{"id":32297,"date":"2023-07-17T14:35:25","date_gmt":"2023-07-17T12:35:25","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=suizidpraevention"},"modified":"2025-04-23T14:23:11","modified_gmt":"2025-04-23T12:23:11","slug":"ambivalenz-der-freiheit-herausforderung-der-suizidpraevention-fallgeschichten-zu-ingeborg-bachmann-und-ulrike-meinhof","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/ambivalenz-der-freiheit-herausforderung-der-suizidpraevention-fallgeschichten-zu-ingeborg-bachmann-und-ulrike-meinhof\/","title":{"rendered":"Ambivalenz der Freiheit &#8211; Herausforderung der Suizidpr\u00e4vention"},"content":{"rendered":"<h3>Introduction<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Suizidpr\u00e4vention wird vom Verein DIE ARCHE seit f\u00fcnfzig Jahren in M\u00fcnchen geleistet. Die Fallgeschichten zu Ingeborg Bachmann und Ulrike Meinhof m\u00f6gen helfen, die Herausforderungen zu verstehen, die in suizidalen Grenzsituationen des Lebens liegen k\u00f6nnen. Sie werden eingerahmt von ideengeschichtlichen Anmerkungen im Horizont von Hannah Arendt und Karl Jaspers. Denn die heute vieldiskutierte Philosophin und ihr Lehrer, der anfangs als Psychiater wirkte, er\u00f6ffnen im Gedanken menschlicher Pluralit\u00e4t auch psychopathologische und existenzielle Dimensionen des Verstehens.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>I.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als Hannah Arendt 1948 ihre Essays zur verborgenen Tradition j\u00fcdischen Denkens ver\u00f6ffentlichte, schrieb sie auch eine \u201eZueignung an Karl Jaspers\u201c. Sie dankte ihrem philosophischen Mentor f\u00fcr die M\u00f6glichkeit zum vertrauensvollen Gespr\u00e4ch, das ihr angesichts der j\u00fcngsten Geschichte geholfen hatte, nicht zu verzweifeln. Arendt nutzte das Bild der Sintflut und \u201eder Noahs\u201c, die in ihren Archen in den Fluten unterwegs sind: \u201eEs gibt noch verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig viele Noahs, die auf den Weltmeeren umherschwimmen und versuchen, ihre Archen so nah wie m\u00f6glich aneinander heranzusteuern.\u201c<\/p>\n<p>Was Sie hier in M\u00fcnchen mit den Gespr\u00e4chen in der Arche leisten, um die Katastrophen einzelner Leben zu verstehen, entspricht in der Sache der heilsamen Wirkung, die Arendt von ihren Gespr\u00e4chen mit Jaspers unterstreicht. Ihre Arbeit verwirklicht etwas von dem, was Hannah Arendt als \u201eexistenzielle Kommunikation\u201c vor Augen stand, als sie in der desolaten Lage nach 1945 ihren ehemaligen Lehrer wieder ansprechen konnte. Auch sie zimmern kleine Archen des Verstehens, die in steigenden Fluten \u00fcberleben lassen. Menschen fassen neuen Mut, die Verzweiflung \u00fcber das Leben nicht herrschen zu lassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>II.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr eine gelingende Kommunikation im psychotherapeutischen Bereich sind nach Karl Jaspers zwei Kulturen des Verstehens n\u00f6tig. Seine <em>Allgemeine Psychopathologie<\/em> beschrieb vor einhundert Jahren \u2013 parallel zur Psychoanalyse Sigmund Freuds \u2013 eine Form des psychiatrischen Verstehens. Wenige Jahre sp\u00e4ter entwickelte Jaspers an den F\u00e4llen kranker K\u00fcnstler wie van Gogh und H\u00f6lderlin dieses weiter in eine Richtung, die auch den existenziellen Momenten ihres Schaffens gerecht zu werden versuchte. W\u00e4hrend das psychologische Verstehen und das biologische Erkl\u00e4ren psychischer Erkrankungen mit konkretem Wissen einhergehen, bleibt die existenzielle Dimension zuletzt uneindeutig. Man kann als Experte in Psychologie, Soziologie und Medizin gesichertes Wissen erlangen, das