{"id":32317,"date":"2023-07-17T14:35:41","date_gmt":"2023-07-17T12:35:41","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=allah-oder-gott-2"},"modified":"2025-07-04T16:01:25","modified_gmt":"2025-07-04T14:01:25","slug":"das-islamische-gottesbild-im-monotheistischen-kontext","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/das-islamische-gottesbild-im-monotheistischen-kontext\/","title":{"rendered":"The Islamic image of God in a monotheistic context"},"content":{"rendered":"<p>Kein anders Wort kommt im Koran so h\u00e4ufig vor wie das Wort <em>all\u0101h<\/em>. Mit ca. 2700 Erw\u00e4hnungen \u00fcbertrifft es alle anderen W\u00f6rter mit Abstand. Jede Sure beginnt im Namen Allahs. Zahlreiche auf Gott bezogene Attribute, Bezeichnungen und Metaphern treten zus\u00e4tzlich an vielen Stellen im Koran auf. Allah, Gott, dominiert den Koran; alles andere in diesem Buch steht in seinem Schatten. Der ber\u00fchmte muslimische Theologe, Jurist und Mystiker al-Ghaz\u0101l\u012b (gest. 1111) hat in seiner Schrift <em>Die Juwelen des Korans und seine Perlen<\/em> treffend festgestellt, dass es im Koran eigentlich um nichts anderes geht als um Gott, seine Eigenschaften und seine Werke sowie den Weg, der die Menschen zu ihm f\u00fchrt. Das im Koran entfaltete Weltbild ist theozentrisch, wobei Gott nicht nur im Mittelpunkt steht, sondern omnipr\u00e4sent ist und alles beherrscht.<\/p>\n<p>Bevor ich mich der Darstellung des koranischen Gottesbildes widme, ist eine begrifflich-theologische Kl\u00e4rung erforderlich. Muslime und Nichtmuslime, darunter auch renommierte Islamwissenschaftler, die in deutscher Sprache zum Islam schreiben, verwenden f\u00fcr Gott das Wort Allah. Sie rechtfertigen diesen eigenartigen Sprachgebrauch durch die Behauptung, der Gott des Islam sei ein anderer als der Gott, an den Juden, an den Christen glauben. Dabei begehen sie einen sprachlichen und einen theologischen Fehler.<\/p>\n<p>1) In sprachlicher Hinsicht ist \u201e<em>all\u0101h<\/em>\u201c das arabische Wort f\u00fcr Gott, das h\u00f6chst wahrscheinlich aus der Kontraktion des Determinationsartikels \u201e<em>al<\/em>-\u201e mit dem Wort \u201e<em>il\u0101h<\/em>\u201c, d.h. \u201eein Gott\u201c, entstanden ist. Allah bedeutet also \u201e<em>der<\/em> Gott\u201c, so wie im Griechischen \u201e<em>o the\u00f3s<\/em>\u201c oder im Englischen \u201eThe God\u201c, im Sinne des einzigen Gottes. Also handelt es sich beim Nomen Allah nicht um einen Eigennamen, der nicht \u00fcbersetzt werden k\u00f6nnte. Das arabische Wort <em>all\u0101h<\/em>, Gott, ist ein Name, der schon vor dem Islam existierte, wie es Verse der vorislamisch-arabischen Dichtung belegen, die zum Teil von Juden und Christen verfasst worden sind. Arabische Christen und Juden verwenden \u00fcblicherweise in ihrem Sprachgebrauch kein anderes arabisches Wort f\u00fcr Gott au\u00dfer <em>all\u0101h<\/em>. Allah ist kein Monopol des Islam. Das best\u00e4tigt selbst der Koran, wie wir es sp\u00e4ter sehen werden.<\/p>\n<p>2) Die Behauptung, der Gott des Islam sei nicht identisch mit dem Gott des Judentums und des Christentums, ist aus monotheistischer Sicht theologischer Unfug. Denn alle drei Religionen glauben an den einen Gott. Zu behaupten, der Gott des Islam sei ein anderer als der Gott der anderen beiden monotheistischen Religionen, bedeutet nichts anderes als den Glauben, dass es nicht nur einen einzigen Gott, sondern mindestens zwei G\u00f6tter g\u00e4be, also Polytheismus. Dass Juden, Christen und Muslime, die sich ihres Glaubens bewusst sind, eine Doppelung oder gar Vervielfachung der Gottheit strikt ablehnen, liegt wohl auf der Hand. Von diesem einen Gott gibt es zwar unterschiedliche Bilder, die sich in jeder dieser Religionen sowie in ihren diversen theologischen und philosophischen Traditionen im Laufe der Geschichte in verschiedenen Denk- und Sprachr\u00e4umen entwickelt haben. Die verschiedenen Gottesbilder sind jeweils spezifischer Pr\u00e4gung, wodurch sie sich untereinander unterscheiden, genauso wie sie miteinander gemeinsame Merkmale teilen. Nach Auffassung der drei monotheistischen Religionen darf die Einheit Gottes dadurch jedoch nicht beeintr\u00e4chtigt werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>I.