{"id":32223,"date":"2023-07-17T14:34:24","date_gmt":"2023-07-17T12:34:24","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=kardinal-faulhaber-und-das-jahr-1938"},"modified":"2025-01-13T10:06:03","modified_gmt":"2025-01-13T09:06:03","slug":"vor-meinen-augen-liegt-das-jahr-schwarz-wie-die-nacht-und-grausig-wie-das-hoellental-kardinal-faulhaber-und-das-jahr-1938","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/vor-meinen-augen-liegt-das-jahr-schwarz-wie-die-nacht-und-grausig-wie-das-hoellental-kardinal-faulhaber-und-das-jahr-1938\/","title":{"rendered":"&#8222;Vor meinen Augen liegt das Jahr schwarz wie die Nacht und grausig wie das H\u00f6llental&#8220;"},"content":{"rendered":"<p class=\"fliess-ERSTER\"><span class=\"_idGenDropcap-3\">M<\/span>ichael Kardinal von Faulhaber begann zwischen 1923 und 1940 jedes seiner Tageb\u00fccher mit einer geistigen Jahreslosung. Oft zitierte er Psalmen oder andere liturgische Texte, die ihm theologisch sinnstiftend f\u00fcr das vor ihm liegende Jahr erschienen. Beim Tagebuchjahrgang 1938 verh\u00e4lt es sich anders. An dessen Beginn findet sich kein Zitat aus den biblischen Texten, sondern eine pers\u00f6nliche Sentenz Faulhabers. Dort steht: \u201eVor meinen Augen liegt das Jahr schwarz wie die Nacht und grausig wie das H\u00f6llental\u201c. Faulhaber hatte also vermutlich eine Vorahnung, was ihn in den Tagen des Jahres 1938 erwarten w\u00fcrde, blickte er doch auf ein Jahr zur\u00fcck, in dem der NS-Staat den Kampf gegen die katholische Kirche abermals forciert hatte. Sein Besuch auf dem Obersalzberg im November 1936 schien keine Wirkung entfaltet zu haben. So entwarf er im Auftrag des Vatikans einen Text, aus dem die p\u00e4pstliche Enzyklika \u201eMit brennender Sorge\u201c hervorging, die am 21. M\u00e4rz 1937 von den Kanzeln des Deutschen Reichs verlesen wurde. Faulhaber h\u00e4tte die Verlesung der Enzyklika vermutlich gerne vermieden. Er gab sich weiterhin davon \u00fcberzeugt, dass Hitler \u201egutgl\u00e4ubig\u201c sei und \u201ekeine Vernichtung der Kirche\u201c wolle. Doch Hitlers Staat versch\u00e4rfte den Kampf gegen den Katholizismus, schuf die Bekenntnisschulen ab und attackierte die Ordensschulen. Die Nationalsozialisten schr\u00e4nkten die Verbreitung bisch\u00f6flicher Verlautbarungen ein, erlie\u00dfen Kanzelverbote und verhafteten offen regimekritische Priester wie den Jesuitenpater Rupert Mayer. Am 27. Februar 1937 vertraute ein ersch\u00f6pfter Faulhaber seinem Tagebuch an: \u201eEin Tag trauriger als der andere. Jeden Tag eine neue Verordnung. \u2013 Der Gemeinschaftsschule entgegen, dem Abfall von der Kirche entgegen, Geistliche und Laien werden zerm\u00fcrbt. Jeder Tag neue Eingabe von Breslau, die Artikel im Schwarzen Korps fordern eine Antwort heraus und dabei der Kopf so schwer und man sieht, es ist alles umsonst.\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">Nichts deutete am 1. Januar 1938 darauf hin, dass dieses neue Jahr leichter f\u00fcr den mittlerweile 68-j\u00e4hrigen Erzbischof werden w\u00fcrde; aber, dass die vor ihm liegenden Ereignisse Erinnerungen an die traumatische Revolutionszeit der Jahre 1918\/19 wecken w\u00fcrden, hatte er vermutlich nicht gedacht.