im Gespr\u00e4ch mit suizidalen Menschen enorm wichtig ist. Aber zudem ist auch das Verst\u00e4ndnis weltanschaulich offener Horizonte wichtig, von denen Jaspers in <em>Vom Ganzen des Menschseins<\/em>, dem letzten Abschnitt seiner <em>Allgemeinen Psychopathologie<\/em> sprach. Dort richtet er den Blick auf ein philosophisch-existenzielles Verstehen, das Psychiater, Psychologen und Therapeuten \u2013 ironisch gesprochen \u2013 fachlich \u00fcberfordern muss. Es verlangt eine Wahrnehmung religi\u00f6ser, philosophischer und kultureller Aspekte unseres Menschseins, die \u00fcber blo\u00dfe Achtsamkeit hinausgeht. Es wird uns zugemutet, mit suizidalen Menschen \u00fcber Fragen zu sprechen, die das rein Fachliche \u00fcbersteigen und den R\u00fcckzug auf das objektive Wissen versperren.<\/p>\n<p>Jaspers hat die Vielfalt der Verstehenshorizonte in seiner dreib\u00e4ndigen <em>Philosophy <\/em>pr\u00e4gnant beschrieben. Der erste Band <em>Weltorientierung<\/em> umrei\u00dft, in welchen wissenschaftlichen Grenzen wir gesichertes Wissen vom Menschen erlangen k\u00f6nnen. Im zweiten Band <em>Existenzerhellung<\/em> werden die M\u00f6glichkeiten des psychologisch Verst\u00e4ndlichen nach innen erkundet. Der Mensch erf\u00e4hrt, wie gef\u00e4hrdet und ungesichert sein Selbstverst\u00e4ndnis ist, das er meist \u00fcber weltanschauliche Geh\u00e4use stabilisiert. Von daher n\u00e4hert sich der letzte <em>Band Metaphysik<\/em> religi\u00f6sen, philosophischen und kulturellen Fragen nach Lebenssinn, die in aller Unsicherheit unseres Wissens eine individuelle Antwort verlangen.<\/p>\n<p>Schon Kant sprach als Philosoph der Aufkl\u00e4rung vom \u201emetaphysischen Bed\u00fcrfnis\u201c, das den Menschen dazu bringe, \u201eregulative Ideen\u201c \u00fcber letzte Lebensbez\u00fcge zu entwickeln, ohne diese sicher beweisen zu k\u00f6nnen. In dieser Tradition fordert Jaspers auch im psychiatrischen Denken auf, bei aufkommenden Sinnfragen Mut zu zeigen, nicht allein auf festes Wissen zu bauen, sondern mit den Patienten und Klienten in suizidalen Krisen auch best\u00e4ndig \u00fcber nie eindeutig l\u00f6sbare Fragen nachzudenken.<\/p>\n<p>Mit anderen Worten: In der existenziellen Kommunikation wird das therapeutische Gegen\u00fcber, das selbst keine sicheren Antworten besitzt, mit Jaspers gesprochen, zum \u201eSchicksalsgef\u00e4hrten\u201c, der \u201evon Freiheit zu Freiheit\u201c h\u00f6rt und spricht. So entsteht ein Gespr\u00e4ch, in dem zwei Kulturen des Verst\u00e4ndnisses pr\u00e4sent sind: das wissenschaftlich-psychologische und das philosophisch-existenzielle Verstehen. Dieses l\u00e4sst keine festen Antworten zu, aber ben\u00f6tigt gleichwohl einige \u00dcbung, eine pers\u00f6nliche Vertrautheit mit nur vagen Dimensionen des Menschseins, die in die Dom\u00e4ne der Religion, der Philosophie, der Kunst und Literatur geh\u00f6ren. Jaspers hat wie wenige darauf hingewiesen, dass wir ihnen gegen\u00fcber aufmerksam sein m\u00fcssen, gerade wenn es um suizidale Krisen des Menschen geht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>III.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund m\u00f6chte ich zwei F\u00e4lle aus dem Bereich von Literatur und Politik vorstellen, bei denen die existenzielle Problematik des suizidalen Denkens und Verhaltens pr\u00e4gnant hervortritt. Sie entstammen meinem Versuch, unter dem Titel <em>Die Verungl\u00fcckten<\/em> vergleichend Lebensl\u00e4ufe deutschsprachiger Intellektueller darzustellen. Diese k\u00f6nnen in Verbindung mit den Werken Fragw\u00fcrdigkeiten des Lebens verdichten, die uns alle angehen, gerade weil der Mensch sich ihrer im Alltag alleine nie in der Sch\u00e4rfe bewusst wird.