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Frei von ideologischen Vorurteilen, die eine Sicht auf den Islam als die ganz andere, absolut fremde Religion verursachen, richten wir im vorliegenden Zusammenhang den Blick auf den Koran, um das in ihm geborgene Bild Gottes darzustellen. Dabei werden im Judentum und Christentum vorherrschende Gottesbilder mitber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst betrachten wir kurz das Umfeld, in dem das koranische Gottesbild zustande gekommen ist. Hat der Koran mit <em>all\u0101h<\/em> ein Novum in den arabischen Kontext seiner Genese eingef\u00fchrt? Mit Sicherheit nicht. Historischen \u00dcberlieferungen zufolge gab es unter den Arabern neben Juden und Christen auch eine Gruppe von Gottesanbetern namens <em>al-<\/em><em>\u1e24<\/em><em>unaf\u0101<\/em>\u02be, die einer monotheistischen Glaubensrichtung folgten. Muhammad soll vor seiner Berufung zu ihnen geh\u00f6rt haben. Wie bereits erw\u00e4hnt, taucht der Name <em>all\u0101h<\/em> in vorislamisch-arabischen Versen auf. In diesem Zusammenhang sind die Gedichte von Umayya bin Ab\u012b \u1e63-\u1e62alt (gest. um 630) hervorzuheben, die sprachlich und inhaltlich frappierende \u00c4hnlichkeiten mit dem Koran aufweisen. Mag die Authentizit\u00e4t vorislamisch-arabischer Gedichte \u00fcberhaupt angezweifelt werden, liefert selbst der Koran sichere Beweise daf\u00fcr, dass die polytheistischen Araber an die Existenz eines Gottes namens <em>all\u0101h<\/em> glaubten. Sie glaubten an ihn als Sch\u00f6pfer der Welt (Q 29:61), als Spender des Regens und mithin des Lebens auf Erde (Q 29:63) und als Vertrauensinstanz in gef\u00e4hrlichen Situationen (Q 29:65).<\/p>\n<p>Im Pantheon der polytheistischen Araber war <em>all\u0101h<\/em> offensichtlich eine Art Obergott; sie gesellten ihm weitere G\u00f6tter bei. Die folgende Passage Q 23:84-92 veranschaulicht die Problematik und wie die koranische Verk\u00fcndigung damit umgeht:<\/p>\n<p>Sprich: \u201eWem geh\u00f6rt die Erde und was auf ihr ist, wenn ihr es wisst?\u201c Sie werden sagen: \u201eGott!\u201c Sprich: \u201eWollt ihr euch nicht mahnen lassen?\u201c Sprich: \u201eWer ist der Herr der sieben Himmel und der Herr des gro\u00dfen Throns?\u201c Sie werden sagen: \u201eGott geh\u00f6rt es!\u201c Sprich: \u201eWollt ihr nicht gottesf\u00fcrchtig sein?\u201c Sprich: \u201eIn wessen Hand ist die Herrschaft \u00fcber alle Dinge, der da Schutz gew\u00e4hrt und selbst des Schutzes nicht bedarf, wenn ihr es wisst?\u201c Sie werden sagen: \u201eIn der von Gott!\u201c Sprich: \u201eWie konntet ihr euch nur bet\u00f6ren lassen?\u201c Nein, wir brachten ihnen doch die Wahrheit, doch siehe, sie sind wahrhaftig L\u00fcgner. Gott hat keine Kinder angenommen, und neben ihm sind keine G\u00f6tter. Denn dann w\u00fcrde jeder Gott mit dem davongehen, was er schuf, und der eine von ihnen w\u00fcrde sich \u00fcber den anderen erheben. Gott ist erhaben \u00fcber das, was sie da behaupten. Der Kenner des Verborgenen und des Sichtbaren! Ja, er ist hoch erhaben \u00fcber das, was sie beigesellen.<\/p>\n<p>Andere Stellen im Koran lassen erkennen, dass die Araber Gott, <em>all\u0101h<\/em>, S\u00f6hne und T\u00f6chter oder nur T\u00f6chter zuschrieben (Q 6:100; 16:57). Die wichtigste Aufgabe der koranischen Verk\u00fcndigung bestand darin, die polytheistischen Araber nicht mit einem neuen Gott namens <em>all\u0101h<\/em> bekannt zu machen, sondern sie zum Glauben an ihn als den einzigen Gott zu bewegen, sie vom Polytheismus zum Monotheismus zu bekehren. Zahlreiche Verse erkl\u00e4ren in diesem Sinn, dass es keinen anderen Gott gibt au\u00dfer Gott, <em>all\u0101h<\/em>:<\/p>\n<p>Gott. Kein Gott au\u00dfer ihm. Auf Gott sollen die Gl\u00e4ubigen vertrauen! (Q 64:13)<\/p>\n<p>So wisse, dass es keinen Gott gibt au\u00dfer den <em>einen<\/em> Gott, und bitte um Vergebung f\u00fcr deine Schuld und f\u00fcr die gl\u00e4ubigen M\u00e4nner und die gl\u00e4ubigen Frauen! Gott wei\u00df, wo ihr euch bewegt und wo ihr Wohnung nehmt. (Q 47:19)<\/p>\n<p>Die Formulierung \u201e<em>l\u0101 il\u0101ha ill\u0101 ll\u0101h<\/em>\u201c, \u201eEs gibt keinen Gott au\u00dfer dem Gott\u201c, bildet den ersten Teil der <em>Schah\u0101da<\/em>, des islamischen Glaubensbekenntnisses. Der Monotheismus, der die koranische Verk\u00fcndung proklamierte, beanspruchte, eine wiederhergestellte Form des reinen Monotheismus Abrahams zu sein, der weder Jude noch Christ war, sondern der erste Muslim, d.h. der erste Mensch, der sich dem Einen Gott bedingungslos ergab (Q 3:67f.). Nach koranischer Auffassung ist der Islam im Sinne der umfassenden Ergebenheit gegen Gott die urspr\u00fcngliche Religion, welche Abraham unbefleckt, nat\u00fcrlich, unverf\u00e4lscht gr\u00fcndete und Muhammad wiedereinf\u00fchrte (Q 2:135; 3:95; 4:125; 16:123).<\/p>\n<p>Um das Konzept des absolut Einen Gottes zu entwickeln, musste sich der Koran mit zwei einflussreichen Ideen auseinandersetzen: 1) mit der g\u00f6ttlichen Natur Jesu verbunden mit der christlichen Trinit\u00e4t auf der einen und 2) mit der altarabischen Vorstellung von der Herrschaft der endlosen Zeit \u00fcber das Menschenleben auf der anderen Seite.