{"id":32275,"date":"2023-07-17T14:35:07","date_gmt":"2023-07-17T12:35:07","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=ambivalenzen-der-macht-2"},"modified":"2025-01-14T08:51:05","modified_gmt":"2025-01-14T07:51:05","slug":"ambivalenzen-der-macht","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/ambivalenzen-der-macht\/","title":{"rendered":"Ambivalences of power"},"content":{"rendered":"<h3 class=\"ZWISCHEN\">I. Zur Aktualit\u00e4t des Themas Macht in Kirche und Gesellschaft<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"fliess-ERSTER\"><span class=\"_idGenDropcap-1\">D<\/span>as Thema Macht ist derzeit in Kirche und Gesellschaft von besonderer Brisanz und erm\u00f6glicht einen fokussierten Blick auf zentrale Umbr\u00fcche und Debatten der Gegenwart. Drei Aspekte sind dabei besonders virulent.<\/p>\n<p class=\"fliess\"><span class=\"CORP-S-BOLD-9-7-pt\">(a)\u00a0<\/span>Macht ist das Querschnittsthema des Synodalen Weges. Es ist dasjenige, das die drei anderen Foren analytisch miteinander verbindet: Bei den Themenfeldern Sexualit\u00e4t\/sexueller Missbrauch, priesterliche Existenz\/Verh\u00e4ltnis Kleriker und Laien, Frauen in Diensten und \u00c4mtern\/Geschlechtergerechtigkeit handelt es sich jeweils um asymmetrische Machtgef\u00e4lle. Diese haben zu Gewalt, Exklusion oder mangelnder Partizipationsm\u00f6glichkeit gef\u00fchrt bzw. werden als Ursache daf\u00fcr vermutet. Die Analyse der Problemzusammenh\u00e4nge unter dem Aspekt der Macht erm\u00f6glicht eine gewisse Abstraktion und kann hilfreiche Kriterien f\u00fcr ihre Bew\u00e4ltigung bereitstellen. Die bedr\u00e4ngende Frage lautet: Ist die Kirche durch Sakralisierungen der Macht f\u00fcr ihren Missbrauch besonders anf\u00e4llig?<\/p>\n<p class=\"fliess\"><span class=\"CORP-S-BOLD-9-7-pt\">(b)<\/span> Auch gesellschaftlich ist das Machtproblem derzeit von besonderer Bedeutung: Seit ca. zehn Jahren breiten sich autorit\u00e4re Regime und Herrschaftsformen zulasten der Demokratien weltweit aus. Nicht selten wird die Macht des Rechts durch das Recht der Macht ersetzt. Der \u201eNeorealismus\u201c hat dies schon fr\u00fch kommen sehen und den vermeintlich naiven Idealismus kosmopolitischer Ethik ethisch-politisch kritisiert. Als sozial-ethische Frage ergibt sich daraus: Wie kann der n\u00fcchterne Blick f\u00fcr die H\u00e4rte gegenw\u00e4rtiger und k\u00fcnftig zu erwartender Machtkonflikte in der Weltpolitik mit dem Aufrechterhalten moralischer Standards internationaler Kooperation, Fairness und Friedenssicherung verkn\u00fcpft werden?<\/p>\n<p class=\"fliess\"><span class=\"CORP-S-BOLD-9-7-pt\">(c)<\/span>\u00a0Ein dritter Aspekt der besonderen Aktualit\u00e4t des Themas ergibt sich aus der \u00f6kologischen Diagnose der Gegenwart: Die Expansion der Macht des Menschen \u00fcber die Natur war in den vergangenen Jahrhunderten und Jahrzehnten so erfolgreich, dass sie in ihr Gegenteil umzukippen droht. Der Klimawandel veranschaulicht dies besonders bedr\u00e4ngend. Guardinis Diagnose vom Ende der Neuzeit scheint sich hier in einer Weise zu best\u00e4tigen, die er selbst so radikal vermutlich nicht geahnt hat. Jedenfalls ist seine These aktueller denn je: \u201eF\u00fcr die kommende Epoche geht es im Letzten nicht mehr um die Steigerung der Macht, [&#8230;], sondern um deren B\u00e4ndigung. Den Sinnmittelpunkt der Epoche wird die Aufgabe bilden, die Macht so einzuordnen, dass der Mensch in ihrem Gebrauch als Mensch bestehen kann.\u201c Heute stehen wir am Beginn eines Epochenwandels, dessen humanes Gelingen von einem Paradigmenwechsel im Umgang mit der Macht abh\u00e4ngt. In diesem Sinne postuliert Papst Franziskus (der stark von Guardini gepr\u00e4gt ist) eine \u201ekulturelle Revolution\u201c und schl\u00e4gt als Kompass hierf\u00fcr das Konzept der \u201eganzheitlichen \u00d6kologie\u201c vor.