{"id":32180,"date":"2023-07-17T14:33:48","date_gmt":"2023-07-17T12:33:48","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=fruehmoderne-trinkgelder"},"modified":"2025-01-08T17:30:56","modified_gmt":"2025-01-08T16:30:56","slug":"fruehmoderne-trinkgelder-wein-als-zahlungsmittel-in-benediktinerkloestern","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/fruehmoderne-trinkgelder-wein-als-zahlungsmittel-in-benediktinerkloestern\/","title":{"rendered":"Early modern tips"},"content":{"rendered":"<p>Wein spielte in den Bilanzen s\u00fcddeutscher Herrschaften vor 1800 fast \u00fcberall eine Rolle, unabh\u00e4ngig von der Frage, ob man \u00fcber eigene Weinberge verf\u00fcgte, ob man ausschlie\u00dflich \u00fcber den Handel an diesem europ\u00e4ischen Wirtschafts- und Kulturgut partizipierte oder ob es eine Kombination zwischen Eigen-, Pachtanbau und Zukauf gab. Die f\u00fcrstlichen Weinkeller waren in der Regel gut gef\u00fcllt, und an den Hoftafeln kredenzte man seit dem Sp\u00e4tmittelalter trotz mancher \u00f6konomischer Krise Exquisites. Bei einem Bilanzsturz im Hofkeller des Bischofs von Bamberg verbuchte man 1778, ohne die Quantit\u00e4ten in den Land\u00e4mtern zu z\u00e4hlen, eingelagerten Wein im Marktwert von \u00fcber 46.100 Reichstalern. Darunter subsumierte die Kanzlei bei 24 Fudern, 7 Eimern und 66 Ma\u00df bei einem Viertel des Gesamtbestands keine regionalen Sorten, sondern Rheinweine.<\/p>\n<p>Es handelte sich um sehr lagerungsf\u00e4hige Laubenheimer, Rheingauer, Erbacher und Niersteiner Jahrg\u00e4nge; so verzeichnete man noch im Jahr 1801 einen Restbestand von 49 Ma\u00df an einer offenbar noch trinkbaren 1748er Laubenheimer Auslese. Der Rest \u2013 das waren \u00fcber 377 Fuder und 16 Eimer \u2013 kam aus Franken, darunter waren auch noch einige klimatische Exoten wie der\u00a0Vorchheimer, Hallst\u00e4dter oder der\u00a0Altenburger\u00a0ob Bamberg zu finden. Aber auch beim Frankenwein hatte sich im Bamberger Keller Qualit\u00e4t vor Quantit\u00e4t durchgesetzt, wenn noch kurz vor der S\u00e4kularisation gr\u00f6\u00dfere Best\u00e4nde an 1759er W\u00fcrzburger, 1779er Ostheimer, 1781er Nordheimer und 1783er Sommeracher und Escherndorfer Lagen gez\u00e4hlt werden konnten.<\/p>\n<p>Das Gros waren freilich ungemischte Landweine, wobei die oberen Mainlagen inkl. des Vier\u00e4mterweins als Gesinde-, Ritter- und vielleicht noch als Offiziersweine, die unteren Mainlagen aber als Ehren-, Cavaliers- und Hofpagenweine unterschiedliche Gaumenfreude hervorriefen. F\u00fcr Nachschub war zudem hinreichend gesorgt. So bet\u00e4tigten sich die Bamberger Hochstifts\u00adagenten in N\u00fcrnberg auch als Weinzwischenh\u00e4ndler, und selbst Verbindungen zu den gro\u00dfen Weinkontoren der Hansestadt Hamburg blieben f\u00fcr franz\u00f6sische Spitzenlagen (Muskatweine) bis ins 18. Jahrhundert bestehen.<\/p>\n<p>War das Hochstift Bamberg zumindest teilweise noch grundherrschaftlich mit den traditionsreichen Weinbauregionen in K\u00e4rnten und Franken verwoben, so konnte man im Augsburger F\u00fcrstbistum abseits des S\u00fcdtiroler Splitterbesitzes auf keinerlei eigenen Weinanbau verweisen. Aber auch hier fehlte an der bisch\u00f6flichen Hoftafel im Absolutismus wenig. Die dortigen Hofzahlamtsrechnungen zeigen, dass noch w\u00e4hrend der Regierungszeit von F\u00fcrstbischof Joseph v. Hessen-Darmstadt (1740\u20131768) zunehmend exquisitere Tropfen in den Best\u00e4nden der Hofkellerei zu finden waren.<\/p>\n<p>1767\/68 reservierte man von den j\u00e4hrlichen Hofkellerausgaben \u00fcber 11.233 Gulden die h\u00f6chsten Einzelbetr\u00e4ge f\u00fcr Champagner und andere\u00a0extra weine, die \u00fcber Bezugsquellen aus Stra\u00dfburg, dem burgundischen Beaune und K\u00f6ln\u00a0direkt in die ostschw\u00e4bische Residenz geliefert wurden. Allein das Hofmarschallamt erhielt im Dezember 1767 112\u00a0boutailln\u00a0(\u201ebouteilles\u201c) roten und wei\u00dfen\u00a0champagnis\u00a0und im Februar 1768 zwanzig weitere Flaschen zu je zwei Gulden f\u00fcr insgesamt ca. 330 Gulden inkl. hoher Frachtkosten. Ende April lieferte man dorthin f\u00fcr \u00fcber 160 Gulden Malaga-Wein und im Mai f\u00fcr weitere 88 Gulden Madeira-Lagen. Au\u00dferdem wurde dem Hofzahlmeister im Juni 1768 eine Rechnung \u00fcber 600 Gulden an Burgunder-Weinen pr\u00e4sentiert, die der Bischof offenbar w\u00e4hrend seines letzten Kuraufenthalts im franz\u00f6sischem Heilbad Plombi\u00e8res konsumiert hatte.<\/p>\n<p>Die Etats der Augsburger Hofkellerei belegen, dass ein s\u00fcddeutsches Territorium mittlerer Gr\u00f6\u00dfe ohne nennenswerten eigenst\u00e4ndigen Weinbau, aber mit territorialem Splitterbesitz in klimatisch g\u00fcnstig gelegenen Weinlagen (S\u00fcdtirol) \u00fcber 85\u00a0% seiner gesamten Ausgaben in der Hofkellerei f\u00fcr Weinankauf und Transport investierte, w\u00e4hrend nur 14,75 % in den Bierkonsum flossen. Insofern macht auch die Einkaufsdifferenzierung entsprechend dem \u00adzeitgen\u00f6ssischen Gusto\u00a0zur hochstiftischen tafel\u00a0oder\u00a0auf andere taflen\u00a0Sinn, da bei den allgemein hohen Preisen f\u00fcr teure Weine das Pr\u00e4dikat einer f\u00fcrstlichen \u00adHoftauglichkeit durchaus kameralistisch w\u00fcnschenswert erschien. Sparma\u00dfnahmen wie sie im sp\u00e4tabsolutistischen Fl\u00e4chenstaat im administrativen Bereich da und dort deutlich zu vernehmen waren, setzte man an der f\u00fcrstbisch\u00f6flichen Tafel gegen Ende des Jahrhunderts bei der Beschaffung exquisiter\u00a0proben\u00a0offenbar au\u00dfer Kraft.<\/p>\n<p>So konnte es nicht wundern, dass auch durchziehenden Truppen immer wieder teure Hofkellerweine zufielen. In einer Verlustbilanz f\u00fcr die Residenz Dillingen, die man nur f\u00fcr ein halbes Jahr vom 19. Juni 1800 bis zum 14. Januar 1801 als\u00a0einquartierungs kosten\u00a0f\u00fchrte, standen neben Fleisch, Kaffee, Zucker und Backwerk auch\u00a019 boudeillen Rheinwein, 18 flaschen Wertheimer, 2 boudeillen Muscat, 72 m[a]s Ungerischen wein, 2 mas guten Necker, 63 ordinaire Necker, Rosoglio und kirschen geist, 28 mas brandtwein und 33 eimer 44 mas braunes bier\u00a0auf der Rechnung.<\/p>\n<p>Auch in den Au\u00dfen\u00e4mtern dieses Hochstifts, die der Landesherr so gut wie nie visitierte und deren Ungeld fast ausschlie\u00dflich auf Bierkonsum basierte, stellten Amtsinventare eingelagerten Wein sicher. Im Pfleghaus zu Sonthofen sichtete man jedenfalls nach dem Tod des Landammanns 1788 im Keller:\u00a01 fa\u00df mit seewein\u00a0[Bodenseewein],\u00a0annoch halb angef\u00fcllter\u00a0und\u00a01 fa\u00df mit etwas wenigem kochwein.