{"id":32308,"date":"2023-07-17T14:35:32","date_gmt":"2023-07-17T12:35:32","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=digitale-aufruestung-des-gehirns"},"modified":"2025-04-28T14:46:30","modified_gmt":"2025-04-28T12:46:30","slug":"liegt-die-zukunft-des-menschen-in-der-technik-die-digitale-aufruestung-des-gehirns","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/liegt-die-zukunft-des-menschen-in-der-technik-die-digitale-aufruestung-des-gehirns\/","title":{"rendered":"Does the future of man lie in technology?"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Technik als eschatologische Kategorie?<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Technik geh\u00f6rt zur Kulturgeschichte der Menschheit untrennbar hinzu. Vielfach hat der technische Fortschritt \u00fcber wirtschaftlichen Erfolg und den Ausgang von Kriegen entschieden, aber auch kulturelle und k\u00fcnstlerische Entwicklungen motiviert und erm\u00f6glicht. Dabei war implizit oder explizit immer klar, dass Technik nichts weiter als Mittel zu Zwecken sein kann, die von Menschen gesetzt werden. Technik soll in der Abwicklung von Lebensvollz\u00fcgen behilflich sein, die Arbeit erleichtern, Wohlstand und Mobilit\u00e4t bef\u00f6rdern, Gesundheit steigern und das Leben sicherer machen. So werden auch in der Gegenwart, wenn es um die F\u00f6rderung von Technik und Innovation mit \u00f6ffentlichen Mitteln geht, verbesserte Umwelteigenschaften, Klimavertr\u00e4glichkeit, F\u00f6rderung der Wettbewerbsf\u00e4higkeit der deutschen Wirtschaft, verbesserte Gesundheit, Steigerung des Komforts und andere gew\u00fcnschte Ziele genannt, zu denen neue Technik geeignete Mittel bereitstellen soll.<\/p>\n<p>Nun hat sich jedoch in den letzten Jahrzehnten neben diesem wohlvertrauten Blick auf Technik eine radikal andere Perspektive entwickelt. Darin geht es nicht um Technik als Mittel zur Lebenserleichterung von Menschen, sondern um die m\u00f6gliche, von manchen bef\u00fcrchtete und von anderen erhoffte <em>Abl\u00f6sung<\/em> des Menschen durch Technik. Insbesondere amerikanische Futuristen wie Ray Kurzweil, die Bewegung des Transhumanismus und einige Digitalvision\u00e4re aus dem Silicon Valley kehren den Blickwinkel um: Technik wird vom dienenden Mittel zum eigentlichen Zweck. Indem sie die Herausbildung einer technisch perfekten Zivilisation durch technischen Fortschritt als Ziel der Geschichte ansehen, laden sie Technik teleologisch auf. Einige erh\u00f6hen Technik sogar zu einer eschatologischen Kategorie, von der Erl\u00f6sung von den Defiziten menschlicher Existenz erwartet wird. Zwei Wellen in dieser Entwicklung lassen sich unterscheiden.<\/p>\n<ul>\n<li>Seit etwa zwanzig Jahren wird kontrovers zur technischen Verbesserung des Menschen (<em>Human Enhancement<\/em>) diskutiert. Weitreichende Visionen von der technischen Aufr\u00fcstung und Umgestaltung des menschlichen K\u00f6rpers und Geistes, aber auch der weitgehenden Abschaffung des Todes und der Verschmelzung von Mensch und Maschine wurden verbreitet (<strong>Teil 2<\/strong>). Dadurch werde es, so einige Autoren, der Menschheit endlich m\u00f6glich, die physischen, kognitiven wie auch moralischen Defizite des Menschen mit eigener Kompetenz und Technik zu \u00fcberwinden und dadurch eine als <em>besser<\/em> angesehene zuk\u00fcnftige technische Zivilisation zu erzeugen. Allm\u00e4hlich solle auf diese Weise die menschliche in eine technische Zivilisation \u00fcbergehen, der dann die Gestaltung der weiteren Evolution obliege. Die Titelfrage, ob die Zukunft des Menschen in Technik liege, wird hier klar mit ja beantwortet.