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Bereits am 2. Januar erreichte ihn die erste Hiobsbotschaft: \u201eDirektor von Scheyern: \u201aMit einer traurigen Nachricht\u2018 (ich: Das Jahr geht gut an): Auf Silvester Nachricht, da\u00df Scheyern abgebaut wird. Er war beim Weihbischof. Was tun: Die eigentliche Eingabe vom Ordinariat aus, er selber auch f\u00fcr das Kloster. Wesentlich ist, wer Leiter wird. Stufenweise Abbau wie bei den Jesuiten, Berlin. Dann h\u00f6re ich, da\u00df auch weibliche H\u00f6here Lehranstalten.\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">Das Gymnasium Scheyern war nicht die einzige Schule, die auf Anweisung des Kultusministeriums geschlossen werden sollte. Insgesamt 82 kl\u00f6sterliche h\u00f6here Schulen sollten auf Anordnung von Gauleiter und Kultusminister Adolf Wagner aufgehoben werden, wogegen Faulhaber am 16. Februar protestierte. Die Anweisung des Kultusministeriums versto\u00dfe nicht nur gegen geltendes Gesetz, sondern auch gegen die Regelungen des bayerischen Konkordats von 1924, dessen Weitergeltung das Reichskonkordat von 1933 garantierte. Wie bei den Bekenntnisschulen lenkte das NS-Regime nicht ein. Mit dem Schuljahr 1939\/40 wurde das Gymnasium Scheyern aufgehoben. Im Oktober 1938 wandelte das Kultusministerium die letzten Bekenntnisschulen in Gemeinschaftsschulen um.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Nicht nur dem katholischen Schulwesen hatte der NS-Staat den Kampf angesagt. Auch das Verbandswesen hatte unter immer gr\u00f6\u00dferen Repressalien zu leiden. Am 20. Januar 1938 verbot die Geheime Staatspolizei in allen bayerischen Di\u00f6zesen den Katholischen Jungm\u00e4nnerverband, die Marianische Jungfrauenkongregation sowie den Bund Neudeutschland und beschlagnahmte ihr Verm\u00f6gen. Die Gestapo begr\u00fcndete ihr Vorgehen mit der sogenannten Reichstagsbrandverordnung vom 28. Februar 1933, die zur \u201eAbwehr kommunistischer staatsgef\u00e4hrdender Gewaltakte\u201c erlassen worden war und den Machthabern als Grundlage zur Terrorisierung politischer und weltanschaulicher Gegner jeglicher Couleur diente.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Faulhaber verfasste daraufhin ein Hirtenwort, das am 6. Februar bei allen Gottesdiensten in der Erzdi\u00f6zese zu verlesen war. Er konstatierte, dass \u201eSchmerz und Trauer, oft genug wohl auch heiliger Zorn und gerechte Entr\u00fcstung [\u2026] weite Volkskreise\u201c erf\u00fcllt habe, die \u201ein gleicher Weise der staatlichen wie religi\u00f6s-kirchlichen Volksgemeinschaft\u201c ergeben sind. Faulhaber versuchte also, die ebenb\u00fcrtige Loyalit\u00e4t des katholischen Volksteils zum Staat wie zur Kirche zu betonen, verkannte damit allerdings, dass das Volksgemeinschaftskonzept der Nationalsozialisten keine weitere, \u201ereligi\u00f6s-kirchliche\u201c Volksgemeinschaft vorsah. Es sollte nur\u00a0<span class=\"CharOverride-7\">eine<\/span>\u00a0Volksgemeinschaft geben, in deren ideologischem Fundament zwar religi\u00f6se Elemente inkludiert sein konnten, der Katholizismus als Ganzes jedoch \u2013 auch praktisch \u2013 exkludiert werden sollte.