<\/p>\n<p>Der Koran enth\u00e4lt keine ausf\u00fchrliche Beschreibung der christlichen Trinit\u00e4t. An einer Stelle wird unmissverst\u00e4ndlich als Unglaube die Auffassung zur\u00fcckgewiesen, dass Gott (<em>all\u0101h<\/em>) einer von drei sei:<\/p>\n<p>Ungl\u00e4ubig sind, die sagen:<\/p>\n<p>\u201eSiehe, Gott ist der Dritte von dreien.\u201c<\/p>\n<p>Kein Gott ist au\u00dfer <em>einem<\/em> Gott!<\/p>\n<p>Und wenn sie nicht mit dem aufh\u00f6ren, was sie sagen,<\/p>\n<p>so wird die Leugner unter ihnen schmerzhafte Strafe treffen. (Q 5:73)<\/p>\n<p>Unmittelbar davor wird ebenfalls f\u00fcr Unglauben erkl\u00e4rt, dass Gott Christus, der Sohn Mari\u00e4 ist:<\/p>\n<p>Ungl\u00e4ubig sind, die sagen:<\/p>\n<p>\u201eSiehe, Gott ist Christus, Marias Sohn.\u201c<\/p>\n<p>Denn Christus spricht:<\/p>\n<p>\u201eIhr Kinder Israel! Dient Gott, meinem Herrn und eurem Herrn!\u201c<\/p>\n<p>Siehe, wer Gott etwas beigesellt,<\/p>\n<p>dem wird Gott den Paradiesgarten verwehren,<\/p>\n<p>und sein Zufluchtsort wird das H\u00f6llenfeuer sein.<\/p>\n<p>Die Frevler haben keine Helfer. (Q 5:72)<\/p>\n<p>Vor allem in sp\u00e4teren Suren l\u00e4sst sich beobachten, dass die koranische Verk\u00fcndigung die Konturen ihres Gottesbildes vornehmlich im Zuge der Auseinandersetzung mit den Buchbesitzern (<em>ahl al-kit\u0101b<\/em>), das sind die Juden und die Christen, sch\u00e4rft. Ein deutliches Beispiel daf\u00fcr ist die im letzten Beitrag von mir behandelte Sure 112, in der die Einheit Gottes, sein Wesen und seine absolute Einzigartigkeit in Replik auf den Christlichen Glauben, der Sohn Gottes sei mit Gott wesensgleich, in pr\u00e4gnanter Formulierung festgestellt werden. In diesem Zusammenhang ist es des Weiteren bemerkenswert, dass die im Koran artikulierte Auffassung von der aus drei G\u00f6ttern bestehenden Trinit\u00e4t nicht identisch ist mit der christlichen Trinit\u00e4tslehre mit einem einzigen dreif\u00e4ltigen Gott.<\/p>\n<p>Der zweite Ideenstrang, vor dessen Hintergrund das koranische Gottesbild mit Eigenschaften gef\u00fcllt wird, betrifft die vorislamische Auffassung von der Herrschaft der Zeit \u00fcber die Geschicke der Menschen. Die Auseinandersetzung mit dieser paganen Auffassung verl\u00e4uft durch den ganzen Koran, insbesondere an Stellen, an denen Gottes Macht \u00fcber die Zeiten feierlich mit konkreten Ausdr\u00fccken beschrieben wird. So bestimmt Gott jedes Mal den Wechsel von Tag und Nacht (Q 25:62). Er l\u00e4sst die Nacht in den Tag eindringen und den Tag in die Nacht (Q 3:27; 22:61), er l\u00e4sst die Nacht den Tag \u00fcberdecken (Q 7:54), er zieht den Tag von der Nacht weg (Q 36:37), er dreht die Zeiten umeinander (Q 24:44) und windet die Nacht \u00fcber den Tag und den Tag \u00fcber die Nacht (Q 39:5), wie ein Turban um den Kopf gewunden wird. Der Zweck solcher \u00c4u\u00dferungen besteht darin, eindeutig zu verk\u00fcnden, dass keine andere Macht die Welt, die Natur und das Menschenleben beherrscht au\u00dfer Gott, der unmittelbar eingreift, um Naturph\u00e4nomene und Lebensumst\u00e4nde zu bewirken. In diesem Zusammenhang k\u00f6nnen koranische Aussagen, die Gottes Dominanz \u00fcber den menschlichen Willen thematisieren, dahingehend als rhetorische Bekr\u00e4ftigung seiner Macht verstanden werden, im Gegensatz zu der verbreiteten Meinung der Araber, sie seien der unentrinnbaren Macht der schicksalshaften Zeit ausgeliefert. Dieses Thema bedarf jedoch weiterer Untersuchung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>II.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die <em>Basmala<\/em>, \u201e<em>bi-smi ll\u0101hi r-ra<\/em><em>\u1e25<\/em><em>m<\/em><em>\u0101<\/em><em>ni r-ra<\/em><em>\u1e25<\/em><em>\u012b<\/em><em>m<\/em>\u201c, gel\u00e4ufig \u00fcbersetzt mit \u201eIm Namen Gottes, des barmherzigen Erbarmers\u201c, steht am Anfang von 113 Suren (Ausnahme: nicht am Anfang der neunten Sure) sowie an der Stelle Q 27:30. Fromme Muslime beginnen ihre Reden und ihre Handlungen im Namen Gottes, indem sie die <em>Basmala<\/em> sprechen. Es f\u00e4llt auf, dass Gott in der <em>Basmala<\/em> mit drei Ausdr\u00fccken bezeichnet wird: <em>all\u0101h<\/em>, <em>ar<\/em>&#8211;<em>ra<\/em><em>\u1e25<\/em><em>m\u0101n<\/em>, <em>ar<\/em>&#8211;<em>ra<\/em><em>\u1e25<\/em><em>\u012bm<\/em>. Neben <em>all\u0101h<\/em> f\u00fcr Gott besteht die Dreierstruktur aus zwei Ausdr\u00fccken, die aus derselben Wurzel abgeleitet und Attribute der Barmherzigkeit sind. Gott wird in der Formel zweimal hintereinander als barmherzig bezeichnet: als <em>ra<\/em><em>\u1e25<\/em><em>m<\/em><em>\u0101<\/em><em>n<\/em> and <em>ra<\/em><em>\u1e25<\/em><em>\u012b<\/em><em>m<\/em>. In der Korangelehrsamkeit ist vielfach versucht worden, das Wort <em>ar<\/em>&#8211;<em>ra<\/em><em>\u1e25<\/em><em>m<\/em><em>\u0101<\/em><em>n<\/em> und seine Stellung