\u00a0Und Wein bzw. der Weinausschank geriet als eintr\u00e4gliche, j\u00e4hrlich neu heranwachsende Steuerquelle ins Visier der Kameralisten wie der Juristen in der Fr\u00fchmoderne.<\/p>\n<p>Im Benediktinerkloster St. Mang zu F\u00fcssen, das am n\u00f6rdlichen Alpenrand fern jeglichen Weinbaus lag, arteten umstrittene Ausschanklizenzen im 18. Jahrhundert sogar zu einem Streit um die kl\u00f6sterliche Mandatshoheit und Landeshoheit gegen\u00fcber den Augsburger Bisch\u00f6fen aus. Der Abt zu St. Mang sprach in einer Supplik an das Hochstift 1770 das Problem deutlich an:\u00a0Ewr Churf\u00fcrstl. durchlaucht\u00a0[Clemens Wenzeslaus von Sachsen]\u00a0geruheten unter dem 25.ten 8.bris vorigen jahrs gegen mich ein gesch\u00e4rpftes straffgebott des jnnhalts ergehen zu lassen, da\u00df die in meinem gotteshau\u00df bi\u00dfher getribene wein-au\u00dfsch\u00e4nckhung dergestalten eingestellet seye, al\u00df ich widrigen falls dergleichen \u00fcbertrettung 200 fl. straff uneinstellig zu bezahlen haben werde\u00a0[&#8230;]. Und der gebildete Klosterarchivar Bernhard Weiher notierte zur landeshoheitlichen Dimension dieses \u201eWeinkriegs\u201c in seiner Chronik: Das gotteshaus zum Hl. Mangen, das sich doch der alleinherrschaft in seinem gebiethe verm\u00f6ge k.k. freyheiten zu erfreuen hatte, war von jeher nicht selten in lagen, aus denen es sich anders zu ziehen nicht wu\u00dfte, als da\u00df es sich schlechterdings in die arme seines ordinariens u. vermeyntlichn schutzherrns warf. War aber bischof u. f\u00fcrst in der person immerhin vereint; so lie\u00df sich allzeit \u00e4u\u00dferst gef\u00e4hrlich, sich an einen schmiegen, und doch sich dem andern nicht unterbeugen. [&#8230;] Kurz vor das letzte viertel des 18.ten jahrhunderts eintrat, wagte man es hochstiftischer seits, der landeshoheit \u00fcber das gotteshaus in ihrem ganzen umfang das siegel aufzudr\u00fccken. F\u00fcrst, oder dessen nachgesetzte r[e]g[ierun]g in Dillingen begannen damals von unverh\u00fcllter voller landeshoheit wegen, zu gebiethen, zu verbiethen, strafe zu drohen, strafe zu pressen, u. das gotteshaus als einen in spiritua\u00adlibus et temporalibus unmittelbar unterworfenen landsa\u00dfen zu erkl\u00e4ren u. zu behandeln. Hiervon u. wie sich das gotteshaus dagegen benohmen habe, ze\u00fcgen derzeitige\u00a0[wein]akte\u00a0[&#8230;]<\/p>\n<p>Was wollen wir nun damit f\u00fcr das Vergleichspaar Wein und Geld sagen? Wein war in den Leistungs- und Rechnungsbilanzen der Stifte wie der Kl\u00f6ster zu einer festen Gr\u00f6\u00dfe geworden, so dass die hier zu stellende Frage, ob Wein als lagerungsf\u00e4higer Rohstoff auch in eine monet\u00e4re Funktion treten konnte, zun\u00e4chst auf der Hand liegt. Forschungsans\u00e4tze zu diesem Thema sind vorhanden, doch wurden sie nirgendwo systematisch forciert. Wir wollen deshalb die Frage nach dem trinkbaren Geld in drei fr\u00e4nkischen Klosterherrschaften M\u00fcnsterschwarzach, Banz und Michelsberg \u2013 allesamt Benediktinerabteien mit unterschiedlichem Engagement in Sachen Wein \u2013 vertiefen. Vergleiche mit fr\u00e4nkischen Zisterzienserkl\u00f6stern, die wie in Ebrach\u00a0oder Bronnbach\u00a0Weing\u00fcter lange auch in erfolgreicher Eigenbewirtschaftung f\u00fchrten, k\u00f6nnten das Spektrum erweitern, sind hier aber nicht miteinbezogen.<\/p>\n<p>Fand die Rechnungsf\u00fchrung f\u00fcr Weingesch\u00e4fte wenig Beachtung, so ist dagegen die wirtschaftliche und finanzpolitische Bedeutung der Weinakzise und des Weinungelds oder die Bedeutung des Weinhandels f\u00fcr urbanes Wachstum \u2013 letzteres wurde schon fr\u00fch f\u00fcr das unterfr\u00e4nkische Kitzingen und andere Weinm\u00e4rkte im Mainviereck dargestellt \u2013 l\u00e4ngst erkannt.\u00a0Doch liegen trotz guter \u00dcberlieferung im breiten archivalischen Spektrum des Rechnungswesens \u2013 ganz im Gegensatz zu Urbaren, Weist\u00fcmern und Salb\u00fcchern\u00a0\u2013 nur wenige neuere Editionen vor.\u00a0Welchen Stellenwert gerade die Klosterrechnungen f\u00fcr unser Thema haben, zeigt die Rubrik\u00a0au\u00dfgeben an dienstwein\u00a0in der Bronnbacher \u00dcberlieferung des Jahres 1595. Das \u00adkl\u00f6sterliche Bursamt bilanzierte:\u00a0summarus ausgebens an wein thut 18 \u00bd fuder 16 eimer. Und man k\u00f6nnte die Lohn- und Geld-spur dort weiterverfolgen, wenn der Klosterverwalter neben bzw. statt Bargeld j\u00e4hrlich ein Fuder, der K\u00fcster neun Eimer und diverse Lohnarbeiter f\u00fcr die Zisterzienser einen Eimer Wein bezogen.<\/p>\n<p>Und f\u00fcr Franken kann man mit einer \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum erarbeiteten Haushaltsanalyse zwar nicht f\u00fcr die zahlreichen, pittoresken und quantitativ durchaus \u00fcberschaubaren Weinst\u00e4dte am Main oder an den westlichen Ausl\u00e4ufern des Steigerwalds, aber doch immerhin neben den F\u00fcrstent\u00fcmern Hochstift Bamberg\u00a0und Hohenzollern-Ansbach\u00a0auch f\u00fcr die Reichsstadt Schweinfurt\u00a0aufwarten, die bedeutenden Weinhandel und auch etwas Weinbau hatte, aber wo man sp\u00e4testens seit der Industrialisierung ganz andere Identit\u00e4ten fand.<\/p>\n<p>H\u00e4ufig lagen Forschungsdesiderate aber auch in den regional \u00e4u\u00dferst unterschiedlichen Ma\u00df-, W\u00e4ge- und M\u00fcnzsystemen, die ein fl\u00e4chendeckendes Vergleichen schwierig gestalteten. So ist beispielsweise f\u00fcr zahlreiche fr\u00e4nkische Klosterherrschaften ein Summenspiel aus den jeweiligen Eink\u00fcnften aus Bier- und Weinumsatz dadurch erschwert, dass die Ungeldeinheiten nicht kompatibel sind. Die Banzer Biersteuern etwa hob man in Simra, S\u00e4tzen oder S\u00e4tzlein ein, w\u00e4hrend f\u00fcr das Weinumgeld Fuder, Eimer und Ma\u00df als \u00f6rtliche Einheiten galten. Immerhin legte zur Kl\u00e4rung bereits 1793 ein Johann Friedrich Pixis seine \u201eAllgemein nuetzliche Frucht, Wein, Zinsen-Rechnungen, Resolutions- und Reductions-Tabellen die Guldentheile zu Kreuzer, und Zentnertheile zu Pfund, sohin eine Ausgleichungs-Tabelle des franzoesischen Geldes zum Deutschen bearbeitet und gewidmet denen, welche den Aufenthalt des Berechnens sich ersparen wollen, oder im Rechnen nicht geuebet sind\u201c vor. Nicht \u00fcberall l\u00e4sst sich also, wie im mainfr\u00e4nkischen M\u00fcnsterschwarzach, auch ein Nachweis f\u00fchren. Die gute Quellenlage wollen wir nutzen, um zun\u00e4chst diese Herrschaft zu untersuchen. Im Jahre 1687 bekam der Zimmermann Ge\u00f6rg St\u00f6ckinger, wohnhaft zu Geiselwind, aus der Kanzlei der Abtei M\u00fcnsterschwarzach den Auftrag, das herrschaftliche Zeughaus neben dem Ziegelstadel zu erweitern. Das Bauholz lieferte das Kloster und auch die Handwerkerl\u00f6hne waren eine Mixtur aus Geld und Naturalien:\u00a0hatt zu lohn 10 eymer\u00a0[16]83er oder\u00a0[16]84er Stadelschwartzacher Wein, 1 malter korn vndt 9 batzen trinckgeldt erhalten.