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Kampflos wollte Faulhaber dennoch nicht aufgeben und erkl\u00e4rte die Verb\u00e4nde kurzerhand f\u00fcr nicht aufgel\u00f6st, da diese nach Regelung des Reichskonkordates allein der kirchlichen Beh\u00f6rde unterstellt seien. Praktisch \u00e4nderte diese konfrontative Haltung freilich nichts. Faulhaber selbst war sich dessen vermutlich bewusst, bef\u00fcrchtete aber dennoch Repressalien des Regimes. Am 6. Februar notierte er in seinem Tagebuch: \u201eHeute in der Nacht 2.00 Uhr rattern zwei Auto vor meiner T\u00fcre und lautes Sprechen \u2013 der erste Gedanke: sie suchen das Hirtenwort, das heute verlesen werden soll und das ich pers\u00f6nlich als verantwortlich gezeichnet hatte.\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">Es war indes nicht der Hirtenbrief, sondern seine sieben Tage sp\u00e4ter gehaltene Papstpredigt anl\u00e4sslich des Kr\u00f6nungstags von Pius XI., welche die Machthaber ver\u00e4rgerte. Faulhaber sah sich in der Predigt haupts\u00e4chlich dazu gezwungen, der NS-Propaganda entgegenzutreten, derzufolge Pius XI. einen Pakt mit dem Bolschewismus anstrebte. Faulhaber wies diesen Vorwurf vehement zur\u00fcck, betonte die antikommunistische Haltung des Papstes und erinnerte an dessen Weihnachtsansprache von 1937, in der dieser von einer \u201ereligi\u00f6sen Verfolgung\u201c gesprochen hatte, die hier in Deutschland im Gange sei.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Faulhaber f\u00fchrte dazu aus: \u201eWie \u00fcberall gibt der Heilige Vater auch hier den Dingen den rechten Namen, um das Wei\u00dfe wei\u00df und das Schwarze schwarz zu nennen. Die Frage, ob es eine Verfolgung der Religion in Deutschland gebe, mu\u00df wohl in erster Linie von den Verfolgten beantwortet werden, die das am eigenen Leben sp\u00fcren, nicht von den Verfolgern. Man sagt, es werden bei uns keine Kirchen niedergebrannt oder profaniert. Wenn in Bayern auf einmal 82 h\u00f6here Ordensschulen mit oder ohne Galgenfrist aufgehoben werden mit 15 000 Kindern, dann ist das f\u00fcr das religi\u00f6se Leben ein schwererer Schlag, als wenn ein paar Kirchen niedergebrannt w\u00fcrden [\u2026] Dem Heiligen Vater und den deutschen Bisch\u00f6fen will man das Recht nicht zuerkennen, zu urteilen, wo der religi\u00f6se Katholizismus aufh\u00f6re und der politische anfange. Die Gesetze der sittlichen Ordnung, der Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit, der Liebe und der Treue verk\u00fcnden, ist religi\u00f6ser, nicht politischer Katholizismus. [\u2026] Es ist ein Irrwahn zu glauben, das deutsche Volk k\u00f6nne seine Zukunft ohne das Christentum aufbauen, nachdem es in seiner tausendj\u00e4hrigen Vergangenheit mit tausend Wurzeln mit dem Christentum verbunden war. Ich habe das Vertrauen, das deutsche Volk ist geistig zu klar, als da\u00df es sich statt des Evangeliums Christi einen Mythus, statt des lebendigen Brotes einen Stein reichen lasse.