in der <em>Basmala<\/em> zu erkl\u00e4ren. Die historischen Quellen liefern dazu eine n\u00fctzliche Angabe: <em>ar-ra<\/em><em>\u1e25<\/em><em>m\u0101n<\/em> hie\u00df der Gott, dessen Anbetung zur Zeit Muhammads in S\u00fcdarabien verbreitet war. Gleichzeitig mit Muhammad trat ein mit ihm konkurrierender Prophet namens Musaylima auf, der behauptete, er erhalte Offenbarungen von <em>ar-ra<\/em><em>\u1e25<\/em><em>m\u0101n<\/em>, \u00e4hnlich wie Muhammad von <em>all\u0101h<\/em>, Gott. Musaylima wurde von Anh\u00e4ngern Muhammads bek\u00e4mpft und schlie\u00dflich get\u00f6tet. Der Name <em>ar-ra<\/em><em>\u1e25<\/em><em>m\u0101n<\/em> wurde mit dem Namen <em>all\u0101h<\/em> assoziiert, um die Identit\u00e4t der beiden herzustellen:<\/p>\n<p>Sprich: \u201eRuft Gott an, oder ruft den Erbarmer an:<\/p>\n<p>Wie immer ihr ihn nennt, sein sind die Sch\u00f6nen Namen.\u201c (Q 17:110)<\/p>\n<p>Eine Reihe von Suren, die vermutlich um dieselbe Zeit verk\u00fcndet worden sind, zeichnen sich durch die intensive Verwendung des Wortes <em>ar-ra<\/em><em>\u1e25<\/em><em>m<\/em><em>\u0101<\/em><em>n<\/em> aus. All diese Ma\u00dfnahmen d\u00fcrften dem Zweck gedient haben, die Anbeter des <em>Ra<\/em><em>\u1e25<\/em><em>m\u0101n<\/em> von Muhammads Mission zu \u00fcberzeugen. <em>Ar-Ra<\/em><em>\u1e25<\/em><em>m\u0101n<\/em> wird gel\u00e4ufig als Attribut Gottes verstanden, obwohl manch ein muslimischer Gelehrter der Auffassung ist, <em>ar-Ra<\/em><em>\u1e25<\/em><em>m\u0101n<\/em> sei ein Eigenname Gottes, der nicht \u00fcbersetzt werden kann.<\/p>\n<p>Die Barmherzigkeit Gottes pr\u00e4gt ebenfalls die erste Sure, <em>al-F\u0101ti<\/em><em>\u1e25<\/em><em>a<\/em>, die Er\u00f6ffnung des Korans. Sie ist die meistzitierte Sure und Bestandteil des rituellen Gebets. \u00c4hnlich wie die letzten zwei Suren 113 und 114 im Koran hat die erste Sure die Struktur eines Gebets, weshalb alle drei Suren in fr\u00fchen Codices nicht enthalten waren. Welche Elemente des koranischen Gottesbildes beinhaltet die er\u00f6ffnende Sure?<\/p>\n<p>1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Im Namen Gottes, des barmherzigen Erbarmers.<\/p>\n<p>2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Lobpreis sei Gott, dem Herrn der Welten \/ Weltbewohner,<\/p>\n<p>3\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 dem barmherzigen Erbarmer,<\/p>\n<p>4\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 dem Herrscher am Tage des Gerichts!<\/p>\n<p>5\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Dir dienen wir, dich rufen wir um Hilfe an.<\/p>\n<p>6\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Leite uns den rechten Weg,<\/p>\n<p>7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 den Weg derer, denen du gn\u00e4dig bist,<\/p>\n<p>nicht derer, denen gez\u00fcrnt wird,<\/p>\n<p>noch derer, welche irregehn!<\/p>\n<p>Nach der <em>Basmala<\/em> wird Gott, \u201eder Herr der Welten\u201c, gepriesen. Genauso wie in der Bibel wird Gott im Koran auch <em>r<\/em><em>abb<\/em>, Herr, genannt. Seine Herrschaft steht in Relation mit der Welt, vor allem mit den Menschen. Er ist \u201e<em>rabb al-<\/em><em>\u02bf<\/em><em>\u0101<\/em><em>lam<\/em><em>\u012b<\/em><em>n<\/em>\u201c, \u201eHerr der Welten\u201c, eine Bezeichnung, die im Koran h\u00e4ufig vorkommt und an \u00e4hnliche Formulierungen im Judentum und Christentum erinnert. Dass es mehrere Welten, aionen, gibt, die zyklisch aufeinanderfolgen, war eine Meinung sp\u00e4tantiker Gnosis, die im Koran rezipiert worden sein d\u00fcrfte. Nach wiederholt zweifacher Betonung der Barmherzigkeit Gottes wird er &#8211; je nach Lesart des ersten Wortes im vierten Vers: <em>malik<\/em> or <em>m\u0101lik<\/em> &#8211; als K\u00f6nig oder als Besitzer des j\u00fcngsten Tages bezeichnet.<\/p>\n<p>Mit dem J\u00fcngsten Tag wird in jedem Fall Gottes Eigenschaft als Richter in den Vordergrund ger\u00fcckt, der am Gerichtstag das ewige Schicksal des Menschen bestimmt. Genauso wie in dem am h\u00e4ufigsten verwendeten Gebet im Christentum, dem Vaterunser, schlie\u00dft sich auch in der <em>F\u0101ti<\/em><em>\u1e25<\/em><em>a<\/em> an den ersten doxologischen Teil ein bittender Teil an. Der f\u00fcnfte Vers fungiert als \u00dcbergang zwischen den zwei Teilen. Gott wird darin als Gegenstand der Anbetung und Instanz der Hilfeleistung dargestellt. Damit wird ebenfalls Gottes Kommunikabilit\u00e4t hervorgehoben.