{"id":32198,"date":"2023-07-17T14:34:04","date_gmt":"2023-07-17T12:34:04","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=der-synodale-weg-2"},"modified":"2025-01-09T11:14:19","modified_gmt":"2025-01-09T10:14:19","slug":"der-synodale-weg-eine-analyse-und-eine-zwischenbilanz-des-reformwegs","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/der-synodale-weg-eine-analyse-und-eine-zwischenbilanz-des-reformwegs\/","title":{"rendered":"The Synodal Way"},"content":{"rendered":"<p class=\"fliess-ERSTER\"><span class=\"_idGenDropcap-2\">D<\/span>ie katholische Kirche steckt in einer Krise wie seit Jahrhunderten nicht mehr. Diese Krise l\u00e4sst sich in ihren Dimensionen zun\u00e4chst als eine Krise der Institution und ihrer Amtstr\u00e4ger sowie als eine Autorit\u00e4ts- und Glaubw\u00fcrdigkeitskrise bezeichnen. Sie zeigt sich nicht nur in der lange bagatellisierten und vertuschten Pandemie des sexuellen und geistlichen Missbrauchs, der in allen Teilen der Weltkirche sukzessive aufgedeckt wird, zuletzt in Frankreich; die Krise zeigt sich ebenso in der jahrzehntelangen Blockade\u00a0<span class=\"CharOverride-7\">von<\/span>\u00a0und in der fehlenden Offenheit\u00a0<span class=\"CharOverride-7\">f\u00fcr<\/span>\u00a0Reformen. Menschen, die ihre Kirchenmitgliedschaft k\u00fcndigen, bewahren zwar teilweise ihren christlichen Glauben; andere jedoch kostet das Versagen der Kirchenleitung ihren Glauben. \u201eEntfremdung von Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen sowie von kirchlichen Ritualen und Sinnangeboten ist\u201c, wie soziologische Studien belegen und wie es im Grundtext des Forums 1 zur Ersten Lesung hei\u00dft, \u201eein wichtiger Faktor, der Menschen zum Kirchenaustritt motiviert.\u201c Das trifft bis in die Kreise hoch engagierter Kirchenmitglieder zu. Als Gr\u00fcnde f\u00fcr die Entfremdung werden in diesen Studien ausdr\u00fccklich genannt: kirchliche Machtstrukturen, die \u201eals r\u00fcckschrittlich oder nicht zeitgem\u00e4\u00df empfunden\u201c werden, \u201esowie kirchliche Positionen zu (grund-)rechtlichen und (beziehungs- und sexual-)ethischen Fragen, insbesondere im Feld der Geschlechtergerechtigkeit und Sexualit\u00e4t\u201c. Die vielfach beklagte pastorale Krise, die zur geistlichen Austrocknung von vielen Pfarreien f\u00fchrt, und die viel beklagte Krise des christlichen Glaubens sind, wie der Soziologe Franz Xaver Kaufmann schon 2011 \u00fcberzeugend gezeigt hat, Dimensionen der allgemeinen Kirchenkrise und als solche zu analysieren.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Der Missbrauchsskandal in seiner globalen Dimension l\u00f6ste die Krise nicht aus, aber im Missbrauchs\u00adskandal spitzt sich die Kirchenkrise zu. \u201eSchon l\u00e4nger frage ich mich, ob dieser Skandal \u2013 n\u00e4mlich der Skandal des Missbrauchs von Macht und Autorit\u00e4t durch Mitglieder unseres Klerus und anderer \u2013 nicht heute eine \u00e4hnliche Rolle spielen k\u00f6nnte wie der Ablassskandal, der [\u2026] die Reformation ausgel\u00f6st hat.\u201c So fragte Bischof Franz-Josef Overbeck von Essen in seiner Predigt im Gottesdienst zum Reformationstag am 31. Oktober 2021 in Hamburg. Auch wer die Einsch\u00e4tzung Bischof \u00adOverbecks nicht teilen will, kann den Sachverhalt schwerlich leugnen, dass die Kirche in Deutschland an einem Wendepunkt steht, sie sich den Fragen, die aus dem sexuellen und geistlichen Machtmissbrauch resultieren, stellen muss, dass der Schock dar\u00fcber, dass das \u201eSystem Kirche [\u2026] versagt\u201c hat, wie es der M\u00fcnchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx am 17. Juli 2021 bei einem Besuch des Pfarrverbands Garching-Engelsberg formulierte, zu einer Reform f\u00fchren muss.