{"id":32274,"date":"2023-07-17T14:35:06","date_gmt":"2023-07-17T12:35:06","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=menschlichkeit-und-machtgefahr-2"},"modified":"2025-01-14T08:54:15","modified_gmt":"2025-01-14T07:54:15","slug":"menschlichkeit-und-machtgefahr-ueberlegungen-zu-zwei-begriffen-romano-guardinis-2","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/menschlichkeit-und-machtgefahr-ueberlegungen-zu-zwei-begriffen-romano-guardinis-2\/","title":{"rendered":"Humanity and the threat of power"},"content":{"rendered":"<p class=\"fliess-ERSTER\"><span class=\"_idGenDropcap-1\">D<\/span>as Thema \u201eMacht\u201c ist theologisch und kirchenpolitisch derzeit en vogue. Daf\u00fcr gibt es gute Gr\u00fcnde. Man sollte jedoch nicht den Fehler begehen, die eigenen, zeitgen\u00f6ssischen Problemstellungen einfach in die Vergangenheit hinein zu transponieren, um sich von Denkern Antworten zu erhoffen, die andere Fragen in einem anderen Kontext stellten als wir dies heute tun. Die Historikerin Barbara Stollberg-Rilinger formuliert in ihrem Band zur Theorie der Ideengeschichte: \u201eJe mehr historisiert, je mehr kontextualisiert, je mehr von der jeweiligen Kultur abh\u00e4ngig, desto weniger unmittelbar handlungsrelevant ist vergangenes Denken f\u00fcr uns heute.\u201c\u00a0<span class=\"CharOverride-6\">(Barbara Stollberg-Rilinger, Was hei\u00dft Ideengeschichte?, in: Dies. [Hg.], Ideengeschichte, Stuttgart 2010, 8-42, hier: 42)<\/span><\/p>\n<p class=\"fliess\">Man k\u00f6nnte sagen: Je mehr wir \u00fcber Romano Guardini, seine biografischen Pr\u00e4gungen und die zeitgeschichtlichen Bedingungen seines Arbeitens wissen, desto weniger unmittelbar k\u00f6nnen wir auf sein Denken in aktualisierender Weise zugreifen. Daraus folgt aber nicht, dass Guardini kein interessanter Gespr\u00e4chspartner w\u00e4re. Mittelbar, aus der respektvollen Beachtung einer historischen Distanz heraus, die, obwohl es sich nur um wenige Jahrzehnte handelt, betr\u00e4chtlich ist, hat Guardini Anregendes f\u00fcr die Gegenwart zu bieten. Das gilt vor allem mit Blick auf seine \u00dcberlegungen zum Wesen der Macht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">I.<\/h3>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Guardini entwickelte seine Theorie der Macht vor dem Hintergrund einer bestimmten Philosophie der Geschichte, die der triadischen Periodisierung in Antike, Mittelalter und Neuzeit Themenschwerpunkte zuordnete, in denen Kunst und Architektur, Dichtung und Philosophie, Praxis und Theorie, so Guardinis Idealvorstellung, \u00fcbereingekommen seien. Die Antike habe sich vornehmlich f\u00fcr das \u201eBild des wohlgeschaffenen Menschen\u201c interessiert, w\u00e4hrend im Mittelalter \u201edie Beziehung zum \u00fcberweltlichen Gott\u201c im Zentrum des Denkens gewesen sei\u00a0<span class=\"CharOverride-6\">(Romano Guardini, Die Macht. Versuch einer Wegweisung, in: Ders., Das Ende der Neuzeit. Ein Versuch zur Orientierung \u2013 Die Macht. Versuch einer Wegweisung [Romano Guardini Werke], Mainz u. a. 1986, 97. Die folgenden Angaben in Klammern beziehen sich auf die Seitenzahlen dieser Ausgabe)<\/span>. Trotz der Bewunderung, die Guardini f\u00fcr Antike und Mittelalter aufbrachte, sah er die Notwendigkeit einer Synthese dieser beiden epochalen Schwerpunkte. Das Selbstverh\u00e4ltnis und das Gottesverh\u00e4ltnis des Menschen ad\u00e4quat miteinander in eine Vermittlung zu bringen, w\u00e4re f\u00fcr Guardini die geistesgeschichtliche Aufgabe der Neuzeit gewesen \u2013 eine Aufgabe, der diese jedoch nicht in zufriedenstellender Weise nachgekommen sei.