{"id":32300,"date":"2023-07-17T14:35:26","date_gmt":"2023-07-17T12:35:26","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=anfaenge-des-menschen"},"modified":"2025-04-23T14:59:46","modified_gmt":"2025-04-23T12:59:46","slug":"die-genetische-herkunft-der-europaeer-biologische-anpassung-und-mobilitaet-in-der-vorgeschichte","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/die-genetische-herkunft-der-europaeer-biologische-anpassung-und-mobilitaet-in-der-vorgeschichte\/","title":{"rendered":"The genetic origin of Europeans"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Die Genom-Revolution<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Genetische Forschung erlebte im vergangenen Jahrzehnt eine wahre Revolution. Mit der Entwicklung hochmoderner DNA-Sequenziertechnologien wurde es im Laufe von nur wenigen Jahren m\u00f6glich, die Leistungsf\u00e4higkeit und Effizienz genomischer Untersuchungen um einen Faktor von zehn Millionen zu vervielfachen. Im Jahr 2016 verf\u00fcgten wir \u00fcber Technologien, die es uns erlauben, f\u00fcr nur noch wenige hundert Euro und innerhalb weniger Stunden ganze menschliche Genome mit ihren Milliarden von Basenpaaren zu entschl\u00fcsseln. Mit dem Ergebnis, dass wir aktuell in einer Art \u201eSequenzierzeitalter\u201c leben, in dem bereits jetzt zehntausende Genome von Menschen aus der ganzen Welt entschl\u00fcsselt sind und t\u00e4glich neue hinzukommen.<\/p>\n<p>Der Reiz und die Hoffnung dieser massiven genetischen Forschung besteht darin, Antworten auf gro\u00dfe Fragen der Menschheitsgeschichte zu finden: Wie hat sich der Mensch entwickelt und woher kommt er? Welche Rolle spielen Gene f\u00fcr die Entwicklung und Ausbreitung von Krankheiten? Welche genetisch bedingten Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt es zwischen menschlichen Populationen? So hat die Genetik, entgegen ihrer fatalen Assoziation mit rassistischen und kolonialistischen Regimes im 19. und 20. Jahrhundert, die Erkenntnis geliefert, dass ein Gro\u00dfteil der genetischen Vielfalt nicht zwischen unterschiedlichen menschlichen Populationen besteht, sondern gerade innerhalb einer einzelnen Population existiert.<\/p>\n<p>Mehr als 80 Prozent aller genetischen Unterschiede in der DNA-Sequenz von Menschen, die als Single Nucleotide Polymorphismen (SNPs) bezeichnet werden, treten innerhalb einer einzigen menschlichen Population, wie den Europ\u00e4ern oder den Asiaten, auf. Mit anderen Worten: Um einen Gro\u00dfteil der genetischen Vielfalt der Menschen au\u00dferhalb Afrikas zu erfassen, braucht man nicht m\u00f6glichst weit voneinander entfernte Individuen zu untersuchen, sondern es reicht v\u00f6llig aus, ein paar hundert Th\u00fcringer oder Rheinl\u00e4nder genetisch miteinander zu vergleichen.<\/p>\n<p>Eine weitere wichtige Erkenntnis populationsgenetischer Forschung ist, dass Afrikaner eine h\u00f6here genetische Vielfalt aufweisen, als die Populationen au\u00dferhalb Afrikas. Diesen Befund interpretiert man als Beweis f\u00fcr den Ursprung des modernen Menschen in Afrika. Dies wird auch deutlich, wenn man mit Hilfe der DNA Stammb\u00e4ume rekonstruiert, in diesen stellen sich die Menschen au\u00dferhalb Afrikas als kleiner Zweig der afrikanischen Diversit\u00e4t dar, oder anders gesagt: Genetisch gesehen sind alle Menschen dieser Erde Afrikaner!<\/p>\n<p>Genetische Analysen erlauben es auch, die evolution\u00e4re Abspaltung einzelner menschlicher Populationen zeitlich einzuordnen. Dazu kalibriert man die \u201emolekulare Uhr\u201c. Diese nimmt an, dass die Rate an genetischen Ver\u00e4nderungen (z.B. Mutationen) in der DNA-Sequenz des Menschen immer ungef\u00e4hr gleich hoch ist. Man geht heute davon aus, dass jeder Mensch etwa 100 Basenver\u00e4nderungen (Mutationen) in sich tr\u00e4gt, die in der Keimbahn der Eltern neu entstanden sind und damit nicht Teil der elterlichen DNA waren. Daraus ergibt sich eine Mutationsrate des Menschen von circa 50 Ver\u00e4nderungen pro Generation pro Genom.<\/p>\n<p>Wenn man annimmt, dass pro Generation etwa 25 bis 30 Jahre vergehen, kann man anhand der genetischen Unterschiede zwischen zwei Populationen berechnen, vor wie vielen Jahren sich diese voneinander getrennt haben. Vergleicht man beispielsweise die Unterschiede zwischen Afrikanern und Nicht-Afrikanern (z.B. Europ\u00e4er, Asiaten, Ureinwohner Australiens) kommt man auf eine Abspaltung vor ca. 2.000 bis 2.500 Generationen, was einer Dauer von rund 50.000 bis 60.000 Jahren entspricht. Diese Berechnung passt auch gut zu den existierenden arch\u00e4ologischen und pal\u00e4oanthropologischen Befunden, die darauf hinweisen, dass vor ca. 42.000 Jahren die ersten modernen Menschen nach Europa einwanderten und den dort ans\u00e4ssigen Neandertaler verdr\u00e4ngten.