{"id":32219,"date":"2023-07-17T14:34:21","date_gmt":"2023-07-17T12:34:21","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=geliebte-freiheit-2"},"modified":"2025-01-13T10:11:23","modified_gmt":"2025-01-13T09:11:23","slug":"geliebte-freiheit-zum-verhaeltnis-von-offenbarung-und-autonomie","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/geliebte-freiheit-zum-verhaeltnis-von-offenbarung-und-autonomie\/","title":{"rendered":"Beloved freedom"},"content":{"rendered":"<p class=\"fliess-ERSTER\"><span class=\"_idGenDropcap-2\">W<\/span>enn man nach dem Verh\u00e4ltnis von Philosophie und Offenbarung fragt, steht dabei im Hintergrund die Frage nach dem Verh\u00e4ltnis von Glaube und Vernunft: Wie verh\u00e4lt sich der Glaube, der sich einem Offenbarungsgeschehen verdankt und von dort aus sich selbst und die Wirklichkeit versteht, zur Vernunft, die seit der Moderne als autonom, als in ihren Urteilen nur der eigenen Einsicht verpflichtet, gedacht wird? Um mich dieser nicht nur f\u00fcr den eigenen Glauben, sondern auch f\u00fcr die Positionierung des Christentums zur Moderne so wichtigen Frage anzun\u00e4hern, will ich zun\u00e4chst skizzieren, was im Christentum unter Offenbarung verstanden wird. Dann will ich daf\u00fcr pl\u00e4dieren, dass f\u00fcr den so skizzierten Offenbarungsglauben die Autonomie des Subjekts unhintergehbar ist. Und zwar aus philosophischen und genuin theologischen Gr\u00fcnden. Schlie\u00dflich will ich daf\u00fcr argumentieren, dass aus der Unhintergehbarkeit der Autonomie nicht ihre Autarkie folgt. Und daraus den Ort bestimmen, den Offenbarung im Verh\u00e4ltnis zum autonomen Subjekt einnimmt. Ich m\u00f6chte also eine Verh\u00e4ltnisbestimmung von Offenbarungsglaube und autonomer Vernunft vorschlagen, die einerseits die moderne Errungenschaft der Unhintergehbarkeit der Autonomie wahrt und andererseits plausibel macht, warum wir f\u00fcr das Gelingen unserer autonomen Vollz\u00fcge dennoch auf Offenbarung, also auf Gott, angewiesen sein k\u00f6nnten.<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">Offenbarung christlich: Liebe<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Offenbarung, wie sie das Christentum versteht, ist ein Beziehungsgeschehen zwischen Gott und Mensch.<\/p>\n<h4 class=\"fliess-ohne-EZG\"><span class=\"CORP-S-BOLD-9-7-pt\">Offenbarung biblisch: Zeugnis von der Liebe Gottes<\/span><\/h4>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Dieses Beziehungsgeschehen, durch das sich Gott den Menschen mitteilt, wird in der Bibel bezeugt \u2013 und dieses Zeugnis ist ma\u00dfgebend f\u00fcr das christliche Offenbarungsverst\u00e4ndnis: Gott teilt sich mit durch den Sch\u00f6pfungsakt, in dem er die Welt und jedes einzelne Leben ins Dasein ruft, weil er sie will. Er teilt sich mit durch geschichtliche Ereignisse im Bund mit dem Volk Israel: im Bundesschluss mit Moses, im Exodus des Volkes Israel aus \u00c4gypten, in der Mitteilung des Dekalogs, in der Kundgabe \u00fcber Propheten. In all diesen Ereignissen zeigt Gott, wer er ist, wer er f\u00fcr die Menschen ist und sein will. Er zeigt seine Zuneigung und Treue gegen\u00fcber dem Volk Israel. Er zeigt sich im Exodus als Befreier. Gott teilt sich weiter in und durch den Menschen Jesus von Nazareth mit. Er teilt sich mit, indem er \u2013 das ist die enorm k\u00fchne \u00dcberzeugung des Christentums \u2013 selbst Mensch wird und mit den Menschen lebt. In der Praxis Jesu, der Praxis der Heilung von Kranken, der Vergebung von S\u00fcnden, des Mahlhaltens mit Ausgesto\u00dfenen, sowie in der Verk\u00fcndigung Jesu, seinen Gleichnissen, der Reich-Gottes-Botschaft, zeigt sich Gott als ein Gott, der die Menschen liebt und will, dass sie leben, dass sie sind. Im Kreuzestod Jesu zeigt Gott sich als ein Gott, der sich ganz und vorbehaltlos in die Geschichte der Menschen gibt und darin ihre Freiheit bis in die radikalste