{"id":32280,"date":"2023-07-17T14:35:11","date_gmt":"2023-07-17T12:35:11","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=pflege-robotik"},"modified":"2025-04-22T09:41:33","modified_gmt":"2025-04-22T07:41:33","slug":"pflege-und-roboter-technik-ethische-aspekte-des-einsatzes-neuer-technologien-in-der-pflegerischen-versorgung","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/pflege-und-roboter-technik-ethische-aspekte-des-einsatzes-neuer-technologien-in-der-pflegerischen-versorgung\/","title":{"rendered":"Pflege und (Roboter-)Technik"},"content":{"rendered":"<p>In der Abteilung Pflegewissenschaft an der Universit\u00e4t Osnabr\u00fcck haben wir in der interdisziplin\u00e4ren Forschung und Entwicklung altersbezogener Assistenztechnologien reichhaltige Erfahrungen gesammelt. Das Thema Robotik hat Manfred H\u00fclsken-Giesler und mich in einem Gutachten f\u00fcr den Deutschen Bundestag zu Autonomen Assistenzsystemen in der Pflege intensiv besch\u00e4ftigt. Dabei spielten ethische Fragen, mit denen ich mich in diesem Vortrag befassen werde, ebenso eine prominente Rolle.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>I.<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Einige kl\u00e4rende Vorbemerkungen m\u00f6chte ich voranstellen. Wir befinden uns in einem sich beschleunigenden Prozess der Digitalisierung nicht nur technisch-gewerblicher oder auch administrativer Sektoren unserer Gesellschaft, sondern auch aller lebensweltlichen Sph\u00e4ren des Menschen. Da ich meinen Vortrag hier in der Katholischen Akademie in M\u00fcnchen halten darf, komme ich erst einmal um zwei sehr bedeutende Soziologen nicht herum, die sich mit Fragen der Digitalisierung unserer Gesellschaft befasst haben. Der eine ist vor wenigen Jahren j\u00e4h aus dem Leben gerissen worden: Ulrich Beck. In seinem letzten Buch diagnostiziert der die \u201eDigitale Metamorphose\u201c unserer Gesellschaft. Zu den neuen \u201eRisikokulturen\u201c geh\u00f6ren jene Freiheitsrisiken, welche sich einer Praxis der totalen \u00dcberwachung durch eine m\u00e4chtige Koalition aus Staaten und Konzernen verdanken. Mit dem technologiegetriebenen sozialen Wandel verwandeln sich gleichzeitig die Subjekte. Es verschwimmen die Grenzen zwischen Fiktion und Realit\u00e4t. Es l\u00f6st sich der Zusammenhang von \u00f6rtlicher, physischer und sozialer N\u00e4he auf. Es entsteht nicht nur eine neue \u201edigitale Intelligenzija\u201c, es besteht auch die Gefahr, dass demokratische und rechtsstaatliche Institutionen schleichend ausgeh\u00f6hlt werden.<\/p>\n<p>Eine weniger bedrohliche Perspektive entwickelte j\u00fcngst Armin Nassehi in seiner \u201eTheorie der digitalen Gesellschaft\u201c: ein breit fundiertes, durch die Systemtheorie abgesichertes Werk, das aber genau aus diesem Grunde daran zweifeln l\u00e4sst, inwieweit ethische Fragestellungen \u00fcberhaupt bedeutsam sind. In seinen Augen kann n\u00e4mlich von einer digital abgesicherten Integration auseinanderstrebender Kr\u00e4fte unserer Gesellschaft ausgegangen werden.<\/p>\n<p>Entgegen diesem Befund halte ich an einer ethisch-normativ begr\u00fcndeten Problematisierung technologischer Entwicklungstendenzen fest. Ethische Erw\u00e4gungen sind zutiefst eingelassen in einen lebensweltlichen Horizont des Menschen, der seinerseits verankert ist in kulturellen, selbstreflexiv verfl\u00fcssigten Traditionen und Verst\u00e4ndigungsformen. Die kulturelle, normative Integration dieser Lebenswelt l\u00e4sst sich ohne pathogene Nebenwirkungen nicht umstellen auf rechenhafte, algorithmische Kalk\u00fcle der Systeme von Wirtschaft, Arbeit und Verwaltung.