{"id":32315,"date":"2023-07-17T14:35:39","date_gmt":"2023-07-17T12:35:39","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=alle-oper-ist-orpheus"},"modified":"2025-07-04T15:52:22","modified_gmt":"2025-07-04T13:52:22","slug":"orpheus-und-christus-antike-mythen-in-der-europaeischen-religionsgeschichte","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/orpheus-und-christus-antike-mythen-in-der-europaeischen-religionsgeschichte\/","title":{"rendered":"Orpheus und Christus"},"content":{"rendered":"<p>Wenn von \u201edem\u201c Orpheus-Mythos die Rede ist, dann m\u00fcsste eigentlich angemerkt werden, dass dieser Mythos viele verschiedene Motive enth\u00e4lt und in verschiedenen Versionen \u00fcberliefert ist, so dass auch im Plural von \u201eden\u201c Orpheus-Mythen gesprochen werden k\u00f6nnte. In der Antike war Orpheus nicht nur als der S\u00e4nger bekannt, der durch seinen Gesang die G\u00f6tter der Unterwelt r\u00fchrt und \u2013 wenn auch letztlich vergeblich \u2013 Eurydike in die Welt der Lebenden zur\u00fcckzuf\u00fchren versucht, und der schlie\u00dflich von thrakischen Frauen get\u00f6tet wird. Er war u.a. auch als Dichter und Gr\u00fcnder von Mysterien bekannt, als ein Verk\u00fcnder des Monotheismus sowie als ein Teilnehmer am Zug der Argonauten. Und es gab wohl auch eine andere Version von seinem Gang in die Unterwelt: n\u00e4mlich dass dieses Unternehmen einen gl\u00fccklichen Ausgang hatte. Zweifellos hat aber eines dieser Motive des Mythos in der europ\u00e4ischen Kultur die st\u00e4rkste Nachwirkung gehabt: Orpheus und die Macht der Musik. Dieses Motiv ist in zwei Bildern immer wieder dargestellt worden, schon in der Kunst der vorchristlichen Antike: zum einen Orpheus in der Unterwelt, zum andern Orpheus im Kreis wilder Tiere, die er durch seine Musik zum Frieden gebracht hat. Die literarischen Quellen, die dieser europ\u00e4ischen \u00dcberlieferung des Orpheus-Mythos zugrunde liegen, sind in erster Linie die Dichtungen von Vergil und Ovid, also Literatur aus der Zeit des Kaisers Augustus.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>I.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Christen im R\u00f6mischen Reich mussten sich der Frage stellen, wie dieser Mythos aus der vorchristlichen Antike sich zu der christlichen Offenbarung verh\u00e4lt. Denn es gab ja einige Vergleichspunkte. Einmal zum Alten Testament: der Harfe spielende David, der Saul durch die Musik bes\u00e4nftigt, oder die prophetische Vision eines Friedens unter den Tieren; die Schlange, an deren Biss Eurydike stirbt, kann an die Schlange aus der biblischen Urgeschichte erinnern; dann auch zum Neuen Testament: Christi Gang in die Unterwelt, ausf\u00fchrlich dargestellt im nichtkanonischen Nikodemus-Evangelium, das noch im Mittelalter bekannt und beliebt war. Die Entdeckung der Vergleichbarkeit kann verschiedene Reaktionen hervorrufen, negative und positive Haltungen gegen\u00fcber dem Erbe der Antike. Auf der einen Seite k\u00f6nnte eine Abgrenzung vorgenommen werden, die bis zu einer Antithese versch\u00e4rft werden kann, z.B. indem der Mythos als teuflische Nachahmung der Wahrheit abgewertet wird. Auf der anderen Seite k\u00f6nnte eine Aneignung stattfinden, die bis zu einer Synthese f\u00fchren kann, z.B. indem der Mythos als schattenhafte Vorahnung der Wahrheit anerkannt wird. Beide M\u00f6glichkeiten sind, so scheint es, schon im Fr\u00fchen Christentum realisiert worden.