Konsequenz, den Kreuzestod Jesu, anerkennt. Gott zeigt sich als einer, der sich den Menschen vorbehaltlos hingibt, weil er sie liebt und ihre Freiheit achtet. In der Auferstehung Jesu zeigt sich Gott als Herr \u00fcber den Tod. In den biblisch bezeugten Beziehungen zeigt Gott sich, so fasst es der Theologe Thomas Pr\u00f6pper zusammen, als \u201eunbedingt f\u00fcr den Menschen entschiedene Liebe\u201c. Und entsprechend erfahren die Menschen in diesen Beziehungen, dass sie, als Menschen und als je individuelle Person, unbedingt gewollt sind. Als Gesch\u00f6pfe Gottes steht unsere Existenz unter dem Vorzeichen des unbedingten Gewolltseins. Das hei\u00dft einmal: Wir sind nicht ein zuf\u00e4lliges Evolutionsprodukt, entstanden aus dem Arterhaltungstrieb unserer Eltern. Sondern: Wir sind, weil wir gewollt sind. Und zum anderen hei\u00dft es: Nicht wir m\u00fcssen f\u00fcr den Sinn unserer Existenz einstehen \u2013 unsere Existenz gr\u00fcndet im Sch\u00f6pfungswillen Gottes und dieser Grund macht sie sinnvoll, noch bevor wir irgendetwas getan haben, um das zu verdienen. Durch das Inkarnationsgeschehen hat Gott sich als diese freisetzende Liebe des Anfangs noch einmal und bis in die letzte Konsequenz gezeigt. Er hat gezeigt, dass seine liebende Achtung menschlicher Freiheit nicht zur\u00fcckgenommen wird, wenn die Menschen sich falsch verhalten, nicht einmal, wenn sie ihre Freiheit gegen Gott wenden (Stichwort: Kreuzigung). Gott hat sich als unbedingte Liebe offenbart, als Liebe, die sich nicht von Bedingungen abh\u00e4ngig macht. Als Liebe also, die ihr Gegen\u00fcber, den Menschen, nicht als einen bestimmten Jemand liebt, sondern in seiner unverf\u00fcgbaren Freiheit. Indem Gott sich so zeigt, kann sich der Mensch als geliebt, als geliebte Freiheit wissen.<\/p>\n<h4 class=\"fliess-ohne-EZG\"><span class=\"CORP-S-BOLD-9-7-pt\">Offenbarung theologisch: Erkenntnis vs. Liebe<\/span><\/h4>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Von Anfang des Christentums an war man nun bem\u00fcht zu zeigen, dass der Glaube an Gott und seine Offenbarung nicht widervern\u00fcnftig ist, dass es nicht v\u00f6llig irre ist, sich in seiner Selbst- und Wirklichkeitsdeutung und seiner Lebensf\u00fchrung von einem solchen Geschehen leiten zu lassen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Das f\u00fchrte zun\u00e4chst zu einer Intellektualisierung des Offenbarungsverst\u00e4ndnisses. Sie war dem Versuch geschuldet, die Vorstellung einer Offenbarung Gottes mit der griechischen Philosophie in Einklang zu bringen. Dabei wurde Offenbarung prim\u00e4r als ein Erkenntnisgeschehen aufgefasst, durch das ein Wissen von Gott und der Wirklichkeit mitgeteilt wird. Im Vordergrund stand die Frage nach dem Verh\u00e4ltnis dieser Offenbarungserkenntnis zur Vernunfterkenntnis. Wie verh\u00e4lt sich das Wissen, das durch Offenbarung erschlossen ist, zu dem Wissen, das durch die Vernunft erschlossen ist? Diese Frage war lange Zeit, bis in die Neuscholastik vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil, die vorherrschende Frage bez\u00fcglich des Offenbarungsbegriffs. Die Diskussion m\u00fcndete in eine Theorie, das so genannte instruktionstheoretische Offenbarungsverst\u00e4ndnis, die auf dem Ersten Vatikanischen Konzil lehramtlich festgeschrieben wurde. Dem instruktionstheoretischen Modell zufolge muss man Offenbarung als ein zus\u00e4tzliches Erkenntnisgeschehen zur Vernunfterkenntnis verstehen. Dazu werden zwei Wege der Erkenntnis unterschieden: die nat\u00fcrliche und die \u00fcbernat\u00fcrliche Erkenntnis. Die nat\u00fcrliche Erkenntnis ist Erkenntnis rein durch Vernunft. Auf diesem Weg kann man, etwa durch die philosophischen Gottesbeweise, die Existenz Gottes erkennen. Wie Gott aber ist, kann man auf diesem Weg nicht erfahren. Daf\u00fcr ist man auf \u00fcbernat\u00fcrliche Erkenntnis, Erkenntnis durch Offenbarung, verwiesen. Durch die Offenbarung k\u00f6nnen die \u201eewigen Ratschl\u00fcsse\u201c des g\u00f6ttlichen Willens und das Wesen Gottes erkannt werden.