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Stattdessen habe die Neuzeit \u201ein einer bis dahin unbekannten Wirklichkeitsn\u00e4he des Verstandes und der Technik nach der Welt\u201c gegriffen und sich so \u201eMacht \u00fcber die Natur\u201c (97) angeeignet. \u201eIn immer rascherem Vordringen nimmt der Mensch forschend, planend und technisch gestaltend die Dinge in Besitz.\u201c (97) Dieses machtf\u00f6rmige Verh\u00e4ltnis zur Natur ist f\u00fcr Guardini nicht grunds\u00e4tzlich negativ. Man brauche nur an den Bereich der Medizin und ihrer Heilungsm\u00f6glichkeiten zu denken, um sich bewusst zu werden, wie sehr eine gewisse Herrschaft \u00fcber die Natur zum Wohl des Menschen eingesetzt werden k\u00f6nne. Dennoch steht Guardini dem selbsterm\u00e4chtigenden Zugriff des Menschen auf seine Umwelt skeptisch gegen\u00fcber. In dieser Skepsis, die er nicht allein hegte, sondern die auch andere seiner Zeitgenossen zum Ausdruck brachten \u2013 man denke nur an Horkheimers und Adornos\u00a0<span class=\"CharOverride-6\">Dialektik der Aufkl\u00e4rung<\/span> oder an die Technikkritik Heideggers \u2013, erblickte Guardini eine Epochenz\u00e4sur, die er unter dem Schlagwort <span class=\"CharOverride-6\">Das Ende der Neuzeit\u00a0<\/span>verhandelte. \u201eDie Neuzeit\u201c, so seine These, \u201eist im Wesentlichen zu Ende gegangen.\u201c (97) Die Neuzeit habe \u201ejede Zunahme an wissensm\u00e4\u00dfig-technischer Macht einfachhin als Gewinn empfunden; da\u00df diese stieg, hat ihr ohne weiteres Fortschritt zu entschiedenerer Sinn-Erf\u00fcllung und h\u00f6herem Wertreichtum des Daseins bedeutet. Die Sicherheit dieser \u00dcberzeugung ist ersch\u00fcttert, und ebendas zeigt den Beginn einer neuen Epoche an. [\u2026] Die Macht ist uns fragw\u00fcrdig geworden.\u201c (98)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">II.<\/h3>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Guardinis Geschichtsphilosophie wirkt auf mich befremdlich. Die grunds\u00e4tzliche Diagnose aber, dass wir in einer Zeit leben, in der die Sensibilit\u00e4t f\u00fcr Machtgebrauch und Machtmissbrauch gestiegen ist, erscheint mir nachvollziehbar und ungebrochen aktuell. Die von Guardini beschriebene Tendenz hat sich sogar noch verst\u00e4rkt. Die Problematisierung der menschlichen Macht \u00fcber die Natur gewinnt gegenw\u00e4rtig in den Diskussionen um den anthropogenen Klimawandel an Dramatik. In bioethischen Kontexten wird die Frage gestellt, wie der Mensch mit der Diskrepanz zwischen K\u00f6nnen und D\u00fcrfen umgehen solle. Er kann, etwa durch Eingriffe in genetisches Material, immer mehr \u2013 darf er aber auch tun, was er zu tun vermag? Die Fragw\u00fcrdigkeit der Macht, wie Guardini sie beschrieb, erstreckt sich ebenso auf den Bereich des Sozialen, in dem eine geordnete Machtaus\u00fcbung sich als Herrschaft manifestiert. Dabei wird die Idee einer Herrschaft \u00fcber die Natur insofern dekonstruiert, als die Kategorie des Nat\u00fcrlichen im gesellschaftlichen Kontext immer prek\u00e4rer erscheint. Was ist schon eine nat\u00fcrliche Ordnung? Gibt es \u00fcberhaupt gottgegebene Ordnungen, seien sie nun in der Natur oder dem, was die Theologie Offenbarung nennt, hinterlegt? All dies sind Fragen, die Guardinis These einer grunds\u00e4tzlichen Fragw\u00fcrdigkeit der Macht plausibilisieren und radikalisieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">III.