<\/p>\n<p>Diese Unterscheidung scheint mir noch aus einem weiteren Grund von gr\u00f6\u00dfter Tragweite zu sein. Man bedenke n\u00e4mlich, dass gerade die Systeme der medizinischen Behandlung und pflegerischen Versorgung stets in einer kritischen Weise mit der Lebenswelt hilfebed\u00fcrftiger Personen verwoben sind.<\/p>\n<p>Es w\u00e4re daher mit gesundheitsprofessionellen Normen unvereinbar, zum Beispiel Menschen mit Pflegebed\u00fcrftigkeit, das hei\u00dft im Zustand starker psychophysischer Verletzlichkeit, als blo\u00dfe F\u00e4lle b\u00fcrokratisch vorgezeichneten Handelns zu betrachten; das hei\u00dft blo\u00df zu fragen, welche allgemeinen Rechtsvorschriften auf diesen besonderen Fall anzuwenden sind. Der Bed\u00fcrftigkeit, letztlich der Subjektivit\u00e4t Hilfesuchender k\u00f6nnen Hilfeleistende nur dadurch entsprechen, dass sie aus einer durch formale Rechtsvorschriften und standardisierte Verfahren geordneten Sph\u00e4re heraustreten, dass sie in einen Interaktionszusammenhang eintreten, in dem das singul\u00e4re subjektive Erleben einer pflegebed\u00fcrftigen Person hoch bedeutsam ist. Auf ihnen entgegenkommende Beziehungsstrukturen sind pflegebed\u00fcrftiger Personen essenziell angewiesen.<\/p>\n<p>Diese gewisserma\u00dfen mit der Lebenswelt der Betroffenen zu verschr\u00e4nkende Perspektive ist sogar unter ethischen Gesichtspunkten eines echten Nutzens relevant. Ich denke an den Einsatz unterst\u00fctzender Technologien in der H\u00e4uslichkeit \u00e4lterer pflegebed\u00fcrftiger Menschen. Zu erschlie\u00dfen ist die Alltagssituation dieser Menschen mit ihren Augen. Was sollte ihrer Meinung nach unbedingt erhalten bleiben. Welche zum Teil sehr kreativen Bew\u00e4ltigungsstrategien haben \u00e4ltere Menschen entwickelt, um mit wiederkehrenden Problemen zurecht zu kommen? Was erscheint wirklich \u00e4nderungsbed\u00fcrftig? Was wird als technisch hilfreich empfunden? In der Forschung und Entwicklung von Assistenzsystemen in der Pflege wurde bislang immer von einer technisch-konstruktiven Logik vor dem Hintergrund meist negativer Altersbilder ausgegangen. Unterstellt wird ein gewiss plausibles Sicherheitsinteresse, dessen technische Erf\u00fcllung indessen mit sozial problematischen Folgen, etwa Vereinsamung, verbunden sein kann. Ich werde darauf sp\u00e4ter eingehender zu sprechen kommen.<\/p>\n<p>Lassen Sie mich als letzten Schritt meiner Vor\u00fcberlegungen auf k\u00fcnstliche Intelligenz als Wahrnehmungs-, Regulations- und Verarbeitungszentrum moderner IuK-Technologien sowie der Robotik zu sprechen kommen. Entscheidend sind dabei in der naturwissenschaftlich ausgerichteten Kognitionswissenschaft verwendete atomistische Modelle eines geschlossenen Geistes. Einem isolierten Individuum werden sehr komplizierte Reiz-Reaktionsverhaltensmuster zugeschrieben. Auf diesen Mechanismen st\u00fctzen sich auch Systeme maschinellen Lernens. Diesen kognitivistischen Modellen versucht Wolfgang Prinz Modelle eines offenen Geistes zu integrieren. Dessen Strukturen sind in soziokulturellen, kommunikativ-interaktiven Prozessen der Selbstvergegenw\u00e4rtigung einer Person angelegt. Aber: An diesen semantischen Kern einer Person reichen intelligente robotische Systeme nicht heran. Er l\u00e4sst sich nicht elementarisieren. Ein Roboter kann Perspektiven von Personen nicht vollst\u00e4ndig \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>II.<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Bundesregierung geht in einem immensen F\u00f6rderprogramm ihrer High Tech Initiative \u2013 in Kombination mit dem Programm: Das Alter hat Zukunft \u2013 davon aus, dass durch neue Assistenzsysteme dem altersbedingt zunehmenden pflegerischen Versorgungsbedarf entsprochen werden kann. Durch neue Technologien soll ein m\u00f6glichst langes selbst\u00e4ndiges Leben in einer selbst gew\u00e4hlten Umgebung auch bei zunehmender Beeintr\u00e4chtigung gew\u00e4hrleistet werden. Erwartet wird auch, dass auf diese Weise der zuk\u00fcnftig sich zuspitzende Fachkr\u00e4ftemangel kompensiert und das interprofessionelle Zusammenwirken in Gesundheitswesen verbessert werden kann.