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">II. Ambivalenzen der Macht<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Leitthese meiner Ausf\u00fchrungen ist, dass eine B\u00e4ndigung der Macht nur gelingen kann, wenn man ihre Ambivalenzen im Blick hat, also sowohl ihre negativen wie ihre positiven Seiten. Oft wird die konstruktive Seite der Macht vergessen: Medial gepr\u00e4gt durch Negativschlagzeilen von Machtmissbrauch, Gewalt und Korruption, \u00fcbersehen wir, dass unser Alltag ebenso von zahllosen Beispielen positiver Machtaus\u00fcbung gepr\u00e4gt ist: Sie erm\u00f6glicht und strukturiert das gesellschaftliche Zusammenleben. Ohne Macht ist kein Handeln m\u00f6glich. Jeder, der ein Amt innehat, \u00fcbt Macht aus.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Um es mit Guardinis Gegensatzlehre zu sagen: Leben spielt sich stets im Spannungsgef\u00fcge von Macht und Ohnmacht, im Wechselspiel von herrschen und beherrscht werden, ab. Macht ist ein konstitutiver Teil des Lebendig-Konkreten. Wer nur ihre Zerrbilder wahrnimmt, hat vom Leben ebenso wenig begriffen wie derjenige, der Machtkonflikte idealisierend \u00fcbersieht. Macht ist Potenzial und Gef\u00e4hrdung zugleich. Macht ist ambivalent. Es gilt, ihre Janusk\u00f6pfigkeit zu entziffern, ihr Gesicht der St\u00e4rke und Handlungsmacht, aber auch ihr Gesicht von Gewalt und Missbrauch. Nur wer die Ambivalenzen der Macht kennt, kann ihre Schattenseiten b\u00e4ndigen. Die Parole der anarchistischen Punkband\u00a0<span class=\"CharOverride-6\">Ton Steine Scherben<\/span>\u00a0\u201eKeine Macht f\u00fcr niemand\u201c ist also nicht das Motto, dem ich folge. Denn man braucht Macht, um die Macht zu b\u00e4ndigen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">III. Begriffsbestimmung<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4 class=\"fliess-ohne-EZG ParaOverride-5\"><span class=\"CORP-S-BOLD-9-7-pt\">Ein relationaler und handlungs\u00adbezogener Begriff<\/span><\/h4>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Macht ist ein\u00a0<span class=\"CharOverride-6\">relationaler<\/span>\u00a0Begriff: Sie ist an die Beziehung zwischen der \u201eQuelle\u201c (der machtaus\u00fcbenden Person) und dem \u201eZiel\u201c gebunden. Einige Autoren unterscheiden zwischen Macht und\u00a0<span class=\"CharOverride-6\">Einfluss<\/span>. Macht wird meist als Potential, beabsichtigte Wirkungen zu erzielen, gesehen. Einfluss ist dann die Aktualisierung der Macht. Sie ist ein Relationsgef\u00fcge, das Akteuren bzw. Systemen einen Dispositionsspielraum gibt, auf andere sowie auf Prozesse Einfluss auszu\u00fcben.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Etymologisch ist Macht ein auf Handlungsf\u00e4higkeit bezogener und damit positiv besetzter Begriff (der deutsche Begriff leitet sich ab vom gotischen\u00a0<span class=\"CharOverride-6\">magan<\/span>, k\u00f6nnen, m\u00f6gen, verm\u00f6gen). Von diesem Wortfeld her meint Macht also wesentlich ein Verm\u00f6gen, eine Potenz oder die F\u00e4higkeit, ein gesetztes Ziel zu erreichen. Alltagssprachlich wird Macht oft \u00e4hnlich verwendet wie Kraft, St\u00e4rke, Autorit\u00e4t oder auch Befugnis, Vollmacht, Herrschaft, Einfluss, Gewalt. Sie ist das Verm\u00f6gen einer Person oder Gruppe, ihre Ziele gegen Widerst\u00e4nde durchzusetzen, etwa \u00e4u\u00dfere Umst\u00e4nde, den Willen Dritter oder Widerst\u00e4nde in der eigenen Person.