<\/h3>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Was genau versteht Guardini unter dem Begriff der Macht? Von Macht d\u00fcrfe man nur sprechen, \u201ewenn zwei Elemente gegeben sind: Einmal reale Energien, die an der Wirklichkeit der Dinge Ver\u00e4nderungen hervorbringen, ihre Zust\u00e4nde und wechselseitigen Beziehungen bestimmen k\u00f6nnen. Dazu aber ein Bewu\u00dftsein, das ihrer inne ist; ein Wille, der Ziele setzt; ein Verm\u00f6gen, welches die Kr\u00e4fte auf dieses Ziel hin in Bewegung bringt. Das alles setzt Geist voraus, jene Wirklichkeit im Menschen, die f\u00e4hig ist, aus dem unmittelbaren Zusammenhang der Natur herauszutreten und in Freiheit \u00fcber sie zu verf\u00fcgen.\u201c (102) Etwas technischer und in meinen Worten ausgedr\u00fcckt: Macht ist die F\u00e4higkeit, einen selbst gesteckten Zweck zu erreichen, indem die zur Erreichung dieses Zwecks erforderlichen Mittel handlungswirksam aufgeboten werden und sich auch gegen Widerst\u00e4nde durchzusetzen verm\u00f6gen. Diese Bestimmung enth\u00e4lt vier Aspekte.<\/p>\n<p class=\"fliess\"><span class=\"CORP-S-BOLD-9-7-pt\">Erstens:<\/span>\u00a0Macht ist an und f\u00fcr sich weder gut noch schlecht. Sie erh\u00e4lt ihre sittliche Qualit\u00e4t von dem Willen, der die zu erreichenden Zwecke und die daf\u00fcr aufgebotenen Mittel bestimmt.\u00a0<span class=\"CORP-S-BOLD-9-7-pt\">Zweitens:<\/span>\u00a0Die F\u00e4higkeit zur Setzung von Zwecken setzt eine reflexive Distanz zum durch Kausalit\u00e4ten bestimmten Weltverlauf voraus. Wer sich einen Zweck setzt, will etwas erreichen, das nicht ebenso gut auch ohne Zwecksetzungen eintreten w\u00fcrde. Diese Distanz zum Weltverlauf bezeichnet Guardini als \u201eGeist\u201c.\u00a0<span class=\"CORP-S-BOLD-9-7-pt\">Drittens:\u00a0<\/span>Der Geist erweist sich in dem Ma\u00dfe als m\u00e4chtig, in dem er von ihm gesteckten Zielen auch Handlungen folgen lassen kann, die als Mittel zur Erreichung dieser Ziele dienen. Diese Handlungen greifen in die Kausalit\u00e4t der Welt ein und lenken sie zweckm\u00e4\u00dfig um (oder versuchen es zumindest) hin zur Erreichung des definierten Ziels.\u00a0<span class=\"CORP-S-BOLD-9-7-pt\">Viertens:<\/span>\u00a0Geist und Freiheit, also die aus der reflexiven Weltdistanz erwachsende F\u00e4higkeit des Menschen zur Zwecksetzung und die aus der aktiven Weltinvolviertheit erwachsende F\u00e4higkeit des Menschen zur zweckorientierten Handlungssetzung, begr\u00fcnden Verantwortung. Der Mensch ist als Urheber seiner Zwecke und Definitor seiner Mittel verantwortlich f\u00fcr das, was er erstrebt und tut.<\/p>\n<p class=\"fliess\">F\u00fcr Guardini geh\u00f6ren Macht und Verantwortung unl\u00f6sbar zusammen. \u201eEs gibt keine nicht-verantwortete Macht. Es gibt die unverantwortete Naturenergie \u2013 richtiger gesagt, die nicht im Bereich der Verantwortung, sondern in dem der Naturnotwendigkeit wirksame Energie; nicht gibt es die unverantwortete Menschenmacht.\u201c (103f.) Guardini spricht also nicht von naturhaften M\u00e4chten und Gewalten, sondern von Macht als einem Geist, Freiheit und Verantwortung implizierenden, spezifisch menschlichen Zugriff auf die als Natur erlebte, aber auch auf die soziale Welt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">IV.<\/h3>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Was dieser menschliche Zugriff anrichten kann, musste Guardini in der Zeit des Nationalsozialismus erfahren. Im Jahr 1939 wurden sowohl Burg Rothenfels geschlossen als auch Guardinis Lehrstuhl in Berlin aufgel\u00f6st. Die Begr\u00fcndung lautete, dass der Staat selbst eine Weltanschauung vertrete, neben der eine andere, etwa die katholische Weltanschauung (so die Denomination von Guardinis Lehrstuhl), nicht zul\u00e4ssig sei. Guardini, schreibt Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz in ihrer Biografie des Gelehrten, habe, nachdem ihm die Aufl\u00f6sung seines Lehrstuhls mitgeteilt worden sei, vor dem Humboldt-Denkmal der damaligen Friedrich-Wilhelms-Universit\u00e4t zu Berlin gestanden und gesagt: \u201eWie ist es menschenm\u00f6glich?