{"id":32302,"date":"2023-07-17T14:35:28","date_gmt":"2023-07-17T12:35:28","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=churches-for-future-2"},"modified":"2025-04-28T12:22:27","modified_gmt":"2025-04-28T10:22:27","slug":"das-klima-und-die-kirche-churches-for-future","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/das-klima-und-die-kirche-churches-for-future\/","title":{"rendered":"Das Klima und die Kirche"},"content":{"rendered":"<h3><strong>I.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als ich im vergangenen Jahr im Dezember in Kattowitz an der Internationalen Klimakonferenz teilgenommen habe, wurde ich von Vertretern der Medien, aber auch von den Politikern ein bisschen bedauernd betrachtet. Man sagte mir immer wieder, in Frankreich g\u00e4be es die Gelbwesten-Bewegung, und die Gelbwesten-Bewegung sei ja nun wohl der Sargnagel f\u00fcr die internationale Klimapolitik und gleicherma\u00dfen f\u00fcr die nationale Klimapolitik. Denn schlie\u00dflich k\u00f6nnten wir es uns doch nicht erlauben, dass in den westlichen Demokratien der Rechtspopulismus weiter zun\u00e4hme. Deswegen m\u00fcsse man mit den klimapolitischen Forderungen ma\u00dfvoll sein oder sie vielleicht sogar weit hintanstellen.<\/p>\n<p>Als ich dann im Januar, am Beginn diesen Jahres, mit Politikern gesprochen habe, wie es denn in Deutschland mit der Klimapolitik weitergehen soll, da war die Aussicht, dass der Klimawandel und die Klimapolitik je wieder auf die politische Agenda zur\u00fcckkehren k\u00f6nnten, eigentlich gleich Null. Dann kam #FridaysForFuture, und pl\u00f6tzlich wurden in den Zentralen der Parteien die Strategen hellwach. Und siehe da, durch #FridaysForFuture waren der Klimawandel und die Klimapolitik pl\u00f6tzlich auf Platz 1 der politischen Agenda. Das ist Ihr Verdienst. Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde, ohne Sie w\u00e4re das nicht geschehen, und Sie haben sich ein gro\u00dfes Verdienst erworben.<\/p>\n<p>Erstens, im Gegensatz zu vielen Protestbewegungen ist es Ihnen gelungen, den Klimawandel in die Mitte der Gesellschaft zu tragen, und ich glaube, das ist unglaublich wichtig. Wir brauchen keine Radikalisierung, denn diejenigen, die davon \u00fcberzeugt sind, sind ja schon davon \u00fcberzeugt; man muss die Katholiken nicht nochmal taufen. Es geht darum, dass man die Mitte der Gesellschaft erreicht, dass man zu denen spricht, die den Klimawandel bisher f\u00fcr eine Spinnerei gehalten haben. Sie d\u00fcrfen sicher sein, dass viele Menschen auch in der Mitte der Parteien, in der Mitte der SPD, in der Mitte der CDU, den Klimawandel immer noch f\u00fcr gr\u00fcne Spinnerei halten. Also, Sie haben den Klimawandel in die Mitte der Gesellschaft getragen, und ich m\u00f6chte Sie ermuntern, das unbedingt auch weiterhin zu tun. Wir m\u00fcssen die Mitte der Gesellschaft mitnehmen, wenn wir einen effektiven Klimaschutz erreichen wollen.<\/p>\n<p>Das zweite, was ich in Ihrer Bewegung so herausragend finde: Sie haben von allem Anfang an den Ehrgeiz gehabt, Ihre Forderungen auf die Wissenschaft zu gr\u00fcnden. Das unterscheidet Sie von vielen Politikern. Als im M\u00e4rz diesen Jahres Greta Thunberg das Potsdam-Institut f\u00fcr Klimafolgenforschung besucht hat, war es uns sehr wichtig, daraus kein Medienereignis zu machen. Stattdessen hatten wir Greta Thunberg angeboten, drei Stunden \u00fcber die wissenschaftlichen Fakten, \u00fcber die wissenschaftlichen Einsichten zu den Ursachen, Folgen und zu den L\u00f6sungsstrategien zu sprechen. \u00a0Ich war sehr beeindruckt, dass Greta Thunberg zum Beispiel die drei Haupts\u00e4tze der Thermodynamik und den Treibhauseffekt ohne Schwierigkeiten darlegen konnte. Ich erspare es mir, im Deutschen Bundestag eine Umfrage zu machen, wie viele Abgeordnete die drei Haupts\u00e4tze der Thermodynamik beherrschen, und wie viele in der Lage sind, den Treibhauseffekt fehlerfrei darzustellen.