<\/p>\n<p>Gott im Koran befindet sich in einem Kommunikationszusammenhang mit dem Menschen. Er offenbart diesem seinen Willen, vermittelt durch die Propheten. Die dem Menschen obliegende Reaktion ist die Anbetung, die im Islam theoretisch und praktisch ausgerichtet ist. Indem die Menschen Gott um Hilfe bitten, bekennen sie sich zu ihrer nat\u00fcrlichen Einschr\u00e4nkung, zu ihrer Hilfsbed\u00fcrftigkeit. Das wichtigste, was Gott den Menschen gew\u00e4hrt, ist die Rechtleitung. Sie ist die umfassende Anweisung zur richtigen Lebensf\u00fchrung, die gleicherma\u00dfen rechten Glauben und rechtes Handeln bedeutet. Der rechte Pfad ist der Pfad derjenigen, die die Gnade Gottes genie\u00dfen; sie werden von zwei anderen Menschengruppen unterschieden: der Gruppe derjenigen, die Gottes Zorn auf sich ziehen, und der Gruppe der Irrenden.<\/p>\n<p>Auf Gottes Rechtleitung bezogen teilt sich die Menschheit nach koranischer Auffassung also in drei Gruppen ein: die Begnadeten, die Erz\u00fcrnten und die Irrenden. Unmittelbar wird es nicht ersichtlich, ob die Muslime schon zu den Begnadeten geh\u00f6ren. Eine andere Stelle schafft allerdings diesbez\u00fcglich Klarheit:<\/p>\n<p>Heute habe ich euch eure Religion vollst\u00e4ndig gemacht und meine Gnade an euch vollendet und habe daran Gefallen, dass der Islam eure Religion ist. (Q 5:3)<\/p>\n<p>Die Frage, wie sich Gottes aktive Rechtleitung bzw. Irref\u00fchrung der Menschen mit seiner gerechten Belohnung bzw. Bestrafung derselben am J\u00fcngsten Tag vereinbart, bleibt im Islam \u2013 wie \u00fcbrigens auch im Christentum \u2013 ungel\u00f6st. Dennoch bietet die folgende Stelle einen L\u00f6sungsansatz aus der Sicht des Korans, womit \u2013 je nach Kontext auf unterschiedliche Weise \u2013 der angedeutete Widerspruch entsch\u00e4rft werden kann:<\/p>\n<p>Sie sprechen: \u201eDas ist ja nur unser Leben hier auf Erden.\u201c<\/p>\n<p>Und: \u201eWir werden doch nicht wieder auferweckt!\u201c<\/p>\n<p>Das Leben hier auf Erden ist nichts als Spiel und Zeitvertreib,<\/p>\n<p>und die jenseitige Wohnstatt ist wahrlich besser f\u00fcr die,<\/p>\n<p>die gottesf\u00fcrchtig sind.<\/p>\n<p>Wollt ihr denn nicht begreifen?<\/p>\n<p>Wir wissen wohl, dass dich f\u00fcrwahr betr\u00fcbt, was sie da sagen.<\/p>\n<p>Doch nicht <em>dich<\/em> erkl\u00e4ren sie zum L\u00fcgner,<\/p>\n<p>sondern die Frevler bestreiten die Zeichen Gottes.<\/p>\n<p>Schon vor dir wurden Gesandte zu L\u00fcgnern erkl\u00e4rt,<\/p>\n<p>und sie ertrugen in Geduld,<\/p>\n<p>dass man sie der L\u00fcge zieh und ihnen Leid antat,<\/p>\n<p>bis unsere Hilfe sie erreichte.<\/p>\n<p>Und es gibt keinen, der die Worte Gottes \u00e4ndern kann \u2013<\/p>\n<p>zu dir kam doch Kunde \u00fcber die Abgesandten!<\/p>\n<p>Auch wenn es schwer f\u00fcr dich ist, dass sie sich abwenden \u2013<\/p>\n<p>und wenn du einen Schacht in die Erde finden k\u00f6nntest<\/p>\n<p>oder eine Leiter in den Himmel,<\/p>\n<p>um ihnen dann ein Zeichen herzubringen \u2013<\/p>\n<p>h\u00e4tte Gott gewollt, h\u00e4tte er sie allesamt auf den rechten Weg gebracht.<\/p>\n<p>Doch du sollst ja keiner von den Toren sein!<\/p>\n<p>Eine Antwort geben nur die, die h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Die Toten wird Gott erwecken,<\/p>\n<p>Dann werden sie zu ihm zur\u00fcckgebracht.<\/p>\n<p>Sie sprechen: \u201eWarum wurde kein Zeichen von seinem Herrn auf ihn herabgesandt?\u201c<\/p>\n<p>Sprich: \u201eSiehe, Gott hat die Macht, ein Zeichen herabzusehen.\u201c<\/p>\n<p>Doch die meisten von ihnen haben kein Wissen.<\/p>\n<p>Weder gibt es ein Tier auf Erden<\/p>\n<p>noch einen Vogel, der mit seinen Fl\u00fcgeln fliegt,<\/p>\n<p>die nicht, gleich euch, Gruppen w\u00e4ren.<\/p>\n<p>Nichts lie\u00dfen wir im Buch unbeachtet.<\/p>\n<p>Dann werden sie bei ihrem Herrn versammelt.<\/p>\n<p>Die unsere Zeichen L\u00fcgen nennen,<\/p>\n<p>in Finsternissen sind sie, taub und stumm.<\/p>\n<p>Gott f\u00fchrt in die Irre, wen er will,<\/p>\n<p>und er l\u00e4sst auf geradem Weg sein, wen er will.<\/p>\n<p>So sagt mir doch:<\/p>\n<p>Wenn die Strafe Gottes zu euch kommt,<\/p>\n<p>oder \u201adie Stunde\u2018 euch erreicht \u2013<\/p>\n<p>gibt es da einen anderen als Gott, den ihr anrufen k\u00f6nnt,<\/p>\n<p>wenn ihr wahrhaftig seid? (Q 6:29, 32-40).<\/p>\n<p>Nach dieser Passage handelt Gott offenbarungs\u00f6konomisch. In diesem Sinne hei\u00dft es an weiteren Stellen im Koran, dass dieser deshalb in arabischer Sprache verk\u00fcndet wurde, damit die Araber die Verk\u00fcndigung verstehen konnten:<\/p>\n<p>Siehe, wir sandten es herab als Lesung auf Arabisch,<\/p>\n<p>Vielleicht begreift ihr ja. (Q 12:2)<\/p>\n<p>Wir sandten keinen Abgesandten, au\u00dfer in der Sprache seines Volkes,<\/p>\n<p>um ihnen Klarheit zu verschaffen. So f\u00fchrt Gott in die Irre, wen er will.<\/p>\n<p>Er ist der M\u00e4chtige, der Weise. (Q 14:4).