<\/p>\n<p>Klemens von Alexandrien, einer der fr\u00fchen Kirchenv\u00e4ter und Apologeten, hat gleich am Anfang seiner \u201eMahnrede an die Heiden\u201c mehrere mythische S\u00e4nger der Antike erw\u00e4hnt, darunter auch Orpheus. Er wird zwar nicht mit seinem Namen genannt, aber doch eindeutig gekennzeichnet: er \u201ez\u00e4hmte durch blo\u00dfen Gesang die wilden Tiere; ja sogar die B\u00e4ume, die Eichen, verpflanzte er durch seine Musik\u201c. Damit hat Klemens strategisch geschickt ein religi\u00f6ses Motiv aufgegriffen, das dem Zielpublikum \u2013 das er ja f\u00fcr das Christentum gewinnen will &#8211; vertraut ist: das Bild von Orpheus unter den Tieren war auf Mosaik-Darstellungen im ganzen r\u00f6mischen Reich verbreitet. Klemens stellt seinen Lesern dann aber die kritische Frage, warum sie denn solchen nichtigen Mythen Glauben schenken, die Wahrheit aber nicht annehmen wollen. Nach seiner Ansicht, f\u00e4hrt er fort, waren jene S\u00e4nger, darunter auch Orpheus, \u201ein Wahrheit Betr\u00fcger, die unter dem Deckmantel der Musik Unheil \u00fcber das Menschenleben brachten\u201c &#8211; denn sie haben die Menschen zum G\u00f6tzendienst verf\u00fchrt. In klarer Abgrenzung gegen jene S\u00e4nger wird dann Christus eingef\u00fchrt: \u201eAber nicht so ist mein S\u00e4nger; er ist gekommen, um binnen kurzem die bittere Knechtschaft der tyrannischen D\u00e4monen zu zerst\u00f6ren\u201c und die Menschen zur wahren Religion zu f\u00fchren. Der Vergleich wird dann noch weitergef\u00fchrt: Christus allein, sagt Klemens, habe \u201edie wildesten Tiere\u201c gez\u00e4hmt &#8211; das sind die Menschen, die durch \u201edas himmlische Lied\u201c Christi bekehrt und auf den Weg zum ewigen Leben gebracht worden sind. Dass Klemens\u2018 Vergleich zwar eine Ankn\u00fcpfung ist, letztlich aber auf eine Abgrenzung hinausl\u00e4uft, wird ganz deutlich, wenn er etwas sp\u00e4ter K\u00f6nig David einf\u00fchrt, den \u201eHarfenspieler\u201c, der \u201eweit davon entfernt\u201c war, \u201edie D\u00e4monen zu besingen, die er vielmehr durch wahre Musik verscheuchte, wie er auch allein durch seinen Gesang den Saul heilte, als er von jenen besessen war\u201c.<\/p>\n<p>Beispiele f\u00fcr die andere M\u00f6glichkeit, die Aneignung des Orpheus-Motivs ohne Abgrenzung, finden sich in der fr\u00fchchristlichen Kunst der Katakomben-Malerei. Ein Fresko in der Katakombe von SS. Marcellino e Pietro, wohl aus dem 4.Jh., zeigt einen jugendlichen Orpheus mit seinem Musikinstrument. In der Forschung wurde es als \u201eerstes Portr\u00e4t des Orpheus-Christus\u201c bezeichnet (John Friedman), gedeutet als eine Verschmelzung (conflation) der beiden Gestalten.<\/p>\n<p>Durch die Werke der Kirchenv\u00e4ter, die das eine oder andere Motiv des Mythos aufgegriffen hatten, sowie durch die Dichtungen Vergils und Ovids, die weiterhin gelesen wurden, blieb die Orpheus-Gestalt im mittelalterlichen Christentum Europas bekannt. Auch hier sind wieder die verschiedenen M\u00f6glichkeiten der Reaktion, Abgrenzung wie Aneignung, zu erkennen. Im 12. Jahrhundert \u00e4u\u00dfert Hugo von St. Victor (1097-1141) sich kritisch \u00fcber jene Christen, die zwar am christlichen Kult teilnehmen, aber mehr Interesse an den antiken Mythen haben als an der Bibel. Wer im Mittelalter die lateinische Sprache erlernte, kam unvermeidlich mit dem Erbe der Antike in Ber\u00fchrung, z.B. durch die Lekt\u00fcre Vergils und Ovids, und so wurden Strategien der Abgrenzung entwickelt. Ein solcher Ansatz zeigt sich in der \u201eEcloga des Theodulus\u201c, einem Text, der vom fr\u00fchen