\u201c \u2013 eine Frage, die angesichts von Guardinis \u00dcberlegungen \u00fcber das spezifisch Menschliche der Macht eine abgr\u00fcndige Tiefe gewinnt. Wie ist es menschenm\u00f6glich?<\/p>\n<p class=\"fliess\">Guardini vermochte offenbar in der Machtentfaltung des NS-Staates nichts Menschliches mehr zu erkennen, weil die Handlungstr\u00e4ger sich als \u2013 im beschriebenen Sinne des Wortes \u2013 geistlos erwiesen und ihre Verantwortung hinter einer b\u00fcrokratischen Maschinerie zu verstecken suchten. Jenes Auseinanderdriften von ausge\u00fcbter Macht und zurechenbarer Verantwortung bezeichnete Guardini durch den Begriff der \u201eMachtgefahr\u201c. Machtgefahr sei dort vorhanden, wo \u201ekein ansprechbarer Wille, keine antwortende Person mehr steht, sondern nur eine anonyme Organisation, in welcher jeder durch benachbarte Instanzen geleitet, \u00fcberwacht und dadurch \u2013 scheinbar \u2013 der Verantwortung enthoben ist. [\u2026] Dann nimmt die Macht einen Charakter an, der letztlich nur von der Offenbarung her charakterisiert werden kann: sie wird d\u00e4monisch.\u201c (106)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">V.<\/h3>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Die christliche Offenbarung und ihre Tradierung im Glauben der Kirche bieten f\u00fcr Guardini einen Raum, in dem gegl\u00fcckte und missgl\u00fcckte Formen der Machtaus\u00fcbung thematisiert werden k\u00f6nnen. Bereits die Genesiserz\u00e4hlung deutet Guardini in diesem Sinne. In der \u201eMachtbegabung, in der F\u00e4higkeit, sie zu gebrauchen, und in der daraus erwachsenden Herrschaft besteht die nat\u00fcrliche Gottebenbildlichkeit des Menschen. [\u2026] Der Mensch kann nicht Mensch sein und au\u00dferdem Macht \u00fcben oder es auch nicht tun; sondern sie zu \u00fcben ist ihm wesentlich.\u201c Anders gesagt: Geist, Freiheit und Verantwortung sind dem Menschen nicht nur angeboten, sondern auferlegt. Der Mensch wurde, so dr\u00fcckt es Guardini aus, von Gott mit Macht \u201ebelehnt\u201c. Die Macht des Menschen ist daher lediglich eine Lehensmacht. \u201eEr ist Herr von Gnaden, und soll seine Herrschaft in Verantwortung gegen Den aus\u00fcben, der Herr von Wesen ist.\u201c (112f.)<\/p>\n<p class=\"fliess\">In dieser Dualit\u00e4t \u2013 \u201eHerr von Gnaden\u201c zur Bestimmung des Menschlichen und \u201eHerr aus eigener Kraft\u201c als Inbegriff dessen, was Gott denn Gott sein l\u00e4sst \u2013 bestimmt Guardini die Idee der S\u00fcnde. S\u00fcnde sei es, wenn der Mensch sich des Lehenscharakters seiner Macht zu entledigen versuche, um \u2013 dem tr\u00fcgerischen\u00a0<span class=\"CharOverride-6\">eritis sicut Deus\u00a0<\/span>folgend \u2013 Herr aus eigener Vollmacht und damit Beherrscher seiner Mitmenschen zu sein. Das Wirken der menschlichen Natur Christi wird demgegen\u00fcber soteriologisch von Guardini als Wiederherstellung verantworteter Macht durch die R\u00fcckverwandlung von Herrschaft in Dienst verstanden. \u201eJesu ganzes Dasein ist \u00dcbersetzung der Macht in die Demut. Aktiv gesagt: in den Gehorsam des Vaters [\u2026] Die Annahme der \u201aKnechtsgestalt\u2018 bedeutet aber nicht Schw\u00e4che, sondern Kraft.