<\/li>\n<li>In der zweiten und j\u00fcngeren Welle lautet diese Antwort ebenfalls ja, allerdings auf eine andere Weise. Danach liegt die Zukunft des Menschen nicht in seiner allm\u00e4hlichen technischen Aufr\u00fcstung, sondern in seiner <em>Ersetzung<\/em> durch von Menschen selbst geschaffene Technik. Durch Digitalisierung, Algorithmen, K\u00fcnstliche Intelligenz und Roboter soll Technik F\u00e4higkeiten erwerben, die denen der Menschen immer st\u00e4rker \u00fcberlegen sind, so dass Menschen einfach \u00fcberfl\u00fcssig werden. Das Gef\u00fchl einer schon bestehenden und sich weiter versch\u00e4rfenden Unterlegenheit des Menschen gegen\u00fcber digitaler Technik hat sich in Massenmedien und Teilen der Bev\u00f6lkerung bereits weitgehend durchgesetzt. Die Protagonisten dieser Entwicklung sehen das jedoch nicht mit Sorge, sondern positiv als Ziel der Geschichte (<strong>Teil 3<\/strong>).<\/li>\n<\/ul>\n<p>In diesem Beitrag m\u00f6chte ich nach der Erl\u00e4uterung dieser beiden Diskussionsstr\u00e4nge auf ihre technikphilosophischen und anthropologischen Hintergr\u00fcnde und Pr\u00e4missen eingehen. Im Zentrum steht nach meiner Analyse das Bild vom Menschen in Kombination mit einer \u00dcberh\u00f6hung des technischen Fortschritts: wer sind wir, wer wollen wir sein und wie ist unser Verh\u00e4ltnis zu Technik? Die Bef\u00fcrworter einer technischen Aufr\u00fcstung oder einer zuk\u00fcnftigen Verabschiedung des Menschen zugunsten der Technik arbeiten zumeist mit negativen Menschenbildern zur Untermauerung ihrer Position (<strong>Teil 4<\/strong>). Daher sei das Ende des Menschen in Technik nicht zu bef\u00fcrchten, sondern zu begr\u00fc\u00dfen: als eine Art Erl\u00f6sung aus der begrenzten, verletzlichen, moralisch oft defizit\u00e4ren und letztlich dem Tod verfallenen menschlichen Natur. Diese wird dem alle Negativerfahrungen ausblendenden Blick auf den technischen Fortschritt zugetraut (<strong>Teil 5<\/strong>). Die eschatologische \u00dcberh\u00f6hung von und die Erl\u00f6sungserwartung an den technischen Fortschritt attackieren unmittelbar das ureigene Gebiet von Religionen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Die \u201etechnische Verbesserung\u201c des Menschen<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Die Unzufriedenheit des Menschen mit sich selbst d\u00fcrfte so alt wie die Menschheit selbst sein. Sie erstreckt sich auf die individuelle Ebene, etwa die sportliche Leistungsf\u00e4higkeit, das Ged\u00e4chtnis oder das Aussehen betreffend, aber auch auf die Bew\u00e4ltigung kollektiver Herausforderungen, wenn etwa mangelnde Friedensf\u00e4higkeit, Ausbeutung und die Unf\u00e4higkeit zu einem vorsorgenden Klimahandeln beklagt werden. Um Menschen \u201ebesser\u201c zu machen, wurden viele kulturell unterschiedliche Ans\u00e4tze entwickelt und umgesetzt, so etwa in der Europ\u00e4ischen Aufkl\u00e4rung mit Betonung auf Bildung oder in vielen Religionen in Form von Bem\u00fchungen um ma\u00dfvollen Lebenswandel, Solidarit\u00e4t und Frieden.<\/p>\n<p>Es ist nicht \u00fcberraschend, dass in einer vom wissenschaftlich-technischen Fortschritt gepr\u00e4gten Zeit eine <em>technische<\/em> Verbesserung des Menschen zum Thema wird. Manches ist im Alltag bereits angekommen, so beispielsweise Sch\u00f6nheitschirurgie zur Verbesserung des Aussehens und, ethisch zwar nicht legitim, aber dennoch weit verbreitet, Doping im Sport durch Medikamente. Die Vision\u00e4re haben jedoch seit knapp zwanzig Jahren anderes im Blick, in der Hoffnung auf neue technische Entwicklungen aus Nanotechnologie, Biotechnik, Digitaltechnik und Hirnforschung.<\/p>\n<p>Die technische Verbesserung des Menschen auf der Ebene individueller F\u00e4higkeiten soll sensorische, motorische und kognitive F\u00e4higkeiten des Menschen betreffen, beispielsweise die Funktionen des menschlichen Gehirns. Hierzu z\u00e4hlen zum einen die Erweiterung der <em>Speicherfunktion<\/em> des Gehirns und die Erm\u00f6glichung von Sicherheitskopien der im Gehirn gespeicherten Informationen durch einen <em>Brain-Chip<\/em>. Durch einen Chip, der direkt am Sehnerv angeschlossen werden m\u00fcsste, k\u00f6nnten m\u00f6glicherweise alle visuellen Eindr\u00fccke in Echtzeit aufgezeichnet, extern abgespeichert und sp\u00e4ter jederzeit wieder aufgerufen