Mittelalter bis hinein in die Fr\u00fche Neuzeit im Lateinunterricht verwendet wurde. In diesem Text eines unbekannten Verfassers wird der Wettstreit zwischen dem (heidnischen) Hirten \u201ePseustis\u201c, dem L\u00fcgner, und der (christlichen) Hirtin \u201eAlithia\u201c, der Wahrheit, dargestellt \u2013 ein S\u00e4ngerwettstreit, der durch die Hirtin \u201ePhronesis\u201c, die Vernunft, entschieden werden soll. Abwechselnd tragen die Kontrahenten in Versen einzelne Motive vor, die jeweils aus der antiken bzw. aus der biblischen Tradition genommen werden. Pseustis beginnt, und Alithia antwortet jeweils mit einem passenden Vergleichsbeispiel aus dem Alten Testament. Wenn Pseustis z.B. die Taten des Herakles besingt, antwortet Alithia mit einer Strophe \u00fcber Samson (V. 173-180); und wenn Orpheus genannt wird, antwortet Alithia mit einer Strophe \u00fcber David (V. 189-196):<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Pseustis<\/strong>: Die Eschen senkten ihre \u00c4ste und wetteiferten, Orpheus zu folgen, als er seine Lieder durch die W\u00e4lder ert\u00f6nen lie\u00df. Die Herrscher des Reiches der Unterwelt wurden ger\u00fchrt, und Proserpina befahl, dass ihm Eurydice zur\u00fcckgegeben werde, doch unter schwerer Bedingung.<\/p>\n<p><strong>Alithia<\/strong>: Damit der b\u00f6se Geist den K\u00f6nig Saul nicht l\u00e4nger qu\u00e4le, half ihm David der Knabe mit dem Klang seiner Harfe. Der vorher eifrig Schafe schor, hielt bald danach als Nachfolger das Szepter in der Hand.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wie zu erwarten, wird der Wettstreit am Ende zugunsten Alithias, der \u201eWahrheit\u201c, entschieden, und der S\u00e4nger Pseustis, der L\u00fcgner, der die Motive der heidnischen Mythologie vortrug, muss seine Niederlage eingestehen. Die Abgrenzung der biblischen Geschichten gegen die antiken Mythen wird in diesem Schultext durch die Namengebung \u2013 \u201ePseustis\u201c und \u201eAlithia\u201c &#8211; zu einer Antithese versch\u00e4rft, offensichtlich mit dem Ziel, den Sch\u00fclern die richtige, kritische Einstellung zu vermitteln.<\/p>\n<p>Ein anderer Ansatz zum Umgang mit den antiken Mythen zeigt sich im Werk von Alanus ab Insulis (1120-1202). In seiner Predigtlehre erkl\u00e4rt er ausdr\u00fccklich, es sei legitim und sinnvoll, Motive aus der heidnischen Literatur zu verwenden. Besonders gro\u00dfes Interesse fand im Mittelalter die Orpheus-Gestalt, wie sie aus der Dichtung Ovids bekannt war. Im 14. Jh. hat Petrus Berchorius (Pierre Bersuire) gleich mehrere allegorische Deutungen vorgeschlagen, darunter auch die Identifikation mit Christus: \u201eLet us speak allegorically and say that Orpheus, the child of the (sun), is Christ the son of God the Father, who from the beginning led Eurydice, that is, the human soul (to himself?). \u2026 But the devil, a serpent, drew near the new bride, &#8230; while she collected flowers, that is, while she seized the forbidden apple, and bit her by temptation, and killed her by sin, \u2026 Seeing this, Christ-Orpheus wished himself to descend to the lower world and thus he retook his wife, that is, human nature, \u2026 and he led her with him to the upper-world, \u2026\u201c (John Friedman). Petrus Berchorius hat also durch seine allegorische Auslegung zwei Geschichten gleichgesetzt: den antiken Mythos von Orpheus und Eurydike, und die biblische Geschichte vom S\u00fcndenfall und der Erl\u00f6sung. Den tragischen Ausgang des Orpheus-Mythos, wie er von Ovid vorgegeben