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Eine hierzu passende recht pr\u00e4gnante Definition der Macht bietet Guardini, wenn er diese als die F\u00e4higkeit, Realit\u00e4t zu bewegen, beschreibt. Sie setzt \u2013 so Guardini \u2013 einen Willen voraus, der Ziele setzt. Zu ihr geh\u00f6rt Sinngebung. Von daher ist der Begriff nicht sinnvoll auf Naturgewalten anwendbar. Macht ist ein spezifisch menschliches Ph\u00e4nomen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Macht pr\u00e4gt soziale Gemeinschaften und ordnet das Zusammenleben. Dabei k\u00f6nnen die Formen, in denen Macht ausge\u00fcbt wird, ganz unterschiedlich sein. Macht ist Bestandteil aller menschlichen Beziehungen, pr\u00e4gt unseren Alltag, strukturiert unser Zusammenleben, verleiht Handlungsf\u00e4higkeit oder f\u00fchrt zu Abh\u00e4ngigkeiten. Jeder, der Macht besitzt, muss mit ihr umgehen k\u00f6nnen und Entscheidungen treffen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Gerade weil die wechselseitige Beeinflussung von Menschen allgegenw\u00e4rtig ist, bergen Reflexionen zum Begriff der Macht die Gefahr, in einer unbestimmten Weite zu zerfasern und auszufransen. Deshalb gewinnt der Begriff nur dann eine wissenschaftliche Kontur und Aussagekraft, wenn er als Konfliktbegriff verstanden wird: Macht wird dann zum Thema, wenn der Einfluss einer Person oder Institution als ungerecht empfunden wird. Machtprobleme haben in der Regel mit Kompetenz\u00fcberschreitungen in asymmetrischen Beziehungen zu tun: Eine Seite nutzt ihre \u00dcberlegenheit, um andere zu unterdr\u00fccken.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Die Kunst einer angemessenen Handhabung des Begriffs als Analyseinstrument f\u00fcr soziale Beziehungen besteht jedoch darin, in der Auseinandersetzung mit den Problemen von oppressiver Macht nicht den Blick f\u00fcr ihre positive Seite als einem integralen Bestandteil von Handlungsf\u00e4higkeit zu verstellen. Erst die Idee einer legitimen und verantwortlichen Handhabung von Macht verleiht der Kritik ihre Kontur. Der Titel meines Vortrags \u201eAmbivalenzen der Macht\u201c zielt auf die Gleichzeitigkeit von konstruktiver und kritischer Perspektive.<\/p>\n<h4 class=\"fliess-ohne-EZG ParaOverride-5\"><span class=\"CORP-S-BOLD-9-7-pt\">Die philosophische Entdeckung der Macht<\/span><\/h4>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Die Macht als philosophisches Problem ist eine sophistische Entdeckung. In Platons Dialogen \u00e4u\u00dfert der Sophist Trasymmachos die These, dass gerecht sei, was den M\u00e4chtigen nutzt. Platon setzt dagegen, dass die Macht ihrem Wesen nach vernunftbestimmt sei. Der alte Streit kehrt in der Geschichte in vielf\u00e4ltigen Neuauflagen immer wieder, so z. B. bei Machiavelli, dessen Position derjenigen der Sophisten \u00e4hnelt, oder gegenw\u00e4rtig bei den Neorealisten, deren Deutung der Politik als R\u00e4nkespiel der Macht nach dem Muster einer\u00a0<span class=\"CharOverride-6\">self fulfilling prophecy<\/span>\u00a0zugleich zur Ursache daf\u00fcr wird.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Aristoteles entwickelt als erster eine politische Theorie der Herrschaft (<span class=\"CharOverride-6\">arch\u00e9<\/span>). Er definiert diese als Herrschaft von Freien \u00fcber Freie und grenzt sie von der Sklaverei ab. Dadurch wird die F\u00e4higkeit, im Diskurs Zustimmung zu erringen, zum entscheidenden Mittel der Macht. Diese ist nicht mehr oppressiv konstituiert, sondern konsensual.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Cicero unterscheidet zwischen\u00a0<span class=\"CharOverride-6\">potestas<\/span>\u00a0im Sinne der Amtsgewalt und\u00a0<span class=\"CharOverride-6\">auctoritas<\/span>\u00a0im Sinne personaler Autorit\u00e4t. In seinem Lebensbericht schreibt er, dass er trotz gleicher Amtsgewalt alle Kollegen an Ansehen (<span class=\"CharOverride-6\">auctoritas<\/span>) weit \u00fcbertroffen habe. Daran kn\u00fcpft sp\u00e4ter die Unterscheidung zwischen weltlicher Macht und geistlicher Macht an, wobei letztere in der Tradition der\u00a0<span class=\"CharOverride-6\">auctoritas<\/span>\u00a0verstanden wird.