<\/p>\n<p>Gott m\u00f6chte, dass seine Rede verstanden wird und dass sie bei den Menschen wirkt. Wenn Menschen sich dagegen sperren, wenn sie ihr Geh\u00f6r f\u00fcr die Verk\u00fcndigung schlie\u00dfen, wenn ihre Herzen verstockt bleiben, kann dieser Zustand dem eifrigen Verk\u00fcnder nicht angelastet werden. Er ist nach koranischer Auffassung ohnehin nur ein Sprachrohr seines g\u00f6ttlichen Auftraggebers, ohne dessen Erlaubnis er nichts machen kann. Der Verk\u00fcnder verdient Ermutigung, damit er \u00fcber Entt\u00e4uschungen hinwegsieht und unerm\u00fcdlich weiter die Botschaft verk\u00fcndet. Omnipotent, omnipr\u00e4sent, gerecht und allwissend, ist der Gott des Korans letztendlich der Urheber jeder Handlung \u2013 sogar der negativen Haltung der Gegner Muhammads, da er sie zul\u00e4sst, obwohl er sie stoppen k\u00f6nnte. Seine Einmischung w\u00fcrde aber der Sanktionierung menschlichen Handelns \u00fcberfl\u00fcssig machen, was sich keine Religion leisten k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>III.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gottes Omnipotenz wird im Koran an zahlreichen Stellen verk\u00fcndet, unter anderem am Ende von Versen mit dem Attribut <em>al-<\/em><em>\u02bf<\/em><em>az\u012bz<\/em>, m\u00e4chtig, und der Formel \u201e<em>all\u0101hu <\/em><em>\u02bf<\/em><em>al<\/em><em>\u0101<\/em><em> kulli <\/em><em>\u0161<\/em><em>ay<\/em><em>\u02be<\/em><em>in<\/em> <em>qad\u012br<\/em>\u201c, \u201eGott ist aller Dinge m\u00e4chtig\u201c bzw. \u201eGott hat zu allem die Macht\u201c. Solche Attribute wie auch diejenigen, die z.B. seine Weisheit, Herrschaft, Herrlichkeit und sein umfassendes Wissen bekunden, stellen sich als ein Rhythmus dar, der sich durch den ganzen Koran hindurchzieht und dazu beitr\u00e4gt, dieses Buch zu einem einzigen Zeugnis \u00fcber Gott und seine Eigenschaften und Handlungen zu gestalten. Wie bereits erw\u00e4hnt dominiert unter den Eigenschaften Gottes im Koran die Barmherzigkeit; es hei\u00dft sogar dort, dass er sich dazu verpflichtet hat:<\/p>\n<p>Sprich: \u201eWem geh\u00f6rt, was in den Himmeln und auf Erden ist?\u201c<\/p>\n<p>Sprich: \u201eGott!\u201c<\/p>\n<p>Er hat sich selber der Barmherzigkeit verschrieben.<\/p>\n<p>F\u00fcrwahr, er wird euch versammeln zum Tag der Auferstehung,<\/p>\n<p>\u00fcber den kein Zweifel herrscht.<\/p>\n<p>Die aber, die sich selbst verloren haben, glauben nicht. (Q 6:12)<\/p>\n<p>Diese Aussage l\u00f6ste eine intensive theologische Debatte dar\u00fcber, ob Gottes Barmherzigkeit seine Allmacht einschr\u00e4nken w\u00fcrde. Im Islam hat Gott 99 Namen, die sch\u00f6nsten Namen, wie es im Koran hei\u00dft:<\/p>\n<p>Und Gott hat die Sch\u00f6nen Namen \u2013 ruft ihn damit an!<\/p>\n<p>Und achtet nicht auf jene, die seinen Namen leugnen!<\/p>\n<p>Denn ihnen wird vergolten, was sie taten. (Q 7:180)<\/p>\n<p>Bis auf <em>all\u0101h<\/em> bedeuten diese Namen Eigenschaften, die Gott im Verh\u00e4ltnis zum Menschen offenbart. An der folgenden Stelle werden einige dieser Namen aufgez\u00e4hlt:<\/p>\n<p>Er ist Gott \u2013 der, au\u00dfer dem es <em>keinen<\/em> gibt,<\/p>\n<p>der das Offenbare und Verborgene kennt.<\/p>\n<p>Er ist der barmherzige Erbarmer.<\/p>\n<p>Er ist Gott \u2013 der, au\u00dfer dem es <em>keinen<\/em> gibt.<\/p>\n<p>Der K\u00f6nig, der Heilige, der Heile,<\/p>\n<p>der Sicherheit Verleihende, der W\u00e4chter,<\/p>\n<p>der M\u00e4chtige, der Gewaltige,<\/p>\n<p>der Hocherhabene!<\/p>\n<p>Gott sei gepriesen; fern sei, was sie beigesellen!<\/p>\n<p>Er, Gott, der Sch\u00f6pfer, der Erschaffer, der Gestalter.<\/p>\n<p>Sein sind die Sch\u00f6nen Namen.<\/p>\n<p>Ihn preist, was in den Himmeln und auf Erden ist.<\/p>\n<p>Er ist der Starke, der Weise. (Q 59:22-24)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Koran werden Gott ebenfalls scheinbar moralisch mangelhafte Attribute zugeschrieben: er handelt listig mit denjenigen, die seine Zeichen verleugnen, und f\u00fchrt sie t\u00e4uschend, wohin sie nicht wissen (Q 7:182-3); er schmiedet R\u00e4nke (Q 3:54; 7:99) und betr\u00fcgt (Q 4:142). Stehen solche Bezeichnungen auf den ersten Blick im krassen Widerspruch zu Gottes Vollkommenheit, k\u00f6nnen sie doch auch in einer solchen Weise gedeutet werden, dass sie die Anpassungsf\u00e4higkeit Gottes im Umgang mit den Menschen zeigen. Genauso wie er ihnen nach koranischer Auffassung Offenbarungen in ihrer Sprache herabsendet, damit sie sie verstehen k\u00f6nnen, verh\u00e4lt er sich mit ihnen in einer Weise, die ihren Handlungen angemessen ist. Er begibt sich auf ihr moralisches Terrain, um ihnen zu zeigen, dass er sie mit ihren eigenen Waffen besiegen kann, dass er in jeder Hinsicht der beste und gr\u00f6\u00dfte ist. \u00c4hnlich lautet es zum Beginn des Gebetsrufes, <em>al-a<\/em><em>\u1e0f<\/em><em>\u0101n<\/em>: \u201e<em>All\u0101hu akbar!<\/em>\u201c, \u201eGott ist gr\u00f6\u00dfer!