<\/p>\n<p>Dabei zeigt die Technikentwicklung allerdings eine klassische Pfadabh\u00e4ngigkeit, indem sie im Wesentlichen Systemimperative des \u00f6konomischen Wachstums und einer in der industriellen Produktion vorherrschenden Rationalisierungslogik folgt. Stichwort: technische Substituierbarkeit von pers\u00f6nlichen Dienstleistungen mit dem Ziel \u00f6konomischer Einspareffekte.<\/p>\n<p>Wendet man sich nun ethischen Bewertungsfragen des Einsatzes neuer Technologien in der Pflege zu, so wird man verschiedene Beurteilungsperspektiven zu kl\u00e4ren haben. Dies k\u00f6nnen Bewertungsperspektiven der Betroffenen oder ihrer An- bzw. Zugeh\u00f6rigen sein, aber auch Perspektiven professioneller Akteure oder auch der politischen \u00d6ffentlichkeit. F\u00fcr letztere stellen sich immer dringlicher werdende Fragen, die da lauten: Wie wollen wir im Alter leben? Wie stellen wir uns \u201egutes, menschenw\u00fcrdiges Altern\u201c vor? Was soll daf\u00fcr auch technisch vorgeleistet werden? Grunds\u00e4tzlicher gefragt: K\u00f6nnen durch technische Apparate \u00fcberhaupt soziale Probleme gel\u00f6st werden?<\/p>\n<p>Diesen Fragenkatalog kann man aus Sicht einer konsequenzialistischen, also auf die Folgen einer technischen Innovation ausgerichteten Ethik konkretisieren. Dabei geht es um Fragen nach der Erw\u00fcnschtheit und Angemessenheit technischer Hilfsmittel, nach den damit verbundenen Chancen und Nutzenpotenzialen, aber auch den damit verbundenen Risiken. Als ethische Bewertungskriterien gelten beispielsweise: Selbstbestimmung, personale Integrit\u00e4t (d.h. vor allem Schutz der Pers\u00f6nlichkeit, aber auch freie Entfaltung der Pers\u00f6nlichkeit gem. Art. 2 GG), Unabh\u00e4ngigkeit, vitale Sicherheit, aber auch Erhalt oder Steigerung von Wohlbefinden. Nun ist Wohlbefinden einerseits ein schwammiger Begriff, andererseits ein wissenschaftliches Konstrukt, und zwar abh\u00e4ngig von bestimmten Annahmen \u00fcber den Menschen; \u00fcber das, was seinem Gedeihen dient oder f\u00fcr ihn abtr\u00e4glich ist. Wohlbefinden ist stark an Selbsterleben, an Emotionen und Stimmungen gebunden.<\/p>\n<p>Wir haben es also mit verschiedenen Bewertungskriterien zu tun, verankert auch in verschiedenen moralphilosophischen Traditionen. In Traditionen der deontologischen Ethik geht es vor allem um Beurteilungen nach Ma\u00dfgabe universalisierbarer Normen; in Traditionen des Utilitarismus werden Bewertungen des pers\u00f6nlichen oder gesamtgesellschaftlichen Nutzens vorgenommen. Ich komme darauf sp\u00e4ter noch zur\u00fcck. Anders verh\u00e4lt es sich mit Berufsethiken wie etwa der Medizinethik. Auf ihr lastet nicht die Normbegr\u00fcndung, sondern ihre pragmatische Anwendung. Zu sprechen w\u00e4re hier desgleichen von einer <em>Ethics of Care <\/em>or<em> Care Ethik<\/em>. Recht besehen kann eine solche Ethik der Sorge oder F\u00fcrsorge auch als ein Oberbegriff verstanden werden, unter den eine Ethik \u00e4rztlichen sowie pflegerischen Handelns zu subsumieren ist.