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Die Konzentration auf die Frage nach der Erkenntnis f\u00fchrte damit aber zum einen zu der schwierigen anthropologischen Annahme, der Geist des Menschen sei gleichsam in zwei Stockwerke, ein nat\u00fcrliches und ein \u00fcbernat\u00fcrliches unterteilt, die nicht miteinander in Beziehung stehen. Zum anderen f\u00fchrte sie zu einer rationalistischen Verengung der Offenbarung auf ein Informationsgeschehen. Offenbarung wird verstanden als satzhafte Instruktion, als Unterweisung, \u00fcber \u00fcbernat\u00fcrliche, der Vernunft aus sich selbst heraus nicht zug\u00e4ngliche Wahrheiten und Willensbeschl\u00fcsse Gottes. Ihnen ist allein aufgrund der Autorit\u00e4t Gottes, nicht aufgrund innerer Einsicht und Zustimmung, Gehorsam zu leisten. Da sie der Vernunft von sich aus nicht zug\u00e4nglich sind, sind sie auch nicht durch sie zu kritisieren. Glaube, die Beziehung des Menschen zu Gott, kann so nie ein Geschehen sein, auf das er sich als ganzer, mit seiner Hoffnung, seinen Sehns\u00fcchten, seinem Vertrauen und eben auch mit seinem h\u00f6chsten Verm\u00f6gen, seiner Vernunft, einl\u00e4sst, sondern ist schlicht Gehorsam: die gehorsame Zustimmung zu bestimmten Wahrheiten.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Gegen diese rationalistische Verengung wendet sich das Zweite Vatikanische Konzil, indem es ihm das so genannte Kommunikationstheoretische Offenbarungsmodell gegen\u00fcberstellt. Man besinnt sich auf das biblische Fundament des Offenbarungsbegriffs, das eine Reduktion auf die blo\u00dfe Erkenntnisdimension nicht zul\u00e4sst. Offenbarung ist nicht prim\u00e4r Erkenntnisdatum, sondern ein Heilsgeschehen in der Geschichte. Offenbarung wird biblisch bezeugt als Selbstmitteilung Gottes in die Geschichte. Diese Selbstmitteilung ist nicht als eine Instruktion \u00fcber \u00fcbernat\u00fcrliche Wahrheiten zu verstehen, sondern als ein dialogisch-personales Geschehen, in dem Gott nicht satzhafte Willensbeschl\u00fcsse mitteilt, sondern sich selbst. Inhalt der Offenbarung sind so nicht \u00fcbernat\u00fcrliche Wahrheiten, sondern Gott selbst. Medium der Offenbarung sind nicht Lehrs\u00e4tze, sondern Personen und ihre Geschichte. Diese dialogisch-personale Bestimmung von Offenbarung kann in Analogie zu Liebesbeziehungen verstanden werden. Liebe ist ein Beziehungsgeschehen, in dem man vom Geliebten erf\u00e4hrt, ihn erkennt, weil er sich selbst in diese Beziehung investiert. Man wei\u00df voneinander, weil man sich aufeinander einl\u00e4sst, eine gemeinsame Geschichte hat, weil man sich in vielen Situationen erlebt, weil man Konflikte miteinander austr\u00e4gt, sich immer wieder neu zueinander entschlie\u00dft. Und nicht, weil man vor der gemeinsamen Geschichte und unabh\u00e4ngig von ihr eine Wesensdefinition des Gegen\u00fcbers nebst Sittlichkeitskatalog serviert bekommt, die sich in ihren Inhalten und Kategorien der eigenen Urteilskraft entzieht. Analog zu der Selbstmitteilung von Liebenden in ihrer Beziehungsgeschichte ist die Selbstmitteilung Gottes an die Menschen zu verstehen: das Volk Israel erf\u00e4hrt, wer Gott ist, indem es sich von ihm aus \u00c4gypten f\u00fchren, sich von ihm befreien l\u00e4sst, indem es immer wieder mit ihm k\u00e4mpft, an ihm zweifelt, gerade in den K\u00e4mpfen und Zweifeln die Treue Gottes, seine Entschiedenheit zu den Menschen, erf\u00e4hrt. Die J\u00fcnger erfahren, wer Gott ist, indem sie Jesus nachfolgen, mit ihm leben und sprechen, sich immer wieder auch abwenden, \u00fcberfordert sind, sich wieder von ihm zur\u00fcckholen lassen, sich wieder zu ihm entschlie\u00dfen. Durch diesen dialogisch-personalen Prozess erfahren das Volk Israel, die J\u00fcnger und die Menschen, die sich zu jeder Zeit auf diese Beziehung eingelassen haben, wer Gott ist (und damit zusammenh\u00e4ngend: was die Welt ist und wer sie selbst sind), das hei\u00dft: es geschieht Offenbarung.