ist, hat er bei dieser Auslegung einfach \u00fcbergangen. Er hat offensichtlich bewusst darauf verzichtet, durch die Betonung des unterschiedlichen Ausgangs eine Abgrenzung anzudeuten. Dieser mittelalterliche Theologe sah aber noch andere M\u00f6glichkeiten einer Aneignung des antiken Mythos, u. a. diese: \u201eOrpheus signifies the preacher of the word of God and writer of songs who, coming from hell, that is, the world, must sit in the mountains of Scripture and religion and sing the songs and melodies of Sacred Scripture, and call to himself, that is, to the state of penitence or faith, trees and stones, that is, the insensible and hardened sinners, \u2026\u201c (John Friedman).<\/p>\n<p>Petrus Berchorius hat damit jenes Motiv aufgegriffen, das Klemens von Alexandrien in den Mittelpunkt gestellt hatte: das Bild des Orpheus, der durch seinen Gesang wilde Tiere bes\u00e4nftigt und B\u00e4ume in Bewegung setzt. Anders als Klemens hat dieser mittelalterliche Theologe aber keine Abgrenzung vorgenommen \u2013 der Gesang des Orpheus wird in der allegorischen Auslegung ja auf eine Stufe gestellt mit dem \u201eneuen Lied\u201c der christlichen Verk\u00fcndigung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>II.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>So gab es als Alternative zur Tendenz der Abgrenzung auch einen freien Umgang mit den antiken Mythen, wie z.B. mit dem Orpheus-Motiv. Diese Freiheit zeigt sich sp\u00e4ter auch in der Kunst der Renaissance. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts hat Andrea Mantegna, eher bekannt als Maler christlicher Motive, mehrere Gestalten aus den antiken Mythen dargestellt: neben Herakles und dem S\u00e4nger Arion auch den S\u00e4nger Orpheus &#8211; im Schloss von Mantua, also dort, wo eine der ersten Orpheus-Opern aufgef\u00fchrt wurde. Noch st\u00e4rker ist der Eindruck einer (christlichen) Aneignung antiker Mythen in einer Kapelle des Doms von Orvieto, ausgemalt von Luca Signorelli: neben Dante, dem christlichen Dichter, finden sich in dieser Kapelle auch Portr\u00e4ts der heidnischen Dichter Vergil und Ovid; und der K\u00fcnstler hatte offensichtlich die Freiheit, in dieser Kapelle auch \u201eOrpheus in der Unterwelt\u201c darzustellen, ebenso wie das entsprechende Motiv aus dem Mythos von Herakles \u2013 auch dieser hat die Schwelle zur Unterwelt \u00fcberschritten.<\/p>\n<p>Im 17. Jahrhundert, im Zeitalter der Konfessionalisierung, haben christliche K\u00fcnstler und Autoren beider Seiten, katholische wie protestantische, auf den Mythos von Orpheus zur\u00fcckgegriffen. Der spanische Dichter und Theologe Don Pedro Calderon de la Barca hat diesem Thema zwei Dramen gewidmet, 1634 und 1663. Es handelt sich dabei um Beispiele der sogenannten autos sacramentales, das sind Dramen, die am Fronleichnamstag aufgef\u00fchrt wurden, nach dem Gottesdienst und der Prozession. Das 1663 aufgef\u00fchrte Werk ist unter dem Titel \u201eDer g\u00f6ttliche Orpheus\u201c, il divino Orfeo, bekannt. Dieser Titel weckt die Erwartung, dass der katholische Dichter die Tradition der Aneignung, die bis hin zur Synthese Orpheus-Christus f\u00fchren kann, noch weiter fortsetzen wird. Der erste Eindruck scheint diese Erwartung zu best\u00e4tigen: Orpheus tritt auf als der Weltsch\u00f6pfer, der durch seine Stimme die sieben Tage und am siebten Tag die menschliche Natur zum Leben erweckt, um sie gleich vor dem Gift der Schlange zu warnen. Orpheus\u2018 Gegenspielern auf der B\u00fchne, dem F\u00fcrsten der