<\/p>\n<p>Ganz \u00e4hnlich verfuhr man zwei Jahre sp\u00e4ter. Als 1688 der Schwarzacher Abt einen Caspar Fleck beauftragte, die kl\u00f6sterliche Zehentscheuer zu Neuses unweit des Mains bei Sommerach zu reparieren, hat die Kanzlei Lohn und Ausgaben f\u00fcr diesen Auftrag im Rechnungsbuch ebenfalls gewissenhaft festgehalten.\u00a0Er sollte selbst alles das holtz dorzugeben vndt dahin schaffen Gott zu lohn;\u00a0und\u00a0das Kloster reichte\u00a020 fl. an gelt vndt 5 eymer\u00a0[16]86er wein\u00a0dazu.\u00a0So fing der Zimmermann an diesem Symbol der Grundherrschaft an zu arbeiten,\u00a0darauff er also balten empfangen 10 fl. an gelt.\u00a0Wein, Holz und Getreide standen hier wie selbstverst\u00e4ndlich in der Funktion von Geld.<\/p>\n<p>Auch andernorts d\u00fcrfte dies zumindest in Weinbauregionen g\u00e4ngige Gesch\u00e4ftspraxis gewesen sein. In der Klosterherrschaft Michelsberg zu Bamberg, wo man neben dem grund- und leibherrlichen Abgabensystem bei stark schwankenden Erzeugermengen\u00a0auch im anbauintensiven 15. Jahrhundert meist Wein zukaufen musste, sind solche Indizien aber weit seltener zu finden. Im Herbst 1603 lesen wir dort im Rechnungsbuch mit allen Einnahmen und Ausgaben (percepta et distributa):\u00a07 fl. wein gnediger herr als ire g[naden]\u00a0vf deroselben closters organisten hochzeit gewessen verehrt vnd sonsten au\u00dfgeben den 7. 8bris.\u00a0Wein wurde hier ebenfalls wie Geld gerechnet. Und in den kl\u00f6sterlichen Kelleramts-Rechnungen stehen bis zum Ende des 18. Jahrhunderts verschiedene Funktionstr\u00e4ger auf der Ausgabenseite bei Speisewein. 1779\/80 erhielten der Hofrat, der Kastner, die Beichtv\u00e4ter aus dem Bamberger Kapuzinerkonvent, die Keller, die Zinsschreiber und der Michelsberger Scharfrichter neben Lohn zus\u00e4tzliche Weindeputate. Zudem gingen in diesem Rechnungsjahr im Schnitt zwischen drei und vier Eimer Speisewein ins Gastzimmer des Klosters sowie zwanzig Ma\u00df\u00a0auf die k\u00fcrchwey nach D\u00f6rfleins.\u00a0Auch diese Mengen k\u00f6nnen in den Kontext von Lohn- und Freundschaftswein gebracht werden.<\/p>\n<p>Der Michelsberger Klosterzellerar musste aber gleichzeitig bares Geld f\u00fcr zahlreiche Weinlieferungen ausgeben, denn der Konsum- und Handelsbedarf war im Kloster weit h\u00f6her als die liquiden j\u00e4hrlichen Abgaben aus der Herrschaft. 1604 zahlte man beispielsweise\u00a01153 2\/3 fl. den vnderthanen vmbs closter vnd zu Gaustatt\u00a0[Gaustadt]\u00a0f\u00fcr 24 fuder 26 ma\u00df wein, so des 1603 ihres erwach\u00dfen, vnnd ins closter, der aimer vmb 4 fl. erkauft und also bezalt worden.\u00a0Auch zu Hallstadt und im Kirchdorf D\u00f6rfleins investierte man beachtliche Summen um ausreichend Wein erhalten:\u00a0670 fl. dennen zu Hallstat f\u00fcr 13 fuder 12 \u00bd aimer den aimer ingleichen zu 4 fl. zalt. 1462 fl. denen zu D\u00f6rfleins f\u00fcr 30 fuder 6 \u00bd aimer, den aimer auch zu 4 fl zalt.\u00a0Dass dabei der Bedarf die Weing\u00fclt und das Umgeld \u00fcbertraf sehen wir aus einem anderen Eintrag:\u00a07 ort der schultei\u00dfin zu W\u00fclflingen f\u00fcr \u00bd aimer mer zu dem g\u00fcltwein, damit das va\u00df vol worden, gef\u00fclt bezalt.\u00a0Und das Ungeld als effektive fr\u00fchmoderne indirekte Steuerform, die die Naturallieferungen abl\u00f6ste, spielte hier nur eine nachgeordnete Rolle:\u00a026 fl. von allen obgesagten wein, vff des klosters theill zu vngelt geben vnd bezahlt, summa paginae: 4352 fl 3 Pfd. 15 dn.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>M\u00fcnsterschwarzach \u2013 Klosterregion mit Weinbau<\/h3>\n<p>Nur wenige Kilometer von Dettelbach entfernt liegt das Benediktinerkloster M\u00fcnsterschwarzach am Main.\u00a0Es z\u00e4hlt als karolingische Gr\u00fcndung zu den \u00e4ltesten Abteien in Franken. Vorg\u00e4ngerkloster war das durch den Mattonen-Grafen Megingaud und seiner Frau Imma 815\/ 816 im Iffgau unweit der fr\u00e4nki\u00adschen Slawengrenze gegr\u00fcndete Megingaudhausen bei Scheinfeld, das man bereits wenige Jahre sp\u00e4ter an das M\u00fcn\u00addungsgebiet der Schwarz\u00adach an den Main verlegte.\u00a0Es ist hier nicht der Ort die Entwicklung der kl\u00f6sterlichen Wirtschaftsstruktur nachzuzeichnen, doch z\u00e4hlte seit dem Hochmittelalter auch Besitz in Weinbauregionen zum Kern der Grundherrschaft. Zwar lassen sich diese Liegenschaften nicht mit den eintr\u00e4glichen\u00a0Curiae\u00a0der Zisterzienser von Ebrach und Langheim\u00a0messen, aber der Besitz der \u00adAbtei war ansehnlich.<\/p>\n<p>Eine ganz erhebliche Rolle spielte bei den Eink\u00fcnften in M\u00fcnsterschwarzach der Weinbau. So geh\u00f6rten die beiden Ortschaften Nordheim und Sommerach, die bis heute im Zusammenhang mit fr\u00e4nki\u00adschem Wein einen klingenden Namen haben, zu gro\u00dfen Teilen dem Kloster. Die kl\u00f6sterlichen Zehentrechte erbrachten Mitte des 17. Jahrhunderts aus sechs grundherrlichen Klosterorten mit Weinbau im Durchschnitt j\u00e4hrlich 100 Fuder.\u00a0Diese Quantit\u00e4t brachte eine erhebliche \u00dcberschuss\u00adproduktion mit entsprechender Exportoption mit sich. So orderte beispielsweise im Januar 1688 der Mundschenk aus der th\u00fcringischen Residenzstadt R\u00f6mhild im Herzogtum Sachsen-R\u00f6mhild im Kloster gegen Bargeld gr\u00f6\u00dfere Mengen f\u00fcr seine Hofkeller. Man lieferte damals drei bis f\u00fcnf Fuder 1678er und acht Fuder 1680er Weine aus dem gro\u00dfen Klosterkeller und nochmals f\u00fcnf Fuder 1684er aus dem kleinen Weinkeller.<\/p>\n<p>Wie hoch der Weinver\u00adbrauch des Klos\u00adter selbst war, wissen wir nicht genau, doch wird er nicht wesentlich \u00fcber dem der Benedikti\u00adner zu Banz \u00adgelegen haben. Hierzu ist die Gr\u00f6\u00ad\u00dfe der Konvente zu vergleichen. 1671 z\u00e4hlte man in M\u00fcnster\u00adschwarzach immerhin 38 Kleriker; im S\u00e4kularisationsjahr lebten und beteten dort noch 20 Patres und vier Novizen. Zu Banz l\u00e4sst sich aus den Quellen des Kelleramts der klosterinterne Wein\u00adkonsum f\u00fcr das Jahr 1801 ermitteln, wobei dort ebenfalls noch 20 Konventuale in der Klausur lebten. Danach wurden j\u00e4hrlich in Banz 13 Fuder und 59 Eimer getrunken, womit sich ein Pro-Kopf-Verbrauch von 10 Eimern und 48 Ma\u00df ergeben w\u00fcrde.