<\/p>\n<p>Beginnen wir mit dem Fall Ingeborg Bachmanns. Sie wurde nach dem Zweiten Weltkrieg fast schlagartig als Dichterin bekannt und hatte zuvor in Wien \u00fcber Martin Heideggers Existenzialphilosophie promoviert. Ihr Kerngedanke ist, dass sein Denken \u2013 aus wissenschaftlicher Perspektive betrachtet \u2013 nur \u201eScheinfragen\u201c stelle. Diese seien nicht zu beantworten, aber der Mensch bed\u00fcrfe ihrer, um das Leben in seiner Abgr\u00fcndigkeit zu verstehen. Weil eine argumentative Philosophie keine Antworten geben k\u00f6nne, seien Kunst und Literatur n\u00f6tig, um das menschliche Selbstverst\u00e4ndnis weiter zu erhellen. Bachmann begrenzte deshalb die Reichweite der Philosophie, indem sie auf Ludwig Wittgenstein und seinen <em>Tractatus Logico-philosophicus<\/em> hinwies: \u201eWor\u00fcber man nicht sprechen kann, dar\u00fcber muss man schweigen.\u201c<\/p>\n<p>Wie kann bei dem philosophischen Schweigen aber die Kunst sprechen? Bachmann ging der Frage vor genau f\u00fcnfzig Jahren nach, als sie in Frankfurt die erste Poetik-Vorlesung hielt. Sie schrieb, als h\u00e4tte sie Jaspers\u00b4 Trennung von wissenschaftlichem und existenziellem Sprechen aufgenommen, das immer \u00fcber die Weltorientierung hinausgeht: \u201eEs gibt in der Kunst keinen Fortschritt in der Horizontalen, sondern nur das immer neue Aufrei\u00dfen einer Vertikalen und die ver\u00e4ndernde Wirkung, die von neuen Werken ausgeht, erzieht uns zu neuen Wahrnehmungen, neuen Gef\u00fchlen, einem neuen Bewusstsein.\u201c Dass es in der Kunst keinen sachlichen Fortschritt voranschreitenden Wissens gibt, ist eine kluge Selbstbeschr\u00e4nkung. Aber in der Vertikalen, dem Vagen k\u00f6nnen Werke eines poetischen Denkens zu neuen Wahrnehmungen, neuem Bewusstsein erziehen. Das hei\u00dft dichterische Werke sind solche, die erlauben, Dinge neu zu deuten, neu sehen.<\/p>\n<p>Der Dichter, dem die Frankfurter Worte besonders gelten, ist Paul Celan, dem Bachmann leidenschaftlich verbunden war. Seine Gedichte gehen von der Geschichte aus, die wir erleben, aber erf\u00fcllen sich nicht in ihrem Horizont. Die Dichtung stellt vielmehr vertikale Fragen angesichts dessen, was im 20. Jahrhundert an Ungeheuerlichem geschehen ist. Wenn Bachmann vom Dichter schreibt, der \u201ewirklichkeitswund und wirklichkeitssuchend\u201c sei, kommt die existenzielle Betroffenheit ihres Freundes zum Ausdruck, der seine gesamte Familie im Holocaust verloren hatte. Sie bezieht sich auf das Gedicht <em>Engf\u00fchrung<\/em>, das \u00fcber dem Ungl\u00fcck gleichwohl ein poetisches Zeichen der Hoffnung aufrichtet. Die Menschen, an der Lagermauer zur Erschie\u00dfung zusammengetrieben, richten noch im letzten Moment ein Gebet gen Himmel: \u201eEin Stern strahlt noch von Licht. Nichts, nichts ist verloren.\u201c Diese letzten Zeilen des Gedichtes zitiert Bachmann in ihrer Poetik-Vorlesung. In der scheinbar totalen Vernichtung bieten die dichterischen Worten noch einen Streifen Hoffnung: \u201eNichts, nichts ist verloren.\u201c<\/p>\n<p>Blickt man auf das biographische Verh\u00e4ltnis zwischen Bachmann und Celan, so waren sie einander die gro\u00dfe Passion des Lebens. Die zuletzt ungl\u00fcckliche Liebesgeschichte begann 1948 in Wien. Ihre H\u00f6hen und Tiefen lassen sich heute in sp\u00e4rlichen Briefspuren nachvollziehen. Celan lebte in Paris, Bachmann unter anderem in M\u00fcnchen. H\u00f6hepunkt ihrer Liebe war 1957 ein Treffen in K\u00f6ln, von dessen ekstatischem Charakter das Gedicht <em>K\u00f6ln, am Hof<\/em> zeugt: \u201eHerzzeit, es stehen die Getr\u00e4umten f\u00fcr die Mitternachtsziffer, verband, verloren, waren daheim.