<\/p>\n<p>Was zeichnet eine Care-Ethik in besonderer Weise aus und warum ist sie besonders geeignet f\u00fcr eine perspektivische Beurteilung neuer Technologien in der Pflege? Eine Care Ethik geht von der anthropologischen Pr\u00e4misse aus, dass menschliches Leben auf einen integralen Zusammenhang zwischenmenschlicher Beziehungen angewiesen ist. Ein strukturelles Charakteristikum dieser Beziehungen ist F\u00fcrsorge, weil Menschen in der einen oder anderen Weise aufeinander angewiesen sind. Diese potenzielle wechselseitige Angewiesenheit tritt besonders hervor im Falle der Einbu\u00dfen selbst\u00e4ndiger Versorgungskompetenzen. In solchen F\u00e4llen dr\u00e4ngen sich Bed\u00fcrfnisse nach Sicherheit und nach R\u00fcckgewinnung eines Autonomiegef\u00fchls in den Vordergrund. In solchen Situationen versteht sich Pflege als eine an den Grundbed\u00fcrfnissen hilfebed\u00fcrftiger Menschen ansetzende Beziehungsarbeit. Diese Beziehungsarbeit ist undenkbar ohne emotionales Engagement oder ohne leibliches Beteiligt-Sein.<\/p>\n<p>Auf die damit zusammenh\u00e4ngenden psychosozialen Probleme starker beruflicher Belastungen kann ich an dieser Stelle nicht weiter eingehen. Eines aber l\u00e4sst sich schon jetzt sagen: Wenn sich durch den Einsatz maschineller Unterst\u00fctzungstechnologien physische und nervliche Belastungen des Pflegepersonals reduzieren lassen, dann w\u00e4re das ein gro\u00dfer Gewinn. Dabei sollte aber immer bedacht werden, dass pflegerische Interaktionsarbeit (einschlie\u00dflich High Touch) technisch-maschinell nicht ersetzt werden kann. Das stabilisierende Gef\u00fchl leiblicher Gegenseitigkeit (jemand ist da und f\u00e4ngt mich auf) und dadurch gestiftetes Vertrauen hat einen technisch nicht ersetzbaren Eigenwert.<\/p>\n<p>Allerdings scheint es so zu sein, dass die Erfahrungen menschlichen Lebens unter Bedingungen physischer Abh\u00e4ngigkeiten und sozialer Angewiesenheiten in unserer Gesellschaft abnehmen. Scheinen damit zusammenzuh\u00e4ngende Erfahrungen menschlicher Verletzlichkeit ebenso abzunehmen? Die Orte dieser Erfahrungen sind zumeist r\u00e4umlich s\u00e4uberlich abgeschiedene Pflegeheime. Gleichwohl lassen sich Fragen menschlichen Gedeihens, pers\u00f6nlichen Wohlergehens und biografischen Gelingens \u2013 Fragen also, die im Zentrum einer Care Ethik stehen &#8211; nicht aus einem sozialen Kontext herausl\u00f6sen. Wir sind weiterhin mit der Frage konfrontiert, wie sich schweres Leiden lindern oder mindern lasse; wie indisponible Rechte kooperationsbed\u00fcrftiger und kooperationsf\u00e4higer Personen gesch\u00fctzt werden k\u00f6nnen. Am Ende steht dabei immer die Frage, inwieweit durch technische Innovationen ein Beitrag zur Kompensation unterschiedlicher, sozial oder biologisch bedingter Benachteiligungen geleistet werden kann. In dieser Hinsicht sollte das technologische Innovationspotenzial sorgf\u00e4ltig \u00fcberpr\u00fcft werden. Jedoch immer unter der Pr\u00e4misse, inwieweit damit eine Bef\u00e4higung zu sozialer Teilhabe geleistet werden kann.<\/p>\n<p>Damit bewegen wir uns in Richtung eines care-ethischen Ansatzes, der auf eine \u201eGrundbef\u00e4higungsgleichheit\u201c ausgerichtet ist. Grundbef\u00e4higung besagt in Anlehnung an Martha Nussbaum und Amartya A. Sen, Bedingungen zu erm\u00f6glichen, welche Individuen in die Lage versetzen, ein w\u00fcnschenswertes, gutes Leben zu f\u00fchren. Ziel des Bef\u00e4higungsansatzes ist es, dem kooperationsf\u00e4higen Menschen ein zivilisatorisches Minimum zu garantieren, das hei\u00dft, ihn in die Lage zu versetzen, je eigene Lebenspl\u00e4ne zu verfolgen bei f\u00fcr ihn ausreichenden Teilhabem\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>Alle auf diese Grundbef\u00e4higungen bezogenen Leistungen \u00fcbersteigen den klassischen Rahmen der Gesundheitsf\u00fcrsorge. Und: Zur F\u00f6rderung dieser Grundbef\u00e4higungen ist es unabdingbar, dass von Seiten Dritter F\u00fcrsorge, Schutz und F\u00fcrsprache in verantwortlicher Weise \u00fcbernommen wird. Damit kommt der von mir akzentuierten Beziehungsethik eine gro\u00dfe Bedeutung zu, weil sie mit spezifischen Wahrnehmungs- und Urteilsperspektiven verbunden ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>III.