\u00a0Eingeschlossen war in diesen Berechnungen auch meist der hiesig gekelterte Most (moost) als Trinkvariante mit geringem Alkoholgehalt, die ca. 20 Prozent der Konsums \u2013 gemischt mit Wein oder pur \u2013 ausmachte.<\/p>\n<p>So verwunderte es auch in einer Weinbauregion nicht, wenn der Schwarzacher Subprior und Novizenmeister Johannes 1598 bei der Visitation des Klosters durch den Geistlichen Rat des W\u00fcrzburger Bistums\u00a0reklamierte,\u00a0der Wein ist sauer.\u00a0Andererseits verwunderte es ange\u00adsichts der ertragreichen Weineink\u00fcnfte aber auch nicht, dass die Abtei gerade auf den Ausbau der Zehentorganisation besonderen Wert legte. In Nordheim erinnert der Zehent\u00adhof, ein stattlicher drei\u00adfl\u00fcgeliger Renaissancebau aus der Zeit um 1600, an diese Bedeutung. Unter diesem stattlichen Hof lie\u00df Abt Johannes IV. Burckhardt 1585 einen gewaltigen Weinkeller errichten.<\/p>\n<p>Und am Zehent\u00adhof lie\u00df man repr\u00e4sentativ bauen, womit offenbar auch den Wirt\u00adschaftsgeb\u00e4uden neben der Klosteranlage selbst, den Amts- und Schloss\u00adbauten landauf landab eine wichtige Funk\u00adtion bei der Inszenierung weltlicher Herrschaft zu\u00adkam. Die Vermutung liegt also nahe, dass der Wein f\u00fcr das Kloster so viel bedeutete wie Handelskontore f\u00fcr die Familie Fugger oder die Geldreserven in der Schatulle eines F\u00fcrsten, der von den Landst\u00e4nden monet\u00e4r kurzgehalten wurde.<\/p>\n<p>Konkret best\u00e4tigte sich diese Annahme, wenn wir das Haushalts- und Rechnungs\u00adb\u00fcchlein zu M\u00fcnsterschwarzach konsultieren, in dem sich die meisten, wenn nicht alle Einnahmen und Ausgaben der Abtei f\u00fcr die Jahre von 1686 bis 1690 finden. Bei der Analyse kn\u00fcpfen wir zeitlich an die W\u00fcrzburger Dissertation Elmar Hochholzers von 1988 an, der in der Zeit katholischer Reform vor dem Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg sich erstmals systematisch mit den in der Forschung lange vernachl\u00e4s\u00adsigten Rechnungsserien mit Blick auf die mediaten Kl\u00f6ster im W\u00fcrzburger Hochstift besch\u00e4ftigte. Heute ist dieser Schl\u00fcssel zu den Wirtschafts-, Bildungs- und Alltagswelten der Menschen im Alten Reich vielfach interdisziplin\u00e4r genutzt. \u00dcber Computatio als einer Recherche-, Informations- und Kommunikationsstelle zu Rechnungen des sp\u00e4ten Mittelalters und der fr\u00fchen Neuzeit f\u00fcr Forschung, Lehre und Studium an der Universit\u00e4t Marburg und \u00fcber die von der Gesellschaft f\u00fcr Geschichte des Weines herausgegebene umfassende Bibliographie zu Geschichte und Kultur der Weine ist mittlerwei\u00adle zumindest der bibliographische Zugang erleichtert.<\/p>\n<p>Die gebundene Klosterhandschrift im Taschenformat diente, wie P. Kassius Hallinger (1911-1991) eruierte, auch als pers\u00f6nliches Notiz- und Reiseb\u00fcchlein des kr\u00e4nkelnden Schwar\u00adzacher K\u00adellerers w\u00e4hrend der Regierung von Abt Placidus I. B\u00fcchs (1672-1691\u00ad). Am Schluss der Handschrift finden sich jedenfalls medizinische Ratgeber gegen schmerz\u00adhafte Gallensteine, Rezepturen gegen Geschw\u00fclste und allerlei andere Reiselaxative. Diese in ei\u00adnem Rechnungsbuch ungew\u00f6hnlichen Eintr\u00e4ge stamm\u00adten eben auch nicht vom kl\u00f6sterlichen Medicus, sondern sie waren laut Eintrag von 1689\u00a0von doct. zu Volkhach vorgeschriben vndt ge\u00adbraucht.<\/p>\n<p>Wir wollen nun einige Eintr\u00e4ge n\u00e4her betrachten. 1687 bestellte die Abtei im nahegelegenen Nord\u00adheim beim \u00f6rtlichen B\u00fcttner (B\u00f6ttcher) etliche neue Weinf\u00e4sser. Die schriftlich festgehaltenen Zahlungsmodalit\u00e4ten geben dabei Einblick in die von Pragmatis\u00admus, Flexibilit\u00e4t und reicher Ge\u00adsch\u00e4ftserfahrung gef\u00fchrten Verhandlungen sicher auch seitens des Abts, aber vor allem seitens des\u00a0Gro\u00df\u00adkellerers, des\u00a0cellerarius. Der diesbez\u00fcgliche Ein\u00adtrag vom 4. Juni 1687 lautet: [&#8230;]\u00a0mitt dem b\u00fcttner zue Northeim gehandelt, das er von 1 fud. ne\u00fcen fa\u00df zu machen, haben soll 4 kopffst\u00fcck; Hatt 2 gro\u00dfe vndt 7 kleines gemacht, summa 24 fud. thuet 25 fl. 9 batz[en], so bezalt wir solche:\/ 5 fl., so ihm gelihen worden lauth hand\u00adschrifft\/ 5 fl. 5 batz wegen 2 eymer weins uff sein hochzeitt\/ 2 \u00bd fl. hantlon wegen der wisen\/ 2 \u00bd fl. hantlohn wegen der weinberg\/ 10 fl. 4 batz pahres geldt, vnt also obgetachte 25 fl. 9 batz f\u00fcr voll zalt.<\/p>\n<p>Die Abtei verband danach grund- und gerichtsherrliche Abgaben, das Laudemium (Hand\u00adlohn) in Anerkennung der Erbfolge in der B\u00fcttnerei, die Abrechnung von nicht n\u00e4her spezifizierten Schul\u00adden, die wahr\u00adscheinlich anl\u00e4sslich einer Hoch\u00adzeit aufgenom\u00admen wurden, mit dem neuen Auftrag. Dabei war vor allem die Einbeziehung der reichlich vorhandenen Naturalien, insbesondere des Weins, in einem Jahrhundert knapper Geldressour\u00adcen f\u00fcr das Kloster vorteilhaft. \u00ad\u00dcber 40 Prozent dieser Auftragssumme wurden dabei typisch agrar\u00adstaatlich bargeldlos angerechnet; weitere zwanzig Prozent der Zahlungen beruhten auf einer R\u00fcckzahlung oder Umschuldung. Direkt und sofort wurden bei Lieferung der Ware dann weniger als 40 Prozent in Geld bezahlt.<\/p>\n<p>Brot und Wein waren dabei zu jeder Zeit eine willkomme\u00adne, kaum verderbliche Zugabe im Zahlungsverkehr der Abtei. So wurden beispielsweise am 12. Juni 1687\u00a070 sauerbronkr\u00fceg\u00a0(Was\u00adserkr\u00fcge) angeliefert. Man zahlte danach\u00a09\u00a0fl. 5 batz f\u00fcller;\u00a04 fuhrlohn neben maa\u00df wein\/ 4 brott\/ desgleichen hatt\u00a0[der]\u00a0schiff\u00admann\u00a0[am Main]\u00a0das neue st\u00fcck\u00adlein ad 112 pf. mittbracht, eodem mehr 40 frische pro 6 rhlr\u00a0[Reichstaler]\u00a0\/ 18 gl\u00e4serne flaschen zu f\u00fcllen 2 rhlr. in augusto\u00a0[anni]1687.\u00a0Spiegeln diese Einzelbelege bereits die Vertrautheit mit dem regionalen Kapitalmarkt der f\u00fcr die Wirt\u00adschaftsf\u00fchrung in M\u00fcns\u00adterschwarzach Verantwortlichen nach dem Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg wider, so belegen \u00e4ltere Rechnungsb\u00fccher dies als eine Tradition der Territorial-, Amts- und Haus\u00adwirtschaft.