\u201c Das Gedicht preist den Moment des gl\u00fccklichen Zusammenseins, einen Augenblick vollkommener Erf\u00fcllung, der nicht andauern kann. Bachmann h\u00e4lt sich in der Folge lebensklug auf Distanz zu Paul Celan, ahnend, dass es kaum m\u00f6glich w\u00e4re, diese ekstatisch-vertikale Verbundenheit mit dem hochsensiblen Dichter in der Horizontalen weiter zu leben.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich kommt es nur wenige Jahre sp\u00e4ter zum endg\u00fcltigen Zerw\u00fcrfnis zwischen beiden, das in einer zunehmenden Entfremdung endet. Bachmann wendet sich in der Folge Max Frisch zu, der sich sp\u00e4ter wieder von ihr trennt. Sie begeht einen Suizidversuch. Die Dichterin sucht ekstatischen und exzessiven Trost in verschiedenen Lieben und fl\u00fcchtigen Bekanntschaften, ohne dass eine von ihnen je die Qualit\u00e4t erlangt h\u00e4tte, die im Verh\u00e4ltnis zu Paul Celan einmalig aufschien. Bachmann wird zeitweise klinisch behandelt, zumal sie einer schweren Tabletten- und Alkoholsucht verf\u00e4llt. Ihre Rede <em>Ein Ort f\u00fcr Zuf\u00e4lle<\/em>, zum B\u00fcchner-Preis 1964 gehalten, beschreibt Berlin als topographische Metapher des gro\u00dfen Ungl\u00fccks, das dem Einzelnen heute die Gesellschaft zuf\u00fcge. Bachmann arbeitet mit Schablonen der aufkommenden Antipsychiatrie und betont die fatale Bedeutung der M\u00e4nner f\u00fcr das weibliche Ungl\u00fcck, darin die eigene Erfahrung spiegelnd. Ihre S\u00e4tze schwingen sich zu einer moralischen Eindeutigkeit auf, die bei ihrer sonstigen F\u00e4higkeit, Ambivalenzen darzustellen, verbl\u00fcfft.<\/p>\n<p>Die klare Trennung zwischen Opfern und T\u00e4tern erstreckt sich auf die beiden L\u00e4nder Deutschland und \u00d6sterreich. Dabei wei\u00df man heute, dass ihr Vater in Klagenfurt schon vor 1933 Mitglied der Partei gewesen war, das hei\u00dft sich aktiv zu den kommenden T\u00e4tern z\u00e4hlte.<\/p>\n<p>In ihrem letzten Buch, dem Roman <em>Malina<\/em>, arbeitet sich Bachmann 1971 an diesem famili\u00e4ren Konflikt der T\u00e4terschaft ab. Sie beschreibt mit der titelgebenden Figur, der Malina, eine Instanz der historischen Klarheit und reflektiert zugleich, dass solche Transparenz t\u00f6dliche Folgen haben kann. Schon in der kurzen Erz\u00e4hlung <em>Miranda<\/em> hatte Bachmann zuvor den Konflikt zwischen lebenszerst\u00f6render Klarheit und vitalisierendem Vergessen in psychotherapeutischer Hinsicht beschrieben. Diese L\u00f6sung wird inkarniert von der Figur der Miranda, der sich Verwundernden. Entlang von Vorstellungen des eigenwilligen Arztes Georg Groddeck, der lebenstragende Illusionen als therapeutisch wichtig herausgestellt hatte, gleicht Miranda ihre \u2013 metaphorisch bedeutsame \u2013 Kurzsichtigkeit meist nicht durch eine Brille aus. Sie will das Elend ihres Lebens nicht deutlich erkennen m\u00fcssen. Miranda zahlt f\u00fcr ihr aktives Verleugnen; ihr Leben misslingt zuletzt. Die Utopie des gelungenen Nichtsehens wendet sich am Ende ins Gegenteil. Die Kurzsichtigkeit zerst\u00f6rt durch das, was Miranda \u00fcbersieht, ihre Partnerschaft und damit ihr Leben.<\/p>\n<p>Die Zerst\u00f6rungskraft des selbstvergessenen Lebens entwickelt Bachmann als Problematik am deutlichsten in <em>Malina<\/em>, dem einzigen Werk, das aus dem Zyklus der <em>Todesarten<\/em> je erschien. Malina, die Figur, die dem Buch den Namen gibt, ist die aufkl\u00e4rerische Instanz, als solche nicht zuf\u00e4llig Milit\u00e4rhistoriker. Das andere Gegen\u00fcber des Ich, Ivan, steht in dem Bewusstseinsroman f\u00fcr Momente des Gl\u00fccks, die F\u00e4higkeit, im ekstatischen Zusammensein die ungl\u00fcckliche Welt zu vergessen. Es geht um einen Ausnahmezustand, den \u201eanderen Zustand\u201c, den Bachmann schon in fr\u00fchen Essays zu Robert Musil gefeiert hat. Ivan erm\u00f6glicht in dem aufgekl\u00e4rten Leben Momente des Herausstehens, die Injektionen von Liebe. Kunstvoll spiegelt Bachmann in den inneren Monologen das zerrissene Bewusstsein des Ich, das zwischen Aufkl\u00e4rung und Vergessen zu w\u00e4hlen hat. \u00a0Bis zuletzt l\u00e4sst das Ich immer wieder die Einsicht in das Ungl\u00fcck hinter sich, um gl\u00fccklich mit Ivan zu leben.