<\/p>\n<h4 class=\"fliess-ohne-EZG ParaOverride-5\"><span class=\"CORP-S-BOLD-9-7-pt\">Glaube im Zeichen des Macht-Ohnmacht-Gef\u00e4lles<\/span><\/h4>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Religion ist nach Schleiermacher das Bewusstsein, von einer h\u00f6heren Macht abh\u00e4ngig zu sein. Demnach hat Theologie zentral mit dem Thema Macht zu tun. Der \u00dcberm\u00e4chtigkeit Gottes bzw. der G\u00f6tter entspricht auf Seiten des Menschen als Kreatur das Gef\u00fchl der Abh\u00e4ngigkeit. Im Glauben sind Menschen mit einer Macht konfrontiert, die sie einerseits \u00fcberschreitet, die sie andererseits als den Grund ihrer eigenen Existenz und damit als sch\u00f6pferische Lebensmacht erfahren. Religionen erm\u00e4chtigen, indem sie an den Grenzen des Lebens sinnstiftende Deutungsmodelle bereitstellen. Diese Erm\u00e4chtigung geschieht aber immer im gleichzeitigen Bewusstsein der eigenen Ohnmacht. Gottesf\u00fcrchtige Anerkennung der \u00fcberlegenen Macht Gottes gilt der Bibel als Basis der Weisheit. Zugleich ist sie Grundlage der Freiheit, da die Bindung an das Unendliche Freiheit gegen\u00fcber dem Endlichen schafft.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Die Gl\u00e4ubigen suchen Anteil an der g\u00f6ttlichen Macht zu gewinnen. Insofern die Kirche Vermittler zwischen Mensch und Gott ist, geht diese Macht auf sie \u00fcber. Geistliche Autorit\u00e4t ist das Handeln in der Vollmacht Gottes, nicht als Machtgewinn \u00fcber Menschen, sondern in der Achtung ihrer Freiheit als Erh\u00f6hung ihrer Eigenst\u00e4ndigkeit, Selbstwirksamkeit und Liebesf\u00e4higkeit. Augustinus postuliert, dass der Mensch nach Gottes Willen eigentlich niemals \u00fcber den Menschen herrschen solle (<span class=\"CharOverride-6\">non hominem homini dominari<\/span>). Sklaverei sei keine nat\u00fcrliche Einrichtung, sondern Folge der S\u00fcnde. In der Politischen Theologie hat es allerdings sehr lange gedauert, bis man sich konsequent von dem Modell der Berufung auf Gott als Legitimation menschlicher bzw. kirchlicher oder politischer Herrschaft verabschiedet hat. Viele tun sich bis heute schwer, geistliche Macht radikal von der Freiheit her zu denken.<\/p>\n<h4 class=\"fliess-ohne-EZG ParaOverride-5\"><span class=\"CORP-S-BOLD-9-7-pt\">Macht als F\u00e4higkeit, andere dem eigenen Willen zu unterwerfen<\/span><\/h4>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Max Weber hat die Analyse sich historisch wandelnder Konstellationen von Macht als soziologische Methode erschlossen. Er definiert Macht als M\u00f6glichkeit, andere dem eigenen Willen zu unterwerfen. Dabei geht er von einem teleologischen Handlungsmodell aus: Ein einzelnes Subjekt oder eine Gruppe hat sich einen Zweck gesetzt und w\u00e4hlt geeignete Mittel, um ihn zu realisieren. Soweit der Handlungserfolg vom Verhalten eines anderen Subjektes abh\u00e4ngt, muss der Akteur \u00fcber Mittel verf\u00fcgen, die den anderen zum gew\u00fcnschten Verhalten veranlassen. Macht ist die Verf\u00fcgungsgewalt \u00fcber Mittel, den Willen eines anderen zu beeinflussen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">In seiner historischen Analyse der Transformation von Herrschaftsverh\u00e4ltnissen unterscheidet Weber zwischen der Legitimation von Macht durch Tradition, durch Charisma oder durch formale Verfahren. Charismatische Herrschaft ist durch pers\u00f6nliche Kompetenz legitimiert. Im Feudalismus wurde sie traditionell als gottgegeben betrachtet. In der Neuzeit gilt sie als sozial bedingt und damit hinterfragbar und ver\u00e4nderbar. Der reinste Typus der legalen Herrschaft ist f\u00fcr Max Weber die B\u00fcrokratie, die ihre beh\u00f6rdlichen Vertreter \u2013 oft Beamte \u2013 durch Wahl oder Berufung einsetzt.