\u201c (122f.) Diese Kraft bleibe dort erfahrbar, wo in der Nachfolge Jesu Macht als Dienst wahrgenommen werde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">VI.<\/h3>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Guardinis Ausf\u00fchrungen besitzen mittelbar etwas Aktuelles. Traditionsgehalte des christlichen Glaubens, wie die Idee der Gottebenbildlichkeit, werden von ihm machtsensibel reinterpretiert. Es darf jedoch nicht aus dem Blick geraten, dass Guardinis Ansatz auch Probleme aufweist. Zwei seien exemplarisch benannt: die bereits kritisch erw\u00e4hnte Geschichtsphilosophie und die soeben skizzierte Dialektik von Macht und Dienst, die f\u00fcr sich genommen zwar Richtiges zum Ausdruck bringt, aber manipulationsanf\u00e4llig ist.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Zun\u00e4chst zur Philosophie der Geschichte. Wenn man Guardini vorwerfen w\u00fcrde, dass seine Epochencharakterisierung \u2013 der zufolge es in der Antike um die angemessene Deutung des Menschen, im Mittelalter um das rechte Verh\u00e4ltnis zu Gott und in der Neuzeit um die maximale Herrschaft \u00fcber die Natur gegangen sei \u2013 zu grob bleibe, k\u00f6nnte er dem vermutlich zustimmen. Guardini betonte immer wieder, er wolle nicht idealisieren und nicht generalisieren, sondern lediglich Tendenzen benennen. Diese Tendenzen f\u00fchren jedoch zu Epochenwertungen, die problematisch sind. Antike und Mittelalter dienen Guardini als positive Gegenfolien seiner vornehmlich negativ gef\u00e4rbten Sicht der Neuzeit. Vorneuzeitliche Kulturen seien \u201edadurch charakterisiert, da\u00df der Mensch das, was er theoretisch erkannte und handwerklich vollbrachte, auch erleben konnte.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Erkenntnis- und Wirkfeld auf der einen, Erlebnisfeld auf der anderen Seite deckten sich in einem die Gesamthaltung bestimmenden Ma\u00dfe. Daraus kam die eigent\u00fcmliche Harmonie, das \u201aOrganische\u2018, das die vortechnische Kultur f\u00fcr unser Gef\u00fchl charakterisiert.\u201c (133) Diese \u2013 angeblich in Antike und Mittelalter vorhandene \u2013 harmonische Einheit des Gro\u00dfen und Ganzen sei in der Neuzeit zerst\u00f6rt worden. \u201eDie Familie verliert ihre gliedernde und ordnende Bedeutung. Gemeinde, Stadt, Staat werden immer weniger von Familien, Verwandtschaften, Arbeitsgruppen, St\u00e4nden usw. getragen. Immer mehr erscheinen die Menschen als eine in sich gestaltlose Vielheit\u201c (137). Guardinis Klage geht weiter: \u201eSo nimmt die Bedeutung der ethischen Normen auf das allgemeine Leben ab und wird von den Gesichtspunkten der Wirkung und des Erfolges ersetzt. Das gilt besonders von jenen Normen, welche die menschliche Person sch\u00fctzen.\u201c (139f.) Und nicht zuletzt: \u201eder unmittelbar religi\u00f6se Inhalt des Lebens zerrinnt immer mehr.\u201c (141)<\/p>\n<p class=\"fliess\">Guardini nimmt unverkennbar eine verfallstheoretische Perspektive auf die Neuzeit ein. Dadurch wahrt er zwar eine sympathische Distanz vor dem Pathos einer Moderne, die sich als reine Fortschrittsgeschichte versteht. Aber es entgehen ihm in seinem pessimistischen Blick auch bedeutende Errungenschaften der Neuzeit. Ich denke etwa an die Konstitutionalisierungsprozesse im staatlichen Bereich. Die Neuzeit hat einerseits entfesselte, menschenverachtende Formen der Machtaus\u00fcbung hervorgebracht. Die Neuzeit hat es aber auch in einer historisch pr\u00e4zedenzlosen Breitenwirkung vermocht, die Machtaus\u00fcbung des Staates durch die Setzung von Recht und die Herausbildung von Verfassungsordnungen zu beschr\u00e4nken. Im Zentrum dieser Ordnungen