<\/p>\n<p>Die herbe Realit\u00e4t geht in Alptr\u00e4ume \u00fcber, in der Vater-Figuren und Lagerbilder prominent sind. Im biographischen Horizont kann man darin auch den Konflikt mit dem Vater erkennen, der sich zu den Nationalsozialisten z\u00e4hlte. Der Einzige, der die Pr\u00e4senz des allgegenw\u00e4rtigen Vaters bannen kann, ist die Figur des \u201eFremden\u201c, in der Paul Celan zu erkennen ist. Er hatte sich 1970, vor Abschluss des Buches, das Leben genommen, so dass Bachmann noch Passagen in den Roman einf\u00fcgen kann, die ihre Liebe und sein Sterben als erf\u00fcllte Passion andeuten. Nur dieser Traum kann im Roman die v\u00e4terliche Gewalt f\u00fcr Momente bannen. Aber es gibt keine Dauer f\u00fcr die erf\u00fcllte Lebenswelt, die das Ich in den elegischen Erinnerungssequenzen vergegenw\u00e4rtigt.<\/p>\n<p>Am Ende des Romans nehmen die Injektionen von Liebe ab, die ihr Ivan schenkte. Die Aufkl\u00e4rung nimmt zu und zuletzt steht der monumentale Satz: \u201eEs war Mord.\u201c Die Ich-Figur verschwindet in der Wand: Es bleibt vollkommen offen, wie das passiert, aber die Aufkl\u00e4rung f\u00fchrt sozusagen in die Vernichtung des Ich. Es folgt dem Tod des \u201eFremden\u201c, der auf dem Transport ertrunken sei. Das pers\u00f6nliche Ungl\u00fcck wird im gro\u00dfen Ungl\u00fcck des Holocaust geschildert, dem zuletzt Celan erlag, als er sich in der Seine das Leben nahm. Dass es im Werk, auch in <em>Miranda<\/em>, immer wieder Szenen der Verbrennung geschildert werden, l\u00e4sst sich aus dunklen Ahnungen Bachmanns verstehen. Sie erlag im Herbst 1973 nach Wochen im Krankenhaus dem Verbrennungstod, ausgel\u00f6st von einer Zigarette, die sie unter Tablettenwirkung d\u00f6send im Bett geraucht hatte.<\/p>\n<p>So erf\u00fcllten sich in ihrem Leben auf zuf\u00e4llige Weise die suizidalen Fantasien ihrer Protagonisten, deren Bewusstseinszust\u00e4nde auch etwas von Bachmanns innerer Dynamik abbilden. Aufkl\u00e4rung ist demnach, wenn sie konsequent durchgef\u00fchrt wird, etwas Vernichtendes. Aber die andere Seite, die Liebe, muss zu kurz greifen, sie gelingt nicht auf Dauer, und das ekstatische Abenteuer wirkt selbstzerst\u00f6rerisch. Therapeutisch waren Bachmanns philosophische Lebensfragen nicht zu l\u00f6sen. Sie war nicht bereit, pragmatisch zu handeln, sondern wollte die Fragw\u00fcrdigkeit der Realit\u00e4t zwischen Aufkl\u00e4rung und Illusion ausleben.<\/p>\n<p>Sich ihr Leben und Schreiben zu vergegenw\u00e4rtigen, kann helfen, den notwendig begrenzten Horizont therapeutischen Handelns anzuerkennen, der um des \u00dcberlebens willen die Abgr\u00fcndigkeit der Wirklichkeit \u00fcbergehen muss. Die Offenheit f\u00fcr die existenzielle Dimension des Lebens schafft einen wichtigen Resonanzraum. In diesem kann die Lebensproblematik zur Sprache kommen, die nicht aufzul\u00f6sen ist, aber im \u00dcberleben vielleicht verwandelt werden kann. Die Dichtung ist ein Versuch, der Bachmann \u00fcber lange Zeit half, mit der inneren Not zu leben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>IV.