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Auf ein Schlagwort gebracht: Offenbarung im christlichen Sinn ist Liebe, nicht Erkenntnis. Sie betrifft unsere praktische Freiheit, bevor sie unser Wissen bestimmt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">Geliebte Freiheit: Offenbarung und Autonomie<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Wie verh\u00e4lt sich nun das eben skizzierte christliche Offenbarungsverst\u00e4ndnis zur Philosophie oder, allgemeiner gefragt: Wie verh\u00e4lt sich der Offenbarungsglaube zur autonomen Vernunft, die nur das als wahr und richtig anerkennt, was sie aus eigener Einsicht zu begr\u00fcnden vermag? Und damit dem Selbstverst\u00e4ndnis des modernen Menschen, in seinen Urteilen und Handlungen nur durch seine eigene Einsicht bestimmt zu sein?<\/p>\n<p class=\"fliess\">Das Verh\u00e4ltnis von Offenbarung und Autonomie muss, so mein Vorschlag, auf doppelte Weise bestimmt werden: Zum einen muss gelten: Autonomie ist unhintergehbar. Zum anderen muss gelten: Autonomie ist nicht autark, sie wird durch Offenbarung allererst zu sich selbst befreit.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Was hei\u00dft das und wie geht das zusammen?<\/p>\n<p class=\"fliess\">Zun\u00e4chst: Autonomie ist unhintergehbar. Und zwar in einem doppelten Sinn: Sie ist formal-begr\u00fcndungstheoretisch unhintergehbar und sie ist f\u00fcr das Offenbarungsgeschehen selbst unhintergehbar. Man k\u00f6nnte auch sagen: Sie ist\u00a0<span class=\"CharOverride-7\">to<\/span>\u00a0der Offenbarung unhintergehbar, wenn es darum geht, wie mit dem umzugehen ist, was sich da ereignet hat, und sie ist\u00a0<span class=\"CharOverride-7\">in<\/span>\u00a0der Offenbarung unhintergehbar.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Dass die Autonomie des Menschen begr\u00fcndungstheoretisch unhintergehbar ist, hei\u00dft: Auch und gerade der christliche Offenbarungsglaube muss die Vernunftautonomie des Subjekts anerkennen in dem Sinne, dass nur das als wahr und f\u00fcr uns leitend gelten kann, was aus eigener Einsicht eingesehen werden kann. Tut er das nicht, droht der Offenbarungsbegriff, auch wenn er in Metaphern der Liebe daherkommt, zum Instrument der Macht zu werden. Sobald Offenbarung zur Begr\u00fcndung theologischer Urteile und kirchlicher Direktiven angef\u00fchrt wird, ist es mit der Autonomie vorbei, denn nicht die Einsicht der Vernunft, sondern eine g\u00f6ttliche Offenbarung, die von der mit Deutungsmacht ausgestatteten Kirche verwaltet wird, ist dann der Grund daf\u00fcr, dass etwas als wahr oder gut geglaubt werden muss.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Das, die Unhintergehbarkeit der Autonomie, bedeutet aber nicht, dass man den Offenbarungsglauben kassieren muss, dass man also sagen muss, unsere Gottesbeziehung h\u00e4tte keinen Einfluss auf das, was wir f\u00fcr wahr und f\u00fcr gut halten. Es bedeutet, dass in all dem eine Unterscheidung zu beachten ist: die Unterscheidung zwischen dem Entdeckungs- und dem Begr\u00fcndungszusammenhang einer Einsicht: Die Tatsache, dass eine Einsicht im Zusammenhang mit einem Offenbarungsereignis gewonnen wurde, dass sie im Zusammenhang mit diesem Ereignis entdeckt wurde, darf nicht zur Begr\u00fcndung ihrer Geltung angef\u00fchrt werden, die Berufung auf Offenbarung darf kein Autorit\u00e4tsargument sein, das die Suche nach vern\u00fcnftiger Einsicht und den Diskurs \u00fcber Wahrheit abbricht. Begr\u00fcndet werden kann eine Einsicht nur unter Berufung auf die Vernunft. Beachtet man diese Unterscheidung nicht, droht die Rede von der Offenbarung zur antimodernen Bastion zu werden, in der Glaube wieder zu Gehorsam degradiert