steht das von Guardini so emphatisch betonte Individuum mit seinen unver\u00e4u\u00dferlichen Rechten, allen voran mit dem Recht auf Gewissens- und Religionsfreiheit \u2013 ein Recht, das einen Raum des S\u00e4kularen schafft, aber auch die M\u00f6glichkeit bietet, religi\u00f6se Bindungen in einer vorher unbekannten, freien Ernsthaftigkeit zu leben. Nicht nur das Individuum allein, sondern auch Religionsgemeinschaften und weltanschauliche Korporationen stehen in diesen ethisch durchaus anspruchsvollen Ordnungen unter einem besonderen Schutz. Diese gewichtigen Aspekte scheint Guardini in seinem Verfallsnarrativ von der Neuzeit und ihrem Ende nicht hinreichend zu w\u00fcrdigen. Er konzentriert sich auf die Entfesselung der Macht, l\u00e4sst dabei aber die Z\u00e4hmung von Macht, die auch zur Sozial- und Rechtgeschichte der Neuzeit geh\u00f6rt, au\u00dfer Acht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">VII.<\/h3>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Ein zweiter Punkt, \u00fcber den es sich weiter nachzudenken lohnt, betrifft die Dialektik von Macht und Dienst. Diese Dialektik bezieht ihren Wert von der Frage, ob sie auf bestehende Machtverh\u00e4ltnisse normativ und damit kritisch, oder deskriptiv und damit legitimierend angewendet wird. Eine deskriptiv-legitimierende Verh\u00e4ltnisbestimmung von Macht und Dienst findet sich etwa in der katholischen Kirche, wenn es hei\u00dft (was oft zu h\u00f6ren ist), in der Kirche gebe es keine Macht, sondern nur Dienst. Eine solche Argumentationsfigur versucht, kirchliche Strukturen vor einer Durchleuchtung in der sozialen Kategorie der Macht zu sch\u00fctzen, indem diese Kategorie durch eine theologisch bestimmte, n\u00e4mlich die des Dienstes, \u00fcberformt wird.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Damit ist definiert: Wo sich in der Kirche das findet, was \u00e4u\u00dferlich wie Macht aussieht, handelt es sich eo ipso um Dienst, so dass umgekehrt Kritik an Macht- (also eigentlich Dienst-)strukturen selbst in den Verdacht des machtversessenen\u00a0<span class=\"CharOverride-6\">non serviam<\/span>\u00a0ger\u00e4t. Wo hingegen Guardinis Dialektik im normativ-kritischen Sinne auch an die Kirche herangetragen wird, vermag sie Fr\u00fcchte zu tragen. Kirchliches Handeln steht unter dem Anspruch, Dienst am Evangelium zu sein, nicht unter der Garantie, diesen Dienst tats\u00e4chlich ohne Machtmissbrauch zu vollbringen. Kirchliche Handlungstr\u00e4ger m\u00fcssen sich daher, sowohl was die Bestimmung ihrer Zwecke als auch was die Wahl ihrer Mittel betrifft, am Anspruch des Evangeliums und an den Ordnungen des Rechts messen und sich kritisieren lassen, wo der Eindruck entsteht, dass sie ihnen nicht gerecht werden.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Denn Macht ist, wie Guardini herausgearbeitet hat, stets ambivalent. Die gute Ordnung und der angemessene Umgang mit ihr, ist eine soziale und rechtliche, aber auch eine theologische Aufgabe ersten Ranges, der Guardini sich in seiner Zeit zu stellen wusste und der wir uns in unserer Zeit widmen m\u00fcssen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Thema \u201eMacht\u201c ist theologisch und kirchenpolitisch derzeit en vogue. Daf\u00fcr gibt es gute Gr\u00fcnde. Man sollte jedoch nicht den Fehler begehen, die eigenen, zeitgen\u00f6ssischen Problemstellungen einfach in die Vergangenheit hinein zu transponieren, um sich von Denkern Antworten zu erhoffen, die andere Fragen in einem anderen Kontext stellten als wir dies heute tun. 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