werden. \u00dcber geeignete Schnittstellen zwischen Computer und Nervensystem k\u00f6nnten zus\u00e4tzlich zu Armen und Beinen neue Gliedma\u00dfen an das Nervensystem angeschlossen und direkt vom Gehirn gesteuert werden. Exoskelette, teils schon verf\u00fcgbar, k\u00f6nnen die Kraftleistung vorhandener menschlicher Organe massiv verst\u00e4rken. F\u00fcr Ausbildungszwecke und bestimmte Berufsgruppen k\u00f6nnte dies eine attraktive Zusatzkompetenz mit sich bringen. In der Umsetzung basiert dieser Typ von Verbesserungen darauf, dass bestimmte Teile des Menschen als technische Funktionen gedeutet, zun\u00e4chst nachgebaut und sodann \u00fcber die nat\u00fcrliche F\u00e4higkeit des Menschen hinaus verst\u00e4rkt oder erweitert werden.<\/p>\n<p>In diesem Sinne handelt es sich um eine technische Aufr\u00fcstung des Menschen, die zwar ethische, jedoch keine eschatologischen Fragen aufwirft, verbleibt doch Technik hierbei Mittel zum Zweck. Die eschatologische Aufladung entsteht erst, wenn die heutigen Schritte zur technischen Verbesserung des Menschen teleologisch umgedeutet und als Beginn einer allm\u00e4hlichen Abdankung des Menschen, wie wir ihn kennen, verstanden werden. So ist im Transhumanismus die technische Verbesserung nicht nur erlaubt, sondern geradezu Pflicht, um eine eigenen Defizite zu \u00fcberwinden. Explizit steht immer wieder Friedrich Nietzsche Pate (Also sprach Zarathustra): Ich lehre euch den \u00dcbermenschen. Der Mensch ist etwas, das \u00fcberwunden werden soll. [\u2026] Alle Wesen bisher schufen etwas \u00fcber sich hinaus [\u2026] Was ist der Affe f\u00fcr den Menschen? Ein Gel\u00e4chter oder eine schmerzliche Scham. Und eben das soll der Mensch f\u00fcr den \u00dcbermenschen sein: ein Gel\u00e4chter oder eine schmerzliche Scham. [\u2026] Der \u00dcbermensch ist der Sinn der Erde.<\/p>\n<p>Das, was Nietzsche noch als \u00dcbermensch bezeichnet, w\u00fcrden Vertreter des Transhumanismus in eher technischen Begriffen ausdr\u00fccken, die dem Gedanken der Optimierung und Perfektion verpflichtet sind. Evidenter Weise hat dann auch der Tod des Menschen ausgedient: die Verl\u00e4ngerung der menschlichen Lebenszeit bis hin zur kompletten Abschaffung des Todes spielt in der Diskussion \u00fcber eine Verbesserung des Menschen eine zentrale Rolle. Transhumanisten stellen dem zerbrechlichen und verletzlichen menschlichen K\u00f6rper die technisch perfektionierten K\u00f6rper von Robotern entgegen und dem moralisch oft den eigenen Anspr\u00fcchen nicht gen\u00fcgenden Menschen eine technisch perfekte Moral, die von Maschinen und Algorithmen \u201eobjektiv\u201c ausgerechnet und umgesetzt werden soll. Die zusehends technische Aufr\u00fcstung des Menschen soll letztlich zur Verschmelzung von Mensch und Technik f\u00fchren und in der Vorstellung ihrer Protagonisten eine perfekte Welt hervorbringen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Ersetzung des Menschen durch Technik<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Die Digitalisierung hat verschiedene Protagonisten eines \u00dcbergangs von der menschlichen zu einer technischen Zivilisation zu noch radikaleren Vorstellungen motiviert. Danach geht es nicht mehr um eine allm\u00e4hliche Abl\u00f6sung des Menschen, sondern um seine <em>Ersetzung<\/em> durch digitale Technik. Basis dieser Vorstellungen ist die mittlerweile weit verbreitete Beobachtung, dass digitale Technik in vielem besser als Menschen ist. Bereits 1995 hat zum ersten Mal ein Schachprogramm den menschlichen Schachweltmeister Boris Kasparow besiegt. In den fast f\u00fcnfundzwanzig Jahren seitdem hat die digitale Technik rasante Fortschritte gemacht. Algorithmen k\u00f6nnen vieles dramatisch besser als Menschen, und der Fortschritt geht weiter. Im Umgang mit riesigen Datenmengen kann alles in Sekundenschnelle miteinander verkn\u00fcpft werden, um Muster zu erkennen. Digitale Technik ist mit der K\u00fcnstlichen Intelligenz lernf\u00e4hig geworden. Software, die einen Botenroboter oder ein selbst fahrendes Auto steuert, soll im laufenden Betrieb st\u00e4ndig dazulernen. Die F\u00e4higkeit des Lernens, bisher dem Menschen vorbehalten und wohl zentrale Voraussetzung f\u00fcr seinen Aufstieg zur beherrschenden Kraft auf dem Planeten Erde, kann in Zukunft allm\u00e4hlich auf die digitale Technik \u00fcbergehen.