\u201c Er ist gr\u00f6\u00dfer als alles andere Sein. Er ist stets der gr\u00f6\u00dfere, unabh\u00e4ngig davon, womit er verglichen wird. Derart gedeutet k\u00f6nnen auch solche negativen Eigenschaften in Bezug auf Gott dazu beitragen, seine \u00dcberlegenheit zu demonstrieren.<\/p>\n<p>Wie in der Bibel wird Gott auch im Koran mit K\u00f6rperlichkeit versehen. Gott hat ein Gesicht (Q 2:115. Vgl. Q 2:272; 6:52; 13:22; 18:28); er hat ein Auge (Q 20:39); er besitzt eine Hand (Q 3:73) oder zwei (Q 38:75); er sitzt auf einem Thron:<\/p>\n<p>Gott: Kein Gott ist au\u00dfer ihm<\/p>\n<p>dem Lebendigen und Best\u00e4ndigen.<\/p>\n<p>Ihn fasst nicht Schlummer und nicht Schlaf.<\/p>\n<p>Ihm geh\u00f6rt, was in den Himmeln und auf Erden ist.<\/p>\n<p>Wer kann bei ihm F\u00fcrsprecher sein,<\/p>\n<p>Es sei denn, dass <em>er<\/em> es erlaubt!<\/p>\n<p>Er wei\u00df, was vor und hinter ihnen ist.<\/p>\n<p>Doch sie erfassen nichts von seinem Wissen,<\/p>\n<p>es sei denn, was <em>er<\/em> will.<\/p>\n<p>Sein Thron umgreift die Himmel und die Erde,<\/p>\n<p>sie zu bewahren ist ihm keine Last.<\/p>\n<p>Er ist der Erhabene, Gewaltige!<\/p>\n<p>(Q 2:255)<\/p>\n<p>Gelten diese und \u00e4hnliche Anthropomorphismen im Koran inzwischen unumstritten als metaphorische Bezeichnungen g\u00f6ttlicher Aspekte und Eigenschaften, entbrannten im achten und neunten Jahrhundert unter islamischen Theologen heftige Debatten \u00fcber ihre Deutung. W\u00e4hrend die rationalistisch ausgerichteten Mu\u02bftaziliten und sp\u00e4ter wirkende Philosophen f\u00fcr die allegorische Interpretation pl\u00e4dierten, vertraten die traditionalistischen Hanbaliten (die Anh\u00e4nger von A\u1e25mad bin \u1e24anbal, gest. 855) ein w\u00f6rtliches Verst\u00e4ndnis solcher Aussagen. Die Einmischung der politischen Herrschaft in der Debatte, um anfangs die Rationalisten zu unterst\u00fctzen und ihre Widersacher zu verfolgen, dann aber unter einem sp\u00e4teren Kalifen das Gegenteil zu tun, brachte weitere Komplikationen mit sich. Der politisch herbeigef\u00fchrte Sieg der Traditionalisten f\u00fchrte l\u00e4ngerfristig dazu, dass sich im Islam rationale Deutungen des Korans nicht durchsetzen und nicht zu einer wissenschaftlichen Hermeneutik weiterentwickeln konnten. Auch allegorische Deutungen solcher Koranstellen durch Sufis werden in der islamischen Orthodoxie nicht gern gesehen. Wobei der Koran sch\u00f6ne Beispiele f\u00fcr solche Interpretationen bietet, wie es besonders am sogenannten Lichtvers demonstriert werden kann:<\/p>\n<p>Gott ist das Licht der Himmel und der Erde.<\/p>\n<p>Sein Licht ist einer Nische gleich, in welcher eine Leuchte steht.<\/p>\n<p>Die Leuchte ist in einem Glas, das Glas gleicht einem funkelnden Gestirn,<\/p>\n<p>entflammt von einem segensreichen \u00d6lbaum, nicht \u00f6stlich und nicht<\/p>\n<p>westlich.<\/p>\n<p>Sein \u00d6l scheint fast zu leuchten, auch wenn das Feuer es noch nicht<\/p>\n<p>ber\u00fchrte.<\/p>\n<p>Licht \u00fcber Licht! Gott leitet, wen er will, zu seinem Licht.<\/p>\n<p>Gott pr\u00e4gt Gleichnisse f\u00fcr die Menschen, und Gott wei\u00df alle Dinge.<\/p>\n<p>(Q 24:35)<\/p>\n<p>Ebenfalls geeignet f\u00fcr mystisch-spekulative Deutungen sind Verse, die Gottes Liebe und Vergebung f\u00fcr die Menschen thematisieren:<\/p>\n<p>Er ist der Vergebungsbereite, der Liebevolle. (Q 85:14)<\/p>\n<p>Sprich: \u201eWenn ihr Gott liebt, dann folgt <em>mir<\/em> nach,<\/p>\n<p>denn dann liebt euch auch Gott<\/p>\n<p>und vergibt euch eure Missetaten!\u201c<\/p>\n<p>Siehe, Gott ist bereit zu vergeben und barmherzig. (Q 3:31)<\/p>\n<p>O ihr, die ihr glaubt! Wenn jemand von euch sich von seiner Religion<\/p>\n<p>abkehren will,<\/p>\n<p>dann wird Gott Menschen bringen, die er liebt und die ihn lieben,<\/p>\n<p>dem\u00fctig gegen die Gl\u00e4ubigen, streng gegen die Ungl\u00e4ubigen,<\/p>\n<p>die k\u00e4mpfen werden auf dem Wege Gottes<\/p>\n<p>und sich nicht vor dem Tadel eines Tadlers f\u00fcrchten.<\/p>\n<p>Das ist die Gnade Gottes \u2013 er gibt sie, wem er will.<\/p>\n<p>Gott ist umfassend, wissend. (Q 5:54)<\/p>\n<p>Ein Vers verk\u00fcndet, dass Gott dem Menschen n\u00e4her als seine Halsschlagader ist (Q 50:16). Gott erschuf den Menschen mit seinen H\u00e4nden, er gestaltete ihn auf eine sch\u00f6ne Weise (Q 64:3) und machte ihn zum Statthalter der Erde (Q 2:30). Der biblischen Lehre, Gott habe den Menschen nach seinem Ebenbild und seinem Bildnis geschaffen, erteilt der Koran indirekt eine Absage (Q 42:11).<\/p>\n<p>In medinensischen Suren beteiligt sich Gott an den Kriegen der Muslime. Er gebietet ihnen zu k\u00e4mpfen (Q 2:190 f.; 9:5) und ihren Anf\u00fchrer, seinen Gesandten, nicht im Stich zu lassen (Q 3:32; 9:24), Gott interveniert in den Kampf, schickt den Muslimen Engel, die ihre scheinbar unvermeidliche Niederlage in einen von ihm geschenkten Sieg zu verwandeln (Q 3:123-125). Auch vor der Entstehung des Islam rettete er mit einer wundersamen Milit\u00e4raktion Mekka vor der Eroberung durch die Leute des Elefanten (Q 105). Der exegetischen Literatur zufolge ist damit der gescheiterte Feldzug des himyaritischen K\u00f6nigs Abraha aus S\u00fcdarabien vermutlich um das Jahr 552 gemeint.