<\/p>\n<p>Das sage ich nicht, weil ich in die Politikerschelte einstimmen will. Ich rede viel mit Politikern und ich habe gro\u00dfen Respekt vor ihnen. Aber was ich nicht mag, ist, wenn unbezweifelbare Fakten der politischen Verhandlung anheimgestellt werden. Das geht nicht! #FridaysForFuture hat von Anfang an gesagt: \u201eWir wollen sowohl in der Analyse, als auch mit dem, was wir fordern, auf die Wissenschaft h\u00f6ren, und mit der Wissenschaft einen Dialog auf Augenh\u00f6he f\u00fchren\u201c. Bislang ist es uns in der Wissenschaft nicht gelungen, mit den Entscheidungstr\u00e4gern in Politik und Wirtschaft auf derselben Ebene zu kommunizieren. Dass die Wissenschaft jetzt geh\u00f6rt wird und, auch von den Wissenschaftlern, die Frage gestellt wird, wie wir besser kommunizieren k\u00f6nnen, damit die Politik die Forderungen, die wir haben, besser aufnehmen kann, das ist eine der ganz gro\u00dfen Errungenschaften. Daran m\u00fcssen wir in den n\u00e4chsten Monaten arbeiten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>II.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir stehen in Deutschland vor gro\u00dfen politischen Entscheidungen. Am 20. September 2019 wird das Klimakabinett ein Paket beschlie\u00dfen. In meinem Vortrag m\u00f6chte ich darstellen, dass in diesem Klimapaket eine Forderung von \u00fcberragender Bedeutung ist, n\u00e4mlich die Reform der CO<sub>2<\/sub>-Bepreisung. Das klingt sehr technisch, aber es geht um eine Reform unserer Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung. Ich glaube, wir m\u00fcssen verstehen und begreifen, dass der Klimawandel kein Umweltproblem ist. Der saure Regen war ein Umweltproblem, die lokale Luftverschmutzung ist ein Umweltproblem, aber der Klimawandel hat das Potential, die Grundlagen unserer Zivilisation zu zerst\u00f6ren. Es geht um die Zukunft der Erde, und um die Frage, ob wir als Menschheit in der Lage sind, treuh\u00e4nderisch mit dem umzugehen, was uns anvertraut ist. Oder ob wir von der Substanz leben und die Grundlagen unserer Zivilisation zerst\u00f6ren. Das ist kein Umweltproblem. Es ist vielmehr eine Herausforderung f\u00fcr die gesamte Menschheit, es ist eine Frage der Moderne, n\u00e4mlich danach, wie wir als Menschen auf dem Planeten in Zukunft leben wollen.<\/p>\n<p>Es geh\u00f6rt aus meiner Sicht zu den fundamentalen Grundeinsichten, dass wir uns nach wie vor in einer Phase befinden, trotz #FridaysForFuture, trotz der Klimakonferenzen, trotz der Einsichten der Klimawissenschaft, in der die Emissionen unaufh\u00f6rlich steigen. Es ist uns noch nicht gelungen, die Emissionen zu stabilisieren, geschweige denn sie abzusenken. Das h\u00e4ngt vor allem damit zusammen, dass wir uns im globalen Ma\u00dfstab immer noch in der gr\u00f6\u00dften Kohle-Renaissance der Industriegeschichte befinden. Deswegen bin ich davon \u00fcberzeugt, dass in den n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahren die Kohlefrage von gro\u00dfer internationaler Bedeutung ist. Wenn wir diese Frage nicht im globalen Ma\u00dfstab l\u00f6sen, werden wir die Klimaziele des Paris-Abkommens nicht erreichen. Stattdessen m\u00fcssen wir uns dann mit der Frage auseinandersetzen, wie die Menschheit mit dem gef\u00e4hrlichen Klimawandel leben kann und leben muss.