{"id":32318,"date":"2023-07-17T14:35:41","date_gmt":"2023-07-17T12:35:41","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?media-library=manfred-mayerle"},"modified":"2025-07-04T16:11:19","modified_gmt":"2025-07-04T14:11:19","slug":"manfred-mayerle-vernissage-zur-ausstellung","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/manfred-mayerle-vernissage-zur-ausstellung\/","title":{"rendered":"Manfred Mayerle"},"content":{"rendered":"<h3><strong>I.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Erstmal vor gut eineinhalb Jahren hatten wir \u2013 Sie, lieber Herr Mayerle, und ich \u2013 uns getroffen, um \u00fcber die M\u00f6glichkeit einer Ausstellung im Kardinal Wendel Haus der Katholischen Akademie in Bayern zu sprechen. Und das wei\u00df ich noch, diese Idee hat Ihnen gefallen, es hat Sie gereizt, hier in den R\u00e4umen der Katholischen Akademie einmal ausstellen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Bei den weiteren Treffen, bei den Rundg\u00e4ngen hier im Haus und dann auch den beiden ausf\u00fchrlichen Atelierbesuchen in der Jachenau haben wir uns intensiv ausgetauscht. Wir sprachen \u00fcber Sie und Ihre Arbeiten und wir trafen eine erste Auswahl. Das war gar nicht so einfach, hatten wir doch ein gro\u00dfe Anzahl an Werken, Werkgruppen und Serien vor uns.<\/p>\n<p>Bevor ich sogleich n\u00e4her auf Ihr Werk und die hier gezeigten Arbeiten eingehe, ist es sicherlich angebracht, wenigstens kurz einige Daten zu nennen.<\/p>\n<p>Vor acht Jahrzehnten sind Sie hier in M\u00fcnchen geboren; im Fr\u00fchjahr diesen Jahres durften Sie deshalb einen runden Geburtstag feiern. Es ist ziemlich genau 60 Jahre her, dass mit dem Studium in der Akademie der bildenden K\u00fcnste in M\u00fcnchen begonnen haben. Dieses haben Sie ab 1963 als Meistersch\u00fcler fortgesetzt. Nur zwei Jahre sp\u00e4ter hatten Sie eine Assistentenstelle in der Mal- und Zeichenklasse von Professor Helmut Kaspar. In dieser Zeit bekamen Sie Ihre ersten Stipendien und konnten eine erste Italienreise antreten; diese f\u00fchrte Sie nach Florenz. Das Geld dazu kam von der Jubil\u00e4umsstiftung der Stadt M\u00fcnchen. Sie waren f\u00fcr ein Stipendium in der Villa Massimo nominiert und sie sind dann im Jahr 1966 f\u00fcr drei Monate zu einem Studienaufenthalt nach New York gegangen.<\/p>\n<p>In den Vor-Wirren der 1968er Jahre gr\u00fcndeten Sie die Gruppe \u201eTeam 1967\u201c. Daran waren andere Meistersch\u00fcler der Akademie wie Klaus Caspers und Max Reithmann, genauso beteiligt wie weitere Maler, Bildhauer, Musiker, Kunsthistoriker, Architekten und auch Mediziner. Gemeinsam mit dem Bildhauer Andreas Sobeck und dem Architekten Marc Knei\u00dfel gewannen Sie vor genau 50 Jahren den Kunstwettbewerb f\u00fcr die neue Mensa der Universit\u00e4t M\u00fcnchen an der Leopoldstra\u00dfe. Das war so etwas wie der Startschuss, die Initialz\u00fcndung f\u00fcr Ihr Werk im \u00f6ffentlichen Raum. Sie machten sich selbstst\u00e4ndig \u2013 und Sie haben das bis heute nicht bereut.