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>IV.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zum Schluss l\u00e4sst sich Folgendes sagen: nach islamischem Glauben ist Gott Einer, er \u00e4hnelt in seiner soliden kompakten Einheit dem aristotelischen Unbewegten Beweger. Seine 99 Namen stehen f\u00fcr seine Eigenschaften. Wie sie sich zu seinem Wesen verhalten, ist eine in der islamischen Theologie reichlich diskutierte Frage. Seine Eigenschaften sind seine Haltungen dem Menschen gegen\u00fcber. Gott ist der allm\u00e4chtige Sch\u00f6pfer des Alls und der gerechte Richter am J\u00fcngsten Tag. Er wei\u00df alles und kontrolliert alles. Er ist barmherzig. Von der Unendlichkeit seiner umfassenden Barmherzigkeit \u00fcberzeugt, vertreten manche muslimischen Theologen sogar die Ansicht, Gott werde am Ende die H\u00f6lle eliminieren. Zwischen Gott und dem Menschen ist eine un\u00fcberbr\u00fcckbare ontologische Kluft, die es keinem Menschen erlaubt, Gott unmittelbar anzuschauen oder in direkten Kontakt mit ihm zu treten (Q 42:51). Einen Mittler zwischen Gott und den Menschen wie Christus kennt der Islam nicht; auch heilige Menschen mit F\u00fcrbitter-Funktion l\u00e4sst die islamische Orthodoxie nicht zu. Im schiitischen und volkst\u00fcmlichen Islam wird dieses Thema jedoch gewisserma\u00dfen lockerer behandelt.<\/p>\n<p>Gott verzieh Adam die \u00dcbertretung seines Gebots. Da der Mensch schwach ist, kann er nicht immer Satans von Gott erlaubten Versuchungen widerstehen. Deswegen schickt Gott den Menschen immer wieder Propheten, die seinen Willen wiederholt verk\u00fcnden und die Menschen ermahnen, sie zu befolgen. Alle Offenbarungen, alle heiligen Schriften stammen aus einer einzigen Quelle. Trotz ihrer Vielfalt verbindet sie miteinander eine wesentliche Einheit. Dem Menschen obliegt es, sich Gott bedingungslos zu ergeben \u2013 eine Haltung, die die urspr\u00fcngliche Form der Religion ist, die nach koranischer Sicht im Islam, von Verformungen und Fehlentwicklungen bereinigt, wiederhergestellt wird.<\/p>\n<p>Verglichen mit dem in der Bibel und somit im Judentum und Christentum vorherrschenden Gottesbild tr\u00e4gt das Bild Gottes im Koran und somit im Islam st\u00e4rkere deterministische Z\u00fcge. Gottes Handeln im Koran l\u00e4sst dem Menschen weniger Raum f\u00fcr freie, eigenst\u00e4ndige Entfaltung. In diesem Sinne l\u00e4sst Gott Adam im Koran nicht die Dinge selbst benennen, sondern bringt ihm diese Namen bei (Q 2:31). Gott interveniert direkt und l\u00e4sst Joseph nicht s\u00fcndigen (Q 12:24). Ohnehin kann er es nicht erlauben, dass sich seine erw\u00e4hlten Gesandten und Propheten falsch verhalten oder dass sie bei der Verk\u00fcndigung seiner Botschaft versagen. Deshalb interveniert er unmittelbar, wann immer dies n\u00f6tig ist. Gott im Koran ist der Gott der St\u00e4rke. Selbst Jesus, der im Koran zwar nicht als Gottes Sohn, aber doch als wichtiger Prophet gilt, wird deswegen im Koran nicht gekreuzigt: Gott errettet ihn heimlich.<\/p>\n<p>Auch im Hinblick auf die Abl\u00e4ufe in der Natur erfolgen diese in der Bibel gem\u00e4\u00df der Gesetzm\u00e4\u00dfigkeit, die Gott ihr bei der Sch\u00f6pfung eingegeben hat. \u201eDie Sonne wei\u00df ihren Niedergang\u201c, hei\u00dft es in Psalm 104:19. Wie bereits dargestellt bewirkt Gott im Koran hingegen jeden Periodenwechsel selbst unmittelbar. Er ist allgegenw\u00e4rtig, unaufh\u00f6rlich t\u00e4tig, er kennt keine Ruhe, keinen Sabbat (Q 2:255). Auch die Vernunftt\u00e4tigkeit des Begreifens wird im Koran ausschlie\u00dflich als Mittel zum Glauben eingesetzt. Wissen, das nicht zu Gott hinf\u00fchrt, ist Ignoranz.<\/p>\n<p>Ist also der Gott des Koran ein grausamer Despot, ein schrecklicher Diktator? Nein, zumal die Barmherzigkeit seine wichtigste Eigenschaft ist. Er ist allerdings ein Gott der Macht. Und er wurde von Muhammad, dessen Nachfolgern und den Anh\u00e4ngern seiner Botschaft auch so wahrgenommen. Mit Macht haben sie den Islam zur Weltreligion gemacht.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kein anders Wort kommt im Koran so h\u00e4ufig vor wie das Wort all\u0101h. Mit ca. 2700 Erw\u00e4hnungen \u00fcbertrifft es alle anderen W\u00f6rter mit Abstand. Jede Sure beginnt im Namen Allahs. Zahlreiche auf Gott bezogene Attribute, Bezeichnungen und Metaphern treten zus\u00e4tzlich an vielen Stellen im Koran auf. 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