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Ob und in welchem Ausma\u00df die katholische Kirche in Deutschland sich auf Reform einl\u00e4sst, l\u00e4sst sich derzeit noch nicht sagen. Ich kann folglich in einem ersten Punkt nur kurz den bisherigen Weg des Synodalen Wegs referieren, in einem zweiten Schritt exemplarisch einige Reformvorschl\u00e4ge, die auf der letzten Synodalversammlung in erster Lesung beraten wurden, auflisten und abschlie\u00dfend versuchen, eine Art Zwischenbilanz zu ziehen.<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">Der Synodale Weg \u2013 Veranlassung, Zielsetzung und erste Synodalversammlung<\/h3>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Am 28. Januar 2010 machte der Jesuit Klaus Mertes Missbrauchsf\u00e4lle am Berliner Canisius-Kolleg \u00f6ffentlich. Damit trat die Missbrauchskrise, die unter Papst Johannes Paul II. bereits in den 1990er Jahren aufgebrochen war, ins Bewusstsein auch der katholischen Kirche in Deutschland. Mit jeder neuen Di\u00f6zese, in der F\u00e4lle von sexuellem Missbrauch Minderj\u00e4hriger ans Tageslicht kamen, die zu einem guten Teil Jahre und Jahrzehnte zur\u00fccklagen, brachen Strategien des Bagatellisierens und Verschweigens wie ein Kartenhaus zusammen; ebenso Versuche, das Ph\u00e4nomen mit Hinweisen auf andere Institutionen (Sportvereine, Familien) zu beschwichtigen, in denen es \u2013 was richtig ist \u2013 noch mehr sexuellen Missbrauch gibt. Der Skandal um sexuellen und geistlichen Machtmissbrauch und t\u00e4tliche \u00dcbergriffe in katholischen Internaten, Kl\u00f6stern, Di\u00f6zesen und Pfarreien entwickelte sich zu einem Alptraum, der die Glaubw\u00fcrdigkeit der katholischen Kirche und ihrer Lehre in den Grundfesten ersch\u00fctterte und ersch\u00fcttert. Als\u00a0<span class=\"CharOverride-7\">point of no return<\/span>\u00a0erwies sich dann die aktenbasierte MHG-Studie\u00a0<span class=\"CharOverride-7\">Sexueller Missbrauch an Minderj\u00e4hrigen durch katholische Priester, Diakone und m\u00e4nnliche Ordensangeh\u00f6rige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz<\/span>\u00a0vom Herbst 2018. Diese Studie legte systemische bzw. \u00fcbergreifende Ursachen offen und attestierte der katholischen Kirche in Deutschland \u201eein massives Systemversagen\u201c (Julia Knop) auf struktureller wie ideeller Ebene. Die Verfasser der Studie rieten unter anderem, sich mit der Frage zu befassen, \u201ein welcher Weise der Z\u00f6libat f\u00fcr bestimmte Personengruppen in spezifischen Konstellationen ein m\u00f6glicher Risikofaktor f\u00fcr sexuelle Missbrauchshandlungen sein kann.\u201c Auch wer nicht so weit gehen wollte wie der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer, der in der Bewertung der Missbrauchskrise von einer \u201eStruktur des B\u00f6sen\u201c sprach, konnte doch nicht an seiner Folgerung vorbei, dass es einen radikalen Wandel und Konsequenzen brauche, um die Glaubw\u00fcrdigkeit der katholischen Kirche zur\u00fcckzugewinnen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Vor diesem Hintergrund einerseits, Hunderttausenden von Kirchenaustritten anderseits \u2013 allein 2018 216.078, 2019 und 2020 zusammen noch einmal 494.161, seit 2010 insgesamt 1.550.137 Kirchenmitglieder \u2013 beschloss die Deutsche Bischofskonferenz (je nach Verlautbarung einstimmig oder mit 4 Enthaltungen) einen\u00a0<span class=\"CharOverride-7\">Synodalen Weg<\/span>\u00a0ins Leben zu rufen und diesen gemeinsam mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken zu beschreiten. Die Zielsetzung war klar: Die systemischen Ursachen jeglicher Form von Machtmissbrauch und weitere \u00fcbergreifende Fragen sollten aufgearbeitet werden. Es wurden drei vorbereitende Foren gebildet:\u00a0<span class=\"CharOverride-7\">Macht und Gewaltenteilung in der Kirche\u00a0<\/span>mit der programmatischen Spezifizierung\u00a0<span class=\"CharOverride-7\">Gemeinsame Teilnahme und Teilhabe am Sendungsauftrag der Kirche<\/span>, sodann\u00a0<span class=\"CharOverride-7\">Priesterliche Existenz heute<\/span>, bei dem es um die Zukunft der priesterlichen Lebensform geht und\u00a0<span class=\"CharOverride-7\">Leben in gelingenden Beziehungen<\/span>, das die Weiterentwicklung der kirchlichen Sexualmoral thematisiert. Diese drei Foren wurden auf Intervention des Zentralrats der deutschen Katholiken um ein viertes Forum\u00a0<span class=\"CharOverride-7\">Frauen in Diensten und \u00c4mtern in der Kirche<\/span>\u00a0erg\u00e4nzt, das sich mit der Frage nach der Rolle und der Stellung der Frau in der Kirche befasst.