und die Freiheit des Subjekts kassiert wird. Das ist nicht nur unannehmbar f\u00fcr unser Selbstverst\u00e4ndnis als moderne Subjekte. Es ist auch theologisch falsch: Denn gerade die Achtung der Freiheit des Menschen ist ein wesentliches Implikat des kommunikationstheoretischen Offenbarungsverst\u00e4ndnisses, demzufolge Offenbarung sich als ein Beziehungsgeschehen analog der Liebe vollzieht: Liebe impliziert Achtung der Freiheit, sie ist nur als Freiheitsgeschehen denkbar. (Liebe kann nicht erzwungen werden) Offenbarung darf also nicht gegen die Autonomie des Einzelnen gehen, diese ist (auch) f\u00fcr die Offenbarung \u2013 und das hei\u00dft: f\u00fcr Gott \u2013 unhintergehbar.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Und ich w\u00fcrde noch weiter gehen und sagen: Die Achtung der Freiheit des Menschen durch Gott ist nicht nur Implikat des formalen Charakters der Offenbarung als Liebesgeschehen. Die Achtung oder st\u00e4rker: die Affirmation der Freiheit ist auch ihr einziger Inhalt. Wobei die Rede von Inhalt an dieser Stelle missverst\u00e4ndlich ist. Denn Offenbarung ist keine gehaltliche Bestimmung: ihr Inhalt ist keine allgemeine oder personale sittliche Weisung (sie hat nicht die Form des \u201eIch will\u201c oder \u201eDu sollst!\u201c bzw. \u201eDu sollst nicht!\u201c) und ihr Inhalt ist auch keine Wahrheit (kein \u201eSo ist es\u201c). Offenbarung ist (nichts als) Liebe (sie hat die Form eines blo\u00dfen \u201eDu sollst sein\u201c) und als solche ist sie Befreiungsgeschehen: sie gibt keine Bestimmung vor, sondern setzt von jeder Bestimmtheit frei. Das, dass Offenbarung (nichts als) Befreiung durch Liebe ist, ist der zweite Grund f\u00fcr die Unhintergehbarkeit der Autonomie im Offenbarungsgeschehen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Zugleich, das impliziert das Verst\u00e4ndnis von Offenbarung als Befreiungsgeschehen, ist Autonomie nicht autark. Denn sie bedarf der Befreiung (und deshalb der Offenbarung).<\/p>\n<p class=\"fliess\">Wie ist das zu verstehen? Ansatzpunkt ist die Problematik, dass wir in unserer Freiheit gar nicht wirklich frei sind: Autonomie ist der Form nach Freiheit zur Selbstf\u00fchrung. Autonomie, auto nomos, hei\u00dft w\u00f6rtlich: ich gebe mir selbst Gesetze, ich bestimme mich selbst. Diese Selbstbestimmung findet aber nicht im luftleeren Raum statt, sie erfolgt gem\u00e4\u00df sozial definierter Gelingensstandards, die wir so verinnerlicht haben, dass sie uns zur zweiten Natur geworden sind. Die Unfreiheit, die dieser Form der Freiheit paradoxerweise innewohnt, ist dabei eine doppelte: Sie liegt einmal in der Form des Selbstverh\u00e4ltnisses, das wir im Vollzug autonomer Freiheit haben und weiter in der sozialen Bestimmtheit der Gelingensstandards, an denen wir uns darin orientieren.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Autonome Freiheit, das lernen wir paradigmatisch von Kant, besteht in der F\u00e4higkeit zur Selbstbestimmung. Ich bestimme mich selbst hei\u00dft, ich lasse mich durch nichts bestimmen als den eigenen Willen und die eigene Einsicht. Darin liegt die Freiheit der Autonomie. Diese Freiheit impliziert aber zugleich ein Selbstverh\u00e4ltnis, das herrschaftsf\u00f6rmig ist: Ich bestimme mich selbst hei\u00dft: ich mache mich zum Objekt meines Wollens, zum Instrument meiner Pl\u00e4ne. Darin liegt die Unfreiheit der Autonomie. Das hat Auswirkungen darauf, was diese Form der Freiheit kann: Durch die Freiheit der Selbstbestimmung kann ich umsetzen, was ich will und kann. Aber wenn ich durch nichts als mich selbst bestimmt bin, kann ich in meinen Urteilen und Handlungen auch nicht \u00fcber das hinausgehen, was ich wei\u00df und kann. Ich kann vorgefasste Pl\u00e4ne in die Tat umsetzen, ich kann ein Wissen anwenden, das ich schon habe. Aber ich kann nichts Neues erfinden, ich kann mein K\u00f6nnen und Wissen nicht \u00fcberschreiten. Denn das \u00dcberraschende und Neue, das mein K\u00f6nnen und Planen \u00dcberschreitende ereignet sich, sein Auftreten hat immer etwas mit Kontrollverlust zu tun; es hat nicht den Charakter selbstbestimmter Handlung, sondern den der Widerfahrnis. Oder, wie Adorno sagt, den des Gl\u00fcckens. Kurz: Indem Freiheit nur als Autonomie verstanden wird, wird unser Selbstverh\u00e4ltnis auf Beherrschung und Gelingen und damit auf das Machbare reduziert.