{"id":32281,"date":"2023-07-17T14:35:12","date_gmt":"2023-07-17T12:35:12","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=medizin-im-krieg-2"},"modified":"2025-04-22T10:05:46","modified_gmt":"2025-04-22T08:05:46","slug":"sanitaetsdienstliches-handeln-im-21-jahrhundert","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/sanitaetsdienstliches-handeln-im-21-jahrhundert\/","title":{"rendered":"Medical service action in the 21st century"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Introduction<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Sehr geehrte Damen und Herren, sehr herzlich m\u00f6chte ich mich f\u00fcr die Einladung bedanken, heute vor Ihnen \u00fcber ein Thema sprechen zu d\u00fcrfen, das uns alle betrifft. Ganz gleich, ob im milit\u00e4rischen oder zivilen Kontext \u2013 eine Besch\u00e4ftigung mit den hiermit einhergehenden Fragen lohnt sich! Sie lohnt sich f\u00fcr Angeh\u00f6rige der Bundeswehr, Vertreter der Politik, Angeh\u00f6rige der \u00c4rzteschaft oder des Rettungswesens, Besch\u00e4ftigte humanit\u00e4rer Hilfsorganisationen oder auch interessierte B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger.<\/p>\n<p>\u201eMedizin im Krieg?\u201c, lautet die \u00dcberschrift meines Vortrages. Und sie verr\u00e4t bereits, es geht um medizinethische Fragen im milit\u00e4rischen Kontext. Im Verlauf der letzten zehn Jahre kam es in diesem Zusammenhang zur Ausbildung eines eigenen Faches <em>Wehrmedizinethik<\/em>, das ich Ihnen im Folgenden etwas n\u00e4herbringen m\u00f6chte. Die Wehrmedizinethik ist mittlerweile ein fester Bestandteil des Lehrgangsangebotes im Sanit\u00e4tsdienst geworden. Die im Jahr 2016 durch Katholische Milit\u00e4rseelsorge und Sanit\u00e4tsdienst der Bundeswehr gemeinsam ins Leben gerufene Lehr- und Forschungsstelle f\u00fcr Wehrmedizinische Ethik an der Sanit\u00e4tsakademie der Bundeswehr in M\u00fcnchen besch\u00e4ftigt sich sowohl mit Fragen der wissenschaftlichen Forschung als auch zus\u00e4tzlich mit der Vermittlung wehrmedizinethischer Kompetenz in Ausbildung und Lehre.<\/p>\n<p>Ganz bewusst habe ich f\u00fcr den heutigen Vortrag die, wenn nicht provozierende so doch hoffentlich nachdenklich machende \u00dcberschrift \u201eMedizin im Krieg?\u201c gew\u00e4hlt: Welche Rolle spielt Medizin im Krieg? Nimmt sie sich nur der Verwundeten und Verletzten an oder ist sie als Mittel zum Zweck gar direkt und aktiv am Kriegsgeschehen beteiligt? Welche Aufgabe kommt Soldatinnen und Soldaten im Sanit\u00e4tsdienst hierbei zu und worin unterscheiden sich diese Aufgaben von denen der \u00fcbrigen Teilstreitkr\u00e4fte? Wie lassen sich milit\u00e4rische gegen medizinische Notwendigkeiten abw\u00e4gen, insbesondere auch im Hinblick auf eine Versorgung der Zivilbev\u00f6lkerung im Einsatzland? Braucht es international verbindliche medizinethische Standards und wie l\u00e4sst sich hier ein gemeinsamer Konsens erzielen? Dies sind nur einige Fragen, mit denen wir uns in der Wehrmedizinethik besch\u00e4ftigen. Sie lassen bereits erahnen, dass es sich hierbei um ein weites Feld handelt, dem ich mich im Folgenden in drei Schritten n\u00e4hern m\u00f6chte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Schritt 1: Historische Aspekte <\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein historisches Ereignis, das f\u00fcr die Wehrmedizinethik eine herausragende Bedeutung einnimmt, stellt die Schlacht von Solferino am 24. Juni 1859 dar. Der Schweizer Kaufmann Henri Dunant (1828-1910) geriet an diesem Tag zuf\u00e4llig in die Entscheidungsschlacht des Sardischen Krieges, bei dem sich \u00d6sterreich auf der einen, Sardinien und Frankreich auf der anderen Seite gegen\u00fcberstanden. Mit diesem Tag sollte der kleine Ort Solferino in Norditalien als einer der blutigsten Kriegsschaupl\u00e4tze des 19. Jahrhunderts bekannt werden. Tausende verwundete und verletzte Soldaten lagen sich selbst und ihrem Schicksal \u00fcberlassen auf den Feldern und Stra\u00dfen.