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Der Synodale Weg wurde in den 4 Foren vorbereitet und am 1. Advent 2019 er\u00f6ffnet. Die erste Synodalversammlung tagte im Februar 2020 in Frankfurt am Main mit 230 stimmberechtigten Mitgliedern. Dazu geh\u00f6ren die 69 Mitglieder der deutschen Bischofskonferenz und ebenso viele Vertreter und Vertreterinnen des Zentralkomitees der deutschen Katholiken sowie weitere Delegierte aus den Orden und kirchlichen Institutionen, Jugendverb\u00e4nden und der Wissenschaft, auch einige Einzelpers\u00f6nlichkeiten. Hinzu kommen 20 Beobachter und Beobachterinnen aus dem benachbarten Ausland und von nichtkatholischen Kirchen in Deutschland. Es fehlt die Stimme jener Katholiken und Katholikinnen, die in den Pfarreien nicht mehr oder nur noch punktuell erreichbar sind.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Der Ertrag der ersten Synodalversammlung lag vor allem im atmosph\u00e4rischen Bereich. \u201eDas Experiment\u201c, bilanzierte der damalige Vorsitzende der Bischofskonferenz Kardinal Marx, \u201eist im ersten Akt gelungen. [\u2026] Dieses Experiment ist davon gepr\u00e4gt, dass wir keine Mauern um uns herum aufbauen, dass es keine Tabus in der Debatte gibt, sondern alles gepr\u00e4gt sein muss von der Frage, wie wir als Kirche glaubw\u00fcrdiger werden.\u201c Aufgrund der Corona-Pandemie wurde der weitere Fortgang des Synodalen Wegs verz\u00f6gert. Im September 2020 fand eine eint\u00e4gige Regionenkonferenz an 5 Orten statt; Anfang Februar 2021 gab es ein Online-Format, in dem die Mitglieder der Synodalversammlung die Arbeitsfortschritte der Synodalforen vorab und ohne Entscheidungskompetenz diskutieren konnten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">Der aktuelle Stand: Themen der zweiten Synodalversammlung<\/h3>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Die zweite Synodalversammlung fand vom 30. September bis 2. Oktober 2021 in Frankfurt statt. Auf dieser Versammlung wurden der Pr\u00e4ambel- und der Orientierungstext des Pr\u00e4sidiums in erster Lesung gutgehei\u00dfen; ebenso die Grundtexte der Foren\u00a0<span class=\"CharOverride-7\">Macht und Gewaltenteilung in der Kirche<\/span>,\u00a0<span class=\"CharOverride-7\">Leben in gelingenden Beziehungen<\/span>\u00a0und\u00a0<span class=\"CharOverride-7\">Priesterliche Existenz heute<\/span>; au\u00dferdem eine erste Gruppe von 12 sogenannten Handlungstexten, welche die erforderlichen Reformen formulieren und ansto\u00dfen wollen. Die anwesenden Synodalen haben allen Texten mehrheitlich ihre grunds\u00e4tzliche Zustimmung erteilt. Sie werden nun in den Sy\u00adnodalforen unter Ber\u00fccksichtigung der eingegangenen Modi \u00fcberarbeitet und f\u00fcr die zweite Lesung und definitive Abstimmung im Februar 2022 und auf sp\u00e4teren Synodalversammlungen vorbereitet. Alle Texte sind in der Version, wie sie f\u00fcr die erste Lesung vorbereitet bzw. in erster Lesung verabschiedet wurden, unter\u00a0<span class=\"CharOverride-7\">www.synodaler-weg.de <\/span>\u00f6ffentlich gemacht.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Die Pr\u00e4ambel verortet den Synodalen Weg in der aktuellen Kirchenkrise. Der Orientierungstext mit dem Titel\u00a0<span class=\"CharOverride-7\">Heute auf Gottes Wort h\u00f6ren<\/span>\u00a0kl\u00e4rt die theologische Basis f\u00fcr die Arbeit in den Foren und f\u00fcr den Synodalen Weg insgesamt.