<\/p>\n<p>Wein spielte auch auf der Ausgabenseite des Klosters eine beachtliche Rolle. Dort st\u00fctzte dieses lagerungsf\u00e4hige Gut die Bem\u00fchungen der \u00c4bte und Kellerer, bares Kapital nur zum Teil als L\u00f6hne der Amts\u00addiener, Handwerker, Fassmacher, K\u00fcfner, Fuhrleute und anderer Professionalisten auszugeben, um den Rest m\u00f6glichst durch Naturalien zu begleichen. 1686 wurden \u2013 pars pro toto \u2013 einige typische Vertr\u00e4ge mit Handwerkern abgeschlossen. Der Zim\u00admermeister Ge\u00f6rg St\u00f6ckinger bekam f\u00fcr Arbeiten an einer kl\u00f6sterlichen Zehentscheuer\u00a0zu lohn 4 fuder 3 eymer\u00a0[16]83er Stadelschwartzacher wein vndt 3 malter korn. Ebenfalls liefer\u00adte das Kloster das teure Eichenholz f\u00fcr den Bau hinzu, w\u00e4hrend der Zimmermann auf eigene Kosten das\u00a0t\u00e4nne\u00a0holtz\u00a0besorgte.<\/p>\n<p>Der gleiche Handwerker aus Geiselwind hatte zuvor f\u00fcr Bauten in Sommerach wiederum als Lohn empfangen 2 fuder 83er Stadelschwartzacher wein und 6 metz[en] mehl. Immer ging es bargeldlos aber auch nicht. Im Mai des Folgejahres zahl\u00adte die Abtei wieder an Ge\u00f6rg St\u00f6ckinger f\u00fcr Arbeiten am Zeughaus und an Ziegelh\u00fctten zu lohn 10 eymer 83er oder 84er Stadelschwartzacher wein, 1 malter korn vndt 9 batzen trinck\u00adgeldt. Und im August entlohnte man einen B\u00fcttner mit 80 reichsthaler an geldt, 3 malter korn, \u00bd eym[er] wein.\u00a0Wie stand es nun mit dem Verh\u00e4ltnis \u00adzwischen Wein und Geldzahlungen? Tabelle 1 (s. oben) zeigt, dass die Relation zwischen Natural- und Geldlohn offenbar ganz vom konkreten Vertrag und den Bed\u00fcrfnissen des Lohnempf\u00e4ngers abhing.<\/p>\n<p>Weinbau und Weinproduktion belebten aber auch den regionalen Arbeitsmarkt ganz unmittelbar. Es gab im Umkreis eine Reihe wichtiger Zulieferer, die mit der S\u00e4kula\u00adrisation ihren Arbeitsplatz verlieren sollten. Die These der Provinzialisierung und Reagrarisierung der Region in der ersten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts hat deshalb auch f\u00fcr M\u00fcnsterschwarzach seine Bedeutung. W\u00e4hlen wir das Jahr 1688, um das vom Weinbau abh\u00e4ngige Zunfthandwerk vorzustellen. Es lieferte der Fassmacher Andres Weber aus L\u00fclsfeld innerhalb von nur vier Wochen\u00a016 vas b\u00f6den \u00e0 25 batzen al\u00df 4 &#8211; 7\u00bd sch\u00fchige, 8 &#8211; 7 sch\u00fchige, 4 &#8211; 6 sch\u00fchige von gutem gesun\u00adden holtz.\u00a0Zuvor hatte ein Reifenschneider aus der Umgebung an den Nordheimer Keller\u00a0geliefert 100 14 f\u00fcderische raiff \u00e0 9 batzen fecit 7 reichsthaler.\u00a0Darauf bestellte der Kloster\u00adamtmann Fassreifen in fast allen Gr\u00f6\u00dfen \u2013 sie ma\u00dfen zwischen 22 bis 57 Schuh \u2013 und Aus\u00adf\u00fchrungen. Insgesamt orderte man 24 Fuhrwerke.\u00a0Im August des Vorjahres orderte man bei Fassmacher Hans J\u00f6rg Z\u00f6cklein f\u00fcr 80 Reichtaler sowie Korn- und Weinzusatz 250 Fassdauben und zugeh\u00f6rige B\u00f6den. Im Januar und M\u00e4rz 1688 lieferte er gegen Bargeld nochmals 122 Fassdauben, B\u00f6den und\u00a0th\u00fcrlein.\u00a0Die B\u00f6den waren allerdings zu kurz, mussten vergr\u00f6\u00dfert werden. Daf\u00fcr gab man dem B\u00fcttner zus\u00e4tzlich acht Ma\u00df vom 1686er Wein.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich sorgte jeweils im Sp\u00e4therbst die Weinkelterei f\u00fcr eine Konjunkturbelebung des regionalen Arbeitsmarkts, da man jetzt weitere Saisonkr\u00e4fte zu harter Tagesarbeit verdingen musste. Der Taglohn f\u00fcr das Keltern bestand nun darin, dass\u00a0man fr\u00fch vmb 3 vhr anfangen, vndt bis nachts vmb 9 kaltern vndt arbeiten soll. Im nacht kaltern darff man nicht \u00fcber 1 stundt ruhen v. schlaffen. Und der aufsichtsf\u00fchrende Amtskeller bemerkte nebenbei:\u00a0die faule gesellen gehen abents nacher haus, kommen des andern tags vor 7 vhr nicht widerumb in die kalter zu ihrer arbeitt.<\/p>\n<p>Wein war nat\u00fcrlich f\u00fcr M\u00fcnsterschwarzach nicht nur ein wichtiges Zahlungsmittel und eine eintr\u00e4gliche Steu\u00aderform geblieben, er war auch nicht nur wichtiges Handelsgut und speziell im Mainviereck\u00a0ins Fadenkreuz ambitionierter Territorialinteressen geraten, sondern er war f\u00fcr den Konvent auch Lebenselixier. Man experimentierte auch mit dem Kulturgut Wein. Im Rech\u00adnungsbuch des Kellerers sind Rezepturen wie die um\u00a0rothen wein zu machen\u00a0erhalten, die die Bedeutung der Rebenkultur f\u00fcr M\u00fcns\u00adterschwarzach unterstreichen.\u00a0Zeittig schwartze hollerbehr mitt altem wein gesotten, durch ein tuch getriben, vndt soviel vonn\u00f6ten in den rothen wein gethan, macht denselben sch\u00f6n roth, doch darf man dieses saffts nicht zu vil nehmen, sonst d\u00fcrft der wein vnlieblich vndt rauh werden.\u00a0Auch f\u00fcr richtige Mixtur zwischen gehaltvollem Wein und preiswertem Most kam es eben an, um auch am Absatz- und Arbeitsmarkt bestehen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Banz \u2013 Herrschaft mit wenigen Winzern<\/h3>\n<p>Die Benediktinerabtei Banz\u00a0ist das \u00e4lteste Kloster am Oberlauf des Mains. Zur\u00fcck geht es auf die gleichnamige Schutzburg, die um 930 gegen die nach Westen und Franken dr\u00e4ngenden Ungarn als Grenzfestung ausgebaut wurde. Sie liegt topographisch hervorgehoben auf einem 170 Meter \u00fcber das Maintal ragenden Bergsporn. Um 1071 brachten Markgr\u00e4fin Alberada von Schweinfurt und deren Gatte, Hermann von Habsberg-Sulzbach, die ererbte Burg in das kl\u00f6sterliche Stiftungsgut ein. Die zugeh\u00f6rige Ausstattung sollte dann allerdings dem Bischof von Bamberg als Schenkung zufallen, obwohl dort auch das Hochstift W\u00fcrzburg territorialpolitisch engagiert war. Banz wurde so fr\u00fch zu einem Grenzfall \u2013 ein Umstand, der bis weit in die fr\u00fche Neuzeit die Geschicke des Klosters auch in wirtschaftlicher Hinsicht zwischen einer Hopfen-, Acker- und Weinbauregion\u00a0bestimmen sollte.<\/p>\n<p>So wurde dort vor allem importierter Wein zu einem \u00e4u\u00dferst raren Luxusartikel, der nach dem Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg noch mit einem halben Gulden pro Eimer extrem besteuert war. Einheimischer Wein war nur halb so hoch belastet, doch kein Vergleich zu den relativ niedrigen Umgeld-Tarifen f\u00fcr Bier. Im Banzer Klosterland hatte deshalb auch das Bier aus regionaler Produktion, \u00fcberwiegend aus Altenbanz und Draisbach, den Weinkonsum in der Fr\u00fchmoderne bald fiskalisch \u00fcberrundet. 