Finsternis und seiner Gef\u00e4hrtin, dem Neid, gelingt es aber doch, die menschliche Natur zu verf\u00fchren und in die Unterwelt zu bringen. Orpheus beweint seine verlorene Braut, \u201edie durch das Gift der Schlange im Reiche des Vergessens\u201c gefangen ist. Auf dem Weg in die Unterwelt nimmt Orpheus mehr und mehr die Z\u00fcge Christi an \u2013 sein Musikinstrument wird zum Kreuz:<\/p>\n<p>\u201eUnd jeder Wirbel ist<\/p>\n<p>Ein schneidend scharfer Nagel,<\/p>\n<p>Und Gei\u00dfeln sind die Saiten,<\/p>\n<p>Die t\u00f6nen wenn sie schlagen.\u201c<\/p>\n<p>Orpheus\u2018 Stimme ist der \u201eSchl\u00fcssel\u201c zu den Pforten der H\u00f6lle, und den W\u00e4chter der Unterwelt \u00fcberwindet er gerade dadurch, dass er sich t\u00f6ten l\u00e4sst. So kann er die menschliche Natur von dem F\u00fcrsten der Finsternis, dem Herrn der Unterwelt, zur\u00fcckfordern. Dieser erkennt ihn durch den Vergleich mit David \u2013 \u201eNicht zum ersten Male ja bannet B\u00f6se Geister eine Harfe.\u201c \u2013, und so muss der F\u00fcrst der Finsternis seine Beute, die menschliche Natur, herausgeben. Er kann aber darauf hinweisen, dass sie bei Wiederholung der S\u00fcnde ja doch und dann endg\u00fcltig seiner Macht verfallen w\u00fcrde. Orpheus\u2018 Antwort ist der Verweis auf die Sakramente der Kirche, die der menschlichen Natur den Schutz vor der Macht des Todes bieten werden \u2013 das Drama wurde ja auch als \u201eauto sacramental\u201c am Fronleichnamsfest aufgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>So scheint sich der Eindruck zu best\u00e4tigen, dass Calderon auf jede Abgrenzung zwischen antiken Mythen und biblischen Geschichten verzichten und eine neue Synthese von Orpheus und Christus schaffen will. Es ist aber zu beachten, dass das Schauspiel eine Reflexion \u00fcber das Verh\u00e4ltnis von Mythos und Wahrheit enth\u00e4lt. Der Dichter l\u00e4sst den F\u00fcrsten der Finsternis dar\u00fcber reflektieren, nachdem ein Bauer, die Personifikation des \u201eVergn\u00fcgens\u201c, zum Spa\u00df die Geschichte von Orpheus und Eurydike erz\u00e4hlt hat. Der Neid, die Gef\u00e4hrtin des F\u00fcrsten der Finsternis, fragt: \u201eNun, was stehst du da und staunest?\u201c, und erh\u00e4lt die Antwort: \u201eWeil der dumme Bauer w\u00e4hnte Mit der Wahrheit mich zu t\u00e4uschen.\u201c Auf die Gegenfrage \u201eW\u00e4r\u2018 das Wahrheit denn gewesen?\u201c antwortet der F\u00fcrst der Finsternis mit einem l\u00e4ngeren Monolog:<\/p>\n<p>\u201eH\u00f6re, Neid! Das Heidenthum<\/p>\n<p>Hat in seines Wahn\u2018s Verblendung<\/p>\n<p>Doch entfernte Ahnung auch<\/p>\n<p>Von der Wahrheit. \u2026<\/p>\n<p>Stimmen oft nicht die Poeten<\/p>\n<p>Ueberein mit den Propheten?<\/p>\n<p>Schimmert nicht der Wahrheit Wesen<\/p>\n<p>Oft aus dunkler Schatten H\u00fclle?\u201c<\/p>\n<p>Es wird also doch eine Abgrenzung vorgenommen: zwischen Heidentum und Christentum. Diese Grenze ist aber insofern durchl\u00e4ssig, als es im Heidentum eine schattenhafte Ahnung der Wahrheit geben kann. Deshalb k\u00f6nnen die antiken Mythen durchaus im Dienste christlicher Verk\u00fcndigung verwendet werden, wenn sie aus ihrem Kontext, dem falschen heidnischen Kult, befreit worden sind.