<\/p>\n<p>Die Emissionen aus der Nutzung der Kohle haben in den 2000er Jahren erst richtig zugelegt, zu einem Zeitpunkt, als die gro\u00dfen internationalen Energie-Agenturen schon der Auffassung waren, die Kohle h\u00e4tte die besten Tage hinter sich. In Tat und Wahrheit steuert die Kohle geradewegs auf eine nie dagewesene Renaissance zu. Im globalen Ma\u00dfstab stellen wir fest, dass besonders in vielen L\u00e4ndern Asiens, nicht nur in China und Indien, die Kohlenutzung wieder deutlich zunimmt.<\/p>\n<p>Die Emissionen steigen, und diese steigenden Emissionen treiben uns auf einen Pfad, der uns am Ende des Jahrhunderts 4 bis 5 Grad Anstieg der globalen Mitteltemperatur bescheren wird. 4 bis 5 Grad! Wir haben bestenfalls eine Ahnung, was es bedeutet, in einer 4- oder 5-Grad-Welt zu leben. Wir steuern den Planeten in einen Zustand, in dem wir nicht mehr wissen, wie das Erdsystem als Ganzes und seine Komponenten funktionieren werden.<\/p>\n<p>Der j\u00fcngste 1,5 Grad-Bericht des Weltklimarates veranschaulicht, was wir eigentlich alles aufs Spiel setzen, wenn wir weitermachen wie bisher. Wir betrachten zuerst die einzigartigen \u00d6kosysteme. Bei einem Anstieg der globalen Mitteltemperatur von 1 Grad werden die Korallenriffe auf dem Planeten v\u00f6llig verschwinden; die Ozeane werden saurer, und das hei\u00dft auch, dass die marinen \u00d6kosysteme in ihrer Funktionsf\u00e4higkeit fundamental zerst\u00f6rt werden. Wenn Sie sich etwa vorstellen, dass wir im Verlaufe dieses Jahrhunderts 9 Milliarden Menschen, 10 Milliarden Menschen oder gar 11 Milliarden Menschen ern\u00e4hren wollen, sind viele der Auffassung, dass die Ern\u00e4hrungsgrundlage nicht mehr allein auf dem Land gefunden werden kann, sondern wir auch den Ozean und die marinen \u00d6kosysteme ben\u00f6tigen. Aber diese marinen \u00d6kosysteme w\u00fcrden in ihrer Funktionsf\u00e4higkeit grundlegend zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p>Hinzu kommt die Zunahme der Extremwetter-Ereignisse wie D\u00fcrren und \u00dcberschwemmungen: Die beiden letzten Hitzesommer haben uns in Deutschland eine gewisse Ahnung davon vermittelt, was D\u00fcrren und \u00dcberschwemmungen bedeuten k\u00f6nnten. Das ist aber alles nur k\u00fchler Tau gegen das, was bereits heute schon in der s\u00fcdlichen Hemisph\u00e4re gang und g\u00e4be ist. Der Klimawandel versch\u00e4rft die Ungleichheit zwischen L\u00e4ndern, die Einkommensungleichheit und die Verm\u00f6gensungleichheit. Er ist nicht allein verantwortlich f\u00fcr die bestehende Ungleichheit, aber er versch\u00e4rft sie. Wir stellen fest, dass in gro\u00dfen Teilen der Welt die Agrarproduktivit\u00e4t und die Arbeitsproduktivit\u00e4t einbrechen. Dar\u00fcber hinaus werden wir vor die Herausforderung gestellt, dass sich bei einem Anstieg der globalen Mitteltemperatur um 4 oder 5 Grad die <em>gro\u00dfskaligen Tipping Points<\/em> im Erdsystem \u00a0ver\u00e4ndern werden.