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Anders ist der politische Fall der Ulrike Meinhof gelagert. Die Gr\u00fcndung der M\u00fcnchener Arche im Jahr 1969 f\u00e4llt in die Zeit, da sich die bekannte Journalisten zunehmend in Kreisen der Berliner APO radikalisierte. Begonnen hatte Meinhof f\u00fcnfzehn Jahre vorher als herausragende Studentin der P\u00e4dagogik, Kunstgeschichte und Philosophie. Die Semesterberichte an die Studienstiftung des deutschen Volkes zeigen ihre feinf\u00fchlige Ambivalenz, die kaum die Entwicklung zu einer gewaltbereiten Terroristin ahnen lassen. Diese verlief, so meine Kernthese, \u00fcber die von Meinhof anfangs gepflegte offene Kommunikation in kleinen Zirkeln, die zunehmend politisch geschlossenere Formen annahm, so dass eine stufenweise Radikalisierung ihres Denkens und Handelns folgte.<\/p>\n<p>Am Anfang des Weges stand die apolitische Protestantin, die als Marburger Studentin sehr aktiv in religi\u00f6sen Kreisen war, bevor sie aufgrund ihres rhetorischen Talents in der Anti-Atom-Bewegung an der Universit\u00e4t M\u00fcnster rasch ins Zentrum politischer Zirkel r\u00fcckte und ihre religi\u00f6se Innerlichkeit weit hinter sich lie\u00df. \u00dcber die Hamburger Zeitschrift <em>konkret<\/em> geriet sie sp\u00e4ter in Boh\u00e8me-Kreise um ihren Mann Klaus Rainer R\u00f6hl. Ebenso waren in den b\u00fcrgerlicheren Kreisen Joachim Fest und Marcel Reich-Ranicki von ihrer Intellektualit\u00e4t fasziniert. Als die Ehe zerbrach, tauchte Meinhof 1966 in die studentische politische Szene um Rudi Dutschke, bis sie in Berlin Andreas Baader und Gudrun Ensslin kennenlernte.<\/p>\n<p>1970 wurde sie pl\u00f6tzlich bei der Befreiung Baaders von einer Sympathisantin zur Terroristin, als sie sich entschied, mit ihm zu fliehen. Der Sprung in die Illegalit\u00e4t ver\u00e4nderte ihr Leben vollkommen. Ab diesem Augenblick herrschte immer mehr eine hermetisch geschlossene Form der Kommunikation, in der Meinhofs ureigene F\u00e4higkeit, ambivalent zu sein, nicht mehr erw\u00fcnscht war. Der Druck von innen wie von au\u00dfen wurde 1972 nach der Verhaftung immer st\u00e4rker. In der ideologischen Hermetik war nun ein versch\u00e4rft eindeutiges Denken und Verhalten verlangt. Es kam in der gemeinsamen Gef\u00e4ngniszeit auch zu Formen der gegenseitigen Selbstzerfleischung der Inhaftierten. Meinhof galt als b\u00fcrgerliches H\u00e4tschelkind, die ihre intellektuelle Brillanz und Ambivalenz verd\u00e4chtig gemacht hatte. Die erhaltenen Zellenkassiber zeigen ein \u00fcbereindeutiges Verhalten, das bis hin zur Selbstbezichtigung schlimmster Art reichte.<\/p>\n<p>Im Mai 1976 spitzte sich die Lage noch zu, nachdem im Stammheim-Prozess die Rede auf das Attentat auf das Hamburger Springer Verlagsgeb\u00e4ude gekommen war, bei dem Ulrike Meinhof federf\u00fchrend gewesen war und Arbeiter schwere Verletzungen davongetragen hatten. Gudrun Ensslin distanzierte sich von ihr und hatte sie schon zuvor als \u00a0\u201eMesser im R\u00fccken der RAF\u201c bezeichnet. Um ihre Integrit\u00e4t zu beweisen, blieb Meinhof nur der Weg in den Tod. Sie erh\u00e4ngte sich wahrscheinlich selbst, auch wenn der Suizid vielfach angezweifelt wird.<\/p>\n<p>Blickt man von ihrer Biographie auf das Geschehen, so kann man wiederum ein inneres Gespr\u00e4ch mit der v\u00e4terlichen Welt feststellen. Werner Meinhof war ein an sich unpolitischer Christ gewesen, der um der Karriere als Kunsthistoriker willen bald nach 1933 Parteimitglied geworden war und im Sinne von Luthers Zwei-Reiche-Lehre dem Staat \u00e4u\u00dferlich gehorchte, w\u00e4hrend er sich innerlich auf Abstand hielt. Meinhof hatte die intellektuelle Seite des Vaters geerbt, sprach in den Studienberichten oftmals von ihm und der religi\u00f6sen Innerlichkeit, wie sie in Kunstwerken sich zeige. Aber in ihrer Radikalisierung nahm sie zuletzt einen anderen Weg, der im politischen Protestantismus des Thomas M\u00fcntzer vorgezeichnet war. Dieser hatte nicht das Reich Gottes als fernen Trost sehen wollen, sondern mit seinen Bauern 1525 mit dem Opfer des eigenen Lebens g\u00f6ttliche Gerechtigkeit jetzt erlangen wollen. Man kann sagen, dass Ulrike Meinhof in diesem Sinne mit ihrem eigenen Tod in einer Zeit der internen Vorw\u00fcrfe ein Zeichen der radikalen Entschiedenheit hatte setzen wollen.