<\/p>\n<p>Es war Dunant, der sich ihrer annahm und mit Helferinnen und Helfern aus den umliegenden D\u00f6rfern spontan einen Hilfsdienst organisierte. Seine Beobachtungen hielt er in seinem ber\u00fchmt gewordenen Bericht <em>Un Souvenir de Solferino <\/em>(dt. <em>Erinnerung an Solferino<\/em>) fest \u2013 ein kleines B\u00fcchlein mit weltbewegender Wirkung! Es ist der Initiative Dunants zu verdanken, dass es im Jahr 1864 zur Formulierung der ersten Genfer Konvention kam, der sogenannten Genfer-Rotkreuz-Konvention, und in der Folge zur Ausbildung des Humanit\u00e4ren V\u00f6lkerrechts.<\/p>\n<p>Auch die Entstehung ziviler und milit\u00e4rischer sanit\u00e4tsdienstlicher Strukturen erhielt von hier wichtige Impulse. Ohne an dieser Stelle auf alle medizin- und milit\u00e4rgeschichtlich bedeutsamen Aspekte dieser Entwicklung eingehen zu k\u00f6nnen, m\u00f6chte ich dennoch auf einen wichtigen Punkt hinweisen. Mit Henri Dunant verbindet sich eine Frage, die bis heute nichts an Bedeutung verloren hat: Wie kann es gelingen, auch in Zeiten des Krieges der Menschlichkeit zum Durchbruch zu verhelfen? Die Sorge f\u00fcr die Verwundeten und Verletzten des Krieges wurde f\u00fcr Dunant ein zentrales\u00a0 Anliegen, von dem sich die Menschheit als Ganzes nicht dispensieren kann und darf.<\/p>\n<p>In besonderer Weise sollte die Forderung, der Menschlichkeit auch in Zeiten des Krieges zum Durchbruch zu verhelfen, im 20. Jahrhundert auf die Probe gestellt werden. Beispielhaft m\u00f6gen hier die moralischen Verfehlungen verschiedener deutscher \u00c4rztinnen und \u00c4rzte im Nationalsozialismus dienen. Im Zuge des N\u00fcrnberger \u00c4rzteprozesses der Jahre 1946 und 1947 traten grauenhafte Medizinverbrechen zu Tage, an denen unter anderem auch sanit\u00e4tsdienstliches Personal beteiligt war. Die schwer zu ertragenden Dokumente des Verfahrens hat seinerzeit Alexander Mitscherlich (1908-1982) einer breiten \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich gemacht. Sein Buch <em>Medizin ohne Menschlichkeit<\/em>, das urspr\u00fcnglich 1947 als <em>Das Diktat der Menschenverachtung<\/em> erschien, stellt ein zentrales Dokument dar, wenn es darum geht, sich mit Fragen der Medizinethik in Anschluss an den Zweiten Weltkrieg zu besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<p>Die wechselvolle Geschichte des Werkes zeigt nicht zuletzt, wie schwer sich die deutsche Gesellschaft mit der Aufarbeitung der Medizinverbrechen in den Jahrzehnten nach dem Krieg getan hat. Aus sanit\u00e4tsdienstlicher Perspektive gibt es eine Vielzahl von Beispielen, die die Verstrickung von Soldaten in die Medizinverbrechen belegen. So hatte der Stabsarzt und Massenm\u00f6rder Sigmund Rauscher (1909-1945) im Konzentrationslager Dachau grausamste Medizinverbrechen an Gefangenen ver\u00fcbt und den Tod der Versuchspersonen wissentlich in Kauf genommen. Die Erkenntnisse, die aus dem N\u00fcrnberger \u00c4rzteprozess gewonnen wurden, fanden ethisch unter anderem ihren Niederschlag in der <em>Genfer Deklaration<\/em>, dem <em>Genfer \u00c4rztegel\u00f6bnis<\/em>, aus dem Jahr 1948 und der <em>Deklaration von Helsinki <\/em>aus dem Jahr 1964 \u2013 zwei zentrale Dokumente der Medizinethik bis heute.<\/p>\n<p>In unseren Tagen haben sich die asymmetrischen Szenarien moderner Konflikte und Kriege als eine besondere Herausforderung f\u00fcr den Sanit\u00e4tsdienst und seiner medizinethischen Grundlagen erwiesen. Die Preisgabe eigener moralischer Werte und Normen wird hierbei vom illegitimen Gegner beabsichtigt. Dieser hat nicht nur die k\u00f6rperliche und mentale, sondern auch die moralische Vernichtung seines Gegners im Sinn. Die grundlegende Forderung, der Menschlichkeit auch in Zeiten des Krieges zum Durchbruch zu verhelfen, wurde und wird hier auf eine weitreichende Probe gestellt. So sahen sich sanit\u00e4tsdienstliches Personal und sanit\u00e4tsdienstliche Einrichtungen im Rahmen des