<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte diese Beurteilungskriterien und Perspektiven nun auf den Einsatz digitalisierter und automatisierter Assistenzsysteme bei stark beeintr\u00e4chtigten Personen anwenden. Welche Ziele sind damit verbunden und welche Folgen zu erwarten? Wir nennen dies eine konsequenzialistische Beurteilungsperspektive. Unter utilitaristischen Gesichtspunkten w\u00fcrde die Nutzenmaximierung im Vordergrund stehen, zum Beispiel der Erhalt oder die Steigerung von Wohlbefinden. In einer eher Kantianischen Beurteilungsperspektive ginge es darum, inwieweit generelle Anspr\u00fcche Selbstbestimmung, personale Integrit\u00e4t (Privatheit) oder Unabh\u00e4ngigkeit respektiert werden. Nicht auszuschlie\u00dfen sind Bewertungskonflikte. In solchen F\u00e4llen muss abgewogen werden.<\/p>\n<p>Es ist zum Beispiel m\u00f6glich, dass durch assistierende Technologien h\u00e4usliche Unabh\u00e4ngigkeit erzielt werden kann. Dies muss aber nicht automatisch auch pers\u00f6nliches Wohlbefinden bedeuten. Es k\u00f6nnte ja sein, dass technisch unterst\u00fctzte h\u00e4usliche Unabh\u00e4ngigkeit zu einem Sicherheitsgef\u00fchl, auch bei betreuenden Angeh\u00f6rigen, f\u00fchrt. Dies k\u00f6nnte aber gleichzeitig zu einer Verminderung sozialer Kontakte und zu gr\u00f6\u00dferer Einsamkeit f\u00fchren. In solchen F\u00e4llen ist zu kl\u00e4ren, welche ethischen Anspr\u00fcche (z.B. pers\u00f6nliche Sicherheit, Autonomie, pers\u00f6nliche Zuwendung) in den Augen der betroffenen Person h\u00f6heres Gewicht haben.<\/p>\n<p>Aus der Perspektive einer Care Ethik sollte bedacht werden, inwieweit normative Anspr\u00fcche wie beispielsweise mit einem m\u00f6glicherweise zu engen Person-Begriff verbunden sind. Der Philosoph Michael Sandel zum Beispiel betont, dass Menschen nicht in einer Art <em>Robinsonade <\/em>leben, sondern in sozialen Beziehungen. Er leitet daraus ein relationales, nicht-individualistisches Konzept von Autonomie ab. Das Selbst einer Person bildet sich stets nur in Beziehungen.<\/p>\n<p>Relational verstandene Autonomie beruht konzeptionell darauf, dass Personen sich durch soziale Unterst\u00fctzung und Anerkennung \u00fcberhaupt erst konstituieren und dadurch Selbstvertrauen und Selbstachtung herausbilden. Und umgekehrt: Wer andere unterst\u00fctzt, kann aus diesem sozialen Verhalten wiederum Selbstvertrauen und Selbstachtung gewinnen.<\/p>\n<p>Damit ergeben sich systematische \u00dcberg\u00e4nge zu ethischen Fragen der <em>Advokation<\/em>. Diese Fragen spielen beispielsweise beim Einsatz von Therapierobotern in der Pflege dementiell Erkrankter eine wichtige Rolle. In welcher Weise sind diese Personen autonom handlungsf\u00e4hig? Und in welcher Weise kann F\u00fcrsprache f\u00fcr Personen, die zu einem authentischen Bekunden von W\u00fcnschen nur beschr\u00e4nkt f\u00e4hig sind, geleistet werden? Bis zu einem sehr weit fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung verf\u00fcgen demente Menschen \u00fcber F\u00e4higkeiten, W\u00fcnsche und Bed\u00fcrfnisse ebenso wie Aversionen und Ablehnungen auf nonverbalem Wege (Blick, Gestik, Mimik) zu signalisieren. Ihre Vorlieben, pers\u00f6nlichen Anliegen und Pr\u00e4ferenzen lassen sich in der Regel gezielt durch explorative Verfahren (zum Beispiel die fasziale Ausdrucksanalyse) individuell erschlie\u00dfen. Die Folgen des Einsatzes von Therapie- oder Emotionsrobotern bei Menschen mit Demenz konnten bisher nur unzureichend erforscht und bewertet werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>IV.