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Der Grundtext des Forums 1\u00a0<span class=\"CharOverride-7\">Macht und Gewaltenteilung in der Kirche \u2013 Gemeinsame Teilnahme und Teilhabe am Sendungsauftrag<\/span>, wie er auf der Synodalversammlung in erster Lesung angenommen wurde, benennt die Faktoren, die den Missbrauch von Macht begr\u00fcnden, verursachen und f\u00f6rdern und auf diese Weise den Sendungsauftrag der Kirche konterkarieren. Er verortet die Krise der Kirche im \u201egr\u00f6\u00dferen Kontext gesellschaftlicher und kultureller Ver\u00e4nderungsprozesse\u201c, begrenzt sie aber \u201enicht auf solche allgemeinen Faktoren\u201c. Vielmehr diagnostiziert er auch \u201einnere Spannungen zwischen Lehre und der Praxis der Kirche\u201c einerseits, \u201eder Kluft, wie Macht faktisch in der Kirche konzipiert und ausge\u00fcbt wird\u201c und \u201eden Standards einer pluralen, offenen Gesellschaft in einem demokratischen Rechtsstaat\u201c anderseits.<\/p>\n<p class=\"fliess\">\u201eIm Zentrum des Problems\u201c, formuliert der Grundtext, \u201esteht die Art und Weise, wie Macht \u2013 Handlungsmacht, Deutungsmacht, Urteilsmacht \u2013 in der Kirche verstanden, begr\u00fcndet, \u00fcbertragen und ausge\u00fcbt wird. Es haben sich eine Theologie der Kirche, eine Spiritualit\u00e4t des Gehorsams und eine Praxis des Amtes entwickelt, die diese Macht einseitig an die Weihe bindet und sie f\u00fcr sakrosankt erkl\u00e4rt. So ist sie von Kritik abgeschirmt, von Kontrolle abgekoppelt und von Teilung abgehoben. Umgekehrt werden Berufung und Charismen, W\u00fcrde und Rechte, Kompetenzen und Verantwortung der Gl\u00e4ubigen in der Katholischen Kirche nicht ihrer Bedeutung im Volk Gottes gem\u00e4\u00df ber\u00fccksichtigt. Ihr Zugang zu kirchlichen Diensten und \u00c4mtern wird restriktiv geregelt, ohne dass die Aufgabe der Evangelisierung als entscheidendes Kriterium hinreichend zur Geltung kommt. Auch werden die jeweiligen Dienste, \u00c4mter, Rollen und Zust\u00e4ndigkeiten nicht gen\u00fcgend an die Charismen, Kompetenzen und Qualifikationen gebunden. Nicht nur die Zug\u00e4nge zur Macht, sondern auch die Auswahl und Begleitung derer, denen diese Macht anvertraut wird, bed\u00fcrfen einer ehrlichen Evaluation und Reform. Kirchenbezogene Machtaus\u00fcbung bedarf zudem einer gekl\u00e4rten Pers\u00f6nlichkeit und geistlichen Reife. Auch dies ist nicht immer im Blick, wenn \u00c4mter \u00fcbertragen werden.\u201c Es geht also um einen neuen Umgang mit Macht und eine neue Verteilung von Macht \u2013 nicht etwa um Machtverzicht!<\/p>\n<p class=\"fliess\">Auf eine Kurzformel gebracht geht es in Forum 1\u00a0<span class=\"CharOverride-7\">Macht und Gewaltenteilung in der Kirche<\/span>\u00a0also um die Frage der Kontrolle von kirchlicher Macht auf der Basis von Teilhabe und Kooperation und damit um Gewaltenteilung; Forum 2\u00a0<span class=\"CharOverride-7\">Priesterliche Existenz heute<\/span>\u00a0hat zu fragen, welche konkreten Ma\u00dfnahmen angesichts der Formen verfehlter Machtaus\u00fcbung erforderlich sind und \u201e<span class=\"markedcontent\">wie die priesterliche Existenz auf der Basis der Tradition einerseits und dem gesellschaftlichen Kontext heute andererseits neu gedacht und gelebt werden kann\u201c (Grundtext, Forum 2).<\/span>\u00a0Angesichts des akuten Priesternotstands ist in diesem Zusammenhang auch der Pflichtz\u00f6libat zu \u00fcberdenken; Forum 3\u00a0<span class=\"CharOverride-7\">Frauen in Diensten und \u00c4mtern in der Kirche<\/span>\u00a0muss sich aussprechen, wie die Pr\u00e4senz von Frauen institutionell gef\u00f6rdert und ihnen der Zugang zu kirchlichen \u00c4mtern erm\u00f6glicht werden kann; Forum 4\u00a0<span class=\"CharOverride-7\">Leben in gelingenden Beziehungen \u2013 Liebe leben in Sexualit\u00e4t und Partnerschaft<\/span>\u00a0besch\u00e4ftigt die Frage, wie im Bereich der kirchlichen Sexualmoral \u201edie Diskrepanz zur Lebenswelt der Gl\u00e4ubigen\u201c (Grundtext, Forum 3) \u00fcberwunden und Formen sexueller Gewalt in kirchlichen Strukturen verringert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Das alles bleibt mehr oder weniger klug formulierte Theorie, wenn diese nicht in konkrete Reformschritte gegossen und auf allen kirchlichen Ebenen rezipiert wird. Deshalb erarbeitet der Synodale Weg Handlungstexte f\u00fcr Reformen auf di\u00f6zesaner, nationaler und gesamtkirchlicher Ebene. Das Forum 1, in dem ich mitwirke, erarbeitet Reformvorschl\u00e4ge auf vier Handlungsebenen.