Afghanistan-Einsatzes einer besonderen Bedrohungslage ausgesetzt. In der Bundeswehr fand dies seinen Ausdruck in der Notwendigkeit, das Rote Kreuz auf den sanit\u00e4tsdienstlichen Fahrzeugen abzudecken. Diese Entwicklung brachte Rolf von Uslar im Jahr 2011 mit der Formulierung \u201eRotes Kreuz im Fadenkreuz\u201c auf den Punkt. Es ist deshalb wenig \u00fcberraschend, dass in Auseinandersetzung mit den sogenannten neuen Kriegen auch vermehrt milit\u00e4rmedizinethische Fragen Beachtung fanden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Schritt 2: Theoretische Aspekte <\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Neben einer Fundamentalethik, die in grundlegender Weise Fragen nach dem moralischen Handeln des einzelnen Menschen und dessen Relevanz im gesellschaftlichen Kontext stellt, lassen sich je nach Anwendungsgebiet verschiedene Bereichsethiken ausweisen. Dies sind beispielsweise die politische Ethik, die Umweltethik oder die Tierethik, aber auch die Milit\u00e4r-ethik und die Medizinethik. F\u00fcr sanit\u00e4tsdienstliches Handeln spielen die beiden Letztgenannten eine wichtige Rolle. Die Fragen, um die es hier geht, lassen sich jedoch weder durch eine Medizin- noch durch eine Milit\u00e4rethik allein in angemessener Weise angehen, so dass sich ein eigener Bereich ethischer Reflexion ergibt, den wir heute Wehrmedizinethik nennen.<\/p>\n<p>Die Wehrmedizinethik als gemeinsame Schnittmenge sowohl milit\u00e4rethischer als auch medizinethischer Fragestellungen ist nicht frei von Spannungen. Diese sind vielmehr ein Spezifikum der wehrmedizinischen Ethik als einer interdisziplin\u00e4ren Vorgehensweise. Dies zeigt zum Beispiel die Frage, ob medizinethisch relevante Prinzipien des zivilen Lebens ohne weiteres auf den milit\u00e4rischen Kontext \u00fcbertragen werden k\u00f6nnen. So betont die <em>World Medical Association<\/em> in ihren Regelungen f\u00fcr den bewaffneten Konflikt: \u201eMedical ethics in times of armed conflict is identical to medical ethics in times of peace.\u201d Dass diese Sichtweise nicht von allen geteilt wird, k\u00f6nnen Sie einem Zitat von Michael Gross, einem Pionier auf dem Gebiet der Wehrmedizinethik, entnehmen: \u201eAs physicians try to save lifes in an endeavor to taking them, they confront hard dilemmas. It is the nature of these dilemmas to question, if not recast, a physician\u2019s moral obligations.\u201d<\/p>\n<p>Gerade aus der Doppelverwendung als Angeh\u00f6riger des Sanit\u00e4tsdienstes und als Soldat k\u00f6nnen sich eine Reihe von moralischen Problemen ergeben, die in asymmetrischen Konflikten eine erhebliche Bedeutung erlangen k\u00f6nnen. In der Konfrontation mit unmoralisch agierenden Menschen gilt es, nicht selbst zum unmoralisch agierenden Menschen zu werden, das hei\u00dft sich sittlich zu kompromittieren. Auch wenn diese Forderung f\u00fcr alle Lebensbereiche des Menschen in Krieg und Frieden G\u00fcltigkeit besitzt, wird sie im asymmetrischen Konflikt auf eine schwerwiegende Probe gestellt.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Sanit\u00e4tsdienst der Bundeswehr gilt festzuhalten, dass wehrmedizinethische \u00dcberlegungen bei der Formulierung des beruflichen Selbstverst\u00e4ndnisses und des Leitbildes des Sanit\u00e4tsdienstes der Bundeswehr eine wichtige Rolle spielten. Ohne auf diese zentralen Texte des Sanit\u00e4tsdienstes im Detail eingehen zu k\u00f6nnen, m\u00f6chte ich Sie dennoch auf zwei Punkte hinweisen, an denen sich das spezifische Berufsethos des Sanit\u00e4tspersonals zeigt. Neben dem Anspruch, einen wichtigen \u201eDienst am Menschen\u201c zu leisten, kommt der Verpflichtung zu einem \u201eWaffenlosen Dienst\u201c eine grundlegende Bedeutung zu.<\/p>\n<p>\u00dcber den Dienst am Menschen hei\u00dft es im <em>Selbstverst\u00e4ndnis des Sanit\u00e4tsdienstes<\/em>: \u201eWas unterscheidet uns von anderen? Wir sind ein milit\u00e4rischer Dienst, der in besonderem Ma\u00dfe dem Auftrag der Menschlichkeit verpflichtet ist.