<\/p>\n<p>Viele Menschen machen sich Sorgen, dass der Mensch gegen\u00fcber Robotern, Algorithmen und K\u00fcnstlicher Intelligenz letztlich den K\u00fcrzeren ziehen k\u00f6nnte, z.B. auf dem Arbeitsmarkt. Verbreitet ist auch die Sorge, dass wir die digitalen Geister, die wir mit guten Absichten gerufen haben, nicht nur nicht wieder loswerden, sondern dass sie uns zu guter Letzt gar die Kontrolle aus der Hand nehmen k\u00f6nnten. Andere jedoch, und hier liegt der Fokus dieses Vortrags, begr\u00fc\u00dfen diese Entwicklungen. Sie sehen die Mission der Menschheit gerade darin, sich durch technischen Fortschritt \u00fcberfl\u00fcssig zu machen. Statt der begrenzten Intelligenz individueller Menschen soll K\u00fcnstliche Intelligenz auf alle Daten dieser Welt zugreifen k\u00f6nnen und \u201eoptimale\u201c Entscheidungen treffen. Damit soll sie die Menschen in ihrer Begrenztheit und Borniertheit erl\u00f6sen und abl\u00f6sen.<\/p>\n<p>Einzelne Geschichten illustrieren das dahinterstehende Denken. So k\u00f6nnten beispielsweise menschliche durch digitale Lehrer ersetzt werden. Der digitale Lehrer schafft es aufgrund seiner hohen Rechenkapazit\u00e4t, mit drei\u00dfig Sch\u00fclern gleichzeitig zu sprechen, und zwar nicht mit allen dasselbe wie ein menschlicher Lehrer heute, sondern mit jedem individuell. Er h\u00e4tte Zugang zum weltweit verf\u00fcgbaren Wissen und w\u00e4re damit sozusagen allwissend. Seine Geduld mit jedem einzelnen Sch\u00fcler w\u00e4re grenzenlos, seine Benotung unbestechlich und objektiv.<\/p>\n<p>Analog wird von digitalen Richtern kolportiert, sie h\u00e4tten in Sekundenbruchteilen Zugriff auf alle Aktenberge der Rechtsgeschichte, alle Prozesse und alle Daten der beteiligten Personen. Sie w\u00e4ren nicht launisch und w\u00fcrde gegen\u00fcber den Konfliktparteien weder Sympathie noch Antipathie auspr\u00e4gen. Stattdessen w\u00fcrden sie unparteiisch und unbestechlich, objektiv und rational dem Recht dienen, ohne irgendeine Ablenkung oder eigene Befindlichkeiten.<\/p>\n<p>Ein drittes Beispiel: ein vom Bundestag erm\u00e4chtigter KI-gest\u00fctzter Politik-Automat k\u00f6nnte Zugriff auf alle Daten der Gesellschaft erhalten. Anstehende Probleme k\u00f6nnte er durch die Auswertung dieser Daten anhand vom Bundestag vorgegebener ethischer Leitlinien und gemeinwohlorientierter Entscheidungskriterien analysieren und in wenigen Sekunden die beste aller m\u00f6glichen L\u00f6sungen ausrechnen. Er w\u00fcrde diese L\u00f6sung unbestechlich und objektiv in Gesetze und Verordnungen umsetzen.<\/p>\n<p>Diese gerne in Medien verbreiteten Erz\u00e4hlungen sind selbstverst\u00e4ndlich zu kritisieren, vor allem will die geschilderten T\u00e4tigkeiten der digitalen Lehrer, Richter oder Politiker weit am Wesen von Lehre, Recht und Politik vorbeigehen. Dennoch zeigen sie das Grundmuster: Algorithmen sind bereits heute in vielem besser als Menschen und werden immer besser. In der Extrapolation entsteht die Annahme, dass sie bald <em>in allem<\/em> besser sein werden. Dann, so die Digitalvision\u00e4re und Transhumanisten, sollten wir abdanken.<\/p>\n<p>Im Rahmen der mit Nick Bostrom und Ray Kurzweil so genannten Gro\u00dfen Singularit\u00e4t k\u00e4me es zu einer Macht\u00fcbernahme der K\u00fcnstlichen Intelligenz und der Ausbildung einer Globalen Superintelligenz, in der die Menschen zu Statisten oder blo\u00df ausf\u00fchrenden Organen w\u00fcrden. Menschen w\u00fcrden der technischen Welt dienen wie in der bekannten <em>Matrix-Trilogie<\/em>. In der techno-eschatologischen Perspektive w\u00e4re das Ende der Menschheit kein Grund zur Klage, sondern Anlass f\u00fcr Freude: mit diesem \u00dcbergang h\u00e4tte die Menschheit ihre evolution\u00e4re Mission erf\u00fcllt und dem Sinn der Geschichte Rechnung getragen.