1702 nahm man f\u00fcr zwei Quartale zu Altenbanz \u00fcber 22 Gulden f\u00fcr Bier, dagegen f\u00fcr Wein weniger als 20 Gulden. ein. In schlechten Weinjahren wie 1705\/06 konnte sich der Abstand noch wesentlich zugunsten des Biers ver\u00e4ndern. Jetzt fielen von den \u00fcber 75 Gulden Umgeld 66,25 Gulden. auf Altenbanzer und 6,33 Gulden auf importiertes Bier, aber nur 3,2 Gulden. auf den hiesigen Wein.\u00a0F\u00fcr Banz finden wir demnach nach der von Karl Heinz Schr\u00f6der\u00a0f\u00fcr W\u00fcrttemberg vorgenommenen Dreiteilung in der Verbreitung des Weinbaus eine Zone vor, in der Weinbau keine zentrale Rolle spielte, aber doch zur wirtschaftlichen Existenzsicherung beitrug. Mit Nicola Sch\u00fcmann kann dieses Raster f\u00fcr Banz noch verfeinert werden. Zwar verteilten sich die Weinbaufl\u00e4chen im 17. Jahrhundert \u00fcber das gesamte Klostergebiet mit Weinbergen in Friesendorf, Ketschendorf, Roth am Forst im Norden sowie Buchenroth oder Altenbanz im Westen, doch bildeten sich keine geschlossenen Anbaufl\u00e4chen aus. Anders sah es zun\u00e4chst in der n\u00e4heren Umgebung von Banz aus, vor allem in den D\u00f6rfern Weingarten und Nedensdorf, wo man noch bis zur S\u00e4kularisation Weinparzellen bewirtschaftete. So nahm die Zahl der H\u00e4cker in Weingarten von 1686 bis 1733 sogar zu, von 15 auf 23 Personen. Allerdings verringerte sich auch dort im genannten Zeitraum die Anbaufl\u00e4che um die H\u00e4lfte, wenn aufgelassene Weinberge in den Feldbeschreibungen zu\u00a0baumb- vndt wies g\u00e4rtten\u00a0gerierten.<\/p>\n<p>Wie stand es nun in Banz um die rechnerische Gr\u00f6\u00dfe der Weinlieferungen in der Zeit vor dem Einbruch der eigenen Weinproduktion? War in M\u00fcnsterschwarzach Wein noch im 18. Jahrhundert ein offiziell anerkanntes Zahlungsmittel gewesen, so ist f\u00fcr Banz der Nachweis schwieriger zu f\u00fchren. Die Rechnungsb\u00fccher sind dort \u2013 anders wie in Michelsberg\u00a0\u2013 wahrscheinlich schon w\u00e4hrend des 16. Jahrhunderts exklusiv auf Geldbetr\u00e4ge umgestellt. Dies bedeutet aber nicht, dass es keine Weinlieferungen auch als Zahlungsmittel gegeben h\u00e4tte. 1678 weist die Klosterkanzlei den Verwalter in Gleusdorf nach der Reblese in Sachen frischer Wein oder\u00a0g\u00fcldtmost alda betreffend\u00a0an: [&#8230;]\u00a0solcher most\u00a0[soll]\u00a0hinf\u00fcrder eingesamblet, anhehro geliffert, in der rechnungs einnahmb vnd au\u00dfgab i\u00e4hrlich, oder statt des\u00dfen be\u00ff instehenden mi\u00dfjahren der billigmes\u00dfige preis verf\u00fchrt werden soll.<\/p>\n<p>Doch war Wein f\u00fcr Banz in der Regel zu teuer als dass man mit liquiden Gaben h\u00e4tte Geld sparen k\u00f6nnen. Im Gegenteil musste der Konvent zur Bedarfsdeckung h\u00e4ufig Wein zukaufen. 1686 lie\u00df man in ein Missivbuch eintragen, dass\u00a025 vn\u00df h\u00f6chst nottwendigste fuder wein\u00a0aus Bamberg eingef\u00fchrt worden seien.\u00a0Die Frage bleibt, ob der fehlende Wein Auswirkungen auf den Banzer Kapitelmarkt hatte. Diesen k\u00f6nnen wir mit den \u00fcberlieferten Schuld- und Zinsb\u00fcchern konkretisieren.<\/p>\n<p>Am Kapitalmarkt platzierten sich offenbar gerade die fr\u00e4nkischen Benediktinerkl\u00f6ster, die seit den Reformen unter Abt Johannes Burck\u00adhardt in den Hochstiften W\u00fcrzburg und Bamberg diese Innovation ernst nahmen. In M\u00fcnster\u00adschwarzach hatte der Abt 1588 insgesamt 16.080 Gulden zu f\u00fcnf Prozent verliehen. Die H\u00f6he der Kreditsumme stieg bis zum Todesjahr Burckhardts 1598 auf 60.500 Gulden. an.\u00a0Diese \u201eKlosterbanken\u201c standen in Konkurrenz zu j\u00fcdischen Kreditgebern. Sie offerierten zudem meist g\u00fcnstigere Zinss\u00e4tze, insbesondere wenn es sich um Geldleihe in der eigenen Grund- und Gerichts\u00adherrschaft handelte. Beim Blick auf die Schuldner wird klar, dass es der f\u00fcr die Kloster- und Stiftslandschaft pr\u00e4gende landwirtschaftliche Erwerbszweig war, der in Banz auch die Schuld\u00adgesch\u00e4fte wirksam steuerte. Beispiele aus Altenbanz belegen, dass sowohl gro\u00dfe als auch kleine G\u00fcter neben den Naturalabgaben in Geldtransaktionen mit dem Kloster ver\u00adwi\u00adckelt blieben. Der Hofbauer Hann\u00df Schmidt schuldete seiner Herrschaft seit dem 5. M\u00e4rz 1590 zun\u00e4chst 100 Gulden,\u00a0mehr 100 fl. den 14. martj anno 1592. Item 100 fl. den 26 februa\u00adry anno 1594 verm\u00f6g einer verschreibung\u00a0[&#8230;]\u00a0mehr 20 fl. die jme anno 1604 an verfallenen zin\u00dfen anstehen bliben, hief\u00fcr ist b\u00fcrg Hann\u00df D\u00fcsel der alt\u00a0[&#8230;]\u00a0f\u00fcr 300 fl. ist sein guett zu Zilgendorff daz vnder\u00adpfandt, vnd f\u00fcr die jerlichen zin\u00df ist Pankraz Zinckh b\u00fcrg. 26.\u00a08bris 1612.<\/p>\n<p>Diese Ausst\u00e4nde, deren Entstehungsgeschichte wir mit der Quelle des Schuld\u00adbuchs nicht n\u00e4her verfolgen k\u00f6nnen, mussten selbstverst\u00e4ndlich zur\u00fcckbezahlt werden. Sie wurden es auch, und zwar in j\u00e4hrlichen Zinsraten zu je 16 Gulden zwischen 1613 und 1623, bevor er mit 320 Gulden endlich die Hauptsumme 1623 zur\u00fcckzahlen konnte. Damit ergibt sich f\u00fcr die Jahre 1604 bis 1613 offenbar Zinsfreiheit, danach bezahlte dieser Banzer Hintersasse f\u00fcr ein Jahrzehnt einen moderaten Jahreszins von je f\u00fcnf Prozent. Der Klostervogt schloss 1623 die Akte Schmidt mit dem Tilgungsstrich. Getilgt hatte er den Schuldenstand nach einer R\u00fcckzahlung von insgesamt 480 Gulden.<\/p>\n<p>Nicht immer rechnete sich allerdings agrarische Verschuldung f\u00fcr das Kloster in der ersten Generation. Der S\u00f6ldner Hans Baumann zahlte zwar ebenfalls einige Jahre den versprochenen Schuldzins in H\u00f6he von zehn bis elf Gulden, doch setzte der Schreiber vor der R\u00fcckzahlung der Hauptsumme 1634 den Vermerk ins Schuld\u00adbuch:\u00a0Seindt hauptschultner vndt zinsb\u00fcrgen anno 1634 verdorben vnst gestorben, die s\u00f6lden dem closter heimbge\u00adfallen, vndt ferner anno 1642 seinen son Caspar Baumann umb ein ducaten verkauft wordten.<\/p>\n<p>R\u00fccksicht auf die sozialen Umst\u00e4nde zeigte das Kloster im Fall des verschuldeten Bauern Barthel Volckh, wenn es ihm mitten im Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg 1643\u00a0in der algemeinen totalruin des gantzen Teutschlandtig vndt f\u00fcrnemblig des closters vndt dessen vndertanen\u00a0100 fl.