<\/p>\n<p>Einer dieser <em>Tipping Points<\/em> ist der \u00a0Amazonas: Wenn die globale Mitteltemperatur um 4 oder 5 Grad steigt, wird der Amazonas von einer Netto-Senke f\u00fcr CO<sub>2 <\/sub>zu einer Netto-Quelle. Der Amazonas ist nicht nur das gr\u00f6\u00dfte Reservoir f\u00fcr Biodiversit\u00e4t, er ist auch die Apotheke der Welt und zugleich einer der gr\u00f6\u00dften Kohlenstoffspeicher. Wenn dieses \u00d6kosystem kollabiert, dann wird auch der Treibhauseffekt gravierend zunehmen. Durch die Feedback-Schleifen wird diese Zunahme dramatisch ausfallen. Der Amazonas wird nicht durch einen Anstieg der globalen Mitteltemperatur von 1 Grad zu einer Netto-Quelle, aber bei 4 bis 5 Grad ist das Risiko sehr hoch und sollte nicht vernachl\u00e4ssigt werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>III.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Deswegen haben die Klimawissenschaftler im Paris-Abkommen darauf gedrungen, den Anstieg der globalen Mitteltemperatur auf unter 2 Grad zu begrenzen. Idealerweise w\u00e4ren es 1,5 Grad. Das ist jedoch wahrscheinlich zu ehrgeizig, weil wir 1,5 Grad fast schon erreicht haben. Unter 2 Grad ist also bereits ein relativ ambitioniertes Ziel<\/p>\n<p>Was genau ist nun mit einer Stabilisierung bei \u00a01,5\u00a0 oder unter 2 Grad gemeint? Eine Stabilisierung unter 2 Grad bedeutet, dass wir nur noch eine begrenzte Menge an CO<sub>2<\/sub> in der Atmosph\u00e4re ablagern d\u00fcrfen. Man kann die Atmosph\u00e4re mit einer Badewanne vergleichen, die einen Zulauf, aber keinen Ablauf hat. Warum? Weil das wichtigste Treibhausgas CO<sub>2<\/sub> eine sehr lange Lebensdauer hat. Und unser Zulauf sind die Emissionen, die j\u00e4hrlich in diese Badewanne einflie\u00dfen. Weil sie aber keinen Ablauf hat, steigt der Wasserpegel st\u00e4ndig. Auf die Atmosph\u00e4re \u00fcbersetzt hei\u00dft das, die kumulative Menge an CO<sub>2<\/sub> nimmt kontinuierlich zu. Diesen \u201eWasserpegel\u201c nennen wir in der Klimawissenschaft die CO<sub>2<\/sub>-Konzentration. Wollen wir also den F\u00fcllstand unserer Badewanne ohne Ablauf stabilisieren, m\u00fcssen wir die j\u00e4hrlichen Emissionen, die \u00fcber den Zulauf kommen, irgendwann auf Null stellen. Man kann noch dar\u00fcber streiten, wo der Pegel stabilisiert werden muss: Etwa bei einer halbvollen Badewanne, oder wenn die Badewanne kurz vorm \u00dcberlaufen ist.<\/p>\n<p>Wir reden hier und heute davon, dass wir die Badewanne nicht \u00fcberlaufen lassen wollen. Darum geht es in der Klimapolitik, und deswegen muss irgendwann der Zufluss an Emissionen Null werden. Wenn wir ein 1,5 Grad-Ziel erreichen wollen, m\u00fcssen die Emissionen im Jahr 2050 Null betragen. Wenn wir uns ein bisschen mehr Zeit geben, vielleicht 10 Jahre, 15 Jahre, dann wird steuern wir auf das 2-Grad-Ziel zu. Aber am Ende geht es nur um Eines: dass die Emissionen, der Zulauf in die Badewanne, Null werden. Viele Politiker beobachten immer nur den Zulauf. Wenn dieser ein bisschen geringer wird, dann werten sie dies bereits als gro\u00dfen Erfolg. Nat\u00fcrlich ist es sch\u00f6n, wenn er abnimmt. Aber wenn die Badewanne schon ziemlich voll ist und wir nicht den Null-Zulauf erreichen, wenn wir den Zulauf nicht abstellen, dann wird irgendwann die Badewanne \u00fcberlaufen. Das ist die Herausforderung der Klimapolitik!