderts.<\/p>\n<p>Noch eindrucksvoller zeigt sich das Sudhaus der Schwarzacher Wei\u00dfbierbrauerei. Der 1685-89 hochgezogene Neubau des M\u00fcnchner Hofbaumeisters Giovanni Antonio Viscardi \u2013 die Pl\u00e4ne aus seiner Hand haben sich im Bayerischen Hauptstaatsarchiv erhalten \u2013 ist eine zweischiffige hohe Halle, deren fein gemauerte Ziegelgew\u00f6lbe auf sorgf\u00e4ltig gearbeiteten Steins\u00e4ulen ruhen.<\/p>\n<p>Der gro\u00dfe Erfolg des wei\u00dfen Brauwesens hatte vielf\u00e4ltige Gr\u00fcnde und basierte prinzipiell auf dem bew\u00e4hrten maximilianeischem Grundprinzip des Ausgaben-Sparens und Einnahmen-Steigerns. Was einfach klingt, erforderte eine straffe und effektive Organisation. Maximilian hatte hierzu das wei\u00dfe Brauwesen in die Beh\u00f6rdenstruktur der bayerischen Staatsverwaltung eingegliedert. Die alleinige Verantwortung \u00fcber das Brauwesen lag in den H\u00e4nden der obersten Finanzbeh\u00f6rde des Landes, der Hofkammer \u2013 wie ja auch noch heute das Staatliche Hofbr\u00e4uhaus in den Zust\u00e4ndigkeitsbereich des bayerischen Finanzministers f\u00e4llt. Als neuer Bestandteil der bayerischen Unterbeh\u00f6rden wurden Brau\u00e4mter geschaffen, die in der Regel aus einem\u00a0Br\u00e4uverwalter\u00a0und einem\u00a0Br\u00e4ugegenschreiber\u00a0bestanden. Die neugeschaffenen Brau\u00e4mter hatten von Anfang an einen hohen Stellenwert innerhalb der bayerischen \u00c4mterhierarchie. Bereits f\u00fcr das Amt des \u2013 niedriger gestellten \u2013 Br\u00e4ugegenschreibers war eine ausgewiesene Berufserfahrung in anderen \u00c4mtern Grundvoraussetzung: Berufsanf\u00e4nger blieben unber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Ein weiterer wichtiger Faktor f\u00fcr den Verkaufserfolg war die hohe Qualit\u00e4t des herzoglichen Wei\u00dfbiers. Hierf\u00fcr entscheidend war die G\u00fcte des verwendeten Hopfens. Seine Inhaltsstoffe, die dem Bier sein w\u00fcrziges und bitteres Aroma verleihen und zur Festigkeit der Schaumkrone beitragen, wirken kl\u00e4rend und \u2013 f\u00fcr die damalige Zeit wichtig \u2013 konservierend zugleich. Die Brauh\u00e4user des Landesherrn bevorzugten den teuren b\u00f6hmischen Hopfen, der bereits in der fr\u00fchen Neuzeit eine europ\u00e4ische Spitzenposition einnahm und noch heute zum teuersten des Weltmarktes geh\u00f6rt. Andere Hopfenregionen, darunter diejenigen des Inlandes, spielten dagegen nur eine<br \/>\nuntergeordnete Rolle.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Der Landesherr verdr\u00e4ngt den Wein<\/h3>\n<p>M\u00f6glicherweise noch wirkungsvoller als die konstante Qualit\u00e4t des Wei\u00dfbiers waren die landesherrlichen Ma\u00dfnahmen zur Ausschaltung der Konkurrenz. Hierzu geh\u00f6rte zun\u00e4chst das Verbot des Wei\u00dfbierbrauens f\u00fcr s\u00e4mtliche Bierbrauer im Herzogtum. Betroffen waren alle, also auch die Kl\u00f6ster, der Adel und die St\u00e4dte. Als Kontrolleure fungierten die Rentmeister, die im Zuge ihrer j\u00e4hrlichen Umritte etwaige Verst\u00f6\u00dfe dagegen unverz\u00fcglich nach M\u00fcnchen zu melden hatten.