<\/p>\n<h4 class=\"fliess-ohne-EZG ParaOverride-5\"><span class=\"CORP-S-BOLD\">Macht durch kommunikatives Handeln<\/span><\/h4>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Ein Machtverst\u00e4ndnis, das sich deutlich von Max Webers Konzept der Unterwerfung unter den eigenen Willen unterscheidet, hat Hannah Arendt entwickelt. F\u00fcr sie ist Macht etwas, das in Kommunikation und Verst\u00e4ndigung entsteht. So geschieht es in der Demokratie, wo Menschen einer Idee folgen, weil sie gemeinsam von dieser Idee \u00fcberzeugt sind. Um diese Idee durchzusetzen, w\u00e4hlen sie Vertreter, die f\u00fcr eine bestimmte Zeit ihre Interessen repr\u00e4sentieren. Arendt geht von einem kommunikativen Handlungsmodell aus: \u201eMacht entspringt der menschlichen F\u00e4higkeit, nicht nur zu handeln oder etwas zu tun, sondern sich mit anderen zusammenzuschlie\u00dfen und im Einvernehmen mit ihnen zu handeln.\u201c Das Grundph\u00e4nomen der Macht ist nicht die Instrumentalisierung eines fremden Willens f\u00fcr eigene Zwecke, sondern die Formierung eines gemeinsamen Willens in einer auf Verst\u00e4ndigung gerichteten Kommunikation. Die Mobilisierung von Zustimmung erzeugt die Macht, die gesellschaftlich in bindende Entscheidungen transformiert wird.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Versucht man aus der hier nur sehr knapp skizzierten Begriffsgeschichte ein Res\u00fcmee zu ziehen und einen Bezug zu Guardini herzustellen, sticht als pr\u00e4gendes Element das polare Spannungsgef\u00fcge zwischen<br \/>\nidealistischen und realistischen Zug\u00e4ngen ins Auge: Macht durch kommunikatives Handeln versus die Macht durch Gewalt oder formale Legitimation; die Macht liebender Hingabe versus Kampf in harten Machtkonflikten; das paradoxe Ineinander von Macht und Ohnmacht als ein Kern der christlichen und vielleicht jeder Gotteserfahrung. Dies kommt Guardinis Konzeption polarer Spannungsgegens\u00e4tze als einer Grundstruktur des Lebendig-Konkreten entgegen. So erstaunt es nicht, dass das Thema Macht f\u00fcr sein Denken eine Schl\u00fcsselbedeutung hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">IV. Die Macht der Machtlosen<\/h3>\n<p class=\"fliess\">\n<h4 class=\"fliess-ohne-EZG ParaOverride-5\"><span class=\"CORP-S-BOLD-9-7-pt\">Feindesliebe als weltfremde Ignoranz gegen\u00fcber Machtkonflikten?<\/span><\/h4>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">F\u00fcr Friedrich Nietzsche ist Feindesliebe ein Ausdruck von Schw\u00e4che und feiger Konfliktvermeidung. Sie zu postulieren widerspreche dem Gesetz des Lebens, in dem sich der St\u00e4rkere durchsetzt, was zwar oft hart und grausam sei, aber am Ende der evolution\u00e4ren H\u00f6herentwicklung diene. Sigmund Freud greift dies auf und kommt in seinen psychologischen Analysen zu dem Schluss, dass die durch Moralgebote unterdr\u00fcckte Aggression sich nicht selten unbewusst und unkontrolliert an anderen Stellen, z. B. in Kriegen, entlade. Ist unerbittlicher Machtkampf das Gesetz des Lebens? Ist das Gebot der Feindesliebe naiv und weltfremd?<\/p>\n<p class=\"fliess\">Es lohnt sich, genauer auf den biblischen Befund zu schauen: Der Versuch einer Entsch\u00e4rfung des Konfliktes dadurch, dass man die Feindesliebe nur als Hochethos f\u00fcr die religi\u00f6sen \u201eLeistungssportler\u201c wie M\u00f6nche oder Heilige eingrenzt, ist unzureichend. Joachim Gnilka bezeichnet das Gebot der Feindesliebe als Kulmination der Ethik Jesu. Sie begegnet dem Feind nicht in der Form des aggressiven Kr\u00e4ftemessens, sondern in der Bereitschaft zu Vers\u00f6hnung, Gewaltverzicht und der Schonung. Die Gesinnung der Feindesliebe bleibt jedoch nur solange moralisch qualifiziert, als sie sich von Resignation und passiv-wehrloser Schicksalsergebenheit unterscheidet. Feindesliebe zielt auf Entfeindung und Vers\u00f6hnung. Sie entspringt einer eigenen Art von Mut und St\u00e4rke.