<\/p>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\"><span class=\"CORP-S-BOLD-9-7-pt\">1. Machtkontrolle durch Rechtsbindung. Dazu geh\u00f6ren:<\/span><\/p>\n<ul>\n<li class=\"AUFZ-HLUNG-ROT\">Eine di\u00f6zesan\u00fcbergreifende, weisungsunabh\u00e4ngige\u00a0<span class=\"CharOverride-7\">Ombudsstelle zur Pr\u00e4vention und Aufarbeitung von Machtmissbrauch durch Verantwortliche in der Kirche<\/span>. Der Text wurde auf der letzten Synodalversammlung noch nicht beraten.<\/li>\n<li class=\"AUFZ-HLUNG-ROT\">Eine<span class=\"CharOverride-7\">\u00a0Rechtswegegarantie<\/span>. In jeder Di\u00f6zese wird eine weisungsunabh\u00e4ngige Beschwerdestelle geschaffen, \u201edie Beschwerden jedweder Art\u201c entgegennimmt und sie \u201ean die zust\u00e4ndige kirchliche Stelle\u201c weiterleitet. Der Text wurde auf der letzten Synodalversammlung noch nicht beraten.<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG ParaOverride-1\"><span class=\"CORP-S-BOLD-9-7-pt\">2. Machtkontrolle durch Verfahren zur Legitimation von Amtstr\u00e4gern.<\/span><\/p>\n<ul>\n<li class=\"AUFZ-HLUNG-ROT\">Die\u00a0<span class=\"CharOverride-7\">Einbeziehung von Gl\u00e4ubigen in die Bestellung des Di\u00f6zesanbischofs<\/span>. Die Bestellung der Di\u00f6zesanbisch\u00f6fe geh\u00f6rt in Deutschland zu den so genannten gemischten Angelegenheiten von Kirche und Staat. Die nichtbayerischen Di\u00f6zesen besitzen aufgrund konkordat\u00e4rer Vereinbarungen Wahlrechte, die durch die jeweiligen Domkapitel ausge\u00fcbt werden. Das entspricht CIC 377 \u00a7 1, wonach der Papst die Bisch\u00f6fe frei ernennt oder die rechtm\u00e4\u00dfig Gew\u00e4hlten best\u00e4tigt. Nach kirchlichem Recht kommen dem jeweiligen di\u00f6zesanen Gottesvolk bei der Bischofsbestellung keine Mitwirkungsrechte zu, sieht man einmal von der m\u00f6glichen geheimen Befragung von Einzelpers\u00f6nlichkeiten durch den Nuntius ab. Ein Mitentscheidungsrecht bei der Erstellung der Kandidatenliste und ein Anh\u00f6rungsrecht vor der Wahl aus der Kandidatenliste ist jedoch auch bei der aktuellen kirchlichen und konkordat\u00e4ren Rechtslage m\u00f6glich \u2013 unter der Voraussetzung allerdings der\u00a0<span class=\"CharOverride-7\">freiwilligen Selbstbindung<\/span>\u00a0des jeweiligen Domkapitels. Das Forum 1 schl\u00e4gt der Synodalversammlung vor, dass \u201eein di\u00f6zesanes Gremium, das so viele Mitglieder hat wie das Domkapitel, dieses bei der Wahrnehmung seiner Rechte im Prozess der Bischofsbestellung unterst\u00fctzt.\u201c Dieser Handlungstext wurde mit \u00fcberwiegender Mehrheit (bei drei Enthaltungen und keiner Neinstimme) in erster Lesung angenommen. Eine solche Selbstbindung der Domkapitel d\u00fcrfte f\u00fcr die R\u00fcckgewinnung der Glaubw\u00fcrdigkeit der Bisch\u00f6fe zweifellos f\u00f6rderlich sein.<\/li>\n<li class=\"AUFZ-HLUNG-ROT\">Eine\u00a0<span class=\"CharOverride-7\">Rahmenordnung f\u00fcr Rechenschaftslegung<\/span>, mit der regelm\u00e4\u00dfige Verfahren der Rechenschaftslegung der Amtstr\u00e4ger im synodalen Rat der Di\u00f6zese bzw. der Pfarrei eingef\u00fchrt werden sollen. Dadurch sollen nicht nur wie bisher Papst und Bisch\u00f6fe, sondern auch die Gl\u00e4ubigen in die gemeinsame Verantwortung einbezogen werden. Grundlage ist ein gemeinsamer Beratungs- und Entscheidungsprozess \u00fcber die pastoralen Ziele einer festzusetzenden Anzahl von Jahren; Ziel, das Miteinander der Bisch\u00f6fe und Pfarrer einerseits, aller anderen Getauften und Gefirmten anderseits zu vertiefen, sodann die Qualit\u00e4t der pastoralen Arbeit zu heben und dadurch die Evangelisierung zu f\u00f6rdern. \u00dcber diesen wichtigen Text konnte die Synodalversammlung aufgrund fehlender Beschlussf\u00e4higkeit noch nicht beraten.