<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Welche Chancen und Potenziale birgt nun der Einsatz moderner Assistenztechnologien insbesondere f\u00fcr \u00e4ltere Menschen, ihre Angeh\u00f6rigen, aber auch f\u00fcr Pflegefachpersonen? \u00c4ltere Menschen k\u00f6nnen von technischen Assistenzsystemen profitieren, wenn sie in ihren allt\u00e4glichen Routinen unterst\u00fctzt werden. Das reicht von einfachen Erinnerungsfunktionen bis hin zur komplexen Servicerobotik (Anreichen von Speisen, Getr\u00e4nken, korrekte Medikamenteneinnahme). Wohnungen k\u00f6nnen mit Sensoren (in Teppichb\u00f6den) oder optischen Ger\u00e4ten verbaut werden. Auf diese Weise kann Mobilit\u00e4t (zum Beispiel die Gangsicherheit) kontrolliert werden. Die Kontrolle kann auch auf das Ern\u00e4hrungsverhalten ausgedehnt werden. Anhand standardisierter Einsch\u00e4tzungsinstrumente k\u00f6nnen Normabweichungen fr\u00fchzeitig erkannt und notwendige, auch pr\u00e4ventive Ma\u00dfnahmen eingeleitet werden. In akuten Notf\u00e4llen (zum Beispiel bei Sturz) werden Angeh\u00f6rige, Pflegedienste und \u00c4rzte automatisch alarmiert.<\/p>\n<p>Bei alldem gilt es ein ethisches Gebot zu beachten, welches besagt: Alle technischen Installationen m\u00fcssen pers\u00f6nlich gewollt und bef\u00fcrwortet sein. Dazu sind ergebnisoffene Gespr\u00e4che mit allen Beteiligten hinsichtlich zu erwartender Auswirkungen auf das Lebensgef\u00fchl der unmittelbar Betroffenen und ihre sozialen Beziehungen zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>Wie verh\u00e4lt es sich beim Einsatz von Sozial- oder Therapieroboter? Durch Kombination verschiedener Kommunikationsangebote dienen sie der Aufrechterhaltung sensorischer und kognitiver F\u00e4higkeiten. Geistige Animation kann beispielsweise durch Musik-, Film- und Literaturangebote mit interaktiven Elementen erfolgen. Aus ethischer Sicht w\u00e4re unter anderem die Frage zu stellen, inwieweit auf diese Weise Kreativit\u00e4tspotentiale bei \u00e4lteren Menschen entfaltet werden k\u00f6nnen. Das ist bislang ungewiss.<\/p>\n<p>Eine vorsichtige ethische Zwischenbilanz k\u00f6nnte lauten: Durch neue Assistenz-Technologien kann das Wohlergehen vor allem \u00e4lterer Menschen gesichert oder gesteigert werden. F\u00fcr Angeh\u00f6rige k\u00f6nnte sich eine Entlastung von m\u00f6glicherweise schwerwiegenden Verpflichtungen ergeben. In ihrem Vertrauen auf technisch gest\u00fctzte virtuelle Visiten professioneller Helfer k\u00f6nnten Schuldgef\u00fchle, Unsicherheit und Angst verringert werden. F\u00fcr das Pflegepersonal k\u00f6nnten Vorteile darin bestehen, durch st\u00e4ndige Kontrolle virtuell verf\u00fcgbarer Daten zus\u00e4tzliche Zeitreserven zu gewinnen f\u00fcr besonders versorgungsbed\u00fcrftige Menschen oder Patienten. Angesichts sich zuspitzender Personalknappheit wird diese Hoffnung wohl entt\u00e4uscht werden. Als ein ethisch unbestreitbares Gebot halte ich dagegen die Entwicklung von Service-Robotern, um Pflegefachpersonen von k\u00f6rperlich und nervlich schwerer Arbeit zu entlasten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>V.<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Befassen wir uns nun mit den Risiken und ethischen Einw\u00e4nden gegen\u00fcber der Einf\u00fchrung neuer Technologien in der Pflege.<\/p>\n<p><strong>Autonomieeinwand<\/strong>: Als Beispiel sollen Tracking-Systeme mittels GPS bei kognitiv beeintr\u00e4chtigten Personen dienen. Der \u00dcberwachungscharakter dieser Technologie stellt einen Eingriff in die grundrechtlich gesch\u00fctzte Privatsph\u00e4re von Personen dar. Eine Zustimmung m\u00fcsste den mit Tracking Systemen einhergehenden Verlust personaler Selbstverf\u00fcgung einschlie\u00dfen. Hier sind Abw\u00e4gungen zwischen den G\u00fctern \u201ePrivatheit\u201c sowie \u201eSchutz und F\u00fcrsorge\u201c erforderlich.