<\/p>\n<p>Dass sie seit den fr\u00fchen Studienjahren f\u00fcr Passionsgeschichten eine besondere Sympathie empfand, zeigen ihre Briefe. Nun verabschiedete sie die \u00e4sthetische Sublimierung und machte das eigene Leben zu einer politischen Passionsgeschichte, deren tiefere Motivik nicht ohne ihre religi\u00f6sen Hintergr\u00fcnde zu verstehen ist. Die suizidale Dynamik zeugt von der Spannung, die Fragw\u00fcrdigkeit einer unertr\u00e4glichen Realit\u00e4t jetzt beantworten zu wollen, unf\u00e4hig oder nicht willens, l\u00e4nger noch die eigenen Ambivalenzen auszuhalten. Die Religionsgeschichte, die Meinhof famili\u00e4r bedingt vor Augen stand, bietet in Thomas M\u00fcnzer ein ber\u00fchmtes Beispiel f\u00fcr den \u00dcbergang in die t\u00f6dliche Radikalit\u00e4t. Demnach stellt Gewalt nicht mehr ein Monopol des Staates dar, sondern sie kann auch von dessen Opfern angewandt werden, bis hin zur bewussten Autodestruktion.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>V.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ingeborg Bachmann und Ulrike Meinhof stehen f\u00fcr eine Wahrnehmung der Wirklichkeit, in der das pers\u00f6nliche Ungl\u00fcck sich im gr\u00f6\u00dferen Ungl\u00fcck der j\u00fcngsten Geschichte spiegelt. Als Philosophin hat Hannah Arendt den Zivilisationsbruch zunehmend beschrieben, der die jungen Intellektuellen beunruhigte und von der V\u00e4tergeneration lange mit Schweigen bedacht wurde. Obwohl sie in ihren Werken die Struktur totaler Herrschaft im 20. Jahrhundert untersucht hatte, ging Arendt nicht wie viele andere Intellektuelle von einer eindeutigen Theorie der Geschichte aus. Arendt war als Exilantin im amerikanischen Exil weder Teil der europ\u00e4ischen Linken, noch geh\u00f6rte sie zu den Konservativen, die im Politischen eine entgegengesetzte Position mit gro\u00dfer Eindeutigkeit vertraten. Zwischen den polarisierten Lagern stand sie bis 1989 am Rand der philosophischen Wahrnehmung. Sie dachte nicht in gro\u00dfen Theorien, sondern vom Einzelnen her, von der Vielzahl m\u00f6glicher Meinungen, die im politischen und privaten Raum sich artikulieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Am Beginn ihrer amerikanischen Zeit und im Jahr 1975, als sie starb, verteidigte sie die Pluralit\u00e4t der Menschen im Blick auf die antike Figur des Sokrates. Er stehe gegen die philosophische Tendenz, in der un\u00fcbersichtlichen Wirklichkeit eindeutige Wahrheiten und feste Werte vorzugeben, die uns orientieren k\u00f6nnten. F\u00fcr Arendt war mit Blick auf den Skeptiker sehr deutlich, dass selbst der Philosoph keinen privilegierten Zugang zur Wahrheit besitzt, sondern dass vorl\u00e4ufige Meinungen und Ansichten unser aller Schicksal sind. Wir k\u00f6nnen mit Sokrates nur sagen, wie die Welt uns jeweils erscheint, und uns dar\u00fcber austauschen, ohne einer \u201etyrannischen Wahrheit\u201c zu folgen. Hannah Arendt sprach sogar davon, dass wir im Dialog mit uns selbst als solchen leben m\u00fcssen, die mit sich eine Pluralit\u00e4t haben. Wir m\u00fcssten uns als Menschen erkennen, die in sich verschiedene Ansichten zu vereinen haben.