\u00a0von der Hauptsumme nachlie\u00df. Seine Schulden akkumulierten sich wie folgt:\u00a0als 100 fl. jme anno 1595 geliehen, 70 fl. anno 1601 an handlon vnd 30 fl. an getraidtgelt. Martini 1611 jnhendig gela\u00dfen, ist sein gutt zu P\u00fcchiz\u00a0[P\u00fcchitz]\u00a0f\u00fcr solche 200 fl. vervndterpfendt, f\u00fcr die jerlichen zin\u00df aber ist b\u00fcrg Pangraz Zinckh zu Altenbanz ver\u00adschriben.\u00a0Bartel Volckh zahlte zwischen 1613 und 1631 j\u00e4hrlich zehn Gulden als\u00a0zin\u00df Petri\u00a0zur\u00fcck; also insgesamt 190 Gulden. Die letzte Rate 1631 wurde nach seinem Tod noch dem Klosterkeller\u00a0per suum filium\u00a0ausgeh\u00e4ndigt.<\/p>\n<p>Der Zinssatz h\u00e4tte auch hier f\u00fcnf Prozent betragen, doch machten Krieg und Zerst\u00f6rung diesem Zahlenspiel ein j\u00e4hes Ende. Die Zinss\u00e4tze aus Altenbanz sind \u2013 sofern sie f\u00fcr geistliche Staaten insgesamt typisch sein sollten \u2013 mit denen weltlicher Territorien in Franken zu vergleichen. Zu zeigen war hier, dass die agrarstaatli\u00adche Ausrichtung in der Grundherrschaft des Klosters Banz durch\u00adaus finanzielle Spielr\u00e4ume in der Kanzlei erm\u00f6glichte und dass sie eine fr\u00fchmoderne Kapitalbildung und Geldbewirtschaf\u00adtung selbst mitten im Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg zugunsten der Herrschaft zulie\u00df. Wein spielte dabei keine erkennbare Rolle. Und es fehlten die Naturalien als Rechnungseinheiten. Die Grundzinsen wurden offenbar zu dieser Zeit \u00fcberwiegend nicht mehr als Naturallieferungen gereicht.<\/p>\n<p>Dies galt vielfach auch f\u00fcr den Wein. In Buchenroth, wo man 1713 auch noch Weinberge betrieb, bezahlten die Bauern jedenfalls in Geld, abgesehen von K\u00e4se, Eiern und H\u00fchnern. Ein Banzer S\u00f6ldengut mit Weinberg reichte dort laut Urbar- und Lehenbuch 1713 an Grundzins:\u00a0vierthalb lb. geld\u00a0[zu]\u00a0Walburg[ae],\u00a0vierthalb lb. geld\u00a0[an]\u00a0Michael[is],\u00a0ein \u00bd sch[ock]\u00a0e\u00ffer zu Ostern, zwe\u00ff k\u00e4\u00df zu Pfingsten, zwe\u00ff k\u00e4\u00df zu We\u00ffnachten, ein herbsthuhn, ein fastnachthuhn, sech\u00df frohntag im\u00a0[Korn- oder Gras]schnitt oder 2 lb geld daf\u00fcr.\u00a0Wein war nicht dabei.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Michelsberg \u2013 das Stadtkloster und sein Kastenamt in Ochsenfurt<\/h3>\n<p>St. Michael in Bamberg ist eng mit der Fr\u00fchzeit des zugeh\u00f6rigen Hochstiftes verbunden. Mit Unterst\u00fctzung von Kaiser Heinrich II. entstand es im Jahr 1015 als ein bisch\u00f6fliches Eigenkloster. Bei der Berufung des Konvents stand unter Bischof Eberhard die Abtei Amorbach\u00a0im Odenwald Pate. Die Wahl war nicht zuf\u00e4llig auf diese seit dem 8. Jahrhundert bestehende Abtei gefallen, hatte man dort schon seit der fr\u00fchen Slawenmission monastische Erfolge vorzuweisen. Zudem standen sich Kloster und Reichsoberhaupt bei Privilegierungen und Fragen der Reichsfreiheit sehr nahe. Im Jahr 1021 konnte dann die Kirche von St. Michael geweiht werden, wobei dem Bamberger Gr\u00fcndungsbischof die Erzbisch\u00f6fe und sp\u00e4teren Kurf\u00fcrsten aus Mainz und K\u00f6ln assistierten. Das Besondere der Klosterweihe unterstrich nicht nur die Mitwirkung der beiden m\u00e4chtigsten Bisch\u00f6fe im Reich, sondern die Anwesenheit des Kaiserpaares selbst.<\/p>\n<p>In der Tat hat dann das Kloster St. Michael in der Folgezeit immer wieder versucht, seine Reichsstellung auch gegen Bamberg auszubauen, doch wie sich zeigen sollte, bis 1802\/03 ohne Erfolg. War St. Michael seit der Gr\u00fcndung eine solides Rechtsfundament mit auf den Weg gegeben, so z\u00e4hlte es auch bald herrschaftlich wie wirtschaftlich zu den gr\u00f6\u00dferen Kl\u00f6stern im Hochstift Bamberg. Trotzdem war es als fr\u00e4nkisches Adelskloster im 15. Jahrhundert nicht vor schweren Krisen verschont geblieben. Mit dem Anschluss an die Bursfelder Kongregation er\u00f6ffneten sich dann tiefgreifende Reformen, die mit der Bildung einer \u00c4mterorganisation seit 1480 auch \u00f6konomisch und administrativ geleitet waren. Der Weinbau spielte hier bereits eine Rolle, weil es in Hallstadt und D\u00f6rfleins \u00fcber Jahre zur Verweigerung des Weinzinses gekommen war. Der Michelsberger Kostervogt und der Bamberger Kammermeister schlichten 1482 vorerst diesem Streit mit der Ma\u00dfgabe, k\u00fcnftig j\u00e4hrlich 2,5 Eimer Weinzins an das Kloster zu liefern. Fl\u00fcssiger Weinzins wurde dabei in den Einnahmeregistern \u2013 sie wurden seit 1480 regelm\u00e4\u00dfig gef\u00fchrt \u2013 wie Geld gerechnet.<\/p>\n<p>Im Vergleich zu M\u00fcnsterschwarzach bleibt aber die Frage, in welchen Quantit\u00e4ten dies die territoriale Kapitalbildung f\u00f6rdern konnte. Rainer Braun berechnete f\u00fcr das Schwellenjahr 1480 die Menge an verf\u00fcgbarem Wein auf 61 Fuder und 6 \u00bd Eimer. Davon verblieben ca. 30 Fuder zur Vorratshaltung im Klosterkeller. Der Rest wurde getrunken, doch nur zu einem geringeren Teil \u2013 n\u00e4mlich zehn Eimer \u2013 im Kloster selbst. Mindestens sechs Eimer wurden aber als Zahlungsmittel f\u00fcr L\u00f6hne und Zuk\u00e4ufe im Sinne trinkbarer Gelder kapitalisiert.<\/p>\n<p>Neben dem Besitz in der Bischofsstadt Bamberg selbst, wozu zahlreiche Zinsh\u00e4user, die Propstei St. Getreu und das \u00c4gidien-Spital z\u00e4hlten, arrondierte man seit dem sp\u00e4ten Mittelalter Grund- und Gerichtsherrschaft au\u00dferhalb Bambergs insbesondere in den beiden Kloster\u00e4mtern Gremsdorf und Rattelsdorf, wo man aber nur geringen Weinbau betrieb. Daneben verteilten sich die Au\u00dfen- und Kasten\u00e4mter von St. Michael auf unterschiedliche klimatische Kleinzonen und Anbaugebiete. Sie waren verteilt auf die Ritterkantone Altm\u00fchl, Baunach und Steigerwald. Zu den grundzinspflichtigen Klosterorten z\u00e4hlten in der fr\u00fchen Neuzeit Bischberg, B\u00f6senbechhofen, Eisendorf, Forchheim, Krassolzheim, Lahm, Lipprichhausen, \u00ad<br \/>\nOchsenfurt, Rodheim, Welbhausen und Weismain.<\/p>\n<p>F\u00fcr das Kastenamt Ochsenfurt, im wein- und fruchttr\u00e4chtigen Ochsengau gelegen, wollen wir nun der Frage nachgehen, ob die gewinnbringenden Reben auch in der Geldwirtschaft dieses Bamberger Klosters einen Stellenwert einnahmen. Dort gehen die \u00e4ltesten Zeugnisse auf Weinbau unter Klosterregie auf das Jahr 1136 zur\u00fcck.