<\/p>\n<p>Nun mag dies alles Vielen merkw\u00fcrdig und kurios, vielleicht gar abseitig erscheinen. Dennoch ist die Resonanz in Medien und Umfragen betr\u00e4chtlich, so dass es sich m.E. lohnt, diesem Ph\u00e4nomen nachzugehen. Der Kern zum Verst\u00e4ndnis der teleologischen und techno-eschatologischen Vorstellungen \u00fcber die Zukunft liegt, so die These, in einer Kombination aus einseitig zugrunde gelegten Menschenbildern und naiven Annahmen \u00fcber den technischen Fortschritt. Beide k\u00f6nnen und m\u00fcssen mit guten Gr\u00fcnden kritisiert werden, was im Folgenden geschehen soll.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Wie \u00fcber Menschen und Algorithmen geredet wird<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Menschenbilder zeigen sich darin, wie \u00fcber Menschen gedacht und geredet wird. Oben wurden die Beispiele der Berufe Lehrer, Richter und Politiker genannt, zu denen Ersetzungsgeschichten durch digitale Technik und K\u00fcnstliche Intelligenz kursieren. Die menschlichen Vertreter dieser Berufe kommen dabei implizit oder auch gelegentlich explizit alles andere als gut weg. Sie werden als egoistisch, ungerecht und korrupt dargestellt, als rasch m\u00fcde und unkonzentriert, als launenhaft, subjektiv, aggressiv, wankelm\u00fctig und inkonsequent, als bequem bis faul, mit einem schwachen und st\u00f6ranf\u00e4lligen K\u00f6rper und Geist. Politiker beispielsweise gelten unter vielen Digitalvision\u00e4ren als machtbesessen aber wenig kompetent. Danach ordnen sie ihrem Stolz und Ehrgeiz oft alles andere unter, statt sachdienliche und gemeinwohlorientierte Entscheidungen zu treffen.<\/p>\n<p>\u00dcber Algorithmen und Roboter hingegen wird ganz anders, n\u00e4mlich im Lichte technischer Perfektion gesprochen. Algorithmen seien objektiv, allwissend und unbestechlich ihrem Auftrag verpflichtet, Roboter nimmerm\u00fcde und immer dienstbereit, so z.B. in der Werbung f\u00fcr den bekannten in der Kundenbetreuung und als Unterhalter einsamer Menschen einsetzbaren Roboter Pepper. Roboter und Algorithmen haben keine Eigeninteressen und Befindlichkeiten, die immer wieder z.B. die Objektivit\u00e4t und Neutralit\u00e4t von Lehrern, Richtern oder Politikern st\u00f6ren.<\/p>\n<p>Sie werden mit Attributen als bessere, ja ideale Menschen dargestellt, indem ihnen die St\u00e4rken zugeschrieben werden, die man sich von guten Lehrern, Richtern und Politikern w\u00fcnscht. Schw\u00e4chen haben sie angeblich nicht oder wenigstens in Zukunft nicht, denn diese werden ihnen wegprogrammiert, oder sie sorgen lernend selbst daf\u00fcr, dass sie verschwinden. In dieser Sichtweise erscheint es in gewisser Weise gar nicht so abwegig, sondern fast plausibel, die Selbstabschaffung des Menschen nicht nur f\u00fcr m\u00f6glich zu halten, sondern sie aktiv zu fordern und darauf hinzuarbeiten. Eschatologisch bedeutet das, den Staffelstab der Geschichte an unsere digitalen Kinder weiterzugeben. Nicht nur wir w\u00fcrden dann von unseren individuellen Schw\u00e4chen erl\u00f6st, sondern die Zivilisation von den Schw\u00e4chen der Menschen generell.<\/p>\n<p>Was ist von diesem Gedankengang zu halten? Zun\u00e4chst ist ihm ph\u00e4nomenologische Evidenz nicht v\u00f6llig abzusprechen. Es kommt immer wieder vor, dass Lehrer, Richter und Politiker, aber wohl auch jeder Mensch einmal Schw\u00e4che zeigt, den Anforderungen und Erwartungen nicht entspricht oder auch systematisch Missbrauch mit Macht und Einfluss betreibt. Die Techno-Optimisten erwischen hier die Menschen kalt: in der menschlich organisierten Welt gelingt vieles nicht gut bis katastrophal schlecht. Perfektion ist keine menschliche St\u00e4rke.