<\/p>\n<p>Calderons Umgang mit den antiken Mythen ist in der Forschung manchmal mit dem Begriff der \u201eUnterwerfung\u201c beschrieben worden. Diese Begrifflichkeit k\u00f6nnte irref\u00fchrend sein, wenn sie einseitig die kritische Einstellung des Dichters gegen\u00fcber dem Heidentum betont. Zweifellos ist das (katholische) Christentum aus der Sicht Calderons die ganze Wahrheit, zu der es keine gleichwertige, alternative Offenbarung gibt. Doch hat er die Grenze eben nicht zwischen den antiken Mythen und den biblischen Geschichten gezogen, sondern nur zwischen den religi\u00f6sen Bezugssystemen, Polytheismus und (christlicher) Monotheismus, die sich in ihrem Kult unterscheiden. Im Unterschied zu Klemens von Alexandrien w\u00fcrde Calderon eben nicht von Orpheus als einem Betr\u00fcger und von Christus als dem wahren S\u00e4nger sprechen. Den Irrtum sieht er vielmehr darin, dass die Geschichte w\u00f6rtlich genommen und Orpheus als ein wirklicher Mensch betrachtet wurde, der Mythos also nicht als solcher erkannt wurde: als eine schattenhafte Ahnung der Wahrheit. Damit hat Calderon sich die M\u00f6glichkeit einer Aneignung der Mythen erhalten, ganz im Sinne des mittelalterlichen Theologen Alanus, der die Prediger dazu ermuntern wollte, Motive aus der heidnischen Literatur im Dienste der christlichen Verk\u00fcndigung zu verwenden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>III.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dasselbe gilt, bei aller Verschiedenheit in der speziellen theologischen Konzeption, f\u00fcr ein protestantisches Orpheus-Libretto aus der gleichen Zeit, dem 17. Jahrhundert. Der Wittenberger Professor f\u00fcr Rhetorik und Poetik, August Buchner, verfasste das Libretto \u201eOrpheus und Eurydike\u201c, und der bekannte Komponist Heinrich Sch\u00fctz schrieb die Musik, die allerdings verloren ist. So ist es in der Forschung umstritten, ob der Text ganz durchkomponiert war. Als Bezeichnung scheint der Begriff \u201eBallett-Oper\u201c weithin akzeptiert zu sein. Anlass f\u00fcr die Auff\u00fchrung war die Hochzeit des s\u00e4chsischen Kronprinzen in Dresden im Jahre 1638. Das Werk gliedert sich in f\u00fcnf Akte, denen jeweils eine Einleitung vorangestellt ist, die den Inhalt des folgenden Aktes zusammenfasst. So wird zu Beginn angek\u00fcndigt, was beim Tanz, den Eurydike anf\u00fchrt, geschehen wird:<\/p>\n<p>\u201eUnnd eh manns innen wird der Neid sich unterschliert,<\/p>\n<p>Wirfft eine Schlang in weg, Euridice verlezt<\/p>\n<p>Bald au\u00df dem reyen fellt, wird Lust und Lichts entsezt,<\/p>\n<p>Da rei\u00dfet alles au\u00df. \u2026\u201c<\/p>\n<p>Bleibt der Dichter hier nahe am Mythos, wie er ihn vielleicht aus den italienischen Orpheus-Opern kennt, so hat er ihn im zweiten Akt innovativ abgewandelt: in einem langen Entscheidungs-Monolog ringt Orpheus sich dazu durch, den Gang in die Unterwelt zu wagen \u2013 dabei erinnert er sich auch an Herakles, der diesen Gang bereits erfolgreich unternommen hatte. Diese Entscheidung wird in der Einleitung angek\u00fcndigt und zugleich mit einer positiven Wertung versehen:<\/p>\n<p>\u201eEin gro\u00dfes Helden Herz schlegt aus gemeinen weg,<\/p>\n<p>Und wo gefahr und furcht, sucht Tugend ihren steg.\u201c<\/p>\n<p>Im dritten Akt folgt der Dichter nur teilweise dem Mythos: Orpheus bringt in der Unterwelt seine Bitte vor, die von dem Herrscher und den Richtern in der Unterwelt sowie von Proserpina positiv beschieden wird \u2013 ohne dass eine Bedingung genannt wird. Auch dieser Ausgang des Unternehmens wird in der Einleitung angek\u00fcndigt und wiederum positiv bewertet:<\/p>\n<p>\u201eWo tugend mit der Kunst gemachet einen bandt<\/p>\n<p>Mag nichts f\u00fcr ihnen stehn, Sie haben ober handt.