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Und, das ist die zweite Dimension der Unfreiheit der Autonomie: die Bestimmung, die ich meiner Freiheit selbst gebe, die Ma\u00dfst\u00e4be, an denen ich mich in meiner Selbstf\u00fchrung orientiere, sind sozial bestimmt. Das lernen wir paradigmatisch von Hegel. Das hat eine epistemische Komponente: Unsere grundlegenden Vorstellungen davon, was richtig und was gut ist, bilden wir nicht im luftleeren Raum schierer Objektivit\u00e4t und setzen sie auch nicht willk\u00fcrlich gleichsam ex nihilo, sondern immer in einem sozialen Raum (den Sellars den Raum des Gebens und Nehmens von Gr\u00fcnden nennt, Foucault das Wahrheitsregime und Lacan den gro\u00dfen Anderen); diese Vorstellungen sind also immer vergesellschaftete Vorstellungen oder neutraler ausgedr\u00fcckt: sie sind abh\u00e4ngig von dem epistemischen Kontext, in dem wir urteilen. Und die soziale Bestimmtheit unserer Gelingensvorstellungen hat eine psychologische Komponente: die Anpassung an (oder die Verinnerlichung von) sozialen Gelingensstandards erfolgt aus einem existenziellen Bed\u00fcrfnis nach Anerkennung. Denn unsere soziale Identit\u00e4t ist das, was uns zu anerkennungsw\u00fcrdigen weil sozial verorteten und verst\u00e4ndlichen Subjekten macht. Die soziale Bestimmung macht dabei, das lernen wir von Freuds Konzept des \u00dcber-Ich und Foucaults Konzept der Pastoralmacht, nicht halt vor unserem intimsten Selbstbezug im Gewissen, sondern geht, im Gegenteil, gerade auch davon aus. Unsere Freiheit zu autonomer Selbstbestimmung ist daher nicht wirklich frei, sondern \u201enur\u201c Freiheit zur Selbstf\u00fchrung gem\u00e4\u00df sozial definierter Gelingensstandards. Oder: unsere Freiheit autonomer Selbstbestimmung ist eine Freiheit, die der Form nach im Machen und dem Inhalt nach in Gewohnheit befangen ist.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Diese Unfreiheit unserer Freiheit ist der Einsatzpunkt, von dem aus verst\u00e4ndlich wird, was Offenbarung hei\u00dft: Offenbarung ist ein Ereignis, das aus dieser Befangenheit in Gewohnheit und Verf\u00fcgung befreit (und dadurch die Erkenntnis und die Schaffung von etwas Neuem er\u00f6ffnet). Prominente Beispiele f\u00fcr eine solche Befreiung liefern Antigone, Paulus oder auch Rosa Parks: Denn sie alle stehen f\u00fcr einen Ausbruch aus den sittlich-epistemischen Selbstverst\u00e4ndlichkeiten ihrer Zeit; einen revolution\u00e4ren Ausbruch, durch den sie sich nicht nur selbst von diesen Selbstverst\u00e4ndlichkeiten befreit haben, sondern diese zugleich so fundamental irritiert haben, dass in der Folge eine neue epistemische oder sittliche Ordnung sich herausgebildet hat: Antigone verst\u00f6\u00dft gegen das Gesetz der Polis, weil sie gegen das Verbot Kreons ihren Bruder beerdigt und relativiert damit die Geltung des Gesetzes, indem sie ihm das g\u00f6ttliche Gesetz entgegenstellt. Und Rosa Parks weigert sich, sich an die rassistische Vorschrift zu halten, sich als Schwarze in einem gesonderten Bereich \u00f6ffentlicher Verkehrsmittel aufhalten zu m\u00fcssen. Ihre Verhaftung war ein Initialereignis der afroamerikanischen B\u00fcrgerrechtsbewegung. Es gibt aber auch viel weniger spektakul\u00e4re Beispiele bzw. Erfahrungen von Befreiung, die weniger spektakul\u00e4re Konsequenzen gezeitigt haben: Etwa die Erfahrung, dass sich auf einmal, ohne genau angeben zu k\u00f6nnen, warum und woher, nach einer Zeit der sorgenvollen Befangenheit wieder eine innere Weite er\u00f6ffnet, von der aus ich Dinge anders sehen und beurteilen kann und die mir den Mut gibt, anders zu handeln.