<\/p>\n<p>Zum durchschlagenden Erfolg der Wei\u00dfbierpolitik Maximilians trug auch die gezielte Verdr\u00e4ngung des Weins bei. Gerade bei k\u00fchlen Temperaturen bevorzugten die Menschen bis in das 17. Jahrhundert hinein nach wie vor den Wein. Der Straubinger Rentmeister zum Beispiel erkl\u00e4rte die niedrigen Verkaufszahlen von Wei\u00dfbier im Jahr 1605 mit dem schlechten Wetter im August, das die Leute bevorzugt Braunbier und Wein trinken lie\u00dfe. Und als f\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter ein erneuter R\u00fcckgang der Wei\u00dfbierproduktion festzustellen war, wurden die Ursachen u. a. in dem ausgesprochen gelungenen Weinjahrgang des Vorjahres vermutet. Um den Weinkonsum wirkungsvoll einzud\u00e4mmen, erlie\u00df Maximilian im Jahr 1605 \u2013 also drei Jahre nach Einf\u00fchrung des Wei\u00dfbiermonopols \u2013 kurzerhand eine Instruktion, mit der die Getr\u00e4nkesteuer auf den in den Wirtsh\u00e4usern ausgeschenkten in- und ausl\u00e4ndischen Wein um f\u00fcnfzig Prozent erh\u00f6ht wurde. Gleichzeitig wies der Herzog an, dass jeder Wirt im Land jederzeit einen ausreichenden Vorrat an Wei\u00dfbier im Keller zu lagern habe. Die landesherrlichen Ma\u00dfnahmen verfehlten ihre Wirkung nicht: Der Weinhandel in den St\u00e4dten und M\u00e4rkten ging rapide zur\u00fcck, und immer mehr Weinwirte im Land baten, da der Weinausschank in den Gasth\u00e4usern kein ausreichendes Auskommen mehr garantierte, um die zus\u00e4tzliche Konzession zum Wei\u00dfbierausschank.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Vorbildfunktion f\u00fcr die F\u00fcrstbisch\u00f6fe<\/h3>\n<p>Der wirtschaftliche Erfolg, der Maximilian mit seinen Wei\u00dfbierbrauereien beschieden war, sprach sich rasch im Reich herum. Im Laufe des 17. Jahrhunderts begannen nahezu s\u00e4mtliche Landesf\u00fcrsten im s\u00fcddeutschen Raum mit der Bierbrauerei in Eigenregie. Hierzu geh\u00f6rten die F\u00fcrstent\u00fcmer Pfalz-Neuburg und Pfalz-Sulzbach ebenso wie die fr\u00e4nkischen Markgrafschaften Ansbach und Bayreuth. Noch heute ein besonders eindrucksvolles Zeugnis hierf\u00fcr ist die 1674 durch den Markgrafen von Brandenburg-Ansbach gegr\u00fcndete Brauerei Zirndorf im Landkreis F\u00fcrth. Im dortigen Sudhaus, einem 1735\/43 errichteten Sandsteinbau des gro\u00dfen Barockbaumeisters Johann David Steingruber, wird nach wie vor Bier gebraut.<\/p>\n<p>Geschlossen unter die Bierbrauer gingen die s\u00fcddeutschen F\u00fcrstbisch\u00f6fe: Ob Salzburg oder Passau, ob Freising, Regensburg oder Eichst\u00e4tt, ob Augsburg oder Bamberg, ja selbst im weinverw\u00f6hnten W\u00fcrzburg: Jeder der genannten F\u00fcrstbisch\u00f6fe gr\u00fcndete ein eigenes Brauwesen, die meisten unter ihnen lie\u00dfen gleich mehrere Hofbrauh\u00e4user errichten (die Pl\u00e4ne f\u00fcr dasjenige in W\u00fcrzburg lieferte Balthasar Neumann).<\/p>\n<p>Manche dieser Brauh\u00e4user sind, mittlerweile in Privatbesitz, bis heute in Betrieb. Hierzu z\u00e4hlen das\u00a0Gr\u00e4fliche Hofbrauhaus Freising, die aus einem Hofbrauhaus des Salzburger F\u00fcrstbischofs hervorgegangen\u00a0Privatbrauerei Wieninger\u00a0in Teisendorf \u00f6stlich von Traunstein, oder, beide Gr\u00fcndungen der F\u00fcrstbisch\u00f6fe von Eichst\u00e4tt, die\u00a0Privatbrauerei Hofm\u00fchl\u00a0unterhalb der Willibaldsburg in Eichst\u00e4tt sowie die sinnigerweise auf Wei\u00dfbier spezialisierte Brauerei\u00a0Gutmann\u00a0im Markt Titting n\u00f6rdlich von Eichst\u00e4tt. Eine Besonderheit stellt in diesem Zusammenhang die um das Jahr 1618 im Bereich der einstigen Sommerresidenz Hacklberg gegr\u00fcndete\u00a0Brauerei Hackl\u00adberg\u00a0des F\u00fcrstbischofs von Passau dar, die, als einzige in Bayern, trotz S\u00e4kularisation nach wie vor im Eigentum des Bistums Passau ist.