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Das aus der Tiefe christlichen Glaubens erwachsende Ethos der Gewaltlosigkeit meint \u201eeine aktiv-wandelnde, das B\u00f6se des Menschen in seiner Wurzel angreifende und \u00fcberwindende Kraft.\u201c Bedingung f\u00fcr die Vereinbarkeit von k\u00e4mpferischer und gewaltloser Gesinnung ist die Bereitschaft, dem Unrecht nicht auf Kosten anderer auszuweichen, sich nicht mit den Herrschenden, sondern mit den Leidenden zu solidarisieren. Historische Beispiele hierf\u00fcr sind die sozialen K\u00e4mpfe von Mahatma Gandhi, Martin Luther King und Berta von Suttner. Auch die Geschwister Scholl sind ein leuchtendes Beispiel f\u00fcr die Macht der Machtlosen, die letztlich auch durch ihre Hinrichtung nicht gebrochen werden konnte. Bis in die Gegenwart erleiden zahllose christliche M\u00e4rtyrer lieber den Tod, als sich durch Verleugnung ihres Glaubens der Macht zu beugen. Auch wenn dies oft vergeblich und sinnlos erscheint, ist das Martyrium um des Glaubens an Freiheit und Gerechtigkeit willen doch eine Form des geistigen Widerstandes, der in seiner Bedeutung nicht untersch\u00e4tzt werden sollte.<\/p>\n<h4 class=\"fliess-ohne-EZG ParaOverride-5\"><span class=\"CORP-S-BOLD-9-7-pt\">Strategien des gewaltlosen Widerstandes<\/span><\/h4>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Inspiriert u. a. von der Bergpredigt hat Mahatma Gandhi diese Macht der Machtlosen mit seiner Strategie des gewaltlosen Widerstandes sehr erfolgreich angewendet. Hier liegt ein Potential f\u00fcr den vers\u00f6hnenden Umgang mit Macht, das bisher in der Christlichen Sozialethik kaum systematisch erschlossen ist. Gandhi hat die Methode des gewaltlosen Widerstandes zu einer zivilgesellschaftlichen Strategie entfaltet. Sie durchbricht den Kreislauf der Gewalt durch den konsequenten Verzicht auf bewaffnete Macht und l\u00e4sst so die Gewalt des Gegners als Unrecht sichtbar werden.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Gandhi war durchaus machtbewusst: Er hat die Macht der Medien entdeckt und zu nutzen gewusst, indem er durch Bilder und Zeitungsberichte von der rohen Gewalt der Besatzungsmacht gegen ihn und seine Mitk\u00e4mpfer gezielt das Rechtsbewusstsein der Briten ansprach. Gandhi war k\u00e4mpferisch, aber nicht im Vertrauen auf die Macht der rohen Gewalt, sondern im Vertrauen auf die \u00fcberlegene Macht des Rechts und des Normbewusstseins. Man kann dies dem Politikverst\u00e4ndnis von Hannah Arendt zuordnen: Macht durch kommunikative Verst\u00e4ndigung.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Gandhi und seine Mitk\u00e4mpfer waren bereit, den Preis auf dem Weg dorthin zu zahlen und sich lieber niederkn\u00fcppeln zu lassen, als zu Waffen zu greifen. Letztlich waren sie erfolgreich. Sie haben das Gewissen der Besatzungsmacht und der \u00d6ffentlichkeit herausgefordert und dabei mit gro\u00dfem Geschick strategisch die Medienberichte und -bilder genutzt. Das war keine feige Unterordnung, sondern ein unbeugsamer Mut innerer Freiheit und Friedensbereitschaft im konsequenten Vertrauen auf die Macht des Rechts.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Wer sich im gewaltlosen Kampf der Macht des Feindes ausliefert, braucht ein H\u00f6chstma\u00df an Mut. Er oder sie muss mit Grausamkeit, Folter und Gefangenschaft rechnen. Die Methode des gewaltlosen Widerstandes hat sich jedoch in Indien und seither unz\u00e4hlige Male als revolution\u00e4re und friedensstiftende Kraft bew\u00e4hrt. Aber es ist auch n\u00fcchtern zu realisieren, dass dies bei weitem nicht jedes Mal gelingt. So wurden beispielsweise am Platz des Himmlischen Friedens in Peking 1989 \u00fcber zweitausend Demonstranten, die gewaltlos zum Widerstand aufriefen, ermordet. M\u00f6glicherweise ist das Scheitern des gewaltfreien Widerstandes