<\/p>\n<p>Man kann mit ziemlich gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass in der Atmosph\u00e4re noch ungef\u00e4hr zwischen 800 und 1.000 Gigatonnen CO<sub>2<\/sub> abgelagert werden k\u00f6nnen. Wo genau dieser Wasserspiegel derzeit liegt, wird noch diskutiert. Das k\u00f6nnen wir aber getrost der Klimawissenschaft und der Klima\u00f6konomie im Detail \u00fcberlassen. F\u00fcr uns ist vor allem die ungef\u00e4hre Gr\u00f6\u00dfenordnung wichtig. Was genau bedeutet das, wenn wir sagen, dass wir nur noch 800 bis 1.000 Gigatonnen, am besten nat\u00fcrlich nur 800 Gigatonnen CO<sub>2<\/sub> in der Atmosph\u00e4re ablagern d\u00fcrfen? Gemessen an der begrenzten Aufnahmef\u00e4higkeit der Atmosph\u00e4re haben wir im 21. Jahrhundert keine Knappheit, sondern ein \u00dcberangebot an den fossilen Energietr\u00e4gern, n\u00e4mlich 15.000 Gigatonnen CO<sub>2<\/sub> in Form von Kohle, \u00d6l und Gas, die noch im Boden lagern.<\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund dieser Tatsachen l\u00e4sst sich ein interessantes Gedanken-Experiment machen. Wir stellen uns dazu einmal vor, die Welt w\u00e4re genau umgekehrt. Wir d\u00fcrften weitere 15.000 Gigatonnen CO<sub>2 <\/sub>in der Atmosph\u00e4re ablagern, h\u00e4tten aber nur noch 800 Gigatonnen im Boden. Wie w\u00fcrde die Welt dann aussehen? M\u00fcsste ein deutscher Wirtschaftsminister im Bundestag zu dieser Problematik eine Rede halten, dann w\u00fcrde er etwa wie folgt argumentieren: \u201eIn den n\u00e4chsten 10 Jahren werden die Ressourcen-Preise auf dem gesamten Planeten f\u00fcr Kohle, \u00d6l und Gas dramatisch steigen. Es ist ein Imperativ der deutschen Wettbewerbsf\u00e4higkeit, dass wir die erneuerbaren Energien ausbauen, die Energieeffizienz erh\u00f6hen, und dass wir unseren energieintensiven Lebensstil \u00fcberdenken. Eine Nation, eine Volkswirtschaft, die dies nicht zustande bringt, wird in ihrer internationalen Wettbewerbsf\u00e4higkeit dramatisch zur\u00fcckfallen\u201c. Mit anderen Worten, die internationalen Ressourcen-M\u00e4rkte w\u00fcrden uns auf den Pfad der energiepolitischen Tugend zwingen. Wir w\u00fcrden mit Energie effizienter umgehen, weil uns schlicht und ergreifend nichts anderes \u00fcbrig bliebe.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich leben wir aber in einer Welt, die ein \u00dcberangebot fossiler Energietr\u00e4ger vorh\u00e4lt, in der gleichzeitig jedoch die Atmosph\u00e4re nur noch sehr begrenzt aufnahmef\u00e4hig ist. Das Problem ist, dass die Atmosph\u00e4re als eine wilde Deponie missbraucht wird. In dieser Atmosph\u00e4re darf jeder nach Gutd\u00fcnken seine Emissionen ablagern. Je reicher jemand ist, je mehr fossile Energietr\u00e4ger er verbraucht, umso mehr kann er ablagern. Wir nutzen die Atmosph\u00e4re ganz einfach nach dem Grundsatz des Rechts des St\u00e4rkeren. \u00a0Stattdessen m\u00fcssten jedoch Nutzungsrechte definiert werden, damit die Atmosph\u00e4re eben nicht als wilde Deponie begriffen wird, sondern als ein globales Gemeinschaftseigentum der Menschheit. Das ist der Kernsatz in der Enzyklika <em>Laudato Si\u2018<\/em> von Papst Franziskus. Dort hei\u00dft es: Das Klimasystem ist ein globales Gemeinschaftseigentum der Menschheit. Dieser Satz benennt die ethische und globale Herausforderung, vor der wir stehen. Nicht die Ressourcen-M\u00e4rkte, nicht die Mechanik der Wirtschaft, nicht die Knappheit der Natur, sondern die ethische Einsicht ist es, die uns zu einem treuh\u00e4nderischen Umgang mit dem globalen Gemeinschaftseigentum der Menschheit verpflichtet.