<\/p>\n<p>\u00c4hnliche Berechnungen lassen sich auch f\u00fcr Populationsaufspaltungen zwischen Asiaten und den Ureinwohnern Australiens oder Amerikas durchf\u00fchren. H\u00e4ufig werden f\u00fcr solche Berechnungen jedoch nicht neue und damit eher seltene Mutationen verwendet, sondern Verschiebungen in der Frequenz h\u00e4ufig vorkommender Mutationen (z.B. SNPs). Die H\u00e4ufigkeit dieser SNPs in menschlichen Populationen ver\u00e4ndert sich im Laufe der Zeit. Solche Ver\u00e4nderungen k\u00f6nnen \u201egerichtet\u201c sein, z.B. wenn eine bestimmte genetische Variante zu einem biologischen Vorteil f\u00fchrt, wie etwa die F\u00e4higkeit, Milch als Erwachsener zu verdauen und so mehr Nahrung in einem neuen Lebensraum zu erschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Eine solche \u201egerichtete Verschiebung\u201c, die eine bestimmte vorteilhafte Genvariante bevorzugt, bezeichnet man auch als positive Selektion. Auch das Gegenteil, eine \u201enegative Selektion\u201c, kann der Fall sein, wenn eine bestimmte genetische Ver\u00e4nderung zur Verringerung der Fitness des Individuums f\u00fchrt \u2013 etwa wenn ein Gen kaputt geht, das z.B. f\u00fcr die Nahrungsaufnahme wichtig war. Eine solche Ver\u00e4nderung w\u00fcrde im Laufe der Zeit negativ selektiert, d.h. Individuen mit diesem Gendefekt haben weniger oder keine Nachkommen und werden wahrscheinlich nach wenigen Generationen wieder verschwinden.<\/p>\n<p>Der Gro\u00dfteil der genetischen Unterschiede zwischen menschlichen Populationen f\u00fchrt allerdings nicht zu einer Selektion, sondern verh\u00e4lt sich neutral und ist damit \u201eungerichtet\u201c, das hei\u00dft, der Tr\u00e4ger einer bestimmten Variante hat keinen Vor- oder Nachteil gegen\u00fcber dem Tr\u00e4ger der anderen Variante. Je l\u00e4nger Populationen voneinander getrennt leben bzw. keine Gene miteinander austauschen, desto mehr Unterschiede in der Frequenz dieser SNPs sammeln sich an. Dieser Prozess wird als genetische Drift bezeichnet. Sie f\u00fchrt auch dazu, dass diejenigen Populationen, die sich in geographischer N\u00e4he befinden, sich k\u00fcrzlich voneinander getrennt haben oder regelm\u00e4\u00dfig miteinander Gene austauschen, weniger Frequenzunterschiede aufweisen als Populationen, die geographisch voneinander isoliert leben. So entsteht ein enger Zusammenhang zwischen menschlicher Genetik und geographischer Herkunft.<\/p>\n<p>Eine Studie um John Novembre aus dem Jahre 2008 konnte den Zusammenhang zwischen der geographischen Herkunft und der genetischen Zusammensetzung besonders eindrucksvoll herausstellen. Dem Populationsgenetiker und seinem Team war es gelungen, nur anhand der genetischen Unterschiede zwischen heutigen Einwohnern, deren Gro\u00dfeltern nicht weiter als 200 km entfernt vom Wohnort ihrer Enkel lebten, eine genetische Karte zu erstellen, die der Europakarte stark \u00e4hnelt. Damit wurde deutlich, dass es m\u00f6glich ist, nur anhand der genetischen Daten eines Menschen die geographische Herkunft seiner Vorfahren abzulesen.<\/p>\n<p>Auffallend an dieser Studie war auch, dass sie f\u00fcr Europa einen genetischen Gradienten aufzeigt, also eine kontinuierliche genetische Ver\u00e4nderung, die sich keinesfalls mit den existierenden National- oder Sprachgrenzen deckt bzw. diese wiederspiegelt: Genetisch betrachtet, sind L\u00e4ndergrenzen unhaltbar. Anders verh\u00e4lt es sich dagegen mit schwer \u00fcberwindbaren nat\u00fcrlichen Grenzen: Geographische Isolation, wie etwa die Insellage Sardiniens, macht sich genetisch deutlich bemerkbar, und man kann davon sprechen, dass die Sarden eine vom italienischen Festland abgegrenzte Population darstellen, ohne direkten graduellen \u00dcbergang. Der f\u00fcr das Festland charakteristische Gradient macht deutlich, dass benachbarte europ\u00e4ische Populationen im Laufe ihrer Geschichte immer auch Gene ausgetauscht haben, insofern es keine gr\u00f6\u00dferen geographischen Barrieren zwischen ihnen zu \u00fcberwinden galt.<\/p>\n<p>Leider l\u00e4sst die Untersuchung von genetisch im Austausch stehenden, eng verwandten heutigen Populationen nur begrenzt R\u00fcckschl\u00fcsse auf deren Vorgeschichte zu. Um gr\u00f6\u00dfere genetische Ver\u00e4nderungen von Populationen im Laufe der Zeit zu verstehen, wird deshalb zunehmend auf genomweite Daten aus der Vergangenheit zur\u00fcckgegriffen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Molekulare Zeitreisen<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Die Revolution in der Sequenziertechnologie hat sich auch auf die Analyse von DNA aus lange toten Organismen ausgewirkt. Bereits im Jahr 2008, kurz nach dem technologischen Durchbruch, war es erstmals gelungen, das Genom eines ausgestorbenen Mammuts zu entschl\u00fcsseln. Zwei Jahre sp\u00e4ter gelang ein weiterer wichtiger Durchbruch, als die Genome eines 4.000 Jahre alten Pal\u00e4o-Eskimos sowie des ausgestorbenen Neandertalers entschl\u00fcsselt wurden. Im selben Jahr gelang es eine bisher v\u00f6llig unbekannte Menschenform, den Denisovaner, nur anhand einer genetischen Untersuchung eines kleinen Fingerknochens nachzuweisen und dessen Genom zu entschl\u00fcsseln.