\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">Damit hatte Faulhaber sowohl die Repressionen gegen die katholische Kirche scharf kritisiert als auch den Versuch von Teilen des NS-Regimes, ein politisch-religi\u00f6ses Glaubenskonzept in Form von Alfred Rosenbergs \u201eMythus des 20. Jahrhunderts\u201c zu etablieren. Nicht ohne Grund notierte daraufhin Joseph Goebbels in sein Tagebuch: \u201eCardinal Faulhaber hat wieder mal eine freche Rede gegen uns gehalten. Aber unsere Rache wird nicht lange auf sich warten lassen.\u201c Neun Monate sp\u00e4ter sollte sich das mit dem sogenannten Sturm auf den Bischofshof im Rahmen der Novemberpogrome bewahrheiten.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Was Faulhaber m\u00f6glicherweise zu erwarten hatte, konnte er in \u00d6sterreich beobachten. Dort waren am 12. M\u00e4rz 1938 deutsche Soldaten einmarschiert, um den sogenannten Anschluss n\u00f6tigenfalls mit offener Gewalt zu vollziehen. Faulhaber notierte dazu: \u201eSamstag, 12.3.38. 5.00 Uhr h\u00f6re ich im Radio, in Oesterreich eine neue Regierung: Schuschnigg sei gestern Abend zur\u00fcckgetreten, Sey\u00df-Inquart bildet eine neue Regierung. 2.00 Uhr. Bittet um den Einmarsch deutscher Truppen. Ein geschichtlicher Tag. Diesen Morgen marschieren Truppen aller Formation in \u00d6sterreich ein. Der F\u00fchrer Nachmittag in Braunau, Linz. \u00dcber den Empfang dort sehr viel im Radio.\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">Faulhaber d\u00fcrfte angesichts der gro\u00dfdeutschen Tradition des deutschen Katholizismus dem \u201eAnschluss\u201c grunds\u00e4tzlich positiv gegen\u00fcbergestanden haben. \u00d6sterreich fungierte nun allerdings nicht mehr als Schutzmacht der katholischen Kirche, sondern entwickelte sich unter den neuen Machthabern zum Aggressor: Um 4 Uhr morgens wurden die Scheiben des erzbisch\u00f6flichen Palais in Salzburg eingeschlagen und Erzbischof Waitz f\u00fcr mehrere Tage darin gefangen gehalten. SA-M\u00e4nner verhafteten F\u00fcrstbischof Pawlikowski in Graz und inhaftierten ihn f\u00fcr 24 Stunden. Trotz der Repressalien gegen seine Bischofskollegen traf sich am 14. M\u00e4rz der Wiener Erzbischof, Kardinal Theodor Innitzer, mit Adolf Hitler in Wien.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Der Kardinal sicherte Hitler dabei die Bereitschaft der Katholiken zu, \u201eloyal zum neuen Staate zu stehen\u201c. Hitler antwortete darauf, dass die Kirche dies sicher nicht bereuen w\u00fcrde, denn wenn \u201esich hier in \u00d6sterreich eine gute Zusammenarbeit ergebe, was in Deutschland leider nicht gelungen sei, dann k\u00f6nne dieser religi\u00f6se Fr\u00fchling sich auf das Altreich auswirken, wo die Fronten bedauernswerter Weise festgefahren\u201c seien. Innitzer, der trotz des Kirchenkampfs in Deutschland versuchte, eine Br\u00fccke zu den neuen Machthabern zu bauen, wollte den Inhalt der Unterredung mit Hitler sogleich publik machen. Gauleiter Joseph B\u00fcrckel hielt ihn jedoch zur\u00fcck und forderte eine gemeinsame Loyalit\u00e4tserkl\u00e4rung der \u00f6sterreichischen Bisch\u00f6fe, in der sie die Bev\u00f6lkerung zudem aufrufen sollten, bei der Volksabstimmung am 10. April f\u00fcr den \u201eAnschluss\u201c zu stimmen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Die Bisch\u00f6fe formulierten nun keinen eigenen Text, sondern \u00fcbernahmen den Entwurf B\u00fcrckels, den sie am 18. M\u00e4rz sofort unterzeichnen und zwei Tage sp\u00e4ter verlesen sollten. Einen Gegenentwurf von Erzbischof Waitz lehnten die Bisch\u00f6fe ab. So stand am Ende ein Text, in dem die Bisch\u00f6fe aus \u201einnerster \u00dcberzeugung und mit freiem Willen\u201c freudig anerkannten, \u201edass die nationalsozialistische Bewegung auf dem Gebiet des v\u00f6lkischen und wirtschaftlichen Aufbaues sowie der Sozial-Politik f\u00fcr das Deutsche Reich und Volk und namentlich f\u00fcr die \u00e4rmsten Schichten des Volkes Hervorragendes geleistet hat und leistet\u201c sowie den \u201ealles zerst\u00f6renden gottlosen Bolschewismus abgewehrt\u201c habe. Die Bisch\u00f6fe w\u00fcrden \u201edieses Wirken f\u00fcr die Zukunft mit ihren besten Segensw\u00fcnschen\u201c begleiten und sahen es als \u201eselbstverst\u00e4ndlich nationale Pflicht\u201c an, \u201euns als Deutsche zum Deutschen Reich zu bekennen\u201c, was sie auch \u201evon allen gl\u00e4ubigen Christen\u201c erwarteten.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Damit waren die Oberhirten zwar nicht gl\u00fccklich, letztlich glaubten sie aber, dass es besser sei, dem NS-Regime in \u201eunwichtigen Sachen entgegenzukommen, um Gr\u00f6\u00dferes zu erwirken\u201c, wie es Erzbischof Waitz formulierte. In einem Begleitschreiben zur feierlichen Erkl\u00e4rung unterschrieb Kardinal Innitzer auf Wunsch B\u00fcrckels sogar noch mit der Gru\u00dfformel \u201eHeil Hitler!\u201c. Die Bisch\u00f6fe dachten, die Erkl\u00e4rung w\u00fcrde lediglich von ihnen verlesen werden und danach in den Akten verschwinden. Sie staunten daher nicht schlecht, als am 28. M\u00e4rz im ganzen Deutschen Reich die Erkl\u00e4rung der Bisch\u00f6fe samt Unterschrift plakatiert war \u2013 eine Aktion, f\u00fcr die Joseph Goebbels verantwortlich zeichnete.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Faulhaber war \u2013 wie der Vatikan \u2013 entsetzt dar\u00fcber, was in \u00d6sterreich vor sich ging. Pius XI. war bereit, bei einer Audienz Innitzers am 6. April dessen sofortigen R\u00fccktritt anzunehmen. Kardinalstaatssekret\u00e4r Eugenio Pacelli soll von der \u201ebesch\u00e4mendsten Episode der Kirchengeschichte\u201c gesprochen haben. In einem Brief an seine bayerischen Bischofskollegen vom 30. M\u00e4rz konnte Faulhaber seine Emp\u00f6rung nicht mehr zur\u00fcckhalten. Es sei der \u201eGrundfehler\u201c gewesen, \u00fcberhaupt eine Erkl\u00e4rung B\u00fcrckels entgegenzunehmen. Die Bisch\u00f6fe seien naiv gewesen, B\u00fcrckel zu vertrauen, der als \u201eReichsstatthalter f\u00fcr die R\u00fcckgliederung des Saargebiets\u201c bereits dort die Kirche bek\u00e4mpft habe. Nicht nur, dass nun auch an die deutschen Bisch\u00f6fe die Aufforderung erging, eine \u00e4hnliche Erkl\u00e4rung zu unterzeichnen, ver\u00e4rgerte ihn. Er erkannte auch, dass sich seine \u00f6sterreichischen Bischofskollegen in gewisser Weise ihr eigenes Grab geschaufelt hatten, weil sie als Gegenleistung f\u00fcr die Erkl\u00e4rung die Anerkennung des \u00f6sterreichischen Konkordats von 1933 nicht einmal angesprochen hatten.