h\u00e4ufiger als der Erfolg. Auch der Widerstand der Geschwister Scholl 1943 ist ein Beispiel des Scheiterns. Nicht jedoch der Wirkungslosigkeit: Ohne das Blutzeugnis der Widerstandsk\u00e4mpfer gegen den Nationalsozialismus w\u00e4re das Vertrauen der Alliierten nach dem Zweiten Weltkrieg, Deutschland als politisches Gef\u00fcge nicht zu zerschlagen, sondern ihm beim Wiederaufbau zu helfen, kaum denkbar gewesen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Ein positives Beispiel f\u00fcr die Macht des gewaltlosen Zeugnisses f\u00fcr die Gerechtigkeit sind die Dissidenten und M\u00e4rtyrer der ehemaligen Ostblockstaaten, die mit ihrem Widerstand Keimzellen f\u00fcr den Zusammenbruch der totalit\u00e4ren Systeme geschaffen haben. So begr\u00fcndete V\u00e1clav Havel sein freiwilliges Verbleiben im Land, das f\u00fcr ihn die Inkaufnahme jahrelanger Gef\u00e4ngnisaufenthalte bedeutete, mit dem Willen, von seinem Glauben an die Gerechtigkeit Zeugnis abzulegen. Die totalit\u00e4ren Machthaber f\u00fchlten sich davon provoziert und bedroht. Havel selbst spricht vom Sieg in den \u201eNiederlagen mehrj\u00e4hrigen Gef\u00e4ngnisses\u201c und vergleicht dies mit dem Sieg des Kreuzes. 1989 ist die friedliche Revolution in den osteurop\u00e4ischen L\u00e4ndern gelungen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Auch der Kampf gegen die Apartheid in S\u00fcdafrika ist ein erfolgreiches Beispiel f\u00fcr die Macht der Machtlosen: Nelsen Mandela hat nach 27 Jahren Gef\u00e4ngnis ganz ohne Verbitterung die politische Vers\u00f6hnung zwischen Schwarzen und Wei\u00dfen zu seinem zentralen politischen Ziel erkl\u00e4rt. Dass der Weg zu einem wirklichen Neuanfang durch \u201ehealing of memories\u201c und Gerechtigkeit gegen\u00fcber den Opfern ein langer und steiniger Weg ist, sollte allerdings nicht vergessen werden.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Letztlich sind all diese Beispiele nicht denkbar ohne Menschen, die unter Einsatz ihres Lebens auf die Kraft der Vers\u00f6hnung und des kommunikativen Handelns setzen. Dies hat mit dem Kern der biblischen \u00dcberlieferung zu tun: Alle Propheten haben aus der Position der Schw\u00e4che heraus f\u00fcr das Recht gek\u00e4mpft. Dem biblisch fundierten Ethos des gewaltlosen Widerstandes liegt ein kommunikatives Verst\u00e4ndnis von Macht zugrunde. Das findet sich aber keineswegs nur im Christentum, sondern beispielsweise auch bei Laotse, wenn er formuliert, \u201eWeich besiegt hart\u201c. Politiktheoretisch l\u00e4sst sich das auf Verst\u00e4ndigung hin \u00adorientierte Handeln in die Linie von<br \/>\nHannah Arendt einordnen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Auch Guardini steht in dieser Tradition: F\u00fcr ihn ist Demut die \u201eerl\u00f6sende Antwort auf das Problem der Macht, die das Christentum gibt\u201c. \u201eGott selbst tritt in die Welt und wird Mensch. Jesu ganzes Dasein ist \u00dcbersetzung der Macht in Demut.\u201c Demut ist der Mut zu dienen. Die Grundbewegung des christlichen Glaubens ist nicht der Aufstieg des Menschen zu Macht und Herrschaft, sondern das Herabsteigen Gottes zum Menschen und den Abgr\u00fcnden des Daseins. Demut ist die erl\u00f6sende Antwort auf das Problem der Macht.