<\/p>\n<p>Der Fehler im Gedanken liegt jedoch an anderer Stelle. Es werden n\u00e4mlich Algorithmen und Roboter auf der einen und Menschen auf der anderen Seite \u00fcber den gleichen Leisten geschlagen. Sie werden auf der gleichen Ebene in Bezug auf ihre Leistungen verglichen, n\u00e4mlich <em>als Maschinen<\/em>. Der Vergleich wird vorgenommen wie der zwischen zwei Autos mit einer endlichen Zahl an Leistungsparametern. Er funktioniert nur, wenn der Mensch als eine digitale Maschine, als eine Art Computer auf zwei Beinen betrachtet wird.<\/p>\n<p>In dieser Denkweise kann man wie beim Quartettspielen die einzelnen Leistungsmerkmale nach weiter, h\u00f6her, schneller, st\u00e4rker etc. vergleichen. Und dann ist das Ergebnis klar: als digitale Maschinen sind Menschen selbstverst\u00e4ndlich den digitalen Techniken unterlegen, die f\u00fcr bestimmte Zwecke optimiert sind, z.B. bereits einem Taschenrechner, geschweige denn Computern und Apps, die von K\u00fcnstlicher Intelligenz gesteuert werden. Im technischen Fortschritt wird diese Entwicklung weitergehen. Es ist gut m\u00f6glich, dass alles, was wir unter dem Aspekt eines technischen Vergleichs anschauen, irgendwann von Algorithmen und Robotern besser gemacht werden kann als von Menschen.<\/p>\n<p>Die Frage ist aber, ob und inwiefern ein Vergleich zwischen Menschen und Digitaltechnik nach technischen Leistungskriterien legitim ist, wie ersch\u00f6pfend er ist und wie weit die Schl\u00fcsse reichen, die aus ihm gezogen werden k\u00f6nnen. Das ist nur eine komplizierte Formulierung f\u00fcr die Frage, ob denn der Mensch eine Maschine und nichts weiter als eine Maschine ist. Wenn ja, h\u00e4tten die Techno-Optimisten Recht, denn unter dem Ideal technischer Perfektion haben Menschen immer schon verloren. Denn dabei werden genau die Eigenschaften, die uns gem\u00e4\u00df der menschlichen Ideengeschichte ausmachen, ausgeblendet. Der negative Blick auf uns selbst ist vorprogrammiert, der eschatologische Blick auf Technik als die Zukunft des Menschen die logische Folge.<\/p>\n<p>Schon die Frage, wer besser ist, Mensch oder Algorithmus, ist eine technische Frage. Nicht-technisch am Menschen ist genau das, wo dieser Leistungsvergleich keinen Sinn macht. Ein Ethik-Algorithmus beispielsweise w\u00fcrde am Wesen der Ethik vorbeigehen, weil er die Unterscheidung von Sein und Sollen nicht reflektiert, ein KI-gest\u00fctzter automatischer Richter w\u00fcrde das Wesen des Rechts verfehlen, das gerade nicht im Exekutieren von Regeln besteht, sondern im sorgsamen Abw\u00e4gen, um dem Einzelfall im Angesicht der Regeln gerecht zu werden.<\/p>\n<p>Digitale Technik kann auch keine Bedeutungsdebatten zu komplexen Begriffen wie Gerechtigkeit oder Nachhaltigkeit f\u00fchren, keine vision\u00e4ren oder utopischen Zuk\u00fcnfte entwerfen und nicht dem ad\u00e4quaten Sinnverstehen von Menschen oder Kontexten hermeneutisch und empathisch nachsp\u00fcren. In diesen Feldern w\u00fcrde jeder Vergleich, ob digitale Technik oder Menschen besser sind, keinen Erkenntnisgewinn bringen, sondern die Selbstaufgabe genuin menschlicher und technisch nicht ersetzbarer Felder implizieren. Dies gilt analog f\u00fcr menschliche Bereiche wie Liebe, Zuneigung, Vertrauen und Solidarit\u00e4t. Romantik, Poesie und Natursehnsucht sind weitere Bereiche, deren Wesen zerst\u00f6rt w\u00fcrde, wenn sie technisiert w\u00fcrden. Die Frage nach dem Nicht-Technischen am Menschen ist die zentrale Herausforderung und Provokation der Digitalisierung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Technik als Erl\u00f6sung?<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Das Motiv der Erl\u00f6sung durch Technik taucht seit dem sp\u00e4ten neunzehnten Jahrhundert immer wieder auf, gelegentlich verbunden mit der Bezeichnung der Ingenieure als Priester des technischen Zeitalters. Heute gelten digitale Vision\u00e4re als Gurus und Propheten der Zukunft. Gelegentlich werden neue digitale Ger\u00e4te wie in einer religi\u00f6sen Liturgie in einem tempelartigen Ambiente vorgestellt, wobei ihre Protagonisten mit dem Gestus eines Messias auftreten, der den wartenden Gl\u00e4ubigen die erl\u00f6sende Technik bringt.