<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG ParaOverride-1\"><span class=\"CORP-S-BOLD-9-7-pt\">3. Machtkontrolle durch Partizipation in der Leitung von Pfarrei und Di\u00f6zese.<\/span><\/p>\n<ul>\n<li class=\"AUFZ-HLUNG-ROT\"><span class=\"CharOverride-7\">Gemeinsam beraten und entscheiden<\/span>.<span class=\"CharOverride-55\">\u00a0<\/span>Ziel ist es, dass jeder Bischof f\u00fcr seine Di\u00f6zese eine Rahmenordnung erstellt, \u201ein der die gemeinsame Verantwortung der Gl\u00e4ubigen und des Bischofs durch Mitberatungs- und Mitentscheidungsrechte von repr\u00e4sentativ gew\u00e4hlten Gl\u00e4ubigen verbindlich geregelt ist\u201c. Organ ist ein synodaler Rat, der entweder neu eingerichtet oder aus den bestehenden synodalen R\u00e4ten weiterentwickelt wird. In diesem Rat werden alle Fragen zu Themen von bistumsweiter Bedeutung gemeinsam beraten und entschieden. Auf Pfarreiebene erl\u00e4sst der Bischof eine Musterordnung f\u00fcr die freiwillige Selbstbindung des Pfarrers. Dieser Handlungstext wurde in erster Lesung angenommen.<\/li>\n<li class=\"AUFZ-HLUNG-ROT\">Eine\u00a0<span class=\"CharOverride-7\">Rahmenordnung f\u00fcr die Di\u00f6zesanfinanzen.<\/span>\u00a0Ziel ist es, die Transparenz- und Kontrollstandards der Verm\u00f6gensverwaltung zu erreichen, die f\u00fcr staatliche Akteure, f\u00fcr Unternehmen und generell f\u00fcr alle gr\u00f6\u00dferen Organisationen gelten. Dazu soll die Synodalversammlung beschlie\u00dfen,\u00a0<span class=\"markedcontent\">dass eine verbindliche Rahmenordnung f\u00fcr eine Finanzverfassung der deutschen Di\u00f6zesen erarbeitet und nach M\u00f6glichkeit im Rahmen einer Kompetenzzuweisung durch den Apostolischen Stuhl gem\u00e4\u00df can. 455 \u00a71 CIC erlassen wird. Diese umfasst unbeschadet weitergehender Regelungen in einzelnen Di\u00f6zesen f\u00fcr jede Di\u00f6zese einen unabh\u00e4ngig gew\u00e4hlten Finanzrat mit dem Budgetrecht f\u00fcr die j\u00e4hrlichen di\u00f6zesanen Haushalte, der selbst oder durch nachgeordnete Gremien als Verm\u00f6gensverwaltungsrat aller di\u00f6zesanen Rechtstr\u00e4ger fungiert und regelm\u00e4\u00dfig von den Entscheidungstr\u00e4gerinnen und Entscheidungstr\u00e4gern Rechenschaft einfordert. Der Text ist f\u00fcr die erste Lesung eingereicht, wurde aber noch nicht beraten.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\"><span class=\"CORP-S-BOLD-9-7-pt\">4. Machtkontrolle durch nachhaltige Synodalit\u00e4t.<\/span><\/p>\n<ul>\n<li class=\"AUFZ-HLUNG-ROT\"><span class=\"CharOverride-7\">Synodalit\u00e4t der Kirche nachhaltig st\u00e4rken: Ein synodaler Rat f\u00fcr die katholische Kirche in Deutschland<\/span>. Ziel ist es, Synodalit\u00e4t als Grundvollzug von Kirche zu verstetigen. Dieser synodale Rat soll entsprechend der Synodalversammlung geschlechter- und generationengerecht zusammengesetzt sein, zweimal pro Jahr tagen, seine Beschl\u00fcsse mit Zweidrittelmehrheit der Stimmen fassen. Er soll \u201eGrundsatzentscheidungen zu Haushaltsfragen, die nicht auf der Ebene der Di\u00f6zese entschieden werden\u201c, treffen; ebenso zu pastoralen Planungs- und Zukunftsperspektiven von \u00fcberdi\u00f6zesaner Bedeutung. Au\u00dferdem soll er \u201edie sozialen, katechetischen und missionarischen Verbindungen der katholischen Kirche in Deutschland mit den Ortskirchen in der gesamten Welt und mit dem Heiligen Stuhl\u201c f\u00f6rdern. Der Text wurde in erster Lesung knapp angenommen.