<\/p>\n<p>Die Analyse von bis zu 500.000 Jahre alter DNA aus menschlichen Knochen bietet die M\u00f6glichkeit, die genetischen Zusammensetzungen heutiger und vergangener Populationen miteinander zu vergleichen bzw. vergangene, inzwischen ausgestorbene Populationen aufzusp\u00fcren. Der Vergleich von heutiger mit alter DNA kann gr\u00f6\u00dfere Verschiebungen in der genetischen Struktur menschlicher Populationen zwischen einzelnen Zeitperioden sichtbar werden lassen und liefert damit wertvolle Hinweise auf epochale Populationsumbr\u00fcche und Ver\u00e4nderungen in der Mobilit\u00e4t bzw. die Ausbreitung einzelner Gruppen in der Vorgeschichte. Mithilfe der Analysen von alter DNA k\u00f6nnen so Hypothesen aus der Arch\u00e4ologie und Geschichtsforschung getestet werden und weiter beleuchtet werden, inwiefern kultureller Wandel mit ver\u00e4nderter Mobilit\u00e4t, Einwanderung und den daraus resultierenden Genfl\u00fcssen korreliert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Die Sesshaftwerdung des Menschen<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als eine der wohl wichtigsten Fragen im Hinblick auf die Fr\u00fchgeschichte Europas galt lange, ob der \u00dcbergang von J\u00e4gern und Sammlern zu Ackerbauern vor rund 7.500 Jahren auch mit einem Bev\u00f6lkerungswechsel einherging. Handelte es sich bei diesem f\u00fcr die Entwicklung des modernen Menschen fundamentalen Epochenwechsel eher um das Resultat einer langsamen kulturellen Entwicklung oder war eine Einwanderung von Menschen nach Europa daf\u00fcr verantwortlich? Es standen sich zwei Hypothesen gegen\u00fcber: Eine Hypothese besagt, dass es sich bei der sogenannten Neolithischen Revolution um die reine Verbreitung von Kultur und Wissen handelte, die von Region zu Region weiter gegeben wurde. Nach dieser Theorie wanderte Wissen, aber nicht die Menschen selbst. Die alternative Hypothese besagt, dass der Beginn des Ackerbaus in Europa auf eine Einwanderung von Menschen aus dem Nahen Osten zur\u00fcckzuf\u00fchren sei, die aus der Region des sogenannten fruchtbaren Halbmonds stammen, in dem die \u00e4ltesten Spuren von Ackerbau gefunden wurden.<\/p>\n<p>Um diese Hypothesen mithilfe der Genetik zu testen, wurden in einer Reihe von Studien kurze Abschnitte der \u2013 nur \u00fcber die weibliche Linie vererbten \u2013 mitochondrialen DNA von Skeletten fr\u00fcher Ackerbauern und sp\u00e4ter J\u00e4ger und Sammler untersucht. Die Ergebnisse dieser Gegen\u00fcberstellung waren eindeutig: Die genetische Zusammensetzung der J\u00e4ger und Sammler unterschied sich deutlich von der fr\u00fchen Ackerbauern. Folglich begannen die Neolithische Revolution und die Sesshaftwerdung des Menschen mit einer Einwanderung.<\/p>\n<p>Aufgrund der Arbeit mit mitochondrialer statt der Zellkern-DNA blieben diese Pionierarbeiten zun\u00e4chst auf die maternale Linie beschr\u00e4nkt. Damit erlaubten sie noch keine detaillierten Erkenntnisse \u00fcber die Herkunft und genaue genetische Zusammensetzung der pr\u00e4historischen Populationen bzw. \u00fcber deren biologischen Beitrag zu den heutigen Europ\u00e4ern. In einer wegweisenden Studie, die von der Harvard Medical School und der Universit\u00e4t T\u00fcbingen koordiniert wurde, gelang es im Jahr 2014 erstmals, die vollst\u00e4ndigen Genome von einem Dutzend J\u00e4gern und Sammlern, die um 8.000 vor heute gelebt hatten, und fr\u00fchen Ackerbauern Europas, die zwischen 7.200 und 5.400 vor heute lebten, zu entschl\u00fcsseln und miteinander zu vergleichen.<\/p>\n<p>Dabei stellte sich einerseits heraus, dass sich auch die Zellkern-DNA, die auch als das Genom bezeichnet wird, beider Gruppen stark voneinander unterscheiden. Andererseits wurde sichtbar, dass die fr\u00fchen Ackerbauern genetisch eine h\u00f6here \u00c4hnlichkeit mit heutigen Einwohnern des Nahen Ostens aufweisen als mit europ\u00e4ischen J\u00e4gern und Sammlern. Somit konnte die Einwanderungstheorie der fr\u00fchen Ackerbauern aus dem Fruchtbaren Halbmond auch genomweit best\u00e4tigt werden.<\/p>\n<p>Die Studie brachte weitere bahnbrechende Erkenntnisse \u00fcber die Herkunft und Entwicklungsgeschichte der Europ\u00e4er zum Vorschein: So tragen heutige Europ\u00e4er nicht nur die genetischen Spuren der Ureurop\u00e4er in sich und erweisen sich als genetische Mischung aus fr\u00fchen Ackerbauern und J\u00e4gern und Sammlern, sondern sind offenbar auch durch eine dritte Population gepr\u00e4gt worden, die aus Nordeurasien zu stammen scheint. Diese dritte Komponente ist zwar in allen heutigen Europ\u00e4ern zu finden, allerdings weder in den J\u00e4gern und Sammlern noch in den fr\u00fchen Ackerbauern, und damit ein eindeutiger Hinweis auf eine weitere sp\u00e4tere Einwanderung.