<\/p>\n<p>Weder der \u00f6konomische Zwang noch der politische Zwang noch der Zwang der Natur muss uns zu einem verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit dem globalen Gemeinschaftseigentum bewegen, sondern die vern\u00fcnftige Einsicht in die Notwendigkeit. Das ist die entscheidende Aufgabe: aus freier Einsicht, ein internationales Abkommen zustande zu bringen, das fair, gerecht und effizient ist. Das ist eine gro\u00dfe und schwierige Herausforderung. Aus diesem Grund halten die Wirtschaftsminister auf dem Planeten eben nicht solche Reden \u00fcber einen notwendigen Ausbau der erneuerbaren Energien, \u00fcber eine Erh\u00f6hung der Energieeffizienz und \u00fcber die nachhaltige \u00c4nderung unseres Lebensstils. Stattdessen propagieren sie, dass Klimaschutz zwar wichtig sei, aber die Wettbewerbsf\u00e4higkeit nicht gef\u00e4hrden d\u00fcrfte. Sonst w\u00e4ren deutsche Arbeitspl\u00e4tze bedroht, was in niemandes Interesse sein k\u00f6nne; deswegen Klimaschutz mit Ma\u00df und Ziel. Was im Klartext hei\u00dft: kein Klimaschutz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>IV.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Richtig daran ist, dass die Menschheit als Ganzes ein internationales Abkommen zustande bringen muss, indem sich Staaten nicht mehr als Trittbrettfahrer verhalten. In Zeiten von Donald Trump und der neuen brasilianischen Regierung ist das zugegebenerma\u00dfen ungeheuer schwer. Der Multilateralismus ist bedroht, globale Solidarit\u00e4t hat im Augenblick keine Hochkonjunktur in den internationalen Verhandlungen, und trotzdem ist dieses Abkommen eine der zentralen Aufgaben unseres Landes. Es ist eine der zentralen Aufgaben der Kirchen, den Multilateralismus, die Einsicht in die globale Solidarit\u00e4t stark zu machen.<\/p>\n<p>Was getan werden muss, um ein solches Abkommen zu entwerfen, und wie es letztendlich zustande kommt, ist eine interessante und schwierige Aufgabe. Meiner Ansicht nach erfordert es eine fundamentale, grundlegende Reform unseres Wirtschafts- und Gesellschaftsmodells. Die internationalen Klimaverhandlungen und die Klimadiplomatie werden h\u00e4ufig als ein furchtbar langatmiges Gesch\u00e4ft empfunden und damit verbunden h\u00f6rt man oft die Frage nach einem besseren, einfacheren Weg. K\u00f6nnte man sich denn nicht einfach darauf verlassen, dass vielleicht der technische Fortschritt f\u00fcr uns das Problem doch irgendwie l\u00f6st? Die Kosten f\u00fcr die Erneuerbaren sind bereits so dramatisch gesunken. W\u00e4ren wir am Ende nicht doch besser dran, wenn wir die Klimapolitik oder den Klimaschutz in die H\u00e4nde deutscher Ingenieure legten, als in die H\u00e4nde von internationalen Klimadiplomaten?<\/p>\n<p>Lassen wir uns einmal f\u00fcr einen Augenblick auf dieses Gedankenexperiment ein. Stellen wir uns vor, wir wachen morgen Fr\u00fch auf, und stellen fest, Photovoltaik und Windenergie w\u00e4re so billig, dass niemand mehr einen Anreiz h\u00e4tte, Kohle aus dem Boden zu holen. Dann w\u00e4re das Problem in der Tat gel\u00f6st. Wenn aber dieser Prozess der Kostenreduzierung f\u00fcr die Erneuerbaren Zeit braucht, kommt eine entscheidende Schwierigkeit hinzu. Was passiert in der Zwischenzeit? China und Deutschland bauen nun beispielsweise die Erneuerbaren aus und fragen dadurch gleichzeitig weniger fossile Energietr\u00e4ger nach. In der Konsequenz sinken deren Preise. Folglich werden wieder vermehrt fossile Energietr\u00e4ger nachgefragt. Das ist genau das, was im Augenblick