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Die Frage ist nun: Wo kommt die Freiheit zu so einem produktiven Ausbruch aus den sittlichen und epistemischen Selbstverst\u00e4ndlichkeiten, die unsere Identit\u00e4t als verm\u00f6gende Subjekte bestimmt, her? Ist es Zufall? Oder exekutieren diese Menschen eine h\u00f6here, kosmische Logik des Fortschritts? Meine These ist, dass dem nicht so ist, sondern dass die Freiheit, die sich in diesen Taten zeigt (und nicht nur in solch bahnbrechenden, sondern auch in vielen kleinen und allt\u00e4glichen produktiven Ausbr\u00fcchen aus der Konformit\u00e4t) Resultat eines Befreiungsprozesses ist. Es ist eine Befreiung, die wir nicht selbst hergestellt haben und die auch nicht einfach so passiert ist, sondern die uns geschenkt wurde, die uns von jemandem geschenkt wurde. Und das, dass die Befreiung mir von jemandem geschenkt wurde, macht ihren Offenbarungscharakter aus. Denn dieser jemand, der uns befreit, ist christlich gedacht, Gott. Befreiung solcherma\u00dfen als Offenbarung zu denken bedeutet, sie als ein personales Geschehen der Selbstmitteilung Gottes an den Menschen zu denken. Darin spricht Gott dem Menschen ein \u201eDu sollst sein!\u201c zu, indem er sich als unbedingte Liebe zeigt. Diese unbedingte Anerkennung befreit das Subjekt aus seiner Gebundenheit an das soziale Allgemeine (von dem es sich Anerkennung durch Anpassung verspricht). Offenbarung befreit dazu, die eigene Freiheit anders zu vollziehen als als Selbstf\u00fchrung gem\u00e4\u00df sozial definierter Gelingensstandards. Offenbarung befreit dazu, Neues und Anderes zu denken und zu tun.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Kommt mit diesem Verst\u00e4ndnis der Offenbarung als Befreiung nicht doch wieder die antimoderne Herrschaftsf\u00f6rmigkeit christlichen Glaubens durchs Hintert\u00fcrchen? Muss man der Autonomie nicht die F\u00e4higkeit zusprechen, nur aus sich selbst heraus, ohne das Zutun einer externen Instanz, im Vollsinn frei zu sein? Ich glaube, nein.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Und zwar deshalb nicht, weil Offenbarung, so wie ich sie verstehe, der autonomen Freiheit nichts vorgibt, das diese dann gehorsam schlucken m\u00fcsste. Offenbarung gibt nichts vor, weil Offenbarung nicht(s) gibt. Im Geschehen der Offenbarung geht es nicht um eine gehaltliche Bestimmung irgendeiner Art. Offenbarung ist \u201enur\u201c Befreiung. Alles, was diese Befreiung an Einsichten, Urteilen und Taten freisetzt, geht auf das Konto des befreiten Subjekts (nicht auf das Konto Gottes!). Nehmen wir wieder das Beispiel Rosa Parks, die sich geweigert hat, die im damaligen Amerika selbstverst\u00e4ndlichen rassistischen Diskriminierungspraktiken zu befolgen. Wenn man die Tat von Rosa Parks auf ein Offenbarungsereignis zur\u00fcckf\u00fchrt (was sie, nebenbei bemerkt, selbst nicht getan hat), dann h\u00e4tte dieses nicht die Gestalt, dass sie eine religi\u00f6se Erfahrung macht, in der Gott ihr mitteilt: \u201eAlle Menschen sind gleich. Handle danach!\u201c \u2013 und das setzt sie dann brav um. Sondern sie h\u00e4tte die Gestalt, dass Rosa Parks eine Erfahrung macht, die sie befreit dazu, sich selbst und die Welt anders zu sehen und dadurch anders zu handeln. Eine solche Befreiung wird vor dem Hintergrund des christlichen Offenbarungsverst\u00e4ndnisses als Erfahrung befreiender Liebe gedacht. Kraft dieser Erfahrung entscheidet Rosa Parks selbst, das hei\u00dft im Vollzug ihrer Autonomie, dass sie sich nicht mehr von diskriminierenden Vorschriften unterdr\u00fccken lassen will. Wenn man jetzt Rosa Parks (oder andere, die in der Folge gegen rassistische Diskriminierung gek\u00e4mpft