<\/p>\n<p>Erl\u00f6sung durch Technik h\u00e4tte, wenn sie denn gelingen w\u00fcrde, f\u00fcr Viele einen gro\u00dfen Vorteil: die Menschen k\u00f6nnten sie selbst machen. Dass Erl\u00f6sung abh\u00e4ngig von der Gnade eines Gottes sein soll, passt nicht zum erfolgsverw\u00f6hnten <em>Homo Faber<\/em>, der seine Dinge selbst in die Hand nimmt. Mit digitaler Technik, so manche Vision\u00e4re der Digitalisierung, k\u00f6nnten Menschen selbst eine Art Paradies schaffen. Freilich, betrachtet man die Geschichte der Technik, so ist ein mehr als kritischer Blick auf diese Perspektive angesagt. Wenigstens einige Kritikpunkte seien hier genannt.<\/p>\n<p>(<strong>1<\/strong>) Der technische Fortschritt bringt, so die Erfahrung zumindest der letzten zweihundert Jahre, weder Paradies noch Erl\u00f6sung, sondern neben den gew\u00fcnschten auch jede Menge nicht intendierter Folgen. Die versprochenen Wohltaten der Technik, die ich auch meist sehr sch\u00e4tze, waren und sind in der Regel begleitet von Illusionen und Risiken, Ideologien und Blindheiten. Mehr als deutlich hat sich die Ambivalenz der Technik im Auftreten nicht intendierter und oft auch unvorhergesehener Nebenfolgen gezeigt, wovon Klimawandel und Biodiversit\u00e4tsverlust, Ressourcenverschwendung und Technikmissbrauch neben vielen anderen Effekten Zeugnis ablegen. Fast zynisch wird gelegentlich sogar gesagt, wir br\u00e4uchten weiteren technischen Fortschritt vor allem deswegen, um mit den ungewollten Folgen der \u00e4lteren Technik fertig zu werden \u2013 wobei dann neue nicht intendierte Folgen zu erwarten sind. Wer behauptet, technischer Fortschritt f\u00fchre zu Paradies und Erl\u00f6sung, muss sagen, auf welche Weise die evidente Ambivalenz von Technik ausgeschaltet oder \u00fcberwunden werden soll. Dazu gibt es jedoch keine Hinweise.<\/p>\n<p>(<strong>2<\/strong>) Der eschatologische Blick auf Technik operiert mit dem Ideal technischer Perfektion, unter dem digitale Technik dem Menschen \u00fcberlegen sei. Die Tatsache, dass digitale Technik, etwa ein Schachcomputer, besser als Menschen ist, ist jedoch kein Grund zur Besorgnis, sondern trivial. Denn jede Technik ist in bestimmter Hinsicht besser als Menschen. Die Menschheitsgeschichte ist voll von technischen Erfindungen, die etwas k\u00f6nnen, was der Mensch ohne Technik nicht oder nicht so gut kann: die Eisenverh\u00fcttung, die Bewegung schwerer Lasten mit Kr\u00e4nen, der Transport gro\u00dfer G\u00fctermengen mit der Eisenbahn, die \u00dcberwindung weiter Entfernungen im Auto, das schnelle Rechnen mit Computern oder die pr\u00e4zise Einsetzung einer neuen H\u00fcfte. Der technische Fortschritt zielt darauf, Technik zu entwickeln, die manches besser kann als wir, sonst br\u00e4uchten wir sie nicht. Das Argument, der digitalen Technik geh\u00f6re die Zukunft, weil sie besser ist, ist \u00e4hnlich zur Aussage, die Zukunft geh\u00f6re dem Spaten, weil man damit besser L\u00f6cher graben kann als mit der menschlichen Hand. Aus einer Trivialit\u00e4t wird eine geschichtsphilosophische Dimension gezaubert.<\/p>\n<p>(<strong>3<\/strong>) Der Sog zur technischen Perfektion \u2013 die nach (1) selbst ideologisch wider alle Erfahrung steht \u2013 wird gest\u00fctzt durch den technikdeterministischen Blick auf technischen Fortschritt, als wohne ihm eine geheimnisvolle evolution\u00e4re Kraft inne. So dominiert in der \u00f6ffentlichen Debatte der Eindruck einer eigendynamischen Entwicklung der Digitalisierung, die wie ein Zug mit hoher Geschwindigkeit fahre, den man weder aufhalten noch in seiner Richtung beeinflussen k\u00f6nne. Dabei wird etwas eigentlich Triviales ignoriert: Technik und Innovationen m\u00fcssen von Menschen <em>gemacht<\/em> werden. Jede einzelne Zeile eines Programmcodes wird von Menschen geschrieben. Software l\u00e4uft