<\/p>\n<p class=\"fliess\">So entwickelte sich \u00d6sterreich im Jahr 1938 nicht nur zum Laboratorium f\u00fcr antij\u00fcdische Ma\u00dfnahmen, die \u201ekrasser\u201c, \u201esadistischer\u201c und \u201ebesser organisiert\u201c waren als im \u201eAltreich\u201c, wie Saul Friedl\u00e4nder schrieb, sondern auch zum Experimentierfeld f\u00fcr eine radikale antikirchliche Politik. Hitler lehnte \u2013 wie Faulhaber es vorausgesehen hatte \u2013 den Weiterbestand des \u00f6sterreichischen Konkordats durch den Beitritt zum Deutschen Reich ab und erkl\u00e4rte v\u00f6lkerrechtswidrig, man habe das deutsche Konkordat f\u00fcr die \u00f6sterreichischen Gebiete als \u201enicht existent\u201c zu betrachten. Damit waren die \u00f6sterreichischen Gebiete zum \u201ekonkordatsfreien\u201c Raum geworden. 26 gro\u00dfe Stifter und Kl\u00f6ster sowie weitere 188 M\u00e4nner- und Frauenkl\u00f6ster l\u00f6ste das NS-Regime auf.<\/p>\n<p class=\"fliess\">\u00dcber 1.400 katholische Schulen sowie die theologischen Fakult\u00e4ten in Salzburg und Innsbruck wurden geschlossen, \u00fcber 6.000 Vereine verboten, die Kirchenzeitungen eingestellt sowie kirchliches Verm\u00f6gen beschlagnahmt. Bis 1945 wurden 300 Priester \u201egauverwiesen\u201c, 724 inhaftiert und 110 in Konzentrationslager verbracht, wovon 35 ermordet wurden. Der \u00f6sterreichische Fall zeigt somit nebenbei, wie das Reichskonkordat, bei aller berechtigter Kritik daran und allen Rechtsbr\u00fcchen des NS-Staates, den Bestand der katholischen Kirche im \u201eAltreich\u201c sch\u00fctzte und zumindest letzte Freir\u00e4ume erhielt.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Im Oktober 1938 kam es dann zu einem Gewaltausbruch in Wien. Nachdem sich am 7. Oktober etwa 6.000 Jugendliche im Dom versammelt hatten, zogen sie auf den Stephansplatz und riefen Parolen wie \u201eWir wollen unseren Bischof sehen\u201c, \u201eEin Volk, ein Reich, ein Bischof\u201c, worauf sich Innitzer am Fensterbrett zeigte. Zum letzten Mal hatten katholische Jugendliche \u201eden Nationalsozialisten noch einmal f\u00fcr eine knappe Stunde das Stra\u00dfenmonopol entrissen [und] sie verh\u00f6hnt\u201c, wie der \u00f6sterreichische Kirchenhistoriker Rupert Klieber schrieb. Am n\u00e4chsten Tag folgte die Rache der Nationalsozialisten: Mitglieder der Hitlerjugend bewarfen das Erzbisch\u00f6fliche Palais mit Steinen, brachen das Tor auf, st\u00fcrmten das Geb\u00e4ude und verw\u00fcsteten es.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Das gleiche Schicksal ereilte Faulhaber am Abend des 11. November. Infolge der zwei Tage zuvor begonnen Pogrome gegen die j\u00fcdischen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger des Reichs richtete sich der Zorn nun auch gegen Faulhaber, der nicht wenigen Nationalsozialisten als \u201eJudenkardinal\u201c galt. Faulhaber hielt in einem Beiblatt detailliert fest, was an jenem Abend nach einer Reihe von Demonstrationen geschah, die sich \u201egegen das Weltjudentum und seine schwarzen und roten Bundesgenossen\u201c gerichtet hatten.