haben) fragt: warum war dein\/euer Widerstand richtig?, dann kann die Antwort nicht sein: weil Rosa Parks ein Offenbarungserlebnis hatte, sondern: weil rassistische Diskriminierung falsch ist. Die Offenbarung hatte dabei nicht die Funktion, diese Einsicht inhaltlich bestimmt vorzugeben, sondern sie hatte \u201enur\u201c die Funktion, Rosa Parks (und in der Folge viele andere) dazu zu befreien, sich von den rassistischen Selbstverst\u00e4ndlichkeiten, die ihr zweitnat\u00fcrliches Selbst- und Weltverh\u00e4ltnis pr\u00e4gten, zu distanzieren und dann kraft dieser Befreiung aus eigener Einsicht anders zu handeln. Eine so verstandene Offenbarung kann nicht herrschaftsf\u00f6rmig sein, weil sie nichts inhaltlich vorgibt, sondern nur ein \u201eDu sollst sein\u201c, nur freisetzende Liebe ist und alles, was dann kommt geht auf das Konto des Menschen, der seine befreite (weil geliebte) Freiheit realisiert.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Damit setzt Offenbarung einen starken Begriff der Autonomie voraus. Denn sie mutet dem Menschen und seiner Freiheit viel zu: Wir sind in unseren theoretischen und praktischen Urteilen und den daraus folgenden Handlungen auf uns selbst verwiesen; es gibt keine transzendente Instanz, die uns das Urteilen und Handeln abnimmt. Und zugleich ist mit dem eben skizzierten Begriff von Offenbarung eine Kritik der Autonomie, eine Kritik an einem hypertrophen Verst\u00e4ndnis von Autonomie, verbunden. Denn es impliziert, dass Freiheit der Befreiung bedarf. Sie ist nicht autark, sondern ist auf Offenbarung, auf Gott verwiesen, um wirklich frei sein zu k\u00f6nnen. Sie ist auf etwas Entgegenkommendes verwiesen, um \u00fcber sich und das ihr M\u00f6gliche wie das sozial Vorgegebene hinaus zu wachsen. Dieses Entgegenkommende, das Freiheit zu ihrer F\u00fclle befreit, verstehe ich als Offenbarung: als ein Beziehungsgeschehen, das sich zwischen Gott und Mensch abspielt und \u201enur\u201c darin besteht, dass Gott uns ein unbedingtes \u201eDu sollst sein!\u201c zuspricht und damit frei macht, frei zu sein.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Offenbarung solcherma\u00dfen als Freiheits- und nicht als Erkenntnisgeschehen zu verstehen hat, das sei abschlie\u00dfend noch gesagt, auch ontologische Konsequenzen. Wenn Offenbarung hei\u00dft, das sch\u00f6pfende \u201eJa\u201c Gottes zu allem Seienden zu erinnern, dann ist die erste ontologische Frage des Christentums nicht die nach den ersten oder letzten Prinzipien und Gesetzen der Wirklichkeit; das Christentum vertritt keine Metaphysik und keine Kosmologie. Die Frage, auf die das Christentum mit seiner Sch\u00f6pfungs- und Offenbarungslehre eine Antwort gibt, ist die Frage nach dem Wert der Wirklichkeit. Es geht nicht um ein feststellendes Begreifen im Modus des \u201eso ist es\u201c, in dem Freiheit auf \u201eEinsicht in die Notwendigkeit\u201c reduziert ist, sondern um ein liebendes Freisetzen, durch das entstehen kann, was noch nicht ist.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn man nach dem Verh\u00e4ltnis von Philosophie und Offenbarung fragt, steht dabei im Hintergrund die Frage nach dem Verh\u00e4ltnis von Glaube und Vernunft: Wie verh\u00e4lt sich der Glaube, der sich einem Offenbarungsgeschehen verdankt und von dort aus sich selbst und die Wirklichkeit versteht, zur Vernunft, die seit der Moderne als autonom, als in ihren Urteilen&hellip;<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":32560,"menu_order":1274,"template":"","meta":{"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","footnotes":""},"class_list":["post-32219","media-library","type-media-library","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","media-library-category-freiheit","media-library-category-philosophie"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.3 - 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