<\/p>\n<p>Folgt man dem Menschenbild Arendts, so ist der Mensch innerlich und \u00e4u\u00dferlich umstritten. Er ist einer Vielfalt von Meinungen ausgeliefert, die ein hohes Verm\u00f6gen von Ambivalenz voraussetzen. Die Pluralit\u00e4t geh\u00f6rt zu uns als modernen Individuen. Und der Dialog, das ist der interessante Gedanke bei Arendt, kann in gewisser Weise zur relativen Eindeutigkeit befreien. Denn im Gespr\u00e4ch bin ich herausgefordert, mich vorl\u00e4ufig f\u00fcr eine Meinung zu entscheiden, als eine Person zu erscheinen, auch wenn viele Optionen im Hintergrund noch pr\u00e4sent sein m\u00f6gen. Im Angesicht des anderen trete ich im Gespr\u00e4ch als eine Person auf, auch wenn deren Gestalt mich nicht g\u00e4nzlich ausmacht. Der Dialog bietet die Chance, situativ eine soziale Eindeutigkeit zu erlangen, so dass unsere F\u00e4higkeit zur Ambivalenz entlastet wird.<\/p>\n<p>Was hei\u00dft diese Idee von dialogischer Pluralit\u00e4t und sozialer Identit\u00e4t f\u00fcr das therapeutische Verh\u00e4ltnis? Es lohnt, an dieser Stelle nochmals zur\u00fcck auf Karl Jaspers und seinen Gedanken der zwei Kulturen zu kommen. Mit der Kultur des wissenschaftlichen Wissens ist die Notwendigkeit verbunden, neue biologische, psychologische oder soziale Kenntnisse sich anzueignen, die gerade auch im Umgang mit suizidalen Menschen wichtig sind. Daneben ist es aber zum Verst\u00e4ndnis des einzelnen Menschen und der weltanschaulichen Horizonte, an denen er seine Meinungen ausrichtet, wichtig, diese von Ideen gepr\u00e4gten Vorstellungen zu verstehen. Solches Verstehen reicht in existentielle, begrifflich schwer zu fassende Zonen des Lebens.<\/p>\n<p>So steht neben der Kultur des fachlichen Wissens die Kultur des sokratischen Wissens, die gerade davon lebt, in Bereiche des Vermutens und Nichtwissens zu reichen. An diesen Grenzen berichten wir uns gegenseitig, wie uns die Welt erscheint, was wir meinen. Der Therapeut wird zum Schicksalsgef\u00e4hrten des Menschen, der suizidale Gedanken hegt, indem er die letzte Unl\u00f6sbarkeit der Lebensfragen zugesteht und zugleich die Position des Fragenden als eine Chance begreift, damit umzugehen.<\/p>\n<p>Sich in die Lebens- und Ideenwelt von Intellektuellen wie Hannah Arendt, Ingeborg Bachmann oder Ulrike Meinhof zu versetzen, kann helfen, angesichts des gro\u00dfen Ungl\u00fccks eine gedankliche Beweglichkeit zu erlangen. Sie geh\u00f6rt zur Kultur des existenziellen Verstehens, die wie das fachliche Wissen eine notwendige Bedingung des hilfreichen Gespr\u00e4ches mit suizidalen Menschen ist. Auch wenn man die brennenden Fragen nicht l\u00f6sen kann, ist ihr genaues Begreifen ein dialogisches Ereignis, das Beziehung stiftet und Ambivalenz mindert. Eine geteilte Fragw\u00fcrdigkeit ist eine halbe Fragw\u00fcrdigkeit. Sie l\u00f6st sich nicht auf, aber kann ihren allzu gro\u00dfen Schrecken verlieren. Wir m\u00fcssen lernen, mit Nietzsche gesprochen, die Masken des Lebens zu verstehen, ohne sie ganz l\u00fcften zu k\u00f6nnen. Karl Jaspers sprach von der letzten Einsamkeit, in der jeder Mensch bleibe, ohne ihre R\u00e4tselhaftigkeit endg\u00fcltig aufl\u00f6sen zu k\u00f6nnen, die dem geschichtlichen Leben innewohnt.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einleitung &nbsp; Suizidpr\u00e4vention wird vom Verein DIE ARCHE seit f\u00fcnfzig Jahren in M\u00fcnchen geleistet. Die Fallgeschichten zu Ingeborg Bachmann und Ulrike Meinhof m\u00f6gen helfen, die Herausforderungen zu verstehen, die in suizidalen Grenzsituationen des Lebens liegen k\u00f6nnen. Sie werden eingerahmt von ideengeschichtlichen Anmerkungen im Horizont von Hannah Arendt und Karl Jaspers. 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