<\/p>\n<p>Seither haben Sie mehr als 800 Arbeiten im \u00f6ffentlichen Raum verwirklichen k\u00f6nnen. Ihre Werke sind in weit mehr als 50 St\u00e4dten und Gemeinden zu sehen. Und ich bin sicher, wir alle kennen Arbeiten von Ihnen, denen wir begegnen, ohne es zu wissen. Alleine in M\u00fcnchen, sogar hier in Schwabing, haben Sie viele R\u00e4ume gestaltet. Dabei handelt es sich vielfach um Wand- oder immer wieder auch Raum- und ebenso Platzgestaltungen. Neben dem bereits erw\u00e4hnten Wettbewerbsgewinn beim Mensageb\u00e4ude der LMU (1969, \u00dcberarbeitung EG 2012\/13) haben Sie hier nebenan in der Werneckstra\u00dfe (1999) die Supraporten an der Fassade im Traufbereich bemalt und zeichnen auch f\u00fcr die horizontale Bepflanzung der Fassade verantwortlich. Sie haben den farbigen Himmel des Casinos der Stadtsparkasse M\u00fcnchen in der Ungererstra\u00dfe (1987) gestaltet; dort haben Sie eine 400 Quadratmeter gro\u00dfe Arbeit, Acryl auf perforiertem Blech, gemalt. Mehrmals sind Sie f\u00fcr die M\u00fcnchner R\u00fcck t\u00e4tig gewesen, im Sitzungszimmer (1984-86), im Caf\u00e9 Leo (1994, k\u00fcnstlerisches Gesamtkonzept) und auch im Riemerschmid-Zimmer im Altbau (2001).<\/p>\n<p>Alleine diese kleine Aufz\u00e4hlung zeigt schon, dass Sie h\u00e4ufiger mehrfach f\u00fcr einen Auftraggeber t\u00e4tig werden konnten. Und das ist nat\u00fcrlich ein Beweis daf\u00fcr, wie erfreut und sicherlich auch zufrieden diese mit Ihrer Arbeit waren. Ansonsten h\u00e4tten Sie nat\u00fcrlich in den seltensten F\u00e4llen einen Folgeauftrag erhalten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>II.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nun will ich noch erz\u00e4hlen, wann und wie ich Ihrem Werk das erste Mal begegnete. Ich hatte gerade mein Theologiestudium hier in M\u00fcnchen beendet und mir \u00fcberlegt, im Bereich Kunst und Kirche eine Dissertation anzustreben. In dieser Zeit, kurz nach der Mitte der 1980er Jahre, lebte ich mit meiner Familie hier in M\u00fcnchen und begann, mich in der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr christliche Kunst zu engagieren. Dort gab es eine Galerie \u2013 die gibt es heute noch -, in der Ausstellung wichtiger Gegenwartsk\u00fcnstlerinnen und -k\u00fcnstler gezeigt wurden, die f\u00fcr meinen damaligen Geschmack mehr oder weniger etwas mit der Kirche zu tun hatten. Im damaligen Vorstand sa\u00df ein gewisser Manfred Ehrhard, zu dieser Zeit Di\u00f6zesanbaumeister im Erzbistum Bamberg (sp\u00e4ter hatte er eine Professur in Weimar). Er wusste, dass ich, von dort geb\u00fcrtig, mich intensiver mit Kunst und Kirche zu besch\u00e4ftigen begonnen hatte. Und er lud mich ein, an einem Wettbewerbsverfahren, das im Jahr 1988 durchgef\u00fchrt wurde, als Begleiter und Protokollant teilzunehmen. Es ging um die Ausgestaltung der Kapelle des Priesterseminars in Bamberg. Den Wettbewerb f\u00fcr die Gestaltung der Seminarkapelle gewannen schlie\u00dflich Rudolf Bott \u2013 er gestaltete Altar, Ambo, Tabernakel- und Evangeliar-Stelen \u2013 und eben Manfred Mayerle. Von ihm stammt das Bild, das die gesamte R\u00fcckwand einnimmt. Es misst etwa f\u00fcnf auf zehn Meter \u2013 und ist damit noch lange nicht das gr\u00f6\u00dfte Werk, das Manfred Mayerle schuf. Auf der Homepage des heute zum Bistumshaus mutierten ehemaligen Priesterseminars steht lapidar: \u201eSeminarkapelle neugestaltet 1994 &#8230; Altarwand (Manfred Mayerle) abstrakt flimmernd\u201c.