<\/p>\n<h4 class=\"fliess-ohne-EZG ParaOverride-5\"><span class=\"CORP-S-BOLD-9-7-pt\">Subsidiarit\u00e4t: Wegweiser f\u00fcr eine Organisation der Macht als Dienst<\/span><\/h4>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Aus sozialethischer Sicht gen\u00fcgt es nicht, auf die Tugend der Demut zu verweisen, um den Missbrauch der Macht zu b\u00e4ndigen. Es braucht auch strukturelle L\u00f6sungen. Der wichtigste Weg hierzu ist Gewaltenteilung, das hei\u00dft die wechselseitige Kontrolle von Gesetzgebung, Rechtsprechung und Verwaltung. Gewaltenteilung ist ein Korrektiv gegen die Zentralisierung von Macht. Hilfreich hierf\u00fcr ist auch das sozialethische Prinzip der Subsidiarit\u00e4t. Es ist ein wegweisender Kompass gegen die Entm\u00fcndigung der Vielen durch die Zentren der Macht. Es wird in der Kirche bisher allerdings nur wenig und unvollst\u00e4ndig rezipiert. Subsidiarit\u00e4t ist f\u00fcr die Kirche gerade aufgrund ihrer hierarchischen Struktur von besonderer Bedeutung. Sie zielt auf Einheit in Vielfalt, auf einen gesunden Pluralismus und schlanke Hierarchien. Sie sch\u00fctzt Eigenverantwortung und Partizipation der untergeordneten Einheiten. Subsidiarit\u00e4t zielt auf ein m\u00fcndiges Christentum in einer selbstbewussten Kirche.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Subsidiarit\u00e4tsprinzip ist ein Kompetenzanma\u00dfungsverbot, das die Intervention und Macht der \u00fcbergeordneten Instanzen auf das Ma\u00df begrenzt, das f\u00fcr die untergeordneten Einheiten zur Erh\u00f6hung ihrer Handlungsf\u00e4higkeit hilfreich ist. Macht wird in den Dienst der Bef\u00e4higung zu m\u00f6glichst eigenst\u00e4ndiger Probleml\u00f6sung in den Dienst genommen. Subsidiarit\u00e4t zielt auf Empowerment, also Vermehrung von Machtressourcen der untergeordneten oder marginalisierten Gesellschaftsmitglieder. Die massive Machtasymmetrie in der Katholischen Kirche zugunsten der M\u00e4nner wird von vielen als ein Versto\u00df gegen Subsidiarit\u00e4t und Gerechtigkeit empfunden. Auch die massive Machtasymmetrie zwischen Klerikern und Laien ist oft nicht durch \u00fcberlegene \u201e<span class=\"CharOverride-6\">auctoritas<\/span>\u201c gedeckt.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Subsidiarit\u00e4t zielt darauf, dass solidarische Hilfe nicht paternalistisch zur Erzeugung von Abh\u00e4ngigkeit und damit zur Ausnutzung von Machtpositionen genutzt wird. Sie setzt auf einen kommunikativen Machtbegriff, der diejenigen, die Hilfe brauchen, nicht dominiert, sondern sie so unterst\u00fctzt, dass ihre eigenen Potenziale aktiviert werden. Sie ist Ma\u00dfstab und Weg eines freiheitszentrierten Gebrauchs der Macht. Mit dem Postulat einer \u201eheilsamen Dezentralisierung\u201c hat Papst Franziskus eine zentrale ekklesiologische Umsetzung der Subsidiarit\u00e4t ins Gespr\u00e4ch gebracht. Sie versteht Katholizismus als \u201eEinheit in Vielfalt\u201c und Partizipation statt Obrigkeitszentrierung. Subsidiarit\u00e4t versteht Amtsmacht konsequent \u00ad<br \/>\nals Dienst.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Die Einheit des polaren Spannungef\u00fcges von Macht und Dienst kann \u2013 so Guardini \u2013 nur dann geistig gelingen, wenn sie \u201edurch die personale Mitte geht\u201c. Das braucht lebendige Aneignung, echte \u00dcberzeugung und inneres Einstehen auch f\u00fcr Leitungsverantwortung. Ein verantwortlicher Gebrauch der Macht wird jedoch nur dem gelingen, der sich stets ihrer Ambivalenz und Missbrauchsgefahr bewusst ist und sich t\u00e4glich neu darum m\u00fcht, sie menschen- wie sachgerecht auszu\u00fcben. Es geht um Macht im Dienst der Sorge. Auch in dem weltweiten Erstarken autorit\u00e4rer Politikmuster entfernen wir uns derzeit von diesem Ideal.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Presentation by Markus Vogt<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":10466,"menu_order":1412,"template":"","meta":{"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","footnotes":""},"class_list":["post-32275","media-library","type-media-library","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","media-library-category-guardini-romano","media-library-category-laudato-si","media-library-category-sozialethik","focus-area-romano-guardini"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.6 - 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