<\/p>\n<p><strong>Substitutionseinwand<\/strong><em>: <\/em>Autonome Assistenzsysteme werden als ein probates Mittel der Personal- und Zeitersparnis betrachtet. Ethisch relevante Probleme ergeben sich dann, wenn Pflegebeziehungen in ganz elementaren Bereichen (Zuwendung, k\u00f6rperliche N\u00e4he, therapeutisch bedeutsame Ber\u00fchrung) technisch ersetzt werden sollen. Eine Reduzierung authentischer menschlicher Kontakte kann soziale Isolation nach sich ziehen. Kommt es zu sozialer Vereinzelung und Vereinsamung, dann \u2013 und das ist paradox \u2013 wird daraus das Argument der Notwendigkeit st\u00e4rkerer Kontrollen abgeleitet. \u00dcberdies: Durch Verringerung sozialer Beziehungen und Aktivit\u00e4ten steigt das Risiko, kognitive Einbu\u00dfen zu erleiden. Und: Durch den Einsatz autonomer Assistenzsysteme kann ein problematischer Einstellungswandel bei Pflegefachpersonen herbeigef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p><strong>Gerechtigkeitseinwand<\/strong>: Ich beziehe mich auf den Ansatz einer Bef\u00e4higungsgerechtigkeit. Sie besagt, dass jeder einen Anspruch auf Bef\u00e4higung zu einer m\u00f6glichst selbst\u00e4ndigen Lebensf\u00fchrung hat, auch unter Einschluss technisch-assistierender Systeme. Die Frage lautet, ob durch Reformen der sozialen Pflegeversicherung Trends sozialer Ungleichheit befestigt werden, zum Beispiel wenn eine Verpflichtung besteht, statt pers\u00f6nliche Leistungen technische Hilfen in Anspruch zu nehmen. Problematisch wird es auch dann, wenn eine finanzielle Beteiligung vorgesehen ist vor dem Hintergrund steigender Altersarmut.<\/p>\n<p>The <strong>Verantwortungseinwand<\/strong> zielt auf ungekl\u00e4rte Fragen, wer bei Fehlfunktionen oder Funktionsausf\u00e4llen autonomer Systeme eine Verantwortung zu \u00fcbernehmen hat, zum Beispiel in einem schuld- oder haftungsrechtlichen Sinne.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>VI.<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ethisch problematische Folgen des Einsatzes etwa von Emotions- oder Therapierobotern m\u00f6chte ich abschlie\u00dfend am Beispiel von Personen mit kognitiven Einschr\u00e4nkungen aufzeigen. Steht Wohlergehen im Vordergrund, so ist dieses in jedem Einzelfalle zu spezifizieren. Grunds\u00e4tzlich d\u00fcrfen kognitive Einschr\u00e4nkungen nicht gleichgesetzt werden mit einem Unverm\u00f6gen, pers\u00f6nliches Wohlergehen zum Ausdruck bringen zu k\u00f6nnen. Das emotionale Erleben dieser Menschen, selbst bei ausgepr\u00e4gter Demenz, kann als Bewertungsma\u00dfstab von Wohlergehen gelten. Es gibt inzwischen valide und verl\u00e4ssliche Instrumente (<em>f<\/em><em>acial expression analysis<\/em>), mit denen emotionales Wohlergehen nachgewiesen werden kann.<\/p>\n<p>Ergebnisse der Interventionsforschung bei Menschen mit Demenz geben Hinweise darauf, dass durch F\u00f6rderung von Erlebnisf\u00e4higkeit das Wohlbefinden dieser Personen verbessert werden kann. Dies kann in unterschiedlicher Weise geschehen: durch gezielte Ansprache und Kommunikation, auf nonverbale Weise durch visuelle, auditive und gustatorische Anregungen. Auch im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung k\u00f6nnen lebensgeschichtlich aufgebaute emotionale Ressourcen erschlossen sowie Vereinsamung und Isolation vermieden werden.