<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"AUFZ-HLUNG-ROT ParaOverride-25\">Au\u00dferdem lagen der Synodalversammlung Handlungstexte zur Predigtordnung (Forum 1), zur Leitung von Pfarreien, Gemeinden und pastoralen R\u00e4umen, zu Frauen an theologischen Fakult\u00e4ten, Instituten und kirchlichen Hochschulen und zum Austausch theologischer Argumentationen in weltkirchlichen Kontexten (Forum 3) vor.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">Zwischenbilanz \u2013 der Synodale Weg ist alternativlos<\/h3>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Die letzte Synodalversammlung hat in den nichtkirchlichen meinungsbildenden Medien im deutschsprachigen Raum ein sehr unterschiedliches, in Leitmedien wie der\u00a0<span class=\"CharOverride-7\">Frankfurter Allgemeinen Zeitung<\/span>\u00a0oder der\u00a0<span class=\"CharOverride-7\">Neuen Z\u00fcrcher Zeitung<\/span>\u00a0ein zur\u00fcckhaltendes, ja negatives Echo gefunden. In den rechtskatholischen Verlautbarungen und in den integralistischen Social-Media-Kan\u00e4len ist sie auf einhellige Ablehnung gesto\u00dfen. Die Gegner werfen der Synodalversammlung kirchlichen Radikalismus und Protestantisierung der katholischen Kirche Deutschlands vor. Sie beklagen eine angebliche Kirchenspalterei, sprechen von einem deutschen Sonderweg und fehlender R\u00fcckbindung in der Weltkirche. Solche plakativen Vorw\u00fcrfe sind leicht zu entkr\u00e4ften. Sie \u00fcbersehen zweierlei: Einmal, dass der Synodale Weg eine Initiative der deutschen Bisch\u00f6fe ist; zweitens, dass die Bisch\u00f6fe ihn selber mitgestalten, freilich zusammen mit Katholiken und Katholikinnen, die in Kirche, Gesellschaft, Politik und Wissenschaft Verantwortung tragen, und dass eben diese Bisch\u00f6fe allen Beschl\u00fcssen mit Zweidrittelsmehrheit zustimmen m\u00fcssen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Ich teile solche krassen, einem isolierten Kirchenverst\u00e4ndnis verpflichteten Urteile, wie die eben genannten, nicht. Ich habe im Gegenteil in Frankfurt erstmals den Eindruck gewonnen, dass Reformbereitschaft auf breiter Basis heranw\u00e4chst, dass jedenfalls die anwesenden Bisch\u00f6fe und die \u00fcbrigen Mitglieder der Synodalversammlung in ihrer gro\u00dfen Mehrheit verstanden haben, dass es so wie bisher in der Kirche in Deutschland nicht weitergehen kann. Ob sich diese reformbereite Grundstimmung verstetigt und bei den Abstimmungen zum Durchbruch kommt, wenn zwei Drittel der Bisch\u00f6fe zustimmen m\u00fcssen, wird sich ab der n\u00e4chsten Synodalversammlung im Februar 2022 weisen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Ist der Synodale Weg also zum Scheitern verurteilt, wie inner- und au\u00dferkirchliche Auguren hoffen und nicht m\u00fcde werden, vorherzusagen? Ja, der Synodale Weg kann scheitern; und ja, es ist m\u00f6glich, dass die\u00a0<span class=\"CharOverride-7\">Zeichen der Zeit<\/span>\u00a0nicht erkannt werden, dass die erforderlichen substantiellen Reformen in der katholischen Kirche Deutschlands und weltweit ausbleiben. Es gibt Bisch\u00f6fe im In- und Ausland, Priester, Gl\u00e4ubige, die den Synodalen Weg untergraben, ihn als Totgeburt lieber heute als morgen auf der Schutthalde unterdr\u00fcckter Reformprozesse begraben wollen. Es w\u00e4re geradezu naiv, als Kirchenhistoriker mit der M\u00f6glichkeit des Scheiterns nicht zu rechnen. Die scharfsichtige Analyse, die der Bonner Kanonist Norbert L\u00fcdecke in seinem Buch\u00a0<span class=\"CharOverride-7\">Die T\u00e4uschung. Haben Katholiken die Kirche, die sie verdienen<\/span>\u00a0(2021) formuliert hat, sollte in Anbetracht fr\u00fcherer gescheiterter Dialog- und Reformprozesse unter Johannes Paul II. und Benedikt XVI. nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Der Preis, den es f\u00fcr ein Scheitern-Lassen des Synodalen Wegs zu zahlen gilt, ist allerdings hoch. Es ist dann mit noch mehr hunderttausenden von Kirchenaustritten zu rechnen, vor allem von