in der Weltwirtschaft passiert. Wir f\u00f6rdern und bauen die Erneuerbaren aus. China ist der gr\u00f6\u00dfte Markt f\u00fcr diese alternativen Energien und zugleich auch der gr\u00f6\u00dfte Investor in die Kohle. Wir sollten auch nicht mit dem Finger auf Polen zeigen. Deutschland hat seit 2011 zehn neue Kohlekraftwerke gebaut, Deutschland ist abh\u00e4ngig von der Kohle. Wir sind gleichzeitig ein Land der Erneuerbaren und ein Kohleland. Unsere Emissionen aus der Kohle sind doppelt so hoch wie die von Polen. Wer also auf unsere Nachbarn zeigt, sollte sich n\u00e4her mit dem deutschen Kohleausstieg besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<p>Wenn wir auf unser Bild von der Badewanne ohne Ablauf zur\u00fcckkommen, in der nur noch eine begrenzte Menge an CO<sub>2<\/sub> Platz hat, ist es entscheidend, wie lange der Zulauf noch offen ist. Und weil das so ist, k\u00f6nnen wir nicht warten, bis die Kosten f\u00fcr Photovoltaik und f\u00fcr Windenergie so billig sind, dass niemand mehr auf dem Planeten einen Anreiz hat, Kohle, \u00d6l und Gas aus dem Boden zu holen. Deswegen ist aus meiner Sicht eine fundamentale Kernforderung, dass wir CO<sub>2<\/sub> einen Preis geben m\u00fcssen. Was macht ein Preis f\u00fcr CO<sub>2<\/sub>? Er sorgt daf\u00fcr, dass die CO<sub>2<\/sub>-freien Alternativen rentabel werden. Aber ein CO<sub>2<\/sub>-Preis bestraft gleichzeitig auch die Nutzung der fossilen Energietr\u00e4ger entsprechend ihres Kohlenstoffgehalts, also Kohle mehr als Gas, und Gas mehr als \u00d6l. Das hei\u00dft mit anderen Worten, der Weg, mehr Erneuerbare zu nutzen und zugleich mehr fossile Energietr\u00e4ger, ist uns versperrt. Genau das ist die Idee, die diesem Konzept zugrunde liegt. Weil der CO<sub>2<\/sub>-Preis zudem eine Knappheit zum Ausdruck bringen muss, n\u00e4mlich die Knappheit des begrenzten Deponieraums der Atmosph\u00e4re, muss er ansteigen.<\/p>\n<p>Das dritte, was ein CO<sub>2<\/sub>-Preis leistet, ist das Generieren von Einnahmen. Diese k\u00f6nnen dazu dienen, diejenigen zu entlasten, die \u00fcberproportional von einer CO<sub>2<\/sub>-Bepreisung betroffen w\u00e4ren. Tats\u00e4chlich geben einkommensschwache Haushalte \u00fcberproportional viel Geld f\u00fcr W\u00e4rme und Strom aus, also f\u00fcr alle heute CO<sub>2<\/sub>-intensiven Dienstleistungen. Damit diese nicht die Verlierer der Einf\u00fchrung eines CO<sub>2<\/sub>-Preises sind, k\u00f6nnte ihnen ein Teil der Einnahmen zugutekommen. In jedem Fall ist es unsere Kernaufgabe, \u00a0CO<sub>2<\/sub> einen Preis zu geben, damit die grundlegende und fundamentale Knappheit der Atmosph\u00e4re bei den Investitions- und Konsumentscheidungen eine zentrale Rolle spielt.<\/p>\n<p>Auf den ersten Blick mag dieser CO<sub>2<\/sub>-Preis wie eine typische \u00d6konomen-Forderung erscheinen. Eine Forderung aus dem akademischen Elfenbeinturm. W\u00e4ren da Verbote nicht viel effektiver? Eine gesamte Volkswirtschaft durch Verbote so zu transformieren, dass am Ende, das hei\u00dft 2050, die Emissionen Null werden, ist vermutlich nicht m\u00f6glich. Die entscheidende Aufgabe ist es vielmehr, Marktwirtschaften, Wirtschaftsordnungen und Wirtschaftssysteme zu entwickeln, die grundlegende Knappheiten respektieren. Wir hatten auf diesem Planeten schon einmal ein Experiment, damals wirtschaftspolitischer Art, in dem eine ganze Volkswirtschaft versuchte, fundamentale und grundlegende Knappheiten zu ignorieren. Gemeint sind die Zentralverwaltungswirtschaften Osteuropas und der Sowjetunion, die am Ende alle gescheitert sind. Gescheitert, weil sie die grundlegende Knappheit auf den G\u00fcter-, Kapital- und Arbeitsm\u00e4rkten ignoriert haben. Wenn der moderne Kapitalismus nicht begreift und versteht, dass die grundlegende Knappheit des 21. Jahrhunderts die globalen Gemeinschaftsg\u00fcter sind, wird er an dieser Ignoranz zugrunde gehen.