\u201c Dies greift der Leitspruch des Sanit\u00e4tsdienstes der Bundeswehr auf, wenn er knapp formuliert: \u201eDer Menschlichkeit verpflichtet!\u201c \u00dcber den oftmals missverstandenen Anspruch, ein waffenloser Dienst zu sein, hei\u00dft es im <em>Leitbild<\/em>: \u201eWir nutzen unsere Waffen im Einklang mit dem Humanit\u00e4ren V\u00f6lkerrecht ausschlie\u00dflich zur Verteidigung unserer Patientinnen und Patienten und zum eigenen Schutz.\u201c<\/p>\n<p>In ihrem Handeln k\u00f6nnen sich Angeh\u00f6rige des Sanit\u00e4tsdienstes nicht von allgemein g\u00fcltigen medizinethischen Richtlinien dispensieren. Dies gilt insbesondere f\u00fcr die Angeh\u00f6rigen von Approbationsberufen, wie \u00c4rztinnen und \u00c4rzte, die mit der Aufnahme in die Bundes\u00e4rztekammer eine moralische Selbstverpflichtung eingegangen sind. Ein medizinethisch bedeutsamer Referenztext stellt hier die bereits erw\u00e4hnte <em>Genfer Deklaration<\/em> dar, die der Pr\u00e4ambel der Berufsordnung f\u00fcr \u00c4rztinnen und \u00c4rzte vorangestellt ist: \u201eAt the time of being admitted as a member of the medical profession: I solemnly pledge to consecrate my life to the service of humanity.\u201d Dies hat Folgen f\u00fcr das Arzt-Patienten-Verh\u00e4ltnis: \u201eThe health of my patient will be my first consideration.\u201d<\/p>\n<p>Als ungemein wichtiges Instrument medizinethischer Entscheidungsfindung haben sich die von Tom Beauchamp und James Childress formulierten medizinethischen Prinzipien erwiesen: Autonomie, Wohlergehen, Nicht-Schaden und Gerechtigkeit. Wie im zivilen Kontext m\u00fcssen diese Prinzipien auch bei wehrmedizinethischen Entscheidungen bedacht werden. Dies ist umso mehr der Fall, als dass die nationalen und internationalen wehrmedizinethischen Diskurse von Kolleginnen und Kollegen gef\u00fchrt werden, die unterschiedlichen fundamentalethischen Richtungen angeh\u00f6ren. Neben tugendethischen spielen hier vor allem pflichtenethische und nutzenethische \u00dcberlegungen eine Rolle. Insbesondere wenn Pflicht und Nutzen gegeneinander ausgespielt werden, k\u00f6nnen schwer l\u00f6sbare Konflikte entstehen.<\/p>\n<p>Letztendlich geht es hier um einen Streit, der sich im Anschluss an die von Immanuel Kant (1724-1804) formulierte pflichtenbasierte (deontologische) Ethik entz\u00fcndete, der wiederum Jeremy Bentham (1748-1832) und John Stuart Mill (1806-1873) eine nutzenorientierte (utilitaristische) Ethik entgegensetzten. Die meisten international gef\u00fchrten wehrmedizinethischen Kontroversen spiegeln gerade diesen moralphilosophischen Dissens wider. Je nachdem, welche Position vertreten wird, kann es zu unterschiedlichen, nicht selten widerspr\u00fcchlichen Ergebnissen kommen.<\/p>\n<p>Ein grundlegendes Dokument der Wehrmedizinethik stellen die <em>Ethical Principles of Health-Care in Times of Armed Conflict and other Emergencies<\/em> dar. Auch hier m\u00f6chte ich auf einige zentrale Aspekte hinweisen. So wird unter anderem betont, dass es keine kriegsbedingte Relativierung medizinethischer Prinzipien gibt: \u201eEthical principles of health-care do not change in times of armed conflict and other emergencies and are the same as ethical principles of health-care in times of peace.\u201d Vorrangiges Ziel sanit\u00e4tsdienstlichen Handelns ist der Erhalt beziehungsweise die Wiederherstellung der physischen und psychischen Gesundheit sowie die Linderung von Leid: \u201eThe primary task of health-care personnel is to preserve human physical and mental health and to alleviate suffering.\u201c<\/p>\n<p>Unter keinen Umst\u00e4nden darf sich sanit\u00e4tsdienstliches Personal an grausamen, inhumanen oder erniedrigenden Handlungen beteiligen, wie sie beispielsweise bei Folterma\u00dfnahmen zur Anwendung kommen: \u201eNo matter what argument may be put forward, health-care personnel never accepts acts of torture or any other form of cruel, inhuman or degrading treatment under any circumstances. They must never take part in such acts.