<\/p>\n<p>In einer Rechnung yber de\u00df Closters M\u00fcnchsberg Castenambt zue Ochsenfurth, von Petri Cathedra 1686 bi\u00df dahin 1687 f\u00fchrt der Klosterkellerer Gesch\u00e4fte mit zinspflichtigen H\u00e4ckern in W\u00fcrzburger Weinlagen zu Heidingsfeld an, wo kl\u00f6sterlicher Weinbau ebenfalls seit dem 12. Jahrhundert bezeugt ist. Unter den dortigen Weineinnahmen standen: 1 fuder 7 eymer, 51 ma\u00df seindt zu Haydingsfeldt pro anno 1686 eingangen, vnndt bleiben noch 5 eymer 4 mas auff k\u00fcnftigen 1687.er [im] herbst zubezahlen. Und f\u00fcr die Eibelst\u00e4dter Abgabepflichtigen liest man an Einnahmen: 8 eymer, 9 \u2153 mas seindt zu Eiuelstatt per anno 1686 eingangen vnndt seindt \u2082\u2044\u2088 x 4 \u2154 ma\u00df bey Han\u00df Adam Stangen anstehend verbliben, so auff dem 87.ten herbst ebenmessig zubezahlen: Latus et summa 2 fuder 3 eymer, 60 \u2153 mas. Diesen Einnahmen standen im Rechnungsjahr 1686\/87 keinerlei Ausgaben f\u00fcr Wein gegen\u00fcber. In den Michelsberger Weinorten f\u00fchrte man so in den Kastenrechnung noch im 17. Jahrhundert Naturalien als eigenst\u00e4ndige Haushaltsposten, die aber im Gegensatz zum Wein nicht wie selbstverst\u00e4ndlich bei Bedarf in geldkonvertierte Rechnungseinheiten verwandelt wurden, um sie mit der \u00fcbrigen Produktpalette anschlussf\u00e4hig zu halten. Getreide, H\u00fclsen- und Ackerfr\u00fcchte blieben anders als Wein oder Bier getrennte Einheiten, wie es der beschlu\u00df di\u00dfer rechnung 1687 in seiner Summe (einnahmb geldt) ebenfalls zeigte: 287 fl. 1 Pfd. 9 dn., waitz[en]: 20 m[a]l[te]r. 1 \u00bc mez. korn: 607 mlr. 1 \u00bc mez., dinckhel: 33 mltr., habern: 354 mlr. 5 \u2153- \u00bc mez., erb\u00dfen 7 mtr. 5 \u00bd mez[en].<\/p>\n<p>Und auch 1604\/05 wechselte man zwischen Wein und Geld in einer Rechnungsbilanz dieses Klosters hin und her. So wurde den Weinzinsern von Gaustadt bei einer Abnahme von \u00fcber 24 Fudern\u00a0der aimer vmb 4 fl. erkauft und also bezalt. Und auch bei\u00a0denen zu\u00a0D\u00f6rfleins, wo Michelsberg seit 1139 Weinzins einnahm, war der Keller bereit,\u00a0f\u00fcr 30 fuder 6 \u00bd aimer,\u00a0den aimer auch zu 4 fl.\u00a0zu bezahlen, wobei er am Ende 1462 Gulden aufwenden musste. Und weitere 295 Gulden gab er\u00a0dennen zu Ober- vnd Unternheit\u00a0[Ober- und Unterhaid]\u00a0f\u00fcr 6 fuder 1 \u00be aimer, den aimer auch vmb 4 fl. zalt.\u00a0Schlie\u00dflich gingen im n\u00e4heren Umkreis der Stadt Bamberg nochmals 744 Gulden nach Viereth:\u00a0den vnderthanen zu Vihret f\u00fcr 16 fuder, den aimer auch vmb 4 fl bezalt.\u00a0Dieser Klosterwein war zum Teil auch in andere Herrschaften umgeldpflichtig gewesen, so dass man in Michelsberg auch hier weitere\u00a026 fl. von allen obgesagten wein, vff des klosters theill zu vngelt geben vnd bezahlt\u00a0hatte. In der Summe kam dieser Weinzukauf am Jakobstag als dem Rechnungsschluss des Jahres 1604 inkl. der Transportkosten mit 4352 Gulden 3 Pfd. 15\u00a0d[e]n[arii] teuer zu stehen.<\/p>\n<p>Insgesamt d\u00fcrften sich in Kloster Michelsberg, im Gegensatz zu M\u00fcnsterschwarzach, die Kapitalisierungsgewinne durch Wein in Grenzen gehalten haben. Der Zugriff auf die gewinnbringenden Weinberge um W\u00fcrzburg war begrenzt, die Bamberger Lagen waren weniger begehrt. 1489 zahlte man in Michelsberg f\u00fcr den Weinzukauf pro Eimer auf dem Michelsberg selbst nur 1,54 Gulden, dagegen in Ha\u00dffurt 2,15 und in Eibelstadt 2,37 Gulden. Zudem wurde die \u201eHolschuld\u201c beim Weinbau \u2013 im Gegensatz zur \u201eBringschuld\u201c bei Getreide lagen die Fuhrkosten beim Grundherrn \u2013 nach der Abl\u00f6sung der Weinfuhren im Frondienst f\u00fcr das Kloster teuer, da der Weinbau nur in extremer Streulage organisiert werden konnte. Schlie\u00dflich blieben Neuanlagen zun\u00e4chst vier Jahre steuerfrei, um den Anbau attraktiv zu gestalten. Trotzdem waren oft Obstbaukulturen bereits um 1500 eintr\u00e4glicher: Baumkulturen und Ackerbau dr\u00e4ngen in den Kernzonen der kl\u00f6sterlichen Grundherrschaft die Weing\u00e4rten zur\u00fcck auch wenn noch 1656 Matth\u00e4us Merian zum Michelsberger Weinbau in Bamberg notierte:\u00a0Dann die Gegend herumb sehr fruchtbar\/ allda ziemlicher Weinwachs\u00a0[&#8230;]\u00a0Und ligt sonderlich uber der Stadt\/ auf einem H\u00fcgel\/ ein sch\u00f6nes Benedictiner-Closter\/ so mit Weinreben umbwachsen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Ergebnisse<\/h3>\n<p>Wein war wie sich zeigte ein \u00fcber die Jahrhunderte zwar von Klima-, Witterungs-, Boden-, Arbeits- und Erntebedingungen in Quantit\u00e4t und Qualit\u00e4t sehr abh\u00e4ngiges Naturprodukt gewesen; doch einmal eingelagert wurde er zu einer konjunkturf\u00f6rdernden und krisenfesten Reserve. Sie war in der Tat Geldes wert. Die Weinlagerung war, wie Zahlungsmodalit\u00e4ten zeigten, f\u00fcr gute Lagen auch in Franken \u00fcber l\u00e4ngere Zeitr\u00e4ume Praxis geworden. Somit wurden mittel- und langfristige Investitionen in geistlicher Hand m\u00f6glich, die selbst in Krisenjahren wie dem Bauernkrieg nicht g\u00e4nzlich auf den Kopf gestellt wurden.<\/p>\n<p>Als marodierende Bauern 1525 die Weinkeller der Zisterzienserabtei Eberbach st\u00fcrmten, gelang es ihnen, ein dort eingelagertes und im Inventarbuch mit einem Volumen von mindestens 9 Fudern und 9 Ohm (amas) ausgezeichnetes gro\u00dfes Fass (magna vase) nur zu Zweidritteln zu leeren.\u00a0Wein war also ein krisenfestes Kapital, das auch als Zahlungsmittel genutzt wurde. In der Beurteilung dieser trinkbaren Gelder f\u00fcr die Wirtschaftsentwicklung der Kl\u00f6ster und Stifte in S\u00fcddeutschland stehen wir erst am Anfang, doch setzten sie indirekt bares Kapital frei. In der Mischform mit Geld und anderen lagerungsf\u00e4higen Naturprodukten wie Korn und Holz blieb Wein auch f\u00fcr Kl\u00f6ster mit randst\u00e4ndischem Weinbau interessant. Wein war somit auch der fl\u00fcssige Unterbau f\u00fcr die Geldwirtschaft, auf ihm gr\u00fcndete auch das noch nicht erforschte und regional in unterschiedlicher Gr\u00f6\u00dfe zu zimmernde Portal geistlicher Staaten zur Moderne: das Banken- und Geldverleihgesch\u00e4ft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wein spielte in den Bilanzen s\u00fcddeutscher Herrschaften vor 1800 fast \u00fcberall eine Rolle, unabh\u00e4ngig von der Frage, ob man \u00fcber eigene Weinberge verf\u00fcgte, ob man ausschlie\u00dflich \u00fcber den Handel an diesem europ\u00e4ischen Wirtschafts- und Kulturgut partizipierte oder ob es eine Kombination zwischen Eigen-, Pachtanbau und Zukauf gab. 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