<\/p>\n<p>Drei weitere Studien, die im Jahr 2015 publiziert wurden, haben die Genome von insgesamt 230 pr\u00e4historischen Individuen aus West-Eurasien untersucht. Die Individuen stammen aus einem Zeitraum von 8.000 bis ca. 3.000 vor heute und belegen mit ihren Genomen den gro\u00dfen genetischen Unterschied zwischen den fr\u00fchen Ackerbauern und den sp\u00e4ten J\u00e4gern und Sammlern Europas. Es konnte unter anderem gezeigt werden, dass die ersten Ackerbauern Europas eine verbl\u00fcffend hohe genetische \u00c4hnlichkeit mit den fr\u00fchen Ackerbauern Anatoliens sowie den heutigen Einwohnern Sardiniens aufweisen.<\/p>\n<p>Daraus l\u00e4sst sich schlussfolgern, dass Sardinien nach der Besiedlung durch fr\u00fche Ackerbauern vor ca. 7000 Jahren kaum noch zus\u00e4tzliche genetische Komponenten von au\u00dferhalb der Insel hinzu bekommen hat. Entwicklungsgeschichtlich konnte mithilfe der Genomanalysen der 230 Skelette auch gezeigt werden, dass der Anteil an J\u00e4ger- und Sammler-DNA in den fr\u00fchen Ackerbauern Zentraleuropas nach deren Einwanderung wieder anstieg. Daraus wurde geschlussfolgert, dass die fr\u00fchen Ackerbauern nach ihrer Einwanderung in Europa die dort ans\u00e4ssigen J\u00e4ger und Sammler nicht verdr\u00e4ngten, sondern beide Populationen f\u00fcr mehrere tausend Jahre parallel existierten und sich erst dann genetisch vermischten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Die Einwanderung der Steppennomaden<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Eine der drei Studien um Wolfgang Haak stellte au\u00dferdem erstmals heraus, dass es neben der Einwanderung der fr\u00fchen Ackerbauern noch zu einer weiteren massiven genetischen Einwanderung nach Europa kam. Diese erfolgte in der Kupferzeit am \u00dcbergang zwischen Mittel- und Endneolithikum vor ca. 4.800 Jahren in Zentraleuropa und etwas fr\u00fcher und sp\u00e4ter in anderen Teilen Westeurasiens. Die ersten Spuren dieser massiven Einwanderung und der daraus resultierenden genetischen Verschiebung fanden sich in Skeletten, die mit der vor ca. 4.800 Jahren beginnenden Schnurkeramik-Kultur in Zentraleuropa in Verbindung stehen.<\/p>\n<p>Die Skelette mit schnurkeramischen Beigaben, wie z.B. mit Schnurmustern verzierte Keramik, zeigten \u00fcberraschenderweise eine hohe genetische \u00c4hnlichkeit zu ca. 5.000 Jahre alten Individuen aus der pontischen Steppe n\u00f6rdlich des Schwarzen und Kaspischen Meeres. Die dortigen Individuen standen mit der materiellen Kultur der Jamnaja in Verbindung, einer Population von Pastoralisten, die einen nomadischen Lebensstil in der Steppe pflegten. Ihre Kultur zeichnet sich auch durch eine vermehrte Nutzung von Rad und Wagen aus, was wahrscheinlich auch eine erh\u00f6hte Mobilit\u00e4t zur Folge hatte. Die Gene dieser Menschen breiteten sich offenbar im fr\u00fchen f\u00fcnften Jahrtausend vor heute in wenigen hundert Jahren \u00fcber die Steppe nach Osten bis ins Altai-Gebirge und nach Westen bis in die Schweiz aus.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Mittel-Elbe-Saale-Region, aus der ein Gro\u00dfteil der untersuchten Skelette stammt, lie\u00df sich berechnen, dass mehr als 75% der ortsans\u00e4ssigen Ackerbauern-Gene durch die mit den Schnurkeramikern assoziierten Gene aus der Pontischen Steppe verdr\u00e4ngt wurden (<strong>siehe Graphik 1<\/strong>). Innerhalb der n\u00e4chsten Jahrhunderte breiteten sich die Gene aus der Steppe in ganz Europa aus, sodass sie heute bei allen Europ\u00e4ern zu finden sind, wobei der Anteil der Steppen-DNA im Nord-Osten Europas am h\u00f6chsten ist und in Richtung S\u00fcd-Westen graduell abnimmt: Die gr\u00f6\u00dfte genetische Steppen-Komponente findet sich heute bei den Einwohnern Estlands und die niedrigste bei den Einwohnern Sardiniens (<strong>siehe Graphik 1<\/strong>).<\/p>\n<p>Die erste gro\u00dfe Einwanderung nach Europa vor ca. 7.500 Jahren l\u00e4sst sich gut durch den ver\u00e4nderten Lebensstil erkl\u00e4ren: Ackerbau und Viehzucht erm\u00f6glichten eine stabilere Versorgung mit Lebensmitteln und f\u00fchrten so zu einer Bev\u00f6lkerungszunahme, die eine territoriale Ausbreitung der Ackerbauern nach sich zog. Die zweite gro\u00dfe Verschiebung in der genetischen Zusammensetzung der Europ\u00e4er vor ca. 4.800 Jahren infolge der massiven Einwanderung aus der pontischen Steppe l\u00e4sst sich nur schlecht mit der unterschiedlichen Lebensweise erkl\u00e4ren, da es sich \u2013 zumindest in Zentraleuropa \u2013 sowohl bei den Einwanderern aus der Steppe als auch bei den bereits Ans\u00e4ssigen um Ackerbauern bzw. Viehz\u00fcchter handelte.<\/p>\n<p>Hierzu gibt es verschiedene m\u00f6gliche Erkl\u00e4rungsans\u00e4tze: Eine M\u00f6glichkeit w\u00e4re eine h\u00f6here Lebensmittelproduktion bei den Einwanderern aus der Steppe durch die Erschlie\u00dfung von Weidefl\u00e4chen, die f\u00fcr Ackerbau nicht geeignet waren. Eine andere M\u00f6glichkeit w\u00e4ren kriegerische Auseinandersetzungen, worauf arch\u00e4ologische Funde, unter anderem die f\u00fcr die Schnurkeramik typischen Grabbeigaben wie Streit\u00e4xte, die dieser Kultur einst den Namen Streitaxtkultur verliehen haben. Allerdings lassen sich bei den Skeletten dieser Zeit keine Anzeichen f\u00fcr vermehrte Gewalt finden, die eine fast komplette Verdr\u00e4ngung der lokalen Ackerbauern plausibel erkl\u00e4ren k\u00f6nnten. Eine dritte m\u00f6gliche Erkl\u00e4rung k\u00f6nnte ein Zusammenbruch der ans\u00e4ssigen Ackerbauern-Population durch das Auftreten von Krankheiten sein.