<\/p>\n<p>Auch die bayerischen Reichsst\u00e4dte hatten die Zeichen der Zeit erkannt. Regensburg richtete sich, nachdem der Regensburger F\u00fcrstbischof bereits 1608 ein wei\u00dfes Brauhaus im rund 25 Kilometer \u00f6stlich gelegenem W\u00f6rth an der Donau hatte bauen lassen, im Jahr 1620 ein st\u00e4dtisches Wei\u00dfbierbrauhaus ein, die Reichsstadt N\u00fcrnberg folgte 1643. In N\u00fcrnberg war der Wei\u00dfbierbrauerei ein derartiger Erfolg beschieden, dass der Stadtrat keine drei\u00dfig Jahre sp\u00e4ter den Neubau eines weitaus gr\u00f6\u00dferen Brauhauses beschlie\u00dfen musste. Das pr\u00e4chtige, 1672 fertiggestellte Brauhaus mit aufwendiger Barockfassade ging im Luftkrieg \u00fcber N\u00fcrnberg zugrunde.<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3>Die Kl\u00f6ster folgen dem Trend der Zeit<\/h3>\n<p>Die Kl\u00f6ster folgten ebenfalls dem Vorbild der Landesherren und begannen, ihre bisher in erster Linie auf den Eigenbedarf ausgerichteten Brauh\u00e4user auf einen gewerblichen Braubetrieb umzustellen. Die Welle intensiver Baut\u00e4tigkeit, die nach dem Ende des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Kriegs ganz Bayern erfasst hatte, schlug sich auch im Brauwesen nieder. Im ganzen Land entstanden neue Brauh\u00e4user, und die Kl\u00f6ster machten hier keine Ausnahme. Im Verlauf des 18. Jahrhunderts, auf dem H\u00f6hepunkt der bau- und repr\u00e4sentationsfreudigen Barockzeit, war das Brauhaus zur eigenst\u00e4ndigen Bauaufgabe mit repr\u00e4sentativem Anspruch geworden.<\/p>\n<p>Eine enorme bauk\u00fcnstlerische Aufwertung war die Folge. Zu den herausragenden Beispielen geh\u00f6ren das neue Stiftsbrauhaus in Kempten, aber auch der pr\u00e4chtige Brauereineubau der Deutschordensresidenz Ellingen. Selbst f\u00fcr vermeintlich nachrangige Brauereinebengeb\u00e4ude wurde ein heute kaum mehr nachvollziehbarer architektonischer Aufwand betrieben. Als das Augustiner-Chorherrenstift Polling s\u00fcdlich von Weilheim ein neues Kellergeb\u00e4ude zur Lagerung des M\u00e4rzenbiers ben\u00f6tigte, betraute man mit der Planung keinen Geringeren als den damals bereits ber\u00fchmten (und vermutlich auch sehr teuren) Kirchenbaumeister Johann Michael Fischer, dessen 1746 vollendetes Meisterwerk mit ausgefeilter Gew\u00f6lbetechnik dort noch heute zu bestaunen ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Der Landesherr zieht sich vom Bierbrauen zur\u00fcck \u2013 und bleibt pr\u00e4sent<\/h3>\n<p>Das Ende des Alten Reiches 1806 bedeutete auch das Ende der feudalen Lebenswelt und damit das Ende des landesherrlichen Brauwesens. Die Wittelsbacher gaben ihr Wei\u00dfbiermonopol im Jahr 1798 auf, was jedoch mitnichten das Ende des landesherrlichen Einflusses auf die bayerische Bierbrauerei bedeutete. Die Wittelsbacher f\u00fchlten sich der Sorge um die bayerische Bierqualit\u00e4t weiterhin verpflichtet. So wurde die Bierbrauerei fr\u00fch zu einem eigenen Unterrichtsfach an der 1822 in Oberschlei\u00dfheim gegr\u00fcndeten und 1852 nach Weihenstephan verlegten K\u00f6niglich Bayerischen Landwirtschaftlichen Lehranstalt. Die 1895 zur K\u00f6niglich Bayerischen Akademie f\u00fcr Landwirtschaft und Brauerei umbenannte Lehr- und Forschungseinrichtung erhielt im Jahr 1905 schlie\u00dflich eine moderne Versuchs- und Lehrbrauerei, die, als spektakul\u00e4rer Eisenbetonbau der Gebr\u00fcder Rank, dort noch heute zu bestaunen ist.