\u201c Eine solch scharfe Formulierung erschien den Verfassern des Dokumentes geboten, da insbesondere im Rahmen der sogenannten speziellen Verh\u00f6rmethoden Folterma\u00dfnahmen aus nutzenethischen \u00dcberlegungen im Krieg gegen den Terror eine Rolle spielten.<\/p>\n<p>Bereits eine orientierende Besch\u00e4ftigung mit diesen Dokumenten zeigt, dass die Doppelverwendung als Soldat und Sanit\u00e4ter ein erhebliches Konfliktpotential bietet. Die hieraus resultierenden Konflikte werden auch als doppelte Loyalit\u00e4tskonflikte bezeichnet. Sie entstehen aus der zeitgleichen \u00dcbernahme zweier moralisch bindender Rollen, deren zugrundliegenden Werte und Normen nicht \u00fcbereinstimmen. Dabei beinhalten sie die Gefahr, dass es zu einer Nivellierung der grundlegenden Unterschiede zwischen \u00e4rztlichem und soldatischem Ethos kommt. Hier wird deutlich, wie schwierig es ist, milit\u00e4rische gegen medizinische Notwendigkeiten abzuw\u00e4gen. Die Rolle des Sanit\u00e4ters als Heiler und des Soldaten als K\u00e4mpfer miteinander in Einklang zu bringen, stellt die Angeh\u00f6rigen des Sanit\u00e4tsdienstes vor eine schwierige Aufgabe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Schritt 3: Ethische Aspekte<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im dritten Teil m\u00f6chte ich gerne die soeben dargestellten theoretischen Inhalte anhand einiger Beispiele vertiefen und mit Leben f\u00fcllen. Neben den Problemen, die immer schon zu den besonderen Herausforderungen sanit\u00e4tsdienstlichen Handelns geh\u00f6rten, spiegeln die konkreten Schwierigkeiten unserer Tage die Reallagen asymmetrischer Konflikte wider.<\/p>\n<p>Wehrmedizinethische Fragen lassen sich in verschiedene Problemfelder einteilen. Neben allgemeinen wehrmedizinethischen Fragen sind dies spezielle wehrmedizinethische Fragen, die sich insbesondere im Kontext von Eins\u00e4tzen stellen. Eine wichtige Rolle spielt in diesem Zusammenhang der Aspekt des Waffengebrauchs. Diesem kommt seit jeher eine besondere Bedeutung zu, die sich nicht zuletzt in den Genfer Konventionen widerspiegelt. Allgemeine wehrmedizinethische Fragen betreffen beispielsweise die Arzt-Patienten-Beziehung, die Vermittlung wehrmedizinethischer Kompetenz oder auch den Umgang mit Folter.<\/p>\n<p>Bei letzterem handelt es sich um ein international viel diskutiertes Problem, das, auch wenn es die Angeh\u00f6rigen der Bundeswehr nur indirekt betrifft, von diesen ethisch reflektiert werden muss. Spezielle wehrmedizinethische Fragen, bei denen der Waffengebrauch durch Sanit\u00e4tspersonal von Bedeutung ist, beziehen sich unter anderem auf den Umgang mit dem Schutzzeichen, die Frage nach einer erweiterten Waffenkompetenz des Sanit\u00e4tspersonals oder auch die Frage nach der Absicherung sanit\u00e4tsdienstlichem Handelns im Einsatz. Unter dem Aspekt des waffenlosen Dienstes lassen sich dar\u00fcber hinaus Fragen subsumieren, wie diejenige nach der der Versorgung der Zivilbev\u00f6lkerung im Einsatzland, dem Einsatz beschr\u00e4nkter Ressourcen (sogenannte Allokationsprobleme) oder auch dem Umgang mit Enhancement-Techniken im milit\u00e4rischen Kontext.<\/p>\n<p>Im Folgenden m\u00f6chte ich auf f\u00fcnf historische und aktuelle Themen n\u00e4her eingehen, die Ihnen zeigen sollen, dass die Besch\u00e4ftigung mit wehrmedizinethischen Fragen eine wichtige Aufgabe in Ausbildung und Praxis ist. Bereits einleitend habe ich Sie auf historisch bedeutsame Ereignisse hingewiesen, die bei der Entstehung der modernen Medizinethik eine wichtige Rolle gespielt haben. F\u00fcr die Wehrmedizinethik im engeren Sinne lassen sich gleichfalls medizin- und milit\u00e4rgeschichtlich interessante Beispiele finden.