\u201c<\/p>\n<p>Der vierte Akt bringt dann besonders deutlich jene \u201eVerschr\u00e4nkung antiker und christlicher Traditionen\u201c, von der die Herausgeberinnen des Librettos sprechen: das Ballett der B\u00e4ume, Felsen und Tiere nimmt ein Motiv aus den antiken Dichtungen auf, und zugleich besingt Orpheus den Gott \u2013 nicht die G\u00f6tter -, der die Welt geschaffen hat und wunderbar erh\u00e4lt, so dass ein christliches Publikum an den Psalm 104 erinnert werden k\u00f6nnte. Olga Artsibacheva hat sogar die These vertreten, dass der Dichter in einer Formulierung bewusst auf die Selbstvorstellung Gottes im Alten Testament (2.Mose 3,14) anspielt, wenn er Orpheus sagen l\u00e4sst \u201eich binn doch wer ich binn\u201c. Das w\u00fcrde bedeuten, dass Orpheus hier mit Christus als zweiter Person der Trinit\u00e4t, also mit Gott selbst, identifiziert w\u00fcrde. Diese Selbstvorstellung des Orpheus erfolgt nach dem Angriff der thrakischen Frauen \u2013 das ist das aus der antiken Literatur bekannte Motiv vom gewaltsamen Tod des Orpheus, nur dass es hier insofern abgewandelt ist, als der Angriff fehlschl\u00e4gt. Darauf wird wohl in der einleitenden Zusammenfassung Bezug genommen, und zwar wieder mit einer moralisierenden Bewertung:<\/p>\n<p>\u201eWo tugend, da ist feind: wo Kunst, da find sich neid,<\/p>\n<p>Und sie behelt doch platz, Gott wendet ihre Zeit.\u201c<\/p>\n<p>Der Aufruf zur Tugend erfolgt dann in der Einleitung zum f\u00fcnften Akt, wenn angek\u00fcndigt wird, dass Orpheus und Eurydike in den Himmel aufgenommen werden sollen:<\/p>\n<p>\u201eIhr gro\u00dfen Helden hofft! Die Tugend nicht verf\u00e4lt:<\/p>\n<p>Sie steiget Himmel an, und l\u00e4uchtet durch die weldt.\u201c<\/p>\n<p>Der Unterschied im Vergleich zu der Version Calderons liegt auf der Hand \u2013 so zeigt sich schon im Anlass, f\u00fcr wen die St\u00fccke geschrieben wurden und wer jeweils am Ende der Libretti thematisiert wird: das Fronleichnamsfest bzw. die F\u00fcrstenhochzeit. Von den Sakramenten der Kirche ist in Buchners Version nicht die Rede \u2013 solch ein permanenter Schutz gegen den R\u00fcckfall in die S\u00fcnde erscheint ihm wohl nicht notwendig. Anders als Calderon hat Buchner auch keine Notwendigkeit gesehen, das Verh\u00e4ltnis zwischen Christentum und Heidentum zu thematisieren und eine Abgrenzung anzudeuten. Es zeigt sich hier die gleiche Freiheit im Umgang mit den antiken Mythen wie im Werk von Petrus Berchorius. Im Hinblick auf die Rede vom Zeitalter der Konfessionalisierung ist es aber von Interesse festzustellen, dass es doch eine grundlegende Gemeinsamkeit gibt, \u00fcber die Grenze der Konfessionen hinweg: Zur gleichen Zeit und ganz unabh\u00e4ngig voneinander haben Calderon in Madrid und Buchner in Wittenberg das Orpheus-Motiv aufgegriffen und ihr Verst\u00e4ndnis des Christentums in der Sprache eines antiken Mythos dargestellt \u2013 mit dem Ziel, ihr Publikum zu unterhalten und im Glauben zu st\u00e4rken. Offensichtlich erschien ihnen das zentrale Thema dieses Mythos \u2013 die Macht der Musik \u2013 zu diesem Zweck besonders geeignet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>IV.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch in der Theologie der Gegenwart ist dieses Thema entdeckt worden: In den \u201eKirchenvisionen\u201c des bekannten Theologen Paul Zulehner findet sich ein Kapitel \u201eOrpheus und Christus\u201c. Hier wird zun\u00e4chst einmal der \u201egriechische Orpheus\u201c vorgestellt, indem der Mythos in seiner klassischen Form nacherz\u00e4hlt wird. So lautet der erste Kommentar Zulehners, des Theologen: \u201eWelch tragische Botschaft, die der Mythos bringt: Am Ende siegt nicht die Liebe \u00fcber den Tod, sondern der Tod \u00fcber die Liebe.