Frauen \u2013 nicht sofort nat\u00fcrlich, vielmehr allm\u00e4hlich, still, ohne Aufhebens. Die Erhebungen des Pastoralsoziologischen Instituts in St. Gallen \u00fcber den Kirchenaustritt zeigen f\u00fcr die katholische Kirche der Schweiz, was auch f\u00fcr jene in Deutschland gilt: \u201eJede Kindergeneration ist etwas weiter weg von der Kirche als noch ihre Eltern. Weniger Kontakt bedeutet in der Regel auch weniger Erlernen von Glauben und weniger religi\u00f6se Praxis. Am Ende dieser Entwicklung, die oft \u00fcber Generationen verl\u00e4uft, steht heute immer \u00f6fter die Trennung von der Kirche. [\u2026] Je schw\u00e4cher die Kirchenbindung, desto geringer ist die Ambiguit\u00e4tstoleranz gegen\u00fcber der Kirche \u2013 also die F\u00e4higkeit, Widerspr\u00fcche und Spannungen auszuhalten\u201c (Arnd B\u00fcnker). Glaubw\u00fcrdigkeitskrise der Kirche und Glaubenskrise sind zwei Seiten der gleichen Medaille!<\/p>\n<p class=\"fliess\">Vor diesem Hintergrund ist f\u00fcr mich klar: Der Synodale Weg ist alternativlos! Er ist kein deutscher Sonderweg, aber er ver\u00e4ndert kirchliche Mentalit\u00e4ten und kirchliche Praxis. Den synodalen Weg zu gehen ist m\u00fchsam; aber f\u00fcr den, dem die katholische Kirche nicht (noch nicht) egal ist, lohnt es, dass Gl\u00e4ubige, Theologen und Bisch\u00f6fe in synodaler Beratung in einen produktiven Austausch eintreten \u2013 ein Austausch der konflikt\u00e4r, aber allemal besser ist, als der Versuch, die plurale Sozialform von Kirche und Katholizismus durch autoritative Vorgaben zu steuern. Der synodale Weg ist kein Kirchengesundheitsmittel, aber wenn alle Akteure bereit sind, berechtigte Anliegen der jeweils anderen Seite zu h\u00f6ren und auf ihre Berechtigung hin zu pr\u00fcfen, dann k\u00f6nnen aus Differenzen und verh\u00e4rteten Fronten m\u00f6glicherweise \u00fcberraschend zielf\u00fchrende L\u00f6sungen entstehen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Nicht alle Reformvorschl\u00e4ge werden erfolgreich verwirklicht werden, aber die systemischen Risikofaktoren m\u00fcssen beseitigt werden. Die Kirche Deutschlands darf sich nicht unter Wert verkaufen, sie darf sich nicht mit dem Minimum bescheiden, etwa der Predigterlaubnis in der sonnt\u00e4glichen Eucharistiefeier f\u00fcr nicht geweihte, aber mit bisch\u00f6flicher Vollmacht ausgestattete vollamtliche Seelsorger und Seelsorgerinnen. Wohl, weil es um die noch zu bew\u00e4ltigenden Schwierigkeiten wei\u00df, hat das Pr\u00e4sidium des Synodalen Wegs in der Presseerkl\u00e4rung vom 2. Oktober 2021 konstatiert: \u201eAuch wenn am Ende des Synodalen Weges eine Reihe von Reformen stehen sollten, werden damit nicht automatisch Kirchenaustritte und Glaubenskrisen beendet. Aber ohne den Synodalen Weg und seinen Versuch, eine Erneuerung zu schaffen, wird es f\u00fcr viele Katholikinnen und Katholiken auf Dauer schwer. Sie werden kritisch auf die Missbrauchs-Problematik angesprochen. Sie werden nach Ursachen und L\u00f6sungswegen gefragt. F\u00fcr viele verbindet sich die Glaubw\u00fcrdigkeit der Kirche mit ihrer pers\u00f6nlichen Glaubw\u00fcrdigkeit als Katholikinnen und Katholiken. Eine geschwisterliche, synodale Kirche ist deshalb eine Vision des Synodalen Weges. Alle Fragen, die auf dem Synodalen Weg angesprochen werden, haben mit der Dimension des Glaubens zu tun. Es geht letztlich um die Existenz der Kirche. Deshalb ist der Synodale Weg nicht irgendeine Veranstaltung, sondern ein f\u00fcr die Kirche existentielles Geschehen aus dem Glauben des Gottesvolkes heraus.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die katholische Kirche steckt in einer Krise wie seit Jahrhunderten nicht mehr. Diese Krise l\u00e4sst sich in ihren Dimensionen zun\u00e4chst als eine Krise der Institution und ihrer Amtstr\u00e4ger sowie als eine Autorit\u00e4ts- und Glaubw\u00fcrdigkeitskrise bezeichnen. 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