<\/p>\n<p>Wehrmedizinethisch bedeutsam ist die Frage nach der Allokation, das hei\u00dft die Verteilung der Mittel bei eingeschr\u00e4nkter personeller und materieller Ressource: Wer wird wie vorrangig behandelt? Nach welchen Kriterien lassen sich Handlungsentscheidungen treffen? Sind diese allein unter dem Gesichtspunkt medizinischer Notwendigkeit zu treffen oder m\u00fcssen hier milit\u00e4rische Notwendigkeiten prim\u00e4r beachtet werden? Diese Gesichtspunkte spielten w\u00e4hrend des Zweiten Weltkrieges unter anderem im Umgang mit dem kurz zuvor entdeckten Antibiotikum Penicillin zumindest zeitweise eine wichtige Rolle. Infektionskrankheiten waren zu allen Zeiten ein Faktor, der nicht selten kriegsentscheidende Bedeutung hatte.<\/p>\n<p>Die schwierigen Bedingungen des Krieges lieferten im Milit\u00e4r, aber auch in der Zivilgesellschaft ideale Voraussetzungen f\u00fcr die Ausbreitung von Seuchen, denen man lange Zeit nichts als eine symptomatische Therapie entgegenzusetzen hatte. Dies \u00e4nderte sich grundlegend mit der Entdeckung des Penicillins. Erstmals stand auf Seiten der Alliierten ein potentes Pharmakon zur Bek\u00e4mpfung bakterieller Infektionen zur Verf\u00fcgung. Tats\u00e4chlich kann die Bedeutung dieses Antibiotikums f\u00fcr die sanit\u00e4tsdienstliche Versorgung der Alliierten nicht \u00fcbersch\u00e4tzt werden. Dabei waren es insbesondere zwei Indikationen, die die Penicillintherapie dominierten: Wundinfektionen und Geschlechtskrankheiten.<\/p>\n<p>Das medizinethische Dilemma der fr\u00fchen sanit\u00e4tsdienstlichen Penicillintherapie im Zweiten Weltkrieg entz\u00fcndete sich gerade an der Frage, wie das zun\u00e4chst nicht in unbegrenztem Ma\u00df vorhandene Antibiotikum eingesetzt werden sollte. Orientiert sich die Verteilung an medizinischen oder milit\u00e4rischen Notwendigkeiten? W\u00e4hrend die Behandlung von Wundinfektionen f\u00fcr die betroffenen Soldaten zumeist lebensentscheidend war, aber keinen direkten Wiedereintritt in Kampfhandlungen zur Folge hatte, sah dies bei der Therapie von Geschlechtskrankheiten ganz anders aus. Tats\u00e4chlich haben wir es hier mit einem medizinisch relevanten Allokationsproblem im oben angesprochenen Sinn zu tun. Dieses birgt in sich die M\u00f6glichkeit eines doppelten Loyalit\u00e4tskonflikts, dessen Sch\u00e4rfe besonders hervortritt, wenn man ihn vor dem Hintergrund der heutebedeutsamen medizinethischen Prinzipien des Patientenwohls, des Nicht-Schadens und der Gerechtigkeit betrachtet.<\/p>\n<p>Ein weiteres historisches Beispiel, an dem sich medizinethische Dilemmata aufzeigen lassen, stellt die Hearts-and-Minds-Policy der USA im Vietnamkrieg dar. Das Programm sollte die Unterst\u00fctzung der Bev\u00f6lkerung im Kampf gegen die Viet Cong sichern, nicht zuletzt durch die Bereitstellung ambulanter und station\u00e4rer medizinischer Ma\u00dfnahmen. In diesem Zusammenhang erwies sich der Einsatz von Placebos als h\u00f6chst problematisch, der die involvierten Sanit\u00e4tssoldaten in erhebliche Gewissenskonflikte brachte. Medizinische Versorgung wurde hier f\u00fcr milit\u00e4rische Zwecke nicht nur instrumentalisiert, sondern auch moralisch korrumpiert. Aus Sicht einer prinzipienbasierten Medizinethik wurde massiv gegen Autonomie, Patientenwohl, Nicht-Schaden und Gerechtigkeit versto\u00dfen, was zu ausgepr\u00e4gten doppelten Loyalit\u00e4tskonflikten f\u00fchrte.<\/p>\n<p>Auch heute ist die Frage nach der Versorgung der Zivilbev\u00f6lkerung im Einsatzland wehrmedizinethisch bedeutsam: Welche Ressourcen d\u00fcrfen in welchem Umfang hierf\u00fcr zur Verf\u00fcgung gestellt werden, ohne die Erf\u00fcllung des milit\u00e4rischen Auftrags zu gef\u00e4hrden? Welche medizinisch-therapeutischen Ma\u00dfst\u00e4be gilt es, hierbei zugrunde zu legen? Wie l\u00e4sst sich ein teilweiser oder vollst\u00e4ndiger Verzicht auf medizinische Hilfe im Einzelfall rechtfertigen? Welche Konsequenzen hat dies f\u00fcr das Selbstverst\u00e4ndnis von Angeh\u00f6rigen eines Heilberufes? Dass erkrankte oder verletzte Zivilpersonen den Kontakt mit milit\u00e4rischem Sanit\u00e4tspersonal suchen und sich so einen Zugang zu moderner medizinischer Versorgung versprechen, ist nur allzu verst\u00e4ndlich. Krankheitstypen mit jeweils speziellen Herausforderungen f\u00fcr den Sanit\u00e4tsdienst betreffen neben Kriegsverletzungen das gesamte Spektrum des human- bzw. zahnmedizinischen F\u00e4cherkanons.