<\/p>\n<p>Die letztere Erkl\u00e4rung bekam im letzten Jahr Aufwind, als es Genetikern und Arch\u00e4ologen um Simon Rassmussen von der Universit\u00e4t Kopenhagen gelang, aus Skeletten der fr\u00fchen Bronzezeit erstmals Pesterreger-Genome zu rekonstruieren. Die \u00e4ltesten untersuchten Pesterreger stammen aus ca. 5.200 Jahre alten Skeletten aus der zentralasiatischen Steppe. Dort k\u00f6nnte die Krankheit ihren Ursprung haben. Es wurde auch spekuliert ob sich die Pest mit den Steppenbewohnern nach Westen ausgebreitet hat. Darauf deutet hin, dass die Forscher auch in ca. 4.500 Jahre alten Skeletten Zentraleuropas und des Baltikums Pesterreger-DNA fanden.<\/p>\n<p>Man kann also spekulieren, dass es vor 5.000 Jahren zu einer ersten gro\u00dfen Pestepidemie kam, die sich aus der Steppe nach Westen ausbreitete. Es ist m\u00f6glich, dass die bronzezeitliche Pest die fr\u00fchen Ackerbauern Europas st\u00e4rker beeintr\u00e4chtigte als die Nomaden der pontischen Steppe. Letztere lebten eventuell seit Jahrhunderten mit dem Pesterreger, der heutzutage endemisch in Nagetieren der Steppe vorkommt, und hatten daher m\u00f6glicherweise eine h\u00f6here Immunit\u00e4t. Ein seuchenbedingter Zusammenbruch der Ackerbauern Europas k\u00f6nnte wiederum ein Populationsvakuum verursacht haben, in das die Steppen-Nomaden vordringen konnten. Es ist auch vorstellbar, dass sowohl die Wirtschaftsweise als auch die kriegerischen Auseinandersetzungen sowie Krankheiten gemeinsam f\u00fcr den Bev\u00f6lkerungsumbruch vor ca. 4.800 Jahren in Europa verantwortlich waren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Dunkle Haut und blaue Augen \u2013 Das Erscheinungsbild der fr\u00fchen Europ\u00e4er<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Die Analyse der alten Genome aus unterschiedlichen Zeitpunkten in der Vorgeschichte erlaubt es auch, Ver\u00e4nderungen im Aussehen der fr\u00fchen Europ\u00e4er im Laufe der Zeit zu bestimmen. So gibt es genetische Varianten, die bestimmte Ph\u00e4notypen verursachen und in hoher Frequenz in heutigen Europ\u00e4ern zu finden sind. Ein Beispiel w\u00e4re das Gen HERC2, das in einer mutierten Form den jeweiligen Tr\u00e4gern dieser Mutation eine helle Augenfarbe verleiht. Die Analyse von alten menschlichen Genomen zeigt, dass alle bisher untersuchten J\u00e4ger und Sammler Europas vom Ende der letzten Eiszeit vor ca. 14.500 Jahren bis zum Beginn des Neolithikums vor ca. 7.500 Jahren eine helle Augenfarbe besessen haben. Zugleich war die Hautfarbe der meisten dieser fr\u00fchen Europ\u00e4er allerdings kaum von der Hautfarbe heutiger Afrikaner zu unterscheiden. Die f\u00fcr die heutigen Europ\u00e4er typische helle Haut breitete sich erst mit den fr\u00fchen Ackerbauern aus dem Nahen Osten aus und verbreitete sich vor allem w\u00e4hrend der Bronzezeit im f\u00fcnften Jahrtausend vor heute in ganz Europa.<\/p>\n<p>Es wird spekuliert, ob es sich bei der Ausbreitung der hellen Hautfarbe um eine Anpassung an das Leben als Ackerbauern in Europa handelt: \u00dcber die Nahrung nehmen Ackerbauern \u2013 im Gegensatz zu J\u00e4gern und Sammlern \u2013 nur geringe Mengen Vitamin D auf. Dieses Vitamin ist wichtig f\u00fcr den Aufbau der Knochen und des Immunsystems und kann, im Gegensatz zu anderen Vitaminen vom K\u00f6rper des Menschen mit Hilfe von Sonneneinstrahlung selbst hergestellt werden. Eine stark pigmentierte Haut l\u00e4sst weniger UV-Licht durch und verursacht somit auch eine verringerte Vitamin-D-Produktion.<\/p>\n<p>In den meisten Regionen der Erde, in der Landwirtschaft betrieben werden kann, scheint jedoch auch im Winter gen\u00fcgend Sonne, um ausreichend Vitamin D \u00fcber die Haut zu produzieren. Mitteleuropa und vor allem Skandinavien bilden geografische Ausnahmen, sodass hier eine dunkle Haut vermutlich einen Mangel an Vitamin D nach sich ziehen w\u00fcrde. W\u00e4hrend das Klima in Europa aufgrund des Golfstroms zwar besonders mild ist und auch in n\u00f6rdlichen Breiten ganzj\u00e4hrigen Ackerbau erm\u00f6glicht, f\u00fchren allerdings die langen und dunklen Winter zu einer stark verminderten Vitamin-D-Produktion. Ebenso verringert das Leben in permanenten Behausungen und die damit einhergehende Vorratswirtschaft die Sonnenexposition der Haut noch weiter.<\/p>\n<p>Als eine direkte Folge haben sich wahrscheinlich in den Ackerbauern in n\u00f6rdlichen Breiten Gene ausgebreitet, welche unter positiver Selektion standen und eine hellere Hautfarbe verursachen, um somit mehr Vitamin D im dunklen Winter zu produzieren.