\u201c Diesem \u201egriechischen Orpheus\u201c stellt er dann den \u201eChristus-Orpheus\u201c gegen\u00fcber, in Ankn\u00fcpfung an den Kirchenvater Klemens von Alexandrien. Implizit wird dabei auch die allegorische Deutung der Eurydike als \u201edie menschliche Natur\u201c \u00fcbernommen, wie sie z.B. von Petrus Berchorius und Calderon de la Barca bekannt ist: \u201eDer Spielmann Gottes, Christus, liebt Eurydike, die dem Tod verfallene Menschheit. Auch ihn treibt die Liebe, wie der griechische Orpheus hinabzusteigen in die Unterwelt: \u2026\u201c. Zulehner erinnert mit Recht daran, dass \u201edie Hadesfahrt Christi\u201c f\u00fcr die ostkirchliche Tradition \u201eein zentrales Ereignis von Ostern ist\u201c und dass fr\u00fcher auch in der r\u00f6mischen Liturgie, im Apostolischen Glaubensbekenntnis gesprochen wurde: \u201eHinabgestiegen in die H\u00f6lle\u201c. Es sei \u201eexakt derselbe Vorgang, von dem im griechischen Mythos berichtet wird\u201c. Die Gemeinsamkeit gilt aus der Sicht Zulehners aber nur f\u00fcr den ersten Teil des Mythos, den Abstieg in die Unterwelt. Der Blick auf den zweiten Teil er\u00f6ffnet ihm die M\u00f6glichkeit, einen \u201etiefliegenden\u201c Unterschied festzustellen: \u201eDer Christus-Orpheus schaut sich nicht um.\u201c Mit Verweis auf Lukas 9,62 f\u00e4hrt er fort: \u201eDer Christus-Orpheus geht seinen Weg \u201er\u00fcck-sichts-los\u201c: ohne auf sich selbst zu achten, einzig dem Auftrag seines Gottes gehorsam. So kann er, anders als der gescheiterte griechische Orpheus, seine geliebte Eurydike-Menschheit zur\u00fccksingen in das Land des Lachens, der Hoffnung und der Auferstehung, so in Anlehnung an den Kirchenvater Clemens aus Alexandreia.\u201c<\/p>\n<p>Diese Anwendung des Orpheus-Mythos in der modernen Theologie steht tats\u00e4chlich in der Tradition des Kirchenvaters Klemens: Das Bild des S\u00e4ngers wird auf Christus \u00fcbertragen, um dem Publikum einen Verst\u00e4ndnishorizont zu erschlie\u00dfen; doch dann wird eine Abgrenzung vorgenommen, indem das Scheitern des griechischen Orpheus dem Erfolg des christlichen Orpheus gegen\u00fcbergestellt wird. Die Abgrenzung ist allerdings nicht so scharf durchgef\u00fchrt wie im Werk des Kirchenvaters, der Orpheus als einen \u201eBetr\u00fcger\u201c bezeichnet hatte. Mit der Formel \u201eChristus-Orpheus\u201c ist jedenfalls nicht eine Gleichsetzung der beiden Gestalten angedeutet, sondern ein Verh\u00e4ltnis der \u00dcber- und Unterordnung. Es ist vielleicht bezeichnend, dass Petrus Berchorius in seiner freien allegorischen Auslegung die Namen anders angeordnet und von \u201eOrpheus-Christus\u201c gesprochen hatte (in der oben zitierten \u00dcbersetzung ist die Reihenfolge umgekehrt). Diese Formel k\u00f6nnte so verstanden werden, dass sie einen Aspekt des Christus-Bildes, den des Friedensbringers, betonen soll: durch den Hinweis auf Orpheus, der nur das Opfer von Gewalt wurde, selbst aber nie Gewalt angewendet hat.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn von \u201edem\u201c Orpheus-Mythos die Rede ist, dann m\u00fcsste eigentlich angemerkt werden, dass dieser Mythos viele verschiedene Motive enth\u00e4lt und in verschiedenen Versionen \u00fcberliefert ist, so dass auch im Plural von \u201eden\u201c Orpheus-Mythen gesprochen werden k\u00f6nnte. 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