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Faulhaber schrieb: \u201eEine ungeheure Aufregung weht durch die Stadt. \u201aEndlich geht\u2019s auf\u2018, strahlte es von den Gesichtern der einen, bange Sorge von den Gesichtern der anderen. Das Ordinariat richtet ein Schreiben an drei Stellen: Gestapo, Wagner, Epp und dr\u00e4nge \u2026 Mit dem Abendessen geht es schnell. Rosenkranz versp\u00e4tet erst nach 20.30 Uhr. Wir gehen noch eine Viertelstunde auf und ab, probieren die T\u00fcrschl\u00f6sser im Kohlenlager. Ich suche meine Hausgenossen zu beruhigen: Goebbels hat ja abgeblasen, in Wien hat man es nachher bereut. Diesmal w\u00fcrde es nicht um 4.00 Uhr in der Fr\u00fch sein wie bei den Juden, sondern sicher im Anschlu\u00df an die Abendversammlungen, also etwa 22.30 Uhr, wenn es bis 24.00 Uhr ruhig bleibt, ist alle Gefahr vorbei. Bruder Friedbald geht zu Tisch heim, kommt aber 19.30 Uhr und bleibt im Hause. [\u2026] Alles bleibt auf. Da, pl\u00f6tzlich, es ist erst 21.30 Uhr, ich lese gerade die Reinschrift des Briefes mit dem Gl\u00fcckwunsch an die Anima durch \u2013 Sirenengeheul von der Prannerstra\u00dfe her, etwa drei Auto und zehn Motorr\u00e4der unter Schreien und Pfeifen und Sirenengeheul mit gro\u00dfen Lichtern angefahren, die ersten halten vor meinem Haus. Die Lage ist klar, ich dr\u00fccke sofort auf den Polizeiruf, Herr am Telefon. Bruder Friedbald hat bereits angerufen [\u2026]. Die Schwestern und Katharina kommt leichenbla\u00df ins Zimmer und schon krachen die schweren Ziegelsteine an die Fenster oben und unten, Splitter klirren, dazwischen Schl\u00e4ge wie von einer Kanone, ein Johlen und Pfeifen. Ich lege den Talar ab, nehme Brustkreuz und Birett, das vorher schon zurechtgelegt, immer aber lauter und rascher krachen die Steine. Neben dem Bischofshof seit Monaten die Pf\u00e4lzer Bank umgebaut, Steine und Schutt auf der Stra\u00dfe und davon nehmen sie die schweren Backsteine, die in gr\u00f6\u00dferen St\u00fccken oder zerkleinert gegen die Scheiben prasseln, zum Teil die Winterfenster ganz durchschlagen, sogar die Rahmen splittern. [\u2026] Pl\u00f6tzlich ein Rammen gegen das Haupttor mit einem Handkarren von der Baustelle, das Tor bekommt einen gro\u00dfen Sprung, den Riegel verbogen, aber das Tor h\u00e4lt stand, ebenso die meisten Fensterl\u00e4den.\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">Die SS- und SA-M\u00e4nner hatten sich offensichtlich den Sturm auf das Wiener Palais zum Vorbild genommen und verh\u00f6hnten Faulhaber mit Sprechch\u00f6ren wie \u201eWir wollen unseren Bischof sehen\u201c \u2013 dem Ruf der Wiener Jugend einen Monat zuvor. Faulhabers Gl\u00fcck war, dass die Aktion fr\u00fcher abgebrochen wurde als in Wien.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Der Erzbischof lebte von nun an in einer Angst, die er zuletzt zur Zeit der M\u00fcnchener R\u00e4terepubliken versp\u00fcrt hatte. In den Aufzeichnungen zum \u00dcberfall schrieb er: \u201eIch mahnte, von den Fenstern weg in die K\u00fcche zu gehen. Beim Rosenkranz \u201ajetzt und in der Stunde unseres Todes\u2018.