<\/p>\n<p>Gleichzeitig fanden sich bei den genetischen Analysen der alten Skelette weder in den J\u00e4gern und Sammlern noch in den fr\u00fchen Ackerbauern die Variante des Laktase-Gens (LCT), welches vielen heutigen Europ\u00e4ern die M\u00f6glichkeit gibt, als Erwachsene gr\u00f6\u00dfere Mengen von Milchzucker zu verdauen. H\u00e4ufig wird die Abwesenheit dieser Genvariante auch als Laktoseintoleranz bezeichnet, wobei die meisten Menschen auf der Welt sowie auch alle S\u00e4ugetiere laktoseintolerant sind. In Europa hat sich aber scheinbar in den letzten Jahrtausenden eine Mutation dieses Gens ausgebreitet, die rund 70 Prozent aller Mittel-Europ\u00e4er eine Laktosetoleranz beschert.<\/p>\n<p>Die genetischen Untersuchungen der alten Skelette zeigen, dass in der fr\u00fchen Bronzezeit die mutierte Variante des Laktase-Gens nur bei wenigen Individuen aus der Steppe vorlag, die fr\u00fchen Ackerbauern Europas waren zu dieser Zeit noch alle laktoseintolerant. Die Tatsache, dass die mutierte Variante des Gens heute in der Mehrheit aller Zentraleurop\u00e4er zu finden ist, ist offenbar einer starken positiven Selektion zu verdanken, die wohl fr\u00fchestens nach der Einwanderung aus der Steppe vor ca. 4.800 Jahren begann und wahrscheinlich bis in die Neuzeit weiter selektiert wurde. Diese Variante des Laktase-Gens weist die st\u00e4rkste positive Selektion auf, die bisher bei einem menschlichen Gen detektiert worden ist.<\/p>\n<p>\u00dcber die Ursachen, warum sich die F\u00e4higkeit, Milch auch im Erwachsenenalter in gr\u00f6\u00dferen Mengen zu verdauen, in den letzten Jahrtausenden schlagartig durchgesetzt hat, kann bislang nur spekuliert werden. Eventuell wurde die Milchwirtschaft stark intensiviert und auch die Milchproduktion pro Kuh durch gezielte Z\u00fcchtung verst\u00e4rkt. So k\u00f6nnen heutige K\u00fche zwischen zehn- und 20-mal mehr Milch produzieren als die K\u00fche der ersten Ackerbauern Europas.<\/p>\n<p>Aber auch Ver\u00e4nderungen in Eigenschaften wie der K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe, die durch viele unterschiedliche Gene beeinflusst werden, lassen sich aus alten Skeletten entschl\u00fcsseln. So konnte gezeigt werden, dass sich bei den fr\u00fchen Ackerbauern in der Mittelmeerregion \u00fcberproportional viele Gene ausbreiteten, die eine kleinere K\u00f6rperstatur bewirken, wohingegen sich bei den Steppenbewohnern, die im f\u00fcnften Jahrtausend vor heute nach Europa vordrangen, besonders solche Genvarianten durchsetzten, die zu einer gr\u00f6\u00dferen K\u00f6rperstatur f\u00fchren. Man kann im Moment nur spekulieren, warum sich im Norden und im S\u00fcden Europas so unterschiedliche Ph\u00e4notypen durchgesetzt haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Summary<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zusammenfassend l\u00e4sst sich sagen, dass die Analyse der Genome von alten Skeletten aus der Vorgeschichte Europas erstaunlich viele biologische Ver\u00e4nderungen erkennen l\u00e4sst. Innerhalb von nur wenigen tausend Jahren kam es zu zwei massiven Einwanderungen nach Europa, die genetische Zusammensetzung der ans\u00e4ssigen J\u00e4ger und Sammler deutlich erweiterten. Mit den Einwanderern aus dem Nahen Osten vor ca. 8.000 Jahren kamen auch die Landwirtschaft und Viehzucht nach Europa und damit die Grundlage der Zivilisation und moderner Gesellschaften. Gleichzeitig begannen sich Gene in Europa auszubreiten, die eventuell eine wichtige biologische Anpassung an das Leben als Ackerbauer in Europa waren \u2013 wie z.B. helle Haut in Nordeuropa.<\/p>\n<p>Die Steppenbewohner Osteuropas brachten vor rund 5.000 Jahren in der zweiten massiven Einwanderung neben neuen Technologien und Kulturen auch Gene nach Europa, die es unter anderem auch Erwachsenen erlauben, gr\u00f6\u00dfere Mengen an Milch zu verdauen. Allerdings deuten die genetischen Untersuchungen auch darauf hin, dass die zunehmende Bev\u00f6lkerungsdichte sowie Mobilit\u00e4t der Europ\u00e4er die Ausbreitung von Krankheiten mit sich brachte, mit eventuell katastrophalen Folgen. Mit den Einwanderern kamen wahrscheinlich auch Sprachen nach Europa, viel deutet darauf hin, dass auch die von den meisten heutigen Europ\u00e4ern gesprochenen Indoeurop\u00e4ischen Sprachen sich urspr\u00fcnglich mit den Steppennomaden ausbreiteten.<\/p>\n<p>Mithilfe genetischer Untersuchungen ist eindrucksvoll best\u00e4tigt worden, dass Migration und Mobilit\u00e4t schon immer ein Teil der Menschheitsgeschichte waren: Alle heutigen Europ\u00e4er sind ein Potpourri von Genen aus unterschiedlichen Teilen Eurasiens, die sich im Verlauf der letzten Jahrtausende vermischten und keine klare genetische Abgrenzung zwischen den heutigen Einwohnern Europas erkennen lassen. Es zeichnen sich aber Verwandtschaftsgradienten ab, die nah beieinander wohnende Populationen auch genetisch n\u00e4her verwandt erscheinen lassen als geographisch weit entfernte Menschen. So sind z.B. heutige Bewohner S\u00fcddeutschlands n\u00e4her verwandt mit Ostfranzosen als mit Einwohnern Ostdeutschlands. Letztere sind hingegen n\u00e4her verwandt mit Menschen aus dem heutigen Polen als mit Einwohnern des Rheinlandes. Aus genetischer Sicht lassen sich keine Nationen als eigenst\u00e4ndige Population erkennen. Eine weitere Erkenntnis besteht darin, dass innerhalb der Geschichte Europas mit gro\u00dfen Einwanderungen auch immer Innovationen nach Europa gelangten, ohne die wir wohl heute noch als dunkelh\u00e4utige J\u00e4ger und Sammler durch Europas W\u00e4lder streifen w\u00fcrden.