<\/p>\n<p>Wichtig f\u00fcr die ethische Bewertung des Einsatzes von Emotionsrobotern scheint mir das vom britischen Gerontologen Lawton und anderen entwickelte und sp\u00e4ter erweiterte Lebensqualit\u00e4tsmodell bei Demenzkranken zu sein. Die wichtigsten, ethisch relevanten Bewertungsdimensionen lauten: (1) r\u00e4umliche Umwelt, (2) soziale Umwelt, (3) Betreuungsqualit\u00e4t, (4) subjektives Erleben und emotionale Befindlichkeit. Zur Kenntnis zu nehmen sind ferner Studien, welche besagen, dass die Lebensqualit\u00e4t demenzkranker Personen bis in fortgeschrittene Stadien durch Schaffung individuell (!) anregender, emotional bedeutsamer Situationen gef\u00f6rdert werden kann. Zu beachten ist auch, dass sich mit Ver\u00e4nderungen des kognitiven Status von Personen auch deren Vorlieben und Bewertungsma\u00dfst\u00e4be \u00e4ndern k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die ethische Beurteilung des beispielsweise auf Demenzkranke zugeschnittenen Emotionsroboters PARO ergibt sich folgende Quintessenz: Emotionsroboter sind ihren algorithmischen Basisfunktionen nach auf reproduzierbare Verhaltensschemata orientiert und programmiert. Es ist ihnen nicht m\u00f6glich, im Rahmen der von mir aufgezeigten Lebensqualit\u00e4tsindikatoren und ihrer situativen Bewertung eine differenzierte Antwort im Sinne eines pers\u00f6nlichen Verhaltensangebots zu generieren. Bestimmte Verhaltensoptionen sind dann als ethisch inakzeptabel zur\u00fcckzuweisen, wenn sie sich mit emotional und verhaltensf\u00f6rmig zum Ausdruck gebrachten Vorlieben und W\u00fcnschen nicht vereinbaren lassen.<\/p>\n<p>\u00dcberdies geh\u00f6ren demenziell ver\u00e4nderte Menschen zu einem \u00e4u\u00dferst vulnerablen Personenkreis. F\u00fcr sie stellt sich das Problem einer informierten Zustimmung zum Einsatz eines Emotionsroboters. Schwer zu entkr\u00e4ften scheint mir auch das Argument der Entw\u00fcrdigung zu sein angesichts einer k\u00fcnstlichen, pers\u00f6nlich indifferenten Manipulation von Gef\u00fchlszust\u00e4nden unter Missachtung auch der intrinsischen Wertquellen einer pflegerischen Beziehung. Die Gefahr besteht, dass Roboter ein menschlich f\u00fcrsorgliches Umfeld in betr\u00e4chtlichem Umfang ersetzen. Ihr Einsatz ist deswegen m\u00f6glichst zu begrenzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>VII.<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Knapp zusammengefasst lauten meine Empfehlungen:<\/p>\n<p>K\u00f6nnen pers\u00f6nliche <em>Selbst\u00e4ndigkeit<\/em> and <em>eigenverantwortliche<\/em> Lebensf\u00fchrung durch Assistenz-Technologien aufrechterhalten werden, so sind sie ethisch grunds\u00e4tzlich zu bef\u00fcrworten.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tze der<em> Selbstbestimmung <\/em>werden als hochrangig eingestuft. Autonomie sollte aber im Zusammenhang mit pers\u00f6nlichen Lebensentw\u00fcrfen, Lebenslagen und sozialen Beziehungen beurteilt werden.<\/p>\n<p>Ethisch bedeutsam ist, in welcher Weise Assistenz-Technologien zur <em>kreativen<\/em> Verarbeitung altersspezifischer Herausforderungen und Belastungen beitragen.<\/p>\n<p>Besonderes Augenmerk ist darauf zu richten, inwieweit ein Zugewinn an Sicherheit durch technische \u00dcberwachungssysteme mit <em>Intimit\u00e4ts-, Souver\u00e4nit\u00e4ts- und sozialen Verlusten<\/em> erkauft wird.<\/p>\n<p><em>Sorgestrukturen im Alter<\/em> werden zuk\u00fcnftig aus einem Mix (quasi-)famili\u00e4rer, b\u00fcrgerschaftlich erbrachter und professioneller Pflege bestehen. Das Potential digitaler Hilfen zur besseren Koordinierung von Pflege ist positiv zu bewerten.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Abteilung Pflegewissenschaft an der Universit\u00e4t Osnabr\u00fcck haben wir in der interdisziplin\u00e4ren Forschung und Entwicklung altersbezogener Assistenztechnologien reichhaltige Erfahrungen gesammelt. Das Thema Robotik hat Manfred H\u00fclsken-Giesler und mich in einem Gutachten f\u00fcr den Deutschen Bundestag zu Autonomen Assistenzsystemen in der Pflege intensiv besch\u00e4ftigt. 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