\u201c Faulhaber lie\u00df bei der Renovierung des Palais die Fensterl\u00e4den verst\u00e4rken und Eisent\u00fcren vor dem Balkon anbringen. Besuche lie\u00df er aus Vorsicht grunds\u00e4tzlich nur von Bekannten zu. Doch trotz der pers\u00f6nlichen Furcht und all der Geschehnisse, die hinter ihm lagen, wollte er die Hoffnung auf eine Verst\u00e4ndigung mit Hitler nicht aufgeben, wie er zwei Bisch\u00f6fen am 4. Dezember mitteilte. Nach dem M\u00fcnchner Abkommen vom 30. September des Jahres hatte Kardinal Faulhaber beim Vorsitzenden der Fuldaer Konferenz, Kardinal Bertram, sogar noch ein Telegramm an Adolf Hitler angeregt, um diesen zu seiner \u201eFriedenstat\u201c bei der \u201eL\u00f6sung\u201c der \u201eTschechischen Frage\u201c zu begl\u00fcckw\u00fcnschen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Faulhaber glaubte nach wie vor, den eigentlich \u201eguten F\u00fchrer\u201c, der \u2013 wie er oft wiederholte \u2013 in Glauben an Gott lebte, von der \u201eschlechten\u201c NS-Bewegung scheiden zu k\u00f6nnen. Das verzerrte seinen Blick auf die Realit\u00e4t, sodass er Handlungsoptionen jenseits der von ihm pr\u00e4ferierten klassischen Eingabepolitik nicht weiter in Betracht zog. Hinzu kam, dass Faulhaber sich nur f\u00fcr den Schutz der eigenen Kirche und seiner Di\u00f6zesanen zust\u00e4ndig f\u00fchlte. Predigten, wie sie Bischof Clemens August Graf von Galen 1941 in M\u00fcnster gehalten hatte, waren f\u00fcr Faulhaber nicht vorstellbar, ja er hielt sie f\u00fcr sch\u00e4dlich.<\/p>\n<p class=\"fliess\">So fand sich Faulhaber am Silvesterabend des Jahres 1938 in der Situation wieder, von allen Seiten mit Erwartungen konfrontiert zu werden, die er durch seinen Blick auf die Dinge und den daraus resultierenden strategischen \u00dcberlegungen, nur entt\u00e4uschen konnte, was ihm selbst bewusst war: \u201e17.00 Uhr Silvesterpredigt im Dom. 40 Minuten, Das Lied der neuen Zeit, die Einfachheit. Man hat nat\u00fcrlich eine Sensation erwartet gegen die Judenverfolgung oder zum Fenstereinwerfen &#8211; die Ger\u00fcchte sprechen von Krieg und von Katholikenverfolgung. Nichts von alledem.\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">Faulhaber wollte vers\u00f6hnliche T\u00f6ne anschlagen, nicht noch mehr \u00d6l ins Feuer gie\u00dfen \u2013 das freilich die Nationalsozialisten entfacht hatten \u2013 um eine Verst\u00e4ndigung mit dem NS-Regime zu erreichen. F\u00fcr Pater Rupert Mayer, der am 5. Januar 1938 erneut verhaftet worden war und erst f\u00fcnf Monate sp\u00e4ter freikam, war diese Predigt eine herbe Entt\u00e4uschung. R\u00fcckblickend schrieb er dazu: \u201eAber seit der Silvesterpredigt 1938 \u00fcber die Einfachheit war in meinem Herzen etwas gesprungen, was mich davon abhielt, mich dort noch einmal sehen zu lassen. Und das ist leider heute noch so. [\u2026] Seit jener Kardinalspredigt im Jahre 1938 habe ich sein Vorgehen in einer Reihe von Dingen einfach nicht mehr verstehen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Michael Kardinal von Faulhaber begann zwischen 1923 und 1940 jedes seiner Tageb\u00fccher mit einer geistigen Jahreslosung. Oft zitierte er Psalmen oder andere liturgische Texte, die ihm theologisch sinnstiftend f\u00fcr das vor ihm liegende Jahr erschienen. Beim Tagebuchjahrgang 1938 verh\u00e4lt es sich anders. 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