<\/p>\n<p>\u201eAbstrakt flimmernd\u201c, das mag einen beim ersten H\u00f6ren oder Lesen irritieren. Wer heute in diesem nach wie vor als Hauskapelle genutzten Raum eintritt, wird nicht anders k\u00f6nnen, als seine Augen auf Ihre Arbeit zu richten. Und das weniger, weil sie so gro\u00df und damit \u00fcberm\u00e4chtig w\u00e4re, nein, es ist ihre Ausstrahlung, die unsere Blicke darauf lenkt. Und wenn ich das jetzt Ausstrahlung nenne, dann meine ich damit ihre Intensit\u00e4t, ihre Kraft und Ihre Ruhe, die sie auszeichnet. Die ins Lila gehende Farbgebung f\u00fcr den Hintergrund, die r\u00f6tlichen und hell ockerfarbenen Streifen, die f\u00fcr mich nach oben weisen, erzeugen bei mir eine Stimmung, die mich zum einen beruhigt, zum anderen \u00fcber diesen Raum hinausweist. Wohin bleibt mir \u00fcberlassen; diese Arbeit ist f\u00fcr mich der eigentliche Anlass, dass ich heute hier stehe. Sie hat mich derart eingenommen und \u00fcberzeugt, dass ich diesen K\u00fcnstler, der f\u00e4hig ist, so etwas zu schaffen, n\u00e4her kennenlernen, andere seiner Werke sehen wollte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>III.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und damit komme ich zu den Arbeiten, die hier in der Katholischen Akademie gezeigt werden. Wir k\u00f6nnen uns nicht jedem einzelnen Werk zuwenden. Aber lassen Sie uns ein wenig herumwandern, jetzt mit den Augen oder im Kopf und anschlie\u00dfend per pedes, um sich die Arbeiten nochmals n\u00e4her anzusehen. Nachdem wir in den Genuss des H\u00f6rens und die hinf\u00fchrenden Gedanken dazu schon eingetaucht sind, f\u00fchrt uns das vielleicht doch zur Frage, wie denn der K\u00fcnstler arbeitet und wie er zu seinen Themen kommt.<\/p>\n<p>Ich hatte eingangs schon davon gesprochen, dass der junge Maler Manfred Mayerle an der Akademie der bildenden K\u00fcnste in M\u00fcnchen einige Preise gewonnen hat. Einen m\u00f6chte ich jetzt noch erw\u00e4hnen, n\u00e4mlich den f\u00fcr die beste Portraitzeichnung. Als Manfred Mayerle diesen Preis gewann \u2013 er war mit einer erklecklichen Summe von einigen Tausend DM dotiert \u2013 konnte er nicht nur zeitweise seinem doch eher k\u00e4rglichen Studentenleben entfliehen und sich wieder etwas mehr leisten, dieses Ereignis f\u00fchrte ihn auch dazu, mit der gegenst\u00e4ndlichen Malerei zu brechen. Er ging dazu \u00fcber Torsi, unvollst\u00e4ndige K\u00f6rper, nicht vollendete Dinge zu malen. In der Reduktion auf Teile, auf Teilfl\u00e4chen entstand f\u00fcr ihn eine neue Form der Konzentration. Das Erlebnis des Rudiment\u00e4ren, in dem doch die F\u00fclle des Vollkommenen sp\u00fcrbar war, machte die Spannung in seinem Werk aus. Ein herausragendes Beispiel aus dieser Zeit finden wir hier an der Stirnwand. Der <em>Torso f\u00fcr zwei<\/em> entstand im Jahr 1986 und zeigt diese Auseinandersetzung in ganz besonderer Weise.