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Genom-Revolution \u00a0 Genetische Forschung erlebte im vergangenen Jahrzehnt eine wahre Revolution. Mit der Entwicklung hochmoderner DNA-Sequenziertechnologien wurde es im Laufe von nur wenigen Jahren m\u00f6glich, die Leistungsf\u00e4higkeit und Effizienz genomischer Untersuchungen um einen Faktor von zehn Millionen zu vervielfachen. Im Jahr 2016 verf\u00fcgten wir \u00fcber Technologien, die es uns erlauben, f\u00fcr nur noch wenige&hellip;<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":4082,"menu_order":1447,"template":"","meta":{"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","footnotes":""},"class_list":["post-32300","media-library","type-media-library","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","media-library-category-n-a"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.3 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Die genetische Herkunft der Europ\u00e4er - Katholische Akademie in Bayern<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/die-genetische-herkunft-der-europaeer-biologische-anpassung-und-mobilitaet-in-der-vorgeschichte\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_GB\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Die genetische Herkunft der Europ\u00e4er - Katholische Akademie in Bayern\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Die Genom-Revolution \u00a0 Genetische Forschung erlebte im vergangenen Jahrzehnt eine wahre Revolution. Mit der Entwicklung hochmoderner DNA-Sequenziertechnologien wurde es im Laufe von nur wenigen Jahren m\u00f6glich, die Leistungsf\u00e4higkeit und Effizienz genomischer Untersuchungen um einen Faktor von zehn Millionen zu vervielfachen. Im Jahr 2016 verf\u00fcgten wir \u00fcber Technologien, die es uns erlauben, f\u00fcr nur noch wenige&hellip;\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/die-genetische-herkunft-der-europaeer-biologische-anpassung-und-mobilitaet-in-der-vorgeschichte\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Katholische Akademie in Bayern\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2025-04-23T12:59:46+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/anthropologie.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"2208\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"1474\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Estimated reading time\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"21 minutes\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/die-genetische-herkunft-der-europaeer-biologische-anpassung-und-mobilitaet-in-der-vorgeschichte\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/die-genetische-herkunft-der-europaeer-biologische-anpassung-und-mobilitaet-in-der-vorgeschichte\\\/\",\"name\":\"Die genetische Herkunft der Europ\u00e4er - Katholische Akademie in Bayern\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/die-genetische-herkunft-der-europaeer-biologische-anpassung-und-mobilitaet-in-der-vorgeschichte\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/die-genetische-herkunft-der-europaeer-biologische-anpassung-und-mobilitaet-in-der-vorgeschichte\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/anthropologie.jpg\",\"datePublished\":\"2023-07-17T12:35:26+00:00\",\"dateModified\":\"2025-04-23T12:59:46+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/die-genetische-herkunft-der-europaeer-biologische-anpassung-und-mobilitaet-in-der-vorgeschichte\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"en-GB\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/die-genetische-herkunft-der-europaeer-biologische-anpassung-und-mobilitaet-in-der-vorgeschichte\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/die-genetische-herkunft-der-europaeer-biologische-anpassung-und-mobilitaet-in-der-vorgeschichte\\\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/anthropologie.