auf Hardware, die ebenfalls von Menschen angefertigt wird. Algorithmen, Roboter, digitale Dienstleistungen, Gesch\u00e4ftsmodelle f\u00fcr digitale Plattformen oder Einsatzgebiete f\u00fcr Dienstleistungsroboter werden von Menschen erfunden, entworfen, hergestellt und eingesetzt. Suchmaschinen, Big-Data-Technologien und <em>Social Media<\/em>, sie alle sind von Menschen entworfen und umgesetzt. Diese Menschen, die Macher der Digitalisierung, arbeiten in der Regel in Unternehmen, Institutionen oder Geheimdiensten und verfolgen bestimmte Werte, haben Einsch\u00e4tzungen und Interessen, folgen einer Unternehmensstrategie, politischen Vorgaben, milit\u00e4rischen Erw\u00e4gungen etc. Keine geheimnisvolle teleologische Kraft treibt den technischen Fortschritt, sondern Interessen unterschiedlicher, aber jedenfalls sehr menschlicher Art.<\/p>\n<p>(<strong>4<\/strong>) Schlie\u00dflich erkl\u00e4rt sich ein Teil der Faszination der digitalen Technik bzw. genauso der Verunsicherung durch sie durch ihre Vermenschlichung in der Sprache, in der \u00fcber sie geredet wird. So wird davon gesprochen, dass Roboter denken und planen, dass K\u00fcnstliche Intelligenz Entscheidungen trifft oder dass Algorithmen lernen. Am deutlichsten wird das vielleicht in der von den Medien gerne gestellten Frage, ob Bordcomputer in autonomen Autos oder Drohnen \u00fcber Leben und Tod entscheiden d\u00fcrfen. Bei n\u00e4herem Hinsehen jedoch wird klar: die Algorithmen, Drohnen und Roboter denken und handeln nicht, sie bewerten und entscheiden nicht. Sondern sie spulen Rechenprogramme ab und werten damit Daten aus, denen wir \u00fcber eine anthropomorphe Sprache die Dignit\u00e4t und Aura des Menschen zuschreiben. Dabei sind diese Rechenprogramme von Menschen gemacht (s.o.), als Mittel zu bestimmten Zwecken.<\/p>\n<p>Die vorgebrachten Kritikpunkte geben mehr als genug Munition her, techno-eschatologischen Phantasien mit guten Gr\u00fcnden entgegen zu treten. Schon einige technikbasierte Erl\u00f6sungsgeschichten wurden erz\u00e4hlt, ohne dass die Erl\u00f6sung dann eingetreten ist. Sicher hat der Verlust religi\u00f6ser Bindungen ein Vakuum hinterlassen, in das unter anderem die technischen Visionen vorsto\u00dfen. Wie wir zu Erl\u00f6sung stehen, ob wir sie ben\u00f6tigen, erwarten oder die Hoffnung darauf begraben, bleibt aber eine Sache von Glauben oder Unglauben. Erl\u00f6sung durch Technik ist eine Illusion.<\/p>\n<p>Stattdessen bleibt Technik ein Mittel zu Zwecken, die Menschen setzen. Entsprechend ist digitale Technik keine Konkurrenz f\u00fcr Menschen und ihre Zukunft, sondern Mittel zum Zweck der guten Gestaltung der analogen Welt. Entscheidend ist allerdings, dass diese Sichtweise verbreitet und geteilt wird, den kommunikativen Hypes zum Trotz. Hier haben Religionen und Kirchen eine wichtige Funktion jenseits der engeren ethischen Debatten zu diesem oder jenem konkreten Technikfeld. Und sie haben einige gute Argumente.<\/p>\n<p>Schlie\u00dfen m\u00f6chte ich mit einem Zitat. Charlie Chaplins Film <em>Der Gro\u00dfe Diktator<\/em> endet mit einer fulminanten Schlussansprache, in der die Diktatur technischen Denkens angeprangert wird: \u201eWir haben die Geschwindigkeit entwickelt, aber innerlich sind wir stehen geblieben. Wir lassen Maschinen f\u00fcr uns arbeiten, und sie denken auch f\u00fcr uns. Die Klugheit hat uns hochm\u00fctig werden lassen und unser Wissen kalt und hart, wir sprechen zu viel und f\u00fchlen zu wenig, aber zuerst kommt die Menschlichkeit und dann die Maschinen!\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Technik als eschatologische Kategorie? \u00a0 Technik geh\u00f6rt zur Kulturgeschichte der Menschheit untrennbar hinzu. Vielfach hat der technische Fortschritt \u00fcber wirtschaftlichen Erfolg und den Ausgang von Kriegen entschieden, aber auch kulturelle und k\u00fcnstlerische Entwicklungen motiviert und erm\u00f6glicht. 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