<\/p>\n<p>Als Manfred Mayerle Ende der 1950er Jahre an die Akademie der bildenden K\u00fcnste kam, beherrschte dort die Frage nach dem Gegenst\u00e4ndlich-Fig\u00fcrlichen oder der Abstraktion in der Malerei die meisten der Diskussionen unter den Studierenden. Seine Kenntnis der italienischen Malerei des Quattrocento und die intensive Besch\u00e4ftigung mit der Monumentalmalerei eines Diego Rivera oder auch eines Juan O&#8217;Gormans in Mexiko \u2013 dorthin kam er Mitte der 1960er Jahre erstmals \u2013 lie\u00dfen ihn vieles bedenken. Da zeitgleich in ihm das reifte, was wir heute von ihm kennen, \u2013 er besch\u00e4ftigte sich intensiv mit dem Verh\u00e4ltnis von Farbe, Material und Proportion im Raum und der Ma\u00dfst\u00e4blichkeit von Figuren und k\u00fcnstlerischen Arbeiten im Raum \u2013 ist. sein Weg in gewisser Weise vorgezeichnet.<\/p>\n<p>Einen gewissen Einschnitt in der Entwicklung seiner Arbeiten bedeutet der Bezug seines Ateliers auf Mallorca. Er richtete alles her, wie er es f\u00fcr sich als notwendig erachtete. Und als er nach der Fertigstellung der R\u00e4ume dort mit einigen seiner Arbeiten im Gep\u00e4ck ankam, \u201esp\u00fcrte er, da\u00df viele der \u00e4lteren Arbeiten, die dem Thema Figur und ihren vielf\u00e4ltigen Varianten gewidmet waren, an einem Endpunkt angelangt waren. Suchend reagierte er radikal und verbrannte einen Teil seiner fr\u00fchen Arbeiten auf Papier. \u00dcbrig blieben Asche und ein leeres Atelier\u201c. Und was passierte dann? Es war keine Verzweiflungstat, es war eher so etwas wie eine Befreiung. Und daraus entstanden dann die ersten seiner Aschearbeiten. Drei davon, nicht aus dieser fr\u00fchen Phase, sondern aus dem Jahr 1995 finden Sie in der Kapelle: <em>Weisses Establiments. A,B,C<\/em>.<\/p>\n<p>Hier im gro\u00dfen Saal sehen Sie Gem\u00e4lde, darunter eine Auswahl von neun von deutlich mehr<em> Goldbergvariationen<\/em>; einige weitere h\u00e4ngen derzeit noch bis Ende Oktober in Passau im Ordinariat<em>.<\/em> Auch wenn ich damit Werbung f\u00fcr einen anderen Ort mache, finde ich die dortige Ausstellung im Treppenhaus wie in den historischen Prunkr\u00e4umen sehr gelungen und lade Sie herzlich ein, sie zu besuchen. Die Goldbergvariationen hier sind sicherlich an Bachs eine Arie und deren 30 Variationen angelehnt, von der \u201epolyphon durchdrungenen Musik\u201c inspirierte Bild-Varianten. Damit sind sie ein Beispiel f\u00fcr die vielfach seriellen Werkgruppen Manfred Mayerles.<\/p>\n<p>Oftmals arbeitet er in Serien, n\u00e4hert sich einem Thema auf vielfache und damit vielf\u00e4ltige Art und Weise. Das kann und wird nicht zuletzt damit zu tun haben, dass er einen strengen Tagesablauf pflegt. So ist jeder Morgen und jeder Abend davon gepr\u00e4gt, dass er sich zur\u00fcckzieht und zeichnet. Zeugnis daf\u00fcr geben die kaum noch \u00fcberschaubare Zahl seiner Skizzenb\u00fccher \u2013 einige davon sind in Passau zu sehen \u2013 sowie auch eine ganze Reihe an seriellen Werken, die diese stete, letztlich meditative Arbeit wiedergeben. Diese von innerer Ruhe und Konzentration gekennzeichneten Zeitr\u00e4ume sind Momente des R\u00fcckzugs aus dem Alltag, sind Ausgangspunkt und wohl auch Inspiration f\u00fcr seine anderweitigen Aufgaben.<\/p>\n<p>Manfred Mayerle hat ja nicht nur, wie bereits erw\u00e4hnt, hunderte von \u00f6ffentlichen Auftr\u00e4gen umgesetzt; Manfred Mayerle ist auch stets regional wie \u00fcberregional f\u00fcr die Sache der Kunst engagiert.