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/anthropologie.jpg\",\"width\":2208,\"height\":1474},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/die-genetische-herkunft-der-europaeer-biologische-anpassung-und-mobilitaet-in-der-vorgeschichte\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Die genetische Herkunft der Europ\u00e4er\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\",\"name\":\"Katholische Akademie in Bayern\",\"description\":\"Kirche braucht Debatte: \u201ekatholisch\u201c mit Blick auf das Ganze \u2013 und \u201eakademisch\u201c im Vertrauen auf die Kraft der Argumente\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"en-GB\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#organization\",\"name\":\"Katholische Akademie in Bayern\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Menue-Logo-Home@2x.png\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Menue-Logo-Home@2x.png\",\"width\":496,\"height\":216,\"caption\":\"Katholische Akademie in Bayern\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/www.facebook.com\\\/katholische.akademie.bayern\\\/\"]}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Die genetische Herkunft der Europ\u00e4er - Katholische Akademie in Bayern","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/die-genetische-herkunft-der-europaeer-biologische-anpassung-und-mobilitaet-in-der-vorgeschichte\/","og_locale":"en_GB","og_type":"article","og_title":"Die genetische Herkunft der Europ\u00e4er - Katholische Akademie in Bayern","og_description":"Die Genom-Revolution \u00a0 Genetische Forschung erlebte im vergangenen Jahrzehnt eine wahre Revolution. Mit der Entwicklung hochmoderner DNA-Sequenziertechnologien wurde es im Laufe von nur wenigen Jahren m\u00f6glich, die Leistungsf\u00e4higkeit und Effizienz genomischer Untersuchungen um einen Faktor von zehn Millionen zu vervielfachen. Im Jahr 2016 verf\u00fcgten wir \u00fcber Technologien, die es uns erlauben, f\u00fcr nur noch wenige&hellip;","og_url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/die-genetische-herkunft-der-europaeer-biologische-anpassung-und-mobilitaet-in-der-vorgeschichte\/","og_site_name":"Katholische Akademie in Bayern","article_publisher":"https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/","article_modified_time":"2025-04-23T12:59:46+00:00","og_image":[{"width":2208,"height":1474,"url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/anthropologie.jpg","type":"image\/jpeg"}],"twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Estimated reading time":"21 minutes"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/die-genetische-herkunft-der-europaeer-biologische-anpassung-und-mobilitaet-in-der-vorgeschichte\/","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/die-genetische-herkunft-der-europaeer-biologische-anpassung-und-mobilitaet-in-der-vorgeschichte\/","name":"Die genetische Herkunft der Europ\u00e4er - Katholische Akademie in Bayern","isPartOf":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/die-genetische-herkunft-der-europaeer-biologische-anpassung-und-mobilitaet-in-der-vorgeschichte\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/die-genetische-herkunft-der-europaeer-biologische-anpassung-und-mobilitaet-in-der-vorgeschichte\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/anthropologie.jpg","datePublished":"2023-07-17T12:35:26+00:00","dateModified":"2025-04-23T12:59:46+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/die-genetische-herkunft-der-europaeer-biologische-anpassung-und-mobilitaet-in-der-vorgeschichte\/#breadcrumb"},"inLanguage":"en-GB","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/die-genetische-herkunft-der-europaeer-biologische-anpassung-und-mobilitaet-in-der-vorgeschichte\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/die-genetische-herkunft-der-europaeer-biologische-anpassung-und-mobilitaet-in-der-vorgeschichte\/#primaryimage","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/anthropologie.jpg","contentUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/anthropologie.jpg","width":2208,"height":1474},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/die-genetische-herkunft-der-europaeer-biologische-anpassung-und-mobilitaet-in-der-vorgeschichte\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Die genetische Herkunft der Europ\u00e4er"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#website","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/","name":"Catholic Academy in Bavaria","description":"Church needs debate: \"catholic\" looking at the whole - and \"academic\" trusting in the power of arguments","publisher":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"en-GB"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#organization","name":"Catholic Academy in Bavaria","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Menue-Logo-Home@2x.png","contentUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Menue-Logo-Home@2x.png","width":496,"height":216,"caption":"Katholische Akademie in Bayern"},"image":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/"]}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/32300","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library"}],"about":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/media-library"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/32300\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":104115,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/32300\/revisions\/104115"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4082"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=32300"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}