<\/p>\n<p>Deswegen glaube ich, dass die Einf\u00fchrung einer CO<sub>2<\/sub>-Bepreisung ein wichtiger Startpunkt ist f\u00fcr die grundlegende Reform unserer Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung. Ein solcher CO<sub>2<\/sub>-Preis w\u00fcrde es uns eben gerade nicht mehr erlauben, die Atmosph\u00e4re wie eine wilde Deponie zu nutzen. Vor allem auch den \u00e4rmeren L\u00e4ndern w\u00fcrde damit ein fairer Zugang verschafft. Wie w\u00e4re dieses Konzept umsetzbar? Wenn L\u00e4nder wie Nigeria bereit w\u00e4ren, ihre CO<sub>2<\/sub>-Preise anzuheben und damit zum Beispiel von Kohle auf Gas \u00fcberzugehen, k\u00f6nnte ein Gro\u00dfteil der damit entstehenden Kosten aus dem <em>Green Climate Fund<\/em> finanziert werden. Denkbar w\u00e4re auch ein internationaler L\u00e4nderfinanzausgleich, damit L\u00e4nder, die sich heute noch keinen Klimaschutz leisten k\u00f6nnen, trotzdem gemeinsam mit den wohlhabenderen Nationen die notwendigen Ma\u00dfnahmen ergreifen k\u00f6nnen, um das Zuschlagen des gef\u00e4hrlichen Klimawandels in der zweiten H\u00e4lfte des Jahrhunderts zu verhindern. Denn eines muss uns klar sein: Ein globales Nichtstun, also ein ungebremster Klimawandel, h\u00e4tte f\u00fcr die wirtschaftliche Entwicklung eines Gro\u00dfteils dieses Planeten verheerende Konsequenzen.<\/p>\n<p>Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich glaube, dass das Thema CO<sub>2<\/sub>-Preisreform von wirklich grundlegender Bedeutung ist. Gott sei Dank, und das ist das Gro\u00dfartige, erleben wir momentan eine Debatte und eine Phase der deutschen Geschichte, in der dieses Thema der CO<sub>2<\/sub>-Preisreform jetzt endlich auf der politischen Tagesordnung ganz oben steht, dank FridaysForFuture. Am 20. September wird das Klimakabinett dar\u00fcber entscheiden, ob Deutschland in eine ehrgeizige CO<sub>2<\/sub>-Preisreform einsteigt. Davor haben viele Politiker einen gewaltigen Respekt. Sie glauben n\u00e4mlich, wenn sie CO<sub>2<\/sub>-Preise einf\u00fchren und damit CO<sub>2<\/sub>-freie Technologien rentabel machen, werden sie nicht mehr gew\u00e4hlt. Sie glauben, dass der Rechtspopulismus erst richtig an Fahrt gewinnt, wenn an der Tankstelle Benzin und Diesel ein paar Cent mehr kosten. Politiker haben eine panische Angst davor, dass sie von den W\u00e4hlern abgestraft werden, weil diese schlie\u00dflich die Grundlagen unserer Zukunft sichern. Es ist an uns, den Politikern zweierlei klar zu sagen: Wir w\u00e4hlen euch ab, wenn ihr unsere Zukunft verspielt. Und wir werden euch w\u00e4hlen, wenn ihr die Grundlagen unserer Zukunft sichert, denn das ist eure Pflicht und Schuldigkeit.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>I. &nbsp; Als ich im vergangenen Jahr im Dezember in Kattowitz an der Internationalen Klimakonferenz teilgenommen habe, wurde ich von Vertretern der Medien, aber auch von den Politikern ein bisschen bedauernd betrachtet. 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