<\/p>\n<p>So leitete er beispielsweise jahrelang den M\u00fcnchner K\u00fcnstlerbund und ist seit vielen Jahren aktiv im Vorstand der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr christliche Kunst t\u00e4tig. Der \u00dcberschritt zur abstrakt genannten Malerei oder auch auf Linien und Fl\u00e4chen zur\u00fcckgenommene Zeichnungen ist somit nicht an einen bestimmten Zeitpunkt gebunden. Vielmehr ging dieser Entschluss vermehrt oder nahezu nur noch so gut wie ungegenst\u00e4ndlich zu malen aus einer inneren Konsequenz hervor. Doch diese Werke sind, und das ist mir wichtig, nicht einfach nur abstrakt. Andreas K\u00fchne hat in einem Text zu Manfred Mayerles Roten Bildern festgestellt: \u201eParadoxerweise ist das Werk Manfred Mayerles immer individueller geworden, je weiter es sich von Figur, Gegenstand und Erz\u00e4hlung entfernt hat.\u201c<\/p>\n<p>Genau das meine ich zu sp\u00fcren. Wenn Sie vor einem dieser Roten Bilder oder auch einem anderen seiner nicht-gegenst\u00e4ndlichen Werke stehen, dann merken Sie, dass diese Farben richtiggehend kr\u00e4ftig sind, Sie ansprechen. Diese Arbeiten sind Ausdruck von Empfindungen und Gef\u00fchlen, sie geben Energie. Und nat\u00fcrlich, das kommt nicht von ungef\u00e4hr: Manfred Mayerle baut diese Bilder in Schichten St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck auf. Fl\u00e4che und Linie stehen nebeneinander, grenzen sich voneinander ab und leben doch aus der Beziehung und der Spannung, die sie im Betrachtenden erzeugen. Die Farbfelder, die Sie sehen, sind von gr\u00f6\u00dfter Dichte und sie l\u00f6sen bei jeder und jedem von uns etwas aus. Die sinnliche Wahrnehmung, das Aufnehmen und Empfinden dieser Farbe(n) ist viel mehr als ein blo\u00dfes Sehen. F\u00fcr den K\u00fcnstler Manfred Mayerle \u201estehen Farbe und Linie sinnbildlich und gleichberechtigt f\u00fcr das Zusammenspiel von Geist, Emotion und Energie.\u201c<\/p>\n<p>Die Farbe wird dabei zum Mit- und zum Gegenspieler der Linie. Da die Linie selbst zum Thema wird, erh\u00e4lt sie Eigenst\u00e4ndigkeit. Die in der Regel freih\u00e4ndig gef\u00fchrte Feder variiert entsprechend der aufgenommenen Menge im Farbauftrag. Der Strich wird autonom, ist aber immer Teil einer Gesamtheit. Ich sehe in diesen Bildern vielf\u00e4ltige Fassaden, andere m\u00f6gen darin Proportionsstudien, wieder andere unterschiedlich intensiv gemalte Linien sehen. Das ist nicht nur erlaubt, die Arbeiten leben davon, dass die und der Betrachter jeweils etwas anderes assoziieren. Das einmal G\u00fcltige gibt es nicht, vielmehr geht die k\u00fcnstlerische Freiheit mit der Offenheit bei der Wahrnehmung durch den Rezipienten einher.<\/p>\n<p>Mit Manfred Mayerles eigenen Worten will ich schlie\u00dfen: \u201eDie Linie ist f\u00fcr mich das Denken mit der Hand, sie ist eine Form meiner Sprache, meines Ausdrucks, ein bewusster, aber auch unbewusster Prozess.\u201c<\/p>\n<p>Ich lade Sie ein, Manfred Mayerles Linien und seine farbigen Energiefelder auf sich wirken zu lassen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>I. &nbsp; Erstmal vor gut eineinhalb Jahren hatten wir \u2013 Sie, lieber Herr Mayerle, und ich \u2013 uns getroffen, um \u00fcber die M\u00f6glichkeit einer Ausstellung im Kardinal Wendel Haus der Katholischen Akademie in Bayern zu sprechen. 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