<\/p>\n<p>Eine besondere Herausforderung stellt hierbei die Versorgung von Schwangeren und Kindern dar. Insbesondere die Behandlung von Patienten, die einer langwierigen intensivmedizinischen Betreuung bed\u00fcrfen, kann ein erhebliches Problem f\u00fcr die materiellen und personellen Ressourcen darstellen. Neben medizinischen und milit\u00e4rischen Aspekten k\u00f6nnen hierbei auch politische Gesichtspunkte die Entscheidungsfindung erschweren. Gerade bei der Versorgung der Zivilbev\u00f6lkerung erweisen sich wehrmedizinethische Probleme als sehr belastend. Milit\u00e4rische und medizinische Notwendigkeit gilt es hier gegeneinander abzuw\u00e4gen, was doppelte Loyalit\u00e4tskonflikte zur Folge haben kann. Auch der Blick auf die medizinethischen Prinzipien l\u00e4sst die wehrmedizinethischen Probleme deutlich hervortreten. Die sich hieraus zwangsl\u00e4ufig ergebenden Grenzen humanit\u00e4rer Hilfe k\u00f6nnen f\u00fcr Sanit\u00e4tspersonal eine erhebliche Belastung darstellen.<\/p>\n<p>Ein weiteres Allokationsproblem mit spezieller wehrmedizinethischer Relevanz kann sich im Rahmen eines Massenanfalls von Verwundeten ergeben, wobei die Anzahl der Verwundeten und\/oder Verletzten im Rahmen eines Gro\u00dfschadensereignisses die zur Verf\u00fcgung stehenden materielle und personelle Ressource \u00fcbersteigt. Als eine in h\u00f6chstem Ma\u00df hilfreiche Vorgehensweise hat sich in diesem Zusammenhang die sogenannte Triage erwiesen. Hierunter versteht man die Sichtung und Kategorisierung von Patienten bei einem Massenanfall von Verletzten, die eine Zuteilung der beschr\u00e4nkten medizinischen Ressource erlaubt, mit dem Ziel die Anzahl der \u00dcberlebenden zu maximieren. Dabei werden Patienten in verschiedene Kategorien eingeteilt, anhand derer eine medizinische Versorgung erfolgt.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend diese Kategorisierung normalerweise streng auf medizinischen Kriterien basiert, wird international im milit\u00e4rischen Kontext auch eine hiervon abweichende Kategorisierung nach milit\u00e4rischen, das hei\u00dft funktionellen, Gesichtspunkten diskutiert: Ist milit\u00e4rischem Personal ein Vorrang bei der Behandlung gegen\u00fcber m\u00f6glichen zivilen Opfern einzur\u00e4umen? Welchen Stellenwert hat der verwundete oder verletzte milit\u00e4rische Gegner? Kann eine vorrangige Versorgung leichtverwunderter Patienten mit dem Ziel gerechtfertigt werden, diese schnell wieder am Kampfgeschehen teilnehmen zu lassen? Kann eine solche Vorgehensweise auch um den Preis des \u00dcberlebens schwerverwundeter Kameradinnen und Kameraden gerechtfertigt werden?<\/p>\n<p>Diese Fragen zeigen bereits, dass es eine Reihe von nicht-medizinischen Gesichtspunkten gibt, die durchaus eine Relevanz im wehrmedizinischen Kontext besitzen. F\u00fcr die Triagierung unter milit\u00e4rischen Gesichtspunkten hat sich in den internationalen Diskursen der Begriff der Reversal oder Wartime Triage ausgebildet. Reversal Triage meint eine unter funktionellen Gesichtspunkten vorgenommene Umkehrung der Behandlungsreihenfolge, der medizinische Kriterien untergeordnet werden. Diese Vorgehensweise birgt erhebliches Konfliktpotential f\u00fcr sanit\u00e4tsdienstliches Personal. Auch sie kann doppelte Loyalit\u00e4tskonflikte zur Folge haben. Mit ihr geht eine Missachtung medizinethischer Prinzipien wie Patientenwohl, Nicht-Schaden und Gerechtigkeit einher.