<\/p>\n<p>Die erste H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts hatte bereits den \u00dcbergang vom Braugewerbe zur Brauindustrie eingel\u00e4utet. Durch die Aufhebung des Gewerbezwangs 1868 unter K\u00f6nig Ludwig II. setzte sich der starke Konzentrationsprozess innerhalb des Braugewerbes fort, und die dadurch entstandenen Gro\u00dfbrauereien steigerten die Aussto\u00dfzahlen um ein Vielfaches. Technische Neuerungen wie die Einf\u00fchrung der Dampfmaschine 1875 oder \u2013 weil Voraussetzung f\u00fcr den \u00fcberregionalen Vertrieb \u2013 die Einf\u00fchrung des Flaschenbiers um 1895 sorgten f\u00fcr enorme Steigerungsraten im Braugewerbe. Bayernweit einen hohen Anteil erreichte dadurch der Bierexport. Insbesondere die Gro\u00dfbrauereien in Franken, allen voran in N\u00fcrnberg und Kulmbach, profitierten hierbei von dem durch die bayerischen K\u00f6nige forcierten Ausbau des Eisenbahnsystems, aber auch des Schiffsverkehrs.<\/p>\n<p>Der wirtschaftliche Erfolg war \u00fcberzeugend. Zwei Zahlen m\u00f6gen an dieser Stelle gen\u00fcgen: 1857 gab die bayerische Bev\u00f6lkerung j\u00e4hrlich rund 50 Millionen Gulden nur f\u00fcr Bier aus, eine Summe, die in etwa dem eineinhalbfachen des damaligen bayerischen Gesamtstaatshaushalts entsprach. Und eine zweite Zahl, um den Export zu dokumentieren: Im Jahr 1913 kam jede zehnte auf der Welt getrunkene Halbe Bier aus Bayern. Sp\u00e4testens am Ende der Prinzregentenzeit also hatte sich Bayern seinen bis heute legend\u00e4ren Ruf als Bierland erarbeitet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Fazit<\/h3>\n<p>Der Aufstieg des bayerischen Biers zu heutiger Weltgeltung ist in hohem Ma\u00dfe auf die Obhut der bayerischen Landesherren zur\u00fcckzuf\u00fchren. Am Anfang stand der Wunsch der Herz\u00f6ge, das Bier als gesundes und nahrhaftes Getr\u00e4nk im Land zu etablieren. Hierzu wurden mit dem Reinheitsgebot 1516 und dem Sommerbrauverbot 1553 Qualit\u00e4tsstandards gesetzt, von denen die Bierbrauerei im Freistaat bis heute profitiert.<\/p>\n<p>Die gr\u00f6\u00dfte Leistung der Wittelsbacher aber war der zwei Jahrhunderte w\u00e4hrende professionelle Betrieb des Wei\u00dfbiermonopols. Der hohe Anspruch, den der Landesherr an die Qualit\u00e4t seines Wei\u00dfbiers stellte, die straffe Verwaltung seines unternehmerisch gef\u00fchrten Brauwesens und die im ganzen Land verteilten repr\u00e4sentativen Brauh\u00e4user strahlten als f\u00fcrstliches Vorbild auf das gesamte Brauwesen in Bayern ab. Und nebenbei verhalfen die Wittelsbacher mit ihrem Wei\u00dfbiermonopol einer Biersorte zum Durchbruch, die heute das am meisten gebraute Bier im Freistaat ist. Im 19. Jahrhundert schlie\u00dflich waren es die Grundsteinlegung des M\u00fcnchner Oktoberfestes und die Erlaubnis zum Bierausschank in den bayerischen Bierg\u00e4rten durch K\u00f6nig Max I. Joseph, mit denen die Wittelsbacher weitere, vor allem emotionale Impulse setzten \u2013 vielleicht die entscheidenden Impulse f\u00fcr das von der heutigen Bierbranche so werbewirksam vermarktete Bayern-Klischee vom gl\u00fcckseligen Bierparadies auf Erden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das bayerische Bier ist, weit \u00fcber seine wirtschaftliche Bedeutung hinaus, heute ein fester Bezugspunkt im Selbstverst\u00e4ndnis des Freistaats und seiner Bewohner. Aber war dies schon immer so? Und wo liegen die Gr\u00fcnde hierf\u00fcr? 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