<\/p>\n<p>Ein international viel beachtetes wehrmedizinethisches Problem stellt der Umgang von Sanit\u00e4tspersonal mit Folter dar. Im Zusammenhang mit der Darstellung der zentralen Referenzdokumente hatte ich bereits im theoretischen Teil darauf hingewiesen. Im Krieg gegen den Terror erschien es beispielsweise der US-Regierung opportun, sogenannte spezielle Verh\u00f6rmethoden anzuwenden. Hierzu z\u00e4hlen neben Waterboarding auch andere Techniken wie Schlafentzug, akustische und visuelle Stressexposition, Einsargen oder die Anwendung von Gewalt in Form von Schl\u00e4gen. Dies f\u00fchrte international zu der intensiv diskutierten Frage, ob es f\u00fcr Angeh\u00f6rige von Heilberufen eine moralische Verpflichtung geben kann, speziellen Verh\u00f6rmethoden beizuwohnen. W\u00e4hrend Bef\u00fcrworter entsprechender Methoden dies mit der Notwendigkeit einer medizinischen \u00dcberwachung zu rechtfertigen suchten, lehnten die Gegner dies als unvereinbar mit dem \u00e4rztlichen Ethos ab.<\/p>\n<p>Dabei erweisen sich die ethisch relevanten Fragen, die hiermit einhergehen, als breit gef\u00e4chert. Losgel\u00f6st von der aus meiner Sicht absolut zu verneinenden Frage, ob sich medizinisches Personal an entsprechenden Techniken beteiligen darf, ist bereits die Frage bedeutsam, wie mit dem Wissen umzugehen ist, dass Patientinnen und Patienten Opfer von Folter wurden oder werden k\u00f6nnten. Im Falle einer Beteiligung an entsprechenden Handlungen wird sanit\u00e4tsdienstliches Personal entgegen seinem Kernauftrag eingesetzt. Dabei wird gegen alle medizinethisch relevanten Prinzipien versto\u00dfen. M\u00f6gliche hieraus resultierende doppelte Loyalit\u00e4tskonflikte m\u00fcssen als erheblich eingestuft werden; dar\u00fcber hinaus wird gegen das Humanit\u00e4re V\u00f6lkerrecht versto\u00dfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Summary and outlook <\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ausgehend von verschiedenen historischen Beispielen hatte ich Ihnen die Entstehung des Faches Wehrmedizinethik skizziert, verschiedene theoretische Aspekte beleuchtet und bin auf einzelne zentrale Referenzdokumente eingegangen. Die f\u00fcnf angef\u00fchrten Beispiele verdeutlichten die praktische Relevanz wehrmedizinethischen Fragens im soldatischen Alltag. Die Notwendigkeit einer allgemeinen ethischen Kompetenz in der Bundeswehr bedarf heute hoffentlich keiner besonderen Begr\u00fcndung mehr. Vielf\u00e4ltige Angebote ethischer Bildung pr\u00e4gen den milit\u00e4rischen Alltag. Eine zentrale Bedeutung kommt hierbei sicherlich dem Lebenskundlichen Unterricht zu. Dar\u00fcber hinaus gibt es eine Vielzahl an Aus-, Fort- und Weiterbildungsprogrammen. Sie bieten Ihnen die M\u00f6glichkeit, intensiv \u00fcber die Frage \u201eWas f\u00fcr ein Soldat \/ eine Soldatin m\u00f6chte ich sein?\u201c nachzudenken. Diese Frage f\u00fchrt uns zu der viel grundlegenderen Frage \u201eWas f\u00fcr ein Mensch m\u00f6chte ich sein?\u201c, von der wir uns niemals dispensieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Besch\u00e4ftigung mit wehrmedizinethischen Fragen in Forschung und Lehre wurde in den letzten Jahren intensiviert, so dass wir heute von einer systematisierten und institutionalisierten Wehrmedizinethik sprechen k\u00f6nnen. Ich hatte Ihnen zu Beginn gezeigt, dass wehrmedizinethische Fragen alle Soldatinnen und Soldaten in der Bundeswehr betreffen. Deshalb m\u00f6chte ich abschlie\u00dfend die Chance nutzen, Sie f\u00fcr eine weiterf\u00fchrende Besch\u00e4ftigung mit wehrmedizinethischen Fragen zu motivieren, und hoffe, dass ich Ihnen mit meinen Ausf\u00fchrungen die Bedeutung einer entsprechenden Kompetenz f\u00fcr die erfolgreiche Bew\u00e4ltigung eines soldatischen Verwendung im In- und Ausland habe aufzeigen k\u00f6nnen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einleitung \u00a0 Sehr geehrte Damen und Herren, sehr herzlich m\u00f6chte ich mich f\u00fcr die Einladung bedanken, heute vor Ihnen \u00fcber ein Thema sprechen zu d\u00fcrfen, das uns alle betrifft. Ganz gleich, ob im milit\u00e4rischen oder zivilen Kontext \u2013 eine Besch\u00e4ftigung mit den hiermit einhergehenden Fragen lohnt sich! 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